Schlagwort: Wissenschaft

  • Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Erster Schweizer Wasserstoffkongress

    Am 28. März fand in Yverdon-les-Bains der erste Schweizer Wasserstoffkongress statt. Der Anlass brachte Unternehmerinnen und Unternehmer, Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger zusammen. Die Vielfalt der Rednerinnen und Redner ermöglichte es, das Thema unter zahlreichen Aspekten abzudecken. Der erste Schweizer Wasserstoff-Kongress wurde in Zusammenarbeit mit Planair, CleanTech Alps und dem Westschweizer H2-Netzwerk organisiert und war ein voller Erfolg.

    Wasserstoff ist kein Allheilmittel, um alle Energieprobleme der Schweiz zu lösen, aber er bietet zahlreiche Möglichkeiten. Beim ersten Schweizer Wasserstoffkongress gab es einen fruchtbaren Austausch und eine starke Zusammenarbeit. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Themas für die Schweiz, und alle Beteiligten sind bereit, gemeinsam zu arbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen.

    Was von diesem Tag festgehalten werden muss
    Vertreter und Vertreterinnen aus der Energie-, Gas- und Industriebranche, Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Politiker sind sich einig: Die Schweiz muss unbedingt an das europäische Netz angeschlossen werden. Es ist entscheidend, dass unser Land diese Chance nicht verpasst.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Forderung nach einer klaren Strategie und geeigneten Rahmenbedingungen seitens des Bundes, um den Markt voranzutreiben.

    Trotz der bestehenden operativen Herausforderungen konnten beim Kongress positive Bilanzen von laufenden Projekten wie Green Gaz in Aigle und Hydrospider gezogen werden. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Entwicklung von Wasserstoffprojekten wie H2 Bois, Gruyère Hydrogène Power und Prhysm.

    Zudem präsentierte aeesuisse ihre Positionierung zum Thema Wasserstoff mit der Veröffentlichung der Broschüre «10 Punkte zum Thema Wasserstoff».

    Eine Leidenschaft, die unsere Grenzen übersteigt
    Wasserstoff ist mehr denn je ein aktuelles Thema. Er bewegt die Fachwelt und die Politik über die Grenzen der Schweiz hinaus. In Europa werden die Diskussionen über seine Chancen und Risiken beschleunigt und in vollem Gang gehalten. Der Schweiz und ihrem Kompetenzpool kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. «Wir erleben derzeit eine starke Begeisterung für Wasserstoff, mit grossen Ankündigungen auf internationaler Ebene. Die Schweiz ist in vielen Bereichen führend in der Innovation, z. B. bei der Kompression oder der Speicherung. Wir müssen daher unsere Führungsposition ausbauen und dürfen uns nicht von der europäischen Konkurrenz überholen lassen», sagt Laurent Scacchi Direktor Westschweiz der aeesuisse.

  • Revolution in der Entkalkungstechnologie

    Revolution in der Entkalkungstechnologie

    Die Ablagerung von Kalk in Geräten, die mit heissem Wasser arbeiten, stellt sowohl in Haushalten als auch in thermischen Kraftwerken eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Die herkömmliche Entfernung von Kalkbelägen ist oft mühsam und bei grossen Anlagen wie Kraftwerken mit erheblichen Kosten und Energieverlusten verbunden. Forschende der ETH Zürich haben jetzt eine bahnbrechende Technologie vorgestellt, die das Potenzial hat, diese Problematik umfassend zu lösen.

    Die Wissenschaftler entwickelten eine innovative kalkabweisende Hydrogel-Beschichtung, die auf mikroskopische Rippenstruktur setzt, um die Adhäsion von Kalk zu verhindern. Diese Struktur, angelehnt an die Haischuppen, reduziert den direkten Kontakt von Kalkkristallen mit der Oberfläche, was ihre Ablagerung erschwert. Tests zeigten, dass bis zu 98 Prozent der Kalkablagerungen auf einer so behandelten Oberfläche vermieden werden können.

    Dieser Durchbruch in der Materialtechnologie ist nicht nur in der Lage, die Effizienz von Wärmetauschern in Kraftwerken zu steigern, sondern auch die Lebensdauer und Funktionalität von Haushaltsgeräten zu verlängern. Darüber hinaus bietet das umweltfreundliche Hydrogel einen biokompatiblen und chemikalienfreien Ansatz zur Kalkprävention.

    Die Entwickler haben sich bewusst gegen ein Patent entschieden und ihre Ergebnisse öffentlich gemacht, was die Anwendung dieser zukunftsweisenden Technologie in der Immobilienbranche und darüber hinaus fördert. Diese Offenheit könnte die Effizienz von Gebäudebetrieb und -management massgeblich verbessern, indem sie eine einfache und nachhaltige Lösung für ein weitverbreitetes Problem bietet.

  • Zürichs Zukunft gestalten: Erster Standorttag setzt neue Akzente

    Zürichs Zukunft gestalten: Erster Standorttag setzt neue Akzente

    Am «Tag des Standorts», einer Initiative der Volkswirtschaftsdirektion Zürich, kamen führende Köpfe aus der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zürcher Regierung zusammen, um gemeinsame Visionen für die zukünftige Ausrichtung des Standorts Zürich zu formulieren. Die Veranstaltung zielte darauf ab, durch einen konstruktiven Dialog innovative Ideen und Massnahmen zu identifizieren, die den Wirtschaftsstandort Zürich nachhaltig stärken sollen.

    Die Diskussionen fokussierten sich auf die Kernstärken des Kantons, wie seine dynamische Unternehmerlandschaft, die Spitzenforschung und -bildung sowie die hochwertige Infrastruktur. In einer Reihe von Panels und Workshops wurden Themen wie Technologie, Fachkräftemangel, Unternehmensförderung sowie Mobilität und Nachhaltigkeit vertieft. Die Workshops generierten eine Vielzahl von Vorschlägen, die nun weiterentwickelt werden sollen, um praktische Lösungsansätze für den Standort Zürich zu realisieren.

    Eine speziell für den «Tag des Standorts» angefertigte Studie zur Standortattraktivität des Kantons Zürich diente als Diskussionsgrundlage. Sie analysierte entscheidende Einflussfaktoren auf den Wirtschaftsstandort und identifizierte sowohl Stärken des Kantons als auch Bereiche mit Verbesserungspotenzial. Basierend auf diesen Erkenntnissen konnten die Teilnehmenden gezielt Handlungsbedarfe adressieren und in produktive Bahnen lenken.

    Aufgrund des positiven Echos und des erkennbaren Bedarfs nach fortlaufendem Austausch zwischen den verschiedenen Sektoren, hat die Volkswirtschaftsdirektion bereits angekündigt, den «Tag des Standorts» als jährliches Event zu etablieren. Dies unterstreicht das Engagement des Kantons Zürich, sich als innovativer und zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort weiter zu positionieren und zu stärken.

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion der ETH Zürich (BUK ETHZ) hat eine Kooperation mit der Klimastiftung Schweiz initiiert, um innovative, klimafreundliche Baustoffe und Baumethoden voranzutreiben. Diese Zusammenarbeit beinhaltet die Beurteilung von Förderanträgen sowie die Bekanntmachung und Markteinführung geförderter Innovationen.

    Die Notwendigkeit, den Immobiliensektor an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen, treibt diese Initiative voran. Durch die Prüfung der Praktikabilität neuer Materialien und Methoden an Pilotprojekten und deren Demonstration will die BUK ETHZ das Risiko für Erstanwendungen im Baubereich mindern. Dabei wird die Klimastiftung finanzielle Unterstützung leisten, um die Markteinführung zu erleichtern.

    Beispielhaft für die Art der geförderten Innovationen sind Spin-offs wie FenX, das mineralische Abfälle in nachhaltige Dämmstoffe umwandelt, und Oxara, das zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologien für das Upcycling von Bauschutt entwickelt. Beide Projekte wurden bereits von der Klimastiftung unterstützt. Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ betonen die Bedeutung dieser Kooperation für die Transformation der Baubranche.

  • Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Der Urbanist Thomas Sevcik geht davon aus, dass die Region zwischen Schlieren und Turgi zunehmend zu einer Stadt wird. In seiner Publikation „Limmattalstadt – Impulse für die Region entlang der Limmat“ schlägt er vor, diese Urbanisierung „aktiv und strategisch“ zu gestalten. „Kommen wird die Limmattalstadt sowieso. Aber wir sollten sie so gut machen, wie wir nur können“, schreibt er.

    Sevcik schlägt unter anderem sogenannte Neogebiete vor. Diese sollten Lücken zwischen den Siedlungsgebieten schliessen. So könnte ein Campus etwa auf einem Teil des Rangierbahnhofs Platz für eine Hochschule Limmat, ein Rechenzentrum, aber auch ein Kongress- und Unterhaltungszentrum bieten. Zwischen Neuenhof und Killwangen könnte ein neues Wohnquartier entstehen, im Tägerhard östlich von Wettingen ein zukunftsgerichtetes Quartier für neue Wohn- und Arbeitsformen. Auch in der Hard in Siggenthal könnte ein neues Quartier Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbinden.

    Sevcik weist darauf hin, dass die Limmat bisher in der Region wenig präsent ist. Er schlägt die Aufwertung der Flusslandschaft in Dietikon zu einer Riviera vor.

    Wirtschaftlich sollte die künftige Limmattalstadt auf ihre Stärken in der angewandten Technologie und im Design, auf Logistik und Handel sowie Medtech und Biotech setzen. Die Mobilität in der Region sollte durch die Verlängerung der Limmattalbahn, die Nutzung der Bahnstrecke zwischen Dättwil und Wettingen, durch Seilbahnen und das Velonetz erleichtert werden. Sevcik schlägt auch einen Startplatz für vertikal startende elektrische Helikopter bei der Autobahnraststätte Würenlos vor.

    Sevcik hat die Strategieideen auf Initiative der Standortförderung Limmatstadt erarbeitet und am 15. August an der Generalversammlung der Limmatstadt AG vorgestellt. 20 Unternehmen, vor allem aus der Region, haben das Projekt unterstützt. Die Publikation kann digital bestellt werden.

  • Holcim schafft 1,5-Grad-Rahmen für Zementindustrie

    Holcim schafft 1,5-Grad-Rahmen für Zementindustrie

    Holcim gibt die Einführung des weltweit ersten wissenschaftsbasierten Rahmens für die Dekarbonisierung der Zementindustrie bekannt. Dieser ist aus einer Partnerschaft mit der Science Based Targets Initiative (SBTi) hervorgegangen. Zuvor hatte Holcim unabhängig von der SBTi zusammen mit einer Gruppe von Fachleuten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Industrie einen solchen Rahmen entwickelt, um die Dekarbonisierug der Branche „auf eine rigorose und wissenschaftlich fundierte Weise“ zu erreichen. Seine eigenen Netto Null-Klimaziele für 2030 hat der Baustoffproduzent daran neu ausgerichtet und bei der SBTi zur Validierung eingereicht.

    Zum ersten Mal hätten die Zementunternehmen einen klaren Plan, „wie sie ihre Dekarbonisierungsstrategien mit der Klimawissenschaft in Einklang bringen können“, wird Alberto Carrillo Pineda, Mitbegründer und CTO der SBTi, in der Mitteilung zitiert. „Die Umstellung auf kohlenstoffarme Technologien ist für die langfristige Überlebensfähigkeit der Branche von entscheidender Bedeutung.“ Deshalb ermutige die SBTi alle Zementhersteller, „sich wissenschaftlich fundierte Ziele zu setzen und ihre Rolle beim Aufbau einer klimasicheren Wirtschaft zu spielen“.

    „Angesichts der wachsenden Bevölkerung und der zunehmenden Urbanisierung kommt dem Bausektor eine Schlüsselrolle beim Aufbau einer Netto Null-Zukunft zu“, so Holcim-CEO Jan Jenisch. Es gehe darum, „mit weniger Aufwand besser zu bauen“. Holcim ermutige alle Kolleginnen und Kollegen, „sich uns anzuschliessen, um unsere Wirkung gemeinsam zu verstärken“. mm

  • «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    Sie haben zu Beginn dieses Jahres die Leitung der Standortförderung übernommen. Welche Massnahmen haben Sie getroffen, um sich gut und schnell einzuleben?
    Fabian Streiff: Ein wichtiger Punkt war für mich die Vernetzung mit kantonalen Akteuren, Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft und der Wissenschaft. Den Umständen geschuldet, musste dies zunächst virtuell geschehen. Aber noch relevanter war für mich die Frage, wie wir die Unternehmen unterstützen können – gerade während der Pandemie. Der Informationsbedarf der Unternehmen war enorm. Vor allem in Zeiten, in denen Instrumente wie beispielsweise die Kurzarbeit und Härtefallhilfe zur Anwendung kamen.

    Was haben Sie konkret unternommen, um die Unternehmen zu unterstützen?
    Das Amt für Wirtschaft und Arbeit hat schon früh den intensiven Austausch mit den Unternehmern gesucht, um zu eruieren, welche Themen wir auf nationaler Ebene adressieren müssen und welche wir innerhalb des Kantons lösen können. Zudem haben wir eine Hotline für die Unternehmen eingerichtet und verschiedene Websites stetig aktualisiert. Nun richten wir unseren Blick auf die Zukunft und widmen uns der Fragestellung, wie wir die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zürich positiv beeinflussen können.

    Wie sieht dieser Plan aus?
    In Gesprächen mit Zürcher Unternehmen hat sich bestätigt, dass wir den Fokus noch stärker auf einen attraktiven Innovationsstandort legen sollten. Innovationen entstehen vermehrt in Netzwerken, weshalb starke Innovationsökosysteme einen bedeutenden Beitrag zum zukünftigen Erfolg der Zürcher Wirtschaft leisten. Diese gilt es zu stärken. Ein zentrales Thema sind neue hybride Arbeitsformen wie Home-Office oder das Arbeiten von Co-Working-Spaces aus. Wir müssen uns fragen, was dies für den Standort und seine Entwicklung bedeutet. Spannend ist auch, wie der Wirtschaftsstandort Zürich für Unternehmen attraktiv bleiben kann. Gibt es Möglichkeiten, den Zugang zu Talenten und Fachkräften zu verbessern, gerade im Kontext des mobilen Arbeitens? Welche Rolle kann der Staat einnehmen, um hier einen Beitrag zu leisten? Das alles sind offene Fragen – wir sehen bereits Tendenzen, aber natürlich auch Folgen daraus, wie zum Beispiel die Diskussion über eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts.

    Verliert der Wirtschaftsstandort Zürich jetzt wirklich an Attraktivität?
    Viele Unternehmen beantworten diese Frage mit einem klaren Nein. Es zeichnen sich aber Verschiebungen ab. So prognostizieren grosse Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Konzentration auf einzelne Standorte. Das heisst, gewisse Immobilien könnten frei werden. Andererseits könnten diese schnell wieder für neue Arbeitsformen wie beispielsweise Co-Working-Spaces genutzt werden. Ländliche Zentren dürften dank Home-Office-Möglichkeiten wieder belebter werden. Der Wirtschaftsstandort Zürich wird auch durch die Hochschulen gestärkt, die mit ihren erfolgreichen Spin-offs und Forschungsarbeiten einen super Job machen und in den Rankings ganz vorne dabei sind. Die Unternehmen im Kanton Zürich konnten letztes Jahr zudem in grossem Umfang Risikokapital anziehen, was sehr erfreulich ist.

    Wie kam es zu dieser positiven Entwicklung trotz der Pandemie?
    Zürich hat sich in den vergangenen Jahren gut positioniert, insbesondere mit Blick auf die digitale Transformation. Hier werden Spitzenkräfte benötigt und am Standort Zürich auch gefunden. Dies dank den Hochschulen und des Talentpools, der sich in den letzten Jahren stark weiterentwickeln konnte. Zuerst hatten die Banken Magnetwirkung, nun sind es die grossen Unternehmen aus der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Zusammenspiel der verschiedenen Branchen ist für die Zukunft vielversprechend. Auch im Bereich der Forschung registrieren wir eine positive Entwicklung. Die genannten Punkte werden im Standortwettbewerb immer relevanter. Aber andere Standorte schlafen nicht und haben sich national und international sehr gut positioniert, weshalb die führende Position des Kantons Zürich keine Selbstverständlichkeit ist. Sie muss weiterhin im Bereich der Innovation gestärkt werden.

    Der Kanton Zürich ist der führende Wirtschaftsstandort der Schweiz. Weshalb?
    Die Attraktivität von Zürich basiert auf verschiedenen Faktoren. Angefangen bei der Bildung, über hochqualifizierte Arbeitskräfte, bis hin zu starken Branchen aus der Finanzwirtschaft und immer mehr aus den Bereichen Life-Science-Technologie, Cleantech sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese Vielfalt an Kompetenzen ermöglicht starke Ökosysteme, wodurch branchenübergreifendes Lernen und Innovieren gestärkt werden. Die Lebensqualität per se spricht ebenfalls für den Standort Zürich.

    Was unternehmen Sie, um diesen Status auch in Zukunft zu sichern?
    Unsere neue Strategie weist drei Schwerpunkte auf: Der erste ist die starke Fokussierung auf Innovationsthemen in den Bereichen Finanztechnologie, Digital Health, Biotech, Cleantech sowie im Bereich neue Mobilität. Hier wollen wir mehr Vernetzung und Möglichkeiten für Kooperationen schaffen. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den regionalen Standortförderungen, um die Branchenvielfalt zu stärken. Die Grösse des Kantons Zürich verlangt ein vernetztes Arbeiten, um der Vielseitigkeit der einzelnen Regionen gerecht zu werden. So können wir auch spannende regionale Projekte unterstützen, wie es beispielsweise beim Bio-Technopark in Schlieren der Fall war. Aktuell sehen wir dies auch beim Digital Health Center in Bülach. Den dritten Schwerpunkt setzen wir bei der Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Innovation. Hier können wir darauf hinwirken, dass es bei den Regulierungen auf Bundesebene nötige Anpassungen für spezifische Innovationsthemen gibt.

    Welche Regulierungen weisen dringenden Anpassungsbedarf auf?
    Mit Blick auf einen starken Innovationsstandort Zürich stehen aktuell die Folgen sowie Lösungen nach dem gescheiterten Rahmenabkommen mit der EU im Fokus. Der Ausschluss aus Horizon Europe wiegt schwer. Weiter sind Anpassungen im Arbeitsrecht aufgrund der veränderten Bedürfnisse zu prüfen – wie zum Beispiel beim mobilen Arbeiten.

    Welche Areale suchen Unternehmen derzeit am meisten?
    Wir sehen von der Kundenseite her einen Bedarf nach Flächen an gut erschlossenen Lagen, die in ein Ökosystem eingebunden sind. Es wird vermehrt die Verbindung zu den Hochschulen gesucht. Biotech-Labors werden auch immer wichtiger. Schlieren konnte sich in diesem Bereich enorm entwickeln. Dennoch verzeichnen wir hier eine Nachfrage, die überregional noch nicht gesättigt werden kann.

    Was ist das Problem?
    Im Biotechbereich sind die auf den Markt kommenden Flächen jeweils sehr schnell wieder besetzt. Es braucht vermehrt Investoren, die bereit sind, in Labors zu investieren. Die Entwicklung eines solchen Projekts dauert in der Regel zwei Jahre oder länger. Eine entsprechend vorausschauende Planung ist zwingend.

    Wie sehen Sie die Zukunft für die Bürogebäude im Kanton Zürich mit dem Hintergrund der sich verändernden Arbeitsmodelle?
    Mit dieser Frage setzen wir uns aktuell stark auseinander. Die Arbeitgeber wollen allgemein noch attraktiver werden. Die Anforderungen an einen Büro-Arbeitsplatz werden also steigen. Doch ob das nun bedeutet, dass man pro Arbeitnehmenden mehr Fläche benötigt, oder ob es zu Zusammenlegungen kommt, werden wir erst in ein bis zwei Jahren sehen. Wir glauben aber, dass das Thema Co-Working noch wichtiger wird. Allerdings in einer umfassenderen Form als heute – im Sinne eines Begegnungsortes, wo ein vertiefter Austausch mit der Wissenschaft, den Behörden und weiteren Akteuren im Ökosystem stattfinden kann. Quasi ein Co-Working-Plus.

    Welche Standorte sind am begehrtesten?
    Die Stadt Zürich und die Flughafenregion bleiben weiterhin sehr attraktiv. Am Flughafen verzeichnen wir beim neu gebauten The Circle eine hohe Nachfrage. Und das Limmattal ist mit der Limmattalbahn und dem Bio-Technopark noch attraktiver geworden. Die Stadt Winterthur und die Region Zimmerberg sind dank der ZHAW ebenfalls beliebte Standorte.

    Welche Unternehmen interessieren sich für The Circle?
    The Circle zieht nicht nur Unternehmen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie wie etwa Microsoft oder Oracle an, sondern auch aus dem Bereich Life Sciences. Digital Health ist hier ein wichtiges Thema. Nach einer Corona-bedingten schwierigen Startphase zieht das Geschäft am Circle nun an, und es sind bereits 85 Prozent der Flächen vermietet.

    Welches sind die wichtigsten Quellenmärkte für den Kanton Zürich?
    Die USA ist nach wie vor mit Abstand der stärkste Markt. Wichtig sind auch Europa, insbesondere Deutschland, sowie China und Japan. Neu konzentrieren wir uns auf Korea und Israel. Die Unternehmen denken immer mehr in Forschungs- und Entwicklungs-Hubs. Zürich ist für viele Unternehmen nicht nur eine internationale Business-Location, sondern eben auch ein solcher Hub. Die Vermarktung im Ausland übernimmt die Standortmarketing-Organisation Greater Zurich Area für uns.

    Wie soll sich der Wirtschaftsstandort Zürich in den nächsten 10 Jahren entwickeln?
    Er soll als Innovationsstandort noch stärker werden. Zürich hat eine lange Geschichte und als Finanzplatz eine grosse Bekanntheit. Das ist wichtig – auch mit Blick auf zukünftige Ansiedlungen im Bereich Finanztechnologie. Zürich soll sich zudem in den Bereichen künstliche Intelligenz und neue Mobilität profilieren, wie beispielsweise bei der Entwicklung von autonomen Systemen. Wir glauben an eine Bewegung weg vom klassischen Finanzplatz Zürich hin zu einem Wirtschaftsstandort, der in den genannten neuen Themen und in der Digitalisierung sehr stark sein wird. Die Zürcher Wirtschaft ist bereits jetzt gut aufgestellt und zeigt sich krisenresistent – doch zukünftig soll Zürich noch innovativer, attraktiver und somit noch stärker werden.

    Fabian Streiff mit seinem Team.

  • Kanton Zürich – Am Puls des Geschehens

    Kanton Zürich – Am Puls des Geschehens

    Der Kanton Zürich ist ein wichtiger Wachstumstreiber der Schweizer Wirtschaft. Sein Bruttoinlandprodukt (BIP) betrug 2017 mehr als 143 Milliarden Franken. Das entspricht mehr als 20 Prozent des Schweizer BIP. Damit wird im Kanton Zürich die grösste wirtschaftliche Leistung und Wertschöpfung innerhalb der Schweiz erbracht. Die Wertschöpfung kann gesteigert werden, indem Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Fachorganisationen entlang der Wertschöpfungskette in Clustern wie Finanzdienstleistungen, Life Sciences, Kreativwirtschaft, Cleantech, Aerospace, Informations- und Kommunikationstechnologie kooperieren. Gemäss dem Statistischen Amt erbringt der Kanton Zürich mit einem jährlichen BIP-Volumen von über 120 Milliarden Franken mehr als 20 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP). Das ist die grösste kantonale wirtschaftliche Wertschöpfung in der Schweiz.

    Die Pflege von internationalen Beziehungen ist zudem eine Chance, um internationale Entwicklungen sowohl im wirtschaftlichen wie im politischen Bereich unmittelbar zu verfolgen und aktiv zu beeinflussen. Die dadurch erworbenen Wirtschaftskontakte haben einen unmittelbaren Nutzen für die im Kanton ansässigen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

    In Sachen Lebensqualität und Lebensstandard belegt Zürich seit vielen Jahren in internationalen Rankings Spitzenplätze. Die Stadt Zürich ging sieben Mal in Folge als Siegerin aus der bekannten Mercer-Studie zur Lebensqualität hervor. Seit 2009 liegt sie auf Platz 2. Bei der Studie werden 230 Städte anhand von 39 Kriterien wie Gesundheitsversorgung, Unterhaltungsangebot, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Wohnsituation, Umweltfragen, politische und wirtschaftliche Situation verglichen.

    Ein neuer Index misst erstmals auch die ökonomische und soziale Verteilung des Wohlstandes, und da kommt die Limmatmetropole unter 113 Städten auf Rang Eins, wie zh.ch schreibt: Der «Prosperity and Inclusion in Cities Seal and Awards Index» misst nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern vor allem dessen Qualität und welchen Anteil die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen daran haben. Zürich schnitt insbesondere bei den Faktoren Arbeit, Wohnen, Freizeit, Sicherheit und Bildung hervorragend ab. Auf Platz zwei folgt Wien vor Kopenhagen, Luxemburg und Helsinki. Im innerschweizerischen Städteranking liegt Zürich auf Rang 1 und Winterthur auf Rang 3.

    Testimonials

    Carmen Walker Späh
    Regierungsrätin,
    Volkswirtschaftsdirektorin

    Dank den erstklassigen Hochschulen, der Verfügbarkeit von Fachkräften, der hervorragenden Infrastruktur sowie der hohen Innovationskraft unserer Wirtschaft ist der Kanton Zürich ein hochattraktiver Standort für Unternehmen.

    David Allemann
    Mitgründer On

    Zürich ist weltoffen, cool und denkt neu. Es ist wichtig, dass in Zürich viele kreative Köpfe wohnen und arbeiten, die den Standort in Sachen Kreativität und Innovation nach vorne treiben. So bleibt Zürich weiter einzigartig.

    René Kalt
    Geschäftsführer
    Innovationspark Zürich

    Hochschulen und zahlreiche innovative Unternehmen machen Zürich zu einem perfekten Standort für die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Innovationspark Zürich trägt zu diesem Wissens- und Technologietransfer bei, so wird Zürich noch innovativer.

    Mario Jenni
    Co-Founder &
    CEO Bio-Technopark Schlieren-Zürich

    Zürich ist aufgrund zahlreicher Gesundheits- und Technologieunternehmen sowie exzellenter Hochschulen ein ausgezeichneter Life Sciences-Standort. Der «Paradeplatz» der Biotech-Szene befindet sich in Schlieren und wird national und international immer bedeutender.

  • Erdgeschossflächen richtig (um)genutzt

    Erdgeschossflächen richtig (um)genutzt

    Erdgeschosslagen in Schweizer Großstädten und Mittelzentren, aber auch in kleineren Gemeinden fristen zusehends ein trostloses Dasein – zumindest abseits der begehrten 1A-Lagen. Nicht erst seit der Covid-19-Pandemie zeigt sich gemäss Immobilienmarktexperten ein deutlicher Funktionswandel bei dieser Art von Flächennutzungen. Wo früher vielleicht eine Gastronomie, ein Café oder ein Coiffeur, ein Metzger oder ein inhabergeführter Modeladen zu finden war, zeigt sich heute vielerorts gähnende Leere.

    Im Fokus der Wissenschaft
    Nicole Hartmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Innenarchitektur (IIA) an der Hochschule Luzern (HSLU), beschäftigt sich derzeit mit den Umnutzungsmöglichkeiten dieser ganz besonderen Art von Gebäudeflächen. Mit ihren Kollegen Markus Gmünder, Christoph Hanisch und Katharina Kleczka betrachtet sie aktuell in ihrem Projekt «PARTERRE» die «Frage der Umnutzung der Erdgeschossflächen von innen heraus». Hartmann sagt: «Erdgeschosszonen sind ein wichtiger Bestandteil von Gebäuden, aber auch des Stadtbildes.» Umstrukturierungsprozesse im Gewerbe und das Wachstum des Online-Handels bewirkten aber in letzter Zeit einen Wandel in der Funktion der Erdgeschosslagen. Auch soziale und kulturelle Wertverschiebungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen spielten mit in die Thematik hinein, so Hartmann. Ganz konkrete Beispiele aus der Praxis sammelte das Projektteam etwa in der portugiesischen Stadt Porto, wo dank neuer Ideen und Innovationen City-Quartiere neu mit KMUs und Start-ups belebt werden konnten. Oder auch kürzlich in der Stadt Luzern, wo aktuell ausgeprägte Leerstände und ungenutzte Geschäfts- und Ladenflächen aufgrund des Ausbleibens internationaler Touristen sichtbar und allgegenwärtig sind.

    Eine Lösung: Pop-Up-Läden
    Exakt auf solche Leerstände kapriziert sich die Unternehmensgründung Pop-up-Shops von Gründer und Geschäftsführer Chalid A. El Ashker. Er hat mit seinem «Online-Marktplatz» freie Flächen in Baden, Brugg oder Dietikon im Angebot. Die Internet-Plattform des Start-ups mit Sitz in Zollikon bringt Anbieter freier Detailhandels- und Promotionsflächen mit Interessierten zusammen, die eine zeitlich befristete Mietfläche suchen. Selbst Mietvertrag und Mietzinszahlungen werden bei Pop-up-Shops online abgewickelt. Zielgruppen sind Vermieter mit Leerstandflächen einerseits und neue innovative Marken, Firmen, Designer oder Künstler andererseits, welche Flächen zur Ausstellung ihrer Produkte benötigen. «Gleich welche Flächenart – wir optimieren den Vermietungsprozess», sagt El Ashker, dessen Geschäftsidee nicht an den Schweizer Grenzen Halt macht. Auch internationale Geschäftsflächen, beispielsweise in Deutschland, im UK oder in den USA, viele davon im Erdgeschoss eines Gebäudes, sind bei ihm gelistet. Für den Start-up-Gründer hat seine Plattform gleich mehrere Vorteile: «Wir erhöhen die Verfügbarkeit von Ladenflächen und fördern die lokale Wirtschaft, indem wir neue, aufstrebende und etablierte Unternehmen unterstützen.» In der Schweiz arbeitet Pop-up-Shops bereits mit Kunden wie der SBB, der Schweizerischen Post, der Migros, SPG Intercity oder Wincasa zusammen.

    Flexible Büroflächen nahe am Wohnort
    Doch für leerstehende Geschäftsflächen im Erdgeschoss Schweizer Gemeinden und Städte kommen nicht nur Retail-Lösungen in Frage. Diese Art von Gewerbeflächen können zum Beispiel je nach Vorgaben der Verwaltung und je nach Definition der städtischen Zone auch zu Büroflächen umgenutzt werden. Eines der neudeutsch «Coworking Space» genannten Konzepte bietet die Unternehmung Village Office dar. Sie strebt die Schaffung von mehreren hundert flexibel anmietbaren Coworking-Flächen schweizweit an. Aktuell finden sich bereits im Land mehr als 80 eidgenössische «Coworking Spaces» von Village Office – etwa in Aarau, Bottighofen, Frauenfeld, Luzern oder in Laax, Nyon und Davos.

    Als Genossenschaft konzipiert und gegründet will sie neue Arbeitsformen fördern und ein ganzes Netzwerk an «Coworking Spaces» aufbauen. «Wir schaffen damit zugleich Brücken zwischen Gemeinden, Unternehmen, Immobilieneigentümern und Coworkern», sagt Jenny Schäpper-Uster, die 2015 und 2016 zum einen den neuen Branchenverband Coworking Switzerland und zum anderen Village Offices mitgründete. «Unsere Vision ist, dass bis zum Jahr 2030 jede Person in der Schweiz den nächsten ‹Coworking Space› innert 15 Minuten erreicht. Damit entlasten wir die Verkehrsinfrastruktur, erhöhen die lokale Wertschöpfung und verbessern die Lebensqualität mit kürzeren Arbeitswegen.»

    «Innenstädte wiederbeleben»
    Eine weitere Möglichkeit für die Umnutzung leerstehender Erdgeschossflächen in innerstädtischen Bereichen bringt Innenarchitektin Nicole Hartmann von der HSLU ins Spiel: Wohnraum. «Abhängig von den vorhandenen Grundrissen, Raumhöhen, Fensterfronten und Flächentypen sollte der Fokus auf eine tatsächliche Wiederbelebung der Innenstädte gesetzt werden», sagte sie. Dies könnte dann auch bedeuten, Altstädte für neue Bewohner wieder attraktiv, lebens- und wohnenswert zu machen. Vielerorts in der Schweiz seien Menschen in Randzonen bzw. in Agglomerationen verdrängt worden, weil dort vielleicht zeitgemässe und moderne Grundrisse in Neubauquartieren erstellt wurden. «Hierbei könnte eine Diskussion um neue Mischnutzungen und die Neudefinition von öffentlichen Zonen einen neuen Trend einleiten und viele Stadtzentren bzw. Innenstädte neu beleben», ist Hartmann überzeugt.

    Genau dies will das aktuelle Projekt «PARTERRE» untersuchen. Dabei gehe es auch um die Frage, wie sich eine Umnutzung auf die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Stadtbewohner auswirkt und wie die Schnittstellen zwischen öffentlichem Stadtleben und privatem Wohnen gestaltet werden können. «Das Projekt berücksichtigt dabei das gesamte Wirkungsgefüge mit den Interessen der verschiedenen Akteure und entwickelt eine nachhaltige und zukunftsfähige Umnutzungsstrategie für leerstehende Erdgeschosse», sagt Hartmann. Wir dürfen schon jetzt gespannt sein auf ihre Projektergebnisse.

    Die Stadt Baden – ein positives Beispiel
    Baden, die mit über 19’000 Einwohnern drittgrösste Gemeinde im Kanton Aargau, zählt zur Top 5 der 110 Schweizer Wirtschaftsregionen. Hier beheimatet sind rund 2500 Firmen, davon auch viele internationale Unternehmungen. Dank der Anbindung an die Nah- und Fernverkehrsnetze und der Entfernung von nur rund 20 Kilometern nach Zürich, zum Kantonshauptort Aarau und zur Stadt Waldshut-Tiengen in Deutschland ist sie ein regionales Wirtschaftszentrum und auch beliebter Wohnort.

    So ist es auch nicht verwunderlich, dass Standortförderer Thomas Lütolf von einer sehr niedrigen Leerstandsquote bei den innerstädtischen Ladenflächen zu berichten weiss: «Von 220 Flächen stehen zurzeit nur drei leer.» Damit sei der Leerstand in den Erdgeschosslagen der Stadt so gering wie seit sechs Jahren nicht mehr – und das trotz der andauernden Corona-Pandemie. Ein Trend, den er bei den Ladenflächen ausmacht, ist die gestiegene Nutzung durch Gastronomie- und Food-Konzepte. Bei den Retail-Läden zeigten sich auch neue Konzepte und Altbewährtes: So bietet etwa Ohne.ch an der Stadtturmstrasse 15 faire und nachhaltige Lebensmittel unverpackt an. Im Bahnhof von Baden konnte überdies die über die Landesgrenzen hinweg bekannte und beliebte Confiserie-Kette Sprüngli angesiedelt werden.

    Und auch beim Thema Pop-up-Stores sieht Lütolf mehr Chancen denn Risiken: «Pop-up-Läden sind in Baden nichts Unbekanntes.» Dieser Trend wird sich seiner Meinung nach längerfristig halten und auch schon ob der aktiven Kunst- und Kulturszene in der Stadt freiwerdende Flächen schnell und unkompliziert bespielen können. Einzig beim Mietzinsniveau macht er eine leicht sinkende Tendenz aus. «Aber das macht es dann wiederum für andere Anbietergruppen in diesem Nutzungssegment interessant», so Lütolf. (mr).

  • Intelligente Städte arbeiten zusammen

    Intelligente Städte arbeiten zusammen

    Basel, Bern, Lugano, Luzern, St.Gallen, Winterthur und Zürich arbeiten bereits gemeinsam an der nächsten Landesausstellung, „NEXPO – die neue Expo“. Nun wollen sie in diesem Rahmen auch gemeinsam Modelle für eine künftige Zusammenarbeit von intelligenten Städten entwickeln, wie aus einer Medienmitteilung des Kantons Basel-Stadt hervorgeht. Dessen Kantons- und Stadtentwicklung im Präsidialdepartement übernimmt die Federführung bei einem ersten Pilotprojekt der Initiative.

    Mit „Smart Inter-City – unser gemeinsamer Weg in die Zukunft“ möchten die Beteiligten nicht nur Modelle einer Kooperation von sogenannten Smart Cities entwickeln, sondern diese auch implementieren. Durch die Vernetzung der sieben Städte sollen bestehende Synergien genutzt werden. Das Projekt steht zudem für Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung offen.

    Das Pilotprojekt soll an den jeweiligen Innovationsstandorten der beteiligten Städte vorangetrieben werden. In Basel zählt dazu beispielsweise das Smart City Lab Basel, welches vom Kanton und der SBB lanciert wurde.