Schlagwort: Architektur

  • Bauprojekt verbindet Kunst, Architektur und Kulturentwicklung

    Bauprojekt verbindet Kunst, Architektur und Kulturentwicklung

    Die Nüssli Schweiz AG aus Hüttwilen hat den ersten Spatenstich zum Ausbau der Mack-Pyramide in Monheim am Rhein getätigt, heisst es in einer Mitteilung. Das Thurgauer Veranstaltungsbauunternehmen hat den Generalauftrag im Frühjahr 2025 erhalten. Es ist nach dem Bau einer Achtfach-Sporthalle bereits der zweite Auftrag aus Monheim für Nüssli.

    Der Bau ist eine architektonische und künstlerische Herausforderung. Über die bestehende Mack-Pyramide wird eine zweite gespiegelte Pyramide gesetzt. In der neuen Doppelstruktur sollen weitere Ausstellungs- und Lagerräume entstehen. Darüber hinaus wird die bestehende Fläche saniert und modernisiert.

    Bis Ende Oktober 2025 soll die Tiefgründung, bis zum Jahresende der Rohbau der Treppenhäuser abgeschlossen sein. Die Tragstruktur besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Treppenhäusern aus Stahlbeton. Wo möglich, sollen Fertigbauteile aus dem Arsenal von Nüssli Verwendung finden.

    Pünktlich zum 95. Geburtstag des deutschen Künstlers Heinz Mack soll das Richtfest im März 2026 stattfinden. Die vollständige Fertigstellung des Baus ist für den Sommer 2027 geplant.

    „Wir sind stolz, die Vision der Stadt Monheim am Rhein gemeinsam mit unseren Partnern zu realisieren“, wird Udo Baader, Leiter Projektmanagement Special Projects von Nüssli, in der Mitteilung zitiert. „Die Erweiterung der Mack-Pyramide ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein kultureller Impuls für die ganze Region.“

  • Zürcher Militärkaserne wird zum Bildungszentrum

    Zürcher Militärkaserne wird zum Bildungszentrum

    Nach dem Auszug der Kantonspolizei im Jahr 2022 startet nun der nächste Abschnitt in der Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes. Die 120 Meter lange Militärkaserne wird zum neuen Zuhause des Bildungszentrums für Erwachsene. Mitten in der Stadt Zürich entsteht bis 2029 ein Ort für lebenslanges Lernen, getragen von der kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene und der Berufsfachschule EB Zürich. Ziel ist es, Erwachsenen neue Bildungswege und berufliche Perspektiven zu eröffnen, vom Nachholen der Maturität bis zum digitalen Kompetenzaufbau.

    Architektur mit Respekt und Zukunft
    Das Umbauprojekt basiert auf dem Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs von 2019. Der Entwurf der ARGE «spillmann echsle / Takt» verbindet den Respekt vor der historischen Bausubstanz mit einer zukunftsgerichteten Bildungsarchitektur. Das zentrale Atrium, ein lichtdurchfluteter Innenhof mit Glasdach, wird zum Herzstück des neuen Lernraums. Gleichzeitig entsteht im Erdgeschoss ein öffentliches Restaurant in den ehemaligen Kasernen-Kantinen, inklusive weiterer Räume für publikumsorientierte Nutzungen.

    Nachhaltige Sanierung eines nationalen Kulturguts
    Die technische, energetische und bauliche Erneuerung des Gebäudes ist umfassend. Die stark beschädigte Natursteinfassade aus Berner Sandstein wird restauriert, Fenster ersetzt, moderne Gebäudetechnik eingebaut und eine Photovoltaikanlage auf dem Hauptdach installiert. Beheizt wird künftig mit Fernwärme. Damit erfüllt die ehemalige Kaserne höchste Standards in Sachen Energieeffizienz und Denkmalpflege.

    Investition in Bildung und Gesellschaft
    Mit Gesamtkosten von rund 180 Millionen Franken ist das Projekt ein bedeutender Beitrag zur Bildungs- und Stadtentwicklung. 122 Millionen sind für die Instandsetzung gebunden, weitere 58 Millionen fliessen in die Umnutzung zum Bildungsgebäude. Der Regierungsrat und der Kantonsrat haben die Mittel bereits bewilligt. Im Frühjahr 2029 soll der Schulbetrieb aufgenommen werden. Ein starker Impuls für den Bildungsstandort Zürich und ein Symbol für die Transformation öffentlicher Räume.

  • Wie Glarus zu einem architektonischen Juwel wurde

    Wie Glarus zu einem architektonischen Juwel wurde

    Als der Kunsthistoriker und Diplomat Gustav Schneeli im Jahr 1942 auf der Suche nach einem Ort für ein eigenes Museum war, fand er in Glarus den passenden Boden. Der Kunstverein Glarus, der sich seit Jahrzehnten mit der Idee eines eigenen Hauses befasste, erkannte die Gelegenheit zur Zusammenarbeit. Schneeli stellte seine vom Symbolismus und Impressionismus beeinflussten Werke zur Verfügung und versprach 250’000 Franken für eine Stiftung. Der Grundstein für das heutige Kunsthaus.

    Architektonische Klarheit mit Weitblick
    Nach Schneelis Tod im Jahr 1944 entwickelte der Architekt Hans Leuzinger ein Projekt von bemerkenswerter Konsequenz. Der Weg führte von klassischen Ansätzen über zahlreiche Varianten bis hin zu einer fein abgestimmten Lichtführung. Skandinavische Einflüsse, sorgfältige Ortsbesichtigungen und gestalterischer Weitblick formten ein Bauwerk, das sich bewusst von monumentalem Repräsentationswillen distanzierte und sich sensibel in den Glarner Talkessel einfügte.

    Politische Hürden, geduldige Verhandlungen
    Die Umsetzung verlief alles andere als geradlinig. Standortstreitigkeiten, kriegsbedingte Verzögerungen, kritische Stimmen aus der Verwaltung und der Erbengemeinschaft sowie ein drohender Rückzug der Stiftung stellten das Projekt mehrfach infrage. Erst durch diplomatisches Geschick, architektonische Überzeugungskraft und unermüdliches Engagement konnte am letztmöglichen Tag, dem 15. Juli 1950, mit dem Bau begonnen werden.

    Kunst und Architektur als Zeichen der Zeit
    Mit der Eröffnung im Jahr 1952 gelang nicht nur ein architektonischer Wurf, sondern auch ein starkes Signal für den Kulturstandort Glarus. In einem schlichten, aber ausdrucksstarken Gebäude manifestiert sich eine kulturelle Haltung, die bis heute nachwirkt. Die Recherchen von Architekt Reto Fuchs zeigen dieses Meisterwerk und seine bewegte Baugeschichte. Das Kunsthaus Glarus steht für eine meisterliche Architektur, für den Mut zur Haltung und die Idee, Kultur im ländlichen Raum gross zu denken.

  • FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    FORUM UZH Zentrum für Bildung und Forschung

    Das FORUM UZH ist ein Meilenstein für die bauliche und akademische Entwicklung der Universität Zürich. Der Neubau umfasst insgesamt 37’000 m² Hauptnutzfläche und wird nicht nur das prognostizierte Wachstum der Studierendenzahlen auffangen, sondern auch neue Massstäbe in Lehre, Forschung und Nachhaltigkeit setzen. In dem neuen Zentrum werden die Fakultäten für Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Neuere Philologien zusammengeführt. Ergänzt werden diese durch moderne Bibliotheken, Sportanlagen für Mittelschulen und den Akademischen Sportverband sowie öffentlich zugängliche Cafeterias und Gewerbeflächen.

    Architektur und Raumkonzept
    Das FORUM UZH besteht aus einem terrassierten Sockel für Lehre und universitäres Leben, einem darüber schwebenden trapezförmigen Baukörper für Forschung sowie einem zentralen Innenhof. Der Baukörper wird von der Rämistrasse zurückversetzt, um eine grosszügige Vorzone mit Stadtbalkonen zu schaffen, die sich in die städtebauliche Umgebung einfügt. Die Fassadengestaltung mit horizontalen Deckenplatten und vertikalen Brise Soleils verleiht dem Gebäude eine markante Tiefenwirkung und ermöglicht eine flexible Lichtregulierung im Inneren.

    Im Zentrum des Gebäudes liegt das namensgebende Forum, eine lichtdurchflutete Halle, die Aufenthalts-, Begegnungs- und Arbeitsraum zugleich ist. Sie verbindet sämtliche Ebenen und kann für universitäre sowie öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 2’000 Personen genutzt werden.

    Flexibles Lernumfeld und moderne Infrastruktur
    Das FORUM UZH bietet eine Vielzahl an innovativen Lehr- und Lernräumen. Fünf Hörsäle und mehrere Seminarräume sind flexibel nutzbar und mit modernster Technik ausgestattet, um hybride Lehrmodelle zu ermöglichen. Zudem entsteht ein grosszügiges Lehr- und Lernzentrum mit über 700 studentischen Arbeitsplätzen. Auf den oberen Stockwerken wird die Universitätsbibliothek unter einem Dach vereint.

    Nachhaltigkeit und innovative Bauweise
    Das FORUM UZH setzt auf eine nachhaltige Holz-Beton-Hybridbauweise, die CO²-Emissionen reduziert und gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Das intensiv begrünte Dach dient nicht nur als fünfte Fassade, sondern auch als ökologische Ausgleichsfläche mit Lebensraum für Flora und Fauna. Eine Photovoltaikanlage liefert eigenen Strom, während über 50 Grossbäume auf dem neugestalteten Stadtplatz das Mikroklima positiv beeinflussen.

    Dank der modularen Bauweise spart die UZH so viel CO², wie durch die Erstellung von 77 Einfamilienhäusern freigesetzt würde. Das Gebäude wird gemäss SGNI-Standard Gold und nach Minergie P zertifiziert.

    Einbindung in das städtische Umfeld
    Das FORUM UZH wird nicht nur der universitären Gemeinschaft, sondern auch der Stadtbevölkerung offenstehen. Die Bibliotheken, Gastronomiebereiche und Quartierläden sind öffentlich zugänglich und die Gloriaterrasse wird als grüner Treffpunkt zum Verweilen einladen. Durch die städtebauliche Gestaltung entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Hochschulquartier und den umliegenden Stadtteilen.

    Bauzeitplan und nächste Schritte
    Nach dem Abschluss des Vorprojekts wurde im August 2024 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant, der Bezug erfolgt 2029. Bis dahin werden die Studierenden und Forschenden der Universität Zürich die Entwicklung dieses Jahrhundertprojekts hautnah mitverfolgen können.

  • Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser ist an der Rekonstruktion und am Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters San Agustín im südwestspanischen Badajoz beteiligt. Dieses wird zu einer Kunstgewerbeschule umgestaltet. Wie es in einer Mitteilung heisst, bietet das geradlinig geschnittene Gebäude gute Voraussetzungen für eine Bildungseinrichtung. Bereits in seiner Vergangenheit wurde das frühere Kloster als Kaserne, Gerichtsgebäude oder Schule genutzt.

    In den jetzigen Umbau sollen auch die Kreuzgänge in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Deren Arkaden werden grossflächig verglast und benötigen Sonnenschutz. Griesser liefert hierzu sein System Solomatic 80. Die massgeschneiderten Lamellenstores bieten einerseits eine gute Beschattung und ermöglichen andererseits eine gute Versorgung mit natürlichem Licht. Sowohl das klassische Design der Lamellen als auch ihre Farbgestaltung in RAL 7022, ein nahezu anthrazitfarbener Grauton, passen in das historische Bild des Gebäudes.

    Zudem wird der Einfall von Tageslicht automatisiert gesteuert. Durch die somit entstehende «harmonische Atmosphäre» soll «die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden der Studierenden» gesteigert werden.

  • Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Die Eigentümerinnen Ina Invest und Estella Invest sowie die Entwicklerin Implenia entschieden sich für einen digitalen Projektwettbewerb, bei dem statt physischer Modelle ein digitales 3D-Modell eingereicht wurde. Dies erleichterte den Juryprozess erheblich, da verschiedene Ebenen und Elemente flexibel kombiniert und analysiert werden konnten. Der Siegerentwurf der ersten Bauetappe, eine Kombination aus den Vorschlägen von Enzmann Fischer Partner AG und ORT AG, überzeugte durch innovative Grundrisse und eine durchdachte Gestaltung des Freiraums, die das Wohnen und Arbeiten harmonisch miteinander verbindet.

    Freiraumgestaltung als Schlüssel zur Attraktivität des Quartiers
    Das Quartier Unterfeld Süd wird durch grosszügige Freiräume aufgewertet, die
    sich entlang des Stampfibachs erstrecken. Hier entsteht ein ökologisch wertvoller Grünraum, die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten bietet. Der zentrale Ankunftsplatz bei der S-Bahn-Station wird durch hohe Bäume und begrünte Inseln zu einem einladenden Ort für Begegnungen und Verweilen.

    Hochhaus mit Blick in die Zukunft
    Das 60 Meter hohe Wohnhochhaus der ersten Etappe besticht nicht nur durch seine Höhe, sondern vor allem durch seine gut durchdachten Grundrisse und flexiblen Raumanordnungen. Die grosszügigen Fenster bieten von jeder Wohnung aus, eine eindrucksvolle Aussicht, während die Erker der Fassade den Bewohnern die Möglichkeit bieten, sowohl den Aussenbereich als auch das Innenleben der eigenen Wohnung zu geniessen.

    Gewerbegebäude als Zentrum für dynamische Unternehmen
    Das angrenzende Gewerbegebäude setzt ebenfalls auf Flexibilität. Zwei verglaste Innenhöfe schaffen Lichtinseln, die als Pausenflächen genutzt werden können. Mit seiner flexiblen Raumstruktur bietet das Gebäude Raum für verschiedenste Nutzungen – von kleinen Büros bis hin zu grösseren Mietflächen für Ankermieter.

    Zweite Etappe bringt preisgünstigen Wohnraum und flexible Gewerbeflächen
    In der zweiten Bauetappe, deren Planungen bereits weit fortgeschritten sind, stehen preisgünstige Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen im Mittelpunkt. Der Innenhof der geplanten Blockrand-Bebauung der zweiten Etappe schafft Rückzugsmöglichkeiten und öffentliche Begegnungsräume gleichermassen. Die Gebäude entlang der Nordstrasse sind bewusst so gestaltet, dass Lärmbelastungen minimiert werden. Über die zweite Etappe findet 2025 ebenfalls eine Urnenabstimmung in Baar statt.

    Nachhaltige Architektur und flexible Nutzungskonzepte
    Die Architektur der Gebäude spiegelt die Vision eines zukunftsorientierten Quartiers wider. Die Kombination aus flexiblem Wohnen, vielseitig nutzbaren Gewerbeflächen und durchdachten Freiräumen sorgt für ein lebendiges und attraktives Stadtbild. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, die durch durchdachte Raumkonzepte und attraktive Aussenbereiche unterstützt wird.

  • St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    St.Gallen Güterbahnhofareal unterschätzter Entwicklungsraum

    Städtische Räume stehen unter wachsendem Druck. Steigende Bevölkerungszahlen und begrenzte Flächen fordern innovative Lösungen. Besonders Areale hinter Bahnhöfen bleiben oft ungenutzt, obwohl sie wertvolle Potenziale für die Stadtentwicklung bieten. Ein Beispiel für eine gelungene Umnutzung ist die Europaallee in Zürich. Doch während an vielen Orten bereits neue Stadtquartiere entstehen, ist die Zukunft des Güterbahnhofareals St.Gallen noch offen.

    Seit Jahren wird über seine Entwicklung diskutiert, doch unterschiedliche Interessen und Perspektiven haben bisher eine konkrete Umsetzung verhindert. Hier setzte die Lehrveranstaltung «Zukunft bauen – die Bedeutung von Branchen für die Stadtentwicklung» an, die Architekturstudierende der ETH Zürich mit Wirtschafts- und Soziologiestudierenden der Universität St.Gallen zusammenbrachte.

    Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
    Die Lehrveranstaltung kombinierte Architektur, Stadtsoziologie und Wirtschaft, um einen neuen Zugang zur Stadtplanung zu schaffen. «Architekt:innen des 21. Jahrhunderts lernen aus den Bauweisen des 20. Jahrhunderts, um nachhaltige Modelle für die Zukunft zu entwickeln», erklärt Prof. Momoyo Kaijima von der ETH Zürich.

    Durch die Zusammenarbeit mit Soziologinnen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen entstand eine praxisorientierte Forschung, die nicht nur städtebauliche Konzepte, sondern auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigte.

    Stadtplanung aus neuen Perspektiven erleben
    Die Studierenden begannen ihre Untersuchung mit geführten Spaziergängen durch das Güterbahnhofareal, inspiriert von den «Spaziergangswissenschaften» des Soziologen Lucius Burckhardt. Diese Methode ermöglichte es ihnen, den Raum nicht nur als Planungsobjekt, sondern als gelebten sozialen Ort zu erleben.

    «Die Untersuchung verdeutlichte, dass auch unscheinbare oder brachliegende Flächen eine entscheidende Rolle in der städtischen Dynamik spielen können», berichtet HSG-Student Livius Schönle.

    Von der Beobachtung zur Konzeption
    Basierend auf Interviews, Beobachtungen und Datenanalysen entwickelten die Teilnehmenden sogenannte «Actor-Network-Zeichnungen», mit denen sie komplexe Zusammenhänge zwischen Raumnutzung, sozialen Gruppen und wirtschaftlichen Interessen sichtbar machten. Dabei spielte auch der Kunstmaler Walter Dick eine Rolle, der die Studierenden in die Grundlagen des Handzeichnens einführte, um ihre Analysen visuell darzustellen.

    «Die konkreten Erfahrungen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit zeigen, wie wichtig es ist, sich der Unterschiedlichkeit von Denklogiken bewusst zu sein», betont Dr. Niklaus Reichle von der Universität St.Gallen. «Nur wenn wir über den disziplinären Tellerrand hinausschauen, lassen sich gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Raum sinnvoll bewältigen.»

    Visionen für eine nachhaltige Stadtentwicklung
    Die Konzepte der Studierenden reichten von multifunktionalen Wohn- und Arbeitsquartieren bis hin zu nachhaltigen Grünflächen, die neue Erholungsräume in die Stadt integrieren. Einige Teams entwickelten Ideen für gemischt genutzte Gebäude, die sozialen Wohnraum mit Gewerbeflächen verbinden, während andere Strategien für eine behutsame Verdichtung durch innovative Bauweisen erarbeiteten.

    Ein zentrales Thema war die soziale Integration: Wie kann das Güterbahnhofareal als Verbindungselement zwischen bestehenden Stadtvierteln dienen? Wie lassen sich Freiräume schaffen, die sowohl ökologisch als auch sozial wertvoll sind?

    Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
    Die Forschungsergebnisse unterstreichen, dass erfolgreiche Stadtentwicklung mehr als nur bauliche Massnahmen erfordert. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Aspekte müssen gemeinsam betrachtet werden. Die Zusammenarbeit von ETH und HSG zeigt, wie verschiedene Disziplinen voneinander lernen können, um urbane Räume nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

    Die Stadt St.Gallen könnte von diesen Erkenntnissen profitieren: Das Güterbahnhofareal bietet enormes Potenzial für eine innovative Quartiersentwicklung, wenn die richtigen Weichen gestellt werden.

  • Innovatives Projekt erforscht Kreislaufwirtschaft mit Lehm

    Innovatives Projekt erforscht Kreislaufwirtschaft mit Lehm

    Das Konsortium des Erasmus+-Projekts «Crafting Clay – Exploring Circularity with Local Earth» hat sich laut einer Mitteilung zu seiner Auftaktveranstaltung an der Universität Liechtenstein getroffen. An der Partnerschaft sind ihre Architekturschule sowie jene der Katholischen Universität Löwen in Belgien und der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens sowie die Amsterdamer Academie von Bouwkunst beteiligt. Koordiniert wird das Projekt von Dr. Carmen Rist-Stadelmann und Professor Urs Meister aus dem Fachbereich Handwerk & Struktur der Liechtenstein School of Architecture.

    Das Projekt will über drei Jahre erforschen, wie die Nutzung lokaler Erde zur Zirkularität im Bauwesen beitragen kann. Gefördert wird es mit 400’000 Euro von der Liechtensteiner Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten. Die nationale Einrichtung betreut und koordiniert dort unter anderem das europäische Programm Erasmus+.

    Da es mittlerweile möglich ist, den weitestgehend in Vergessenheit geratenen Baustoff Lehm mit modernen mechanischen Verfahren und zusammen mit anderen Materialien herzustellen, sollen dessen neue Möglichkeiten auch hinsichtlich einer Kreislaufwirtschaft analysiert werden. Vor dem Hintergrund des Klimawandels sollen so Alternativen im Bauwesen definiert und etabliert werden.

    Durch die Kombination unterschiedlicher Ansätze mit praktischem Fachwissen aus der Bauindustrie wird das Projekt den Angaben zufolge «eine einzigartige und bereichernde Grundlage für neues Wissen im europäischen Kontext» schaffen, «sowohl in der akademischen Welt als auch für die Baupraxis». Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Symposiums, über die Internetseiten der teilnehmenden Partneruniversitäten und in einer Publikation im Zürcher Park Books Verlag vorgestellt.

  • Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    Ein historisches Erbe in neuem Glanz

    1896 legte Richard Theiler mit dem Bau des Theilerhauses den Grundstein für das Electrotechnische Institut, das später als Landis+Gyr Weltgeltung erlangte. Die Bedeutung des Theilerhauses für die Zuger Bevölkerung ist nicht abzustreiten und seine Erhaltung wurde 1989 zur Priorität, als der Kanton Zug das Areal erwarb, um es für kommende Generationen zu bewahren.

    Erhaltung historischer Substanz
    Der Kanton Zug hat ein umfassendes Konzept entwickelt «Das Theilerhaus und sein Spirit». Diese Ideenskizze dient dem Ziel, den «Geist» der Gebäude zu bewahren und Aspekte der Ökonomie, Technologie, Architektur und Kultur in einem ganzheitlichen Rahmen zusammenzuführen.

    Denkmalgerechte Sanierung
    Die Instandhaltungsmassnahmen erstrecken sich auf alle bestehenden Altbauten, wobei der Fokus auf der Erdbebensicherheit, dem Brandschutz und der Barrierefreiheit liegt. Die Erneuerung von Fenstern, Sonnenschutz und Dachhaut sowie die Dämmung der Shedhalle sind wichtige Schritte, um den Anforderungen gerecht zu werden. Durch den Neubau im östlichen Bereich wird die historische Substanz respektiert und eine ansprechende städtebauliche Gesamtstruktur geschaffen.

    Ein neuer städtebaulicher Akzent
    Der geplante Neubau ergänzt das städtebauliche Ensemble und besteht aus einem fünfgeschossigen Kopfbau und einem viergeschossigen Zwischenbau. Diese Gestaltung, die durch einen modernen Treppenturm an den Hochbau angebunden wird, fügt sich harmonisch in die bestehende Umgebung ein und stärkt die Identität des Areals.

    Die Shedhalle als kultureller, kreativer Raum
    Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird die Shedhalle nicht nur als ein Ort des Erinnerns an die Vergangenheit fungieren, sondern auch als ein lebendiger Raum für kulturelle und künstlerische Veranstaltungen. Diese Nutzung bietet einen Mehrwert für die Zuger Bevölkerung und unterstreicht die Vielseitigkeit des Areals und dessen Relevanz in der heutigen Zeit.

    Zukunftsweisendes Projekt
    Insgesamt stellt dieses Projekt einen bedeutenden Schritt in der städtebaulichen Entwicklung des Kantons Zug da und soll zukünftigen Generationen zugutekommen. Die geplanten Massnahmen unterstreichen, wie wichtig es ist, historisches Erbe als Teil einer lebendigen, sich ständig weiterentwickelnden Gesellschaft zu betrachten und entsprechend zu gestalten.

  • Globaler Wettbewerb für nachhaltiges Design gestartet

    Globaler Wettbewerb für nachhaltiges Design gestartet

    Seit dem 1. Oktober 2024 können Projekte für den Holcim Stiftungspreis 2025 eingereicht werden. Dieser Wettbewerb zeichnet nachhaltige Designprojekte aus, die sich in der späten Planungsphase oder bereits im Bau befinden. Eine Voraussetzung: Der Bau darf vor dem 11. Februar 2025 nicht abgeschlossen sein. Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 1 Million USD zur Verfügung, die auf 20 Gewinnerprojekte weltweit aufgeteilt werden.

    Bewertungskriterien und Regionen
    Die Einreichungen werden von renommierten Fachjurys bewertet, die aus Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern bestehen. Bewertet werden die Projekte anhand der vier Hauptziele der Holcim Foundation für nachhaltige Bauweise: lebenswerte Orte schaffen, den Planeten schützen, Gemeinschaften fördern und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sicherstellen. Die Jurys agieren in fünf Regionen: Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Naher Osten & Afrika sowie Nordamerika. Führende Persönlichkeiten wie Sou Fujimoto (Asien-Pazifik) und Jeanne Gang (Nordamerika) leiten die Jurys.

    Preisvergabe und Anerkennung
    Pro Region werden vier Projekte mit jeweils 40.000 USD ausgezeichnet, wobei ein Projekt zusätzlich eine Sonderprämie von 40.000 USD erhält. Die Gewinner werden zur Preisverleihung am 20. November 2025 in Venedig eingeladen, wobei Reisekosten von der Holcim Foundation übernommen werden.

    Jetzt teilnehmen!
    Die Teilnahme ist kostenfrei und die Einreichungsfrist läuft bis zum 11. Februar 2025. Detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Einreichung finden Sie auf der offiziellen Website – awards.holcimfoundation.org. Nutzen Sie diese Chance, ein Teil des Wandels zu werden und nachhaltige Projekte zu fördern!

  • Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Innovativer Sonnenschutz für modernes Hotelprojekt in Locarno

    Das Dorint Resort & Spa in Locarno/Riazzino ist nach dreijähriger Bauzeit im Spätsommer dieses Jahres eröffnet worden, informiert Griesser in einer Mitteilung. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutz für Gebäude aus Aadorf hat zu dem Vier-Sterne-Hotel die Fassadenmarkisen beigetragen. Konkret wurden die Griesser-Produkte Solozip II und Soloscreen IV verbaut.

    «Nebst Zuverlässigkeit und geringer Wartungsintensität entschied ich mich aufgrund der Eleganz für die Solozip-Fassadenmarkisen», wird Simone Garofoli vom projektverantwortlichen Architekturbüro TIGESTIM in der Mitteilung zitiert. «Zudem passt dieses Produkt perfekt zur architektonischen Linearität der Fassade.» Bei der Wahl des Soloscreen überzeugte die Senkrechtmarkise von Griesser mit Farbgebung und dezenter Struktur: «Die Option der schwarzen Drahtseile macht die Trägerstruktur fast unsichtbar, wodurch das Gewebe des Stoffes in den Vordergrund gerückt wird», erläutert Garofoli.

  • Erfolgreicher Entwurf für Wohnüberbauung Eichmatt in Villmergen

    Erfolgreicher Entwurf für Wohnüberbauung Eichmatt in Villmergen

    Die fsp Architekten AG mit Sitz in Spreitenbach hat laut einer Mitteilung den ersten Platz im Wettbewerb um den Studienauftrag für das Projekt MW Eichmatt Villmergen erreicht. Das Beurteilungsgremium habe einstimmig beschlossen, der Bauherrschaft das Projekt Janus von der fsp Architekten AG und den Landschaftsarchitekten Appert Zwahlen Partner AG in Cham ZG zur Weiterbearbeitung und Ausführung zu empfehlen. Es sei der «insgesamt überzeugendste Projektvorschlag», heisst es in der Mitteilung von fsp.

    Die neue Wohnüberbauung Eichmatt-Villmergen liegt am Ortsrand. Angrenzend an die Landwirtschaftszone bietet diese Siedlung bisher 112 moderne 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen in dreigeschossigen Gebäuden. Balkone und Gartensitzplätze seien konsequent nach Südwesten ausgerichtet. Durch die Anordnung der insgesamt zwölf Gebäude bestehen grosszügige Freiflächen, heisst es weiter. Die bestehende Überbauung Eichmatt Süd sei im Minergie-Standard realisiert worden.

  • Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Ein Doppelkindergarten, der Massstäbe setzt

    Das Konzept des neuen Kindergartens ist beeindruckend. Das Sockelgeschoss beherbergt neben einer Küche und einem Therapieraum alle notwendigen Flächen für Haustechnik, Lager, Reinigung und Aussengeräte. Durch die zurückgesetzte Bauweise tritt das Sockelgeschoss dezent in Erscheinung und schafft vielfältig nutzbare und vor Witterung geschützte Aussenflächen. Eine barrierefreie Erschliessung wird durch eine neue Wegführung vom Haupteingang am Charlottenweg gewährleistet.

    Auf diesem massiven Sockel erhebt sich das Kindergartengeschoss, das sich in drei «Häuser» mit Zeltdächern gliedert. Jedes dieser «Häuser» dient spezifischen Nutzungen und bietet den Kindern individuelle Haupt- und Gruppenräume. Die architektonische Gestaltung mit den Zeltdächern, die auch im Innenraum ersichtlich sind, schafft eine besondere Atmosphäre, die durch die Kombination aus Boden und «Deckenhimmel» als zusätzliche Raumbegrenzung ein vielschichtiges Raumerlebnis ermöglicht. Eine Galerie in den Hauptzimmern ergänzt den Raum und bietet den Kindern Rückzugs- und Beobachtungsorte.

    Der Neubau wird fast 3 Millionen Franken kosten, wobei das Gebäude selbst rund 2,2 Millionen Franken in Anspruch nimmt. Zusätzliche Kosten fallen für Mobiliar, Umgebungsgestaltung, den Anschluss an die Fernwärme und unvorhergesehene Ausgaben an.

    Ein Projekt mit Weitblick
    Die Architekturbüros Berger Hammann Architekten AG und BRH-Architekten AG haben mit ihrem Entwurf die Jury überzeugt. Die Holzbauweise und durchdachte Raumeinteilung waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Das an ein «Waldhüttenensemble» erinnernde Projekt fügt sich perfekt in die naturnahe Umgebung des Charlottenfels ein.

    Die Fertigstellung des neuen Doppelkindergartens ist für den Spätsommer 2025 geplant.

    Neuhausen investiert in die Zukunft
    Die Bevölkerung von Neuhausen wächst stetig durch den Bau neuer Wohnanlagen. Nebst dem Doppelkindergarten Charlottenfels der im Herbst 2025 eröffnet wird sind weitere Schulraumerweiterungen geplant.

    Diese Investitionen in Bildung und Infrastruktur sind klare Signale für die Zukunft Neuhausens. Die Gemeinde setzt auf qualitatives Wachstum und Nachhaltigkeit, um den Anforderungen einer dynamischen Bevölkerungsentwicklung gerecht zu werden.

  • Grundsteinlegung für neuen Campus Tösstal in Winterthur

    Grundsteinlegung für neuen Campus Tösstal in Winterthur

    Mit dem Spatenstich für den Neubau der Berufsfachschule Winterthur beginnt eine neue Ära der Bildungsinfrastruktur. Der moderne Campus bietet Raum für eine wachsende Zahl von Lernenden und ermöglicht eine zeitgemäße Ausbildung in den Fachbereichen Detailhandel und Betreuung. Dank durchdachter Planung kommen die Bauarbeiten seit dem Start im Februar 2024 zügig voran.

    Die neue Schulinfrastruktur, direkt neben den Standorten Wiesental und Mühletal, ermöglicht die Zusammenführung bisher getrennter Schulstandorte. Bis zu 1000 Lernende werden zukünftig auf dem «Campus Tösstal» Platz finden. Neben klassischen Unterrichtsräumen bieten offene Lernnischen Raum für individuelles und kollaboratives Arbeiten. Die flexible Gebäudestruktur ermöglicht es, zukünftige räumliche Anforderungen problemlos zu integrieren.

    Nachhaltige Architektur setzt Masstäbe
    Das Gebäude erfüllt den Minergie-P-Eco-Standard und den Gold-Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Eine Dachbegrünung und Photovoltaikanlage tragen zur ökologischen Ausgewogenheit und einem besseren Stadtklima bei. Zudem wird das Gebäude an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen, was Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vereint. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

  • Ein neuer Standard im Kanton Zürich

    Ein neuer Standard im Kanton Zürich

    Vögel schützen, Kollisionen verhindern
    Der Umweltschutz steht im Fokus dieses neuen Gesetzes, das dem Schutz der avianen Fauna dienen soll. Schätzungen zufolge verlieren in der Schweiz jährlich über drei Millionen Vögel ihr Leben infolge von Kollisionen mit verspiegelten Fassaden und Fensterscheiben. Künftig sollen Neubauten hier eine Vorreiterrolle einnehmen und Massnahmen ergreifen, um solche Tragödien zu vermeiden. Der Kantonsrat hat heute in erster Lesung entschieden, dass die Planung künftig auf die Sicherheit für Vögel Rücksicht nehmen muss. Nach dem erfolgreichen Abstimmungsergebnis von 147 zu 30 Stimmen wird die Vorlage nun in die Redaktionskommission übergeben, und die formale Verankerung im Gesetz wird in etwa vier Wochen erwartet.

    Gestaltungsspielraum für nachhaltige Lösungen
    Die Diskussion über die genaue Formulierung führte jedoch zu kontroversen Debatten. Während die SP eine umfassendere Regelung forderte, die auch bestehende Gebäude einbeziehen sollte, einigte sich das Parlament auf den aktuellen Kompromiss. «Es ist entscheidend, dass wir den Vogelschutz jetzt umsetzen, auch wenn wir uns mehr gewünscht hätten», betonte Theres Agosti von der SP. Auch Thomas Forrer von den Grünen äusserte den Wunsch, dass auch grössere Umbauten in den neuen Vogelschutzartikel aufgenommen werden sollten.

    Herausforderungen für Bauherrschaften und Behörden
    Während einige Fraktionen die Initiative unterstützten, äusserte die FDP Bedenken und sah keinen akuten Handlungsbedarf. Sie argumentierten, dass der bestehende rechtliche Rahmen bereits ausreiche und dass Pläne, die Vögel gefährden, nicht genehmigt werden dürften. Dennoch betonte Agosti, dass das Problembewusstsein für den Vogelschutz oft unzureichend sei, und verwies auf Beispiele wie das Kantonsspital Winterthur, das durch transparente Glasgeländer für Gefahren sorgte.

    Der Grüne Baudirektor Martin Neukom erkannte ebenfalls die Gefahren, die von Glas ausgehen, und betonte, dass ein umfassendes Gesetz wichtig wäre, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Dennoch hatte der Regierungsrat Bedenken hinsichtlich des Mehraufwands für Bauherrschaften und Behörden geäussert und die Vorlage letztlich abgelehnt.

  • Gebäude als Kohlenstoffsenken

    Gebäude als Kohlenstoffsenken

    Die Bauwirtschaft gilt als einer der grössten CO2-Emittenten weltweit. Doch mit Projekten wie «Beyond Zero» und der Initiative «Mining the Atmosphere» könnte sich das Blatt wenden. Ziel ist es, das schädliche Treibhausgas nicht nur zu reduzieren, sondern es aktiv in Baumaterialien zu binden. Diese Materialien, die in der neuen NEST-Unit getestet werden, könnten Beton und Dämmstoffe revolutionieren und das Potenzial haben, die Bauwirtschaft klimaneutral oder sogar CO2-negativ zu gestalten.

    Technologie im Praxistest
    Nathalie Casas von der Empa erklärt, dass «negative emissions technologies» (NET) der Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele sind: «Wir müssen überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre holen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Dabei helfen uns NET, die bereits im Labor funktionieren und nun im Bauwesen angewendet werden.» Casas betont die Dringlichkeit des Handelns, da die Emissionen weiterhin steigen.

    Nachhaltigkeit in der Baubranche
    Corinne Reimann von Implenia sieht in NET eine grosse Chance für die Bauwirtschaft: «Die neuen Materialien ermöglichen es uns, endlich entscheidende Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit zu machen. Die Branche hat hier einen enormen Hebel, aber auch Herausforderungen. Preis und Akzeptanz werden entscheidend sein.» Reimann betont, dass die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit neuer Materialien sichergestellt werden muss, um einen breiten Einsatz zu ermöglichen.

    Der Beitrag von Architekten und Planern
    Christoph Kellenberger, Mitgründer von OOS, sieht in der frühzeitigen Einbindung von Architekten und Planern einen entscheidenden Faktor: «Wir können mit unserem Wissen die richtigen Baustoffe von Anfang an mitentwickeln und in die Baupraxis integrieren. Zudem müssen wir das Potenzial von CO2-speichernden Materialien in die Branche hineintragen und zeigen, welche Effekte damit erzielt werden können.» Für Kellenberger liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer transparenten Wissensvermittlung und praxisnahen Lösungen.

    Politische Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Verantwortung
    Neben der technologischen Innovation fordert die Bauwirtschaft auch politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Laut Casas und Kellenberger ist eine klare Kostenwahrheit notwendig, um den breiten Einsatz von NET zu fördern. CO2-Emissionen müssen fair bepreist werden, und Subventionen könnten helfen, die anfänglichen höheren Kosten der neuen Materialien auszugleichen. «Die Transformation wird nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft», so Casas.

    Das Projekt «Beyond Zero» zeigt, dass es möglich ist, Gebäude zu Kohlenstoffsenken zu machen. Doch dafür braucht es nicht nur technologische Lösungen, sondern auch den Willen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, neue Wege zu gehen. Die Baubranche hat die Chance, sich von einem der grössten CO2-Emittenten zu einem Vorreiter der Klimawende zu entwickeln – und das Potenzial dazu ist bereits heute vorhanden.

  • Neue Erkenntnisse zur Steifigkeit von Holzbauten

    Neue Erkenntnisse zur Steifigkeit von Holzbauten

    Holzbauten erleben in der Schweiz einen Aufschwung. Mit ihrer Nachhaltigkeit und Ästhetik werden sie immer beliebter, auch für mehrgeschossige Gebäude. Doch wie lässt sich sicherstellen, dass diese Bauwerke den Kräften von Wind und Erdbeben standhalten? Diese Frage beschäftigt die Bauforschung, insbesondere bei der Planung von Holzbauten mit bis zu 75 Metern Höhe. Denn damit Holzbauten auch bei extremen Bedingungen stabil bleiben, müssen die richtigen Aussteifungen und Tragwerkskonstruktionen vorhanden sein.

    Die Forschung auf diesem Gebiet hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Ein besonders spannendes Werkzeug dabei ist der Shaker, ein zwei Tonnen schweres Gerät, das im grössten Labor der Empa in Dübendorf zum Einsatz kommt. Der Shaker simuliert Erdbeben und starke Winde, indem er Gebäudemodelle in Schwingung versetzt. So wird das Schwingungsverhalten der Bauten unter realen Bedingungen untersucht und die Modelle zur Berechnung der Steifigkeit verfeinert.

    Der Shaker in Aktion
    Für den Tag der offenen Tür am 14. September 2024 wird der Shaker in der Bauhalle der Empa in Dübendorf vorgeführt. Dabei geht es nicht nur um wissenschaftliche Forschung – Besucher erhalten einen direkten Einblick in die Arbeit der Ingenieure. René Steiger, Pedro Palma und Robert Widmann, Bauingenieure der Empa, demonstrieren eindrucksvoll, wie der Shaker ein Tragwerksmodell in Schwingung versetzt und dabei das Verhalten der Gewichts- und Steifigkeitsverteilung analysiert.

    Diese Forschung ist von grosser Bedeutung, da in der Schweiz immer höhere Holzbauten errichtet werden. Während die meisten Gebäude im 4- bis 5-Geschosser-Bereich bleiben, zeigen Projekte mit mehr als 20 Geschossen das Potenzial des Baustoffs Holz. Doch um die Stabilität solcher Gebäude sicherzustellen, bedarf es präziser Berechnungen und praxisnaher Tests, wie sie mit dem Shaker durchgeführt werden.

    Komplexe Anforderungen an den Holzbau
    Die Herausforderung bei mehrgeschossigen Holzbauten liegt nicht nur in der Tragfähigkeit der Wände, sondern auch in der Balance zwischen Steifigkeit und Flexibilität. Während dickere Bauteile und zusätzliche tragende Wände oft als Lösung gesehen werden, können sie zu erhöhten Kosten führen. Manchmal ist es sogar vorteilhafter, wenn ein Bauwerk bis zu einem gewissen Grad nachgiebig auf Erdbebenstösse reagiert. Diese Nuancen müssen in den Computerberechnungen berücksichtigt werden, und genau hier liefert der Shaker wertvolle Daten aus der Praxis.

    Die Experimente in der Bauhalle und an realen Gebäuden wie in Oberglatt im Kanton Zürich zeigen auf, wie das Tragwerk während verschiedener Bauphasen an Steifigkeit gewinnt. So konnten die Forschenden genau beobachten, wie sich die Tragfähigkeit der Bauten veränderte, als tragende Wände, nicht tragende Wände und Fenster eingebaut wurden.

    Praxisnahe Daten für Planer und Architekten
    Lange Zeit stützten sich Planer auf rechnerische Näherungswerte, um die dynamischen Eigenschaften von Holzbauten zu bestimmen. Diese Werte basierten oft auf Versuchen aus Japan und Nordamerika, die jedoch aufgrund anderer Bauvorschriften und Anforderungen nicht ohne Weiteres auf die Schweiz übertragbar sind. Hier setzt die Arbeit der Empa-Forscher an: Durch den Shaker und die Messungen an realen Gebäuden werden präzise Daten zur Steifigkeit und Dämpfung geliefert, die speziell auf die hiesigen Bauanforderungen abgestimmt sind.

    Bauingenieure und Architekten erhalten damit verlässliche Informationen, um ihre Planungen zu optimieren und das Material Holz effizient und nachhaltig einzusetzen. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, Normen und Richtlinien weiterzuentwickeln und den Holzbau als ettbewerbsfähige Lösung für mehrgeschossige Bauten zu stärken.

    Holz als Baustoff der Zukunft
    Die Forschungsergebnisse der Empa zeigen, dass Holz als Baustoff für mehrgeschossige Bauten enormes Potenzial hat. Mit dem Einsatz des Shakers erhalten Bauingenieure und Architekten praxisnahe Daten, die es ermöglichen, Holzbauten sicherer und effizienter zu gestalten. Durch die Kombination von moderner Technik und wissenschaftlicher Expertise trägt die Empa entscheidend dazu bei, den Holzbau in der Schweiz weiter voranzutreiben und ihn als nachhaltige Alternative im Bauwesen zu etablieren.

  • Vier Schweizer Firmen holen Gold bei den best architects awards 2025

    Vier Schweizer Firmen holen Gold bei den best architects awards 2025

    Insgesamt 46 Schweizer Architekturbüros sind bei den best architects awards 2025 ausgezeichnet worden. Mit Inches Geleta, EMI Architekt*innen, Nicolas de Courten und Studio DIA haben vier von ihnen dabei eine Goldmedaille erhalten. Die besten Architekturprojekte des Jahres in Europa werden jährlich von der Düsseldorfer Werbeagentur Zinnobergruen GmbH in einem Buch veröffentlicht. Die Auswahl trifft eine international besetzte Jury aus Architekten und Architektinnen. Bei den aktuellen best architects awards wurden insgesamt 91 Auszeichnungen vergeben, davon acht in Gold.

    Inches Geleta aus Locarno TI hat die Goldauszeichnung für die Erweiterung der Grundschule im Quartier Vaganello von Lugano bekommen. EMI Architekt*innen aus Zürich wurde für die Reihenhäuser an der Stockmattstrasse in Baden AG ausgezeichnet. Nicolas de Courten aus Lausanne konnte sich mit einem langen Gebäudekomplex in mäandernder Form im Quartier Plaines-du-Loup in Lausanne für Gold qualifizieren. Studio DIA aus Bern erhielt eine Goldmedaille für das genossenschaftliche Wohnhaus Stromboli in Bern.

  • Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Das französische Architekturbüro KOZ gehört zu den Hauptarchitekten, die mit dem Bau des Olympischen Dorfes in Paris beauftragt wurden. Bei der Beschattung im Quartier Belvédères des Dorfes setzt KOZ auf das Thurgauer Unternehmen Griesser. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutzprodukten für Gebäude hat in Belvédères verschiedene Gebäude mit drei unterschiedlichen Sonnenschutzlösungen ausgestattet.

    Dabei kamen zum einen 265 Lamellenstore des Modells Lamisol 70 zum Einsatz, erläutert Griesser in einer Mitteilung. Vom Lamellenstoren-Modell Grinotex III wurden insgesamt sieben Einheiten verbaut. Vervollständigt wurde der Sonnenschutz durch 108 Rollläden des Modells Tradi PUR. Im Verbund schaffen die Sonnenschutzlösungen ein angenehmes Raumklima und tragen zur Einsparung von Heiz- und Kühlenergie bei.

    «Griesser hat sich mit seinen Qualitätsprodukten durchgesetzt», wird das Architekturbüro KOZ in der Mitteilung zitiert. «Zudem haben sich die Sonnenschutzprodukte bereits bei anderen Projekten von uns bewährt.» Beim Olympischen Dorf hat sich KOZ dabei für einen eigens von Griesser für das Projekt entwickelten metallischen Rosaton bei Lamellenstoren und Rollläden entschieden.

  • Auszeichnung für innovative Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Auszeichnung für innovative Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) gewinnen gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) bei der Sustainability Challenge der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erhielt das Projekt circularWOOD den ersten Platz in der Kategorie Forschung. Im Rahmen des Nachhaltigkeitstages der DGNB nahm Sonja Geier, stellvertretende Leiterin des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur (CCTP) an der HSLU, gemeinsam mit Sandra Schuster von der TUM den Preis am 18. Juni 2024 in Stuttgart entgegen.

    Der CO2-neutrale und ökologisch hochwertige Rohstoff Holz findet einen immer grösseren Anklang in der Baubranche Mit dem Forschungsprojekt circularWOOD soll dieser wichtige Rohstoff in eine Kreislaufwirtschaft eingebracht werden. «Holz bleibt heute nicht lange genug Teil des Stoffkreislaufs», wird Sonja Geier in der Mitteilung zitiert. Durch das kreislauffähige Bauen mit dem CO2-neutralen Baustoff Holz wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele erreicht, heisst es in der Mitteilung.

  • Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Neuer Master-Studiengang für urbanen Wandel

    Mit Beginn des Herbstsemesters 2025 bietet die Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften (ENAC) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) einen Master-Studiengang für die Herausforderungen des städtischen Wandels an. Ein Master-Abschluss in Urbanen Systemen soll die ENAC-Studierenden in die Lage versetzen, Spezialisten für die Anpassung von Städten und umliegenden Gebieten an den Klimawandel zu werden, heisst es in einer Medienmitteilung der EPFL.

    Angesichts des Klimawandels muss sich die Schweiz mit Experten für Stadtmanagement im weitesten Sinne ausstatten, heisst es von der EPFL. Der neue Masterstudiengang ist in Zusammenarbeit mit der Praxis entwickelt worden. Er bietet den Absolventen der ENAC-Bachelorstudiengänge Bauingenieurwesen und Umwelttechnik die Möglichkeit, sich auf den nachhaltigen Wandel von Städten und umliegenden Gebieten zu spezialisieren, heisst es weiter. Der Masterstudiengang stehe auch anderen verwandten Disziplinen, einschliesslich der Architektur, offen, sofern sie einen Antrag stellen.

    Der Studiengang hat drei Spezialisierungen: Mobilität und Transport in einem sich verändernden Klima, nachhaltige Übergänge in städtischen Systemen und Gesundheit und Wohlbefinden in der städtischen Umwelt.

    Am Ende des Programms erhalten die Studierenden einen EPFL Master of Science MSc in Urban Systems. Dieses Diplom berechtigt sie zum Führen des Titels EPF qualified engineer.

  • Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Hybridbauweisen aus Holz, Beton und Stahl

    Einbindung und Verknüpfungstechnologien
    Eine bedeutende Herausforderung bei Hybridkonstruktionen liegt in der Integration verschiedener Materialien. Bei der Verbindung von Holz und Beton müssen spezielle Verbindungselemente verwendet werden, um die unterschiedlichen Eigenschaften der Materialien, wie beispielsweise die feuchte Empfindlichkeit von Holz, zu berücksichtigen.

    Verständnis für Bauteile mit gemischter Struktur entwickeln
    Hybride Bauteile vereinen zwei oder mehr Materialien, die aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften sorgfältig ausgewählt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Kombination von Beton, der Druckkräfte aufnehmen kann, und Stahl, der für Zugkräfte verantwortlich ist. Durch diese Zusammenstellung entstehen innovative Konstruktionen, die mit den einzelnen Werkstoffen allein nicht umsetzbar wären.

    Anwendungen im Bereich der vorgefertigten Bauteile
    Im Bereich des Fertigteilbaus werden Hybridbauweisen insbesondere für die Produktion grosser und schwerer Bauteile eingesetzt. Hierbei werden die Bauteile zunächst separat hergestellt und später zu einer Gesamtheit zusammengefügt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine flexiblere Gestaltung und vereinfacht den Transport sowie die Montage.

    Revolutionäre Kombinationen für Decken
    Innovative Deckenkonstruktionen mit einem Sandwichquerschnitt verwenden Hybridtechnologien, um robuste und gleichzeitig leichte Bauteile herzustellen. Diese fortschrittliche Technologie erlaubt die Einbindung von Installationssystemen und trägt zur Energieeffizienz des Gebäudes bei.

    Verbindung von Holz und Beton
    Die Verbindung von Holz und Beton in Deckenkonstruktionen bietet die Möglichkeit, die Stärken beider Materialien zu kombinieren und ihre Schwächen auszugleichen. Holz kann dabei die tragende Rolle übernehmen, während Beton für Schalldämmung und die Einbindung von Heiz- oder Kühlsystemen genutzt wird.

    Innovative Fortschritte in der Zukunft
    Die Weiterentwicklung von Hybridbauweisen strebt danach, leistungsfähigere, kostengünstigere und umweltfreundlichere Bautechniken zu ermöglichen. Dies beinhaltet verbesserte Herstellungsverfahren, die Steigerung der Tragfähigkeit und die Beschleunigung des Bauprozesses. Insgesamt repräsentieren hybride Bauweisen einen zukunftsorientierten Ansatz im Bauwesen, der die Vorzüge unterschiedlicher Materialien vereint, um effiziente, nachhaltige und ästhetisch ansprechende Bauwerke zu schaffen.

  • Was im Hochschulgebiet in den nächsten Jahren gebaut wird

    Was im Hochschulgebiet in den nächsten Jahren gebaut wird

    Das ambitionierte Projekt sieht die Errichtung neuer Gebäude für die medizinische Versorgung, Bildung und Forschung sowie eine gesamthafte Aufwertung des Hochschulgebiets vor. Zur Neugestaltung gehört im Herzen des Gebiets das ehemalige, unterirdische Trinkwasserreservoir an der Rämistrasse, welches in ein Café mit Innen- und Aussensitzplätzen umgewandelt wird. Dieses Projekt, betreut von SQUADRAT Architekten, integriert Teile der historischen Wasserhallen und schafft einen einladenden öffentlichen Raum.

    Ein weiteres Highlight ist die Umgestaltung der Rämi- und Gloriastrasse, die zukünftig mehr Raum für Fussgänger bieten und den Lärmpegel durch Verkehrsberuhigungsmassnahmen senken soll. Die Neugestaltung dieser Achsen zielt darauf ab, die Mobilität zu verbessern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

    Das FORUM UZH, ein neues Kollegiengebäude gegenüber dem Hauptgebäude der UZH, wird Lehre und Forschung auf neun Stockwerken beherbergen und zusätzlich eine Mensa sowie Geschäfte umfassen. Der Bau soll bis Ende 2029 fertiggestellt sein und einen modernen Arbeitsplatz für etwa 6.000 Studierende und Mitarbeitende bieten.

    Bereits begonnen haben die Vorarbeiten für den Bau des neuen Campus MITTE des Universitätsspitals. Diese Erneuerung der medizinischen Infrastruktur wird die Patientenversorgung revolutionieren und die Weichen für die Medizin der Zukunft stellen.

    Diese und weitere Projekte im HGZZ unterstreichen Zürichs Engagement für Bildung, Forschung und Gesundheitsversorgung. Sie tragen nicht nur zur städtischen Entwicklung bei, sondern fördern auch die wissenschaftliche Exzellenz und stärken Zürichs Position als führendes Zentrum für Innovation und Wissen.

  • Ein Balanceakt zwischen Ästhetik und Funktionalität – Fassadenbegrünung

    Ein Balanceakt zwischen Ästhetik und Funktionalität – Fassadenbegrünung

    Schon seit der Antike ist die Begrünung von Bauwerken ein Bestandteil der architektonischen Gestaltung, von den Hängenden Gärten der Semiramis bis zu den grünen Fassaden moderner Metropolen. Heute dienen begrünte Fassaden nicht nur der ästhetischen Aufwertung, sondern auch dem praktischen Nutzen: Sie verbessern das Mikroklima, bieten Schutz vor Hitze, filtern Feinstaub, fördern die Biodiversität und wirken schalldämpfend. Zudem schützen sie das Gebäude vor Witterungseinflüssen und erhöhen potenziell den Immobilienwert.

    Herausforderungen und Lösungsansätze
    Trotz der offensichtlichen Vorteile gibt es berechtigte Bedenken hinsichtlich potenzieller Schäden an der Bausubstanz durch Pflanzenwurzeln oder Feuchtigkeit. Moderne Begrünungssysteme, wie wandgebundene und bodengebundene Techniken, bieten jedoch Lösungen, die das Risiko minimieren. Wandgebundene Systeme, darunter lineare, modulare und flächige Konstruktionen, ermöglichen eine präzise Kontrolle über das Wachstum und die Wasserzufuhr und sind besonders für Neubauten geeignet. Die Auswahl der Pflanzen richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und dem gewählten System, wobei Selbstklimmer und Gerüstkletterpflanzen beliebte Optionen darstellen.

    Zukunftsperspektiven
    Für eine erfolgreiche Integration der Fassadenbegrünung in das städtische Umfeld ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Neben der ästhetischen Komponente müssen auch funktionale Aspekte wie Brandschutz und Wartung berücksichtigt werden. Die Kooperation zwischen Architekten, Stadtplanern und Bauherren spielt dabei eine entscheidende Rolle, um die vielfältigen Vorteile der Fassadenbegrünung nachhaltig zu nutzen und urbane Lebensräume zukunftsfähig zu gestalten.

  • Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Kirche Wipkingen wird zum Bildungsraum

    Mit der Kirche Wipkingen steht ein bemerkenswertes Beispiel für adaptive Raumnutzung im Fokus. Seit 2019 nicht mehr für Gottesdienste genutzt, soll sie nun den Raumbedarf der benachbarten Schulanlage Waidhalde stillen. Ein von Vécsey Schmidt Architekten BSA SIA in Zusammenarbeit mit Anderegg Partner AG entwickeltes Konzept hat sich im Architekturwettbewerb durchgesetzt und verspricht eine behutsame, jedoch zukunftsorientierte Transformation. Eine neu eingezogene Decke ermöglicht die Schaffung eines Mehrzweckraums, einer Bibliothek und Verpflegungsmöglichkeiten auf Erdgeschossniveau, während das Obergeschoss flexible Nutzungsoptionen unter dem historischen Kirchengewölbe bietet.

    André Odermatt, Hochbauvorsteher, betont die Bedeutung dieser Initiative: «Die intelligente Umnutzung bestehender Bauten ist essentiell, um aktuellen Herausforderungen im städtischen Raum zu begegnen.» Das Projekt liefert nicht nur Lösungen für den drängenden Schulraumbedarf, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche.
    Dank dieser Umnutzung werden bis zum Schuljahr 2031/32 die erforderlichen Räume für sechs bis acht weitere Klassen geschaffen. Filippo Leutenegger, Schulvorsteher, sieht darin ein Beispiel für die effektive Nutzung kreativer Lösungsansätze.

    Die Kooperation mit der reformierten Kirchgemeinde Zürich hat bereits Früchte getragen und plant, weitere kirchliche Gebäude für gemeinnützige Zwecke zu öffnen. Das Projekt in Wipkingen ist nur der Anfang einer Reihe von Initiativen, die den gemeinschaftlichen Nutzen in den Vordergrund stellen.

    Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken, mit einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2026, rechtzeitig zum Schulbeginn 2026/27. Dieses Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt in der evolutionären Stadtentwicklung Zürichs, indem es zeigt, wie historische Substanz sinnvoll in die Zukunft geführt werden kann.

  • Greencity Vergé setzt neue Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit

    Greencity Vergé setzt neue Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit

    Vergé ist mehr als ein Wohnprojekt, es ist eine Antwort auf die drängenden Fragen des urbanen Zusammenlebens und der ökologischen Verantwortung. Im Süden Zürichs auf einem ehemals industriell genutzten Areal gelegen, steht Vergé für den Übergang zu einem neuen Verständnis von Wohnen, das sowohl die Bedürfnisse seiner älteren Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt als auch aktiv zur urbanen Lebensqualität beiträgt.

    Der Entwurf von Vergé verbindet moderne Architektur mit ökologischer Nachhaltigkeit. Durch die Verwendung nachwachsender und leichter Materialien setzt das Projekt nicht nur gestalterische Akzente, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks. Die Gestaltung des Innenhofs als sozialer Treffpunkt und die sorgfältige Auswahl der Bepflanzung fördern die Biodiversität und bieten den Bewohnern einen Rückzugsort im Einklang mit der Natur.

    Ein oft unterschätzter Hebel liegt in der Wahl der Materialien für die Innenwände. Wenn man nichttragende Innenwände aus Leichtbau anstelle von Beton erstellt, kann dies laut Lennart Rogenhofer, Chief Climate Officer der Losinger Marazzi AG zu einer Reduktion von CO2-Emissionen um etwa 50% führen. Ähnliche Einsparungen ergeben sich, wenn anstelle einer Beton-Putz-Fassade eine Holzfassade verwendet wird. Diese entspricht dem Ziel, nachhaltige und wenig verarbeitete Rohstoffe zu nutzen. Zudem hat sich Losinger Marazzi grundsätzlich dazu entschieden, in ihren Projekten so weit wie möglich CO2-reduzierten Beton einzusetzen. Die Reduktion der grauen Emissionen mit einer schlankeren Tragstruktur, die die Betonmenge durch Optimierung der Deckenstärken und Stützenraster minimiert, ist schwer zu quantifizieren. Rogenhofer erklärt: «Das liegt daran, dass kein ’nicht optimiertes‘ Projekt als Vergleich existiert.». Greencity mit dem letzten Baufeld Vergé zeigt eindrucksvoll, dass der Immobiliensektor eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele spielt. Durch den Einsatz von Wärmerückgewinnungstechnologien und die Einbindung in das Nahwärmenetz wird eine weitestgehend autonome Energieversorgung angestrebt, wobei die Zertifizierung nach dem SNBS Gold Standard angestrebt wird.

    Durch die Fokussierung auf nachhaltiges und energieeffizientes Bauen kann nicht nur die Lebensqualität der Bewohner verbessert, sondern auch ein entscheidender Schritt in eine nachhaltigere Zukunft gemacht werden.

    Das Projekt wird durch Losinger Marazzi erbaut und diese hat sich seit fast 20 Jahren als Vorreiterin in Sachen Nachhaltigkeit in der Immobilien- und Baubranche positioniert und setzt konsequent ihre Klimastrategie um, die der Strategie des Mutterkonzerns Bouygues Construction folgt. Seit Ende 2023 ist das Unternehmen SBTi zertifziert und bleibt weiterhin führend im Bereich Nachhaltigkeit. Diese Zertifizierung bestätigt, dass die firmeneigenen CO2-Reduktionsziele für direkte und indirekte Unternehmensemissionen (inkl. Scope 3) gemäss internationalen Standards (GHG Protocol) berechnet wurden und im Einklang mit den Pariser Klimazielen stehen. Eine externe, unabhängige Prüfungsgesellschaft überprüft zudem, dass die zertifizierten Unternehmen ihre Ziele nicht durch CO2-Kompensation, sondern durch tatsächliche CO2-Reduktion erreichen. Aus diesem Grund wurde bereits im Jahr 2021 ein CO2-Absenkpfad erstellt, um die strategischen Entscheidungen zu lenken.

  • Mit gutem Beispiel voran: Zirkuläres Bauen der Stadt Zürich

    Mit gutem Beispiel voran: Zirkuläres Bauen der Stadt Zürich

    Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Hebel, um die politischen Netto-Null-Zielsetzungen zu erreichen. Wie viele andere Städte weltweit bekennt sich auch Zürich zur Kreislaufwirtschaft: 2022 wurd mit «Circular Zürich» eine Strategie zur Kreislaufwirtschaft verabschiedet. 2023 unterzeichnete Zürich als erste Schweizer Stadt die «Circular Cities Declaration».

    Eine intelligente Ressourcennutzung ist besonders beim Bauen gefragt. Mit der «Charta für kreislauforientiertes Bauen» setzen Politik und Wirtschaft 2023 ein Zeichen und verpflichteten sich gemeinsam dazu, Primärressourcen und Deponierraum zu schonen und die CO2-Emissionen der eigenen Bautätigkeit zu senken.

    Erste Erkenntnisse aus zwei Pilotprojekten
    Doch wie wirken sich die politischen Bekenntnisse auf konkrete Bauvorhaben aus? Welche Herausforderungen stellen sich beim zirkulären Bauen? Und wie verändern sich die Planungs- und Bauprozesse? Antworten auf diese Fragen gewinnt das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich durch zwei Pilotprojekte.

    Erste Erfahrungen mit der Beschaffung, Lagerung und Aufbereitung von wiederverwendeten Bauteilen sammelte die Stadt beim Umbau des Kindergartens Mööslistrasse 2023 (Bischof Föhn Architekten, Zürich). Lavabos und Toiletten wurden vor Ort abgebaut, gereinigt und aufbereitet. Pflanzentröge von den Balkonen konnten als Aussenraumbegrenzungen wiederverwendet werden. Wo möglich, stammte das eingebaute Mobiliar aus stadteigenen Beständen. Dank eines Bauteil-Screenings konnten Stahlträger, Holzpergola, Brandschutztüren und Küchenelemente bei anderen Bauten identifiziert, demontiert und wiedereingebaut werden. Auf alles, was nicht im städtischen Occasionslager gefunden wurde, wurden so genannte «BauteiljägerInnen» angesetzt.

    Das zweite Pilotprojekt, das neue Recyclingzentrum «Juch-Areal», ist deutlich umfassender. Für das Projekt hat das Amt für Hochbauten 2022 einen Architekturwettbewerb mit Re-Use-Anforderungen ausgeschrieben. Die Wettbewerbsteilnehmenden konnten einen digitalen Bauteil-Katalog nutzen oder andere verfügbare Bauteile aus nicht-städtischen Quellen für ihre Entwürfe verwenden. Die Gebäude mussten ausserdem so konzipiert sein, dass sie später einmal selbst als Bauteilmine genutzt werden können (Design for Disassembly).

    Die eingereichten Projekte zeigen: Ja, es geht. Vor allem die hohe Qualität der Wettbewerbsbeiträge, die trotz oder vielleicht auch dank der neuartigen Vorgaben entstanden sind, überzeugte die Jury. Das Baumaterial des Siegerprojektes von Graber Pulver Architekten AG (Zürich) baut die Halle des bisherigen Recyclinghofes ab und am neuen Ort mit geringen Anpassungen wieder auf. Entsorgte Bücher, Zeitschriften und Kleider werden als Dämmmaterial genutzt. Platten aus rezykliertem Glas und Aluminium, alte Küchenabdeckungen, Türen und Tischplatten schützen die Fassade vor der Witterung. Ausrangierte Baugerüste werden zu Lagerregalen.

    Es liegt in der Natur der Sache, dass Pilotprojekte einer standardmässigen Einführung in der Breite vorausgehen. Das ist auch beim zirkulären Bauen der Fall. Die Realisierung der beiden Projekte in Zürich zeigt, dass noch viele Fragen geklärt werden müssen: Wie können Bauteile katalogisiert werden? Wie lässt sich die Verfügbarkeit prüfen? Wo werden sie gelagert? Wer übernimmt die juristische Haftung?

    Die Planungs- und Bauprozesse werden sich durch das kreislauforientierte Bauen verändern, denn die Bauteilminen müssen – so eine wichtige Erkenntnis – so früh als möglich, am besten zu Beginn der Planungsphase, bekannt sein. Building Information Modeling (BIM) erleichtert die Wiederverwendung von Bauteilen, die Planung ihrer Demontierbarkeit und das Erschliessen künftiger Bauteilminen.

    Deutliche Einsparung von indirekten Treibhausgasemissionen in den Pilotprojekten
    Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigen die Pilotprojekte. Durch die konsequente Wiederverwendung von Bauteilen konnten, gemäss einer nachträglichen Berechnung, bei der Instandsetzung des Kindergarten Mööslistrasse gut 30% Treibausgasemissionen eingespart werden. Die aktuellen Berechnungen prognostizieren für das Recyclingzentrum Juch-Areal sogar eine Einsparung von 40% Treibhausemissionen gegenüber einem konventionellen Neubau.

  • Halter baut Kompetenzzentrum für Städtebau und Architektur auf  

    Halter baut Kompetenzzentrum für Städtebau und Architektur auf  

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter schafft das neue Kompetenzzentrum Städtebau und Architektur. Laut einer Medienmitteilung wird es innerhalb des Unternehmens unter der Verantwortung von Christof Glaus eingerichtet, dem ehemaligen Senior Partner bei Stücheli Architekten in Zürich. Es soll die Bereiche Entwicklungen, Gesamtleistungen und Renovationen insbesondere in frühen strategischen Phasen bei der Projektentwicklung unterstützen. Mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums soll noch im April begonnen werden.

    Als ein Unternehmen der Halter Gruppe teile die Halter AG die Vision einer Etablierung der Kreislaufwirtschaft, um das Nachhaltigkeitsziel Netto-Null für alle Projekte zu erreichen. Dafür sei ein struktureller Wandel in der Immobilien- und Baubranche vonnöten, der integrierte Zusammenarbeitsmodelle fördert und fordert, heisst es weiter.

    Das neue Team für Städtebau und Architektur sei direkt beim CEO der Halter AG angegliedert und unterstütze die Bereiche Entwicklungen, Gesamtleistungen und Renovationen in frühen strategischen Phasen der Projektentwicklung durch städtebauliche und architektonische Machbarkeitsstudien. Das enge und partnerschaftliche Zusammenwirken mit externen ausgewiesenen Städteplanern, Architekten sowie Freiraumplanern bleibe dabei unverändert von zentraler Bedeutung.

    „Mit Christof Glaus konnten wir einen renommierten Stadtplaner und Architekten gewinnen, der in seiner erfolgreichen Karriere für viele hervorragende Entwürfe und deren Realisierung verantwortlich zeichnete“, wird Maik Neuhaus zitiert, CEO der Halter AG. Unbestritten seien auch die Fähigkeiten von Glaus als Jurymitglied oder Vorsitzender bei zahlreichen Wettbewerbsverfahren.

  • Innovationspark Zürich bekommt erste Neubauten

    Innovationspark Zürich bekommt erste Neubauten

    Die erste Entwicklungsetappe des Innovationsparks Zürich auf dem Flugplatzareal in Dübendorf nimmt Gestalt an, informiert der Betreiber in einer Mitteilung. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für insgesamt sieben Neubauten auf dem Vorfeld des Areals beginnen. Die Projekte wurden aus insgesamt 28 eingereichten Vorschlägen ausgewählt, die im vergangenen Jahr bei einem global ausgeschriebenen Architekturwettbewerb eingereicht worden waren.

    Die nun ausgewählten Projekte wurden von den Architekturbüros E2A, Roger Boltshauser, Mulder Zonderland und TEN aus Zürich sowie von Muoto aus Paris und 3XN aus Kopenhagen entwickelt. Nach jetzigem Planungsstand soll die Gesamtgeschossfläche zu rund 24 Prozent auf Büro- und zu 8 Prozent auf Laborflächen sowie zu 12 Prozent auf Produktionsflächen etwa für die Fertigung von Prototypen aufgeteilt werden. Weitere 36 Prozent sind als flexible Flächen für verschiedenen Nutzungen geplant. Darüber hinaus sollen Bereiche für Versorgung, Dienstleistung und forschungsnahes Wohnen entstehen. Auch Angebote für Gastronomie, Freizeit und Einkauf sind geplant.

    Mit der eigenen Bebauung will der Innovationspark Zürich ein Beispiel für innovative urbane Entwicklung und Nachhaltigkeit geben. „Entsprechend werden spezielle Gebäudetypologien entwickelt, die durch ihre Flexibilität und Modularität über lange Zeiträume nachhaltig nutzbar sind und durch den Einsatz neuer Technologien einen deutlich reduzierten ökologischen Fussabdruck aufweisen“, heisst es dazu in der Mitteilung. Dafür sind unter anderem die Einrichtung eines Anergienetzes sowie grosse Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden geplant.

  • Bau von sieben Neubauten beginnt noch dieses Jahr

    Bau von sieben Neubauten beginnt noch dieses Jahr

    Der Innovationspark Zürich nimmt konkrete Formen an, wie der Betreiber in einer aktuellen Mitteilung bekannt gibt. Die erste Phase der Entwicklung, die den Bau von sieben Neubauten auf dem Vorfeld des Areals umfasst, wird noch in diesem Jahr eingeleitet. Diese Projekte wurden sorgfältig ausgewählt, nachdem sie im Rahmen eines globalen Architekturwettbewerbs aus insgesamt 28 eingereichten Vorschlägen hervorgingen.

    Die ausgewählten Projekte stammen von renommierten Architekturbüros wie E2A, Roger Boltshauser, Mulder Zonderland, TEN aus Zürich sowie Muoto aus Paris und 3XN aus Kopenhagen. Die geplante Nutzung der Gesamtgeschossfläche sieht eine Aufteilung von rund 24 Prozent auf Büro-, 8 Prozent auf Labor- und 12 Prozent auf Produktionsflächen vor, einschliesslich Bereichen für die Fertigung von Prototypen. Flexibilität steht im Mittelpunkt, mit weiteren 36 Prozent für vielfältige Nutzungen und Bereiche für Versorgung, Dienstleistungen und forschungsnahes Wohnen. Zudem sind Angebote für Gastronomie, Freizeit und Einkauf geplant.

    Der Innovationspark Zürich verfolgt dabei ein ambitioniertes Nachhaltigkeitskonzept, das wegweisend für urbane Entwicklungen sein soll. Geplante Massnahmen umfassen die Einrichtung eines Anergienetzes sowie die Installation grosser Solaranlagen auf Dächern und Fassaden, um einen reduzierten ökologischen Fussabdruck zu gewährleisten. Durch die Schaffung flexibler und modularer Gebäudetypologien strebt der Innovationspark Zürich langfristige Nutzbarkeit und Nachhaltigkeit an, unter Einbeziehung neuester Technologien.