Schlagwort: Zug

  • «Zuger Mar-a-Lago»

    «Zuger Mar-a-Lago»

    Das Anwesen ist mit 5500 Quadratmetern das grösste private Seegrundstück und ein Unikat in Zug. Die Luxusvilla mit einem geforderten Preis von rund 50 Millionen Franken ist seit Ende Juni auf dem Markt. Sie wird wegen ihrer Pracht und Lage bereits als «Zuger Mar-a-Lago» bezeichnet, in Anspielung auf das bekannte Anwesen von Donald Trump in Florida. Laut Makler Robert Ferfecki gilt der Käufer dieser Villa als «König von Zug».

    Stadt mit strategischem Interesse
    Die Frist für Gebote ist mittlerweile abgelaufen und offiziell gehört die Stadt Zug zu den Mitbewerbern. Stadtrat und Finanzdirektor Urs Raschle bestätigte, dass die Eigentümerfamilie bereits im Frühling den Kontakt zur Stadt gesucht habe. Das Versprechen eines Angebots bis Ende September wurde eingehalten, Details zur Höhe bleiben indes geheim.

    Persönlicher Zugang als Trumpf
    Über das alleinige Gebot hinaus geht Raschle einen Schritt weiter. Er hat einen persönlichen Brief an die Eigentümerfamilie geschrieben. Obwohl der Kontakt grundsätzlich über die Makler läuft, soll dieser Brief die Bedeutung des Kaufvorhabens unterstreichen. Raschle hebt hervor, dass sogar das Zuger Parlament den Stadtrat beauftragt hat, den Kauf zu prüfen. Eine Botschaft mit Nachdruck, die Glaubwürdigkeit und Verhandlungsstärke vermitteln soll.

    Zukunftsperspektiven für Zug
    Ein Eigentumserwerb dieser Grössenordnung könnte dem öffentlichen Raum neue Impulse geben. Geplant ist, das Seebad und das Theater Casino zu erweitern. Projekte, die der Stadt gesellschaftliche und kulturelle Mehrwerte bringen würden. Die Entscheidung über den Kauf wird wegweisend für die zukünftige Entwicklung am Zugersee sein und bietet Zug die Chance, ein Statement als moderner und innovativer Standort zu setzen.

  • LG-Areal wird zum urbanen Stadtquartier

    LG-Areal wird zum urbanen Stadtquartier

    Die Transformation des LG-Areals verfolgt das Ziel, einen lebendigen, offenen Stadtteil zu schaffen, der sich durch architektonische Qualität und urbanes Flair auszeichnet. Grundlage für das Projekt bildet ein Bebauungsplan, der sicherstellt, dass die städtebaulichen und architektonischen Standards sowie soziale und ökologische Aspekte in die Planung einfliessen. In einem Studienverfahren wurde das Team Salewski Nater Kretz, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und mrs partner als Sieger gekürt, deren Konzept die Basis für die Quartiersentwicklung bildet.

    Grundstückskauf durch die Stadt Zug
    Um die städtische Nutzung und die Preisentwicklung auf dem LG-Areal langfristig zu beeinflussen, plant die Stadt Zug den Kauf einer zentralen Parzelle am Theilerplatz. Die Kosten für das Grundstück belaufen sich auf CHF 65 Millionen. Dieses Geschäft wird demnächst vom Grossen Gemeinderat behandelt. Durch diesen Erwerb kann die Stadt Zug Einfluss auf die Quartiersgestaltung nehmen und sicherstellen, dass im Herzen der Stadt Zug zeitnah bezahlbarer Wohnraum entsteht, so wie dies im Juni 2023 von der Stadtzuger Bevölkerung mit der Annahme der 2000-Wohnungen- Initiative gefordert wurde.

    Umbauarbeiten auf dem LG-Areal
    Während die langfristigen Entwicklungsabsichten für die Aufwertung des LG-Areals im politischen Planungsverfahren sind, werden auf dem Grundstück der UBS Fund Management (Switzerland) AG aktuell bereits zwei bestehende Gebäude saniert. Es handelt sich um die Gartenstadt 2a und das Backsteingebäude am Zählerweg 3-9, welche beide an die Shedhalle mit dem «Freiruum» angrenzen. Dieser Umbau wird von der Immobilienentwicklerin und Totalunternehmerin Losinger Marazzi AG ausserhalb des ordentlichen Bebauungsplanverfahrens auf dem LGAreal durchgeführt und etappenweise umgesetzt.

    Bezug bis 2027
    Das Gebäude an der Gartenstadt 2a soll bis Mitte 2026 fertiggestellt sein und neuen Gewerbemietern Platz bieten. Die rund 60 Wohnungen am Zählerweg 3-9 wiederum werden voraussichtlich anfangs 2027 bezugsbereit sein. Läuft alles nach Plan, wird der «Freiruum» zu diesem Zeitpunkt ins Erdgeschoss des 200 Meter langen Gebäudes übersiedeln. Mit der Rechtskraft des Bebauungsplans LG-Areal kann in einer weiteren Etappe die Shedhalle saniert werden, um dem «Freiruum» ab 2029 seine langfristig nutzbaren Räumlichkeiten anzubieten.
    Neues Stadtquartier
    Bis 2032 wird die einst «verbotene Stadt» zum offenen und durchmischten Quartier mit Industriecharakter und städtischem Flair. Rund 1200 Wohnungen und 2300 Arbeitsplätze sollen dereinst angeboten werden. Der Theilerplatz, das Herzstück des neuen Stadtquartiers, wird mit einladenden Aufenthaltsorten und grünen Freiräumen zu einem zentralen Ort der Begegnung für Quartierbewohnende und die städtische Bevölkerung umgestaltet.

  • Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Die SBB, in Kooperation mit der Stadt Bern und der BLS, startet eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Region, die «Leistungssteigerung Bern West». Ziel ist es, den Bahnknoten Bern flexibler, stabiler und leistungsfähiger zu machen. Das Grossprojekt umfasst fünf Teilprojekte, darunter den neuen Holligentunnel, den Bahnhof Europaplatz Nord und die Passerelle Steigerhubel.

    Ein Meilenstein für den Bahnknoten Bern
    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Regionalverkehrs. Durch den neuen Holligentunnel können Regionalzüge kreuzungsfrei verkehren, wodurch stabile und häufigere Verbindungen ermöglicht werden, wie der Viertelstundentakt zwischen Münsingen und Flamatt. Auch das urbane Quartier Europaplatz erhält durch den neuen Bahnhof und eine grössere Unterführung direkten Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

    Herausforderungen für Reisende und Anwohnende
    Während der Bauzeit, die bis mindestens 2036 dauern wird, bleibt der Bahnbetrieb aufrechterhalten. Dennoch müssen sich Reisende auf Fahrplanänderungen und Ersatzbusse einstellen. Der Bahnhof Stöckacker wird im Dezember 2025 geschlossen und bis zur Eröffnung des Europaplatz Nord im Jahr 2027 durch die Tramlinie 8 kompensiert.

    Für Anwohnende bringen die Arbeiten Einschränkungen durch Baulärm, Staub und Logistikverkehr mit sich. Die Bauherren versichern jedoch, Emissionen so gering wie möglich zu halten und Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume durchzuführen.

    Nachhaltige Zukunft und Finanzierung
    Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 900 Millionen Franken und werden durch den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert. Die neue Personenunterführung am Europaplatz Nord, ein Beitrag der Stadt Bern, wird durch einen Rahmenkredit von 60 Millionen Franken gedeckt.

    Mit der Fertigstellung der «Leistungssteigerung Bern West» wird Berns Bahninfrastruktur den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen Mobilität gerecht – ein Gewinn für die gesamte Region.

  • Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Wie geht es der Stadt-Zuger Wirtschaft?
    In zahlreichen Fachpublikationen und in den Medien wird der Standort Zug gelobt für seine diversifizierte Wirtschaft – Dienstleistung, Handel, auch verarbeitende Industrie und Gewerbe. Das Wachstum ist nach wie vor über dem Durchschnitt der Schweizer Wirtschaft von 1.2% und zeigt sich bis jetzt als resilient gegenüber globalen oder technischen Verwerfungen. Aufgrund der positiven Finanzergebnisse ist die Stadt Zug zusammen mit den privaten Haushalten und der florierenden Wirtschaft eine wichtige Stütze für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

    Wie plant die Stadt Zug, ihr wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig zu gestalten, insbesondere angesichts des starken Fokus auf die Finanz- und Krypto-Industrie?
    Nachhaltigkeit heisst auch, dass wir die ansässigen Firmen pflegen und es verlässliche Partner und Arbeitgeber sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin eine starke Rechtssicherheit in der Schweiz und in Zug aufweisen. Eine starke Bildung anbieten, kurze Wege bei Stadt und Kanton haben, die tollen Naherholungsgebiete pflegen und dass wir gute Verbindungen auf Strasse und Bahn mit Luzern und Zürich aufweisen.

    Zug verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Welche langfristigen Lösungen sieht die Stadt, um den Wohnungsbau zu fördern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten?
    Wir haben schon vor vielen Jahren beim Bebauungsplan V-Zug-Areal /Technologiecluster und auch beim Bebauungsplan LG-Areal mit einem «letter of intent» die Rahmenbedingungen eingefordert. In diesen beiden Fällen haben wir je 10’000 m2 preisgünstigen Wohnungsbau und preisgünstige Gewerbeflächen definiert. Ebenso gibt es seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Zuger Baugenossenschaften. Kürzlich haben wir auch eine Fläche gleich neben dem Bahnhof für 65 Mio. gekauft. Diese soll dazu dienen, dass preisgünstiger Wohnungsbau entsteht. Der Mix der Wohnungen muss noch definiert werden und schlussendlich wird es darüber noch eine Volksabstimmung geben. Auch hier soll es im Baurecht abgeben werden. Denn die Baugenossenschaften wissen, was die Zugerinnen und Zuger an Wohnungen brauchen. Zudem erarbeitet die Stadt Zug in engem Austausch mit den Grundeigentümern Bebauungspläne in kantonalen Verdichtungsgebieten, welche eine hohe Dichte zulassen. Eine wichtige rechtliche Grundlage dazu bildet das kommunale Hochhausreglement. Im Zuge dieser Massnahmen wird erhöhtes Augenmerk auf die Qualität der Freiräume auf den Arealen selbst, aber auch der sonstigen öffentlichen Freiräume gelegt. Im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege» sollen die innerstädtischen Freiräume und die Freizeitinfrastruktur, aber auch die Natur- und Landschaftsräume gut erreichbar sein, vor allem mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss und mit dem Velo.

    Welche neuen Projekte und Initiativen plant die Stadt Zug, um nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben?
    In der Stadt Zug gibt es viele neue Projekte. Sie alle müssen heute gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichermassen berücksichtigen. Insofern sollte bereits heute jedes unserer Projekte eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützen. Vielleicht erlauben Sie mir zwei Beispiele, in der wir auch eine Vorreiterrolle wahrnehmen. So läuft beispielsweise ein internes Strategieprojekt zur Überprüfung, ob wir gut organisiert und genügend fit sind, um die zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Oder im Bereich Klimaanpassung: Gegenwärtig installieren wir flächendeckend Temperatursensoren, um die Hitzeinseln unserer Stadt zu identifizieren und um gezielte Massnahmen zu ergreifen.

    Das Thema bezahlbarer Wohnraum wird immer wichtiger. Welche Massnahmen unternimmt die Stadt, um sicherzustellen, dass Zug auch für weniger zahlungskräftige Menschen attraktiv bleibt?
    Bereits heute fordert der Stadtrat, in Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne auf mindestens 20% der zusätzlich anrechenbaren Geschossfläche preisgünstiger Wohnraum zu schaffen. Aufgrund der Annahme der Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand», ist in den in Verdichtungsgebieten liegenden Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne sowie bei Um- und Aufzonungen preisgünstiger Wohnraum von mindestens 40% der neu erstellten Wohnflächen zu schaffen. Ehrlich gesagt wurden dadurch aber auch Bauprojekte gestoppt. Wir sind da am Erarbeiten von Lösungen.

    Wie wichtig ist Ihnen die Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten, und welche Möglichkeiten haben die Bewohner von Zug, ihre Ideen und Meinungen einzubringen?
    Die Stadt Zug hat eine starke und lange Mitwirkungskultur. Seit den 1990er Jahren finden regelmässig öffentliche Mitwirkungsprojekte zu verschiedenen Themen statt. Seit 2020 steht ergänzend dazu auch das Online-Mitwirkungsportal «mitwirken-zug.ch» zur Verfügung.

    Der Verkehr in und um Zug nimmt zu. Wie sieht der Plan der Stadt aus, die Verkehrsinfrastruktur mit dem Wachstum in Einklang zu bringen und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr zu stärken?
    Der Stadttunnel wurde leider abgelehnt und nichtdestotrotz müssen Lösungen her. Die Stadt Zug arbeitet eng mit dem kantonalen Tiefbauamt zusammen, um eine gemeinsame Verkehrsplanung für das pulsierende Zentrum von Zug zu entwickeln. Das Ziel der Stadt ist, dass der vorhandene Strassenraum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und flächeneffizient zur Verfügung steht: Autos, öffentlicher Verkehr, Velo und Fussverkehr. Zum Glück ist die Stadt Zug kleinräumig, so dass vieles zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden kann.

    Welche Pläne gibt es, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen, um Pendler zu entlasten und den Verkehr in der Stadt zu reduzieren?
    Der nächste grosse Ausbauschritt ist auf die Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels geplant. Dies wird ca. im Jahr 2035 bis 2037 sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der öffentliche Verkehr auf den heutigen Linienästen weitergeführt und der Takt an die Nachfrage angepasst. Das ÖV-System wird so im «Kleinen» an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst. Gemäss GöV haben die Gemeinden die Möglichkeit, über das vom Kanton bestellte Angebot hinaus Zusatzangebote einzukaufen. Die Stadt Zug macht dies bei der Zugerberg Bahn und auf der Buslinie 5, wo sie zusätzliche Seilzüge und Kurse einkauft. Via dieses Zusatzangebot, welches das Stadtparlament beschliesst, ist die Stadt Zug über das vom Kanton bestimmte Angebot hinaus flexibel. Es zeigt sich allerdings, dass das vom Kanton bestellte Angebot hervorragend ist und die Gemeinden kaum nachbessern müssen. Die Stadt Zug ist in allen Quartieren bereits heute hervorragend an den ÖV angebunden. Zusatzkurse reduzieren dabei den Kostendeckungsgrad massgeblich. Der gemäss GöV zu erreichende Kostendeckungsgrad beträgt 40%. Persönlich würde ich mir wünschen, dass die S-Bahn Doppelstöcker anbieten würde.

    Wie unterstützt die Stadt Zug den Ausbau von Bildungseinrichtungen, um den Fachkräftemangel zu adressieren und gleichzeitig den Bildungsstandort Zug zu stärken?
    Bildung ist unsere einzige Ressource und da investiert die Stadt Zug am meisten Geld. Die Gestaltung attraktiver Schulhäuser als Arbeits- und Lernorte unter Einbezug und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen bei der Planung sind zentrale Anliegen. Dazu kommen attraktive Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Familien sowie eine zeitgemässe ICT-Infrastruktur. Zudem werden zukunftsweisende und innovative Projekte und Kooperationen wie das Schulportal – da können Eltern online mit den Lehr- und Betreuungspersonen und der Schuladministration kommunizieren – die DigiWerkstatt und der Einbezug von KI in den Unterricht vorangetrieben. Wichtig ist aber auch, dass wir die Bedürfnisse der Firmen abholen und das duale Bildungssystem aktiv unterstützen. Ein tolles Projekt ist hier am Anlaufen!

    Welche Rolle spielt die Innovationsförderung in Zug, und wie plant die Stadt, sich als Zentrum für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen zu etablieren?
    Die Innovationsförderung spielt in der Stadt und im Kanton Zug eine zentrale Rolle bei der Positionierung für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen. Ein wichtiger Punkt ist: wir probieren aus. So haben wir nach einer Präsentation eines Studenten entschieden, Bitcoin als Zahlungsmittel in der Stadt Zug akzeptieren, was weltweit für Furore gesorgt hat. Heute ist die Stadt Zug DAS Crypto Valley weltweit mit über 4000 Mitarbeitenden in über 800 Firmen. Ganz nach dem Motto: «no risk, no fun». Wir werden weiterhin innovationsfreudig bleiben! Durch gezielte Massnahmen und Programme soll die Innovationskraft der Stadt Zug gestärkt werden, damit das Umfeld für Unternehmen und vor allem für die Mitarbeitende noch attraktiver und motivierender wird. Mit innovativen Projekten und motivierten Menschen können Sie Berge versetzen. Den Rahmen dazu bildet die im Herbst 2021 vom Stadtrat verabschiedete Entwicklungsstrategie für die Stadt Zug: «Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend». Sie ist ein übergeordnetes Führungsinstrument mit langfristiger Perspektive, um die Zukunft der Stadt Zug mitzugestalten. Innovative Wirtschaft, Grüne Stadt, Starke Gemeinschaft, Gesunde Finanzen, das sind unsere Credos für die Zukunft.

    Wie sieht Ihre langfristige Vision für die Stadt Zug aus? Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt erreichen.
    Als wachsender Wirtschaftsstandort mit exzellenten Bedingungen für Unternehmen und Fachkräfte aus nah und fern, pflegen wir unsere wirtschaftliche Vielfalt und positionieren uns gezielt über zukunftsorientierte Branchencluster. Für eine grüne Stadt entwickeln wir den Lebensraum Zug nachhaltig und ressourcenschonend und planen Mobilität, Raum und Energie visionär.

    Im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne fördern wir den Dialog und schaffen einen inspirierenden Rahmen für eine vitale, vielfältige und weltoffene städtische Gemeinschaft. Und für den Erhalt unserer gesunden Finanzen geht es darum, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu gewährleisten, Investitionen zukunftsorientiert zu tätigen und unser Steuersubstrat langfristig abzusichern. Über alle Wirkungsziele hinaus fördern wir lebenslanges Lernen, nutzen die Potentiale aus der Vielfalt in Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur für pionierhafte Leuchtturm-Projekte für den Wandel und steuern mit Anreizen.

    Zug setzt sich für mehr Klimaschutz ein. Können Sie uns einen Überblick über die wichtigsten Massnahmen geben, die aktuell zur CO2-Reduktion und für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt umgesetzt werden?
    Beim Klimaschutz steht die Abkehr von fossilen Energieträgern im Vordergrund. Alle Heizungen müssen mittelfristig mit lokaler erneuerbarer Energie betrieben werden können. Hier stehen die Einhaltung moderner Baustandards und zusammen mit den Wasserwerken Zug (WWZ) der Ausbau der Fernwärme im Vordergrund. Wir haben Circulago ins Leben gerufen. Wir entnehmen dem See Kälte und Wärme und haben somit eine «Batterie» vor der Haustür. Gleichzeitig wollen wir auch unsere eigenen Liegenschaften ertüchtigen, selber Strom produzieren und von fossilen Heizungen befreien. Hierbei helfen uns die Einführung eines CO2-Monitorings und viele grössere und kleinere Massnahmen im Rahmen von «Energiestadt», wo wir auch für das Jahr 2023 mit dem «Gold»-Label zertifiziert wurden. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns selber mit Energie versorgen können. Wir haben innovative Unternehmen wie Siemens, Landis & Gyr, V-Zug, den Technologiecluster und viele Firmen mehr in Zug, die alle diese Techniken und Innovationen anbieten. Es ist sicherlich 10 Jahre her, seit uns Siemens aufgezeigt hat, dass die Technik für lokale Selbstversorgung bereits besteht, so let’s do it!

    Wo sehen Sie die Stadt Zug in 20 Jahren?
    Die Stadt Zug soll in 20 Jahren ein lebenswerter, innovativer und nachhaltiger Ort sein, der sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch hohe Lebensqualität bietet. Das heisst: Wir haben die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte weiter ausgebaut und dabei gleichzeitig Raum für eine starke Gemeinschaft geschaffen. Die Rolle von Zug als internationales Wirtschafts- und Finanzzentrum ist gestärkt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und neuen Technologien wie Blockchain- und KI-Anwendungen. Durch eine nachhaltige Stadtplanung und umweltfreundliche Infrastrukturen ist die Stadt Zug klimaneutral. Wir haben attraktive Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, grüne Erholungsräume, attraktive kulturelle Angebote und eine vielfältige Infrastruktur für Bildung, Freizeit und Gesundheit. Zug hat sich als Bildungs- und Innovationsstandort profiliert, der mit Tertiärbildungsinstitutionen und Forschungseinrichtungen vernetzt ist. Wir haben eine intelligente Verkehrssteuerung und eine effiziente Infrastruktur, die den Anforderungen einer wachsenden Bevölkerung gerecht wird und nachhaltig gestaltet ist. Zug um Zug geht es voran – ich freue mich!

  • Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Innerhalb des Wirtschaftraums Greater Zurich Area (GZA) gelegen gehört Zug zu einer der weltweit führenden Wirtschaftsregionen. Der Standort überzeugt durch eine exzellente Infrastruktur, ein grosses Potenzial an jungen Talenten sowie politische und wirtschaftliche Stabilität.

    Sowohl die Gemeinden als auch der Kanton Zug entwickeln sich stetig weiter und passen sich den Anforderungen an. Mit innovativen Projekten, wie z. B. einer Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten, mit Seewasser, das künftig die Temperatur in den Häusern der Wohngebiete regulieren wird, sowie mit spannenden Projekten, wie z. B. dem Verein zur Dekarbonisierung oder der Klima Charta Zug, prägt der Kanton mit Ambitionen ein modernes Bild.

    Zahlreiche Areale, die von historischer Bedeutung sind, werden renoviert und umgebaut, um attraktive Nutzungsmischungen aus Wohn-, Arbeits- und Gewerbeflächen zu schaffen.

    Damit bleibt Zug ein der lebenswerter Kanton, was sich auch in einer hohen Lebenszufriedenheit widerspiegelt.

    Zug wird nicht nur von den 133’000 Bewohnerinnen und Bewohnern geschätzt, auch zahlreiche unabhängige Ratings und Studien bestätigen Zugs herausragende Position. So belegt Zug seit 24 Jahren in den Ranglisten von Credit Suisse und UBS den ersten Platz unter den Schweizer Kantonen. Die Grundprinzipien der Wirtschaftsfreundlichkeit, Serviceorientierung und Innovationskultur machen den Kanton Zug zu einem idealen Partner für Unternehmen, Bildungsseinrichtungen sowie auch Forschungsinstitute.

    Testimonials

    Andreas Klopp
    General Manager Roche Diagnostics International AG

    «Rotkreuz liegt im Life Sciences Cluster Zürich–Zug und bietet dank ausgezeichneter Infrastruktur und hoher Lebensqualität ideale Rahmenbedingungen, um Innovation voranzutreiben. Seit über 50 Jahren leistet Roche in Rotkreuz mit diagnostischen Lösungen einen Beitrag zur Gesundheit von Patient:innen weltweit.»

    Dr. Katja Buller
    Vice President, Head of Corporate Affairs International, Biogen

    «Lokale und internationale Fachkräfte,
    eine vielschichtige Infrastruktur und die professionelle Zusammenarbeit mit den Behörden machen den Kanton Zug seit mehr als 20 Jahren zum idealen Standort für unseren internationalen Hauptsitz»

    Katharina Gasser
    Präsidentin Zuger Wirtschaftskammer

    «Unsere Mitglieder schätzen die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen im dynamischen und innovativen Kanton Zug. Die Behörden sind dienstleistungsorientiert, entscheiden rasch und arbeiten effizient; der einzigartige «Spirit of Zug» ist spürbar.»

    Hanspeter Rhyner
    Präsident der Geschäftsleitung, Zuger Kantonalbank

    «Die Zuger Kantonalbank verbindet Tradition und Moderne. Genau das ist die DNA des attraktiven Standortes Kanton Zug. Digital UND persönlich –
    so decken wir entlang dieser DNA die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden ab. Und wir können alle Bedürfnisse erfüllen und begleiten Sie im Leben.»

  • Das ehemalige Kantonsspital wird zur urbanen Oase

    Das ehemalige Kantonsspital wird zur urbanen Oase

    Das Gewinnerprojekt von Credit Suisse Anlagestiftung und HRS Real Estate AG wurde im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbsverfahrens ausgewählt. Es vereint öffentlichen Raum, Gewerbe, Gastronomie und verschiedene Wohnformen zu einem Quartier, das rund um die Uhr belebt sein soll.

    Wohnen, Arbeiten und Erholung vereint
    Der Bebauungsplan ermöglicht einen ausgeglichenen Nutzungsmix, der das Quartier für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv macht. Geplant sind 272 Wohnungen, von denen 50% preisgünstig sein werden, sowie ein Boutique-Hotel im denkmalgeschützten Südflügel des alten Spitals. Weitere Flächen für Gastronomie, Gewerbe und öffentliche Dienstleistungen schaffen ein vielseitiges Angebot. Besonders der Baubereich «Süd-See Hub» ist auf publikumsträchtige Nutzungen ausgerichtet und soll zu einem beliebten Treffpunkt werden.

    Freiraumgestaltung im Mittelpunkt
    Das Konzept «Süd-See Zug – für üs alli» setzt auf Freiräume für die Attraktivität des Quartiers. Der «Stadthof» als zentraler Platz öffnet sich zum See und verbindet die Altstadt mit dem Wasser. Ein öffentlicher Dachgarten, grüne Innenhöfe und Plätze bieten zusätzlichen Raum für Erholung und Aufenthaltsqualität. Die Seeterrasse und der Park fördern die Biodiversität und schaffen eine Verbindung zur Natur.

    Ein durchdachter Prozess
    Nach Abschluss des Baurechtsvertrags beginnt die detaillierte Entwicklungsphase. Die Credit Suisse Anlagestiftung übernimmt gemeinsam mit der HRS Real Estate AG die Verantwortung für die Umsetzung des Architekturwettbewerbs. Dieses spannende Projekt verdeutlicht, wie ein historisches Areal durch innovative Lösungen und Planung zu einer lebendigen und einladenden Umgebung werden kann. Die Transformation des ehemaligen Kantonsspitals Zug wird nicht nur die architektonische Landschaft der Stadt bereichern, sondern einen essenziellen Beitrag zur Lebensqualität der Bevölkerung leisten und Zugs Position als gefragten Wohn- und Arbeitsort weiter stärken.

  • Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    1896 legte Richard Theiler mit dem Bau des Theilerhauses den Grundstein für das Electrotechnische Institut, das später als Landis+Gyr Weltgeltung erlangte. Die Bedeutung des Theilerhauses für die Zuger Bevölkerung ist nicht abzustreiten und seine Erhaltung wurde 1989 zur Priorität, als der Kanton Zug das Areal erwarb, um es für kommende Generationen zu bewahren.

    Erhaltung historischer Substanz
    Der Kanton Zug hat ein umfassendes Konzept entwickelt «Das Theilerhaus und sein Spirit». Diese Ideenskizze dient dem Ziel, den «Geist» der Gebäude zu bewahren und Aspekte der Ökonomie, Technologie, Architektur und Kultur in einem ganzheitlichen Rahmen zusammenzuführen.

    Denkmalgerechte Sanierung
    Die Instandhaltungsmassnahmen erstrecken sich auf alle bestehenden Altbauten, wobei der Fokus auf der Erdbebensicherheit, dem Brandschutz und der Barrierefreiheit liegt. Die Erneuerung von Fenstern, Sonnenschutz und Dachhaut sowie die Dämmung der Shedhalle sind wichtige Schritte, um den Anforderungen gerecht zu werden. Durch den Neubau im östlichen Bereich wird die historische Substanz respektiert und eine ansprechende städtebauliche Gesamtstruktur geschaffen.

    Ein neuer städtebaulicher Akzent
    Der geplante Neubau ergänzt das städtebauliche Ensemble und besteht aus einem fünfgeschossigen Kopfbau und einem viergeschossigen Zwischenbau. Diese Gestaltung, die durch einen modernen Treppenturm an den Hochbau angebunden wird, fügt sich harmonisch in die bestehende Umgebung ein und stärkt die Identität des Areals.

    Die Shedhalle als kultureller, kreativer Raum
    Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird die Shedhalle nicht nur als ein Ort des Erinnerns an die Vergangenheit fungieren, sondern auch als ein lebendiger Raum für kulturelle und künstlerische Veranstaltungen. Diese Nutzung bietet einen Mehrwert für die Zuger Bevölkerung und unterstreicht die Vielseitigkeit des Areals und dessen Relevanz in der heutigen Zeit.

    Zukunftsweisendes Projekt
    Insgesamt stellt dieses Projekt einen bedeutenden Schritt in der städtebaulichen Entwicklung des Kantons Zug da und soll zukünftigen Generationen zugutekommen. Die geplanten Massnahmen unterstreichen, wie wichtig es ist, historisches Erbe als Teil einer lebendigen, sich ständig weiterentwickelnden Gesellschaft zu betrachten und entsprechend zu gestalten.

  • Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Stadtpräsident André Wicki eröffnete die Veranstaltung mit einem inspirierenden Blick auf die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Zug. Unter dem Motto „Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend“ hob er die Herausforderungen hervor, die mit nachhaltigem Wachstum, bezahlbarem Wohnraum und Klimaschutz einhergehen. Seine Visionen unterstreichen den Anspruch, Zug als innovativen und attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.

    Nachhaltige Strategien und wirtschaftlicher Erfolg
    Beat Bachmann präsentierte die Langzeitstrategie „Spirit of Zug“, die ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ressourcenverbrauch schafft. Durch regionale Kooperationen und attraktive Bedingungen für Unternehmen wird die Region als führender Wirtschaftsstandort gestärkt. Die Innovationsplattformen, wie die HSLU und der Tech Cluster Zug, fördern technologische Fortschritte in Bereichen wie Energie, Mobilität und Dekarbonisierung.

    Erfolgreiche Projekte für modernes Wohnen und Gewerbe
    Lukas Fehr stellte das preisgekrönte Projekt „Papieri Cham“ vor. Das Quartier verbindet historische Substanz mit modernen Neubauten, nachhaltiger Architektur und grünen Freiräumen. Mit rund 1’000 Wohnungen und 40’000 Quadratmetern Gewerbeflächen setzt das Papieri-Areal neue Massstäbe für nachhaltiges Wohnen und Arbeiten.

    Materialinnovation im Holzbau
    Pius Kneubühler sprach über die Vorteile von Brettstapelkonstruktionen, die mit Schweizer Holz und minimalem Leim gefertigt werden. Diese Technologie fördert die nachhaltige Kaskadennutzung und kombiniert hohe Tragfähigkeit mit einer hervorragenden CO₂-Bilanz. Die Materialidentität steht dabei im Zentrum einer nachhaltigen Bauweise.

    Wasserbehandlung und Infrastruktursicherheit
    André Spathelf rundete den Anlass mit einem Vergleich der Schweizer Marktführer in der Wasserbehandlung ab. Er betonte die Bedeutung eines proaktiven Ansatzes bei der Überwachung und Instandhaltung von Wassernetzen. Dieser Ansatz sichert die Qualität und Nachhaltigkeit lebenswichtiger Infrastrukturen.

    Der 103. immoTable Zug hat erneut bewiesen, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist. Visionäre Projekte, technologische Innovationen und wirtschaftliche Strategien stärken Zug als führende Region der Schweiz.

  • Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Kanton Zug treibt Transformation zur CO2-Neutralität voran

    Der Kanton Zug hat eine neue Energie- und Klimastrategie vorgelegt. Sie enthält gemäss einer Medienmitteilung 40 neue Massnahmen mit einer breiten Themenpalette. Damit soll der Wandel zur CO2-Neutralität beschleunigt werden.

    Angaben des Regierungsrats zufolge geht es zum einen um Investitionen in Pilotprojekte zum Ausbau des erneuerbaren Energiesektors. Dazu zähle die Energiespeicherung mittels Wasserstoff. Im energieintensiven Bausektor sollen Gebäude zu «Energiedrehscheiben» werden, welche sowohl Energie verbrauchen als auch produzieren. Für Privatpersonen und Unternehmen will die Regierung über langfristige Förderprogramme Anreize schaffen. In puncto Mobilität setzt der Kanton auf Elektroantriebe für eigene Fahrzeuge.

    Mit dem Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekt KERB (Klima, Energie, Ressourcen, Biodiversität) soll zum anderen in der Landwirtschaft angesetzt werden. Mit einer «angepassten Bewirtschaftung» werde die Reduktion des CO2-Ausstosses bereits heute gefördert. Um sie zu stärken, sollen Negativemissionstechnologien zum Einsatz kommen. Deren Potenzial werde derzeit in Studien untersucht.

    Als weitere Stellschraube sieht der Kanton eine Naturgefahrenstrategie vor. Priorität hätten eine klimaverträgliche Siedlungsentwicklung und die Verwendung von klimaangepassten Strassenbelägen.

    In allen Bereichen will der Kanton die Gesamtbevölkerung einbinden. «Es braucht das Engagement der Gemeinden, der Wirtschaft, der Wissenschaft und insbesondere auch der Bevölkerung», wird Baudirektor Florian Weber zitiert.

  • Wohnpolitische Strategie 2030 im Kanton Zug

    Wohnpolitische Strategie 2030 im Kanton Zug

    Der Wohnungsmarkt im Kanton Zug steht unter starkem Druck. Die hohe Attraktivität des Kantons hat zu einem Anstieg der Nachfrage geführt, während das Angebot an Wohnraum zurückgeht. Dies führt zu steigenden Miet- und Immobilienpreisen, was es besonders für den Mittelstand und Geringverdienende schwer macht, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Junge Familien stehen ebenfalls vor Schwierigkeiten, geeignete Wohnungen zu finden.

    Ziele der Wohnpolitischen Strategie 2030
    Um die angespannte Wohnsituation zu entschärfen, hat der Regierungsrat drei Hauptziele definiert: erstens mehr Wohnraum, zweitens mehr preisgünstige Wohnungen und drittens mehr Wohnmöglichkeiten für die ansässige Bevölkerung. Diese Ziele sollen durch vereinfachte Bauvorschriften, optimierte Baubewilligungsprozesse und finanzielle Anreize erreicht werden.

    Massnahmen für mehr Wohnraum
    Die Strategie sieht verschiedene Maßnahmen vor, um das Wohnungsangebot zu erweitern. Lockerungen in Bauvorschriften, wie etwa Aufstockungen und Hochhausregelungen, sollen den Bau von mehr Wohnungen ermöglichen. Zudem sollen gemeinnützige Bauträger einfacher Zugang zu Darlehen erhalten, um den Bau von bezahlbarem Wohnraum zu fördern.

    Der Weg zur Umsetzung
    In den nächsten Schritten werden die Gemeinden über die geplanten Maßnahmen informiert. Unter Einbezug aller relevanten Akteure wie Gemeinden, Parteien und Organisationen sollen die Anpassungen im Planungs- und Baugesetz sowie im Wohnraumförderungsgesetz zügig umgesetzt werden. Alle zwei Jahre wird der Regierungsrat über den Fortschritt berichten.

    Die Wohnpolitische Strategie 2030 ist ein umfassender Ansatz, der den Wohnungsmarkt entlasten und die Lebensqualität im Kanton Zug sichern soll. Langfristige und nachhaltige Lösungen stehen dabei im Fokus.

  • Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Trinationale S-Bahn: 33 neue Flirt Evo France Züge für den Raum Basel

    Neue S-Bahn-Verbindungen für den Raum Basel
    Täglich pendeln 60.000 Menschen im Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland – davon 30.000 Berufspendler zwischen dem Elsass und der Nordwestschweiz. Aktuell nutzen rund 90 Prozent von ihnen das Auto. Das soll sich ändern: Ab Ende 2030 wird eine direkte S-Bahn-Verbindung zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass eingeführt. Ziel ist es, möglichst viele Pendler auf die Schiene zu bringen, einschliesslich der über 6.000 Beschäftigten im Einzugsgebiet des EuroAirports und der jährlich rund acht Millionen Flugpassagiere.

    Einführung in Etappen
    Die neuen grenzüberschreitenden S-Bahn-Linien werden in Etappen eingeführt:

    • Ab Dezember 2030: Inbetriebnahme der Linien S2 (Olten–Basel-Mulhouse) und S4 (Laufen–Basel-St. Louis) im 30-Minuten-Takt.
    • Ab 2034/35: Anbindung des EuroAirports an beide Linien, gemeinsam mit der französischen Regionalexpress-Linie Strasbourg–Mulhouse–Basel (TER200) im 10-Minuten-Takt zwischen EuroAirport und Basel SBB.

    Beschaffung der neuen Züge
    Um das neue Bahnangebot zu betreiben, beschafft die SBB 33 Flirt Evo France Züge bei Stadler. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch zwei Besonderheiten aus:

    • Einheitsflotte:
      Die Züge können in beiden Ländern eingesetzt werden, was die Komplexität reduziert und die Flexibilität im Betrieb erhöht. Die Fahrzeuge können effizient als Einzel- oder Mehrfachtraktion gekoppelt werden und ersetzen die bisherigen Fahrzeuge der Linie Mulhouse–Basel (TEROmnibus).
    • Zwei Systeme:
      Die Züge sind technisch ausgestattet, um in der Schweiz und in Frankreich zugelassen zu werden. Sie verfügen über zwei integrierte Bahnstrom- und Bahnsicherungssysteme, um einen reibungslosen grenzüberschreitenden Einsatz zu gewährleisten.

    Investition und Projektmanagement
    Die Investition für die Beschaffung der 33 Züge beträgt rund 320 Millionen Schweizer Franken. Zur effizienten Vorbereitung und termingerechten Inbetriebnahme des neuen Angebots gründeten SBB und SNCF Voyageurs im Juli 2023 gemeinsam die EuroBasilea AG. Weitere Informationen sind auf www.eurobasilea.com verfügbar.

  • Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    In Reaktion auf die bevorstehende Einführung einer globalen Mindeststeuer für grosse internationale Unternehmen ab 2024, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons potenziell beeinträchtigen könnte, hat der Kanton Zug Pläne entwickelt, um etwaige Standortnachteile auszugleichen. Die vorgesehenen Massnahmen umfassen die vollständige Reinvestition der erwarteten Mehrerträge von jährlich etwa 200 Millionen Franken in drei prioritäre Bereiche: soziale Infrastrukturen, innovative Projekte und nachhaltige Entwicklungsinitiativen.

    Fokus auf soziale und innovative Projekte
    Die geplanten sozialen Massnahmen zielen darauf ab, das Leben für die Bevölkerung und die lokale Wirtschaft attraktiver zu machen. Dazu gehören Investitionen in ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot, höhere Beiträge an Privatschulen und Massnahmen zur Verbesserung des Wohn- und Arbeitsumfeldes. Im Bereich der Infrastruktur und Innovation stehen zukunftsorientierte Projekte im Mittelpunkt. Initiativen wie die «Blockchain Zug Joint Research Initiative» und die «ETH Learning Factory Zug» sollen durch Förderung nachhaltiger Energieversorgung und -speicherung die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität im Kanton steigern.

    Gesetzliche Rahmenbedingungen und finanzielle Planung
    Um diese Ziele zu erreichen, schlägt der Regierungsrat ein neues «Gesetz über Standortentwicklung» vor, das ein effizientes und flexibles Förderbeitragssystem für Nachhaltigkeit und Innovation einführen soll. Ab 2026 sind jährlich 150 Millionen Franken für Förderbeiträge vorgesehen, wobei die maximale Fördersumme ab 2029 jährlich vom Kantonsrat genehmigt wird. Dieses Vorgehen soll den Unternehmen im Kanton Zug Planungs- und Rechtssicherheit bieten.

    Der Finanzdirektor Heinz Tännler betont, dass die geplanten Massnahmen essenziell sind, um Zug als bevorzugten Wohn- und Wirtschaftsstandort zu erhalten. Die öffentliche Vernehmlassung zum neuen Gesetz läuft bis zum 15. September 2024, und das Gesetz soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Diese strategischen Entscheidungen verdeutlichen Zugs Engagement, trotz globaler steuerlicher Veränderungen seine führende Position zu bewahren und weiterhin ein attraktiver Standort für Unternehmen und Fachkräfte zu bleiben.

  • Meilenstein am Basler Bahnhof

    Meilenstein am Basler Bahnhof

    Der Bahnhof Basel SBB steht vor einem Problem. Er stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Die steigende Anzahl von Zügen und Reisenden, insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten, erfordert dringende Massnahmen, um Engpässe zu vermeiden.

    Ab Dezember 2025 ist geplant, dass die S-Bahn-Züge zwischen Basel und Liestal im Viertelstundentakt verkehren. Dieses ehrgeizige Ziel erfordert erhebliche Investitionen in die Bahnanlagen zwischen Basel und Liestal, die der Bund mit rund einer Milliarde Franken finanziert. Die SBB übernimmt die Umsetzung dieser Projekte im Auftrag des Bundes, während Bund und Kantone gemeinsam die zusätzlichen S-Bahn-Verbindungen bestellen und finanzieren.

    Die Investitionen sind grösstenteils im Ausbauschritt 2025 enthalten, der Teil der Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (FABI) ist, die von der Schweizer Stimmbevölkerung im Februar 2014 angenommen wurde. Diese Ausbauten ermöglichen nicht nur den S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal, sondern legen auch den Grundstein für weitere Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr.

    Um die Kapazitäten für den geplanten Viertelstundentakt und das erweiterte Fahrplanangebot zu schaffen, sind zwei Hauptmassnahmen erforderlich.

    Zusätzliche Haltemöglichkeiten für die Züge: Mit dem geplanten Viertelstundentakt steigt die Anzahl der Züge am Bahnhof Basel SBB. Daher sind zusätzliche Halteorte und Perronkanten erforderlich, um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Dies ist das Hauptziel des Projekts «Leistungssteigerung Basel SBB».

    Zusätzliche Querungsmöglichkeiten für die Reisenden: Die steigende Anzahl von Zügen führt zu mehr Reisenden und damit zu einer höheren Auslastung der Passerelle im Bahnhof Basel SBB. Um diesem Anstieg gerecht zu werden, ist die Schaffung zusätzlicher Querungsmöglichkeiten dringend erforderlich. Das Projekt «Provisorische Passerelle» zielt darauf ab, diese Kapazitätserweiterung schnell umzusetzen, bis weitere Querungen, wie der Perronzugang Margarethen, erstellt werden können.

    Die provisorische Passerelle ist eine temporäre Lösung, bis langfristige Massnahmen umgesetzt werden können. Die Planung und der Bau weiterer Querungen sind im Ausbauschritt 2035 vorgesehen und werden ebenfalls vom Bund finanziert.

  • Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Ostschweizer Bahnprojekte von der Bundesregierung vernachlässigt

    Die Ostschweizer Kantone haben ehrgeizige Ziele für die Zukunft der Mobilität und den Klimaschutz festgelegt. Eine Schlüsselrolle bei der Erreichung dieser Ziele spielt der Ausbau des Bahnangebots und der zugehörigen Infrastruktur. Dazu gehört die Stärkung der Bahnstrecke zwischen Winterthur und St. Gallen, um die Erreichbarkeit der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg deutlich zu verbessern. Diese Erweiterung wurde erstmals im Jahr 2009 im Rahmen des Programms „Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur“ (ZEB) vom Parlament genehmigt und im Jahr 2019 mit der Botschaft zum Bahnausbauschritt 2035 bestätigt.

    In der aktuellen Botschaft vom 16. August 2023 legt der Bundesrat seine Pläne für den weiteren Ausbau des Bahnnetzes dar und beantragt eine Erhöhung der finanziellen Mittel für Projekte in verschiedenen Regionen der Schweiz. Bedauerlicherweise plant er jedoch nicht, die bereits beschlossenen Erweiterungen zwischen Winterthur und St. Gallen umzusetzen. Darüber hinaus beabsichtigt er, die Vorinvestitionen für einen zukünftigen Meilibachtunnel im Rahmen des laufenden Ausbauprojekts zum Zimmerberg-Basistunnel nicht durchzuführen. Es ist unklar, warum diese Streichungen vorgenommen werden, da sie den Zielen der Perspektive BAHN 2050 des Bundes, der Raumplanung und des Klimaschutzes entsprechen.

    Die Regierungen der Ostschweizer Kantone akzeptieren diese Benachteiligung nicht. Für einen Lebens- und Wirtschaftsraum mit über 1,1 Millionen Einwohnern und fast 700.000 Beschäftigten ist die Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots von entscheidender Bedeutung. Sie setzen sich aktiv dafür ein, dass die geplanten Erweiterungen im Rahmen des politischen Prozesses weiterhin berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck stehen sie im engen Kontakt mit den Bundesparlamentarierinnen und Bundesparlamentariern.

    Konkret fordern die Regierungen der Ostschweizer Kantone:

    Die Beibehaltung der Mittel für die Leistungssteigerung und Beschleunigung auf der Strecke Winterthur-St. Gallen.

    Die Einleitung von Vorinvestitionen für den Meilibachtunnel als Teil des Zimmerbergtunnels 2, um die Verbindung zu den Regionen Ausserschwyz, Linthgebiet, Glarus, Rheintal und Graubünden sicherzustellen.

    Die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, wie die Projektierung des Doppelspurausbaus Tiefenwinkel auf der Strecke Zürich-Chur im Rahmen der Botschaft 2023 und die Bereitstellung eines Planungskredits für Beschleunigungsmassnahmen auf der Strecke Pfäffikon-Chur im Rahmen der Botschaft 2026.

    Diese Anliegen werden auch von den Regierungen des Kantons Zürich und des Fürstentums Liechtenstein, die assoziierte Mitglieder der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) sind, unterstützt. Darüber hinaus weisen die Regierungen der Ostschweizer Kantone bereits auf zukünftige Anforderungen hin, die voraussichtlich im Jahr 2026 vom Parlament erörtert werden sollen. Hierzu gehören Massnahmen zur Kompensation des Verzichts auf schnelles Fahren in Kurven auf der Strecke Winterthur-St. Gallen, die Entflechtung des internationalen Fernverkehrs vom nationalen Fernverkehr auf der Strecke Zürich-St. Gallen-München sowie die Umsetzung weiterer Bahninfrastrukturprojekte in der Ostschweiz, einschließlich des Ausbaus des Tiefenwinkels auf der Strecke Zürich-Chur und der Sicherstellung der aktuellen Anschlussqualität im Knoten Schaffhausen.

  • Zuger Kantonalbank fördert Zentralschweizer Jungunternehmen

    Zuger Kantonalbank fördert Zentralschweizer Jungunternehmen

    Die Zuger Kantonalbank will Zentralschweizer Jungunternehmen mit nachhaltigen Produktinnovationen fördern. Dazu beteiligt sie sich am Aufbau von buildify.earth, informiert die Kantonalbank in einer Mitteilung. Die neugegründete Aktiengesellschaft plant, in Jungunternehmen im Switzerland Innovation Park Central zu investieren.

    Der in der Suurstoffi in Rotkreuz gelegene Innovationspark ist auf nachhaltige Produktinnovationen im Gebäude- und Energiesektor sowie bei Mobilität ausgerichtet. Die Investitionen von buildify.earth sollen insbesondere entsprechende Jungunternehmen in frühen Stadien, sogenannte Early-Stage-Start-ups, in den Innovationspark ziehen und in der Region halten. Die Zuger Kantonalbank bringt anfänglich ein Drittel des Aktienkapitals von buildify.earth auf. Im Verwaltungsrat wird sie von Martin Neuhaus, Leiter der Firmenkundenberatung, vertreten.

    „Die Zuger Kantonalbank ist in der Region die Bank der Unternehmerinnen und Unternehmer“, wird Hanspeter Rhyner, CEO der Zuger Kantonalbank, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Engagement bei der buildify.earth AG setzen wir uns für bestmögliche Rahmenbedingungen ein, damit sich Start-ups vor Ort erfolgreich entwickeln können und nachhaltige Produktinnovationen von Zug aus in die Welt hinaustragen.“

  • Ecopark Tivoli öffnet Dachgarten

    Ecopark Tivoli öffnet Dachgarten

    Die in Baar ZG ansässige KIRKBI AG stellt mit dem Ecopark Tivoli sowohl Büro- als auch Gewerbeflächen zur Verfügung. Das Gebäude in Spreitenbach ist von Anfang an nachhaltig geplant worden. So sichern Fernwärme und Sonnenenergie einen CO2-neutralen Betrieb des Gebäudes. Und nun ist auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern auch der Dachgarten eröffnet worden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Die Mietenden können den Dachgarten zur Erholung nutzen. Neben zahlreichen Sitzgelegenheiten dienen dazu auch eine Grillstelle und ein Sportplatz. Doch darüber hinaus soll der Dachgarten auch „unser Beitrag gegen Artenverlust und Insektensterben in der Schweiz“ sein, so das Immobilienunternehmen. Wildbienen und Schmetterlinge seien bereits angelockt worden. Und für das kommende Jahr hoffen die Beteiligten auf die Nutzung eines Nistkastens durch ein Turmfalkenpaar.

  • Switzerland Innovation Park Ost bietet Arbeitsplätze für Reisende an

    Switzerland Innovation Park Ost bietet Arbeitsplätze für Reisende an

    In einem Pilotprojekt stellen die SBB und der Switzerland Innovation Park Ost laut einer Medienmitteilung Pendlerinnen und Pendlern am Bahnhof St.Gallen speziell eingerichtete Arbeitsplätze zur Verfügung. Acht Tische sind dafür von der Agosti Meier AG aus Waldkirch SG gebaut und mit Elektrik und drahtlosem Internet eingerichtet worden. Seit dem 14. August bieten sie Reisenden die Möglichkeit, Wartezeiten kreativ zu überbrücken.

    Sie kommen „einem grossen Kundenbedürfnis“ nach Arbeiten auch am Bahnhof nach, wird Michael Disch von der Immobilienbewirtschaftung der SBB zitiert. „Mit dieser Initiative machen wir den Bahnhof St.Gallen zum produktiven Arbeitsplatz.“ Nebst den bereits bestehenden Co-Working-Plätzen auf dem Campus des Innovation Park Ost im Westen der Stadt stellen nun auch die in der Bahnhofshalle von St.Gallen eingerichteten Plätze eine Möglichkeit für Austausch und Vernetzung dar.

    Das Projekt ist zunächst für drei Monate geplant. Es soll Denkanstösse für weitere ähnliche Vorhaben liefern. „Denn bei der Arbeit und mit neuen Ideen ist es wie beim Reisen – wer nie startet, kann auch nicht weiterkommen“, wird Peter Frischknecht, Leiter Campus beim Switzerland Innovation Park Ost, zitiert.

  • Generalversammlung der Zug Estates Holding AG

    Generalversammlung der Zug Estates Holding AG

    Die Generalversammlung hat beschlossen, für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt CHF 20.9 Mio. an die Aktionärinnen und Aktionäre auszuschütten. Die ordentliche verrechnungssteuerpflichtige Bruttodividende je Namenaktie A beläuft sich auf CHF 4.10, je Namenaktie B beträgt sie CHF 41.00. Nach Entrichtung der schweizerischen Verrechnungssteuer in der Höhe von 35% verbleibt eine Nettodividende von CHF 2.67 pro Namenaktie A und von CHF 26.65 pro Namenaktie B. Die Auszahlung der Nettodividende erfolgt ab Freitag, dem 14. April 2023 (Payment-Date). 

    Alle zur Wiederwahl vorgeschlagenen Mitglieder des Verwaltungsrats wurden für ein weiteres Amtsjahr bestätigt. Nicht mehr zur Wiederwahl stand Armin Meier. Joëlle Zimmerli, Inhaberin und Geschäftsführerin von Zimraum GmbH, einem sozialwissenschaftlichen Planungsbüro, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt. 

    Joëlle Zimmerli

    Ebenfalls bestätigt wurde Dr. Beat Schwab als Präsident des Verwaltungsrats. In den Personal- und Vergütungsausschuss wurden Johannes Stöckli (bisher) und Annelies Häcki Buhofer (neu) gewählt. Die Generalversammlung erklärte sich in einer Konsultativabstimmung einverstanden mit dem Vergütungsbericht und genehmigte die Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und an die Geschäftsleitung. 

    Die Generalversammlung genehmigte zudem alle Statutenänderungen, d. h. die Verankerung der Nachhaltigkeit in den Statuen, den Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln zur Kommunikation mit den Aktionärinnen und Aktionären, die Möglichkeit zur virtuellen Durchführung von Generalversammlungen, die Zusatzbeträge für neue GL-Mitglieder, die Reduktion der maximal zulässigen Zusatzmandate von Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie diverse formelle Anpassungen an das neue Recht.

  • EU fördert zwei Cleantech-Projekte von Holcim

    EU fördert zwei Cleantech-Projekte von Holcim

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Sitz in Zug erhält Investitionen aus dem Innovationsfonds der Europäischen Union für zwei seiner Cleantech-Projekte. Über die Höhe der Fördersumme macht das Unternehmen in seiner Medienmitteilung keine Angaben. Die Gelder sollen in zwei Massnahmen zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Deutschland und Polen einfliessen.

    Demnach beteiligt sich die EU an Carbon2Business, einem Teil des Projekts Westküste 100 in in Schleswig-Holstein. Im Holcim-Werk Lägerdorf wird abgesonderter Kohlenstoff in synthetische Kraftstoffe für den Mobilitätssektor und als Ausgangsmaterial für die chemische Industrie umgewandelt.

    Zudem unterstützt die EU das Projekt Go4ECOPlanet von Holcim in Polen. Es zielt auf die Schaffung einer durchgängigen Carbon-Capture-and-Storage-Kette ab, welche von der Abscheidung von CO2 am Standort Kujawien (Kujawy) bis zu dessen Speicherung im Meeresuntergrund der Nordsee reicht. Die Vision für Go4ECOPlanet ist es, bis 2027 eine Anlage mit Netto-Null-CO2-Ausstoss zu sein.

    „Holcim hat sich verpflichtet, bei der Dekarbonisierung unseres Sektors eine führende Rolle zu spielen. Als Empfänger von zwei Zuschüssen zur Dekarbonisierung von Zement freue ich mich über dieses klare Vertrauensbekenntnis der EU“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika, in der Medienmitteilung zitiert.

    Beide Projekte sind Teil der Netto-Null-Strategie von Holcim, welche unter anderem das Ziel verfolgt, bis 2030 mindestens ein klimaneutrales Zementwerk zu betreiben.

  • Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site, börsenkotierte Immobiliengesellschaft mit Sitz in Zug, hat in ihrem Beschleunigerprogramm vier Start-ups identifiziert und gefördert, die bestehende Geschäftsmodelle der Branche neu denken: DuraMon aus Zürich, Novalytica mit Büros in Bern und Zürich sowie Proximi aus Helsinki und Spotr aus Den Haag.

    Die Teilnehmenden hatten für die Immobiliengesellschaft und ihre Tochterfirmen laut einer Medienmitteilung des Schlieremer Start-up-Förderers Venturelab, dessen Industriepartner Swiss Prime Site ist, relevante Use Cases zu entwickeln, die zu nachhaltigen Prozessen, verbesserter Effizienz und nachhaltigem Wachstum führen. Schliesslich wählte die Jury diese vier Start-ups aus, die sich vor dem Verwaltungsrat präsentieren konnten. Ziel ist eine nachhaltige Zusammenarbeit.

    DuraMon setzt auf sicherere, erschwinglichere und nachhaltige Bau- und Reparaturlösungen, die die Unterhaltskosten für Betoninfrastrukturen und die CO2-Emissionen verringern. Novalytica unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung klar definierter Datenstrategien, um geschäftsrelevante Erkenntnisse und Werkzeuge zu generieren.

    Die Plattform von Proximi kann jede Anwendung auf einen konkreten Ort beziehen und bietet Werkzeuge für Geofencing, stellt mobile Inhalte bereit, automatisiert Geräte im Internet der Dinge und integriert Schnittstellen von Drittanbietern. Das Start-up Spotr nutzt zahlreiche Bildquellen von Menschen bis zu Satelliten, um ganze Gebäudeportfolios in Minutenschnelle zu analysieren.

    „Der Swiss Prime Site Accelerator ist sehr gut konzipiert“, wird Yurena Seguí Femenias von DuraMon zitiert. Die Fachleute hätten die richtigen Fragen gestellt sowie „aufschlussreiche und massgeschneiderte Ratschläge“ gegeben.

  • Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien hat im ersten Halbjahr 2022 die Vermietungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verdoppelt. Laut einer Medienmitteilung des Unternehmens mit Sitz in Zürich wurden über das gesamte Portfolio und über alle Regionen hinweg 90‘000 Quadratmeter neu oder wieder vermietet. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 47‘000 Quadratmeter.

    Die Swiss Prime Site Immobilien AG, die zur Swiss Prime Site Gruppe mit Sitz in Zug gehört, führt diesen Erfolg auf die guten Marktbedingungen und die damit zusammenhängende Nachfrage nach kommerziellen Flächen zurück. Trotz der globalen wirtschaftlichen Verlangsamung bleiben die Signale für die Entwicklung in der Schweiz mehrheitlich positiv, heisst es in der Mitteilung. So seien im Dienstleistungssektor in den vergangenen zwölf Monaten 105‘000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, ein Plus von 2,6 Prozent. Weiter zeugten auch die 114‘000 offenen Stellen von einem robusten Schweizer Arbeitsmarkt.

    Eine besonders positive Entwicklung stellte das Immobilienunternehmen in Basel, Zürich und Genf fest. Aber auch die beiden im Bau befindenden Entwicklungsprojekte JED in Schlieren und Stücki Park in Basel erfreuen sich laut Swiss Prime Site reger Nachfrage. Dort werden bis Ende Jahr Vorvermietungsquoten von rund 90 Prozent  erwartet.

    „Mit der starken Performance der Wieder- und Neuvermietungen innerhalb unseres Portfolios und den nach wie vor intakten wirtschaftlichen Aussichten sind wir auch für Ende Jahr bezüglich tiefem Leerstand und positiver Mietertragsentwicklung optimistisch“, wird Martin Kaleja zitiert, CEO von Swiss Prime Site Immobilien.

    Swiss Prime Site kündigt an, am Donnerstag, 25. August, die ausführlichen Halbjahresresultate 2022 zu publizieren.

  • Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Das Magazin „Bilanz“ hat das diesjährige Ranking der Lebensqualität Schweizer Städten publiziert. Dabei hat Zürich wieder den Platz eins bekommen und steht damit laut dem Bericht seit elf Jahren praktisch unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei stehen die Städte Zug und Bern, gefolgt von Winterthur, Basel und Genf.

    Das Städteranking ist von den Immobilienexperten von Wüest Partner für das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ anhand mehrerer Indikatoren für die Lebensqualität der Städte erstellt worden, etwa in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Freizeiterholung und Einkaufen. Insgesamt sind 162 Städte so bewertet worden.

    Es erscheint für andere Städte kaum möglich, in die absolute Spitzengruppe vorzudringen, heisst es in dem Artikel von „Bilanz“. In den Top 10 hat einzig die Kantonshauptstadt Aarau zwei Ränge verloren und steigt ab von Platz 6 auf Platz 8. Auf die Frage, ob andere Städte überhaupt eine Chance hätten, in die Spitzengruppe hineinzukommen, wird Patrick Schnorf von Wüest Partner zitiert: „Unmöglich ist es nicht.“ So habe etwa St.Gallen, das derzeit Platz 11 hält, eine Chance, wenn die Stadt im Bildungs- und Kulturangebot zulegen könnte ebenso wie beim Bevölkerungswachstum.

    Gegenbeispiel ist laut Schnorf Bassersdorf ZH, das elf Plätze nach hinten gerutscht sei. „Im Vergleich zu anderen Städten hat sich Bassersdorf nicht so schnell entwickelt, etwa was Bildung und Kultur betrifft“, wird Schnorf zitiert. Am lebenswertesten seien laut dem Ranking die beiden Wirtschaftsregionen Zürich und Genfersee.

    Da es unter den Top 30 nur vier Städte aus der Westschweiz und mit Lugano eine im Tessin gebe, müsse man feststelle, dass die Lebensqualität in der Deutschschweiz insgesamt höher sei.

  • Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Die SPGI Zurich AG hat im Auftrag der Miteigentümerschaft zwei weitere Flächen im Konnex Baden vermietet. Der Gebäudekomplex Konnex im Zentrum von Baden wird derzeit gesamtsaniert. Bis Mitte 2023 entsteht dort laut Medienmitteilung ein „Stadt in Stadt“-Angebot. Dafür werden insgesamt rund 35’000 Quadratmeter Fläche vermietet.

    Laut der Medienmitteilung sind die neuen Mieter die Casino Davos AG und SkySale. Casino Davos ist bereits als Zwischenmieter eingezogen und wird seine neuen, insgesamt 495 Quadratmeter grossen Flächen nach Fertigstellung der Sanierung beziehen. Neue Mieterin ist auch die SkySale Schweiz GmbH, die unter ihrer Marke Apfelkiste besser bekannt ist. Sie wird im Frühsommer 2023 rund 814 Quadratmeter Fläche beziehen.

    Das Interesse am innovativen Multi-Mieter-Konzept des Konnex sei gross und für viele weitere Flächen fänden zurzeit Verhandlungen statt, heisst es weiter. Das Stadt-in-Stadt-Konzept sehe eine Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten vor, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working.

    Die SPGI Zurich AG mit Sitz in Zollikon ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group, einem unabhängigen Immobiliendienstleister mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten SO und Zug. Die SPGI Zurich AG ist seit 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield, einem weltweit führender Anbieter von Immobiliendienstleistungen mit Hauptsitz in Chicago und 53’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 60 Ländern weltweit.

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Mai auf dem Stand von 117,6 Punkten geschlossen, informiert Homegate in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vormonat legten die Angebotsmieten damit schweizweit durchschnittlich um 0,2 Prozent zu. Innerhalb der einzelnen Kantone haben die Analysten des Index dabei unterschiedliche Entwicklungen beobachtet.

    In den meisten Kantonen sind die Mieten relativ stabil geblieben. Im Kanton Genf fielen die Angebotsmieten im Mai um 1 Prozent geringer als im April aus. In den Kantonen Zug, Graubünden, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden haben die Analysten hingegen deutliche Steigerungen zwischen 1,1 und 4,1 Prozent ausgemacht. Sie führen den Sprung von 4,1 Prozent im Kanton Zug aber hauptsächlich auf einen Rückgang im Vormonat zurück.

    Bei den im Index untersuchten acht Städten haben die Analysten eine Zunahme der Angebotsmieten um 0,7 Prozent in St.Gallen und einen Rückgang in jeweils gleicher Höhe in Genf und Lausanne ausgemacht. Die beiden Westschweizer Städte sind zudem die einzigen, bei denen die Analysten auch im Jahresvergleich gesunkene Angebotsmieten beobachtet haben.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, erläutert Homegate. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Yukon zukünftig auch in der Schweiz

    Yukon zukünftig auch in der Schweiz

    Der Fokus der Projektmanagement- und Beratungsleistungen von Yukon liegt auf der Implementierung von kollaborativen Projektabwicklungsmodellen und Lean Management-Ansätzen bei anspruchsvollen Bauvorhaben. So begleitet das Unternehmen aktuell die meisten Projekte in Deutschland, die im Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) mit Mehrparteienverträgen durchgeführt werden. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen aus der Industrie und der Immobilienwirtschaft sowie öffentliche Bauherrenorganisationen. 

    Auch in der Schweiz hat Yukon bereits erste Aufträge erfolgreich abgeschlossen. Mit der neuen Niederlassung bietet Yukon den Kunden in der Schweiz neu das gesamte Leistungsportfolio im Lean Project Management an.  

    Die neue Niederlassung in Rotkreuz wird durch Thomas Hänggi vertreten. Er bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Produkt- und Prozessentwicklung sowie im Projektmanagement in der Baubranche und in anderen Industrien mit. Wir freuen uns, mit ihm einen ausgewiesenen Experten im Bereich Integrierte Projektabwicklung und Lean Management im Bauwesen für unser Engagement in der Schweiz zu gewinnen.

  • CKW übernimmt Elektro Camenzind + Partner AG

    CKW übernimmt Elektro Camenzind + Partner AG

    CKW Gebäudetechnik baut ihre Position im Elektroinstallationsbereich im Kanton Zug mit dem Kauf der Elektro Camenzind + Partner AG aus. Die Übernahme erfolgte per 1. Juni 2022 und im Sinne einer Nachfolgeregelung. «Ich freue mich sehr, mein Lebenswerk in die Hände von CKW weitergeben zu dürfen und bin sehr froh, dass alle Mitarbeitenden eine gute Perspektive für ihre Zukunft erhalten. Dank dem starken Partner CKW wird sich das Unternehmen für unsere Kundinnen und Kunden weiterentwickeln können», sagt Alfred Camenzind zum Verkauf an CKW Gebäudetechnik.

    Optimale Ergänzung im CKW-Portfolio
    Elektro Camenzind + Partner AG hat sich überregional einen sehr guten Namen als ganzheitlicher Gebäudetechniker geschaffen. Sei es im Installationsbereich, aber auch in der Gebäudeautomation, E-Mobilität etc. – jeweils von der Planung über die Realisierung bis zum Unterhalt. «Sowohl geografisch wie auch bezüglich Dienstleistungsportfolio passt Elektro Camenzind + Partner AG optimal zu uns. Wir freuen uns sehr, dieses hervorragend eingespielte Team in der CKW-Familie begrüssen zu dürfen», sagt Thomas Gisler, Geschäftsbereichsleiter Elektro von CKW. Die Elektro Camenzind + Partner AG beschäftigt 52 Mitarbeitende, davon 21 Lernende. Für die Kundinnen und Kunden bleiben die bisherigen Ansprechpartner mit den drei Geschäftsleitungsmitgliedern Urs Lang, Cornel Räber und Ruedi Felder bestehen und garantieren dem Kundenstamm Kontinuität.

  • Neue Initiative soll Blockchain-Standort Schweiz stärken

    Neue Initiative soll Blockchain-Standort Schweiz stärken

    Die in Zug ansässige Swiss Blockchain Federation will am 24. Mai im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos die Initiative Home of Blockchain.swiss lancieren. Laut einer Medienmitteilung handelt es sich dabei um eine öffentlich-private Partnerschaft unter der Schirmherrschaft von Bundesrat Ueli Maurer. Sie wird auch vom Aussenwirtschaftsförderer Switzerland Global Enterprise (S-GE), mehreren Kantonen und CV Labs unterstützt.

    Das Ziel der Initiative ist es, die Vorteile des Blockchain-Standorts Schweiz im Ausland aufzuzeigen. Dafür sollen beispielsweise Schweizer Auftritte an internationalen Konferenzen organisiert werden. Ausserdem ist eine Medienkampagne geplant.

    Die Schweiz bietet laut den Initianten einen guten Nährboden für Blockchain-Firmen. Hervorgehoben werden hier die „wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen“. Ausserdem sei das Crypto Valley ein gutes Erfolgsbeispiel. In der Region, dessen Herzstück sich in Zug befindet, haben sich bereits eine Reihe von Blockchain-Firmen angesiedelt – so etwa die Sygnum Bank oder 21Shares.

    „Die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie sind endlos, und das Crypto Valley in der Schweiz steht an der Spitze dieser Revolution. Jetzt ist es an der Zeit, diese Chance zu ergreifen. Mit Home of Blockchain.swiss wird der gute Ruf der Schweiz in die Welt hinausgetragen“, wird Heinz Tännler, Präsident der Swiss Blockchain Federation und Finanzdirektor des Kantons Zug (SVP), zitiert.

    Im Rahmen des Weltwirtschaftsforums wollen die Initianten auch den Swiss Digital Asset Market Report 2022 vorstellen. Für den Bericht wurden unter anderem Anbieter von digitalen Vermögenswerten in der Schweiz befragt.

  • Angebotsmieten bleiben im April stabil

    Angebotsmieten bleiben im April stabil

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) monatlich erhobene Mietindex war im April stabil. Laut Medienmitteilung stiegen die Angebotsmieten in der Schweiz minimal um 0,2 Prozent. Der Index steht neu bei 117,4 Punkten. Am stärksten seien die Angebotsmieten im letzten Monat mit rund 1,7 Prozent im Kanton Nidwalden gestiegen. Deutlich zurückgegangen seien sie im Kanton Zug mit rund 2 Prozent. In den weiteren Kantonen sind die Angebotsmieten auch im April stabil mit Schwankungen von weniger als 1 Prozent stabil geblieben.

    Auch in den untersuchten Städten war die Entwicklung der Angebotsmieten ähnlich stabil wie auf Kantonsebene. Die grösste Veränderung zeigte sich laut der Mitteilung in Zürich, wo die Angebotsmieten um 1 Prozent gestiegen seien. Damit setze sich eine Entwicklung der letzten fünf Monate fort, in denen die Angebotsmieten dort um 4,3 Prozent anzogen. Den tiefsten Wert bei den Städten meldet Lugano mit 0,5 Prozent. Trotz Rückgang im April verzeichnet Lugano gegenüber dem Vorjahr aber nach wie vor ein Plus von 2,1 Prozent. Vom Höchststand im Juli 2016 sei man aber weit entfernt, meldet Homegate.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, wird in der Mitteilung erläutert. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

    Homegate wurde im Jahr 2001 gegründet und ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG.

  • Holcim kauft polnische Firma Izolbet

    Holcim kauft polnische Firma Izolbet

    Holcim übernimmt laut einer Medienmitteilung die Firma Izolbet mit Hauptsitz in der polnischen Stadt Gostynin. Diese bietet Bauspeziallösungen an und verfügt über vier Produktionsstätten in Polen. In den vergangenen drei Jahren hat Izolbet den Angaben zufolge ein zweistelliges Wachstum beim Umsatz sowie bei beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBIDTA) erzielt.

    Mit der Übernahme will der Zuger Zementkonzern unter anderem seine Präsenz in den Bereichen Renovierung und Wärmedämmung stärken. Ausserdem ergänzt der Zukauf die jüngste Investition von Holcim in eine neue Produktionsanlage für Trockenmörtel in Krakau.

    „Bauspeziallösungen bilden einen Schwerpunkt für die Expansion von Solutions & Products in Europa, insbesondere mit den jüngsten Akquisitionen der PRB Group in Frankreich und der PTB-Compaktuna in Belgien“, lässt sich Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika bei Holcim, zitieren. „Ich freue mich, alle Mitarbeiitende von Izolbet in der Holcim-Familie willkommen zu heissen, um gemeinsam unser nächstes Wachstumskapitel aufzuschlagen“, fügt er hinzu.

  • Bau der Energiezentrale für Circulago beginnt

    Bau der Energiezentrale für Circulago beginnt

    Der Bau der Energiezentrale Unterfeld hat am 3. Mai symbolisch mit dem Spatenstich begonnen. Die Energiezentrale bildet den Kern und zugleich den einzigen oberirdischen Teil des Energieverbundes Circulago. Dieser soll die Quartiere Altgass, Unterfeld, Schleifi, Gartenstadt und Herti in Zug und Baar künftig mit Wärme und Kälte aus dem Zugersee versorgen.

    Die Energiezentrale soll im Herbst 2024 vollständig fertiggestellt werden, aber die ersten Liegenschaften bereits ab Herbst 2023 versorgen. Die projektierte Wärmeenergie würde für 1500 Standardeinfamilienhäuser reichen, wird Projektleiter Benjamin Kälin in einer Mitteilung des Energieversorgers WWZ zitiert.

    Der Energieverbund reduziere auch die Abhängigkeit der Region von der Gasversorgung, wird der Zuger Stadtpräsident Karl Kobelt in der Mitteilung zitiert. „Die Bedeutung des Energieverbunds Circulago ist für die Stadt Zug immens.“