Autor: immovestuser

  • Halter AG realisiert Hochhaus

    Halter AG realisiert Hochhaus

    Das elfstöckige Hochhaus in Neuhausen a. R. wird nach der Fertigstellung Mitte 2022 insgesamt 76 Mietwohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss umfassen, wie aus einer Mitteilung der Halter AG hervorgeht. Das Wohn- und Geschäftshaus dient dabei als „Richtprojekt für einen übergreifenden Quartierplan“. Der Standort Industrieplatz ist Teil des Quartierplangebietes und das 40 Meter hohe Hochhaus wird das markanteste Gebäude am Platz sein, so die Halter AG.

    Im Erdgeschoss werden 265 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Dort sollen kleinere Verkaufsräume für Güter des täglichen Bedarfs oder auch für einen Coiffeur entstehen. Die Wohnungen werden 1,5 bis 4,5 Zimmer umfassen. Damit richten sie sich an Ein- und Zweipersonenhaushalte sowie Kleinfamilien. „Durch die Nähe zum Bahnhof werden sie insbesondere auch Pendler in Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich ansprechen“, heisst es in der Mitteilung.

    Die in Zürich ansässige Halter AG wird im kommenden Jahr ihren Hauptsitz in die ehemalige NZZ-Druckerei (heute Join.Explore.Dare/JED) in Schlieren verlagern.

  • W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    Die W. Schmid AG errichtet an der Buckhauser-/Flurstrasse in Zürich ein siebengeschossiges Mehrfamilienhaus mit 101 Wohnungen. Laut einer Medienmitteilung ist nach Ende der Abbrucharbeiten mit dem Aushub der Baustart erfolgt. Nachdem die W. Schmid AG 2019 bereits die Wohnüberbauung Burbel in Oberglatt ZH für die Swiss Life AG realisiert hat, handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen Folgeauftrag.

    Diesen setzt die W. Schmid AG als Generalunternehmerin um. Neben den 101 Mietwohnungen entstehen in dem Neubau auch zwei Gewerbeflächen. Das Mehrfamilienhaus wird in U-Form gebaut, so dass ein Innenhof entsteht, „welcher zukünftige Bewohner vom Strassenlärm schützt und einen Platz für Begegnungen schafft“. Zudem werden Fassade und weitere Elemente begrünt, „wodurch das Wohnumfeld noch mehr aufgewertet wird“. 

  • Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Die Stadt Liestal will ihre sieben Wärmeverbünde sanieren und bis 2030 zu einem neuen Grosswärmeverbund zusammenschliessen. Wie die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) mitteilt, wird dazu in einem ersten Schritt die Heizzentrale Liestal für 42 Millionen Franken modernisiert. Sie soll ab 2023 zu 90 Prozent mit Holz aus der Region geheizt werden, je zur Hälfte mit Recyclingholz und Waldhackschnitzel. Bisher beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger 45 Prozent. Pro Jahr sollen so 24‘000 Tonnen CO2-Ausstoss eingespart werden.

    Ausserdem sollen drei weitere lokale Wärmeverbünde an das Netz der Heizzentrale angeschlossen und das Fernwärmenetz auf 31 Kilometer verlängert werden. Der Ausbau des Netzes soll in drei Etappen bis 2030 abgeschlossen werden.

    Der Kanton Basel-Landschaft will sukzessive die 48‘000 fossilen Heizungen im Kanton ersetzen. „Wir sind davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Energieversorgung die Energie zunehmend aus erneuerbaren Ressourcen stammen muss“, wird EBL-CEO Tobias Andrist in der Mitteilung zitiert.

  • Baupreise sind leicht gestiegen

    Baupreise sind leicht gestiegen

    Der Schweizerische Baupreisindex des Bundesamts für Statistik (BFS) erhöhte sich zwischen Oktober 2019 und April 2020 um 0,2 Prozent auf 100 Punkte. Dies ist laut einer Medienmitteilung auf einen Preisanstieg sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau zurückzuführen.

    Im Hochbau ist der Anstieg des Preisindexes im vorangehenden Halbjahr hauptsächlich auf höhere Preise bei Sanitäranlagen zurückzuführen. Auch die Kosten für Fenster und Aussentüren hätten zugenommen, wenn auch weniger stark.

    Mit Ausnahme der Zentralschweiz und Zürichs sind die Preise in fast allen Grossregionen gestiegen, vor allem in der Ostschweiz mit einem Plus von 0,8 Prozent. Den deutlichsten Preisrückgang verzeichnet die Zentralschweiz (-0,1 Prozent), gefolgt von Zürich.

    Im Tiefbau wurden im Vergleich zum vorangehenden Halbjahr insbesondere bei den Ingenieurhonoraren und beim Oberbau höhere Preise beobachtet. Dagegen sanken die Preise für den Erd- und Unterbau.

    Ausser in der Ost- und Nordwestschweiz sowie der Genferseeregion verzeichneten alle Regionen eine Preissteigerung. Am grössten war sie in der Zentralschweiz (+1,9 Prozent). Den stärksten Rückgang verbuchte die Ostschweiz (-0,9 Prozent).

  • AKB will umweltbewusste Privatpersonen belohnen

    AKB will umweltbewusste Privatpersonen belohnen

    Die AKB ist laut ihrer Medienmitteilung erst die zweite Bank in der Schweiz, die einen Green Bond in Schweizer Franken emittiert. Mit dem Green Bond finanziert sie direkt die neue AKB Green Hypothek. Mit dieser möchte die AKB umweltbewusste Privatpersonen belohnen, „die ihr Eigenheim nach klimafreundlichen Kriterien bauen oder renovieren“. Dabei werden neben Neubauten und energetischen Einzelmassnahmen auch „umfassende Gesamtsanierungen zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur Nutzung von erneuerbaren Energien, wie die Installation von Photovoltaik-Anlagen oder von Panels zur Aufbereitung von Warmwasser, unterstützt“.

    „Wir fördern mit zukunftsorientierten Lösungen Wachstum, das die Umwelt schont“, wird AKB Direktionspräsident Dieter Widmer in der Mitteilung zitiert. „Der AKB Green Bond dient dazu, die Refinanzierung der AKB Green Hypotheken mit einem gesamtheitlichen Nachhaltigkeitskonzept zu ermöglichen. Zudem bietet die Green Hypothek Zinsvergünstigungen bis zu 10 Jahre ohne Einschränkung.“

    Die AKB möchte mit ihrer Initiative die Region, „mit der wir verbunden sind“, auch für die kommenden Generationen erhalten. Denn durch ihre Förderung einer umweltverträglichen Bautätigkeit werde zur Emissionsreduktion bei Gebäuden beigetragen und somit ein „gesellschaftlicher Mehrwert“ geschaffen. Jeder zehnte Kunde einer AKB Green Hypothek im Jahr 2020 erhält von der Kantonalbank gratis ein E-Bike.

  • Meyer Burger wird zum Hersteller von Solartechnik

    Meyer Burger richtet sich strategisch neu aus, um sein geistiges Eigentum besser zu schützen. Der Verwaltungsrat des Maschinenbauers mit Sitz in der Gemeinde Thun hat laut einer Medienmitteilung entschieden, seine Fertigungsanlagen für Solarzellen und Solarmodule nur noch exklusiv zum eigenen Gebrauch herzustellen. Für eine eigene, gross skalierte Zell- und Modulproduktion wird Meyer Burger auf einer ausserordentlichen Generalversammlung am 10. Juli eine Kapitalerhöhung von 165 Millionen Franken beantragen.

    Ein Grossteil der heute weltweit produzierten Solarmodule basierten auf den Technologien von Meyer Burger. Dennoch habe das Unternehmen aus seiner Technologieführerschaft in den vergangenen Jahren keinen Gewinn erzielen konnte. Mit dem Verkauf seiner Maschinen habe Meyer Burger die proprietäre Technologie aus der Hand gegeben und die Realisierung des geschaffenen Mehrwerts weitestgehend seinen Kunden überlassen.

    „Der Wandel vom Maschinenanbieter zum vertikal integrierten Zell- und Modulhersteller ist der richtige und konsequente Schritt, um uns einen angemessenen Anteil am Wert zu sichern, den unsere global führende Technologie generiert“, erklärt Verwaltungsratspräsident Franz Richter. „Der nächste Technologieschritt ist vergleichbar mit dem Übergang von 4G auf 5G in der mobilen Kommunikation“, so CEO Gunter Erfurt. „Nur Meyer Burger hat die 5G-Technologie der PV-Industrie zur Marktreife geführt. Wir können mit unseren Produkten bereits in einem Jahr am Markt sein.“

    Meyer Burger will die Produktion im ersten Halbjahr 2021 starten. Aktuell lägen Kaufabsichtserklärungen von potenziellen Kunden aus Europa und den USA im Umfang von über 2 Gigawatt pro Jahr vor. Dieser zu erwartenden Nachfrage entsprechend sei beabsichtigt, durch Aufnahme von insgesamt rund 180 Millionen Franken Fremdkapital im Jahr 2021/22 die jährliche Kapazität bis 2022 auf 1,4 Gigawatt Zell- und 0,8 Gigawatt Modulproduktion auszuweiten. Meyer Burger erwartet auf dieser Basis innerhalb von drei Jahren einen jährlichen Umsatz von 400 bis 450 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge von 25 bis 30 Prozent.

    Langfristig werde ein Ausbau auf mindestens 5 Gigawatt angestrebt. Bei entsprechender Nachfrage seien weitere Modulfertigungen im europäischen und amerikanischen Raum geplant, die aus zentraler Zellenfertigung beliefert werden können.

  • Glarus will Energiestadt werden

    Glarus will Energiestadt werden

    Der Gemeinderat von Glarus hat den ersten Schritt unternommen, um das Zertifikat Energiestadt zu erhalten. Er hat beim Trägerverein Energiestadt einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Damit will die Gemeinde die Energiestrategie 2050 des Bundes unterstützen und ihre Bürgerinnen und Bürger weiter sensibilisieren.

    Basis für diesen Antrag ist ein Energieplan, den die Gemeinde Anfang des vergangenen Jahres vorgelegt hat. Darin wurde untersucht, wo es Potenziale für die nachhaltige Nutzung von Energie gibt. Zudem soll der Verbrauch fossiler Energien reduziert werden. Schliesslich wurde geklärt, welche Investitionen in die Versorgungsinfrastruktur zielführend sind. Die Ergebnisse des Energieplans werden laut einer Medienmitteilung in die nächste Revision der Ortsplanung einfliessen.

    Gemäss dieser Erkenntnisse kann bei einer effizienteren Verwendung von Energie bis zum Jahr 2050 die gesamte Nachfrage durch lokale Erzeugung gedeckt werden. Ausserdem könne der Energiebedarf für Wärme durch Gebäudesanierungen und -optimierungen um mehr als die Hälfte reduziert werden.

    Die Gemeinde möchte durch den Zertifizierungsprozess für das Energie-Label von der fachlichen Beratung durch den Trägerverein Energiestadt profitieren. Im Zuge dieses Prozesses werden in einem Aktivitätenprogramm konkrete Massnahmen festgelegt. Dazu werden nach Angaben der Gemeinde Sanierungen gemeindeeigener Liegenschaften ebenso gehören wie die Förderung von Wärmeverbünden und eine öffentliche Beleuchtung mittels LED-Lampen. Werden mindestens 50 Prozent der Massnahmen umgesetzt, erhält die Gemeinde das Zertifikat Energiestadt.

  • Daniel Anderes übernimmt Präsidium des Technoparks Winterthur

    Daniel Anderes übernimmt Präsidium des Technoparks Winterthur

    Der grosse Einsatz von Hans-Walter Schläpfer insbesondere bei der Strategieentwicklung und bei der Zusammenarbeit des Technoparks Winterthur mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sei an der Generalversammlung gebührend verdankt worden, informiert Technopark Winterthur in einer Mitteilung. Nach sechs Jahren an der Spitze des Verwaltungsrats übergibt Schläpfer sein Amt an Daniel Anderes. Der 49-jährige gebürtige Winterthurer soll die Winterthurer Start-up-Schmiede als „weitere jüngere Kraft mit zusätzlicher Sicht von aussen“ verstärken.

    In derselben Mitteilung werden zudem eine Reihe von Massnahmen des Technoparks Winterthur zur Unterstützung seiner Jungunternehmen während der Coronavirus-Pandemie kommuniziert. In Ergänzung zu den Hilfsmassnahmen der öffentlichen Hand bietet der Technopark hier im Einzelfall finanzielle Erleichterung an. Neuen Mietern wird der Einzug in den Technopark zudem durch einen zweimonatigen Erlass des Mietzinses erleichtert. Auch die Seminar- und Sitzungsräume des Technoparks können derzeit vergünstigt reserviert werden.

    Der Technopark Winterthur werde weiterhin vor allem auf die drei Themen intelligente Lösungen im Bereich Energie, Gesundheit und Maschinenbau ausgerichtet, heisst es in der Mitteilung weiter. Hier arbeitet der Technopark mit der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) und der kantonalen Standortförderung (House of Winterthur) zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird sich der Technopark arbeitsteilig besonders um den Bereich intelligente Energie kümmern.

  • Wasserstoff kann günstiger produziert werden

    Wasserstoff kann günstiger produziert werden

    Fachleute des Instituts für Innovation und Technologiemanagement der Hochschule Luzern (HSLU) haben den wirtschaftlichen Mehrwert einer umweltfreundlichen Herstellung von Wasserstoff untersucht. Ihre Arbeit hat laut einer Medienmitteilung nachgewiesen, dass der Einsatz von Wasser-Elektrolyseuren zur Stabilisierung des Stromnetzes bei Über- oder Unterlasten die Herstellungskosten um bis zu 15 Prozent reduziert.

    Bei der Wasser-Elektrolyse wird Wasser mithilfe von Strom in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. Noch ist dabei der Wirkungsgrad problematisch: Bei der Herstellung entsteht Abwärme, die sich nicht immer gut nutzen lässt. Zudem ist der Preis für Strom aus erneuerbaren Energien hoch. Beides macht klimafreundlichen Wasserstoff zum heutigen Zeitpunkt vergleichsweise teuer. Auch das Tankstellennetz für Autos ist noch dünn. „Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das ändert. In der Schweiz sind grössere Offensiven dafür bereits in Vorbereitung“, so Christoph Imboden, Dozent für Energiewirtschaft an der HSLU.

    Das EU-Projekt QualyGrid untersuchte mit elf Partnern aus acht Ländern eine vielversprechende Lösung, um die Herstellungskosten zu senken. Ziel des Projekts war, Präqualifikationstests für Wasser-Elektrolyseure zu standardisieren und damit ihre Zulassung zu vereinfachen.

    Die Forschenden der HSLU berechneten in diesem Rahmen den geldwerten Vorteil von Wasser-Elektrolyseuren. Weil es dafür noch keine Datengrundlage gab, musste der Wert ihrer Dienstleistung für die verschiedenen Netzbetreiber in Europa erst zusammengetragen werden. Schliesslich konnte die Forschungsgruppe nachweisen, dass der Einsatz von Wasser-Elektroyseuren zur Stabilisierung des Stromnetzes die Herstellungskosten von Wasserstoff um bis zu 15 Prozent reduziert. „Damit wird der Schritt zu einer breiten Einführung der Wasserstofftechnologie deutlich erleichtert“, heisst es in der Medienmitteilung.

  • Bevölkerung will Import-Energie senken

    Bevölkerung will Import-Energie senken

    Insgesamt 66 Prozent der Schweizer Bevölkerung möchten gern von Öl- und Gasimporten unabhängig sein. Zwei Drittel sprechen sich dafür aus, die inländische Stromproduktion mit Wind und Sonne deutlich zu erhöhen. Das sind Ergebnisse des Energie-Trendmonitors Schweiz 2020. Die repräsentative Befragung wurde vom Wärmepumpenspezialisten Stiebel Eltron in Auftrag gegeben.

    „Wie die Umfrage zeigt, möchte eine breite Mehrheit der Bevölkerung den Strombedarf des Landes stärker mit heimischen Energiequellen decken“, sagt der Geschäftsführer von Stiebel Eltron Schweiz, Paul Stalder. „Grüner Strom ist der Schlüssel für eine nachhaltige Energieversorgung in der Schweiz.“

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sei jedoch 43 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nicht bekannt, dass eine Kopplung der Haustechnik mit der eigenen Stromversorgung möglich ist. Zudem sei sich knapp jeder Dritte nicht bewusst, dass die Wärmepumpe klimaschädliche fossile Brennstoffe wie Öl und Gas im Heizungskeller ersetzt und damit klimafreundlich arbeitet.

    „Die Ziele des Klimaabkommens von Paris lassen sich nur erreichen, wenn die Wärmeversorgung bis 2050 komplett auf grüne Technologie umgestellt wird“, so Stalder weiter. „Raumwärme sollte in der Schweiz also künftig ohne fossile Energieträger erzeugt werden.“ Zudem hätten Bund, Kantone und Gemeinden Förderprogramme für den Wechsel auf umweltfreundliches Heizen aufgelegt.

  • Zürich gehört zu Europas wichtigsten Tech-Städten

    Zürich gehört zu Europas wichtigsten Tech-Städten

    fDi Intelligence, die Fachstelle für ausländische Direktinvestitionen der „Financial Times“, hat den Bericht „fDix TNW Tech Cities of the Future 2020/21“ veröffentlicht. Darin führt sie die wichtigsten Tech-Städte in Europa auf. Die Stadt Zürich schafft es in der Gesamtbewertung auf den Platz 14.

    Die gute Bewertung hat Zürich mehreren Top-Platzierungen in den Unterkategorien zu verdanken. So schneidet die Stadt etwa bei der Bewertung als Standort für Start-ups europaweit auf Platz sechs ab. Ausserdem schafft es Zürich in der Kategorie Innovation und Attraktivität auf Platz sieben.

    Punkten kann die Stadt ausserdem mit ihrer Strategie für ausländische Direktinvestitionen. In der entsprechenden Kategorie schafft es Zürich europaweit auf Platz sieben. Laut fDi Intelligence sind erfolgreiche Tech-Städte das Resultat einer abgestimmten politischen Strategie, welche darauf abzielt, eine global vernetzte Gemeinschaft aufzubauen sowie Innovation und Unternehmertum zu fördern.

    Auch eine weitere Stadt in der Greater Zurich Area kann im Ranking punkten. So belegt Zug in der Kategorie Wirtschaftliches Potenzial den achten Platz in Europa.

    fDi Intelligence hat in der Rangliste insgesamt 76 Städte in Betracht gezogen. Den Spitzenplatz belegt London.

  • Bauplaner erhalten Methode zur Ökobilanzierung

    Bauplaner erhalten Methode zur Ökobilanzierung

    Vizcab, eine Ausgründung des Standorts Freiburg der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL Freiburg), konnte laut einer Medienmitteilung Risikokapital in Höhe von 1,6 Millionen Euro einsammeln. Das Start-up mit Sitz im französischen Lyon hat eine neue Methode entwickelt, mit der Ingenieure die Energieeffizienz eines Gebäudes bereits in der Entwurfsphase bewerten können. Mit dieser Kapitalspritze will Vizcab zunächst in Frankreich Fuss fassen. In 18 bis 24 Monaten plant das Jungunternehmen eine Finanzierungsrunde der Serie B, um zu expandieren.

    „Unser Start-up arbeitet an der Schnittstelle zwischen der digitalen und der ökologischen Wende“, erklärt Gründer und Innovationschef Thomas Jusselme. Sein datenbasiertes Modell kann Emissionsziele für Treibhausgase in die frühen Phasen des Entwurfsprozesses integrieren. Bislang war eine Berechnung der Umwelteffekte eines Gebäudes erst möglich, nachdem die Designentscheidungen in Stein gemeisselt waren.

    Architekten und Ingenieure können verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten in eine von Vizcab entwickelte Internetanwendung eingeben. Sie führt auf Basis verschiedener Entwurfsparameter wie Heizung, Verglasung und Isolierung Tausende von Simulationen durch.

    Diese Methode wurde von Building 2050 entwickelt, einem Team, das im Smart Living Lab der EPFL Freiburg angesiedelt ist. Der erste Prototyp wurde in Zusammenarbeit mit zwei Laboratorien der EPFL, dem Labor für integrierte Performance im Design (LIPID) und dem Labor für Architektur und nachhaltige Technologien (LAST), entwickelt. Ausserdem waren das Labor EPFL+ECAL und das Human-IST-Institute der Universität Freiburg (UNIFR) beteiligt. „Es ist immer erfreulich zu hören, dass ein Spin-off, das eine Technologie unter Lizenz der EPFL betreibt, die Finanzierung gesichert hat“, so Frédéric Pont, einer der Manager für Technologietransfer der Hochschule. „Und es ist eine besonders willkommene Nachricht inmitten einer globalen Pandemie und wirtschaftlichen Unsicherheit.“

  • Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Der Zürichsee soll in Teilen von Thalwil künftig Öl und Gas als Energieträger ersetzen. Wie der Zürcher Energiedienstleister Energie 360° mitteilt, will er gemeinsam mit der Gemeinde einen Energieverbund realisieren. Dazu soll beim Schiffsanleger eine 30 Meter lange Rohrleitung in den See verlegt werden, mit der Seewasser in einen Wärmeaustauscher geführt wird. Die Energie wird dann mit Fernwärmeleitungen in das Zentrum der Gemeinde geführt.

    Der Energieverbund soll rund hundert Liegenschaften mit 13 Gigawattstunden Wärme und 0,5 Gigawattstunden Kälte im Jahr versorgen, darunter fünf Liegenschaften der Gemeinde. Damit können bestehende Öl- und Gasheizungen ersetzt und 2800 Tonnen CO2 eingespart werden. Zur Abdeckung von Leistungsspitzen in kalten Wintern dienen zwei Gaskessel in der Energiezentrale. Der Bau der Anlage soll im Frühjahr 2021 beginnen.

  • Ina Invest vollzieht Börsengang

    Ina Invest vollzieht Börsengang

    Die bisherigen Implenia-Aktionäre hatten für ihre Aktien Bezugsrechte für Anteile an der Implenia-Ausgründung Ina Invest erhalten. Dabei konnten für je 25 gehaltene Bezugsrechte sieben neue Aktien erworben werden. Nicht nachgefragte Aktien waren Investoren angeboten worden. Der Angebotspreis war auf 22,42 Franken festgelegt worden, erläutert Implenia in einer Mitteilung zum Börsengang.

    „Wir sind hocherfreut darüber, dass Ina Invest so gut aufgenommen wurde und viele Implenia Aktionäre ihre Bezugsrechte ausgeübt haben, um sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen“, wird Stefan Mächler, Verwaltungsratspräsident von Ina Invest Holding, in einer Mitteilung von Implenia zum Börsengang zitiert. Die Immobiliengesellschaft wird nach dem Börsengang rund 43 Prozent der Anteile an ihrer Ausgründung halten. Dazu will Implenia eine Forderung von rund 60 Millionen Franken gegen neue Aktien der Ina Invest verrechnen. Die Kotierung von Ina Invest war der erste Börsengang, den die Schweizer Börse in diesem Jahr verzeichnen konnte. „Ich freue mich sehr, dass Ina Invest die IPO-Saison 2020 an unserer Börse eröffnet und beschlossen hat, von den Vorteilen einer börsenkotierten Gesellschaft zu profitieren, um ihre Wachstumsziele zu verwirklichen“, wird SIX-CEO Jos Dijsselhof in einer entsprechenden Mitteilung der SIX Group zitiert. „In diesen aussergewöhnlichen Zeiten ist dies ein IPO mit grosser Signalwirkung und ein weiterer Beweis für die Stärke des Schweizer Kapitalmarktes.“ Bei einem Eröffnungspreis von 24,30 Franken pro Aktien hatte der Börsengang von Ina Invest eine Marktkapitalisierung von 215 Millionen Franken erzielt.

  • Parahotellerie blickt auf gutes Jahr zurück

    Einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge hat die Schweizer Parahotellerie 2019 insgesamt 16,7 Millionen Logiernächte verbucht. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von 0,7 Prozent. Dabei wurden mit 11,4 Millionen Logiernächten gut zwei Drittel der Übernachtungen von inländischen Gästen gebucht. Die Logiernächte von ausländischen Gästen gingen im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 5,2 Millionen Übernachtungen zurück.

    Mit 43,5 Prozent oder 7,3 Millionen Übernachtungen war der grösste Anteil der Buchungen auf Logiernächte in kommerziell bewirtschafteten Ferienwohnungen entfallen. Im Jahresvergleich seien die Buchungen aber um 3,6 Prozent zurückgegangen, informiert das BFS. Die Logiernächte in Kollektivunterkünften legten im selben Zeitraum hingegen um 4,0 Prozent auf 5,7 Millionen Übernachtungen zu. Bei den Buchungen für Übernachtungen auf Campingplätzen wurde ein Wachstum von 5,0 Prozent auf 3,8 Millionen Logiernächte registriert.

    Anhand der kumulierten Zahlen für Hotellerie und Parahotellerie hat das BFS eine Gesamtbilanz für die touristische Beherbergung in der Schweiz 2019 erstellt. Ihr zufolge wurden im vergangenen Jahr insgesamt 56,2 Millionen Logiernächte gebucht. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von 1,6 Prozent. hs

  • Aargau treibt Weiterführung von Limmattalbahn voran

    Aargau treibt Weiterführung von Limmattalbahn voran

    Der Regierungsrat hat eine Botschaft zuhanden des Grossen Rates verabschiedet, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Demnach soll die Fortführung der Limmattalbahn von Killwangen nach Baden nun auf die Stufe Zwischenergebnis angehoben werden. Bislang wird das Projekt im kantonalen Richtplan als Vororientierung geführt.

    Der Kanton verweist in der Mitteilung auf die enge Verknüpfung der Limmattalbahn und des regionalen Gesamtverkehrskonzepts Ostaargau (rGVK OASE) im Raum Baden. Demnach sollen Massnahmen im Raum Baden „vorerst im Richtplan auf Stufe Zwischenergebnis verbleiben“. „Die Massnahmen für das rGVK OASE im Raum Brugg-Windisch sollen dagegen durch den Beschluss des Grossen Rats noch vor Ende 2020 auf die Stufe Festsetzung angehoben werden.“

    Die Limmattalbahn sei „ein zentraler Baustein für die Bewältigung der zukünftigen und wachsenden Mobilitätsbedürfnisse im Korridor Killwangen-Neuenhof-Wettingen-Baden“. Durch sie könne die hohe Standortgunst und der Erhalt der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit der Region sichergestellt werden. In der Botschaft des Regierungsrates werden auch die neuen Haltestellen in Wettingen und Spreitenbach behandelt. „Die zukünftige SBB-Haltestelle Wettingen Tägerhard soll S-Bahn, Bus und Limmattalbahn miteinander verknüpfen und den geplanten Wohnschwerpunkt Tägerhard-Ost optimal an den öV anbinden.“ Sie soll daher ebenso als Zwischenergebnis in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden wie die künftige Haltestelle der Limmattalbahn im Osten von Spreitenbach, welche „langfristig eine dichte, urbane Wohn- und Gewerbenutzung ermöglichen“ soll.

  • Hohes Sicherheitsniveau im öffentlichen Verkehr der Schweiz

    Dem Bundesamt für Verkehr (BAV) wurden im letzten Jahr 212 schwere Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet. Dabei sind 25 Personen getötet und 161 Personen schwer verletzt worden. Unter den Todesopfer befinden sich keine Passagiere des öffentlichen Verkehrs. Im Fünf-Jahres-Vergleich ist die Anzahl der Unfälle eher hoch, dafür die Anzahl der Todesopfer eher klein.

    Laut dem Sicherheitsbericht passierten die meisten Unfälle, weil andere Verkehrsteilnehmer die Regeln im Strassenverkehr missachteten. Deshalb waren auch vor Allem Busse und Trams, die in Unfälle verwickelt. Die zweithäufigste Ursache von Unfällen war die Unaufmerksamkeit von Reisenden, gefolgt von den Ursachen Leichtsinn und Gedankenlosigkeit.

    Der öffentliche Verkehr ist jedoch im Vergleich zum Individualverkehr weiterhin sehr sicher. Die Schweiz belegt im europäischen Vergleich in der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs sogar den zweiten Rang. Nach einer Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS), ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto.

    Auch bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte eine europäische Spitzenplatzierung erreicht werden. Dies dank entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.

  • Wer oder was ist eigentlich ein Standortförderer?

    Wer oder was ist eigentlich ein Standortförderer?

    Für die geschätzten 300 Personen, die in der Schweiz als Standortförderer tätig sind, gibt es weder einen anerkannten Berufsabschluss noch eine einheitliche Ausbildung und schon gar kein Anforderungsprofil. Entsprechend vielfältig sind die Berufsbezeichnungen und Tätigkeitsfelder: Standortförderer, Wirtschaftsförderer, Standortmanager, Standortmarketing, Regionalmarketing, Regionalentwicklung – die Reihe liesse sich fortführen. Nicht berücksichtigt sind dabei die unzähligen Berufskollegen aus all jenen Bereichen, mit denen «der Standortmanager» eng zusammenarbeitet: Tourismus, Immobilienbranche, Architektur, Bauwirtschaft, Forschung, Verwaltung und Behörden, Kultur, Gastronomie und so weiter. In der Theorie – so scheint es – wird gerne scharf getrennt, was die Praxis eigentlich verbindet.

    Und genau an dieser Schnittstelle der verschiedensten Bereiche ist der Standortförderer bzw. die Standortförderin – ja, die Frauen holen auf – meist tätig, oft mit vielfältigen Kompetenzen in anderen Bereichen wie der Soziologie, der Ökonomie, der Architektur, dem Marketing oder der Immobilien-Wirtschaft. Der moderne Standortförderer kombiniert diese und weitere Kompetenzen und erfüllt so jenen Auftrag, der ihm häufig von der Politik erteilt wird – auf kommunaler bis internationaler Ebene.

    Doch als Leser dieser Zeilen sind Sie höchst wahrscheinlich selbst in einem der erwähnten Bereiche tätig; und damit können Sie bestens beurteilen, welche vielfältigen Qualitäten und Kenntnisse «der Standortförderer» benötigt. Und genau dieses Wissen brauchen wir: Eines der Ziele der SVSM ist die Professionalisierung des weiten Berufsfelds der Standortförderung. In diesem Zusammenhang arbeiten wir seit längerem daran, das Berufsprofil zu definieren und zu schärfen sowie die Ausbildung zu koordinieren und zu vereinheitlichen. Ihr Wissen und Ihre Erfahrung helfen uns dabei. Gerne kommen wir deshalb demnächst mit einer Umfrage auf Sie zu, um Sie um Ihre Meinung zu bitten.

    Eines steht auf jeden Fall heute schon fest: Es gibt einen gemeinsamen Nenner aller Standortförderer – oder wie immer man sie auch nennen mag: Sie alle möchten in ihrem Wirkungsgebiet Potenziale erkennen, entwickeln und umsetzen. Und vielleicht ist das doch eine einfache Antwort auf die eingangs gestellte Frage.

  • Der öffentliche Verkehr der Schweiz ist sicher

    Der öffentliche Verkehr der Schweiz ist sicher

    Die Zahl der schweren Unfälle im öffentlichen Verkehr war im Jahr 2019 mit 212 erneut tief – dasselbe gilt für die Zahl von 25 Todesopfern, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) mitteilt. Erneut kamen keine Passagiere ums Leben. Gemessen an der Transportleistung ist die Eisenbahn nach wie vor das sicherste aller Verkehrsmittel.

    Laut dem Sicherheitsbericht passierten die meisten Unfälle, weil andere Verkehrsteilnehmer die Regeln im Strassenverkehr missachteten. Deshalb waren auch vor allem Busse und Trams in die Unfälle verwickelt. Als weiter Ursache wir die Unaufmerksamkeit von Reisenden genannt, gefolgt von Leichtsinn und Gedankenlosigkeit.

    Die Schweiz belegt im europäischen Vergleich in der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs den zweiten Rang. Nach einer Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS) ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto.

    Auch bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte eine europäische Spitzenplatzierung erreicht werden. Dies dank entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.

  • Die Schweiz hat vergleichsweise wenig Wind- und Solarstrom

    Die Schweiz hat vergleichsweise wenig Wind- und Solarstrom

    Die Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) hat in einer Kurzstudie nachgewiesen, dass die Schweiz im europäischen Vergleich der Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie weit hinten liegt: Im Vergleich zur Gesamt-EU rangiert die Schweiz auf Position 24 von 29.  Nur Tschechien, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Lettland schneiden noch schlechter ab.

    Die Spitzenränge belegen Dänemark, Deutschland, Schweden und Irland. Diese Länder produzieren im Vergleich zur Schweiz ein Vielfaches an Windenergie. Dafür kann die Schweiz immerhin beim Ausbau der Sonnenenergie zulegen: Doch auch hier befindet sie sich auf sehr tiefem Niveau. Der Anteil Solarstrom am Schweizerischen Stromendverbrauch beträgt im Jahr 2019 knapp 4 Prozent, der Anteil Windstrom sogar nur 0.3 Prozent. Daraus folgt ein Gesamtanteil von 4.3 Prozent der neuen erneuerbaren Energien am Stromendverbrauch. In Dänemark sind es 50 Prozent und in Deutschland 33 Prozent.

    2019 wurden in der Schweiz keine neuen Windkraftanlagen in Betrieb genommen, es bleibt bei 36 grösseren Anlagen. Die fünf Anlagen des Windparks „San Gottardo“ werden voraussichtlich im Sommer 2020 ans Netz gehen und die Gesamtproduktion um rund 15 Prozent steigern.

    Gründe für das schlechte Abschneiden der Schweiz finden sich vor allem in der Schweizer Energiepolitik: Im Gegensatz zu EU-Staaten garantiere diese ungenügende Investitionssicherheit. Für ein rasches Voranschreiten der Energiewende sei eine neue Gestaltung des Strommarktes daher unumgänglich, ist in der Studie zu lesen. Laut SES sind die Klimaziele des Bundesrats in Gefahr. Um die Energiestrategie 2050 zu erfüllen, brauche es deshalb ein zweites Massnahmepaket.

  • Mehr Recycling von Baumaterial

    Mehr Recycling von Baumaterial

    Mehr als 17 Millionen Tonnen Abfälle entstehen in der Schweiz jährlich von Um- und Rückbauten. Zwei Drittel werden aber zu Recyclingbaustoffen aufgearbeitet, so können natürliche Ressourcen wie zum Beispiel Kies geschont werden. Jedoch geht auf diese Weise viel graue Energie verloren, die ursprünglich zur Herstellung der Baumaterialien benötigt wurde. Deshalb hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) die Unternehemen SALZA und Matériuum beauftragt, die Wiederverwendung von Baumaterialien im Schweizer Bausektor zu untersuchen. Es haben rund 150 Akteure aus den Bereichen Ausbau, Vermittlung, Verwendung und Promotion an der Umfrage teilgenommen.

    Ressourcenverbrauch und Umweltbewusstsein steigen
    Der Ressourcenbedarf ist im Baubereich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Ein Grund dafür ist, dass vermehrt Gebäude aus den 1980er und 1990er Jahren abgerissen werden. Die Lebensdauer des Gebäudes und des darin verbauten Materials ist noch nicht erreicht und somit werden viele noch funktionstüchtige Bauteile entsorgt.

    Das Bewusstsein, um mit Rohstoffen sparsamer umzugehen, steigt jedoch, wie die Antworten der Umfrageteilnehmer zeigen. Das führt zum Aufleben der Wiederverwendung im Baubereich. Viele kleine Akteure arbeiten im bestehenden Recycling-Markt gewinnbringend. Allerdings ist die Vernetzung dieser Akteure praktisch inexistent und es gibt auch keine Organisation, die deren Interessen in der Öffentlichkeit vertritt.

    Wiederverwendung der Baumaterialen muss gestärkt werden
    Durch das Wiederverwenden der brauchbaren Bauteile werden nicht nur Abfälle vermieden, es vermindert zudem die klimaschädlichen CO2-Emissionen. So kann die Baubranche zur Erreichung des Klimaziels 2050 und der Energiestrategie 2020 beitragen.

    Fazit der Studie: Die Branche könnte mittels einer Information- und Austauschplattform zur Wiederverwendung und der Schaffung einer Dachorganisation vernetzt und strukturiert werden. Zudem sollen Leuchtturmprojekte kommunikativ unterstützt werden, um praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Wiederverwendung zu demonstrieren. Ebenfalls wichtig: Bauplanerinnen und Bauplaner zum Thema Wiederverwendung ausbilden und Bauherrschaften und Bevölkerung für das Thema sensibilisieren.

    Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) möchte künftig die Wiederverwendung als Mittel zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in den entsprechenden SIA-Normen und Nachhaltigkeitslabels verankern, um damit den Umweltfussabdruck von Bauwerken weiter zu senken.

  • Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Die Arbeiten an der neuen Turnhalle für Bergdietikon schreiten gut voran. Vor dem Spatenstich werden noch die Bauabschrankungen um das Gebäude sowie eine Passerelle als Verbindung zwischen den beiden Schulhäusern aufgebaut. Laut Mitteilung der Gemeinde Bergdietikon findet der Spatenstich am 25. Mai statt.

    Die Gemeindeversammlung hatte im November 2019 einem Verpflichtungskredit von über 9,91 Millionen Franken zugestimmt. Die Zustimmung für den Neubau der Turnhalle im Minergie-Standard wurde im Januar 2020 rechtskräftig. Gegen diesen Zusatzkredit in Höhe von 355’000 Franken hatte es nur elf Gegenstimmen gegeben. Dagegen war der Bau einer Photovoltaik umstritten. Dem Kredit in Höhe von 185‘000 Franken stimmten 110 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu, immerhin 59 lehnten ihn ab.

  • COVID-19 bringt die Energiewende in Gefahr

    COVID-19 bringt die Energiewende in Gefahr

    Gemäss einem Bericht des Weltwirtschaftsforum (WEF) gefährdet die aktuelle Pandemie und deren ökonomischen Auswirkungen und Ausgleichszahlungen die kurzfristigen Energieziele. In der Studie «Fostering Effective Energy Transition 2020» bewertet der darin angelegte Energiewende-Index 2020 die aktuelle Leistung der Energiesysteme eines Landes. Von 115 bewerteten Ländern machen 94 seit dem Jahr 2015 Fortschritte. Die Schweiz wird bei den erreichten Fortschritten vom WEF nach Schweden als das zweiterfolgreichstes Land eingeordnet. Unter den ersten 10 sind Finnland, Frankreich und Grossbritannien daneben die einzigen G20-Länder.

    Die politischen Massnahmen, Fahrpläne und staatliche Rahmenbedingungen müssen jedoch gegenüber externen Schocks robuster gemacht werden. Denn die ökologische Nachhaltigkeit weist nach wie vor Schwächen auf. Das jüngste Beispiel dafür ist COVID-19. Unternehmen in allen Branchen wurden gezwungen, sich der Situation mit zeitweise Betriebsstilllegungen, Veränderungen der Nachfrage und neue Arbeitsweisen anzupassen. Von der Regierung wurden deshalb sogenannte Konjunkturpakete aufgelegt, um die Auswirkungen abzumildern. Wenn sie unter Berücksichtigung langfristiger Klimaziele umgesetzt würden, könnten sie den Übergang zu sauberer Energie vorantreiben.

    Die Diskrepanz zwischen dem wozu man sich verpflichtet hat und den tatsächlichen Ergebnissen, ist nach wie vor gross. Doch biete die Pandemie „eine Möglichkeit, unorthodoxe Eingriffe in die Energiemärkte und eine globale Zusammenarbeit in Betracht zu ziehen. Das könnte eine Erholung unterstützen und den Energiewandel beschleunigen, sobald die akute Krise abklingt“, sagt Roberto Bocca, Leiter Energie und Materialien beim WEF.

    Letztlich seien grössere Anstrengungen erforderlich, um sicherzustellen, dass die jüngste Dynamik nicht nur erhalten bleibe, sondern beschleunigt werde, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

  • SVSM Awards werden 2020 nicht vergeben

    SVSM Awards werden 2020 nicht vergeben

    Der Vorstand der SVSM und die Jurymitglieder der SVSM Awards haben beschlossen, dieses Jahr keine SVSM Awards auszuschreiben. Dies hat zwei Gründe: Zum einen ist der bisherige Jury-Präsident, Michael Domeisen, aus dem Vorstand der SVSM und damit aus der Jury der Awards zurückgetreten. Neu wird Mani Sokoll, seit April Vorstandsmitglied der SVSM, das Präsidium der SVSM Awards übernehmen. Der Wechsel im Jury-Präsidium soll nun genutzt werden, um die künftige Ausrichtung der Awards zu überdenken. Zum anderen haben auf Grund der aktuellen Situation mit Covid-19 die meisten Standort- und Wirtschaftsförderungen derzeit andere Prioritäten, als sich für einen SVSM Award zu bewerben.

    Die SVSM hofft auf Verständnis für diesen Entscheid. Selbstverständlich wird umgehend informiert, sobald die Bewerbungsfrist für die SVSM Awards 2021 gestartet ist.

  • Christian Ulrich in der Geschäftsleitung von Akara

    Christian Ulrich in der Geschäftsleitung von Akara

    Christian Ulrich war seit 2008 für die Halter AG tätig. Seit 2011 ist er als Mitglied der Geschäftsleitung der Halter AG Gesamtleistungen für die Leitung der Abteilung Umbau und Sanierungen verantwortlich. Aufgrund seines beruflichen Werdegangs verfügt der 52-jährige über ein breites Netzwerk in der Immobilienbranche, langjährige Führungserfahrung und ausgewiesene Expertise in der Realisation von Bauten. Christian Ulrich ist eidg. Dipl. Techniker TS Hochbau (FH) mit Weiterbildung als Projektmanager der VSGU (Verband Schweizer Generalunternehmer).

    Der Verwaltungsrat freut sich, mit Christian Ulrich eine unternehmerische Persönlichkeit gewonnen zu haben, welche „das Geschäftsfeld der Akara Real Estate Management AG im Bereich der Realisation ausbauen und dieses künftig auch als Total- / Generalunternehmer anbieten kann“, so Jonathan van Gelder, VR-Präsident Akara Real Estate Management AG. Christian Ulrich sagt: „Ich freue mich als Realisierer Mandate für Akara auszuführen und die erweiterte strategische Stossrichtung auf dem Markt zu etablieren.“

    Robert Haller, der die letzten zwei Jahre eine Doppelfunktion bei Akara inne hatte, wird sich aus der Geschäftsleitung der Akara Real Estate Management AG zurückziehen und sich als Leiter der Abteilung Entwicklung und Realisation der Akara Funds AG mit seinem Team auf die Bautreuhandmandate fokussieren. «Wir sind Robert Haller sehr dankbar für die geleistete Unterstützung zum erfolgreichen Aufbau unserer Geschäftstätigkeit», sagt Patrick Mandlehr, CEO Akara Real Estate Management AG.

  • Wettbewerb zum Stromsparen

    Wettbewerb zum Stromsparen

    2020 werden erstmals drei anstatt wie bis anhin zwei Projekteingaberunden durchgeführt. Dadurch entstehen für die Antragssteller eine zusätzliche Eingabemöglichkeit sowie kürzere Wartefristen zwischen Projekteingabe und Förderentscheid.

    Die Anträge für die 3. Projektrunde 2020 können noch bis am 4. September 2020 eingereicht werden. Für die Abwicklung ist die Firma CimArk SA in Sion im Auftrag des Bundesamts für Energie verantwortlich.

    Die erste Ausschreiberunde ist bereits abgeschlossen: Von 17 eingegangenen Projekten erhielten 11 mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis einen Zuschlag. Die bewilligte Fördersumme der ersten Runde beträgt 4 Mio. Franken. Die Ideen reichten von gewerblichen Gefrier- und Kühlgeräten in Kioskfilialen über die ernergetische Optimierung von Knet- und Rührwerken in einer Schokoladenfabrik bis hin zu Effizienzsteigerungen von elektrischen Antrieben und von Beleuchtungsanlagen.

    Erfolgreicher Wettbewerb

    Mit dem Wettbewerb unterstützt der Bund Projekte und Programme die möglichst kostengünstig zum sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten beitragen. Die Fördermittel werden über einen Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze finanziert.


    Über die letzten zehn Jahre haben sich die Wettbewerblichen Ausschreibungen zu einem erfolgreichen Förderinstrument entwickelt: Über 600 Projekte und Programme mit einem Fördervolumen von rund 240 Mio. Franken konnten bis und mit 2019 unterstützt werden. Dadurch konnten rund 730 GWh Strom pro Jahr eingespart werden, was in etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 160’000 Haushalten entspricht.

    Alleine im 2019 konnten zusätzliche 10 Programme und 47 Projekte mit 31 Mio. Franken gefördert werden, wobei das über das gesamte 2019 betrachtete Kosten-Nutzen-Verhältnis inkl. Vollzugskosten bei 2.7 Rp./kWh liegt.

  • Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Das Bundesamt für Energie (BEF) teilt in der Wasserkraft-Statistik 2019 mit, dass per Jahresbeginn 674 aktive Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils mehr als 300 Kilowatt gezählt wurden. Die Anzahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Anlagen und die erwartete Energieproduktion aus Wasserkraft legte im selben Zeitraum um 118 Gigawattstunden auf 36’567 Gigawattstunden zu.

    Rund 57 Prozent des inländischen Stroms werden heute mit Wasserkraft erzeugt, dabei produziert der Kanton Wallis mit einer Produktionserwartung vom 9765 Gigawattstunden am meisten Strom. Darauf folgt Graubünden mit 7950 Gigawattstunden, Tessin mit 3566 Gigawattstunden und Bern mit 3336 Gigawattstunden.

    „Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37‘400 Gigawattstunden ansteigen“, informiert das BFE in der Mitteilung weiter. Um die Entwicklung zu verfolgen, setzt das BFE die Statistik zur Wasserkraft ein. Dabei wird von der zu erwartender Energieproduktion der grossen Kraftwerke der Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen. Dafür wird die effektive Produktion der kleineren Kraftwerke addiert. So wurde für das vergangene Jahr eine durchschnittliche inländische Produktion von 36’137 Gigawattstunden errechnet, was gegenüber 2018 einer Zunahme von 151 Gigawattstunden bedeutet.

  • Kanton Zürich will CO2-neutrale Gebäude

    Kanton Zürich will CO2-neutrale Gebäude

    Rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses im Kanton Zürich gehen auf Gebäude zurück. Um dies zu ändern, hat der Regierungsrat entsprechende Änderungen, orientiert an den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (muKEN 2014), im kantonalen Energiegesetz vorgeschlagen. Künftig sollen neue Gebäude CO2-neutral geheizt und gekühlt werden. Ausserdem ist vorgesehen, dass Neubauten einen Teil des benötigten Stroms durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder in der Fassade selbst erzeugen.

    Die Vorlage der Regierung sieht auch bei den Altbauten Massnahmen vor: Öl- und Gasheizungen sollen durch klimaneutrale Anlagen wie Wärmepumpen ersetzt werden. Laut einer Mitteilung der Regierung dürfen nur Öl- und Gasheizungen eingebaut werden, wenn die klimaneutrale Wärmeversorgung über die Lebensdauer über 5 Prozent mehr kosten würde.

    Förderbeiträge unterstützen den Ersatz fossiler Heizungen. Für die Jahre 2020 bis 2023 stehen insgesamt 180 Millionen Franken zur Verfügung. In diesem Zusammenhang bewilligte der Kantonsrat im März einen Rahmenkredit in Höhe von 33 Millionen Franken. Damit werden zusätzliche Mittel aus der CO2-Abgabe des Bundes verfügbar.

    Mit dem Ziel der Vorlage, den Energieverbrauch von Gebäuden niedrig zu halten, ist die Zürcher Handelskammer (ZHK) einverstanden. Jedoch kritisiert sie den Ansatz des Regierungsrates als planwirtschaftlich und zu teuer. „Zielführender wären marktwirtschaftliche Instrumente“, schreibt sie in einer Mitteilung. „Die ZHK ist erstaunt, dass der Regierungsrat seine Energiegesetz-Änderung als wirtschaftliches Impulsprogramm bezeichnet.“ Denn Subventionen müssten dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden, die Förderung der einen Branche erfolge auf Kosten anderer Branchen. 

  • Kraftwerk Kleintal schützt Erdkröten

    Kraftwerk Kleintal schützt Erdkröten

    Laut Medienmitteilung konnte durch das Kraftwerk Kleintal einiges für den Amphibienschutz getan werden. Das Projekt wurde im 5,5 Kilometer langen Amphibienlaichgebiet zwischen Seedorf und Bauen am Westufer des Urnersees zum Schutz der Erdkröten umgesetzt. Sie haben nun verschiedene Möglichkeiten, auf den Wanderungen zu ihren Laichplätzen am See und zurück die Strasse gefahrlos zu überqueren.

    Die Finanzierung geht auf die besondere ökologische Zertifizierung dieses Wasserkraftwerks zurück. Im 2012 bekam es das Zertifikat „naturemade star“. Dies bedeutet, dass für jede Kilowattstunde des produzierte Stroms ein Rappen in einen Ökologie-Fonds fliesst. So konnte dieses Projekt finanziert werden.

    „Die Korporation Uri und der Kanton haben entlang der Bauerstrasse Land zur Verfügung gestellt, das für die Schutzmassnahmen gebraucht wurde“, erklärt Armin Schuler, Leiter Betrieb Kraftwerke von EWA. „Wir konnten so zusammen mit der Fachstelle Natur und Landschaft des Kantons Uri und in Abstimmung mit den Urner Umweltverbänden ein Projekt ausarbeiten, für das auch noch Mittel des Bundes ausgelöst werden konnten.“

  • Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Laut einer Mitteilung der Regierung des Kantons Aargau wurde beschlossen, die Limmatbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof zu sanieren. Die Brücke wurde 1970 gebaut. Nun werden 4.86 Millionen Franken zur Sanierung bereitgestellt.

    Die Arbeiten beginnen im Sommer 2020 und werden voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen sein. Während dieser Zeit wird für den Verkehr aus Wettingen auf der Brücke ein Einbahnregime in Richtung Neuenhof eingerichtet. Fahrzeuge, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind, werden auf die Autobahn via Furttalanschluss und via Baden umgeleitet.