Schlagwort: Wärmeverbund

  • Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Das Basler Versorgungsunternehmen IWB und die Stadtwerke Weil am Rhein prüfen die Optionen einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Wärmeversorgung. Eine Machbarkeitsprüfung zeigt bereits die technische Umsetzbarkeit auf, die Stadt aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg ab Mitte 2028 mit Wärme aus Basel zu versorgen, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Machbarkeitsprüfung läuft bereits seit Mai 2025. Seit März 2026 sondieren die Unternehmen bei den potenziellen Verbrauchern das mögliche Interesse an einem solchen Wärmeverbund. Die benötigte Wärme in dem Areal zwischen Rhein und der Autobahn A5 würde von IWB geliefert, die bis zum Lieferzeitpunkt bereits zu 80 Prozent CO2-neutral erzeugt werden sollte. Nach Vorliegen der Ergebnisse zur Mitte Jahr wird über eine Realisierung und mögliche Investitionspläne entschieden, heisst es in der Mitteilung.

  • Generationswechsel stärkt Engagement für Energiewende

    Generationswechsel stärkt Engagement für Energiewende

    Reto Trittibach ist neuer Inhaber und Geschäftsleiter der INES Energieplanung GmbH. Sein Stellvertreter wird einer Mitteilung zufolge André Joosten. Mit der Neubesetzung will der vor 14 Jahren gegründete Berner Anbieter von Energieversorgungslösungen Kontinuität wahren.

    Ziel der INES Energieplanung sei es, „die Energiewende mit Know-how und nach Kräften zu unterstützen“. Entwickelt werden Energiekonzepte für Areale und Wärmeverbundprojekte. Firmenangaben zufolge bringt INES seine Expertise neben Planung und Bau von Energieanlagen auch für Anlagenkonzepte ein. Zudem ist INES als Energieberater für die Stadt Bern tätig.

    Tätigkeitsgebiete der INES sind die Stadt und das Ballungsgebiet von Bern. Zu den Hauptkunden und Kooperationspartnern zählen die Marzili Wärmeverbund AG und die Stadt Bern.

    Gründer Bruno Liesch habe INES mit Fokus auf nachhaltige Energielösungen, Wärmeverbünde und zukunftsorientierte Energieplanung geprägt. Laut Mitteilung wird er bis Ende 2026 seine Erfahrung in der Projektentwicklung in Teilzeit einbringen.

  • Neue Wärmezentrale stärkt Energieversorgung in Villmergen

    Neue Wärmezentrale stärkt Energieversorgung in Villmergen

    Der AEW Wärmeverbund Villmergen liefert nach rund zweijähriger Bauzeit und 15 Millionen investierten Franken nachhaltige Wärme für lokale Unternehmen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Wärmeverbund, der erneuerbare Wärme aus regionalem Altholz und Holz aus Kaskadennutzung mit moderner Speicher- und Regeltechnik kombiniert, stärkt die regionale Versorgungssicherheit im Rahmen der Energiestrategie 2050, so die Mitteilung.

    Im Mittelpunkt der Wärmezentrale steht ein effizienter Altholz-Heizkessel mit einer Leistung von 2000 Kilowatt. Geplant sind ausserdem ein weiterer Altholzkessel, Wärmepumpen und ein Spitzenlastkessel, die eine Gesamtleistung von bis zu 10’000 Kilowatt erbringen werden.

    Ein moderner Wärmespeicher mit einem Volumen von 160’000 Litern sichert dabei die Betriebseffizienz, eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresproduktion von 220 Megawattstunden (MWh) produziert nachhaltigen Strom. 145 MWh des produzierten Stroms werden für den Eigenverbrauch der Anlage genutzt. Mittels der Power-to-Heat-Technologie wandelt die Anlage überschüssigen Strom in Wärme um und passt sich so Schwankungen im Energiesystem an. Dies führe zu einer besonders effizienten Energienutzung, während man gleichzeitig die Stabilität des Stromversorgungsnetzes unterstütze, erklärt die AEW.

    Nach Endausbau liefert die Wärmezentrale jährlich bis zu 14’500 MWh Wärme und deckt den Bedarf von rund 700 Einfamilienhäusern. Dadurch spare man jährlich rund 710’000 Kubikmeter Erdgas sowie 1500 Tonnen CO2, erklärt Daniel Wernli, Leiter der Wärmeproduktion der AEW.

    Von der Planung über die Bauausführung bis zum Betrieb hat die AEW bewusst Unternehmen aus der Region beauftragt. Auch die lokale Bevölkerung wird mit einbezogen: am Frühjahr 2026 richtet die AEW einen Tag der Offenen Tür im Wärmeverbund aus und erklärt, wie aus regionalem Holz nachhaltige Wärme entsteht.

  • Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Die Aare Energie AG (a.en) und die IWB gehen die Realisierung eines Wärmeverbunds im Grenzgebiet Hagmatt der Solothurner Gemeinden Olten und Trimbach an. Die Umsetzung der Pläne für den Entzug von Wärmeenergie aus dem Grundwasser hatten die Partnerfirmen von der Einbindung des Kantonsspitals Olten abhängig gemacht. Nun ist die Zusage dieses Schlüsselkunden erfolgt, informieren a.en und IWB in einer gemeinsamen Mitteilung.

    Bereits im nächsten Jahr wollen a.en und IWB mit den Bauarbeiten für den Wärmeverbund beginnen. Seine Netzlänge wird voraussichtlich 6 Kilometer betragen. Als Herzstück der Anlage wird in der Mitteilung eine neue Heizzentrale im Trinkwasserpumpwerk Dellen genannt. Hier sollen zwei Wärmepumpen mit einer Leistung von je rund 2,5 Megawatt dem Grundwasser Wärme entziehen.

    Die Bereitstellung von Wärme aus Grundwasser könne auch bei niedrigen Wassertemperaturen im Winter gewährleistet werden, heisst es in der Mitteilung Die jährliche Wärmeleistung der Anlage wird dort auf 20 Gigawattstunden beziffert. Interessierte, die bereits ein Richtangebot angefragt haben, sollen nun konkrete Angebote erhalten und Verträge abschliessen können. Mit den ersten Wärmelieferungen rechnen die Partner ab 2027.

  • Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Das Energieunternehmen CKW, Teil der Axpo-Gruppe, erhält den Zuschlag bei der Präqualifikation des geplanten Fernwärmenetzes in Richterswil. Mit dem Fernwärmenetz, das zentral für das Energie- und Klimakonzept der Gemeinde ist, möchte das Energieunternehmen laut einer Mitteilung eine langfristige Partnerschaft zur Dekarbonisierung starten.

    Der Energieverbund soll hauptsächlich aus Abwärme der Abwasserreinigungsanlagen (ARA) Richterswil betrieben werden. Eine zusätzliche Wärmeproduktion für Spitzenlast- und Sicherheitsabdeckung wird zukünftig evaluiert. Ziel ist es, dass Gewerbebetriebe sowie Einwohnerinnen und Einwohner von einem wirtschaftlich attraktiven Angebot profitieren. «Wir freuen uns sehr über den Zuschlag und sind überzeugt, dass wir in Richterswil eine wirtschaftliche und nachhaltige Wärmeversorgung projektieren können», wird Angela Krainer in der Mitteilung zitiert, Leiterin Geschäftsbereiche Energie von CKW.

    Zukünftig übernimmt die CKW die gesamte Projektierung des Wärmeverbundes. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Unternehmen soll im Sommer konkretisiert und nächste Projektschritte sollen im Herbst 2025 unternommen werden.

  • Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Das Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) und die Gemeinde Köniz wollen mit dem Energieverbund Bern-Wabern einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Köniz und Bern leisten, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Verwaltungsrat von ewb hat den Bau des Wärmeverbunds Bern-Wabern am 7. März 2025 und getragen von einem per Umfrage ermittelten „grossen Interesse“ der Bevölkerung beschlossen. Der Bau der Produktionsanlagen soll 2027 starten. Ab 2028 sei mit der ersten Wärmelieferung zu rechnen.

    Das Wärmeproduktionskonzept sieht konkret vor, die Energie aus Überschusswasser der Pumpstation Schönau zur thermischen Nutzung zu verwenden. Die Produktionsanlagen werden in die bestehende Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse eingebaut, heisst es.

    Mit dem jetzt unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrag geht die Wärme- und Kälteversorgung in Wabern in die Zuständigkeit der ewb, die auch verantwortlich ist für die operative und finanzielle Verantwortung beim Bau.

    Der Wärmeverbund könne helfen, die Energiewende und den Klimaschutz zu fördern. Durch das nachhaltige Energieprojekt werde ein Ersatz geschaffen für viele Öl- und Gasheizungen in Wabern und in den angrenzenden Quartieren von Bern. „Ein Wärmeverbund ist in dicht bebauten Gebieten oft die einzige Lösung, um die Gebäude CO2-frei und wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie zu heizen“, wird der Könizer Gemeinderat Hansueli Pestalozzi zitiert.

  • Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Die AEW Energie AG erschliesst ihr Wärmeverbundnetz in Kaiseraugst für neue Kundschaft. Dazu wird sie laut einer Mitteilung am 4. November mit den Bauarbeiten für zwei Nebenstränge des Projekts «Ast Dorf» beginnen.

    Diese beiden Nebenstränge befinden sich im Bereich Lindenweg 11 und 13 sowie zwischen der Dorfstrasse, bei der Liegenschaft Nr. 36 und dem Heidemurweg. Die Arbeiten hierfür werden einer Mitteilung zufolge voraussichtlich bis Weihnachten abgeschlossen sein.

    Mit den Arbeiten am Hauptstrang der Fernwärme und den anderen Gewerken entlang der Dorfstrasse und dem Lindenweg wird im Januar 2025 begonnen. Abzüglich des Kostenbeitrags der Gemeinde investiert AEW insgesamt rund 3,2 Millionen in die Erweiterung des Wärmeverbunds Kaiseraugst.

    Das Wärmeverbundnetz Kaiseraugst ist seit Oktober 2021 in Betrieb. Es ist eines der grösseren des Kantons Aargau. 2023 wurde im Industriegebiet, im Südosten und mit dem Ast zum Altersheim Rinau weitere Kundschaft erschlossen. Aktuell versorgt das Grossprojekt, dessen Erstellung über vier Jahre dauerte, über 1500 Haushalte und zahlreiche Industrie- und Gewerbekunden mit Wärme aus mindestens 80 Prozent erneuerbar erzeugter Energie.

  • Neuer Energieversorger für Uettligen

    Neuer Energieversorger für Uettligen

    CKW hat zum 27. August 2024 den Wärmeverbund Uettligen übernommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, will der zur Axpo-Gruppe gehörende Zentralschweizer Energieversorger damit seine Strategie zur Dekarbonisierung ausweiten. Die Anlagen des Wärmeverbunds nördlich von Bern werden im Auftrag der CKW von der bisherigen Betreiberin und Hauptaktionärin a energie AG aus Schüpfen BE weiter unterhalten. Wegen einer Strategieanpassung von a energie  und dem anstehenden weiteren Ausbau des Wärmeverbunds war den Angaben zufolge aktiv nach einem Käufer für den Wärmeverbund gesucht worden.

    Die Akquise des Wärmeverbundes Uettligen reiht sich in das bereits bestehende CKW-Portfolio von Fernwärmeverbünden wie Schüpfheim LU und Meggen LU ein. Die CKW wird sich laut der Mitteilung auf die Modernisierung der Anlagen und einen Ausbau des Fernwärmenetzes konzentrieren.

    «CKW freut sich auf die Zusammenarbeit und ist stolz, den gut funktionierenden Wärmeverbund Uettligen weiterführen und weiterentwickeln zu dürfen», wird Rafael Mesey, Leiter Neue Energien bei CKW, zitiert. «Mit der CKW AG engagiert sich zukünftig eine zuverlässige und starke Partnerin für unsere Kundinnen und Kunden im Wärmeverbund», ergänzt der abtretende Verwaltungsratspräsident des Wärmeverbunds Uettligen, Christian Cappis.

  • Energie Wasser Bern plant Ausbau der Wärmeverbünde in Köniz

    Energie Wasser Bern plant Ausbau der Wärmeverbünde in Köniz

    Energie Wasser Bern plant, sein bestehendes Netz an Wärmeverbünden in der Gemeinde Köniz auszubauen. Die beiden neuen thermischen Netze in den Könizer Ortsteilen Niederwangen und Wabern bei Bern sollen dabei auch Teile der Stadt Bern mit klimaschonender Wärme versorgen. Aktuell werden die Voraussetzungen für die Umsetzung geprüft. Ein definitiver Realisierungsentscheid wird voraussichtlich im kommenden Jahr getroffen werden, informiert ewb in einer Mitteilung.

    Das neue Wärmenetz Niederwangen soll von den bereits bestehenden Energiezentralen der ewb Forsthaus und Rehhag in Bern versorgt werden. Für den Wärmeverbund Bern-Wabern ist eine eigenständige Wärmeerzeugung über Energie aus überschüssigem Wasser angedacht. Der Ausbau der klimaschonenden Wärmeversorgung unterstützt die Pläne der Stadt Bern und der Gemeinde Köniz, die eigenen Treibhausgasemissionen bis spätestens 2045 auf Netto Null zu senken.

    Der Berner Energieversorger übernimmt die operative und finanzielle Verantwortung für das Projekt. Die Gemeinde Köniz unterstützt das Vorhaben durch die Schaffung der bestmöglichen Voraussetzungen. Insbesondere obliegt der Gemeindeverwaltung die Koordination der bau- und raumplanerischen Aktivitäten sowie die Information der Einwohnenden von Köniz. Ein entsprechender Kooperationsvertrag soll Ende dieses Jahres unterzeichnet werden.

  • AEW baut Wärmeverbund im Industriegebiet Villmergen

    AEW baut Wärmeverbund im Industriegebiet Villmergen

    Die AEW Energie AG hat angekündigt, beim Ausbau der erneuerbaren Wärmeenergie effizienter zu werden und gründet im Villmerger Industriegebiet für 12 Millionen Franken einen Wärmeverbund. Die Gemeinde erteilte laut einer Medienmitteilung die Bewilligung für das im April eingereichte Baugesuch. Die Bauarbeiten sollen im 4. Quartal des laufenden Jahres starten. Als Datum für die erste Lieferung mit erneuerbarer Fernwärme an rund 550 Einfamilienhäuser wird die Heizperiode 2024/2025 genannt.

    David Gautschi, Leiter Produktion bei der AEW, hat bekanntgegeben, dass sich mit der Gesamtwärme jährlich 710’000 Kubikmeter Erdgas einsparen lassen, die 1500 Tonnen CO2-Emissionen verursachen würden.

    Als Brennstoff nutzt der Wärmeverbund den Angaben zufolge Altholz, nach Bedarf Holz aus der Region gemäss ökologischer Kaskadennutzung sowie Sonnenenergie mithilfe einer Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 200 Kilowatt.

    Die Versorgungseinheit soll zwischen der Bünztalstrasse im Südwesten, der Gemeindegrenze im Südosten, der Bahnlinie im Nordosten und der Landwirtschaftszone im Nordwesten entstehen. Die Heizzentrale wird auf dem Areal der Cellpack AG an der Durisolstrasse gebaut. Die Brennstoffe sollen über die Anglikerstrasse und das Areal der Cellpack AG geliefert werden.

    Der Aargauer Stromversorger will mit dem Projekt einen Beitrag zur Energiestrategie 2050 leisten.

  • Spreitenbach baut Wärmeverbund Neumatt aus

    Spreitenbach baut Wärmeverbund Neumatt aus

    Die Ortsbürgergemeinde Spreitenbach hat den Auftrag für den Einbau des zweiten Kessels der Holzschnitzelheizung Neumatt vergeben. Laut Medienmitteilung sind die Arbeiten erfolgreich gestartet. Dabei werden künftig weitere Fernwärmeleitungen für den Anschluss der privaten Liegenschaften verlegt, was zu Strassenaufbrüchen führt und zu teilweisen Verkehrsbehinderungen führen kann, heisst es in der Mitteilung. Dem Zusatzkredit von 3 Millionen Franken für die Realisierung der zweiten Ofenlinie hatte die Ortsbürgergemeindeversammlung am 22. November 2022 zugestimmt.

    Die erste Stufe des Wärmeverbunds Neumatt war von der Amstutz Holzenergie AG als Gesamtplaner und Bauleiter realisiert worden. Die neue Heizzentrale in Spreitenbach liegt zentral auf dem Gemeindewerkhof neben dem Einkaufszentrum Shoppi Tivoli. Der längliche Ständerbau bietet Platz für zwei Holzschnitzelkessel mit 550 und 1600 Kilowatt Leistung, heisst es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens aus Emmen LU. Der grosse Technikraum enthält zwei Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von 57 Kubikmetern, die kurzfristige Spitzenlasten abdecken und einen kontinuierlichen Betrieb der Feuerungsanlage ermöglichen.

    Das Fernleitungsnetz war in der ersten Ausbaustufe 380 Meter lang. Die Holzschnitzelheizung liefert seit Anfang Oktober 2022 Wärme und beheizt die bereits angeschlossenen Gebäude in der Umgebung, wie den Werkhof selber sowie das Altersheim Im Brühl und das neue Spreitenbacher Gemeindehaus.

    Für die Heizung werden nach Angaben von Amstutz Holzenergie jährlich 1800 Kubikmeter Holzschnitzel aus dem lokalen Wald benötigt. Nach dem kompletten Endausbau steigt der Jahresbedarf auf 5400 Kubikmeter Holzschnitzel. Auch diese Menge soll ebenfalls mit Holz aus den lokalen Wäldern abgedeckt werden.

  • Verbünde sollen 45 Prozent der Wärme in Winterthur liefern

    Verbünde sollen 45 Prozent der Wärme in Winterthur liefern

    Die Stadt Winterthur kann 45 Prozent des städtischen Wärmebedarfs mit öffentlichen Wärmeverbünden abdecken. Die Energie der Kehrichtverbrennungsanlage des Stadtwerks könnte 33 Prozent des Wärmebedarfs in der Stadt decken, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Holz, Biogas und Abwärmenutzungen könnten weitere 10 Prozent stellen. Die neue Energiezentrale Schützenwiese könnte mit der Nutzung der Grundwasserwärme weitere 2 Prozent abdecken.

    Rund zwei Drittel der dafür nötigen städtischen Wärmenetze sind bereits realisiert. Für das restliche Drittel sind weitere Investitionen nötig. So muss das Stimmvolk dem Baukredit für den Ersatz der Verbrennungslinie 2 der Kehrichtverbrennungsanlage zustimmen. Diese soll ab 2028 Abwärmeenergie aus der Rauchgasreinigungsanlage gewinnen. Zusätzlich müssen rund 300 Millionen Franken in den Ausbau der städtischen Wärmenetze investiert werden. Dazu soll bis Ende 2024 eine Kreditvorlage ausgearbeitet werden, über die das Stimmvolk ebenfalls abstimmen wird. Diese Wärmenetze sollen Gebiete mit hoher Energiedichte mit Wärme versorgen.

    Rund 55 Prozent des städtischen Wärmebedarfs müssen über private Lösungen gedeckt werden, schätzt der Stadtrat. Eine weitere Studie soll untersuchen, wie Gebiete mit niedrigerer Energiedichte wirtschaftlich und ökologisch erschlossen werden können.

  • AEW installiert Fernwärme am Mutschellen

    AEW installiert Fernwärme am Mutschellen

    Die Aargauer Energieversorgerin AEW Energie hat gemäss einer Medienmitteilung Pläne zum Bau einer Heizzentrale für das Mutschellengebiet auf dem Werkareal der Sika in Widen. Private und gemeindeeigene Abnehmer im Wärmeverbund rund um den Mutschellenpass sollen über ein Fernwärmenetz mit nachhaltiger Energie versorgt werden. Angeschlossen sind die Gemeinden Widen, Berikon AG und Rudolfstetten-Friedlisberg AG.

    Das Nahwärmekonzept sieht überwiegend regional gewachsenes Holz zur Gewinnung der Wärme vor. Die Installation einer modernen und emissionsarmen Anlagentechnik soll der Bildung einer Dampffahne vorbeugen.

    Mit der Sika Schweiz AG, der Anlagestiftung Turidomus und weiteren Eigentümern seien Absichtserklärungen unterzeichnet worden. Mittels einer Umfrage wird das Interesse seitens der Bevölkerung an einer Fernwärmelösung abgefragt.

  • KVA Buchs soll auch Entfelden heizen

    KVA Buchs soll auch Entfelden heizen

    Eniwa will einen Wärmeverbund für die beiden Gemeinden Ober- und Unterentfelden bauen. Wie der Energieversorger mit Sitz in Buchs mitteilt, soll der Verbund vor allem mit Abwärme der KVA Buchs versorgt werden, die von der Fernwärme Wynenfeld (FEWAG) geliefert wird. Eniwa ist mit 20 Prozent an der FEWAG beteiligt und die KVA mit 60 Prozent. Die TBS Strom AG in Suhr hält die restlichen 20 Prozent.

    Der Baustart für den ersten Teil des Verbundes soll 2024 erfolgen. Dabei werden eine Energiezentrale in Unterentfelden errichtet und rund 3,5 Trassenkilometer Leitungen verlegt. Der Ausbau des ersten Teiles soll bis 2028 abgeschlossen sein und 25‘000 Megawattstunden Wärme liefern. Die ersten Kunden sollen bereits 2026 ans Netz genommen werden.

    Der zweite Teil des Wärmeverbundes soll in den nächsten 15 bis 20 Jahren errichtet werden. Insgesamt sollen über 12 Trassenkilometer 60‘000 Megawattstunden Wärme geliefert werden.

    Die Abwärme der KVA Buchs wird bereits in Teilen von Aarau, Buchs und Suhr genutzt.

  • AEW prüft Quelle in Rheinfelden auf thermisches Potenzial

    AEW prüft Quelle in Rheinfelden auf thermisches Potenzial

    Die AEW Energie AG prüft zusammen mit der Stadt Rheinfelden die Eignung der Thermalquelle Schiffacker in Rheinfelden auf die Möglichkeit einer zusätzlichen ortsgebundenen Wärmequelle für den Wärmeverbund Rüchi. Dieser ist erst im Januar 2021 mit einer neuen Holzschnitzelzentrale in Betrieb gegangen. Die erforderlichen Tests finden laut Medienmitteilung der AEW Energie zwischen November und Frühling 2023 statt.

    In der AEW-Mitteilung heisst es zum Hintergrund des Verfahrens, im Jahr 1983 sei auf private Initiative des damaligen Rheinfelder Stadtammanns, Richard Molinari, eine rund 600 Meter tiefe Bohrung auf der Parzelle der Ortsbürgergemeinde Rheinfelden realisiert worden. Die Parzelle befindet sich direkt neben dem heutigen Sportplatz Schiffacker. Ziel war die Erschliessung von Thermalwasser der Rheinfelder Verwerfung. In einer Tiefe von rund 340 Metern unter Terrain konnte beim Bohrvortrieb ein starker Thermalwasserzutritt festgestellt werden. Das Bohrloch sollte zwischenzeitlich auf kantonale Anordnung verschlossen werden. Die Stadt Rheinfelden, die Stiftung Thermalquelle und die AEW konnten eine Aufschiebung bis ins Jahr 2024 erwirken, damit eine Nutzung des Thermalwassers als Wärmequelle für den Wärmeverbund Rüchi geprüft werden kann, heisst es in dem Bericht.

    Jetzt werden hydrogeologische Auslaufversuche durchgeführt. Ist die Ausflussrate genügend hoch, wird in einem zweiten Schritt im Jahr 2023 ein Langzeitauslaufversuch von ungefähr drei Monaten durchgeführt, um das langzeitige thermische Potenzial des Thermalwassers zu testen, heisst es von der AEW.

    „Es ist immer sinnvoll, die Nutzung von ortsgebundenen Energiequellen zu prüfen“, wird Marc Ritter, CEO der AEW Energie AG, zitiert.

  • Zweiter Wärmeverbund für Steinhausen ist finanzierbar

    Zweiter Wärmeverbund für Steinhausen ist finanzierbar

    Bau und Betrieb eines zweiten Wärmeverbunds für die Gemeinde Steinhausen sind wirtschaftlich realisierbar. Das bestätigt eine Machbarkeitsstudie, die WWZ Energie und die Gemeinde vor einem Jahr begonnen haben. Deren Ergebnisse werden der Bevölkerung laut einer Medienmitteilung beider Akteure am 20. Oktober um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Steinhausen präsentiert.

    Sie zeigen, dass in weiten Teilen der Gemeinde die Voraussetzungen bezüglich Energiedichte und -nachfrage für den Bau und den wirtschaftlichen Betrieb eines zweiten und grösseren Verbunds gegeben sind. Dieser soll mit regionalem Holz als Energiequelle betrieben werden.

    Der Wärmeverbund Steinhausen Zentrum ist seit 2017 in Betrieb. Mit diesem könne der neue Verbund mittelfristig ebenso verbunden werden wie mit dem von WWZ geplanten Wärmeverbund Ennetsee. Das erhöhe die Versorgungssicherheit und erlaube eine effiziente Dimensionierung der Heizzentrale.

    „Der Wärmeverbund, wie wir ihn mit WWZ planen, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050“, so Gemeindepräsident Hans Staub. Darüber hinaus steigere er „die Attraktivität und Lebensqualität in unserer Gemeinde“.