Im Herbst 2023 entschieden sich die Jury-Mitglieder Stephan Lüthi und Peter Staub, ihr Mandat abzugeben. Nun ist das Gremium wieder komplett: Anita Horner und Gaétan Kameni stossen zu den langjährigen Real Estate Award-Jury-Mitgliedern André R. Spathelf, Karin Aeberhard und Daniel Löhr dazu.
Anita Horner war unter anderem bei Immoveris und Swiss Prime Site Solutions tätig, ehe sie zu Cardis Sotheby’s International Realty wechselte. Im Jahr 2021 machte sie sich selbständig und gründete das auf Immobilienvermarktung spezialisierte Unternehmen Immo Solutions Atelier. Ausserdem war Anita Horner während vier Jahren Präsidentin von Wipswiss und amtet aktuell als Präsidentin der Immobilieninformationsplattform Immoday.
Gaétan Kameni ist Leiter Finanzen & Services im Asset Management Real Estate bei der Zürcher Kantonalbank. Er kann über 20 Jahre Berufserfahrung im Immobilien Investentmanagement vorweisen. Vor seiner Zeit bei der ZKB war Gaétan Kameni unter anderem bei Losinger Marazzi, Mobimo sowie als Leiter Immobilien bei der PKE Vorsorgestiftung tätig. Er verfügt über abgeschlossene Studien in den Bereichen Architektur und Betriebsökonomie sowie über einen Master of Science in Real Estate (CUREM).
Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG, freut sich über den namhaften Zuwachs: «Mit Anita Horner und Gaétan Kameni konnten wir zwei ausserordentlich qualifizierte und fachkundige Juroren für den Real Estate Award gewinnen, was mich sehr stolz macht. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der neu zusammengesetzten Jury und bedanke mich für das wertvolle Engagement der ehemaligen Juroren Stephan Lüthi und Peter Staub.»
Noch bis Ende Mai können sich Unternehmen mit ihren Projekten für die diesjährige Ausgabe des Real Estate Awards bewerben. Anschliessend werden die Projekte der Jury vorgelegt, welche pro Kategorie drei Firmen nominiert.
Kontakt: Mara Schlumpf / mara.schlumpf@realestateaward.ch
Schlagwort: Architektur
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Verstärkung für die Jury des Real Estate Awards
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CSS erweitert Hauptsitz mit Diener und Diener Architekten
Die Jury eines Architekturwettbewerbs der CSS Gruppe hat sich einstimmig für den Entwurf von Diener und Diener Architekten entschieden. Das Basler Architekturbüro erhält laut einer Medienmitteilung den Auftrag, den CSS-Hauptsitz des Kranken-, Unfall- und Sachversicherers in der Stadt Luzern zu erweitern. Dabei soll ein Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse, das die CSS 2015 gekauft hatte, integriert werden.
Insgesamt waren zehn Entwürfe eingereicht worden. „Lambris“, so CSS-CEO Philomena Colatrella, „verkörpert urbane Eleganz und erfüllt die Anforderungen an die architektonischen, denkmalpflegerischen und funktionalen Anforderungen am besten“.
Ursprünglich hatte die CSS das Gewerbegebäude des Luzerner Architekten Carl Mossdorf abbrechen wollen. Doch gemeinsam mit Schutz- und Planerverbänden einigte sie sich schlussendlich auf dessen Erhalt. Nun soll es in einen möglichst originalen Zustand zurückgebaut werden.
Im Lambris genannten Entwurf von Diener und Diener Architekten wird das historische Gebäude vom Neubau umfasst. Laut CSS verbindet das Siegerprojekt die unterschiedlichen Strassen und Plätze und fügt sich dadurch nahtlos in das Stadtbild ein. Im Erdgeschoss soll ein öffentlich zugängliches Bistro entstehen.
Die Baueingabe für das „dringend benötigte“ Bürogebäude soll im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen. Sofern keine Rekurse gegen die Baubewilligung eingereicht werden, ist der Bezug des Neubaus in der ersten Hälfte des Jahres 2027 geplant.
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Innovatives Schulprojekt auf dem ehemaligen Kasernengelände von Les Vernets
Die Bauarbeiten für den Schulkomplex haben begonnen und sollen eine zentrale Rolle im sozialen Gefüge des entstehenden Wohnviertels einnehmen. Das Projekt „Emile“ des renommierten Architekturbüros Liechti Graf Zumsteg (Aargau) wurde als Gewinner des Architekturwettbewerbs von 2019 ausgewählt. Die innovative Gestaltung des Schulgebäudes, das sich als offener und einladender Raum präsentiert, wird darauf abzielen, eine Atmosphäre des Teilens und der Gemeinschaft zu schaffen.
Das Gebäude wird nicht nur als Schule fungieren, sondern auch als öffentliche Einrichtung, die der gesamten Gemeinschaft zugänglich ist. Es wird Räume für verschiedene Aktivitäten wie Mensa, Spiel- und Sportstätten bieten, die über Galerien und Passagen auf dem transparent gestalteten Erdgeschoss zugänglich sein werden.
Das Herzstück des Schulgebäudes wird im ersten Stock liegen, wo Klassenzimmer um einen grosszügigen zentralen Raum angeordnet werden, der Platz für zusätzliche Lernaktivitäten bietet. Die Architektur des Gebäudes wird durch Giebeldächer gekennzeichnet sein, die mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sind, um den Energiebedarf der Schule zu decken und den Klimakomfort zu verbessern.
Die Bedeutung dieses Projekts für die Entwicklung des Stadtteils betonen Frédérique Perler, Leiterin des Departements für Raumplanung, Bauwesen und Mobilität, sowie Christina Kitsos, Vizepräsidentin des Verwaltungsrats, die den sozialen Zusammenhalt und die Entwicklung der Gemeinschaft hervorheben.
Die Aussenbereiche der Schule werden sorgfältig gestaltet, um den Schülern und der Gemeinschaft angenehme und funktionale Räume zu bieten. Der Schulhof wird durch bestehende Bäume organisiert und durch neue Bepflanzungen ergänzt, während breite Alleen und grüne Flächen eine einladende Umgebung schaffen.
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Conspark und madaster schulen in zirkulärer Bauwirtschaft
Conspark, Beratungsunternehmen für nachhaltiges Bauen, und madaster switzerland, Plattform für Kreislaufwirtschaft von Immobilien, spannen für die Transformation der Bauwirtschaft in eine zirkuläre zusammen. Dazu bieten die beiden Partnerfirmen zielgruppenspezifische Weiterbildungskurse für Herstellende von Bauprodukten, Architektur- und Planungsbüros sowie Bauherren und öffentliche Hand an. Der erste Kurs richtet sich an Herstellende von Bauprodukten und wird erstmals am 16. April angeboten. Die ersten Kurse für Architektur- und Planungsbüros beziehungsweise Bauherren und öffentliche Hand sind für den 16. Mai und den 6. Juni terminiert. Nach dem Start sollen die drei Kurse fortlaufend weiter angeboten werden.
„Die Kooperation zwischen conspark und madaster ist eine perfekte Ergänzung“, wird Florian Robineck, Geschäftsführer und Gründer von conspark, in einer entsprechenden Mitteilung seines Unternehmens zitiert. „Während conspark die Expertise in der Kreislaufwirtschaft einbringt, bietet madaster das technologische Tool zur Umsetzung.“ Dieses Zusammenspiel soll den Teilnehmenden praktische Fähigkeiten an die Hand geben, Zirkularität im eigenen Zusammenhang in die Praxis zu integrieren.
Herstellenden von Bauprodukten wird im Kurs die Frage beantwortet, wie sie sich in der Kreislaufwirtschaft positionieren und diese als Marktvorteil nutzen können. Architektur- und Planungsbüros bekommen Hilfestellung bei der Integration von Zirkularität in die eigenen Entwürfe. Bauherren und öffentliche Hand wiederum erlernen die Erstellung einer zirkulären Objektstrategie, mit der sie die Attraktivität ihres Portfolios steigern können.
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HKG baut Aarauer Traditionsgarage um
Die Ingenieurs- und Beratungsfirma Herzog Kull Group Holding AG (HKG) baut die Aarhof Garage in Aarau laut einer Medienmitteilung zu einem modernen Bürogebäude um und wird dieses auch selber nutzen. Die Garage wurde 1950 erbaut und soll nach der Sanierung heutigen Baustandards gerecht werden, heisst es in der HKG-Mitteilung. Im Erdgeschoss sollen 45 Büroarbeitsplätze entstehen. Das Projekt wird von HKG gemeinsam mit dem Aarauer Architekturbüro Schneider & Schneider realisiert. Zu den Büroräumen kommen Sitzungszimmer, ein Pausenraum und eine Küche hinzu.
HKG verweist in seiner Medienmitteilung auf einen Bericht der «Aargauer Zeitung», laut dem sich die Kosten auf 3,2 Millionen Franken belaufen werden. Mit dem Umbau soll noch 2024, voraussichtlich im Spätsommer, begonnen werden. Die Sanierung und Um- sowie Neubauten im Obergeschoss sollen bis Mitte September 2025 fertiggestellt sein.
Im Obergeschoss werden nach Angaben von HKG drei Zweieinhalb-Zimmer-Loft-Wohnungen mit hohen Decken errichtet. Da das Gebiet um die Traditionsgarage traditionell ein Grüner Fleck in Aarau war, solle in Erinnerung an die historischen Gärten wieder ein begrünter Raum entstehen, heisst es in der Mitteilung.
Das 1978 in Aarau gegründete Unternehmen HKG ist auf innovative Gebäudetechnik von der Elektrizitätsplanung bis zur Gebäudeautomation spezialisiert. HKG widmet sich auch den erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik.
HKG hat neben dem Hauptsitz in Aarau Vertretungen in Schlieren ZH sowie in Baden, Bern, Chur GR, Crissier VD, Luzern, Olten SO, Pratteln BL, Rotkreuz ZG, St.Gallen und Vilters SG. Die HKG beschäftigt rund 200 festangestellte Mitarbeitende, darunter 89 mit einer höheren technischen Ausbildung, 65 mit technischer Ausbildung sowie 23 kaufmännisch administrative Mitarbeitende und 23 Lernende.
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«Little Marcel» führt Boudrys Strassenmeisterei in eine neue Ära
Im Juni letzten Jahres hat der Kanton Neuenburg einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um innovative Lösungen für die dringend notwendige Erweiterung und Sanierung des Strassenbauzentrums in Boudry zu finden. Ziel der anspruchsvollen Suche war es, eine zukunftsfähige Infrastruktur zu schaffen, die den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht wird. Aus vierzehn Bewerbungen überzeugte das Projekt „Little Marcel“ von Julien Dubois Architectes SA aus La Chaux-de-Fonds die Jury und belegte den ersten Platz.
Das Siegerprojekt besticht durch seinen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl auf architektonische Qualität als auch auf funktionale Exzellenz setzt. Die geplante Erweiterung umfasst neben der Sanierung des bestehenden Gebäudes auch die Errichtung von Neubauten, die eine optimale Nutzung des Grundstücks ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist das nachhaltige Konzept, das durch die Integration von Solarmodulen und die Verwendung von Holzkonstruktionen das Umweltengagement des Projekts unterstreicht.
Die Realisierung von „Little Marcel“ verspricht eine Verbesserung der Arbeitsabläufe bei gleichzeitiger Steigerung der landschaftlichen und architektonischen Qualität des Geländes. Die gezielte Erweiterung der Werkstattgebäude und die Schaffung eines grosszügigen Innenhofes dienen der Optimierung der Logistik und fördern die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden.
Mit einem geplanten Budget von 12 Millionen Franken für den Gesamtleistungswettbewerb und weiteren 1,5 Millionen Franken für die Verlegung von Wirtschaftsgebäuden legt der Regierungsrat den Grundstein für eine moderne und zukunftsgerichtete Infrastruktur. Die öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge gibt der Bevölkerung Einblick in die visionären Pläne für den Werkhof Boudry.
Dieses Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Strassenunterhalts in der Region und setzt neue Massstäbe in Bezug auf Nachhaltigkeit und Effizienz im Strassenunterhalt des Kantons Bern. Mit Spannung wird die Weiterentwicklung und Verfeinerung des Siegerprojektes im Hinblick auf eine zukünftige Baukreditbeantragung erwartet.
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Corentin Fivet wird neuer Chef des Smart Living Labs
Corentin Fivet übernimmt im Frühjahr die Leitung des Smart Living Labs an der Freiburger Niederlassung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Er ist seit 2016 Professor an der EPFL und hat laut Medienmitteilung bahnbrechende Methoden zur Wiederverwendung von Betonplatten, Wänden und Trägern aus Holz oder Stahl entwickelt. Das Smart Living Lab feiert 2024 sein zehnjähriges Bestehen.
Als Fivet eine Assistenzprofessur an der EPFL in Freiburg antrat, war sein Forschungsgebiet noch jung, heisst es in der Mitteilung. «Es war einfach, die Literatur zu sichten, da kaum etwas veröffentlicht worden war», wird er zitiert. Damals war die Wiederverwendung tragender Strukturen noch nicht so weit verbreitet wie heute. Und auch das Smart Living Lab selbst befand sich gerade in der Anfangsphase. Das Smart Living Lab ist eine gemeinsame Initiative von drei Schweizer Universitäten – der EPFL, der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HEIA-FR) und der Universität Freiburg.
«Wir haben jetzt rund ein Dutzend Forschungsgruppen, die zahlreiche Erfolge erzielt haben – darunter auch einige, die international anerkannt wurden. Meine Ernennung zum akademischen Direktor des Zentrums markiert den Beginn der nächsten Phase», wird Fivet weiter zitiert.
Fivet wird am 1. April 2024 die akademische Leitung des Smart Living Labs übernehmen und mit Martin Gonzenbach zusammenarbeiten, der weiterhin die operative Leitung innehaben wird. Fivet will das Ziel des Smart Living Labs weiterverfolgen: als Katalysator für Nachhaltigkeit und Wohlbefinden in der gebauten Umwelt zu dienen, heisst es in der Mitteilung. Eines seiner ersten Ziele werde es sein, das Weiterbildungsangebot des Zentrums für Architekten, Bauingenieure, Bauleiter und Immobilienverwalter zu erweitern.
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ETH Zürich startet Bau des digital gedruckten «Weissen Turms» in Mulegns
Die ETH Zürich hat die Fertigung der ersten Säulen für den 30 Meter hohen «Weissen Turm» in Mulegns abgeschlossen, ein Vorhaben, das die historische Emigration der Bündner Zuckerbäcker würdigt. Der Turm soll nicht nur ein architektonisches Meisterwerk werden, sondern auch eine bedeutende kulturelle Spielstätte bieten.
Die Verwendung der revolutionären robotischen Herstellungstechnik ermöglicht eine halbierung des Betonverbrauchs und bietet eine bisher nicht dagewesene Vielfalt an Formen. Diese modulare Bauweise erlaubt es, den Turm mehrmals auf- und abzubauen.
Der Turm, der die Dorfsilhouette von Mulegns neu definieren wird, ist ein Symbol der Hoffnung für das kleine Dorf an der alten Julierpassroute. Mulegns, das aktuell nur 14 Einwohner zählt und zu Savognin gehört, soll durch dieses Projekt belebt und vor dem Aussterben geschützt werden.
Die Herstellung der Säulenteile findet an der ETH in Zürich statt, bevor sie in Savognin montiert werden. Der Spatenstich ist für April geplant, und die feierliche Eröffnung durch Bundesrat Guy Parmelin und ETH-Präsident Joël Mesot ist für den 25. Juni angesetzt.
Das Projekt, dessen Kosten sich auf 4,1 Millionen Franken belaufen, wird durch öffentliche Mittel, Stiftungen und private Förderer finanziert. Mit seiner Vollendung wird der «Weisse Turm» nicht nur ein beeindruckendes Beispiel für fortschrittliche Baukunst, sondern auch ein Impulsgeber für Kultur und Tourismus in der Region.
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Start des Wettbewerbs für den «Aerogel Architecture Award 2024»
Der vierte «Aerogel Architecture Award» sucht nach inspirierenden Beispielen für den Einsatz von Aerogel in der Architektur und im Bauwesen. Der Wettbewerb, der in den Kategorien «Realisierte Lösungen» und «Studentische Entwürfe» stattfindet, bietet eine einzigartige Plattform, um innovative Ideen und Projekte vorzustellen und zu würdigen. Eine Fachjury wird aus allen Einreichungen die Finalisten auswählen, die am 12. Juli 2024 im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Empa-Campus in Dübendorf um den «Aerogel Architecture Award 2024» konkurrieren.
Teilnehmen können Architektur- und Bauingenieurbüros mit Projekten in den Bereichen Renovierung, Sanierung oder Neubau. Ebenso sind Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens aufgerufen, ihre Entwürfe und Vorschläge zur Verwendung von Aerogel einzureichen. Alle Projekte werden in einem Auswahlverfahren, das in Englisch stattfindet, begutachtet. Dabei werden realisierte Sanierungsprojekte für denkmalgeschützte Gebäude, die mit Aerogel-Dämmstoffen verbessert wurden, besonders empfohlen.
Der Preisverleihung am 12. Juli 2024 im NEST-Gebäude auf dem Empa-Campus Dübendorf wird ein öffentlicher Livestream zur Verfügung stehen. Die Gewinnerprojekte erhalten nicht nur Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit, sondern werden auch in internationalen Fachzeitschriften und auf Online-Plattformen veröffentlicht.
Interessenten sind aufgefordert, ihre Projekte in Form einer ZIP- oder RAR-Datei bis zum Einsendeschluss einzureichen. Die Einreichungen sollen ein PDF-Poster im Format A1, JPEG-Bilder des Projekts, Details der Verwendung der Aerogel-Isolierung sowie ein Anmeldeformular mit einer detaillierten Beschreibung des Projekts beinhalten. Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich die Teilnehmenden mit der Veröffentlichung ihres Projekts einverstanden und bestätigen, dass sie die Rechte an Bildern, Grafiken und Zeichnungen ihrer Einreichungen respektieren.
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Bob Gysin + Partner wird Schulanlage Zelgli erweitern
Die Stadt Schlieren lässt die Quartier- und Primarschulanlage Zelgli um einen Vierfachhort mit Mittagstisch, vier weitere Klassenzimmer und neue Aufenthaltsräume für das Lehrpersonal erweitern. In einem 2023 ausgeschriebenen Architekturwettbewerb hat sich das Projekt Lilia von Bob Gysin + Partner durchgesetzt, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Insgesamt hatten sich zehn Projekte in der Ausschreibung beworben.
Lilia sieht die Ergänzung der Schulanlage durch einen dreigeschossigen Holzbau an der Westseite des heutigen Pausenhofs vor. Im Erdgeschoss sind ein Aufenthaltsraum für das Lehrpersonal und die Mediathek untergebracht. Im ersten Obergeschoss sind Räumlichkeiten für die restliche Tagesbetreuung und die Schulleitung sowie ein Multifunktionsraum geplant. Die neuen Unterrichtsräume werden im zweiten Obergeschoss eingerichtet.
Der Vorschlag des Zürcher Architekturbüros minimiere die nötigen Eingriffe in die bestehenden Aussenanlagen und integriere das neue Gebäude schlüssig in die bestehende Anlage, heisst es in der Mitteilung. Alle eingereichten Projekte können am 26. und 27. Januar im Stadthaus Schlieren sowie am 2. und 3. Februar in der Schule Zelgli in Augenschein genommen werden.
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Pionierarbeit im Gewerbebau von Steffisburg
Das 39’000 m2 grosse Aarefeld in Steffisburg, eines der grössten verfügbaren Gewerbegebiete in der Region, ist das Fundament von RAUM 5. Entstanden aus einer Gemeindevision, basiert das Projekt auf einem Studienauftrag von Bauzeit Architekten GmbH und begeistert durch Flexibilität und Effizienz. Diese Flexibilität zeigt sich in der modularen Bauweise, die unterschiedlichste Raumbedürfnisse erfüllt und gleichzeitig erstklassige Arbeitsbedingungen schafft.
Die Vision der Gemeinde Steffisburg war es, ein einzigartiges Gewerbegebiet zu schaffen, das sich vom üblichen Stadtrand unterscheidet. Jedes Unternehmen hat hier die Möglichkeit, seine individuelle Identität innerhalb klar definierter architektonischer Richtlinien zu verwirklichen. So entsteht nicht nur ein einheitlicher Look, sondern auch eine hohe Identifikation und Strahlkraft für das gesamte Gebiet.
Architektonische Details und Nachhaltigkeit
Das Areal überzeugt durch seine klare architektonische Linie, in der einheimisches Holz und Glas dominieren. Ein durchdachtes Verhältnis zwischen Sockel und Aufbau, kombiniert mit einer modularen Erweiterungsmöglichkeit, schafft ein harmonisches Gesamtbild. Ergänzend kommen Photovoltaikanlagen auf den Dächern und nuancierte Grünflächen hinzu.
Mit diesem Gebiet bietet Steffisburg eine avantgardistische Einrichtung, die sowohl durch Design als auch Funktionalität beeindruckt. Es zeigt, wie moderne städtebauliche Konzepte den Alltag bereichern können und veranschaulicht, wie eine klare städtebauliche Antwort auf komplexe Anforderungen aussehen kann. Das innovative Baukastensystem regt die Kreativität an und sorgt für eine hohe Identifikation – ein echtes Quartettspiel für die Geschäftswelt. -

Siegerprojekt für die Stockhornstrasse-Entwicklung steht fest
Vier Architekturbüros aus der Region Thun, alle mit einem renommierten Ruf für herausragende Baukunst, wurden eingeladen, an diesem prestigeträchtigen Projekt teilzunehmen. Jedes dieser Büros kooperierte mit einem Landschaftsarchitekturbüro, um eine umfassende und holistische Vision für das Areal zu bieten. Bemerkenswert war die Teilnahme des «Nachwuchsbüros» akkurat bauatelier GmbH, das die Vielfalt und Bandbreite des Wettbewerbs unterstrich.
Die eingereichten Entwürfe zeichneten sich durch ihre kreativen und diversen Ansätze aus, die zur Entscheidungsfindung wesentlich beitrugen. Nach gründlicher Überlegung wählte das Gremium das Projekt von brügger architekten AG & extra Landschaftsarchitekten AG als Sieger aus. Der Siegerentwurf überzeugt durch seine durchdachte Integration in die bestehende Landschaft, seine hochwertige Wohnraumgestaltung und seine visionäre Interpretation der künftigen Entwicklung von Steffisburg.
Ein besonderer Fokus dieses Studienauftrags war die nahtlose und sinnvolle Einbindung des neuen Bauvorhabens in die bestehende Umgebung. Die Herausforderung bestand darin, den Übergang zwischen der offenen Landschaft der Au und dem dicht besiedelten Steffisburg harmonisch zu gestalten. Das vorliegende Siegerprojekt schafft es meisterhaft, diese Balance zu finden und bietet gleichzeitig einen Wohnraum von hoher Qualität.
Es ist wichtig zu betonen, dass das Ergebnis dieses Studienauftrags nicht nur die Richtung für dieses spezielle Projekt vorgibt, sondern auch als Inspirationsquelle für zukünftige Bauvorhaben in der Region dient. -

Neues 4-Sterne-Resort «La Sassa» überzeugt im Münstertal
Das Val Müstair verzeichnet derzeit eine Zunahme der Logiernächte und besitzt keine Hotels im gehobenen 4-Sterne-Segment. «La Sassa» will diese Marktnische füllen und dabei sowohl bestehende Arbeitsplätze erhalten als auch neue schaffen.
Das Resort soll in drei Etappen realisiert werden. Es wird Hotelzimmer, bewirtschaftete Ferienwohnungen, eine Rezeption, ein Restaurant, einen öffentlichen Spa- und Wellnessbereich sowie einen Sportartikelshop bieten. Nach der Fertigstellung aller Etappen sind 320 Betten in sechs Gebäuden geplant.
Im Gegensatz zu anderen Resorts legt «La Sassa» den Fokus auf naturnahen Tourismus. Das Resort soll vor allem aktiven Personen und Familien dienen, die die Natur des schweizerischen Naturparks schätzen und für diese Erfahrung auch eine längere Anfahrt in Kauf nehmen.
Die Architektur orientiert sich an den Gegebenheiten des Val Müstair. Es werden regionale, hochwertige Baustoffe verwendet, was für Authentizität und hohe Aufenthaltsqualität sorgen soll.
Die Domenig Immobilien AG investiert in der ersten Bauphase 30 Millionen Franken in das Projekt. Die Wohnungen werden als bewirtschaftete Zweitwohnungen verkauft, die nur begrenzt selbst bewohnt werden dürfen. Für die restliche Zeit werden sie vermietet, wobei die Eigentümer eine Rendite erhalten.
Ein Dorfplatz im Zentrum des Resorts soll als Begegnungszone für Gäste und Einheimische dienen. So wird ein authentischer und dynamischer öffentlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität generiert.
«La Sassa» bietet eine ideale Basis, um die Val Müstair und angrenzende Gebiete wie das Engadin oder Südtirol zu entdecken. Die Region besticht durch ihre vielfältige Natur, frische Bergluft und einzigartige lokale Kultur. -

Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf
Die Stadt Dietikon startet die öffentliche Auflage der Planungsinstrumente für die Gebietsentwicklung Niderfeld. Die Unterlagen des öffentlichen Gestaltungsplans inklusive Umweltverträglichkeitsbericht und der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung werden laut Medienmitteilung vom 9. November 2023 bis 19. Januar 2024 zusammen mit dem Gestaltungsleitbild aufgelegt. Am 8. November wurden sie an einem öffentlichen Informationsanlass im Gemeinderatssaal des Stadthauses präsentiert.
Dazu heisst es in der Mitteilung der Stadt Dietikon, im Zentrum des Quartiers liege der grosse Park. Im Norden und Westen entstehe ein Wohngebiet. Südlich des Parks ist das Mischgebiet mit Gewerbe und Dienstleistungsanbietern. Östlich des Parks entstehen eine neue Schule, Sportanlagen und eine Dreifachturnhalle. Am westlichen Rand des Niderfelds liegt das Arbeitsplatzgebiet. Die Limmattalbahn erschliesse das Gebiet mit zwei Haltestellen. Das Arbeitsgebiet werde durch ein eigenständiges Strassennetz erschlossen, damit das Wohngebiet vom Schwerverkehr befreit bleibt und kein Durchgangsverkehr entsteht.
Das Niderfeld ist mit rund 40 Hektaren Dietikons letzte grosse Siedlungsreserve, heisst es von der Stadt Dietikon. Es werde dereinst etwa 3700 Menschen Wohnraum bieten und Platz für etwa 2700 Arbeitsplätze haben.
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Architekturbuch über Schlieren wird in Frankfurt ausgezeichnet
Das Buch «Stadtwerdung im Zeitraffer» ist laut einer Medienmitteilung einer der zehn Preisträger des DAM Architectural Book Award 2023, der von der Frankfurter Buchmesse und dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) verliehen wird. Die fotografische Langzeitbeobachtung von Schlieren in den Jahren 2005 bis 2020 zeige, wie sich das Schweizer Mittelland entwickelt, heisst es weiter. «Stadtwerdung im Zeitraffer» wird herausgegeben von Meret Wandeler, Ulrich Görlich und Caspar Schärer und ist der Abschluss der Studie Fotografische Langzeitbeobachtung Schlieren.
Das laut der Mitteilung vielbeachtete Projekt hat 15 Jahre lang fotografisch untersucht, wie Bautätigkeit und urbane Entwicklung den Charakter einer typischen Schweizer Vorortsgemeinde im Agglomerationsgürtel verändern. Gestaltet wurde das Buch vom Grafikstudio Elektrosmog in Zürich. Es wird vom Zürcher Verlag Scheidegger & Spiess herausgegeben.
In der Begründung des Auszeichnung erklärt die Jury: «Das Buch erklärt sich in seiner Struktur, ergründet das gestellte Thema facettenreich und geht zugleich sorgsam mit der Zeit seines Publikums. All diese Kriterien an ein gutes Architekturbuch erfüllt der immerhin 630-Seiten-starke Doppelband ‚Stadtwerdung im Zeitraffer‘». Das Buch verdeutliche das Wachstum in Schlieren, «wo in 15 Jahren 7000 Menschen hinzugekommen sind, wo an manchen Ecken dicht gebaut wurde und sich an anderen kaum etwas verändert hat».
Lob gebühre der Wahl eines geeigneten Ortes, um das Phänomen der Stadtwerdung zu ergründen, heisst es weiter von der Jury. Die beiden Teile des Doppelbandes erzählen mit den jeweils passenden Mitteln von ihrem Prozess. Essays und Texte liefern die Hintergründe der Entwicklung und ordnen ein.
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SBB präsentiert Siegerprojekt für Bahnhofgebiet Dietikon
Die SBB und die Stadt Dietikon haben das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des Bahnhofsareals ausgewählt. Die Jury hat sich für den Entwurf von Hosoya Schaefer Architekten aus Zürich und BRYUM Landschaftsarchitekten aus Basel entschieden. Die drei besten Wettbewerbsprojekte sind ab sofort im Foyer des Stadthauses ausgestellt.
Das Bahnhofsareal von Dietikon soll laut einer Medienmitteilung zu einer zeitgemässen Verkehrsdrehscheibe und einem lebendigen Stadtquartier werden. Dazu werden in den nächsten Jahren der Bahnhofplatz und Bushof neugestaltet, das Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1977 saniert und erweitert sowie auf dem Bahnhofareal neuer Wohn- und Gewerberaum geschaffen.
Das Siegerprojekt der Ausschreibung sieht ein in der Dichte variierendes Baumdach vom Zentrum Dietikon bis zum Bahnhof vor und bindet das Bahnhofsgebäude fussläufig an Marktplatz und Stadtzentrum an. Die Endhaltestellen des Bushofs werden auf die durch das Baumdach getrennten Businseln Nord und Süd aufgeteilt. Unter dem Baumdach liegt ein chaussierter Bereich, der sowohl als Bewegungs- wie auch als Aufenthaltsraum gedacht ist. Dort soll Platz für Veranstaltungsflächen, Brunnen und Sitzmöglichkeiten sein.
Der Stadtrat ist der Empfehlung des Preisgerichts gefolgt und hat die Weiterbearbeitung des Siegerprojekts mit dem entsprechenden Planungsteam beschlossen. Die Fertigstellung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes und Bushofs soll zwischen 2027 und 2030 erfolgen.
Neben den drei besten Architekturprojekten liegt auch der Gestaltungsplan der SBB für 60 Tage zur Einsichtnahme der Bevölkerung auf. Nach der öffentlichen Auflage werden die Unterlagen bereinigt, vom Stadtrat verabschiedet und dem Gemeinderat zur Festsetzung vorgelegt. Die Rechtskraft des Gestaltungsplans wird für das Jahr 2025 erwartet.
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Ein Hochhaus für die Wache West und das Stadtarchiv
Das Team von Adrian Streich Architekten AG, Schnetzer Puskas Ingenieure AG und Ganz Landschaftsarchitekt*innen GmbH aus Zürich hat nach einer anonymen Überarbeitung mit zwei Teams den Wettbewerb für die neue Wache West und das Stadtarchiv für sich entschieden. Das von ihnen vorgeschlagene elegante, feingliedrige Hochhaus von rund 60 Metern auf dem ehemaligen Centravo-Areal beim Schlachthof steht auf einem gross-zügigen Sockel und stapelt die neuen Räumlichkeiten für die Wache West und das Stadtarchiv übereinander. Der Freiraum rund um den Neubau und entlang der Strassen soll mit Bäumen bepflanzt und vielfältig mit unversiegelten Flächen gestaltet werden, die einen Beitrag zur Hitzeminderung und zur Förderung der Biodiversität im Quartier leisten. Die Energiezentrale im Untergeschoss ist ein Infrastruktur-Teilstück zur Versorgung der umliegenden Liegenschaften mit Wärme im Rahmen der städtischen Netto-Null-Ziele. Zahlreiche Photovoltaik-Elemente an der Fassade versorgen das Haus mit Strom aus erneuerbarer Energie. «Das sorgfältig gestaltete Hochhaus passt an diesem Ort. Die städtischen Nutzungen werden kompakt unter einem Dach vereint und es entstehen attraktive begrünte Aussenbereiche für die Quartierbewohnenden», freut sich Stadtrat André Odermatt.
Kosten und Termine
Die teuerungsbereinigten Erstellungskosten des Siegerprojekts werden mit einer Kostengenauigkeit von +/-25 Prozent auf rund 112 Millionen Franken geschätzt (BKP 1-9, inkl. MwSt., exkl. Kreditreserven). Hinzu kommen Ausgaben von 5,8 Millionen Franken für die Übertragung des Grundstücks vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen.Die Zustimmung zum Objektkredit von Stadt- und Gemeinderat und von der Zürcher Stimmbevölkerung vorausgesetzt, können die Bauarbeiten 2028 beginnen. Die Fertigstellung ist für 2031 geplant.
Geschickt gestapelte Nutzungen
Das Siegerprojekt «FORTEPIANO» ordnet die Räumlichkeiten für die Wache West mit Einstellhallen für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Sanität sowie Büros und Personalräume hauptsächlich im Sockelgebäude vom Erdgeschoss bis ins 2. Obergeschoss an. Vom 3. Obergeschoss bis unter das Dach im 15. Obergeschoss befinden sich die Räumlichkeiten des Stadtarchivs. Besonders attraktiv sind dort die öffentlichen Bereiche im 14. und 15. Obergeschoss, die den Benutzer*innen der Bibliothek und des Lesesaals zur Verfügung stehen. Das kleine Café auf dem Vorplatz hin zur Hohlstrasse mit einem attraktiven Aussenbereich sowie ein Pavillon mit Kiosk werden ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich sein. -

Hochparterre bespricht Langzeitblick auf Schlieren
Der Zürcher Verlag Hochparterre hat sein gleichnamiges Magazin für den Monat August herausgebracht. Unter anderem geht es um das Grossprojekt Stadtwerdung im Zeitraffer der Fotografin Meret Wandeler und des Publizisten Caspar Schärer. Sie haben 15 Jahre lang die bauliche Entwicklung der Stadt Schlieren in Fotos dokumentiert, heisst es in einer Medienmitteilung. Ein Buch zu dem Projekt ist im Verlag Scheidegger & Spiess erschienen.
Zu ihrer fotografischen Langzeitbeobachtung und deren Nutzen für die Raumplanung hat Rahel Marti die beiden auch im neuen Verlagspodcast Sach & Krach befragt.
Überdies geht es in der neuen Ausgabe um virtuelle Traumlandschaften, die 3D-Künstler und -Künstlerinnen und Designer sowie Designerinnen inspiriert von Malerei und Natur entwickeln. Der Text über diese Pixelparadiese hinterfragt „unseren Umgang mit der Natur ernsthaft“.
Ausserdem greift das Heft die Architekturbiennale in Venedig auf. Es bringt den Lesern und Leserinnen die afrikanische Architektur näher, für die sich auch die Architektin und Professorin der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), Mariam Issoufou Kamara, einsetzt, die in einem Interview zu Wort kommt.
Autorin Deborah Fehlmann beschäftigt sich mit der Siedlung Weiermatt in der Aargauer Gemeinde Lupfig und „zeigt den Hüsli-Menschen die Vorzüge des genossenschaftlichen Bauens auf“. Und Stadtwanderer und Architekturkritiker Benedikt Loderer fordert, in Biel im Spitalareal eine zweite Altstadt zu schaffen.
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Schlieren schliesst Planervertrag für neues Alterszentrum ab
Bereits im März hatte die Schlieremer Stimmbevölkerungen einen Kredit von 44’317’000 Franken für den Bau des Alterszentrums Wohnen am Stadtpark gutgeheissen. Der Neubau mitten in der Stadt soll das Alterszentrum Sandbühl ablösen. Nun hat der Stadtradt Liechti Graf Zumsteg Architekten aus Brugg AG den Auftrag für die entsprechenden Architekturarbeiten erteilt, informiert die Schlieremer Stadtverwaltung in ihren aktuellen Stadtratsnachrichten. Das Volumen des Planervertrags beträgt 3,7 Millionen Franken.
Wohnen am Stadtpark ist als Gebäudekomplex mit zeitgemässen und bezahlbaren Wohnungen für ältere Menschen konzipiert. Das Konzept von Liechti Graf Zumsteg Architekten sieht einen doppelgeschossigen Sockel mit Betonelementen vor, in dem Restaurant und Pflegezimmer untergebracht sind. Vier Obergeschosse für die Alterswohnungen werden im Holzbau entstehen. Laut Angaben der Stadtverwaltung zum Projekt soll der Neubau „die Anforderungen einer gesunden und ökologischen Bauweise gemäss Minergie-P ECO erfüllen und entsprechend zertifiziert werden“. Die Fertigstellung des neuen Alterszentrums ist für 2026 geplant.
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Modulare Einbauten für Zwischennutzungen: Erste Prototypen erstellt
«Das Surren eines Akkuschraubers klingt durch das DISPO in Nidau. In der alten Fabrikhalle, die Raum bietet für Kreative, Kultur- und Gewerbetreibende, entstehen an diesem Tag vier Prototypen von Raummodulen, dank denen es künftig möglich sein soll, Zwischennutzungen von leerstehenden Gebäuden und Brachen einfach und nachhaltig umzusetzen. Ungenutzten Räumen soll damit ein ökologischer, ökonomischer und sozialer Mehrwert verliehen werden. Dieses Ziel verfolgen Forschende des Instituts für Holzbau, Tragwerke und Architektur IHTA der Berner Fachhochschule BFH gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft im Innosuisse-Forschungsprojekt «àDisposition».
Verschiedene Modullösungen getestet
Im Projekt entwickeln die Forschenden einen modularen Baukasten für Raummodule und Innenausbauten. Eine zentrale Komponente ist ein Konfigurator, dank dem Projektideen einfach geprüft, dargestellt und zeit- und ressourcensparend umgesetzt werden können. Auf der Basis von digitalen Entwürfen erstellen die Forschenden der BFH in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern nun Prototypen im Dispo in Nidau. Anhand von diesen untersuchen und verbessern sie verschiedene Modullösungen. Das Projektteam testet unterschiedliche Systeme, Verbindungselemente und Segmentformen und kann bereits nach kurzer Zeit vielversprechendste Strategien für ein leichtes, wiederverwendbares und einfach rekonfigurierbares, modulares System identifizieren.Zeit für Aufbau variiert je nach Fabrikationsgrad
Die Anforderungen an die modularen Einbauten sind hoch: Auf- und Abbau soll für Laien möglich sein und die Bauteile sollen leicht genug sein, dass es nur zwei Personen für die Montage benötigt. Die Einbauten sollen zudem anpassungsfähig sein, sich einfach umgestalten lassen sowie gut zu transportieren und zu lagern sein. Während des Aufbaus der Prototypen zeigt sich bereits, wie wichtig es ist, den idealen Grad der Vorfabrikation auszuwählen. Werden die Rahmen der Module bereits zusammengeschraubt angeliefert, können die Einbauten in kürzester Zeit aufgestellt werden. Transport und Lagerung gestalteten sich jedoch als schwieriger. Umgekehrt dauerte der Aufbau deutlich länger, wenn die Bauteile einzeln und dadurch kompakt angeliefert werden.Wichtigkeit der digitalen Durchgängigkeit
Ein weiterer Aspekt, den die Forschenden mit der Produktion und dem Aufbau der Prototypen testen, ist die digitale Kette «Design to Production». Die Module werden im Konfigurator entworfen, die Daten für die Produktion anschliessend automatisch in CadWork exportiert. Diese Dateien bildeten die Grundlage für Materialbestellungen und den Produktionsprozess. Hier zeigte sich die Wichtigkeit der digitalen Durchgängigkeit für einen schnellen und einfachen Produktionsprozess.In einem nächsten Schritt befassen sich die Forschenden mit der Ausstattung der Module. So sind die Wände ein weiteres Gestaltungselement und zusätzliche (Dämm)Schichten müssen den Anforderungen an die Schall- und Wärmedämmung gerecht werden. Diese Anforderungen unterscheiden sich je nach Nutzung stark. «àDisposition – Spaceship Planet Earth. Sustainable and temporary use of buildings and vacant sites through simple and modular structural measures» ist ein von der Innosuoisse gefördertes Forschungsprojekt, das bis Juni 2025 läuft. Projektpartner sind C2 Beat Cattaruzza GmbH, Beer Holzbau AG, Pius Schuler AG, Prona AG und Bauart Architekten und Planer AG.
Quelle: www.bfh.ch
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Bruhin Spiess und Stefan Marti Garten erhalten SuperHink 2023
Die in der Berner Arbeitsgemeinschaft Pro Naturstein zusammengeschlossenen zwölf Natursteinbetriebe in der Schweiz machen sich für eine Verwendung des nachhaltigen Bau- und Werkstoffs Naturwerkstein stark. Im Rahmen dieses Engagements zeichnet Pro Naturstein alle zwei Jahres kreatives und authentisches Gestalten mit Naturwerkstein mit dem SuperHink aus. In diesem Jahr wurden die Preise in den Kategorien Architektur/Innenarchitektur und Garten- und Landschaftsarchitektur am 11. Mai am Sitz der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH vergeben, heisst es in einer Mitteilung.
Über den SuperHink in Architektur kann sich Bruhin Spiess aus Aarau freuen. Das Architekturbüro wurde für die Gestaltung des Hauptraums beim Umbau der Schlossscheune Wildegg im Aargau ausgezeichnet. Hier wurde der fast 100 Quadratmeter grosse Boden mit 154 unterschiedlich grossen Muschelkalkplatten aus dem nahe Schloss Wildegg gelegenen Steinbruch Mägenwil belegt. „Wir haben dafür massive grossformatige Platten mit Einzelgewichten bis zu 300 Kilogramm verwendet, zusätzlich aber auch deren Reststücke, um so den Ressourcen-Verbrauch zu minimieren“, wird Architekt Martin Bruhin in der Mitteilung zitiert.
Der SuperHink für Garten- und Landschaftsarchitektur ging an die Stefan Marti Garten AG. Das Unternehmen aus Grosswangen bekam die Auszeichnung für die Gartengestaltung eines Privathauses. Hier wurde mit eine Kombination aus Holz, Wasser und Naturstein ein Aussenraum von „einzigartigem Charakter und Charme“ geschaffen, heisst es in der Mitteilung.
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BAU feiert gelungenes Comeback
„Die BAU hat erneut bewiesen, dass sie die wichtigste Bühne für Innovationen und Premieren im Bausegement ist und bleibt. Trotz der vierjährigen Zwangspause präsentierten sich so viele Firmen wie noch nie in München. Damit wird der sehr positive Zuspruch zu Fachmessen und insbesondere zu Weltleitmessen, wie er sich schon in 2022 gezeigt hat, untermauert,“ bilanzieren die beiden Messechefs Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel die BAU 2023.
Zustimmung zu einer sehr gelungenen BAU kommt von Dieter Schäfer, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der BAU: „Mit der Verlegung der BAU 2023 in den April haben wir alles richtig gemacht. Voll belegte Hallen und ein hoher internationaler Besucheranteil unterstreichen die Relevanz der BAU. Umso wichtiger war es, dass die Messe nach über vier Jahren wieder stattgefunden hat. Künftig kehrt die BAU wieder zum gewohnten Januartermin zurück.“
Von den Neuheiten und Trends im Bauwesen machte sich neben der Bundesbauministerin Klara Geywitz auch Bayerns Wirschaftsminister Hubert Aiwanger ein Bild auf der BAU: „Die größte Bau- und Architektenmesse ist eine erfolgreiche Netzwerkplattform für Planer und Bauhandwerker. Wir brauchen gerade die dort präsentierten Innovationen, wie man Klimaschutz und die Herausforderungen wie bezahlbares Bauen und Wohnen in Einklang bringen kann. Die Messe steht für Fortschritt, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit und stellt die Weichen in der Gebäude- und Stadtplanung auf Zukunft.“
Für Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes sendet die BAU nach der langen Zwangspause ein richtungsweisendes Signal in die Baubranche: „Mit den Leitthemen Digitale Transformation, Zukunft des Wohnens, Ressourcen und Recycling sowie dem Modularen Bauen wurden die aktuell größten Herausforderungen und Trends perfekt abgesteckt. Damit bietet die BAU auch in diesem Jahr eine großartige Plattform, um Zukunftsperspektiven zu schaffen.”
Die Rückkehr nach über vier Jahren bewertet Katharina Metzger, Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Baustoff Fachhandel, ebenfalls als geglückt: „Wir sind mehr als zufrieden mit der BAU 2023, denn eine so wichtige Branche kann es sich nicht leisten, sechs Jahre ohne Messeplattform zu sein. Auch, wenn wichtige Hersteller für unsere Fachhändler mit ihren Handwerkern leider diesmal nicht mit an Bord waren, hoffen wir, dass wir 2025 im Januar wieder mit der alten Präsenz der Lieferanten rechnen können.”
Die wichtige Bedeutung des persönlichen Austauschs betonte Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer: „Die BAU 2023 spiegelt die aktuellen Fragen der Baubranche wider. Sie ist der ideale Treffpunkt für Architekten und Planer, um sowohl über innovative Materialien der Zukunft als auch über gesellschaftliche Themen wie bezahlbaren Wohnraum zu diskutieren.“
BAU-Projektleiter Matthias Strauss blickt bereits auf die kommenden Veranstaltungen im BAU Network: „Nach der erfolgreichen BAU freut sich das gesamte Team schon sehr auf die digitalBAU conference & networking Premiere im kommenden Juli sowie auf die nächste digitalBAU im Februar 2024.“
Internationalität der Besucher erreicht Rekordwert
An der Spitze des internationalen Besucherrankings der BAU stehen Österreich, Italien und die Schweiz. Dank starker Zuwächse belegen Polen und die Türkei Platz Vier und Fünf. Insgesamt liegt der internationale Anteil bei fast 80.000 Besuchern. Das entspricht 40 Prozent der Gesamtbesucherzahl und markiert einen Rekordwert. Prozentual liegt die Internationalität damit noch ein gutes Stück über dem bisherigen Rekordergebnis aus dem Jahr 2019 (37 Prozent).Besonders hervorzuheben ist die Anzahl der chinesischen Besucherinnen und Besucher. Mit 1.600 Personen zählt China zu den Top 10 Besucherländern der BAU 2023. Eine positive Überraschung, nachdem die Corona-Beschränkungen für Reisen von China ins Ausland erst kürzlich gelockert wurden.
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Neuer Campus Horw schafft Synergien
Der Kanton Luzern zählt immer mehr Studierende – die bestehende Infrastruktur auf dem jetzigen Campus Horw hat ihre Kapazitätsgrenzen aber bereits erreicht und einige Gebäudeteile sind zudem veraltet. Dank den Erneuerungen und Erweiterungen des Hochschulcampus in Horw sollen nach Fertigstellung ab dem Jahr 2029 rund 4000 Studierende und 1000 Mitarbeitende des HSLU-Departements Technik und Architektur sowie der Pädagogischen Hochschule Luzern Platz finden.
Die beiden Institutionen bleiben dabei eigenständige Organisationen mit einer je eigenen Identität und mit unterschiedlichen Kulturen. Der Campus lässt diese Diversität zu und ermöglicht eigenständige Auftritte. Trotzdem prägt ihn Gemeinsamkeit nach innen und aussen. Die gemeinsame Nutzung von Räumen und Einrichtungen, überschneidende und komplementäre Lehr-, Forschungs- und Dienstleistungsangebote sowie die zentrale Bewirtschaftung der Campusanlage basieren auf gemeinsamen Abmachungen und bewirken Synergien. Dadurch entsteht für die Pädagogische Hochschule wie auch Technik & Architektur ein qualitativer und ökonomischer Mehrwert.Geplant sind zwei neue Baukörper: Im Norden ein sechsgeschossiges Hauptgebäude der PH Luzern und im Süden ein siebengeschossiger Bau des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern. Die bestehenden Trakte II, III und IV werden saniert und um ein Geschoss erweitert. Die leicht versetzte Anordnung der neuen Bauvolumen sorgt für eine spannungsvolle Gesamtkomposition auf dem Areal. Den Zuschlag für das Projekt erhielt das Architekturbüro Penzel Valier AG aus Zürich.

Die neuen Bauvolumen werden leicht versetzt angeordnet. Die Architekten haben sich für eine Hybridbauweise aus Beton und Holz entschieden. Für die Erweiterung der Bestandesbauten sowie für die aussenliegenden Raumschichten der Neubauten soll unter anderem heimisches Holz zur Verarbeitung kommen. Dieses verleiht den Unterrichtsräumen eine angenehme und warme Atmosphäre. Die innenliegenden grossen Raumbereiche werden aus Recyclingbeton konstruiert.
Die Unterrichts- und Büroräume der beiden Neubauten entstehen rund um zentrale Atriumfiguren. Die Räumlichkeiten werden flexibel und an sich verändernde Bedürfnisse anpassbar gebaut. Die Atrien vernetzen die Institute der jeweiligen Schulen untereinander sowie mit den übergeordnet genutzten Sockelgeschossen. Diese sehen gemeinsame Nutzungen für den Gesamtcampus wie Bibliothek, Mensa, Audimax oder Campusaula vor.
Die rötliche Farbgebung der verschiedenen Fassaden-Elemente setzt die bestehende Tradition und Identität des Campus Horw fort.
Für die Realisierung des rund 365 Millionen kostenden Projekts sowie für den späteren Betrieb des Campus ist eine eigens dafür gegründete Aktiengesellschaft, die Immobilien Campus Luzern-Horw AG, verantwortlich. Die Realisierung ist ab 2026 vorgesehen. Die etappierte Inbetriebnahme ab 2029.

Der neue Campus Horw entsteht in Hybridbauweise aus Beton und Holz. -

BFH-AHB lanciert Minor für eine Spezialisierung im Studium
Studierende der BFH-AHB können künftig ihr Studium in Architektur, Holztechnik oder Bauingenieurwesen mit einem fachübergreifenden Minor vertiefen und erweitern. Die Minor «Zirkuläres und nachhaltiges Bauen» und «Integrales digitales Bauen» sind als Nebenfächer oder als kleine Studienprogramme zu verstehen, die den Studierenden eine Zusatzqualifikation ermöglichen. Mit der Wahl des Minors setzen die Studierenden einen individuellen thematischen Schwerpunkt für ihr persönliches, spezialisiertes Profil.
Interdisziplinär, zukunftsweisend, vernetzt
Ein Minor erhöht nicht nur die Individualisierung des Studiums, sondern auch die Interdisziplinarität. Im Minor setzen sich Studierende der Disziplinen Architektur, Holztechnik und Bauingenieurwesen über die Fachgrenzen hinweg vertieft mit einem aktuellen Thema auseinander. Im Austausch mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Politik betrachten sie es aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Gemeinsam gewinnen die Studierenden der drei Fachrichtungen neue Erkenntnisse und entwickeln Lösungsansätze für komplexe zukünftige Herausforderungen. Nicht zuletzt sammeln sie dabei wichtige Erfahrungen in der interdisziplinären Zusammenarbeit.Mit den Minor bereitet die BFH-AHB die Studierenden auf die Arbeitswelt von morgen vor, denn zirkuläres und nachhaltiges Bauen sowie integrales digitales Bauen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Zusammenarbeit von Architekt*innen, Holzingenieur*innen und Bauingenieur*innen spielt hier eine zentrale Rolle: Gemeinsam können sie die digitale Transformation des Bauens vorantreiben und zirkuläre, nachhaltige Bauprojekte zum Erfolg führen. Studierende beschäftigen sich im gesamten Studium mit diesen Zukunftsthemen. Im Minor vertiefen sie sie und nutzen dabei das Potenzial der Zusammenarbeit, um die Bauwelt verantwortungsbewusst mitzugestalten.
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«Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen»
Für die Stadt Zürich lässt sich seit den 2000er Jahren eine rasante bauliche Dynamik beobachten. Während die in den zurückliegenden Dekaden favorisierte horizontale Erweiterung der Stadt längst an ihre Grenzen gestossen ist und kaum Baulandreserven existieren, wird nunmehr aktiv eine nachhaltige Verdichtung nach Innen mittels Ersatzneubauten gefördert. Ziel ist es, mehr ressourcensparenden Wohnraum zu schaffen, um den bestehenden Bedarf zu decken und das prognostizierte Bevölkerungswachstum aufzufangen. Die Transformation ist tiefgreifend: So wird beispielsweise bis zu einem Drittel des Wohnungsbestandes des Stadtteils Schwamendingen in den nächsten Jahrzehnten durch Neubauten ersetzt. Auch was denkmalpflegerisch geschützt ist, ist Verfügungsmasse.
Diese Veränderung von niedrig-verdichteten zu hoch-verdichteten Quartieren zieht grundlegende räumliche und soziale Veränderungen nach sich. Der Abriss von Bestandsbauten geht nicht selten mit dem Verlust besonders preisgünstigen Wohnraums und einer Verdrängung der bestehenden Wohnbevölkerung einher; mit einschneidenden Folgen insbesondere für vulnerable Gruppen wie Ältere, kinderreiche Familien und Personen mit niedrigeren Einkommen.
Wie auch ihre Vorgängerinnen, bezieht sich die aktuelle Erneuerungswelle auf quantitative und wissenschaftliche Argumentationen: Waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts Versprechen von Hygiene, Tugend und Bezahlbarkeit, legitimieren heute die Schlagworte «Nachhaltigkeit», «Qualität» und «Diversität» Abriss und Neubau. Doch was als Handlung in einem Moment nur folgerichtig erscheinen mag, ist oft schon innerhalb weniger Jahrzehnte kaum mehr verständlich.
«Verdichtung oder Verdrängung?» macht Zusammenhänge sichtbar und rückt Fragen in den Vordergrund. Die Ausstellung ist multiperspektivisch angelegt und liefert keine fertigen Antworten auf die brennenden Fragen, sondern zeigt auf, wie auch rational begründete Argumente stets historisch kontingent sind und Betroffene sowie Beteiligte die resultierende Transformation unterschiedlich begründen, deuten und erleben.
Das ZAZ BELLERIVE Zentrum Architektur Zürich präsentiert vom 26. Januar bis 26. März 2023 die Ausstellung «Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen». Ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt in Kooperation mit den Studiengängen MAS GTA und MAS in Housing, D-ARCH, ETH Zürich. Mit Gastbeiträgen von Countdown 2030, Mieten-Marta, Newrope/ETH Professur für Architektur und Urbane Transformation.
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Sphärische Kugeln an der Expo 2025 im Schweizer Pavillon
Vom 13. April bis 13. Oktober 2025 findet in Osaka in Japan die nächste Weltausstellung statt. Zum Motto «Designing Future Society for Our Lives» präsentiert sich die Schweiz als leistungsfähiger und führender Innovationshub und zeigt dazu konkrete Beispiele aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Die Firma Nüssli gewann mit Manuel Herz Architekten und Bellprat Partner die Ausschreibung für Gestaltung, Bau und Rückbau des Schweizer Auftritts und setzt den Pavillon in Leichtbauweise und mit einem Hauch Magie um. Das Team wird ergänzt durch Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Studio AA-Morf, and Kyoto Design Lab.
Schweizer Ideen, Erfahrung und Know-how in Japan
«Wir sind sehr stolz, unsere langjährige Tradition als Umsetzungspartner des Schweizer Pavillons auf der Expo 2025 in Osaka fortsetzen zu können. Trotz dieser langen Expo-Erfahrung wird uns der Schweizer Pavillon mit seiner pneumatischen, kugelförmigen Konstruktion aber auch einige Knackpunkte bieten», sagt Andy Böckli. Stefan Sekiguchi ergänzt: «Den Architekturentwurf zusammen mit japanischen Dienstleistern und entsprechend den geltenden Richtlinien in Japan erfolgreich zu realisieren, erfordert das Kennenlernen von Land und Leuten. Deshalb arbeiten wir mit unserem lokalen Partner zusammen und können so von wertvollem Wissen profitieren.» Arnau Bellprat freut sich auf die Herausforderungen im globalen Umfeld. «In unseren Spheres sollen die Besucher und Besucherinnen in eine immersive, narrative und fantastische Welt eintauchen können. Sie sollen ein sinnliches und emotionales Erlebnis haben, an das sie sich noch lange erinnern werden – wir nennen das eine biografische Notiz.» Der Architekt Manuel Herz ist besonders an der pneumatischen Bauweise interessiert, die ein Gebäude von minimalem Gewicht ermöglicht und eine lange Tradition für Pavillons bei Weltausstellungen hat. «Wir nehmen eine Architektur, die schon früher für ikonische Expo-Gebäude verwendet wurde, und interpretieren sie neu».In die Natur eingebetteter Pavillon
Im Konzept für den Schweizer Pavillon steht die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Kugeln und modulare Konstruktionen aus wiederverwendeten rezyklierbaren Materialien sowie Pflanzen, die das Gebäude überwachsen, umschliessen und CO2 abscheiden, bilden die eingeschossige barrierefreie Architektur und tragen zu einem minimalen ökologischen Fussabdruck bei. Die Szenografie nimmt das leichte äussere Erscheinungsbild des Gebäudes auf und inszeniert die Inhalte in der Ausstellung mit Licht und Farbe. Die Besucherinnen und Besucher erleben in den fünf Sphären des Pavillons, wie aus den Nährstoffen der Natur sowie mit der humanistischen Tradition der Schweiz und etwas Magie die Schweizer Innovation entsteht. Sie können selbst mitgestalten, erkunden und schliesslich die Schweizer Innovationskraft in Form von Pflanzensamen in die Welt hinaustragen. Im Pavillon treffen sie zudem auf die mythische Figur des Heidi, die als Bindeglied zum Gastgeberland Japan wirkt. Auch die Pflege und die Erhaltung der Natur sind wichtige gemeinsame Anliegen, die Japan und die Schweiz verbinden.Zusammenarbeit und lokale Unterstützung
Das Thema Nachhaltigkeit wird im Schweizer Pavillon ernst genommen und mit akademischer Unterstützung sorgfältig umgesetzt. Mit Forschenden, Dozierenden und Studierenden des Kyoto Institute of Technology – insbesondere mit dem KIT Design Lab der Architektur-Fakultät – soll der soziale, ökonomische und ökologische Fussabdruck des Auftritts über die ganze Lebensdauer analysiert und verbessert werden. -

Jobsharing am Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW
Gerade mal 9.6% aller Teilzeitbeschäftigten in der Schweiz und nur 5.1% in der Baubranche arbeiten in einem Jobsharing , das heisst sie teilen sich ihre Stelle mit einer zweiten Person. Dieser Anteil wird nochmals geringer, wenn man sich Kaderfunktionen anschaut – gerade hier geht das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW aber mit positivem Beispiel voran und führt das bereits erfolgreich gelebte Prinzip des Topsharings fort. Ab Herbstsemester 2023 übernehmen Maya Scheibler und Sylvain Villard als Co-Professorin und Co-Professor die Lehre im Bereich Analyse, Entwurf und Konstruktion im zweiten Jahreskurs des Bachelor-Studiengangs des Instituts Architektur und wurden entsprechend durch den Fachhochschulrat der FHNW gewählt. Die Architektin und der Architekt führen bereits seit über zehn Jahren ein gemeinsames Büro in Basel, mit dem sie sich auf vielfältige Projekte, vom Wohnungsbau bis hin zu städtebaulichen Planungen, und Räume für Menschen mit verschiedensten Bedürfnissen spezialisiert haben.
Gemeinsames Studium an der FHNW und Lehre als Hochbauzeichnerin und Hochbauzeichner
Scheibler und Villard haben beide eine Lehre als Hochbauzeichnerin bzw.-zeichner abgeschlossen und lernten sich während des Bachelor- und Masterstudiums in Architektur an der FHNW kennen. Nur drei Jahre nach Studienabschluss gründeten sie das gemeinsame Büro in Basel. Sie setzen sich in Lehre und Arbeit gezielt mit der Frage nach nachhaltigen Baumaterialien auseinander, was für das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW ein tragender Fokus der Lehre ist: «Scheibler Villard verfügen über ein noch kleines, aber hochstehendes gebautes Werk, das seine Kraft insbesondere aus der Durcharbeitung bis in die Details der Konstruktion bezieht. Den Aspekt dieses explizit konstruktiven Entwerfens möchten wir am Institut Architektur weiter stärken, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Bauwende. Unseren Studierenden vermitteln wir als Kernkompetenz die konkrete Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und Potentialen von Baumaterialien – und genau hier bringen Scheibler Villard spannende neue Ansätze», begründet Tim Seidel, Co-Institutsleiter des Instituts Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW, die Wahl.Von der Lehre zur Berufung als Professorin und Professor
Weiter haben Scheibler Villard aber auch durch ihren unkonventionellen und ambitionierten Werdegang überzeugt, wie Seidel anfügt: «Mit ihren aussergewöhnlichen Lebensläufen nehmen die beiden eine wichtige Vorbildfunktion für unsere Studiereden ein. Sie zeigen, welche Karrierewege nach einer Lehre in der Schweiz offenstehen und dass wir an der FHNW eine qualitativ hochstehende Architekturausbildung bieten, die dafür als Sprungbrett dient.»Das Institut besetzt damit bereits die dritte Führungsstelle mit einer Co-Leitung. Bereits 2019 wurde eine entsprechende Stelle in der Lehre mit zwei Professorinnen besetzt. 2022 folgte ein Topsharing in der Besetzung der rotierenden Institutsleitung. «Die Führungsarbeit in Teamkonstellationen ist ein in der Praxis der Architekturbranche etabliertes Modell. Sie stärkt die inhaltliche Auseinandersetzung mit baulichen Fragestellungen und sichert damit die Qualität. Mit der Übertragung der Jobsharing-Idee auf Lehre und Forschung haben wir als Institut in den vergangen Jahren ebenfalls ausgezeichnete Erfahrungen gemacht und freuen uns, diese Reihe fortsetzen zu können», hält Seidel abschliessend fest.
Maya Scheibler
Maya Scheibler (1983) ist gelernte Hochbauzeichnerin und hat an der FHNW ihr Bachelor- und Masterstudium in Architektur erfolgreich abgeschlossen. Nach einem Auslandaufenthalt in Japan war sie bei Miller & Maranta AG in Basel tätig, bevor sie 2012 und nur drei Jahre nach Studienabschluss mit Sylvain Villard das gemeinsame Architekturbüro in Basel gründete. In den letzten Jahren wirkte sie in mehreren Kommissionen und als Gastkritikerin oder Expertin in Fachjurys mit, war zudem von 2012 bis 2016 Assistentin von Prof. Andrea Deplazes der ETH Zürich und unterrichtete zuletzt als Professorin Entwurf und Konstruktion an der Berner Fachhochschule in Burgdorf. Sie ist Mitglied der Ortsbildkommission der Gemeinde Riehen Basel-Stadt und Mitglied der Arealbaukommission des Kantons Basellandschaft.
Sylvain Villard
Auch Sylvain Villard (1980) ist gelernter Hochbauzeichner und hat an der FHNW studiert, ebenfalls mit einem erfolgreichen Bachelor- und Masterabschluss in Architektur. Nach verschiedenen Praktika und Austauschsemestern in Tokyo und Berlin, arbeitete er als Projektarchitekt bei Burkard Meyer Architekten in Baden und gründete 2012 mit Maya Scheibler das gemeinsame Büro. Bis 2018 war er Mitglied der SIA-Fachkommission «Städtebau und Architektur» und seit 2020 ist er gemeinsam mit Maya Scheibler Mitglied der Ortsgruppe -

Universität Liechtenstein stärkt nachhaltige Raumentwicklung
Michael Wagner wird zum 1. Januar 2023 Professor für Architektur und Städtebau an der Liechtenstein School of Architecture. Mit seiner Berufung stärkt die Universität Liechtenstein einer Medienmitteilung zufolge ihre Kernthemen Raumentwicklung und Nachhaltigkeit, insbesondere beim Entwerfen und Planen im Alpenrheintal.
Michael Wagner habe sich „in einem kompetitiven Berufungsverfahren“ gegen starke internationale Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt. Besonders habe das Berufungsgremium seine zukunftsweisende, nachhaltigkeitsorientierte Forschungserfahrung, seine praxisbezogenen Vermittlungsansätze, seine auch sonst hohen Kompetenzen in der Lehre sowie sein enthusiastisches Auftreten überzeugt.
In den vergangenen Jahren lehrte Wagner an der Universität Liechtenstein und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Dort leitete er von 2012 bis 2018 den Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft. Seit 2018 ist Wagner Dozent für Städtebau am ETH-Departement Architektur. In Zürich führt er zusammen mit Raphael Vanzella ein Architekturbüro.
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Gemeinsam der Sonne entgegen
2021 konnten Bearth & Deplazes Architekten diese Auszeichnung für ein Mehrzweckgebäude in Fläsch entgegennehmen. Schon zum dritten Mal wurden sie mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, der für diejenigen Solarbauten vergeben wird, die aus architektonischer Sicht überzeugen, einen schonenden Umgang mit Ressourcen berücksichtigen und in Bezug auf Nachhaltigkeit so konzipiert sind, dass sie mehr elektrische Energie gewinne als sie selbst nutzen.
Das Unternehmen beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Thema Energie. Es gehört für sie zum Entwerfen und Bauen, genau wie die Konstruktion. Ihre Bauten spiegeln dabei deutlich wider, dass Architektur für sie mehr ist als Ästhetik. Dass es ihnen um Verantwortung gegenüber dem Ort, der Gesellschaft und der Umwelt geht.
Dies haben sie in Fläsch bewiesen. Das bestehende Mehrzweckgebäude aus den 1970er-Jahren wurde umgebaut und um einen Kindergarten und einen Gemeindesaal erweitert. Die zusätzlichen Räume schmiegen sich im Norden und Osten an das bestehende Haus an und werden unter der verlängerten Dachfläche integriert. Wegen Anforderungen an die Erdbebensicherheit musste das Dach zwar ersetzt werden, seine ursprüngliche Silhouette und der Firstpunkt wurden aber beibehalten. Die Ausrichtung des Daches erlaubte den Einsatz einer grossflächigen PV-Anlage, mit dessen Planung und Fachbauleitung die Firma Reech beauftragt wurde. Neben optischen Gesichtspunkten stand für diese die Erfüllung technischer Anforderungen im Vordergrund. Das in der Schweiz entwickelte und in Österreich hergestellte Indach-System «Sunskin Roof» von Eternit überzeugte die PV-Spezialisten nicht nur durch Energieeffizienz, Leistung und Qualität. «Die widerstandsfähigen Doppelglas-Solarmodule können selbst bei flachen Neigungswinkeln eingebaut werden. Ausserdem sind sie betretbar, was bei der Wartung der Anlage grosse Vorteile bringt», erklärt Tamás Szacsvay, Leiter Technik & Engineering und Partner bei Reech. Er schätzt darüber hinaus den guten technischen Support von Eternit und die umfassende Dokumentation, aus der sämtliche Anschlussdetails direkt übernommen werden können.
Auch die Montage der handlichen Module ist schnell und einfach, da durch die flexible Verlegung von verschiedenen Seiten gleichzeitig gearbeitet werden kann.
Eternit (Schweiz) AG arbeitet bei der Entwicklung neuer Produkte eng mit Architektinnen und Technikern zusammen. Das zahlt sich aus. So fliessen konstruktive, funktionale und ästhetische Aspekte schon früh in den Planungsprozess ein. Seit 2010 setzt das Unternehmen ihr Know-how gezielt bei der Entwicklung von rahmenlosen Photovoltaiksystemen ein, die sowohl auf dem Dach als auch an der Fassade vollständig integriert werden und die herkömmliche Gebäudehülle ersetzen. Dank gestalterisch durchdachter Detaillösungen erfüllen sie auch die hohen ästhetischen Anforderungen der Architekten.
Das grossflächige Eternit Solardach in Fläsch liefert 179‘700 kWh/a und damit 175% mehr Energie als für den Eigenbedarf benötigt wird. Die überschüssige Energie von 114‘200 kWh/a wird von der benachbarten Klinik genutzt, die damit einen Drittel ihres Energiebedarfes decken kann.
So ist es den Architekten durch ihren klugen Entwurf gelungen, das ortsbauliche Ensemble aus Schulhaus, Klinik und Mehrzweckbau zu stärken und dabei eine zeitgemässe Lösung zur Energiegewinnung und -nutzung zu integrieren, die gestalterisch überzeugt und die Besonderheit dieses Ortes respektiert.«Natürlich müssen wir die Energiewende schaffen», sagt Daniel Ladner, der neben Valentin Bearth und Andrea Deplazes dritter Büropartner und Gesamtprojektverantwortlicher des Baus in Fläsch ist. «Aber nicht auf Kosten des Ortsbildes. Deshalb muss die Gestaltung mit Energie immer eingefordertund mit dem Betreiber abgestimmt werden.»
