Schlagwort: Zuchwil

  • AMAG produziert nun auch in Zuchwil Solarstrom

    AMAG produziert nun auch in Zuchwil Solarstrom

    Die AMAG Zuchwil/Solothurn hat auf dem Dach des VW- und Škoda-Gebäudes eine Photovoltaikanlage installiert und in Dienst gesetzt. Auf 726 Quadratmetern Fläche sollen 367 Solarpaneele pro Jahr 155’978 Kilowattstunden Energie produzieren. Mit denselben Leistungsdaten will die Garage voraussichtlich Ende Jahr auf dem Dach ihres Audi- und Seat-Gebäudes eine zweite Anlage installiert haben.

    „Dass wir nun auch zu den AMAG-Betrieben zählen, die mit einer Photovoltaikanlage eigenen Strom produzieren können, macht uns nicht nur stolz, sondern auch nachhaltiger und unabhängiger“, wird der Geschäftsführer der AMAG Solothurn, Raphael Biberstein, in einer Medienmitteilung zitiert. „Den Strom brauchen wir vor allem für Kundenfahrzeuge und für unsere eigene Flotte.“

    Bis 2025 werden den Angaben zufolge rund 75’000 Quadratmeter Dachfläche der AMAG mit Solarmodulen bestückt sein. Das entspricht in etwa der Fläche von zehn Fussballfeldern. Damit wird der Autohändler mehr als 20 Prozent des heutigen Stromverbrauchs selbst produzieren.

  • Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    Swiss Prime Quartier Riverside ist bezugsfertig

    In Zuchwil ist das neue Wohn- und Arbeitsquartier Riverside jetzt bezugsfertig. Die ersten Mieter werden laut Medienmitteilung im Oktober ins Widi Huus und Sulzer Huus einziehen. Das Projekt der Swiss Prime Anlagestiftung zeichnet sich durch moderne Energieversorgung und Verkehrsführung sowie Erholungsmöglichkeiten aus. Es sei von der Swiss Prime Anlagestiftung in Olten als „Lebensraum“ entwickelt worden, heisst es weiter. Als ein Standort auf dem Land mit allen Annehmlichkeiten eines urbanen Ortes. Das neue Quartier Riverside verbinde Wohnen und Arbeiten. Die Aare wiederrum verbinde die Natur mit der Stadt. Das Quartier hat direkten Zugang zum Fluss.

    Nach Angaben von Jérôme Baumann, Präsident des Stiftungsrates der Swiss Prime Anlagestiftung, sind „120 Wohnungen bereits vermietet. Nur noch wenige sind zu haben.“ Die Wohnungen böten viel Lebensqualität. Bei der Auswahl der Materialen sei man mit „äusserster Sorgfalt“ vorgegangen, wird der Solothurner Architekt Benedikt Graf von gsj architekten und agps architecture zitiert. Die Wärmeerzeugung für Heizung und Wasser erfolge nachhaltig über eine Grundwasser-Wärmepumpe. Im Sommer sei eine natürliche Kühlung in Betrieb.

    Alle Wohnungen sind nach den Richtlinien von Procap Schweiz konzipiert und rollstuhlgängig. An den Besucherparkplätzen sind einzelne Ladestationen für E-Fahrzeuge vorhanden. Die Parkplätze in der Tiefgarage können ebenfalls mit einer Ladestation ausgerüstet werden. Bis Herbst 2022 sollen alle fünf Häuser der ersten Etappe bezogen sein.

  • Riverside profitiert von Pop-up-Beiz

    Riverside profitiert von Pop-up-Beiz

    Das Riverside in Zuchwil vereint das Beste zweier Welten: Urbane Annehmlichkeiten und ländliche Beschaulichkeit. Eigentümerin ist die Swiss Prime Anlagestiftung, die nicht nur bei dieser sensiblen Entwicklung besonderen Wert auf einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt legt. «Zu einer ganzheitlich nachhaltigen Entwicklung dieses ehemaligen Sulzer-Industrieareals gehört für uns ausserdem der regelmässige Austausch mit dem Umfeld und der Gemeinde, um bei der Weiterentwicklung des bestehenden Masterplans auf die aktuellen Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen zu können», sagt Tobias Hossfeld, Head Development bei der Swiss Prime Site Solutions AG, dem Asset Management-Team der Anlagestiftung. Für die baulichen Entwicklungen ist mit Markus Hauri ein waschechter Solothurner mit seinem Team der mha GmbH zuständig. Parallel dazu arbeitet Andreas Brunner mit seinem Team von Wincasa MUSM an der bestmöglichen Bewirtschaftung und Vermarktung des neuen Quartiers, das Raum für die unterschiedlichsten Nutzungen wie Wohnen, Freizeit und Geschäftsleben bietet. So gesehen sind rund 20 Leute permanent mit dem Riverside-Areal beschäftigt.

    Viel Eigendynamik
    Letztes Jahr entstand die RiverYard-Gartenbeiz im Industrie-Look, die nicht nur viel Zuspruch aus der Region erhielt, sondern auch wunderbar als Marketinginstrument funktioniert. So interessierten sich viele Gäste schon für eine Mietwohnung, obwohl noch nicht einmal der Rohbau fertig war. «Eine solch rasante Eigendynamik hätten wir nicht erwartet», sagt Leo Smeets, Head Letting bei der Swiss Prime Site Solutions AG. Er glaubt, dass diese Entwicklung in Zukunft anhalten wird. Auch der Gastronom möchte gerne langfristig auf dem Areal bleiben und arbeitet dafür mit dem Entwicklungsteam bereits an neuen Ideen. Auch im Bereich Wohnen wird die Entwicklung mit Umsicht und Kontinuität vorangetrieben. Verschiedene Projekte sind entsprechend der anhaltenden Nachfrage in Ausarbeitung und werden in den kommenden Jahren umgesetzt.

    Nähe zum Quartier
    Aktuell freut sich das Riverside-Management über Anfragen anderer Interessenten, etwa aus dem Retail- und Dienstleistungsbereich oder der Gastronomie. So gesehen funktioniert die Entwicklung vom einstigen Industrieareal zum lebendigen, vielfältigen Quartier sehr gut. Immer mehr Leute erkennen gemäss Hauri die Qualitäten des Areals und können eine Nähe aufbauen. Auch haben die Auswirkungen der Pandemie nur zu wenigen Veränderungen bei Mietanfragen geführt.

  • Solothurn erhält eine neue Kehrichtverwertungsanlage

    Solothurn erhält eine neue Kehrichtverwertungsanlage

    Die Kebag in Zuchwil entsorgt jährlich 221’000 Tonnen Abfall und versorgt die Region mit Fernwärme und Strom. Sie ist der drittgrösste Kehrichtverwertungsbetrieb der Schweiz. Aus den 1178 Gemeinden der Kantone Bern und Solothurn stammen 85 Prozent der Abfälle. Allerdings wird das Werk im 2025 bereits 50 Jahre alt – und stösst damit an seine Altersgrenze. Um die umweltverträgliche Entsorgung auch in Zukunft sicherzustellen, ist eine neue Anlage unumgänglich. Denn mit zunehmendem Alter häufen sich Ausfälle, die zu teuren Betriebsunterbrüchen und Entsorgungsengpässen führen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite schreibt.

    Der Betrieb im Emmenspitz ist bereits heute der grösste Stromproduzent der Region. Schweizweit wird hier der grösste Anteil an elektrischer Energie aus dem Kehricht gewonnen. Die geplante Anlage namens Kebag Enova kann in Zukunft dank neuster Technik bis zu 15 Prozent mehr Energie aus derselben Menge Abfall gewinnen. Ein spezieller Gewebefilter und eine mehrstufige Rauchgasreinigung führen zu einer fast vollständigen Reduktion der Schadstoffe. Die Investitionskosten belaufen sich auf 450 bis 500 Millionen Franken. Doch ganz ohne Kompromisse kann der Neubau nicht umgesetzt werden: 11’000 Quadratmeter Wald mussten gerodet werden. Die Kebag leistet als Kompensation im gleichen Umfang Ersatzaufforstungen an anderen Orten im Kanton Solothurn.
    Die Firma TBF+Partner AG aus Zürich wurde mit dem Planungsmandat beauftragt. Den Architekturwettbewerb konnte im 2017 die Penzel Valier AG für sich entscheiden. Die Kebag Enova wird zwei statt bislang vier Verbrennungslinien aufweisen. Dafür sind grössere Ofenlinien vorgesehen, die für mehr Energieeffizienz sorgen. Die Gebäudehülle wird mit Solarpanels bestückt und dadurch die zurzeit grösste Photovoltaik-Fassadenanlage der Schweiz. Der Kamin ist seitlich an den Bau angegliedert und ragt 80 Meter in die Höhe. An der Spitze dieses Betonschaftes befindet sich ein Aussichtsraum.

    Die eine oder andere Herausforderung galt es aber vorgängig zu bewältigen: Eine bedeutende Änderung musste 2018 bei der Kühlung vorgenommen werden. Seit jeher nutzt die Kebag die Flusswasserkühlung. Die Kühlung ist massgebend, damit die Stromproduktion und die dazu benötigte Dampfverwertung möglich sind. Durch die revidierte Gewässerschutzverordnung, die Mitte 2018 in Kraft trat, hat man sich beim Neubau für eine Luft- statt eine Flusswasserkühlung entschieden. Zudem erwies sich der Baugrund bei einer Prüfung als zu wenig stabil für die Kebag Enova. Dank einer Pfahl-Platten-Fundation konnte auch dieses Problem gelöst werden.

    2019 wurde schliesslich das Baugesuch eingereicht. Der Spatenstich erfolgte am 7. Mai 2020. Die Inbetriebnahme ist auf Anfang 2025 geplant.

  • Weniger Billigstrom-Dräck!

    Weniger Billigstrom-Dräck!

    Das Riverside Zuchwil steht stellvertretend für die Nachhaltigkeitsstrategie der Swiss Prime Anlagestiftung und die energieeffiziente zukunftsträchtige Energiepolitik der mit Goldstatus versehenen Energiestadt Zuchwil: «Wir haben an diesem Standort eine Fernwärmeleitung, an der alle bestehenden Gebäude angehängt sind», erklärt Markus Hauri von der Firma mha GmbH das Energiekonzept. «Im Jahr 2014 stellte sich heraus, dass man dieses Gelände problemlos zum 2000-Watt-Quartier entwickeln kann. Denn nebst der Fernwärme haben wir hier Fluss- und Grundwasser. Zudem haben wir im 2015 eine der grössten Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) auf einer Industriehalle in Betrieb genommen. Sie hat eine Fläche von rund 37’000 Quadratmetern und markiert die nachhaltige Gebietsentwicklung.» Neu gebaute und sanierte Gebäude erhalten allesamt eine PV-Anlage, welche in einigen Fällen gar in die Fassade eingebaut wird. Zudem gibt es Grundwasser-Wärmepumpen, welche auch während der Sommermonate eine Komfortsteigerung bewirken. So lässt sich das Grundwasser mittels Pumpbetrieb für ein Free-Cooling nutzen, um die Innentemperatur um zwei bis drei Grad zu senken.

    Sauberer Strom zum Preis von dreckigem Strom
    Seit mehreren Jahren sucht das Entwicklungsteam unter der Führung der Swiss Prime Site Solutions AG nach einem Energiekonzept mit einem möglichst hohen Eigenverbrauchswert. Der sauber gewonnene Strom soll den Bewohnern und Nutzern des Quartiers ohne Umwege zur Verfügung gestellt werden. Dies sei mit Hilfe eines eigenen Mittelspannungsnetzes, genannt RiverGrid, möglich, welches die Firma Sulzer früher bereits auf dem Areal betrieben hat. «Den sauberen PV-Strom können wir dank dieses internen Stromnetzes primär an unsere Mieterschaft verteilen und so vielleicht eines Tages das ganze Areal autark mit Energie versorgen», formuliert Hauri die Energiestrategie der Swiss Prime Anlagestiftung. Um dies über das ganze Jahr gewährleisten zu können, muss die überschüssige PV-Energie nicht nur kurz-, sondern auch langfristig gespeichert werden können. Nebst Licium-/Ionen- und Salzwasser-Batterien werden dafür auch alternative Lösungen auf Wasserstoff-Basis oder mit Druckluft geprüft. «Unser Ziel ist es, die Mieter auf dem Riverside jederzeit mit ‹sauberem Strom› zum billigen Preis von ‹dreckigem Strom› versorgen zu können», so Hauri abschliessend und in Anlehnung an den vom Solothurner Rocker Chris von Rohr und Greenpeace formulierten Slogan «Weniger Dräck».