Schlagwort: Wärmepumpe

  • Neuer Innovationsschub für nachhaltige Wärmesysteme

    Neuer Innovationsschub für nachhaltige Wärmesysteme

    Die EBP Schweiz AG beteiligt sich über ihren Wagniskapitalgeber EBP Ventures an der Nullpunkt AG. Das Jungunternehmen aus Oberengstringen hat ein neuartiges Eisspeicher-Wärmepumpensystem entwickelt und nach einem Probelauf mit einem Prototyp im vergangenen Jahr in diesem August an den Markt gebracht. „Mit dieser Investition stärkt EBP Schweiz nicht nur das eigene Innovationsnetzwerk, sondern leistet auch einen konkreten Beitrag zur Energiewende im Gebäudesektor“, wird Simon Hess, Partner und Leiter Energie + Technik von EBP Schweiz, in einem entsprechenden Beitrag des Zürcher Beratungs- und Ingenieurunternehmens auf LinkedIn zitiert.

    Das System der Nullpunkt AG setzt sich aus einem Aussenwärmetauscher, einem Eisspeicher und einer Wärmepumpe zusammen. Der Aussenwärmetauscher entzieht der Umgebungsluft tagsüber Energie. Mit ihr wird das Eis im Eisspeicher geschmolzen. Gefriert dieses Wasser nun wieder, wird dabei Wärmeenergie freigesetzt. Sie wird dem Speicher durch die Wärmepumpe entzogen und zum Heizen des Hauses eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Eisspeichersystemen weise die Anlage von Nullpunkt eine kompaktere Bauweise, „hohe Energieeffizienz und ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis“ auf, schreibt EBP.

    Bei Nullpunkt steht aktuell die Weiterentwicklung auf stärkere Anlagen und zusätzliche Regenerationsquellen auf dem Programm. „Ein kompetenter Partner wie EBP wird uns auch fachlich die richtigen Impulse bringen, um Nullpunkt nachhaltig am Markt zu etablieren“ wird Nullpunkt-CEO Thomas Degelo im Beitrag zitiert.

  • Helikopter-Einsatz für klimafreundliche Energieversorgung

    Helikopter-Einsatz für klimafreundliche Energieversorgung

    Die Clinique Valmont in Montreux ist von BRUGG Pipes mit einer klimafreundlichen Wärmeversorgung ausgestattet worden. Sie besteht aus einer Siemens-Luftwärmepumpe, die über eine Fernwärmeleitung an die Klinik angeschlossen wird, erläutert BRUGG Pipes in einer Mitteilung. Die Heizleistung der Anlage wird dort auf 321 Kilowatt beziffert. Mit der neuen nachhaltigen Wärmeversorgung kann die zum Swiss Medical Network gehörende Klinik künftig jährlich rund 263 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

    BRUGG Pipes ist bei der Anlieferung der Fernwärmeleitung ungewöhnliche Wege gegangen. „Da die Platzverhältnisse eingeschränkt waren und zwischen Ablade- und Installationsort eine Steigung überwunden werden musste, setzten wir für den Transport der vier jeweils rund 700 Kilogramm schweren Teilstücke einen Helikopter ein“, wird René Hilty, Projektleiter Fachbauplanung des zur BRUUG GROUP AG aus Brugg gehörenden Unternehmens, in der Mitteilung zitiert. Die Siemens-Wärmepumpe weist gar ein Gewicht von 2,8 Tonnen auf. Ihr Transport soll am 30. September mit einem Super Puma-Helikopter durchgeführt werden.

  • Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Die Aare Energie AG (a.en) und die IWB gehen die Realisierung eines Wärmeverbunds im Grenzgebiet Hagmatt der Solothurner Gemeinden Olten und Trimbach an. Die Umsetzung der Pläne für den Entzug von Wärmeenergie aus dem Grundwasser hatten die Partnerfirmen von der Einbindung des Kantonsspitals Olten abhängig gemacht. Nun ist die Zusage dieses Schlüsselkunden erfolgt, informieren a.en und IWB in einer gemeinsamen Mitteilung.

    Bereits im nächsten Jahr wollen a.en und IWB mit den Bauarbeiten für den Wärmeverbund beginnen. Seine Netzlänge wird voraussichtlich 6 Kilometer betragen. Als Herzstück der Anlage wird in der Mitteilung eine neue Heizzentrale im Trinkwasserpumpwerk Dellen genannt. Hier sollen zwei Wärmepumpen mit einer Leistung von je rund 2,5 Megawatt dem Grundwasser Wärme entziehen.

    Die Bereitstellung von Wärme aus Grundwasser könne auch bei niedrigen Wassertemperaturen im Winter gewährleistet werden, heisst es in der Mitteilung Die jährliche Wärmeleistung der Anlage wird dort auf 20 Gigawattstunden beziffert. Interessierte, die bereits ein Richtangebot angefragt haben, sollen nun konkrete Angebote erhalten und Verträge abschliessen können. Mit den ersten Wärmelieferungen rechnen die Partner ab 2027.

  • Effizient kühlen mit der Fussbodenheizung

    Effizient kühlen mit der Fussbodenheizung

    In gut gedämmten Neubauten und energetisch sanierten Altbauten steigt das Interesse an alternativen Kühlmethoden. Eine Fussbodenheizung kann nicht nur für wohlige Wärme im Winter sorgen, sondern auch im Sommer zum angenehmen Raumklima beitragen, vorausgesetzt, sie ist an eine dafür geeignete Wärmepumpe angeschlossen. Damit eröffnet sich eine effizient, geräuschlos und klimafreundlich doppelte Nutzung bestehender Technik.

    Technik, die beides kann
    Nur wassergeführte Systeme sind für das Kühlen geeignet. Über das im Boden verlegte Rohrsystem strömt im Sommer kühles Wasser, gesteuert durch eine Pumpe und eine smarte Regelung. Entscheidend ist die Kombination mit einer reversiblen Wärmepumpe, die den Kühlmodus technisch unterstützt. Der Unterschied zwischen Heiz- und Kühlbetrieb liegt vor allem in der Wassertemperatur. Statt 35 bis 40 °C werden 16 bis 20 °C durch das System gepumpt.

    Aktiv oder passiv – zwei Wege zur Abkühlung
    Passives Kühlen nutzt die Temperaturdifferenz zum Erdreich oder Grundwasser, ohne dass der Verdichter aktiv ist. Das spart Energie, reicht aber bei starker Hitze oft nur für eine leichte Temperatursenkung.

    Aktives Kühlen hingegen arbeitet mit voller Pumpenleistung. Räume lassen sich deutlich stärker abkühlen, allerdings mit höherem Strombedarf.
    Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen eignen sich für beide Varianten. Luft/Wasser-Systeme sind ausschliesslich für die aktive Kühlung konzipiert.

    Technik und Planung müssen zusammenpassen
    Die erreichbare Temperaturabsenkung liegt zwischen 2 und 5 °C. Bei aktiven Lösungen sind auch Werte um 20 bis 22 °C realistisch. Eine zu tiefe Vorlauftemperatur kann Kondenswasser verursachen. Daher braucht es Systeme mit Taupunktüberwachung, die bei kritischen Werten automatisch gegensteuern.

    Grenzen kennen, Potenziale nutzen
    Fussbodenheizungen reagieren träge, das Kühlen braucht daher vorausschauende Steuerung. Wer heute neu baut oder saniert, kann jedoch mit guter Planung und geeigneter Technik auf ein einziges System setzen, das ganzjährig für Komfort sorgt, ohne zusätzliche Klimaanlage.

    Die erreichbare Temperaturabsenkung hängt von der Bauweise, Dämmung und Auslegung des Systems ab. In gut gedämmten Neubauten oder sanierten Objekten sind auch bei heissen Aussentemperaturen Raumkühlungen auf 22 °C oder darunter möglich. Besonders Schlafräume, Büros oder stark aufgeheizte Wohnbereiche profitieren von der gleichmässigen, stillen Kühlung.

  • Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG AG übernimmt mit seiner Abteilung Hochbau laut einer Mitteilung „zentrale Aufgaben bei der umfassenden Sanierung des Landhauses Solothurn“. Neben Massnahmen zur Modernisierung der haustechnischen Infrastruktur aus Sanitär, Lüftung, Beleuchtung und Bühnentechnik stehe die Modernisierung des Heizsystems im Fokus.

    Dieses wird mittels einer Wärmepumpe auf eine ressourcenschonende Energiegewinnung umgestellt. Wasser der Aare soll als Wärmequelle sowohl das Landhaus als auch angrenzende öffentliche Gebäude wie Jugendherberge, Schulhaus Kollegium und Stadttheater versorgen.

    Die Lage zwischen Altstadt und dem Fluss Aare erfordere logistische Aufmerksamkeit. So müssten Materialanlieferungen und Entsorgungen vormittags erfolgen, damit die Uferpromenade ab dem Mittag als Flaniermeile genutzt werden kann.

    Zudem gelte es, hohe Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Das denkmalgeschützte Landhaus gleiche einem „verwinkelten Baukunstwerk mit sechs Ebenen, jede mit eigenem Sanierungsbedarf“. Die Vorgehensweise verlange „Fingerspitzengefühl“, um den historischen Charakter und die Bausubstanz zu erhalten. Insbesondere die originalen Solothurner Kalksteintreppen sollen in ihrer Einzigartigkeit erhalten bleiben, heisst es. Dafür seien spezielle Schutzvorrichtungen geschaffen worden.

    Das Solothurner Stimmvolk hatte im Oktober 2023 der Instandsetzung zugestimmt. Seit Januar 2025 laufen die Baustellenarbeiten. Bauende ist für Oktober 2026 geplant. Im Januar soll aus Rücksicht auf die Solothurner Filmtage 2026 der Baustellenbetrieb ruhen.

  • Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Das Fleischverarbeitungsunternehmen Ernst Sutter AG aus Gossau betreibt sein Tessiner Logistikzentrum am Standort Bedano ohne Nutzung fossiler Energie. Die Stromversorgung aller notwendigen Anlagen wird zu 45 Prozent aus Solarenergie und zum Rest aus Wasserkraft gedeckt, heisst es in einer Mitteilung. Der Solarstrom entsteht durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zentrums, auf dem die 271 Quadratmeter grosse Anlage jährlich 55‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

    Das Heizungssystem wurde von Ölheizung auf Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage umgestellt. Die von den Kühlsystemen abgezogene Wärme wird zur Aufbereitung von Warmwasser verwendet.

    Mit den Firmenstandorten in Gossau und in Bazenheid SG ist Bedano jetzt der dritte Standort des Unternehmens, der fossilfrei mit Energie versorgt wird. «Wir setzen uns ambitionierte Ziele, um unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich zu verringern und so zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen», wird Reto Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitiert. «Der Ausbau erneuerbarer Energien an unseren Standorten spielt dabei eine zentrale Rolle.»

  • Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Die Industrie steht vor der Herausforderung, ihre Prozesse von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzustellen. Besonders für Temperaturbereiche von 100 bis 200°C bieten Hochtemperatur-Wärmepumpen eine energieeffiziente Lösung. Sie können nicht nur Prozesswärme bereitstellen, sondern auch gleichzeitig Kälte erzeugen, was sie für viele Industriezweige besonders attraktiv macht.

    Interaktive Technologie-Landkarte für Unternehmen
    Im Forschungsprojekt «Identifikation von industriellen Wärmepumpen für die Prozesswärme» hat das Fraunhofer ISE ein Onlinetool entwickelt, das Unternehmen gezielt bei der Auswahl der richtigen Wärmepumpentechnologie unterstützt.

    Das Tool bietet:

    • Visualisierung der verfügbaren Wärmepumpentechnologien im Temperaturbereich und Leistung
    • Zuordnung von Wärmepumpen zu spezifischen Industrieprozessen (z. B. Reinigung, Trocknung, Kühlung)
    • Interaktive Abrufmöglichkeiten für Prozesstemperaturen in verschiedenen Branchen
    • Detaillierte Fact Sheets zu Kreislaufprozessen, Verdichtertechnologien und Kältemitteln

    Ein Beitrag zur klimaneutralen Industrie
    Das Onlinetool ist Teil des Fraunhofer-Forschungsleitthemas «Klimaneutrale Industrie», das Unternehmen auf dem Weg zu einer CO₂-neutralen Energieversorgung unterstützt.

    Dazu gehören:

    • Optimierung von Energieeinsparpotenzialen
    • Nutzung industrieller Abwärme
    • Integration erneuerbarer Energien (z. B. Photovoltaik zur Eigenstromversorgung)
    • Speicherlösungen für Wärme, Kälte und Strom

    Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Aufbereitung von Industrieabwässern, die nicht nur Abwärme, sondern oft wertvolle Reststoffe wie Metalle oder Säuren enthalten. Diese können mit modernen Rückgewinnungstechnologien effizient wiederverwertet werden.

    Mitwirken und Daten beitragen
    Der Datenpool des Onlinetools wird laufend erweitert. Hersteller von Wärmepumpen und Industrieunternehmen können mit dem Fraunhofer ISE in Kontakt treten, um ihre Daten in die Plattform zu integrieren und so die Entwicklung weiter voranzutreiben.

    Mit dieser neuen digitalen Lösung bietet das Fraunhofer ISE Unternehmen ein effektives Werkzeug zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse und zur Steigerung der Energieeffizienz – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion.

  • Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Die Energieverbund Bielersee AG liefert laut einer Mitteilung erstmals Energie an Kundschaft in Nidau und Biel. Dazu wurde in den vergangenen Wochen der Zwischenkreis erstellt, der das Pumpwerk an der Dr. Schneiderstrasse mit der Energiezentrale im Alpha-Gebäude in Nidau verbindet.

    Das Seewasser gelangt über zwei Leitungen in 20 und 30 Metern Tiefe in das Pumpwerk. In der Energiezentrale wird über Wärmepumpen Warmwasser für Heizungen gewonnen, die an das Wärmenetz angeschlossen sind. Die Kälte wiederum wird über ein separates Netz ins Gebiet Robert-Walser-Platz beim Bahnhof Biel geleitet. Für kalte Tage steht ein Spitzenlastkessel bereit.

    Die Planungen für die Seewassernutzung reichen bis 2015 zurück. 2020 gründete Energie Service Biel/Bienne die Energieverbund Bielersee AG, an der inzwischen auch die Stadt und die Burgergemeinde Nidau beteiligt sind. Im März 2022 wurden die Seeleitungen verlegt, im darauffolgenden Mai der Rohbau des Pumpwerks fertiggestellt. Künftig sollen die Energiezentrale saniert und das Wärmenetz Richtung Ipsach erweitert werden.

  • Zukunftssichere Energieeffizienz

    Zukunftssichere Energieeffizienz

    Mit zunehmender Wichtigkeit erneuerbarer Energiequellen, insbesondere der Solarenergie, rückt die effektive Nutzung von Sonnenlicht in den Vordergrund. Aber wie effektiv ist die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage?

    Synergie von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage
    Eine Wärmepumpe zieht Energie aus ihrer Umgebung, um Wärme für Haushaltszwecke zu liefern. Aber sie benötigt Strom. Hier tritt die Photovoltaikanlage auf den Plan. Sie wandelt Sonnenlicht in Strom um, der die Wärmepumpe antreibt. Diese Kombination bietet nicht nur eine effiziente Energielösung, sondern auch einen signifikanten Kostenvorteil.

    Optimierung auf höchstem Niveau
    Für eine reibungslose und optimierte Nutzung dieser Technologien wurde eine Smart-Energy-Lösung entwickelt. Sie maximiert den Nutzen aus Solarenergie und bietet gleichzeitig Einblicke in den Eigenverbrauch – ein wertvolles Tool für ein zukunftsorientiertes Energiemanagement.

    Die umfangreichen Vorteile
    Durch den Betrieb der Wärmepumpe mit Solarstrom erreicht man hohe Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. Und da der grösste Teil des benötigten Stroms selbst produziert wird, schützt man sich auch vor steigenden Strompreisen.

    Die revolutionäre Macht smarter Lösungen
    Die neuartige Plattform ermöglicht die Verknüpfung von Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern, Wärmepumpen und Elektroauto-Ladestationen. Dabei werden wertvolle Daten über Solarstromproduktion und Verbrauch bereitgestellt. Dies fördert nicht nur die finanzielle Effizienz, sondern trägt auch massgeblich zum Umweltschutz bei.

  • 2022 heizten zwei Drittel der Haushalte mit fossilen Energieträgern

    2022 heizten zwei Drittel der Haushalte mit fossilen Energieträgern

    Ende 2022 wurden in der Schweiz 1,79 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung sowie 4,74 Millionen Wohnungen gezählt. Über eine Million aller Gebäude sind Einfamilienhäuser, wovon mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser (55%) nur von einer oder zwei Personen belegt waren.

    Eine bewohnte Wohnung in der Schweiz war durchschnittlich 102,2 m2 gross. 3- und 4-Zimmer-Wohnungen machten dabei 55% aller Wohnungen in der Schweiz aus.

    Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person betrug 46,5 m2. Regional betrachtet zeigt sich vor allem in der Genferseeregion ein dichteres Siedlungsbild, wo die durchschnittliche Wohnfläche pro Person mit 42,5 m2 wesentlich tiefer ist als im landesweiten Durchschnitt. Die Ostschweiz (49,6 m2) und das Tessin (49,3 m2) weisen die höchsten durchschnittlichen Wohnflächen pro Kopf auf.

    Rückgang der Ölheizungen und Zunahme von Wärmepumpen
    2022 wurden 57% der Gebäude mit Wohnnutzung in der Schweiz mit fossilen Energieträgern beheizt (Heizöl und Gas). Dabei bestehen markante Unterschiede zwischen Einfamilienhäusern (53%) und Mehrfamilienhäusern (64%). Heizöl kam in 39% der Gebäude zur Anwendung und bleibt damit der Hauptenergieträger zum Heizen. Dieser Anteil ist jedoch in den letzten 40 Jahren konstant zurückgegangen. 18% der Gebäude verfügten über eine Gasheizung, doppelt so viele wie noch vor 30 Jahren. Bei den Einfamilienhäusern belief sich der Gasanteil auf 16%, bei den Gebäuden mit mehr als zehn Wohnungen auf 30%.

    Der Anteil der Gebäude mit einer Wärmepumpe (19%) hat sich seit 2000 vervierfacht. 2022 lag er für Objekte, die in den letzten zehn Jahren erbaut wurden, bei drei Vierteln. Einfamilienhäuser verfügten zu 23% über eine Wärmepumpe, während es bei Gebäuden mit mehr als zehn Wohnungen lediglich 12% waren. 12% der Gebäude wurden mit Holz und 8% mit Elektrizität beheizt.

    Beim Gasanteil bestehen grosse Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In städtischen Gemeinden wurden 30% der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4%. Der Anteil der Wärmepumpen fiel im Kanton Freiburg, der über den jüngsten Gebäudebestand verfügt, am höchsten aus (34%), im Kanton Basel-Stadt mit den ältesten Gebäuden am tiefsten (4%).

    Zwei Drittel der Haushalte heizten 2022 mit fossilen Energieträgern (40% Heizöl, 25% Gas). 16% der Haushalte wohnten in einem Gebäude mit Wärmepumpe. Der Anteil der Haushalte, die auf Heizöl zurückgreifen, war in den Kantonen Tessin (54%) und Jura (51%) am höchsten. Am häufigsten mit Gas heizten hingegen die Haushalte in den Kantonen Waadt und Genf (38% bzw. 36%). Der Anteil der Haushalte, die Wärmepumpen nutzten, fiel in den Kantonen Appenzell Innerrhoden (30%) und Nidwalden (28%) am höchsten aus.

  • Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Heizungssanierungen beflügeln Geschäft von Meier Tobler

    Meier Tobler blickt auf ein gutes Halbjahr zurück, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das auf Klimatechnik spezialisierte Unternehmen aus Schwerzenbach konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 276,4 Millionen Franken steigern. Der Konzerngewinn ist um 38,7 Prozent auf rund 16 Millionen Franken gestiegen.

    Die „wesentliche Grundlage“ für das Wachstum war den Angaben zufolge die anhaltende Dynamik bei Heizungssanierungen. Gleichzeitig legte auch der Verkauf von Wärmepumpen im zweistelligen Prozentbereich zu. Das Geschäft mit Klimasystemen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht. Hier profitierte Meier Tobler vor allem von Grossprojekten wie etwa der Lieferung von zwei Absorber-Kältemaschinen mit je 3,4 Megawatt für das Shoppi Tivoli in Spreitenbach AG.

    Weiter konnte Meier Tobler im ersten Halbjahr sein neues Dienstleistungszentrum in Oberbuchsiten SO in Betrieb nehmen. Im neu erbauten Zentrum sind unter anderem automatisierte Hochregal- und Kleinteilelager oder autonome mobile Roboter im Einsatz. Der Betrieb wird laut Meier Tobler kontinuierlich hochgefahren.

  • Hausbesitzer wollen von Öl und Gas unabhängig werden

    Hausbesitzer wollen von Öl und Gas unabhängig werden

    Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung sucht nach Lösungen, die sie unabhängiger von fossilen Brennstoffen macht. Das zeigt die zwölfte Ausgabe des von Raiffeisen erstellten repräsentativen „Kundenbarometers erneuerbare Energien“.

    Demnach wollen 49 Prozent der befragten Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer in eine Solaranlage und 45 Prozent in eine Wärmepumpe investieren. Bei jenen, die noch kein Immobilieneigentum besitzen, dies aber in den kommenden fünf Jahren planen, ist die Zustimmung noch grösser: Über 80 Prozent würden eine Solaranlage und 70 Prozent eine Wärmepumpe installieren.

    Die Befragten gaben bei ihren Präferenzen zunächst Solaranlagen an (80 Prozent), gefolgt von Wärmepumpen (70 Prozent), Elektroautos (30 Prozent) und Batteriespeicher (20 Prozent). Fast 70 Prozent der Befragten benötigen für die Anschaffung eine Finanzierungslösung. Die Hälfte davon kann mit Eigenkapital von 50’000 Franken aufwarten.

    Insgesamt 81 Prozent der Befragten fordern eine stärkere finanzielle Förderung, 75 Prozent höhere steuerliche Anreize. 84 Prozent wünschen sich den schnelleren Ausbau von Wind- und Wasserkraftwerken. Für ein Verbot von Öl- und Gasheizungen sind 37 Prozent, dagegen 38 Prozent.

    Diese jährlich durchgeführte Umfrage wird durch Raiffeisen Schweiz, das vom Bundesrat lancierte Programm EnergieSchweiz und neu durch die AMAG-Gruppe unterstützt. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem Lehrstuhl Management neuer Energien der Universität St.Gallen.

  • Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Die meisten Heizungen in Schweizer Gebäuden wurden laut Medienmitteilung im Jahr 2021 mit Öl oder Gas betrieben. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) mit Sitz in Neuenburg hervor. Danach gab es 2021 in der Schweiz 1,77 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,69 Millionen Wohnungen. 58 Prozent der Gebäude wurden mit fossilen Energieträgern beheizt – genannt werden Heizöl und Gas. Jede vierte Person heizte mit Gas. 17 Prozent der Wohnungen waren mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Deren Anteil an den Schweizer Heizungen hat sich seit 2000 vervierfacht hat.

    Nahezu 40 Prozent der Bevölkerung nutzten 2021 Heizöl. 25 Prozent heizten mit Gas und 16 Prozent mit einer Wärmepumpe. Der Anteil der Personen, die auf Heizöl zurückgreifen, war in den Kantonen Tessin mit 54 Prozent und Glarus (50 Prozent) am höchsten. Am häufigsten mit Gas geheizt wurde in den Kantonen Genf und Waadt zu 38 Prozent und 37 Prozent.

    Beim Gasanteil bestehen grosse Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In städtischen Gemeinden wurden 30 Prozent der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4 Prozent.

    Über 1 Million aller Gebäude sind Einfamilienhäuser, wovon mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser nur von einer oder zwei Personen belegt waren, heisst es in der BFS-Mitteilung weiter. Eine bewohnte Wohnung in der Schweiz war durchschnittlich 102,4 Quadratmeter gross. Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen machten dabei 55 Prozent aller Wohnungen in der Schweiz aus.

  • Neuer myclimate-Rechner erleichtert den Heizungsumstieg

    Neuer myclimate-Rechner erleichtert den Heizungsumstieg

    Auf der Webseite www.myclimate.org/heizung müssen Besucher*innen nur wenige Daten zur Berechnung eingeben. Abgefragt werden der Wohnkanton, die bisherige Heizung (Öl, Erdgas), die geplante neue Heizungstechnologie (Wärmepumpe oder Pelletheizung) sowie der bisherige jährliche Verbrauch. Der myclimate-Rechner gibt auf Basis dieser Informationen unmittelbar eine Übersicht zu der möglichen Förderung durch das myclimate-Förderprogramm für den Heizungsersatz in der Schweiz. 

    Neben dieser Angabe liefert die Webseite auch einen Link zum jeweiligen kantonalen Gebäudeprogramm. Damit können Hausbesitzer*innen sich über das für sie günstigere Angebot zum Heizungsersatz direkt informieren. Die Beiträge von myclimate sind teilweise höher als diejenigen der Kantone und teilweise können auch Heizungen gefördert werden, die kantonal nicht abgedeckt sind. Nur bei den kleineren Wärmepumpen kann eine kantonale Förderung automatischen Vorrang geniessen. Auch diese Information liefert die neue Webseite. 

    Damit Eigentümer*innen an den Programmen teilnehmen können, müssen gewisse Kriterien erfüllt sein. Das Förderprogramm gilt nicht für Neubauten. Die neue Heizung muss demnach eine bestehende Öl- oder Gasheizung ersetzen. Es darf weiterhin zu keiner Doppelförderung kommen. Das heisst, dass für das Vorhaben keine anderweitigen Finanzhilfen von Bund, Kanton, Gemeinde oder Privaten beansprucht werden. Zudem darf der Auftrag an eine Installations- oder Planungsfirma noch nicht erteilt sein. 

    Wichtiges Instrument zur Senkung der CO2-Emissionen im Gebäudebereich 

    In der Schweiz werden Ein- und Mehrfamilienhäuser immer noch mehrheitlich mit fossilen Energien beheizt. Sie tragen somit wesentlich zum CO₂-Ausstoss der Schweiz im Bereich Gebäude bei. Gleichzeitig wird immer noch bei vielen Objekten – zum Beispiel bei rund 70 Prozent der Mehrfamilienhäuser – eine Gas- oder Ölheizung wieder durch eine ähnliche Heizung ersetzt und so die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verlängert. Technisch sind Wärmepumpenanlagen heute in der Lage, nicht nur den Wärmebedarf von einzelnen Häusern sondern auch von grossen Immobilien zuverlässig und umweltfreundlich zur Verfügung zu stellen. Dort, wo die Installation einer Wärmepumpe nicht möglich ist, bieten Holzpelletsheizungen eine klimafreundliche Alternative für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser. 

    Mit einer finanziellen Unterstützung reduzieren die myclimate-Programme für den Heizungsersatz die Hürde der hohen Investitionskosten. 

    Diese Heizungsersatz-Programme können dank den Beiträgen der Stiftung Klimaschutz und CO2- Kompensation KliK und weiteren Partnern umgesetzt werden.

  • Primeo Energie und Technic 360 spannen für Erneuerbare zusammen

    Primeo Energie und Technic 360 spannen für Erneuerbare zusammen

    Primeo Energie und Technic 360 starten im Kanton Freiburg eine Offensive für dezentrale erneuerbare Energieversorgung, informiert der Baselbieter Energieversorger in einer Mitteilung. Die beiden Partner haben dazu ein Portal entwickelt, auf dem Interessierte Potenzial und Nutzen einer eigenen Kombination von Photovoltaikanlage und Wärmepumpe berechnen können. Darüber hinaus bietet maison-intelligente.ch eine detaillierte Beratung und Finanzierungslösungen an.

    „Klimafreundliche Energie- und Mobilitätslösungen gehören global gesehen zu den wichtigsten Treibern einer erfolgreichen Energiewende“, wird Conrad Ammann in der Mitteilung zitiert. Für den CEO von Primeo Energie leisten dazu „intelligente Lösungen zur optimalen Realisierung, Nutzung und Finanzierung“ von Solaranlagen und Wärmepumpen „einen wichtigen Beitrag“.

    Mit maison-intelligente.ch haben die beiden Partner das erste Angebot dieser Art in der Romandie geschaffen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Sie planen in naher Zukunft Informationsanlässe im Kanton Freiburg, um die Plattform breiter bekannt zu machen. Unterstützt wird das Projekt von der Freiburger Kantonalbank. Sie bietet für Lösungen, die über maison-intelligente.ch realisiert werden, Vorzugskonditionen bei der Finanzierung an.

    „Die Energiewende gelingt nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und somit unseren Kundinnen und Kunden“, erläutert Alexandre Fragnière, Directeur Technic 360, in der Mitteilung. Ihnen soll maison-intelligente.ch „eine einfache und effektive Lösung für die Beschaffung ihrer Solaranlage und von Wärmpumpen bieten“.