Kategorie: Areale / Quartiere

  • Junge Erwachsene gestalten Zukunft eines zentralen Areals mit

    Junge Erwachsene gestalten Zukunft eines zentralen Areals mit

    In der Gemeinde Adelboden können junge Erwachsene an der künftigen Nutzung des Parkhausareals mitwirken. Zur Ideenfindung veranstaltet die Gemeinde in Kooperation mit der Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg, der Parkhaus AG und der Hotel Adler AG in der Freizeit- und Sportarena Adelboden ein Kreativatelier. Am 19. Juni 2026 sind 80 junge Erwachsene bis 35 Jahre eingeladen, konkrete Vorschläge für eine bauliche Umgestaltung zu entwickeln. Interessierte können sich bis zum 5. Juni anmelden.

    Gefragt sind Ansätze, die über die „klassischen Planungslogiken“ hinausführen, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Gemeinde geht es darum, die Meinung junger Menschen zur Zukunft ihres Wohnumfeldes sichtbar zu machen. Denn „sie leisten einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Entwicklung des Dorfes als lebenswerter Wohn- und attraktiver Tourismusort“. Bevor Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben werden, sei ein „breiter Ideenfächer“ gefragt.

    Zwei Varianten werden in dem „transparenten, demokratisch abgestützten“ Prozess aktiv mit einbezogen und diskutiert: ein Panoramaplatz als Platz mit Ausblick auf die Bergwelt und ein Erlebnisbad mit bereits bestehender Überbauungsordnung. Daneben bleibe Raum für weitere und neue Konzepte. Die besten Projektideen werden professionell visualisiert, öffentlich ausgestellt und in Abstimmung mit der Bevölkerung und touristischen Akteuren im Anschluss geprüft.

  • Der Sonnenhof soll Bülachs Mitte neu erfinden

    Der Sonnenhof soll Bülachs Mitte neu erfinden

    Das Sonnenhof-Areal liegt zentral zwischen Bahnhof- und Schaffhauserstrasse und umfasst gut 20’000 Quadratmeter. Heute prägen ein Einkaufszentrum aus den 1970er-Jahren, weitere Gewerbe- und Wohngebäude sowie eine grosse versiegelte Parkplatzfläche das Bild. Genau diese Struktur soll nun grundlegend verändert werden.

    Geplant ist ein neuer, gemischt genutzter Quartierteil mit einer öffentlichen Passage, begrünten Höfen und Plätzen, Gewerbe, Gastronomie und einem Kultur- und Begegnungszentrum. Das bestehende Einkaufszentrum soll dabei nicht verschwinden, sondern modernisiert und in das neue Gefüge eingebunden werden.

    Verdichtung mit urbanem Anspruch
    Kern des Projekts sind rund 240 Mietwohnungen in unterschiedlichen Preisklassen und mit verschiedenen Grundrissen. Dazu kommen rund 12’000 Quadratmeter für gewerbliche, kulturelle und öffentliche Nutzungen in den Erdgeschossen und an den Passagen.

    Städtebaulich setzt das Projekt auf Dichte und Orientierung. Vier höhere Gebäude sollen das Areal markieren und ihm eine klar erkennbare Adresse geben. Im Gestaltungsplan ist an der nordöstlichen Ecke eine maximale Gebäudehöhe von 55 Metern möglich. Das zeigt, wie deutlich sich der Sonnenhof vom bisherigen Massstab abheben wird.

    Freiraum statt Asphalt
    Besonders stark ist die Botschaft im Aussenraum. Wo heute Hitze speichernder Belag dominiert, sollen künftig entsiegelte Flächen, Bäume, Höfe und klimaresistente Bepflanzung das Mikroklima verbessern. Regenwasser soll versickern und verdunsten können, Dächer werden begrünt und mit Photovoltaik ergänzt.

    Auch verkehrlich will sich das Projekt neu ausrichten. Die oberirdischen Parkplätze wandern grösstenteils in die Tiefgarage, während Wege und Plätze vor allem auf Fuss- und Veloverkehr ausgerichtet werden. Trotzdem bleiben auf dem gesamten Areal rund 450 Auto-Parkplätze vorgesehen.

    Kultur als Teil der Entwicklung
    Auffällig ist die Verbindung von Immobilienentwicklung und öffentlicher Nutzung. Mit dem geplanten Kultur- und Begegnungszentrum KUBEZ soll am Sonnenhof nicht nur gebaut, sondern auch ein regionaler Treffpunkt für Kultur, Bildung und Freizeit geschaffen werden. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Stadt Bülach und umliegenden Gemeinden.

    Gerade das macht den Sonnenhof mehr als zu einer klassischen Überbauung. Das Areal soll nicht nur Wohnraum liefern, sondern eine neue Mitte schaffen, die den Alltag der Stadt erweitert und die Verbindung zwischen Bahnhof, Zentrum und Quartier stärkt.

    Ein langer Weg zur neuen Mitte
    Noch ist der Sonnenhof ein Planungsprojekt. 2026 soll der private Gestaltungsplan eingereicht werden, 2027 wäre die Genehmigung vorgesehen. Die erste Etappe könnte 2029 starten und 2031 fertig sein, die Gesamtfertigstellung ist gemäss Projektstand für 2034 vorgesehen.

    Das zeigt die eigentliche Dimension solcher Vorhaben. Die Transformation eines zentralen Areals braucht nicht nur Kapital und Entwurfskraft, sondern vor allem Zeit, Verfahren und politische Abstimmung. Wenn der Sonnenhof gelingt, gewinnt Bülach nicht einfach neue Wohnungen. Die Stadt gewinnt ein neues Stück Urbanität.

  • Eine Million Quadratmeter Neustart für Lugano

    Eine Million Quadratmeter Neustart für Lugano

    Der Nuovo Quartiere Cornaredo liegt nördlich des Stadtzentrums und wird als neues Eingangstor zu Lugano entwickelt. Das interkommunale Projekt, das Lugano gemeinsam mit Nachbargemeinden trägt, soll den Stadtraum grundlegend neu ordnen. Wohnen, Dienstleistungen, Handel, Freizeit und aufgewerteter öffentlicher Raum bilden das Rückgrat des Vorhabens. Kein Schlafquartier, sondern ein urbaner Knoten mit Alltagsfunktionen und wirtschaftlicher Dynamik.

    Wo Fussball und Stadtentwicklung aufeinandertreffen
    Parallel zum Wohn- und Gewerbeanteil entsteht im selben Gebiet das PSE mit Stadion, Sporthalle, Verwaltung und Parkflächen. Das Baufeld B1a allein umfasst rund 55’000 Quadratmeter mit gemischten Nutzungen, Gebäuden unterschiedlicher Höhen sowie kommerziellen und tertiären Angeboten. Damit wird Cornaredo zu einem der wichtigsten Reallabore für urbane Entwicklung im Tessin. Selten treffen Sport- und Eventinfrastruktur, privater Hochbau und öffentlicher Raum auf so engem Raum zusammen.

    Komplexität als Programm
    Das Projekt ist kein isoliertes Immobilienprojekt. Es ist ein Transformationssystem, in dem Städtebau, Strassenraum, öffentlicher Verkehr und private Bauvorhaben aufeinander abgestimmt werden müssen. Verzögerungen, Rekurse und politische Debatten sind nicht die Ausnahme, sondern Teil des Prozesses. Genau das macht das Projekt für Investoren, Entwickler und Planer so relevant. Es zeigt, wie schwierig und wertvoll die Entwicklung grosser Areale in topografisch sensiblen Räumen ist.

    Ein Gradmesser für das Tessin
    Für Lugano ist Cornaredo strategisch zentral. Hier entscheidet sich, wie die Stadt mit Wachstum umgeht. Verdichtet, vernetzt und funktional vielfältig oder weiterhin kleinteilig und verkehrslastig. Gelingt die Umsetzung mit planerischer Qualität und Nutzungsdurchmischung, wird Cornaredo kein gewöhnliches Quartier, sondern ein Referenzprojekt für die nächste Entwicklungsphase des gesamten Kantons. Die Südschweiz beobachtet genau, was im Norden Luganos entsteht.

    Was noch fehlt
    Der eigentliche Prüfstein liegt vor Lugano, nicht hinter ihm. Planungsqualität über Jahre sichern, private und öffentliche Investitionen bündeln und eine belastbare Realisierungsperspektive schaffen. Das sind die drei Aufgaben, an denen Cornaredo gemessen wird. Die Weichen sind gestellt. Ob das Projekt hält, was es verspricht, zeigt sich in den nächsten Entwicklungsphasen.

  • Bellinzona wagt den grossen Umbau

    Bellinzona wagt den grossen Umbau

    Innerstädtische Transformationsflächen dieser Grösse gibt es in der Schweiz kaum. Das FFS-Areal im Herzen von Bellinzona bietet eine Chance, die Städte wie Zürich oder Basel längst nicht mehr haben. Der neue Stadtteil soll nicht auf der grünen Wiese entstehen, sondern die historische Stadt mit dem Bahnhofsumfeld und neuen Entwicklungszonen verweben. Nutzungsdurchmischung, Biodiversität und grosszügige Freiräume stehen im Zentrum des Masterplans.

    Den internationalen Wettbewerb gewann das Team sa_partners, TAMassociati und Franco Giorgetta. Ihr Entwurf bricht das bisher geschlossene Industriegelände auf und organisiert es um die «Almenda». Einen 6,4 Hektaren grossen zentralen Grünraum, der als ökologisches und soziales Rückgrat das gesamte Quartier strukturiert. Die denkmalgeschützte «Cattedrale», seit 1919 Revisionsstandort für Lokomotiven, bleibt als identitätsstiftender Fixpunkt erhalten und wird zum Ankerbau des neuen Stadtteils.

    Innovation als Herzstück
    Das Quartier wird künftig auch Heimat des Switzerland Innovation Park Ticino sein. Der Park wurde im November 2024 offiziell als Standort des Switzerland Innovation Park Zurich anerkannt und wird von USI, SUPSI, BancaStato, der Tessiner Handelskammer sowie dem Arbeitgeberverband AITI mitgetragen. Ab 2032 zieht der Park mit seiner Zentrale auf eine 25 000 Quadratmeter grosse Fläche innerhalb des neuen Quartiers.

    Drei Kompetenzzentren sind bereits aktiv, Swiss Drone Base in Lodrino für Drohnentechnologie, ein Hub in Bellinzona für Life Sciences und ein Standort in Lugano für Lifestyle Tech. Zusammen mit postgradualen Ausbildungsangeboten von USI und SUPSI entsteht ein Innovationscluster mit überregionaler Strahlkraft. Bellinzona positioniert sich damit als Standort zwischen Verwaltung, Technologie und urbaner Lebensqualität und als ernstzunehmende Alternative zu den grossen Schweizer Technologiepolen.

    Rückschlag im Herbst 2025
    Der Weg ist nicht frei. Im Oktober 2025 annullierte das kantonale Verwaltungsgericht den Detailbebauungsplan des Gemeinderats von April 2023. Die finanziellen Aspekte waren unzureichend dargelegt, insbesondere die Kosten für den Erwerb der öffentlichen Flächen und die Altlastensanierung, die auf 30 bis 50 Millionen Franken geschätzt wird. Der Planungsprozess muss teilweise von vorne beginnen.

    Parallel laufen bereits die Bauarbeiten für die neue FFS-Werkstätte in Arbedo-Castione, ein Grossprojekt von 755 Millionen Franken mit geplanter Inbetriebnahme 2028. Erst mit dem Umzug der Officine wird das Areal frei. Die erste Realisierungsphase startet voraussichtlich frühestens zwischen 2030 und 2035. Die Gesamttransformation dürfte sich über 20 bis 40 Jahre erstrecken. Der Zeitdruck ist real, die Komplexität hoch.

    Modell für die mittlere Schweiz
    Porta del Ticino zeigt, wie mittelgrosse Zentren jenseits der Metropolräume mit grossen Industriearealen umgehen können. Nicht monofunktional überbauen, sondern als urbanen Transformationsraum mit langfristiger regionaler Wirkung entwickeln. Was in Bellinzona entsteht, kann Massstab sein für andere Städte im gleichen Grössenbereich. Von Aarau bis Chur, von Schaffhausen bis Sion.

    Ob die planerische Qualität über Jahre gesichert, Investitionen gebündelt und die Vision in eine belastbare Realisierungsperspektive umgesetzt werden kann, entscheidet sich in den nächsten Jahren. Der eigentliche Prüfstein hat gerade erst begonnen.

  • 270 Gründe für Stans

    270 Gründe für Stans

    Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Logis Suisse AG plant im Westen von Stans eine neue Wohnsiedlung. Auf einem 12’700 m² grossen Areal, das die Gesellschaft bereits 2015 erworben hat, entstehen bis 2032 rund 270 preisgünstige Wohnungen, rund 1’000 m² Gewerbefläche sowie zwei Gemeinschaftsräume. Den Studienauftrag, an dem 2025 sieben Generalplanerteams teilnahmen, gewannen Studio Sintzel aus Zürich und die Uniola AG.

    Zwei Häuser, acht Höfe
    Das intern als «Acht Höfe für Stans» bezeichnete Projekt stützt sich auf zwei siebengeschossige Bauten. Trotz ihres Volumens erscheinen sie nach aussen als locker gesetzte Punkthäuser. Kopfelemente nehmen Bezug auf bestehende Gebäude und gliedern die Strassenfronten mit Vorgartenzonen. Offene Höfe mit Durchgängen strukturieren den Aussenraum und ermöglichen Ausblicke in die umliegenden Berge. Ein qualitätsvolles Gegengewicht zur angrenzenden Autobahnlage. Ein bestehender Altbau in der Siedlungsmitte bleibt erhalten und soll künftig als sozialer Treffpunkt dienen.

    Durchmischtes Quartier mit kurzen Wegen
    Das Areal liegt gegenüber dem Einkaufszentrum Länderpark, an einer mehrspurigen Strasse und in unmittelbarer Autobahnnähe. Velo- und Fusswege sollen das neue Quartier dennoch gut mit Stans und Stansstad vernetzen. Mit 0,8 Stellplätzen pro Wohnung liegt Logis Suisse unter dem üblichen Standard, ein klares Bekenntnis zu nachhaltiger Mobilität. Der Wohnungsmix reicht von kompakten 1,5-Zimmerwohnungen für Singles und ältere Menschen bis hin zu grosszügigen 5,5-Zimmerwohnungen für Familien und Wohngemeinschaften. Im Erdgeschoss beleben Atelierwohnungen, Betreuungseinrichtungen und Gewerbeflächen das Quartier.

    Ressourcenschonend gebaut
    Die Bauherrschaft setzte ein Vorbildprojekt in Sachen Ökologie, Sozialraum und Wirtschaftlichkeit als Ziel. Das Tragwerk ist materialeffizient konzipiert, die Grundrisse sind kompakt, und eine Photovoltaikanlage auf den Dächern deckt einen grossen Teil des Strombedarfs vor Ort. Eine eingeschossige Tiefgarage minimiert den Bodenaushub. Baustart ist für 2030 vorgesehen, die Fertigstellung für 2032.

  • Wenn Baudenkmäler Koffer packen

    Wenn Baudenkmäler Koffer packen

    Auf einem 6500 Quadratmeter grossen Areal nördlich des historischen Bahnhofsgebäudes entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit 57 Wohnungen in Grössen von 2,5 bis 5,5 Zimmern. In den Erdgeschossen sind Gewerbe- und Gastronomieflächen vorgesehen, dazu ein kleiner Gewerbebau und eine Tiefgarage mit 59 Auto- und 92 Veloabstellplätzen. Zwischen den beiden Häusern entsteht ein parkähnlicher Freiraum mit Spielplatz.

    Weniger, aber sozial
    Das Projekt ist kleiner geworden. Ursprünglich plante die SBB vier Gebäude mit 90 Wohnungen, ein Drittel davon preisgünstig. Das Stellwerk neben dem Bahnhofsgebäude muss jedoch bestehen bleiben, wodurch ein ganzes Gebäude wegfällt. Von den verbleibenden 57 Wohnungen sollen 20 preisgünstig angeboten werden. Das entspricht 35 Prozent und liegt sogar leicht über der ursprünglichen Quote.

    Der letzte Güterschuppen der Schweiz
    Was Wohnungsbau fordert, verlangt Platz. Vier bestehende Bauten müssen weichen, darunter der Güterschuppen von 1928. Den entwarf Meinrad Lorenz, damaliger Chefarchitekt der SBB, als einer von nur vier Bauten dieses Typs in der ganzen Schweiz. Nach dem Abbruch des baugleichen Schuppens in Heerbrugg ist jener in Wollishofen das letzte erhaltene Exemplar seiner Art. Er steht im kantonalen Denkmalschutzinventar.

    Ein Holzbau packt seine Sachen
    Verschwinden wird der Güterschuppen trotzdem nicht. Er wird in Einzelteile zerlegt, fachgerecht aufgearbeitet und beim Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland in Bauma an der Töss wieder aufgebaut. Dort wird er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und erhält eine museale Funktion im Rahmen des Projekts «Depotareal Bauma 2020». Die Bewilligungsunterlagen für den Rückbau liegen bereits weitgehend vor.

    Geschichte wiederholt sich
    Dieser Umzug ist nicht der erste in der Geschichte des Bahnhofs Wollishofen. Das heutige Bahnhofsgebäude war einst das erste Bahnhofsgebäude der Stadt Zug, 1864 errichtet und 1897 Stein um Stein an den Zürichsee versetzt. Was im 19. Jahrhundert die Knappheit von Baumaterialien erzwang, wird heute zu einem bewussten Akt der Erhaltung. Wollishofen schreibt damit ein weiteres Kapitel einer ungewöhnlichen Baugeschichte.

  • Bier, Beton und Wohnen – Baden baut auf seiner Geschichte

    Bier, Beton und Wohnen – Baden baut auf seiner Geschichte

    Direkt beim Bahnhof Baden entstehen auf rund 8’000 Quadratmetern vier neue Gebäude, aufgeteilt auf zwei Baufelder. Baufeld A verantwortet Frei Architekten AG aus Aarau, Baufeld B das renommierte Harry Gugger Studio aus Basel. Das Volumen ist beachtlich, 81’888 Kubikmeter umbaut, 22’914 Quadratmeter Nutzfläche, rund 64,5 Millionen Franken Investition. Generalunternehmerin ist die Gross AG aus Brugg.

    Wohnen wo früher Malz dampfte
    136 Mietwohnungen mit 1,5 bis 4,5 Zimmern entstehen im Herzen der Stadt. Im Erdgeschoss prägen Retail- und Gastronomieflächen von insgesamt 2268 Quadratmetern das Quartier. Im Innenhof lädt ein rund 900 Quadratmeter grosser Biergarten zum Verweilen ein. Das Motto der Bauherrin, der Brauerei H. Müller AG in vierter Generation, bringt es auf den Punkt: «brauen – wohnen – geniessen».

    Geschichte bleibt sichtbar
    Nicht alles weicht dem Neubau. Kesselhaus, Sudhaus und Malzsilo bleiben erhalten, als bauliche Zeugen einer Braugeschichte, die 1897 begann. Das Müllerbräu-Bier selbst wird heute von der Schaffhauser Brauerei Falken hergestellt. Auf dem Areal aber gibt es weiterhin eine Spezialitätenbrauerei. Die Vergangenheit des Ortes bleibt damit nicht nur sichtbar, sie bleibt erlebbar.

    Zeitplan und Vermarktung
    Die Baubewilligung datiert von Oktober 2023, der Abbruch startete im April 2024. Seit wenigen Tagen sind die Fassaden der neuen Hochhäuser erstmals sichtbar. Ein Meilenstein für das Projekt. Der Vermarktungsstart der Wohnungen ist für Sommer 2026 geplant, der Erstbezug für Juni 2027.

  • Laufenburg baut Windmühlen am Bahnhof

    Laufenburg baut Windmühlen am Bahnhof

    Das Areal Schützegärte liegt an einer städtebaulich heiklen Stelle. Drei Strassen fassen es ein, ringsum treffen Bautypologien aus verschiedenen Jahrzehnten aufeinander. Genau dieses Chaos ist das Thema. AWW Architekten AG macht das «Gegensätzliche und Bilaterale» zur Grundlage des Konzepts. Die Architektur entsteht aus dem Spannungsfeld des Ortes, nicht gegen ihn.

    Versetzt, gedreht, verankert
    Zwei identische, viergeschossige Gebäudekörper bilden das Ensemble. Sie stehen nicht parallel, sondern versetzt und gedreht zueinander im leicht abschüssigen Terrain. Diese Positionierung ist kein ästhetischer Einfall, sondern eine präzise Reaktion auf Kantenbildung und Raumfluss gegenüber den Nachbarbauten. Ein Ensemble, das sich einfügt und gleichzeitig eigenständig bleibt. Die Gesamtgeschossfläche beträgt rund 4’600 Quadratmeter, das Bauvolumen rund 13’800 Kubikmeter.

    Windmühle als Wohnmodell
    Das architektonische Konzept basiert auf einer kompakten vierspännigen «Windmühlen»-Gebäudeform mit zentralem Treppenhauskern. Die auskragenden Flügel prägen die Fassade und nehmen Bezug auf typische Erkerformen im Quartier. Jede Wohnung ist dreiseitig ausgerichtet. Herzstück sind die «Vierjahreszeiten-Zimmer» mit grosszügige Räume, die als Wintergarten, Studio oder Wohn- und Essbereich nutzbar sind. Zusammen mit Loggien entsteht ein flexibles Raumangebot für unterschiedlichste Lebensentwürfe.

    Grün, gemeinschaftlich, geerdet
    Der Freiraum zwischen den Häusern ist bewusst niederschwellig gehalten. Zugänglich von innen und von der Strasse. Eine Grünschicht aus heimischen Sträuchern und Stauden schützt die Erdgeschosswohnungen und verleiht der Siedlung Charakter. An einer Ecke öffnet sich das Areal zu einer wiesenartigen Situation mit Obstbäumen.Eine Referenz an die lokale Tradition siedlungsnaher Obstgärten. Das Projekt denkt Wohnen und Gemeinschaft als Einheit.

    Nächste Schritte offen
    Die Stadt Laufenburg war nicht am Planungsprozess beteiligt. Stadtschreiber Marco Waser bestätigt, dass die Bauverwaltung lediglich die baurechtlichen Rahmenbedingungen vorgängig klärte. Eine Beurteilung seitens der Stadt liegt bislang nicht vor. Die Grundeigentümerin Erne Immo AG hat sich zum Zeithorizont der Umsetzung noch nicht geäussert.

  • Was als Schnäppchen galt, wird zum Milliardenprojekt

    Was als Schnäppchen galt, wird zum Milliardenprojekt

    Als die Stadt Zürich die Sanierung der Zeughäuser auf dem Kasernenareal in Zürich-Aussersihl ankündigte, klang das noch nach einem überschaubaren Vorhaben. Die erste Kostenschätzung belief sich auf rund 55 Millionen Franken. Heute steht eine Zahl im Raum, die selbst geübte Stadtparlamentarierinnen aufhorchen lässt, knapp 200 Millionen Franken. Eine Vervielfachung, die erklärt werden muss.

    Marode Substanz treibt die Kosten
    Der Haupttreiber ist die Bausubstanz selbst. Die historischen Zeughäuser sind in einem weit schlechteren Zustand als ursprünglich angenommen. Schadstoffsanierungen, statische Eingriffe und die denkmalpflegerischen Anforderungen summieren sich zu einem Aufwand, der im Vorfeld schlicht unterschätzt wurde. Dazu kommen gestiegene Baukosten und ein erweitertes Nutzungskonzept, das höhere technische Standards erfordert.

    Kultur, Gewerbe und Gemeinschaft
    Was nach der Sanierung entstehen soll, hat Substanz. Der Stadtrat plant eine Mischung aus Kulturnutzung, Kleingewerbe und öffentlich zugänglichen Räumen. Ein lebendiger Begegnungsort mitten in Zürich-Aussersihl. Die soziale Durchmischung ist explizit Teil des Konzepts. Damit soll das Kasernenareal als Ganzes aufgewertet werden, nicht nur die Zeughäuser selbst.

    Langer Weg bis zur Eröffnung
    Der Zeitplan ist ambitioniert und die Geschichte des Projekts mahnt zur Vorsicht. Frühestens 2034 sollen die sanierten Zeughäuser bezugsbereit sein. Bis dahin braucht es einen Kreditbeschluss des Gemeinderats, ein genehmigtes Bauprojekt und einen reibungslosen Bauablauf. Drei Faktoren, bei denen in Zürich erfahrungsgemäss selten alle gleichzeitig reibungslos funktionieren.

    Denkmal verpflichtet
    Die Zeughäuser sind Teil des geschützten Kasernenareals. Ein Ensemble, das die Stadtgeschichte sichtbar macht. Abreissen steht nicht zur Debatte. Wer historische Bausubstanz erhalten will, muss bereit sein, dafür zu zahlen. Die Frage ist nicht ob, sondern wie die Stadt diesen Auftrag finanziert und transparent, nachvollziehbar und mit einem klaren Mehrwert für alle Zürcherinnen und Zürcher kommuniziert.

  • Fünf Steine, 220 Wohnungen, eine Zukunft

    Fünf Steine, 220 Wohnungen, eine Zukunft

    Das Brisgi hat Wurzeln. In den 1940er-Jahren beherbergte das Areal eine Barackensiedlung für bis zu 1500 Mitarbeitende des damaligen Industriekonzerns BBC. Viele davon Gastarbeiter mit ihren Familien. In den 1960er-Jahren folgten ein Hochhaus und zwei Mehrfamilienhäuser, die noch heute stehen und sorgfältig in die neue Siedlung eingebettet werden. Was einst Arbeiterwohnquartier war, wird nun zum modernen Stadtbaustein.

    Drei Träger, ein Ziel
    Hinter dem Projekt stehen drei gemeinnützige Organisationen, die das 6,5 Hektaren grosse Areal gemeinsam entwickeln, die Wohnbaustiftung Baden, die Logis Suisse AG und die Graphis Bau- und Wohngenossenschaft. Jede übernimmt eine der drei Bauten und gestaltet diese eigenverantwortlich. Die Mietzinsen sind kostendeckend kalkuliert. Gewinn ist nicht das Ziel, bezahlbares Wohnen schon.

    Holz, Beton und Sonne
    Neun fünf- bis sechsgeschossige Gebäude, Laubengänge, begrünte Innenhöfe und ein zentraler Quartierplatz prägen das künftige Brisgi. Die Hybridbauweise kombiniert Holz und Beton. Beton nur dort, wo er wirklich nötig ist. Auf rund der Hälfte der Dächer produzieren Solaranlagen Strom, das Areal wird an den Fernwärmeverbund der Regionalwerke Baden angeschlossen. Angestrebt wird das Gold-Zertifikat des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz.

    Werte in Stein gemeisselt
    Fünf Steine, beim Aushub der Baugrube gefunden und von einem Steinmetz graviert, stehen für das Selbstverständnis der Siedlung. Das Gemeinsame, die Zukunft, Nachhaltigkeit, Zahlbarkeit und das Wohnen. Stadtpräsident Markus Schneider, der den Stein mit der Inschrift «Zukunft» trug, resümierte nach 14 Jahren Planungsarbeit: «Jetzt wird der lebhafte Kappi noch lebhafter. Hier entsteht ein Quartier im Quartier.» Die fünf Steine sollen künftig gut sichtbar in der Siedlung verbaut werden.

    Meilensteine im Zeitplan
    Nach jahrelangen Einsprachen und einem Planungsprozess seit 2012 nehmen die Dinge nun Fahrt auf. Die Baubewilligung für alle drei Hofbauten liegt seit April 2025 vor, der Baustart erfolgte im Herbst 2025 planmässig. Ab der zweiten Hälfte 2027 startet die Vermietung, der Bezug ist für die erste Jahreshälfte 2028 vorgesehen. Entwurfsarchitekten sind das Badener Büro Meier Leder Architekten gemeinsam mit dem Zürcher Büro Müller Sigrist, deren Projekt «Kandalama» 2016 als Siegerprojekt gekürt wurde.

  • Zofingen hat eine Chance und sollte sie nutzen

    Zofingen hat eine Chance und sollte sie nutzen

    Das Gebiet «Im Funken» gehört zu gleichen Teilen Migros Aare, der Zofimmo AG und der Stadt Zofingen. Alle drei müssen an einem Strang ziehen. Die Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen, ein Studienauftrag mit fünf Planungsteams läuft. Ergebnisse werden bis Ende 2026 erwartet, Baustart frühestens 2029. Das politische Fenster für stadtplanerische Weichenstellungen ist also jetzt geöffnet.

    Was die Motion konkret verlangt
    Die SP hat im Einwohnerrat beantragt, dass die städtischen Parzellen nur im Baurecht abgegeben werden. Die Bedingung dabei ist, dass ein gemeinnütziger Anbieter darauf Wohnungen zur Kostenmiete erstellt, also ohne Gewinnaufschlag, nur zu tatsächlichen Kosten. Gemeinnützige Wohnungen sind in der Schweiz im Schnitt rund 20 bis 25 Prozent günstiger als vergleichbare Marktangebote.

    Warum der Zeitpunkt stimmt
    Die Schweizer Leerwohnungsziffer ist 2025 auf 1,0 Prozent gesunken, den tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Der Druck auf den Mietwohnungsmarkt wächst schweizweit. Auch in Zofingen sind die Immobilienpreise in den letzten 25 Jahren um über 56 Prozent gestiegen. Neubauten der vergangenen Jahre lagen laut SP-Motion überwiegend im höheren Preissegment. Familienfreundlicher Wohnraum fehlt.

    Die Lehre aus der Unteren Vorstadt
    Im November 2025 vergab der Einwohnerrat das Areal «Untere Vorstadt» im Baurecht an die Wohnbaugenossenschaft DOMUM für 91 Wohnungen, Gewerbe und Tiefgarage. Die SP kritisiert, dass die Wohnungen zu Marktmieten angeboten werden, trotz genossenschaftlichem Träger. Genau diesen Graubereich will die Motion beim Funken-Areal ausschliessen. Wer Stadtboden bekommt, soll auch echten Mehrwert für die Allgemeinheit liefern.

    Kleiner Anteil, grosse Signalwirkung
    Stadtpräsidentin Christiane Guyer betont die Notwendigkeit einer Gesamtentwicklung des Areals statt Einzellösungen für jede Parzelle. SP-Motionär Michael Wacker ist sich bewusst, dass nicht alle Grundeigentümer Kostenmiete mittragen werden. Doch die städtischen Quadratmeter reichen für ein klares Signal. Öffentlicher Boden bleibt der Spekulation entzogen. Klein im Umfang, entscheidend im Prinzip.

  • Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hat dem Verkauf zweier Grundstücke des Kantons St.Gallen an den Kanton Thurgau sowie der Kompensation von Fruchtfolgeflächen zugestimmt. Für die Region Wil sei dies „richtungsweisend“, heisst es in einer Mitteilung von Regio Wil. Auf den Grundstücken soll das Entwicklungsareal WILWEST entstehen, das als nachhaltiges Wirtschaftsgebiet umweltfreundliche Mobilität, Energieeffizienz und regionale Zusammenarbeit vereinen soll. Kern des Projekts ist ein neuer Anschluss an die Autobahn A1, ergänzt durch verbesserte Bus-, Bahn- und Veloverbindungen für die gesamte Region.

    Für die Region Wil schafft das Projekt Perspektiven für neue Arbeitsplätze, eine Entlastung des Verkehrs sowie eine koordinierte und nachhaltige Raumentwicklung, heisst es in der Mitteilung. Der Entscheid der St.Galler Stimmbevölkerung sei zudem ein starkes Zeichen für die interkantonale Zusammenarbeit zwischen St.Gallen und Thurgau sowie für die 22 Gemeinden der Regio Wil.

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hatte einen Sonderkredit für das Projekt WILWEST im September 2022 zunächst abgelehnt. Daraufhin wurde das Projekt umfassend überarbeitet, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. So wurden unter anderem die Flächennutzung optimiert, die Versiegelung reduziert sowie der Autoverkehr und die Anzahl Parkplätze verringert.

    Nun gelte es, eine nachhaltige Realisierung sicherzustellen, das Gebiet bodenschonend und etappenweise zu entwickeln sowie die Anliegen der Bevölkerung weiterhin einzubeziehen. Die Regio Wil wolle sich auch künftig aktiv in den Prozess einbringen.

  • Ein Quartier ohne Einsprache

    Ein Quartier ohne Einsprache

    Der Luzerner Regierungsrat genehmigte den Bebauungsplan Schützenmatt im Januar 2026. Der Emmer Einwohnerrat hatte ihn bereits am 1. Juli 2025 in zweiter Lesung einstimmig verabschiedet. Nach Ablauf der Beschwerdefrist liegt nun Rechtskraft vor, kein einziger Rekurs wurde eingereicht. Das ist bei einem Projekt dieser Grössenordnung keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zeichen breiter Akzeptanz.

    250 Wohnungen, 4000 Quadratmeter Leben
    Auf dem Areal entstehen rund 250 Wohnungen in verschiedenen Grössen sowie Gewerbe-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen von insgesamt rund 4000 Quadratmetern. Der Wohnungsmix reicht von kleineren Einheiten über Familienwohnungen bis zu Alterswohnungen . Bewusst konzipiert für alle Lebensphasen und verschiedene Einkommensstufen. Ein Teil der Wohnungen muss als preisgünstiger Wohnraum realisiert werden.

    Weniger Auto, mehr Velo
    Das Mobilitätskonzept setzt klare Prioritäten sodass Fuss, Velo und öffentlicher Verkehr Vorrang haben. Geplant sind über 970 Veloabstellplätze, darunter eine gedeckte, öffentlich zugängliche Velostation mit mindestens 300 Plätzen direkt an der Bahnhofunterführung. Für Autos stehen maximal 120 Parkplätze in der Tiefgarage bereit. Die Velohauptroute entlang der Gleise wird kreuzungsfrei geführt. Somit entfallen Konflikte mit dem Fussgängerverkehr.

    Die Stadt als Schwamm
    Das städtebauliche Konzept stammt von Fischer Architekten, deren Wettbewerbsbeitrag mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Im Zentrum steht das Schwammstadtprinzip. Sickerfähige Beläge, Bäume auf natürlichem Boden und begrünte Dachflächen speichern Regenwasser und geben es kontrolliert wieder ab. Mindestens 60 Prozent der Dachflächen werden intensiv begrünt. Das verbessert das Mikroklima und macht das Quartier klimaresilient.

    Ab 2027 wird gebaut
    Mit der Rechtskraft liegt die Umsetzung nun bei den Grundeigentümerschaften. Die Realisierung ist in vier Etappen geplant, ein Bezug der ersten Wohnungen ist ab rund 2030 realistisch. Christine Bopp, Leiterin Planung der Gemeinde Emmen, spricht von einem abgeschlossenen langen Planungsprozess, der nun Planungssicherheit für alle Beteiligten schafft. Emmenbrücke bekommt sein neues Herz und baut es mit Bedacht.

  • Der Weg ist frei für Wil West

    Der Weg ist frei für Wil West

    Im zweiten Anlauf sagt die Stimmbevölkerung von St. Gallen Ja zu Wil West. Der Entscheid ist knapp, aber klar genug, um Planungssicherheit zu schaffen. Das Votum zeigt, die Region will wachsen. Gebündelt, planbar und abgestimmt über Kantonsgrenzen hinweg.

    Mit dem Landverkauf gibt St. Gallen ein ehemaliges Gutsareal der Psychiatrie Wil an den Kanton Thurgau ab. Das Wirtschaftsgebiet liegt künftig vollständig auf Thurgauer Boden, bleibt aber im unmittelbaren Einflussraum der Regio Will. Damit entsteht eine klarere Ausgangslage für Investitionen, Infrastruktur und langfristige Ansiedlungsstrategien.

    Konzentration statt Zersiedelung
    Wil West steht für ein Leitbild, das viele Regionen beschäftigt, wirtschaftliches Wachstum ermöglichen, ohne die Landschaft weiter zu zersiedeln. Statt immer neue Gewerbezonen an Ortsrändern zu streuen, bündelt der Standort künftig Firmen, Dienstleistungen und produktive Arbeitsplätze an einer verkehrstechnisch gut erschlossenen Lage.

    Geplant ist kein beliebiges Industrieareal, sondern ein moderner Arbeitsstandort. Angestrebt sind hochwertige Betriebe, die Wertschöpfung und qualifizierte Jobs bringen, ohne übermässig viel Fläche zu verbrauchen. Damit wird das Entwicklungspotenzial der Region genutzt. Für die Raumplanung ist das Projekt damit auch ein Instrument, um Wachstum zu kanalisieren, statt es dem Zufall zu überlassen.

    Infrastruktur als Entwicklungstreiber
    Besonders stark wirkt Wil West über die Infrastruktur. Mit dem Projekt verknüpfen Bund, Kantone und Region den Ausbau der Autobahn, den öffentlichen Verkehr sowie Fuss- und Veloverbindungen. Der geplante Autobahnanschluss an die A1 und eine bessere Anbindung an Bahn und Bus machen das Areal für Unternehmen attraktiv und entlasten zugleich die bestehenden Ortszentren.

    Nachhaltigkeit als Standortfaktor
    Die erste Version von Wil West ist an Bedenken gescheitert, wie Kulturlandverlust, Verkehr und ökologische Auswirkungen. In der überarbeiteten Variante spielt Nachhaltigkeit eine deutlich sichtbarere Rolle. Verdichtete Bauweisen, sorgfältigere Flächennutzung und mehr Grün- und Freiräume sollen den ökologischen Fussabdruck verringern.
    Für Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, wird genau das zum Standortfaktor. Immer mehr Firmen achten bei der Wahl ihres Standorts auf Energie- und Flächenverbrauch, Erreichbarkeit ohne Auto und ein attraktives Umfeld für Mitarbeitende.
    Wil West hat die Chance, hier einen neuen Standard für Arbeitszonen zu setzen, wenn Qualitätssicherung, Etappierung und Kriterien für Ansiedlungen konsequent durchgezogen werden.

    Chancen nutzen, Erwartungen managen
    Mit dem Ja zur Vorlage steigen nun auch die Erwartungen. Politik und Verwaltung müssen Tempo aufnehmen, ohne in Hektik zu verfallen. Die Region braucht klare Leitplanken, welche Branchen sollen kommen? Welche Dichte ist gewünscht? Wie wird die Entwicklung über Jahrzehnte gesteuert, ohne bei jedem Konjunkturwechsel die Strategie zu wechseln?

  • Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Urbaner Wandel auf dem Wellisareal

    Zwischen Bahnhof und Altstadt liegt eines der spannendsten Transformationsgebiete der Region. Aus Hallen, Lagern und Werkhöfen wächst ein urbanes Quartier mit eigenem Charakter. Das Areal übernimmt damit eine Schlüsselrolle als Eingangstor nach Willisau.

    Die Fläche ist in etwa so gross wie die historische Altstadt. Aus dem vormals abgeschlossenen Produktionsstandort wird ein offenes Stück Stadt. Wege, Plätze und Freiräume verbinden künftig Bahnhof, Altstadt und Quartier. Die bisherige Barriere wird zur städtischen Nahtstelle.

    Mischung statt Monofunktion
    Die Entwicklung setzt klar auf Nutzungsmischung. Geplant sind mehrere hundert Wohnungen in unterschiedlichen Grössen und Typologien, ergänzt durch Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen und quartiernahe Angebote. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit rücken näher zusammen.

    Sie schafft über den Tag hinweg Frequenz, erhöht die Auslastung der Infrastruktur und reduziert Abhängigkeiten von einer einzigen Nutzungsart. Gleichzeitig öffnet sie Spielräume für neue Arbeitsformen, kleinteilige Dienstleister und lokale Anbieter.

    Identität aus der industriellen Vergangenheit
    Das Wellisareal bleibt als Ort erkennbar. Teile der bestehenden Bausubstanz werden erhalten und neu bespielt. Die industrielle Prägung liefert damit nicht nur Geschichte, sondern auch Identität. Sie unterscheidet das Quartier klar von grünen Wiesenentwicklungen am Ortsrand.

    Neue Bauten ergänzen den Bestand, ohne ihn zu überdecken. Ein Hochpunkt markiert das Areal in der Silhouette von Willisau. Entscheidend ist dabei nicht die Höhe allein, sondern die Wirkung im Stadtraum. So entsteht ein Bild, das auch in der Wahrnehmung von Bewohnern, Besuchern und Investoren verankert bleibt.

    Freiraum als Standortfaktor
    Das Projekt denkt Dichte konsequent mit Freiraum zusammen. Grosszügige Grünflächen, Bäume, Plätze und Wege strukturieren das Quartier und sorgen für Aufenthaltsqualität. Statt Innenhof als Restfläche rückt der Freiraum ins Zentrum der Konzeption.

    Für künftige Nutzer ist das mehr als ein Komfortthema. Beschattete Aufenthaltsbereiche, durchdachte Aussenräume und differenzierte Kleinklimate werden zu harten Standortfaktoren. Sie beeinflussen Vermietbarkeit, Image und langfristige Wertentwicklung. Ein robustes Freiraumkonzept unterstützt zudem die Anpassungsfähigkeit des Quartiers über den Lebenszyklus hinweg.

    Mobilität neu austariert
    Die Lage direkt am Bahnhof und nahe der Altstadt erlaubt einen verkehrsarmen Ansatz. Der Fuss- und Veloverkehr hat Vorrang, Angebote des öffentlichen Verkehrs liegen in Gehdistanz. Das Projekt reduziert bewusst die Zahl der Parkplätze und setzt auf alternative Mobilitätsformen.

    Für Kommunen und Investoren bedeutet das, weniger Flächenverbrauch für Autos, mehr Raum für Wertschöpfung und Lebensqualität. Gleichzeitig steigt der Druck, Mobilität als integriertes Angebot zu denken. Von Sharing-Lösungen über Logistik bis hin zu Quartierservices.

  • Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Thun Nord entwickelt sich zum neuen Stadtteil

    Der künftige neue Stadtteil Thun Nord ist einer der vier wichtigsten kantonalen Entwicklungsschwerpunkte und der wichtigste im Berner Oberland, so eine Mitteilung der Stadt Thun. Auf einem Gelände von 60 Hektaren soll hier ein zukunftsgerichtetes Stadtquartier und ein Wirtschaftsstandort von überregionaler Ausstrahlung entstehen. Das Areal soll durch eine neue S-Bahnhaltestelle erschlossen werden.

    Das Gelände gehört je zur Hälfte Armasuisse Immobilien und der RUAG Real Estate AG. Die Stadt Thun hat 2025 mit ihnen sowie der BLS ein sogenanntes Werkstattverfahren für das Kerngebiet rund um die geplante Bahnhaltestelle durchgeführt. Drei interdisziplinäre Teams entwickelten zusammen mit Expertinnen und Experten und den verschiedenen Anspruchsgruppen Vorschläge. Aus diesen hat ein Begleitgremium Eckwerte für die weitere Entwicklung abgeleitet.

    Das Grundgerüst des neuen Stadtteils soll durch die Freiräume gebildet werden. Dieser wird geprägt durch die Aare, die Strassen, den Bahnraum und das Ortsbild. So soll die bestehende Sheddachhalle das Rückgrat der Anlage bilden. Die beiden Grundeigentümerinnen wollen ihre geschlossenen Betriebsareale auf das Gebiet westlich der Alpenbrücke und auf die Flächen des Textilcenters konzentrieren. Ausserhalb von ihnen sind gemischte Nutzungen vorgesehen. Zu den prägenden Akteuren wird auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit ihrem neuen Campus gehören.

    Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens werden bis zum 6. März im Rathaus Thun ausgestellt.

  • Grundstein für gemischt genutztes Gebäude in Frenkendorf gelegt

    Grundstein für gemischt genutztes Gebäude in Frenkendorf gelegt

    Die Halter AG hat laut einer Mitteilung den Grundstein für das Projekt Park3 gelegt. Beteiligt waren ausserdem die Bauherrschaft Zurimo „B“ Immobilien AG, vertreten durch die UBS Fund Management (Switzerland) AG, Vertreter von Reuter Architekten, der Gemeinde Frenkendorf sowie beteiligte Planungs-, Vermarktungs- und Realisierungsteams.

    Das gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshaus wird als fünfgeschossiger Baukörper mit Attika Wohnen, Arbeiten und Gewerbe unter einem Dach vereinen. Die Grundstücksgrösse beträgt 2607 Quadratmeter, die Baukosten betragen 14 Millionen Franken. Im Erdgeschoss entstehen flexibel teilbare Gewerbeflächen, im ersten Obergeschoss moderne Büroeinheiten. In den oberen Etagen sind 22 Wohnungen mit 2,5- und 3,5-Zimmer-Grundrissen vorgesehen. Das Projekt entsteht in einem infrastrukturell gut angebundenen Umfeld, das im Zuge der städtebaulichen Entwicklung zunehmend an urbaner Qualität gewinnt. Das Areal wird derzeit überwiegend gewerblich genutzt.

    Im Grundstein wurden die Gebäudepläne des Projekts, ein UBS-Jahresbericht sowie die aktuelle Ausgabe des Magazins KOMPLEX der Halter Gruppe als Zeitdokumente hinterlegt und dauerhaft im Fundament verankert.

    Nun richtet sich der Fokus auf die Erstellung des Rohbaus, der bis zum Sommer fertiggestellt werden soll. Die Fertigstellung des Projekts ist für Frühling 2027 geplant.

    Die Halter AG ist eine schweizweit tätige Immobilien- und Baufirma. Das Unternehmen bearbeitet an sieben Standorten ein Bauvolumen von rund 800 Millionen Franken pro Jahr und zählt derzeit rund 320 Projekte in Entwicklung und Ausführung.

  • Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Kanton Zürich schafft Schnittstelle zum Innovationspark

    Der Kanton Zürich hat laut einer Mitteilung die Fachstelle Innovationspark Zürich geschaffen. Damit setzt er einen Regierungsratsbeschluss von April 2025 um, der die Überführung der bisher durch ein externes Mandat geführten Koordinationsstelle in eine Regelorganisation vorsieht. Die Fachstelle ist im Amt für Wirtschaft angesiedelt und hat ihren operativen Betrieb Anfang Jahr aufgenommen.

    Die Fachstelle soll die Umsetzung der Aufgabenteilung zwischen der Volkswirtschaftsdirektion, der Stiftung Innovationspark, der IPZ Property AG und der IPZ Operations AG sicherstellen. Sie soll die kantonalen Projekte koordinieren und die verschiedenen Anspruchsgruppen in den Standortgemeinden, beim Bund, in der Wirtschaft und anderen Partnern einbeziehen.

    Die Fachstelle soll sich zusätzlich zum Innovationspark als dem wichtigsten Arealentwicklungsprojekt im Kanton auch mit der aktiven Entwicklung von Wirtschaftsflächen als einem zentralen Standortfaktor beschäftigen. Dabei geht es um Flächen für das Wachstum, die Transformation und die Ansiedlung von Unternehmen namentlich im oder im Umfeld des Innovationsparks, aber auch im gesamten Kanton.

    Benjamin Grimm ist der erste Leiter der Fachstelle. Der Geograf hat einen Master in Raumentwicklung und Infrastruktursysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie einen Master of Advanced Studies in Real Estate der Universität Zürich. Er hat unter anderem beim Bundesamt für Raumentwicklung und beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich gearbeitet.

  • Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Thun Nord formt ein neues Stadtquartier

    Der kantonale Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord gilt als bedeutendster Wirtschaftsstandort des Berner Oberlands und zählt zu den vier Premium-Standorten des Kantons Bern. Das Areal zwischen Selve und Lerchenfeld, heute noch stark militärisch geprägt, soll Schritt für Schritt für neue Nutzungen geöffnet werden. Damit entsteht Raum für Arbeiten, Wohnen und Mobilität, verbunden durch eine neue öffentliche Erschliessung.

    Werkstatt-Verfahren als Meilenstein
    Im Jahr 2025 führte die Stadt Thun gemeinsam mit Armasuisse Immobilien, Ruag Real Estate AG und der BLS ein Werkstatt-Verfahren durch. Es markiert einen wichtigen Etappenschritt in der Transformation des Gebiets. Die Aufgabe war, Wege aufzeigen, wie sich der Standort zu einem modernen, vernetzten Stadtteil entwickeln kann. Neben der künftigen S-Bahn-Haltestelle Thun Nord steht die Schaffung eines lebendigen urbanen Umfelds im Zentrum.

    Freiräume als Grundgerüst
    Im Fokus der planerischen Überlegungen stehen Freiräume als verbindendes Element zwischen den geschlossenen Militärarealen südlich des Areals. Die drei interdisziplinären Teams entwickelten im Dialog mit Fachleuten, Eigentümerschaft und Interessengruppen mehrere Ansätze. Trotz unterschiedlicher Konzepte entstand ein gemeinsamer Kern. Freiraum, Aare, Alpenbrücke und Allmendstrasse bilden das tragende Gerüst, an das künftige Quartierstrukturen anschliessen. Auch die neue Bahnhaltestelle nimmt Bezug auf den Bestand. Die markanten Sheddachhalle soll dabei als Rückgrat und Identitätsträger dienen.

    Von der Idee zur Umsetzung
    Nun startet die nächste Phase. In einer sogenannten Synthese arbeiten Stadt, Eigentümerschaft und Projektpartner an der weiteren Präzisierung von Freiraum und Quartierstruktur. Sie bildet die Grundlage für die nächsten, aufeinander abgestimmten Planungen, etwa Infrastrukturvorhaben oder die nötigen Planungsinstrumente. Damit nimmt Thun Nord Gestalt an, als zukunftsweisendes Quartier, das wirtschaftliche Stärke und räumliche Qualität verbindet.

  • Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Mehrfachnutzung private Parkplätze effizient genutzt

    Viele private Parkplätze bleiben stundenweise ungenutzt, tagsüber in Wohnquartieren, nachts bei Arbeits- oder Einkaufsstandorten. Bei der Mehrfachnutzung stellen Eigentümer ihre Parkplätze dann zur Verfügung, wenn sie diese selbst nicht brauchen. So sinkt der Druck auf den öffentlichen Parkraum, während Städte Platz für mehr Grün, Veloverbindungen und Aufenthaltsqualität gewinnen. Grundlage bildet ein vom Bau- und Verkehrsdepartement in Auftrag gegebenes Bewirtschaftungskonzept, das auf eine effizientere Nutzung privater Parkierungsanlagen zielt.

    Vier Pilotprojekte zeigen das Potenzial
    Seit Anfang dieses Jahres laufen vier Projekte, bei denen Eigentümer mit den Parkplatzvermittlern ShareP und Parcandi zusammenarbeiten. PSP Swiss Property stellt an der Hochstrasse 16 rund fünfzig Tiefgaragenplätze für die Mehrfachnutzung bereit. Die Lonza AG öffnet ihre Firmenparkplätze auf dem Lindenhofareal nachts und am Wochenende für Anwohnende. Weitere Angebote bestehen in der St. Alban‑Vorstadt beim Goldenen Löwen sowie an der Dornacherstrasse 8/10, mit Lösungen für Anwohnende und Pendelnde gleichermassen. Die Projekte werden während zwei Jahren begleitet, ausgewertet und bilden die Basis für weitere Umsetzungen.

    Flexible Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse
    Die neuen Parkiermodelle richten sich an verschiedene Nutzergruppen. Pendlerinnen und Pendler können tagsüber unter der Woche fixe oder wiederkehrende Plätze buchen. Anwohnende profitieren von sicheren Parkplätzen in der Nacht und am Wochenende. Für regelmässige Nutzer stehen Abonnemente zur Verfügung, für spontane Fahrten gibt es Kurzzeitangebote. So entsteht ein Parksystem, das sich an den Alltag der Menschen anpasst, statt zusätzlichen Flächenbedarf zu erzeugen.

    Beratung für Eigentümer und ergänzende Quartierparkings
    Eigentümer von Parkierungsanlagen können sich neu kostenlos beraten lassen. Die Erstberatung zeigt auf, wie sich Anlagen ohne grossen Aufwand effizienter bewirtschaften lassen. Mehrfachnutzungsmodelle können auch ohne Beratung und ohne Bewilligungsverfahren genutzt werden. Parallel dazu fördert der Kanton zusätzliche Quartierparkings. Mit der Übernahme des Parkhauses Horburg schafft er ab April 2026 über 300 mietbare Parkplätze für Anwohnende und stärkt so das Gesamtangebot im Quartier.

  • Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Industrieareal weicht Hotel und modernen Büroflächen

    Die schweizweit tätige Baustoffhändlerin HGC stellt sich an ihrem Standort Luzern laut einer Mitteilung neu auf. Sie reagiert damit auf die Entwicklung des einstigen Industriegebiets Tribschen hin zu einem Stadtquartier in Zentrumslage.

    Bereits im vergangenen September hat die HGC ihr regionales Transportgeschäft an den neuen Standort Inwil verlegt. Von dort wird das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren auch alle regionale Kunden bedienen.

    Der alte Standort in Tribschen wird umgebaut. Auf dem Grundstück Tribschenstrasse 7/9 wurde bereits im vergangenen Jahr das alte Gebäude abgerissen. Hier entsteht das neue Boutiquehotel 6000. Im Dachgeschoss wird der neue Sitz der Zentralschweizer Baumeisterverbände eingerichtet.

    Das Gebäude auf dem benachbarten Grundstück Tribschentrasse 11 wird unter Nutzung der bestehenden Tragkonstruktion umgebaut. Die oberen fünf Geschosse sollen künftig unter dem Namen Tribschen Office als Büros vermietet werden. Die Hälfte der Fläche hat bereits Abnehmer gefunden. Im Erdgeschoss wird ein Gewerbebetrieb sowie das HGC-Abholgeschäft eingerichtet.

    Die HGC hat den Standort in Tribschen seit Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts genutzt. Die Totalsanierung und die Umnutzung erlauben es ihr, von der Quartierentwicklung zu profitieren.

    Die HGC wurde 1899 als Genossenschaft gegründet und hat ihren Hauptsitz in Zürich. Sie handelt mit Baumaterialien und verwandten Produkten. Sie gehört ihren über 3000 Genossenschaftern in allen Bausparten.

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.
    www.dreispitz.ch

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.
    uptownbasel.ch

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.
    www.abendrot.ch

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.
    am-schaenzli.ch

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.
    sip-baselarea.com/maincampus/

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.
    h2-pratteln.ch

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.
    www.getec.swiss

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.
    zentralepratteln.ch

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.
    bredella.ch

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.
    www.ziegelei-ost.ch


  • Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Das Areal Neugut markiert den südlichen Auftakt von Rickenbach und liegt in der Kernzone der Gemeinde. Der Projektvorschlag von Fischer Architekten und Uniola gruppiert sieben neue Wohnhäuser um zwei Höfe, ein bestehendes achtes Gebäude wird in die Siedlungsfigur integriert. Am Ort der bisherigen Gaststätte entsteht ein Neubau mit gewerblicher Erdgeschossnutzung, der den Eingang ins Quartier und ins Dorf adressiert.

    Städtebauliche Einordnung
    Die Fluchten der Neubauten orientieren sich einerseits am Bestandsbau und am Haus Wiesental, andererseits an der annähernd parallelen Ausrichtung der umliegenden Dorfbebauung. So entsteht ein Setzungsmuster, das die vorhandene Struktur aufnimmt statt einen Fremdkörper zu setzen.

    Ein schmaler Bachlauf trennt das Siedlungsgebiet vom offenen Feld und bildet zugleich eine klare Landschaftskante. Die grosse Linde und die Stellung des „Wiesental“ bleiben im neuen Konzept erhalten, was die Kontinuität im Ortsbild stärkt.

    Verzahnung von Landschaft und Siedlung
    Zwei nutzungsintensive Höfe bilden das innere Rückgrat der neuen Siedlung. Ihnen gegenüber schieben sich Grünflächen von Westen her in die Bebauungsstruktur und verknüpfen Landschafts- und Siedlungsraum.

    Durch die gezielte Anordnung der Tiefgarage bleibt der Grossteil des Grünraums ohne Unterbauung. Das verbessert Bepflanzung, Versickerung und Wasserkreislauf und entspricht den raumplanerischen Zielen, Grünräume funktional zu sichern und aufzuwerten.

    Quartier für Fussgänger und Velos
    Garagenzufahrt, Anlieferung und oberirdische Besucherparkplätze werden am Südrand des Perimeters gebündelt. Dort öffnet sich das Quartier mit einem Platz vor dem Haus Wiesental zum Strassenraum und markiert den Übergang vom Verkehr zum wohnorientierten Innenbereich.

    Das Innere des Areals bleibt dem Fussgänger- und Veloverkehr vorbehalten. Damit setzt das Projekt ein deutliches Signal zugunsten quartiersinterner Aufenthaltsqualität und verkehrsberuhigter Wohnumfelder.

    Holzbau und Ausdruck
    Mit Ausnahme der Untergeschosse und Treppenhäuser sind die Gebäude als Holzbauten konzipiert. Die Fassade besteht aus einem gedämmten Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Holzverschalung und vereint damit energetische Effizienz mit einem reduzierten CO₂-Ausstoss.

    ​Vertikale Doppelstützen gliedern die Fassaden primär in der Höhe, differenzieren sich aber je nach Gebäudetyp. So bleibt das materielle Erscheinungsbild harmonisch, während die Gliederung subtil auf das innere Raumsystem verweist und dem Ensemble einen lebendigen Charakter verleiht.

    Vom Studienauftrag zum Gestaltungsplan
    Dem Projekt voraus ging ein Studienauftrag mit fünf eingeladenen Teams, aus dem Fischer Architekten und Uniola als Sieger hervorgingen. Die Jury würdigte insbesondere, dass sich der Vorschlag «selbstverständlich» in die bestehende Bebauungsstruktur einordnet und den Charakter des Ortseingangs stärkt.

    Als nächste Etappe folgt der private Gestaltungsplan, der voraussichtlich 2027 Rechtskraft erlangen könnte. Erst danach wird das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet – mit dem Ziel, das Areal Neugut von einer spezialisierten Nutzung mit Reitanlage zu einem fein vernetzten Wohnquartier mit klarer Adresse am Dorfeingang zu transformieren.

  • Bahnhof Nord Regensdorf

    Bahnhof Nord Regensdorf

    Die «Überbauung Baufeld N + O» umfasst zehn Gebäude mit insgesamt rund 283 Mietwohnungen und zwei Innenhöfen. Geplant sind auch Vier- und Fünfzimmerwohnungen, die insbesondere für Familien attraktiv sind.

    Das Nutzungskonzept sieht eine starke Durchmischung vor. In der Überbauung sind eine Kita und ein Kindergarten, ein Restaurant, ein Lebensmittelladen sowie weitere Läden und Dienstleistungen vorgesehen. Zwei Gebäude sind als reine Gewerbehäuser geplant, in den übrigen acht liegen vom ersten bis zum siebten Obergeschoss die Wohnungen. Eine Tiefgarage mit 289 Autoabstellplätzen und über 1000 Veloabstellplätzen bildet die unterirdische Erschliessung.

    Lage und Erschliessung
    Das Projekt liegt zwischen der SBB-Linie und der Kantonsstrasse Wehntalerstrasse und ersetzt ältere Gewerbebauten am Rand der Gemeinde. Damit wird die Umwandlung des bisherigen Gewerbegebiets beim Bahnhof Regensdorf zu einem dichten Wohnquartier entlang der Verkehrsachse weitergeführt. In unmittelbarer Nachbarschaft sind bereits das erste Hochhaus, derzeit das höchste Holzhochhaus der Schweiz, sowie ein weiterer Wohnturm realisiert oder im Bau.

    Die Baufelder N und O liegen am Siedlungsrand vor dem Wald- und Katzenseegebiet, was die Rolle des Projekts als Scharnier zwischen Verdichtung und Landschaft unterstreicht. Eine neue Strasse (Spange Althardstrasse) wird künftig entlang der Bahnlinie zur Kantonsstrasse führen, den Verkehr aus den Neubauten bündeln und ins übergeordnete Netz leiten. Plazza hat hierfür bereits ein Gewerbegebäude an der Bahnlinie abgebrochen, erste Vorarbeiten laufen.

    Architektur und Ausdruck
    Die Überbauung knüpft gestalterisch an die industrielle Vergangenheit des Areals an. Die siebengeschossigen Wohngebäude erhalten Fassaden mit Keramik- und Metallpaneelen. Zur Kantonsstrasse hin sind helle Profilblechfassaden vorgesehen, in den Innenhöfen dunklere Keramikfassaden, gegliedert durch helle Fensterrahmen und Balkonbrüstungen.

    Zwei Innenhöfe strukturieren die dichte Bebauung und bieten geschützte Aussenräume in einem von Infrastrukturen geprägten Umfeld. Visualisierungen der verschiedenen Gebäudetypen sind laut Plazza in Überarbeitung und werden erst zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.

    Projektstand, Kosten und Mietpotenzial
    Der Gestaltungsplan ist seit August 2025 rechtskräftig, das Bauprojekt liegt vor. Plazza geht davon aus, dass die Bauarbeiten noch 2026 beginnen und gemäss Baugesuch bis Frühling 2029 dauern werden.

    Das Investitionsvolumen liegt laut Plazza zwischen 220 und 240 Mio. CHF, das jährliche Mietzinspotenzial dürfte rund 9 Mio. CHF übersteigen. Damit zählt das Projekt Bahnhof Nord zu den bedeutenden Entwicklungsbausteinen im Portfolio der Gesellschaft und zu den zentralen Wachstumsprojekten am Stadtrand von Zürich.

  • Areale in Basel Stadt als Motor der Zukunft

    Areale in Basel Stadt als Motor der Zukunft

    Basel-Stadt steht exemplarisch für den nachhaltigen Wandel europäischer Industrieregionen. Auf einst geschlossenen Produktionsflächen wächst eine neue Stadtkultur, die Dichte, Vielfalt und Teilhabe verbindet. Areale wie VoltaNord schaffen bezahlbaren Wohnraum und fördern soziale Durchmischung. Klybeckplus und Klybeckquai öffnen den Rheinraum für Wohnen, Bildung und Freizeit. Ein Meilenstein für die städtische Vernetzung bis 2037.

    Auch an den Rändern verändert sich das Stadtbild. Das Dreispitz-Nord-Areal verknüpft Gewerbe mit urbanem Wohnen, während das Wolf-Areal und der Walkeweg neue Formen energiesparender, nachbarschaftlicher Quartiere hervorbringen. Im Norden entwickelt sich das Vordere St. Johann mit Campus, Universität und Spital zum Wissens- und Gesundheitszentrum der Region. Mit Projekten wie dem Westfeld entstehen Orte des Zusammenlebens, die Baukultur, Nachhaltigkeit und soziale Innovation verbinden.

    So wird Basel zum Labor für urbane Zukunft – geprägt von Kooperation, Bodenhaftung und Weitsicht.

    Rosental Mitte
    Rosental Mitte entwickelt sich vom geschlossenen Industrieareal zu einem durchlässigen, vielfältigen Wirtschaftsstandort. Der Kanton Basel-Stadt schafft neben Arbeitsflächen schrittweise auch neue Räume für Wohnen und Freizeit. Bestehende Strukturen werden respektvoll weitergebaut, historische Elemente bleiben als Anker der Identität erhalten. Öffentliche Wege und Grünräume vernetzen die Quartiere, fördern Begegnung und Beweglichkeit. Ein Drittel der Wohnungen entsteht im preisgünstigen Segment. Rosental Mitte steht für zukunftsweisende Stadtentwicklung und nachhaltige urbane Lebensqualität.
    rosentalmitte.ch

    VoltaNord
    Auf dem früheren Lysbüchel-Areal im Basler Norden entsteht mit VoltaNord ein lebendiger Stadtteil für rund 1’500 bis 2’000 Bewohnende und bis zu 2’500 Arbeitsplätze. Zwei Drittel der neuen Wohnungen sind preisgünstig und fördern soziale Vielfalt. Die Entwicklung verbindet verdichtetes Arbeiten und Wohnen mit einem qualitativen Mehrwert für das Quartier St. Johann. Eine neue Primarschule sowie attraktive Freiräume machen das Areal zu einem zukunftsorientierten Ort des Lebens, Lernens und Arbeitens.
    voltanord.ch

    klybeckplus
    Das ehemalige Industrieareal im Basler Norden wandelt sich zu einem durchmischten Stadtquartier zwischen Rhein und Wiese. Auf rund 300’000 Quadratmetern entsteht Raum zum Wohnen, Arbeiten und Leben für bis zu 15’000 Menschen. Eigentümerinnen Rhystadt AG und Swiss Life AG entwickeln das Areal gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt. Das städtebauliche Leitbild von 2022 bildet die Grundlage. Neue Tramlinien, Strassen, Parks und Schulstandorte schaffen die Vernetzung eines zukunftsorientierten Quartiers mit urbanem Charakter.
    klybeckplus.ch

    Klybeckquai & Westquai
    Der Klybeckquai und der Westquai wandeln sich von industriell geprägten Hafenarealen zu lebendigen Stadtlandschaften am Rhein. Mit der Verlegung der Hafenbahn entsteht Raum für neue Nutzungen und eine städtebauliche Öffnung Richtung Wasser. Am Klybeckquai wächst ein durchmischtes Wohnquartier mit Schulen, Kitas und begrünten Innenhöfen. Der Westquai soll nach 2029 zu einem vielfältigen Ort für Arbeit, Kultur, Freizeit und Natur werden. Beide Gebiete entwickeln sich im Sinne von Netto Null 2037 zu nachhaltigen, zukunftsfähigen Stadtteilen.
    klybeck-kleinhüningen.ch

    Dreispitz Nord
    Das Areal Dreispitz Nord am östlichen Rand von Gundeldingen befindet sich im Wandel: Wo heute noch das Einkaufszentrum MParc, der Bau- und Gartenfachmarkt OBI sowie weitere Gewerbebetriebe prägend sind, entsteht ein neuer, vielseitiger Stadtteil. Die Christoph Merian Stiftung und die Genossenschaft Migros Basel gestalten die Zukunft des Areals gemeinsam. Das städtebauliche Konzept von Herzog & de Meuron ermöglicht die Entwicklung von Wohnraum, attraktiven Grün- und Freiflächen und fördert ein urban durchmischtes, zukunftsweisendes Quartier mit lebendigem Charakter.
    dreispitznord.ch

    Areal Walkeweg
    Das sechs Hektaren grosse Areal Walkeweg im Süden Basels entwickelt sich zum lebendigen, familienfreundlichen Wohnquartier. Bis zu 650 Menschen sollen hier bezahlbar und energiesparend wohnen. Der Kanton und die SBB realisieren mit Baugenossenschaften ein vielfältiges Angebot an preisgünstigen und kompakten Wohnungen. Eine neue Primarschule, grosszügige Naturflächen, gemeinschaftliche Höfe sowie ein begrünter Quartierplatz und Park schaffen Raum für soziale Begegnung und nachhaltige Lebensqualität. Die Bebauung folgt dem Prinzip «Low Cost – Low Energy».
    areal-walkeweg.ch

    Areal Wolf
    Das Wolf-Areal wandelt sich vom Güterbahnhof zum urbanen Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen. Im Westen entstehen rund 550 Wohnungen, davon ein Drittel preisgünstig, im Osten Büro-, Logistik- und Gewerbeflächen sowie öffentliche Einrichtungen. Historische Gebäude werden erhalten und in die neue Hofstruktur integriert, die besonderen Wert auf Lärm- und Raumkonzepte legt. Die SBB entwickelt und investiert hier als Eigentümerin, sozial durchmischte und zukunftsfähige Lebensräume entstehen auf rund zehn Hektaren mitten in Basel.
    wolf-basel.ch

    Vorderes St. Johann
    Das vordere St. Johann im Norden von Basel entwickelt sich zu einem bedeutenden Standort für Forschung, Bildung und Gesundheit. Rund um den Campus Schällemätteli und das Universitätsspital entstehen in den nächsten Jahren neue Bauten für Klinik, Universität, Bibliothek und private Forschungsinstitute. Der Kanton treibt zudem die Erschliessung durch neue Tramlinien und Verkehrsprojekte voran. Insgesamt werden 16 Bau- und Infrastrukturprojekte realisiert, die sowohl von privaten als auch von öffentlichen Akteuren getragen werden und die Zukunft des Quartiers als Wissens- und Gesundheitszentrum sichern.
    vorderes-stjohann.ch

    Universitätsspital Basel: Campus Gesundheit
    Das Universitätsspital Basel verfolgt mit dem Campus Gesundheit einen umfassenden Entwicklungsplan, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den steigenden Nutzungsdruck zu bewältigen. Neubauten wie das Klinikum 2 von Giuliani Hönger und das Klinikum 3 von Herzog & de Meuron bringen flexible Nutzung, moderne Prozesse und städtebauliche Qualität. Ein neuer Bebauungsplan regelt die Entwicklung des gesamten Areals inklusive Grünflächen und Denkmalschutz. Die Bauprojekte werden voraussichtlich bis 2039 umgesetzt und stärken den Gesundheitsstandort Basel langfristig.
    unispital-basel.ch

    Westfeld
    Auf dem ehemaligen Felix Platter-Spitalareal im Iselin-Quartier entsteht mit dem Westfeld ein vielfältiges Stadtquartier mit 525 neuen Wohnungen, umgenutzten Bestandsbauten und Flächen für Gewerbe und soziale Angebote. Die Genossenschaft wohnen&mehr setzt auf nachhaltiges Bauen und fördert neue Wohnmodelle sowie Gemeinschaft durch Quartiergarten, Westfeldplatz und lokale Dienstleistungen. Die zweite Bauetappe bringt weitere Wohnungen, Gewerbeflächen und einen Velopavillon. Das Westfeld schafft neue Begegnungsräume und bereichert das Quartier nachhaltig.
    wohnen-mehr.ch



  • Grossareal vor Neuausrichtung zwischen Wohnen und Arbeit

    Grossareal vor Neuausrichtung zwischen Wohnen und Arbeit

    Die HIAG Immobilien AG will das alte Metalli-Industrieareal an der Birs in Dornach über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren in ein gemischtes Areal für Wohnen, Arbeiten und Freizeit umgestalten. Der Masterplan für das neue Wydeneck-Areal sieht für die Fläche von über 130‘000 Quadratmetern eine Wohnnutzung von 70 Prozent vor. Für Gewerbe und Wirtschaft sind mindestens 30‘000 Quadratmeter vorgesehen. Das schafft das Potenzial von 600 Arbeitsplätzen.

    Aus der Sicht der Standortförderung Schwarzbubenland ist das zu wenig. Sie fordert laut einer Mitteilung, dass das Areal für die Ansiedlung möglichst vieler hochwertiger Arbeitsplätze attraktiv gemacht werden soll. Die Konzentration auf die Wohnnutzung berge „die Gefahr, durch kurzfristige Renditeüberlegungen wertvolle Wirtschaftsflächen für die Zukunft zu verlieren“.

    Die Vertreter der Standortförderung, von HIAG Immobilien und der Gemeinde haben sich deshalb zu einem Gespräch über die Zukunft des Geländes getroffen. HIAG verwies darauf, „dass dank eines flexiblen und zukunftsgerichteten Bau- und Zonenreglements im Grundsatz auch ein höherer Gewerbeanteil möglich sei“.

    Swissmetal wird bis Ende 2026 das Areal verlassen. Dann können die bestehenden Zwischennutzungen erweitert werden. Grössere bauliche Veränderungen sollen im Einklang mit dem Ausbau der Infrastruktur erfolgen. So soll ab 2030 die neue S-Bahn-Haltestelle Dornach-Apfelsee das Areal direkt an den öffentlichen Verkehr anschliessen.

  • Schlieren und Zürich kooperieren beim Ausbau von Schlieren Nordost

    Schlieren und Zürich kooperieren beim Ausbau von Schlieren Nordost

    Die Städte Schlieren und Zürich haben in einer Absichtserklärung („Letter of intent“) die gemeinsame städtebauliche Planung und Entwicklung von Schlieren Nordost vereinbart. Wie die Stadtverwaltung in einer Mitteilung schreibt, geht es konkret um ein 324’000 Quadratmeter grosses Areal innerhalb des Gesamtareals. Es befindet sich auf Schlieremer Boden und gehört der Stadt Zürich.

    Ziel der Vertragspartner sei ein „verbindliches Leitbild bis 2030“. Darin sollen strategische Ziele und Rahmenbedingungen für die künftige städtebauliche Entwicklung und Nutzung des Gebiets festgelegt werden.

    Für beide Städte sei das Gebiet von einigem Nutzen. Für Zürich sei es „eine wichtige Landreserve“, für Schlieren spiele es eine Rolle bei der städtebaulichen Zukunftsplanung. Darum sei die Zusammenarbeit für beide Städte „eine Grundlage für weitere Planungsschritte und Entscheide“.

    Zürich will mit der Kooperation „frühzeitig und auf einer soliden planerischen Basis“ die künftige Vorgehensweise auf ihrem Areal klären. Dort enden zwischen 2043 und 2050 verschiedene Baurechte.

    Schlieren gehe seit einigen Jahren die Weiterentwicklung mehrerer grosser Areale an. „Der Nordosten verbleibt als das grösste zusammenhängende Entwicklungsgebiet in der Gemeinde“, heisst es.

  • Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Riet II macht die Versorgung krisenfester

    Die Region St.Gallen macht ihre Trinkwasserversorgung fit für kommende Jahrzehnte. Mit dem Entscheid für das neue Seewasserwerk Riet II in Goldach bekommt das bestehende Werk in Frasnacht ein gleichwertiges zweites Standbein. Heute hängt die Versorgung der zwölf beteiligten Ostschweizer Gemeinden im Ernstfall wesentlich an dieser einen Bezugsquelle. Ein Risiko, das den bundesrechtlichen Vorgaben für schwere Mangellagen nicht mehr genügt. Riet II soll genau diese Lücke schliessen und die Versorgung auch dann sicherstellen, wenn eine Anlage ausfällt oder der Bodensee zeitweise nur eingeschränkt genutzt werden kann.

    Realisiert wird das neue Werk am Standort des bestehenden Hochdruckpumpwerks Riet in Goldach. Rund 60 Millionen Franken sind für Bau und Ausrüstung veranschlagt. Die Kosten tragen die zwölf Aktionärspartner der RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG gemäss einem neuen Verteilermodell, das künftig über die Wasserpreise an die Endkundinnen und -kunden weitergegeben wird. Dass sich alle Partnergemeinden einstimmig hinter Projekt und Finanzierung stellen, zeigt den hohen strategischen Stellenwert: Trinkwasser wird als kritische Infrastruktur behandelt, die im Krisenfall genauso robust funktionieren muss wie im Alltag.

    Mit Riet II baut die RWSG ihre Rolle als Rückgrat der regionalen Wasserinfrastruktur aus. Sie ist von der Fassung des Rohwassers über die Aufbereitung bis zum Transport in die Netze der Gemeinden verantwortlich und versorgt mehr als 150’000 Menschen mit Trink-, Brauch- und Löschwasser. Künftig betreibt sie zwei Seewasserwerke, Frasnacht und Goldach sowie das Hochdruckpumpwerk Riet und die dazugehörigen Transportleitungen. Davon profitieren urbane Zentren wie St.Gallen und Arbon ebenso wie kleinere Partnergemeinden von Abtwil-St.Josefen bis Teufen. Das neue Werk ist damit mehr als ein Bauprojekt: Es ist ein langfristiges Sicherheitsversprechen für eine ganze Region.

  • Rückkehr der wilden Wasser am Schänzli

    Rückkehr der wilden Wasser am Schänzli

    Das Schänzli-Areal markiert den Beginn einer neuen Ära der Landschaftsplanung an der Birs. Das Siegerprojekt «Aqua fera» von Berchtold.Lenzin Landschaftsarchitekten, Versaplan und Holinger befreit den Fluss aus seiner starren Form und schenkt ihm Bewegungsfreiheit. Flachwasserzonen, Niederwasserrinnen und naturnahe Ufer schaffen Lebensräume für Fische, Vögel und Amphibien, stärken den Grundwasserschutz und machen die Auenlandschaft wieder erlebbar.

    Besucherlenkung über Holzstege, Asthaufen und definierte Wege schützt sensible Bereiche, während Buvette und kleine Veranstaltungsflächen beim nördlichen Zugang Raum für Begegnung bieten. Gegen Süden wird das Gelände leiser, geht in das Schutzgebiet Vogelhölzli über und eröffnet neue Perspektiven auf eine revitalisierte Birs. Lärmschutzwälle entlang der Autobahn schirmen die Flächen ab und bilden zugleich eine neue Verbindung ins Käppeli-Quartier.

    Stadt am Fluss
    Direkt an das Naturareal grenzt das neue Quartier Am Schänzli. Drei Hochhäuser mit rund 400 Wohnungen, Büros, Gastronomie und Freizeitnutzungen formen mit grosszügigen Freiflächen und Gewerbeflächen ein lebendiges Stadtfragment am Eingangstor zu Basel. Die Überbauung erfüllt den SNBS-Gold-Standard, setzt auf Photovoltaik, Wärmerückgewinnung, begrünte Dächer und eine kompakte Bauweise mit Biodiversitätszonen zwischen den Gebäuden.

    Die Mobilitätsstrategie priorisiert den Langsamverkehr. Velo-, Fuss- und Tramverbindungen vernetzen das Quartier mit Basel-Stadt, dem Naherholungsraum Birspark und den Hagnau-Arealen. Das Prinzip «Freiraum durch Dichte» zeigt hier seine Kraft mehr Lebensqualität durch verdichtetes, klug organisiertes Bauen.

    Kooperation und Umsetzung
    Finanziert wird die Arealentwicklung über Mehrwertabgaben der Grundeigentümer in Hagnau und durch öffentlich-private Kooperation mit der Gemeinde Muttenz. Der Quartierplanprozess, nach intensiver Mitwirkung der Bevölkerung verabschiedet, bildet die Grundlage für eine abgestimmte Gesamtentwicklung von Hagnau Ost, Hagnau West und dem Schänzli-Areal.

    Der Baustart für die Hochhäuser erfolgte im Frühling 2025, die Realisierung erfolgt etappenweise bis 2029. Während Am Schänzli wächst, bleibt der südliche Flussraum unbebaut und entwickelt sich zum Rückgrat eines zusammenhängenden Grün-Netzes zwischen Stadt und Landschaft.

    Zukunftsmodell für Stadt und Natur
    Das Schänzli-Projekt steht sinnbildlich für die neue Generation schweizerischer Stadtentwicklung: ökologisch regenerativ, architektonisch präzis, sozial integriert. Es beweist, dass ökonomische Nutzungsdichte und ökologische Vielfalt sich nicht ausschliessen, sondern gegenseitig stärken können.

    Mit «Aqua fera» wird die Birs nicht nur renaturiert, sie wird in den urbanen Alltag zurückgeführt. Muttenz zeigt damit, wie durch vorausschauende Planung Freiraum, Klimaresilienz und urbane Lebensqualität in Einklang gebracht werden können. Das Schänzli wird zum lebendigen Übergang zwischen Stadt und Natur und zu einem kraftvollen Symbol für die Rückkehr der wilden Wasser.