Schlagwort: Wohnung

  • Spatenstich für Berns erstes Plusenergie-Quartier

    Spatenstich für Berns erstes Plusenergie-Quartier

    Mit dem heutigen Spatenstich wurde symbolisch der Start für das Plusenergie-Quartier Aarerain in Worblaufen gefeiert. Nach umfangreicher Entwicklungsphase haben im September 2023 die Vorbereitungen für die Baustelle begonnen.

    Die neue Überbauung bietet 189 Wohnungen für bis zu 400 Bewohnerinnen und Bewohner. In den Erdgeschossen sind nebst den Wohnungen auch eine Kita und Atelierflächen geplant, welche den Quartierplatz beleben werden. Der Hangweg des Projekts ermöglicht einen barrierefreien Zugang in den Aareraum und zum neuen Freizeit- und Wassersportzentrum der Gemeinde Ittigen. «Was lange währt, wird endlich gut, lautet ja ein bekanntes Sprichwort», freut sich Gemeindepräsident Marco Rupp. «Das Projekt Aarerain komplettiert die Umgestaltung des Aareraums Worblaufen und fügt sich perfekt in unsere nachhaltigen Grundgedanken der Siedlungsentwicklung ein.»

    Plusenergie-Quartier produziert Energieüberschuss
    Im Jahresverlauf wird die neue Wohnsiedlung entsprechend dem Energie-Standard Plusenergie-Quartier nach gewichteten Kriterien mehr Energie produzieren als sie verbraucht. Dies wird durch den konsequenten Einsatz von Photovoltaik auf den Dächern und an den Fassaden der sechs- bis achtgeschossigen Gebäude erreicht. Die PV-Paneele an den Fassaden werden in einem grün-blauen Farbton realisiert und geben das Farbenspiel der Aare und der Umgebung wieder. Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels Erdwärmesonden; mit der Entwärmung der Wohnungen über die Fussbodenheizung werden im Sommer die Erdsonden regeneriert.

    Der von der Hauptstadtregion Schweiz ins Leben gerufene Energie-Standard «Plusenergie-Quartier» bringt mit einer einfachen und klaren Definition die nachhaltige Entwicklung im Gebäudebereich voran und leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes. Dabei arbeiten Kantone und Gemeinden mit namhaften Infrastrukturunternehmen und Investoren zusammen. Regierungsrat Christoph Ammann ergänzt: «Plusenergie-Quartiere ermöglichen eine nachhaltige Entwicklung – und dies ohne Einbussen im Wohnkomfort. Ich freue mich, wenn solche Leuchtturmprojekte über die Hauptstadtregion hinaus strahlen.»

    Naturnah und nachhaltig
    Die Überbauung wird aber nicht nur hinsichtlich der positiven Energiebilanz punkten. Ansprechende Wohnungsgrundrisse, ein naturnahes Wohnumfeld mit Blick in den Aareraum und die grösstmögliche Freihaltung der Grünflächen am Aarehang zeichnen das nachhaltige Projekt aus. Das Freihalten der Grünflächen wird durch die verdichtete Bauweise des Areals im östlichen Bereich der Parzelle ermöglicht. Dank dieser geschickten, städtebaulichen Setzung im Sinne des haushälterischen Umgangs mit dem Boden bleibt gut die Hälfte der Parzelle unbebaut und naturbelassen. Der autofreie Quartierplatz zwischen den Gebäuden bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und wirkt mit seinen differenzierten Platzbelägen und Begrünungen der sommerlichen Überhitzung entgegen.

    Mit dem symbolischen Spatenstich am 9. April 2024 hat die Entwicklung des Plusenergie-Quartiers Aarerain in Worblaufen, einem Projekt von Losinger Marazzi in Zusammenarbeit mit der CPV/CAP Pensionskasse Coop und der Gemeinde Ittigen, offiziell begonnen. Die Architektur stammt von Fischer Architekten AG. Diese hochmoderne Wohnsiedlung soll Ende 2026 fertiggestellt sein und bietet nicht nur 189 Wohnungen, sondern auch Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Kita und Ateliers, die das Quartier beleben.

  • HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    Die Ingenieurs- und Beratungsfirma Herzog Kull Group Holding AG (HKG) baut die Aarhof Garage in Aarau laut einer Medienmitteilung zu einem modernen Bürogebäude um und wird dieses auch selber nutzen. Die Garage wurde 1950 erbaut und soll nach der Sanierung heutigen Baustandards gerecht werden, heisst es in der HKG-Mitteilung. Im Erdgeschoss sollen 45 Büroarbeitsplätze entstehen. Das Projekt wird von HKG gemeinsam mit dem Aarauer Architekturbüro Schneider & Schneider realisiert. Zu den Büroräumen kommen Sitzungszimmer, ein Pausenraum und eine Küche hinzu.

    HKG verweist in seiner Medienmitteilung auf einen Bericht der «Aargauer Zeitung», laut dem sich die Kosten auf 3,2 Millionen Franken belaufen werden. Mit dem Umbau soll noch 2024, voraussichtlich im Spätsommer, begonnen werden. Die Sanierung und Um- sowie Neubauten im Obergeschoss sollen bis Mitte September 2025 fertiggestellt sein.

    Im Obergeschoss werden nach Angaben von HKG drei Zweieinhalb-Zimmer-Loft-Wohnungen mit hohen Decken errichtet. Da das Gebiet um die Traditionsgarage traditionell ein Grüner Fleck in Aarau war, solle in Erinnerung an die historischen Gärten wieder ein begrünter Raum entstehen, heisst es in der Mitteilung.

    Das 1978 in Aarau gegründete Unternehmen HKG ist auf innovative Gebäudetechnik von der Elektrizitätsplanung bis zur Gebäudeautomation spezialisiert. HKG widmet sich auch den erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik.

    HKG hat neben dem Hauptsitz in Aarau Vertretungen in Schlieren ZH sowie in Baden, Bern, Chur GR, Crissier VD, Luzern, Olten SO, Pratteln BL, Rotkreuz ZG, St.Gallen und Vilters SG. Die HKG beschäftigt rund 200 festangestellte Mitarbeitende, darunter 89 mit einer höheren technischen Ausbildung, 65 mit technischer Ausbildung sowie 23 kaufmännisch administrative Mitarbeitende und 23 Lernende.

  • Zukünftige Entwicklungen im Schweizer Immobilienmarkt

    Zukünftige Entwicklungen im Schweizer Immobilienmarkt

    Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wird die 9-Millionen-Grenze in der ersten Jahreshälfte 2024 knacken. Die «magische» 10-Millionen-Marke dürfte dann bereits Mitte der 2030er-Jahre erreicht werden. Diese weitere Million setzt voraussichtlich neue Rekordmarken: Noch nie stieg die Wohnbevölkerung so schnell an. Auch wurde noch nie ein Millionenschritt derart stark durch internationale Migration getrieben und gleichzeitig von so wenig Bautätigkeit begleitet.

    Die Schaffung von mehr als genug Wohnraum und ein massiver Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zeichneten seit der 5-Millionen-Schweiz 1955 dafür verantwortlich, dass die Mieten insgesamt deutlich schwächer stiegen als die Löhne. Was in den letzten 70 Jahren galt – sinkende Wohnkosten, grösserer Flächenkonsum pro Person und mehr Wohnkomfort – dürfte nun der Vergangenheit angehören. Denn kumuliert fehlen aufgrund der lahmenden Bautätigkeit bis 2034 voraussichtlich mindestens 150 000 Wohnungen, um den Flächenkonsum stabil zu halten.

    Preise und Mieten übertreffen Lohnwachstum
    Die Mieten dürften in den nächsten Jahren daher schneller steigen als die Einkommen. Die Angebotsmieten könnten bis Mitte der 2030er-Jahre – vergleichbar mit der Entwicklung zwischen 2002 und 2012 – real insgesamt um 25 bis 30 Prozent zulegen. Im Gegensatz zu den letzten 70 Jahren wird die Mietpreisentwicklung an Zentrumslagen aufgrund der hohen Einwanderung zudem wohl stärker ausfallen als in der Peripherie.

    Auch bei Wohnimmobilienpreisen – also sowohl bei Eigenheimen als auch bei Mehrfamilienhäusern – ist zu erwarten, dass diese bei insgesamt moderater Zinsentwicklung stärker steigen werden als die Einkommen. Einerseits bleiben Toplagen als Folge des Wachstums überproportional gefragt. Andererseits wird sich der «Speckgürtel» der Grosszentren zunehmend in die bisher erweiterten Agglomerationen ausdehnen, was dort die Zahlungsbereitschaft ebenfalls erhöht. Wohnimmobilien haben damit das Potenzial, an vergangene Wertsteigerungen anzuknüpfen oder diese sogar zu übertreffen.

    Goldenes Zeitalter unter Vorbehalt
    Träume von hohen Wertsteigerungen aufgrund anziehender Mieten könnten sich jedoch schnell als Illusion erweisen. Wenn sich die Wohnsituation vieler Haushalte verschlechtert, könnte die Politik den Markt mit zusätzlichen Regulierungen belasten. In einem solchen Szenario droht die Bautätigkeit noch tiefer auszufallen und die Haushalte müssten noch enger zusammenrücken. Langfristige Verlierer wären zudem die Bausubstanz und die Nachhaltigkeit aufgrund mangelnder Anreize für umfassende und energetische Sanierungen.

  • Zukunft für 500 gemeinnützige Wohnungen im Josef-Areal

    Zukunft für 500 gemeinnützige Wohnungen im Josef-Areal

    Die neu gegründete IG Zentrum Hardbrücke (IGZH) setzt sich leidenschaftlich für ein vielfältiges, urbanes und ökologisches Zürich-West ein. Die IGZH sieht die Notwendigkeit, das Quartier mit mehr Leben zu erfüllen, insbesondere durch die Steigerung des derzeit niedrigen Wohnanteils von nur 12 Prozent. Aus diesem Grund hat die IG Zentrum Hardbrücke eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um herauszufinden, ob und wie auf dem Josef-Areal, das im Besitz der Stadt Zürich ist, Wohnungen realisiert werden können.

    Dringender Bedarf an Wohnraum in Zürich-West
    Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass, abhängig von der Ausnutzung des Areals, bis zu 500 gemeinnützige Wohnungen auf dem Josef-Areal gebaut werden könnten. Die Förderung von gemeinnützigem Wohnraum soll dazu beitragen, die Vielfalt im Quartier zu erhöhen. Angesichts des Scheiterns der Pläne für Wohnungen auf dem benachbarten Neugass-Areal und der Ankündigung der SBB, vorerst keine Wohnungen an der Neugasse zu bauen, ist dieser zusätzliche Wohnraum umso dringlicher.

    Wohnungen sind nun wichtiger denn je
    Die IG Zentrum Hardbrücke ist sich bewusst, dass die Stadt bereits weit fortgeschrittene Pläne für die Entwicklung des Josef-Areals hat, die jedoch keine Wohnungen vorsehen. Die IGZH ist jedoch der Ansicht, dass sich die Situation nach dem Scheitern des Neugass-Projekts grundlegend geändert hat und dass das Quartier dringend Wohnraum benötigt. Die IGZH sieht die Gelegenheit auf dem Josef-Areal als eine Chance, die nicht vertan werden sollte.

    Wohnungen als sinnvolle Ergänzung
    Eine Arbeitsgruppe der IG Zentrum Hardbrücke hat verschiedene Szenarien für Wohnungen auf dem Josef-Areal erarbeitet, die im Hochparterre-Sonderheft „Josef will wohnen“ veröffentlicht wurden. Es wird deutlich, dass die Idee, Wohnungen auf dem Josef-Areal zu errichten, nicht im Widerspruch zu den Plänen der Stadt steht. Das Konzept der Arbeitsgruppe ermöglicht auch die Umsetzung des Hallenbads für Schulkinder, der Alterswohnungen, der Quartierräume und der Grünflächen. Lediglich der Werkhof für das Tiefbauamt könnte am Stadtrand besser untergebracht werden als in zentraler Lage mitten im Quartier.

    Die politische Entscheidung ist gefragt
    Um Wohnungen auf dem Josef-Areal überhaupt in Betracht zu ziehen, ist ein aktives politisches Handeln erforderlich. Das Josef-Areal ist derzeit als Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBA) ausgewiesen, in der Wohnungen nicht erlaubt sind. Eine Umnutzung ist jedoch möglich und hängt von politischem Willen ab. Die IG Zentrum Hardbrücke hofft, dass die Veröffentlichung von „Josef will wohnen“ die notwendigen Diskussionen in Gang setzt.

  • Bundesrat schlägt massvolle Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes vor

    Seit dem 1. Januar 2016 ist das Zweitwohnungsgesetz (ZWG) in Kraft. In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen seither keine zusätzlichen Ferienwohnungen mehr gebaut werden. Zudem gelten für sogenannte altrechtliche Wohnungen spezifische Regeln. Altrechtliche Wohnungen sind Objekte, die vor der Volksabstimmung über die Zweitwohnungsinitiative im Jahr 2012 erstellt wurden. Solche Wohnungen sind in der Nutzung frei und dürfen heute bei einem Umbau um maximal 30 Prozent vergrössert werden. Bei einem vollständigen Abriss und Wiederaufbau hingegen ist eine solche Erweiterung nicht zulässig.

    Diese Ungleichbehandlung will der Bundesrat beseitigen. Er schlägt dem Parlament vor, die Vergrösserung der Fläche um maximal 30 Prozent auch im Falle eines Abrisses und Wiederaufbaus zu erlauben. Denn oft ist die Grenze zwischen Umbau einerseits und Abriss und Wiederaufbau andererseits schwer zu ziehen.

    Der Bundesrat empfiehlt diese Änderung in seiner am 16. August verabschiedeten Stellungnahme zur Umsetzung der Parlamentarischen Initiative 20.456 von Nationalrat Martin Candinas (Mitte, GR). Der Vorstoss verlangt eine Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes, die weiter geht als die Empfehlung des Bundesrats. So soll es künftig möglich sein, bei einem Abriss und Wiederaufbau nicht nur die Fläche um maximal 30 Prozent zu vergrössern. Neu soll bei allen Vergrösserungen auch der Bau von zusätzlichen Wohnungen und Gebäuden erlaubt sein. Die zuständigen Kommissionen von National- und Ständerat haben der Parlamentarischen Initiative im Jahr 2021 zugestimmt. Der Gesetzesentwurf liegt nun vor.

    Dem Bundesrat geht dieser Entwurf zu weit. In seiner Stellungnahme hält er fest, dass in den betreffenden Gemeinden der Bau von zusätzlichen Zweitwohnungen und Gebäuden in einen gewissen Konflikt mit der Bundesverfassung trete. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, dass zusätzliche Wohnungen, die im Rahmen einer Vergrösserung entstehen, ausschliesslich als Erstwohnungen zu nutzen sind.

    Mit seinem Vorschlag berücksichtigt er, dass in einigen touristischen Gemeinden die Wohnungssituation für die lokale Bevölkerung sehr angespannt ist. Dies zeigt der aktuelle Monitoring-Bericht zum ZWG vom Mai 2023. Die Nachfrage nach Zweitwohnungen in touristischen Hot-Spots ist sehr hoch. Deshalb ist es für Eigentümerinnen und Eigentümer finanziell äusserst interessant, altrechtliche Wohnungen als Zweitwohnungen zu verkaufen oder zu vermieten. Werden die Bestimmungen für die Schaffung neuer Wohnungen gelockert, werden die Sanierung oder der Neubau solcher altrechtlichen Wohnungen und deren Umnutzung zu einer Zweitwohnung noch attraktiver. Dies will der Bundesrat im Interesse der lokalen Bevölkerung verhindern. Für diese sind die Wohnungspreise häufig unerschwinglich geworden.

  • Raiffeisen hat schlechte Nachrichten

    Raiffeisen hat schlechte Nachrichten

    Der Anstieg bei den Mieten in der Schweiz dürfte weiter an Fahrt zulegen. Die Erhöhungen nach der Anhebung des Referenzzinssatzes von Anfang Juni werden per Anfang Oktober wirksam. Doch das war erst der Anfang, wie es in einer Studie von Raiffeisen am Donnerstag heisst.

    Bei den Mieten sei «Feuer im Dach», schreiben die Immobilienexperten. Die nächsten Erhöhungen des Referenzzinssatzes seien bereits in Sicht. «Im Dezember dürfte der Referenzzinssatz auf 1,75 Prozent steigen», so die Erwartung. Damit drohe der Mehrheit der Schweizer Mieterinnen und Mieter eine weitere Mieterhöhung per 1. April 2024. Eine nochmalige Erhöhung sei nach dem Zinsszenario dann erst Ende 2024 oder Anfang 2025 möglich.

    Zwei Drittel in zweiter Runde betroffen
    Während in der aktuellen Erhöhungsrunde schätzungsweise knapp die Hälfte aller Mieter potenziell betroffen sind, dürften nach dem zweiten Referenzzinsanstieg bei rund zwei Dritteln aller Mietverhältnisse Erhöhungspotentiale bestehen, heisst es weiter.

    Und die Steigerungen werden klar über den vorgesehenen 3 Prozent liegen. Die Vermieter geben auch einen Teil der aufgelaufenen Teuerung an die Mieter weiter und machen die allgemeinen Kostensteigerungen geltend. Eine genaue Prognose sei in Ermangelung von Erfahrung mit einer solchen Situation mit grossen Unsicherheiten behaftet. Doch die Experten rechnen damit, dass die schweizweite Mietpreisteuerung im Verlauf des nächsten Jahres mit der zweiten Erhöhung des Referenzzinssatzes zeitweise auf 8 Prozent klettern dürfte.

    Doch nicht nur die Erhöhungen treiben die Mieten. Voraussetzung dafür, dass die Vermieter diese überhaupt durchsetzen können, liege vor allem auch an der weiter hohen Nachfrage und dem knappen Angebot. «Die Nachfrage nach Mietwohnungen zieht aufgrund einer dynamisch wachsenden Zuwanderung in schnellen Schritten weiter stark an», heisst es in der Studie.

    Rekord bei Zuwanderungssaldo
    Die Experten halten es für möglich, dass bei der Nettozuwanderung in diesem Jahr sogar das bisherige Rekordsaldo des Jahres 2008 geknackt wird. «Bis im Mai 2023 lag der Wanderungssaldo der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz um ein Viertel höher als in der vergleichbaren Vorjahresperiode». Und darin seien die ukrainischen Flüchtlinge im Land noch nicht eingerechnet, die oft unterstützt von den Kommunen auf dem freien Markt eine Wohnung suchen würden.

    Hinzu kommen noch andere Effekte, wie etwa eine hohe Zahl von Haushaltsneugründungen oder der Einfluss des Trends zum Home Office. Dadurch steigen die Ansprüche an die Wohnsituation.

    Keine Besserung beim Angebot in Sicht
    Der Mietwohnungsmarkt trocknet zunehmend aus. Die Leerstandquoten insbesondere in den urbanen Zentren sind tief und die Angebotsmieten steigen.

    Anzeichen für eine angebotsseitige Linderung der Wohnungsknappheit gebe es kaum. Zwar habe sich die Zahl der eingereichten Baugesuche für Wohnungen in den letzten Quartalen immerhin stabilisiert, die dringend nötige Bauoffensive lässt aber weiter auf sich warten. «Die dünne Projektpipeline reicht bei weitem nicht aus, um die aktuell starke Zusatznachfrage nach Wohnungen zu befriedigen.

    Förderung für Wohnungsbau oder individuelle Beihilfen
    Einen kritischen Blick werfen die Raiffeisen-Experten in diesem Zusammenhang auch auf die Forderungen nach einer stärkeren Förderung des gemeinnützigen Wohnbaus. Auch das koste viel Geld und nicht immer würden in den städtischen oder Genossenschaftswohnungen bedürftige Mieter leben. Rund die Hälfte der Bewohner von Genossenschaftswohnungen verfüge nämlich über ein so hohes Einkommen, dass sie auf die Förderung gar nicht angewiesen seien, so die Studienautoren.

    Die starke Verbilligung dieser Wohnungen führe zu gewissen Fehlanreizen. Haushalte, die von diesen günstigen Mieten profitieren, hätten wenig Interesse daran, diese Wohnung später wieder zu verlassen, auch wenn sich die Lebensumstände ändern. Es stelle sich die Frage, ob eine subjektspezifische Förderung – also eine direkte Unterstützung der bedürftigen Haushalte – schlussendlich nicht wünschenswertere Ergebnisse erzielen würde, schreibt Raiffeisen.

  • Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon ZH

    Allreal plant Wohnüberbauung in Zumikon ZH

    Allreal erwarb 2019 ein direkt gegenüber der Internationalen Schule gelegenes, 4569 Quadratmeter grosses Grundstück. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohneigentum in Zumikon, plant Allreal auf dem Grundstück die Realisation von 19 Reiheneinfamilienhäusern mit je 5 ½ Zimmern. Diese werden als Wohneigentum verkauft.

    Um ein städtebaulich und architektonisch hochwertiges Projekt zu realisieren, wurden im zweiten Halbjahr 2021 vier namhafte Architekturbüros zu einem Studienwettbewerb eingeladen. Das Beurteilungsgremium unter der Leitung von Michael Geschwentner, Steib Gmür Geschwentner Kyburz Architekten, Zürich, hat das Projekt der Arbeitsgemeinschaft Mathis Kamplade Architekten in Zusammenarbeit mit Theres Hollenstein Architektur aus Zürich einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen.

    Die geplante Wohnüberbauung beinhaltet zwei hintereinander angeordnete Häuserzeilen; der mittige Zwischenraum ist gleichzeitig Erschliessung und Begegnungsort. Die Modularität der Gebäudeeinheiten sorgt für eine hochwertige Wohnqualität sämtlicher Reihenhäuser. Die Häuser werden nach dem Minergie-Eco-Standard realisiert. Aufgrund der Gestaltungsplanpflicht für das Grundstück hat Allreal einen privaten Teilgestaltungsplan entwickelt, der voraussichtlich im November 2022 eingereicht wird. Der Baustart ist – abhängig vom Bewilligungsverfahren – für das Jahr 2025 geplant, die Fertigstellung im Jahr 2027.

  • Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    In Zuchwil ist das neue Wohn- und Arbeitsquartier Riverside jetzt bezugsfertig. Die ersten Mieter werden laut Medienmitteilung im Oktober ins Widi Huus und Sulzer Huus einziehen. Das Projekt der Swiss Prime Anlagestiftung zeichnet sich durch moderne Energieversorgung und Verkehrsführung sowie Erholungsmöglichkeiten aus. Es sei von der Swiss Prime Anlagestiftung in Olten als „Lebensraum“ entwickelt worden, heisst es weiter. Als ein Standort auf dem Land mit allen Annehmlichkeiten eines urbanen Ortes. Das neue Quartier Riverside verbinde Wohnen und Arbeiten. Die Aare wiederrum verbinde die Natur mit der Stadt. Das Quartier hat direkten Zugang zum Fluss.

    Nach Angaben von Jérôme Baumann, Präsident des Stiftungsrates der Swiss Prime Anlagestiftung, sind „120 Wohnungen bereits vermietet. Nur noch wenige sind zu haben.“ Die Wohnungen böten viel Lebensqualität. Bei der Auswahl der Materialen sei man mit „äusserster Sorgfalt“ vorgegangen, wird der Solothurner Architekt Benedikt Graf von gsj architekten und agps architecture zitiert. Die Wärmeerzeugung für Heizung und Wasser erfolge nachhaltig über eine Grundwasser-Wärmepumpe. Im Sommer sei eine natürliche Kühlung in Betrieb.

    Alle Wohnungen sind nach den Richtlinien von Procap Schweiz konzipiert und rollstuhlgängig. An den Besucherparkplätzen sind einzelne Ladestationen für E-Fahrzeuge vorhanden. Die Parkplätze in der Tiefgarage können ebenfalls mit einer Ladestation ausgerüstet werden. Bis Herbst 2022 sollen alle fünf Häuser der ersten Etappe bezogen sein.

  • Weniger Wohnungen stehen leer

    Weniger Wohnungen stehen leer

    Zum Stichtag am 1. Juni 2021 wies die Schweiz insgesamt 71’365 leerstehende Wohnungen inklusive Einfamilienhäuser auf, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 9,5 Prozent. Die entsprechende Leerwohnungsziffer nahm im selben Zeitraum um 0,18 Prozentpunkte auf 1,54 Prozent ab. Sie sei damit zum ersten Mal innert zwölf Jahren gesunken, heisst es in der Mitteilung.

    Die Analysten des BFS haben dabei in in sechs der sieben Grossregionen einen Rückgang der leerstehenden Wohnungen beobachtet. Lediglich im Grossraum Tessin sei die Leerwohnungsziffer um 0,12 Prozentpunkte auf 2,83 Prozent angestiegen. Innerhalb der Kantone machten die Analysten die tiefsten Leerwohnungsziffern in Zug (0,34 Prozent), Genf (0,51 Prozent) und Zürich (0,72 Prozent) aus. Die höchsten Leerwohnungsziffern wurden in den Kantonen Solothurn (3,15 Prozent), Tessin (2,83 Prozent) und Appenzell Innerrhoden (2,59 Prozent) beobachtet.

    Einen besonderes hohen Rückgang der Leerstände haben die Analysten bei Neubauwohnungen und Einfamilienhäusern festgestellt. Zum Stichtag wurden schweizweit 7066 leer stehende Objekte zur Dauermiete oder zum Kauf angeboten, das sind 24,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der für Dauermiete oder Kauf angebotenen leerstehenden Einfamilienhäuser nahm im selben Zeitraum um 18,8 Prozent auf 5940 Immobilien ab.

  • Mietpreise sinken im März leicht

    Mietpreise sinken im März leicht

    Die Preise für Mieten sind im März im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gesunken. Diese kurzfristige Entwicklung spiegelt sich aber nur in den landesweiten Durchschnittswerten wider. In den teuersten und bevölkerungsreichsten Regionen sind die Mietpreise im März gestiegen, zeigen neueste Daten des Swiss Real Estate Offer Index. Auch in der langfristigen Betrachtung haben die Preise durchschnittlich angezogen.

    So mussten Mieter in der Genferseeregion im März 0,2 Prozent mehr bezahlen, in der Grossregion Zürich sogar 0,9 Prozent. Auch in der Nordwestschweiz stiegen die Mietpreise laut Medienmitteilung um 0,3 Prozent, in der Ostschweiz um 0,2 Prozent und im Tessin um 1,9 Prozent. In der Zentralschweiz fielen die Mietpreise dagegen um 1,2 Prozent. Aufs gesamte Jahr betrachtet stiegen die Mietpreise im Landesdurchschnitt um 0,6 Prozent.

    Beim Wohneigentum haben sich die Preise ebenfalls unterschiedlich entwickelt, je nach Wohnart. Während Interessenten von Eigentumswohnungen im März von durchschnittlich 0,4 Prozent niedrigeren Preisen profitierten, mussten Käufer von Einfamilienhäusern 1 Prozent drauflegen.

    In den vergangenen zwölf Monaten zogen die Preise bei Eigenheimen sogar um rekordverdächtige 7,2 Prozent an. Kostete der Quadratmeter im März 2020 noch 6398 Franken, so waren es im März dieses Jahres schon 6857 Franken.

    Bei Stockwerkeigentum fiel das Plus mit 3 Prozent etwas moderater aus. Hier stieg der Quadratmeterpreis von 7366 Franken im März 2020 auf 7587 Franken im März 2021.

    Die Daten des Swiss Real Estate Offer Index werden in Echtzeit auf der Grundlage von Inseraten auf der Immobilienplattform ImmoScout24 und in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erstellt.