Die Schlieremer Halter AG hat laut einer Mitteilung Ende März die Überbauung AuPark plannmässig abgeschlossen und an die Bauherrschaft Swiss Life Asset Managers übergeben. Im Rahmen des Projekts entstanden fünf Mehrfamilien- und Geschäftshäuser mit Blick auf den Zürichsee und die Halbinsel Au.
Die Überbauung AuPark umfasst insgesamt 300 Wohnungen, darunter 111 Stockwerkeigentumseinheiten, heisst es in der Projektbeschreibung. Dazu kommen Gewerbeflächen und ein Coop, der als Nahversorger für das Quartier dienen soll. Der namensgebende AuPark liegt im Herzen des Projekts und dient mit weitläufigen Rasenflächen als zentraler Treffpunkt und Erholungsraum für die Bewohnerschaft.
„Im Rahmen unserer Totalunternehmerleistung wurde das Projekt gezielt verdichtet und der Wohnungsmix optimiert“, so das Unternehmen in der Mitteilung. „Das Ergebnis: eine nachhaltige, marktfähige Entwicklung mit hoher Wohnqualität – auch im Segment des preisgünstigen Wohnungsbaus.“
Der Kanton Glarus hat eine lange industrielle Tradition. Welche Impulse setzen Sie, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen? Der Kanton Glarus ist seit jeher ausgesprochen wirtschaftsfreundlich. Als einer der ersten Schweizer Kantone regelten wir die Wirtschaftsförderung (1978) gesetzlich. Zudem ist Glarus mit dem Fabrikgesetz (1864) und der obligatorischen Altersversicherung (1916) Schweizer Pionier in der Sozialgesetzgebung. Vor diesem Hintergrund ist das Glarnerland traditionell ein moderner Unternehmensstandort mit wettbewerbsfähigen Vorteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die vielleicht erst auf den zweiten Blick auffallen. Zum Beispiel ist das Glarnerland gross genug, um Unternehmen genügend Platz zu bieten, aber auch klein genug, um schnell und unbürokratisch Entscheidungen zu treffen. Die Kontaktstelle für Wirtschaft unterstützt sowohl Unternehmensgründer als auch bestehende Unternehmen oder Firmen, die sich neu ansiedeln möchten, pragmatisch und verlässlich. In unseren drei schweizweit vorbildlich fusionierten Grossgemeinden finden Investoren günstige Immobilien und Arbeitgeber gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter, die gerne in einer intakten Umwelt mit den Vorteilen eines modernen Umfelds leben.
Wie fördert das Volkswirtschaftsdepartement innovative digitale Geschäftsideen? Die Möglichkeiten der digitalen Transformation dienen einerseits dazu, Prozesse und Produkte neu zu gestalten, sie bilden andererseits aber auch die Basis für die Kreislaufwirtschaft. Dabei geht es sowohl um mehr Ressourceneffizienz als auch um Datenmanagement. Dadurch wissen die Mitarbeitenden von morgen, welche Materialien mit welchen Prozessen verbaut wurden. Eine weitere Chance sind die Lieferketten: Neue digitale Prozesse ermöglichen eine robustere, effizientere und transparentere Supply Chain. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die digitale Transformation in der Glarner Wirtschaft mit Digitalisierungskrediten. Im Förderprogramm stehen bis Ende 2027 zwei Millionen Franken bereit. Gefördert werden innovative Projekte, die neue Technologien in Prozessen und Produktionen berücksichtigen, neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen sowie Kooperationen aufbauen. Konkret führen wir mit der Expertise des Innovationsnetzwerks Ostschweiz (INOS) in teilnehmenden Betrieben eine IST-Analyse durch. Die Analyse wird durch die neue Regionalpolitik (NRP) finanziert und beinhaltet eine Standortbestimmung inklusive Massnahmenplan und Roadmap zur Umsetzung. Diese Grundlagen braucht es für das Gesuch nach finanzieller Unterstützung bis zu 100’000 Franken für einzelbetriebliche und 300’000 Franken für überbetriebliche und/oder branchenweite Projekte.
Wie wird sich der Immobiliensektor Ihrer Meinung nach im Bereich Industrie und Gewerbe entwickeln? Der Druck der Agglomeration ist im Glarnerland spürbar. Das Bevölkerungswachstum ist aber moderat, was einer nachhaltigen Entwicklung entgegenkommt. Bei den Industrie- und Gewerbeflächen verfügt die Gemeinde Glarus Nord über besonders hohe Kapazitäten, die aktuell am Standort Bilten mit mehreren Projekten genutzt werden. Wir setzen mit aktivem Flächenmanagement auf eine nachhaltige Entwicklung mit qualitativen Projekten bei Industrie und Gewerbe.
Welche Trends sehen Sie in der Entwicklung von Angebot und Nachfrage im Bereich Wohnen? Neubauprojekte im Wohnbereich werden zum Grossteil in den Gemeinden Glarus und Glarus Nord umgesetzt. Das hat auch mit den Nutzungsplanungen zu tun, die dank der Gemeindefusion einen gesamtheitlichen und fortschrittlichen Blick einnehmen können. In Glarus Süd befindet sich die Nutzungsplanung noch im anspruchsvollen politischen Prozess, der auch vom Kanton begleitet wird.
Wie können Sie sicherstellen, dass die Entwicklung des Immobilienmarkts den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht? Wer in einem unserer 29 Dörfer, Ortschaften oder Ortsteilen lebt, schätzt die Eigenheiten seines Wohnorts. Diese zeigen sich zum Beispiel in der Lage oder im Vereinsleben. So lebt es sich in Elm oder Braunwald völlig anders als im Kantonshauptort oder in Näfels. Und dort wieder anders als auf dem Kerenzerberg oder am Walensee. Das schafft Identität und Verbundenheit; dadurch bleiben die Menschen hier. Das deckt sich mit dem moderaten Tempo des Bevölkerungswachstums und den vergleichsweise stabilen Immobilienpreisen.
Wie können Sie sicherstellen, dass sich Ihr Immobilienmarkt nachhaltig entwickelt? Mit unserer einzigartigen Kombination aus Naturverbundenheit und urbaner Nähe, mit der überschaubaren Grösse und dem kompakten Lebens- und Wirtschaftsraum punktet das Glarnerland. Das A und O ist deshalb ein sorgfältiger Umgang mit diesen Vorteilen – sie sind unsere Ressourcen, unser Kapital.
Welche Infrastrukturprojekte von ASTRA und SBB sind geplant und welche Verbesserungspotenziale erkennen Sie? Das Glarnerland wird als ländliche Region wahrgenommen, hat aber durch seine Lage zwischen Zürich und Chur sehr gute Verkehrsanbindungen. Die Stadt Zürich und der Flughafen sind mit Auto oder Zug nur eine Stunde entfernt, eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen führt durch den Kanton, und Privatflugzeuge und -helikopter können in Mollis starten und landen.
Natürlich setzt sich auch der Kanton Glarus mit den zunehmenden Mobilitätsanforderungen auseinander. In den letzten Jahren hat der Kanton drei von vier grösseren Strassenbauprojekten umgesetzt, um insbesondere den Entwicklungsschwerpunkt Flugplatz Mollis zukunftsgerichtet zu erschliessen. Das vierte Projekt zur optimierten Erschliessung des Industriegebiets im Süden der Gemeinde Glarus steckt in der Planungsphase. Zentrum unserer Bemühungen ist die enge Zusammenarbeit mit dem Bund bei den Umfahrungsprojekten zur Entlastung der heutigen Hauptachse. Vom Bund haben wir die Zusicherung, die Umfahrungen Netstal und Glarus zu einem Gesamtprojekt unter Federführung des ASTRA zu vereinen. Ziel ist, den Kanton Glarus umfassend von den Strassenverkehrsproblemen zu entlasten.
Beim öffentlichen Verkehr haben wir seit der Landsgemeinde 2025 eine neue gesetzliche Grundlage für das künftige öV-Angebot. Schon heute ist unsere Region mit Direktverbindungen nach Zürich und Rapperswil sowie mit Umsteigevarianten in Ziegelbrücke nach St. Gallen, Chur und Zürich gut erschlossen. Auf diesen Komfort und den an der Landsgemeinde 2025 beschlossenen durchgehenden Halbstundentakt sind unsere Bevölkerung und Unternehmen angewiesen. Dafür setzen wir uns beim Bund und in der Zusammenarbeit mit SBB und SOB konsequent ein. Mit den Firmen kooperieren wir aktiv, um für Mitarbeitende das Pendeln mit dem öV attraktiver zu gestalten – zum Beispiel schafft der Bonus-Pass Anreize, um vom Auto auf den öV zu wechseln.
Eine zentrale Rolle bei der Mobilität spielen auch die kurzen Wege in und zwischen unseren Ortschaften. Zum Beispiel dauert die Velofahrt von Näfels, Glarus Nord, oder von Schwanden, Glarus Süd, bis zum Kantonshauptort nur 20 Minuten. Dem Trend zum Velo trägt auch das kantonale Veloweggesetz Rechnung, das die Landsgemeinde 2024 beschlossen hat.
Wie trägt die Standortförderung dazu bei, Glarus als lebenswerte und zukunftsorientierte Region zu präsentieren? Der Kanton Glarus erreicht die dritthöchste finanzielle Wohnattraktivität: Neben geringen Wohnkosten bieten wir eine moderate Steuerbelastung und vergleichsweise geringe Krankenkassenprämien. Das sind unsere grossen Pluspunkte bei den finanziellen Faktoren. Dazu kommt die hohe Qualität des Lebensraums, der die Vorteile des Ländlichen mit urbanen Angeboten kombiniert. Das zeigt sich schon auf den ersten Blick bei der Ankunft im Kanton Glarus. Zusammen mit der eindrücklichen Bergwelt prägen die Zeitzeugen der frühen Industrialisierung das Landschaftsbild und Leben in unserem Kanton. Die historischen Industrieareale, Fabrikantenvillen und Arbeitersiedlungen aus dem 19. Jahrhundert und eben die Landschaft sind nicht umsonst auch Kulisse für Filme und TV-Serien. Im Alltag der Menschen zeigt sich das in einem kontrastreichen und lebendigen Umfeld mit zeitgenössischen Siedlungen für Fachkräfte und Familien, die Leben, Arbeiten, Kultur und Freizeit in unseren modernen Gemeinden schätzen. Unter diesen Gesichtspunkten betreibt Glarus seit über zehn Jahren aktives und gezieltes Kantonsmarketing. Dieses Jahr nutzen wir unsere Rolle als Gastgeberin des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF), um den Kanton Glarus als Lebensmittelpunkt ins Rampenlicht zu stellen. Mit dem bevorstehenden Grossanlass richtet sich der Blick der ganzen Schweiz auf das Glarnerland. Unter dem Motto «Echt sagenhaft» stehen die Themen Arbeiten, Wohnen und Freizeit im Zentrum. Das Gesicht der Kampagne ist der beliebte Glarner Koch und Influencer Noah Bachofen. Er und sein Kollege werden auf ihrer Mission begleitet, einen authentischen Imagefilm über das Glarnerland zu kreieren. Die Kampagne zielt darauf ab, das einzigartige Glarner Lebensgefühl sichtbar und schmackhaft zu machen.
Wieso bleiben Fachkräfte in der Region und was trägt die Standortförderung dazu bei? Natürlich reicht eine gute Kampagne allein noch nicht aus. Einen grossen Beitrag an die hohe Lebensqualität leisten die kommunalen Standortförderungen. Sie entwickeln ihren Wohn- und Freizeitraum mit neuen Projekten und in Zusammenarbeit mit Investoren weiter – Beispiele sind die optimal erschlossenen Entwicklungsschwerpunkte an den Bahnhöfen Näfels/Mollis und Glarus. Die Gemeinden sorgen für zeitgemässe Schulen und familienergänzende Angebote, betreiben Sportanlagen und bieten Detailhandel, Gastronomie, medizinischer Versorgung, Industrie, Gewerbe und Kultur Platz für einen lebendigen und funktionierenden Alltag. Der Kanton stellt den Betrieb der Kantonsschule, der Sportschule sowie der Berufsfachschulen, des Kantonsspitals, der Sicherheit und der sozialen Dienste sicher. Die schlanken Verwaltungsstrukturen ermöglichen einen effizienten und direkten Austausch zwischen den kantonalen Fachstellen und den Verantwortlichen auf Gemeindeebene.
Welche langfristige Vision haben Sie für den Wirtschaftsstandort Glarus? In den kommenden Jahren ist für den Kanton Glarus entscheidend, dass die angestossene Entwicklung koordiniert umgesetzt wird. Es gilt, die privaten Initiativen zu unterstützen und zu begleiten, und gleichzeitig die richtigen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Fachkräfte zu schaffen. Wenn das gelingt, ist der Kanton Glarus ein sicherer, vernetzter und wirtschaftsstarker Landsgemeindekanton mit einer starken Mittelschicht, umgeben von intakter Natur.
Zukunftsgerichtete und effiziente Strukturen sind entscheidend für den Erfolg einer Firma. Das gilt auch für die öffentliche Hand. Glarus ist der einzige Kanton, der seine eigenen Strukturen konsequent den neuen Gegebenheiten angepasst hat. Mit der heutigen sehr effizienten Verwaltung sind wir fit für die Zukunft.
Im Februar 2022 erwarb die Halter AG das Areal Schützengütli in Bischofszell mit zwei Flächen von rund 6500 und 1000 Quadratmetern. Das Grundstück, das ab 1907 der Schifflistickerei und später dem Glasgleichrichterbau gedient hatte, ging 1946 in den Besitz der Malzfabrik und Fruchtpresserei Laumann & Co. über. Bis vor wenigen Jahren wurden hier Essenzen und Sirupe hergestellt. Am 10. Februar 2023 trat der revidierte Bau- und Zonenplan der Stadt Bischofszell in Kraft und ermöglichte eine Wohnnutzung mit Gestaltungsplanpflicht auf dem Areal.
Für ein lebendiges und attraktives Bischofszell «Mit dieser Arealentwicklung in einem intakten Quartier werden wir attraktiven Wohnraum an sehr gut erschlossener Lage direkt beim Bahnhof schaffen», ist Rolf Zäch, Projektleiter bei Halter Entwicklungen, überzeugt. «Die Entwicklung des Areals leistet einen wertvollen Beitrag für ein attraktives Bischofszell.» Auch Thomas Weingart, Stadtpräsident von Bischofszell, ist erfreut über die anstehende Entwicklung: «Das Zentrum unserer Stadt entfaltet sich weiter positiv. Das freut den Stadtrat. Besonders ehrt uns, dass mit der Halter AG eine namhafte Firma in Bischofszell tätig wird, die ihre grosse Erfahrung in städtebaulichen Entwicklungen einbringen kann.»
Harmonische Einbettung in Quartier und Stadt Geplant sind rund 50 Eigentumswohnungen, für die der Gebäudebestand bis auf einzelne Elemente weichen wird. In einem zweistufigen Studienauftrag soll eine qualitativ hochwertige Arealentwicklung erzielt werden, die den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern eine hohe Wohn- und Lebensqualität bietet und sich harmonisch in das umgebende Quartier einfügt. Unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien wird ein städtebauliches Konzept für das Grundstück erarbeitet, dem in einem zweiten Schritt die architektonische Gestaltung folgt. Das von Halter Entwicklungen bereits aufgegleiste Studienauftragsverfahren wird in diesem Frühjahr starten.
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