Kategorie: Regionen

  • Nachhaltige Bauprojekte im In- und Ausland gestartet

    Nachhaltige Bauprojekte im In- und Ausland gestartet

    Die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft Implenia konnte sich bei mehreren Ausschreibungen für Hochbauaufträge durchsetzen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, umfassen die Aufträge ein Gesamtvolumen von 160 Millionen Franken.

    In Bern wird das Unternehmen das neue Geschäftsgebäude des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) errichten. Der nachhaltige Bau wird aus einheimischen Hölzern und rezyklierten Beton gemäss der Standards für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) realisiert. Zudem hat Implenia mehrere Aufträge in Deutschland erhalten.

    In Mainz erhielt Implenia federführend gemeinsam mit den Partnern Gemünden und Apleona den Auftrag, ein neues, 10‘000 Quadratmeter umfassendes Forschungsgebäude für TRON zu errichten. Das Forschungsinstitut entwickelt neue Diagnostika und Wirkstoffe für immuntherapeutische Behandlungen.

    In Leipzig baut Implenia gemeinsam mit dem Partner GP Günter Papenburg AG eine sieben- bis achtgeschossige Wohnbausiedlung auf neun zusammenhängenden Liegenschaften. Neben 202 Wohneinheiten sollen viele Gewerbe- und Nebenräume entstehen. Die Gebäude werden als Niedrigstenergiebauten entsprechend dem Effizienzhaus-55-Standard errichtet, die gesamte Anlage wird schlüsselfertig übergeben.

    Drei Wohngebäude mit 101 Einheiten werden in München errichtet, die bis 2026 übergabefertig sein sollen. Darüber hinaus wird Implenia bei einem bereits laufenden Projekt in Heilbronn eine weitere Etappe realisieren und ist mit einer Pre-Construction-Phase in Siegburg beauftragt worden.

  • Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Die Hochschule Luzern und ihr Industriepartner Matica haben eine Technologie entwickelt, mit der überschüssiger Solarstrom im Sommer in einem thermochemischen Verfahren verlustfrei gespeichert und im Winter zum Heizen genutzt werden kann. Eine erste Pilotanlage ist nun bei der Tierkörpersammelstelle (TKS) in Frauenfeld in Betrieb gegangen, informiert Matica in einer Mitteilung. Das Unternehmen aus Wagenhausen ist auf den Bau von Spezialbehältern wie Wassererwärmer sowie Wärme- und Kältespeicher spezialisiert.

    Die SeasON-Demonstrationsanlage in Frauenfeld nutzt Natronlauge als Speicher. Die Lauge wird im Sommer über den überschüssigen Strom der Solaranlage der TKS konzentriert, das abgeschiedene Wasser in separaten Tanks bei Raumtemperatur gelagert. Im Winter wird die konzentrierte Lauge wieder mit dem abgeschiedenen Wasser verdünnt. Dieses wird dabei mit Niedertemperaturwärme aus einer Wärmepumpe verdampft. Sowohl diese Verdampfungsenergie als auch die bei Verdünnung der Lauge aus deren exothermer Reaktion entstehende Wärme kann zum Heizen genutzt werden. Der Speicherwirkungsgrad der Anlage wird in der Mitteilung auf bis zu 95 Prozent beziffert.

    „SeasON löst gleich mehrere Herausforderungen der Energiewende und fördert nachhaltig effizientes Energiemanagement“, wird Benjamin Fumey von der Hochschule Luzern in der Mitteilung zitiert. „In der Entwicklung von SeasON haben wir uns gegenseitig bedingt und gleichzeitig eine Win-Win-Situation zwischen Forschung und Praxis geschaffen“, meint Matica-CEO Marc Lüthi. Eine zweite Demonstrationsanlage wird derzeit in der neuen Zustellstelle der Post in Kaltenbach TG installiert.

  • Erfolgreiche Finanzierung für intelligente Ladelösungen

    Erfolgreiche Finanzierung für intelligente Ladelösungen

    Die Sintio AG hat eine Seed-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen, informiert die 2020 gegründete Spezialistin für Ladelösungen in einem Beitrag auf LinkedIn. Dabei ist die Innovationsstiftung der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) als Lead-Investorin bei Sintio eingestiegen. „Die Stiftung hat bereits zahlreiche Technologie-Startups in der Schweiz erfolgreich begleitet und wir freuen uns, dass sie ihr Knowhow und ihr Netzwerk als verlässlicher Partner in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens einbringen wird“, schreibt das Jungunternehmen aus Freienbach im Beitrag.

    Sinito hat eine Software für den intelligenten Betrieb von Ladelösungen für E-Fahrzeuge entwickelt und 2022 an den Markt gebracht. „Die Sintio-Software ermöglicht die Messung, Steuerung und individuelle Abrechnung von Ladeenergie, was gerade für Liegenschaftsverwaltungen und Unternehmen mit Immobilienportfolios von grossem Nutzen ist“, schreibt die Innovationsstiftung der SZKB in einem eigenen Beitrag auf LinkedIn. Die Höhe der Investition der Stiftung und der insgesamt in der Finanzierungsrunde eingesammelten Mittel werden in den Beiträgen nicht kommuniziert.

  • Energieeinsparung durch KI

    Energieeinsparung durch KI

    Romande Energie stärkt seine Positionierung im Immobilienbereich. Der Waadtländer Energieversorger beteiligt sich laut einer Mitteilung an der yord GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg hat eine Anwendung entwickelt, mit welcher der Wärmeverbrauch in Gebäuden optimiert werden kann.

    Sensoren im gesamten Gebäude messen die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Helligkeit und die Luftqualität. Die Daten werden mit Künstlicher Intelligenz analysiert und dafür genutzt, die Wärmeversorgung an den tatsächlichen Bedarf der Nutzenden anzupassen. Die Lösung kann an alle bestehenden Heizungssysteme andocken. Die Optimierung des Wärmeverbrauchs erlaubt eine Energieeinsparung um bis zu 40 Prozent.

    Yord erwartet mit der Beteiligung von Romande Energie eine Beschleunigung seiner technischen und kommerziellen Entwicklung. „Als engagierter Akteur im Bereich Cleantech bildet Romande Energie einen strategischen Partner für unser Wachstum“, wird Sébastien Bron in der Mitteilung zitiert, CEO und einer der vier Mitgründer des 2021 gegründeten Unternehmens.

    Romande Energie will mit der Lösung von yord einen Mehrwert für die Kunden erzielen. „Der Ansatz von yord, den Energieverbrauch zu optimieren und dabei den Komfort zu erhalten oder sogar zu erhöhen, entspricht unserer Vision einer positiven Energiewende, bei welcher die Nutzenden im Mittelpunkt stehen“, wird Thibaud Weick zitiert, Leiter von RE Ventures, dem Beteiligungsarm von Romande Energie.

  • Blockchain-Plattform stärkt Immobilienhandel in Spanien

    Blockchain-Plattform stärkt Immobilienhandel in Spanien

    Die spanische Börse Bolsas y Mercados Españoles (BME), ein Unternehmen der SIX Gruppe, wird laut ihrer Medienmitteilung eine der Hauptaktionärinnen von OpenBrick. Die durch Grupo Lar, Renta 4 Banco und ioBuilders gegründete Madrider Firma entwickelt eine Plattform mit Blockchain-Technologie. Diese verbindet Emittenten, Investierende und Finanzintermediäre mit einer Vielzahl von Immobilienprojekten, deren handelbare Wertpapiere auf einem Primärmarkt erworben und anschliessend auf einem Sekundärmarkt gehandelt werden können. Neben BME sind auch Garrigues und Teras Capital neue strategische Partner.

    Der Markt wird ausserhalb von Banken als Finanzierungskanal fungieren. Dort sollen sich Immobilienakteure schneller und kostengünstiger Mittel zur Entwicklung ihrer Projekte besorgen können. BME wird über den spanischen Zentralverwahrer Iberclear die Rolle des Plattformbetreibers übernehmen und die Verwaltung des Handels- und Abwicklungssystems im Rahmen des DLT (Distributed Ledger Technology) Pilot Regimes der Europäschen Börsenaufsicht verantworten.

    OpenBrick hat im Februar 2023 mit einer positiven Vorbewertung die Zulassung zur Sandbox der spanischen Börsenaufsicht (CNMV) erhalten. Das Unternehmen erwartet den Angaben zufolge, über BME 2025 die EU-Lizenz für den Betrieb zu erhalten. Das erste Projekt startet mit dem Madrider Immobilienverwalter Alquiler Seguro.

    „Mit dieser Investition positioniert sich SIX als Hauptakteurin der digitalen Agenda der EU und bei der Weiterentwicklung der Finanzmärkte“, so Javier Hernani, Head Securities Services und Mitglied des Executive Boards von SIX. SIX sei überzeugt, „dass dies der erste Schritt auf einem langen und erfolgreichen Weg ist“.

  • Baubeginn für alpine Solaranlage in Klosters

    Baubeginn für alpine Solaranlage in Klosters

    Das alpine Solarkraftwerk Madrisa Solar kann gebaut werden. Die Madrisa Solar AG als Bauherrin hat laut einer Mitteilung den Bauentscheid gefällt. Die Anlage wird bei der Bergbahn Klosters-Madrisa auf einer Höhe von 2000 Metern über dem Meer errichtet.

    Die nach Süden ausgerichtete Anlage wird über eine Leistung von 12 Megawatt verfügen und soll pro Jahr 17 Gigawattstunden erzeugen, genug für die Versorgung von 3500 Haushalten. Der Strom wird von der EKZ mit Sitz in Dietikon ZH und von den Klosters-Madrisa Bergbahnen abgenommen. Ausser dem kantonalzürcher Energieversorger sind auch der Bündner Energieversorger Repower und die Gemeinde Klosters an der Madrisa Solar AG zu je einem Drittel beteiligt.

    „Für uns ist Madrisa Solar ein weiteres Engagement für die Energiewende“, wird Paul Sidler, Leiter erneuerbare Energien bei EKZ, in der Mitteilung zitiert. „Die alpine Solaranlage als Pionierprojekt stärkt künftig die Versorgungssicherheit im Winter.“

    „Ausschlaggebend für den positiven Entscheid waren der ideale Standort, die grosse Unterstützung der Gemeinde Klosters, die Partnerschaft mit EKZ sowie die gute Zusammenarbeit mit den kantonalen Amtsstellen und den Umweltschutzverbänden“, fügt Repower-CEO Roland Leuenberger hinzu.

    Klosters knüpft laut Gemeindepräsident Hansueli Roth an sein bisheriges Engagement an: „Klosters als Energiestadt will neben den bisherigen Wasserkraftnutzungen (seit über 100 Jahren) mit der Beteiligung an Madrisa Solar einen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien leisten und damit ihrer Mitverantwortung als Tourismusgemeinde mit hohem Winter-Energieverbrauch gerecht werden.“

  • Fortschrittliche Logistiklösung: Eröffnung des neuen Zentrums in Möhlin

    Fortschrittliche Logistiklösung: Eröffnung des neuen Zentrums in Möhlin

    Die Rhenus Logistics AG wird im Januar  in Möhlin nach anderthalb Jahren Bauzeit ihr neues Schweizer Logistikzentrum eröffnen. Dieses soll laut einer Mitteilung auf einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern insgesamt 30‘000 Lagerplätze umfassen.

    Das Logistikzentrum wird von rund 80 Mitarbeitenden bedient, die mit 30 P40-Robotern des chinesischen Herstellers Geek+ und sieben RoboShuttles zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll eine Zeitersparnis von 70 Prozent ermöglichen. Das Gebäude wird auch über spezielle Lagerräume etwa für temperaturgeführte Güter und für die Aufbewahrung von Gefahrenstoffen verfügen.

    Die Stromversorgung wird über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sichergestellt. Diese soll 1 Million Kilowattstunden pro Jahr erzeugen.

    „Unser neues Logistikcenter in Möhlin zeigt eindrucksvoll, wie moderne Logistik aussieht: mehr Automatisierung und erhöhte Effizienz bei gleichzeitiger Förderung von Arbeitsplätzen, Nachhaltigkeitszielen und Qualitätsansprüchen“, wird Andreas Stöckli, CEO Rhenus Alpina und Mitglied des Vorstands der Rhenus Gruppe, in der Mitteilung zitiert.

    Die Rhenus Gruppe mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Holzwickede und Schweizer Sitz in Basel ist an 1320 Standorten in über 70 Ländern präsent und erzielt einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro pro Jahr.

  • Pilatus Arena: Fortschritte im Bau und neue Eigentümerstruktur

    Pilatus Arena: Fortschritte im Bau und neue Eigentümerstruktur

    Die Schlieremer Halter Gruppe wird laut Medienmitteilung Hauptaktionär der Pilatus Arena Sports & Events AG (PASE) in Kriens. Halter wird mit 70 Prozent Mehrheitsaktionär. 30 Prozent hält die auf Immobilienbewirtschaftung und Stadiongastronomie spezialisierte Caranto AG aus Luzern. Die Pilatus Arena entsteht im Krienser Quartier Mattenhof und soll Sportereignissen und anderen Veranstaltungen Platz bieten. Die Arena hat Platz für maximal 4500 Zuschauer und soll laut Plan im vierten Quartal 2025 eröffnet werden. Derzeit wird der Innenausbau durchgeführt.

    Das Projekt wurde 2011 von Toni Bucher und Nick Christen lanciert und wird seit 2018 federführend von der Halter AG entwickelt, heisst es in der Mitteilung. Im November wurde die Pilatus Arena Sports & Events AG (PASE) gegründet, die als Betreibergesellschaft für den Betrieb der Arena verantwortlich sein wird.

    Die Arena wird die neue Heimstätte des Handballklubs HC Kriens-Luzern. Im Fokus stehen darüber hinaus laut der Mitteilung von Halter Länderspiele, nationale Finalspiele, Welt- und Europameisterschaften, Konzerte, Unternehmensveranstaltungen, Kongresse sowie Schul- und Hochschulsport. Die Betreibergesellschaft PASE übernimmt als Generalmieterin der Arena die Verantwortung für die Organisation und Vermarktung dieser Veranstaltungen.

    „Dass die Halter Gruppe nun auch den Betrieb der Pilatus Arena massgeblich übernimmt, ist eine ideale Konstellation. Die Zusammenarbeit zwischen den Partnern ist eingespielt und die Kompetenzen ergänzen sich optimal, wird Toni Bucher zitiert, Verwaltungsratspräsident der Bauherrin Pilatus Arena AG.

  • Innovationspreis für Schiebelösungen im Wirtschaftsraum Zürich

    Innovationspreis für Schiebelösungen im Wirtschaftsraum Zürich

    Die Hawa Sliding Solutions mit Sitz in Mettmenstetten ist Gewinnerin des vom Swiss Venture Club (SVC) aus Gümligen durchgeführten Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2024. Eine unabhängige, regionale Expertenjury hat laut einer Medienmitteilung den weltweit tätigen Anbieter für Schiebelösungen aus fünf Finalisten ausgewählt.

    Die Plätze zwei und drei gingen an Schneider Umweltservice aus Meilen und RepRisk aus Zürich. Auch LUZI aus Dietlikon (Platz 4) und die Hauenstein AG aus Rafz (Platz 5) erreichten Finalplätze.  

    Jurypräsident Christopher Blaufelder, Partner bei McKinsey & Company Switzerland, würdigte die Qualität und Innovationskraft der Hawa Sliding Solutions. „Es zeigt, dass Schiebetüren weit mehr als nur praktische Bauelemente sind. Sie machen ganze Raumteile unsichtbar, verwandeln sie in Designelemente und verbinden Funktionalität mit Ästhetik auf höchstem Niveau“, wird er in der Mitteilung zitiert.

    Wie das Familienunternehmen informiert, erschaffen 240 Mitarbeitende an zwei Standorten Schiebelösungen für Möbel, Türen, Trennwände und Fassaden. „Unsere Lösungen inspirieren Architekten, Designer und Verarbeiter zu Ideen, die sie gemeinsam mit uns erfolgreich umsetzen.“

    Der Swiss Venture Club hat den regionalen Mittelstandspreis zum neunten Mal verliehen. Der unabhängige Verein zur Förderung und Unterstützung von Schweizer KMU knüpft die Vergabe eigenen Angaben zufolge an verschiedene Kriterien wie innovative Produkte, Dienstleistungen, Firmenkultur, Qualität der Mitarbeitenden und des Managements sowie einen nachhaltigen Erfolgsausweis.

  • Neues Quartier am Bahnhof Pratteln geplant

    Neues Quartier am Bahnhof Pratteln geplant

    Ina Invest kann das heute gewerblich-industriell genutzt Areal Bredella West in Pratteln in ein gemischtes Quartier zum Leben und Arbeiten umbauen: Die Bevölkerung der Gemeinde habe dem entsprechenden Quartierplan mit 1903 Ja- gegen 1481 Nein-Stimmen zugestimmt, informiert die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Immobilienfirma in einer Mitteilung. „Wir freuen uns, dass sich die Bevölkerung von Pratteln entschieden hat, das heute schlecht genutzte Areal Bredella West zu öffnen und in ein attraktives, grünes und lebendiges Quartier zu transformieren“, wird Ina Invest-CEO Marc Pointet dort zitiert.

    Die Immobilienfirma will die Umgestaltung des Areals in mehreren Etappen angehen. Geplant sind „hochwertige Aussenräume und inspirierende Kombinationen von flexiblem, verdichtetem und nachhaltigem Lebens-, Arbeits- und Wohnraum“, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig soll das direkt am Bahnhof Pratteln liegende Quartier eine Schlüsselrolle für die Vernetzung der Quartiere nördlich der Bahngleise übernehmen.

  • Planung für neues Hochhaus in St.Gallen gestartet

    Planung für neues Hochhaus in St.Gallen gestartet

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG kann laut einer Mitteilung mit der konkreten Planung für ein Bauvorhaben mit Hochhaus an der Bogenstrasse in St. Gallen beginnen. Das transformierte Areal soll in Zukunft einen breiten Nutzungsmix aus Wohnen und Arbeiten sowie Gewerbe und Gastronomie in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof bieten.

    Der Sachverständigenrat für Städtebau und Architektur der Stadt St. Gallen hat den von der Halter AG in Zusammenarbeit mit den Architekten Herzog & de Meuron und den Landschaftsarchitekten Westpol erarbeiteten Projektentwurf zur planungsrechtlichen Umsetzung in einen Sondernutzungsplan freigegeben.

    Es liege nun ein umsetzungsreifes Richtprojekt vor, das als Basis für die jetzt parallel anstehenden Verfahren wie Sondernutzungsplanverfahren und Zonenplanänderungsverfahren diene, heisst es von der Halter AG. Diese dauern voraussichtlich rund 18 Monate.

    Im weiteren Projektverlauf soll unter anderem auch die detaillierte Gestaltung der Fassaden des neuen Hochhauses mit rund 80 Wohnungen festgelegt werden. Nach Rechtskraft der beiden Verfahren werde ein Baugesuch ausgearbeitet und das Baubewilligungsverfahren gestartet. Mit einem Baustart sei bei optimalem Projektverlauf im Jahr 2027 zu rechnen.

  • Winterthur passt Bau- und Zonenordnung an

    Winterthur passt Bau- und Zonenordnung an

    Die IVHB verfolgt das Ziel, zentrale Baubegriffe und Messmethoden schweizweit zu vereinheitlichen. Obwohl der Kanton Zürich dem Konkordat nicht beigetreten ist, setzt er die Harmonisierung um – ein bedeutender Schritt zur Vereinfachung des Planungs- und Baurechts. Winterthur integriert diese Änderungen nun in die lokale Bau- und Zonenordnung.

    Wesentliche Änderungen in der Bau- und Zonenordnung
    Die Teilrevision der BZO umfasst zahlreiche Anpassungen, die zwingend im Zusammenhang mit den IVHB-Baubegriffen stehen. So wurden 24 Absätze der BZO wurden eins zu eins angepasst. In 15 Absätzen erfolgte eine Überprüfung und Anpassung der Massen. Neu wird beispielsweise die Gebäudehöhe anhand der Fassadenhöhe definiert, was die bisherige Praxis der Vollgeschosse ersetzt.

    Einführung der Grünflächenziffer
    Dieser neue Begriff ersetzt die Freiflächenziffer und definiert das Verhältnis zwischen Grün- und Grundstücksflächen. So sollen unversiegelte, bepflanzte Flächen gefördert und naturnahe Eigenschaften gewahrt werden.

    Auswirkungen auf Baugesuche und Verfahren
    Die neue Grünflächenziffer unterliegt bereits einer «negativen Vorwirkung». Das bedeutet, dass Baugesuche sowohl nach den bisherigen als auch den neuen Regelungen geprüft werden. Projekte, die sich noch in der Bewilligungsphase befinden, müssen beide Kriterien erfüllen.

    Keine Mehrwertabgabe erforderlich
    Da durch die Anpassungen keine Planungsvorteile entstehen, entfällt eine Ausgleichspflicht gemäss dem Gesetz über den Mehrwertausgleich.

    Öffentliche Auflage und Mitwirkung
    Die Planungsunterlagen zur BZO-Teilrevision liegen vom 27. November 2024 bis 27. Januar 2025 öffentlich auf. In dieser Frist können Einwendungen beim Amt für Städtebau eingereicht werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und ihre Anliegen vorzubringen.

    Mit der Umsetzung der IVHB-Baubegriffe zeigt Winterthur Weitsicht. Einheitliche Definitionen und nachhaltige Bauvorgaben stärken den rechtlichen Rahmen und schaffen eine zukunftsorientierte Grundlage für städtische Entwicklungen.

  • Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Zukunftsperspektiven beim 103. immoTable Zug

    Stadtpräsident André Wicki eröffnete die Veranstaltung mit einem inspirierenden Blick auf die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Zug. Unter dem Motto „Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend“ hob er die Herausforderungen hervor, die mit nachhaltigem Wachstum, bezahlbarem Wohnraum und Klimaschutz einhergehen. Seine Visionen unterstreichen den Anspruch, Zug als innovativen und attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.

    Nachhaltige Strategien und wirtschaftlicher Erfolg
    Beat Bachmann präsentierte die Langzeitstrategie „Spirit of Zug“, die ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Ressourcenverbrauch schafft. Durch regionale Kooperationen und attraktive Bedingungen für Unternehmen wird die Region als führender Wirtschaftsstandort gestärkt. Die Innovationsplattformen, wie die HSLU und der Tech Cluster Zug, fördern technologische Fortschritte in Bereichen wie Energie, Mobilität und Dekarbonisierung.

    Erfolgreiche Projekte für modernes Wohnen und Gewerbe
    Lukas Fehr stellte das preisgekrönte Projekt „Papieri Cham“ vor. Das Quartier verbindet historische Substanz mit modernen Neubauten, nachhaltiger Architektur und grünen Freiräumen. Mit rund 1’000 Wohnungen und 40’000 Quadratmetern Gewerbeflächen setzt das Papieri-Areal neue Massstäbe für nachhaltiges Wohnen und Arbeiten.

    Materialinnovation im Holzbau
    Pius Kneubühler sprach über die Vorteile von Brettstapelkonstruktionen, die mit Schweizer Holz und minimalem Leim gefertigt werden. Diese Technologie fördert die nachhaltige Kaskadennutzung und kombiniert hohe Tragfähigkeit mit einer hervorragenden CO₂-Bilanz. Die Materialidentität steht dabei im Zentrum einer nachhaltigen Bauweise.

    Wasserbehandlung und Infrastruktursicherheit
    André Spathelf rundete den Anlass mit einem Vergleich der Schweizer Marktführer in der Wasserbehandlung ab. Er betonte die Bedeutung eines proaktiven Ansatzes bei der Überwachung und Instandhaltung von Wassernetzen. Dieser Ansatz sichert die Qualität und Nachhaltigkeit lebenswichtiger Infrastrukturen.

    Der 103. immoTable Zug hat erneut bewiesen, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist. Visionäre Projekte, technologische Innovationen und wirtschaftliche Strategien stärken Zug als führende Region der Schweiz.

  • Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Start des EU-Forschungsprojekts TIMBERHAUS zur Förderung des Holzbaus

    Anfang November ist das europäische Forschungsprojekt TIMBERHAUS in Kopenhagen gestartet, informiert die Empa in einer Mitteilung. Sie ist eine der 19 Partnerinnen und Partner aus insgesamt zehn Ländern, die an dem von der EU und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation finanzierten Projekt zur Förderung des Holzbaus in Europa teilnehmen. Innerhalb von vier Jahren sollen innovative Holzbautechnologien und Konstruktionen entwickelt werden, mit denen die CO2-Emissionen im Bausektor deutlich gesenkt werden können.

    Im Bausektor entstehen 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, schreibt die Empa. Der Einsatz von Holz könnte hier Abhilfe schaffen. Derzeit werden die zur Hälfte aus Laubholz bestehenden europäischen Waldressourcen aber nur «sehr ineffizient» und auf wenige Arten Nadelholz begrenzt für den Bau genutzt, erläutert Projektkoordinator Anders Kjellow vom Dänischen Technologischen Institut. «Mit TIMBERHAUS versuchen wir, diese Herausforderung zu bewältigen, um die nachhaltige Nutzung von Holz im Bauwesen zu erhöhen.»

    Die Empa trägt zum Projekt mit innovativen Prototypen bei, die mit digitalen Werkzeugen wie maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz erstellt werden. «Die Prototypen werden als praktische Beispiele dafür dienen, wie wir eine breitere Palette von Holzressourcen effektiv nutzen können», wird Empa-Forscher Mark Schubert in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, dem Bausektor praktikable und leistungsfähige Produkte zur Verfügung zu stellen, die den aktuellen Baustandards entsprechen und gleichzeitig die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern und die europäischen Klimaziele unterstützen.»

  • Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Das Dorint Resort & Spa in Locarno/Riazzino ist nach dreijähriger Bauzeit im Spätsommer dieses Jahres eröffnet worden, informiert Griesser in einer Mitteilung. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutz für Gebäude aus Aadorf hat zu dem Vier-Sterne-Hotel die Fassadenmarkisen beigetragen. Konkret wurden die Griesser-Produkte Solozip II und Soloscreen IV verbaut.

    «Nebst Zuverlässigkeit und geringer Wartungsintensität entschied ich mich aufgrund der Eleganz für die Solozip-Fassadenmarkisen», wird Simone Garofoli vom projektverantwortlichen Architekturbüro TIGESTIM in der Mitteilung zitiert. «Zudem passt dieses Produkt perfekt zur architektonischen Linearität der Fassade.» Bei der Wahl des Soloscreen überzeugte die Senkrechtmarkise von Griesser mit Farbgebung und dezenter Struktur: «Die Option der schwarzen Drahtseile macht die Trägerstruktur fast unsichtbar, wodurch das Gewebe des Stoffes in den Vordergrund gerückt wird», erläutert Garofoli.

  • Neues Hallenbad für dieKSS genehmigt

    Neues Hallenbad für dieKSS genehmigt

    Die Entscheidung der Schaffhauser Stimmbevölkerung ebnet den Weg für den Neubau eines modernen Hallenbads auf dem KSS-Areal. Mit einem Investitionsvolumen von 80 Millionen Franken stellt dieses Projekt einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der städtischen Infrastruktur dar. Der Neubau ist nicht nur eine Antwort auf die alternde bestehende Anlage, sondern auch ein Bekenntnis zur nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung.

    Der Neubau wird die bestehende Schwimmhalle aus dem Jahr 1972 ersetzen, die aufgrund ihres schlechten Zustands und der veralteten Technik nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht wird. Die letzten Sanierungsmassnahmen liegen mehr als 30 Jahre zurück, und die Anlage leidet unter gravierenden Mängeln wie Wasser- und Wärmeverlusten, mangelnder Barrierefreiheit und veralteten Sicherheitseinrichtungen. Hinzu kommt, dass das derzeitige Hallenbad den steigenden Besucherzahlen nicht mehr gerecht wird, was zu erheblichen Nutzungskonflikten führt.

    Ein Hallenbad für alle Generationen
    Der geplante Neubau wird nicht nur den bisherigen Standard übertreffen, sondern auch neue Massstäbe setzen. Mit einem Schwimmbecken, das acht Bahnen à 25 Meter umfasst, sowie einem Lehrschwimmbecken, einem Kursbecken mit Hubboden, einem separaten Sprungbecken und einem Kinderplanschbereich wird das Angebot deutlich erweitert. Zusätzlich wird ein Warmwasser-Aussenbecken und eine hochmoderne Wellness-Anlage entstehen, die verschiedene Saunen, ein Dampfbad und einen Saunagarten umfasst. Diese Einrichtung wird nicht nur den sportlichen Bedürfnissen, sondern auch den steigenden Ansprüchen der Bevölkerung an Wellness und Erholung gerecht.

    Ein zentrales Element des neuen Konzepts ist die Trennung der Becken nach Nutzungsschwerpunkten, um die heutigen Nutzungskonflikte zu vermeiden. Die neue Struktur ermöglicht es, die verschiedenen Angebote gleichzeitig und ohne Einschränkungen zu nutzen. Der zentrale Eingang des Neubaus wird eine effiziente Erschliessung aller Angebote sicherstellen und den Betrieb optimieren.

    Nachhaltigkeit als Leitprinzip
    Der Neubau des Hallenbads wird nach dem «Minergie-P-ECO Standard» realisiert, einem der höchsten Standards für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen in der Schweiz. Das Energiekonzept des Projekts sieht die umfassende Nutzung von Abwärme, insbesondere aus der benachbarten Eisbahn, sowie den Anschluss an einen lokalen Wärmeverbund vor. Diese Massnahmen tragen dazu bei, den ökologischen Fussabdruck des Neubaus erheblich zu reduzieren und Schaffhausen als Vorreiter im nachhaltigen Bauen zu positionieren.

    Neue Synergien und Einnahmequellen
    Das neue Hallenbad wird nicht nur sportliche und gesundheitliche Angebote bieten, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung sein. Ein öffentlich zugängliches Restaurant mit 130 Innen- und 150 Aussenplätzen wird zusätzliche Einnahmen generieren und die KSS-Anlage als Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung etablieren. Zudem wird eine Tiefgarage mit 150 Abstellplätzen die Erreichbarkeit verbessern.
    Ergänzende Mietflächen für Gesundheits- und Fitnessangebote runden das Konzept ab und tragen zur Attraktivität und Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts bei. Diese Synergien zwischen den verschiedenen Nutzungen stärken das KSS-Areal als zentralen Anlaufpunkt für Sport, Freizeit und Erholung in Schaffhausen.

    Wettbewerb und Projektsteuerung
    Nach der Zustimmung der Bevölkerung startet nun der Projektwettbewerb, dessen Ziel es ist, einen innovativen Entwurf für den Neubau zu finden, der die hohen Ansprüche an Architektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit erfüllt. Bis zum Sommer 2025 werden zwölf qualifizierte Teams ihre Vorschläge ausarbeiten, und das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Baustart ist für 2027 geplant, die Eröffnung des neuen Hallenbads für 2029/2030.

    Der Neubau des Hallenbads in Schaffhausen ist mehr als nur ein Bauprojekt – er ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit und die Innovationskraft der Stadt. Mit modernster Infrastruktur, nachhaltiger Bauweise und einem erweiterten Angebot wird das neue Hallenbad die KSS-Anlage zu einem noch attraktiveren und zeitgemässeren Freizeitort machen.

  • Die Schulanlage Steig wird erweitert und modernisiert

    Die Schulanlage Steig wird erweitert und modernisiert

    Die Schulanlage Steig, die älteste Primarschule in Schaffhausen, liegt im nordwestlichen Stadtteil, unweit der Altstadt und umfasst mehrere Gebäude unterschiedlichen Alters. Der Sanierungsbedarf ist erheblich, da die bestehende Infrastruktur den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Turnhalle aus dem Jahr 1892 und die Raumkapazitäten für die wachsende Schülerzahl genügen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen.

    Um den zukünftigen Bedarf abzudecken, plant die Stadt einen Neubau auf dem bestehenden Areal. Dieser soll eine neue Einfachturnhalle, zusätzliche Schulräume und Einrichtungen für die schulergänzende Hortbetreuung umfassen. Die Erweiterung ist Teil eines umfassenden Entwicklungskonzepts für die Primarschulen der Stadt Schaffhausen.

    Das Siegerprojekt und seine Elemente
    Ein Projektwettbewerb kürte das Projekt «cinque pi» des Architekturbüros Soppelsa Architekten GmbH und der Rosenmayr Landschaftsarchitektur GmbH zum Sieger. Dieses teilt das geforderte Programm geschickt in fünf Bausteine auf, die als Ensemble einen harmonischen Gesamteindruck erzeugen. Ein dreigeschossiger Neubau mit Turnhalle und Klassenräumen bildet den Kern des Projekts. Die alte Sternwarte bleibt dabei als freistehendes Objekt erhalten.

    Die bestehende Turnhalle wird auf ihre historische Bausubstanz zurückgeführt, um Platz für einen neuen Pavillon für Tagesstruktur und Bibliothek zu schaffen. Dieser wird zum zentralen Dreh- und Angelpunkt der gesamten Anlage. Auch Umnutzungen sind geplant. Die Trotte soll neu Lagerräume und ein öffentliches WC im Erdgeschoss sowie Therapieräume im Obergeschoss beherbergen.

    Neugestaltung der Aussenanlagen
    Nicht nur die Gebäude, sondern auch die Aussenanlagen werden neugestaltet. Bestehende Qualitäten sollen dabei mit moderaten Eingriffen weiterentwickelt werden. Die Sternwarte und die Baumgruppe am Spielplatz bleiben erhalten. Die Spiel- und Sportflächen werden neu arrangiert, um Platz für ein Allwetterspielfeld und einen Hartplatz zu schaffen.

    Finanzierung und politische Zustimmung
    Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf geschätzte 21,7 Millionen Franken. Diese Summe umfasst bereits die vom Grossen Stadtrat bewilligten Planungskosten. Nach der Beratung im Grossen Stadtrat wird die Stimmbevölkerung abschliessend über die Erweiterung der Schulanlage Steig entscheiden.

    Das Projekt «cinque pi» stellt eine zukunftsweisende Antwort auf die wachsenden Anforderungen und Herausforderungen des Bildungssektors in Schaffhausen dar. Es vereint Moderne und Tradition in einer fortschrittlichen und ressourcenschonenden Bauweise und Schaffung lebendiger Lern- und Lebensräume.

  • Zukunftsweisende Siedlungsentwicklungsstrategie für Hofen

    Zukunftsweisende Siedlungsentwicklungsstrategie für Hofen

    Die Siedlungsentwicklungsstrategie für den Ortsteil Hofen der Gemeinde Thayngen ist ein Meilenstein der Raumplanung im Kanton Schaffhausen. Sie bildet den ersten Baustein einer gross angelegten Ortsplanungsrevision, die als Pilotprojekt für die Entwicklung der gesamten Gemeinde Thayngen und ihrer Ortsteile dient. Im Fokus stehen dabei nicht nur die örtlichen Strukturen, sondern auch die Integration regionaler Bedürfnisse und kantonaler Richtlinien.

    Die SES wurde in enger Zusammenarbeit mit der Dost Architektur GmbH, Vertretern der Gemeinde Thayngen, des Kantons Schaffhausen und lokaler Vereine entwickelt. Mit einem interdisziplinären Ansatz und der Einbeziehung der Öffentlichkeit soll die Siedlungsentwicklung von Hofen zukunftssicher gestaltet werden, um den Anforderungen des prognostizierten Wachstums gerecht zu werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der «Siedlungsentwicklung nach Innen», die vorhandenen Ressourcen optimal nutzt und gleichzeitig die Lebensqualität vor Ort verbessert.

    Ein Fahrplan für Hofens Zukunft
    Die SES basiert auf vier zentralen Strategiepfaden, die die räumliche und strukturelle Zukunft Hofens prägen sollen.

    1. Historische Substanz bewahren, neue Wohnräume schaffen
      Die Erhaltung der historischen Bebauungsstruktur ist ein zentrales Element der SES. Dabei wird besonderer Wert auf die räumliche und gestalterische Integration neuer Bauprojekte gelegt. Vor allem in den Gebieten der ehemaligen Gärtnerei soll neuer Wohnraum entstehen, um den wachsenden Wohnbedarf zu decken.
    2. Gestalterische Aufwertung der Ortsmitte
      Die Lebensqualität in Hofen soll durch eine gestalterische Aufwertung zentraler Begegnungsräume gesteigert werden. Der Dorfplatz wird als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft neu definiert, wobei Sitz- und Spielplatzmöglichkeiten geschaffen und verkehrsberuhigende Massnahmen umgesetzt werden.
    3. Sicherheit und Verkehrsberuhigung
      Ein Schwerpunkt der SES liegt auf der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Fussgänger und Radfahrer sollen von verkehrsberuhigenden Massnahmen profitieren und besonders der Weg zur Schule soll von der Hauptstrasse entkoppelt werden, um die Sicherheit der Schulkinder zu gewährleisten.
    4. Hofens Identität stärken
      Hofen will sich selbstbewusst präsentieren und seine einzigartigen Qualitäten hervorheben. Die SES sieht eine verstärkte digitale Präsenz und eine Inszenierung der historischen Schlüsselbauten vor, um den Ort sowohl für Bewohner als auch für Besucher attraktiver zu gestalten.
      Zu diesen übergeordneten Strategiepfaden gehören acht konkrete Richtprojekte, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden sollen. Diese Projekte reichen von der Schaffung neuer Wohnflächen über die Aufwertung des Dorfplatzes bis hin zur Renaturierung der Biber, die einen bedeutenden Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht der Region leisten wird.

    Landschaft und Natur als zentraler Bestandteil
    Die Region des Unteren Reiats zeichnet sich durch eine vielfältige, von Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägte Landschaft aus. Diese Landschaft ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch im kantonalen Richtplan als «schützenswerte Landschaft» vermerkt. Die Trockenwiesen, Weiden und Streuobstwiesen, die Hofen umgeben, sind markante Landschaftselemente, die das Ortsbild prägen und erhalten werden sollen.

    Besondere Bedeutung kommt der Biber zu, die durch Hofen fliesst und in Teilen landwirtschaftlich genutzt wird. Eine geplante Renaturierung der kanalisierten Abschnitte soll die ökologische Vielfalt steigern und die Attraktivität der natürlichen Umgebung für die Bewohner weiter erhöhen.

    Schützenswerte Bauten und Baulandreserven
    Hofen verfügt über eine historische Bausubstanz, die im Rahmen der SES nicht nur geschützt, sondern auch in die zukünftige Siedlungsentwicklung integriert werden soll. Besonders der barocke «Holländer-Bezirk» mit der Residenz von Tobias Holländer und der markante Gasthof Schweizerbund tragen zur einzigartigen Identität des Ortes bei.

    Die SES sieht zudem eine strategische Nutzung der vorhandenen Baulandreserven vor. Vor allem im Bereich der ehemaligen Gärtnerei und an den Ortsrändern bietet sich langfristiges Aufzonungspotenzial, um den zukünftigen Bedarf an Wohn- und Arbeitsflächen zu decken.

    Kommunikation und Einbeziehung der Öffentlichkeit
    Ein zentraler Bestandteil der SES ist die transparente Kommunikation mit den Einwohnern von Hofen. Die Planungsschritte wurden von einer Arbeitsgruppe aus Gemeindevertretern, Ortsvereinen und Planern begleitet und bei öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt. Besonders die Entwicklung der ehemaligen Gärtnerei als neues Wohngebiet stiess auf grosses Interesse der Bevölkerung.

    Die erarbeitete Siedlungsentwicklungsstrategie für Hofen setzt damit nicht nur neue Massstäbe für die Ortsplanung, sondern auch für die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und der Bürgerschaft. Durch die partizipative Herangehensweise wird sichergestellt, dass die zukünftige Entwicklung der Gemeinde den Bedürfnissen der Einwohner gerecht wird.

    Ein Modell für die gesamte Region
    Die SES Hofen dient nicht nur der Weiterentwicklung des Ortsteils selbst, sondern auch als Vorbild für die anderen Ortsteile der Gemeinde Thayngen. Die Erkenntnisse und Leitlinien, die in Hofen erarbeitet wurden, sollen auf Altdorf, Bibern, Barzheim, Opfertshofen und Thayngen übertragen werden. Somit trägt die SES massgeblich zur langfristigen Sicherung der Lebensqualität und des wirtschaftlichen Potenzials der gesamten Region bei.

  • Schaffhausen erneuert seine Bahnhofstrasse

    Schaffhausen erneuert seine Bahnhofstrasse

    Die Bahnhofstrasse in Schaffhausen wird im Rahmen eines einjährigen Bauprojekts modernisiert. Ziel ist die Schaffung eines grosszügigen und übersichtlichen Strassenraums, der die Verkehrsführung optimiert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht.

    Optimierung der Verkehrsinfrastruktur
    Die Bahnhofstrasse ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Schaffhausen. Mit den Sanierungsmassnahmen wird der Strassenoberbau erneuert, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die öffentlichen Flächen effizienter zu nutzen. Gleichzeitig wird der Raum für Fussgänger und Fahrgäste vergrössert, was den Komfort beim Ein- und Aussteigen erhöht.

    Im Vorfeld der Sanierung wurden bereits Ladestationen für Elektrobusse installiert, um den öffentlichen Verkehr in Schaffhausen nachhaltiger zu gestalten. Mit den aktuellen Arbeiten wird die Bahnhofstrasse nicht nur funktional aufgewertet, sondern auch als einladender Ankunfts- und Begegnungsort neu positioniert.

    Barrierefreiheit und Anpassungen
    Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Barrierefreiheit. So werden die Bushaltestellen mit höheren Haltekanten ausgestattet, um einen barrierefreien Zugang für Menschen mit Behinderung zu gewährleisten. Diese Massnahmen wurden in enger Abstimmung mit Behindertenorganisationen entwickelt und sorgen dafür, dass die Bahnhofstrasse den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht.

  • «Vision 2040»AROVA HALLEN in Flurlingen

    «Vision 2040»AROVA HALLEN in Flurlingen

    Ein Schritt auf einem längeren Weg ist getan, alle Beteiligten des Mitwirkungsverfahrens haben das Nutzungs- und Entwicklungskonzept (NEK) für das AROVA HALLEN Areal unterzeichnet. Das kantonale Amt für Raumentwicklung ARE hat den vorgelagerten informellen Prozess mit beratender Stimme ohne Unterschrift begleitet. Damit kann die planerische Umsetzung thematisiert und diskutiert werden.

    Kulturell einzigartig und wirtschaftlich tragfähig
    Das Areal AROVA HALLEN ist heute im regionalen Richtplan als Arbeitsplatzgebiet eingetragen und unterscheidet sich durch seine historische Bausubstanz deutlich von anderen. Dies stellt sowohl eine Verpflichtung als auch eine Chance dar. Das NEK verfolgt das Ziel, das Areal auf eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Basis zu stellen und somit eine zukunftsorientierte Antwort auf die Herausforderungen in der räumlichen Entwicklung des Weinlandes zu geben.

    Ziele und Visionen für ein gemischtes Quartier
    Das Hauptziel des NEK ist die Erhaltung und Stärkung des Standortes als Arbeitsort sowie die Wertschätzung des baukulturellen Erbes. Geplant ist eine qualitätsvolle Innenentwicklung, die Wohnen und Arbeiten näher zusammenbringt. «Vision 2040» sieht vor, dass bis 2040 etwa 250 neue Wohnungen entstehen, ohne die bestehenden 400 Arbeitsplätze zu reduzieren. Moderne Wohn- und Arbeitsformen sowie ein lebendiges Quartier mit moderatem Verkehr, ergänzenden Fachgeschäften und Gastronomie stehen im Fokus.

    Arbeiten und Wohnen im Einklang
    Das NEK folgt damit dem Gedanken der Nutzungsmischung – Wohnen und Arbeiten rücken näher zusammen. Das Areal eignet sich, aufgrund der historischen Bausubstanz, besonders für mässig störendes Gewerbe und Dienstleistungen. Das Zielbild «Vision 2040» zeigt, wie das Areal zu einem modernen Gewerbepark entwickelt werden kann, der die gegenseitigen Immissionen reduziert und ein lebendiges Quartier schafft.

    Aktuelle Entwicklungen und Pläne
    Neben den langfristigen Zielen gibt es zahlreiche aktuelle Massnahmen, um das Image und die Identität des Standortes zu stärken. Durch Fokussierung auf die Präferenzen potenzieller Mietinteressenten konnten bereits weitere Flächen vermietet werden. Zukünftig sind auch Zwischennutzungen und temporäre Veranstaltungen geplant. Nach dem Brand in der schönsten WERKHALLE wurden die Schäden behoben und im Erdgeschoss soll ein Treffpunkt für Mietende und ihre Kunden geschaffen werden.

    Koordination und Information
    Das Nutzungs- und Entwicklungskonzept AROVA HALLEN wird eng mit der Siedlungsentwicklungsstrategie der Gemeinde Flurlingen abgestimmt. Weitere Informationen und der Schlussbericht können unter www.arovahallen.ch heruntergeladen werden.

  • «Smetterling»: ein genossenschaftliches Projekt der HGW für das Areal Alpenblick

    «Smetterling»: ein genossenschaftliches Projekt der HGW für das Areal Alpenblick

    Das Areal Alpenblick in Schaffhausen, angrenzend an die historische Siedlung Niklausen wird bis Ende 2027 durch das Siegerprojekt «Smetterling» neu gestaltet. Die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Schaffhausen, der HGW, des Quartiers und Quartiertreffs nik. sowie unabhängigen Expertinnen und Experten, lobte das Projekt insbesondere für seine präzise städtebauliche Setzung und die klare Zonierung der Freiräume. Das kompakte Design des Gebäudes und seine harmonische Ausstrahlung passen sich ideal in die Umgebung ein und schaffen eine Verbindung zwischen der denkmalgeschützten Einfamilienhaussiedlung Niklausen und dem benachbarten Hochhaus.

    Ein gemeinschaftsförderndes Konzept
    Das Projekt «Smetterling» sieht einen hohen Punktbau vor, der nur wenig Umgebungsfläche beansprucht und den Übergang zu den höheren Häusern auf der gegenüberliegenden Strassenseite markiert. Durch die Positionierung entstehen zwei unterschiedliche Freiräume. Ein Gartenraum im Westen und ein Stadtraum im Osten. Diese Anordnung fördert soziale Interaktionen, während gleichzeitig die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner gewahrt bleibt.

    Das Projekt spiegelt die genossenschaftlichen Werte der HGW wider, indem es neben Wohnraum auch gemeinschaftliche Räume schafft und somit ein lebendiges Zusammenleben fördert.

    Das Erdgeschoss des Gebäudes wird Gemeinschaftsräume wie eine Waschküche, einen Co-Working-Space und eine Gewerbefläche beherbergen. Die oberen Stockwerke bieten 20 Wohnungen unterschiedlicher Grösse, während das Attikageschoss fünf 1-Zimmer-Wohnungen mit direktem Zugang zum Dachgarten umfasst. Die grosszügigen Gemeinschaftsflächen und der Dachgarten bieten viele Rückzugsorte, aber auch Möglichkeiten für ein nachbarschaftliches Miteinander. zur Schaffung eines sozialen Miteinanders.

    Holz und Recyclingbeton
    Das Siegerprojekt setzt auf eine ökologisch nachhaltige Bauweise. Die klare, einfache Geometrie des Gebäudes trägt ebenfalls zur Energieeffizienz bei und macht das Projekt zu einem Vorbild für ökologisches Bauen.

    Die HGW Heimstätten-Genossenschaft Winterthur schafft seit 1923 bezahlbaren Wohnraum und fördert ein lebendiges Zusammenleben und innovative Lösungen. Mit über 2’250 Wohnungen und mehr als 5’000 Bewohnerinnen und Bewohnern ist sie die grösste unabhängige Wohnbaugenossenschaft der Region.

  • Ein neues Wahrzeichen am Rheinfall mit grossem Potenzial

    Ein neues Wahrzeichen am Rheinfall mit grossem Potenzial

    Das Ziel war klar definiert. Ein Drittel der jährlich 900’000 Rheinfall-Touristen sollte auf die andere Seite des Flusses gelockt und für das «Rhyfall Village» Areal begeistert werden. «Rhyfall Village», kurz «RIVI», nennt sich das neue Quartier. Mit einer Mischung aus Gastronomie, Kunst und Shopping wird das Areal zum Anziehungspunkt – nicht nur für Touristen, sondern auch für die lokale Bevölkerung.

    Das Areal und seine Zukunft
    Das «RIVI», einst Standort industrieller Produktion, erfährt eine Neuausrichtung. Zwei markante Hochhäuser prägen das Bild des Quartiers, von denen eines von Helvetia erworben wurde. Diese bieten Wohnraum mit beeindruckendem Ausblick und Raum für Gastronomie-, Büro- und Verkaufsflächen.

    Potenziale und Herausforderungen
    Das visionäre Projekt fand breite Zustimmung in der Region. Beat Hedinger, Geschäftsführer von Schaffhauserland Tourismus, sah das Village seinerzeit als «farbenfrohen Mosaikstein» im touristischen Gesamtbild. Besonders das Rooftop-Restaurant mit Blick auf die Alpen versprach ein besonderes Highlight zu werden. Hedinger erkannte auch die Herausforderung, die Distanz zwischen dem Rheinfallbecken und dem Areal geschickt zu überbrücken.

    Felix Tenger, Gemeindepräsident von Neuhausen, ist optimistisch, dass das «RIVI» das Zentrum von Neuhausen beleben und auch den Detailhandel stärkt. Baudirektor Martin Kessler sah ebenfalls grosses Potenzial, das Areal zu einem Begegnungsort zu machen, der Synergien mit bestehenden Angeboten schafft und die Attraktivität der gesamten Region steigert.

    Gute Anbindung und kreative Lösungen
    Die Lage des Areals punktete durch die Nähe zum Rheinfall und durch eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Der Badische Bahnhof Neuhausen liegt direkt am Areal und zahlreiche Busverbindungen sowie über 200 Parkplätze stehen den Besuchern zur Verfügung. Mit einer Anbindung durch den Touristenzug Rhyfall-Express können sich die Besucher komfortabel zwischen dem Rheinfallbecken und dem Rhyfall Village bewegen.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Mit dem Rhyfall Village entstand in Neuhausen mehr als nur ein weiteres Wohnquartier. Ob Rooftop-Restaurant, Flaniermeile oder Kunstgalerie – das RhyTech-Areal steht für eine moderne, vielseitige und lebendige Zukunft in unmittelbarer Nähe zu einem der beeindruckendsten Naturwunder der Schweiz.

  • Das Kammgarnareal im Süden

    Das Kammgarnareal im Süden

    Im Rahmen einer umfassenden Vision für die Stadt Schaffhausen soll das Kammgarnareal durch neue Zugänge und eine bessere Anbindung an das städtische Gefüge weiterentwickelt werden. Neben den bestehenden Zugängen von der Baumgartenstrasse, der Rheinuferstrasse und der Rheinstrasse wird ein neuer Durchgang entlang der Klosterstrasse geschaffen, um die Erreichbarkeit zu verbessern. Dies integriert das Areal noch stärker in die städtische Infrastruktur und ermöglicht neue Nutzungsmöglichkeiten.

    Das Kammgarnareal wird Teil einer «Perlenkette» von Begegnungsorten entlang des Rheinufers, die eine wichtige Rolle bei der weiteren Aufwertung dieses Gebiets spielen wird. Mit dem Baustart im September beginnt die etwa zweijährige Bauphase, mit dem Schaffhausen einen modernen, attraktiven Stadtteil gewinnen wird, der als Begegnungsort und Kulturzentrum die städtische Lebensqualität erheblich verbessert.

    Aufwertung der Flächen und Erhöhung der Aufenthaltsqualität
    Im Zuge der geplanten Neugestaltung sollen die auch Flächen aufgewertet werden. Durch die Schaffung grosszügiger Grünflächen, Sitzgelegenheiten und eines Wasserspiels im Innenhof der ehemaligen Kammgarnspinnerei wird die Aufenthaltsqualität gesteigert. Diese Massnahmen zielen darauf ab, den Kammgarnhof in einen attraktiven Ort der Begegnung und Erholung zu verwandeln, der für Veranstaltungen und den alltäglichen Aufenthalt genutzt werden kann.

    Neue Nutzungen und moderne Infrastruktur
    Ein zentrales Element der Umgestaltung ist der Bau einer einstöckigen Tiefgarage mit rund 90 Parkplätzen, die unter dem Kammgarnhof entstehen soll. Dadurch wird der Innenhof autofrei und bietet mehr Raum für Veranstaltungen und Erholung. Vor dem Westflügel ist eine Pergola geplant, während vor dem Nordflügel eine grosse Terrasse entstehen wird.

    Der historische Westflügel des Kammgarnareals wird im Rahmen der Sanierung für neue Nutzungen vorbereitet. Im Erdgeschoss, entlang einer neuen Passage zum Innenhof, werden die Bibliothek und die Ludothek untergebracht. Die verglasten Fassaden geben Passanten einen attraktiven Einblick in die Welt der Bücher und Spiele.

    Das erste Obergeschoss wird zur Hälfte von der Bibliothek genutzt, während die restlichen Flächen in kleinen bis mittelgrossen Einheiten vermietet wird. Die Pädagogische Hochschule Schaffhausen zieht in den oberen Etagen ein, während die verbleibenden Flächen für flexible Nutzungsmöglichkeiten durch weitere Mieter zur Verfügung stehen.

    Diese umfassende Umgestaltung des Kammgarnareals stärkt die Verbindung zur Altstadt und dem Rhein und verleiht dem Areal eine neue Bedeutung im städtischen Gefüge. Die geplanten Massnahmen tragen zur langfristigen Stadtentwicklung bei und schaffen einen modernen, lebendigen Stadtteil, der die Lebensqualität in Schaffhausen entscheidend verbessert.

  • Liegenschaften im ISOS-Inventargebiet – Was bedeutet das?

    Liegenschaften im ISOS-Inventargebiet – Was bedeutet das?

    Voser Rechtsanwälte KlG ist eine Full-Service Anwalts-, Notariats- und Steuerkanzlei mit über 100 Jahren Erfahrung. Unser Fachbereich Bau- und Immobilienrecht berät Investoren, Unternehmer, das Gemeinwesen und Privatpersonen in allen Bereichen des Bau- und Immobilienrechts über den ganzen Lebenszyklus einer Immobilie. Zusammen mit unseren anderen Fachbereichen bieten wir umfassende Unterstützung in allen rechtlichen Belangen, sei es bei Transaktionen, Steuerfragen oder Nachlassplanungen.

    ISOS als Grundlageninstrument
    Das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung, besser bekannt unter ISOS, ist ein Grundlageninstrument, das den Behörden hilft, baukulturelle Werte zu erkennen und langfristig zu sichern. Kantone und Gemeinden berücksichtigen das Inventar bei der Erarbeitung ihrer entsprechenden Planungen (Richtplanung, Nutzungsplanung). Das ISOS wurde in den 1970er Jahren erstellt und umfasst rund 1’200 Objekte.

    Grundeigentümerverbindlichkeit des ISOS
    Wenn eine Liegenschaft in einem Gebiet liegt, das vom ISOS erfasst ist, besagt dies noch nicht viel, da das ISOS im Allgemeinen nicht grundeigentümerverbindlich ist. Die Gemeinden sind aber verpflichtet, bei der Nutzungsplanung das ISOS im Rahmen der umfassenden raumplanungsrechtlichen Interessenabwägung zu berücksichtigen. Das Bauvorhaben muss mit der geltenden Nutzungsplanung vereinbar sein und die konkreten Vorgaben der Zone (bspw. einer Dorf- oder Kernzone) einhalten. Nur dort, wo der Gemeinderat als Baubewilligungsbehörde bei der Beurteilung Ihres Baugesuchs Ermessen hat, muss er die Schutzziele des ISOS direkt berücksichtigen.

    Direkte Anwendbarkeit aufgrund Bundesaufgaben
    Ist vom Bauvorhaben eine Bundesaufgabe betroffen, muss das Inventarobjekt ungeschmälert erhalten werden, jedenfalls ist es grösstmöglich zu schonen (Art. 6 NHG). Dies gilt aber nur bei schwerwiegendem Eingriff in das ISOS-Objekt. Nach der Rechtsprechung liegt ein schwerer Eingriff vor, wenn mit einem Bauprojekt eine umfangreiche und nicht wieder rückgängig zu machende Beeinträchtigung erfolgt. In einem solchen Fall muss ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und / oder der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) eingeholt werden. Die Baubewilligung darf nur erteilt werden, wenn am Bauvorhaben ein Interesse von nationaler Bedeutung besteht. Sodann sind die gesamtschweizerischen Natur- und Heimatschutzorganisationen berechtigt, Rechtsmittel gegen das Bauvorhaben zu ergreifen.

    Typische Anwendungsfälle
    Bundesaufgaben sind betroffen, wenn die Baubewilligung eine Rechtsmaterie betrifft, die in die Zuständigkeit des Bundes fällt, bundesrechtlich geregelt ist und einen Bezug zum Natur-, Landschafts- und Heimatschutz aufweist. In der Praxis häufige Fälle die nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung unter eine Bundesaufgabe fallen, sind, wenn eine PV-Anlage (Art. 18a RPG) oder eine Mobilfunkanlage (Art. 14 FMG) bewilligt werden oder eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung nötig ist (Art. 19 Abs. 2 GSchG).
    Zusammenfassend zeigt sich, dass das ISOS zwar für Grundeigentümer nicht direkt anwendbar ist, aber praktisch relevante Ausnahmen bestehen, die häufig zu einer direkten Anwendbarkeit des ISOS führen können. Diesfalls können weitere komplizierte Abklärungen für das Bauvorhaben nötig werden, was Dritten einen Hebel zur Verzögerung eines Projekts in die Hand gibt.

  • Kerzers weiht Fernwärme ein

    Kerzers weiht Fernwärme ein

    Groupe E hat am 15. und 16. November ihre neue Fernwärmeanlage in Kerzers mit Tagen der offenen Tür eingeweiht. Die Anlage verfügt laut einer Mitteilung im Endausbau über eine Kapazität von 31 Megawatt und kann damit jährlich 61‘000 Megawattstunden Wärme erzeugen. Die Wärme soll an über 90 Haushalte, an Gemüsebauern, das Papiliorama und an öffentliche Gebäude geliefert werden.

    Die Anlage soll zu 90 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region geheizt werden. Damit können rund 9000 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Es handelt sich um die drittgrösste Fernwärmeanlage des Freiburger Energieversorgers nach derjenigen in Freiburg und in der Region Entre-deux-Lacs.

  • Eigenheime stehen weiterhin hoch im Kurs

    Eigenheime stehen weiterhin hoch im Kurs

    «Der Traum vom Eigenheim ist bei der Schweizer Bevölkerung weiterhin stark verbreitet», schreibt die Hochschule Luzern (HSLU) in einer Mitteilung. Sie stützt sich dabei auf die aktuelle Ausgabe der Retail Banking-Studie, die jährlich vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der HSLU erstellt wird. Ihr zufolge würden vier von zehn Menschen in der Schweiz gerne eine Immobilie erwerben.

    Das IFZ hat dabei zwei Gruppen von Immobilieninteressierten ausgemacht. Dies sind in der ersten Gruppe mehrheitlich aus den jüngeren Generationen stammende «Dreamer», die ihr erstes Eigenheim suchen. Sie sind dabei vor allem mit finanziellen Problemen konfrontiert. In der zweiten Gruppe sind mehrheitlich Angehörige älterer Generationen zu finden, die bereits über eine eigene Immobilie verfügen. Diese «Zweitkäufer» haben weniger finanzielle Probleme als vielmehr Schwierigkeiten, ein ihren aktuellen Bedürfnissen entsprechendes Objekt zu finden. Beide Gruppen setzten bei der Suche nach dem Eigenheim vor allem auf persönliche Empfehlungen und den Zufall.

    Der Zinssatz spielt sowohl bei der Aufnahme einer neuen als auch bei der Verlängerung einer bestehenden Hypothek eine wichtige Rolle für Eigenheimsuchende. Insbesondere bei einer Verlängerung ist die Bereitschaft zum Wechsel des Hypothekaranbieters gering, drei von zehn Immobilienbesitzenden lehnen sie unabhängig von der Höhe der Zinsdifferenz ab. «Die Hausbank geniesst in vielen Fällen noch immer grosse Loyalität, besonders wenn ein Wechsel mit zusätzlichen Hürden verbunden ist», erläutert Studienleiter Andreas Dietrich in der Mitteilung.

  • Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Die Neuinstallation der Photovoltaikanlagen am Standort Buchenhof in Aarau durch die Abteilung Immobilien Aargau (IMAG) des Kantons Aargau soll einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Stromerzeugung des Kantons leisten, heisst es in einer Medienmitteilung. Angesichts des anstehenden Sanierungszyklus der Flachdächer des Verwaltungsstandorts hat die IMAG) ermittelt, dass Buchenhof gute Voraussetzungen für den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern bietet, heisst es weiter. Geprüft wurden neben dem baulichen Zustand auch das Potenzial für Massnahmen zur nachhaltigen Stromerzeugung.

    Der 2025 geplante Ausbau ist Teil der kantonalen Strategie energieAARGAU und trägt durch die definierte optimale Anzahl an Photovoltaikmodulen zur Einsparung des externen Energiebezugs bei. Durch den hohen Energiebedarf des kantonalen Rechenzentrums werde ein Eigenverbrauch des durch die Photovoltaikanlagen produzierten Stroms von 100 Prozent erreicht.

    „Dadurch, dass der Buchenhof zukünftig den durch die Photovoltaikanlage erzeugten Strom nutzen kann, können Kosten beim Energieeinkauf gesenkt werden. Zudem trägt die Anlage einen wichtigen Teil zur klimaneutralen Energieversorgung des Kantons bei“, wird Landammann und Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen, Markus Dieth, zitiert.

    „Immobilien Aargau hat beim Ausbau der Photovoltaikanlagen auch die Biodiversität berücksichtigt“, so Regierungsrat Dieth weiter. Zum Erhalt der wilden Orchideen auf den Dächern sei die Anzahl der zu installierenden Photovoltaikmodule optimiert worden.

  • Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Lynus hat die Enerfin AG gegründet. Die neue Tochter soll das Mieterstrom-Contracting übernehmen, informiert das auf Energiesysteme für die optimale Nutzung erneuerbarer Energie spezialisierte Technologieunternehmen aus Tuggen in einer Mitteilung. Konkret wird Enerfin Mieterstromanlagen planen, finanzieren, einrichten und betreiben. Immobilieneigentümer werden am Gewinn beteiligt. Das neue Unternehmen hat bereits 300 Wohnimmobilien mit etwa 2400 Wohneinheiten im Portfolio.

    Enerfin setzt die Soft- und Hardware von Lynus zur Optimierung der Energiesysteme in Wohngebäuden ein. Die Software des Technologieunternehmens nutzt maschinelles Lernen, „um die Energieflüsse im Gebäude vorherzusagen und zu steuern – bis hin zur Anbindung an unser virtuelles Kraftwerk“, erläutert Paul Hauser, CEO von Enerfin und Lynus, in der Mitteilung. „So wird der erneuerbare Strom optimal genutzt.“

    Über die Anbindung der Energiesysteme der Immobilien an das virtuelle Kraftwerk von Lynus könnten die Eigner der Immobilien einen höheren Gewinn als bei herkömmlichen Mieterstrom-Contracting realisieren, schreibt Lynus. Hintergrund ist die Vermarktung der Flexibillität, die aus der mittels Machine Learning erstellten Prognose von Energieerzeugung und -verbrauch resultiert. „Enerfin verbindet Nutzen für Mieter und Vermieter mit Vorteilen intelligenter Mieterstrom-Lösungen für das Stromnetz und das Klima und macht das Ganze so einfach wie möglich für die Anwender auf Anbieter- und Verbraucherseite“, meint Hauser.

  • Ausbau von Energiespeichern für erneuerbare Quellen

    Ausbau von Energiespeichern für erneuerbare Quellen

    Primeo Energie will künftig über eine Tochtergesellschaft Grossbatterien in der ganzen Schweiz bauen und betreiben. Wie der Baselbieter Energieversorger mitteilt, hat er dafür gemeinsam mit dem Fonds Clean Energy Infrastructure Switzerland 3 (CEIS 3) die Primeo Battery AG ebenfalls mit Sitz in Münchenstein gegründet.

    Grossbatterien können wetterbedingte Schwankungen bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen ausgleichen. Primeo Energie bringe dabei seine Expertise bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten der Energiewende und bei der Vermarktung von Grossbatterien ein, heisst es in der Mitteilung.

    CEIS 3 wurde von der Swiss Life Asset Management und der UBS gemeinsam lanciert und wendet sich ausschliesslich an institutionelle Anleger. Bei seinem Start im November 2022 verfügte er über 772 Millionen Franken von 38 Investoren.

  • Zugangslösungen im Wandel: Fokus auf Wachstum

    Zugangslösungen im Wandel: Fokus auf Wachstum

    Dormakaba verlagert seine Strategieumsetzung von „Shape to Growth“. „Unsere strategische Transformation ist auf Kurs und liefert dauerhafte und spürbare Ergebnisverbesserungen“, erläutert CEO Till Reuter in einer Mitteilung anlässlich des Capital Markets Day 2024 des weltweit aktiven Schliesstechnikunternehmens aus Rümlang. Nun wolle dormakaba den Fokus schrittweise auf Wachstum richten. Konkret will das Unternehmen, „der führende Anbieter von Zutrittslösungen werden, indem wir die physische und digitale Welt miteinander verbinden“, so Reuter.

    Wachstum soll durch die Steigerung von Performance und Innovation sowie die Verringerung der Komplexität bei Portfolio und Lieferkette generiert werden. So plant dormakaba, seine Software-Plattformen auf etwa die Hälfte zu reduzieren. Das Hardware-Portfolio soll mit den Türschliessern beginnend modular gestaltet werden. Die Lieferketten werden auf Resilienz, Einfachheit und Kosteneffizienz getrimmt. Dabei legt dormakaba Schwerpunkte auf Best-Cost-Länder und die jeweiligen lokalen Produktionsnetzwerke.

    Die „konsequente Umsetzung“ des laufenden Transformationsprogramms bleibe „der zentrale Schlüssel, um unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen“, erläutert Reuter. Zur Erhöhung der Performance gleist das Unternehmen gleichzeitig neue Massnahmen in den Bereichen Produktivität, Shared Business Services sowie Automatisierung und Digitalisierung auf. Sie sollen in den nächsten Jahren zusätzliche Einsparungen in Höhe von 40 Millionen Franken bringen. Für das Geschäftsjahr 2025/26 geht dormakaba von einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 16 und 18 Prozent aus.