Schlagwort: Windenergieanlagen

  • Nationalrat beschliesst Offensive für Windenergie

    Nationalrat beschliesst Offensive für Windenergie

    Der Nationalrat hat sich den Änderungen des Ständerats angeschlossen und ist ihm hinsichtlich der Gesetzesvorlage zur beschleunigten Bewilligung von Windkraftanlagen mit 136 zu 53 Stimmen gefolgt. Ursprünglich stammt diese Vorlage von der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats. Hintergrund ist das Ziel, die Schweiz in der sonnenarmen Zeit von Stromimporten unabhängiger zu machen.

    Deshalb sei ein Zubau nötig, so Energieminister Albert Rösti (SVP) laut einer Medienmitteilung des Parlaments. Doch müsse dieser „ohne starkes Ritzen der üblichen Mitspracherechte“ realisiert werden. Den Angaben zufolge habe es im Parlament grundsätzlichen Widerstand gegen die Windkraftoffensive nur vonseiten der SVP gegeben. Die übrigen Fraktionen seien sich darüber einig, dass die Windenergie in den Wintermonaten einen wertvollen Beitrag zur Stromversorgung leiste.

    Daher, so der Tenor, könne es nicht sein, dass Projekte über 20 Jahre auf ihre Bewilligung warten müssten. Die Vorlage sieht vor, dass die beschleunigten Verfahren nur angewendet werden dürfen, wenn die Gemeinden die Anlage im Rahmen der Nutzungsplanung bereits bewilligt haben. Das trifft laut Rösti auf 39 Turbinen zu, die jährlich 250 Gigawattstunden Strom liefern sollen. Dazu zählen unter anderem der Windpark Grenchenberg im Kanton Solothurn, die Projekte Eoljorat Sud und Sur Grati im Kanton Waadt sowie das Projekt Crêt Neuron im Kanton Neuenburg.

    Die beschleunigten Verfahren sollen für Windenergieprojekte im nationalen Interesse zur Anwendung kommen, bis eine zusätzliche Leistung von 600 Megawatt installiert ist. Bei diesen Projekten soll neu der Kanton für die Baubewilligung zuständig sein. Zudem werden die Rechtsmittel gegen diesen Entscheid eingeschränkt: Er soll nur vor dem obersten kantonalen Gericht angefochten werden können.

  • ADEV beteiligt sich an Fleco Power

    ADEV beteiligt sich an Fleco Power

    Die Fleco Power AG mit Sitz in Winterthur erhält einen neuen Anteilseigner. Auch die ADEV Energiegenossenschaft beteiligt sich nun mit 17 Prozent an dem 2015 gegründeten Tochterunternehmen der Genossenschaft Ökostrom Schweiz und der MBRSolar, schreibt sie in einer Mitteilung. Sie wird mit ihrem Geschäftsführer Thomas Tribelhorn auch im Fleco Power-Verwaltungsrat vertreten sein.

    Fleco Power unterstützt kleine, dezentrale Erzeuger erneuerbarer Energien bei der Direktvermarktung ihres Stroms. Zudem bietet sie Lösungen für Endkundinnen und Endkunden an, denen sie etwa hilft, in Einkaufsgenossenschaften erneuerbaren Strom am Markt zu beschaffen.

    ADEV und Fleco Power wollen gemeinsam neue Dienstleistungen und Innovationsprojekte entwickeln. Langfristiges Ziel ist die Schaffung eines unabhängigen Energieversorgers der Erneuerbaren.

    Die 1985 gegründete ADEV betreibt in der ganzen Schweiz Solarstromanlagen, Kleinwasserkraftwerke, Windenergieanlagen sowie Heizzentralen und Nahwärmenetze. Sie will mit der Zusammenarbeit auch seine eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken. Diese ermögliche es, „für unsere Kundinnen und Kunden massgeschneiderte Dienstleistungen anzubieten, die uns von der Konkurrenz abheben“, wird Thomas Tribelhorn in der Mitteilung zitiert.

  • LafargeHolcim stärkt Kreislauf in Windindustrie

    LafargeHolcim stärkt Kreislauf in Windindustrie

    Der Zuger Baustoffkonzern LafargeHolcim und die in Paris ansässige General Electric-Tochter GE Renewable Energy tun sich zusammen. Gemeinsam wollen sie laut einer Medienmitteilung neue Wege bei der Wiederverwertung von Materialien abgebauter Windenergieanlagen finden. Auch die Rotorblätter sollen Teil einer Kreislaufwirtschaft werden, unter anderem als Material für den Bau neuer Windparks.

    Beide wollen Kreislauflösungen insbesondere für den europäischen Markt entwickeln. Hintergrund ist, dass dort bis 2025 alternde Windenergieanlagen mit einer kumulierten Leistung von fast 10 Gigawatt repowert, also gegen leistungsstärkere der neuesten Generation ausgetauscht oder stillgelegt, werden.

    „Mit der Nachhaltigkeit als Herzstück unserer Strategie, haben die Beschleunigung der erneuerbaren Energien und die Kreislaufwirtschaft höchste Priorität für unser Unternehmen“, wird Edelio Bermejo, Leiter des Global Innovation Centers bei LafargeHolcim, zitiert. „Ich freue mich sehr über diese Zusammenarbeit mit GE Renewable Energy, weil sie beide Ziele erfüllt.“ Nach den Worten des CEO seines Partners, Jérôme Pécresse, werde diese Kooperation „wesentlich dazu beitragen, die Nachhaltigkeit der Windenergie heute und in der Zukunft zu steigern“.

    Beide Unternehmen arbeiten bereits seit 2020 zusammen. Gemeinsam mit der dänischen Firma Cobod entwickeln sie rekordhohe Türme für Windenergieanlagen und unter Verwendung von Beton-3D-Druck. Diese Türme seien „robuster, effizienter und würden zehnmal schneller hergestellt als zuvor“, heisst es in der Mitteilung. Eigenen Angaben zufolge hat LafargeHolcim im vergangenen Jahr 46 Millionen Tonnen an Material wiederaufbereitet. Bis 2030 sollen es 100 Millionen Tonnen sein.