Schlagwort: Wärmeversorgung

  • Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) will laut einer Medienmitteilung mit einem neuen Service den Ausbau von Fernwärme beschleunigen. Mit wärmecheck.ch liege ein Angebot vor, welches Haus­be­sit­ze­rin­nen, Haus­be­sit­zern und Un­ter­neh­men rasch die Frage beantwortet, ob ihre Immobilie an ein Fernwärmenetz der EBL angeschlossen werden kann.

    wär­me­check.ch sei über den Brow­ser in­tui­tiv be­dien­bar und voll­stän­dig in­ter­ak­tiv. Nutzende können den Angaben zufolge am Desktop oder per Smartphone auf ei­ner di­gi­ta­len Kar­te sämtliche Adres­sen, die in Wär­me­ver­sor­gungs­ge­bie­ten der EBL liegen, an­­steu­ern. Damit seien zu je­dem Ob­jekt die pas­sen­den In­for­ma­tio­nen aus öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Da­ten verfügbar. Eine Registrierung sei nicht nötig.

    Besteht eine Anschlussmöglichkeit, erstellt wärmecheck.ch schnell und un­kom­pli­ziert eine un­ver­bind­li­che Mo­dell­rech­nung oder bietet Kontakt zu einer An­sprech­per­son der EBL für eine persönliche Ab­klä­rung. Ist zum Zeit­punkt der An­fra­ge ein Anschluss nicht mög­lich, bekommen Interessierte Al­ter­na­ti­ven aufgezeigt und eine Übersicht über relevante In­for­ma­ti­ons­platt­for­men.

    Hintergrund der Massnahme ist das Ziel von EBL, mehr Fern­wär­me­ver­bün­de zu schaffen. Wie EBL schreibt, müs­sten dafür In­for­ma­tio­nen zum An­schluss an die Fern­wär­me oder zu al­ter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten für Interessierte auf ein­fa­chem Wege zugänglich sein.

    Die Resonanz auf wärmecheck.ch soll es dem Energieversorger ermöglichen, gezielt auf die Nach­fra­ge der Be­völ­ke­rung und dem Ge­wer­be ein­zu­ge­hen, be­ste­hen­de Wär­me­ver­bün­de zu ver­dich­ten und die Er­schlies­sung wei­te­rer Ge­bie­te zu prü­fen.

  • Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Seit dem 26. Februar werden die ersten 80 Liegenschaften im Zürcher Quartier Riesbach mit Wärme aus dem Energieverbund Tiefenbrunnen geheizt, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Bei der für 2032 angepeilten Fertigstellung des Energieverbunds soll die Zahl der mit Wärme aus dem Wasser des Zürichsees geheizten Liegenschaften auf etwa 400 angestiegen sein. In das Projekt hat Energie 360° rund 60 Millionen Franken investiert.

    «Wir haben mit der Inbetriebnahme der Hauptzentrale einen wichtigen Meilenstein erreicht und sind stolz auf den Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung im Gebiet Tiefenbrunnen», wird Gesamtprojektleiter Andreas Abdon von Energie 360° in der Mitteilung zitiert. Für Dženan Draganović von Liegenschaften Stadt Zürich wiederum sind Energieverbünde wie der nun in Betrieb genommene entscheidend für das eigene Netto-Null-Ziel: «Wir haben uns vorgenommen, bis 2035 alle Liegenschaften ohne fossile Brennstoffe zu beheizen.»

    Im Endausbau kann der Energieverbund Tiefenbrunnen rund 5300 Einwohnende von Tiefenbrunnen mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgen. Durch den Ersatz fossiler Heizungen können dabei 6500 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden, schreibt Energie 360°.

  • Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Spätestens 2027 werde das Wasser der Saane 10 Prozent des Wärmebedarfs im Grossraum Freiburg decken, kündigt Groupe E in einer Mitteilung an. Die Energieversorgerin aus Granges-Paccot plant den Aufbau einer dreiteiligen Infrastruktur, um jährlich rund 60 Gigawattstunden erneuerbare Wärmeenergie zu erzeugen. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf von rund 7500 Haushalten zu decken.

    Das Projekt PLACAD sieht die Erweiterung der bestehenden Heizzentrale auf dem ehemaligen Ritter-Areal vor. Künftig sollen hier drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen arbeiten. Sie werden im Winter oder im Notfall von zwei Gasheizkesseln unterstützt.

    Die dazugehörige Pumpstation ist im Gebäude der Staumauer Magere Au geplant. Die Verbindung zwischen Heizzentrale und Pumpstation erfolgt über zwei jeweils 1,2 Kilometer lange, parallele Leitungen. Sie verlaufen durch den Perolles-Wald, unter den Tennisplätzen des Kollegiums Heilig Kreuz und über die Saane hinweg.

    Der Leitungsverlauf werde teilweise bestehenden Wegen folgen, dennoch anfallende Umweltauswirkungen sollen kompensiert werden, erläutert Groupe E. Dabei ist unter anderem die Erweiterung des Naturschutzgebiets Perolles-See um eine Altholzinsel geplant. Über allfällige Beeinträchtigungen der Freizeitaktivitäten des Perolles-Waldes wird Groupe E online informieren. Die entsprechende Internetseite gibt zudem Einblick in die Entwicklung des Projekts.

  • Krienser Stromversorger realisieren Wärmeverbund

    Krienser Stromversorger realisieren Wärmeverbund

    Die beiden Stromversorger der Stadt Kriens, Energie Wasser Luzern (ewl) und Centralschweizerische Kraftwerke (CKW), werden auch zu Wärmeversorgern: Der Krienser Stadtrat hat sich laut seiner Medienmitteilung im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu Bau und die Planung eines Wärmeverbunds für die ARGE Wärmeverbund Kriens mit ewl und CKW entschieden.

    Der Wärmeverbund soll mithelfen, weitere Liegenschaften in Kriens, nämlich die Gebiete Obernau, Zentrum und Kupferhammer-Kehrhof, mit Wärmeenergie zu versorgen. Dies, so der Stadtrat, entspreche den Zielen der städtischen Klimastrategie, bei Gebäuden bis 2045 das Netto-Null-Ziel für Treibhausgasemissionen zu erreichen.

    Den Angaben zufolge sichert das Siegerprojekt Kriens eine hohe Gebietsabdeckung zu und sieht Übergangslösungen vor, die der Bevölkerung eine hohe Planungssicherheit für den Umstieg bei ihrer Wärmeversorgung garantieren. CKW und ewl planen bei ihrem Projekt mit einem breiten Mix aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen inklusive regionalem Holz. Damit wird nach den Worten von Stadtrat Maurus Frey ein attraktives Angebot geschaffen, „sodass wir gemeinsam einen Schritt auf unsere Klimaziele hin machen können“.

    Bei der bevorstehenden Bauarbeiten in der Hergiswaldstrasse sollen die Sanierungsarbeiten möglichst zeitgleich mit dem Leitungsbau für den Wärmeverbund durchgeführt werden. Weitere Einzelheiten wollen Stadt und ARGE nach Ablauf der rechtlich vorgeschriebenen Fristen bekanntgeben.

  • Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Die AEW Energie AG hat am 16. November den Baubeginn für die Wärmezentrale im Villmerger Industriegebiet mit einem ersten Spatenstich begangen. Die Wärmezentrale wird auf dem Gelände der Cellpack Power Systems errichtet. Sie soll laut einer Mitteilung in einer ersten Phase mit einem Heizkessel für Altholz mit einer Nennleistung von 2000 Kilowatt und einem Ölkessel für die Spitzenlast mit einer Nennleistung von 4000 Kilowatt ausgestattet werden.

    Die Anlage liefert Ende 2024 erstmals Wärme. Sie soll rund 710‘000 Kubikmeter Erdgas ersetzen und damit den Ausstoss von 1500 Tonnen CO2 vermeiden. Im Endausbau soll ein weiterer Altholzkessel von 4000 Kilowatt Nennleistung hinzukommen. Damit sollen auch weitere Unternehmen im Industriegebiet versorgt werden können. Die Erweiterung des Wärmeverbunds auf angrenzende Gebiete ist angedacht.

    Das Altholz soll mehrheitlich aus unbehandelten Holzabfällen des Industriegebiets stammen und nach Bedarf mit Holz aus der Region ergänzt werden. Der Ölanteil für die Spitzenlast soll höchstens 10 Prozent betragen. Auf dem Dach und an zwei Seiten der Wärmezentrale wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Diese erreicht eine Spitzenleistung von 260 Kilowatt.

  • Stadtrat plant Neuorganisation der Wärmeversorgung

    Stadtrat plant Neuorganisation der Wärmeversorgung

    Bisher gibt es auf Stadtgebiet drei städtische Anbieter von Wärmenetzen: Das Elektrizitätswerk ewz, Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) und die Energie 360° AG. Neu sollen sämtliche grossflächigen Wärmenetze unter dem Dach von ewz vereint werden. Durch die gemeinsamen Anstrengungen zur Erreichung der städtischen Netto-Null-Ziele haben die drei Anbieter von Fernwärmenetzen ihre Zusammenarbeit in den letzten Jahren intensiviert. Vor rund zwei Jahren hat dann der Stadtrat mit der Gründung der Geschäftsstelle Wärme Zürich diese Zusammenarbeit formalisiert. Seither koordiniert Wärme Zürich den Ausbau der Netze der drei Anbieter. Derzeit wird geprüft, ob die bestehenden Wärmenetze auch physisch untereinander verbunden werden können, damit auf Stadtgebiet Schritt für Schritt ein Gesamtnetz entsteht, das die Versorgungssicherheit weiter erhöht. Die geplante Neuorganisation trägt diesen Veränderungen Rechnung und stellt die nächste Integrationsstufe im Bereich der Wärmeversorgung dar. 

    Umsetzungsplan in Arbeit 
    Ein Projekt unter der Leitung der Stadtratsmitglieder Michael Baumer (Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe), Simone Brander (Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements) sowie Andreas Hauri (Vorsteher der Gesundheits- und Umweltdepartements) wird bis Ende Jahr in einem Umsetzungsplan aufzeigen, wie und in welchem Zeitraum eine solche Neuorganisation erfolgen kann. In diesem Zeitraum erfolgt auch die Vernehmlassung bei den Personalverbänden. 

    Integration der Fernwärmeaktivitäten von ERZ 
    Die Fernwärmeaktivitäten von ERZ werden in ewz integriert. Mit dem Umsetzungsplan wird aufgezeigt, wie die Integration der Fernwärmeaktivitäten ausgestaltet werden soll und wie und zu welchem Zeitpunkt die betreffenden Mitarbeitenden von ERZ zu ewz wechseln sollen. Die Fachleute von ERZ werden die neue Organisation mit ihrem Wissen und ihrer langjährigen Erfahrung im Wärmebereich entscheidend mitprägen. 

    Neue Perspektiven für Energie 360° 
    Auch Energie 360° wird einen Teil ihrer Wärmenetze in der Stadt Zürich ans ewz übertragen, wobei die Mitarbeitenden bei Energie 360° verbleiben. Eigentum und Betrieb des Gasnetzes sowie alle übrigen Aktivitäten verbleiben bei Energie 360°. Energie 360° ist eine Aktiengesellschaft im Besitz der öffentlichen Hand. Haupteigentümerin ist die Stadt Zürich. An der Strategie der Firma, die Transformation in der gesamten Schweiz voranzutreiben und bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern, wird festgehalten. Da sich der Tätigkeitsschwerpunkt von Energie 360° zukünftig noch stärker auf Aktivitäten ausserhalb der Stadt verlagert, will der Stadtrat dem Unternehmen neue Perspektiven bieten und das Feld für Kooperationen öffnen. Um hier mehr Handlungsfreiheit zu gewinnen, soll die Kompetenz des Stadtrats zur Veräusserung von Anteilen dieses Unternehmens ausgedehnt werden. 

  • Stadt Luzern will vollständig mit Erneuerbaren heizen

    Stadt Luzern will vollständig mit Erneuerbaren heizen

    Der Luzerner Stadtrat beantragt für die Umstellung der Wärmeversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energie beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von 5,05 Millionen Franken. Ausserdem wurde ein Nachtragskredit in Höhe von 194’000 Franken zum Budget 2023 beantragt. Damit soll laut einer Medienmitteilung die bis 2034 benötigte personelle Aufstockung bei der Dienstabteilung Immobilien finanziert werden.

    Zusätzliche Stellenprozente waren notwendig geworden, weil die Stadtluzerner Stimmbevölkerung im September 2022 die Klima- und Energiestrategie der Stadt gutgeheissen hatte. Darin ist festgehalten, dass die stadteigenen Gebäude und Anlagen des Verwaltungsvermögens wie Schulen oder Verwaltungsgebäude bis 2030 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien versorgt werden müssen.

    Dank der Personalerhöhung in der Dienstabteilung Immobilien sollen die Umstellung auf erneuerbare Wärmeversorgung bis ins Jahr 2035 umgesetzt und die anstehenden Erneuerungen bei den Liegenschaften im Finanzvermögen bewältigt werden können. Insgesamt ist dies bei 39 Objekten vorgesehen.

    Mit der Umstellung der Liegenschaften des Finanzvermögens auf 100 Prozent erneuerbare Energie wolle der Stadtrat bei den eigenen Liegenschaften mit gutem Beispiel vorangehen, heisst es in der Mitteilung. Bei allfälligen Zwischenlösungen für Mieterinnen und Mieter werde die Stadt behilflich sein.

  • Umfassende Energiesysteme by EKZ

    Umfassende Energiesysteme by EKZ

    Die Kombination und das zentrale Management von Stromerzeugung und -speicherung, Wärme- und Kälteerzeugung sowie Elektromobilität in einem integrierten Energiesystem führt zur Vereinfachung des Immobilienmanagements, zu maximalem Wohn- und Arbeitskomfort sowie zu optimaler Energieeffizienz in der Produktion. Überdies wird die ökologische Nachhaltigkeit sichergestellt.

    Hier wird an den Zielen der Energiestrategie 2050 gebaut. Seit Herbst 2019 ist die Überbauung Verdeblu mehrheitlich fertiggestellt und bewohnt. Bemerkenswert ist, dass diese Überbauung ihren Energiebedarf zu einem hohen Anteil selbst deckt, und das ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen.

    «Die Vorgaben der Energiestrategie 2050 sind für die Immobilienwirtschaft auch eine Chance», erklärt Dieter Stutz von der Atlantis AG, die in den Bereichen Umweltberatung, Siedlungsplanung und Architektur tätig ist und das Projekt entwickelt hat. Die Wärmeversorgung übers Grundwasser sei die beste und überzeugendste Lösung gewesen für das Areal. Gemeinsam mit EKZ hat Atlantis dieses komplexe Bauprojekt geplant und umgesetzt.

    Energieproduktion vor Ort
    Im westschweizerischen Epalinges entstand die Überbauung «Grand Chemin», wobei ein Teil des benötigten Stroms von einer Photovoltaikanlage (PV) vor Ort produziert wird. In Emmen (LU) entsteht ein Mehrfamilienhaus-Neubau, der sich durch vier Wärmepumpenanlagen mit Grundwasser als Energiequelle sowie einer Photovoltaik-Anlage mit ZEV auszeichnen wird. So gesehen hat die Energie-Zukunft auch hierzulande schon längst begonnen.

  • Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Die meisten Gebäude des Nationalen Sportzentrums in Magglingen werden aktuell mit Gas beheizt, wie aus einer Medienmitteilung des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL) hervorgeht. Das BBL realisiert aktuell eine Reihe von Neubau- und Sanierungsprojekten für das Bundesamt für Sport am Sportzentrum. Dabei wird erstmals vom Bund Geothermie für die Wärmeversorgung von Gebäuden eingesetzt. Ein neues Fernwärmenetz wird sowohl die bestehenden als auch die neuen Gebäude versorgen.

    Für die Wärmeversorgung wird Erdwärme aus einer Tiefe von 1300 Metern genutzt. Es wird erwartet, dass das geförderte Wasser eine Temperatur von 30 bis 50 Grad Celsius hat. Dazu werden zwei Bohrschächte realisiert. Über einen wird das warme Wasser nach oben gepumpt, über den anderen das abgekühlte Wasser wieder in die Tiefe gelassen. Zwischendurch entnimmt ein Wärmetauscher an der Oberfläche dem Wasser die Wärme und nutzt diese für die Versorgung der Gebäude.

    Während aktuell mit der Gasversorgung jährlich ein CO2-Ausstoss von 1300 Tonnen entsteht, soll dieser in Zukunft nur noch 70 Tonnen betragen.

  • Regionalwerke bauen Netz für Wärme und Kälte aus

    Regionalwerke bauen Netz für Wärme und Kälte aus

    Die Regionalwerke AG Baden wollen die Versorgung mit Wärme und Kälte in Baden klimafreundlich machen. Dafür sehen sie in den nächsten zehn Jahren Ausbauten für die Wärmeversorgung in einem Umfang von 40 Gigawattstunden und für die Kälteversorgung in einem Umfang von 10 Gigawattstunden vor, schreiben sie in einer Mitteilung. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger soll bereits zu Beginn 80 Prozent betragen und kontinuierlich auf 100 Prozent steigen. Der CO2-Ausstoss bei der Wärmeversorgung soll bis 2030 um 20‘000 Tonnen gesenkt werden, die Fernwärme allein soll dazu die Hälfte beitragen.

    Baden Nord ist bereits seit Sommer mit einer Fernwärmeleitung an die Kehrichtverbrennung Turgi angeschlossen, der Wärmeverbund Kappelerhof ist seit Herbst 2020 in Betrieb. Der Wärme- und Kälteverbund für den Campus des Kantonsspitals ist im Bau. Das Fernwärmenetz Baden Nord soll in Richtung Innenstadt erweitert werden. Ab 2025 ist der Zusammenschluss der Energiecluster Kappelerhof, Vorstadt und Limmat zu einem einzigen städtischen Wärme- und Kältering vorgesehen.

    Das Potenzial für die Wärme- und Kälteversorgung wurde mit Hilfe eines 3D-Modells ermittelt. Dabei wurde auch die Machbarkeit von Grundwasserpumpsystemen geprüft. Eine Planungskarte auf der Internetseite der Regionalwerke erlaubt es Liegenschaftsbesitzern, Architekten und Planern, Einblick in die geplanten Vorhaben zu nehmen.

    „Mit diesem Ausbau sind die Weichen für die Substitution von der fossilen zu einer erneuerbaren Wärme- und Kälteversorgung in Baden gestellt“, wird Michael Sarbach, Geschäftsführer der Regionalwerke, in der Mitteilung zitiert.