Schlagwort: Wohnen

  • Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Mit der Verlagerung des Güterumschlags in das Hafengebiet wurde ein 16 Hektar grosses Areal nahe des Bahnhofs Basel SBB frei. Die SBB verfolgt hier seit Jahren die Vision eines gemischten Quartiers, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbindet. Der städtebauliche Richtplan basiert auf einem Entwurf von Christ & Gantenbein sowie EM2N. Zentrales Element ist ein grosser Hof, der sich von Ost nach West erstreckt, Lärm abschirmt und als begrünter Boulevard öffentliche und private Nutzungen verknüpft.

    Zwei Gesichter Projekt «Janus»
    Das Pariser Büro Experience zusammen mit M-AP Architekten aus Lausanne entschied den Wettbewerb für das Baufeld MF02 für sich. Ihr Projekt «Janus» reagiert auf die Kontraste zwischen Bahnseite und Innenhof mit zwei Architektursprachen.

    Zur Gleisseite spannt sich eine horizontale Bandfassade mit markanten Betonrahmen, die vorbeifahrenden Zügen ein kräftiges Bild vermittelt. Zum Hof hin tritt eine feingliedrige Fassade mit versetzten Balkonen und grünlich verzierten Flächen in Erscheinung.
    Die Bauweise folgt einem hybriden Ansatz aus Betonskelett und Holzbau. Die Grundrisse sind kompakt organisiert, mit klarer Trennung zwischen Schlafräumen, Nasszellen und grosszügigen Wohnbereichen. Kritisch wurde lediglich die geringe Privatsphäre der ebenerdigen Wohnungen bewertet.

    Lärmschutz als Gestaltungselement Projekt «Binaria»
    Das Projekt «Binaria» der Basler ARGE Parabase und Confirm setzte sich für das Baufeld MF03 durch. Es begegnet dem Strassenlärm mit einer robusten Nordfassade aus wiederverwendetem Trapezblech und hervortretenden Akustikelementen. Zur Hofseite öffnet sich dagegen eine transparente, durchgrünte Glasfassade mit Balkonen und Pflanztrögen.
    Besonders markant ist der mehrgeschossige Durchgang, der Hof und Strassenraum verbindet. Das kreisrunde Lüftungsgitter aus schallabsorbierenden Paneelen setzt hier ein starkes architektonisches Zeichen. Im Innern ermöglichen lineare Grundrisse flexible Wohnkonzepte von 2.5- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen. Nachhaltigkeit prägen wiederverwendete Träger, Recycling-Beton und Re-Use-Holz.

    Pilotcharakter mit hohem Anspruch
    Beide Siegerprojekte verfolgen innovative Wege beim Lärmschutz, bei der Flexibilität der Wohnungsgrundrisse und beim Einsatz von Re-Use-Materialien. Die Dächer werden für Photovoltaik und Regenwassermanagement genutzt, die Fassaden teilweise bepflanzt oder mit integrierter Solartechnik versehen. Energiegewinnung erfolgt mit erneuerbaren Quellen, sommerlicher Wärmeschutz durch Beschattung und Verdunstung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem reversiblen Bauen. Konstruktionen sollen verschraubt statt verklebt werden, um spätere Umnutzungen oder Materialkreisläufe zu erleichtern.

    Meilensteine und Perspektiven
    In einer ersten Etappe werden die Neubauten im Westen des Areals realisiert, Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. Eine zweite Etappe mit City-Logistik-Hub und zusätzlichen Nutzungen soll ab 2031 folgen. Bereits vor der Fertigstellung öffnet die SBB das Areal für Zwischennutzungen. Die denkmalgeschützte 2000 m² grosse Bahnhalle wird künftig etwa für Sportangebote genutzt. Das Wolf-Areal wird damit zu einem Pilotprojekt für urbanen Wohnungsbau, das Fragen nach Lärmschutz, Nachhaltigkeit und sozial durchmischtem Wohnen in grossem Massstab beantwortet. Für Basel ist dies nicht nur ein städtebauliches Experiment, sondern ein entscheidender Schritt hin zu mehr erschwinglichem Wohnraum und höherer urbaner Lebensqualität.

  • Energiestandort mit Zukunftspotenzial

    Energiestandort mit Zukunftspotenzial

    Mit dem Kauf des ehemaligen Legler-Areals durch die Hochdruckkraftwerk Diesbach AG und der gleichzeitigen Beteiligung der Gemeinde Glarus Süd beginnt ein neues Kapitel für das traditionsreiche Fabrikareal im Glarnerland. Die Betreiberin des lokalen Wasserkraftwerks hat sich das Areal inklusive Kraftwerkzentrale gesichert. Die Gemeinde erwirbt gleichzeitig landwirtschaftliche Flächen von der bisherigen Eigentümerin und wird mit einem Aktienanteil von 40 % zur grössten Aktionärin.

    Energie trifft Standortentwicklung
    Der Erwerb dient nicht nur dem Erhalt des historischen Kraftwerks, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für eine langfristige Arealentwicklung. «Wir können Flächen von 50 bis zu mehreren 1’000 Quadratmetern anbieten», sagt Verwaltungsratspräsident Weber-Thedy.

    Die Gemeinde Glarus Süd sichert zwei Sitze im Verwaltungsrat und eine wichtige Bodenreserve von fast 30’000 Quadratmetern Landwirtschaftsland, die für Ersatzmassnahmen oder ökologische Ausgleichsflächen vorgesehen sind. Damit schafft die Gemeinde Raum für zukünftige Entwicklungen.

    Langfristige Perspektive mit Zwischennutzung
    Das Potenzial des Legler-Areals ist unbestritten, doch eine neue Nutzung braucht Zeit und setzt auf sorgfältige Planung. Ziel ist eine Mischnutzung mit Wohnen und Arbeiten, die zur Landschaft und zur Gemeinde passt. Erste Umsetzungsschritte werden nicht vor den nächsten zehn Jahren erwartet.
    Bis dahin wird das Areal sinnvoll zwischengenutzt. Die grossen Hallen werden als Lagerräume vermietet. Die flexibel aufteilbar, wenn auch aufgrund baulicher Einschränkungen nur für bestimmte Zwecke geeignet sind.

    Nachhaltigkeit als Leitmotiv
    Das Hochdruckkraftwerk fokussiert sich auf eine umweltfreundliche Energieproduktion und wird das Werk 2025 nach modernsten Standards erneuern. Frühere Diskussionen über den Ausbau wurden zugunsten eines sensiblen Umgangs mit dem Landschaftsbild vertagt, aber das Rauschen des Diesbachfalls soll erhalten bleiben.

    Ein Impuls für das Glarnerland
    Der Erwerb des Legler-Areals ist mehr als ein Eigentümerwechsel. Er ist ein Beispiel für vorausschauende Standortentwicklung, getragen von lokaler Energieproduktion, öffentlicher Beteiligung und einer langfristigen Perspektive. Die Gemeinde Glarus Süd bekennt sich aktiv zur Entwicklung des Areals und minimiert gleichzeitig das Risiko des Verfalls einer markanten Liegenschaft.

    Die Verbindung von Energieinfrastruktur, Immobilienentwicklung und öffentlichem Engagement macht das Projekt zu einem Leuchtturm für die Region. mit Vorbildcharakter für vergleichbare Standorte in der Schweiz.

  • Bezahlbares Wohnen in Zug

    Bezahlbares Wohnen in Zug

    Der Kanton Zug und die Stadt Zug leiden noch mehr als andere Kantone und Städte unter einem Mangel an Wohnraum. Der Kanton Zug weist die landesweit tiefste Leerstandsquote von 0.2% auf, und zwar das vierte Jahr in Folge. Das fehlende Angebot und die anhaltend hohe Nachfrage führen zu einer starken Konkurrenzsituation um die wenigen inserierten Mietwohnungen: die Wiedervermietungsdauer ist rekordverdächtig kurz. Es finden sich genügend zahlungskräftige Zu- und Umziehende, die sich auf immer höhere Mietpreise einlassen¹.

    Weil Angebotsmieten mittlerweile 50% über dem Schweizer Durchschnitt liegen, gehen die Klagen weit in den Mittelstand, dass Mietwohnungen nicht mehr erschwinglich sind². Selbst wer mit normalen Haushaltseinkommen umziehen oder in den Kanton ziehen wolle, habe wenig Chancen auf einen Zugang zum Wohnungsangebot.

    In diesem Kontext stellt sich die Frage, was renditeorientierte Eigentümer, die Wohnungsbestand im Kanton und in der Stadt Zug haben oder entwickeln möchten, zur Versorgung von breiten Bevölkerungsschichten mit Wohnraum beitragen können.

    Wie soll erschwinglicher Wohnraum definiert werden?
    Zunächst stellt sich die Frage, wie «erschwinglicher» Wohnraum definiert werden soll. Dazu gibt es einen objektorientierten, einen marktorientierten und einen zielgruppenorientierten Ansatz³. Als preisgünstig können Wohnungsmieten definiert werden, die über maximal festgesetzte Anlagekosten für ein Wohnobjekt berechnet werden. Damit diese Rechnung für renditeorientierte Eigentümer aufgeht, braucht es einen Konsens darüber, was eine sinnvolle Grenze für Anlagekosten ist. Der marktorientierte Ansatz ordnet preisgünstige Wohnungsmieten in bestimmte Quantile der Marktmieten ein. Dazu braucht es einen Konsens, welche Quantile preisgünstig sind. Als bezahlbar werden schliesslich Wohnungsmieten definiert, die für Mieterinnen und Mieter finanziell tragbar sind. Dazu braucht es einen Konsens, dass Haushalte beispielsweise nicht mehr als ein Drittel ihres Bruttoeinkommens – oder grosszügiger gerechnet ihres steuerbaren Einkommens – für die Miete ausgeben sollen.

    Spielraum über den subjektorientierten Ansatz
    Am aussagekräftigsten für eine breit ausgelegte Wohnraumversorgung ist der Ansatz über die finanzielle Tragbarkeit. Dieser Ansatz berücksichtigt, anders der Ansatz über die Anlagekosten, dass viele Menschen im Kanton Zug mehr verdienen als in anderen Kantonen, und sich dadurch auch höhere Mieten leisten können (Abb. 1). Anders als der Ansatz über die Quantile der Marktmieten orientiert er sich aber nicht an der Zahlungsbereitschaft der Zu- und Umziehenden, sondern an den realen Einkommen der Bevölkerung. Der Ansatz hilft, gezielt auf den Bedarf bestimmter Einkommensgruppen einzugehen.

    Eine bezahlbare Wohnung für eine alleinwohnende Person aus dem unteren Mittelstand, die zwischen 70 und 100% des Medianeinkommens verdient, dürfte in der Stadt Zug somit zwischen 1400 und 1900 Franken, kosten. Wie viel Wohnfläche für den Preis angeboten wird, entscheidet der Anbieter aufgrund seiner Einschätzung der Marktfähigkeit einer Wohnung. Weil sich die Bezahlbarkeit am Stückpreis der Wohnung, und nicht am Quadratmeterpreis orientiert, erhalten renditeorientierte Investoren mehr Spielraum, den bezahlbaren Wohnraum in ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu integrieren.

    Bestehenden bezahlbaren Wohnraum optimal verteilen
    Wohnungen bauen dauert lange und ist oft mit unsicheren Planungsprozessen verbunden. Eigentümer und Investoren können auch nicht frei darüber entscheiden, wo und wieviel zusätzlichen Wohnraum sie realisieren möchten. Unmittelbare Handlungsmöglichkeiten haben Eigentümer mit ihrem Bestand: Sie können zur Versorgung der breiten Bevölkerung beitragen, wenn sie ihre freien Mietwohnungen optimal verteilen. Jeder Wohnungswechsel bietet die Möglichkeit, die im Sinne des «Best Owner Prinzips» am besten passende Mietpartei zu berücksichtigen. Eigentümer können Vermietungsteams die Anweisung geben, die Tragbarkeit bei Mietwohnungen, die für den Mittelstand erschwinglich sind, auszureizen und jenen Interessenten zu wählen, der sich die Wohnung – beispielsweise unter der Annahme eines vollen Lohnes – am wenigsten leisten kann. Vermietungsteams brauchen dazu lediglich eine Matrix, die ihnen pro Zimmerzahl die maximal für den Mittelstand (oder die anvisierte Einkommensgruppe) bezahlbaren Mietpreise aufzeigen. Wird eine freie Wohnung im entsprechenden Preisbereich frei, wäre die Regel anzuwenden.

    Fazit
    Um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, müssen die langwierigen Aufgaben angegangen werden, Hürden für den Wohnungsbau zu reduzieren und ein parteienübergreifendes Verständnis zu entwickeln, wie erschwinglicher Wohnraum definiert wird und wie seine Bereitstellung reguliert werden soll. In der Zwischenzeit können renditeorientierte Eigentümer einen Beitrag leisten, indem sie die Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen mit einem subjektorientierten Ansatz angehen, der in ihre Marktlogik passt. Damit bleiben sie auch den legitimen Interessen ihrer direkten Anspruchsgruppen gerecht.

  • Das ehemalige Kantonsspital wird zur urbanen Oase

    Das ehemalige Kantonsspital wird zur urbanen Oase

    Das Gewinnerprojekt von Credit Suisse Anlagestiftung und HRS Real Estate AG wurde im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbsverfahrens ausgewählt. Es vereint öffentlichen Raum, Gewerbe, Gastronomie und verschiedene Wohnformen zu einem Quartier, das rund um die Uhr belebt sein soll.

    Wohnen, Arbeiten und Erholung vereint
    Der Bebauungsplan ermöglicht einen ausgeglichenen Nutzungsmix, der das Quartier für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv macht. Geplant sind 272 Wohnungen, von denen 50% preisgünstig sein werden, sowie ein Boutique-Hotel im denkmalgeschützten Südflügel des alten Spitals. Weitere Flächen für Gastronomie, Gewerbe und öffentliche Dienstleistungen schaffen ein vielseitiges Angebot. Besonders der Baubereich «Süd-See Hub» ist auf publikumsträchtige Nutzungen ausgerichtet und soll zu einem beliebten Treffpunkt werden.

    Freiraumgestaltung im Mittelpunkt
    Das Konzept «Süd-See Zug – für üs alli» setzt auf Freiräume für die Attraktivität des Quartiers. Der «Stadthof» als zentraler Platz öffnet sich zum See und verbindet die Altstadt mit dem Wasser. Ein öffentlicher Dachgarten, grüne Innenhöfe und Plätze bieten zusätzlichen Raum für Erholung und Aufenthaltsqualität. Die Seeterrasse und der Park fördern die Biodiversität und schaffen eine Verbindung zur Natur.

    Ein durchdachter Prozess
    Nach Abschluss des Baurechtsvertrags beginnt die detaillierte Entwicklungsphase. Die Credit Suisse Anlagestiftung übernimmt gemeinsam mit der HRS Real Estate AG die Verantwortung für die Umsetzung des Architekturwettbewerbs. Dieses spannende Projekt verdeutlicht, wie ein historisches Areal durch innovative Lösungen und Planung zu einer lebendigen und einladenden Umgebung werden kann. Die Transformation des ehemaligen Kantonsspitals Zug wird nicht nur die architektonische Landschaft der Stadt bereichern, sondern einen essenziellen Beitrag zur Lebensqualität der Bevölkerung leisten und Zugs Position als gefragten Wohn- und Arbeitsort weiter stärken.

  • «Vision 2040»AROVA HALLEN in Flurlingen

    «Vision 2040»AROVA HALLEN in Flurlingen

    Ein Schritt auf einem längeren Weg ist getan, alle Beteiligten des Mitwirkungsverfahrens haben das Nutzungs- und Entwicklungskonzept (NEK) für das AROVA HALLEN Areal unterzeichnet. Das kantonale Amt für Raumentwicklung ARE hat den vorgelagerten informellen Prozess mit beratender Stimme ohne Unterschrift begleitet. Damit kann die planerische Umsetzung thematisiert und diskutiert werden.

    Kulturell einzigartig und wirtschaftlich tragfähig
    Das Areal AROVA HALLEN ist heute im regionalen Richtplan als Arbeitsplatzgebiet eingetragen und unterscheidet sich durch seine historische Bausubstanz deutlich von anderen. Dies stellt sowohl eine Verpflichtung als auch eine Chance dar. Das NEK verfolgt das Ziel, das Areal auf eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Basis zu stellen und somit eine zukunftsorientierte Antwort auf die Herausforderungen in der räumlichen Entwicklung des Weinlandes zu geben.

    Ziele und Visionen für ein gemischtes Quartier
    Das Hauptziel des NEK ist die Erhaltung und Stärkung des Standortes als Arbeitsort sowie die Wertschätzung des baukulturellen Erbes. Geplant ist eine qualitätsvolle Innenentwicklung, die Wohnen und Arbeiten näher zusammenbringt. «Vision 2040» sieht vor, dass bis 2040 etwa 250 neue Wohnungen entstehen, ohne die bestehenden 400 Arbeitsplätze zu reduzieren. Moderne Wohn- und Arbeitsformen sowie ein lebendiges Quartier mit moderatem Verkehr, ergänzenden Fachgeschäften und Gastronomie stehen im Fokus.

    Arbeiten und Wohnen im Einklang
    Das NEK folgt damit dem Gedanken der Nutzungsmischung – Wohnen und Arbeiten rücken näher zusammen. Das Areal eignet sich, aufgrund der historischen Bausubstanz, besonders für mässig störendes Gewerbe und Dienstleistungen. Das Zielbild «Vision 2040» zeigt, wie das Areal zu einem modernen Gewerbepark entwickelt werden kann, der die gegenseitigen Immissionen reduziert und ein lebendiges Quartier schafft.

    Aktuelle Entwicklungen und Pläne
    Neben den langfristigen Zielen gibt es zahlreiche aktuelle Massnahmen, um das Image und die Identität des Standortes zu stärken. Durch Fokussierung auf die Präferenzen potenzieller Mietinteressenten konnten bereits weitere Flächen vermietet werden. Zukünftig sind auch Zwischennutzungen und temporäre Veranstaltungen geplant. Nach dem Brand in der schönsten WERKHALLE wurden die Schäden behoben und im Erdgeschoss soll ein Treffpunkt für Mietende und ihre Kunden geschaffen werden.

    Koordination und Information
    Das Nutzungs- und Entwicklungskonzept AROVA HALLEN wird eng mit der Siedlungsentwicklungsstrategie der Gemeinde Flurlingen abgestimmt. Weitere Informationen und der Schlussbericht können unter www.arovahallen.ch heruntergeladen werden.

  • Heisse Monate, heisse Köpfe: Streit unter Nachbarn

    Heisse Monate, heisse Köpfe: Streit unter Nachbarn

    Zwischen März und Juni knistert es besonders oft in der Nachbarschaft. Laut Alexandra Pestalozzi, Rechtsexpertin bei der AXA-ARAG, häufen sich die Beschwerden über Nachbarn in den wärmeren Monaten, wenn sich viele Menschen draussen aufhalten. Bauprojekte, laute Tiere und ungepflegte Gärten sind dabei die häufigsten Auslöser für Konflikte.

    Im Jahr 2023 gingen bei der AXA-ARAG 0,7 Prozent weniger Meldungen über Nachbarschaftsstreitigkeiten ein als im Vorjahr. Auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 wurde ein Rückgang um etwa vier Prozent verzeichnet. Trotz dieser Abnahme bleibt der Streit um Bauvorhaben ein zentraler Konfliktpunkt, der rund ein Fünftel aller gemeldeten Fälle ausmacht.

    Rücksichtnahme und Kommunikation als Schlüssel
    Die Sommermonate bringen viele Herausforderungen mit sich: Lärmemissionen durch Bauvorhaben oder laute Tiere wie Hunde und Hähne führen oft zu Auseinandersetzungen. Alexandra Pestalozzi empfiehlt in solchen Fällen, zuerst das Gespräch mit dem Nachbarn zu suchen und bei Bedarf die Verwaltung oder einen Rechtsbeistand einzuschalten.

    Auch das Pflanzenwässern kann zu Ärger führen. Übermässiges Giessen kann zu Schäden am Nachbarbalkon oder am Gebäude führen. In solchen Fällen gilt die Sorgfalts- und Rücksichtnahmepflicht, sowohl im Mietrecht als auch im Nachbarrecht. Ein respektvoller Umgang und klare Absprachen können hier viele Konflikte vermeiden.

    Grillieren auf Balkon und Garten
    Grillen auf dem Balkon oder im Garten ist grundsätzlich erlaubt, kann aber ebenfalls zu Unstimmigkeiten führen. Alexandra Pestalozzi weist darauf hin, dass bestimmte Grillarten in Mietwohnungen möglicherweise vorgeschrieben sind und die Hausordnung sowie der Mietvertrag vorab geprüft werden sollten. Ein generelles Verbot des Grillens durch Nachbarn ist nicht möglich, jedoch sollte auch hier bei Konflikten das Gespräch gesucht werden.

    Vorgehen im Konfliktfall
    Bei geplanten Bau- oder Pflanzprojekten empfiehlt es sich, im Vorfeld das Gespräch mit den Nachbarn zu suchen, um mögliche Konflikte zu vermeiden. Sollte es dennoch zu Streitigkeiten kommen, rät Pestalozzi, diese bei einem Kaffee zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wenn dies nicht ausreicht, können eine neutrale Drittperson, die Verwaltung oder eine Mediation hinzugezogen werden. In einigen Fällen kann auch die Einschaltung eines Rechtsbeistands notwendig sein.

    Abschliessend betont Alexandra Pestalozzi die Wichtigkeit von Kommunikation und Rücksichtnahme, um ein harmonisches Zusammenleben in der Nachbarschaft zu gewährleisten. Ein respektvoller Umgang und das Einhalten gemeinsamer Regeln tragen massgeblich dazu bei, Konflikte zu minimieren und eine friedliche Nachbarschaft zu fördern.

  • Schweizer Geburtenrate auf historischem Tiefstand

    Schweizer Geburtenrate auf historischem Tiefstand

    Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen zu den natürlichen Bevölkerungsbewegungen in der Schweiz für das Jahr 2023 veröffentlicht. Die Geburtenzahl erreichte einen historischen Tiefstand. Zwischen 2021 und 2023 sank die Zahl der Lebendgeburten um mehr als 10 % auf 80’024 Geburten. Das natürliche Bevölkerungswachstum betrug nur noch 8’200 Personen, etwa die Hälfte des Durchschnitts der letzten zehn Jahre. Die zusammengefasste Geburtenziffer erreichte 1.33 – ein noch nie dagewesener Wert in der Schweiz.

    Geburtenentwicklung: Detaillierte Analyse
    Der Rückgang betrifft sowohl Kinder mit schweizerischer als auch mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Geburten von Schweizer Kindern sanken um 8 %, bei Kindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 5 %. Besonders stark ging die Zahl der dritten Kinder zurück (über 11 %). Der Rückgang betrifft vor allem jüngere Mütter: Bei Teenagern und Frauen unter 25 Jahren lag der Rückgang bei über 30 %, während Frauen über 45 Jahre mehr Kinder zur Welt brachten.

    Ursachen des Geburtenrückgangs
    Die Ursachen für den Rückgang der Geburtenrate in der Schweiz sind vielschichtig und komplex. Ein wesentlicher Faktor ist die Individualisierung und die damit einhergehenden veränderten Lebensweisen. Immer mehr Menschen wenden sich von traditionellen Familienmodellen ab und suchen nach Sinn und Erfüllung ausserhalb der Elternschaft.

    Wirtschaftliche Kosten spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die hohen Wohnkosten, die Ausgaben für Kinderbetreuung und die Opportunitätskosten, die durch Einkommensverluste entstehen, belasten viele Familien. Diese finanziellen Belastungen machen es für viele Paare schwierig, sich für Kinder zu entscheiden.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wohnungskrise. Die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum erschwert es jungen Familien, geeigneten Wohnraum zu finden, was die Familiengründung zusätzlich behindert.

    Auch geopolitische Unsicherheiten und die sogenannte Öko-Angst tragen zum Geburtenrückgang bei. Viele Menschen machen sich Sorgen um die Zukunft und haben ökologische Bedenken, die ihre Entscheidung, Kinder zu bekommen, negativ beeinflussen.

    Schliesslich spielt auch die Familienpolitik eine Rolle. Im internationalen Vergleich bietet die Schweiz weniger grosszügige Familienförderung. Andere Länder wie Frankreich unterstützen Familien stärker und fördern damit auch die Geburtenrate.

    Ein Rückgang der Geburtenrate hat erhebliche Auswirkungen
    Der Rückgang der Geburtenrate könnte erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Bereiche haben. Ein besonders betroffenes Gebiet ist der Arbeitsmarkt. Der bestehende Arbeitskräftemangel könnte sich weiter verschärfen, was die Schweiz stärker auf Zuwanderung angewiesen macht, um den Bedarf an Arbeitskräften zu decken.

    Auch die Sozialversicherungen könnten unter dem Geburtenrückgang leiden. Eine steigende Lebenserwartung bei gleichzeitig sinkenden Geburtenzahlen könnte zu erheblichen Ungleichgewichten in den Sozialversicherungssystemen führen. Dies könnte langfristig die finanzielle Stabilität der Renten- und Gesundheitssysteme gefährden.

    Der Immobilienmarkt würde ebenfalls beeinflusst werden. Die Nachfrage nach kleineren Wohnungen könnte steigen, während grosse, abgelegene Häuser an Attraktivität verlieren könnten. Dies würde zu einer Verschiebung der Nachfrage führen, wobei zentral gelegene und gut erreichbare kleine Wohnungen bevorzugt werden. Gleichzeitig könnte der Bedarf an öffentlichen Infrastrukturen, wie Schulen, sinken, während die Nachfrage nach Einrichtungen zur Kinderbetreuung möglicherweise steigen würde, um die Bedürfnisse der arbeitenden Eltern besser zu unterstützen.

    Wiederanstieg der Geburten im Jahr 2024?
    Die ersten Zahlen zu den Geburten im Jahr 2024 lassen keinen Trendwechsel erwarten. Zwischen Januar und April 2024 wurden 24’300 Babys geboren, eine stabile Zahl im Vergleich zu 2023. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Geburtenzahlen auf diesem niedrigen Niveau stabilisieren werden.

    Der Rückgang der Geburtenrate in der Schweiz ist ein komplexes Phänomen mit weitreichenden Folgen. Um den Herausforderungen zu begegnen, sind umfassende Massnahmen und eine vorausschauende Planung erforderlich. Dies betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die Gestaltung unserer Lebensräume.

  • Potenzial zur Transformation trotz Entwicklungsverzug in Basel

    Potenzial zur Transformation trotz Entwicklungsverzug in Basel

    Die von Sotomo durchgeführte Studie legt dar, dass Basel in den letzten zehn Jahren eine gedämpfte Wachstumsdynamik erlebt hat, insbesondere im Vergleich mit Städten wie Zürich, Genf und Bern. Mit nur sechs Prozent Zuwachs im Wohnungsbestand seit 2012 bildet Basel das Schlusslicht unter den acht grössten Schweizer Städten. Nur ein geringer Anteil der Wohnungen wurde nach 1990 erbaut, was auf eine verzögerte Entwicklungsdynamik schliessen lässt.

    Demografische Herausforderungen und Chancen
    Die Studie betont weiterhin, dass Basel als einzige der untersuchten Städte keinen Geburtenüberschuss aufweist, was auf eine schwache Bevölkerungsdynamik hinweist. Der vergleichsweise niedrige Anteil von jungen Erwachsenen und Familien sowie der hohe Anteil älterer Haushalte spiegelt eine demografische Herausforderung wider, die auch die Arbeitsplatzentwicklung beeinflusst.

    Trotz dieser Herausforderungen hebt die Studie hervor, dass Neubauwohnungen nicht zwangsläufig zu höheren Mieten in Bestandswohnungen führen. Im Gegenteil, sie könnten sogar den Markt für preisgünstige Altbauwohnungen beleben. Dies deutet auf ungenutzte Chancen in der städtischen Planung und Entwicklung hin.

    Das Potenzial von «Klybeck Plus»
    Ein besonders hervorstechendes Beispiel für ungenutztes Potenzial ist das geplante Stadtquartier «Klybeck Plus». Dieses Areal soll auf einem ehemaligen Industriegelände entstehen und bietet Platz für Wohnungen für 8500 Menschen und 7500 Arbeitsplätze. «Klybeck Plus» könnte, ähnlich wie das Basler Gundeli oder das Genfer Quartier Le Pâquis, eine lebendige Durchmischung aus Wohnen und Arbeiten bieten und gleichzeitig so grün wie das Basler Gellertquartier sein.

    Die Studie unterstreicht, dass Basel, trotz aktueller Herausforderungen, über beträchtliches Potenzial verfügt, das durch strategische Planung und innovative Entwicklungskonzepte genutzt werden kann. Die Ergebnisse sind ein Weckruf für Stadtplaner, Entwickler und politische Entscheidungsträger, die vorhandenen Ressourcen zu mobilisieren und Basel als dynamische und zukunftsorientierte Stadt neu zu positionieren.

  • Maaglive ein grünes Herz für Zürich West

    Maaglive ein grünes Herz für Zürich West

    Im Herzen von Maaglive, auf dem ehemaligen Maag Areal, entsteht voraussichtlich bis Ende 2028 ein vielfältiges Zentrum. Bestehend aus dem historischen Gebäude K, einem modernen Wohnturm, einem Kulturpavillon und lebendigen geöffneten grünen Aussenraum, wird hier ein neues Quartiersleben geschaffen.

    Maaglive setzt mit seinem Fokus auf die Quartierbelebung und neue Standards in der Stadtentwicklung. Das bestehende Gebäude K ist und bleibt einen Treffpunkt mit Gastronomie- und Kulturangebot, Co-Working-Bereichen, während der Kulturpavillon Raum für Kunst und Begegnungen bietet. Der Wohnturm ergänzt das Angebot um Wohn-, Arbeits- und Gastronomieflächen.

    Die Infrastruktur auf dem Quartierplatz ist auf die Bedürfnisse der Bewohner, Besucher und Kinder abgestimmt und sorgt für fröhliches Treiben. Hier sollen auch Veranstaltungen stattfinden, die Bewohner und Besucher gleichermassen anziehen. Der Quartierplatz ist somit ein lebendiger Treffpunkt für die Gemeinschaft. Dieser grüne und verkehrsfreie öffentliche Bereich lädt dazu ein, sich niederzulassen, sich zu treffen und zu spielen, umgeben von heimischen Bäumen. Er verbindet das Quartier mit dem umliegenden Netz aus Fuss- und Radwegen und dient als natürliche Erweiterung des städtischen Lebensraums und leistet einen Beitrag zur Hitzeminderung in der Umgebung.

    Maaglive verbindet Nachhaltigkeit mit städtischem Leben. Durch flexible Bauweise und den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen erfüllen die neuen Gebäude höchste Energiestandards. Die Verwendung von Holzhybridbauweisen im Wohngebäude betont das Engagement für eine umweltfreundliche Gestaltung und positioniert Maaglive als Vorreiter in der nachhaltigen Stadtentwicklung.

  • Einwohnende der Ostschweiz würden Wohnfläche reduzieren

    Einwohnende der Ostschweiz würden Wohnfläche reduzieren

    Nikola Vukovic und Raphael Dietrich haben in ihrer Abschussarbeit des Masterstudiengangs Real Estate Management der OST – Ostschweizer Fachhochschule Möglichkeiten für die Entspannung des Ostschweizer Wohnungsmarkts erarbeitet. «Die Schweizer Bevölkerung wohnt zu grosszügig», werden Vukovic und Dietrich in einer entsprechenden Mitteilung der OST zitiert. Den Erkenntnissen der beiden Forscher zufolge wären viele Einwohnende der Ostschweiz aber bereit, ihre Wohnfläche zu reduzieren.

    Konkret haben 43 Prozent von 379 Teilnehmenden einer Umfrage im Rahmen der Masterarbeit angegeben, auf Wohnfläche verzichten zu können. Besonders häufig werden ein Gästeraum oder ein Hobbyraum als verzichtbar eingeschätzt. Es brauche aber Alternativen, «wie beispielsweise ein zentrales Gästezimmer, das im Wohnblock unkompliziert mietbar wäre», erläutert Vukovic.

    Zudem haben die Masterstudenten eine hohe Bereitschaft der Bevölkerung festgestellt, in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Hier gebe es allerdings das Problem, dass kleine Wohnungen nicht in ausreichendem Mass zur Verfügung stehen, heisst es in der Mitteilung. Auch der Preis kann ein Hindernis sein: «Niemand gibt eine 4-Zimmer-Wohnung für 1000 Franken für eine kleinere Wohnung auf, die gleich viel oder mehr kostet», so Vukovic.

    Urbane Zentren könnten durch Umzug in ländlichere Regionen entspannt werden. In der Umfrage gaben rund 95 Prozent der Teilnehmenden eine entsprechende Bereitschaft an. «Die Befragten würden aber nicht ohne Bedingungen umziehen», erläutert Dietrich. «Es müssten Anreize geschaffen werden, damit die Menschen aus den urbanen Zentren wegziehen.»

  • Avobis sieht für 2024 positiven Trend bei Wohnrendite-Immobilien

    Avobis sieht für 2024 positiven Trend bei Wohnrendite-Immobilien

    Der Immobiliendienstleister Avobisgeht in seinem Outlook 2024 von einer günstigen Entwicklung für Wohnrendite-Immobilien aus. Die Prognose für 2024 sei durchwegs positiv, heisst es in einer Medienmitteilung. Demnach dürfte die Attraktivität von Wohnrendite-Immobilien in Erwartung niedrigerer Zinssätze und aufgrund positiver Fundamentalfaktoren erneut zunehmen und verstärkt auf Käuferinteresse treffen. Dies werde voraussichtlich zu einer Wiederbelebung der Liquidität am Transaktionsmarkt führen.

    Trotz einer belebten Marktdynamik seien generelle Preissteigerungen in der nahen Zukunft nicht absehbar. Institutionelle Investoren, die in den letzten Jahren die Käuferseite stützten, könnten zunehmend als Verkäufer agieren. Dies liege auch an den gestiegenen Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Umweltbewusste Umgestaltungen von Portfolios führen laut Avobis dazu, dass Liegenschaften verkauft und dafür nachhaltigere Objekte erworben werden.

    Dies könnte auch mit einer gewissen Volatilität einhergehen. Solche Marktbedingungen würden Opportunitäten erzeugen, die für aufmerksame Investoren interessant sein könnten. Im aktuellen Marktumfeld bieten Wohnimmobilien den Angaben zufolge ein breites Spektrum an attraktiven Investitionsmöglichkeiten, von einfachen Buy-to-Rent-Modellen über Bau und Promotion bis hin zur Realisierung von rentablen Nutzungskonzepten.

  • Thuns Schritt in die pulsierende Zukunft

    Thuns Schritt in die pulsierende Zukunft

    Das Areal entlang der malerischen Aare, das sich zwischen der belebten Innenstadt und dem Lerchenfeld erstreckt, birgt eine pulsierende Zukunft für die Stadt Thun. Mit der Entwicklung des Trybers wird hier ein neuer, durchmischter und nachhaltiger Stadtteil geschaffen, der eine breite Palette an Nutzungsmöglichkeiten verspricht. Das Besondere dabei ist die bewusste Beibehaltung der lokalen Qualität wie vorhandene Arbeitsplätze, Bestandsbauten und die vorteilhafte Lage, während die neuen Nutzungsformen schrittweise und durchdacht eingeführt werden.

    Im Tryber entsteht ein lebendiger Mix aus regionalem Gewerbe, Kultur, Naherholungsmöglichkeiten, Gastronomie und durchmischtem Wohnungsbau. Dieser Mix belebt nicht nur das Quartier selbst, sondern trägt zur Vitalisierung der gesamten Stadt bei und kreiert ein neues, lebendiges Subzentrum, das Thun als Ganzes bereichert.

    Die Grundlagen für diese Transformation, vom reinen Arbeitsplatzgebiet in ein belebtes durchmischtes Viertel wurden im «Stadtentwicklungskonzept STEK 2035» gelegt, wodurch das Gebiet Thun-Nord als einer von vier Premium-Entwicklungsschwerpunkten identifiziert wurde. Die kantonale Planung hat dem Gebiet höchste Priorität eingeräumt. Ein bedeutender Schritt zur Planungs- und Entwicklungssicherheit wurde mit der Aufnahme der Arbeiten zur Revision des Richtplans ESP Thun Nord gemacht. Dieser Richtplan bildet eine essenzielle raum- und städtebauliche Grundlage für die grösseren, noch unbebauten Flächen des Tryber Quartiers.

    Die Entwicklung ist ein langfristiges Unterfangen, das auf einer Fläche von 110.000 m2 schrittweise einen interessanten Mix aus Wohnen, Gewerbe und Freizeit entstehen lässt. Dort, wo einst Munition gefertigt wurde, entsteht nun ein Raum zum Wohnen, Arbeiten und Entspannen.

    Das zentrale Unternehmen hinter diesem Projekt, die RUAG Real Estate AG, plant, das Gebiet entlang der Uttigenstrasse im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun Nord zu revitalisieren und ein ganz neues Subzentrum zu schaffen. Ein integraler Bestandteil dieser Entwicklung ist die Öffnung der Uttigenstrasse, welche nach einer langen Pause von 40 Jahren wieder für den Verkehr geöffnet wurde. Zudem ist die geplante neue S-Bahn-Haltestelle «Thun Nord» ein wichtiges Element für die bessere Anbindung des Areals.

    Die RUAG Real Estate AG hat eine nachhaltige Vision für die Entwicklung des Trybers. Es soll kein abrupter Wandel sein, sondern ein schrittweiser Übergang, der das Beste aus der vorhandenen Bausubstanz herausmodelliert und nur dort Neues schafft, wo es unbedingt notwendig ist. Dabei werden innovative Konzepte wie Co-Working-Spaces, Pop-Up-Nutzungen und andere Zwischennutzungen in Erwägung gezogen, um ein «Trendquartier» entstehen zu lassen.

    Mit der anspruchsvollen Revitalisierung der Patronenfabrik markiert die RUAG Real Estate AG sichtbar den Auftakt zur geführten Entwicklung Tryber. Hier entstehen in einem herrschaftlichen historischen Gebäude, direkt an der Uttigenstrasse und in unmittelbarer Nähe zur künftigen S-Bahnhaltestelle, rund 1’000m2 lichtdurchflutete und frei unterteilbare Büro- und Atelierflächen.

    Insbesondere die S-Bahnhaltestelle wird den Tryber nicht nur als lokales Bindeglied zwischen Thuns Zentrum und dem Lerchenfeld positionieren, vielmehr erhöht sich die Erreichbarkeit und Attraktivität überregional Richtung Bern, Mittelland, wenn nicht gar bis ins Wallis. Die koordinierte Planung zwischen der RUAG Real Estate AG und dem Planungsamt der Stadt Thun stellt sicher, dass das Tryber Projekt in Harmonie mit den anderen geplanten Entwicklungen im ESP Thun Nord voranschreitet, und legt den Grundstein für eine dynamische, gut vernetzte und lebendige Gemeinschaft, die in den kommenden Jahren in Thun Wurzeln schlagen wird.

  • Bauen neu denken

    Bauen neu denken

    Heute versammelten sich in Luzern über 500 Vertreter aus Wohnbaugenossenschaften aus der gesamten Schweiz, sowie Behörden, Unternehmen und Experten, zum Forum der Schweizer Wohnbaugenossenschaften. Das Treffen stand unter dem Motto „Bauen neu denken: Herausforderungen Klima, Kreislauf, Kosten“ und widmete sich den Problemen, vor denen die Baubranche steht: Städte erwärmen sich zunehmend, der Bau- und Wohnsektor verbraucht viel Energie, Ressourcen und Raum, während die Mietkosten für viele Haushalte immer belastender werden. Die Frage lautet, wie können Gebäude so konstruiert werden, dass sie die Hitze reduzieren, weniger Ressourcen benötigen und dennoch erschwinglich sind?

    Eva Herzog, Ständerätin (BS) und Präsidentin der Wohnbaugenossenschaften Schweiz, betonte in ihrer Eröffnungsrede die Notwendigkeit von preiswerten Wohnungen angesichts der aktuellen Wohnungsnot, steigender Wohnkosten und höherer Krankenkassenprämien. Sie forderte gemeinnützige Wohnungsbauunternehmen auf, ihren Teil zur Schaffung von gemeinnützigem Wohnraum beizutragen. Sie appellierte insbesondere an die Politik: „In der aktuellen Session befassen wir uns mit mehreren wohnungspolitischen Vorstößen. Das Parlament hat die Möglichkeit, die Richtung für mehr erschwinglichen Wohnraum und gegen hohe Mieten zu vorgeben. Es ist erfreulich, dass eine erste Motion, die die Wohnungsnot durch Verdichtung und gemeinnützigen Wohnungsbau adressieren möchte, vom Ständerat mit deutlicher Mehrheit weitergeleitet wurde.“

    Daniel Burri, Präsident von WOHNEN SCHWEIZ, wies darauf hin, dass die aktuellen Herausforderungen auch eine große Chance für den gemeinnützigen Wohnungsbau darstellen. „Gemeinnützige Bauunternehmer waren schon immer Pioniere in Bezug auf nachhaltiges Bauen und Wohnen. Die Bereitstellung von langfristig erschwinglichem Wohnraum ist unsere Hauptaufgabe. Wir können nun zeigen, dass wir nach wie vor führend in diesem Bereich sind und auch in Zukunft eine wichtige Rolle auf dem Wohnungsmarkt spielen werden.“

    Key-Speaker Thomas Rau machte deutlich, dass ein einfaches Optimieren des bestehenden Systems nicht ausreicht. Stattdessen ist eine Transformation zu einem komplett neuen Wirtschaftssystem erforderlich, in dem Abfall der Vergangenheit angehört. Experten aus der Praxis und Forschung präsentierten danach neue Ansätze für den Bau: etwa kreislauffähiges Bauen, hitzemindernde Materialien, weniger Technologie, kluger Umgang mit Bestehendem oder Kosteneinsparungen an den richtigen Stellen. Videos mit Auszubildenden aus der Baubranche veranschaulichten, wie sich die nächste Generation von Bauprofis die Zukunft des Bauens vorstellt. Informationen dazu sind auf der Website des Forums der Schweizer Wohnbaugenossenschaften, www.forum-wohnen.ch, zu finden.

    Wie durch beispielhafte Projekte von Genossenschaften sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland demonstriert wurde, ist nachhaltiges, zirkuläres und kosteneffizientes Bauen für Wohnbaugenossenschaften keine Vision für die Zukunft, sondern bereits heute Realität.

  • Zukunftsorientiertes Quartiersmanagement: Kultivierung eines aktiven Lebensraums

    Zukunftsorientiertes Quartiersmanagement: Kultivierung eines aktiven Lebensraums

    Es ist essentiell, alle relevanten Akteure im Prozess der Quartiersgestaltung einzubinden, um die soziale Nachhaltigkeit zu fördern. Dies schließt sowohl Wohn- als auch Gewerbemieter ein. Durch die Schaffung von Aktivitäts- und Begegnungszonen wird nicht nur der soziale Zusammenhalt gestärkt, sondern auch eine Plattform für geschäftliche Synergien geboten.

    Mehrwert durch Aktivierung des Quartiers
    Das aktive Management einer Community erhöht die Attraktivität und den Wert des Quartiers, was sich positiv auf die Vermarktung freier Flächen auswirkt. Gleichzeitig entstehen nachhaltige soziale Knotenpunkte, die das Gemeinschaftsgefühl stärken.

    Vorreiter in der schweizweiten Umsetzung
    Erste Projekte in verschiedenen Quartieren in der Schweiz zeigen den Erfolg dieses Ansatzes. Beispielsweise wurde ein Pop-up-Event in Winterthur lanciert, das Gastronomie und Kultur für sechs Wochen vereinte. Aufgrund des großen Zuspruchs wird dieses Konzept weiter ausgebaut und für den kommenden Winter auch in Zürich umgesetzt.

    Eine junge, jedoch vielversprechende Disziplin
    Obwohl Community Management als Fachgebiet noch recht neu ist, wird es von Fachleuten als vielversprechender und noch unerschlossener Bereich angesehen. „Wir sehen großes Potenzial in diesem Ansatz und wollen ihn weiterentwickeln und fördern“, so Experten der Branche. Ich hoffe, diese Umschreibung entspricht Ihren Anforderungen und bietet einen neuen Blickwinkel auf das Thema.

  • Wohneigentum wird teurer

    Wohneigentum wird teurer

    Die Preise für Wohneigentum haben im zweiten Quartal 2023 weiter angezogen, informiert das Amt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Der von ihm erhobene Wohnimmobilienpreisindex legte im Quartalsvergleich um 1,2 Prozent zu und steht aktuell bei 115,9 Punkten. Im Jahresvergleich haben die Fachleute des BFS einen Anstieg um 2,4 Prozent beobachtet. Die Basis des Index wurde im vierten Quartal 2019 bei 100 Punkten fixiert.

    Die Preise von Eigentumswohnungen zogen im Quartalsvergleich um 1,6 Prozent, im Jahresvergleich um 2,1 Prozent an. Bei den Einfamilienhäusern wurde ein Anstieg um 0,7 Prozent im Quartalsvergleich und um 2,7 Prozent im Jahresvergleich beobachtet. Der Immobilienpreisindex für Einfamilienhäuser schloss zum Quartalsende bei 117,4 Punkten. Sein Pendant für Eigentumswohnungen fiel mit 114,6 Punkten etwas geringer aus.

    Im Berichtsquartal zogen die Preise für Einfamilienhäuser mit 3,4 Prozent am stärksten in städtischen Gemeinden ausserhalb von Agglomerationen oder in einer kleinen Agglomeration an. In städtischen Gemeinden grosser Agglomerationen und in intermediären Gemeinden blieben die Preise im Vergleich zum Vorquartal hingegen weitgehend unverändert. Bei den Eigentumswohnungen haben die Fachleute des BFS im Quartalsvergleich steigende Preise in sämtlichen Gemeindetypen beobachtet. Am stärksten fiel der Anstieg mit 2,4 Prozent bei Eigentumswohnungen in städtischen Gemeinden einer mittelgrossen Agglomeration aus.

  • Halter plant Hochhaus in St.Gallen

    Halter plant Hochhaus in St.Gallen

    Das Schlieremer Bauunternehmen Halter AG entwickelt die Pläne zur Neugestaltung eines Quartiers am Rand der Innenstadt von St.Gallen. Laut Medienmitteilung ist auf dem Areal Bogenstrasse neben der Kreuzbleiche ein neues Hochhaus mit hochwertiger Architektur geplant. Die Investitionskosten betragen rund 60 Millionen Franken.

    Der geplante Bau soll nachhaltig werden. So wird es nach Angaben von Halter einen unterdurchschnittlichen Flächenverbrauch pro Kopf und eine minimale Parkplatzzahl geben. Das Gebäude soll mit Fernwärme versorgt werden und produziert zusätzlich Energie über Photovoltaikanlagen. Das neue Hochhaus diene hauptsächlich dem Wohnen in Stockwerkeigentum und Miete. Im Erdgeschoss werde Gastronomie untergebracht. Im neuen Hochhaus sind auch Teambüros mit geteilten Bereichen, wie Sitzungszimmer und Co-Working-Zonen, vorgesehen.

    „Mit dem breiten Nutzungskonzept entsteht ein vielseitiger Ort für Arbeiten, Wohnen, Gastronomie und Kultur für ein durchmischtes Publikum“, wird Projektinitiant Rolf Geiger von der Halter AG zitiert. Zu den Mehrwerten für das Quartier und die Stadt zähle der neu geschaffene öffentliche Platz, der so weit wie möglich begrünt werde.

    Das Sondernutzungsplanverfahren soll 2024 durchgeführt werden und sieht eine öffentliche Mitwirkung vor. Ein weiteres Jahr ist für das Baubewilligungsverfahren eingeplant, gefolgt von der Realisierung.

    „Die bauliche Innenentwicklung bietet eine grosse Chance, unsere Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Alle Projektbeteiligten wollen diese Chance mit einer hochwertigen, Bewährtes und Neues verbindenden Überbauung nutzen“, wird Stadtrat Markus Buschor von der Direktion Planung und Bau zitiert.

  • Neue Visitenkarte für Sursee

    Neue Visitenkarte für Sursee

    Die seit rund 60 Jahren in Sursee ansässigen Möbel Ulrich AG und Truvag AG planen gemeinsam auf dem Ulrich-Areal zwischen der Ringstrasse und der Pilatusstrasse ein Büro-, Gewerbe- und Wohnhaus, welches das bestehende Möbelhaus ergänzt und belebt. Das Projekt namens ALEA soll zur neuen Visitenkarte für den Ort werden: Vorgesehen sind 70 bezahlbare Mietwohnungen, die zwischen 2,5 und 4,5 Zimmer umfassen und im Holzbau erstellt werden. Hinzu kommen 2400 Quadratmeter Gewerbe- und 1600 Quadratmeter Verkaufs- und Gastroflächen. Das Projekt punktet nicht zuletzt mit seiner zentralen Lage direkt am Bahnhof.

    Der rund 49 Meter hohe CO2-neutrale Holzbau wurde von der Planergemeinschaft Leuenberger Architekten AG aus Sursee und Deon AG aus Luzern entwickelt. Die Wohnungen werden sichtbare Holzträger und teilweise auch Holzwände aufweisen. Das umweltfreundliche Material ist atmungsaktiv, isolierend, sehr stabil und tragfähig. ALEA bedeutet im Altgriechischen «Wärme und Schutz» – diese Merkmale sollen für die zukünftigen Bewohner und Arbeitnehmenden sicht- und spürbar werden. Aus Brandschutzgründen musste lediglich bei der Fassadengestaltung auf das heimische und nachhaltige Holz verzichtet werden.

    Aber auch seiner lateinischen Bedeutung wird ALEA mit seiner Würfelform gerecht. Der untere Teil des Gebäudes umfasst drei Etagen – dieser wird in den Hang integriert. Sichtbar wird somit die Silhouette mit rund 41 Metern Höhe. Während der obere Teil des Gebäudes für die Wohnnutzung vorgesehen ist, steht der Sockelbereich für Büros, Läden, Gewerbe und Gastronomie zur Verfügung. Eine Passerelle schafft eine sichere und schnelle Fussgängerverbindung zwischen dem Kotten-Quartier und dem Bahnhof. Alle Plätze und Verbindungen des Neubaus sind öffentlich zugänglich.

    Das sorgfältig durchdachte Verkehrskonzept soll den motorisierten Individualverkehr auf ein Minimum beschränken: Zu diesem Zweck sind Sharing-Angebote für Autos, Velos und E-Scooters geplant. Die Einstellhalle wird dementsprechend mit einer minimalen Anzahl an Parkplätzen bestückt. Die Mietpreisgestaltung soll darüber hinaus Anreize für ein Leben ohne Auto bieten. Um den Langsamverkehr zu fördern, sind grosszügige Abstellplätze für Velos konzipiert.

    ALEA vereint Wohnen und Arbeiten.

    Damit die Mieter nicht anonym leben, sollen das Miteinander und die Durchmischung gefördert werden: Ein öffentlicher Platz mit Restauration auf der Höhe des Bahnhofs schafft mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten rund um das Gebäude Begegnungsmöglichkeiten. Den Bewohnern steht zudem eine begrünte Dachterrasse zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Des Weiteren sind mehrere begrünte Etagenterrassen geplant.

    Den regional stark verwurzelten Initianten ist es wichtig, dass «Surseer für Surseer» bauen:

    Nicht nur bei den ausführenden Partnern wurde auf eine regionale Verankerung geachtet, auch bei der Vermietung sollen bevorzugt Personen mit Wohn- oder Arbeitsort Sursee berücksichtigt werden. Ausserdem wird die Truvag AG mit rund 80 Mitarbeitenden ihren Hauptsitz in den Neubau verlegen. Mit dem von der Möbel Ulrich AG und der Truvag AG geplanten Gebäude wollen die beiden traditionsreichen Unternehmen einen Mehrwert für Sursee schaffen und das Areal bereichern. Die Baukosten sollen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

  • Schlieren stimmt für Bau von Alterszentrum

    Schlieren stimmt für Bau von Alterszentrum

    In Schlieren kann nach der Abstimmung vom Sonntag, 12. März, das Alterszentrum Wohnen am Stadtpark gebaut werden. Der Neubau mitten in der Stadt soll das Alterszentrum Sandbühl ablösen. Die Schlieremer Stimmbevölkerung hat laut einer Medienmitteilung den Kredit von 44‘317‘000 Franken für das Projekt mit einer Zustimmung von 76,59 Prozent angenommen.

    „Bereits 2019 hat das Stimmvolk dem Verkauf des Alterszentrums Sandbühl klar zugestimmt“, wird Manuela Stiefel zitiert, Ressortvorsteherin Finanzen und Liegenschaften. „Mit diesem zweiten Ja können wir nun die Umsetzung anpacken-“

    Der Neubau wird in der Mitteilung der Stadt als „eine attraktive Einrichtung mitten in Schlieren“ bezeichnet. Er solle zeitgemässe und bezahlbare Wohnungen für ältere Menschen bieten. Der Bezug der neuen Räumlichkeiten ist per 2027 geplant.

    Bewohnerinnen und Bewohner sollen im Zentrum Wohnen am Stadtpark mobil und selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben und je nach Bedarf Dienstleistungen wie Pflege und Betreuung, Mahlzeiten, Reinigung oder Wäscheservice in Anspruch nehmen können, heisst es in der Mitteilung. Sie müssen auch nicht in eine andere Pflegeeinrichtung wechseln, falls intensivere Pflege benötigt wird. Damit sei ein wichtiges Ziel der Altersstrategie der Stadt Schlieren erreicht.

    Die Beteiligung an der Volksabstimmung am 12. März lag laut Protokoll des Wahlbüros bei nur 22,12 Prozent. Von 9033 Stimmberechtigten gaben 1998 ein Votum ab. Von den 1991 gültigen Stimmen entfielen 1525 auf Ja und 466 auf Nein.

  • Die Transformation des Papieri-Areals

    Die Transformation des Papieri-Areals

    Das Papieri-Areal im solothurnischen Biberist darf auf eine lange Industriegeschichte zurückblicken: Im Jahr 1862 begann seine Existenz als Standort der Papierfabrik «Papieri». Nach fast 150 Jahren stellte die Fabrik im Jahr 2011 den Betrieb ein, zuletzt im Besitz des internationalen Papierkonzerns SAPPI. In Folge erwarb die HIAG aus Zürich das 60’000 Quadratmeter umfassende Areal – mit dem Ziel, ein lebhaftes und vielseitiges Quartier zu erschaffen.

    Der hier stark verankerte Industrie-Esprit soll aber nicht verloren gehen: Das «Papieri» soll weiterhin gewerblich-industriell genutzt werden. Der Standort und Rahmenbedingungen des Areals sind hierfür nach wie vor optimal geeignet. Vom Bahnhof Biberist Ost aus ist das Gelände in wenigen Schritten erreichbar. Zudem wird es durch die Bushaltestellen Biberist Emmenbrücke sowie Biberist Derendingenstrasse (BSU) erschlossen. Weiter sind mittelfristig attraktive Fussgänger- und Veloverbindungen projektiert.
    Die HIAG hat in enger Absprache mit Kanton, Gemeinden und weiteren Anspruchsgruppen eine nachhaltige Entwicklungsstrategie ausgearbeitet. Bereits 2013 wurde in Zusammenarbeit mit fünf Architekturbüros ein städtebaulicher Studienauftrag durchgeführt. Die Erkenntnisse dieses Studienauftrags bildeten die Grundlage für den Masterplan, der 2015 in Abstimmung mit der Gemeinde Biberist fertiggestellt wurde. Derzeit läuft die Teilzonenplanrevision. Diese befindet sich in der kantonalen Vorprüfung.

    Die langfristige Planung sieht eine Aufteilung des Areals in zwei Teile vor: Das Areal «West» in der Nähe des Bahnhofs Biberist Ost umfasst rund ein Drittel der Gesamtfläche und soll ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Bereich mit stillem Gewerbe, Dienstleistungen, Freizeit, Kultur und Wohnen werden. Noch sind keine konkreten Wohnprojekte geplant. Aber: «Die zukünftigen Nutzungsvorschriften erlauben im westlichen Areal einen Wohnanteil», sagt Dominik Ulrich, Projektentwickler der HIAG Immobilien Schweiz AG. Der östliche Bereich in Richtung Derendingen hingegen werde zum Arbeitsplatzgebiet für die produzierende Industrie transformiert.

    nightnurse.ch

    Der Zugang zum öffentlich zugänglichen Westbereich des Areals erfolgt bereits heute vom Südwesten her. Zukünftig bildet dort der dreieckig angelegte Papier-Platz den Arealauftakt. Eingefasst wird der Platz durch das markante Bestandsgebäude Fabrikstrasse 1. Bis Mitte 2023 wird dieses für die geplanten Übergangsnutzungen fit gemacht: Im Erdgeschoss werden Flächen zwischen 160 und 1000 Quadratmeter an Gewerbe- und Dienstleistungsanbieter vermietet. Die Räume in den Obergeschossen eignen sich ideal für Gewerbe und Lager sowie Ateliers. Im Nachbargebäude stehen ausserdem Büros zur Verfügung. «Die Übergangsnutzung des Gebäudes 1 ist für bis zu zehn Jahre angedacht. Das Ziel ist die Etablierung von Nutzungen, die langfristig Bestand haben werden», erklärt Ulrich. Für die Öffnung des Areals war die Demontage des Maschinenparks Voraussetzung. Die Maschinen konnten in den letzten Jahren erfolgreich verkauft und an neue Besitzer überführt werden.

    Die Mitte des Areals und damit das Zent-rum bildet der Platz am Kanal: Derzeit laufen hier Rückbauten, um Freiflächen und Durchbrüche in den Hallenstrukturen zu schaffen. Bisher wurden bereits 17‘000 Tonnen Material rückgebaut. Die HIAG legt Wert auf Nachhaltigkeit: 14‘000 Tonnen davon werden vor Ort zu Granulat verarbeitet und wiederverwendet. Die Rückbauarbeiten sollen Ende dieses Jahres beendet sein. Ab Mitte 2023 ist der Neubau eines modernen Gebäudes geplant, welches rund 15‘000 Quadratmeter Nutzfläche für Gewerbe, Produktion und Büros bietet. Die ersten Mieter können voraussichtlich Ende 2024 einziehen. Laut Ulrich laufen aktuell konkrete Verhandlungen mit Mietinteressenten.

    In der Mitte des Areals laufen derzeit die Rückbauarbeiten.
  • Maaglive macht Zürich-West noch attraktiver

    Maaglive macht Zürich-West noch attraktiver

    Das Maag-Areal zeichnet sich bislang mehrheitlich durch Büronutzungen aus. Mit dem Grossprojekt Maaglive erhält Zürich-West bis 2027 ein vielseitiges und grünes Zentrum mit verschiedenen Nutzungen. Projektiert ist ein Ensemble aus drei Gebäuden: Ein Wohnturm mit Dachgarten und Loggias, ein viergeschossiges Kulturhaus sowie das bereits bestehende Gebäude K, welches saniert und umgenutzt wird.

    Das Gebäude K wird denkmalgeschützt – nachdem alle Anbauten entfernt wurden. Künftig bietet es mit Foyer, Restaurant und Bar sowie Markthalle und Buchcafé betriebliche Synergien mit dem benachbarten Kulturpavillon. Holzkonstruktionen sorgen für ein attraktives Inneres des Kulturpavillons.
    Der Wohnturm zeichnet sich durch flexible Nutzungsmöglichkeiten aus, wobei der Bereich Wohnen überwiegt. Büroflächen und Räume für Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Ein Co-Working-Space mit Café und Weinbar werden im zweigeschossigen Sockel eingegliedert.

    Die Visualisierung zeigt den Stadtplatz beim Turm.

    Den Bewohnern stehen an der höchsten Stelle des Turms – neben dem begrünten Dachgarten – eine Bibliothek sowie eine Gemeinschaftsküche zur Verfügung. In den Erdgeschossen sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen. Für die Wohnungen sind eine Fläche von rund 6000 m2 projektiert, dem Kultur- und Eventbereich stehen 3000 m2 zur Verfügung, und für Ateliers, Co-Working und Gastronomie sind weitere 3000 m2 eingeplant.

    Den Mittelpunkt des Areals bildet der mit bis zu 80 hochstämmigen, einheimischen Bäumen bepflanzte Quartierplatz, der sich über 4000 m2 erstreckt. Das so entstehende Blätterdach soll dem Platz die bislang fehlende Aufenthaltsqualität verschaffen. Freiräume und weitere Grünflächen mit Sitzmöglichkeiten sowie verschiedene Spiel- und Ruhebereiche sollen auch tagsüber für mehr Leben auf dem Areal sorgen. Gleichzeitig wird dadurch das Mikroklima optimiert und die sich im Sommer stauende Hitze reduziert. Gerade Letzteres ist ein Problem in der Innenstadt. Maaglive begegnet diesem zudem durch Belagsstrukturen, die eine gewisse Retention sowie Hitzeminderung bieten. Beim gesamten Bauvorhaben stehen zirkuläres Bauen und die Verwendung von ressourceneffizienten Baustoffen im Fokus.

    Die geschichtsträchtige Lichtstrasse sowie die Maschinenstrasse werden für die Bevölkerung geöffnet. Darüber hinaus entstehen neue Fuss- und Velowege. Das Projekt stammt aus der Feder des Berliner Architekturbüros Sauerbruch Hutton. Für die Landschaftsarchitektur zeichnet Hager Landschaftsarchitekten verantwortlich. Die Eigentümerin des Areals, Swiss Prime Site, hat das Baugesuch bereits eingereicht. Die Realisierung wird frühestens im 3. Quartal 2024 beginnen. Läuft alles nach Plan, dürfte Maaglive im 3. Quartal 2027 bezugsbereit sein.

    Der Kulturpavillon soll ein lebendiger Treffpunkt für Kunst, Kreativwirtschaft und Bevölkerung werden.
  • Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Das Nauentor-Areal wird zum Wohn- und Arbeitsgebiet

    Wo sich heute das Postbetriebsgebäude an zentraler Lage am Bahnhof Basel SBB befindet, soll bis 2030 ein attraktiver Ort für Wohnen, Arbeiten und öffentlichkeitsorientierte Nutzungen entstehen. Die beiden Grundeigentümer, die Post und die SBB, planen auf einer Fläche von 12’000 Quadratmetern einen das Gleisfeld überspannenden Sockelbau sowie drei Hochbauten auf einer Geschossfläche von rund 130’000 Quadratmetern. Die Bauten sollen sich optimal in das bestehende Städtebild einfügen. Das Projekt namens Nauentor will die ans Gleisfeld angrenzenden Stadtteile miteinander verknüpfen und einen direkten Zugang zu den Bahnperrons bieten.

    Der Bebauungsplan wurde im März 2021 durch den Grossen Rat des Kantons Basel Stadt genehmigt. Das Areal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB und grenzt im Norden an die Nauenstrasse im St. Alban-Quartier sowie im Süden an die Hochstrasse und Meret- Oppenheim-Strasse im Gundeldingen-Quartier. Die Peter-Merian-Brücke befindet sich im Osten, während im Westen die sekundären Zugänge zu den Bahnperrons liegen.

    Illustration des überbauten Nauentor-Areals.

    In den oberen Geschossen sollen nebst Wohnungen im normalen Marktsegment auch auf einem Anteil von 12’000 Quadratmetern Wohnungen im preisgünstigen Segment gebaut werden. Die restlichen Flächen sind für Dienstleistungsbetriebe, Gastronomie und Büroräumlichkeiten vorgesehen. Rampen, Aufzüge sowie Treppen gleichen die Niveauunterschiede aus. Die Öffentlichkeit kann den Sockelbau komp-lett durchqueren. Die Fussgänger- und Veloverbindungen entlang der Postpassage (Ost-West) wie auch zwischen der Hochstrasse/Solothurnerstrasse und der Gartenstrasse (Nord-Süd) sollen darüber hinaus sicherer und attraktiver gestaltet werden.

    Das Areal ist in zwei Projektperimeter eingeteilt: Der Bereich der Post umfasst zwei Hochhäuser und eine Grundfläche von rund 20’000 Quadratmetern. Der andere Planungsperimeter obliegt der Hoheit der SBB. Zurzeit läuft das Dialogverfahren – die Realisierung ist ab 2024 vorgesehen.

  • Tägi lädt zur Messe Bauen+Wohnen ein

    Tägi lädt zur Messe Bauen+Wohnen ein

    Das Freizeit-, Sport- und Eventzentrum Tägi in Wettingen lädt in diesem Frühjahr nach zweijähriger Pause wieder zur Messe Bauen+Wohnen Aargau ein. Sie findet laut Medienmitteilung vom Donnerstag, 7. April, bis Sonntag, 10. April, statt und präsentiert Angebote rund ums Bauen, Wohnen, Garten und Energie. Mehr als 180 Aussteller präsentieren in vier Hallen sowie auf der Tägerhardstrasse, dem Tägi-Vorplatz und in der Veranstaltungsarena Produkte und Dienstleistungen. Weiter gibt es mehrere Fachvorträge im Limmatraum zu Themen wie Licht, Wärmepumpen, Küchenplanung oder Solarstrom.

    Die Messe ist am Donnerstag und Freitag von 13 bis 20 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Auf der Zirkuswiese gibt es gebührenpflichtige Parkplätze.

    An diesem Wochenende eröffnet das Tägi auch die Minigolfsaison. Der 18-Loch-Minigolf-Platz ist täglich von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Vorausgesetzt, das Wetter ist schön und lässt den Spielbetrieb zu.

  • Bahnhofsareal Wettingen wird Wohnquartier

    Bahnhofsareal Wettingen wird Wohnquartier

    Unter dem Aspekt Wohnen und Arbeiten direkt am Gleis hat die SBB einen Architekturwettbewerb zur Gestaltung ihres Areals am Bahnhof in Wettingen ausgeschrieben. Die Ergebnisse liegen laut Medienmitteilung jetzt vor. Sie können bis am Dienstag, 8. März, im Foyer des Tägi Wettingen in einer Ausstellung begutachtet werden.

    Das Siegerprojekt heisst Stadtlaube und sieht laut der SBB-Mitteilung am Bahnhof Wettingen zwei langgezogene, fünfstöckige Wohnbauten mit Dienstleistungs-, Handels- und Gastronomieflächen in den unteren Geschossen sowie ein viergeschossiges Dienstleistungsgebäude mit publikumsorientierten Nutzungen vor. Die historischen Bahnbauten bleiben erhalten.

    Die beiden Gebäude westlich des Bahnhofs bilden einen Abschluss gegenüber dem Gleisfeld und schaffen damit Wohn- und Aufenthaltsraum an zentraler Lage, heisst es in der Mitteilung zum Projekt. Die Eingangsbereiche und zum Teil offen gestalteten Treppenhäuser sollen den Blick auf die Gleisanlagen freigeben. Vor den Hauseingängen werde es kleine Plätze und eine Spielstrasse geben. Geplant sind flexibel nutzbare 2,5- bis 4,5-Zimmerwohnungen mit privaten Aussenbereichen und gemeinschaftliche Dachterrassen.

    Östlich der Wohnbauten und eingebettet in die historischen Bahnhofbauten ist ein viergeschossiges Dienstleistungsgebäude mit Ladengeschäften und Gastronomie vorgesehen. Die geschützten Einzelobjekte Lokremise, Güterschuppen, Bahnhofgebäude und Drehscheibe bleiben laut der Mitteilung erhalten.

    Das Gewinnerteam des Architektenwettbewerbs besteht aus Burkard Meyer Architekten aus Baden AG, ASP Landschaftsarchitekten aus Zürich, MWV Bauingenieure aus Baden, Leimgruber Fischer Schaub aus Ennetbaden AG, Mühlebach Partner aus Winterthur und der Scherler AG aus Luzern.

  • Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    In Zuchwil ist das neue Wohn- und Arbeitsquartier Riverside jetzt bezugsfertig. Die ersten Mieter werden laut Medienmitteilung im Oktober ins Widi Huus und Sulzer Huus einziehen. Das Projekt der Swiss Prime Anlagestiftung zeichnet sich durch moderne Energieversorgung und Verkehrsführung sowie Erholungsmöglichkeiten aus. Es sei von der Swiss Prime Anlagestiftung in Olten als „Lebensraum“ entwickelt worden, heisst es weiter. Als ein Standort auf dem Land mit allen Annehmlichkeiten eines urbanen Ortes. Das neue Quartier Riverside verbinde Wohnen und Arbeiten. Die Aare wiederrum verbinde die Natur mit der Stadt. Das Quartier hat direkten Zugang zum Fluss.

    Nach Angaben von Jérôme Baumann, Präsident des Stiftungsrates der Swiss Prime Anlagestiftung, sind „120 Wohnungen bereits vermietet. Nur noch wenige sind zu haben.“ Die Wohnungen böten viel Lebensqualität. Bei der Auswahl der Materialen sei man mit „äusserster Sorgfalt“ vorgegangen, wird der Solothurner Architekt Benedikt Graf von gsj architekten und agps architecture zitiert. Die Wärmeerzeugung für Heizung und Wasser erfolge nachhaltig über eine Grundwasser-Wärmepumpe. Im Sommer sei eine natürliche Kühlung in Betrieb.

    Alle Wohnungen sind nach den Richtlinien von Procap Schweiz konzipiert und rollstuhlgängig. An den Besucherparkplätzen sind einzelne Ladestationen für E-Fahrzeuge vorhanden. Die Parkplätze in der Tiefgarage können ebenfalls mit einer Ladestation ausgerüstet werden. Bis Herbst 2022 sollen alle fünf Häuser der ersten Etappe bezogen sein.

  • ImmoScout24 meldet Preisrekord für Eigentumswohnungen

    ImmoScout24 meldet Preisrekord für Eigentumswohnungen

    Die Preise für Eigentumswohnungen sind im August gegenüber dem Vormonat in der Schweiz um 1,8 Prozent gestiegen. Nur um 0,1 Prozent gestiegen sind die Preise für Einfamilienhäuser. Dies zeigt der aktuelle Swiss Real Estate Offer Index, der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhoben wird.

    Der Markt für Stockwerkeigentum wird laut der Mitteilung immer teurer. Pro Quadratmeter wurden per Ende August 7916 Franken verlangt, 1,8 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Eine typische Wohnung mit 100 Quadratmetern werde im Schweizer Mittel zu rund 790‘000 Franken ausgeschrieben. Das sei ein neuer Rekord.

    Die Preise für Einfamilienhäuser sind zwar im August nur um 0,1 Prozent gestiegen, befinden sich aber laut ImmoScout24 in „in schwindelerregender Höhe“. Der Quadratmeterpreis liege bei 7048 Franken. Für ein typisches Schweizer Einfamilienhaus mit rund 160 Quadratmetern Wohnfläche belaufe sich der mittlere Angebotspreis auf über 1,1 Millionen Franken. Die Preise können in besseren Lagen deutlich höher liegen.

    Das Angebot sei knapp, der Markt sei ausgetrocknet. Verkäufer warteten angesichts der steigenden Preise ab, wird Martin Waeber, COO von Scout24 zitiert. „Nur eine starke Zunahme der Bautätigkeit oder ein Rückgang der Nachfrage, etwa aufgrund steigender Hypothekarzinsen, könnte den Preisdruck auf dem Wohneigentumsmarkt reduzieren“, so Waeber weiter. Beides sei aber derzeit nicht absehbar.

    Bei Mietwohnungen sind die Angebotspreise im August laut dem Index im Durchschnitt um 0,5 Prozent gesunken, bei deutlichen regionalen Unterschieden. 

  • Wohnlagen im Grünen werden attraktiver

    Wohnlagen im Grünen werden attraktiver

    Schweizerinnen und Schweizer ziehen eher selten um. Und wenn, dann liegt bei der Hälfte aller Umzüge der neue Wohnort nur fünf Kilometer vom alten entfernt. Die durchschnittliche Entfernung liegt bei 13 Kilometern. Das zeigt eine repräsentative Befragung zur Haus- und Wohnsituation in der Schweiz von Swiss Life.

    Wie der Lebensversicherungskonzern in einer Medienmitteilung ausführt, leben knapp 60 Prozent der Wohneigentümerinnen- und -eigentümer und 25 Prozent der Mietenden bereits seit zehn Jahren oder länger in ihrem derzeitigen Zuhause. Gleichzeitig hat jedoch für rund 30 Prozent der Befragten der Wunsch nach Wohnen im Grünen oder wenigstens mit Terrasse während der Pandemie zugenommen.

    Rund zwei Drittel der Wohneigentümerinnen und -eigentümer verspüren seit dem Erwerb eines Eigenheims mehr Lebensqualität und Selbstbestimmung. 37 Prozent gaben an, mit ihrer aktuellen Wohnsituation vollkommen zufrieden zu sein, vor allem jene mit Wohneigentum. 15 Prozent sind mässig bis gar nicht zufrieden. Ihnen fehlt mehrheitlich Platz oder ein Garten, oder sie stören sich an Lärm- und Umweltbelastung.

    Über 60 Prozent jener, die sich den Erwerb von Wohneigentum in den nächsten fünf Jahre vorstellen können, erwarten, dass sich ihre Lebensqualität damit verbessern würde. Doch nur 21 Prozent von ihnen suchen aktiv nach einem eigenen Zuhause.

    Anforderungen an den idealen Wohnort bezüglich Kosten, Ausstattung und Sicherheit variieren je nach Sprachregion. Zudem ist auf dem Land ein Garten zentral, in der Stadt die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Wird diese als gut wahrgenommen, sinkt die Bereitschaft von Pendlern umzuziehen.

  • Sedimentum kooperiert mit bonacasa

    Sedimentum kooperiert mit bonacasa

    Möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben sei ein Bedürfnis vieler alter Menschen, schreibt Sedimentum in einer Mitteilung. Das Zuger Jungunternehmen hat einen Sensor entwickelt, der im Falle eines Sturzes selbstständig Hilfe herbeiruft. Für ein Pilotprojekt spannt Sedimentum nun mit bonacasa zusammen. Das auf Wohnen mit Dienstleistungen spezialisierte Unternehmen aus Solothurn wird diverse seiner Wohneinheiten mit den Sensoren ausstatten.

    Die Sturzsensoren von Sedimentum werden ähnlich wie eine Lampe an der Decke montiert, informiert das Unternehmen in der Mitteilung. Der Sensor kommt ohne Kamera und Mikrofon aus, ist aber in der Lage, ein Sturzereignis zu erkennen. In einem solchen Fall fordert der Sensor selbstständig Hilfe an, beispielsweise von der Spitex oder dem Concierge-Service. Auf diese Weise seien sowohl die physische Sicherheit als auch die Privatsphäre der Bewohner der Wohnung geschützt, schreibt Sedimentum.

  • Alten-Wohnungen in Bergdietikon sollen modernisiert werden

    Alten-Wohnungen in Bergdietikon sollen modernisiert werden

    Die Stiftung altersgerechtes Wohnen in Bergdietikon (AGW) hat die Anlage im Schlittental vor 25 Jahren nach dem damals modernen Stand an Ausstattung und Technik gebaut. Die Gemeinde Bergdietikon hatte damals das Areal zur Verfügung gestellt. Heute haben sich Ansprüche und Bedürfnisse weiterentwickelt. Deshalb will der Stiftungsrat die Situation analysieren, indem er neben dem Wohnungsmix und dem Ausbaustandard auch die Frage der Preisgestaltung und nicht zuletzt auch die einzelnen besonders behindertengerechten Wohnformen prüft, wie es in einer Mitteilung heisst. Bis Ende Jahr soll ein Vorschlag für die Sanierung des Gebäudes zur Erfüllung der zeitgemässen Bedürfnisse vorliegen.

    Die Mietwohnungen, die anders als in Altenwohnheimen ohne Dienstleistungen angeboten werden, seien „ein wenig in die Jahre“ gekommen und entsprächen nicht mehr dem heutigen Standard. Einige der insgesamt 18 Wohnungen habe man deshalb trotz insgesamt deutlicher Nachfrage nicht mehr vermieten können.

    Um die echten Bedürfnisse zu ermitteln, sollen Bewohnerinnen und Bewohner und auch Interessenten nach ihren Vorstellungen befragt werden. Eines aber steht schon fest: Serviceleistungen, wie sie in Altersheimen oder grösseren Institutionen angeboten werden, sind wirtschaftlich nicht tragbar.

    Das Wohnhaus für altersgerechtes Wohnen liegt unmittelbar beim Ortskern von Bergdietikon. In wenigen Gehminuten sind die Post, das Zentrum, der Volg-Laden, der Friedhof sowie die Bushaltestelle zu erreichen, beschreibt die Stiftung das Objekt. Und fügt hinzu: Mit Fernsicht ins Limmattal und Ausblick auf die bergseitige Hügellandschaft.

  • Traumwohnung digital gestalten

    Traumwohnung digital gestalten

    Rhomberg Bau bringt gemeinsam mit Partner Massive Art WebServices einen digitalen Wohnungskonfigurator auf den Markt. So kann die zukünftige Wohnung bequem von zu Hause aus gestaltet werden.

    In der Zukunft wird sich vieles immer mehr digital abspielen und besonders in Corona-Zeiten gewinnt dieses Thema zusätzlich an Bedeutung. Das ist auch dem Bregenzer Bauspezialisten Rhomberg Bau bewusst: „Wir sind fit für die digitale Zukunft und besonders auch für die jetzige Ausnahmesituation: Mit unserem neuen Wohnungskonfigurator können unsere Kunden eine Wohnung auch ohne persönlichen Kontakt aussuchen und gestalten“, sagt Daniel Leitinger, bei Rhomberg für das Geschäftsfeld Immobilien zuständig.

    Mit dem Konfigurator können Kunden von überall ihre neue Wohnung gestalten. Zudem bekommen Interessenten und Käufer ein besseres Bild davon, wie die Wohnung letztendlich aussehen könnte. Die Anwendung des Konfigurators ist simpel: Zu Beginn wird aus drei Einrichtungsstilen ausgewählt, ein Start ohne Vorlage ist genauso möglich. Danach wird man von Raum zu Raum geführt und entscheidet in jedem Zimmer über Böden, Wände, Türen und Ausstattung. Dabei wird die Auswahl jeweils direkt in einer Beispielwohnung visualisiert. Zudem wird für jede Option angezeigt, ob sie dem Basispreis entspricht, oder zusätzlich kostet.

    Zum Ende gibt es die Übersicht als PDF. Dieses kann auch direkt an den Verkäufer gesendet werden, um einen Beratungstermin zu vereinbaren. „Das macht die Kommunikation mit dem Kunden und die gemeinsame Planung sehr angenehm“ sagt Franz Pircher, Verkaufsberater bei Rhomberg Bau.

    Den Wohnungskonfigurator gibt es als Desktop- und mobile Variante unter www.rhomberg.com/wohnungskonfigurator.

  • «Wir halten nichts von einer politischen Lösung»

    «Wir halten nichts von einer politischen Lösung»

    Wie hat sich der Immobilienmarkt seit Beginn der Coronakrise verändert?
    Marcel Hug: In der Bewirtschaftung hat die Arbeit massiv zugenommen. In der Vermarktung sehen wir das Gegenteil: Dieser Bereich ist praktisch zum Erliegen gekommen.

    Welche Bereiche des Immobilienmarkts sind besonders betroffen?
    Vor allem auch die Bewirtschaftung – gerade zum Zügeltermin per Ende März fuhr das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) einen Schlingerkurs. Wir vom SVIT mussten relativ kurzfristig eine Kampagne bewerkstelligen, um zu überzeugen, dass man auch unter Coronabedingungen zügeln kann. Eines unserer grossen Mitglieder, die Livit, hatte Ende März über 1000 Wohnungswechsel. Nur zwei Umzüge konnten nicht stattfinden. Hier wurde seitens Mieterverbände aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Auf die nächsten Zügeltermine hin wird sich diese Thematik sicher normalisieren. Aktuell stehen die Diskussionen rund um die Mietzinsreduktion bei den Geschäftsmieten im Vordergrund. Hier sehen wir eine der grössten Herausforderungen.

    Was sind aktuell die grössten Probleme der SVIT-Mitglieder?
    Unsere Mitglieder sind hauptsächlich Bewirtschaftungsunternehmen. Bei der Diskussion um mögliche Mietzinsreduktionen sind sie in der Rolle des Vermittlers zwischen Eigentümern und Geschäftsmietern. Aus diesem Grund haben wir auf unserer Webseite entsprechende Hilfsmittel bereitgestellt. Mitglieder können beispielsweise nachschauen, welche Geschäftsmieter überhaupt betroffen sind, wie man bei den Verhandlungen am besten vorgehen soll usw. Auch bei Stockwerkeigentum- Verwaltungen herrscht zurzeit grosse Unsicherheit: Wann können/dürfen Eigentümerversammlungen wieder stattfinden? Auch bei Mietern sehen sich unsere Mitglieder mit sehr vielen Fragen konfrontiert. Darunter zum Beispiel, ob die Benutzung der Gemeinschaftswaschmaschine in Coronazeiten sicher ist. Wir haben eine lange Liste von FAQs auf unserer Homepage aufgeschaltet. In solchen Zeiten ist das Bedürfnis nach Sicherheit und Antworten auf die drängenden Fragen enorm hoch.

    Wie lautet Ihre konkrete Empfehlung bei der Diskussion um Mietzinsreduktionen bei den Geschäftsmieten?
    Wir plädieren dafür, der Verhandlungslösung zuerst wirklich eine Chance zu geben. Der Bundesrat hat diese Lösung empfohlen – doch bevor sie überhaupt umgesetzt werden kann, wird diese bereits als untauglich kritisiert. Niemand kann aktuell statistische Zahlen präsentieren. Nach unserem Kenntnisstand laufen die Verhandlungen.

    «Es könnte zu Gerichtsfällen kommen»

    Hätten Sie sich eine klare Regelung seitens des Bundes gewünscht?
    Wir halten aktuell nichts von einer politischen Lösung via Notrecht, das ja immer einen Eingriff in das bestehende Privatrecht darstellt. Wir stehen allerdings den kantonalen Lösungen offen gegenüber. Die gängigste geht in der Tendenz zur Drittel-Lösung: 1/3 der Miete übernimmt der Mieter, 1/3 der Vermieter und 1/3 der Staat. Wenn die Verhandlungslösungen auf Bundesebene tatsächlich scheitern sollten, könnte man immer noch auf eine solche Lösung zurückgreifen. Auch die im Raum stehende 70:30-Lösung (70 Prozent Erlasse der Miete) lehnen wir ab. Vordergründig einfache Regelungen sind aus unserer Sicht schlicht nicht möglich. Es stellen sich bei jeder politischen Lösung sofort zahlreiche Detailfragen: Was macht man mit gestaffelten oder indexierten Mieten, was mit den Parkplätzen, was mit einem Fitnesscenter, das im hinteren Bereich noch Büros hat, wie behandelt man ein Restaurant, welches zusätzlich ein Take-Away anbietet? So einfach, wie sich gewisse Politiker die Lösung vorstellen, ist diese am Ende eben auch nicht.

    Was für eine kantonale Lösung würden Sie sich denn wünschen?
    Alle kantonalen Lösungen, welche auf Verhandlungen basieren, finden wir grundsätzlich positiv. Solange nicht beide Parteien (Mieter/Vermieter) zu einer Einigung kommen, springt auch der Staat nicht ein. Wir plädieren für die Verhandlungslösung und erhalten von verschiedenen Seiten Signale, dass man damit erfolgreich ist. Genaue Zahlen gibt es noch nicht. Und bis wir sie haben, halten wir andere Lösungen als die der Verhandlungen für falsch.

    Was, wenn trotz allem keine Einigung gefunden werden kann?
    Dann wird es Gerichtsfälle geben. Die Frage lautet in diesem Fall: Handelt es sich um einen Mangel an der Mietsache oder nicht. Hier scheiden sich die Geister, Juristen sind sich uneinig. Entscheide vor Gericht wären zwar unschön, aber am Ende wohl die Konsequenz daraus. Auch die Lösung der Schiedsgerichte halte ich nicht für die Richtige. Die Rechtslage ist in diesem Fall so unklar, dass sich auch diese Juristen nicht auf Präzedenzfälle staatlicher Gerichte beziehen können. Im Gegensatz zu den Schiedsgerichten haben Gerichte eine staatliche Legitimation mit demokratisch legitimierten, neutralen Richtern und so per Se eine erhöhte Glaubwürdigkeit. Es ist ihre Aufgabe das Recht auszulegen.

    «Wir waren selber erstaunt, um wie viel Geld es geht.»

    Wie ist das Feedback Ihrer Mitglieder bei den Verhandlungslösungen – sind sie erfolgreich?
    Es lässt sich noch keine klare Tendenz erkennen. Ich habe mit grossen Unternehmen wie Livit, Privera, Wincasa usw und mit unseren KMU Kontakt. Die institutionellen Eigentümer brauchen aufgrund der grossen Menge an Mietverträgen eine klare Linie. Die Credit Suisse beispielsweise hat Mietzinse erlassen. Die Swiss Life prüft jeden Einzelfall und hilft vor allem den kleineren Gewerbebetrieben mit einer Mietzinsreduktion. Die Raiffeisen-Gruppe wiederum hat allen betroffenen Geschäftsmietern für drei Monate die Miete erlassen. Generell ist aber keine Einheitlichkeit zu erkennen. Ich höre, dass auch bei den KMUs ein Entgegenkommen stattfindet. Dort kennen sich Mieter und Vermieter in der Regel persönlich und die Verhandlungen finden statt. Die Solidarität ist in der KMU-Welt gross. Dementsprechend höre ich aus diesem Bereich viel Positives.

    Wo liegt das Problem der Vermieter, die solchen Forderungen nicht nachkommen wollen oder können?
    Wir haben auf der Vermieterseite unterschiedliche Situationen. Es gibt Vermieter, die auf den Mieterlös existentiell angewiesen sind. Wenn jemand beispielsweise ein Mehrfamilienhaus als Altersvorsorge hat und dort ein Coiffeursalon eingemietet ist, wird er nicht so einfach auf die Miete verzichten können. Hingegen gibt es private Eigentümer, die sich einen solchen Mietzinserlass leisten können und dementsprechend nicht in eine Notsituation geraten. Auch hier zeigt es sich, dass pauschale Lösungen zu unerwünschten Resultaten führen würden.

    Eine Studie im Auftrag des SVIT zeigt: Mit jedem Tag Stillstand stehen betroffene Gewerbe- und Verkaufsbetriebe fälligen Mietzinsen von 15 Mio. Franken gegenüber. Eine enorm hohe Zahl.
    Mit dieser Studie wollten wir zu Versachlichung der Thematik beitragen. Wir waren selber erstaunt, um wie viel Geld es tatsächlich geht. Unsere Mitglieder sind froh über die Studie. Damit kann gezeigt werden, dass dieses Thema angegangen werden muss und eine volkswirtschaftliche Relevanz hat. Viele unserer Mitglieder stehen zwischen den Ansprüchen des Eigentümers und des Mieters. Diese Situation bringt es mit sich, dass ein grosser Druck auch auf unseren Bewirtschaftern lastet. Auch wenn der Lockdown vorbei ist, wird dieses Thema uns wohl noch länger begleiten. Unsere Mitglieder wünschen sich zufriedenstellende Lösungen für beide Parteien.

    Soll man jetzt sein Eigenheim oder seine Gewerbeliegenschaft verkaufen beziehungsweise kaufen?
    Ich glaube, dass die Coronakrise ein kurzfristiges Ereignis ist. Eine Investition ins Eigenheim oder in eine Gewerbeliegenschaft ist hingegen etwas Langfristiges. Ich halte einen Kauf/Verkauf zu diesem Zeitpunkt für genauso gut oder schlecht wie vor zwei oder drei Monaten. Grundsätzlich sind Immobilien immer eine gute und relativ risikoarme Möglichkeit, um zu investieren – das sieht man, wenn man einen Blick auf die Börse wirft. Natürlich muss man bei einer Gewerbeliegenschaft jeweils prüfen, ob sie marktgängig ist. Derzeit sehen wir aber situationshalber sehr wenige Transaktionen. Wobei ich nicht glaube, dass die Coronakrise einen relevanten Einfluss auf aktuelle Verkaufspreise hat.

    «Den politischen Druck spüren wir auch im bürgerlichen Lager»

    Wird die Coronakrise den Immobilienmarkt langfristig verändern?
    Der Onlinehandel hat mit der Coronakrise nochmals einen Boom erlebt. Die Retailflächen dürften in Zukunft noch mehr unter Druck kommen. Das Thema Homeoffice wird zudem einen Einfluss auf die Büroflächen haben. Jetzt erleben viele Unternehmen, wie gut die Arbeit im Homeoffice funktioniert. Müssen die Mitarbeitende später nur noch ein- oder zweimal wöchentlich im Büro erscheinen, sind Unternehmer nicht mehr auf einen zentralen Standort wie etwa die Innenstadt angewiesen. Die zentralen Büroflächen werden meines Erachtens unter Druck geraten.

    Wie gross wird Ihres Erachtens der Schaden für die Immobilienbranche sein?
    Der Schaden wird vorübergehend sein. Bei den Bewirtschaftern besteht dieser vor allem in mehr Arbeit zum selben Honorar. Es gibt aber auch die Verbindung Bewirtschaftungsvertrag und Mietzinsen. In der Regel erhalten die Bewirtschafter einen bestimmten Prozentsatz der Mietzinsen als Honorar. Nehmen die Leerstände oder Mieterlasse zu, entfallen dem Bewirtschafter einen Teil der Honorare. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass unsere Branche gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.

    Man liest oft, dass die Immobilienbranche verhältnismässig gut wegkommen dürfte. Teilen Sie diese Einschätzung?
    Das kommt immer darauf an, mit wem Sie es vergleichen. Die Branche ist
    sicher kein Profiteur, aber auch nicht so stark wie beispielsweise der Tourismus oder die Gastronomie betroffen. Wir stellen fest, dass das in gewissen Medien dargestellte Bild der reichen Immobilieneigentümer, welche als Einzige ungeschoren aus der Krise kommen wollen, uns in der politischen Arbeit nicht hilft. Wir spüren, dass der politische Druck auch im bürgerlichen Lager erheblich ist, da das betroffene Gewerbe stark unter den coronabedingten Folgen leidet. Grundsätzlich ist aber die Investition in Immobilien meines Erachtens ein langfristig sinnvolles Engagement. Das sieht man auch, wenn man sich die letzten 30 Jahre anschaut. Das vielbesagte Platzen der Immobilienblase sehe ich nicht auf uns zukommen. Genauso wenig wie die seit Jahren angekündigte Zinswende. Genau solange die Immobilienpreise steigen, wird das Platzen der Blase prophezeit. Ich halte mich da lieber an Fakten als an Prognosen.

    Wo sehen Sie die Chancen nach Corona?
    Ganz klar in der Digitalisierung, beschleunigt durch die aktuelle Lage. Hier wird es nochmals einen Schub geben. Ich sehe hier grosse Chancen für eine Effizienzsteigerung in der Branche.