Schlagwort: Zweitwohnungen

  • Schweizer Gemeinden halten Zweitwohnungsanteil stabil

    Schweizer Gemeinden halten Zweitwohnungsanteil stabil

    Die aktuelle Erhebung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) belegt, dass der Anteil von Gemeinden, die keine neuen Zweitwohnungen mehr zulassen, weiterhin signifikant ist. Etwa jede sechste Schweizer Gemeinde ist von diesem Beschluss betroffen, und diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen.

    Interessanterweise verzeichnet die Schweiz nun insgesamt 340 Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über zwanzig Prozent. In diesen Gemeinden sind neue Zweitwohnungen nur unter strengen Auflagen erlaubt, wie es das Zweitwohnungsgesetz vorschreibt. Besonders betroffen sind Gebiete im Alpenbogen, den Voralpen, vereinzelt im Jura und an Seen.

    Die Gemeinden führen jährlich ihre Wohnungsinventare durch, um den Bestand an Zweitwohnungen zu ermitteln. Die Ergebnisse werden vom ARE jedes Jahr Ende März veröffentlicht. Gemeinden, deren Zweitwohnungsanteil neu über zwanzig Prozent liegt, haben dann 30 Tage Zeit, um Stellung zu nehmen und ihr Inventar zu präzisieren. Bleibt der Anteil über zwanzig Prozent, greift das Zweitwohnungsgesetz, welches den Bau neuer Zweitwohnungen regelt und auf der im März 2012 angenommenen Zweitwohnungsinitiative basiert.

    Diese Entwicklung unterstreicht die Bestrebungen der Schweizer Gemeinden, die Zweitwohnungsproblematik im Einklang mit gesetzlichen Vorgaben zu regulieren und das Gleichgewicht zwischen Erholungs- und Wohnraumnutzung in ihren Regionen zu wahren.

  • Ablehnung der Objektsteuer auf Zweitwohnungen durch Thurgauer Regierung

    Ablehnung der Objektsteuer auf Zweitwohnungen durch Thurgauer Regierung

    In seiner offiziellen Stellungnahme zur Vorlage äussert der Regierungsrat jedoch erhebliche Bedenken und schliesst sich der skeptischen Ansicht der FDK an. Die FDK erkennt zwar die Intention hinter dem Vorschlag für einen Systemwechsel an, warnt jedoch vor den potenziellen finanziellen Risiken für Berg- und Tourismuskantone sowie den möglichen Implikationen für den nationalen Finanzausgleich. Die Einführung einer Objektsteuer würde zudem praktische Herausforderungen in der Abgrenzung und zusätzliche Kosten bei der Umsetzung mit sich bringen. Die Mehrheit der FDK sieht keinen aktuellen Bedarf, das bestehende System der Wohneigentumsbesteuerung zu überarbeiten, da die Besteuerung des Eigenmietwerts aus verfassungsrechtlichen, ökonomischen und systematischen Gründen als angemessen betrachtet wird.

    Darüber hinaus hebt der Regierungsrat hervor, dass eine Anpassung der kantonalen Steuergesetzgebung notwendig wäre, was den legislativen Prozess erheblich in die Länge ziehen könnte. Es besteht das Risiko, dass zum Zeitpunkt der möglichen Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung auf Zweitwohnungen noch keine rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einführung einer Objektsteuer existieren.

  • Zweitwohnungen machen höchsten Preissprung

    Zweitwohnungen machen höchsten Preissprung

    Die Preise von Einfamilienhäusern legten 2021 im Vergleich zum Vorjahr im Mittel um 9 Prozent auf 1,42 Millionen Franken zu. Die Preise von Eigentumswohnungen stiegen im Durchschnitt um 8,3 Prozent auf 0,91 Millionen Franken. Das zeigen die Zahlen der jährlich vom Immobilienmarktplatz Homegate und dem Swiss Real Estate Institute der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) vorgelegten Home Market Price Analysis. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sei dies die höchste Preisdynamik bei Wohneigentum seit zehn Jahren.

    Für Zweitwohnungen stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent. „Bei Erstwohnungen sind die Preissteigerungen schon erstaunlich“, so Peter Ilg, Leiter des Swiss Real Estate Institute. „Aber bei Zweitwohnungen ist aufgrund der strikten Angebotsbegrenzung durch die Zweitwohnungsinitiative ein Markt geschaffen worden, der sich hervorragend für Immobilienspekulation eignet.“

    Eigentumswohnungen sind nach wie vor in der Region Zürich am teuersten, Einfamilienhäuser in der Region Genfersee. Der starke Preisanstieg scheine zumindest bei den Einfamilienhäusern zu weniger Verkaufstransaktionen zu führen. Sie sanken um 10 Prozent.

    Auf Gemeindeebene gibt es zwischen den Regionen grosse Unterschiede: Mit dem gleichen Budget von 3,1 Millionen Franken, für das es in Erlenbach ZH ein Haus gab, konnte man in Brugg AG gut sechs Einfamilienhäuser kaufen. Die tiefsten Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen wurden in der Gemeinde Sainte-Croix VD mit 0,28 Millionen Franken bezahlt, die höchsten in Zumikon ZH mit 2,37 Millionen Franken.