Schlagwort: Wertschöpfungskette

  • Neuer CEO Giuseppe Santagada bei der Erne Gruppe

    Neuer CEO Giuseppe Santagada bei der Erne Gruppe

    Ein neues Kapitel beginnt mit der Ernennung von Giuseppe Santagada zum Gruppen-CEO, der seine Rolle offiziell am 1. Januar 2024 antrat. Santagada, ein erfahrener Wirtschaftsingenieur mit einem MBA von der Universität St. Gallen und weiterführenden Studien an der Harvard Business School, bringt eine beeindruckende Karriereleiter mit sich, zuletzt als Group COO und Delegierter des Verwaltungsrates bei Vebego, wo er in der Schweiz, Deutschland und Österreich tätig war.

    Als neuer CEO wird Santagada eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie spielen. Er plant, eng mit der vierten Generation der ERNE-Familie, dem Verwaltungsrat und der Unternehmensleitung zusammenzuarbeiten, um die Organisation entlang der Wertschöpfungskette zu stärken und noch besser auf Markterfordernisse und Kundenbedürfnisse auszurichten.

    Daniel Erne, Verwaltungsratspräsident, äusserte sich positiv über die Neubesetzung: «Mit Giuseppe Santagada haben wir die ideale Führungskraft, um die Kontinuität, den Erfolg und das strategische Wachstum unseres Familienunternehmens zu sichern.» Santagadas umfassende Erfahrung und sein weitreichendes Netzwerk werden als grundlegende Ressourcen für die zukünftige Entwicklung der Gruppe angesehen.

  • Wüest Partner übernimmt 100 Prozent der Anteile der QualiCasa AG

    Wüest Partner übernimmt 100 Prozent der Anteile der QualiCasa AG

    Seit der Gründung im Jahr 2001 hat sich QualiCasa durch die Bereitstellung von Entscheidungsgrundlagen für ein nachhaltiges Portfolio-Management einen Namen gemacht. Ebenso trug die Entwicklung digitaler Lösungen massgeblich zum Erfolg bei. Mit einem engagierten Team aus 26 Spezialistinnen und Spezialisten unterstützt ihre Kundinnen und Kunden mit Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Bauqualitätsmanagement und Asset Controlling. Die Basis hierfür bilden eine umfangreiche Datengrundlage, statistische Modelle und ein tiefgreifendes Verständnis des Immobilien-Lifecycle-Managements. 

    Die Übernahme ist eine natürliche Fortsetzung der bereits langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft. So wurde zusammen die mittlerweile breit eingesetzte Applikation «Visits» entwickelt. Vom künftigen gemeinsamen Weg versprechen sich beide Seiten eine gegenseitige Inspiration für die Entwicklung neuer Lösungen sowie die Realisierung von Synergien. 

    Andreas Bleisch, Verwaltungsratspräsident von Wüest Partner, erklärt: «Durch den Zusammenschluss profitieren unsere Kunden und Kundinnen von einer noch breiteren Dienstleistungspalette entlang des Lebenszyklus von Immobilien. Es ist uns eine grosse Freude, dass wir eine in der Branche bestens etablierte und hochgeschätzte Marke sowie ein tolles Team für unsere Gruppe gewinnen konnten.» 

    Rolf Truninger, Gründer, CEO und Verwaltungsrat von QualiCasa, sagt: «Mit Wüest Partner haben wir den richtigen strategischen Partner gefunden, um Kräfte zu bündeln, Innovationen umzusetzen und eine gemeinsame Vision zu verfolgen.»  

    QualiCasa wird als Tochtergesellschaft unter ihrem eigenen Namen weitergeführt. Rolf Truninger wird dabei als CEO tätig bleiben und die Integration begleiten.

  • Es ist Zeit zu handeln, wie die Sustainability Days 2023 zeigen

    Es ist Zeit zu handeln, wie die Sustainability Days 2023 zeigen

    Unter dem Motto «Get things done» präsentierten die Sustainability Days in den vier Kongress-und Ausstellungsformaten SmartSuisse, Re‘ Summit, Future-Proof Infrastructure und MUT – Messe für Umwelttechnik während dem 28. und 29. März 2023 Trends, konkrete Lösungen in Form von innovativen Produkten und Dienstleistungen sowie Strategien und Ausblicke. «Wir freuen uns, dass die Sustainability Days mit ihren 15 Themenschwerpunkten rund um Nachhaltigkeit einen so hohen Anklang gefunden haben. Unser Ziel ist, uns künftig als zentrale Plattform für eine nachhaltige Zukunft in den Bereichen Smart City, Corporate Sustainability,
    Umwelttechnik und Infrastruktur zu etablieren», sagt Julien Rousseau, Brand Director der Sustainability Days, zufrieden.

    Denkanstösse von nationalen und internationalen Stimmen
    Den Auftakt der Kongressreihen mit insgesamt über 170 Referierenden machte am 28. März unter anderem Marco Lambertini, Sonderbeauftragter und ehemaliger Director General von WWF International. Er plädiert für die Einleitung eines tiefgreifenden Wandels unseres Wirtschaftsmodells, um zu einer naturfreundlichen Gesellschaft zu werden und die Entwicklung von der Umweltzerstörung abzukoppeln. Auch der Keynote Speaker und Architekt Thomas Rau unterstreicht die Notwendigkeit eines schnellstmöglichen Wandels. Für ihn dabei ein wichtiger Weg: die Kreislaufwirtschaft. Seines Erachtens müssen wir die Wertschöpfungskette neudenken, hin zu einer Werterhaltungskette. Material muss in einer begrenzten Welt als etwas betrachtet werden, das nur vorübergehend genutzt und anschliessend wieder dem Kreislauf der Dinge übergeben wird.

    Auch der politische Blickwinkel auf das Thema Nachhaltigkeit spielte eine grosse Rolle. So diskutierten die Schweizer Stadtpräsidentinnen und -präsidenten Stefanie Ingold (Solothurn), Beat Jans (Basel), Michael Künzle (Winterthur), Barbara Thalmann (Uster) und Beat Züsli (Luzern) über das Ziel klimaneutraler Städte. Einigkeit herrschte darüber, dass der Klimaschutz in diesem Kontext keine Alibiübung sei. Dies zeige unter anderem, was für Massnahmen und Überlegungen bereits aufgegleist bzw. angedacht seien. Städte hätten durchaus eine Vorbildfunktion, da sie oftmals über mehr Ressourcen verfügen. Regula Rytz, ehemalige
    Nationalrätin und Präsidentin der Grünen Schweiz, warf als Historikerin einen Blick auf das Thema «Sustainable Technology: zwischen echter Transformation und Fortschrittsmythen». Laut ihr brauchen neue Herausforderungen in der Umweltpolitik neue Formen von nachhaltiger
    Technologie – und es braucht Pioniergeist für echte Transformation. Pekka Timonen, Bürgermeister von Lahti, stellte in seiner Keynote die Erfolgsgeschichte der traditionellen Industriestadt vor. So hat sich Lahti zu Finnlands führender grüner Stadt und zu einem Vorreiter unter den nachhaltigen Städten Europas entwickelt.

    In weiteren Keynotes und Sessions stand der Klimawandel als solcher im Fokus. Der Generalsekretär der UN-Organisation WMO, Petteri Taalas, zeigte eindrücklich den Klimawandel sowie die damit einhergehenden Klimakatastrophen und zukünftige Szenarien mit globaler Auswirkung auf. Man müsse jetzt handeln, wenn die schlimmsten Auswirkungen des
    Klimawandels in diesem Jahrhundert verhindern werden sollen. Und auch Prof. Dr. Reto Knutti, Professor für Klimaphysik an der ETH Zürich und Redner beim Re‘ Summit, das gemeinsam mit sun21 organisiert wird, teilt diese Ansicht. Nach ihm können den Klimawandel nur eine vollständige Abkehr von fossilen Brenn- und Treibstoffen sowie Netto-Null Emissionen vor 2050 begrenzen. Die Hindernisse seien dabei nicht primär technisch wirtschaftlicher Natur, sondern eine Kollision von Identitäten und die Frage, wie man auf die Herausforderungen reagieren solle. Neu war im Rahmen der SmartSuisse die Erweiterung der Themenschwerpunkte um Health, welches auf reges Interesse stoss. So diskutierten z.B. beim Health Podium Expertinnen und Experten aus der Praxis unter dem Aspekt Datensicherheit vs. Datennutzung, ob Gesundheitsdaten das neue Gold sind.

    Branchenübergreifende Begegnungen
    Ein weiteres Highlight war die Networking Dinner Party am Dienstagabend. Bei einem Drei-Gänge-Menü in lockerer Atmosphäre kamen Teilnehmende aller Formate zusammen, um branchenübergreifend miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und zu diskutieren. Unterhaltsam durch den Abend geführt wurden sie dabei vom Stand Up-Comedian und Zauberer Michel Gammenthaler sowie von «The Blackouts», die mit ihrer LED-Show gezeigt haben, wie Kunst und Technologie genutzt werden können, um eine Botschaft zu transportieren und Menschen zu inspirieren. Zu Gast war auch der Schweizer Abenteurer und Visionär
    Bertrand Piccard, der bei seinem Auftritt von seiner Weltumrundung in einem Solarflugzeug ohne Treibstoff berichtete. Als Pionier in der Betrachtung der Ökologie durch die Linse der Rentabilität setzt er sich heute für erneuerbare Energien und saubere Technologien ein.

    Die zweite Ausgabe der Sustainability Days findet voraussichtlich vom 9. bis 11. April 2024 in Basel statt.