Flucht in die Sicherheit
Beim realen Geld wird es daher zu einer Verschiebung kommen. Während zuvor die verzweifelte Suche nach Rendite in der Illusion ewiger Verschuldung zu sehr niedrigen Kosten und ohne Ausfälle im Mittelpunkt stand, gehen wir nun zu Strategien über, die auf die Vermeidung von Verlusten abzielen. Das Gleichgewicht wechselt von der frenetischen Suche nach Rendite wieder zu einer Haltung der Risikominimierung.
Hinzu kommt: Die lange Phase negativer Zinssätze endete erst 2022. Höhere Zinssätze (über 4 % für Unternehmensanleihen) bedeuten aus Sicht der Anleger, dass sie nicht mehr in die riskantesten Anlageklassen investieren müssen.
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In diesem sich abzeichnenden Trend verschieben sich auch die bevorzugten Assetklassen. Das Interesse gilt dann mit großer Wahrscheinlichkeit an erster Stelle kurzlaufenden Investment-Grade-Anleihen, denn diese sind liquide, haben ein niedriges Durationsrisiko und ein geringes Ausfallrisiko. Außerdem werden jene Segmente nicht börsengehandelter Schuldtitel (Private Debt) attraktiv sein, die variable Zinssätze, ein starkes Paket an Sicherheiten und eine solide Illiquiditätsprämie bieten können.

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