Ab September wird das erste hochalpine Solarprojekt im Bergell Naturstrom liefern. Wie die Betreiberin Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) in einer Medienmitteilung bekanntgibt, sind mittlerweile die meisten der über 1200 Photovoltaik (PV)-Paneele an der Albigna Staumauer installiert.
Für die Montagearbeiten war ein sogenanntes Brückenuntersichtgerät mit der Albigna-Seilbahn auf die Staumauer transportiert worden. Die Bauarbeiten wurden grösstenteils durch die Bergeller ewz-Mitarbeitenden ausgeführt.
Bürgerinnen und Bürger aus Zürich und Graubünden haben die Möglichkeit, einen halben, einen, drei oder fünf Quadratmeter der PV-Fläche zu erwerben und damit einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Das Bürgerbeteiligungs-Modell ewz.solarzürisieht vor, dass ewz-Kundinnen und -Kunden pro Quadratmeter und Jahr 180 Kilowattstunden Solarstrom auf ihrer Stromrechnung gutgeschrieben werden. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich einmalig auf 560 Franken.
Interessierte können sich ab dem 14. August auf den Internetseiten ewz.ch/solargrischun und ewz.ch/solar-für-alle informieren und Paneelenfläche bestellen. Bis dahin führen diese Links auf die aktuelle Seite von ewz.solarzüri.
Der Baudienstleister Implenia hat in Deutschland neue Hochbauaufträge erhalten. Der Auftragswert beläuft sich laut einer Medienmitteilung auf rund 108 Millionen Franken.
In einem Gewerbegebiet in Bochum-Laer wird Implenia für die Landmarken AG drei Gebäude mit einer Fläche von rund 25’000 Quadratmetern erstellen. Der Baubeginn ist für diesen Herbst geplant.
Als europäisches Pilotprojekt ist der Neubau einer innovativen Sport- und Freizeitanlage auf einer Industriebrache im Ruhrgebiet gedacht, „die in Kontinentaleuropa so erstmals errichtet wird“. Als Vorbild dienen die weltweit bereits existierenden 60 Anlagen dieser Art. Sie sollen eine Mischung aus Unterhaltung, Sport, Musik, Gastronomie und Veranstaltungen bieten. Weitere Anlagen sollen folgen, heisst es in der Mitteilung. Baustart ist im Oktober, die Übergabe ist für Februar 2022 geplant.
Für die Beauftragung beider Projekte seien vorgeschaltete exklusive Partnerschaftsphasen entscheidend gewesen. Dabei habe Implenia mit den Kunden und ihren Planungsteams wirtschaftliche und technische Optimierungsvorschläge für das Projekt erarbeitet. „Das Ergebnis ist Kosten- und Terminsicherheit für den Bauherrn sowie auch für Implenia.“
Zusätzlich zu diesen beiden Projekten im Ruhrgebiet wird Implenia eine Wohnanlage in Mannheim-Waldhof bauen und in München nahe des Bahnhofs den erweiterten Rohbau „für eine bekannte Hotelkette“ erstellen.
Previs Vorsorge verantwortet die neue Überbauung in St.Gallen, wie aus einer Medienmitteilung der Vorsorgeeinrichtung hervorgeht. Die Holz-Überbauung wird aus zwei Gebäuden bestehen, die Platz für 110 Mietwohnungen bieten. Dabei stehen Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit im Fokus.
So werden zertifiziertes Holz und wiederverwendeter Beton als Baumaterialien genutzt. Da die Bauelemente vorgefertigt werden, kann auch die Bauzeit reduziert werden. Der Einzug ist bereits ab Herbst 2021 möglich. Interessierten stehen dabei zahlreiche verschiedene Wohnungsgrössen zur Verfügung, vom Studio bis hin zu 5,5 Zimmern.
Eine Dachanlage steuert Solarstrom bei, grundsätzlich werden die Wohnungen per Fernwärme zu 75 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgt. Den Bewohnern steht ein Carsharing-Angebot zur Verfügung, zudem können sie ihre Elektroautos an unterirdischen Parkplätzen aufladen. Darüber hinaus können sie ihren persönlichen Stromverbrauch über ein sogenanntes Smart-Home-System in Echtzeit ablesen. Zwischen den beiden Gebäuden entsteht eine Grünfläche, die mit Vogelhäusern und Insektenhotels zur Biodiversität beitragen wird.
Bereits im Vorfeld haben Interessierte Gelegenheit, sich die Wohnungen über VR (Virtuelle Realität)-Brillen anzuschauen.
So soll der Aussenbereich des Grand Hôtel & Centre Thermal nach dem Umbau aussehen.
Ein Projektbild des geplanten Neubaus.
Seit Herbst 2019 wird das historische Hotel mit 116 Zimmern und Suiten während drei Jahren umgebaut. Das Gesamtbudget von rund 32 Millionen Franken enthält die Kosten für die vollständige Renovierung der Innenräume und des Aussenbereiches sowie des Thermalbades und des Grand Hôtels. Im Grand Hôtel werden die Zimmer und Bäder, die Küche und der Aussenbereich inklusive Schwimmbad renoviert. Der Eingang zu den Thermalbädern wird neu ausgestaltet und mit Geschäftsflächen und Restaurants erweitert. Die Umkleidekabinen werden renoviert.
Ein neues Café wird nur von den Bädern aus zugänglich sein. Die Zone um die Aussenschwimmbecken wird mit einem 350 m2 grossen Wellnessbereich mit Hamam und Sauna ergänzt. Der Fitnessbereich umfasst neu 700 m2. Während der gesamten Bauzeit wird das Thermalbad den normalen Betrieb aufrechterhalten. BCO SA, eine Tochter der BOAS-Gruppe, leitet die Bauarbeiten; das Architekturbüro Richter Dahl Rocha mit Sitz in Lausanne hat das Projekt ausgearbeitet.
Das Thermalbad von Yverdon-les-Bains besteht aktuell aus verschiedenen, zum Teil dreistöckigen Gebäuden, die untereinander verbunden sind. Im Aussenbereich stehen zwei grosse Schwimmbecken zur Verfügung. Das 4-Sterne-Superior-Hotel liegt inmitten eines prächtigen Parks mit altem Baumbestand. Aufgrund seiner langjährigen Geschichte strahlen die verschiedenen Räumlichkeiten des Grand Hôtels jeweils ihren eigenen, ganz besonderen Charme aus. So zum Beispiel die sogenannte Rotunde (kreisförmiger Bauteil), in der sich das Restaurant und die Lounge-Bar befinden oder der vor kurzem renovierte «Belle Epoque»-Saal und insbesondere auch das zum Hotel gehörende Schloss. Über einen Glastunnel ist das Hotel mit den Thermalbädern verbunden.
Neues Seedorf und neue Einrichtungen Der erste Schritt des gross angelegten Renovationsprojektes ist der Bau des Seedorfes im Park vor dem Hotel – am Ufer eines neu angelegten Weihers. Drei Holzbrücken führen die Besucher übers Wasser zu den Häusern, die verschiedene Wellnessbereiche wie Hamam, Sauna und Ruheräume beherbergen. Ein Barfussweg wird ebenfalls entstehen. Die bereits heute für die Physiotherapie und Arztpraxen genutzten Räumlichkeiten werden durch zwei Einheiten ergänzt: Entstehen soll ein Zentrum für Sportmedizin mit einem separaten Eingang. Weiter ist vorgesehen, die medizinischen Infrastrukturen räumlich zu konzentrieren, sodass die Patienten über eine grössere Privatsphäre verfügen. Durch die Verlegung des Thermalbadeingangs entsteht ein attraktiver, lebendiger Raum, durch den der Gast vom Hotel direkt zur Bäderzone gelangt.
Dieser Bereich umfasst 900 m2 und umfasst eine Empfangshalle, eine Boutique, ein Restaurant und ein Café. Der bislang für den Übergang genutzte, wenig ansprechende Glastunnel wird abgebaut. Renoviert werden zudem Küche und Restaurationsbereich. Die Fassaden und Dächer der Thermalbad-Gebäude werden abgerissen. Stattdessen wird einer äusseren Einfassung Platz gemacht, die den ganzen Komplex umfasst und vereinheitlicht. Die gesamte Fläche wird um eine Etage aufgestockt. Damit entsteht Raum für moderne, besser durchdachte, architektonisch homogen und stilvoll integrierte Inf- rastrukturen. Auch die Infrastruktur des Thermalzentrums wird optimiert: Das Hallenbad wird komplett renoviert und um ein neues Schwimmbad mit Spielbereich erweitert.
Infrastruktur des Neubaus in der Übersicht: Erdgeschoss Neuer Eingang, 600 m2 Boutiquen, Café / Restaurant, 360 m2 Bäder-Restaurant Bereich Physiotherapie (960 m2) mit unabhängigem Rehabilitationsbecken Neue Umkleideräume und Duschen Neues Innen-Schwimmbecken (Unterricht und Erholung) Inneres Becken vollständig renoviert Zwei Aussen-Schwimmbecken
Erste Etage Fitness-Raum, 700 m2 Schönheitspflege, 340 m2 Sportmedizinisches Zentrum (1160 m2) mit Anbindung an den Physiotherapiebereich und neuem separatem Eingang
Über BOAS Swiss Hotels Boas Swiss Hotels ist eine private Hotelgruppe mit Sitz in Crissier / Lausanne. Zur Gruppe gehören zehn Beherbergungsbetriebe in den Kantonen Wallis, Waadt und Genf. Die Hotels gehören mehrheitlich zur Kategorie der 3- und 4-Sterne-Superior-Betriebe. ■
Anfang Jahr wechselte das Grand-Hotel Geneva die Betreiber: Fairmont Hotels & Resorts, eine der Luxusmarken aus der Accor-Gruppe, übernimmt von der Kempinski-Gruppe. Gleichzeitig wurde von der Eigentümerschaft, der Le Palace Genève SA, die umfassende Renovierung des Hotels angekündigt.
Das Genfer 5-Sterne-Haus direkt am See mit Aussicht auf den Mont Blanc wird vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel umgebaut. Er sicherte sich mit seinem Architekturbüro den Auftrag im Rahmen eines international ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs. Das Genfer Partner-Büro von Brigitte Jucker-Diserens koordiniert das Projekt. Aus Nouvels Hand stammen unter anderen das KKL Luzern, die Oper von Lyon, die Galerie Lafayette in Berlin oder das nationale Museum in Doha. Er wurde 2008 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet und hat bislang über 200 Bauwerke geschaffen.
Höchste Energieeffizienz-Standards angepeilt Die Umbauarbeiten sollen Ende 2020 / Anfang 2021 beginnen, wenn alle Bewilligungen vorliegen. Ein Schwerpunkt der Renovierung liegt auf der Fassade. Sie soll perfekt in die Umgebung integriert werden und sich in Design und Materialien an die anderen in der Seebucht gelegenen Häuser anlehnen. Auch der Innenhof, die öffentlichen Bereiche sowie die Gastronomiebetriebe erfahren eine Erneuerung. Ausserdem soll das Hotel nach dem Umbau höchste Energieeffizienzstandards erfüllen. Abgeklärt wird zurzeit, ob sich eine thermische Heizlösung umsetzen lässt. Dann würde das Hotel mit Wasser aus dem Genfersee beheizt und gekühlt. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit steht im Einklang mit der Philosophie der Marke Fairmont.
Das Hotel verfügt über 412 Zimmer, darunter 33 Suiten und 14 Apartments; drei Restaurants, eine Lounge und Bar mit Blick auf den See, ein beheizter Innenpool sowie ein Spa- und Fitnesscenter. Die Anzahl der Zimmer wird nach dem Umbau unverändert sein, wie der Presseverantwortliche der Fairmont Hotels & Resort, Philippe Eberhard, mitteilt. Das zentral gelegene Hotel bleibe während der Renovierung geöffnet. Die Kosten dürften sich laut Eberhard auf mehrere zehn Millionen Franken belaufen.
Zurzeit umfasst das Portfolio von Fairmont 77 Hotels in 29 Ländern, darunter das GrandHotel Geneva. Ebenfalls am Genfersee liegt das Fairmont Le Montreux Palace. ■
Seit September 2016 sind die Umbauarbeiten im Gange: In St. Moritz wird aus dem ehemaligen Hotel La Margna an der Via Serlas das Grace Hotel. Eigentümerin ist die international tätige Grace-Hotel-Gruppe. Sie lässt das Gebäude sorgfältig renovieren und durch einen Annexbau erweitern. Ursprünglich war die Eröffnung auf 2017 geplant, wurde dann auf Herbst 2019 verschoben und soll nun im Jahr 2022 stattfinden. Der Grund für die Verzögerung: Das Projekt wurde nach Baubeginn nochmals abgeändert und erweitert. So erhöhte man die Anzahl der Hotelzimmer um einen Drittel auf 56, da eine dementsprechend grosse Nachfrage erwartet wird.
Das Hotel wird nach Fertigstellung den historischen «La Margna Wing» und den modernen neu gebauten «Grace Wing» umfassen. Im «Grace Wing» entstehen eine Tiefgarage, ein Spa-Bereich sowie Hotelzimmer und Suiten. Im «La Margna Wing» werden die Zimmer in den oberen Stockwerken totalsaniert. Die Räume in den unteren Geschossen werden restauriert, sodass die historische Bausubstanz erhalten bleibt. Die Gäste werden hier Gewölbe, Bögen und weitere architektonische Merkmale des Jugendstils entdecken.
Jugendstil trifft Moderne Das ehemalige Hotel Margna wurde in den Jahren 1906 und 1907 nach Plänen des Architekten Nicolaus Hartmann im Engadiner Heimatstil erbaut. 1911 stockte man den Ostflügel um drei Geschosse auf. Danach fanden immer wieder Umbauten und Sanierungen statt, doch das äussere Erscheinungsbild wurde nie wesentlich verändert. Die markante Fassade soll auch nach dem aktuellen Umbau erhalten bleiben.
Die Entwürfe für das Projekt stammen aus der Feder des Architekten Nikolas Travasaros von Divercity Architects. Für ihn bestand die Herausforderung vor allem darin, die ursprüngliche Architektur aufzufrischen und gleichzeitig einen modernen Anbau für zusätzliche Zimmer und ein Spa zu schaffen. Neben der Berücksichtigung der strengen Bauvorschriften und den gegebenen Einschränkungen durch das abschüssige Gelände musste Travasaros Hotelzimmer planen, die auch zu Langzeitwohnungen umgestaltet werden können.
Seine Pläne verbinden Alt und Neu, indem die Basis des bestehenden Gebäudes erweitert wird. Der Anbau folgt dem natürlichen Gefälle und fügt sich nahtlos in die Landschaft ein. Der neue Flügel ist bewusst diskret gehalten und stellt die traditionelle Architektur und die atemberaubende alpine Umgebung nicht in den Schatten. Panoramafenster und anpassungsfähige, offene Innenräume schaffen ein Gefühl von Licht und Raum.
Für die Planung und Umsetzung vor Ort sind Blarer & Reber Architekten in Samedan verantwortlich. Die Denkmalpflege Graubünden wurde in die Projektentwicklung einbezogen, damit der grösstmögliche Erhalt der historisch wertvollen Bausubstanz garantiert ist. Die STW AG für Raumplanung mit Sitz in Chur wurde ebenfalls in das Projektteam aufgenommen.
Alle Zimmer und Suiten des Boutique-Hotels Grace St. Moritz werden See- oder Panoramasicht bieten. Geplant sind drei Restaurants und eine grosszügige Spa-Anlage mit Swimmingpool sowie ein Fitnesscenter auf über 800 Quadratmetern. Das Hotel verfügt über einen privaten Parkplatz und ist gerade mal 2 Gehminuten vom Bahnhof und von der Bushaltestelle entfernt. Ein Skigeschäft und ein Skiraum sind ebenfalls geplant. In beiden Flügeln sollen auch Serviced Apartments zum Verkauf angeboten werden. ■
Nur die Photovoltaik kann der Schweiz den Weg in eine CO2-freie Zukunft weisen, schreibt der stellvertretende Direktor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), Peter Richner, in einem Beitrag für Avenir Suisse. Er orientiert sich dabei an der sogenannten Kaya-Identität, mit der der japanische Wissenschaftler Yoichi Kaya 1993 die die gesamte Menge der anthropogenen CO2-Emissionen in Abhängigkeit von vier Faktoren beschrieb. Allein der vierte, eine Verringerung des CO2-Fussabdrucks, hat laut Richner genügend Potenzial, um die Klimaziele der Schweiz zu erreichen – durch einen massiven Ausbau der Photovoltaik.
Würden nur 50 Prozent aller Schweizer Dächer mit Solarmodulen ausgerüstet, wäre die Stromproduktion aus Atomkraftwerken überflüssig. Richner weist das exemplarisch an Stromangebot und -nachfrage für das Jahr 2015 nach. Würden jedoch alle Dächer und zunehmend auch Gebäudefassaden mit Sonnenpaneelen ausgestattet, könnte auch die Produktionslücke im Winter aufgefangen werden. Gleichzeitig müssten jedoch Lösungen gefunden werden, um einen möglichst grossen Anteil des Stromüberschusses im Sommer sowohl auf Tagesbasis als auch zu anderen Jahreszeiten verwerten zu können.
Für eine erhöhte Nutzungsflexibilität könnten Tagesspeicher Lasten verschieben, etwa durch Batterien oder Wasserstoff. Die Digitalisierung biete Chancen bei der notwendigen Schaffung von Flexibilitäten in Verbrauch und Produktion. Überschüssiger Strom könnte im Sommer in Wasserstoff und eventuell zusammen mit CO2 aus der Luft in Methan oder flüssige synthetische Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden. Diese chemischen Energieträger liessen sich gut lagern und vielfältig verwenden. Und schliesslich könnten saisonale Wärmespeicher mit Überschussstrom aufgeladen werden, um so den Energiebedarf im Winter zu reduzieren.
Das Potenzial der Energieeffizienz, einem weiteren beeinflussbaren Faktor der Kaya-Identität, sei bei weitem noch nicht ausgeschöpft, so Richner. Doch würden Errungenschaften in diesem Bereich etwa durch eine höhere Stromnachfrage, fossile Stromimporte aus dem Ausland im Winter oder erhöhten Stromkonsum kompensiert.
Um eine klimaneutrale Schweiz zu erreichen, müsse einer der vier Faktoren in der Kaya-Identität null werden oder das verbleibende Produkt wird mit CO2-negativen Technologien wie der Abspaltung von CO2 aus der Luft und dessen Speicherung ausgeglichen. Dafür müsse die Politik einen entschiedenen Rahmen vorgeben, solange die Kernkraftwerke noch laufen.
Ein Team von Forschern der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat eine neue Technologie entwickelt. Durch diese kann Beton nachhaltiger hergestellt und eingesetzt werden. Dazu werden die eingesetzten Materialien bei der Herstellung von selbstvorgespannten Betonelementen reduziert.
Bei der konventionellen Vorspannung werden normalerweise Spannglieder aus Stahl auf beiden Seiten des Betonelements verankert, unter Zug gesetzt und anschliessend wieder entfernt. Wegen der Rostanfälligkeit des Stahls müsse „die Betonschicht rund um den Spannstahl eine bestimmte Mindestdicke aufweisen“, so die Empa in einer Mitteilung. Seit den 90er Jahren arbeiten Forscher daher daran, den Stahl durch carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) zu ersetzen. Dieses Verfahren ist aber sehr teuer und auch deutlich komplizierter als der Vorspannprozess mit Stahl.
Die Empa hat diese Probleme nun vollständig gelöst. Durch ihr Verfahren kann sie auf die Verankerung an den Seiten des Elements verzichten. Stattdessen ermöglicht sie dem Beton durch ihre Rezeptur, sich bei der Aushärtung auszudehnen. „Durch diese Expansion setzt der Beton die CFK-Stäbe in seinem Innern unter Zug und spannt sie dadurch automatisch vor.“
„Unsere Technologie eröffnet völlig neue Möglichkeiten im Leichtbau“, wird Mateusz Wyrzykowski in der Mitteilung zitiert, der das Empa-Team gemeinsam mit Giovanni Terrasi und Pietro Lura anführt. „Wir können nicht nur stabiler bauen, sondern brauchen dafür auch erheblich weniger Material.“
Das Team hat für seine Technologie kürzlich Patente in Europa und den USA erhalten. Nun entwickelt es gemeinsam mit dem Industriepartner BASF neue Anwendungen.
Herr Allemann, seit langem ist in der Schweizer Hotellerie ein Strukturwandel im Gang mit Trend zu grösseren Hotelbetrieben. Dennoch verfügen knapp 90 Prozent der Hotelbetriebe über weniger als 55 Betten. Wie begegnen diese Betriebe diesem Wandel?
Das grösste Problem sind Betriebe mit zehn bis zwanzig Zimmern, die über 15 bis 30 Betten verfügen. Diese Häuser haben Mühe, rentabel zu sein. Viele Kleinbetriebe weisen jedoch einen sehr starken Gastronomieanteil auf, der zum Teil über achtzig Prozent des Umsatzes generiert. Dort zählt die Hotellerie nicht zum Hauptgeschäft.
Hotelgäste werden immer anspruchsvoller. Wie können die in die Jahre gekommenen Hotels diesem Trend gerecht werden?
Das ist tatsächlich ein Problem. Wir haben in der Schweiz viele Betriebe, welche Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut worden sind. Diese verfügen oft über weniger als dreissig Zimmer und sind sehr unterhaltsintensiv. Falls sie sich in Destinationen befinden, die heute nicht mehr so attraktiv sind, wie zum Beispiel Transitrouten, ist das ein erschwerender Umstand. Fehlende Frequenzen führen dann automatisch zu Rentabilitätsproblemen und aufgestautem Unterhalt.
Benötigt der Betrieb eines Hotels hohe Investitionen?
Ja, denn die Hotellerie ist sehr anlageintensiv. Ein Hotel sollte nach dreissig bis vierzig Jahren vollständig erneuert werden. Je nachdem wie trendorientiert oder traditionell zeitlos sich ein Hotel architektonisch mit seiner Ausstattung im Markt positioniert sind vor allem bei den Zimmern kürzere Erneuerungszyklen notwendig.
Verfügen die Hotels generell über die nötigen finanziellen Mittel, um die anfallenden Renovationen und Sanierungen vorzunehmen?
Grundsätzlich sollten die Investitionen aus dem Cash Flow finanziert werden. In den letzten Jahrzehnten wurde dies für viele Betriebe auch wegen der verschiedenen Krisen zunehmend schwierig. Momentan natürlich besonders wegen der Corona-Krise. Im Luxus-Bereich finden sich oft Mäzene, die sich entweder in das Haus oder in die Region verliebt haben und bereit sind, in Hotelimmobilien zu investieren. Die Motivation ihrer Investitionen sehen sie nicht allein betriebswirtschaftlich an, sondern als «A-fonds-perdu-Beitrag. Damit erreichen deren Hotelbetriebe ihre ausserordentliche Positionierung im Markt. Das kritische Segment sehe ich in den Mittelklasse-Hotels, die wegen mangelnder Auslastung oder ungenügender Positionierung die notwendigen Investitionen nicht tätigen oder nur über eine Fremdverschuldung generieren können.
Unterstützt ihr Verband finanziell die Renovationen von Hotels?
Nein, dies ist nicht die Aufgabe des Verbandes; wir hätten auch nicht die notwendigen Mittel dazu. Der Verband verfügt über die Angebotskompetenz und unterstützt seine Mitglieder, wettbewerbsfähig zu sein. Wir haben ein Netzwerk von spezialisierten Beratungsunternehmen aufgebaut, das unsere Mitglieder in verschiedensten Themenbereichen unterstützen kann. Ebenso arbeiten wir sehr eng mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) zusammen, welche über die spezifische Finanzierungskompetenz verfügt.
Das heisst?
Die SGH ist ein Instrument des Bundes zur Förderung der Beherbergungswirtschaft. Sie kann nachrangig zu den Banken und subsidiär zu privaten Geldgebern den Hotels im Fremdenverkehrsgebieten und Kurorten Darlehen für Investitionsvorhaben gewähren.
Welche weiteren Herausforderungen gilt es anzupacken?
Nachfolgeregelungen sind bei Betrieben mit Investitionsstau und / oder Überschuldung besonders schwierig. Innerhalb der Familie ist dies praktisch nicht möglich oder den Kindern auch nicht zumutbar. Umnutzungen von Hotelliegenschaften sind seit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative praktisch nicht mehr möglich. Gerade bei denkmalgeschützten Liegenschaften stellt auch ein Abriss keine Option dar. Gesamtsanierungen oder Teilumnutzung sind zudem aufgrund der Auflagen des Denkmalschutzes sehr kostspielig. Bleibt also noch die Hoffnung, einen Mäzen zu finden. Nur stehen diese leider auch nicht gerade vor der Türe. Sofern die Substanz des Hauses aber noch intakt ist und in der Destination ein Potenzial für eine Nachfrage besteht, sehe ich als Alternative aber den Zusammenschluss von mehreren Betrieben zu einer überbetrieblichen Kooperation als Chance aus diesem Dilemma. So können beispielsweise über die Bündelung des Einkaufs Kosten gespart und mit gemeinsamen Marketingaktivitäten mehr Umsatz erzielt werden.
Was raten Sie einem Hotelier: Renovieren, abreissen oder versuchen, einen Kredit zu erhalten?
Schauen Sie, ein Kriterium ist die vorhandene Bausubstanz, gerade bei Hotels aus der Jahrhundertwende. Ist jedoch nur noch die Hülle historisch, bietet dieses Hotel für den Gast kaum Anreize, hier abzusteigen. Um ein geschichtsträchtiges Haus am Leben zu erhalten, braucht es viel persönliches Engagement. Zuerst ist es wichtig, sich mit der Zeitepoche des Hotelbaus auseinanderzusetzen. Hierfür ist eine gewisse Affinität zu der Geschichte des Hotels nötig. Diese muss auch erzählt werden. So braucht es jemanden der bereit ist, die Einrichtung des Betriebes sanft und mit viel Fingerspitzengefühl zu renovieren und auf den Stand der heutigen Gästebedürfnisse zu bringen. ■
Wandbeläge in Patina – Farbe WR06, Bodenbeläge in Legno + Color medium WR02.
Wandbeläge in Cementoresina Wall – Farbe WR09, Bodenbeläge in Legno + Color small WR09.
Wandbeläge in Cemento- crudo Wall – Farbe WR06, Bodenbeläge in Cementocrudo – Farbe WR06.
Die Emilio Stecher AG hat eine neue, innovative Ausstellung für den Innenausbau eröffnet. Neben ihren bekannten in- und ausländischen Natursteinen zeigen sie heute auch Keramik- und Kunststeine. Was mich aber besonders fasziniert, sind die fugenlosen mineralischen Beläge, welche in der wohnlichen Atmosphäre durch die warmen Farbtöne besonders ins Auge stechen. So ein neues Produkt zu zeigen, ist doch für eine traditionelle Natursteinfirma eher ungewöhnlich. Wie kam es dazu?
Mein Sohn Emilio junior, die vierte Generation unseres Unternehmens, absolvierte im italienischen Sassuolo in der Bauchemiefirma Kerakoll ein Stage. Diese Firma zeichnet sich mit ihrem Green Label besonders für ökologische Produkte aus. Ihr CEO und Besitzer in der Person von Gianluca Sghedoni war bereits zweimal Unternehmer des Jahres in Italien. Emilio erzählte mir dann mit Begeisterung von «Kerakoll Design House».
Weshalb haben Sie ihrem Sohn zugestimmt und die fertigen Pläne Ihrer Ausstellung nochmals komplett auf den Kopf gestellt?
Eigentlich handelt es sich ja nicht um einen klassischen Stein. Ich fuhr dann mit meinem Projektleiter Luigi Gioiello, welcher für diese Ausstellung federführend war, nach Modena, um speziell diese faszinierende Ausstellung zu besichtigen. Herr Gioiello konzipierte die Ausstellung aus seiner grossen Erfahrung genau mit den Architektenwünschen, welche er tagtäglich berät. Die Verantwortlichen der Kerakoll erklärten uns die Philosphie und die ganze 10-jährige Entwicklungszeit: Die Atmosphäre der Warm Collection ist das Ergebnis einer exklusiven und ausgeklügelten Forschung über Texturen, Oberflächen und Farben im unverkennbaren Stil des Stararchitekten und Designers Piero Lissoni. Herr Gioiello war begeistert. Es war das i-Tüpfelchen, welches eigentlich in seinem fertigen Konzept noch fehlte. Gerne zeichnete er nochmals alles um und integrierte dieses hervorragende Produkt in perfekter Harmonie mit unseren traditionellen Steinen.
Ich sehe aber auch Strukturen und verschiedene Oberflächenbearbeitungen. Wie verhält es sich damit?
Es ist richtig, es handelt sich auch um glatte Schichten wie Seide hin zu unregelmässigen, natürlich gekörnten Oberflächen. Und schliesslich ist es auch eine garantierte visuelle Erfahrung: von den mineralischen Maserungen zu der Erlesenheit des klassischen «Handmade» des Verarbeiters bis zu den Reaktionseffekten des Lichts, welches eine faszinierende und elegante Atmosphäre kreiert.
Kann «Kerakoll Design House» überall, also im Nass- und Trockenbereich bei Neu- und Umbauten angewendet werden?
Es ist ein klassisches Produkt für den exklusiven Innenausbau. Da es je nach Produkt von 2-3.5 mm aufträgt, ist es die ideale Lösung im Umbaubereich. Bestehende gesunde Oberflächen können damit überzogen werden. Gerade für Bauten aus den 60er- oder 70er-Jahren, welche oftmals mit Plättli ausgestattet waren, welche mit asbest- haltigen Bauklebern versetzt wurden, entfällt so ein mühsames Herausspitzen und Entsorgen mit spezieller Kontaminierung. Der dünne Auftrag und das anschliessend fugenlose Erscheinungsbild lassen komplett neue Räume in topmodernem Outfit entstehen. Genial ist, dass auch Nassräume ausgestattet werden können. Der Traum jedes Architekten, Räume oder Badezimmer fugenlos zu gestalten, lässt sich hier realisieren. «Kerakoll Design House» ist ein Produkt, das auch unsere Natursteine integriert und somit innovativ kombiniert werden können. Ein neuer Interior-Designstil ist geboren.
Ist die Verarbeitung anspruchsvoll und teuer und welche Handwerker führen dies aus?
Tatsächlich handelt es sich nicht um ein Produkt, welches preisbedingt verkauft wird. Generell wird das Produkt von versierten Stukateuren, Gipsern oder speziell ausgebildeten Malern angewendet.
Was können Sie nach rund vier Jahren für eine Bilanz mit erfolgreich ausgeführten Objekten ziehen? Was sagen Ihre Kunden, Architekten und Anwender dazu? Wurde Ihr Konzept der integrierten Ausstellung verstanden? Genügen die lediglich 10 Farben des «Kerakoll Design House» für die hohen Ansprüche der heutigen anspruchsvollen Kundschaft?
Wir erhalten eine sehr gute Resonanz von unseren Kunden und Besuchern. Dazu trägt auch unsere ausgezeichnete Beratung bei, welche wirklich auch fachkompetent ist, und dies schätzen die Besucher sehr. Die 10 warmen und ansprechenden Farben sind ein umfassendes Designprojekt, welche eben auch mit verschiedenen Oberflächenbearbeitungen kombiniert werden können. Die verschiedenen Produkte wie «Cementoresina», «Cementoex», «Cementocrudo», zusätzlich durchgehende Microresina Wandflächen, welche Wallcrete, Wallpaper und Microresina Wall und dank der individuellen Handschrift der Anwender noch besondere Noten tragen, wirkt das Produkt nie langweilig. Im Gegenteil, die zusätzlichen dekorativen Anstriche wie Paint, Patina, Decor bis zur Sockelleiste Invisible verleihen riesige Kombinationsmöglichkeiten, welche aber in der Farbpalette «Warm Collection» perfekt abgestimmt sind. Dies führt eben zu einem Gesamtkunstwerk, welches die Handschrift von Pie- ro Lissoni trägt und vom sehr versierten Stucka- teur Herr Antonio Pungitore (der auf eine langjährige Erfahrung von Restaurations- und Stuckateur- Arbeiten zurückblicken kann) bei unseren Kunden hervorragend umgesetzt wurde. Trotzdem ist jedes Objekt individuell und konnte immer wieder nach dem Geschmack des Kunden kombiniert werden. ■
Im ersten Halbjahr 2021 soll im historischen Gebäude des Märthofs in Basel das Boutique-Hotel Märthof eröffnen. Die Eigentümerin, die Coop Immobilien AG, hat das Architekturbüro Burckhardt + Partner mit der umfassenden Renovation beauftragt. Geführt wird das Hotel nach der Eröffnung von der zu Coop gehörenden Bâle Hotelgruppe. Sie betreibt bereits die Hotels Pullman Basel Europa an der Clarastrasse sowie das Victoria am Centralbahnplatz und das Hotel Baslertor in Basel-Muttenz.
Das Gebäude des Märthofs entstammt dem 19. Jahrhundert und bestand ursprünglich aus fünf einzelnen Häusern, die 1981 zu einem Gebäudekomplex zusammengeführt wurden. Die freiwillige Denkmalpflege Basel wehrte sich Anfang der 70er-Jahre gegen den geplanten Warenhaus-Neubau, der anstelle des alten Gebäudes vorgesehen war. Der Abbruch wurde 1976 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Nun soll ein Hotel der oberen 4-Sterne-Kategorie entstehen, wobei die Fassade mit einem neuen Anstrich in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. Das Mauerwerk selber bleibt unverändert – auch die Natursteinpartien werden nur gereinigt.
Laut Coop-Mediensprecherin Rebecca Veiga sollen im neuen Boutique-Hotel die Stilepochen der ehemals fünf bestehenden Gebäude unverkrampft und spielerisch vermischt werden. «Verspielte Motive des Neubarocks und die funktionale Gestaltung der Geschäftsfassade aus dem Jahre 1927 treffen im Inneren des Gebäudes auf die lineare 80er-Jahre-Struktur», sagt Veiga.
Offene Übergänge und eine freundliche Atmosphäre Auf die insgesamt 68 geplanten Zimmer, davon acht Suiten und acht Juniorsuiten, werden Stehleuchten, Wandleuchten, Sessel und weiteres Mobiliar individuell verteilt – kein Zimmer wird exakt wie das andere aussehen. Die Zimmer erhalten unterschiedliche Farbschemen und widerspiegeln die Geschichte vom jeweiligen Gebäudeteil, in dem sie sich befinden. Die Farben sind abwechslungsreich und sollen nicht polarisieren – sodass sie das ganze Jahr hindurch auf die Gäste angenehm wirken.
Des Weiteren sind ein Fitnessraum, eine Bibliothek, ein Res- taurant sowie eine Bar auf der Dachterrasse im 6. Stock mit 55 Sitzplätzen vorgesehen – und eine weitere im Erdgeschoss. Alle funktionalen Räumlichkeiten sind analog einer starken Wirbelsäule um den Erschliessungskern des Hauses angeordnet und stossen von innen nach allen drei Aussenseiten. Die Übergänge der unterschiedlichen Nutzungsflächen im Erdgeschoss sind offen gestaltet, sodass es als Fläche ohne Unterbrüche wahrgenommen wird.
Eine helle und freundliche Atmosphäre empfängt den Gast im Standardzimmer. Der Raum wird mit Ausnahme der abgeschlossenen Dusche und einem separaten WC grosszügig offen gestaltet. Nebst der eingebauten Schrankzeile im Eingang sind alle Möbelstücke freistehend. Sanfte Rundungen gemäss dem Gesamtkonzept des Hauses werden auch im Zimmer durchdekliniert. Die Aussenbestuhlung und die grossen Fenster verbinden das Gebäude mit dem Marktplatz. «Die einmalige Lage und das lebendige Geschehen am Marktplatz soll nach innen spielen und umgekehrt», sagt Veiga. Das Boutique-Hotel will internationale wie auch lokale Gäste ansprechen und durch Restaurant und Bar entlang der Eisengasse als Treffpunkt für die lokale Bevölkerung und die Hotelgäste dienen. ■
Als Folge der Corona-Pandemie war im Immobiliensektor eine Flucht aus den Städten aufs Land oder in ländliche Wohnbereiche wegen der dort vermeintlich geringeren Ansteckungsgefahr im Vergleich zu uberfüllten Städten erwartet worden. Das ist bisher nicht eingetreten. Im Gegenteil, laut der Medienmitteilung zu der von homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erstellten Halbjahresbilanz zeigen gerade die Städte weiter eine hohe Attraktivität.
Schweizweit sind die Angebotsmieten seit Anfang Jahr um 0,4 Prozent gestiegen. Der leichte Abwärtstrend vergangener Jahre ist damit beendet, wurde schon zur Mitte 2019 durchbrochen. Die höheren Mieten sind besonders in den Kantonen Genf mit einem Plus von 4,5 Prozent, Jura mit 1,7 und Uri mit 1,5 Prozent Plus zu verzeichnen. Dieser Trend ist auch in den meisten anderen Kantonen zu sehen, mit wenigen Ausnahmen wie in den Kantonen Obwalden und Nidwalden mit jeweils minus 0,5 Prozent, Graubünden und Basel-Land (-0,4 Prozent) und Tessin (-0,3 Prozent). Sie leiden noch unter der Schwäche der Mietentwicklung der letzten Jahre. In vielen ländlichen Kantonen und Gemeinden werden Leerstände verzeichnet.
Die Halbjahresbilanz verweist auf die robuste Mietpreisentwicklung in den Städten Genf (+3,8 Prozent) und Zürich (+1,4 Prozent). Das widerspricht den Erwartungen hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise. Allerdings, darauf verweist der Bericht, könnte sich die Mietsituation aus einem anderen, doch durch Corona bedingten, Grund ändern. Der Zuzug aus dem Ausland dürfte nachlassen und das kann bei Leerständen insbesondere vieler gerade wegen des bisher hohen Zuzugs in Angriff genommener Mietwohnungsprojekte zu einem Abwärtsdruck auf die Mietpreise führen.
Einer Mitteilung der Energiedienst Holding AG zufolge hat die schweizerisch-deutsche Energiedienst-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 einen Betriebsertrag in Höhe von 532 Millionen Euro realisiert. In der Vorjahresperiode waren 49 Millionen Euro weniger erwirtschaftet worden. Das Unternehmen führt das Wachstum vor allem auf höhere Preise im Vertriebsgeschäft und gestiegene Stromhandelsmengen zurück.
Negative Effekte am Kapitalmarkt hätten das Betriebsergebnis (EBIT) im Jahresvergleich hingegen um 1 Millionen Euro auf 12 Millionen gedrückt, informiert Energiedienst in der Mitteilung weiter. Um nichtoperative Effekte bereinigt, sei das EBIT hingegen um 8 Millionen auf 24 Millionen Euro gestiegen. „Operativ steht die Energiedienst-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 besser da als im Vorjahreszeitraum“, wird Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, in der Mitteilung zitiert. „Die Pandemie geht aber auch an der Energiedienst-Gruppe nicht spurlos vorüber.“ Die Gruppe rechnet damit, ihr für das Gesamtjahr ursprünglich angestrebtes Betriebsergebnis in Höhe von 41 Millionen Euro nicht erreichen zu können.
Beim Periodengewinn musste im Berichtshalbjahr im Jahresvergleich ein Rückgang um 6 Millionen auf 8 Millionen Euro hingenommen werden. Hintergrund ist laut Mitteilung eine negative Performance der Wertschriften des Unternehmens. Sie drückte das Finanzergebnis im Jahresvergleich um 5 Millionen Euro auf einen Verlust von 3 Millionen Euro.
„Die Energiedienst-Gruppe ist als eines der ersten integrierten Energie-Unternehmen in Deutschland und der Schweiz seit Januar 2020 klimaneutral“, erläutert Reichert. Diese Klimaneutralität sei „das Fundament ihrer Geschäftsaktivitäten“, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge hat die Gruppe im Berichtshalbjahr „aufgrund der Klimaneutralität mehrere grosse Geschäftskunden“ gewinnen können.
Der aus dem spanischen Valencia stammende Zürcher Architekt Santiago Calatrava hat für den Park vor dem River Point-Gebäude in Chicago eine eigenwillige Skulptur entworfen. Es handelt sich um eine 8,8 Meter hohe rote Blattformation. „Die sich nach aussen hin erstreckende Spirale aus einander überlappenden, blattähnlichen Elementen windet sich spiralförmig von sehr gross an der Basis bis zu sehr klein bis an den äusseren Rand der Skulptur“, heisst es in der Medienmitteilung dazu.
River Point ist ein 52 Stockwerke hohes Gebäude, das Büros umfasst, aber auch ein Kongresszentrum und die in amerikanischen Wolkenkratzern oft üblichen Einkaufszentren. Es steht im gleichnamigen Park am Ufer des Chicago River und gehört den Firmen Ivanhoé Cambridge, Hines und Levy Family Partners. Das gewaltige Kunstwerk wird in den kommenden Wochen installiert.
„Ich fühle mich geehrt, dass mein Werk dazu ausgewählt wurde, in das Stadtbild von Chicago integriert zu werden, einer Stadt, die auf eine beeindruckende Tradition urbaner Kunst und Architektur zurückblickt“, wird Calatrava dazu zitiert, auf dessen Internetseite auch Fotos zu sehen sind. Der internationale Architekt, dessen Unternehmen Santiago Calatrava GmbH seinen Sitz in Zürich hat, ist für viele einzigartige Gebäude und Bauwerke bekannt, wie das Milwaukee Museum of Art, den sogenannten Jahrhundertbahnhof Oculus in New York City und die Peace Bridge in Calgary in Kanada.
„Dieser geradezu spektakuläre Neuzugang unter den faszinierenden und renommierten öffentlichen Kunstwerken am River Point Park stellt ein weiteres Beispiel dafür dar, wie unglaublich besonders dieses Bürogebäude mit seiner erstklassigen Ausstattung und seinem reichhaltigen Angebot für die Stadt, die Bewohner und unsere Mieter tatsächlich ist“, sagt Jonathan Pearce, Vizepräsident von Ivanhoé Cambridge.
PriceHubble übernimmt 100 Prozent der Anteile der Checkmyplace GmbH, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Damit will das Unternehmen laut Mitgründer Markus Stadler seine Position im deutschsprachigen Raum stärken. „Wir können neu auch im DACH-Raum multinational tätigen Unternehmen der Immobilienwirtschaft zusätzlichen Mehrwert bieten“, sagt er.
PriceHubble ermöglicht es, aus grossen Datenmengen nützliche Erkenntnisse für die Bewertung von Immobilien zu gewinnen. Es bezieht beispielsweise Daten zum Standort, der Nachbarschaft oder zur Lärmbelastung in die Bewertung mit ein. Die Daten werden mithilfe von Big Data-Analytics sowie Künstlicher Intelligenz ausgewertet und anschaulich präsentiert. PriceHubble richtet sich an alle Parteien der Immobilienwertschöpfungskette, etwa an Immobilienportale, Banken, Vermögensverwalter, Versicherungen, Immobilieninvestoren sowie Privatpersonen.
Checkmyplace liefert Dienstleistungen und Produkte basierend auf verschiedenen Daten und unterstützt professionelle Anwender in der Immobilienwirtschaft dabei, effizienter zu arbeiten. Nach Abschluss der Übernahme wird das Unternehmen neu mit dem Namen PriceHubble Österreich auftreten.
PriceHubble wurde 2016 gegründet. Das Zürcher Unternehmen unterhält bereits Standorte in Paris, Berlin und nun auch in Wien. Durch die Übernahme sind über 70 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.
Trotz der Corona-Krise sind in der Schweiz im zweiten Quartal des Jahres insgesamt 17 Prozent mehr Elektrofahrzeuge auf die Strasse gekommen als im Vorjahresquartal. Einen massiven Zuwachs verzeichneten die Plug-In-Hybride mit 186 Prozent. Dagegen gingen die Neuzulassungen bei reinen Elektroautos um 12 Prozent zurück. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Ausgabe des „E-Mobility Sales Review Q3 2020“ von PwC Autofacts und der Strategieberatung von PwC, Strategy&.
„Die Entwicklung der E-Mobilität beweist in der Krise, dass der Weg in Richtung eines strategisch wichtigen Marktsegments nicht nur weiterverfolgt, sondern sogar beschleunigt wird“, kommentiert Andreas Schlegel, Automobilexperte und Direktor bei Strategy& Schweiz. „Mit diesem Rückenwind sollte nun vor allem die Ladeinfrastruktur in der Schweiz weiter ausgebaut werden.“
Das aktuell starke Wachstum von Plug-In-Hybriden könne ein Hinweis darauf sein, dass Schweizer Konsumenten noch nicht vollkommen von der Praktikabilität und Reichweite reiner E-Autos überzeugt seien, heisst es in einer Medienmitteilung. Gleichzeitig gelte es nun für die Hersteller, die technische Weiterentwicklung der Batterien voranzutreiben und so zusätzliche Argumente für die E-Mobilität zu schaffen.
Im selben Zeitraum verzeichneten in Europa konventionelle Antriebstechnologien mit Diesel und Benzin ein erhebliches Absatzminus von 57,9 Prozent. Vergleichsweise unberührt von den Lockdown-Massnahmen blieb dagegen das europäische Mobilitätssegment: Im ersten Halbjahr stieg die Anzahl der neu zugelassenen E-Fahrzeuge in den zehn untersuchten Märkten um 25,6 Prozent. Plug-In-Hybride legten mit einem Plus von 121 Prozent bei den Neuzulassungen stark zu. Europaweit erlebten die reinen Elektroautos einen Zuwachs von 35 Prozent.
E-Fahrzeuge hätten sich in der Krise als eine „Insel der Stabilität“ erwiesen, so Schlegel. „Ob dieser Trend nachhaltig ist, wird sich allerdings erst zeigen, wenn staatliche Fördermassnahmen auslaufen.“ Nun müsse auch der Handel reagieren und die Kundenansprache grundlegend anders gestalten als im traditionellen Vertrieb mit Verbrennungsmotoren. mm
Die Fachhochschule (FH) Graubünden hat untersucht, wie die Wertschöpfung bei oftmals leerstehenden Luxusresidenzen verbessert werden kann. In diesem Zusammenhang ging das Institut für Tourismus und Freizeit (ITF) der Frage nach, wie deren Besitzerinnen und Besitzer zu überzeugten Vermietenden werden können. Sie seien in Graubünden bisher „eher stiefmütterlich behandelt“ worden, schreibt die FH in einer Mitteilung. Weil der Trend jedoch von Hotellogiernächten zur eigenen Ferienwohnung gehe, dürfe diese Klientel nicht vernachlässigt werden.
Für eine Bedürfnisanalyse sei jedoch die bestehende Datenlage zu dünn. Deshalb untersuchten die Forschenden in ihrer Studie die Vermietungsbereitschaft bei ähnlichen Prestigeobjekten. Im globalen Yacht-Chartermarkt machten sie neben hohen administrativen Hürden auch psychologische Motive als Hemmnis für eine Vermietung aus. Dazu zählen Eingriffe in die Privatsphäre und eine limitierte Flexibilität bei der Eigennutzung.
Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Bedürfnisanalyse laute jedoch, „dass es sich sowohl bei der Vermietung von Superyachten als auch Luxusresidenzen um Vertrauenssache handelt“. Damit das Potenzial der oftmals leerstehenden Luxusimmobilien in den alpinen Hochpreisdestinationen genutzt werden könne, müssten „alle anfallenden Aufgaben von einer Koordinatoren-Rolle verwaltet werden“. Ihre Aufgabe sei es, ein möglichst reibungsloses Ineinandergreifen aller Service-Beteiligten zu garantieren. „Der Rest kommt dann wie von selbst, denn zufriedene Vermietende generieren zufriedene Mietende“, heisst es in der Mitteilung.
Zwei führende Vertreter der Schweizer Energiewirtschaft gehen in einem gemeinsamen Gastkommentar für den „Tages-Anzeiger“ hart mit den Plänen des Bundesrates zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 ins Gericht. „Die Schweiz hat die falschen Instrumente für die Förderung der erneuerbaren Energien. Wir haben einen Vorschlag, wie man das ändern kann“, schreiben Thomas Sieber, Verwaltungsratspräsident des Energiekonzerns Axpo, und Gianni Operto, Präsident von AEE Suisse, der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.
Der angesprochene Vorschlag lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Gleitende Marktprämie. Der Bundesrat schlägt für die Energiegesetzrevision ein Modell mit Investitionsbeiträgen vor. Die Beträge werden im Vornherein fix festgelegt. Problematisch ist aus Sicht der Autoren, dass es kaum möglich sein werde, die volkswirtschaftlich effizienteste Beitragshöhe zu ermitteln. Entweder gebe es eine nicht notwendige Überförderung oder es würden zu wenig Mittel veranschlagt, was zur Stilllegung nicht mehr rentierlicher Anlagen führe. Die gleitende Marktprämie, für die sich eine „breite Allianz der Schweizer Energiewirtschaft“ einsetze, werde in anderen Ländern schon erfolgreich angewandt. Dabei würden Produktionskapazitäten in einem Wettbewerb ausgeschrieben. „Den Interessenten mit den tiefsten Angeboten wird darauf über eine gewisse Laufzeit eine minimale Vergütung für den produzierten Strom zugesichert – aber nur, falls der Marktpreis diesen nicht abdeckt.“ Die gleitende Marktprämie fördere genau und nur so viel wie nötig. Sie ist deshalb keine Subvention, sondern das faire Preisschild einer zentralen Dienstleistung.
Da sich derzeit der Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten in der Schweiz für Stromversorger nicht lohne, investierten Schweizer Energieversorger und institutionelle Investoren im Ausland. Zum Ende 2019 habe sich der so finanzierte Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten auf 11,5 Terawattstunden erhöht, knapp ein Fünftel der gesamtschweizerischen Jahresproduktion.
Das kantonale Verwaltungsgericht entzieht dem geplanten Bau des Innovationsparks Zürich die Rechtsgrundlage. Wie das Gericht am Dienstag in einer Mitteilung schreibt, hat es mit einem Urteil vom 8. Juli die Verfügung der kantonalen Baudirektion über den kantonalen Gestaltungsplan für den Innovationspark aufgehoben.
Ein solcher Gestaltungsplan sei nur für konkrete Einzelbauten oder Einzelanlagen möglich. Der Gestaltungsplan für den Innovationspark falle mit seinem Perimeter von 36 Hektaren und einer Gesamtnutzungsfläche von bis zu 410‘000 Quadratmetern aber nicht darunter. Daran ändere auch der „besondere Zweck der Innovationsförderung“ nichts. „Aufgrund seiner Dimensionen und der vorgesehenen Nutzungen schafft der Gestaltungsplan damit nicht eine projektbezogene, sondern eine generelle Bauzone“, heisst es in der Mitteilung.
Der Kanton habe damit seine Kompetenzen überschritten: Nur die Gemeinden seien für die Festsetzung genereller Bauzonen zuständig. „Deshalb steht das Instrument des kantonalen Gestaltungsplans für die beabsichtigte Planung nicht zur Verfügung.“ Zudem verstösst der Gestaltungsplan aus Sicht der Richter gegen die kantonale Rahmennutzungsplanung, weil der grösste Teil des Geländes in der kantonalen Landwirtschaftszone liegt.
Die Baudirektion hatte den Gestaltungsplan am 9. August 2017 festgelegt. Zwei Anwohner rekurrierten beim kantonalen Baurekursgericht, wurden aber abgewiesen. Dessen Entscheid wird nun ebenfalls vom Verwaltungsgericht aufgehoben. Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts kann nun noch beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden.
Die Idee eines Innovationsparks Zürich auf dem Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf stand bei der Schaffung der Switzerland Innovation Parks Pate. Während solche Parks im Aargau, im Grossraum Basel, in Biel, in der West- und in der Zentralschweiz bereits gut vorankommen, droht nun ausgerechnet die Ideengeberin zu scheitern. Die Zürcher Regierung hatte bereits 2018 einen Kredit von 217,6 Millionen Franken für den Bau, die Erschliessung und die Unterstützung des Innovationsparks in Dübendorf beantragt.
Die Bauwirtschaft ist 2019 insgesamt kaum vom Fleck gekommen. Laut den provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) glich ein Anstieg der Bauinvestitionen in den Tiefbau in Höhe von 3,9 Prozent einen Rückgang im Hochbau in Höhe von 0,9 Prozent aus.
Dabei fand ein Wechsel weg von Neubauten hin zu Umbauten und Erweiterungen statt. So gingen die Investitionen in Neubauten im Tiefbau um 6,9 Prozent zurück, während die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 13,2 Prozent stiegen. Auch im Hochbau stiegen die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 1,6 Prozent, während die Investitionen in Neubauten um 2,0 Prozent sanken.
Dieser Wechsel hin zu Umbauten war bei öffentlichen Auftraggebern besonders ausgeprägt: Sie investierten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen und 7,2 Prozent weniger in Neubauten. Private Auftraggeber investierten 2,2 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen als 2018, aber dafür 1,4 Prozent weniger in Neubauten.
„Ökologisches und nachhaltiges Handeln der Organisationen ist längst nicht mehr erwünscht, sondern wird erwartet“, leitet die Kantonspolizei St.Gallen eine Mitteilung zur neuesten Errungenschaft der Behörde ein. Konkret will die Kantonspolizei ihrer Verantwortung für die Umwelt nun auch mit dem Einsatz eines Wasserstoffautos gerecht werden. Bisher wurden bei der Kantonspolizei St.Gallen bereits insgesamt 20 Elektrofahrzeuge genutzt.
Der neue Hyundai Nexo stosse genau wie Elektroautos keine schädlichen Emissionen aus, heisst es in der Mitteilung weiter. Als weitere Vorteile des Wasserstoffautos werden dort die schnelle Betankung und eine Reichweite von 600 Kilometer pro Tankfüllung genannt.
Allerdings gebe es in der Region derzeit noch kaum Wasserstofftankstellen, erläutert die Kantonspolizei. Sie hat die Osterwalder St.Gallen AG als zurzeit einzigen Betreiber einer Wasserstofftankstelle in der Ostschweiz ausgemacht. Der neuerworbene Hyundai Nexo soll daher der in St.Gallen stationierten Verkehrsinstruktion zugeteilt werden.
Axpo hat einen sogenannten Green Bond über die digitale Kapitalmarktplattform des Zürcher Fintechs Loanboox platziert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die festverzinsliche Anleihe in Höhe von 133 Millionen Franken hat eine Laufzeit von sieben Jahren.
Axpo will den Nettoerlös der Anleihe für Investitionen in erneuerbare Energien einsetzen. Das Unternehmen hebt dabei Windenergie- und Photovoltaikprojekte hervor. Insgesamt wolle Axpo mit dem Green Bond „ihre Stellung als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien“ stärken und den Kreis ihrer Investoren erweitern, heisst es.
Den Angaben von Loanboox zufolge ist Axpo die erste Emittentin, die einen Green Bond vollständig digital über die Fremdkapitalmarktplattform platziert. „Diese erste Anleihe ist ein Beweis dafür, dass unser digitaler Prozess einen Mehrwert für alle Marktteilnehmer schafft“, sagt Philippe Cayrol, CEO von Loanboox. „Wir sind stolz und freuen uns, zusammen mit innovativen Kunden und Partnern neue Standards in Sachen Transparenz, Preisbildung und Zuteilung im Primärmarkt zu schaffen – in der Schweiz und Europa“, fügt er hinzu.
Die Idee zur Home-E-Fair wurde aus der Not geboren, heisst es in einer Medienmitteilung. Denn die Immobilien-Messesaison ist bisher aufgrund der Covid-19-Krise komplett ins Wasser gefallen. Georges Luks, CEO und Delegierter des Verwaltungsrats von Zurich Sotheby’s International Realty, erläutert, wie es zum Gedanken kam, Messen mit physischer Präsenz durch ein virtuelles Angebot zu ersetzen: „Uns wurde im Home-Office klar, dass eine solche Messe eigentlich auch problemlos virtuell stattfinden kann. Mit Crowdhouse konnten wir in kurzer Zeit dieses Pilotprojekt auf die Beine stellen. Wir glauben, dass dieses Modell auch in Zukunft relevant sein wird und sind motiviert, weitere virtuelle Messen in einem noch grösseren Rahmen auf die Beine zu stellen.“
Bei der fünftägigen virtuellen Messe ab dem 22. Juli können sich Interessierte von zuhause auf der Messeplattform einloggen, Immobilienangebote studieren, sich per Live- oder Videochat mit Beratern austauschen. Ausserdem wird, wie auf jeder Immobilienmesse auch, eine Anzahl von Gesprächsrunden und Vorträgen angeboten.
Auf der Messe ergänzen sich die Partner Zurich Sotheby’s International Realty und Crowdhouse beim Immobilienangebot, von der Eigentumswohnung bis zum Mehrfamilienhaus, auf das Crowdhouse spezialisiert ist. Ardian Gjeloshi, Gründer und Verwaltungsratspräsident von Crowdhouse: „Sowohl Zurich Sotheby’s International Realty wie auch Crowdhouse sprechen mit der gleichen Zielgruppe – allerdings aus unterschiedlichen Perspektiven: Wohnen und Investieren.“
Im Rahmen des neuen Auftrages werden 18 SBB-Lokomotiven der neuesten Generation mit Traktionsumrichtern von ABB modernisiert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Der in Zürich ansässige und international tätige Technologiekonzern ist mit seinem Schweizer Hauptsitz in Baden vertreten und fertigt Traktionsumrichter in seinem Werk in Turgi AG. ABB hat von den SBB bereits 2014 einen Auftrag zur Modernisierung von Lokomotiven mit Traktionsumrichtern erhalten. Durch den nun erhaltenen Folgeauftrag werde ABB die gesamte Flotte Re 460 modernisieren. Dabei handelt es sich um die Lokomotiven der meisten Intercity-Züge.
SBB realisiert für die Flotte ein Modernisierungsprogramm, durch welches deren Lebensdauer um 20 Jahre verlängert wird. Durch die neuen Traktionsumrichter und zusätzliche technische Massnahmen können jährlich rund 30 Gigawattstunden Energie eingespart werden, „das sind fünf Gigawattstunden mehr als ursprünglich erwartet“, so ABB. Diese Energieeinsparungen entsprechen laut der Mitteilung dem „durchschnittlichen Stromverbrauch von 10’000 Schweizer Haushalten“. Dazu wird die auf dem Technologiestand der 90er Jahre basierende Leistungselektronik durch energieeffiziente wassergekühlte IGBT-Traktionsumrichter (insulated-gate bipolar transistor) ersetzt. Durch diese Umrüstung und durch mit Wasser statt Öl betriebene Kühlsysteme kann der Energieverbrauch gesenkt werden.
„Wir freuen uns, dass wir mit unserer Antriebslösung Partner in diesem bedeutenden Modernisierungsprojekt im Schweizer Heimmarkt sind und in enger Zusammenarbeit mit den SBB zu einem energieeffizienten Weiterbetrieb der Fahrzeuge beitragen“, wird Robert Itschner in der Mitteilung zitiert, Country Managing Director bei ABB Schweiz.
UBS spannt mit iptiQ zusammen, einer Tochtergesellschaft des Rückversicherers Swiss Re. Gemeinsam testen sie eine neue Versicherungslösung, die speziell für Hypothekarkunden der UBS in der Schweiz konzipiert ist. Das Angebot ist über die digitale Plattform von iptiQ zugänglich, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Zunächst soll es ab dem 15. Juli rund ein halbes Jahr lang getestet werden. Dann soll es anhand von Rückmeldungen optimiert werden.
„Sich für unvorhergesehene Ereignisse abzusichern, ist für jeden Eigenheimbesitzer von zentraler Bedeutung“, sagt UBS Schweiz-Chef Axel Lehmann. „Wir freuen uns, unseren Hypothekarkunden in Zusammenarbeit mit der Swiss Re-Tochtergesellschaft iptiQ ein innovatives Angebot bieten zu können, mit dem sie persönliche Risiken schnell und einfach absichern können.“
Kooperationen von Banken und Versicherungen sind in vielen Ländern bereits erfolgreich, hält die UBS in ihrer Mitteilung fest. In der Schweiz sieht die Bank noch unausgeschöpftes Potenzial in diesem Bereich.
Swiss Prime Site Solutions entwickelt für die Swiss Prime Anlagestiftung einen neuen „Lebensraum“, wie es in einer Medienmitteilung von Swiss Prime Site Solutions heisst.Der Grundstein für das Projekt Riverside ist am 10. Juli 2020 gelegt worden. Die Entwicklung steht unter dem Motto „Urban leben – von der Natur umgeben“. Gestartet werden die Bauarbeiten im Nordwesten, wo das Areal direkt an der Aare und am nächsten bei der Stadt Solothurn liegt. Von dort aus entwickelt sich das neue Quartier in weiteren Bauetappen nach Süden und Osten.
„Wer im Riverside lebt und arbeitet, hat dort neben einer schicken Wohnung oder einem modernen Arbeitsplatz mit zeitgemässer Infrastruktur auch ein facettenreiches Quartier inklusive Naherholung an der Aare, das höchsten Ansprüchen gerecht wird“, erklärt Anastasius Tschopp, CEO Swiss Prime Site Solutions. Er spricht von einem „Leuchtturmprojekt für unsere Mandantin Swiss Prime Anlagestiftung (SPA) und gleichzeitig bedeutend für die ganze Region Solothurn“.
Zunächst sollen 140 Mietwohnungen direkt am Uferweg der Aare gebaut werden. Die ersten Mieterinnen und Mieter sollen im Winter 2021 einziehen können. Kapitalgeber und gleichzeitig Investoren der SPA sind über 280 Schweizer Pensionskassen. „Für die SPA führen wir derzeit die sechste Emission durch“, so Tschopp. Die Zeichnungsfrist dauert noch bis zum 22. Juli 2020. Das Entwicklungsprogramm des Kunden SPA belaufe sich aktuell auf rund 600 Millionen Franken und umfasst schweizweit Projekte und Immobilien.
Das neue Einkaufszentrum Porta Samedan wird von der Migros Ostschweiz und der Pfister Immobilien AG realisiert. In diesen Tagen findet die Betonierung der Etagen des Neubaus statt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei den Baumaterialien setzen die Partner auf die Kreislaufwirtschaft. Sowohl beim Beton als auch beim Zement kommen wiederverwertete Produkte zum Einsatz.
Der eine Hauptbestandteil im Beton ist der Zement. Dieser kommt per Bahn aus dem Holcim-Werk in Untervaz GR ins Oberengadin, wo Montebello vor Ort den Recyclingbeton produziert. Eingesetzt wird das Holcim-Produkt Susteno. Dieses ist den Angaben zufolge europaweit der einzige ressourcenschonende Zement, bei dem als Zumahlstoff der feine Anteil von Mischgranulat aus rückgebauten Gebäuden eingesetzt wird, der in der Betonproduktion nicht verwertet werden kann. Holcim kann den Baustoffkreislauf mit Susteno vollständig schliessen, da dieses Material sonst deponiert werden müsste.
Der andere Hauptbestandteil im Beton sind die Gesteinskörnungen. „Hier setzen wir auf Recycling: Statt natürlichem Kies verwenden wir Abbruchmaterial aus der Region“, erklärt Flurin Wieser vom Engadiner Bauunternehmen Montebello.
„Die Überbauung Porta Samedan zeigt, dass die Baustoffbranche mit innovativen Produkten und Lösungen eine immer wichtigere Rolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft spielt und massgeblich zu einer nachhaltig gebauten Zukunft beiträgt“, so Philippe Rey, Leiter Zementverkauf Deutschschweiz bei Holcim Schweiz.
Porta Samedan soll 2021 fertiggestellt werden. Es wird unter anderem den ersten Migros-Supermarkt im Engadin beherbergen.
Die Coronavirus-Pandemie habe ihre ersten Spuren am Wohnungsmarkt hinterlassen, schreibt SVIT Schweiz in einer Mitteilung zum aktuellen Online-Wohnungsindex (OWI). Er wird halbjährlich vom Verband der Immobilienwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) ermittelt.
Dem aktuellen OWI zufolge hat die Zahl der auf Schweizer Immobilienmarktplätzen platzierten Inserate für Mietwohnungen zwischen April 2019 und März 2020 im Jahresvergleich insgesamt um 4 Prozent auf rund 380’000 Mietwohnungen zugelegt. Eine gleichzeitig gesunkene Insertionsdauer weise dabei auf eine weiter gestiegene Nachfrage nach Mietwohnungen hin, erläutert SVIT.
Der im März zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie behördlich angewiesene Lockdown habe in der zweiten Märzhälfte jedoch schweizweit zu einem Rückgang der Zahl der Inserate um 31 Prozent gegenüber der ersten Märzhälfte geführt, informiert SVIT in der Mitteilung weiter. Die Insertionszeit sei „trotz dieses massiven Angebotseinbruchs“ nur um knapp 5 Tage oder 12 Prozent gefallen. Dies bedeute, „dass auch die Nachfrage um mehr als ein Drittel zurückgegangen ist“, schreibt SVIT.
In den zwölf grössten Städten der Schweiz sei der Rückgang „noch markanter“ ausgefallen, erläutert der Immobilenwirtschaftsverband. In Lugano gingen die Inserate im Berichtszeitraum um 75 Prozent zurück, in Bern, Zürich und Winterthur wurden 40 Prozent weniger Inserate als in der ersten Märzhälfte gezählt. Ein gleichzeitig nur unterdurchschnittlicher Rückgang bei den Insertionszeiten zeige, „dass die Nachfrage noch stärker eingebrochen ist oder ganz zum Erliegen kam“, schreibt SVIT. Der Verband nimmt an, dass es im zweiten Halbjahr dieses Jahres möglicherweise zu einem Nachholeffekt kommen könnte.
Schweizweit sind durch die Corona-Krise schon viele Arbeitsplätze vernichtet worden, andere sind in Gefahr. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) sieht die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien, insbesondere den Solarstrom als ein Mittel, hier gegenzusteuern. Die SES hat bei der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil ZH eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Laut der Medienmitteilung dazu kann eine „beherzte Solar-Offensive“ schon in kurzer Zeit tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Jürg Rohrer, Studienautor und Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien an der ZHAW, stellt fest: „Wenn wir die am einfachsten nutzbaren Flächen mit Solaranlagen bestücken, ergibt sich einen Bedarf von rund 14’000 zusätzlichen Arbeitsplätzen.“ Insgesamt 12‘000 davon lägen in der Montage von Photovoltaikanlagen, die von Mitarbeitenden nach nur kurzer Anlernzeit vollzogen werden kann. 2000 erforderten mehr Fachwissen bei Fachplanerinnen und Fachplanern, wofür je nach Vorbildung eine etwa halbjährige Weiterbildung nötig sei.
Das Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, das im Mai 2017 in einer Volksabstimmung angenommen worden ist, sieht vor, bei der künftigen Energieversorgung auf mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu setzen. Die Umsetzung läuft allerdings bisher nur schleppend an. Der Vorschlag der SES, der auch in die Vernehmlassung zur Revision des Energiegesetzes, einfliessen soll, soll diesen Rückstand ausgleichen helfen. Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien bei der SES, nennt einen gleich dreifachen Nutzen der Initiative: „Jetzt in die Solarenergie zu investieren hilft mit, die Klimaziele zu erreichen, schafft neue Stellen und stärkt erst noch die Versorgungssicherheit im Strombereich.“ Das neue Energiegesetz werde erst in einigen Jahren in Kraft treten können. Mit einer Solar-Offensive würden heute schon Investitionen ausgelöst und rasch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Photovoltaik werde so zum Job-Motor.
Rund 10 Prozent des Stromverbrauchs der Metallwarenfabrik Hans Eberle AG kommen seit diesem Sommer aus hauseigener Produktion. Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung des ebenfalls diesen Sommer fertiggestellten neuen Betriebsgebäudes werden laut Medienmitteilung des Unternehmens durch saubere Energie aus der neu installierten Wasserkraftschnecke im Ortsbach betrieben. Die früher eingesetzte Francis-Turbine sei nach über 100-jährigem Betrieb im Jahr 2014 „ausgestiegen“, wie das Unternehmen mittteilt. Mit dieser Investition will die Hans Eberle AG ihr Bekenntnis zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen unterstreichen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die Hans Eberle AG nutzt zusammen mit anderen Genossenschaftern den Ennendaner Ortsbach, um eigenen Strom zu produzieren. Das Wasser wird aus der Linth in den Ortsbach geleitet und weist einen konstanten Durchfluss von drei Kubikmeter Wasser pro Sekunde auf, was zur Stromproduktion durchaus genügt. Nutzung der Wasserkraft des Ortsbachs hat in Ennenda Tradition, früher wurde sie in der Textilindustrie für das Weben von Stoffen genutzt.
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