Kategorie: Areale / Quartiere

  • Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Umzug schafft Entwicklungschance mit Seeblick

    Weil es den aktuellen Anforderungen an ein modernes Gesundheitszentrum nicht mehr genügt, wird das Kantonsspital Luzern gemeinsam mit dem Pflegezentrum Seeblick nach Schenkon verlegt. Für das 47‘000 Quadratmeter grosse Areal wollen der Kanton als Eigentümer und die Stadt Sursee eine attraktive Zukunft planen, heisst es in einer Mitteilung.

    Bereits ersten Einschätzungen zufolge eignet sich das Areal für eine gemischte Bebauung mit Wohn- und Geschäftsräumen. So könnten Wohneinrichtungen sowohl für Familien, Paare, Singles oder auch für Senioren geschaffen werden, Dienstleistungs- und Gastronomieangebote könnten das Areal vervollständigen. Das oberhalb des Sempachersees gelegene Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zur Altstadt von Sursee und verfügt bereits heute über eine gute Erschliessung mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

    „Mit dem Umzug eröffnet sich die einmalige Chance, den bisherigen Standort in Sursee neu zu nutzen“, wird Regierungsrat Reto Wyss in der Mitteilung zitiert. „Dieses attraktive Areal mit Seeblick an guter Lage soll dafür umgezont werden. Mit den nächsten Planungsschritten soll aufgezeigt werden, was wo realisierbar ist“. Ab Frühling 2026 soll mit dem beginnenden Umzug des Spitals eine Planungsphase für das neue Quartier beginnen. Dabei sind verschiedene Treffen mit der örtlichen Bevölkerung und Interessengruppen geplant. Ab 2034 ist das Areal voraussichtlich frei und könnte neu bebaut werden. Auch an ein Einbeziehen der bereits bestehenden Bausubstanz wird gedacht.

  • Kooperation soll Potenzial des Gewerbeareals Silbern heben

    Kooperation soll Potenzial des Gewerbeareals Silbern heben

    Silbern ist heute ein wichtiger Standort für Produktion, Handel und Einkauf und trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Stärke der Region bei. Gleichzeitig hat sich das Gebiet über Jahre hinweg städtebaulich und stadträumlich kaum weiterentwickelt und bleibt hinter dem Potenzial anderer Wirtschaftsstandorte der Region zurück. Genau hier setzt die neue Allianz an. Sie will die qualitative Weiterentwicklung anstossen, statt die bestehende Nutzung lediglich zu verwalten.

    Integrativer Ansatz statt Einzelinteressen
    In der Allianz Zukunft Silbern arbeiten IG Silbern, Limeco, BirdLife, die Stadt Dietikon und der Kanton Zürich in einem langfristig angelegten, kollaborativen Rahmen zusammen. Der Ansatz ist klar, Wirtschaft, Mobilität, Umwelt und Natur werden gemeinsam geplant und gesteuert. So sollen Zielkonflikte früh erkannt und Lösungen interessenbasiert, koordiniert und transparent entwickelt werden.

    Zielbild und Charta als verbindlicher Rahmen
    Ergebnis eines zweijährigen Vermittlungsprozesses unter der Leitung von Joris Van Wezemael ist ein gemeinsames Zielbild, ergänzt durch eine verbindliche Charta. Beides schafft Orientierung, definiert Leitplanken und stärkt die Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit. Unternehmen und Grundeigentümerinnen erhalten damit einen Rahmen, in dem sie Entwicklung aktiv mitgestalten können. Mit mehr Planungssicherheit und klaren Erwartungen an die Vereinbarkeit wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Anliegen.

    Zukunftsfähiger Wirtschafts- und Lebensraum
    Die Allianz versteht sich als langfristige Kooperation mit einem klaren Anspruch. Silbern soll sich zu einem Standort entwickeln, der attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen bietet, die Erreichbarkeit verbessert und gleichzeitig Natur- und Lebensräume stärkt. Infrastruktur wird dabei als Schlüssel begriffen, als Teil der Lösung, indem etwa Reststoffe in Energie und neue Ressourcen überführt werden.

    Gemeinsamer Wille als Erfolgsfaktor
    Für den nächsten Schritt braucht es konkrete Projekte und den anhaltenden Willen aller Beteiligten, Verantwortung gemeinsam zu tragen. Unternehmer, Immobilienbesitzende, die öffentliche Hand, Infrastrukturbetreiber und Naturschutzorganisationen haben im bisherigen Dialog bereits ein besseres Verständnis füreinander entwickelt und gegenseitigen Respekt aufgebaut. Diese Vertrauensbasis ist entscheidend, damit aus dem gemeinsamen Zielbild realisierte Vorhaben werden und Silbern den Sprung von einem unterschätzten Arbeitsgebiet zu einem zukunftsorientierten Wirtschafts- und Lebensraum schafft.

  • Vom Industrie-Erbe zum Innovationscampus

    Vom Industrie-Erbe zum Innovationscampus

    Wo früher Textilmaschinen und Industrieproduktion den Takt vorgaben, entsteht heute ein neuer Schwerpunkt für Technologie, Gewerbe und unternehmerische Entwicklung. Das rund 75’000 Quadratmeter grosse Vitus-Areal wird nicht als abgeschotteter Businesspark gedacht, sondern als vernetzter Innovationsort mit direktem Bezug zum Quartier Töss. Bestehende Bauten, Wege und Räume bilden dabei das Rückgrat der Transformation.

    Historische Substanz bleibt, wo sie Charakter und Identität stiftet. Gleichzeitig werden Strukturen geöffnet, Wege durchlässiger gemacht und neue Orte für Begegnung, Zusammenarbeit und Austausch geschaffen. Das Vitus-Areal soll damit zu einem sichtbaren Motor der wirtschaftlichen Entwicklung Winterthurs werden.

    Leitbild und Arealstrategie
    Die Leitidee ist einfach und ambitioniert zugleich. Ein Tech- und Innovationscluster, der Unternehmen, Startups, Bildung und Forschung an einem Ort bündelt. Im Vordergrund steht Arbeit, nicht Wohnen. Geplant sind Büro- und Gewerbeflächen für technologieorientierte Firmen, forschungsnahe Betriebe, Dienstleister und kreative Akteure. Ergänzend kommen Co-Working-Angebote, flexible Flächen und Raum für junge Unternehmen hinzu.

    Gleichzeitig setzt die Arealentwicklung auf Atmosphäre. Urbane Begegnungszonen, Gastronomie, Kulturangebote und öffentlich zugängliche Aussenräume sollen dafür sorgen, dass das Areal auch ausserhalb klassischer Bürozeiten lebt. Die geplante Vitus-Promenade verbindet das Areal perspektivisch mit der Töss und schafft eine identitätsstiftende Freiraumachse, die Bewegung, Erholung und Austausch ermöglicht.

    Entwicklung in Etappen
    Die Transformation erfolgt bewusst in mehreren Schritten. In einer ersten Phase werden bestehende Gebäude aktiviert, saniert oder durch gezielte Umbauten aufgewertet. Zwischennutzungen, Co-Working, Events und kulturelle Formate sorgen dafür, dass das Areal schon während der Planung an Strahlkraft gewinnt. Erste Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Nachhaltigkeit und Zukunftsmobilität nutzen das Vitus-Areal bereits als Arbeits- und Entwicklungsstandort.

    Parallel werden strukturelle Grundlagen für die nächsten Schritte gelegt wie die verbesserte Erschliessung, schärfere Nutzungskonzepte, Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsansätze. Einzelne Bauvorhaben, wie der neue LANDI-Standort, fügen sich in dieses Bild ein und stärken den gewerblichen Charakter des Areals. In einer späteren Etappe wird insbesondere der östliche Teil des Areals vertieft neu entwickelt. Hier entstehen zusätzliche, zeitgemässe Flächen für Produktion, Labors, Büros und Dienstleistung – abgestimmt auf Marktbedürfnisse und Nachfrage.

    Perspektive für Töss und Winterthur
    Mit dem Vitus-Areal erhält Winterthur-Töss einen starken wirtschaftlichen Ankerpunkt. Das Areal bietet Potenzial für mehrere tausend Arbeitsplätze und stärkt damit die Rolle des Stadtteils als produktiven, aber gleichzeitig urban eingebundenen Standort. Offene Freiräume, durchlässige Wege und Kooperationen mit lokalen Akteuren sollen verhindern, dass ein isolierter Gewerbekörper entsteht.

  • Grünes Leben und Wohnen in Basel Dreispitz Nord

    Grünes Leben und Wohnen in Basel Dreispitz Nord

    Dreispitz Nord verwandelt eine ehemals einseitig genutzte Fläche auf rund acht Fussballfeldern in einen integrativen Stadtteil. Rund 800 Wohnungen entstehen, ein Drittel davon als preisgünstiger und gemeinnütziger Wohnraum. Drei markante runde Hochhäuser bieten neben attraktiven Wohnungen auch Büroflächen, Bibliothek und Fitnesscenter. Im Fokus steht ein Quartier der kurzen Wege. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Erholen verschmelzen zu einem urbanen Ganzen. Die Fussgänger und Velofahrenden geniessen Vorrang, der öffentliche Raum wird fast vollständig autofrei gestaltet. Insgesamt sind 4000 Veloparkplätze geplant, die Parkmöglichkeiten für Autos sind gebündelt und vom Siedlungsraum getrennt, um den Verkehr im Quartier zu minimieren.

    Ein grüner Ort für Stadtklima und Gemeinschaft
    Zwei neu geplante Stadtparks mit grossen Schatten spendenden Bäumen verwandeln das Gebiet in grüne Lungen Basels und verbessern das Mikroklima nachhaltig. Versickerungsfähige Böden und bepflanzte Dächer erfüllen die Prinzipien der Schwammstadt und helfen, Hitzeeffekte abzumildern. Die Sekundarschule für rund 600 Schüler wird auf dem Dach des modernisierten MParc gebaut und eröffnet neue Dimensionen der Flächennutzung. Ergänzt wird das Angebot durch Basketball- und Sportplätze, eine Dreifachturnhalle und einen Jugendtreff, die auch ausserhalb der Schulzeiten genutzt werden können. Der direkte Zugang von Gundeldingen über eine begrünte Rampe verbindet Dreispitz Nord nahtlos mit der angrenzenden Nachbarschaft und schafft identitätsstiftende öffentliche Räume.

    Partnerschaftliches Planen mit Weitblick
    Die Christoph Merian Stiftung als Grundeigentümerin, die Genossenschaft Migros Basel als Baurechtsnehmerin und der Kanton Basel-Stadt als Planungsbehörde treiben gemeinsam das Projekt voran. Nach intensiver öffentlicher Planauflage mit sieben Einsprachen, die allesamt abgelehnt wurden, bestätigte der Regierungsrat am 14. Oktober 2025 den Bebauungsplan und leitete ihn zur Behandlung an den Grossen Rat. Neben dem Bebauungsplan sind Anpassungen beim Zonenplan, den Lärmempfindlichkeitsstufen und Bauvorschriften vorgesehen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung bestätigt, dass alle Vorgaben erfüllt sind.

    Nachhaltigkeit und soziales Gleichgewicht
    Dreispitz Nord steht exemplarisch für nachhaltige Quartiersentwicklung. Statt grauer Parkplatzflächen entstehen grüne Freiräume, die Wohnungsvielfalt fördert gesellschaftliche Durchmischung. Das bestehende Gebäude wird ressourcenschonend in den neuen Komplex integriert. Breite Abstände zwischen den Hochhäusern garantieren eine gute Belüftung, Schattenspender reduzieren die Hitzebelastung und versickerungsfähige Flächen stärken die Klimaanpassung. Mit 1400 neuen Einwohner, das entspricht 7 Prozent der Gundeldinger Gesamtbevölkerung und 1600 Arbeitsplätzen wird der Stadtteil zu einem bedeutsamen wirtschaftlichen Motor.

    Urbanes Leben und Wirtschaft im Einklang
    Das neue Quartier integriert die heutigen modernisierten Verkaufsflächen, ergänzt durch Cafés, Restaurants und kleine Läden, ideal erreichbar auch über die verlängerte Tramhaltestelle . Die Vernetzung von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit schafft eine inspirierende Atmosphäre und fördert nachhaltige Mobilität auf kurzen Wegen.

    Dreispitz Nord zeichnet sich durch seine urbane Kompaktheit, ökologische Sensibilität und soziale Vielfalt aus. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie umfassende Stadtentwicklung Innovation, Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Einklang bringt und Basel als attraktive Stadt für heute und morgen stärkt.

  • Vom Güterbahnhof zum Stadtquartier

    Vom Güterbahnhof zum Stadtquartier

    Der Wandel beginnt 2027 mit der ersten Ausbauphase im Westen des Areals. Rund 600 Wohnungen entstehen, ein Drittel davon als preisgünstige Genossenschaftswohnungen. Dahinter steht das Ziel, eine vielfältige Bewohnerschaft anzusiedeln und städtebauliche Dichte mit sozialer Durchmischung zu verbinden. Der Urban Hub wird zum lebendigen Zentrum des Quartiers. Er vereint Gastronomie, Sport, Kultur und Dienstleistungen und stellt das Bindeglied zwischen Wohnbauten und Gewerbeflächen dar.

    Ab 2031 startet die zweite Entwicklungsphase im Osten des Areals. Moderne Dienstleistungs- und Gewerbebauten schaffen rund 1’000 Arbeitsplätze und erschliessen die Potenziale des Standorts für Wirtschaft, Innovation und Citylogistik. Die zentrale Lage am Bahnhof und die Anbindung an das regionale Verkehrsnetz verstärken die Funktion als urbane Drehscheibe in Basel.

    Architektur, Nachhaltigkeit und flexible Nutzung im Fokus
    Der Masterplan folgt konsequent den Grundsätzen ökologischer und nachhaltiger Stadtentwicklung. Die neue Blockrandbebauung orientiert sich am Schwammstadt-Prinzip und integriert historische Bahngebäude in das Hofraumkonzept. Dies sichert ein angenehmes Mikroklima, fördert Biodiversität und verbessert die Regenwasserbewirtschaftung. Gebäude wie Janus und Binaria überzeugen durch Re-Use-Bauteile, modulare Holz- und Metallelemente, begrünte und begehbare Dächer sowie Photovoltaikflächen. Die flexible Bauweise garantiert Reparierbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und spätere Umnutzung.

    Kulturelle und soziale Startimpulse stärken Quartiersidentität
    Bereits vor dem eigentlichen Baustart wird das Areal durch innovative Zwischennutzungen aktiv belebt. Die SBB öffnet historische Lagerhallen für Kultur, Gastronomie und Sport. So zum Beispiel Pickleball, das auf 2’000 Quadratmetern Platz bietet und neue Akteure einbindet. Mietflächen für kreative sowie soziale Initiativen stehen ebenfalls zur Verfügung. Diese Pioniernutzungen schaffen Nähe zur Quartierbevölkerung und fördern kreative Mitgestaltung. Besonders das breite Beteiligungsverfahren, in das Öffentlichkeit, Verbände und Organisationen von Anfang an eingebunden sind, garantiert Akzeptanz und Innovation.

    Mobilität, smarte Stadt und Lebensqualität als Leitbild
    Der Mensch steht im Mittelpunkt, Technologie und Nachhaltigkeit sind tragende Säulen. Ein Citylogistik-Hub im östlichen Areal sorgt für ressourcenschonende Güterverteilung in Basel und Umgebung. Moderne Mobilitätsangebote und Vernetzung mit dem öffentlichen Verkehr sind integraler Bestandteil der Quartiersstrategie. Das wissenschaftlich begleitete Lebensqualitätsmodell der SBB, entwickelt mit der Universität Basel, macht Wolf Basel zum Labor für innovative Lösungsansätze in Energie, Kreislaufwirtschaft und sozialem Zusammenhalt.

    Mit Wolf Basel entsteht ein inspirierendes Quartier, das urbane Verdichtung, Nachhaltigkeit, smarte Vernetzung und soziale Vielfalt verbindet. So wächst Basel nicht nur räumlich, sondern auch gesellschaftlich und technologisch in die Zukunft.

  • Baurechtswohnungen schaffen neuen Wohnraum in Altstätten

    Baurechtswohnungen schaffen neuen Wohnraum in Altstätten

    Die Halter AG realisiert gemeinsam mit dem Katholischen Konfessionsteil des Kantons St.Gallen, Eigentümer des Projekts, und der Schlieremer Tend AG, Partner für Kommunikation und Marketing, das TresTerrä-Projekt. Im Rahmen dessen wird Halter den Bau von zehn Wohnbauten auf dem Areal Guter Hirte in Altstätten übernehmen, welches künftig bezahlbaren Wohnraum bieten soll, heisst es in einer Mitteilung. Der Spatenstich und offizieller Baustart des Projekts sind nun erfolgt.

    „Tres Terrae steht für einen Ort, an dem Wohnen, Freiraum und Nachbarschaft zusammenfinden“, heisst es in einem Beitrag von Halter. „Ziel ist es, dauerhafte Wohnqualität zu schaffen, die den Menschen langfristig ein Zuhause bietet.“

    Geplant sind drei Gebäude-Ensembles, die um einen zentralen Gemeinschaftsplatz platziert werden und durch ein Wegenetz miteinander verbunden sind. In den Gebäuden werden insgesamt 37 Eigentumswohnungen entstehen, die von 2,5-Zimmerwohnungen bis 5,5-Zimmerwohnungen reichen. Zentrale Begegnungszonen werden Raum für Austausch und Gemeinschaft bieten, heisst es in der Projektbeschreibung.

    Um den Eigenkapitalaufwand zu senken und die Finanzierung zu erleichtern, werden die Wohnungen im Baurecht verkauft. Die Wohnungen sollen 2028 bezogen werden können.

  • Das Spitalareal Sursee neue Perspektiven ab 2034

    Das Spitalareal Sursee neue Perspektiven ab 2034

    Der Neubau des LUKS Sursee und des Pflegezentrums Seeblick auf der Schwyzermatt in Schenkon macht an der Spitalstrasse in Sursee ein rund 47’000 Quadratmeter grosses Areal frei. Etwa sieben Fussballfelder, zentral gelegen, gut erschlossen und mit Aussicht bis in die Alpen. Wo heute noch Spitalgebäude stehen, kann ab 2034 ein neuer Stadtbaustein entstehen, der Sursee langfristig prägt. Der Kanton Luzern ist Haupteigentümer des Areals, angrenzende Flächen gehören ebenfalls dem Kanton und teilweise der Stadt und fliessen in die Planung ein.

    Das fast 50-jährige LUKS Sursee genügt den Anforderungen an einen modernen Spitalbetrieb nicht mehr. Mit dem Entscheid des Regierungsrats, bis 2033 in Schenkon ein neues Spital und ein Pflegezentrum zu realisieren, verlagert sich die Gesundheitsinfrastruktur und eröffnet in Sursee ein städtebauliches Entwicklungspotenzial mit Seltenheitswert.

    Wohnen, Leben, Begegnung
    Der Kanton Luzern und die Stadt Sursee verfolgen ein gemeinsames Ziel, ein gemischt genutztes, lebendiges Quartier, das Wohnen, Dienstleistungen und Aufenthaltsqualität verbindet. In einer Testplanung ab 2026 wird geprüft, welche Nutzungen und Bebauungsstrukturen auf dem Areal möglich und sinnvoll sind. Die Ergebnisse bilden die Basis für Umzonung, Architekturwettbewerbe und die ersten Bauetappen, die nach dem Wegzug von Spital und Pflegeheim starten sollen, mit dem Anspruch, Leerstände möglichst zu vermeiden.

    Klar ist bereits heute, dass das Areal besonders gut für Wohnnutzungen geeignet ist, für Familien, Paare, Singles und Seniorinnen und Senioren. Ergänzend sind Dienstleistungen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie denkbar, die das Quartier mit Leben füllen. Angestrebt wird ein sozial durchmischtes Umfeld mit einem Mix aus gehobenen und preisgünstigen Wohnungen, das Sursee als Wohnort stärkt und zugleich neue Angebote für unterschiedliche Lebensphasen schafft.

    Sursee im Wachstum
    Sursee wächst dynamisch und verzeichnet mit einer Leerwohnungsziffer von 0,26 Prozent einen äusserst knappen Wohnungsmarkt. Das neue Angebot auf dem Spitalareal soll helfen, den Druck zu mindern und zusätzliche Wohnqualität in zentraler Lage zu schaffen. Die Nähe zur Altstadt, die bestehende verkehrliche Erschliessung und der Seeblick machen das Areal zu einem Schlüsselstandort für die künftige Stadtentwicklung.

    Es ist eine Chance, einen neuen, identitätsstiftenden Stadtteil zu formen. Das Areal kann Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region setzen, neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich ermöglichen und Sursee als regionales Zentrum weiter profilieren.

    Quartierentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
    Die Planung des Spitalareals ist bewusst als offener Prozess angelegt. Ab Frühling 2026 sind Workshops mit der Quartierbevölkerung und verschiedenen Interessengruppen vorgesehen. Bedürfnisse, Ideen und Erwartungen sollen früh einfliessen, damit ein Quartier entsteht, das nicht nur planerisch überzeugt, sondern von der Bevölkerung mitgetragen wird.

    Über die notwendige Teilzonenplanänderung entscheidet die Gemeindeversammlung. Damit ist klar, die Zukunft des Spitalareals wird nicht im stillen Kämmerlein entworfen, sondern in einem transparenten Prozess, der Fachplanung und lokale Perspektiven verbindet.

    Ein neuer Stadtbaustein mit Geschichte und Zukunft
    Langfristig könnte dort, wo heute noch ein Spitalbetrieb läuft, ein vielfältiger Wohn- und Lebensraum mit Grünflächen, Spiel- und Aufenthaltsräumen entstehen. Begegnungsorte im Freien, kurze Wege und eine gute Anbindung an die bestehende Stadtstruktur sollen das Areal zu einem integralen Teil von Sursee machen.

    Der Kanton Luzern will das Potenzial der privilegierten Lage mit Seeblick und historischer Nutzung gezielt nutzen. Ab 2034 bietet sich die Gelegenheit, ein Quartier zu realisieren, das die Geschichte des Standorts respektiert und gleichzeitig Antworten auf die Wohn- und Lebensbedürfnisse der kommenden Jahrzehnte gibt. Ein neues Kapitel für das Spitalareal und für Sursee.

  • ABB kassiert und Oerlikon baut

    ABB kassiert und Oerlikon baut

    ABB veräussert ein rund 7000 Quadratmeter grosses Areal beim Bahnhof Zürich-Oerlikon an die Immobiliendienstleisterin Pensimo. Aus dem Verkauf resultiert im ersten Quartal 2026 ein operativer Veräusserungsgewinn von rund 290 Millionen Franken vor Steuern. ABB benötigt das Areal nicht mehr als strategische Landreserve und ermöglicht mit dem Schritt die Weiterentwicklung des Quartiers Neu-Oerlikon.

    Auf dem Grundstück sind rund 500 Wohnungen geplant, ein Hochhaus sowie Geschäftsflächen. Das ehemalige Industriegebiet soll sich in den nächsten Jahren zu einem gemischt genutzten Quartier mit Wohnen, Dienstleistungen, Arbeitsplätzen sowie kulturellen und kommerziellen Angeboten wandeln. Aufgrund hoher Bodenpreise ist von eher hohen Mieten auszugehen. Allenfalls sind einzelne Wohnungen zu Kostenmiete denkbar, etwa im Rahmen einer verdichteten Arealentwicklung.

    Neuer ABB-Hauptsitz in Oerlikon
    Parallel zum Landverkauf baut ABB seine Präsenz in Oerlikon aus. Der Konzern plant eine neue Zentrale in unmittelbarer Nähe, in die rund 500 Mitarbeitende voraussichtlich 2031 einziehen sollen. Das Projekt umfasst ein saniertes, denkmalgeschütztes Bestandsgebäude und einen sechsstöckigen Neubau in Holzverbundkonstruktion, entworfen vom Büro Christ & Gantenbein.

    Mit einer Bruttogeschossfläche von rund 10’800 Quadratmetern entstehen moderne Arbeitswelten inklusive Auditorium, Lounge und Cafeteria, Foyer- und Ausstellungsbereich sowie Erholungs- und Fitnessflächen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 80 Millionen Franken. ABB-CEO Morten Wierod betont damit das Bekenntnis zur Schweiz und zur Stadt Zürich. Stadtpräsidentin Corine Mauch spricht von einem künftig noch «farbigeren und lebendigeren» Quartier rund um den Bahnhof Oerlikon.

    Starkes Schlussquartal 2025
    Operativ hat ABB im Schlussquartal 2025 deutlich zugelegt. Der vergleichbare Umsatz stieg um 9 Prozent auf 9,05 Milliarden US-Dollar. Besonders dynamisch entwickelte sich der Auftragseingang: Er legte auf vergleichbarer Basis um 32 Prozent auf 10,32 Milliarden US-Dollar zu und überschritt damit erstmals die Marke von 10 Milliarden in einem Quartal.

    Die operative EBITA-Marge verbesserte sich von 16,6 auf 17,6 Prozent, der bereinigte Reingewinn stieg um 29 Prozent auf 1,27 Milliarden US-Dollar. Im Gesamtjahr 2025 erhöhte sich der Reingewinn auf 4,73 Milliarden US-Dollar, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll von 0,90 auf 0,94 Franken je Aktie angehoben werden; gleichzeitig kündigt ABB ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an.

    Ausblick und neues Rückkaufprogramm
    Für das erste Quartal 2026 erwartet ABB ein vergleichbares Umsatzwachstum von 7 bis 10 Prozent sowie eine weiter steigende Marge. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Wachstum von 6 bis 9 Prozent und einer leicht höheren Profitabilität. Analysten sehen besonders im Geschäft mit Rechenzentren und in der Sparte Elektrifizierung starke Treiber, dort legten die Aufträge um etwa ein Drittel zu.

    Zusätzlich legt ABB ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden US-Dollar auf, das bis 27. Januar 2027 laufen soll. Ein zuvor laufendes Programm über bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar ist ausgelaufen. Das stärkt die Attraktivität der Aktie und signalisiert Vertrauen in die eigene Ertragskraft.

    ABB-Aktie auf Rekordniveau
    An der Börse wurden die Zahlen und der Ausblick mit Kursgewinnen honoriert. Die ABB-Aktie stieg um 8,46 Prozent auf 66,38 Franken, das neue Allzeithoch lag bei 67,22 Franken. Der starke Auftragseingang, die verbesserte Marge, die erhöhte Dividende und das grössere Aktienrückkaufprogramm haben die zuvor vorsichtigen Erwartungen klar übertroffen.

    Für den Standort Zürich-Oerlikon bedeutet die Kombination aus Landverkauf, Neubau der Konzernzentrale und geplanter Quartierentwicklung einen deutlichen Strukturwandel. Vom Industrieareal hin zu einem dichten, urbanen Wohn- und Arbeitsquartier, mit hohen Investitionen, aber auch mit der Perspektive weiter steigender Mieten.

  • Roche-Arealentwicklung Basel

    Roche-Arealentwicklung Basel

    Die erste Entwicklungsphase des Roche-Areals wurde Ende 2023 abgeschlossen, nun folgt eine neue Etappe. Auf dem Nordareal entsteht bis 2030 eine der bedeutendsten Forschungsinfrastrukturen Europas. Kernprojekt ist Bau 12, ein 72 Meter hohes Forschungs- und Entwicklungsgebäude mit Platz für rund 450 Forschende. Der Neubau ersetzt die veraltete Infrastruktur und schafft optimale Bedingungen, um neuartige Wirkstoffe von der Grundlagenforschung bis zur Produktionsreife zu entwickeln. Mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Franken wird Bau 12 zur zentralen Schnittstelle zwischen Forschung und klinischer Entwicklung.

    Parallel wird das Institute of Human Biology im Bau 92 zum neuen Zentrum für biologische Modellforschung ausgebaut. Rund 100 Millionen Franken fliessen in die Modernisierung und den Umbau. Ziel ist die Verknüpfung akademischer und industrieller Forschung, um komplexe menschliche Zellmodelle für die Arzneimittelentwicklung nutzbar zu machen.

    Auch die Produktion erfährt eine grundlegende Erneuerung. In den Bauten 50 und 51 entstehen bis 2028 modernste Anlagen für die Entwicklung und Kommerzialisierung synthetisch hergestellter Wirkstoffe. Mit modularer Bauweise, digitaler Steuerung und hoher Energieeffizienz wird hier eine neue Ära pharmazeutischer Prozessinnovationen eingeläutet. Der Investitionsrahmen dieser Projekte liegt bei rund 570 Millionen Franken.

    Nachhaltige Stadtentwicklung auf dem Südareal
    Parallel zur Forschung auf der Nordseite verfolgt Roche auf dem Südareal eine langfristig nachhaltige Entwicklungsstrategie. Das Areal am Rhein wird in enger Abstimmung mit der Basler Politik umgestaltet. Der überarbeitete Bebauungsplan sieht grosszügige Grünräume, ökologische Vernetzung entlang des Rheinufers sowie eine Integration in den Solitude-Park vor. Alte Gebäudestrukturen werden schrittweise rückgebaut, Baumaterialien nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet.

    Der Kanton Basel-Stadt begleitet diesen Prozess aktiv. Regierungsrat und Grosser Rat unterstützen den Ansatz, das Südareal städtebaulich aufzuwerten, ohne dabei öffentliche Durchwegungen oder Enteignungen vorzusehen. Damit bleibt das Areal im unternehmenseigenen Zugriff, öffnet sich aber perspektivisch über landschaftliche Verbindungen und neue Freiraumkonzepte.

    Signal für den Standort Schweiz
    Seit 2015 hat Roche rund acht Milliarden Franken in die Schweizer Standorte investiert, über 33 Milliarden in nationale Forschung und Entwicklung. Allein in Basel entstehen bis 2029 weitere Anlagen für Forschung, Produktion und Infrastruktur, darunter eine neue unterirdische Wärme- und Kältezentrale zur Versorgungssicherheit des gesamten Areals. Die Bauarbeiten auf dem Nord- und Südareal stehen sinnbildlich für eine zukunftsfähige, ressourcenschonende Standortentwicklung, die Wirtschaft, Stadt und Wissenschaft verbindet.

    Die nächsten Jahre werden von intensiven Bauphasen, städtebaulichen Abstimmungen und technologischen Innovationen geprägt sein. Mit der fortschreitenden Arealentwicklung stärkt Roche nicht nur den Pharmastandort Basel, sondern setzt ein starkes Zeichen für die langfristige Bindung an die Schweiz, als Ort für Spitzenforschung, nachhaltige Architektur und urbane Zukunftsgestaltung.

  • Neues Wohnquartier mit Fokus auf Familien und Kreislaufbau

    Neues Wohnquartier mit Fokus auf Familien und Kreislaufbau

    Die Jury des Kantons Basel-Stadt hat laut einer Mitteilung entschieden, dass der Entwurf der beiden in Basel ansässigen Architekturbüros Clauss Kahl Merz Atelier für Architektur + Städtebau und Truwant + Rodet realisiert wird. Die geplante Wohnüberbauung am Riehenring 120 auf dem ehemaligen Gelände der Messehalle 3 wird 170 preisgünstige Wohnungen umfassen.

    Aktuell wird die Messehalle 3 von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) als Garage für Elektrobusse verwendet. Diese Zwischennutzung endet 2028. Danach will der Kanton dieses zentral gelegene Areal bis 2031 zu einem lebendigen Wohn- und Lebensraum entwickeln. Vorgesehen sind vor allem grosse, familienfreundliche Wohnungen und ein geringer Anteil an kleinen Wohnungen. Zudem sind ein Doppelkindergarten, eine Tagesstruktur und Gewerberäume sowie 200 Parkplätze für Mieterinnen und Mieter sowie andere Personen aus dem Quartier geplant.

    Das Siegerprojekt überzeugte die Jury „durch seine hohe Wohn- und Lebensqualität und durch seinen Beitrag für die umgebenden Quartiere“. Die Autoeinstellhalle wird teilweise oberirdisch errichtet. Dadurch entstehen auf dem Dach zwei zusätzliche Aussenflächen für die Mieterinnen und Mieter, die auch als Pflanzgärten genutzt werden können.

    Gleichzeitig, so der Kanton, wird damit ressourcenschonender gebaut: Da weniger tief in den Boden eingegriffen werden muss, braucht es „keinen energieintensiven Aushub und es wird weniger Baumaterial verbraucht. Darüber hinaus setzt das Projekt insgesamt auf eine umweltfreundliche Bauweise, indem verschiedene Bauteile aus der bestehenden Messehalle 3 sowie aus der ehemaligen BVB-Garage Rank wiederverwendet werden.“

  • Gemeinsame Entwicklung für das Arbeitsgebiet Silbern

    Gemeinsame Entwicklung für das Arbeitsgebiet Silbern

    Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Regiowerk und Naturschutz haben laut einer Mitteilung am 14. Januar 2026 die Allianz Zukunft Silbern lanciert. Gemeinsam will die Allianz das Arbeitsgebiet Silbern zu einem zukunftsfähigen, gut erreichbaren und ökologisch verantwortungsvollen Wirtschaftsstandort entwickeln.

    Die konzeptionelle Grundlage für diese neuartige Kooperation wurde über zwei Jahre von den Interessensgruppen Regiowerk fürs Limmattal (Limeco), Natur- und Vogelschutzverein Dietikon, IG Silbern, Stadt Dietikon und Kanton Zürich in einem von Privatdozent Dr. Joris Van Wezemael geleiteten Vermittlungsprozess erarbeitet. Er ist Architektursoziologe und lehrt am Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Mit seinen wissenschaftlichen Beiträgen hat er zu neueren Konzeptionen kollektiver Entscheidungsfindung in Raumplanung und Städtebau beigetragen.

    Die verschiedenen Interessensvertretungen waren sich vor Gründung der Allianz in ihrer Analyse einig: Das Gebiet Silbern ist zwar ein bedeutender Standort für Produktion, Handel und Einkauf. Doch hat es sich städtebaulich und stadträumlich seit vielen Jahren kaum weiterentwickelt und blieb hinter seinem Potenzial zurück. Nun will die Allianz das Gebiet so weiterentwickeln, dass Unternehmen attraktive Rahmenbedingungen vorfinden, die Erreichbarkeit verbessert wird und gleichzeitig Natur- und Lebensräume gestärkt werden.

    Auf dem Weg bis zur Gründung der Allianz Zukunft Silbern haben die Partner den Angaben zufolge ein besseres Verständnis füreinander entwickelt und gegenseitigen Respekt aufgebaut. „Damit“, so heisst es in der Mitteilung, „ist eine wichtige Grundlage geschaffen, um Projekte erfolgreich zu realisieren und Silbern als Ganzes voranzubringen“.

  • Nidwalden bündelt seine Blaulichtkräfte

    Nidwalden bündelt seine Blaulichtkräfte

    Das 33’000 Quadratmeter grosse Areal an der Kreuzstrasse ist heute vollständig überbaut. Viele Gebäude weisen erheblichen Erneuerungsbedarf auf, darunter die Bauten der Kantonspolizei und des Gefängnisses. Hinzu kommen betriebliche Mängel wie fehlende Fluchtwege oder ungenügende Trennungen zwischen öffentlichen Zugängen und Personaleingängen.

    Auf Basis einer breit abgestützten Untersuchung hat der Regierungsrat entschieden, das Areal vollständig neu zu organisieren und mit Ersatzneubauten zu überbauen. Ziel ist ein modernes Sicherheitskompetenzzentrum, das funktionale Abläufe verbessert, die Sicherheit erhöht und langfristig wirtschaftlicher ist als punktuelle Sanierungen.

    Gebündelte Blaulichtorganisationen
    Heute sind auf dem Areal Polizei, Gefängnis, Verkehrssicherheitszentrum, Strasseninspektorat, Amt für Justiz und Staatsanwaltschaft angesiedelt. Aufgrund der zentralen Lage wird geprüft, ob zusätzliche Blaulichtorganisationen, insbesondere Stützpunktfeuerwehr und Rettungsdienst, an die Kreuzstrasse verlegt werden. So soll ein Standort mit kurzen Wegen, abgestimmten Prozessen und klaren Zuständigkeiten entstehen.

    Eine durchgeführte Testplanung hat gezeigt, dass diese Bündelung auf dem bestehenden Areal realistisch ist. Sie bestätigt, dass sich die räumlichen Anforderungen der heutigen Nutzungen und zusätzlicher Organisationen auf der Fläche umsetzen lassen, ohne die Entwicklungsmöglichkeiten des Standorts zu verbauen.

    Gefängnis mit Blick auf künftige Bedürfnisse
    Im Rahmen der Testplanung wurde auch die künftige Ausrichtung des kantonalen Gefängnisses vertieft analysiert. Die Nachfrage nach Haftplätzen in der Schweiz ist hoch, insbesondere für pflegebedürftige Insassen im Straf- und Massnahmenvollzug. Vor diesem Hintergrund prüft Nidwalden, wie das neue Gefängnisangebot dimensioniert und funktional ausgerichtet werden soll, um längerfristig bedarfsgerecht zu sein.

    Gestaltungsplan und Richtprojekt
    Der Landrat hat einen Planungskredit von 1,63 Millionen Franken für Gestaltungsplan und Richtprojekt bewilligt. Die Planung wird mit einem klar definierten Nutzerkreis weitergeführt das sind Kantonspolizei, Rettungsdienst, Stützpunktfeuerwehr, Amt für Justiz, Staatsanwaltschaft, Gefängnis, Strasseninspektorat, Verkehrssicherheitszentrum und ausgewählte Verwaltungseinheiten.

    Der Gestaltungsplan soll den rechtlich verbindlichen Rahmen für die nächsten Planungsschritte schaffen. Er legt fest, welche Nutzungen wo zulässig sind, wie Erschliessung, Freiräume und städtebauliche Einordnung zu gestalten sind und welche Etappierungen möglich sind.

    Anpassungen im Verfahren und offene Teilprojekte
    Im Studienauftrag für Gestaltungsplan und Richtprojekt waren zunächst mehrere Planerteams beteiligt. Im Verlauf des Jahres 2025 zeigte sich jedoch, dass die Erschliessung mit einem moderaten Ausbau des bestehenden Kreisels angesichts neuer Verkehrsprognosen nicht ausreichen wird. Gleichzeitig kam eine neue Option für das Verkehrssicherheitszentrum ins Spiel. Obwalden plant einen Neubau in Sarnen und es werden Synergien eines gemeinsam genutzten Standorts mit Prüfhallen und Teststrecken geprüft.

    Um flexibler auf diese Veränderungen reagieren zu können, wurde entschieden, den Studienauftrag in der bisherigen Form zu beenden und das Richtprojekt nur noch mit einem Planungsteam weiterzubearbeiten. Der Landrat verlangte im Oktober 2025 zudem mehr Planungssicherheit, insbesondere für die beiden Teilprojekte «Verkehrssicherheitszentrum» und «Gefängnis», bevor Gestaltungsplan und Richtprojekt definitiv abgeschlossen werden.

    Nächste Schritte und Zeitplan
    Der Gestaltungsplan wird sich über die drei Standortgemeinden Stans, Buochs und Oberdorf erstrecken. Die entsprechenden Gemeindeversammlungen oder Urnengänge zur Beschlussfassung sind nach aktuellem Stand für das Jahr 2027 vorgesehen.

    Erste Kreditanträge für Architekturwettbewerbe einzelner Bauten des Sicherheitskompetenzzentrums werden frühestens ab 2028 erwartet. Bis dahin geht es darum, die offenen Fragen zu Erschliessung, Gefängnisausrichtung und Verkehrssicherheitszentrum zu klären.

  • Klybeckquai und Westquai als Scharnier von Stadt und Zukunft

    Klybeckquai und Westquai als Scharnier von Stadt und Zukunft

    Der Klybeckquai und der Westquai zählen seit über hundert Jahren zu den pulsierenden Orten der Schweiz. Hier trifft die Stadt auf Hafen, Rhein, den Fluss Wiese und drei Länder. Die im Gang befindliche Modernisierung der Hafeninfrastruktur, insbesondere die Verlegung der Hafenbahn an den Südquai, öffnet das Tor zur urbanen Transformation dieses markanten Stadtareals. Für die Quartiere Klybeck und Kleinhüningen erwachsen daraus einmalige Chancen. Sie rücken schrittweise näher an den Rhein und den Fluss Wiese heran und gewinnen an Lebens- und Aufenthaltsqualität. Urbanes Wachstum, soziale Vielfalt und nachhaltige Integration.

    Herzstück des neuen Entwicklungskonzepts ist die konsequente Erweiterung des Quartiers Klybeck in Richtung Rhein. Vorgesehen sind vielfältige, preisgünstige Wohnungen, quartierfreundliche Nutzungen und grosszügige Blockrandbebauungen, die mit begrünten Höfen das urbane Klima stärken. Der markante Quartierpark, der sich aus dem Ackermätteli entwickelt, und eine verlängerte, verbreiterte Rheinpromenade verbinden das Quartier noch stärker mit dem Fluss und bieten Raum für Begegnung, Freizeit, Erholung und Natur. Die Barriere des bisherigen Gleisfelds verschwindet, doch die Spuren der industriellen Geschichte bleiben als Identität erhalten. Die Fokussierung auf Fuss- und Veloverkehr sowie eine neue Tramlinie fördern eine nachhaltige, zukunftsfähige Quartiersmobilität.

    Westquai Raum für die Zukunft
    Der Westquai bleibt zunächst Industrie- und Gewerbezone, entwickelt sich jedoch ab 2030 sukzessive zu einem neuen urbanen Hotspot. Der Innovationsraum zwischen Hafen, Rhein und Dreiländereck bietet Raum für Arbeiten, urbane Produktion, Freizeit, Gastronomie, Kultur und vielfältige Grün- und Freiräume. Die künftige Nutzung soll offenbleiben, um flexibel auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren zu können. Bestehende Gebäude werden im Sinne des Netto-Null-Ziels 2037 bestmöglich erhalten.

    Mehr Grün, mehr Chancen, mehr Lebensqualität am Wasser
    Mit der Vergrösserung der Natur- und Freiflächen um um 20’000 m² umfasst nun die Hälfte des Areals hochwertige Grünflächen. Ein substanzieller Beitrag zum Biotopverbund und Stadtklima. Der neue Quartierpark und die zwei Kilometer längere Rheinpromenade machen den Fluss für die Stadtbevölkerung erlebbar. Der gestärkte Freiraum erfüllt zentrale Forderungen der Stadtentwicklung und wird zum sozialen Herz im urbanen Netz von Basel.

    Mit dem Klybeckquai und dem Westquai entsteht urbanes Leben am Wasser. Basel nutzt die Schnittstelle von Vergangenheit und Zukunft, von Industrie und Innovation und gibt so der Stadt ein neues Gesicht am Rhein.

  • Genossenschaftlicher Wohnraum für neues Basler Stadtquartier

    Genossenschaftlicher Wohnraum für neues Basler Stadtquartier

    Die Basler Wohngenossenschaft (BWG) und die Vivanta AG, eine Tochter der UTILITA Anlagestiftung für gemeinnützige Immobilien, werden laut einer Mitteilung ab 2028 auf dem Wolf-Areal in Basel mit dem Bau zweier Wohngebäude beginnen. Sie waren im Frühjahr 2025 aus dem Wettbewerb je mit einstimmigem Jury-Votum als Sieger hervorgegangen. Jetzt hat die SBB als Eignerin des Geländes am ehemaligen Güterbahnhof dafür zwei Baufelder im Baurecht vergeben. Die BWG plant in ihrem Bau mit rund 150 Genossenschaftswohnungen. Das Angebot von Vivanta sieht etwa 120 preisgünstige Wohneinheiten vor.

    Die SBB entwickelt im Wolf-Areal auf rund 160’000 Quadratmetern ein neues Stadtquartier. Die erste Entwicklungsetappe startet 2028 mit den beiden genannten Bauten im Westen des Geländes. Dabei wird für den Neubau MF02 das Siegerprojekt Janus der Architekturbüros M-AP aus Lausanne und Experience aus Paris umgesetzt. Der Neubau MF03 mit dem Projektnamen Binaria stammt von der Basler Parabase GmbH und der Confirm AG aus Zürich.

    Die Juryberichte für die beiden Gebäude auf den Baufeldern MF02 und MF03 verdeutlichen, dass neben architektonischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Projektanforderungen auch Kreislauffähigkeit und Ressourcenschonung zu den zentralen Bewertungskriterien gehörten. Dort heisst es: „Reparierbarkeit, Unterhalt und zukünftige Demontage (Design for Disassembly) sind durch die Wahl geeigneter Materialien und deren Fügung sicherzustellen.“

    Eine Blockrandbebauung soll laut Projektbeschrieb urbane Wohnqualität schaffen. Grün- und Freiräume werden nach dem Schwammstadt-Prinzip gestaltet. Sie sollen ein angenehmes Mikroklima und eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung ermöglichen. Die auf dem Baufeld zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energiequellen wie Wärmerückgewinnung aus Abwasser, Erdsonden und Photovoltaikanlagen sind laut Ausschreibung „vollumfänglich zu nutzen“.

  • Kanton Zürich legt Gestaltungsplan für Limmattaler Energiezentrum auf

    Kanton Zürich legt Gestaltungsplan für Limmattaler Energiezentrum auf

    Der Kanton Zürich legt laut einer Mitteilung ab dem 20. Januar die Unterlagen des Gestaltungsplanes für das geplante Limmattaler Energiezentrum (LEZ) der Limeco öffentlich auf. Interessierte können die Unterlagen während 60 Tagen in der Gemeinde, im kantonalen Amt für Raumentwicklung und im Internet einsehen und sich zum Plan äussern. Die Verantwortlichen des Regionalwerks und des Kantons stellen sich zudem am 21. Januar während eines öffentlichen Informationsanlasses in der Heimstrasse 46 in Dietikon den Fragen.

    Limeco muss seine Kehrichtverbrennung (KVA) und seine Abwasserreinigung (ARA) in den kommenden Jahren neu bauen. Das Regionalwerk will beide Anlagen im neuen Energiezentrum auf dem Gelände der heutigen KVA zusammenfassen. Das LEZ soll auch Energie in Form von Strom, Fernwärme und Gas produzieren. Die heutige ARA im Antoniloch muss bis 2050 aufgehoben werden, weil sie in einem Natur- und Vogelschutzgebiet von nationaler Bedeutung liegt.

    Das Zürcher Architekturbüro Penzel Valier hatte im Januar 2025 den Zuschlag für das Gesamtkonzept des Energiezentrums erhalten.

  • Zukunftsmodell für Life Sciences, Forschung und Clusterpower

    Zukunftsmodell für Life Sciences, Forschung und Clusterpower

    Das Herzstück des Campus bildet ein kilometerlanger, durchgängiger Park, der alle Gebäude physisch und sozial verbindet. Die markanten Bauwerke Main Campus HQ, HORTUS, ALL, HOPE, SCALE sowie Swiss TPH, ALBA Haus und viele mehr gruppieren sich rund um das grüne Band und schaffen mit mehr als fünf Fussballfeldern Parkfläche einen Raum für Dialog, Erholung und Vernetzung. Mit über 5 000 Arbeitsplätzen nach Fertigstellung und über 115 000 m² Nutzfläche setzt das Areal neue Standards für Infrastruktur und Kollaboration in der Schweiz und Europa.

    Architektur und Nachhaltigkeit als Treiber
    Die Architekturen von Herzog & de Meuron und Felippi Wyssen tragen die Innovationsidee sichtbar nach aussen. Der Main Campus HQ ist praktisch vollvermietet und als multifunktionaler Forschungs- und Kommunikationsstandort Magnet für Unternehmen wie JNJ, SKAN, Basilea, die Universität Basel und weitere Akteure. Flexible Parkhäuser und Mobilitätsservices unterstützen die nachhaltige Standortnutzung. SENN agiert dabei als Investorin, Entwicklerin und Totalunternehmerin – von der Planung und Realisierung bis hin zur langfristigen Vermarktung. Entwickelt wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit Basel Area Business & Innovation, dem Kanton Basel-Landschaft und weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

    Herausragend ist HORTUS, ein Bürogebäude, das seine Herstellungsenergie in 30 Jahren amortisiert. Es wurde aus Holz, Lehm und Altpapier gebaut, gewinnt Energie über Photovoltaik und erfüllt höchste ESG-Kriterien. Jedes Bauteil ist Teil der Kreislaufwirtschaft und für künftige Nutzungszyklen vorbereitet. Der Innenhofgarten von Piet Oudolf trägt zur Biodiversität und zum Raumklima bei. HOPE und SCALE bieten ab 2028 weitere flexible, publikums- und produktionstaugliche Flächen. Die Nachbarn Swiss TPH und ALBA Haus stärken die gesundheitswissenschaftliche Ausrichtung des Standorts, während das Holiday Inn Express das internationale Business- und Netzwerkangebot ergänzt.

    Bild: Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus

    Cluster, Community und Innovation
    Mehr als 100 Unternehmen – von Global Playern über Spin-offs bis zu jungen Scale-ups – prägen das Areal und nutzen Programme wie BaseLaunch und DayOne für Gründung, Vernetzung und Wissenstransfer. Clusterveranstaltungen, Community-Plattformen und moderne Coworking-Infrastrukturen fördern den Austausch und die Entstehung gemeinsamer Projekte. Bildungseinrichtungen, Kinderbetreuung, Gastronomie, Sport- und Konferenzangebote schaffen ein vollwertiges, urbanes Arbeitsökosystem.

    Das Botnar Institute of Immune Engineering als Leuchtturm
    Ein besonderer Impuls kommt mit dem Botnar Institute of Immune Engineering (BIIE), das 2027 ins ALL, ein neues, nachhaltiges Gebäude auf dem Campus zieht. Die Entscheidung für den Standort unterstreicht Basels Bedeutung als Forschungsstandort. Das Institut, durch die Fondation Botnar mit rund 1 Milliarde Dollar getragen, bringt bis zu 300 Spitzenforscher aus aller Welt zusammen, um neuartige immunbasierte Diagnostika und Therapien zu entwickeln. Ziel ist, Lücken in Gesundheitstechnologien zu schliessen und Lebensqualität weltweit zu verbessern. Die Community des BIIE wird das Fachcluster und die Region Basel wesentlich prägen und mit Partnern wie Oxford und ETH Zürich globale Netzwerke stärken.

    Wirkung und Perspektive
    Der Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus bündelt Wissen, Infrastruktur und Community in einer international sichtbaren Innovationsmeile. Durch die Integration von Nachhaltigkeit, Empathie und Exzellenz entsteht am Standort Allschwil ein globaler Knotenpunkt für Spitzenforschung, lebensstarke Unternehmertum und zukunftsoffene Stadtentwicklung. Das Modell zeigt, wie Arealentwicklung, Architektur und Science-Cluster heute und morgen den Weg für wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation ebnen können.

  • Wolf-Areal Basel preisgünstige Wohnungen

    Wolf-Areal Basel preisgünstige Wohnungen

    Die SBB treibt die Transformation des früheren Güterbahnhofs Wolf zu einem urbanen Wohn- und Arbeitsquartier voran. Wie beim Projekt Volta Nord werden bisherige Bahnflächen für Wohnen, Arbeiten und Freizeit geöffnet.

    ​Auf zwei Baufeldern im Herzen des Areals entstehen ab 2028 rund 270 Wohnungen, die gezielt im preisgünstigen Segment positioniert sind.

    Kostenmiete und zeitgemässe Wohnformen
    Die Basler Wohngenossenschaft plant etwa 150 Genossenschaftswohnungen, Vivanta rund 120 weitere preisgünstige Einheiten. Sämtliche Wohnungen werden nach dem Prinzip der Kostenmiete realisiert, was langfristig moderate Mietzinse ermöglicht.

    ​Die Konzepte setzen auf zeitgemässe Wohnformen für unterschiedliche Lebensphasen, von Familien über Singles bis zu älteren Menschen. Gemeinschaftsräume und Begegnungszonen sollen das Quartierleben stärken und soziale Vernetzung fördern.

    Gemeinnützige Partner mit klarem Auftrag
    BWG und Vivanta verfolgen einen explizit gemeinnützigen Auftrag. Bezahlbaren Wohnraum sichern und gleichzeitig hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards einhalten. Die Projekte sollen zeigen, dass ökologische Bauweisen mit tragbaren Mieten vereinbar sind.

    ​​Baurecht als Entwicklungsinstrument
    Die Vergabe der Baufelder erfolgt im Rahmen eines partnerschaftlichen Baurechtsvertrags, den SBB, das Bundesamt für Wohnungswesen und Wohnbaugenossenschaft Schweiz gemeinsam entwickelt haben. Dieses Modell schafft verlässliche Konditionen für gemeinnützige Bauträger und beschleunigt die Realisierung von preisgünstigem Wohnraum in Zentren.

    ​Mit der Entwicklung des Wolf-Areals verfolgt die SBB ihre Strategie weiter, nicht mehr betriebsnotwendige Flächen für eine moderne Stadtnutzung zu öffnen und einen substanziellen Beitrag zum bezahlbaren Wohnen zu leisten.

  • Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Kanton Jura aktualisiert Verzeichnis sanierungsfähiger Industriebrachen

    Der Kanton Jura setzt sich für die Revitalisierung seiner Industriebrachen ein. In Rahmen des Projekts SwissRenov hat er nun das kantonale Verzeichnis der sanierungsfähigen Industriebrachen aktualisiert, heisst es in einer Mitteilung. Mit diesem ersten Schritt sollen Unternehmen und Investoren, die sich auf der Suche nach Gewerbeflächen befinden oder an der Sanierung und Modernisierung von Industrieanlagen interessiert sind, aktuell und qualifiziert informiert werden.

    In einer ersten Projektphase konnten 2019 rund 90 Industriebrachen erfasst werden, von denen bis heute etwa die Hälfte saniert wurden. Nun kommen 30 weitere Brachen hinzu. In der aktualisierten Karte, die online einzusehen ist, sind gegenwärtig 70 Industrieflächen erfasst. 60 Prozent von diesen befinden sich im Bezirk Porrentruy, 36 Prozent im Bezirk Delèmont und der Rest in den Bezirken Franches-Montagnes und Moutier. In der aktuellen Phase soll das Projekt SwissRenov im Jura bis 2028 abgeschlossen sein.

    Das Projekt SwissRenov wird von der Haute École Arc in Zusammenarbeit mit der kantonalen Raumplanung geleitet und von der Creapole SA in Delèmont vorangetrieben. Es wird vom Bund über das Innosuisse-Flaggschiff-Programm sowie durch den Westschweizer Cleantech-Förderer CleantechAlps unterstützt.

    Das in der Schweiz einzigartige Projekt soll die Sanierung und Instandsetzung von Industriegebäuden nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft fördern, heisst es in der Mitteilung.

  • Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Neue Führung begleitet Etablierung der multifunktionalen Arena

    Die Pilatus Arena im Krienser Quartier Mattenhof hat sich laut einer Mitteilung seit ihrer Eröffnung im Oktober 2025 bereits als leistungsfähige, multifunktionale Plattform für Indoor-Sport und Veranstaltungen etablieren können. Mit dem Abschluss des Geschäftsjahres gaben die beiden Projektinitianten Toni Bucher und Nick Christen ihre Verantwortungen im Verwaltungsrat ab. Markus Mettler, Präsident des Verwaltungsrates der Schlieremer Halter AG und der Pilatus Arena Sports & Events AG, löste Bucher als neuen Präsidenten des Verwaltungsrates der Pilatus Arena AG ab. Im Herbst 2026 soll zudem der Bau des bei der Arena gelegenen Pilatus Tower abgeschlossen werden.

    „Wir danken Toni Bucher und Nick Christen für ihr grossartiges Engagement für den Sport und die Pilatus Arena AG“, wird Markus Mettler in der Mitteilung zitiert. „Beide haben das Projekt seit 2007 entscheidend vorangetrieben.“ Die Arena wurde von Halter entwickelt und realisiert und wird seit ihrer Eröffnung von der von der Pilatus Arena Sports & Events AG betrieben. Die Halter AG ist zudem mit einem Anteil von 70 Prozent Mehrheitsaktionärin der Pilatus Arena AG.

    2025 fanden bereits mehrere Sportveranstaltungen in der neuen Arena statt. Zu den Höhepunkten zählten das erste Länderspiel der Schweizer Handball-Nationalmannschaft, Spiele des Swiss Central Basketball in der Nationalliga B sowie der Final4 Mobiliar Handball Cup der Männer.

    „Die Vorfreude auf den ersten Final4 Cup in der neuen PILATUS ARENA war riesig – und sie wurde in jeder Hinsicht erfüllt“, so Andreas Campi, Präsident des Final4-Organisationskomitees. „Die Atmosphäre war berauschend, das Format hat überzeugt.“

  • Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Investitionsbeitrag ebnet Weg für nationales Verbandszentrum

    Die Stadt Thun plant eine Beteiligung an der Realisierung des Swiss Football Homes, das als SFV-Fussballcampus in Thun Süd entstehen soll. Der Investitionsbeitrag von 4 Millionen Franken ist laut einer Mitteilung der Stadt Teil eines umfassenden Finanzierungskonzepts, das neben einer Eigenfinanzierung des SFV auch Mittel des Bundes, des Kanton Berns und Drittfinanzierungen umfasst. Die 4 Millionen Franken à fonds perdu sollen dabei für Gebäudekosten, Aussenanlagen sowie die Projektierung aufgewendet werden. Über den Kredit befindet der Stadtrat an seiner Sitzung vom 16. Januar. Diese finanzielle Beteiligung durch die Stadt ist an unterschiedliche Auflagen gekoppelt, darunter etwa die Sicherstellung und Tragbarkeit der Gesamtfinanzierung des Swiss Football Homes und die Festlegung der Kantonsbeiträge.

    Das Swiss Football Home dient künftig als neues Verbandszentrum des Schweizerischen Fussballverbandes und umfasst Gebäude sowie mehrere Fussballplätze. Rund 150 Mitarbeitende sind künftig auf dem Campus tätig, der als Teil des Sport- und Freizeitclusters Thun Süd vorgesehen ist. Das Swiss Football Home wirke sich langfristig steuerlich positiv auf die Stadt Thun und die Wirtschaftsförderung der Region aus, heisst es in der Mitteilung. Besonders die Schaffung von 150 Arbeitsplätzen und die Zusammenzüge der Nationalteams seien eine einzigartige Gelegenheit für den Standort.

    Im Cluster Thun Süd wurden bereits weitere private Sportprojekte, etwa ein In- und Outdoor-Racketsportcenter, eine Kletter- und Boulderanlage und eine Ballsporthalle initiiert. Die breite Sportnutzung auf dem Areal in unmittelbarer Nähe zur Stockhorn Arena des FC Thun bringe viele Synergien mit sich, erklärt die Stadt. „Der langfristige volkswirtschaftliche Nutzen für die Stadt Thun durch die Ansiedlung des Swiss Football Home wird den einmaligen Investitionsbeitrag um ein Vielfaches übersteigen“, wird Stadtpräsident Raphael Lanz zitiert.

  • Experimentierfeld genossenschaftliches Stadtleben

    Experimentierfeld genossenschaftliches Stadtleben

    Als Innovations- und Lernplattform versteht «mehr als wohnen» das Hobelwerk nicht nur als Siedlung, sondern als Reallabor für neue Wohnformen, Partizipationsmodelle und genossenschaftliche Governance. Für Fachleute aus Planung, Wohnungsbau und Stadtentwicklung bietet das Quartier Anschauungsmaterial für zentrale Fragen der künftigen Stadtentwicklung. Im Fokus steht etwa, wie viel Gemeinschaft der Alltag tatsächlich verträgt und wie sich Mischnutzungen so organisieren lassen, dass sie langfristig robust funktionieren. Ebenso wird sichtbar, wie ein Quartier zugleich sozial offen, ökologisch ambitioniert und dennoch wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden kann.

    Das Hobelwerk liegt auf dem früheren Areal der Schreinerei Kälin & Co. AG unmittelbar beim Bahnhof Oberwinterthur und damit an einer gut erschlossenen, vormals gewerblich geprägten Lage. Bauherrin ist die Baugenossenschaft mehr als wohnen, die nach dem Hunziker Areal ihr zweites grosses Projekt realisierte und das Areal zwischen 2018 und 2023 in zwei Etappen entwickelt hat.

    ​Auf rund 16 000 m² sind fünf Neubauten und mehrere umgenutzte Bestandsbauten entstanden, insgesamt etwa 158 Wohnungen plus Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen. Die Siedlung gilt als Modell für sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Stadtentwicklung und wurde mehrfach architektur- und energiepreislich ausgezeichnet.

    Städtebau, Architektur und Nutzungsmix
    Die unterschiedlichen Baukörper, darunter lange Riegel entlang der Gleise, ein Hofhaus, ein Quaderbau und ein kleiner Wohnturm, schaffen ein kleinteiliges Quartier mit Höfen, Gassen, Spiel- und Gartenflächen. Mehrere Büros, unter anderem pool Architekten, Ramser Schmid, Pascal Flammer, Baubüro in situ und Studio Vulkan, sorgen für Vielfalt im Detail bei gleichzeitig klarer Gesamtfigur.

    ​Der Nutzungsmix reicht von klassischen 1,5- bis 6,5-Zimmer-Wohnungen über Clusterwohnungen und Micro-Co-Living bis zu Wohnateliers für Kulturschaffende und verschieden grosse, teilweise günstige Gewerbeflächen. Im Erdgeschoss liegen unter anderem Kita, Bäckerei, Co-Working, Ateliers, Waschsalons, Gemeinschaftsräume und Allmendflächen, die als erweitertes «Wohnzimmer» der Siedlung funktionieren.

    Wohnkonzepte und Alltagsorganisation
    Die Genossenschaft kombiniert etablierte und experimentelle Wohnformen wie Micro-Co-Living für ein bis zwei Personen mit gemeinsamen Küchen und Aufenthaltsflächen, grosszügige Clusterwohnungen für WGs, klassisch geschnittene Familienwohnungen sowie inklusive Wohnprojekte, etwa mit Partnerorganisationen wie jawohn. Ergänzt wird das Wohnangebot durch Gästezimmer, Gästewohnungen und zuschaltbare Zimmer, die flexibel zugemietet werden können.

    ​Die Allmende spielt eine zentrale Rolle mit Laubengänge, Dachterrassen, Gemeinschaftsräume und der überdachte Hobelwerkplatz erleichtern informelle Begegnung und geteilte Nutzung. Bewohnende gestalten das Quartier in Quartiergruppen und Partizipationsformaten aktiv mit, ein Kernbestandteil der «mehr als wohnen»-DNA.

    Bestand, Freiraum und Identität
    Die alte Hobelwerkhalle und die Z-Halle wurden erhalten, sanft umgebaut und bilden heute das Zentrum mit einem überdachten Platz für Märkte, Feste, Kultur- und Quartierveranstaltungen. So bleibt die industrielle Vergangenheit als räumliche und narrative Schicht präsent und verleiht dem Areal eine klare Identität.

    ​Die Freiraumgestaltung mit Gemüsegärten, Kieswegen, Spielflächen und Begrünung von Höfen und Fassaden zielt auf hohe Aufenthaltsqualität, Hitzereduktion und Biodiversität. Autoarme Erschliessung und eine Mobilitätsstation mit Bikes und Anhängern stärken den Alltag ohne eigenes Auto.

    Nachhaltigkeit, Governance und Lerncharakter
    Das Projekt setzt auf energieeffiziente Bauweise, robuste, langlebige Materialien und gezielte Wiederverwendung von Bauteilen, kombiniert mit einem niedrigen Ressourcen- und Flächenverbrauch pro Kopf. Dafür erhielt das Hobelwerk mehrere Auszeichnungen, unter anderem als eines der besten Neubauprojekte der Schweiz und für seine energieeffiziente, ressourcenschonende Konzeption.

  • Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Neuausrichtung eines ehemaligen Waffenplatzes nimmt Form an

    Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Abtretung des Waffenplatzes Moudon kann der Kanton Waadt seinen Planungsprozess für die künftige Nutzung starten. Wie der Bund in einer Mitteilung bestätigt, räumt die Armee den Standort ab Ende 2027, um Platz zu machen für die Waadtländer Polizeiakademie. An der Absichtserklärung beteiligt sind der Kanton, armasuisse Immobilien als Immobilienkompetenzzentrum des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und das Staatssekretariat für Migration (SEM). Basis für diesen Schritt ist der Beschluss des Waadtländer Staatsrats aus dem Mai 2022, die Polizeiakademie vom heutigen Standort in Savatan nach Moudon zu verlegen. 

    Die Fläche und Infrastruktur des Waffenplatzes Moudon bietet laut der Mitteilung grosses Potenzial, um ein interdisziplinäres Ausbildungszentrum aufzubauen. Schon heute prüfe der Kanton, ob der Standort nicht nur von der Polizeiakademie, sondern auch von weiteren Partner aus dem Sicherheitsbereich genutzt werden könnte. Zur Debatte stehen insbesondere sogenannte Blaulichtdienste, Leistungen im Bereich des Umweltschutzes oder im Bereich des Strafvollzugs. Ein Projektierungskredit soll es ermöglichen, hier alle Optionen auszuloten.

    Klar ist schon heute, dass die Fläche nach dem Abzug der Armee schrittweise umgestaltet wird. Das in Moudon stationierte Kommando der Spitalschulen 41 wird ab dem zweiten Halbjahr 2027 gestaffelt auf den Waffenplatz Chamblon zügeln. Die Notfallkapazitäten des SEM in Moudon bleiben bestehen. Somit können in der dortigen Mehrzweckhalle im Fall eines Anstiegs von Asylsuchenden Unterkunftsplätze bezogen werden. „Kommt das Projekt planmässig voran, könnten die ersten Ausbildungen zwischen 2030 und 2032 beginnen“, heisst es von Seiten des Bundes.

  • Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Strategische Übernahme setzt Fokus auf spezialisierte Gewerbeareale

    Swiss Life Asset Managers möchte mit der Übernahme der Schlieremer Gewerbe- und Handelszentrum AG (GHZ) ihre Position im Life Sciences-Sektor stärken, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die GHZ hat das ihr gehörende Wagi-Areal entwickelt. Dort sind nun auf einer Mietfläche von 143’000 Quadratmetern insgesamt rund 250 Unternehmen und Organisationen aus der Life Sciences-Branche ansässig, die über mehr als 2400 Arbeitsplätze verfügen. Auch der Bio-Technopark Schlieren ist auf dem Areal angesiedelt.

    Der Standort der GHZ bleibt erhalten, die Mitarbeitenden werden übernommen und auch GHZ-Geschäftsführer Walter Krummenacher wird weiterhin als Ansprechpartner für die Mieter fungieren und das Areal mit seinen Mitarbeitenden weiterentwickeln. „Wir sind sehr glücklich, mit Swiss Life Asset Managers eine verlässliche Partnerin gefunden zu haben, die unsere Werte und unser langfristiges Engagement für Immobilien und Life Science als Beitrag für die Gesellschaft teilt. So wird die Vision unseres Gründers Leo Krummenacher in die Zukunft getragen“, wird Walter Krummenacher in der Mitteilung zitiert.

    Swiss Life Asset Managers will mit der Übernahme des „dynamischen und wachstumsstarken Zentrums mit langfristigem Wertschöpfungspotential“ den Fokus auf Investitionen in den Bereichen Living, Logistics, Light Industrial und Life Science und Tech („4L“) unterstreichen. „Wir freuen uns sehr, mit dem erfahrenen Team von GHZ die beeindruckende Entwicklung des Areals fortzusetzen. Swiss Life Asset Managers ist von der Attraktivität und der Zukunftsstärke von Life-Science-Immobilien überzeugt, da sie für unsere Wirtschaft wie auch für unsere Gesellschaft von grosser Bedeutung sind“, heisst es von Paolo Di Stefano, Head of Real Estate Switzerland bei Swiss Life Asset Managers.