Schlagwort: Wärmespeicher

  • Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Die internationale Jury des SET Award 2025 hat Cowa Thermal Solutions zum Gewinner in der Kategorie Clean Energy & Storage gekürt. Der SET Award fördert innovative Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und beschleunigt so die Energiewende.

    Der Wettbewerb wird von der Deutschen Energie-Agentur in Kooperation mit dem World Energy Council weltweit ausgeschrieben und veranstaltet. Unterstützt wird er vom deutschen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Award zeichnet Innovationen aus, die die globale Energiewende vorantreiben. Die Verleihung fand im Rahmen des SET Tech Festivals 2025 in Berlin statt.

    Wie die Veranstalter in einer Mitteilung herausstellen, entwickelt Cowa „kompakte Wärmespeicher mit Phasenwechselmaterialien, die fünfmal kleiner sind als wasserbasierte Systeme. Mit dem Ziel, den wachsenden europäischen Wärmepumpenmarkt zu bedienen, verbessert Cowa die Integration erneuerbarer Energien und die städtische Energieeffizienz.“

    Cowa-CEO Simon Maranda bezeichnet diese Auszeichnung in einem Communiqué seines 2019 gegründeten und im Technopark Luzern ansässigen Unternehmens als „eine grosse Anerkennung für unsere Arbeit und unser Engagement für innovative Energiespeicherlösungen. Unsere kompakten thermischen Wärmespeicher sind eine ideale Lösung zur Integration erneuerbarer Heizsysteme, insbesondere Wärmepumpen, in urbanen Gebäuden mit geringen Platzverhältnissen. Wir sind stolz darauf, diese Technologie weiter voranzutreiben und die Energiewende aktiv mitzugestalten.“

    Auch in diesem Jahr wurden wegweisende Start-ups in fünf Kategorien ausgezeichnet: Saubere Energie und Speicherung, Mobilität & Transport, Industrie, Gebäude & Bauwesen sowie Zugang zu hochwertiger Energie & SDG-7. Die Sieger aller fünf Kategorien stellten ihre Lösungen im Anschluss auch beim Berlin Energy Transition Dialogue vor.

  • Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Die Hochschule Luzern und ihr Industriepartner Matica haben eine Technologie entwickelt, mit der überschüssiger Solarstrom im Sommer in einem thermochemischen Verfahren verlustfrei gespeichert und im Winter zum Heizen genutzt werden kann. Eine erste Pilotanlage ist nun bei der Tierkörpersammelstelle (TKS) in Frauenfeld in Betrieb gegangen, informiert Matica in einer Mitteilung. Das Unternehmen aus Wagenhausen ist auf den Bau von Spezialbehältern wie Wassererwärmer sowie Wärme- und Kältespeicher spezialisiert.

    Die SeasON-Demonstrationsanlage in Frauenfeld nutzt Natronlauge als Speicher. Die Lauge wird im Sommer über den überschüssigen Strom der Solaranlage der TKS konzentriert, das abgeschiedene Wasser in separaten Tanks bei Raumtemperatur gelagert. Im Winter wird die konzentrierte Lauge wieder mit dem abgeschiedenen Wasser verdünnt. Dieses wird dabei mit Niedertemperaturwärme aus einer Wärmepumpe verdampft. Sowohl diese Verdampfungsenergie als auch die bei Verdünnung der Lauge aus deren exothermer Reaktion entstehende Wärme kann zum Heizen genutzt werden. Der Speicherwirkungsgrad der Anlage wird in der Mitteilung auf bis zu 95 Prozent beziffert.

    „SeasON löst gleich mehrere Herausforderungen der Energiewende und fördert nachhaltig effizientes Energiemanagement“, wird Benjamin Fumey von der Hochschule Luzern in der Mitteilung zitiert. „In der Entwicklung von SeasON haben wir uns gegenseitig bedingt und gleichzeitig eine Win-Win-Situation zwischen Forschung und Praxis geschaffen“, meint Matica-CEO Marc Lüthi. Eine zweite Demonstrationsanlage wird derzeit in der neuen Zustellstelle der Post in Kaltenbach TG installiert.

  • Nachhaltige Prozesse durch Pinch-Analyse und Wärmespeicherung

    Nachhaltige Prozesse durch Pinch-Analyse und Wärmespeicherung

    Die Hochschule Luzern (HSLU) hat die Software PinCH entwickelt, mit der sich industrielle Prozesse energieeffizienter und wirtschaftlicher gestalten lassen. In der neuesten Version PinCH 4.0 können laut einer Mitteilung der Hochschule auch Wärmespeicher mit offenem Kreislauf integriert werden. Mit einer Pinch-Analyse lässt sich systematisch aufzeigen, wie thermische Energieströme gekoppelt werden müssen, um eine hohe Energieeffizienz bei minimalen Gesamtkosten (bestehend aus Investitions- und Betriebskosten) zu erreichen.

    PinCH 4.0 ist bereits für die Analyse von Produktionsabläufen des Lebensmittelherstellers HACO in Gümligen BE eingesetzt worden. Die Analyse zeigte, dass der Einsatz von zur Prozessaufbereitung benötigtem Heisswasserdampf mit einem Wärmespeicher mit offenem Kreislauf um die Hälfte reduziert werden kann.

    „Wenn Prozessströme, wie zum Beispiel das Brauwasser in einer Brauerei oder das Prozesswasser bei der HACO AG, unmittelbar als Speichermedium genutzt werden, lassen sich Wärmeübertrager und Zwischenkreisläufe einsparen“, wird Donald Olsen, Projektleiter PinCH Software-Entwicklung an der HSLU, in der Mitteilung zitiert. „Ein solches Speichersystem mit offenem Kreislauf erhöht das Energiesparpotenzial, vereinfacht das System und senkt somit Energie- und Investitionskosten.“

  • Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Link zum Whitepaper

    Bis 2050 will die Schweiz das Netto-Null-Ziel erreichen. Es gilt daher, fossile Energien durch erneuerbare zu ersetzen. Allerdings ist der Ertrag der Anlagen von der Witterung sowie der Tages- und Jahreszeit abhängig. Um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, braucht es Speicherlösungen. Diese verbessern zudem die CO2-Bilanz, weil weniger Öl und Gas für die Abdeckung von Spitzenlasten benötigt werden.

    Stromspeicher: Batterie bringt Flexibilität
    Batteriespeicher können überschüssigen Solarstrom lokal zwischenspeichern und später Verbraucher*innen im Haushalt, Elektroautos oder die Wärmepumpe versorgen. Dies steigert den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen deutlich. Nebst den Betreibern profitiert auch das Stromnetz von Speichern. So muss etwa eine Solaranlage bei Überproduktion nicht wegen einer drohenden Netzüberlastung abgekoppelt werden. Übersteigt im umgekehrten Fall die Nachfrage das Angebot, lassen sich mit lokal gespeicherter Energie Lastspitzen decken, was das Netz stabilisiert und die Kosten senkt. Als Standard-Stromspeicher dient heute die Lithium-Ionen-Batterie, während sich Alternativen wie Natrium-Ionen-Batterien oder Salzbatterien noch nicht etabliert haben. Gleiches gilt für das bidirektionale Laden, bei dem die Batterie eines Elektrofahrzeugs als lokaler Stromspeicher genutzt wird.

    Wärmespeicher: Erdsonden und Behälter
    Eine Alternative zum Speichern von Solarstromüberschüssen bietet die Umwandlung in thermische Energie. Wärme lässt sich über Wochen oder Monate speichern und bei Bedarf wieder für die Beheizung und die Warmwasserversorgung nutzen. So ergänzen Wärmespeicher erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen oder thermische Netze. Einige Speichertypen kann man zudem im Sommer als Wärmesenke nutzen, um Gebäude mit wenig Energieaufwand zu kühlen. Die in der Schweiz gängigsten Speichertypen sind Erdsonden-Wärmespeicher und Behälter-Wärmespeicher. Eine interessante Variante, die weniger Platz benötigt, sind Eisspeicher.

    Wasserstoff und Methan: Saisonale Speicherung
    Überschüssiger Solarstrom kann auch durch Umwandlung in ein CO2-neutrales Gas wie Wasserstoff oder Methan («Power-to-Gas») saisonal gespeichert werden. Bei Bedarf lässt sich das Gas entweder zur Produktion von Wärme und Strom oder als Treibstoff für Fahrzeuge verwenden. Wasserstoff entsteht durch die Elektrolyse von Wasser, der Wirkungsgrad dieser Umwandlung liegt bei bis zu 80%. Eine weitere Verarbeitung zu Methan hat den Vorteil, dass dieses ins Erdgasnetz eingespeist werden kann und keine separate Infrastruktur benötigt. Der Gesamtwirkungsgrad hängt von den angewendeten Methoden ab, liegt aber heute im besten Fall bei 50 bis 70% und ist noch nicht wirtschaftlich.

    Ausführlichere Informationen sowie Beispiele aus der Praxis finden Sie im neuen ewz-Whitepaper «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen».

  • Cowa Thermal Solutions entwickelt hocheffizienten Wärmespeicher

    Cowa Thermal Solutions entwickelt hocheffizienten Wärmespeicher

    Cowa Thermal Solutions hat eine Methode entwickelt, mit der die Kapazität von Wärmespeichern für kombinierte Photovoltaik-Wärmepumpen-Anlagen um ein Vielfaches gesteigert werden kann. An dieser Technologie für Heizung und Warmwasser haben die Gründer des Start-ups aus dem Kanton Luzern bereits im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Hochschule Luzern geforscht.

    Anschliessend arbeiteten sie laut einer Mitteilung der Hochschule weitere vier Jahre an der Marktreife ihres Produkts, des cowa Booster Speichers. Während der vergangenen Heizperiode wurde er intensiv im Feld getestet. Die Tests hätten gezeigt, dass sich dank der cowa-Technologie die Heizautarkie verdoppelte und sich so die Abhängigkeit vom Stromnetz halbierte. Der cowa Booster Speicher ist jetzt im Handel erhältlich. Vertriebspartner ist das Gebäudetechnikunternehmen Meier Tobler. Erste Gespräche für die Expansion nach Deutschland und Europa sind den Angaben zufolge im Gange.

    Wie die Hochschule Luzern mitteilt, vergrössert er die Kapazitäten, ohne mehr Raum in Anspruch zu nehmen. „Das Kernstück unserer Technologie ist das Speichermaterial“, erklärt cowa-Gründer und Co-CEO Remo Waser. „Es basiert auf kostengünstigen Salzhydraten, deren Speicherdichte um bis zu drei Faktoren höher ist als diejenige von Wasser. Entsprechend leistungsfähiger sind unsere Wärmespeicher.“

    Die Salzhydrate befinden sich den Angaben zufolge in Kapseln. Der Speicherbehälter wird zu etwa 40 Prozent mit Heizwasser befüllt und zu 60 Prozent mit Kapseln, in denen sich die Salzhydrate befinden. „So kann der cowa-Pufferspeicher zwei- bis dreimal mehr Energie speichern als ein gleich grosser herkömmlicher Wasserspeicher ohne Kapseln“, so CRO Jan Allemann.