Schlagwort: Zuhause

  • Mehrheit möchte Wohnraum nicht verkleinern

    Mehrheit möchte Wohnraum nicht verkleinern

    Die Studie Wohnraumnutzung aus individueller Sicht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat ergeben, dass 70 Prozent der Befragten nicht bereit sind, ihren Wohnraum zu verkleinern. Unter den Personen, die in sogenannten Empty Nests leben, also mit leerstehenden Räumen flügge gewordener Kinder, empfinden nur 26 Prozent ihr Zuhause als zu gross. Ein Zimmerüberschuss von zwei Zimmern, also zwei Zimmern mehr als Personen im Haushalt leben, wird von den befragten Personen als ideal angegeben, so die ZHAW in einer Mitteilung. Von den umzugsbereiten Befragten zeigen sich laut Studie lediglich 42 Prozent bereit, ihre Zimmerzahl zu verkleinern. 32 Prozent wollen nicht von ihren Vorstellungen bezüglich Wohnkosten abweichen.

    «Es zeigt sich, dass die Kombination von Umzug und Verkleinerung – also zwei einschneidenden Veränderungen gleichzeitig – besonders herausfordernd ist», wird Selina Lehner, Co-Leiterin der Studie, zitiert. «Wenn zudem wichtige Anreize fehlen, wird diese Entscheidung häufig aufgeschoben.» Nur jede dritte befragte Person ist der Meinung, dass ältere Paare oder Alleinstehende in zu grossen Wohnungen ihren Wohnraum für jüngere Familien freigeben sollten. Dabei spielt laut ZHAW eine Rolle, dass die Neumiete für kleinere Wohnungen häufig teurer ist als die Bestandsmiete in der grösseren Wohnung.

    An Wichtigkeit gewinnt das häusliche Büro. 61 Prozent der Befragten geben an, künftig zuhause ein Arbeitszimmer einrichten zu wollen. Denn «ein externes Büro ist beispielsweise nicht gleich attraktiv wie ein Büro in den eigenen vier Wänden», so Studien-Co-Leiter Holger Hohgardt.

    An der Studie haben im Frühjahr 2024 insgesamt 1097 Personen in der Deutschschweiz und der Westschweiz teilgenommen. Die ZHAW führte die Erhebung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wohnungswesen, der Fédération Romande Immobilière, dem Hauseigentümerverband Schweiz und Raiffeisen Schweiz durch.

  • „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    Das ambitionierte Stadtentwicklungsprojekt im Siegenthalergut nimmt Form an. Durch eine Kooperation zwischen der Stadt Thun und der Frutiger AG wird hier ein neuer Quartierteil realisiert. Die Gestaltung des Aussenraums war Gegenstand eines Studienauftrags, dessen Sieger nun feststeht: Das Projekt „Plus de jardins“ aus der Feder des Zürcher Büros für Landschaftsarchitektur „Skala Landschaft Stadt Raum“.

    Im Mittelpunkt des Siegerprojekts steht die Entwicklung eines großzügigen öffentlichen Parks, der nicht nur durch seine grüne Ästhetik, sondern auch durch seine intelligente Raumgestaltung und vielfältige Nutzbarkeit besticht. Der Park soll sich als Begegnungsort etablieren, der das Quartierleben belebt und Raum für diverse Aktivitäten bietet. Erkennbar ist das Bestreben, eine harmonische Balance zwischen Naturnähe und urbanem Leben zu schaffen, was sich in der Multifunktionalität und der ökologischen Ausrichtung des Freiraumkonzeptes widerspiegelt.

    Die über 1’500 Bewohner, die in diesem nachhaltig konzipierten Wohnquartier ein Zuhause finden sollen, profitieren von einem bewussten Städtebau, der sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Durch durchdachte Verbindungen und Wege wird das Siegenthalergut optimal in das bestehende Quartier eingebettet. Diverse Außenräume mit unterschiedlichen Atmosphären laden zum Verweilen ein und fördern die Biodiversität.

    Die Gestaltung des Quartiers geht Hand in Hand mit der aktiven Einbeziehung der Thuner Bevölkerung. Ihre Anforderungen und Wünsche werden in den fortlaufenden Planungsprozess integriert, um so ein lebenswertes Quartierzentrum zu schaffen. Hierbei liegt ein Fokus auf der gemeinsamen Entwicklung eines Quartierzentrums, das als Herz des Siegenthalerguts dienen soll.

    Mit dem voraussichtlichen Start der ersten Bauphase im Jahr 2027 rückt die Realisierung des Stadtentwicklungsprojekts in greifbare Nähe. Bis dahin sind weitere planerische Schritte vorgesehen, wie die Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts für die angrenzenden Straßen und die Definition der Überbauungsordnung, welche die Grundlage für die kommenden Architekturwettbewerbe bildet. Die öffentliche Präsentation der Zone mit Planungspflicht (ZPP) gegen Ende des Jahres markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung des Projekts „Plus de jardins“ und dem neuen Quartierteil im Siegenthalergut.

  • Wohnlabor der OST hilft beim Älterwerden in eigenen vier Wänden

    Wohnlabor der OST hilft beim Älterwerden in eigenen vier Wänden

    Das Wohnlabor SimDeC (Akronym für Simulation im Bereich Dementia Care) der OST – Ostschweizer Fachhochschule will den Wunsch vieler Schweizerinnen und Schweizer erfüllen: möglichst lang selbstbestimmt daheim wohnen bleiben. Wie lang das ist, entscheide sich schleichend im Alltag, so Josef Huber in einem Blog-Beitrag und einer aktuellen Medienmitteilung der OST. Er ist Leiter des SimDeC und Dozent im CAS Lebensweltorientierte Demenzpflege an der OST. „Flaschen gehen zu schwer auf, die Pfeffermühle bereitet Schmerzen beim Berühren oder Produkte und Lebensmittel sind herausfordernd verpackt.“ Dabei gebe es eine „unfassbare Vielfalt und Vielzahl technischer Lösungen“. Doch werde das Wissen über Technik mit Betroffenen in der Gesellschaft eher nicht geteilt. Zudem fehle ihnen und den Angehörigen oft die Kraft für eigene Recherchen.

    Als Innovationszentrum zum Mitmachen und Anfassen schafft das Wohnlabor genau hierbei Abhilfe, für Privatpersonen ebenso wie für Gemeinden, Städte und Spitäler. „Wenn ein Problem an uns herangetragen wird, machen wir eine aktuelle Marktübersicht und entwickeln gemeinsam eine fachlich und ethisch reflektierte, kriterienorientiert begründete Entscheidung.“ Wie Huber betont, sei es wichtig, massgeschneiderte Lösungen für einzelne Fälle zu finden. „Als Forscherinnen und Forscher lernen wir wiederum aus den Rückfragen.“

    Um Menschen mit Demenz, ihr Lebensumfeld und ihre Betreuungsteams geht es auch im CAS Lebensweltorientierte Demenzpflege der OST. Der neunmonatige Kurs vermittelt die Kompetenz, die Situation von Personen mit Demenz professionell einzuschätzen und geeignete Interventionen anzubieten. Nächster Start ist am 23. Oktober.

  • Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Neue umweltschonende Ansätze und Lösungen testen und erlebbar machen, Raum haben für Innovationen, Experimente, Workshops und Austausch – diese Ziele waren der Antrieb für die Pioniernutzung Smart City Lab Basel auf dem Basler Güterbahnhof Wolf. Das Lab vernetzt seit April 2019 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und stellt Innen- und Aussenräume als Test Space für innovative Ideen zur Verfügung. Partnerinnen und Partner sowie Externe können den Event Space für Veranstaltungen bis 300 Personen nutzen und werden bei der Konzeption und Durchführung von thematischen Workshops unterstützt.

    Drei Themenfelder, über 60 Projektpartner
    Die Projekte im Smart City Lab Basel umfassen Entwicklungsthemen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Citylogistik. So bietet eSMART beispielsweise im Bereich Gebäudetechnik eine Lösung zur Regulierung und Bedienung von Gebäudefunktionen. Dadurch können die Nutzerinnen und Nutzer über ihr Smartphone oder smarte Displays die Heizung im Community Space steuern und Besuchern aus der Ferne den Zutritt zum Community Space gewähren. Ein integrierter SBB-Fahrplan, ein Immobilienverwaltungsservice und eine Energieanzeige sind ebenfalls Bestandteil des Systems. Zu den weiteren Partnern, die im Themenfeld Gebäude arbeiten, gehören die Leicom AG und die Astra LED AG – erstere ist auf Gebäudeautomations Systeme und Smart Building Lösungen, letztere auf intelligentes Licht und Sensorik in Leuchten spezialisiert.

    Die Projekte im Smart City Lab Basel zeichnen sich durch Vielfalt aus und sind nicht allein auf die digitale Dimension beschränkt: Während DPD Schweiz und die KurierZentrale GmbH gemeinsam die Stadtlogistik nachhaltig verändern wollen, arbeitet Hochbeet Basel an niederschwelligen Lösungen für die Begrünung des urbanen Raums und trägt so zur hitzeangepassten Entwicklung bei. Das Team um Urb-x entwickelt einen modularen Radschnellweg, der sich aus einer flexiblen Struktur aus Stützen, Tragelementen und Fahrbahnmodulen zusammensetzt, währenddessen der Escape-Room «Blackout» von Breakout Basel die erneuerbaren Energien vor Ort im Lab für die Besucherinnen und Besucher erlebbar macht.

    Vom Güterbahnhof zum Zukunftsareal
    Wo früher auf einer Fläche von rund 16 Hektaren unter anderem Freiverlad, Citylogistik und ein Containerterminal angesiedelt waren, findet sich heute das Smart City Lab Basel. Im Lab werden modellhafte Lösungen für zukünftige Arealentwicklungen entwickelt, getestet, vernetzt und erlebbar gemacht. Einige Ideen werden direkt auf dem Areal Wolf zum Einsatz kommen: Dort entwickelt die SBB in den nächsten Jahren ein durchmischtes Quartier in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB.

  • Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Test Space für die Zukunft: Das Smart City Lab Basel

    Neue umweltschonende Ansätze und Lösungen testen und erlebbar machen, Raum haben für Innovationen, Experimente, Workshops und Austausch – diese Ziele waren der Antrieb für die Pioniernutzung Smart City Lab Basel auf dem Basler Güterbahnhof Wolf. Das Lab vernetzt seit April 2019 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und stellt Innen- und Aussenräume als Test Space für innovative Ideen zur Verfügung. Partnerinnen und Partner sowie Externe können den Event Space für Veranstaltungen bis 300 Personen nutzen und werden bei der Konzeption und Durchführung von thematischen Workshops unterstützt.

    Drei Themenfelder, über 60 Projektpartner
    Die Projekte im Smart City Lab Basel umfassen Entwicklungsthemen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Citylogistik. So bietet eSMART beispielsweise im Bereich Gebäudetechnik eine Lösung zur Regulierung und Bedienung von Gebäudefunktionen. Dadurch können die Nutzerinnen und Nutzer über ihr Smartphone oder smarte Displays die Heizung im Community Space steuern und Besuchern aus der Ferne den Zutritt zum Community Space gewähren. Ein integrierter SBB-Fahrplan, ein Immobilienverwaltungsservice und eine Energieanzeige sind ebenfalls Bestandteil des Systems. Zu den weiteren Partnern, die im Themenfeld Gebäude arbeiten, gehören die Leicom AG und die Astra LED AG – erstere ist auf Gebäudeautomations Systeme und Smart Building Lösungen, letztere auf intelligentes Licht und Sensorik in Leuchten spezialisiert.

    Die Projekte im Smart City Lab Basel zeichnen sich durch Vielfalt aus und sind nicht allein auf die digitale Dimension beschränkt: Während DPD Schweiz und die KurierZentrale GmbH gemeinsam die Stadtlogistik nachhaltig verändern wollen, arbeitet Hochbeet Basel an niederschwelligen Lösungen für die Begrünung des urbanen Raums und trägt so zur hitzeangepassten Entwicklung bei. Das Team um Urb-x entwickelt einen modularen Radschnellweg, der sich aus einer flexiblen Struktur aus Stützen, Tragelementen und Fahrbahnmodulen zusammensetzt, währenddessen der Escape-Room «Blackout» von Breakout Basel die erneuerbaren Energien vor Ort im Lab für die Besucherinnen und Besucher erlebbar macht.

    Vom Güterbahnhof zum Zukunftsareal
    Wo früher auf einer Fläche von rund 16 Hektaren unter anderem Freiverlad, Citylogistik und ein Containerterminal angesiedelt waren, findet sich heute das Smart City Lab Basel. Im Lab werden modellhafte Lösungen für zukünftige Arealentwicklungen entwickelt, getestet, vernetzt und erlebbar gemacht. Einige Ideen werden direkt auf dem Areal Wolf zum Einsatz kommen: Dort entwickelt die SBB in den nächsten Jahren ein durchmischtes Quartier in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Basel SBB.