Schlagwort: ZEV

  • Neue Dynamik für Eigenverbrauchsgemeinschaften

    Neue Dynamik für Eigenverbrauchsgemeinschaften

    Primeo Energie baut sein Geschäft für Energiegemeinschaften aus. Das Baselbieter Energieunternehmen übernimmt per Anfang 2026 die Abrechnungsleistungen für Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) von Energie Wasser Bern (ewb), Regio Energie Solothurn (RES) und AGROLA, informiert Primeo Energie in einer Mitteilung. Die drei Energieversorger werden ihrer Kundschaft weiterhin ZEV-Dienstleistungen vermitteln, diese jedoch von Prime Energie ausführen lassen.

    „Wir glauben an Energiegemeinschaften als wichtiges Element der Energietransformation“, wird Primeo Energie-CEO Cédric Christmann in der Mitteilung zitiert. „Umso mehr freut es mich, dass uns ewb, RES und AGROLA ihr Vertrauen schenken und uns ihre ZEV-Dienstleistungen übertragen.“ Mit der Übernahme dehnt sich das schweizweite Netz von Primeo Energie auf über 20’000 ZEV-Messpunkte aus. Der Wachstumskurs des Unternehmens im Bereich Energiegemeinschaften soll die Position von Primeo Energie, „als führender Anbieter von ZEV-Dienstleistungen“ stärken, heisst es in der Mitteilung.

  • Energiegemeinschaften ZEV als Schlüssel zur Zukunft

    Energiegemeinschaften ZEV als Schlüssel zur Zukunft

    Der ZEV stellt eine innovative Lösung für die Energieversorgung in Immobilien dar. Durch diese Form der Kooperation können Eigentümer und Mieter von erneuerbaren Energien profitieren, die gemeinschaftlich erzeugt und konsumiert werden. ZEV ermöglicht es, den Energiebedarf effizienter zu decken, senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. In der SVIT Zürich Seminarreihe werden die Grundlagen des ZEV detailliert aufgezeigt und deren Relevanz für die Immobilienbewirtschaftung umfassend beleuchtet.

    Ein rechtlicher Rahmen für ZEV
    Um ZEV erfolgreich implementieren zu können, ist es unerlässlich, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu verstehen. Das Seminar bietet einen Überblick über relevante Vorschriften und rechtliche Aspekte, damit die rechtlichen Anforderungen bekannt sind. Diese Kenntnisse sind entscheidend, um mögliche rechtliche Fallstricke zu vermeiden und eine rechtskonforme Umsetzung zu gewährleisten.

    Erfolgreiche Umsetzung im Fokus
    Mit  Praxisbeispiele werden Einzelhauslösungen sowie umfassende Areallösungen illustriert. Durch die Analyse konkreter Projekte erfahren die Teilnehmenden, wie diese Konzepte nicht nur in der Theorie funktionieren, sondern in der Realität erfolgreich Anwendung finden. Der Austausch über Best Practices wird dazu anregen, innovative Ideen für eigene Umsetzungen zu entwickeln.

    Effiziente Strukturen
    Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Organisation des Betriebs von ZEV in Miet- und Stockwerkeigentumsliegenschaften. Die effiziente Verwaltung und transparente Abrechnung sind ausschlaggebend für den Erfolg dieser Projekte. Experten erläutern, wie eine optimale Betriebsorganisation gestaltet werden kann, um die Vorteile des ZEV für alle Beteiligten zu maximieren und eine reibungslose Umsetzung zu garantieren.

    Zukunftsperspektiven
    Abschliessend wird einen Blick in die Zukunft geworfen. Wie wird sich ZEV in der Immobilienbranche weiterentwickeln? Welche Trends zeichnen sich ab und welche Chancen ergeben sich für Fachleute? Das SVIT Seminar bietet nicht nur wertvolle Impulse für die aktuelle Praxis, sondern auch visionäre Perspektiven für die Immobilienbewirtschaftung von morgen. Lassen Sie die Energiewende vorantreiben und ZEV als Schlüssel zu einer nachhaltigeren Immobilienwirtschaft etablieren.

  • Beim Bahnhof Altdorf entsteht neue Urbanität

    Beim Bahnhof Altdorf entsteht neue Urbanität

    «Bei diesem Wohn- und Geschäftshaus haben wir den Fokus auf eine nachhaltige Konzeption gelegt. Ökologie, Ökonomie und Soziales befinden sich im Einklang. Bei «Cubo» steht die soziale und funktionale Durchmischung des Gebäudes im Mittelpunkt. Diese wird mit vielfältigen und gemeinschaftlichen Nutzungsformen erreicht. Mit diesen zukunftsorientierten Ansätzen werden Anreize geschaffen für die Gründung neuer Arbeits- und Lebensmittelpunkte in der Region», erläutert René Chappuis, Geschäftsleitung der verantwortlichen CAS Gruppe. Der Denkansatz überzeugt. Die Wohnungen und Büroflächen waren innert kürzester Zeit vermietet. Die Möglichkeit, sich im Haus im Alltag zu begegnen, findet besonders bei Pendlern und Neuzuzügern Anklang.

    Treppenhaus als Begegnungszone
    Die kubische Gebäudehülle umschliesst zwei Gewerbegeschosse, vier Wohngeschosse sowie ein Attikageschoss. 36 hochwertige Mietwohneinheiten zu 2.5- bis 4.5-Zi-Wohnungen wurden insgesamt realisiert. «Begegnung, Austausch und die Möglichkeit für gemeinsame Treffen prägen das Raumkonzept. So überrascht das Gebäude mit einer sehr grosszügigen Erschliessungszone. Das von Tageslicht erhellte Atrium dient gleichzeitg als Begegnungszone zur Förderung des sozialen Austausches der Bewohnerinnen und Bewohner», führt Helen Chappuis, Geschäftsleitung und Bereichsleiterin Architektur, aus. Zur Förderung der sozialen Kommunikation sei weiter die Waschküche im Ergeschoss angesiedelt und als Waschbar gestaltet.

    Ökostrom vom Dach
    Bei der Planung wurde der Nachhaltigkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt. Das Gebäude ist mit einer modernen Holzfassade ausgestattet und wird mit einer Grundwasser-Wärmepumpe geheizt, welche über die auf dem Flachdach installierte Photovoltaikanlage gespiesen wird. In der Einstellhalle können Ladestationen für Elektroautos einfach zur Verfügung gestellt werden. Die PV-Anlage mit einer Leistung von 36 Kilowatt produziert pro Jahr rund 34’000 Kilowattstunden Ökostrom. Damit können pro Jahr rund sechs Tonnen CO2-Ausstoss vermieden werden, was rund 42’000 Autokilometern entspricht. Im Rahmen eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) wird der Solarstrom möglichst vor Ort verbraucht. Im Sommer fliesst überschüssiger Solarstrom zurück ins Netz, im Winter wird zusätzlich Energie aus dem öffentlichen Netz bezogen. Dank diesem innovativen Konzept erhalten die Mieter Solarstrom vom eigenen Hausdach, der erst noch weniger kostet als Netzstrom.

  • «Schlatt-Park» Schmerikon: Intelligentes Multi-Energiesystem

    «Schlatt-Park» Schmerikon: Intelligentes Multi-Energiesystem

    Die Sektorkopeplung von Strom, Wärme und Wasser in einem umfassenden Multi-Energie-System optimiert Produktion und Verbrauch maximal – und das für Eigentümer, Mieterschaft und Verwaltung gleichermassen. Der minimale CO2-Ausstoss des Energieverbrauchs der Überbauung entspricht zu 100 Prozent der «Energiestrategie 2050» des Bundes. Die Immobilien-Dächer des «Schlatt-Parks» wurden mit rund 600 m2 Photovoltaikmodulen mit einer Spitzenleistung von 100 Kilowatt ausgestattet. Wärmepumpenanlagen mit einer Gesamtleistung von 180 Kilowatt sowie ein modular erweiterbares Ladestationensystem für E-Autos, welches über ein intelligentes Lastmanagement eine reduzierte Gebäude-Anschlussleistung ermöglicht, ergänzen die Prosumer-Lösung. Nicht zuletzt versorgt eine Blockchain-basierte Abrechnungslösung alle mit Produktions- und Verbrauchsdaten in Echtzeit.

    Bisher wurden die einzelnen Gewerke – Strom, Wärme und Wasser – technisch separat behandelt. Im Projekt sind diese Sektoren in einem System kombiniert und aufeinander abgestimmt. Dabei profitiert die Volatilität in der Produktion von Strom von der Flexibilität der Wärmespeicherung. Die intelligente Nutzung des überschüssig produzierten Photovoltaikstroms wirkt sich wirtschaftlich positiv aus – schliesslich ist sonnenproduzierter Strom günstiger als Strom aus dem Netz.

    Der nächste Entwicklungsschritt umfasst die Umstellung auf «Smart Microgrid», ein intelligentes, gebäudeübergreifendes Energiemanagementsystem. Die Wirtschaftlichkeit einer kompletten und nachhaltigen Energieanlage wird mitunter durch die Eigenverbrauchsquote definiert. Je höher die Quote, desto rentabler und nachhaltiger die Anlage. Anlagen bei Einfamilienhäusern umfassen im Schnitt 10 bis 30 Prozent Eigenverbrauch, bei Mehrfamilienhäusern sind es zwischen 45 und 50 Prozent. Diese Anlagen sind jedoch meistens pro Gebäude in sich selbst geschlossen. «Smart Microgrid» vernetzt mehrere Gebäude – in Zukunft bis zu ganzen Quartieren – wodurch die Eigenverbrauchsquote nochmals deutlich gesteigert werden kann. Die SAK wird bei ihrem nächsten Projekt in Uzwil dieses System erstmals verbauen.