Das Projekt «ALTO», initiiert vom Immobilienunternehmen HIAG, fügt sich nahtlos in die städtebauliche Transformation Zürichs Altstetten ein, einem Stadtteil, der sich von einem industriellen zu einem lebendigen Wohn- und Arbeitsgebiet wandelt. Geplant ist ein 80 Meter hohes Wohnhaus, das sich durch seine Integration in bestehende Strukturen und seine nachhaltige Bauweise auszeichnet.
Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes ist eine öffentlich zugängliche Gewerbenutzung geplant, während das erste Obergeschoss mit Gemeinschaftsräumen, einem Dachgarten und Ateliers als soziales Zentrum für die Bewohnerinnen und Bewohner dient. Darüber hinaus werden in den 25 Stockwerken darüber moderne Wohnungen realisiert, die den neuen urbanen Lebensstil in Altstetten widerspiegeln.
Neben der wohnlichen Nutzung wird das Quartier durch das Projekt weiter aufgewertet. Die Shedhalle, ehemals Teil der Fiat-Garage, wird zu einem Lebensmittelmarkt mit einem attraktiven Frischesortiment umgestaltet und wird die Funktion als Nahversorger übernehmen. Des Weiteren ist die Errichtung einer Stadtloggia geplant, die als öffentlicher Treffpunkt dient , der den Community-Gedanken aufnimmt, und die urbane Qualität des Areals betont.
Nachhaltigkeit spielt bei der Entwicklung des Bauprojekts «ALTO» eine zentrale Rolle. Die Verwendung von ressourcenschonenden Materialien und die Gestaltung durchlässiger Freiflächen unterstreichen das Engagement für eine umweltfreundliche Stadtentwicklung. Als erstes Wohnhochhaus im Kanton Zürich, wird die Fassade durchgängig mit Photovoltaikpanels ausgestattet, womit die Mieter vom eigens produzierten Strom profitieren können. Ein innovatives Mobilitätskonzept, das eine deutliche Reduktion der Parkplätze vorsieht, rundet das zukunftsorientierte Gesamtkonzept ab.
Mit der geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2026 wird das Bauprojekt «ALTO» nicht nur neuen Wohnraum in Zürich Altstetten bieten, sondern auch als Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung und soziales Zusammenleben dienen.
Schlagwort: Wohnhaus
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Das Bauprojekt «ALTO»
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Kriens: Alte Ziegelei soll in neuem Glanz erstrahlen
Die Alte Ziegelei unterhalb des Bellparks in Kriens ist stadtbekannt. Sie wurde in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Zwischen 1889 und 1899 erweiterte Luzern seinen Häuserbestand um 25 Prozent, die Nachfrage nach gebrannten Ziegeln war hoch. Mangelhafte Lehmvorkommen und eine unbeständige Geschäftsführung führten die Ziegelei im Jahr 1900 jedoch in den Konkurs.
Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Gebäude in den 1920er-Jahren zu einem Wohnhaus umgebaut. Seither hat es mehrere bauliche Veränderungen erfahren und ist dadurch historisch gewachsen. Zwischenzeitlich wurde es ins Verzeichnis der schützenswerten Gebäude des Kantons Luzern aufgenommen. Bis vor kurzem wohnten und arbeiteten in der Alten Ziegelei junge Familien, Kreative, Handwerkerinnen und Lebenskünstler.
Das Gebäude hat einen hohen Sanierungsbedarf. Als Grundeigentümerin entschloss sich die Schmid Immobilien AG zur Sanierung der Alten Zieglei und ein Bauprojekt in einem begleiteten Verfahren zu entwickeln.

Die Alte Ziegelei ist stadtbekannt und steht seit über 100 Jahren in Kriens. Ein Fachgremium aus Vertretenden der Bauherrschaft, der Denkmalpflege und der Stadt Kriens sowie externen Architekten und Ingenieuren beurteilte die Projektentwürfe von vier eingeladenen Architekturteams. Die Projekte sollten den Bezug zur Geschichte der Alten Ziegelei erfüllen, die Interessen der Denkmalpflege umsetzen und die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümerin berücksichtigen. Das Siegerprojekt stammt von Seiler Linhart Architekten aus Luzern.
Es sieht vor, die historisch gewachsenen dreiseitigen Anbauten des Gebäudes zu entfernen und die Alte Ziegelei auf ihren Kern zurückzubauen. Die historischen Fassaden sollen saniert und das zentrale Element des natürlich belichteten Innenhofs wiederhergestellt werden. An der Ost- und Westseite soll das Wohngebäude mit einer Laubenkonstruktion ergänzt werden. Geplant sind insgesamt 18 Wohnungen, verteilt auf die drei Obergeschosse, und vier Ateliers im Erdgeschoss. Auch nach der Sanierung soll das gemeinschaftliche Leben unter einem Dach in der Alten Ziegelei im Vordergrund stehen.
Die Bauarbeiten starten im Frühling 2023 und sollen bis Ende 2024 dauern. Die Investition beträgt rund elf Millionen Franken.
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Renovation und Erweiterungsbau: Hospiz Zentralschweiz Luzern
Schützenswertes Gebäude: Arztpraxis mit Wohnhaus in Littau
Das ursprüngliche Gebäude – ein Wohnhaus mit integrierter Arztpraxis – hat der damalige Luzerner Architekt Josef Gasser 1959 erbaut. Dabei liess er sich vom bekannten US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright inspirieren: Insbesondere durch den von Wright geprägten Prärie-Stil, der Bezug zur breiten, flachen Landschaft im mittleren Westen der USA nimmt. Entsprechend zeichnet sich die Architektur durch eine offene Raumgestaltung, eine horizontale, flächige Ausrichtung und den Einsatz natürlicher Materialien aus. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern wurde ein umsichtiger Weg für den Umgang mit dem schützenswerten Gebäude gefunden.Von Frank Lloyd Wright inspirierter Klinkerbau wird sanft renoviert
Am äusseren Erscheinungsbild des bestehenden Klinkerbaus wurde bei der Sanierung wenig geändert. Eingriffe am äusseren Erscheinungsbild des Hauses wurden nur Richtung Garten realisiert, in dem die Stiftung den Anbau erstellen liess. Die Raumaufteilung und -nutzung wurde für die notwendigen Gemeinschafts-, Administrations-, Praxis- und Pflegeräume angepasst. Im bestehenden Obergeschoss entstanden Arbeitsräume, Gästezimmer und ein «Raum der Stille». Erschlossen ist das ganze Haus neu mit einem Lift.Pavillonartiger Holzbau für stationäres Hospiz
Im Innenhof wurde ein einstöckiger Pavillon in Holzbauweise mit 12 Zimmern erstellt. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Nasszelle und Blick in den Garten. Die zwei Gebäude sind durch einen Gang, welcher den neuen Innenhof umschliesst, verbunden. Der Pavillon ist unterkellert und an das bestehende Gebäude unterirdisch angebunden. Für ein harmonisches Erscheinungsbild wurde der Neubau mit einer Klinkerstein- und Holzfassade sowie einem Dachrand aus vorpatiniertem Kupfer realisiert.Die Renggli AG begleitete die Stiftung Hospiz Zentralschweiz als Generalplanerin. Als Teil des Planungsteams hat sie die Architektur mitentworfen und die anspruchsvollen Fachgebiete und beteiligten Partner koordiniert. Im Projekt wirkte die Renggli AG zudem als Totalunternehmerin. ■