Schlagwort: Windkraft

  • Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Aventron hat ihre Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 bekanntgegeben. Insgesamt erzeugte die Produzentin von Strom aus erneuerbaren Energien rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom – etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahr (2024: 1,498 Milliarden Kilowattstunden). Als Gründe nennt aventron historisch schwache Wetterbedingungen sowie eine hohe Preisvolatilität bis hin zu negativen Strompreisen.

    Trotz des Produktionsrückgangs bleibt das Ergebnis laut einer Mitteilung „solide“. Der Nettoerlös belief sich auf 120,5 Millionen Franken (2024: 134,9 Millionen Franken), die Marge beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei rund 21 Prozent. Das Jahresergebnis nach Steuern erreichte 10,3 Millionen Franken.

    Im Jahr 2025 setzte aventron ihre Diversifikationsstrategie mit den Technologien Sonne, Wind und Wasser fort und entwickelte das Portfolio weiter. In der Schweiz wurde der Bau der alpinen Photovoltaikprojekte Sedrun Solar (Graubünden) und APV Sidenplangg (Uri) gestartet. In Italien begann die Umsetzung des 25-Megawatt-Solarkraftwerks Lazio 01, während sich in Frankreich und Deutschland zwei Windparks im Bau befinden. Insgesamt investierte das Unternehmen 67 Millionen Franken. Per Jahresende umfasste das Portfolio eine konsolidierte Gesamtleistung von 819 Megawatt (Vorjahr: 797 MW) in Betrieb oder Bau.

    Mittelfristig will sich aventron verstärkt auf eine erfolgreiche Stromvermarktung sowie den Ausbau von Datenmanagement- und Monitoring-Systemen konzentrieren. Ziel bleibt der Aufbau eines Portfolios mit einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt. Das Unternehmen mit Sitz in Münchenstein betreibt und entwickelt Kraftwerke in den Bereichen Wasser-, Solar- und Windenergie in der Schweiz und ausgewählten europäischen Ländern.

  • Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Axpo geht die nächste Phase seines Windkraftprojekts am Dreibündenstein an. Auf der Bündner Erhebung südlich von Chur werde am 9. Oktober ein 125 Meter hoher Windmessmast errichtet, informiert der Energiekonzern mit Sitz in Baden in einer Mitteilung. Er soll über ein Jahr hinweg Daten zu Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Wetterbedingungen und Fledermausaktivitäten sammeln.

    Das von Axpo-Tochter CKW eigens für das Projekt in Graubünden entwickelte System kommt dabei ohne eine externe Stromversorgung aus. Möglich wird dies durch eine Batterie, die von einer Photovoltaikanlage und zwei am Mast angebrachten Windgeneratoren geladen wird. Das System zur Datenerhebung kann von Axpo aus der Ferne überwacht werden und ist in einem speziellen Container untergebracht, der sich bei Bedarf sogar heizen lässt. „Diese technologische Innovation ermöglicht es uns, Windmessungen an Standorten durchzuführen, die bisher schwer zugänglich waren“, wird Cédric Aubert, Leiter Wind Schweiz bei Axpo, in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen plant, am Dreibündenstein bis zu acht Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt einzurichten. Sie sollen jährlich über 65 Gigawattstunden Strom liefern, rund 60 Prozent davon in der Winterstromproduktion. Parallel zu den nun anlaufenden Windmessungen will Axpo die logistischen Anforderungen des Windparkprojekts in Transport- und Netzstudien ausloten.

  • Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Agile Wind Power hat mit dem erfolgreichen Aufbau einer Testanlage in der Nähe von Zürich laut eigenen Angaben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung seiner neuartigen vertikalen 1-Megawatt-Windturbinen erreicht. Die 23 Meter hohe Testanlage dient vor allem der Erprobung und Optimierung der Technologie unter realen Wetter- und Lastbedingungen. Seit Oktober 2024 werden Testläufe und Messungen durchgeführt. Im Februar 2025 startet der automatische Betrieb.

    «Mit ihrer Kombination aus Forschung, Demonstration und Optimierung bildet die Testanlage die Basis für eine neue Generation von Windturbinen», so das in Dübendorf bei Zürich beheimatete Unternehmen. Es will mit dieser Technologie «einen erheblichen Beitrag zur dezentralen, umweltschonenden Energieversorgung leisten – insbesondere in Regionen, in denen herkömmliche Windkraftanlagen aus Akzeptanz- oder Umweltgründen nicht realisierbar sind».

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Nabe. Bei einer Höhe der Vertical Sky-Turbine in der Version A40 von bis zu 130 Metern und einer Rotorlänge von maximal 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter. Zudem sollen die Rotoren besonders leise sein.

    Nicht zuletzt dient die Testanlage auch zu Demonstrationszwecken. Laut Agile Wind Power wird sie «als Schlüsselinstrument zur Kommunikation der Vorzüge der Technologie genutzt» und soll damit «wesentlich zur Markteinführung 1-MW-Turbinen» für Gewerbe und Industrie beitragen.

    Seine neuartigen Windturbinen stellt Agile Wind Power vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Das Unternehmen ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Die NewGreenTec AG hat eines ihrer hybriden Wind-Solar-Kleinkraftwerke auf dem Dach des Plantahofs installiert. Dort wird es künftig zur nachhaltigen Stromversorgung der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte des Kantons Graubünden und der Ostschweiz beitragen. Wie das Jungunternehmen weiter mitteilt, soll es ausserdem Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ermöglichen, die Technologie aus erster Hand zu erleben und ihr Wissen über erneuerbare Energien zu erweitern.

    „Wir sind begeistert, mit diesem Projekt die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft in Graubünden zu fördern“, wird Frido Stutz, Geschäftsführer der NewGreenTec AG, in einer Unternehmensmitteilung zitiert. „Das Zusammenspiel von Wind- und Solarenergie ist ein zukunftsweisender Schritt hin zu einer umweltfreundlichen und stabilen Stromversorgung über den Tages- und Jahresverlauf.“

    Zudem erkennt NewGreenTec darin auch ein Symbol für die Potenziale einer nachhaltigen Zukunft: „Mit der Kraft von Wind und Sonne soll das Rheintal ein weiteres Beispiel für gelungene Innovation in der grünen Energieversorgung werden.“ Das erste Kleinkraftwerk der Firma auf einem Industriegebäude wurde im Januar 2023 in Betrieb genommen.

    Das hybride Gerät vereint Solarpanele, eine kleine Windturbine und Speichertechnologie in einem Gerät und wurde zusammen mit Schweizer Fachhochschulen entwickelt. Die Windturbinen, die sich um eine Vertikalachse drehen, sind unabhängig von der Windrichtung und nahezu geräuschlos.

  • Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Der Zürcher Regierungsrat will die planerischen Grundlagen für eine verstärkte Nutzung der Windkraft im Kanton schaffen. Dafür hat er nun laut einer Mitteilung den Eintrag von 20 sehr gut geeigneten und von 15 gut geeigneten Gebieten in die Anhörung gegeben. Die sehr gut geeigneten Gebiete befinden sich vor allem im Nordosten des Kantons zwischen Cholfirst, Stammerberg, Zünikon und Bergbuck. Weitere Gebiete im Süden des Knonauer Amts, auf dem Pfannenstiel und im Oberland gelten als gut geeignet. Insgesamt hatte der Kanton 52 Potenzialgebiete angeschaut.

    Die Anhörung dauert bis zum 31. Oktober. Anschliessend erarbeitet der Regierungsrat den entsprechenden Antrag an den Kantonsrat. Windkraftanlagen können nur in Gebieten errichtet werden, die im Richtplan als geeignet eingetragen sind.

    Der Regierungsrat schlägt auch Massnahmen vor, um die Gemeinden und die Bevölkerung an der Errichtung der Anlagen zu beteiligen. So sollen sich Gemeinden und Private freiwillig an den Investitionen beteiligen können. Umgekehrt sollen Betreiber von Anlagen freiwillig Gemeinden an den Erträgen beteiligen.

    Dagegen sieht der Regierungsrat kaum Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft im Kanton. Einzig am Rheinfall könnten 20 Prozent des Wassers für ein unterirdisches Kraftwerk genutzt werden. Er schlägt einen entsprechenden Eintrag in den Richtplan vor.

  • Axpo liefert Windstrom an Borealis

    Axpo liefert Windstrom an Borealis

    Axpo und der schwedische Hersteller von Plastikfolien, Borealis, haben laut Medienmitteilung einen langlaufenden Stromabnahmevertrag (PPA) unterzeichnet. Die hundertprozentige Axpo-Tochter Axpo Nordic wird demnach ab Januar 2024 zehn Jahre lang über 130’000 Megawattstunden Strom aus Windkraft an die Produktionsanlage von Borealis in Stenungsund liefern.

    Für Borealis bedeutet der Vertrag mit Axpo, dass der Anteil an erneuerbarer Energie, die in der Anlage in Stenungsund verbraucht wird, erheblich gesteigert wird, heisst es in der Medienmitteilung. Der indirekte Kohlendioxidausstoss in Betrieben von Borealis werde um nahezu 10’000 Tonnen jährlich reduziert. Borealis will bis 2025 den Anteil an Erneuerbaren in seinem Strommix auf 40 Prozent steigern und bis 2030 erreichen, dass 100 Prozent Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen.

    „Diese Transaktion markiert einen weiteren Meilenstein in unserem Corporate-PPA-Geschäft und zeigt, welch entscheidende Rolle Axpo Nordic in der Energiewende spielt. Schweden ist ein attraktiver Markt für internationale Anleger in erneuerbare Energien“, wird Cecilia Bergman von der Geschäftsleitung Axpo Sweden zitiert. Der kontinuierliche Ausbau der Windfarmen ermögliche es den Industrieunternehmen, vor Ort erneuerbaren Strom für ihre Anlagen zu beziehen, um ihre Emissionen zu verringern und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, so Bergman weiter.

    „ Der Vertrag bringt uns unserem letztlichen Ziel näher, bis Ende dieses Jahrzehnts unseren gesamten Stromverbrauch aus erneuerbaren Quellen zu decken. Damit gehen wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg, uns neu zu erfinden und nachhaltiger zu leben“, wird Wolfram Krenn, Executive Vice President Base Chemicals & Operations von Borealis, zitiert.

  • EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ erzielt gutes Betriebsergebnis bei stabilem Absatz

    EKZ zieht eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019/20 mit stabilem Absatz, Ausbau der Produktion von erneuerbarer Energie besonders bei der Windkraft und einem Betriebsergebnis, das erstmals eine Gewinnausschüttung von 41,3 Millionen Franken an Kanton und Gemeinden ermöglicht hat. Das Betriebsergebnis EBIT beläuft sich laut Medienmitteilung auf 61,3 Millionen Franken und das Unternehmensergebnis, also der Gesamtertrag minus Gesamtaufwand, lag bei 88,2 Millionen Franken.

    Der Stromabsatz von EKZ blieb in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz des Lockdowns stabil, heisst es in der Mitteilung. Der gesunkene Absatz bei Gewerbetreibenden sowie die Schliessung von Einkaufszentren sei durch Verlagerung auf einen höheren Absatz in den Homeoffices kompensiert worden. Die EKZ versorgt rund 315’000 Haushalte und Gewerbetreibende mit erneuerbarer Energie.

    Die Produktionskapazitäten aus erneuerbarer Energie wurden ausgebaut. Dabei setzt die EKZ in der Schweiz auf Ausbau der Solarenergie und heimische Wasserkraft. So wurde das Flusskraftwerk Dietikon wieder in Betrieb genommen. In Spanien und Portugal lag der Investitionsschwerpunkt auf der Solarenergie, in Frankreich und Deutschland bei der Stromproduktion aus Windkraft. Bei überdurchschnittlich guten Windverhältnissen seien 496 Gigawattstunden Strom aus Windenergie erzeugt worden, meldet die EKZ.

    Weitere Schwerpunkte der EKZ waren Ladelösungen für Mieter, Stockwerk- oder Hauseigentümer sowie der Bereich Prosumer. Das sind Stromkonsumenten, die zeitgleich mit der eigenen Solaranlage selber Produzenten sind.

    Seit 1. Januar ist EKZ an Primeo Energie AG beteiligt, um im Energievertrieb für Energieversorgungsunternehmen und Geschäftskunden zusammen zu arbeiten.

  • Hightech Zentrum Aargau war bei E-Mobil-Rallye erfolgreich

    Hightech Zentrum Aargau war bei E-Mobil-Rallye erfolgreich

    Beat Christen und sein Co-Pilot Peter Morf vom Hightech Zentrum Aargau (HTZ) haben ihre erste Teilnahme an der Wave Trophy laut einer Medienmitteilung erfolgreich beendet. Das E-Mobil-Team Mission Innovation Aargau legte in seinem Tesla Model S P85D in acht Tagen 1818 Kilometer pannenfrei zurück. Start war in Brugg-Windisch, die Schlussankunft im Entlebuch. In der Gesamtwertung belegte es unter rund 30 teilnehmenden Teams Platz zwei. Zudem gewann es den von Schülern vergebenen Publikumspreis.

    Die diesjährige Route führte entlang der Grand Tour of Switzerland durch alle vier Sprachregionen und über neun Alpenpässe. Dabei hätten die Teams nicht nur in Aktion, sondern auch während ihrer geplanten Aufenthalte in 23 Ortschaften und bei weiteren 23 Zwischenstopps „beste Werbung für die Elektromobilität“ gemacht, heisst es in der Mitteilung. Die meisten Infotreffen mit Behörden, Schulen und der Bevölkerung seien gut besucht gewesen. Auf der Internetseite des HTZ konnten Interessierte den Reise-Blog der beiden Fahrer mitverfolgen.

    Weil das Motto der diesjährigen Wave-Rallye „Energy Tour“ lautete, wurden auch zahlreiche Energieprojekte besichtigt, darunter das erste schwimmende Solarkraftwerk der Alpen auf dem Lac des Toules im Wallis und die Windräder auf dem Rengg-Pass im Entlebuch. „Die erneuerbaren Energien passen gut zur E-Mobilität und die Wave hat gezeigt, dass diese Kombination funktioniert“, wird Peter Morf, Co-Pilot und Schwerpunktleiter Energietechnologien und Ressourceneffizienz des HTZ, in der Mitteilung zitiert. Nur die „Durchgängigkeit der verschiedenen Ladesysteme“ stelle „noch eine Herausforderung dar“, so Pilot Beat Christen.