Autor: immovestuser

  • Gebäudetechnikgruppe steigert Ergebnis und setzt Wachstum fort

    Gebäudetechnikgruppe steigert Ergebnis und setzt Wachstum fort

    Die Burkhalter Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 laut einer Mitteilung mit einem „hervorragendem Ergebnis“ beendet. Sämtliche relevanten Kennzahlen konnten gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Die Anbieterin für Gebäudetechnik verzeichnete ein Umsatzwachstum von 1,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken, sowie ein Plus beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 6 Prozent auf 73,8 Millionen Franken und ein Konzernergebnis von 61,3 Millionen Franken (Vorjahr: 57,2 Millionen Franken, plus 7,3 Prozent). Der Gewinn pro Aktie stieg auf 5,78 Franken und lag damit 7,2 Prozent über dem Vorjahr. Die positive Entwicklung führt dazu, dass der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine erhöhte Dividende von 5,20 Franken pro Aktie beantragt.

    Treiber des Wachstums sind eine anhaltend hohe Nachfrage nach Gebäudetechnikdienstleistungen sowie Effizienzgewinne aus optimierten und digitalisierten Prozessen. Zusätzlich trugen gezielte Akquisitionen zur positiven Entwicklung bei. 2025 übernahm die Gruppe die Mathieu Ingenieure AG in Visp VS sowie die Gattiker Elektro GmbH in Uster ZH. Anfang 2026 folgten vier weitere Zukäufe: BZ-Dépannage Sàrl in Lonay VD, Enplan AG in Herisau AR, Elektro Gasser AG in Lalden VS und Caotec SA in Brusio GR. Damit stärkt die Burkhalter Gruppe ihre regionale Präsenz, erweitert ihre Kompetenzen und baut Marktanteile aus, so das Unternehmen. Die Akquisitionsstrategie bleibe ein zentraler Bestandteil des Wachstums.

    Für das Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Getrieben durch staatliche Förderprogramme und eine weiterhin hohe Bautätigkeit bleibe die Nachfrage nach energieeffizienten Gebäudetechniklösungen stark. Die Gruppe erwartet, den Gewinn pro Aktie auch für das Geschäftsjahr 2026 moderat steigern zu können.

  • PropTech-Start-up treibt Digitalisierung der Immobilienverwaltung voran

    PropTech-Start-up treibt Digitalisierung der Immobilienverwaltung voran

    Bewy erhält laut einer Mitteilung 150’000 Franken an Fördermitteln von Venture Kick. Das Proptech-Start-up aus Zürich entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Softwarelösung für die Immobilienverwaltung, die Prozesse effizienter gestaltet und sowohl Eigentümern als auch Mietern einen besseren Service bietet.

    Hintergrund sei eine weit verbreitete Ineffizienz in der Immobilienverwaltung im DACH-Raum, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Schlechte Kommunikation, vernachlässigte Instandhaltung, unerwartete Kosten sowie unzureichender Mieterservice führen demnach häufig zu Unzufriedenheit bei Eigentümern und Mietern. Bewy schafft dabei mit automatisierten internen Abläufen, verbesserter Kommunikation und Echtzeit-Transparenz Abhilfe. Dadurch sollen Verwaltungskosten um bis zu 30 Prozent gesenkt und die Nutzererfahrung deutlich verbessert werden. Die frischen Mittel sollen die Weiterentwicklung der Plattform sowie die Skalierung innerhalb der Schweiz vorantreiben. Bei der Expansion verfolgt Bewy eine M&A (Merger & Acquisition)-Strategie, die auf die Übernahme kleiner und mittlerer Immobilienverwaltungen ohne Nachfolgelösung abzielt.

    „Als führendes Start-up-Programm der Schweiz ist Venture Kick ein bedeutender Beschleuniger für Bewy. Der Förderungsprozess  ist schlank und effizient, eröffnet aber gleichzeitig Zugang zu einem wertvollen Netzwerk und steigert die Glaubwürdigkeit“, wird Mitgründer Luca Serratore in der Mitteilung zitiert.

    Aktuell ist Bewy in Zug, Zürich, Aargau und Luzern tätig und betreut eine zweistellige Anzahl an Kunden, darunter Privatpersonen, Single Family Offices sowie Immobilienunternehmen wie Swiss Prime Site. Das Gründerteam um Luca Serratore, Marcandrea Hunkeler, Gilles Baumann und Katrin Leuppi vereint Erfahrung aus den Bereichen Start-ups, Beratung und Immobilienwirtschaft. Der Start-up-Förderer Venture Kick ist eine Initiative der Kick Foundation for Innovation & Entrepreneurship und wird von einem privatwirtschaftlichen Konsortium getragen.

  • Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Neues Pflegeheim erweitert Angebot im urbanen Quartier

    Die Schlieremer Halter AG hat im Wylerquartier von Bern ein neues Domizil für pflegebedürftige Menschen übergeben. Das von Domicil Bern als Generalmieterin betriebene Pflegeheim stellt 112 neue Pflegezimmer zur Verfügung, heisst es in einer Mitteilung auf LinkedIn.

    Jedes Zimmer ist mit einer eigenen Nasszelle und einem Balkon versehen. Zusätzlich verfügt die Einrichtung über Aufenthalts- und Betriebsräume sowie öffentlich zugängliche Bereiche. Den Mitarbeitenden wurde ein modernes Arbeitsumfeld mit optimalen Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt. Die fertige Anlage wurde Ende März an die Anlagestiftung Swiss Life übergeben.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wurde mit der Domicil Immobilien AG ein weiterer Vertrag über die Errichtung eines Pflegeheims mit 75 Zimmern, einer Demenzabteilung sowie einem Restaurant vereinbart. 

  • Modernisierung einer Betriebszentrale sichert langfristige Kapazitäten

    Modernisierung einer Betriebszentrale sichert langfristige Kapazitäten

    Migros Ostschweiz hat mit dem Umbau und der Modernisierung der Betriebszentrale in Gossau begonnen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, beabsichtigt die Geschäftsführung der Migros Ostschweiz, mit der Rekonstruktion das Gebäude fit „für Betrieb und die Expansion in den nächsten 40 Jahren“ zu machen, wie Sandro Feltscher, Leiter der Direktion Logistik und Informatik bei der Migros Ostschweiz, zitiert wird.

    Die Arbeiten werden im Wesentlichen am Gebäude C der Betriebszentrale vorgenommen. Dieses dient seit 1979 der Produktion und dem Vertrieb von Fleisch- und Charcuterieprodukten sowie für die Kommission und Spedition gekühlter Lebensmittel. In einem ersten Bauabschnitt wird an der südlichen Seite ein Ergänzungsbau mit zusätzlichen Andockstellen für Lieferfahrzeuge errichtet. Im kommenden Jahr sollen Abstellplätze für Lastanhänger sowie Parkplätze für Mitarbeiter saniert werden. In den Jahren 2028 und 2029 sollen neue zeitgemässe Räume für Mitarbeitende errichtet werden. Parallel zu den gesamten Baumassnahmen sollen die Kühlstrecken für Kommissionierung durch moderne ersetzt werden. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten wird für 2030 gerechnet.

    „Die grösste Herausforderung im Bauprojekt sind der Anlagenersatz und die Sanierung der Produktion unter laufendem Betrieb. Auch während des Austauschs benötigen unsere Supermärkte und Restaurants täglich Lieferungen mit Milchprodukten, Fleisch und anderen gekühlten Waren“, heisst es von Feltscher. 

  • Energieversorger verzeichnet rückläufige Ergebnisse bei steigenden Investitionen

    Energieversorger verzeichnet rückläufige Ergebnisse bei steigenden Investitionen

    Repower erzielte 2025 laut einer Mitteilung eine Gesamtleistung von 1986 Millionen Franken. Das waren 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 24 Prozent auf 133 Millionen Franken, der Gruppengewinn um 27 Prozent auf 101 Millionen. Das internationale Energiehandelsgeschäft habe den grössten Ergebnisbeitrag geliefert, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig steigerte der Bündner Energieversorger seine Investitionen um 80 Prozent auf 142 Millionen. Die Eigenkapitalquote stieg von 53 auf 59 Prozent.

    Namentlich die geringen Niederschläge im Frühjahr 2025 belasten das Ergebnis von Repower. Auch die Windparks in Italien und Deutschland verzeichneten einen leichten Rückgang. Das Gaskombikraftwerk Teverola fiel während längerer Zeit aus. Nur die Solarproduktion stieg 2025 deutlich an. Insgesamt produzierte Repower 2025 laut der Mitteilung 2147 Gigawattstunden Strom. Im Vorjahr waren es 2639 Gigawattstunden gewesen.

    Repower hatte 2023 ein sehr starkes Ergebnis von 371 Millionen und einen Gewinn von 300 Millionen Franken erzielt. Das Unternehmen spricht aber auch für 2025 von einem sehr guten Jahresergebnis. Dieses habe über dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Das Unternehmen rechnet auch für 2026 mit einem guten Ergebnis.

  • Digitale Plattform erleichtert Analyse und Entwicklung von Baukonstruktionen

    Digitale Plattform erleichtert Analyse und Entwicklung von Baukonstruktionen

    Die ZHAW hat ihre Plattform dkon.ch online gestellt. Damit können Studierende, Fachpersonen und Interessierte Baukonstruktionen analysieren, vergleichen und selbst entwickeln. Dieses digitale Werkzeug gibt ihnen laut einer Mitteilung der Hochschule Informationen darüber, welche Auswirkungen einzelne Konstruktionsentscheidungen auf Umwelt, Kosten und Bauweise haben. Nutzende können Bauteile im virtuellen Raum zerlegen, drehen und neu zusammensetzen.

    Dabei wird sichtbar, aus welchen Materialien eine Konstruktion besteht und wie diese zusammenwirken. Durch die Verknüpfung mit ökologischen Bewertungsdaten lassen sich Varianten gezielt miteinander vergleichen. Das, so die ZHAW, eröffne neue Möglichkeiten in der Planung: „Wer etwa den Einsatz von Beton reduzieren oder alternative Materialien prüfen möchte, kann unterschiedliche Lösungen direkt vergleichen. Veränderungen in der Konstruktion werden unmittelbar sichtbar und in ihren Auswirkungen verständlich.“

    Eine Besonderheit dieser Plattform liegt den Angaben zufolge in der Integration realer Referenzbauten. Deren Konstruktionen, Materialien und Bauabläufe können detailliert analysiert werden. „Durch dkon.ch entsteht ein direkter Bezug zwischen Lehre und Anwendung“, wird Andri Gerber, Projektleiter und Co-Leiter des ZHAW-Instituts für konstruktives Entwerfen, zitiert. „Wissen wird nicht isoliert vermittelt, sondern im Kontext realer und konkreter Bauprojekte erfahrbar gemacht.“

    Die Plattform sei auch für Fachpersonen hilfreich, die komplexe Anforderungen integrieren und nachhaltige Lösungen entwickeln müssen, so Gerber weiter. Deshalb sei dkon.ch „ein Werkzeug, das sowohl in der Ausbildung als auch in der beruflichen Praxis eingesetzt werden kann“. 

  • Infrastrukturmassnahmen meistern komplexes Terrain am Zuerichsee

    Infrastrukturmassnahmen meistern komplexes Terrain am Zuerichsee

    Die Walo Bertschinger AG, eine familiengeführte Baufirma aus Dietikon, realisiert in einem Infrastrukturprojekt in der Zürichsee-Region die Strassen- und Tiefbauarbeiten. Laut einer Mitteilung werden auf einer Strecke über 1,1 Kilometer zwischen Tägerst und Buchenegg „Strasse, Entwässerung und zahlreiche Kunstbauten neu gebaut oder verstärkt und instandgesetzt.“ Das Projekt soll bis 2027 abgeschlossen werden.

    Zentrales Element des Projekts ist die Errichtung zwei neuer Lehnenviadukte mit einer Länge von 90 und 130 Metern. Insgesamt 21 Pfeiler und rund 240 Mikropfähle sollen künftig eine solide Basis im rutschgefährdeten Hang bieten.

    „Enge Platzverhältnisse, steiles Gelände und ein straffer Terminplan machen dieses Projekt besonders anspruchsvoll“, erklärt die Walo Bertschinger AG in der Mitteilung. „Umso mehr freut uns, dass die Arbeiten planmässig voranschreiten und das Team im täglichen Einsatz eine starke Leistung erbringt.“

  • Neuer Amtsleiter soll Wirtschaft und Arbeit strategisch weiterentwickeln

    Neuer Amtsleiter soll Wirtschaft und Arbeit strategisch weiterentwickeln

    Die Regierung des Kantons St.Gallen hat laut einer Mitteilung Daniel Müller auf den 1. Mai zum neuen Leiter des Amtes für Wirtschaft und Arbeit gewählt. Er folgt auf Karin Jung, die das Amt seit 2018 geleitet und Anfang Jahr ihren Rücktritt bekanntgegeben hat. Müller übt ihre Aufgaben derzeit interimistisch aus.

    Der 50-Jährige ist seit 2018 für den Kanton tätig. Bisher war er Leiter der Standortförderung. Der Audio- und Videoelektroniker und Informationstechniker hat Betriebswirtschaft an der OST – Ostschweizer Fachhochschule absolviert. Vor seiner Zeit beim Volkswirtschaftsdepartement war er unter anderem für die Universität St.Gallen tätig.

  • Bau- und Wohnmesse in Wettingen stösst auf grosses Interesse

    Bau- und Wohnmesse in Wettingen stösst auf grosses Interesse

    Das Tägi Wettingen ist vom 16. bis 19. April zum 19. Mal Schauplatz der grössten Bau- und Wohnplattform der Region, der Bauen+Wohnen-Messe. Für die diesjährige Ausgabe stehen alle Zeichen auf Erfolg, wie das Tägi in einer Mitteilung erklärt. So sind sämtliche Ausstellerflächen ausverkauft, zudem wird erwartet, dass die Besucherzahl des Vorjahres übertroffen wird, als 14’000 Menschen die Messe besucht haben.

    „Die ausverkauften Flächen zeigen, dass das Interesse an der Messe und am Standort Tägi hoch ist“, wird Pascal Schelbert zitiert, stellvertretender Geschäftsleiter und operativer Leiter im Tägi. „Für uns ist das eine schöne Bestätigung, dass wir mit unserer Infrastruktur und Flexibilität überzeugen. Gleichzeitig ist es ein Ansporn, auch wiederkehrende Anlässe jedes Jahr weiterzuentwickeln.“

    Im Rahmen der Veranstaltung erwarten die Besucherinnen und Besucher Fachreferate, Podiumsdiskussionen sowie thematische Foren mit Expertinnen und Experten. Mit Einblicken in aktuelle Bautrends und nachhaltige Wohnkonzepte soll die Messe sowohl Inspiration bieten als auch als konkrete Entscheidungsgrundlage für Bau- und Wohnprojekte dienen. Laut Mitteilung des Tägi ist der Zeitpunkt der Messe ideal, da sie traditionsgemäss den Auftakt in die Frühlingssaison markiert – eine Zeit, in der besonders viele Bau- und Renovationsprojekte geplant oder gestartet werden.

    Die Organisation der Messe gilt zudem als anschauliches Beispiel für die Multifunktionalität des Tägi. Das Freizeit-, Sport- und Eventzentrum kann unterschiedlichste Räume parallel nutzen –  von grossen Hallen für Ausstellungen bis hin zu kleineren Räumen für Fachvorträge, erklärt Pascal Schelbert.

  • Neuer Direktor soll Energieversorger strategisch weiterentwickeln

    Neuer Direktor soll Energieversorger strategisch weiterentwickeln

    Der Verwaltungsrat der Regio Energie Solothurn hat Martin Bucher zum Direktor gewählt und so in seiner Position bestätigt. Bucher hatte die operative Leitung des regionalen Energieversorgers bereits im Juli 2025 übernommen und das Unternehmen erfolgreich geführt, heisst es in einer Mitteilung. Besonders durch seine hohe fachliche Kompetenz, seine strategische Klarheit sowie seine integrative und zielorientierte Führung habe Bucher in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren mit über 100 Mitbewerbern überzeugt.

    Bevor er vergangenes Jahr bei der Regio Energie Solothurn begann, sammelte Bucher langjährige Führungserfahrung in der Energie- und Finanzbranche, unter anderem bei Energieversorgungsunternehmen sowie in der Unternehmensberatung. Der neue Direktor kombiniert damit technisches, regulatorisches und betriebswirtschaftliches Know-How, das ihn dazu befähigt, die Regio Energie Solothurn nachhaltig weiterzuentwickeln, so die Mitteilung.

    Die Regio Energie Solothurn beliefert die Stadt Solothurn und umliegende Gemeinden mit Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Das öffentlich-rechtliche Unternehmen ist zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Solothurn. Die Stadtpräsidentin Stefanie Ingold ist von Amtes wegen Verwaltungsratspräsidentin.

  • Wo andere parken, wohnt man bald

    Wo andere parken, wohnt man bald

    Christoph Schoop musste nicht weit suchen. Der Badener Immobilieninvestor sah aus seinem Bürofenster auf das Industriegebiet Dättwil und erkannte das Offensichtliche, riesige Flachdächer, vollständig ungenutzt. Auf dem Dach der Fabrikpassage an der Mellingerstrasse 208, wo heute McDonald’s, Spar und eine Bäckerei den Alltag versorgen, sollen ab Frühjahr 2027 acht sogenannte Wikkelhäuser stehen.

    Eine neue Welt auf dem Dach
    Das Wikkelhouse-Konzept stammt ursprünglich aus Amsterdam und landet nun in der Schweiz. Kompakte Holzwohneinheiten, die fertig produziert per Lastwagen geliefert und mit minimalem Aufwand aufgestellt werden. Jede Einheit bietet 30 bis 35 Quadratmeter, eine eigene Terrasse und Deckenhöhen von bis zu 3,5 Metern. Architekt Andreas Zehnder, der das Projekt für Baden entwarf, formuliert den Mehrwert klar. Statt ein weiteres Stockwerk aufzusetzen, entstehe auf dem Dach eine eigenständige Wohnwelt.

    Schweizer Holz, Urner Fabrik
    Produziert werden die Häuser nicht auf der Baustelle, sondern in einer eigenen Fabrik in Flüelen UR am Ufer des Vierwaldstättersees. Das Rohmaterial ist Schweizer Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Schoop ist Mitgründer und Förderer von Wikkelhouse Schweiz und treibt das Konzept als Kreislaufwirtschaftsmodell voran. Eine Einheit kostet ab CHF 200’000 ab Werk; Transport und Montage kommen dazu.

    Günstig, sonnig, verbunden
    Für Badener Verhältnisse sollen die Mieten tief bleiben. Eine Warteliste existiert bereits, die Anfragen kamen laut Schoop «querbeet», darunter auch Interessenten im AHV-Alter. Und obwohl das Industriegebiet nicht als Wohnlage gilt, überzeugt das Dach mit ganztags Sonne und direktem ÖV-Anschluss. Den Lärmschutz übernimmt das Gebäude selbst.

    Pilot mit Skalierungspotenzial
    Das Projekt in Dättwil ist explizit als Pilotprojekt angelegt. Allein im Industriegebiet sieht Schoop Platz für 50 bis 70 Wikkelhäuser. Derzeit prüft die Stadt Baden die Baubewilligungsfähigkeit. Läuft alles nach Plan, ziehen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner im Frühling 2027 ein. Was heute wie eine Kuriosität klingt, könnte morgen Schule machen.

  • Verdichtet, vernetzt, lebenswert

    Verdichtet, vernetzt, lebenswert

    Die Schweiz zählt heute über 9 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, die Bevölkerung wächst weiter. Der Druck auf den Wohnungsmarkt steigt, während Bauen ausserhalb bestehender Bauzonen seit der RPG-Revision von 2013 stark eingeschränkt ist. Städte und Gemeinden müssen sich nach innen entwickeln. Dabei bestehen laut Dita Leyh, Professorin für Stadtentwicklung an der OST, rechnerisch genügend Raumreserven. Einfamilienhausquartiere in Bahnhofsnähe, Industriebrachen oder ungenutzte Bahnareale bieten grosses Potenzial. Eine zweite RPG-Revision verschärft die Anforderungen weiter.

    Verdichten, wo der ÖV stark ist
    Besonders sinnvoll ist die Innenentwicklung an ÖV-Knotenpunkten. «Gerade an ÖV-Knotenpunkten ist die innere Verdichtung besonders sinnvoll», sagt Dita Leyh. Denn durch die optimale Anbindung ans Bus- und Bahnnetz entstehe mehr Wohn- und Lebensraum, aber nicht automatisch mehr Verkehr. Ein weiterer Schlüssel liegt in der Neuorganisation des ruhenden Verkehrs. Sammelgaragen am Quartierrand bündeln den Autoverkehr, das Quartierinnere bleibt weitgehend autofrei und gewinnt damit Freiraum für Mensch und Natur. «Je mehr man baulich verdichtet, desto mehr Freiräume müssen im selben Zuge entstehen», so Leyh.

    Nutzungsmix als Qualitätsmerkmal
    Verdichtung ist weit mehr als das blosse Stapeln von Wohnungen. Ein vielfältiger Nutzungsmix, von der Bäckerei über Restaurants bis hin zu Grünanlagen, belebt Quartiere und schafft Wertschöpfung. Damit dieser Mehrwert entsteht, braucht es eine qualitativ hochwertige, interdisziplinäre Planung. Stadtplanung, Verkehrsplanung und Freiraumplanung müssen von Beginn weg gemeinsam am Tisch sitzen, betont Leyh. Das aktualisierte Raumkonzept Schweiz 2050, das der Bundesrat im März 2026 verabschiedete, bestätigt diese Stossrichtung und setzt auf regionale Zusammenarbeit, landschaftliche Qualität und klimagerechte Mobilität.

  • 270 Gründe für Stans

    270 Gründe für Stans

    Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Logis Suisse AG plant im Westen von Stans eine neue Wohnsiedlung. Auf einem 12’700 m² grossen Areal, das die Gesellschaft bereits 2015 erworben hat, entstehen bis 2032 rund 270 preisgünstige Wohnungen, rund 1’000 m² Gewerbefläche sowie zwei Gemeinschaftsräume. Den Studienauftrag, an dem 2025 sieben Generalplanerteams teilnahmen, gewannen Studio Sintzel aus Zürich und die Uniola AG.

    Zwei Häuser, acht Höfe
    Das intern als «Acht Höfe für Stans» bezeichnete Projekt stützt sich auf zwei siebengeschossige Bauten. Trotz ihres Volumens erscheinen sie nach aussen als locker gesetzte Punkthäuser. Kopfelemente nehmen Bezug auf bestehende Gebäude und gliedern die Strassenfronten mit Vorgartenzonen. Offene Höfe mit Durchgängen strukturieren den Aussenraum und ermöglichen Ausblicke in die umliegenden Berge. Ein qualitätsvolles Gegengewicht zur angrenzenden Autobahnlage. Ein bestehender Altbau in der Siedlungsmitte bleibt erhalten und soll künftig als sozialer Treffpunkt dienen.

    Durchmischtes Quartier mit kurzen Wegen
    Das Areal liegt gegenüber dem Einkaufszentrum Länderpark, an einer mehrspurigen Strasse und in unmittelbarer Autobahnnähe. Velo- und Fusswege sollen das neue Quartier dennoch gut mit Stans und Stansstad vernetzen. Mit 0,8 Stellplätzen pro Wohnung liegt Logis Suisse unter dem üblichen Standard, ein klares Bekenntnis zu nachhaltiger Mobilität. Der Wohnungsmix reicht von kompakten 1,5-Zimmerwohnungen für Singles und ältere Menschen bis hin zu grosszügigen 5,5-Zimmerwohnungen für Familien und Wohngemeinschaften. Im Erdgeschoss beleben Atelierwohnungen, Betreuungseinrichtungen und Gewerbeflächen das Quartier.

    Ressourcenschonend gebaut
    Die Bauherrschaft setzte ein Vorbildprojekt in Sachen Ökologie, Sozialraum und Wirtschaftlichkeit als Ziel. Das Tragwerk ist materialeffizient konzipiert, die Grundrisse sind kompakt, und eine Photovoltaikanlage auf den Dächern deckt einen grossen Teil des Strombedarfs vor Ort. Eine eingeschossige Tiefgarage minimiert den Bodenaushub. Baustart ist für 2030 vorgesehen, die Fertigstellung für 2032.

  • Wenn Baudenkmäler Koffer packen

    Wenn Baudenkmäler Koffer packen

    Auf einem 6500 Quadratmeter grossen Areal nördlich des historischen Bahnhofsgebäudes entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit 57 Wohnungen in Grössen von 2,5 bis 5,5 Zimmern. In den Erdgeschossen sind Gewerbe- und Gastronomieflächen vorgesehen, dazu ein kleiner Gewerbebau und eine Tiefgarage mit 59 Auto- und 92 Veloabstellplätzen. Zwischen den beiden Häusern entsteht ein parkähnlicher Freiraum mit Spielplatz.

    Weniger, aber sozial
    Das Projekt ist kleiner geworden. Ursprünglich plante die SBB vier Gebäude mit 90 Wohnungen, ein Drittel davon preisgünstig. Das Stellwerk neben dem Bahnhofsgebäude muss jedoch bestehen bleiben, wodurch ein ganzes Gebäude wegfällt. Von den verbleibenden 57 Wohnungen sollen 20 preisgünstig angeboten werden. Das entspricht 35 Prozent und liegt sogar leicht über der ursprünglichen Quote.

    Der letzte Güterschuppen der Schweiz
    Was Wohnungsbau fordert, verlangt Platz. Vier bestehende Bauten müssen weichen, darunter der Güterschuppen von 1928. Den entwarf Meinrad Lorenz, damaliger Chefarchitekt der SBB, als einer von nur vier Bauten dieses Typs in der ganzen Schweiz. Nach dem Abbruch des baugleichen Schuppens in Heerbrugg ist jener in Wollishofen das letzte erhaltene Exemplar seiner Art. Er steht im kantonalen Denkmalschutzinventar.

    Ein Holzbau packt seine Sachen
    Verschwinden wird der Güterschuppen trotzdem nicht. Er wird in Einzelteile zerlegt, fachgerecht aufgearbeitet und beim Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland in Bauma an der Töss wieder aufgebaut. Dort wird er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und erhält eine museale Funktion im Rahmen des Projekts «Depotareal Bauma 2020». Die Bewilligungsunterlagen für den Rückbau liegen bereits weitgehend vor.

    Geschichte wiederholt sich
    Dieser Umzug ist nicht der erste in der Geschichte des Bahnhofs Wollishofen. Das heutige Bahnhofsgebäude war einst das erste Bahnhofsgebäude der Stadt Zug, 1864 errichtet und 1897 Stein um Stein an den Zürichsee versetzt. Was im 19. Jahrhundert die Knappheit von Baumaterialien erzwang, wird heute zu einem bewussten Akt der Erhaltung. Wollishofen schreibt damit ein weiteres Kapitel einer ungewöhnlichen Baugeschichte.

  • Das Material, das denkt – ohne Gehirn

    Das Material, das denkt – ohne Gehirn

    Das Material besteht aus einer Kette identischer Gelenke, verbunden durch ein elastisches Gerüst. Ein integrierter Mikrocontroller misst die aktuelle Position, speichert vergangene Zustände und tauscht Informationen mit benachbarten Elementen aus. Das Gesamtverhalten entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einfacher Einheiten. Genauso wie bei einfachen Organismen, die ohne komplexes Gehirn auf ihre Umgebung reagieren.

    Lernen durch Wiederholung
    Einzelne Gelenke werden in definierte Positionen gebracht, die übrigen Elemente schrittweise in eine Zielstruktur bewegt. In mehreren Durchläufen, im Experiment «Epochen» genannt, passen die Mikrocontroller Drehmomente an. Steifigkeit und Wechselwirkungen innerhalb der Struktur verändern sich. Die «Information» ist nicht in Software ausgelagert, sondern direkt in der physikalischen Struktur gespeichert. Erstautor Yao Du bringt es auf den Punkt: «Sobald das System zu lernen beginnt, scheinen die Möglichkeiten, wohin es sich entwickeln kann, nahezu grenzenlos zu sein.»

    Drei Fähigkeiten in einem
    Das System beherrscht drei Eigenschaften, die bisher biologischen Systemen vorbehalten waren. Es lernt neue Reaktionsmuster auf definierte Eingaben. Es speichert mehrere Zustände gleichzeitig und wechselt zwischen diesen Zuständen je nach Input. Frühere Arbeiten des Labors hatten bereits gezeigt, dass sich solche Strukturen ohne zentrale Steuerung fortbewegen können. Neu ist die Anpassungsfähigkeit, denn das Material wählt seine Bewegungsform je nach Umweltreiz.

    Einsatzfelder und nächste Schritte
    Das Forschungsteam sieht das grösste Potenzial in adaptiven Bauteilen, die sich an wechselnde Lasten anpassen, in der Softrobotik ohne zentrale Steuerung, sowie in Systemen für unstrukturierte Umgebungen wie der Exploration. Ab August 2026 wird die Forschung in Amsterdam in Zusammenarbeit mit der Gruppe «Learning Machines» ausgebaut. Die niederländische Forschungsagenda NWA widmet lernfähigen Materialien 2026 einen eigenen Schwerpunkt. Neben technischen Fragen wird dann auch der Fokus auf Kontrolle und sicheren Einsatz gestellt.

    Grenze zwischen Material und Maschine verschwimmt
    Statt passiver Werkstoffe entstehen adaptive Systeme, deren Eigenschaften sich aktiv verändern. Künftig sollen zeitabhängiges Verhalten und der Umgang mit unsicheren Bedingungen integriert werden, sogenannte stochastische Szenarien. Das erhöht die Robustheit und macht die Technologie für reale Einsatzumgebungen tauglich. Intelligenz entsteht nicht durch zentrale Steuerung, sondern aus dem Zusammenspiel vieler einfacher Elemente.

  • Früh prüfen, günstig scheitern

    Früh prüfen, günstig scheitern

    SSbD ist ein ganzheitlicher Innovationsrahmen der Europäischen Union. Neue Chemikalien, Materialien, Produkte und Technologien sollen von Beginn an so entwickelt werden, dass sie sicher für Mensch und Umwelt sind – und das über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Dahinter steckt ein klares Prinzip: Risiken früh erkennen und günstig korrigieren, statt spät und teuer reagieren. Die EU nennt es treffend «fail early and fail cheap».

    64 Prozent Übereinstimmung mit EU-Recht
    Die Empa untersuchte im Rahmen des EU-Projekts IRISS 15 zentrale EU-Verordnungen, die für die europäische Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette relevant sind. Darunter die Chemikalien-, Batterie- und Verpackungsverordnung sowie die Abfallrahmenrichtlinie. 64 Prozent dieser regulatorischen Anforderungen sind bereits im SSbD-Rahmen abgedeckt. «SSbD verlangt in vielen Fällen genau jene Daten und Bewertungen, die Unternehmen später ohnehin für die regulatorische Konformität brauchen», erklärt Studienautor Akshat Sudheshwar von der Empa.

    PFAS als mahnendes Beispiel
    Die Risiken der sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS wurden bei ihrer Einführung mehrheitlich erkannt, jedoch über Jahrzehnte ignoriert. Heute reichern sie sich in Organismen an, sind in der Umwelt nicht abbaubar und verursachen enorme Kosten. Mit einem SSbD-Ansatz hätten diese Risiken früh adressiert werden können. Das Beispiel zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn Unternehmen Sicherheit und Nachhaltigkeit erst nachträglich einplanen.

    Mehraufwand, der sich rechnet
    SSbD erhöht den Aufwand in der frühen Entwicklungsphase, das räumt auch Sudheshwar ein. Wer früh investiert, vermeidet spätere Kosten durch Produktverbote, Sanierungspflichten oder Marktanpassungen. Zentrales Erfolgskriterium für Unternehmen ist die Fähigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit früh zusammenzudenken und die nötige Expertise in beiden Bereichen aufzubauen.

    Grenzen und politischer Handlungsbedarf
    Verlässliche Daten, toxikologische Informationen und robuste Methoden fehlen bislang. Der SSbD-Rahmen anerkennt diese Lücke ausdrücklich und ist anpassungsfähig. Auf politischer Ebene empfiehlt die Studie Anreize für Unternehmen und regulatorische Erleichterungen sowie Patentverlängerungen oder wirtschaftliche Vorteile könnten den Einstieg erleichtern. Langfristig soll SSbD häufiger Eingang in EU-Verordnungen finden, nicht zwingend als Pflicht, sondern als strategische Orientierung.

  • Zürich testet KI im Baubewilligungsverfahren

    Zürich testet KI im Baubewilligungsverfahren

    Der Kanton Zürich verpflichtet ab April 2027 sämtliche Gemeinden zur Nutzung der Plattform eBaugesucheZH. Damit ist die Basis für die Digitalisierung gelegt, aber eben erst die Basis. Die inhaltliche Bearbeitung der Gesuche läuft weiterhin in unterschiedlichen Systemen ab, je nach Gemeinde oder Kanton. Diese historisch gewachsene Systemlandschaft führt zu Medienbrüchen, manuellen Abstimmungsrunden und Dateninkonsistenzen.

    Was die FHNW-Studie zeigt
    Die Baudirektion beauftragte das Institut Digitales Bauen der FHNW mit einer Potenzialstudie entlang der gesamten Prozesskette. 15 Handlungsfelder wurden identifiziert, von der digitalen Erstinformation bis zur Bauabnahme. Das grösste kurzfristige Potenzial liegt ganz am Anfang.  Chatbots für die Erstberatung, strukturierte Eingabebegleitung und automatisierte Vorabprüfungen könnten die Qualität der eingereichten Gesuche sofort steigern und Rückfragen deutlich reduzieren. Viele Verbesserungen lassen sich bereits mit regelbasierten Systemen erzielen, ohne generative KI.

    Prototyp mit der Stadt Kloten
    Die Innovation-Sandbox für KI des Amts für Wirtschaft testete gemeinsam mit Praxis- und Technologiepartnern, darunter die Stadt Kloten, einen KI-basierten Vorabcheck für das Meldeverfahren. Für einfache Vorhaben wie Solaranlagen oder Wärmepumpen klärt ein regelbasiertes System automatisch Zulässigkeit und Verfahrenswahl, eine KI überprüft anschliessend Vollständigkeit und Qualität der Eingaben. 3336 Tests wurden ausgewertet. Das Resultat stimmt zuversichtlich, auch wenn die zuverlässige Interpretation komplexer Plandarstellungen noch eine offene Herausforderung bleibt.

    Mensch bleibt verantwortlich
    Beide Studien sind sich einig, dass eine vollständige Automatisierung derzeit nicht realistisch ist. Wo Entscheidungslogiken klar definiert sind, sind regelbasierte Systeme der generativen KI vorzuziehen. Die behördliche Entscheidungshoheit bleibt beim Menschen. Rechtliche Fragen rund um Datenschutz, Haftung, Transparenz und die urheberrechtlich geschützten Baupläne als KI-Trainingsmaterial müssen vor jeder Umsetzung vertieft geprüft werden.

    Die Ergebnisse fliessen nun in die Weiterentwicklung von eBaugesucheZH ein. Einzelne Anwendungen sollen in Pilotgemeinden getestet werden. Zürich zeigt damit, wie ein sorgfältiger, schrittweiser Einsatz von KI in einer komplexen Verwaltungsdomäne funktionieren kann.

  • Wie die Schweiz die PropTech Fachkräfte von morgen ausbildet

    Wie die Schweiz die PropTech Fachkräfte von morgen ausbildet

    Interdisziplinarität als Schlüssel
    PropTech ist kein klassisches Studienfach. Vielmehr entsteht Kompetenz durch die Kombination verschiedener Disziplinen. In der Schweiz verbinden Ausbildungsangebote Themen wie Immobilienökonomie, Bauwesen, Informatik, Datenanalyse, Nachhaltigkeit und Management.

    Diese Interdisziplinarität spiegelt die Realität der Branche wider. PropTech Fachkräfte müssen technische Lösungen verstehen, regulatorische Rahmenbedingungen einordnen und gleichzeitig wirtschaftlich denken. Schweizer Bildungsinstitutionen reagieren darauf mit modularen Programmen und praxisorientierten Formaten.

    Hochschulen als Innovationsmotor
    Die ETH Zürich und die EPFL Lausanne bilden das akademische Fundament vieler technologischer Entwicklungen. Studiengänge und Forschungsprogramme in Bauingenieurwesen, Architektur, Informatik und Data Science liefern Know how, das direkt in PropTech Lösungen einfliesst.

    Fachhochschulen wie die HSLU, ZHAW oder OST ergänzen dieses Angebot mit starkem Praxisbezug. Projekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Startups und öffentlichen Institutionen ermöglichen Studierenden, reale Problemstellungen zu bearbeiten. So entsteht ein direkter Transfer von Wissen in die Anwendung.

    Weiterbildung für die Immobilienpraxis
    Neben der akademischen Ausbildung gewinnt die berufsbegleitende Weiterbildung stark an Bedeutung. Viele Fachkräfte aus Verwaltung, Bewertung, Entwicklung oder Bewirtschaftung müssen digitale Kompetenzen nachholen oder vertiefen.

    In der Schweiz gibt es eine wachsende Zahl an CAS und MAS Programmen mit Fokus auf Digitalisierung, BIM, Data Analytics, Nachhaltigkeit und Immobilienmanagement. Diese Programme richten sich gezielt an Praktikerinnen und Praktiker und vermitteln anwendbares Wissen für den Berufsalltag.

    Zusammenarbeit mit der Branche
    Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen und der Immobilienwirtschaft. Unternehmen treten als Praxispartner auf, stellen Use Cases zur Verfügung oder beteiligen sich an der inhaltlichen Ausgestaltung von Lehrgängen.

    Dadurch bleiben Ausbildungsinhalte aktuell und marktnah. Studierende und Weiterbildungsteilnehmende profitieren von realen Einblicken in laufende Transformationsprozesse und bauen früh relevante Netzwerke auf.

    Entrepreneurship und Startup Förderung
    Viele Bildungsangebote integrieren unternehmerische Elemente. Inkubatoren, Innovationsprogramme und studentische Initiativen fördern Gründungsgeist und Experimentierfreude. Studierende werden ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und als Startups weiterzuverfolgen.
    Diese Verbindung von Ausbildung und Unternehmertum ist ein wichtiger Treiber für die Schweizer PropTech Szene. Zahlreiche erfolgreiche Unternehmen sind aus Hochschulprojekten hervorgegangen und konnten sich dank gezielter Förderung am Markt etablieren.

    Herausforderungen und Ausblick
    Trotz der starken Bildungslandschaft bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung. Die Nachfrage nach Spezialisten in den Bereichen Datenanalyse, Softwareentwicklung, BIM und ESG übersteigt das Angebot.

    Gleichzeitig steigt der Bedarf an hybriden Profilen, die Technik und Immobilienpraxis verbinden. Bildungseinrichtungen stehen daher vor der Aufgabe, ihre Programme laufend weiterzuentwickeln und neue Zielgruppen anzusprechen.

  • Grundsteinlegung markiert Start für neues Wohnquartier in Baden

    Grundsteinlegung markiert Start für neues Wohnquartier in Baden

    Auf dem Brisgi-Areal wurden die ersten fünf Grundsteine gelegt und damit der offizielle Start in die rund dreijährige Bauphase markiert. Laut einer Mitteilung der Stadt Baden wird auf dem Areal mit rund 220 Wohnungen nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum entstehen. Die symbolische Grundsteinlegung erfolgte durch Badens Stadtammann Schneider Markus, Vertreterinnen und Vertreter der gemeinnützigen Bauträgerinnen, der Wohnbaustiftung Baden, der Logis Suisse AG und der Graphis Bau- und Wohngenossenschaft, sowie Mitglieder des Quartiers.

    „Diese fünf Steine stammen aus dem Aushub und stehen für zentrale Werte des künftigen Brisgi-Areals: Gemeinsam schaffen wir Zukunft mit nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum“, erklärt die Stadt Baden in der Mitteilung.

    Bis 2028 sollen auf dem Areal bezahlbare Wohnungen und flexible Angebote für Alleinstehende, Paare und Familien entstehen. Darüber hinaus soll das Zusammenleben durch Ateliers, Grünräume, einen Quartierplatz und einen Spielplatz ergänzt werden.

    Das Projekt wird nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) gebaut. „Das Areal setzt auf Hybridbauweise, erneuerbare Energie, Biodiversität und geringe Versiegelung“, heisst es in der Mitteilung. „Damit zeigt das Projekt: hohe Bauqualität, Nachhaltigkeit und zahlbarer Wohnraum gehen zusammen.“

  • Luzerner Regierungsrat will Stiftung für Innovation gründen

    Luzerner Regierungsrat will Stiftung für Innovation gründen

    Der Kanton Luzern beabsichtigt die Gründung der Stiftung Innovation Luzern. Dafür hat jetzt der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Sonderkredit beantragt. Dieser umfasst 1 Million Franken Stiftungskapital und 23 Millionen Franken für die Leistungen der Stiftung im Zeitraum von 2026 bis 2029.

    Diese Stiftung ist Bestandteil der Luzerner Standortstrategie, die auf eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kantons abzielt. Hintergrund ist laut dessen Mitteilung, dass der Kanton Luzern in nationalen Ranglisten bezüglich seiner Wettbewerbsfähigkeit zwar im vordersten Drittel liegt, jedoch hinsichtlich seiner Innovationskraft jeweils hintere Ränge einnimmt. Und „ohne die Stärkung der Innovationskraft drohen dem Kanton Luzern weitere Verluste in der Wettbewerbsfähigkeit“, so die Analyse.

    Die Stiftung soll dem entgegenwirken und sich KMU-fokussiert um den Innovations- und Start-up-Standort Luzern kümmern. Als zentrale Akteurin soll sie die bewährten Partnerorganisationen koordinieren „und dafür sorgen, dass deren Angebote besser ineinandergreifen, bekannter werden und bessere Wirkung erzielen“. Zudem können durch die Stiftung Umsetzungsprojekte wie etwa Machbarkeitsstudien mitfinanziert werden.

    Ab 2026 will der Kanton Luzern jährlich insgesamt zwischen 250 und 300 Millionen Franken in „unternehmens- und bevölkerungsorientierte Massnahmen“ zur Förderung des Standorts investieren. Über diese Massnahmen zur Standortentwicklung wird das Stimmvolk im September 2026 abstimmen können.

  • Smart Building wird zum Standortfaktor

    Smart Building wird zum Standortfaktor

    Intelligente Gebäude werden dann zum Standortfaktor, wenn sie zunächst die ESG-Performance sichtbar und steuerbar machen. Durch Sensorik, Automation und datenbasierten Betrieb lassen sich Energie- und Ressourcenverbräuche, CO²-Emissionen, Raumklima und Flächeneffizienz messbar optimieren und diese Kennzahlen für Green-Finance, Ratings und Regulatorik nachweisen. Leuchtturmprojekte wie The Edge in Amsterdam, Taipei 101, Roche Basel oder The Crystal in London zeigen, wie Smart-Building-Technologie mit klaren Nachhaltigkeitsindikatoren und Zertifizierungen verknüpft wird und so über das einzelne Objekt hinaus Wirkung entfaltet.

    Smart Building als Talentmagnet
    Intelligente Gebäude verändern das Arbeits- und Innovationsumfeld. Nutzerzentrierte Gebäude mit hoher Luftqualität, viel Tageslicht, flexiblen Flächen, Apps und Services werden zu einem magnetischen Faktor für Talente und für Unternehmen, die moderne, gesunde Arbeitswelten verlangen. In solchen Smart Buildings verschmilzt Technologie mit Arbeitsplatzqualität. Von personalisierbaren Komfortparametern bis zur intelligenten Flächensteuerung und stärkt direkt das Employer Branding und die Attraktivität eines Standorts für wissens- und technologieintensive Firmen.

    Vom Einzelgebäude zum vernetzten Campus
    Standort- und Campusstrategie prägen intelligente Gebäude. In Quartieren und Campusstrukturen werden Daten aus vielen Smart Buildings aggregiert. So entstehen steuerbare Netze aus Energie, Mobilität und Nutzung, die eine Stadt oder Region als leistungsfähigen, nachhaltigen Standort positionieren, weit über das einzelne Objekt hinaus. Damit verschiebt sich die Diskussion. Intelligente Gebäude sind nicht mehr nur ein technisches Upgrade, sondern ein strategischer Hebel, um Standorte zukunftsfähig, regulierungssicher und international wettbewerbsfähig zu machen.

    © Edge

    The Edge in Amsterdam gilt als Prototyp eines intelligenten Bürogebäudes, in dem Architektur, Technik und Daten von Beginn an als ein digitales System gedacht wurden. Auf rund 40’000 Quadratmetern vernetzt eine extrem dichte IoT-Infrastruktur mit rund 28’000 Ein- und Ausgängen Sensoren, LED-Leuchten mit eigener IP-Adresse, Gebäudeautomation und eine Workplace-App. Mitarbeitende buchen ihre Arbeitsplätze activity-basiert im 3D-Modell, erhalten personalisierte Licht- und Komfortprofile und arbeiten in hochflexiblen, tageslichtorientierten Flächen. Energetisch erreicht The Edge dank effizienter Hülle, Geothermie, grosser Photovoltaikflächen, Regenwassernutzung und E-Mobilität eine energiepositive Bilanz und reduziert CO²-Emissionen im zweistelligen Millionen-Kilogramm-Bereich über zehn Jahre. Die permanent erhobenen Nutzungs-, Komfort- und Energiedaten bilden die Basis für prädiktive Wartung, Reinigungs- und Flächenoptimierung und machen ESG-Leistung im Betrieb mess- und steuerbar, statt sie nur zu reporten. Als BREEAM-Outstanding-Objekt mit internationalem Benchmark-Status zeigt The Edge, wie ein einzelnes Smart Building sowohl Arbeitswelt als auch Standortprofil von Amsterdam als innovativem, nachhaltigem Wirtschaftsraum prägen kann.
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    Taipei 101 in Taipeh zeigt, wie ein ikonischer Supertall mit Smart-Building-Technik in ein grünes und «gesundes» Hochhaus transformiert werden kann. Ein integriertes Gebäude- und Energiemanagementsystem überwacht und steuert Beleuchtung, HVAC, Pumpen und Aufzüge, ergänzt durch cloudbasierte Analytik zur Effizienzsteigerung. Doppelfassade, LED-Retrofit, optimierte Luftaufbereitung sowie wassereffiziente Armaturen, Regenwassernutzung und ein verbessertes Kühlwassersystem senken Energie- und Wasserverbrauch deutlich. Der Green-Retrofit machte Taipei 101 zum LEED-Platinum-Pionier im Bestand. 2025 erreichte der Turm erneut LEED v5 O+M Platinum mit Höchstpunktzahl sowie WELL v2 Core Platinum. Über mehrere Jahre konnten so rund 160 Mio. kWh Strom eingespart und zugleich Luftqualität, Komfort und Gesundheit der Nutzer deutlich verbessert werden. Ein globales ESG-Leuchtturmprojekt für Bestandsgebäude.
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    © F. Hoffmann-La Roche AG

    Roche Campus Basel/Kaiseraugst verfolgt auf dem Campus Basel/Kaiseraugst eine Smart-Building- und Smart-Campus-Strategie, bei der ein durchgängiges IoT-Backbone Bestands- und Neubauten verbindet. Sensorik, Gebäudeautomation und Datenplattformen werden so eingesetzt, dass Energieeffizienz, Nutzererlebnis und Betriebsoptimierung in einer skalierbaren digitalen Infrastruktur zusammenlaufen. Konkrete Anwendungsfälle sind Belegungs- und Präsenzmessung, Indoor-Navigation, georeferenzierte Grundrisse und smarte Logistik- bzw. Materialflüsse. Grosse Neubauten wie Bau 2, BSN8/11 und das pRED-Center dienen als Träger, in die Sensorik, Automation und Datenarchitektur von Beginn weg integriert werden. Damit wird der Campus zu einem strategischen ESG-Hebel. Energiemonitoring, Flächen- und Betriebsoptimierung stützen die Dekarbonisierung, nutzerzentrierte Arbeitswelten verbessern Orientierung und Servicequalität. Ein konsequentes Daten- und Life-Cycle-Management schafft Transparenz für FM und Governance. So stärkt Roche zugleich den Life-Sciences-Standort Basel mit international sichtbaren Referenzgebäuden und einer klar systemischen Nachhaltigkeitslogik.
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    © ArchDaily

    The Crystal in London ist ein kompaktes, aber konsequent durchentwickeltes Smart-Building-Leuchtturmprojekt mit klarer ESG-Verknüpfung. Es wurde 2012 in den Royal Docks für Siemens als Ausstellungs- und Konferenzzentrum gebaut, umfasst rund 6’300 Quadratmeter und gilt mit LEED Platinum und BREEAM Outstanding als eines der nachhaltigsten Gebäude der Welt. Das vollständig verglaste, zweigeschossige Gebäude kombiniert ein all-electric-Konzept ohne fossile Brennstoffe mit einer fein abgestimmten Glasfassade und einem integrierten Gebäudemanagementsystem. Photovoltaik auf dem Dach, Erdsonden mit Wärmepumpen, LED-Beleuchtung, Regen- und Schwarzwasseraufbereitung sowie wassereffiziente Armaturen senken Energie- und Wasserverbrauch deutlich. Das BMS vernetzt Heizung, Kühlung, Lüftung, Licht und Sicherheit, passt den Betrieb in Echtzeit an Belegung und Wetter an und macht alle Systeme mess-, benchmark- und feinjustierbar. So entsteht ein nahezu selbstoptimierendes Gebäude, das zugleich als öffentlich zugänglicher Lernort für urbane Nachhaltigkeit dient und mit transparenter Performance-Darstellung zum internationalen Referenzfall für smarte, ESG-orientierte Architektur geworden ist.
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  • Schlieren modernisiert Werkhof

    Schlieren modernisiert Werkhof

    Der Stadtrat der Stadt Schlieren spricht 2,229 Millionen Franken für die Sanierung und Modernisierung ihres Werkhofareals. Das Wachstum der Stadt und steigende Anforderungen an öffentliche Dienstleistungen machen laut einer Nachricht des Stadtrats die Modernisierung notwendig. Wesentliche Anlagenteile seien zu alt geworden und müssten erneuert werden, um die gesetzlichen Standards für Brandschutz und Arbeitssicherheit zu erfüllen. Die Modernisierung beuge zudem Substanzschäden vor und stelle einen langfristig ordnungsgemässen Betrieb sicher.

    Im Werkhofareal sind die Bereiche Abfuhrwesen, Baudienst, Gas- und Wasserversorgung, Grünunterhalt und die Verwaltung der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen angesiedelt. Infolge des anhaltenden Wachstums der Stadt gelte es, Voraussetzungen für steigende Anforderungen an öffentliche Dienstleistungen zu schaffen.

    Die Planung umfasst einen Ersatz der Gasheizung durch eine umweltfreundliche Wärmepumpenanlage und die Sanierung der Dachflächen. Für Kapazitätsgewinn sollen die Lagerflächen in den Bereichen Grünunterhalt und Gas- sowie Wasserversorgung, Garderoben und der Aufenthaltsraum vergrössert werden.

    Teile des Projekts werden die Modernisierung der Lüftung und des sommerlichen Wärmeschutzes im Verwaltungsgebäude sowie die Erweiterung der Ladeinfrastruktur für die städtische E-Fahrzeugflotte sein, heisst es.

    Die Vergabe von Bauaufträgen durch eine vom Stadtrat bestellte Baukommission habe schon gestartet. Das Gemeindeparlament wird nun noch über die Installation einer leistungsstarken Photovoltaikanlage entscheiden.

  • Neubau eines Polizeipräsidiums setzt neue Massstäbe für Arbeitswelten

    Neubau eines Polizeipräsidiums setzt neue Massstäbe für Arbeitswelten

    Der Baukonzern Implenia baut im Auftrag der Projektgesellschaft PPMS Immobilien GmbH & Co. KG in Deutschland das neue Polizeipräsidium in Münster für mehr als 1400 Mitarbeitende. In dem Gebäude entstehen laut einer Mitteilung dringend benötigte Erweiterungsflächen für die Polizei sowie ein modernes Präsidium mit kurzen Wegen und attraktiven New-Work-Konzepten. Das Volumen beläuft sich auf mehr als 200 Millionen Euro.

    Implenia übernehme als Generalunternehmer die Planung und den Bau eines Funktions- und Verwaltungsgebäudes, das nahezu alle bisherigen Dienststellen der Polizei Münster zusammenführen soll. Der schlüsselfertige Neubau wird moderne Büro- und Laborarbeitsplätze, Wache, Kantine, Ausbildungs-/Trainingsbereiche, Gewahrsam sowie eine Tiefgarage enthalten.

    Wie es in der Mitteilung heisst, entspricht das Projekt dem strategischen Fokus auf „grosse, komplexe und spezialisierte Immobilienprojekte“. Nach den Worten von Matthias Jacob, Head Division Buildings Deutschland, setzt Implenia dabei auf „partnerschaftliche Vertragsmodelle, die es uns erlauben, unsere Fähigkeiten optimal zum Nutzen unserer Kunden und von Implenia einzusetzen“.

    Die Bauarbeiten sollen nach der vorgezogenen Erstellung der Baugrube im Sommer 2026 beginnen und voraussichtlich bis Oktober 2029 dauern.

  • Akquisition baut Präsenz in der Bauindustrie gezielt aus

    Akquisition baut Präsenz in der Bauindustrie gezielt aus

    Die SFS-Gruppe aus Heerbrugg hat die Harald Zahn GmbH mit Sitz in Wiesloch erworben. Mit der Übernahme des Spezialisten für Befestigungen von Flachdächern aus dem nördlichen Baden-Württemberg will SFS die Marktposition in der deutschen und österreichischen Bauindustrie ausbauen, heisst es in einer Mitteilung.

    Die 1981 gegründete Harald Zahn GmbH entwickelt und produziert hochwertige Befestigungselemente für Flachdächer. 2025 erwirtschaftete das Unternehmen mit 45 Mitarbeitenden einen Umsatz von 8 Millionen Euro. Künftig wird es an seinem Standort Wiesloch in das Segment Fastening Systems von SFS integriert.

    Die SFS-Gruppe ist mit 150 Vertriebs- und Produktionsstandorten in 35 Ländern in Asien, Europa und Nordamerika präsent. Sie erwirtschaftete nach eigenen Angaben 2025 einen Umsatz von über 3 Milliarden Franken.

  • Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Die AEW Gruppe hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 hinter sich. Der Aargauer Energieversorger erreichte laut einer Mitteilung eine Gesamtleistung von 833,1 Millionen Franken. Das sind 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich wurde das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen um 24,4 Millionen auf 131,4 Millionen Franken gesteigert. Das bereinigte Unternehmensergebnis beträgt 159,7 Millionen Franken. Der Kanton kann mit einer Ausschüttung von 53,0 Millionen Franken rechnen.

    Das Unternehmen macht Sondereffekte für dieses Wachstum verantwortlich. Dazu gehörte ausser der effizienten Bewirtschaftung des Energiegeschäfts auch die frühzeitige Verwertung der Eigenproduktion an der Strombörse, dazu aber auch das gute Abschneiden des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL), die Axpo-Dividende und eine Wertberichtigung im Kraftwerksportfolio. AEW ist mit 5,4 Prozent am KKL beteiligt.

    Die Investitionen lagen mit 94,3 Millionen leicht über dem Vorjahr (93,0 Millionen).

    „Operativ war 2025 ein sehr gutes Jahr für die AEW“, wird CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. „Unsere Organisation hat Tempo aufgenommen und gleichzeitig bewiesen, dass sie auch in einem sehr anspruchsvollen und dynamischen Marktumfeld leistungsfähig ist.“

  • Standortmarketing bringt 264 Unternehmen in die Schweiz

    Standortmarketing bringt 264 Unternehmen in die Schweiz

    Die Organisationen des Standortmarketings haben laut einer Mitteilung der Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren 2025 schweizweit 264 Unternehmen neu angesiedelt. Diese haben bereits im ersten Betriebsjahr 919 Arbeitsplätze geschaffen. Diese Zahl soll in den nächsten drei Jahren auf insgesamt 2687 Arbeitsplätze ansteigen.

    Damit verzeichnen die kantonalen, regionalen und nationalen Organisationen des Standortmarketings einen deutlichen Zuwachs. Im Vorjahr hatten sie 231 Unternehmen angesiedelt, die im ersten Jahr 716 neue Stellen geschaffen haben. Diese Zahl soll bis 2027 auf 2135 Stellen steigen. 2023 waren 206 Firmen neu angesiedelt worden, die im ersten Jahr 640 Stellen geschaffen haben.

    Von den 2025 neu angesiedelten Firmen kommen 60 Prozent aus Deutschland, Frankreich, China und Grossbritannien. Rund 80 Prozent sind in den strategischen Schlüsseltechnologien tätig, auf die sich Bund, Kantone und Regionen für die Jahre von 2024 bis 2027 geeinigt haben. Dazu gehören die Zukunft der Gesundheit, Digitales, Automatisierung, Lebensmittel und Finanzbranche.

    Die Vermarktung des Standorts Schweiz ist eine Verbundaufgabe zwischen Bund und Kantonen. Diese haben Switzerland Global Enterprise mit der nationalen Standortvermarktung mandatiert.

  • Smarte Pflanzenpflege erreicht den stationären Handel

    Smarte Pflanzenpflege erreicht den stationären Handel

    Das Berner Ecotec-Start-up Boum AG und der Bau- und Gartenmarktbetreiber Hornbach haben in einer Mitteilung eine Partnerschaft bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung ist das smarte Pflanzenpflegesystem Boum Core ab diesem Frühjahr in ausgewählten Schweizer Filialen erhältlich.

    Boum Core ist ein vollautomatisches, solarbetriebenes Pflanzenpflegesystem, das Pflanzen über mehrere Wochen hinweg autonom mit Wasser versorgt. Über eine zugehörige App können Nutzerinnen und Nutzer jederzeit den Wasserstand einsehen. Dabei setzt das Ecotec-Start-up konsequent auf Nachhaltigkeit: Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen reduziert das Boum-System den Wasserverbrauch um bis zu 40 Prozent und fungiert zugleich als Regenfänger zur effizienten Wiederverwertung von Wasser.

    Die Partnerschaft bringt für beide Unternehmen Vorteile. Für Hornbach bedeutet sie den Einstieg in ein neues, innovatives Produktsegment. „Mit dem Pflanzenpflegesystem Boum Core können wir unser Sortiment mit einem einzigartigen Produkt ergänzen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dieser Innovation die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden nach nachhaltigen und smarten Lösungen, die einen echten Mehrwert bieten, abdecken können“, heisst es in der Mitteilung von Sorin Nasture, Sortimentsverantwortlicher Garten-Hartware bei Hornbach.

    Für Boum wird die Verfügbarkeit im stationären Handel ausgebaut. In einem nächsten Schritt strebt das Unternehmen eine Expansion in Europa an. „Wir haben lange auf diesen Moment hingearbeitet. Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft und sehen in Hornbach den idealen Partner, um Boum zu den Menschen zu bringen“, wird Dr. Ludwig Auer zitiert, Gründer der Boum AG.

    Die Boum AG, ein Spin-off der Universität Bern, hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Kombination von Technologie und Ökologie allen Menschen zu ermöglichen, erfolgreich Pflanzen anzubauen und zu erleben.

  • Wirtschaftsraum Zürich zieht internationale Unternehmen in wachsender Zahl an

    Wirtschaftsraum Zürich zieht internationale Unternehmen in wachsender Zahl an

    Die Greater Zurich Area AG zieht in ihrem Jahresbericht 2025 ein positives Fazit. 98 ausländische Unternehmen sind dem Ruf der Standortmarketingagentur für den Wirtschaftsraum Zürich gefolgt und haben sich für einen neuen Standort in dem Verbund aus neun Kantonen sowie der Stadt Zürich und der Region Winterthur entschieden. 29 von ihnen betreiben Forschung und Entwicklung, 24 wollen ihren Hauptsitz in der Schweiz einrichten. Zusammen planen sie für die kommenden fünf Jahre 1295 neue Arbeitsplätze.

    Die GZA agiert im Auftrag der Stiftung Greater Zurich Area Standortmarketing, positioniert den Wirtschaftsraum Zürich international und unterstützt ansiedlungswillige Unternehmen. Dabei bearbeitet sie besonders intensiv die Fokusökosysteme Life Sciences, Künstliche Intelligenz und Robotik. „Innovation entscheidet, ob gute Arbeitsplätze, unternehmerisches Know-how und industrielle Kompetenz in unserer Region verankert bleiben“, so Verwaltungsratspräsident Dr. Balz Hösly in seinem Vorwort. „Für einen Hochkostenstandort wie die Greater Zurich Area ist das keine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit.“

    Mit 20 Ansiedlungen war 2025 die Blockchain-Technologie die stärkste Fokusindustrie, gefolgt von Biotech und Pharma (15) und Künstlicher Intelligenz (8). Viele dieser Projekte liegen in den Sparten Robotik, Künstliche Intelligenz, autonome Systeme sowie Food & Agritech.

    So hat sich das israelische Food-Tech-Unternehmen Aleph Farms für Kemptthal ZH als Ausgangspunkt für seine europäischen Aktivitäten entschieden. Vor Ort trifft es auf Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Givaudan, Migros Industrie und Bühler. Tik Tok eröffnete ein Büro in Zürich und findet dort die Nähe zu Marken, Agenturen, Medien und Personen, die Inhalte für soziale Medien schaffen. Die kanadische Firma Blockstream baut ihre Bitcoin-Infrastruktur in Lugano mit der Einrichtung ihres dortigen Hauptsitzes und der Übernahme von Elysium Lab aus. Das Pekinger Unternehmen Baidu Apollo hat Zürich als seinen ersten europäischen Standort für seine Robotaxis gewählt.

    Internationale Sichtbarkeit ist auch das Ziel des Zurich AI Festivals, das von der GZA mitverantwortet und 2026 weitergeführt wird. Gleichzeitig werde die Integration des Kantons Aargau per 2027 vorbereitet, so GZA-Geschäftsführer Lukas Huber. Überhaupt stellt er die Rolle der assoziierten Kantone für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts heraus: Sie „schaffen mit ihren Rahmenbedingungen, ihren Clustern und ihrer Standortentwicklung die Grundlage dafür, dass dieses Marketing erfolgreich sein kann. Wir machen Promotion – die Kantone sind hervorragende Produktmanager.“

  • Neues Freiraumkonzept stärkt Lebensqualität und Biodiversität

    Neues Freiraumkonzept stärkt Lebensqualität und Biodiversität

    Der Gemeinderat Spreitenbach hat laut einer Mitteilung das Freiraumkonzept verabschiedet. Dieses schafft eine behördenverbindliche Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Freiräumen im Siedlungsgebiet der Gemeinde. Die Qualität und die Nutzung der Frei- und Grünräume sollen gesichert und verbessert werden.

    Zu den Zielen des Konzepts gehören die Stärkung der Identität der Quartiere, die Förderung der Biodiversität und die Stärkung der Klimaresilienz nach dem Prinzip der Schwammstadt – abfliessendes Regenwasser soll möglichst lokal aufgesogen werden können.

    Das Konzept umfasst auch einen Katalog von 21 konkreten Massnahmen. Zu den ersten Massnahmen gehören die Planung und die Umsetzung des Neumattparkes, die Weiterentwicklung des Areals Ziegelei, aber auch die Schaffung temporärer Freiräume. Sofortmassnahmen sollen die Aufenthaltsqualität verbessern, bessere Signalisierungen die Wegverbindugnen aufzeigen. Bis Ende 2026 sollen Zuständigkeiten geklärt und Prioritäten gesetzt sowie erste Massnahmen vorbereitet werden.

    Die Einwohnergemeindeversammlung hat den Verpflichtungskredit für das Freiraumkonzept in Höhe von 170‘000 Franken am 28. November 2023 genehmigt. Ein interdisziplinäres Planungsteam hat das Konzept im Anschluss mit einer breit abgestützten Begleitgruppe erarbeitet.

  • Start-up treibt Skalierung von CO2-zu-Rohstoff-Lösungen voran

    Start-up treibt Skalierung von CO2-zu-Rohstoff-Lösungen voran

    Das Start-up DeltaSpark mit Sitz in Zürich hat eine finanzielle Förderung in Höhe von 150‘000 Franken von Venture Kick erhalten. Das frische Kapital will das Unternehmen dafür nutzen, seine Technologie und das Verfahren zur Kohlendioxidabscheidung zu skalieren, heisst es in einer Mitteilung des Start-up-Förderers aus Schlieren.

    In dem Verfahren wird mithilfe eines elektrokatalytischen Prozesses ein Gemisch aus absorbiertem Kohlendioxid mit zugesetzten Mineralien so verarbeitet, dass als Produkte Wasserstoff, Sauerstoff und grüne Schwefelsäure erzeugt werden. Das CO2 wird zu grossen Teilen weiter in Mineralien gebunden, die als Baustoff dienen können.

    DeltaSpark, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), bietet diese Technologie als Dienstleistung bei grossen Emittenten wie Zementfabriken oder Kehrichtverbrennungsanlagen an. Mit den jetzt finanzierten 150‘000 Franken sollen bezahlte Pilotprojekte beschleunigt und eine kommende Seed-Finanzierungsrunde vorbereitet werden.

    „Venture Kick ist weit mehr als nur eine Finanzierung“, wird Luc Bondaz, CEO von DeltaSpark, in der Mitteilung zitiert. „Das Programm hat uns durch gezieltes Coaching geholfen, unseren Businessplan für unsere Zielkundensegmente zu schärfen. Dadurch konnten wir die Bedürfnisse unserer Kunden besser verstehen, unser Wertversprechen präzisieren und eine klare Go-to-Market-Strategie entwickeln.“