Schlagwort: Zertifikat

  • «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    Das innovative und langfristig ausgerichtete Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach einer etappierten Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren erfolgreich fertiggestellt. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem früheren Gewerbeareal in Burgdorf BE. Bei der Konstruktion wurde über 6600 m3 Schweizer Holz verwendet, das als natürlicher CO2-Speicher dient und aufgrund kurzer Transportwege eine ausgezeichnete Ökobilanz aufweist.

    Der Energiebedarf für das gesamte Areal wird zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Der Strom stammt von den PV-Anlagen auf den Gebäudedächern, während die Wärme für Heizung und Warmwasser aus einer Heizzentrale kommt, die mit Schweizer Pellets betrieben wird. Das durchdachte Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Car-Sharing, Velos und öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working Space unterstützt das Arbeiten von Zuhause aus und entlastet somit indirekt die Verkehrswege. Zudem sorgt die Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip im Sommer für eine natürliche und effiziente Kühlung und macht das Projekt dank der vielfältigen einheimischen Pflanzen zu einem wahren Hotspot der Biodiversität.

    Label mit hohen Anforderungen
    Im April 2024 erhielt das bisher grösste Immo-Projekt vom Verein Minergie das begehrte Zertifikat: das Label Minergie-Areal, nachdem es bereits mit dem Label Minergie-A-ECO ausgezeichnet wurde. Der neue Standard, der seit September 2023 besteht, wird von verschiedenen Organisationen wie dem Verein Minergie, den Kantonen, der Wirtschaft und dem Bundesamt für Energie unterstützt. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen minimalen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen während Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude verfügen über einen besonders effizienten Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftaustausch. Zudem wird der Aussenraum des Minergie-Areals so gestaltet, dass die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität erhöht werden, beispielsweise durch grüne Bepflanzung und Beschattungsmöglichkeiten. Ein weiterer Pluspunkt des Minergie-Areals ist die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität.

    Die Überbauung in Burgdorf BE setzt neue Massstäbe im Holzbau für Wohnungen. Mit 168 Eigentumswohnungen in zehn Mehrfamilienhäusern ist es das grösste Bauprojekt seiner Art, das Schweizer Holz und den Minergie-A-ECO-Standard vereint. Von Anfang an standen Nachhaltigkeitsaspekte im Mittelpunkt, was dem Projekt das erste Minergie-Areal-Zertifikat für ein realisiertes Projekt einbrachte.

    Dank der eleganten Holzfassaden fügt sich das Ensemble architektonisch optimal in die natürliche Umgebung ein. Die klar definierten Begegnungs- und Spielzonen mit dörflichem Charme fördern die Beziehungen zwischen den Bewohnern. Gleichzeitig gewährleistet die Architektur die Privatsphäre und schafft Wohnräume mit idealen Luft-, Licht- und Schalleigenschaften. Gemeinschaftsfördernde Elemente wie ein grosszügiger Gemeinschaftspavillon und die professionelle Homeoffice-Zone «fm produktiv» runden das Angebot ab.

    Die Wohnungen bieten 2.5 bis 5.5 Zimmer und sind für Singles, Paare und Familien jeden Alters konzipiert. Die Grundrisse sind flexibel gestaltet, sodass sie zukünftigen Bedürfnissen angepasst werden können. Der Bau erfolgte ab dem Erdgeschoss in Holzelementbauweise.

    Die Energieversorgung basiert konsequent auf erneuerbaren Quellen. Der Strom für die rund 400 Bewohnerinnen und Bewohner stammt von den PV-Anlagen auf den Dächern der Mehrfamilienhäuser (700 MWh/Jahr). Die Wärme wird in einer Heizzentrale mit Schweizer Holzpellets erzeugt.

    Das Mobilitätskonzept setzt auf Veloverkehr, öffentlichen Verkehr, E-Fahrzeuge und Car-Sharing. Es stehen Velounterstände, Ladestationen, Reparatur- und Reinigungsbereiche zur Verfügung. Zusätzlich können Bewohner via App eines der beiden Elektroautos des quartiereigenen Car-Sharing nutzen oder bequem den Bus nutzen, der halbstündlich vom Quartier nach Burgdorf verkehrt. Die Nachfrage nach den Eigentumswohnungen sowie nach den Mietwohnungen war von Anfang an sehr gross. Bereits Monate vor Fertigstellung, waren alle 168 Wohnungen verkauft respektive vermietet. Die fairen Verkaufs- und Mietpreise haben sicher zum grossen Erfolg beigetragen, z.B. war eine Wohnung mit 4.5 Zimmern bereits ab CHF 610’000 erhältlich (abzüglich Minergie-Fördergelder des Kantons Bern).

  • Holcim stellt ersten Teil einer 3D-gedruckten Siedlung fertig

    Holcim stellt ersten Teil einer 3D-gedruckten Siedlung fertig

    Holcim hat die erfolgreiche Fertigstellung des bisher grössten 3D-gedruckten, erschwinglichen Wohnkomplexes bekanntgegeben. Dafür hat 14Trees, ein Gemeinschaftsunternehmen von Holcim und British International Investment, in Kenia laut einer Medienmitteilung die ersten zehn Wohneinheiten gedruckt. Insgesamt sind in der geschlossenen Wohnsiedlung namens Mvule Gardens nahe der Stadt Kilifi 52 bezahlbare Gebäude geplant. Bei jeder neuen Bauphase werden laut Holcim weitere Innovationen getestet. Das Projekt ist Teil des regenerativen Ökosystems Green Heart of Kenya, ein Modell für integrative und klimaresistente Städte.

    Aufbauend auf der weltweit ersten 3D-gedruckten Schule von 14Trees in Malawi soll der Mvula Gardens-Komplex ausserdem dazu beitragen, die Infrastrukturlücke des Landes zu schliessen und bezahlbare, klimafreundliche Wohnungen im grossen Massstab zu schaffen. Dazu entstehen durch diese neue Technologie hochqualifizierte Arbeitsplätze: lokale Arbeitskräfte werden zu 3D-Maschinenassistenten und -spezialisten ausgebildet.

    Der 3D-Druck dieser zehn Wohneinheiten wurde mit TectorPrint ermöglicht, der innovativen 3D-Druckfarbe von Holcim, die zum ersten Mal in Kenia hergestellt wurde. Das Nachhaltigkeitsprofil dieses Projekts wurde von der International Finance Corporation, der Entwicklungsbank der Weltbankgruppe, mit dem EDGE Advanced-Zertifikat für nachhaltiges Design ausgezeichnet.

    „Ich bin sehr stolz auf die Arbeit von 14Trees in Afrika, wo unsere Innovationen in der 3D-Drucktechnologie erschwingliches und nachhaltiges Bauen beschleunigen“, wird Miljan Gutovic, Holcims Regionalleiter für Europa, in der Mitteilung zitiert. „Ich freue mich darauf, dass 14Trees diese Erfolge in Europa und anderen Teilen Afrikas in naher Zukunft wiederholen wird.“

  • The Circle: grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert

    The Circle: grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert

    Seit 12 Jahren ist die Minergie- und LEED-Zertifizierung fester Bestandteil von Planung und Bau beim Circle. Unter Beisein von Christian Appert, CEO Amstein + Walthert AG, Martin Kull, CEO und Inhaber HRS Real Estate AG, Daniel Scheifele, Chief Real Estate Officer, Flughafen Zürich AG, Giorgio Engeli, Head Real Estate Portfolio Management Schweiz, Swiss Life Asset Managers, und Stefan Feldmann, Head The Circle, Flughafen Zürich AG, feierte das Team um The Circle am Montag, 27. Juni 2022, nun das erreichte Ziel.

    Schön, funktional, klimaoptimiert
    Mit seinen gut 200’000 m2 Energiebezugsfläche machte der Circle im Jahre der provisorischen Zertifizierung 6% der zertifizierten Minergie-Fläche aus, war aber nur eines von rund 1’900 Gebäuden. Dies zeigt die Grösse und Bedeutung dieses aussergewöhnlichen Baus im Schweizer Kontext auf. Der Circle ist das grösste Minergie-zertifizierte Gebäude in der Schweiz. Das Minergie-Zertifikat bedeute, so Regierungsrat Marc Mächler, dass – zusätzlich zu allen anderen Ansprüchen und Nutzungen – das Gebäude auch klimaoptimiert sei. Klimaoptimiert heisse, «dass dieses Gebäude möglichst den Klimawandel nicht noch beschleunigt und sorgsam mit Ressourcen umgeht. Es ist effizient und funktioniert statt mit fossiler Energie beinahe vollständig mit erneuerbarer Energie.» 

    Dank intensiver Zusammenarbeit zwischen der Minergie-Zertifizierungsstelle und den Verantwortlichen des Circles konnten auch die hohen Anforderungen des Minergie-Qualitätslabels an Gebäudehülle und Lüftung erfüllt werden. Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter Minergie, freut sich, dass das Resultat schliesslich allen zu Gute kommt: «Gerade bei den heutigen Energiepreisen lohnt sich jede eingesparte Kilowattstunde Energie – und zwar nicht nur fürs Klima, sondern auch finanziell».

    In die Energiezukunft mit Netto-Null
    Mit dem führenden Schweizer Gebäudelabel Minergie wurden seit 1998 dank über 53’000 Minergie-Gebäuden mehr als 12 Mio. Tonnen CO2 und 67 Mio. Megawattstunden Energie eingespart, im Vergleich zu den gesetzlichen Mindestanforderungen. Minergie zertifiziert pro Jahr ca. 3 Mio. m2 Energiebezugsfläche. In enger Abstimmung mit den Kantonen geht Minergie stets voran und ist so Vorreiter der kantonalen Energiegesetze. Dieses Zusammenspiel funktioniert seit Beginn und geht erfolgreich weiter. Aktuell schaut Minergie erstens sehr genau auf die verbaute Energie und die Treibhausgasemissionen in der Erstellung eines Gebäudes. Und zweitens strebt Minergie eine Verbesserung der Betriebsphase an: Umfangreiche, digitalisierte Gebäude-Daten dienen dazu, die Energieflüsse im Betrieb zu messen, um dann auf Basis des Monitorings wo nötig eine Betriebsoptimierung vorzunehmen. Seit Jahren fossilfrei im Betrieb, – auch bei Modernisierungen – bewegt sich Minergie so immer mehr in Richtung Netto-Null. Der Standard Minergie-A-ECO kommt dem Schweizer Netto-Null-Gebäude am nächsten.

  • Grüne Baulösungen von LafargeHolcim erhalten Zertifikat

    Grüne Baulösungen von LafargeHolcim erhalten Zertifikat

    Unter den 1000 von der Stiftung Solar Impulse identifizierten Lösungen, die die Umwelt auf profitable Weise schützen, sind zehn des Baustoffkonzerns LafargeHolcim. Die Lausanner Stiftung des Umweltpioniers Bertrand Piccard hatte sich 2018 vorgenommen, weltweit mindestens 1000 Lösungen zu finden, zu bewerten und zu zertifizieren. Jetzt werden sie Entscheidungsträgern präsentiert, um so deren skalierte Anwendung zu beschleunigen.

    Zu den mit diesem Umwelt-Label ausgezeichneten Produkte von LafargeHolcim gehören laut einer Unternehmensmitteilung der grüne Beton ECOPact, der CO2-neutrales Bauen ermöglicht, ebenso wie bioaktiver Riffbeton, der marine Ökosysteme wiederherstellt, und 3D-Drucktechnologien zur schnelleren Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Infrastruktur.

    „Es ist grossartig zu sehen, dass Unternehmen wie LafargeHolcim sich verpflichtet haben, mehrere solcher Lösungen umzusetzen, die für den Planeten positiv sind“, so Piccard. „Angesichts der globalen Reichweite und Grösse des Unternehmens kann das einen echten Unterschied bei der Bewältigung der heutigen Klimakrise machen.“

    LafargeHolcim-CEO Jan Jenisch zeigt sich stolz auf den „starken Beitrag“ seines Unternehmens zum Ziel der Stiftung Solar Impulse. „Mehr als die Hälfte unserer Entwicklungsaktivitäten konzentriert sich auf nachhaltige Gebäudelösungen“, wird er zitiert. „Die heutige Bestätigung unserer sauberen Technologien ist eine grosse Ermutigung für unsere Teams, die Grenzen der Innovation für nachhaltiges Bauen weiter zu verschieben.“