Schlagwort: Zementproduktion

  • Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Holcim hat eine strategische Beteiligung an Capsol Technologies vereinbart, einem Spezialisten für Post-Combustion-Carbon-Capture-Lösungen aus Oslo. Die geht aus einer Mitteilung des Baustoffanbieters hervor. Im Fokus steht die sogenannte HPC-Technologie (Hot Potassium Carbonate), ein energieeffizientes chemisches Absorptionsverfahren zur Abscheidung von CO2 aus Gasströmen, kombiniert mit einem integrierten Wärmerückgewinnungssystem. Mit Hilfe dieser Technologie will Holcim die Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab vorantreiben und der wachsenden Kundennachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen begegnen.

    „Durch die Kombination von Holcims Know-how in der Zementherstellung und der CO2-Abscheidung vor Ort mit der sicheren und effizienten Technologie von Capsol verfügen wir über einen zusätzlichen Hebel, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und profitables Wachstum zu erzielen“, wird Ram Muthu, Head of Operational Excellence bei Holcim, zitiert. „Durch diese strategische Investition sind wir der Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab einen Schritt näher gekommen.“

    Der Investition ging ein CapsolGo-Demonstrationsprojekt im Holcim-Werk Dotternhausen in Deutschland im Jahr 2025 voraus, bei dem Capsol seine Technologie erfolgreich im industriellen Umfeld erprobte. Die Beteiligung erweitert Holcims Portfolio an Dekarbonisierungstechnologien innerhalb seines offenen Innovationsökosystems. Über Holcim MAQER Ventures, die Corporate-Venture-Capital-Einheit des Konzerns, hat Holcim bislang 19 Investitionen getätigt und prüft jährlich mehr als 500 Start-ups im Bereich nachhaltiger Baulösungen.

  • Inländische Immobilien bleiben für institutionelle Anleger attraktiv

    Inländische Immobilien bleiben für institutionelle Anleger attraktiv

    Die IFZ-Studie Hypothekar und Immobilieninvestitionen 2025 der Hochschule Luzern hat laut einer Mitteilung das Anlageverhalten 228 institutioneller Schweizer Investoren untersucht, darunter Pensionskassen, Versicherungen, Anlagestiftungen und Fonds. Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern befindet sich in Rotkreuz ZG. Laut der Studie bleiben besonders inländische Immobilien als Anlage attraktiv.

    Pensionskassen (PK) halten ihre durchschnittliche Immobilienquote von 24,3 Prozent hoch und wollen diese zu grossen Teilen weiter ausbauen: 47 Prozent wollen ihren Schweizer Immobilienbestand stärken, 49 Prozent diesen stabil halten und bloss 3 Prozent wollen reduzieren. Dabei ist bei allen PKs laut Studie eine „Home Bias“ zu spüren: die Schweizer Allokation des Immobilienvermögens liegt zwischen 85 Prozent (grosse PKs) und 92 Prozent (mittlere PKs).

    „Einerseits wirken die seit über 25 Jahren steigenden Preise wie eine Bestätigung der Stabilität des Marktes. Andererseits erscheinen Investitionen im Ausland aufgrund von Währungsabsicherungskosten und höherer Volatilität weniger attraktiv“, wird Co-Studienleiter John Davidson zur Präferenz für Schweizer Bestände in der Mitteilung zitiert.

    Nur 9 Prozent der befragten Investoren glauben allerdings an eine Fortführung des Aufwärtstrends. Als grösste Sorge für Anleger im Schweizer Immobilienmarkt gilt die zunehmende Regulierung. Diese führt laut 82 Prozent der institutionellen Anleger zu einem baldigen Ende des Immobilienaufschwungs. Besonders komplexe Bauvorschriften (92 Prozent), Einsprachen (90 Prozent) und ein stärkerer Mieterschutz (88 Prozent) hindern weiteres Wachstum.

    Risiken wie Einbruch des Wirtschaftswachstums (45 Prozent), höhere Zinsen über längere Zeit (37 Prozent) oder ein schwächeres Bevölkerungswachstum (35 Prozent) treten, verglichen mit politischen und regulatorischen Druck, in den Hintergrund.

    Die Studie basiert auf Umfragen bei Schweizer Immobilienfonds, Anlagestiftungen und Versicherungen sowie 135 Pensionskassen. Die befragten Pensionskassen decken mit einem Anlagevolumen von 568 Milliarden Franken rund 50 Prozent des Gesamtvermögens der Kassen ab.

  • Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Fortschritt bei CO2-Reduktion durch moderne Zementproduktion

    Die Holcim AG mit Sitz in Zug hat im rumänischen Câmpulung eine Anlage für Kohlenstoffabscheidung bei der Zementproduktion initiiert. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte sich der international tätige Baustoffhersteller für das Projekt EU-Fördermittel sichern. Die Anlage in Câmpulung ist das achte von der EU geförderte Projekt Holcims zur Kohlenstoffabscheidung.

    Die Anlage Carbon Hub CPT 01 in Rumänien ist das erste Festlandprojekt zur Kohlenstoffabscheidung- und speicherung (Carbon Capture and Storage/CCS) in Osteuropa. Vor Ort wird Kohlendioxid aus den Rauchgasen eliminiert und in komprimierter Form dauerhaft unterirdisch gespeichert. Die geografischen und geologischen Bedingungen in Câmpulung bieten dafür gute Voraussetzungen, heisst es in der Mitteilung. Bis 2032 will Holcim mit seinen Partnern, so Carmeuse aus dem belgischen Louvain-la-Neuve, jährlich etwa 2 Millionen Tonnen emissionsarmen Zement in Rumänien produzieren.

    „Das CCS-Projekt in Rumänien unterstützt damit Holcims Bestrebungen, nachhaltiges Wachstum in profitables Wachstum umzuwandeln – ein zentraler strategischer Treiber unserer NextGen Growth 2030-Strategie“, wird Simon Kronenberg, Regionalleiter Zentral- und Osteuropa bei Holcim, in der Mitteilung zitiert. „Die Förderung durch den EU-Innovationsfonds unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer Ingenieurteams, die Reife unserer Technologien und unsere fortschrittlichen Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

  • Investition in CO2-armen Zement fördert Markteinführung

    Investition in CO2-armen Zement fördert Markteinführung

    Holcim beteiligt sich finanziell an der Skalierung und raschen Markteinführung des CO2-armen Zements von Sublime Systems. Die Investition des Zuger Unternehmens, eines der grössten Baustoffproduzenten der Welt, bringt den Bau der ersten kommerziellen Produktionsanlage von Sublime voran. Dafür hatte das Start-up vom US-Energieministerium im März bereits 87 Millionen Dollar erhalten.

    Das Team von Sublime Systems hat laut einer Mitteilung von Holcim eine «einzigartige Technologie» zur Dekarbonisierung von Zement entwickelt, die den gesamten Produktionsprozess von der Nutzung sauberer Elektrizität bis hin zu kohlenstofffreien Rohstoffen umfasst. «Wir sind begeistert vom Potenzial dieser Technologie und freuen uns, sie gemeinsam in grossem Massstab auf den Markt zu bringen», wird Holcims Nachhaltigkeitschef Nollaig Forrest zitiert.

    Holcim hat sich durch eine verbindliche Abnahmevereinbarung einen grossen Teil des dort produzierten Sublime Cement gesichert. Beide Partner haben ein eigenes Projektteam eingerichtet, um gemeinsam weitere Anlagen zu entwickeln.

    «In der Zementindustrie ist Grösse alles», so Leah Ellis, CEO und Mitbegründerin von Sublime Systems. «Durch die Kombination der Technologie von Sublime mit den fortschrittlichen globalen Aktivitäten von Holcim, von der Herstellung und Logistik bis hin zum kommerziellen Vertrieb, können wir gemeinsam unsere Wirkung steigern.»

    Das Unternehmen betreibt derzeit an seinem Sitz in Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts eine Pilotanlage mit einer Produktionskapazität von bis zu 250 Tonnen pro Jahr und entwickelt seine erste kommerzielle Anlage mit einer Kapazität von jährlich 30’000 Tonnen, die bereits 2026 in der ebenfalls in Massachusetts gelegenen Stadt Holyoke eröffnet werden soll.

  • Der Bau eines CO2-neutralen Zementwerks in Lägerdorf

    Der Bau eines CO2-neutralen Zementwerks in Lägerdorf

    Der Bau des neuen Holcim-Zementwerks in Lägerdorf markiert einen entscheidenden Schritt in der globalen Bemühung, die CO2-Emissionen der Zementindustrie zu reduzieren. Mit einer geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2028 wird das Werk eines der ersten seiner Art sein, das vollständig CO2-neutral operiert. Die Beteiligung hochrangiger politischer und wirtschaftlicher Führungskräfte, darunter Dr. Robert Habeck, Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sowie Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts für die deutsche Industrie und die globale Umweltpolitik.

    Die „pure oxyfuel“-Technologie ist das Herzstück des Projekts. Sie ermöglicht es, nahezu das gesamte bei der Zementproduktion entstehende CO2 aus den Abgasen abzuscheiden. Anstelle herkömmlicher Luft wird in der Verbrennung reiner Sauerstoff verwendet, was die Emissionen drastisch reduziert. Das abgeschiedene CO2 wird anschließend aufbereitet und kann entweder in anderen Industrien weiterverwendet oder sicher gelagert werden. Dieses Verfahren stellt einen signifikanten Fortschritt im Bemühen dar, die Zementherstellung nachhaltiger zu gestalten.

    Dr. Cetin Nazikkol, Mitglied des Vorstandes von thyssenkrupp Decarbon Technologies, hebt hervor, dass Zement ein fundamentaler Baustoff ist, dessen Produktion jedoch erhebliche Mengen an CO2 freisetzt. Die innovative Technologie von thyssenkrupp bietet hier eine zukunftsfähige Lösung, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Das Werk in Lägerdorf wird modellhaft zeigen, wie die Zementindustrie transformiert werden kann, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und gleichzeitig die industrielle Produktion aufrechtzuerhalten.

    Das Engagement für eine klimaneutrale Zukunft wird auch von den lokalen Regierungsvertretern geteilt. Ministerpräsident Günther betont, dass Schleswig-Holstein an der Spitze der Energiewende steht und das Projekt in Lägerdorf ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg ist. Diese Entwicklung wird nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch neue Technologien fördern und nachhaltiges Wirtschaftswachstum in der Region und darüber hinaus anregen.

  • Beton und seine Doppelrolle in der CO2-Bilanz

    Beton und seine Doppelrolle in der CO2-Bilanz

    Beton kann im Laufe der Jahre einen Teil des bei der Zementproduktion freigesetzten CO2 chemisch binden. Der Prozess, bekannt als Karbonatisierung, bei dem aus Calciumhydroxid im Beton Kalkstein entsteht, ist jedoch langsam und von vielen Faktoren abhängig. Experten der Empa und der ETH Zürich erforschen nun im Rahmen des Projekts «DemoUpCARMA», ob und wie dieser Prozess in einem Betonwerk beschleunigt werden kann.

    Einsatz von Recycling-Granulat
    Die Forschung konzentriert sich auf die Verwendung von Recycling-Granulat aus abgebauten Betonkonstruktionen. Dieses Granulat wird mit CO2, das aus einer Kläranlage gewonnen und verflüssigt geliefert wird, in einem speziellen Verfahren behandelt. Die Behandlung führt zu einer chemischen Reaktion, bei der das Granulat CO2 aufnimmt und die Druckfestigkeit des recycelten Betons erhöht.

    Ergebnisse der Empa-Forschung
    Die Forschung ergab, dass Recycling-Granulat unter bestimmten Bedingungen effizient CO2 aufnimmt. Analysen zeigten signifikante Veränderungen in der Zusammensetzung des Materials, einschliesslich der Bildung von Calciumcarbonat und Calcium-Silicat-Hydrat, einem wichtigen Bestandteil für die Festigkeit von Beton. Zudem wurde festgestellt, dass Feuchtigkeit eine wichtige Rolle bei der CO2-Aufnahme spielt.

    Potenziale der CO2-Behandlung und zukünftige Anwendungen
    Die CO2-Behandlung des Recycling-Granulats und des sogenannten Recyclingwassers weist ein beachtliches Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf. Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die CO2-Einsparung bei diesen neuartigen Baustoffen bis zu 15 Prozent betragen könnte. Die Behandlung zeigte auch bei der Festigkeit des recycelten Betons positive Auswirkungen.

    Lebenszyklusanalysen und langfristige Perspektiven
    Lebenszyklusanalysen von Experten des Paul Scherrer Instituts und der Empa zeigen, dass karbonatisiertes Material den Treibhausgas-Effekt um rund 13 Prozent im Vergleich zu herkömmlichem Beton reduzieren kann. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der Technologie über die gesamte Lebensdauer von Betonprodukten hinweg.

    Dieses Pilotprojekt mit seinen vielversprechenden Ergebnissen markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft der Bauindustrie. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Technologien in die Praxis umzusetzen und ihre langfristigen Auswirkungen auf verschiedene Betontypen zu untersuchen.

  • Sika expandiert in Kanada

    Sika expandiert in Kanada

    Sika hat die Übernahme des kanadischen Baustoffzulieferers Sable Marco in einer Medienmitteilung bekanntgegeben. Mit dem Engagement will das in der Spezialitätenchemie tätige Unternehmen den Vertrieb im östlichen Kanada noch erfolgreicher machen.

    Sable Marco ist führend in der Mörtel- und Zementproduktion. Laut Medienmitteilung erzielt das in Pont-Rouge in der Provinz Québec ansässige Unternehmen einen Jahresumsatz von 20 Millionen Franken.

    Der Kundenstamm von Sable Marco passe zum Portfolio von Sika, heisst es. Zudem könne Sika von den „Kontakten zu nationalen und regionalen Baustoffmärkten und Heimwerker-Einzelhandelsketten profitieren“ und mache einen wichtigen Schritt zu einem „neuen Kundenkreis mit hohem Potenzial“.

    Die zementösen Produkte, Mörtel, Polymersande sowie weitere Materialien werden im Grossraum Quebec produziert. Synergien sehen die Unternehmen gemäss der Mitteilung im „Cross-Selling-Potenzial der Produkte, die Sika in den Zielmärkten Waterproofing und Building Finishing“ anbiete. Durch die geografische Lage sieht Sika Chancen für neue Vertriebswege im östlichen Kanada. Zudem sei die steigende Nachfrage nach Polymersand-Produkten einer Zusammenarbeit förderlich.