Kategorie: Bewertungen & Marktanalysen

  • Doppelte Auszeichnung würdigt Qualität im Immobilienmanagement

    Doppelte Auszeichnung würdigt Qualität im Immobilienmanagement

    Die IAZI, Informations- und Ausbildungszentrum für Immobilien AG hat am 21. IAZI Real Estate Investment Event in Zürich die diesjährigen IAZI-Awards verliehen. Dabei erhielt die Rivora Sammelstiftung mit Sitz in Winterthur laut einer Mitteilung die Auszeichnungen wie schon 2025 als Best Residential Properties 2026 und erstmals auch als Best Pension Fund.

    „Wir freuen uns sehr über diese doppelte Auszeichnung, die das Ergebnis einer klaren Strategie und einer starken Zusammenarbeit ist“, wird Amet Bekiri, Geschäftsführer der Rivora Sammelstiftung, in der Mitteilung zitiert. „Sie bestätigt unser kontinuierliches Engagement für verantwortungsbewusstes Handeln und nachhaltige Qualität – zum Wohl unserer Versicherten.“

    Rivora ist langjährige Partnerin der Auwiesen Immobilien AG. Das Immobilienunternehmen mit Sitz in Winterthur begleitet Rivora im Portfoliomanagement der Direktanlagen in Immobilien. „Die doppelte Auszeichnung mit dem renommierten IAZI-Award ist eine ausserordentliche Bestätigung unserer gemeinsamen und langjährigen Arbeit“, wird Christof Schmid zitiert, Geschäftsführer der Auwiesen Immobilien AG. „Wir erarbeiten gemeinsam mit der Rivora Sammelstiftung eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Anlage- und Investitionsstrategie und sind für die Umsetzung verantwortlich.“

    Rivora bietet als Pensionskasse ohne Interessenbindung Unternehmen und ihren Mitarbeitenden massgeschneiderte Vorsorgelösungen. Die Auwiesen Immobilien AG betreut vor allem in der Deutschschweiz Immobilienportfolios im Wert von über 4,5 Milliarden Franken.

  • Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Aventron hat ihre Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 bekanntgegeben. Insgesamt erzeugte die Produzentin von Strom aus erneuerbaren Energien rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom – etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahr (2024: 1,498 Milliarden Kilowattstunden). Als Gründe nennt aventron historisch schwache Wetterbedingungen sowie eine hohe Preisvolatilität bis hin zu negativen Strompreisen.

    Trotz des Produktionsrückgangs bleibt das Ergebnis laut einer Mitteilung „solide“. Der Nettoerlös belief sich auf 120,5 Millionen Franken (2024: 134,9 Millionen Franken), die Marge beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei rund 21 Prozent. Das Jahresergebnis nach Steuern erreichte 10,3 Millionen Franken.

    Im Jahr 2025 setzte aventron ihre Diversifikationsstrategie mit den Technologien Sonne, Wind und Wasser fort und entwickelte das Portfolio weiter. In der Schweiz wurde der Bau der alpinen Photovoltaikprojekte Sedrun Solar (Graubünden) und APV Sidenplangg (Uri) gestartet. In Italien begann die Umsetzung des 25-Megawatt-Solarkraftwerks Lazio 01, während sich in Frankreich und Deutschland zwei Windparks im Bau befinden. Insgesamt investierte das Unternehmen 67 Millionen Franken. Per Jahresende umfasste das Portfolio eine konsolidierte Gesamtleistung von 819 Megawatt (Vorjahr: 797 MW) in Betrieb oder Bau.

    Mittelfristig will sich aventron verstärkt auf eine erfolgreiche Stromvermarktung sowie den Ausbau von Datenmanagement- und Monitoring-Systemen konzentrieren. Ziel bleibt der Aufbau eines Portfolios mit einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt. Das Unternehmen mit Sitz in Münchenstein betreibt und entwickelt Kraftwerke in den Bereichen Wasser-, Solar- und Windenergie in der Schweiz und ausgewählten europäischen Ländern.

  • Studie zeigt hohe regionale Wertschöpfung durch Energieunternehmen

    Studie zeigt hohe regionale Wertschöpfung durch Energieunternehmen

    Repower hat von Hanser Consulting untersuchen lassen, wieviel Wertschöpfung der Bündner Energieversorger im Vergleich zu ausserkantonalen Energieunternehmen erbringt. Für das Jahr 2024 beziffert das Beratungsunternehmen in seiner Studie den zusätzlichen Mehrwert der Repower-Gruppe für den Kanton auf rund 144 Millionen Franken. Laut seiner Mitteilung hat Repower die Ergebnisse dem Bündner Grossen Rat im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 23. April 2026 vorgestellt.

    Hanser Consulting fasst die Haupterkenntnisse wie folgt zusammen: Erstens bleibt aufgrund des Hauptsitzes der Repower Gruppe in Graubünden im Vergleich zu ausserkantonalen Unternehmen mehr als die doppelte Wertschöpfung pro produzierter Kilowattstunde Strom aus Bündner Wasserkraft in Graubünden. Dadurch entstünden zweitens „vielfältige weitere Vorteile“ für die Bündner Volkswirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Vielfalt des Arbeitsmarktes, Steuererträge für Kanton und Gemeinden sowie die Berücksichtigung von lokalen Zuliefererfirmen für Hauptsitzaktivitäten.

    „Vor dem Hintergrund der Bündner Wasserkraftstrategie und der in den kommenden Jahren anstehenden Heimfälle gewinnt die Frage an Bedeutung, wie die Nutzung der Wasserkraft langfristig organisiert wird und wo die damit verbundene Wertschöpfung anfällt“, schreibt Repower. „Die Studie will dazu eine sachliche Diskussionsgrundlage liefern.“ Wie Repower betont, habe das Unternehmen die Studie zwar bezahlt und die dafür notwendigen Grundlagen zur Verfügung gestellt, doch habe es keinerlei Einfluss auf Methodik oder Ergebnisse genommen.

    Repower beschäftigt in Graubünden rund 500 Mitarbeitende und agiert über die gesamte Wertschöpfungskette, von der Produktion über das Netz und die Versorgung bis hin zum Handel. Grösste Anteilseigner sind die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (38,49 Prozent), der Kanton Graubünden (27 Prozent) und der Clean Energy Infrastructure Switzerland-Fonds der UBS (23,04 Prozent).

  • Luzern stösst Zug vom Steuerthron

    Luzern stösst Zug vom Steuerthron

    Luzern senkt den effektiven Unternehmenssteuersatz 2026 von 11,91 auf 11,66 Prozent und überholt damit Zug, das neu bei 11,71 Prozent liegt. Damit ist Luzern laut PwC erstmals der Kanton mit den tiefsten Unternehmenssteuern der Schweiz.

    Die Differenz ist klein, die Botschaft umso grösser. Im Steuerwettbewerb zählt nicht nur die absolute Höhe, sondern auch die symbolische Wirkung. Wer an der Spitze steht, sendet ein klares Signal an mobile Unternehmen und Investoren.

    Die Schweiz bleibt in Bewegung
    Acht Kantone senken ihre Unternehmenssteuern leicht, vier erhöhen sie minimal. Insgesamt zeigt der Steuervergleich 2026 damit ein Land, das im internationalen Wettbewerb weiterhin aktiv bleibt und seine Attraktivität nicht einfach verwaltet.

    Auffällig ist dabei, dass die 2024 eingeführte OECD-Mindeststeuer die kantonalen Steuersätze bisher kaum verändert hat. PwC spricht von einer eher abwartenden Haltung gegenüber den neuen globalen Rahmenbedingungen. Gerade deshalb gewinnt der inner-schweizerische Wettbewerb weiter an Gewicht.

    Zürich und Bern geraten unter Druck
    Am anderen Ende der Skala stehen Bern und Zürich. Bern weist laut PwC einen effektiven Satz von 20,54 Prozent auf, Zürich liegt trotz leichter Senkung noch bei 19,47 Prozent. Beide Kantone zählen damit weiterhin zu den steuerlich teuersten Standorten für Unternehmen in der Schweiz.

    Das ist aus Standortsicht heikel. Denn hohe wirtschaftliche Qualität, gute Erreichbarkeit und starke Arbeitsmärkte reichen nicht immer aus, wenn die fiskalische Differenz fast doppelt so hoch ausfällt wie in Luzern. Der Steuerfaktor bleibt ein harter Hebel im Wettbewerb um Neuansiedlungen und Expansionen.

    Mehr als ein Steuerranking
    Die Zentralschweiz behauptet laut PwC ihre Rolle als besonders attraktiver Unternehmensraum. Luzern und Zug rangieren im internationalen Vergleich am unteren Ende der Steuerbelastung, in der EU besteuert nur Ungarn Unternehmen noch tiefer als Luzern.

    Damit wird klar, worum es wirklich geht. Nicht um einen reinen Zahlendreher zwischen zwei Kantonen, sondern um die strategische Positionierung ganzer Wirtschaftsräume. Luzern hat sich mit einem kleinen Schritt an die Spitze gesetzt. Im Standortwettbewerb kann genau das den Unterschied machen.

  • 10 Millionen und dann

    10 Millionen und dann

    Am 14. Juni 2026 stimmt die Schweiz über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab. Sie will die ständige Wohnbevölkerung langfristig unter 10 Millionen halten und sieht ab 9,5 Millionen zusätzliche Massnahmen vor. Der politische Fokus liegt auf Zuwanderung. Der räumliche Effekt könnte jedoch viel breiter ausfallen.

    Denn Arbeitsmärkte lassen sich nicht einfach an der Landesgrenze stoppen. Wenn Unternehmen weiterhin Fachkräfte brauchen, aber weniger Menschen in der Schweiz wohnen können oder sollen, steigt der Druck auf grenznahe Wohn- und Pendelräume. Das verändert nicht nur Statistiken. Es verändert ganze Regionen.

    Der Wohnungsmarkt weicht aus
    Das Muster ist längst sichtbar. In der Genferseeregion wächst der Arbeitsmarkt stark, während Wohnraum auf Schweizer Seite chronisch knapp bleibt. Die Folge ist eine immer stärkere Ausdehnung des Metropolraums nach Frankreich.

    Die Preisdifferenz erklärt die Dynamik. Im Kanton Genf lagen die Angebotsmieten zuletzt bei 384 Franken pro Quadratmeter und Jahr, im grenznahen Frankreich je nach Lage nur bei 190 bis 260 Franken. Bei Wohneigentum ist der Abstand noch grösser. In Genf liegen die Angebotspreise bei rund 13’500 Franken pro Quadratmeter, im nahen Frankreich bei etwa 3’500 bis 6’000 Franken.

    Wenn Entlastung neue Lasten schafft
    Was für die Schweiz wie eine Bremse wirken soll, kann Grenzregionen zusätzlich anheizen. Mehr Grenzgänger bedeuten mehr Nachfrage nach Wohnraum ausserhalb der Schweiz, höhere Preise in den Nachbargemeinden und wachsenden Druck auf Schulen, Verkehr und kommunale Dienste. Genau davor warnen bereits Stimmen aus Hochsavoyen.

    Auch infrastrukturell ist das keine Nebenfrage. Neue Verkehrsangebote wie der Léman Express haben das grenzüberschreitende Pendeln deutlich erleichtert und rund um die Haltestellen neue Entwicklungsdynamik ausgelöst. Der Raum wächst damit nicht weniger. Er wächst nur anders.

    Was das für Standorte bedeutet
    Für die Standortpolitik ist das eine heikle Wahrheit. Wachstum verschwindet nicht, nur weil man es politisch deckeln will. Es sucht sich neue Wege über Pendlerachsen, Wohnstandorte und funktionale Wirtschaftsräume.

  • Der stille Aufstieg südlich des Gotthards

    Der stille Aufstieg südlich des Gotthards

    Das Regional Innovation Scoreboard 2025 der EU bestätigt dem Tessin den Status «Innovation Leader». Nur Zürich schneidet in der Schweiz besser ab. Hinter dem Rang stecken messbare Treiber. Die Hochschulen USI und SUPSI bilden das akademische Rückgrat, ergänzt durch Institute wie das IDSIA für künstliche Intelligenz und das nationale Hochleistungsrechenzentrum. Gleichzeitig investieren KMU im Kanton überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung.

    Drei Kompetenzzentren, ein Park
    Der Switzerland Innovation Park Ticino bündelt die Kräfte an drei Standorten. Das Swiss Drone Base Camp am Flughafen Riviera testet Drohnentechnologie im realen Luftraum. In Lugano treibt das Lifestyle Tech Competence Center die Digitalisierung von Mode, Food und Wellness voran. In Bellinzona forscht das Life Sciences Competence Center an Biomedizin und Onkologie. Ab 2032 zieht der Park in das Nuovo Quartiere Officine, ein 120’000 Quadratmeter grosses Stadtentwicklungsgebiet im Herzen der Kantonshauptstadt.

    Lugano setzt auf digitale Infrastruktur
    Die Stadt Lugano hat einen eigenen Weg eingeschlagen im Bereich Krypto. Über 400 Betriebe akzeptieren bereits digitale Zahlungsmittel, mehr als 100 Fintech- und Blockchain-Unternehmen haben sich angesiedelt. Im März 2026 startete Phase II in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Tether. Fünf Millionen Franken fliessen bis 2030 in digitale Resilienz, KI-Ökosysteme und dezentrale Stadtinfrastruktur. Lugano positioniert sich damit als drittgrösster Finanzplatz der Schweiz mit technologischem Ehrgeiz.

    60 Millionen Franken und ein klares Signal
    Der Grosse Rat hat Ende 2023 ein deutliches Zeichen gesetzt. Eine Kreditlinie von 60 Millionen Franken sichert die Innovationsförderung, die Forschungskooperation und die regionale Wirtschaftspolitik bis 2027. 25 Millionen fliessen direkt in Innovation und Forschungssynergien. Die Fondazione Agire, seit über 10 Jahren Innovationsagentur des Kantons, begleitet jährlich 20 Startup-Ideen über ihren Boldbrain-Accelerator und coacht KMU bei der Digitalisierung.

    Was die Immobilienbranche daraus lesen muss
    Standortförderung entfaltet ihren vollen Wert erst, wenn sie über Strategiepapiere hinauswächst. Das Tessin steht vor der Aufgabe, Flächenverfügbarkeit, Verfahrenssicherheit und urbane Qualität im gleichen Tempo zu entwickeln wie seine Innovationsprojekte. Für Investoren bedeutet das eine Region im Aufbruch mit hohem Potenzial und gleichzeitigem Bedarf an Geduld. Wer den Süden der Schweiz heute auf dem Radar hat, findet einen Standort, der liefern will und die Mittel dafür bereitstellt.

  • Umzüge der Generation 55+ können Wohnungsmarkt entlasten

    Umzüge der Generation 55+ können Wohnungsmarkt entlasten

    Das Umzugsverhalten der Best Ager, also der Generation der 55- bis 74-Jährigen, gewinnt an Bedeutung für einen funktionierenden Wohnungsmarkt in der Schweiz, wie der neue Helvetia Wohnreport laut einer Mitteilung der Helvetia Baloise zeigt. Die Studie wurde vom Versicherer in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo aus Zürich erhoben.

    Zieht diese Altersgruppe um, verlagert sie ihren Wohnort meist in weniger zentrale Lagen oder vermehrt ins Ausland. Dadurch werden grössere, zentral gelegene Wohnungen frei, die anschliessend deutlich häufiger von Familien genutzt werden. Laut Studie trägt dies dazu bei, bestehenden Wohnraum über verschiedene Lebensphasen hinweg effizienter zu verteilen.

    Ausserdem hat die Abwanderung ins Ausland zwischen 2014 und 2024 um fast 50 Prozent zugenommen. Gleichzeitig bleiben Umzüge innerhalb der eigenen Gemeinde vergleichsweise selten. Erst ab einem Alter von 75 Jahren kehrt sich der Trend um: Dann ziehen ältere Menschen bei einem Umzug häufiger wieder in gut erschlossene, zentrale Lagen.

    „Zusätzliche Umzüge dieser Altersgruppe leisten einen wichtigen Beitrag zur besseren Nutzung des Wohnraums“. wird Michael Hermann, Geschäftsführer von Sotomo, zitiert. Gefördert wird diese Dynamik insbesondere durch das Umzugsverhalten ausländischer Best Ager, deren Umzugswahrscheinlichkeit verglichen mit Schweizerinnen und Schweizern um 50 Prozent höher liegt. Gebremst wird diese Dynamik jedoch durch den sogenannten Lock-in-Effekt: Wohneigentümer ziehen deutlich seltener um – ihre Umzugswahrscheinlichkeit liegt über 60 Prozent unter jener von Mietenden. Der oft diskutierte Einfluss günstiger Bestandsmieten fällt laut Report hingegen deutlich geringer aus als angenommen und ist nicht der entscheidende Faktor für die geringe Mobilität älterer Haushalte.

  • Energiegenossenschaft stärkt Marke und erhöht Investitionen

    Energiegenossenschaft stärkt Marke und erhöht Investitionen

    Der Wandel von der EBM zur Primeo Energie ist endgültig abgeschlossen: Die Delegierten haben auf ihrer ordentlichen Versammlung am 15. April 2026 die Namensänderung der EBM in Primeo Energie Genossenschaft beschlossen. Das Unternehmen tritt bereits seit 2019 unter der Marke Primeo Energie auf. Mit der Namensänderung soll die Dachmarke künftig auch im Namen der Genossenschaft sichtbar werden und Missverständnisse vermeiden, heisst es in einer Mitteilung.

    Zuvor hatten die Delegierten die Jahresrechnung und den Lagebericht der Primeo Energie-Gruppe genehmigt. Das operative Ergebnis (EBIT) war 2025 auf 127 Millionen Franken gestiegen. Im Vorjahr hatte es 124 Millionen Franken betragen. Der Gewinn wuchs im gleichen Zeitraum von 91 auf 109 Millionen Franken. Insgesamt investierte Primeo Energie 187 Millionen Franken in die Energieinfrastruktur. Im laufenden Jahr soll diese Summe auf 220 Millionen Franken steigen.

    Die Einlage in den Energiefonds wurde von 2 auf 4 Millionen Franken verdoppelt. 3,1 Millionen Franken aus dem Fonds wurden für Förderanträge vergeben, vor allem für Anschlüsse an Fernwärmeverbünde. Neu wird auch die Umstellung von Photovoltaikanlagen mit Direkteinspeisung auf Eigenverbrauch unterstützt. Daher rechnet das genossenschaftlich organisierte Unternehmen mit einer Zunahme der Anträge. Weitere 500’000 Franken wurden für Vergabungen an gemeinnützige Institutionen zur Verfügung gestellt.

    Gilbert Fuchs und Carmen Gerber-Balmelli wurden für eine weitere Amtsperiode bis 2030 im Verwaltungsrat bestätigt. Neu in das Gremium gewählt wurde Thomas Ernst. Der langjährige Vizepräsident Urs Grütter wurde verabschiedet.

  • Eigentumswohnungen bleiben selbst bei Rekordangebot gefragt

    Eigentumswohnungen bleiben selbst bei Rekordangebot gefragt

    Die aktuelle Online Home Market Analysis von ImmoScout24, in Zusammenarbeit mit dem Hauseigentümerverband Schweiz und dem Swiss Real Estate Institute, analysiert die Inserate für Eigentumswohnungen im Jahr 2025. Mit rund 101’000 inserierten Objekten wird laut einer Mitteilung ein neuer Höchststand erreicht – der höchste seit Beginn der Erhebung im Jahr 2016. Gleichzeitig hat sich das Angebotswachstum deutlich verlangsamt. Parallel dazu verkürzt sich die durchschnittliche Insertionsdauer um acht Tage auf 84 Tage, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr wieder zunimmt.

    Als Gründe nennt die Studie insbesondere das veränderte Zinsumfeld: Sinkende Finanzierungskosten und eine teilweise erleichterte Vergabe von Hypotheken erhöhen die Attraktivität von Wohneigentum gegenüber Mietobjekten. Zudem gewinnt das Bedürfnis nach einer langfristig gesicherten Wohnsituation wieder an Bedeutung.

    „Dass Eigentumswohnungen trotz des grossen Angebots wieder schneller verkauft werden, ist ein deutliches Zeichen. Schweizer:innen wollen in den eigenen vier Wänden wohnen. Erfreulicherweise ist der Traum vom Wohneigentum für viele Menschen nach wie vor realisierbar“, wird Markus Meier zitiert, Direktor des Hauseigentümerverbandes Schweiz.

    Auch regional zeigt sich eine einheitliche Entwicklung: In allen Grossregionen verkürzt sich die Insertionsdauer gegenüber 2024. Besonders schnell werden Eigentumswohnungen weiterhin in der Zentralschweiz (61 Tage), in Zürich (64 Tage) sowie in der Region Genf (65 Tage) verkauft. Eine besonders dynamische Nachfrageentwicklung zeigt sich im Tessin: Dort verkürzt sich die Insertionsdauer bei stark steigendem Inseratangebot (+10 Prozent) deutlich um 22 Prozent.

    ImmoScout24 ist ein Online-Immobilienmarktplatz, der von der SMG Swiss Marketplace Group betrieben wird. In der SMG Swiss Marketplace Group AG sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Wirtschaftsraum Ticino zwischen Energie, Wohnen und Investitionen

    Wirtschaftsraum Ticino zwischen Energie, Wohnen und Investitionen

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    Am 108. immoTable Ticino in Savosa diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Immobilienwirtschaft, Energie, Planung und Investment über die Zukunft des Wirtschaftsraums Ticino. Im Zentrum standen dabei nicht nur einzelne Projekte, sondern die grundlegende Frage, wie sich das Tessin als moderner Wirtschafts- und Immobilienstandort weiterentwickeln kann.

    Die Diskussion machte deutlich, dass das Tessin heute weit mehr ist als Ferien- und Zweitwohnungsregion. Hohe Lebensqualität, strategische Lage und spannende Entwicklungspotenziale treffen auf Herausforderungen bei Verfahren, Wohnraum, Mobilität und regionaler Zusammenarbeit.

    Roberto Fantoni von Volta RE zeigte auf, wie stark sich der Energiemarkt verändert hat. Während die Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom in den letzten Jahren massiv gesunken ist, entstehen mit Energiegemeinschaften, virtuellen Zusammenschlüssen und lokalen Stromgemeinschaften neue Modelle für Immobilienbesitzer, Gemeinden und Arealentwicklungen. Besonders die neuen CLE Modelle ab 2026 könnten den Immobilienmarkt nachhaltig verändern. Gleichzeitig wurde klar, dass Eigentümer und Verwaltungen zunehmend Lösungen suchen, welche Energiekosten senken, Gebäude energetisch aufwerten und Investitionen vereinfachen.

    Monique Bosco-von Allmen von CASSI rückte die Wohnfrage ins Zentrum. Sie machte deutlich, dass das Tessin im Bereich gemeinnütziger Wohnbau im schweizweiten Vergleich stark zurückliegt und die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum, demografischen Wandel und nachhaltige Wohnformen dringend an Bedeutung gewinnt. Thematisiert wurden unter anderem Gentrifizierung, steigende Mietkosten, die geringe Quote gemeinnütziger Wohnungen sowie die Frage, wie Politik, Gemeinden und private Akteure gemeinsam neue Wohnmodelle fördern können. Gleichzeitig wurde betont, dass Wohnen weit mehr sei als nur ein Dach über dem Kopf, sondern eng mit sozialem Gleichgewicht, Generationendialog und Lebensqualität verbunden ist.

    Manuel Gamper von Leading Investors zeigte das Tessin aus Sicht nationaler und internationaler Investoren. Das Tessin bleibe attraktiv, befinde sich aber in einem anspruchsvolleren Marktumfeld, das deutlich mehr Professionalität, Datenkompetenz und strategisches Denken verlange. Besonders wichtig seien Planbarkeit, Geschwindigkeit, grössere Volumen und ein professionelles Ökosystem entlang der gesamten Immobilienwertschöpfungskette. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Tessin trotz seiner begrenzten Marktgrösse über interessante Renditen und erhebliches Entwicklungspotenzial verfügt, wenn Projekte qualitativ hochwertig, flexibel und langfristig ausgerichtet werden.

    Die Zukunft des Wirtschaftsraums Ticino entscheidet sich nicht allein über einzelne Bauprojekte oder Investments, sondern über Zusammenarbeit, Qualität, Innovation und die Fähigkeit, wirtschaftliche Entwicklung, Energie, Mobilität und Wohnen gemeinsam zu denken.

    Der nächste immoTable findet am 18. Juni 2026 im StartUp Space in Schlieren statt.

  • Tessin im Überblick – Chancen, Druck und Dynamik

    Tessin im Überblick – Chancen, Druck und Dynamik

    Der Kanton, rund 360 000 Einwohner, 100 Gemeinden, 2812 km² Fläche, hat sich als forschungs- und innovationsnahe Region positioniert. Im Regional Innovation Scoreboard 2025 der EU belegt das Tessin Rang 6 unter 241 europäischen Regionen, schweizweit direkt hinter Zürich. Das kantonale BIP wuchs gemäss BAK Economics 2024 um 0,6 Prozent. Für 2025 wird ein Plus von rund 1,1 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote lag per Januar 2026 bei 3,3 Prozent, leicht über dem Schweizer Schnitt von 3,2 Prozent.

    Für die Immobilienwirtschaft ist diese Entwicklung wichtig, weil Innovation allein noch keine Standortattraktivität garantiert. Entscheidend ist, ob Forschung, Unternehmertum und urbane Qualität räumlich zusammenfinden. Der Kanton verfügt mit USI, SUPSI, dem Switzerland Innovation Park Ticino und dem Accelerator Boldbrain, über eine solide Innovationsinfrastruktur. Gleichzeitig stehen Bauwirtschaft und Marktentwicklung unter Druck. Die Bauproduktion sank schweizweit im Dezember 2025 um 0,2 Prozent, im Tessin überdurchschnittlich. Steigende Baukosten, politische Unsicherheiten und komplexe Bewilligungsverfahren verschärfen mittelfristig den Druck auf Angebot und Projektkalkulationen.

    Der Immobilienmarkt zeigt ein differenziertes Bild. Die Leerwohnungsziffer sank im Tessin von 2,08 Prozent  im 2024, auf 1,92 Prozent im Juni 2025. Der stärkste Rückgang aller Grossregionen, aber weiterhin fast doppelt so hoch wie der Schweizer Schnitt von 1,0 Prozent. Gleichzeitig sanken die Angebotsmieten laut ReMPA 2024/2025 um 5,6 Prozent. Als einzige Region der Schweiz rückläufig, während der nationale Schnitt um 2,4 Prozent stieg.

    Die räumliche Struktur bleibt eine Herausforderung. Lugano mit 63’600 Einwohner, Bellinzona mit 45’300, Locarno mit 16’400 und Mendrisio mit 15’100 bilden unterschiedliche Teilräume mit eigenen Profilen. Hinzu kommen Topografie, knappe Flächen und demografischer Druck. Das BFS prognostiziert bis 2050 einen Rückgang der Erwerbsfähigen um 45’000 Personen. Die rund 78’800 Grenzgänger stützen den Arbeitsmarkt, doch ihre Zahl sank erstmals leicht. Gegen den nationalen Trend von 411’000 Grenzgängern gesamtschweizerisch. Wer im Tessin investieren will, kommt mit reiner Fernanalyse aus Zürich oder Basel nicht weit. Man braucht lokale Partner, Marktkenntnisse und ein Verständnis für die spezifischen Teilräume.

    Gleichzeitig bietet diese Gemengelage Potenzial. Die Nähe zu Norditalien, der Gotthard-Basistunnel, die Rolle als Südportal des Gotthardkorridors und die hohe Lebensqualität. Mit 85,2 Jahren weist das Tessin die europaweit zweithöchste Lebenserwartung auf und schaffen Voraussetzungen, die anderswo kaum zusammenkommen. Wenn es gelingt, Innovationsstrategie, Flächenpolitik, Mobilität und Projektentwicklung enger abzustimmen, kann das Tessin seine Stellung als Wirtschafts- und Immobilienraum deutlich stärken. Nicht ob das Potenzial vorhanden ist, sondern wie konsequent es in die Realität übersetzt wird.

  • Starker Franken belastet Quartalszahlen trotz Marktanteilsgewinnen

    Starker Franken belastet Quartalszahlen trotz Marktanteilsgewinnen

    Der Bauchemiekonzern Sika meldet seine Finanzkennzahlen für das erste Quartal 2026 in einer Mitteilung. Der Konzern verzeichnet im ersten Quartal einen Umsatz von 2,49 Milliarden Franken, was einem  Umsatzwachstum von 0,9 Prozent in Lokalwährungen und einen Rückgang in Franken um 7 Prozent entspricht. Der Rückgang in Franken ist auf den starken Schweizer Franken gegenüber asiatischen Währungen und dem Dollar zurückzuführen, so das Unternehmen.

    Haupttreiber des Wachstums in Lokalwährungen waren Marktanteilsgewinne in allen Regionen trotz eines verhaltenen weltweiten Baumarktes. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) verzeichnete Sika im ersten Quartal einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen von 3,6 Prozent (Vorjahr: 0,7 Prozent) In der Region Americas verzeichnete Sika einen leichten Umsatzrückgang von 0,8 Prozent in Lokalwährungen. Während in den USA wirtschaftliche Unsicherheiten die Bauaktivität belasteten, wuchs die Nachfrage im Bereich Rechenzentren  zweistellig, informiert Sika. Kanada entwickelte sich positiv und auch Lateinamerika setzte die Erholung der Baumärkte fort. In der Region Asien/Pazifik ging der Umsatz in Lokalwährungen um 2,2 Prozent zurück. Belastend wirkte insbesondere das weiterhin schwache chinesische Baugeschäft mit zweistelligen Rückgängen. Positive Beiträge kamen vor allem aus Indien, Südostasien sowie dem Bereich Automotive & Industry.

    Zur Steigerung des Marktanteils haben im ersten Quartal die abgeschlossene Akquisition des Mörtelherstellers Finja (Schweden) sowie die Ankündigung der Akquisition von Klebstoffhersteller Akkim (Türkei) beigetragen. Mit neuen Werken in den USA, Tansania, Argentinien, Kolumbien, und Bangladesch stärkt Sika ausserdem seine Produktionskapazitäten.

    Sika bestätigte seine strategische Ausrichtung und erwartet für das Gesamtjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 1 bis 4 Prozent in Lokalwährungen sowie eine EBITDA-Marge von 19,5 bis 20 Prozent.

  • Energieversorger verzeichnet rückläufige Ergebnisse bei steigenden Investitionen

    Energieversorger verzeichnet rückläufige Ergebnisse bei steigenden Investitionen

    Repower erzielte 2025 laut einer Mitteilung eine Gesamtleistung von 1986 Millionen Franken. Das waren 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 24 Prozent auf 133 Millionen Franken, der Gruppengewinn um 27 Prozent auf 101 Millionen. Das internationale Energiehandelsgeschäft habe den grössten Ergebnisbeitrag geliefert, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig steigerte der Bündner Energieversorger seine Investitionen um 80 Prozent auf 142 Millionen. Die Eigenkapitalquote stieg von 53 auf 59 Prozent.

    Namentlich die geringen Niederschläge im Frühjahr 2025 belasten das Ergebnis von Repower. Auch die Windparks in Italien und Deutschland verzeichneten einen leichten Rückgang. Das Gaskombikraftwerk Teverola fiel während längerer Zeit aus. Nur die Solarproduktion stieg 2025 deutlich an. Insgesamt produzierte Repower 2025 laut der Mitteilung 2147 Gigawattstunden Strom. Im Vorjahr waren es 2639 Gigawattstunden gewesen.

    Repower hatte 2023 ein sehr starkes Ergebnis von 371 Millionen und einen Gewinn von 300 Millionen Franken erzielt. Das Unternehmen spricht aber auch für 2025 von einem sehr guten Jahresergebnis. Dieses habe über dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Das Unternehmen rechnet auch für 2026 mit einem guten Ergebnis.

  • Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Die AEW Gruppe hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 hinter sich. Der Aargauer Energieversorger erreichte laut einer Mitteilung eine Gesamtleistung von 833,1 Millionen Franken. Das sind 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich wurde das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen um 24,4 Millionen auf 131,4 Millionen Franken gesteigert. Das bereinigte Unternehmensergebnis beträgt 159,7 Millionen Franken. Der Kanton kann mit einer Ausschüttung von 53,0 Millionen Franken rechnen.

    Das Unternehmen macht Sondereffekte für dieses Wachstum verantwortlich. Dazu gehörte ausser der effizienten Bewirtschaftung des Energiegeschäfts auch die frühzeitige Verwertung der Eigenproduktion an der Strombörse, dazu aber auch das gute Abschneiden des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL), die Axpo-Dividende und eine Wertberichtigung im Kraftwerksportfolio. AEW ist mit 5,4 Prozent am KKL beteiligt.

    Die Investitionen lagen mit 94,3 Millionen leicht über dem Vorjahr (93,0 Millionen).

    „Operativ war 2025 ein sehr gutes Jahr für die AEW“, wird CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. „Unsere Organisation hat Tempo aufgenommen und gleichzeitig bewiesen, dass sie auch in einem sehr anspruchsvollen und dynamischen Marktumfeld leistungsfähig ist.“

  • Das Vertrauen der Konsumenten bricht ein

    Das Vertrauen der Konsumenten bricht ein

    Der Rückgang ist abrupt. Noch im Januar und Februar 2026 bewegte sich der Index bei rund – 30 Punkten und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau. Der Einbruch im März auf – 43 Punkte ist damit einer der stärksten monatlichen Rückgänge der letzten Jahre. Die Wende kam schnell und trifft mehrere Bereiche gleichzeitig.

    Wo die Stimmung am stärksten kippt
    Drei der vier SECO-Teilindizes liegen klar unter dem Niveau von März 2025. Die Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung sind am stärksten eingebrochen. Auch die erwartete finanzielle Lage der Haushalte und die Bereitschaft zu grösseren Anschaffungen haben deutlich nachgegeben. Einzig der Blick auf die vergangene finanzielle Lage blieb gegenüber dem Vorjahr stabil.

    Geopolitik als Stimmungskiller
    Als zentraler Auslöser gilt der Iran-Krieg und der damit verbundene Anstieg der Ölpreise. Die Inflationserwartungen sprangen im März markant nach oben: von 98,3 auf 121,4 Punkte. Gleichzeitig stiegen die Arbeitslosigkeitserwartungen. Beides belastet das Vertrauen der Haushalte direkt und spürbar.

    Was das für den Konsum bedeutet
    Sinkende Konsumentenstimmung ist kein bloss statistisches Signal. Sie zeigt, dass Haushalte grössere Ausgaben aufschieben und auf Sicherheit setzen. Für Detailhandel, Immobilienmarkt und Bauindustrie bedeutet das, weniger Impulse aus dem Binnenkonsum, zumindest kurzfristig. Trading Economics erwartet eine schrittweise Erholung auf rund – 34 Punkte bis Mitte 2026 und – 26 Punkte bis 2028.

    Ob sich die Stimmung erholt, hängt stark von der geopolitischen Lage und der Preisentwicklung ab. Die Schweizer Wirtschaft zeigt sich bislang robust, doch das Vertrauen der Konsumenten ist ein Frühindikator. Wenn die Kauflaune anhaltend gedämpft bleibt, folgen die Wachstumszahlen meist mit Verzögerung.

  • Kein Bonus mehr, sondern Pflicht

    Kein Bonus mehr, sondern Pflicht

    Vom ESG-Label zur strategischen Realität
    Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft hat ihre lauten Jahre hinter sich. Nachdem sie sich als Differenzierungsmerkmal einiges an Ansehen erlangt hat, hat sie mittlerweile eher einen Platz als strategisches Kernthema in Form von ESG-Kriterien eingenommen. Doch genau deshalb droht das Thema zwischen Reportingpflichten und Tagesgeschäft leise zu werden. Was zur Norm wird, verschwindet aus dem Rampenlicht. Doch Routine ist kein Schutzschild. Schon gar nicht in einer Branche, die zwar in Jahrzehnten denkt, aber oft in Jahren entscheidet.

    Denn während Nachhaltigkeit vielerorts als erledigte Pflicht abgelegt wird, bleiben die strukturellen Herausforderungen bestehen. Immobilien denken in Zyklen von 30, 40 oder mehr Jahren. Netto-Null bis 2050 ist also keine ferne Vision, sondern ein realer Planungshorizont. Dies bedeutet auch, dass ein Grossteil der heutigen Bestandsliegenschaften nur noch einmal richtig instandgesetzt oder totalsaniert werden können.

    Unsicherheit als neue Planungsrealität
    Die aktuelle geopolitische Lage, volatile Märkte und unklare Rahmenbedingungen erschweren derzeit belastbare Klimaabsenkpfade. In der Praxis führt das oft dazu, dass Entscheide vertagt oder auf die kurzfristig günstigste Lösung reduziert werden. Wer jedoch im linearen Denken verharrt, schränkt sich langfristig selbst ein. Klimaschutzfahrpläne, Graue Energie, Lebenszykluskosten und Klimarisiken müssen integraler Teil jeder Entscheidung sein, um Klimaneutralität wirtschaftlich tragfähig zu erreichen. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.

    In der Praxis zeigt sich: Bestandshalter:innen denken Nachhaltigkeit zunehmend differenziert. Neben klassischen CSR-Ansätzen etabliert sich ein klar risikoorientierter Zugang. Im Fokus stehen belastbare Daten zu Zustand, Verbrauch und Emissionen sowie gebäudespezifische Risikoprofile, die als Steuerungsgrössen in die Portfoliostrategie einfliessen. Damit wird Nachhaltigkeit zum strategischen Entscheidungsfaktor jenseits von Reporting. Besonders der Standort rückt ins Zentrum: Immobilien müssen nicht nur effizient, sondern auch resilient gegenüber Hitze, Wasser, Extremereignissen und sozialen Spannungen sein. Wer diese Risiken systematisch bewertet, kann gezielt steuern. Alle anderen reagieren später auf die Konsequenzen.

  • Städtischer Energieversorger baut Infrastruktur und Fernwärme konsequent aus

    Städtischer Energieversorger baut Infrastruktur und Fernwärme konsequent aus

    Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich hat 2025 einen Umsatz von 1,44 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert ewz in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einer Steigerung um 11 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand legte im selben Zeitraum um 64 Millionen auf 1,02 Milliarden Franken zu. Hier schlugen die Integration des Fernwärmenetzes von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ-Fernwärme) sowie zusätzliche Energiebeschaffung zu Buche. Als Gewinn wurden 303 Millionen Franken ausgewiesen gegenüber 391 Millionen Franken im Vorjahr.

    „Dieses gute Ergebnis ist vor allem zurückzuführen auf den Energieverkauf im freien Markt, einem Gewinn bei der Vermarktung der Windproduktion im Ausland und des gezielten Einsatzes der Mittel“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe in der Mitteilung zitiert. „Die erfolgreiche Integration der Fernwärme mit über 100 zusätzlichen Mitarbeitenden beweist, die Anpassungsfähigkeit unserer Unternehmung eindrücklich.“

    Im Berichtsjahr hat ewz zudem 244 Millionen Franken in Netze, Kraftwerke und Beteiligungen investiert. Das sind 48 Millionen Franken mehr als im Vorjahr, schreibt der Energieversorger. „Der Kapitalbedarf wird in den nächsten zehn Jahren massiv steigen, damit die erforderlichen Investitionen von über 3 Milliarden Franken getätigt werden können“, erläutert Loepfe. „Die aktuell gute finanzielle Ausgangslage von ewz ermöglicht es, diese Investitionen in die Energiezukunft und Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren mit eigenen Mitteln zu tätigen.“ Vom diesjährigen Gewinn werden 80 Millionen Franken an die Stadt überwiesen.

  • Vertrauen in Schweizer Immobilien wächst

    Vertrauen in Schweizer Immobilien wächst

    Für 98 Prozent der Immobilieninvestoren bleibt der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin attraktiv, informiert EY Schweiz in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Zürich informiert dazu in seinem neuesten „Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt“. Im Vorjahr zeigten sich lediglich 93 Prozent positiv interessiert.

    Für die Studie befragte EY 96 Fachleute und Investoren, die in den vergangenen Jahren aktiv auf dem Schweizer Immobilienmarkt tätig waren. Von den Befragten schätzten im Vorjahr 35 Prozent der Investoren den Schweizer Markt als „sehr attraktiv“ ein, in der neuen Umfrage waren es bereits 46 Prozent. Neun von zehn Befragten schätzen, dass sich Neubauaktivitäten durch vereinfachte digitalisierte Baubewilligungen deutlich ankurbeln lassen. Dreiviertel sehen Digitalisierung als einen treibenden Motor, jedoch nur 16 Prozent nutzen für ihre Geschäfte bereits Künstliche Intelligenz.

    Im Trend bleiben Wohnimmobilien in den Top-9-Zentren (Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St.Gallen, Zürich und Zug), geringer ist die Nachfrage im ländlichen Raum. Gestiegen in den Zentren ist die Nachfrage von Büro- und Logistikimmobilien. Vor allem Büroimmobilien sind im Verhältnis von 58 Prozent zu 48 Prozent (2025) stärker nachgefragt. Bei der Logistik blieb das Verhalten nahezu gleich: 51 Prozent zu 52 Prozent (2025).

    „Geopolitische Unsicherheiten – etwa US-Zölle, internationale Handelskonflikte, der Ukraine-Krieg oder globale Finanzmarktrisiken – wirken sich verstärkt als exogene Störfaktoren auf den Schweizer Immobilienmarkt aus, insbesondere in stark international ausgerichteten Zentren“, wird Daniel Zaugg, Sector Leader Real Estate, Construction & Building Material bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Diese Effekte verstärken bestehende Tendenzen zur regionalen Polarisierung, indem sie die Kluft zwischen stark internationalisierten Märkten wie Genf und Zürich und eher binnenorientierten Regionen vertiefen. Dennoch bleibt die Schweiz insgesamt ein politisch und wirtschaftlich stabiler Standort – und positioniert sich in unsicheren Zeiten sogar als ‚Safe Haven‘ für Kapital.“

  • Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Wetter und Wertberichtigungen belasten Geschäftsentwicklung

    Die BKW hat 2025 laut einer Mitteilung einen Umsatz von 4‘543,6 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 4‘772,3 Millionen, ein Rückgang um 4,8 Prozent. Der Rückgang auf Stufe Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern war deutlich ausgeprägter. 2025 erzielte die BKW ein Ergebnis von 561,0 Millionen Franken, während es im Vorjahr noch 789,9 Millionen gewesen waren. Der operative Reingewinn sank von 550,4 Millionen im Vorjahr auf 351,1 Millionen 2025.

    Die BKW macht für den Rückgang zum einen eine Wertkorrektur auf die Beteiligung am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven an der niedersächsischen Nordseeküste verantwortlich. Diese Korrektur beträgt auf Ebene Betriebsergebnis 113,7 Millionen, auf Ebene Reingewinn 90,9 Millionen Franken. Die BKW ist zu 33 Prozent an dem Kraftwerk beteiligt.

    Zum anderen hat der wetterbedingte Rückgang der Stromproduktion aus Wasser- und Windkraft das Ergebnis im Geschäftsfeld Energy Solutions belastet. Dieses lag schon vor der Wertkorrektur um 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis des Geschäftsfeldes Power Grid lag mit 130,6 Millionen Franken um 7,0 Prozent unter dem des Vorjahres.

    Dagegen ist das Ergebnis des Geschäftsfeldes Infrastructure & Buildings deutlich um 40,6 Prozent auf 80,0 Millionen Franken gestiegen. Der Umsatz des Geschäftsfeldes blieb mit 1,98 Milliarden konstant.

    Die BKW rechnet für 2026 mit einem Ergebnis zwischen 650 und 750 Millionen Franken.

  • Graubünden baut grösser, teurer, länger

    Graubünden baut grösser, teurer, länger

    128 Baustellen bedeuten nicht Entlastung, sondern Konzentration. Statt vieler kleiner Eingriffe stehen 2026 aufwendige Infrastrukturprojekte im Vordergrund, die mehr Arbeitskräfte, längere Bauzeiten und höhere Budgets erfordern. Bei 67 der 128 Baustellen werden Lichtsignalanlagen eingesetzt, um den Verkehr geordnet durchzuleiten. Das Tiefbauamt Graubünden hat klare Prioritäten gesetzt.

    La Punt befreit vom Durchgangsverkehr
    Das grösste Projekt ist die Umfahrung La Punt im Engadin. Ein 584 Meter langer Tunnel führt künftig unter dem Dorfzentrum hindurch, eine 55 Meter lange Brücke quert den Inn. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 80 Millionen Franken, die Bauzeit auf acht Jahre bis 2033. Nach dem Spatenstich im September 2025 werden 2026 die Voreinschnitte im Gebiet Arvins erstellt. Für La Punt ist es eine Befreiung und für das Engadin ein Qualitätssprung.

    Neuer Tunnel für die Surselva
    Zwischen Disentis und Curaglia ersetzt ein rund 500 Meter langer Neubau den maroden Tunnel Las Ruinas samt zwei dazugehörigen Galerien. Drei Jahre dauern die Arbeiten, der Verkehr bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb. Weil der neue Tunnel teils direkt neben dem bestehenden verläuft, sind nächtliche Sperren unumgänglich. Ein Eingriff, der Rücksicht verlangt, aber notwendig ist.

    Malix fünf Jahre Arbeit vor dem Abschluss
    Auf der Julierstrasse zwischen Chur und Malix stehen die Zeichen auf Finale. Das Teilstück liegt in einem Rutschgebiet und wurde über fünf Jahre stabilisiert, verbreitert und begradigt. Bis Juli sollen die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. Als sichtbares Zeichen des Neubeginns erhält die Strecke einen Velostreifen. Ein Projekt, das aus der Not entstand und als modernes Strassenstück endet.

    Infrastruktur als Investition
    Graubünden zeigt mit seiner Bausaison 2026, dass Infrastruktur kein Selbstläufer ist. Wer 1360 Kilometer Kantonsstrassen durch alpines Gelände, Rutschgebiete und Hochwasserzonen betreibt, muss kontinuierlich investieren. Weniger Baustellen, grössere Projekte, das ist keine Sparübung, sondern eine strategische Entscheidung für nachhaltige Qualität.

  • Mietendeckel frisst seine eigenen Kinder

    Mietendeckel frisst seine eigenen Kinder

    Seit die Wohnschutzverordnung in Basel-Stadt im Mai 2022 in Kraft trat, sind die Baugesuche für Mietwohnungen um 76 Prozent eingebrochen. 2024 wurden im Stadtkanton nur noch 151 Neubauwohnungen fertiggestellt, weniger als ein Viertel des langjährigen Durchschnitts. Während Zürich im gleichen Zeitraum einen Anstieg der Baugesuche von 20 Prozent verzeichnete, kam die Bautätigkeit in Basel faktisch zum Stillstand.

    Sanierung bleibt aus, Gebäude verlottern
    Regulierung bremst nicht nur den Neubau, sie lähmt auch die Erneuerung des Bestands. Handwerksbetriebe klagen über ausbleibende Aufträge; einzelne Betriebe suchen Arbeit im 40 Kilometer entfernten Fricktal. Nötige energetische Sanierungen unterbleiben, Liegenschaften verfallen. Das trifft letztlich die Mieterinnen und Mieter selbst und konterkariert jeden Anspruch an Klimaschutz.

    Genf 40 Jahre Regulierung, 40 Jahre Rückstand
    Genf kennt seit 1983 einen der strengsten Mieterschutze der Schweiz. Das Ergebnis ist ernüchternd. 83,5 Prozent der über 40-jährigen Wohngebäude wurden nie umfassend modernisiert, gegenüber 47,6 Prozent in Basel und 41,3 Prozent in Zürich. Neumieter zahlen in Genf im Schnitt 30 Prozent mehr pro Quadratmeter als Bestandsmieter. Strenger Mieterschutz schützt also vor allem jene, die bereits eine günstige Wohnung haben. Also nicht jene, die eine suchen.

    Das eigentliche Problem, zu wenig Angebot
    Wer Mietpreise senken will, muss das Angebot erhöhen. Das bedeutet schnellere Bewilligungsverfahren, mehr Verdichtung, mehr Ersatzneubauten und Aufstockungen sowie weniger Einsprachen. Der Kantonsrat Zürich hat bereits zwei Gegenvorschläge erarbeitet, die auf bessere Rahmenbedingungen statt auf Verbote setzen. Das ist die richtige Richtung.

    Was Zürich entscheiden muss
    Der Wohnungsmarkt im Kanton Zürich steht unter Druck, das ist real. Doch ein Mietendeckel löst das Problem nicht, er verschärft es. Basel und Genf sind keine Theorie, sondern gelebte Warnung. Am 14. Juni hat Zürich die Wahl aus Fehlern lernen oder sie zu wiederholen.

  • Wer zahlt, wer wohnt, wer profitiert?

    Wer zahlt, wer wohnt, wer profitiert?

    Das von Zimraum und Stratcraft entwickelte SOSDA-Framework erfasst die soziale Performance von Wohnimmobilien entlang von neun Kennzahlen in drei Scopes, Mieter, Nachbarschaft und Gesellschaft. Der Datenpool umfasst 30 Portfolios mit rund 68’500 Wohnungen von 17 Eigentümerinnen. Darunter Pensionskassen, Anlagestiftungen, kotierte Fonds und gemeinnützige Wohnbauträger. Eine Datenbasis, die erstmals Vergleiche ermöglicht.

    Bezahlbarkeit hält sich besser als erwartet
    78 Prozent der Wohnungen im Datenpool gelten gemäss SOSDA-Definition als bezahlbar. Die Nettomiete macht weniger als ein Drittel des monatlichen steuerbaren Medianeinkommens in der jeweiligen Gemeinde aus. Selbst im Neubausegment liegt dieser Wert bei 58 Prozent. Bei institutionellen Portfolios erreichen 48 Prozent der Neubauwohnungen diesen Schwellenwert. Das widerspricht dem verbreiteten Bild, wonach Neubau und Bezahlbarkeit sich grundsätzlich ausschliessen.

    Hohe Zufriedenheit, solide Verwaltungsqualität
    Die Mietzufriedenheit ist bemerkenswert hoch. 90 Prozent der Befragten sind mit ihrer Wohnung eher bis sehr zufrieden. 83 Prozent geben auch ihrer Liegenschaftsverwaltung gute Noten. Das Wohnumfeld überzeugt ebenfalls. 85 Prozent sind mit ihrer Nachbarschaft zufrieden, 77 Prozent bewerten die nachbarschaftlichen Verhältnisse positiv. Qualität ist im Schweizer Wohnungsmarkt offensichtlich kein Zufallsprodukt.

    Familienwohnungen bleiben unterbelegt
    Beim Thema Belegungseffizienz offenbart der Benchmark eine strukturelle Schwäche. Nur 58 Prozent der Wohnungen erfüllen die «Zimmer minus 1»-Regel. Bei Familienwohnungen mit vier und mehr Zimmern sinkt dieser Anteil auf 41 Prozent. Gemeinnützige Portfolios schneiden bei Familienwohnungen zwar leicht besser ab als institutionelle, der Unterschied bleibt aber gering. Hier liegt ein klares Optimierungsfeld für alle Marktteilnehmer.

    Vermietungspraxis unter der Lupe
    Erstmals dokumentiert der Benchmark auch, an wen Wohnungen tatsächlich vermietet werden. Die Bandbreite ist erheblich. Je nach Portfolio gingen zwischen 46 und 100 Prozent der Familienwohnungen an Haushalte mit Kindern. Nur 9 Prozent der Wohnungen wurden an Senioren vermietet. Der Anteil preisgünstiger Wohnungen, der an Haushalte mit tiefen Einkommen floss, variiert zwischen 30 und 50 Prozent. Die Datenbasis ist noch limitiert, aber die Richtung ist klar. Soziale Performance lässt sich künftig nicht mehr wegdiskutieren.

  • Daran liegts: Nutzungs- und Betriebskonzepte als Schlüssel zu bedürfnisgerechten Sportanlagen

    Daran liegts: Nutzungs- und Betriebskonzepte als Schlüssel zu bedürfnisgerechten Sportanlagen

    Von der Wettkampfstätte zur Anlage für Freizeit und Bewegung
    In den letzten fünf Dekaden hat sich das Sportverhalten in der Bevölkerung – sei es auf individueller Basis oder auch im organisierten Sport – stark verändert. Neue Trainingsgewohnheiten, signifikant gestiegene Bevölkerungszahlen, eine zunehmende Professionalisierung im Vereinssport sowie veränderte gesellschaftliche Bedürfnisse haben dazu geführt, dass Anlagen heute deutlich mehr leisten müssen als noch vor 50 Jahren. Dazu gehören auch Aspekte wie Gender- und Altersgerechtigkeit, die heute als selbstverständlich erachtet werden.

    Entsprechend sollte am Anfang jedes Infrastrukturprojektes nicht die bauliche Lösung im Vordergrund stehen, sondern die Frage nach einem tauglichen Nutzungs- und Betriebskonzept (inklusive Wirtschaftlichkeitsrechnung). Allzu oft wird jedoch vorschnell ein Planer beauftragt, ehe die Projektgrundlagen und Abhängigkeiten zu anderen Institutionen und Projekten benannt worden sind. Das Resultat ist dann die Ausarbeitung volumetrischer Optionen, nicht aber von strategischen Optionen für die betroffenen Gemeinden. Als Spezialist für die strategische Nutzungs- und Betriebskonzeption verfügt BPM Sports über mehr als 20 Jahre Erfahrung in diesem Bereich.

    Was zeichnet also ein gutes Nutzungs- und Betriebskonzept aus? Im Grundsatz umfasst es drei prägende Ebenen:

    • Strategisch-konzeptionell: Zweck, Zielgruppen, Angebot, Business-Case, Strategie, Trägerschaft
    • Operativ-konzeptionell: Maximale Auslastung und Nutzung mit Mehrwert
    • Operativ: Personalbedarf, Wartung, Besuchermanagement, Eigenfinanzierung des Unterhalts

    Auf der strategischen Ebene gilt es die Frage nach der Daseinsberechtigung – dem Zweck der Anlage – zu beantworten. Diesen gilt es zu schärfen und gegenüber sämtlichen Stakeholdern klar zu definieren. Je besser das gelingt, desto einfacher verläuft im Anschluss auch die Kommunikation mit den Steuerzahlenden sowie den ultimativ in die Planung involvierten Parteien.

    Zu den zentralen Elementen gehören:

    Politische Leadership: Sportanlagenprojekte benötigen breite Unterstützung. Eine wahrnehmbare, kontinuierliche und starke politische Führungsarbeit ist deshalb unabdingbar.

    Adressierte Zielgruppen: Es gilt die Nutzergruppen und deren Bedürfnisse zu identifizieren. Dazu gehört das Erfassen von Routinen und Erwartungen, aber auch von künftigen Entwicklungen. Daraus abgeleitete Frequenzen und Kapazitäten sind zentral, um die Anlage sowohl für Nutzer:innen und Betreiber:innen optimal auszulasten.

    Geschärftes Angebot: Raumangebot und Funktionalitäten werden zielgerichtet formuliert, mit einem Fokus auf Energie- und Personalkosten. Diese richten sich nach den formulierten Bedürfnissen, mit direkten Auswirkungen auf die Folgekosten einer Anlage.

    Erstellungskosten vs. Folgekosten: Letztere stehen (zu) oft im Schatten und rücken tendenziell erst in einer späteren Projektphase in den Fokus. Dabei ist eine frühzeitige Betrachtung der Folgekosten hilfreich, um die finanzielle Tragfähigkeit einer Anlage sicherzustellen.

    Anlagenstrategie: Ein wirksamer Hebel, um Betriebskosten und Ertragspotentiale vorherzusehen. Gerade bei saisonalen Anlagen wie Freibädern oder Eissportanlagen können komplementäre oder ergänzende Angebote Erträge steigern und den Ressourcenbedarf beeinflussen.

    Trägermodell: Hier ist die Vielfalt der Modelle gross. Verschiedene Organisationsformen (Verwaltungen, Aktiengesellschaften, Private-Public-Partnerships) bieten unterschiedliche Vorteile, wobei sich die PPPs in den letzten Jahren zunehmend etablieren konnten und speziell dem wenig rentablen Vereins- und Breitensport neue Möglichkeiten bieten.

    Weitere Erfolgsfaktoren auf operativ-konzeptioneller und operativer Ebene sind:

    Auslastung: Eine hohe Auslastung zu generieren, ist eine Herausforderung. Denn nicht immer geht diese aufgrund unterschiedlicher Kaufkraft der Zielgruppen sowie unvermeidbarem Verschleiss mit Rentabilität einher. Ein entscheidender Punkt sind zudem Garderoben und Ladeflächen. Wurden sie beim Bau aus Spargründen vernachlässigt, wirkt sich dies negativ auf Kapazitäten und damit auf die maximale Auslastung aus.

    Personal: Mitarbeitende von Sportanlagen sind Identifikationsfaktoren. Um dieses Potential optimal zu fördern, gilt es Betriebswege kurz und übersichtlich zu halten und effiziente Arbeitsabläufe zu gestalten. Diese können mit dem entsprechenden Layout der Anlage sowie der einzelnen Räume gewährleistet werden.

    Fazit: Ein Nutzungs- und Betriebskonzept für Sportanlagen ist ein komplexes Zusammenspiel aus strategischen, operativen und wirtschaftlichen Faktoren. Richtig zusammengestellt und angewandt, bildet es die Voraussetzung für den langfristigen Erfolg und die Rentabilität einer Anlage.

    BPM Sports ist ein schweizweit tätiger Spezialist für öffentlich-rechtliche Sportinfrastrukturen mit Sitz in Bern. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Beratung, Begleitung und Unterstützung unterschiedlichster Sportanlagenprojekte – und -betriebe, gehört das 2006 von Inhaber Rainer Gilg gegründete Unternehmen zu den führenden Dienstleistern in diesem Bereich.

  • Industrieunternehmen stabilisiert Umsatz und investiert in neue Standorte

    Industrieunternehmen stabilisiert Umsatz und investiert in neue Standorte

    Die Kistler Gruppe konnte 2025 ihren Umsatz laut einer Mitteilung stabil halten: Mit 424 Millionen Franken nahm er währungsbereinigt um 1 Prozent und in Franken um 5 Prozent ab. Als belastende Faktoren führt das Unternehmen insbesondere den starken Schweizer Franken ins Feld, aber auch die stagnierende deutsche Automobilindustrie sowie geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, unter anderem im Zusammenhang mit der amerikanischen Zollpolitik. Der Auftragseingang blieb mit einem Minus von währungsbereinigt 2 Prozent und 6 Prozent in Franken hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück.

    „Mein erstes Jahr als CEO war herausfordernd, aber wir haben wichtige Weichen gestellt – unter anderem durch angepasste regionale Strukturen, die es uns ermöglichen, noch flexibler auf unterschiedliche Marktbedingungen zu reagieren“, wird Marc Schaad zitiert. Auf das Geschäftsjahr 2026 blicke er verhalten optimistisch. „Wir planen, durch gezielte Investitionen weiter zu wachsen, insbesondere in asiatischen Märkten wie China.“

    Für Asien plant Kistler eine neue Zentrale in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. In den USA hat Kistler sein Führungsteam verstärkt. In Deutschland liegt der Fokus in der Entwicklung neuer Anwendungen, um Umsatzrückgänge im Automobilsektor zu kompensieren. Zum Wachstum der Gruppe sollen 2026 auch neue Produkte beitragen. 9 Prozent des Umsatzes fliessen in Forschung und Entwicklung.

    In Winterthur treibt Kistler die Vorbereitungen für eine neue, hochautomatisierte Sensorfabrik voran. „Die Smart Factory ist für uns eine langfristige Investition und ein klares Bekenntnis zum Standort Winterthur“, so Schaad. Derzeit befinde sich das Unternehmen „in einer intensiven Planungs- und Klärungsphase“.

  • Schweizer Energieverbrauch ist leicht gewachsen

    Schweizer Energieverbrauch ist leicht gewachsen

    In der Schweiz wurde 2025 laut einer ersten Schätzung des Bundesamtes für Energie (BFE) leicht mehr Energie verbraucht als im Vorjahr. Der Verbrauch stieg auf 778‘630 Terajoule. Im Vorjahr waren es 776‘220 Terajoule gewesen.

    Den grössten Anteil machte auch 2025 Energie aus Erdölprodukten aus. Diese lieferte 351‘420 Terajoule. Im Vorjahr waren es noch 354‘810 Terajoule gewesen. Der Verbrauch von Strom stieg auf 209‘340 Terajoule, im Vorjahr 207‘040 Terajoule. Der Verbrauch von Gas sank von 95‘480 auf 93‘840 Terajoule. Der biogener Treibstoffe, von Biogas, Sonne und Umweltwärme stieg von 38‘390 auf 40‘090 Terajoule.

    Das BFE weist darauf hin, dass die Schätzung provisorisch sei. Der definitive Endenergieverbrauch soll am 18. Juni veröffentlicht werden.

  • Der Turnaround ist real USZ dreht ins Plus

    Der Turnaround ist real USZ dreht ins Plus

    Wer durch das Hochschulquartier fährt, sieht es sofort. Kräne. Baugruben. Grossbaustelle. Der Campus Mitte entsteht und mit ihm der Anspruch, Spitzenmedizin langfristig neu zu definieren. Die Investitionen laufen. Die Frage war lange, wie trägt die Bilanz das mit? Nun gibt es eine Antwort.

    Die Trendwende ist real
    36 Millionen Franken Gewinn. Erstmals seit 2019. Ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 31 Millionen Franken. Der Kontrast ist deutlich und die Richtung stimmt.
    Stationäre Fälle stiegen um knapp 3 Prozent, ambulante Besuche um 5 Prozent auf rund 882’000. Mehr Patienten, bessere Auslastung, konsequentere Prozesse. Das Ergebnis ist kein Zufall. Der Turnaround ist real. Die Arbeit hat gerade erst begonnen.

    Digitalisierung zahlt sich aus
    Seit CEO Monika Jänicke 2023 die Führung übernahm, gilt die klare Strategie «USZ 2030». Effizientere Abläufe, stärkere Digitalisierung, fokussierte Medizin. So stieg die EBITDA-Marge stieg von 2,9 auf 6,6 Prozent. Stark, aber noch nicht am Ziel. Der Kanton als Eigentümer fordert 10 Prozent. Bei gleichem Tempo ist das 2026 erreichbar. Bei der Eigenkapitalquote, knapp 40 Prozent, ist die Zielvorgabe bereits erfüllt.

    Der Kanton zieht mit
    Die Investitionen laufen parallel zum Ergebnisaufbau. Je rund 100 Millionen Franken flossen 2023 und 2024 in Immobilien. Der Kanton stützt das Projekt und nîmmt 690 Millionen Franken Kapitalmarkt auf. Dies zu besseren Konditionen als das Spital selbst je erhalten würde und gibt das Geld weiter.
    Die Gewinnreserven, 2024 auf unter 200 Millionen gesunken, steigen nun wieder auf rund 230 Millionen Franken. Das Polster wächst.

    Nicht nur das USZ
    Der positive Trend ist kein Einzelfall. Die Integrierte Psychiatrie Winterthur schloss 2025 mit 1,8 Millionen Franken Gewinn ab. Nach roten Zahlen im Vorjahr. Patientenzahlen plus 5 Prozent. Daraus ist ersichtlich, Kantonale Gesundheitsinstitutionen reagieren auf den Kostendruck, mit Struktur, Effizienz und Klarheit.

  • Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Stromerzeuger investiert weiter in flexible Energieproduktion

    Alpiq hat 2025 laut einer Mitteilung einen Nettoumsatz von 5920 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr waren es noch 6366 Millionen gewesen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 572 Millionen, 310 Millionen weniger als im Vorjahr.

    Der Stromerzeuger mit Sitz in Lausanne begründet den deutlichen Rückgang vor allem mit dem ungeplanten Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen, an dem er einen Anteil von 40 Prozent hält. Das Kernkraftwerk ist wegen einer Modernisierung des Systems der Wasserversorgung seit Mai 2025 nicht mehr am Netz. Der Energiehandel fuhr 2025 ein negatives Ergebnis von 35 Millionen Franken ein. Im Vorjahr hatte er noch ein positives Ergebnis von 30,1 Millionen Franken erzielt.

    Die Finanzlage von Alpiq ist mit einer Eigenkapitalquote von 61 Prozent stark. Das Unternehmen setzt daher auf weitere Investitionen in seinen Wachstumsbereichen und schüttet eine Dividende in Höhe von 230 Millionen Franken aus.

    „Wir richten Alpiq für die Zukunft aus: Unsere Strategie ist auf Flexibilität, Modernisierung der Kraftwerke und kundenorientierte Energielösungen ausgerichtet“, wird CEO Antje Kanngiesser in der Mitteilung zitiert. „Damit festigen wir unseren Beitrag zur europäischen Energiezukunft.“

  • Baustoffindustrie verzeichnet profitables Wachstum

    Baustoffindustrie verzeichnet profitables Wachstum

    Der Zuger Baustoffkonzern Holcim erzielte 2025 laut einer Mitteilung einen Jahresumsatz von 15,7 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 3,0 Prozent in lokaler Währung entspricht. Der wiederkehrende EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg auf 2,88 Milliarden Franken (+10,3 Prozent). Die wiederkehrende EBIT-Marge verbesserte sich um 80 Basispunkte auf „branchenführende“ 18,3 Prozent. Der Gewinn pro Aktie vor Wertminderungen und Veräusserungen erhöhte sich um 5,0 Prozent auf 3,22 Franken. Starke Rückgänge gab es beim Konzerngewinn (-73,4 Prozent auf 387 Millionen Franken) und dem Gewinn pro Aktie (-73,1 Prozent auf 0,70 Franken). Dieser sei „durch einen nicht geldflussrelevanten Effekt geprägt, welcher durch Wechselkursveränderungen bei der Veräusserung des Geschäfts von Holcim in Nigeria verursacht wurde“.

    Besonders im vierten Quartal beschleunigte sich das profitable Wachstum. Der wiederkehrende EBIT legte in lokaler Währung um 12,2 Prozent auf 601 Millionen Franken zu. Der Quartalsumsatz belief sich auf 3,82 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 3,4 Prozent in lokaler Währung entspricht.

    Nach Produktlinien verzeichnete der Bereich Building Materials ein organisches Umsatzwachstum von 5,1 Prozent auf 11,56 Milliarden Franken. Building Solutions verbuchte dagegen einen organischen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent auf 5,85 Milliarden Franken.  Regional entwickelte sich Europa rückläufig beim Umsatz (organisch -2,4 Prozent), während der wiederkehrende EBIT um 7,4 Prozent auf 1,47 Milliarden Franken stieg. Die Marge lag bei 17,0 Prozent. In Lateinamerika wuchs der Umsatz organisch um 4,9 Prozent auf 3,09 Milliarden Franken, während der wiederkehrende EBIT organisch leicht um 0,5 Prozent zurückging. In Asien, dem Nahen Osten und Afrika legte der Umsatz organisch um 10,0 Prozent auf 3,62 Milliarden Franken zu. Der wiederkehrende EBIT stieg dort organisch um 20,5 Prozent, die Marge erreichte 24,6 Prozent

    Ein wichtiger Wachstumstreiber für Holcim waren 2025 die insgesamt 21 abgeschlossenen Transaktionen, von denen 18 wertsteigernd wirkten. CEO Miljan Gutovic bedankt sich in der Mitteilung bei den 45’000 Mitarbeitenden: „Gemeinsam haben wir sämtliche Ziele für 2025 erreicht.“ Für 2026 rechnet der Konzern mit einem organischen Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent sowie einem organischen Anstieg des wiederkehrende EBIT von 8 bis 10 Prozent. Zudem erwartet das Unternehmen eine weitere Verbesserung der Marge beim wiederkehrenden EBIT.

  • Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property informiert in einer Mitteilung über sein Geschäftsergebnis 2025. Der Liegenschaftsertrag erreichte 349,2 Millionen und lag damit um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Auf vergleichbarer Basis (like-for-like) resultierte jedoch ein Wachstum von 1,3 Prozent, vor allem durch Indexanpassungen. Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge belief sich auf 225,4 Millionen, beziehungsweise 4,91 Franken pro Aktie. Der Reingewinn stieg um 8,9 Prozent auf 408,5 Millionen Franken, massgeblich infolge höherer Portfolioaufwertungen von 231,1 Millionen Franken. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 8,91 Franken, die Dividende pro Aktie auf 3,95 Franken.

    Der Portfoliowert stieg per Ende 2025 auf 10,1 Milliarden Franken  mit 150 Anlageliegenschaften und zehn Entwicklungsliegenschaften. Die Neubewertung wurde vor allem durch Vermietungserfolge im High-Street-Retail in Zürich sowie steigende Marktmieterwartungen in Toplagen getragen. Die Leerstandsquote lag bei 3,5 Prozent. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WAULT) betrug 4,9 Jahre, bei den grössten Mietern 5,3 Jahre.

    Insgesamt bliebt der Schweizer Markt für Geschäftsliegenschaften stabil, so die Mitteilung. 2025 waren demnach besonders hochwertige Büroflächen in zentralen Lagen gefragt. In Genf und Zürich blieb die Nachfrage nach Innenstadtlagen hoch, während die Märkte in Bern und Lausanne stabil verliefen. In Basel hielt das Überangebot an Büroflächen an. Der Investitionsmarkt belebte sich im Jahresverlauf dank moderat sinkender Zinsen und verbesserter Finanzierungskonditionen.

    PSP erwartet für 2026 eine weiterhin positive Marktentwicklung mit stabiler Mietnachfrage im Kerngeschäft. Niedrige Zinsen dürften den Transaktionsmarkt nach Unternehmensangaben stützen, während hochwertige Objekte knapp bleiben. Das Unternehmen will daher selektiv investieren, Chancen mit langfristigem Wertsteigerungspotenzial nutzen und seine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortsetzen.

  • Transformationsprogramm zeigt Wirkung beim Zugangstechnikspezialisten

    Transformationsprogramm zeigt Wirkung beim Zugangstechnikspezialisten

    Dormakaba hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26, also bis zum 31. Dezember 2025, einen Gesamtumsatz von 1,362 Milliarden Franken erzielt, ein Rückgang um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während die Volumen rückläufig waren, hatten „konsequente Preisrealisierungen“ laut einer Mitteilung ein organisches Wachstum von 2,0 Prozent zur Folge. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) wurden 211,9 Millionen Franken erwirtschaftet, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge konnte hingegen von 15,2 auf 15,6 Prozent gesteigert werden.

    „Im ersten Halbjahr 2025/26 haben wir unsere Transformation konsequent weiter umgesetzt und unsere bereinigte EBITDA-Marge gesteigert. Wir liegen bei der Umsetzung unserer Strategie auf Kurs und haben die vorgesehenen Kosteneinsparungen aus unserem Transformationsprogramm vorzeitig realisiert“, wird CEO Till Reuter in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr 2025/26. So erwartet dormakaba ein organisches Nettoumsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent, eine bereinigte EBITDA-Marge von mehr als 16 Prozent und eine bereinigte operative Cashflow-Marge zwischen 11,5 Prozent und 12,5 Prozent. Diese Marge hat im ersten Halbjahr noch 4,5 Prozent betragen, nach 7,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.