Schlagwort: Warmwasser

  • Cowa Thermal Solutions entwickelt hocheffizienten Wärmespeicher

    Cowa Thermal Solutions entwickelt hocheffizienten Wärmespeicher

    Cowa Thermal Solutions hat eine Methode entwickelt, mit der die Kapazität von Wärmespeichern für kombinierte Photovoltaik-Wärmepumpen-Anlagen um ein Vielfaches gesteigert werden kann. An dieser Technologie für Heizung und Warmwasser haben die Gründer des Start-ups aus dem Kanton Luzern bereits im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Hochschule Luzern geforscht.

    Anschliessend arbeiteten sie laut einer Mitteilung der Hochschule weitere vier Jahre an der Marktreife ihres Produkts, des cowa Booster Speichers. Während der vergangenen Heizperiode wurde er intensiv im Feld getestet. Die Tests hätten gezeigt, dass sich dank der cowa-Technologie die Heizautarkie verdoppelte und sich so die Abhängigkeit vom Stromnetz halbierte. Der cowa Booster Speicher ist jetzt im Handel erhältlich. Vertriebspartner ist das Gebäudetechnikunternehmen Meier Tobler. Erste Gespräche für die Expansion nach Deutschland und Europa sind den Angaben zufolge im Gange.

    Wie die Hochschule Luzern mitteilt, vergrössert er die Kapazitäten, ohne mehr Raum in Anspruch zu nehmen. „Das Kernstück unserer Technologie ist das Speichermaterial“, erklärt cowa-Gründer und Co-CEO Remo Waser. „Es basiert auf kostengünstigen Salzhydraten, deren Speicherdichte um bis zu drei Faktoren höher ist als diejenige von Wasser. Entsprechend leistungsfähiger sind unsere Wärmespeicher.“

    Die Salzhydrate befinden sich den Angaben zufolge in Kapseln. Der Speicherbehälter wird zu etwa 40 Prozent mit Heizwasser befüllt und zu 60 Prozent mit Kapseln, in denen sich die Salzhydrate befinden. „So kann der cowa-Pufferspeicher zwei- bis dreimal mehr Energie speichern als ein gleich grosser herkömmlicher Wasserspeicher ohne Kapseln“, so CRO Jan Allemann.

  • Die vergessenen Warmwasser-Solaranlagen

    Die vergessenen Warmwasser-Solaranlagen

    In der Schweiz haben ca. 6% aller Mehrfamilienhäuser eine Warmwasser-Solaranlage (Solarthermie) in Betrieb. Diese werden dafür genutzt, Warmwasser zu erhitzen, um damit den Verbrauch von Öl und Gas zu reduzieren. Die meisten dieser Anlagen wurden vor ca. 10 Jahren installiert, als Photovoltaik noch wesentlich teurer war. Jedoch sind sie in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Viele Eigentümer:innen und Verwaltungen entdecken die Anlagen nur per Zufall durch eine Ansicht der Liegenschaft auf Google Maps, wenn sie das Dach für eine Photovoltaik-Eignung analysieren.

    Im Schnitt haben die Warmwasser-Solaranlagen noch 20 Betriebsjahre vor sich, in denen sie CO2-freie Wärme erzeugen können und dank der Einsparung von fossiler Energie auch die Nebenkosten wesentlich senken. Weil die Existenz vieler Anlagen niemandem mehr bekannt ist, ist eine von fünf Anlagen defekt. Damit wird wertvolle Sonnenwärme verschwendet, und stattdessen müssen fossile Heizsysteme einspringen.

    Verschiedenste Kantone haben die Problematik bereits erkannt und Sensibilisierungs-Kampagnen gestartet, um Eigentümer:innen, Hauswartungen und Verwaltungen auf die Problematik aufmerksam zu machen. Dafür wurde in Zusammenarbeit mit Energie Schweiz und Swissolar die kostenlose Plattform solartest.ch geschaffen. Damit kann mit der Eingabe von abgelesenen Temperaturwerten einfach selbst kontrollieren werden, ob die Anlage korrekt läuft.

    Um nicht wöchentlich die Temperaturwerte ablesen zu müssen, hat Energie Zukunft Schweiz das Monitoring-System LORALARM entwickelt, welches nachrüstbar ist.

    Im Rahmen eines Projekts mit einer grossen Schweizer Versicherungsgruppe wurden 65 bestehende Warmwasser-Solaranlagen überwacht, wovon bei insgesamt 15 Anlagen ein Stillstand festgestellt wurde. Durch kleinere Reparaturen konnten Anlagen im Wert von CHF 1,5 Millionen innerhalb kürzester Zeit wieder in Betrieb genommen werden.
    Die gute Zeit, um herauszufinden, ob die thermische Solaranlage läuft, ist an einem sonnigen Wintertag. So kann sichergestellt werden, dass der Defekt bis zu den ertragreichen Frühlingstagen ab Anfang März nach einer allfälligen Reparatur wieder sonnengewärmtes Wasser produziert.

  • Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Bern hat klimafreundlichsten Gebäudepark

    Navitas Consilium hat ein interaktives Werkzeug entwickelt, mit dem sich der Anteil an erneuerbarer oder importierter Energie für die Gebäudeparks jeder Gemeinde der Schweiz darstellen lässt, informiert das Energie- und Klimaberatungsbüro aus Martigny in einer Mitteilung. Auch die von den Gebäudeparks erzeugte Menge an Treibhausgasen ist über das Werkzeug abrufbar. Mit seiner Entwicklung will Navitas Consilium dazu beitragen, den Bedarf an Dekarbonisierung von Gebäudeparks für die Umsetzung der Schweizer Klimastrategie zu ermitteln.

    Über eine interaktive Karte kann gezeigt werden, dass die am dichtesten besiedelten Gebiete des Landes im Vergleich zum ländlichen Raum einen niedrigen Anteil an erneuerbaren Energien einsetzen. Lausanne steht mit einem Anteil von 28 Prozent unter zehn Metropolen noch am besten dar. Gesamtschweizerisch schwanken die Werte zwischen 2 und 84 Prozent.

    Heizen und Warmwasser in Gebäuden kommt mit knapp 40 Prozent ein sehr hoher Anteil am Energieverbrauch insgesamt zu. Für die Umsetzung der Klimastrategie hält Navitas Consilium daher eine Verringerung des Energieverbrauchs im Zusammenspiel mit dem Einsatz von emissionsarmen erneuerbaren Energien für unumgänglich.

    Derzeit hat die Stadt Bern bei der Klimafreundlichkeit ihres Gebäudeparks die Nase vorn. Mit jährlich 23 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter weist Bern die geringsten Emissionen unter den zehn grössten Städten der Schweiz auf. Zürich und Basel folgen mit jeweils 24 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter. Allgemein haben Städte mit einem Anteil von weniger als 10 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen einen vergleichsweise hohen Ausstoss an Treibhausgasen.