Schlagwort: Wasserkraftwerke

  • Alpiq steigert Gewinn bei geringerem Umsatz

    Alpiq steigert Gewinn bei geringerem Umsatz

    Alpiq hat 2023 von der grossen Nachfrage in der Schweiz und Europa nach flexibler Stromproduktion profitiert. Der Energieversorger mit Sitz in Lausanne hat zwar mit 8420 Millionen Franken eine deutlich niedrigere Gesamtleistung als im Vorjahr (14‘899 Millionen Franken) erzielt; ein Spiegel des Rückgangs der Strompreise auf dem Markt. Der Reingewinn stieg dagegen laut einer Mitteilung von 172 Millionen auf 820 Millionen Franken.

    Der Kraftwerkspark mit seinen flexiblen Schweizer Wasserkraftwerken und seinen Gaskombikraftwerken in Italien, Spanien und Ungarn hat mit 1040 Millionen Franken den grössten Anteil am Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abgaben beigetragen. Dieses lag mit 1184 Millionen Franken um 150 Prozent über dem Vorjahr.

    Der Energie- und Zertifikatehandel brachte 2023 insgesamt 54 Millionen ein, der Bereich Origination – die Vermarktung der Stromproduktion Dritter – 169 Millionen Franken.

    Alpiq setzt auch in Zukunft auf die Produktion von Strom dann, wenn er auch aufgrund des Wechsels zu erneuerbaren Energien knapp ist. „Unser sehr gutes Ergebnis gibt uns die Möglichkeit, weiter massiv in die dringend erforderliche Winterproduktion und in zusätzliche Speicher zu investieren“, wird Alpiq-CEO Antje Kanngiesser in der Mitteilung zitiert. 2022 und 2023 hat Alpiq insgesamt 316 Millionen Franken in den Unterhalt, die Erneuerung und die Effizienzsteigerung des Kraftwerkparks investiert.

  • Bergeller Bevölkerung befürwortet vorzeitige Erneuerung der ewz-Konzession

    Bergeller Bevölkerung befürwortet vorzeitige Erneuerung der ewz-Konzession

    Die Konzession von ewz zur Nutzung der Wasserkraft im Bergell ist noch bis Ende 2039 gültig. Seit einigen Jahren verhandelt ewz mit der Gemeinde Bregaglia über eine vorzeitige Rekonzessionierung, mit dem Ziel, diese im Jahr 2026 zu erteilen, um sie ab 2035 in Kraft treten zu lassen. In der konsultativen Gemeindeabstimmung vom 26. Oktober 2023 wurde dieses gemeinsame Vorhaben von der Bergeller Bevölkerung bestätigt.

    Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, zu dem auch ewz gehört, äußerte sich erfreut über dieses Signal und betonte die langjährige Partnerschaft zwischen dem Bergell und der Stadt Zürich.

    Die Gemeinde Bregaglia und der Kanton führen derzeit Abklärungen im Hinblick auf den Heimfall und die Konzessionierung durch. ewz steht bereit, diese Bemühungen zu unterstützen und konkrete Verhandlungen aufzunehmen, um das Verfahren bis Ende 2026 abzuschließen.

    Die Vorbereitungen für die vorzeitige Rekonzessionierung laufen bereits seit 2014, einschließlich der Erstellung einer Schutz- und Nutzungsplanung in Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe. Für ewz ist eine optimierte Energieproduktion bei gleichzeitigem Schutz der Gewässer von großer Bedeutung.

    Seit 1959 produziert das Unternehmen Strom im Bergell und betreibt fünf Wasserkraftwerke sowie den Stausee Albigna. Diese Anlagen erzeugen jährlich etwa 440 GWh Strom, was dem Durchschnittsverbrauch von rund 168.000 Vierzimmer-Haushalten entspricht. Eine vorzeitige Rekonzessionierung würde die Arbeitsplätze sichern und ermöglichte es, sein Engagement im Bergell fortzusetzen, einschließlich Elektroladestationen und einer hochalpinen PV-Anlage auf der Albigna-Staumauer.

    Sie investiert in erneuerbare Energien, wo die natürlichen Ressourcen optimal genutzt werden können und die wirtschaftlichen, umweltverträglichen und akzeptablen Anforderungen erfüllt sind. Die Rekonzessionierung bestehender Wasserkraftanlagen spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung dieser erneuerbaren Energiequelle in der Schweiz.