Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Im Juni wird das Wasserkraftwerk Schächen eingeweiht

    Im Juni wird das Wasserkraftwerk Schächen eingeweiht

    Am 27. Juni 2020 soll die offizielle Einweihung des neuen Kraftwerks (KW) Schächen stattfinden. Trotz der aktuellen Corona-Krise verläuft der Abschluss des Baus nach Plan. Das Kraftwerk wurde acht Jahre lang aufwendig geplant. Dafür konnte es bereits nach einem Jahr Bauarbeiten in Betrieb genommen werden. Denn es ging am 20. November 2019 ans Netz und produziert seit dem Strom für das Verteilnetz der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA). Mit einer Leistung von 16,4 Gigawattstunden versorgt es 3600 Haushalte.

    Die Herausforderungen beim Bau waren der Bau im dichtbesiedelten Wohn- und Wirtschaftsraum sei, auch die Verlegung der Druckleitung entlang der Klausenstrasse in Bürglen und Kirchenrütti und jetzt noch die Lieferungen mit der Corona-Krise. Doch aus heutiger Sicht kann man sagen, dass Termin- und Budgetplan eingehalten werden können. Insgesamt wurden 21.4 Millionen Franken investiert, dabei fliessen Aufträge in Höhe von 16 Millionen Franken in Unternehmen aus dem Kanton Uri.

  • Zug Estates Gruppe: Patrik Stillhart der neue CEO

    Zug Estates Gruppe: Patrik Stillhart der neue CEO

    Patrik Stillhart hat den Master of Science ETH als Bauingenieur und schloss ein Nachdiplomstudium als Immobilienökonom (EBS) ab. Später absolvierte er ein Executive Programm von HEC Paris und JLL mit Fokus auf Innovationsmanagement, Geschäftsstrategien und Leadership. Er war Senior Vice President der Sal. Oppenheim jr. & Cie. Corporate Finance (Schweiz) AG und Projektleiter bei der Ernst Basler & Partner AG mit Bauherrenberatungsmandaten. Seit 2011 ist er Managing Director und stellvertretender CEO der Jones Lang LaSalle AG (JLL Schweiz), die er mitgegründet hatte.

  • Holzbau: Neue Bauart mit Brettsperrholz

    Holzbau: Neue Bauart mit Brettsperrholz

    Das fünfstöckige Wohnhaus wurde von Architekten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und dem Design- und Bauunternehmen Placetailor geplant. Die Bauelemente aus dickem Holz werden vorproduziert und anschliessend auf der Baustelle montiert. Das Holz isoliert sehr gut, weshalb mit einem sehr niedrigen Bedarf für Heizung und Kühlung gerechnet werden kann. Deshalb soll das Haus so energieeffizient sein, dass die CO2-Emissionen praktisch bei null liegen.

    Holz soll nun dank neusten Entwicklungen auch für Gebäude mit bis zu 18 Stockwerken verwendet werden und nicht mehr nur für Einfamilienhäuser oder kleinere Apartmenthäuser. Das Gebäude in Boston wird über 14 Wohnungen verschiedener Grössen und ein Gemeinschaftsbüro im Erdgeschoss verfügen.

    Das Wohnhaus soll als Demonstrativobjekt für Passivhäuser dienen und der Beginn eines neuen Aufschwungs für Holzgebäude oder Hybridkonstruktionen sein. So würde sowohl ein Markt für nachhaltige Forstwirtschaftsprodukte als auch für die nachhaltigen Nullenergiehäuser entstehen.

  • Schweizweit erstmals wieder weniger Baufirmen gegründet

    Schweizweit erstmals wieder weniger Baufirmen gegründet

    Im Jahr 2019 wurden seit langem wieder mehr Löschungen als Neugründungen von Unternehmen in der Baubranche beobachtet, es wurden ein Minus von 748 Unternehmen dokumentiert. Generell ist die Lebensdauer vieler Unternehmen eher gering, viele Neugründungen verschwinden in den ersten drei Jahren wieder.

    Insgesamt gab es Ende 2019 in der Schweiz 61’475 Bauunternehmen. Der Kanton Zürich hatte dabei mit 8402 Unternehmen die meisten Firmen. In den einzelnen Branchenbereichen liegt jedoch im Hochbau der Kanton Waadt mit 632 Unternehmen vorne. Bern ist in der führenden Position mit 550 Holzbaufirmen und 133 Strassenbauunternehmen.

    Nach Branchen betrachtet lag im letzten Jahr der Bereich Elektroinstallation mit 6166 Unternehmen an erster Stelle. Darauf folgt der Hochbau mit 5253 Unternehmen und der Bereich Malerei mit 3765 Unternehmen.

  • Erfolgreiche Schweizer Energie-Start-ups

    Erfolgreiche Schweizer Energie-Start-ups

    Beim Start Up Energy Transition (SET) Award wird im Zusammenhang mit dem Preis auch eine Liste, die in Kategorien aufgeteilt ist, mit den 100 innovativsten Start-ups veröffentlicht. Es sind Jungunternehmen welche die Energiewende vorantreiben. Insgesamt haben sich 570 Start-ups aus 90 Ländern beworben. Umso stolzer kann man sein, dass es elf Jungunternehmen aus der Schweiz auf die Liste geschafft haben.

    Erneuerbare Energien und Materialien:
    dhp technology, Zizers (GR)
    Insolight, Lausanne
    Pexapark, Schlieren (ZH)
    RENERGON, Zürich
    Twingtec, Dübendorf (ZH)

    Digitale Energiesysteme:
    Adaptricity, Zürich
    Gilytics,  Zürich 
    Zaphiro, Ecublens (VD)

    Intelligente Mobilität:
    Ponera Group, Lugano

    Spezialkategorie Quality Acces:
    MPower, Volketswil (ZH)
    Power-Blox, Frick (AG)

  • Marc Pointet – der neue CEO von Ina Invest

    Marc Pointet – der neue CEO von Ina Invest

    Bereits mit der Präsentation des Jahresergebnisses 2019 hatte Implenia angekündigt in die neu gegründete Immobiliengesellschaft Ina Invest AG zu investieren. Das Unternehmen entwickelt und bewirtschaftet viele attraktive Immobilienprojekte an denen höchste Nachhaltigkeitsstandards angewendet werden sollen. Für die Ina Invest Holding AG sowie der Ina Invest AG konnte bereits Stefan Mächler als Präsident des Verwaltungsrates gewonnen werden und nun auch der Experte Marc Pointet als CEO.

    Marc Pointet ist ein ausgewiesener Experte und erfahrenen Manager mit ausgezeichneten Kenntnissen im gesamten Lebenszyklus von Immobilien. Zudem bringt er viel Erfahrung im arealübergreifenden Management eines Immobilienparks mit.

    Er absolvierte an der ETH Zürich den Master in Architektur und später ergänzte er seine Ausbildung um einen Executive MBA HSG an der Universität St. Gallen. Er arbeitete als Architekt und Projektleiter bei namhaften Unternehmen in der Bank- und Bauindustrie. So leitete er zum Beispiel bei Mobimo als Leiter Projektmanagement grosse Entwicklungsprojekte, unter anderem der Mobimo Tower in Zürich. Später leitete er als Mitglied der Geschäftsleitung sämtliche Aktivitäten in der Westschweiz. Mit dieser Funktion konnte er die Region Westschweiz aufbauen und die Planung und Ausführung von mehreren zukunftsweisenden, grossen Entwicklungsarealen führen.

  • UBS: Stärkster Preisanstieg auf dem  Schweizer Immobilienmarkt seit 2014

    UBS: Stärkster Preisanstieg auf dem Schweizer Immobilienmarkt seit 2014

    Der Schweizer Eigenheimmarkt verzeichnete im vergangenen Jahr den stärksten Preisanstieg seit 2014, schreibt die UBS in einer Mitteilung. Wohnungen und Häuser würden sich gleichermassen um rund zwei Prozent verteuern. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die im letzten Jahr auf ein neues Allzeittief gesunkenen Hypothekarzinsen. Besonders an teuren Zentrumslagen fielen sinkende Kapitalkosten mehr ins Gewicht als in der Peripherie. So stiegen die Preise für Wohneigentum am stärksten in den urbanen und wirtschaftsstarken Regionen wie rund um den Genfersee sowie in den Grossregionen Zürich und Basel. Im Luxussegment war die Preisentwicklung dreimal so stark wie im Schweizer Durchschnitt.

    Anstieg der Eigenheimpreise
    Claudio Saputelli, Head Swiss & Global Real Estate von UBS Global Wealth Management, rechnet auch für das laufende Jahr mit einem leichten Anstieg der Eigenheimpreise. «Begünstigt wird dies durch ein tiefes Neuangebot von Eigenheimen im Vergleich zu Mietwohnungen.» Aktuell dürften Eigenheime nur rund 40 Prozent aller Baugesuche ausmachen, verglichen mit noch 50 Prozent im Jahr 2012. Zurzeit werden mehr als 15 Prozent der ursprünglich als Eigenheim verkauften Wohnungen vermietet und weitere 20 Prozent der Eigenheime als Zweitwohnsitz erworben.

    Rund 44 000 Wohnungen weniger bewilligt
    Knapp 70 000 Mietwohnungen beziehungsweise 2,8 Prozent des Bestandes dürften per Ende 2019 leer gestanden haben, rechnet die UBS vor. Das entspreche etwa einer Verdoppelung in den letzten fünf Jahren. Allerdings habe das Überangebot das Interesse der Investoren bisher erst geringfügig reduziert. Vergangenes Jahr wurden mit rund 44 000 Wohnungen hingegen 14 Prozent weniger bewilligt als im Vorjahr. Bei den Baugesuchen sei jedoch nur eine zögerliche Abnahme feststellbar.

    Schmerzensgrenze bei Leerständen erreicht
    Der Wohnungsbau verlagert sich hin zu Regionen ohne Leerstand. So wurden im Jahr 2019 die meisten Baugesuche, anteilsmässig mehr als 1,5 Prozent des jeweiligen Wohnungsbestands, in den Agglomerationen der Wirtschaftszentren Zürich, Genf und Luzern gestellt. «Der Leerstand schmälert in den am stärksten betroffenen Regionen wie Solothurn und dem Tessin zusehends die Mietzinserträge», sagt UBS-Immobilienexperte Claudio Saputelli. «Dort liefert im Durchschnitt jede Wohnung bereits einen Monat pro Jahr keine Einnahmen», sagt der Immobilienfachmann. Bei jeder sechsten Wohnung ist dieser Wert doppelt so hoch. «Für institutionelle Investoren dürfte die Schmerzensgrenze bei den Leerständen wohl erreicht sein.» Die Preise von Mehrfamilienhäusern würden sich seit 2016, trotz sinkender Diskontierungssätze, nicht verändern. Preisanstiege verzeichneten fast ausschliesslich Spitzenlagen. Die Angebotsmieten dürften auch 2020 nochmals um rund ein Prozent sinken, was das Potenzial für höhere Kaufpreise einschränkt.

    «Büroflächen an Zentrumslagen waren im vergangenen Jahr die bessere Investition als Liegenschaften in der Peripherie», so Saputelli. Die Zentren würden stark von einem durch Kleinunternehmen und Neugründungen und einer entsprechenden Nachfrage nach flexiblen Büroflächen profitieren. Noch liegt der Marktanteil flexibel vermieteter Flächen gemessen am Total der Büroflächen unter einem Prozent – Tendenz steigend.

  • BIMtoFM – Integration der Planungsmethodik  BIM in die Gebäudebewirtschaftung

    BIMtoFM – Integration der Planungsmethodik BIM in die Gebäudebewirtschaftung

    Immer mehr Neubauprojekte, ob im Wohnungswesen oder komplexe Office- und Gewerbeeinheiten, werden mit Hilfe von Building Information Modelling (BIM) realisiert. Doch für Investoren und Bauherren mit Weitblick und Interesse an einer effizienten, nachhaltigen Bewirtschaftung macht das Planungstool nicht vor der Betriebsphase halt. Im Gegenteil: Ist ein Objekt mit BIM erstellt worden, profitieren die Eigentümer / Investoren, Nutzer sowie Facility-Management-Dienstleister von Vorteilen bei Strukturierung und Übernahme aller betrieblich relevanten
    Informationen und Daten in die IT-Systemlandschaft des Gebäudebetriebs. Hierfür ist es aber erforderlich, ein sogenanntes «BIMtoFM»-Konzept schon vor Bezug des Objekts aufzusetzen. Es garantiert einen systemgestützten Immobilienbetrieb (BIM Asset Management, Facility Management Applications (FMA), Operations & Maintenance (O&M)), der auf einer konsistenten und umfassenden Datenbasis und Unternehmensanalyse beruht. Facility-Management-Modelle bieten eine grosse Informationsquelle, einschliesslich zusätzlicher räumlicher Daten, Leistungsdaten, Elementattribute und Geräteparameter, die für den Betreiber zu Verfolgungszwecken wichtig sind, das heisst Seriencodes,
    Garantien, Betriebs- und Wartungshandbücher usw. Letztere umfassen die betriebsrelevanten Bereiche und Funktionen, Steuerung und Ausführung der operativen FM-Prozesse sowie die bestehenden IT-Systeme. Die Daten können zusätzlich verwendet werden, um die Raumnutzung, die wirtschaftliche Entscheidungsfindung, die kurzfristige und langfristige Planung, die Kostenauswirkungen der Änderung oder Aufrüstung von Gebäudebeständen, die steuerliche Aufteilung der Kosten und die Führung einer aktuellen umfassenden Datenbank zu bestimmen. Die Schlüsselrolle fällt der Entwicklung einer zukünftigen Immobilien-IT-Systemarchitektur und einer datenaffinen Betriebsorganisation zu.

    Warum aber sollten sich institutionelle Investoren mit der Thematik beschäftigen? Wo liegen die Mehrwerte von BIM für Financiers und Eigentümer? Standen für sie bislang primär Lage, Flächen- und Nutzungsfragen im Vordergrund, so ist es inzwischen auch im Real Estate Investment & Asset Management Alltag, dass die Bewirtschaftung eines Immobilienportfolios durch einen externen Dienstleister erfolgt. Wenn der Investor selbst noch wenige Bewirtschaftungsprozesse ausführt, kann er diese dennoch mit Hilfe von BIM aus monetärer Sicht positiv evaluieren.

    Erfolgreiches Modellprojekt mit Mobimo
    Für unseren Kunden Mobimo Management AG in Küsnacht, vertreten durch Projektleiter Andreas Wende, haben wir beispielhaft ein «BIMtoFM»-Projekt in einen Bewirtschaftungsprozess integriert. Mobimo ist eine der führenden Immobilien-Investmentgesellschaften der Schweiz. Die Qualität des Portfolios steigert das Unternehmen laufend, indem es eigene Objekte entwickelt und bestehende Liegenschaften gezielt aufwertet. Mit der Mobimo FM Service AG gehört ein auf alle Facetten des Facility Managements spezialisiertes Unternehmen zur Mobimo-Gruppe und erbringt Dienstleistungen für Mobimo-eigene Liegenschaften.

    Zu Beginn des Projekts, an dem mehrere Fachabteilungen an unterschiedlichen Drees & Sommer Standorten beteiligt waren, standen folgende Fragen im Raum: Wie können Informationen aus dem BIM-Modell in die betriebliche IT-Systemlandschaft von Mobimo transferiert werden? Welche Schnittstellen und Datenaustauschformate werden für die Implementierung in das CAFM-System und die Asset Management-Systeme benötigt? Wie müssen zukünftig BIM-Projekte beauftragt werden, um die richtigen Informationen für den Gebäudebetrieb zu erhalten?

    «Um ein erfolgreiches «BIMtoFM»-Konzept zu gestalten, war es wichtig, dass eine gründliche Unternehmensanalyse durchgeführt wurde: Einerseits haben wir bei Mobimo bestehende Strukturen und Prozesse aus betrieblicher Sicht analysiert, um den Umfang der Integration von Gebäudedaten in die Prozesslandschaft abschätzen zu können – andererseits untersuchten wir die immobilienrelevante IT-Systemlandschaft und deren Funktionen & Schnittstellen, um den Vernetzungsgrad zwischen den betrieblichen Systemen zu ermitteln», so der Projektleiter Lukas Manuel von Rotz von Drees & Sommer. Wie schon erwähnt, ist die IT-Architektur ein Kern von «BIMtoFM». Wir wollten wissen: Welche Applikationen sind in der Beschaffung oder werden in Kürze beschafft? Welche strategischen Vorgaben bestehen, und wie beeinflussen diese neue betriebliche Systemlandschaften?

    Strukturierte Workshops mit den Stakeholdern
    Um die Bedürfnisse aller Stakeholder zu erfassen und die betrieblichen Anforderungen an die Gebäudeinformationen seitens Mobimo zu evaluieren, führten wir strukturierte Workshops durch. Die Tiefe der Datenabfrage erfolgte auf Basis der Kernprozesse der Stakeholder. Interne Schnittstellen wurden berücksichtigt, bestehende Prozesse hinterfragt und optimiert. Durch diese Auseinandersetzung mit den für jeden Stakeholder relevantesten Immobiliendaten konnten wir die Anforderungen an die betrieblichen Daten strukturiert aufnehmen und in der Analyse verarbeiten. Was wir allen Kunden empfehlen, galt auch hier: Daten, die nicht prozess-, sicherheits-, instandhaltungs- oder prüfungsrelevant sind und über keine Pflegeprozesse verfügen, werden aussen vor gelassen. Neben den Workshop-Ergebnissen flossen in die Analyse noch bestehende Standards von Mobimo, Richtlinien, IT-Systeme sowie insbesondere das CAFM-System des Gebäudebetreibers ein.

    Um jedoch eine zukunftsorientierte Bewirtschaftung der Objekte sicherstellen zu können, ist eine Definition der zukünftigen Bewirtschaftungsprozesse notwendig. So ist es zum Beispiel hilfreich, mögliche Innovationen immer in den Prozessen und Anwendungen zu analysieren. Aus all diesen Informationen entsteht ein Zielbild, das auf die IT-Systemarchitektur gespiegelt wird und als Basis für den Gebäudebetrieb dient. Die aus der Analyse resultierende Anforderungsliste sowie die Zielbild-Vorgaben werden dann in einer Datenbank gebündelt. Sie bietet verschiedene Kriterien an, zum Beispiel Einordnung der Priorität der Informationen, basierende Grundlage, Stakeholder, Zeitpunkt und Verantwortung über Datenlieferung, Übergabeformat oder Verantwortung des Pflegeprozesses.

    BIMtoFM ist ein ganzheitliches Tool
    Zusammengeführt werden in die BIM-Dokumente dann: Informationsanforderungen Auftraggeber (IAG) und Information Delivery Manual (IDM) mit betrieblicher Attributdefinition. Mit dem BIM-Abwicklungsplan werden die projektspezifischen Anforderungen definiert sowie deren Umsetzung mit den Projektbeteiligten der Planung und Ausführung als Vertragszusatz vereinbart. Die anschliessende Überführung der Daten in die jeweiligen Systeme erfolgt via Data-drops. Wichtig an dieser Stelle sind die Anforderungen an die Funktionalität der IT-Systemarchitektur:
    -Ist es im Einzelfall notwendig, über bidirektionale Schnittstellen zwischen betrieblichen Softwares zu verfügen?
    -Wie werden die BIM-Modelle gepflegt, welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Sind die dafür notwendigen Kompetenzen vorhanden?
    -Welche «Insellösungen» sind erforderlich und woher beziehen diese ihre Daten?

    Praxistipp: Die entstandenen Überlegungen und Prozessabläufe sind zwingend zu dokumentieren, sodass der zukünftige Betreiber über ein klar definiertes «Gebäudebetriebsdatenkonzept» verfügt. Es gibt das strategische und operative Management von betrieblichen Daten vor, inklusive eines Datenpflegekonzeptes sowie Verantwortlichkeiten, regelt Kompetenzen sowie die Entwicklung und Implementierung eines betrieblichen Datenqualitätssicherungssystems. Investoren im Immobilienmarkt sind deshalb gut beraten, wenn sie bei einem «BIMtoFM»-Vorhaben schon in der Projektierungsphase Experten hinzuziehen – für eine Strategieberatung, für Ausschreibung und Implementierung von RE-IT oder für einen Fullservice inklusive Projektbegleitung und Change Management. ■

  • Heute wird das Haus online verkauft

    Heute wird das Haus online verkauft

    Die Zahlen sind atemberaubend: Über 9 Millionen Besuche pro Monat, mehr als 200 Millionen Aufrufe, 112.000 derzeit vorhandene Anzeigen, 3.000 Firmenkunden und 10.000 Privatkunden. Mit einer solchen Dimension wird das digitale Portal homegate.ch nun von Immobilienbetreibern als das am besten geeignete professionelle Werkzeug zur Präsentation ihrer Immobilienobjekte anerkannt. Ein Schaufenster, das offensichtlich auch bei Benutzern sehr beliebt ist, wie die obigen Zahlen belegen.

    Wie Pietro Izzi, Leiter des Tessin-Portals, mitteilte, begann alles am 1. März 2001 in Zürich mit der Gründung der Homegate SA und der anschließenden Integration in das Angebot des damaligen Schweizer Immobilienmarktführers Immopool. Im Dezember dieses Jahres wurde die Website www.homegate.ch online gestellt. Seitdem ist alles gewachsen und homegate.ch ist seit Jahren die unbestrittene Immobilienplattform Nummer eins in der Schweiz und bietet die größte „Reichweite“ von allen. Heute ist die Homegate Group mit der 100% igen Zugehörigkeit zur ImmoStreet SA (www.immostreet.ch) auch auf dem Markt präsent und verfügt neben Zürich über Niederlassungen in Lausanne und Berlin. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund hundert Mitarbeiter, von denen die meisten Experten in den Bereichen digitale Immobilienforschung, digitaler Immobilienhandel, Immobilienfinanzierung, Produkt- und Webentwicklung, Datenmanagement und Marketing sind.

    Einfach und effektiv
    Das Erfolgsgeheimnis, betont Pietro Izzi, liegt auch in der äußerst einfachen Art des Einfügens von Anzeigen, die es den Nutzern ermöglicht, sehr schnelle Veröffentlichungsverfahren für ihre Angebote von Immobilien zum Verkauf oder zur Miete zu nutzen. In der Praxis kann jeder in wenigen Minuten eine Anzeige veröffentlichen und seine Angebote für zum Verkauf oder zur Miete stehende Immobilien problemlos verwalten. In der Praxis kann jeder in wenigen Minuten eine Anzeige veröffentlichen und seine Werbung sowie alle Kontakte zu Nutzern problemlos verwalten.

    Da Homegate SA Teil der Tamedia-Verlagsgruppe ist, profitieren Werbetreibende außerdem von einem großen Verlagsnetzwerk, das auf enorme „Feuerkraft“ angewiesen ist. Tatsächlich werden die Anzeigen auf der Online-Plattform auch auf den verschiedenen Medienkanälen der Presseorgane der Tamedia-Gruppe veröffentlicht, mit einer weit verbreiteten Verbreitung in der ganzen Schweiz. Als Beispiel kann gesagt werden, dass eine im Tessin veröffentlichte Immobilienverkaufsanzeige in jeder Ecke der Schweiz zu sehen ist. Eine wirklich bemerkenswerte Möglichkeit, die selbst dem kleinen privaten Werbetreibenden maximale Sichtbarkeit ermöglicht.

    Alles für zu Hause
    Aus Sicht der Nutzer, dh derjenigen, die ein Immobilienobjekt zum Kauf oder zur Miete suchen, wird die Vollständigkeit und Qualität der angebotenen Anzeigen und Dienstleistungen, die alle Segmente des Immobilienmarktes abdecken, besonders geschätzt. Die Plattform wird in der Tat durch zusätzliche Dienste verschiedener Art bereichert, wie das sehr nützliche Handbuch zur Welt des Mietens, zahlreiche praktische Tipps zum Umzug und viele Tricks, um Ihr Zuhause besser zu genießen. Es gibt sogar einen sehr beliebten Blog mit Tipps zum Thema „Livestyle“, z. B. Ideen für die Inneneinrichtung und die neuesten Immobilientrends. Schließlich bietet die Homegate AG zusammen mit der Kantonalbank Zürich eine unabhängig verwaltbare Online-Hypothek für die gesamte Schweiz an. Kurzum: Die ganze Welt des Hauses ist nur einen Klick entfernt. ■

    Kontakt

    Homegate SA
    Werdstraße 21
    8004 Zürich

    0848 100 100

    info@homegate.ch
    www.homegate.ch

  • Ein Berghaus mit «einfachem» Luxus

    Ein Berghaus mit «einfachem» Luxus

    Im Sommer 2018 hat der Franzose Michel Reybier das 4-Sterne-Haus «Schweizerhof Zermatt», am Fusse des Matterhorns, erworben, schreibt die Hotel und Touristik Revue (htr). Die 95 Zimmer und Suiten wurden vom Design- und Architekturbüro Kristian Gavoille & Valérie Garcia komplett neu gestaltet. Die Räume sind offen angeordnet. Ziel des Umbaus war laut den Besitzern, ein Berghaus mit einem «einfachen und echten Luxus» zu schaffen, betonen die Betreiber. Das Hotel möchte mit neuesten Technologien eine konsequent moderne und zeitgemässe Vision der Hotellerie verfolgen. Dazu gehören Hochgeschwindigkeits-Wi-Fi in den Zimmern, Netflix- und Spotify-Zugänge. Eine spezielle Anwendung ermögliche es zudem den Gästen, Tische zu reservieren, Rechnungen zu bezahlen, Wellnesstermine zu buchen, Zimmer aus der Ferne zu öffnen und mit dem Team zu interagieren. 

  • Die gelebte Marke

    Die gelebte Marke

    Die Vorgeschichte
    Die Region – nennen wir sie Musterland – ist eine in ein ländliches Umfeld eingebettete Agglomeration mit einer Zentrumsstadt von rund 25’000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die gesamte Agglomeration beheimatet rund 60’000 Personen.

    Die Region wagt nun einen Schritt in die Zukunft und hat in eine gemeinsame Standortmarketing-Organisation investiert. Sie vergibt das entsprechende Mandat an eine Persönlichkeit, die in der regionalen Wirtschaft und Politik bekannt und geschätzt ist. Sowohl die ansässige Wirtschaft mit deren Verbänden (Industrie-, Handels- und Gewerbeorganisationen) als auch die knapp zwanzig Gemeinden umfassende Region geben eine Verpflichtungserklärung ab, und beteiligen sich in einer zeitgemässen Public-Private-Partnership an der Organisation.

    Der neue Standortmarketer erhält sogleich den Auftrag, der Region eine attraktive Marke mit modernen, zukunftsgerichteten Werten zu «verpassen». Dies tut er zusammen mit einer anerkannten Branding-Agentur. Der Auftritt der «neuen» Region ist erfrischend und vermittelt das Bild eines innovativen, offenen und liberalen Standorts.
    Obwohl dies eine fiktive, für diesen Artikel erfundene Ausgangslage ist: In der kleinräumigen Schweiz dürften einige Standortmarketing-Organisationen so oder ähnlich institutionalisiert worden sein. Dies die Vorgeschichte.

    Nach dem Aufstieg kommt die Stagnation
    Beim Markenaufbau in dieser Fallstudie wird übrigens Vieles richtig gemacht. Die Investoren sprechen bereits nach einem guten Jahr sehr positiv auf die Marke an, und nach etwas mehr als fünf Jahren hat die Region in der Ansiedlung von Firmen und Privatpersonen schon recht beachtliche Erfolge aufzuweisen.

    Doch ab dem verflixten siebten Jahr beginnt das «Aufwärts» zu stagnieren. Die Organisation verliert in der Region schleichend an Rückhalt, obwohl ihr Ansehen bei Investoren und externen Partnern immer noch sehr gut ist.

    Was ist hier passiert?
    Es wurde in dieser Region zwar motiviert und erfolgreich in eine neue Marke investiert. Was allerdings nie berücksichtigt wurde, war die Einstellung der ansässigen Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger zu den Werten der neuen Marke. Die gelebten Grundwerte der Region waren nämlich eher konservativ. Mehr und mehr biss sich die liberal und offen auftretende Marke (mit dem entsprechenden Markenverhalten der Standortmarketing-Organisation) mit den effektiv gelebten Werten in der Region. Die Region entfremdete sich – salopp gesagt – immer mehr von der Marke. Nachvollziehbar, denn die gelebten Werte der Bürgerinnen und Bürger und Organisationen sind über Jahrzehnte entstanden und gefestigt worden. Leider übertrug sich die «Entfremdung» immer mehr auch auf die Vermarktungssorganisation. Deren anfänglicher guter Ruf litt.

    Analogien und Ungleichheiten zur Wirtschaft
    In einem Unternehmen wird begleitend zum Aufbau einer neuen Marke mit frischen Werten richtigerweise ein Veränderungsprozess aufgesetzt. Die neuen Werte werden intensiv nach innen kommuniziert, und mit vielen kleineren und grösseren Massnahmen werden «Stakeholder» in der Organisation an die neuen Werte herangeführt. Manchmal kommt es vor, dass man sich von einzelnen Akteuren trennen muss, damit ein solcher Veränderungsprozess erfolgreich wird.

    Viele Elemente eines solchen Veränderungsprozesses gelten im Standortmanagement genauso. Doch sie sind wesentlich komplexer anzuwenden und umzusetzen. Von ansässigen Firmen, die sich ungenügend mit neuen (Marken-)Werten identifizieren, kann man sich schlecht trennen. Bürgerinnen und Bürger, welche die Werte einer neuen Regionsmarke nur schwer vertreten können und wollen, kann man auch nicht einfach entlassen.

    Standortentwicklung und Veränderungsmanagement als Aufgabe im Standortmanagement
    Und nun kommt unser Standortmarketer wieder ins Spiel. Der Name sagt es: Der Marketer vermarktet die Region. Aber kann/muss/darf er auch die Rolle eines Standort- und Change Managers einnehmen? Hat er die Legitimation und das Wissen, in das komplexe und naturgemäss träge «System» einer Region einzugreifen? Ist er in der Lage, Veränderungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld zu initiieren? Und kann er eine eher konservative Region in einen innovativen, offenen und liberalen Standort transformieren? Und dies erst noch innert einer nützlichen Frist?

    In der Regel nicht, denn die vier Rollenbilder im Standortmanagement (siehe Illustration) können kaum von einer einzigen Person ausgefüllt werden. Standortmanagement ist eine komplexe Aufgabe. Das sollte beim Aufbau einer (neuen) Marke berücksichtigt werden. Seit Jahrzehnten existierende Werte können nicht einfach so über den Haufen geworfen werden. So sollte eine neue Marke entweder auf bestehende Werte aufbauen. Im andern Fall muss der Standort sanft an die Werte einer neuen Marke herangeführt werden.

    Ob diese Aufgabe durch einen Standortmarketer wahrgenommen werden kann oder muss, ist fraglich. Und doch muss die Rollenverteilung unbedingt berücksichtigt werden, damit am Ende des Tages eine Marke auch funktioniert und mit den gelebten Werten eines Standorts korreliert.

    *Markus Müller ist Vorstandsmitglied der SVSM, entwickelte und führte mehr als 10 Jahre eine Standortmanagement-Organisation. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Firma «SOULWORXX», die heute unter anderem im Bereich der Standortentwicklung und -innovation tätig ist. ■

  • Digitale Grüße aus Moskau

    Digitale Grüße aus Moskau

    „Wenn wir nicht aufpassen, wird der Zug in den kommenden Jahren ohne uns abfahren“, wundert sich Thomas H. Henle, Präsident der Schweizer Sektion von FIABCI (Internationaler Verband der Immobilienberater und Immobilienmakler), einer internationalen Organisation, die dies bringt zusammen Immobilienprofis. „Die großen Internetunternehmen Google, Amazon, Facebook und Apple, aber auch andere Akteure in der Immobilienbranche wie Airbnb stehen am Anfang und werden in den kommenden Jahren in die Immobilienbranche eintreten. Das ist sicher. „

    „Wir können mehrere wichtige globale Trends erkennen“
    Die Zusammenfassung von Thomas H. Henle am dritten Tag des FIABCI-Weltkongresses in Moskau stößt auf großes Interesse. Kurz zuvor hatte Wouter Truffino den Weg der Immobilienbranche skizziert. In der russischen Metropole beeindruckte der niederländische PropTech-Spezialist und Gründer der Netzwerke Holland Contech & Proptech und Global PropTech nicht nur die Schweizer Delegation. „Derzeit sind mehrere wichtige globale Trends sichtbar: Mit der Entwicklung und Implementierung ultraschneller drahtloser Netzwerke wird sich unsere Welt wieder schneller verändern“, ist Truffino überzeugt. Die Google Group wird in Kürze in der Lage sein, das Verbraucherverhalten mithilfe intelligenter Sensortechnologie und künstlicher Intelligenz vorherzusagen, und Google wird beispielsweise in der Lage sein, das Design von Einkaufszentren zu optimieren. Dies ist nur eines von vielen praktischen Beispielen, die sich direkt auf die Immobilienbranche auswirken.

    Mobilitätslösungen für Megastädte
    Die jungen Mitglieder von FIABCI-Suisse, Anaïs und Jonas Fatio, waren hauptsächlich an Diskussionen über die Nutzung und zentrale Speicherung gemeinsam genutzter Daten sowie über Cloud-Lösungen im Immobiliensektor interessiert. „Es war sehr aufregend zu sehen, wie unterschiedlich die teilnehmenden Länder in diesen Bereichen sind. Natürlich lösten diese Themen auch interessante Diskussionen unter Immobilienfachleuten aus aller Welt aus, die in Moskau präsent sind. “ Anaïs und Jonas Fatio sind bei der Engelmann AG beschäftigt, einem traditionellen Immobilientreuhänder in der Region Biel. Die beiden unterstreichen auch eine interessante Podiumsdiskussion am zweiten Tag des Kongresses: Maurice Leroy, ehemaliger französischer Stadtminister (2010–2012), berät heute den Bürgermeister von Moskau in Mobilitätsfragen. „Seine Vision für die Zukunft der städtischen Verkehrslösungen in Megastädten wie Moskau ist äußerst interessant“, sagte Jonas Fatio.

    Besuch der großen Head-Liner-Projekte
    Für Thomas H. Henle, Präsident der FIABCI in der Schweiz, war die „Fallstudie“ mit Projektbesuchen in Moskau ein weiterer Höhepunkt der Reise nach Russland. Dazu gehörte beispielsweise die Baustelle des Projekts „HeadLiner“, ein 144.000 Quadratmeter großes multifunktionales Wohngebiet mit einem 53-stöckigen Turm in Shmitovskiy Prsezd in der Nähe der U-Bahn-Station Shelepikha. Im März wurde der Generalunternehmer für die zweite Bauphase ausgewählt. Was bei der Entwicklung dieses Projekts am bemerkenswertesten ist, ist Folgendes: die direkte und sehr intelligente Verbindung von Fußgängern mit dem zentralen Geschäftsviertel, die Reife der BIM-Anwendung, die das Marketing aus Plänen perfekt unterstützt, sowie die sehr kreative Marketingstrategie und seine Umsetzung. „Dadurch kann das Produkt im Zielkundensegment optimal vermarktet werden, beispielsweise durch das Angebot einer exklusiven Clubmitgliedschaft oder sogar mit einer eigenen Bekleidungskollektion“, sagte Thomas H. Henle.

    Wahl des neuen Weltpräsidenten der FIABCI
    Am letzten Tag des Weltkongresses traf sich die Generalversammlung und wählte aus ihrem Kreis den neuen Weltpräsidenten der Vereinigung, der noch ein Jahr lang sitzt. Der Bulgare Assen Makedonov hatte dieses Amt im vergangenen Jahr inne und zeichnete sich dadurch aus, dass er die Digitalisierung zu einem der Hauptthemen seiner Präsidentschaft machte. Dies war auch das Motto des Moskauer Kongresses „Das digitale Zeitalter der Immobilien“. Die fünftägige Veranstaltung umfasste zahlreiche Veranstaltungen und Konferenzen zum Thema PropTech, Blockchain, Smart Contracts und die allgemeine Entwicklung des Sektors. Als Präsident von FIABCI International wurde der 1979 geborene Walid Moussa schließlich zum Nachfolger von Makedonov gewählt. Er ist Gründungspräsident der FIABCI in arabischen Ländern und Präsident des Real Estate Syndicate of Lebanon (REAL). Der 71. FIABCI-Weltkongress findet 2020 in Manila (Philippinen) statt. Zum 20. Jahrestag des Vereins im Jahr 2021 wird der Versammlungsort die französische Hauptstadt sein, in der FIABCI gegründet wurde.

    FIABCI – Vernetzung auf der ganzen Welt
    Die Schweiz ist sicherlich nicht eines der Länder, die 1951 in Paris an der Gründung von FIABCI, dem Internationalen Verband der Immobilienberater, beteiligt waren. Zu dieser Zeit kamen die Teilnehmer aus den folgenden fünf Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich und den Vereinigten Staaten. Aber die Konföderation folgte bald danach. FIABCI ist mittlerweile in rund 70 Ländern vertreten und arbeitet seit fast 50 Jahren eng mit den Vereinten Nationen zusammen. FIABCI hat seit 1971 Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Auf Schweizer Ebene ist FIABCI die Dachorganisation von Immobilienverbänden wie dem Schweizerischen Immobilienverband SVIT oder dem Schweizerischen Berufsverband USPI. „Wir vertreten und vernetzen diese Berufsverbände und unsere einzelnen Mitglieder auf schweizerischer und internationaler Ebene“, sagte Thomas H. Henle, Präsident der FIABCI-SUISSE, der auch Geschäftsführer der IL Industrie-Leasing AG in Zug ist. ■

  • Die Südwestumfahrung Brugg  kostet 47 Millionen Franken

    Die Südwestumfahrung Brugg kostet 47 Millionen Franken

    Die Südwestumfahrung soll einerseits eine gute Anbindung des Aaretals an die A3 bringen und damit die Zentren von Brugg und Windisch entlasten, andererseits den Entwicklungsschwerpunkt Brugg-Windisch an das übergeordnete Nationalstrassennetz anbinden. Die Umfahrung Brugg steht in einem grossräumigen verkehrlichen Zusammenhang. In der Region Brugg-Windisch-Baden geht es vor allem um eine optimale Lösung des Verkehrs aus dem unteren Aaretal und vom westlichen Aaretal Richtung Schweizer Mittelland. Dies gelingt nur mit einer Gesamtlösung, welche etappiert realisierbar ist, schreibt das Departement Bau in einer Mitteilung.

    Im Richtplan festgesetzt
    Ein Blick zurück: Zur Sanierung des Verkehrssystems wurde mit Beschluss des Grossen Rats vom 8. Mai 2007 die Verkehrssanierung Brugg-Windisch im Richtplan festgesetzt. Diese bestand aus zwei Teilen: Südwestumfahrung Brugg und Nordumfahrung Windisch. Der Aargauer Grosse Rat hatte dem Projekt im März 2013 klar zugestimmt, doch gleichzeitig wurde das notwendige Quorum für das so genannte Behördenreferendum erreicht. Dies bedeutete, dass das Vorhaben den Aargauer Stimmberechtigten vorgelegt werden musste. Diese stimmten der Umfahrung im Juni 2013 ebenfalls klar zu. Inzwischen wurde die damalige Nordumfahrung Windisch planerisch vom Regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau OASE mit der Umfahrung «Zentrumsentlastung Brugg -Windisch» abgelöst. Wird die OASE wie vorgesehen Ende 2020 im Richtplan festgesetzt, soll die damalige Nordumfahrung Windisch aus dem Richtplan entlassen werden.

    Attraktive Alternative
    Die Umfahrung werde eine attraktive Alternative für den Verkehr aus dem westlichen Aaretal, aber auch aus den Wohnquartieren im Westen der Stadt zu den Autobahnanschlüssen im Birrfeld, schreibt die «Aargauer Zeitung». So bringe sie einerseits Entlastung in Scherz und Lupfig, befreie aber auch das Rütenenquartier in Windisch vom heutigen Schleichverkehr. ■

  • Das sind die grossen Zukunftspotenziale  im Zurzibiet

    Das sind die grossen Zukunftspotenziale im Zurzibiet

    Zurzibiet: Hier herrschen beste Aussichten zum Wohnen und Leben. Dank der unmittelbaren Nähe zu erstklassigen Forschungseinrichtungen und Hochschulen ist das Zurzibiet stets einen Schritt voraus. Hier wird nicht nur von Innovationen geträumt. Im Gegenteil: Es entstehen regelmässig marktreife Produkte mit einer Ausstrahlung weit über die Region hinaus. Als geografisch optimal gelegener Wohn- und Wirtschaftsraum punktet das Zurzibiet durch seine Nähe zu Metropolen in drei Ländern, nämlich Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Da der Einklang von Privat- und Berufsleben heute bei vielen Menschen mehr und mehr im Vordergrund steht, bietet sich das Zurzibiet in ganz besonderem Masse als Wohnort an. Hier gibt es alles: Nähe zum Arbeitsplatz, Nähe zur Natur, Nähe zu städtischen Zentren. Die Zurzibieter Gemeinden punkten aber nicht nur durch Nähe, sondern ebenso auf zwischenmenschlicher Ebene. Hier werden Freundschaft und Nachbarschaft in ihrer wahren Bedeutung noch besonders intensiv erlebt. Für seine vielseitigen Kultur-, Erholungs- und Sportangebote ist das Zurzibiet weitherum bekannt. Insbesondere die langjährigen Vereinstraditionen prägen das Dorfleben.

    Im Immobiliensektor sind die Potenziale gross: 234 Hektaren freies Bauland, 155 Hektaren in der Wohnzone gelegen: Das alles bietet Raum für beispielsweise über 3000 neue Einfamilienhäuser. Das alles passt ins Zurzibiet. Die Bodenpreise sind rund halb so hoch wie im Umland von Zürich. Ein Optimum: Beste Aussichten zum Wohnen und Leben bietet das Zurzibiet.

    Grosses Immobilienpotenzial
    Der Gemeindeverband ZurzibietRegio hat deshalb im Rahmen seiner aktiven Entwicklungsplanung bereits vor Jahren die Immobilien-potenziale aufgelistet und in einer Potenzialkarte der Region verortet. Diese basierte auf den 2011 verabschiedeten Grundlagen der Zurzibieter Vision und Charta. Zudem wurden zahlreiche Areale analysiert und in jeder Gemeinde die Verfügbarkeit von Bauland erhoben. Fazit: Im Zurzibiet ist der Anteil an Baulandreserven vergleichsweise sehr hoch. Die Region liegt im Kanton Aargau auf Rang drei hinter Aargau Süd und dem Fricktal. 217 Hektaren sind hier verfügbar. Diese liegen teilweise in grossen Entwicklungspotenzialen, die nachfolgend geschildert werden. Zudem ist der Einbezug der Forschungsinstitutionen als Potenziale nutzebar. Mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) und dem Parkinnovaare als Teil von Switzerland Innovation befindet sich gemäss dem kantonalen Richtplan im unteren Aaretal in den Gemeinden Würenlingen und Villigen ein wirtschaftlicher Entwicklungsschwerpunkt erster Ordnung für Forschung und Entwicklung. Dieser bietet ansässigen und künftigen Unternehmen mit Forschungsaffinität ein fokussiertes Unterstützungsprogramm mit vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit hoch qualifizierten Spezialisten und Forschern.

    Das Solvay Areal
    Das Areal Bad Zurzach Solvay bietet auf einer Fläche von 8,7 Hektaren eine Industriezone mit einem grossen Entwicklungspotenzial. Vorteile sind der grenznahe Standort zum EU-Raum, die gute Anbindung an internationale Verkehrswege und die professionelle Infrastruktur. In unmittelbarer Nähe zum Regionalzen­trum Bad Zurzach liegt ein bisher grösstenteils unüberbautes Grundstück, das aktuell als Acker, Wiese oder Weide genutzt wird. 10 Grundeigentümer sind in diesem Areal engagiert. Dazu gehören die LGZ Hoch­rhein AG und die Solvay AG, die den Industriepark Zurzach betreibt. Dieser bietet auf einer Gesamtfläche von 24 Hektaren alles, was Unternehmen von einem professionellen Standort erwarten: Individuell anpassbare Produktions-, Büro- und Lagerflächen, und vielseitige Serviceangebote.

    Diese Angebote machen aus dem Industrieparkgedanken einen Vorteil für alle: Die ansässigen Firmen konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft, und das Solvay­team kann deren Bedürfnisse an der Peripherie durch flexiblen Personaleinsatz zu attraktiven Preisen befriedigen. Das Solvay-Areal erstreckt sich über die beiden Gemeinden Bad Zurzach und Rekingen
    hinweg. Das Entwicklungspotenzial für das Solvay Areal ist positiv. In der Gemeinde Bad Zurzach sind produktions- und dienstleistungsorientierte Gewerbe­betriebe möglich. Zudem verfügt Bad Zurzach über ein vergleichsweise grosses Synergiepotenzial sowie ein Bevölkerungs- und Arbeitskräftevolumen.

    Areal Döttingen, Vorhard Ost
    Die baureife Gewerbezone von 2,3 Hek­taren ist heute grösstenteils Acker, Wiese oder Weide und wird teilweise auch als Schrebergärten und Gewerbe-Abstellplätze genutzt. Die teilweise in Gemeinde­besitz befindlichen Grundstücke liegen in acht Parzellen und verteilen sich auf sechs Grundeigentümer. Im Einzugsgebiet von Döttingen herrscht ein grosses Synergiepotenzial. Döttingen gilt als regionales Zentrum mit einer guten Verkehrsanbindung auch Richtung Baden/Zürich. Die Gemeinde Döttingen ist ein Winzerdorf mit Tradition und zählt rund 4000 Einwohner.

    Areal Döttingen, Vorhard West
    Die als langfristige Baugebietsreserve in Bearbeitung stehende Gewerbezone Vorhard West umfasst 2,6 Hektaren, befindet sich in unüberbautem Zustand und gehört teilweise dem Kanton Aargau. Acht Grundeigentümer sind hier involviert. In Döttingen sind überkommunale Arbeitsplatzzonen mit produktionsorientierten und dienstleistungsbezogenen Gewerbetreibern grundsätzlich möglich. Das Gebiet ist als Rekrutierungspotenzial gemäss Arbeitsplatzzone der dritten Dimension (Stapelung in der Höhe) prüfbar. Für den nördlichen Teil von Vorhard West werden in den zukünftigen Planungen auch Überlegungen zu einer geplanten neuen S-Bahnhaltestelle berücksichtigt.

    Bad Zurzach, Seeächer
    Für die Gemeinde Bad Zurzach ist eine Arealentwicklung auf dem Areal See­ächer in Richtung eines Hightech-Areals vorstellbar. Dieses in rund fünf Jahren baureife Gelände umfasst vier Hektaren und schliesst 18 Grundeigentümer mit ein. Als zu prüfender Ansatz gilt hier die Schaffung eines produktionsorientierten Gewerbeparks mit einem thematischen Fokus. Regional bereits stark verankert ist die Gesundheitsbranche.

    Böttstein, Grossacher
    Die Entwicklungszone Grossacher liegt in der Gemeinde Böttstein im Ortsteil Kleindöttingen und umfasst eine Fläche von rund acht Hektaren. Böttstein verfügt über hohe Lagequalitäten. Die Gemeinde ist gut erschlossen und verfügt über einen direkten Zugang zum Naherholungszentrum «Klingnauer Stausee» mit einer paradiesischen Tierwelt, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Die Entwicklungszone Grossacher ist heute weitgehend unüberbaut und liegt zwischen Siedlungs-, Dekrets- und Industriegebiet. Vorgesehen ist die Schaffung einer Zone für Wohnen und Gewerbe in den nächsten Jahren. Dies stellt für die Gemeinde Böttstein eine einmalige Chance für die Gemeindeentwicklung dar. Die herausragende Lagequalitäten haben eine grosse Bedeutung. Zur Sicherstellung einer qualitativ sinnvollen Entwicklung sind verträgliche Etappen in der Realisierung vorgesehen. Es soll ein lebendiges, durchmischtes und vielfältiges Quartier entstehen. Eine getrennte Erschliessung für Wohnen und Arbeiten ist vorgesehen. Es besteht ein Potenzial für 700 bis 900 Einwohner und rund 300 zusätzliche Arbeitsplätze. Auch Ladenflächen werden möglich sein.

    Grosser zentraler Grün- und Freiraum
    Vorgesehen ist ferner ein grosser zen­traler Grün- und Freiraum als Puffer für Freizeitnutzung zwischen Gewerbe- und Wohngebiet. Drei Grünachsen («grüne Finger»), eine sorgfältige naturnahe Gestaltung des Siedlungsrandes und eine begrünte arealinterne Haupterschliessungsstrasse sind vorgesehen. Mit einer getrennten Verkehrsführung für Wohn- und Arbeitsplatzgebiete und weitgehend unterirdischer Parkierung sowie einer attraktiven Durchwegung für Fuss- und Radverkehr ist ökologischen Gesichtspunkten Rechnung getragen.

    Neben diesen Zukunftsprojekten lassen sich im Zurzibiet zahlreiche weitere Projekte der Siedlungsentwicklung ausmachen, die sich sehen lassen können. Die Region setzt zudem auf eine nachhaltige Energiepolitik, die Schaffung einer Gesundheitsregion und arbeitet stetig auf eine Verbesserung der Verkehrserschliessung hin. ■