Schlagwort: Bauen

  • 4B und Somfy kooperieren bei intelligenter Haussteuerung

    4B und Somfy kooperieren bei intelligenter Haussteuerung

    4B und Somfy sind eine strategische Partnerschaft bei der Entwicklung von intelligenten Haussteuerungen eingegangen, informieren die beiden Partnerunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Über die TaHOme-Box von Somfy sollen Haus- und Wohnungsbesitzer bei Bau oder Sanierung die Voraussetzungen für die Digitalisierung des Gebäudes schaffen können, heisst es dort weiter. Gemeinsame Produkte werden unter dem Label Smart Home Ready by Somfy lanciert.

    „Intelligente Fenster und Fassaden sind der Beleg dafür, dass wir seit über 100 Jahren Tradition, Schweizer Qualität und Innovation miteinander verbinden und dass wir uns vom reinen Produkt- auch zu einem Lösungsanbieter weiterentwickeln“, wird Jean-Marc Devaud, CEO des Luzerner Fensterherstellers 4B, in der Mitteilung zitiert. „Mit der Smart-Home-Ready-Kooperation kann 4B Qualitätsfenster in Kombination mit einem hochwertigen, funkmotorisierten Sicht- und Sonnenschutz als smartes, erweiterbares Paket anbieten“, erläutert Hannes Naef, Geschäftsführer von Somfy Schweiz, in der Mitteilung.

    Noch in diesem Sommer soll eine intelligent steuerbare, motorisierte Schiebetür aus dem Hause 4B auf den Markt gebracht werden. Die Tür werde sich sowohl über io-Funk als auch über drahtgebundene Steuerungen in intelligente Gebäudesysteme integrieren lassen, erläutern die Partner in der Mitteilung.

  • LafargeHolcim findet Partner für CO2-Abscheidung

    LafargeHolcim findet Partner für CO2-Abscheidung

    Der Baustoffkonzern LafargeHolcimund die texanische Schlumberger New Energy wollen am Beispiel zweier Zementwerke von LafargeHolcim eine Lösung zur Abscheidung und Speicherung von CO2 finden. Mithilfe der CO2-Sequestrierungstechnologien von Schlumberger planen die beiden Unternehmen, ein Konzept für den grossangelegten industriellen Einsatz zu entwickeln. Darüber informieren die Firmen in einer gleichlautenden Medienmitteilung.

    Beide sind in diesem Feld bereits aktiv. LafargeHolcim testet eigenen Angaben zufolge derzeit mehr als 20 Abscheidungsprojekte in Europa und Nordamerika. So will der Konzern die vielversprechendsten, hochskalierbaren Projekte identifizieren. Schlumberger New Energy arbeite mit führenden Unternehmen in einer Reihe strategischer Sektoren zusammen, um mögliche Lösungen in einer Vielzahl von Projekten zu demonstrieren.

    „Unsere Partnerschaft mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologien für die globale Energiewirtschaft, wird neue Fortschritte bei der Speicherung bringen“, so Magali Anderson, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei LafargeHolcim. „Diese sollen dann in grossem Massstab an unseren Standorten repliziert werden.“

  • VZ Depotbank baut Hauptsitz im Tech Cluster Zug

    VZ Depotbank baut Hauptsitz im Tech Cluster Zug

    Die VZ Depotbank AG und die Urban Assets Zug, eine Tochter der Metall Zug AG, haben eine Absichtserklärung für den Bau des neuen Banksitzes auf dem Areal des Tech Clusters Zug unterschrieben. Darüber informiert die Metall Zug Gruppe in einer Medienmitteilung. Wie es darin heisst, löse diese Unterschrift den Start für die Gesamtentwicklung der beiden Hochhäuser CreaTowers Ost und CreaTowers West aus.

    Die VZ Depotbank werde den maximal 40 Meter hohen Ostturm voraussichtlich 2025 beziehen. In einem zweiten Bauabschnitt soll später der bis zu 60 Meter hohe Westturm unter anderem für urbane Nutzungen und Wohnen erstellt werden. Für beide ist eine gemeinsame Tiefgarage vorgesehen. Der Architekturwettbewerb soll 2021 abgeschlossen werden.

    Die Entwicklung des Tech Clusters Zug geht damit nach Angaben der Metall Zug Gruppe „bereits kurz nach der Kommunikation des Projektes für SHL Medical AG im November 2020 einen weiteren grossen Schritt vorwärts“. Metall Zug hat damals bekanntgegeben, dass der Anbieter von Arzneimittelabgabesystemen auf dem Gelände ein kombiniertes Produktions- und Bürogebäude bauen wird.

  • Sika kauft in Russland zu

    Sika kauft in Russland zu

    Sika kauft den russischen Hersteller von Mörtelprodukten Kreps LLC auf, informiert der Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 15 Millionen Franken ist auf die Produktion von Fliesenklebern, Putzen und Bodenverlaufsmassen spezialisiert. Über den Kaufpreis werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Der Neuzugang soll die Stellung von Sika in der Region stärken. „Kreps bietet ein breites Produktportfolio und eine erweiterte geografische Präsenz für Mörtel in der Russischen Föderation“, wird Ivo Schädler, Regionalmanager EMEA bei Sika, in der Mitteilung zitiert. „Zusammen mit dem verbesserten Zugang zum Vertriebskanal erhalten wir eine Plattform, um unsere Position in diesem Markt weiter auszubauen und zu stärken.“ Die Neuerwerbung unterhält Produktionsstandorte in Sankt Petersburg und Jekaterinburg, beides Regionen, in denen Sika bisher nicht mit eigenen Standorten vertreten war.

    Mit der Übernahme gehen auch ein von Kreps betriebenes Trainingszentrum und „gut ausgestattete“ Produktionslaboratorien in den Besitz von Sika über, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Ihr zufolge muss die Transaktion noch von den lokalen Kartellbehörden genehmigt werden.

  • ETH-Studierende schaffen innovativen Bambus-Pavillon

    ETH-Studierende schaffen innovativen Bambus-Pavillon

    Studierende im Masterstudiengang Advanced Studies in Architecture and Digital Fabrication der ETH haben einen nur 200 Kilogramm schweren und 40 Quadratmeter grossen Bambus-Pavillon geschaffen, informiert die ETH in einer Mitteilung. Für den Entwurf des innovativen Pavillons hatten seine Schöpfer dabei eigene digitale Design-Werkzeuge entwickelt. Bei der Herstellung wurde neben dem nachwachsenden Rohstoff Bambus auch wiederverwertbarer Kunststoff verwendet. Sämtliche Verbindungsstücke und Verschattungselemente entstanden im 3D-Druck.

    „Das für dieses Projekt entwickelte Bausystem zielt darauf ab, den logistischen Aufwand des Bauens zu reduzieren und gleichzeitig die Vorteile der digitalen Fertigung für eine nachhaltigere Baukultur zu nutzen“, wird Marirena Kladeftira, Doktorandin an der Professur Digitale Bautechnologien der ETH, in der Mitteilung zitiert. Die massgeschneiderten Verbindungsstücke können trotz ihrer komplizierten Geometrie und ihrer hohen Anforderungen an Toleranz wegen ihrer geringen Grösse überall auf der Welt im 3D-Druck hergestellt werden, erläutert die ETH. Die aus wiederverwertbarem Kunststoff und Lycra-Textil bestehenden Verschattungselemente lassen sich ebenfalls im 3D-Druck produzieren.

    „Diese Bauweise könnte also überall eingesetzt werden, wo Bambus vorhanden ist und kostengünstig gebaut werden soll“, schreibt die ETH. Zudem erlaube die modulare Struktur einen raschen Auf- und Abbau des Bauwerks. Der Bambus-Pavillon der Studierenden war in Zürich innert 48 Stunden aufgebaut und in der gleichen Zeitspanne auch wieder abgebaut worden.

  • UZH bekommt neues Zentrum für Zahnmedizin

    UZH bekommt neues Zentrum für Zahnmedizin

    Die Jury hat entschieden: Das neue Zentrum für Zahnmedizin (ZZM) der Universität Zürich soll laut einer Mitteilung nach den Plänen der Arbeitsgemeinschaft Boltshauser Architekten/Drees & Sommer gebaut werden. Für den Architektenwettbewerb hatten sich 46 Teams beworben, 15 waren zugelassen worden. Jetzt wird das Siegerprojekt „Light Rack“ unter der Leitung der UZH gemeinsam mit dem Hochbauamt weiterentwickelt. Bis 2023 soll dem Regierungs- und Kantonsrat ein bewilligungsfähiges Vorprojekt vorgelegt werden.

    Der fünfgeschossige Neubau wird die sieben Kliniken und Institute des ZZM beherbergen. Läuft alles wie geplant, soll der Neubau 2029 bezugsfertig sein. Er wird seinen Standort auf dem heutigen Areal des Kinderspitals Zürich (Kispi) in Hottingen haben. Das Kispi zieht voraussichtlich 2022 in einen Neubau nach Lengg. wird François Chapuis, Direktor Immobilien und Betrieb der UZH, in der Mitteilung zitiert.

    Der ZZM-Neubau ist als Hybridbau aus Holz und Beton konzipiert. „Die UZH setzt bewusst auf Holzybridbauten, um die CO2-Bilanz zu verbessern“, heisst es von Chapuis in der Mitteilung. Die Planung sieht einen bepflanzten Innenhof und ein Atrium im Eingangsbereich vor. Fassaden und Dach sollen mit Photovoltaikelementen bestückt und das Dach artenreich bepflanzt werden. So soll ein grosser Teil des Energieverbrauchs mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden.

  • Hirslanden Klinik St. Anna wird erneuert

    Hirslanden Klinik St. Anna wird erneuert

    Die Hirslanden Klinik St. Annain Luzern beginnt im März mit der Erneuerung ihrer Infrastruktur. Dies geht aus einer Mitteilung der Klinik bei LinkedIn hervor. Zunächst wird an einem Erweiterungsbau (Trakt G) gearbeitet, welcher sich auf dem Gebiet des heutigen Innenhofs zwischen Parkhaus und Klinik befinden wird. Dort wird unter anderem das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin untergebracht.

    Ab 2023 soll im Rahmen einer zweiten Etappe der Rückbau von zwei Gebäudeteilen starten, die teilweise noch aus der Gründerzeit der Klinik stammen. Diese Gebäudeteile werden durch einen Neubau (Trakt A+) ersetzt. Dieser soll zum neuen Herz des zukünftigen Klinikbetriebs werden.

    Das gesamte Bauprojekt soll 2027 abgeschlossen werden. Einem Artikel der „Luzerner Zeitung“ zufolge investiert Hirslanden insgesamt mehr als 100 Millionen Franken in die Erneuerung.

    „Mit dem Bauprojekt schlagen wir eine Brücke in die Zukunft“, lässt sich Klinikdirektor Martin Nufer im Artikel der „Luzerner Zeitung“ zitieren. Die Investition ermögliche es auch, Angebotslücken zu schliessen. „In der Onkologie zum Beispiel können wir dank des Umbaus endlich auch die Radiotherapie anbieten, für die es spezielle Geräte und Räumlichkeiten braucht. Dafür hatten wir im heutigen Gebäude schlicht zu wenig Platz“, so Nufer.

    Die Luzerner Klinik St. Anna wurde im Jahr 1911 von der Gemeinschaft der St. Anna-Schwestern gegründet und ist seit 2005 Teil der Privatklinikgruppe Hirslanden.

  • Implenia baut auf Empa-Campus Dübendorf

    Implenia baut auf Empa-Campus Dübendorf

    Implenia realisiert die erste Etappe des neuen Empa-Campus Dübendorf. Für die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung (Eawag) wird der Baukonzern laut seiner Medienmitteilung ab Frühling 2021 ein Laborgebäude, ein Multifunktionsgebäude und ein Parkhaus bauen. Deren Fertigstellung ist für den Herbst 2023 geplant. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 56 Millionen Franken.

    Dieses Siegerprojekt von sam architekten ist aus einem zweistufigen Gesamtleistungswettbewerb hervorgegangen. Seine Architektursprache bezeichnet Implenia in der Mitteilung als „funktional elegant und vornehm zurückhaltend“. Alle Neubauten sollen eine Minergie-P-Eco-Zertifizierung erhalten.

    „Es freut uns sehr, dass wir mit dem Forschungscampus ein weiteres interessantes Projekt für Empa Eawag ausführen dürfen“, wird Jens Vollmar, Head Division Buildings bei Implenia, in der Mitteilung zitiert. „Damit knüpfen wir an die langjährige Beziehung an, die wir beispielsweise mit der erfolgreichen Realisierung des Forums Chriesbach, ebenfalls in Dübendorf, entwickeln konnten.“

  • Baupläne in Zürich-Nord Nächster Schritt für die Verdichtung in Neu-Oerlikon

    Baupläne in Zürich-Nord Nächster Schritt für die Verdichtung in Neu-Oerlikon

    Zürichs Pläne für Neu-Oerlikon: So soll der Raum um den Bahnhof gestaltet werden. Rot sind Gebäude mit 80 Metern Höhe, Orange jene mit 54 und Gelb die mit 45 Metern Höhe. Bild: Masterplan 10.07.2018

    Mehr Wohnungen, mehr Arbeitsplätze, mehr Läden, mehr Kultur. Nördlich vom Bahnhof Oerlikon soll «ein attraktives, städtebaulich prägnantes Zentrum» entstehen, sagt Hochbauvorsteher André Odermatt (SP). Dazu hat der Stadtrat eine Teilrevision der Sonderbauvorschriften Neu-Oerlikon aus dem Jahr 1998 gutgeheissen.

    Die neuen Vorschriften seien eine «Riesenchance» für Oerlikon, sagt Odermatt. «Wir bessern die Pläne aus den 90er-Jahren nach und bringen sie zu Ende.»

    Die Teilrevision erlaubt eine deutliche Verdichtung. Am Max-Frisch-Platz sind zwei Hochhäuser mit 80 und 54 Meter Höhe vorgesehen. Insgesamt sollen zwischen Binzmühlestrasse und Bahnhof Oerlikon 400 bis 500 neue Wohnungen entstehen. Bei rund der Hälfte davon sei gemeinnütziger Wohnungsbau möglich, heisst es beim Amt für Städtebau.

    ABB tritt Stadt Grundstück ab

    Die Pläne hat die Stadt zusammen mit den drei grossen Grundeigentümern entwickelt, dem Kanton Zürich sowie den Unternehmen ABB Immobilien AG und AXA Leben. Den Gewinn, den die Umzonungen schaffen, kann die Stadt teilweise zurückfordern.

    Vom Kanton und der AXA Leben bekommt die Stadt Geld – wie viel, ist bisher nicht öffentlich. Den Betrag möchte sie für die Verbesserung von Infrastrukturen im Quartier einsetzen. Von der ABB Immobilien erhält die Stadt das Grundstück, auf dem die Halle 550 steht. «So können wir die Existenz der Halle 550 sichern», sagt Odermatt. Diese leiste einen wichtigen Beitrag zum Kulturangebot in Oerlikon. Auch das Grundstück südlich davon übernimmt die Stadt. Dort plant sie gemeinnützige Wohnungen.

    Die Sonderbauvorschriften garantieren, dass mit der Halle 550 und dem früheren ABB-Backsteinbau 87T zwei Gebäude aus der industriellen Vergangenheit stehen bleiben. Zudem sollen sie einen grüneres Quartier schaffen. Der Max-Frisch-Platz und eine Fussgängerzone werden vergrössert. Läden und Restaurants in den Erdgeschossen sollen für belebte Strassen sorgen.

    Als nächstes wird der Gemeinderat über die neuen Bauvorschriften beraten. Sie treten frühestens Mitte 2022 in Kraft. Dann können die Eigentümer die Planung für ihre Grundstücke starten.

  • Implenia und Hochtief bauen Tunnel in Hamburg

    Implenia und Hochtief bauen Tunnel in Hamburg

    Implenia und der Baukonzern Hochtief werden gemeinsam den 2,2 Kilometer langen Lärmschutztunnel Altona bauen. Das Projekt auf der Autobahn A7 in Hamburg hat laut einer Medienmitteilung von Implenia einen Auftragswert von rund 580 Millionen Euro. Auf dem Deckel dieses Tunnels sollen Kleingärten sowie Grün- und Parkanlagen entstehen. Zudem werden damit die beiden angrenzenden Stadtteile Othmarschen und Bahrenfeld wieder miteinander verbunden.

    Die Arbeiten zwischen den A7-Anschlussstellen Othmarschen und Volkspark werden voraussichtlich im April 2021 beginnen und bis 2028 abgeschlossen sein. Implenia wird das Vorhaben in einer Arbeitsgemeinschaft mit Hochtief kaufmännisch leiten. Hochtief hat die technische Federführung. Der Anteil von Implenia am Gesamtauftragsvolumen beträgt 35 Prozent.

    Wie Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia, erklärt, habe sein Unternehmen in dem seit 2019 laufenden Angebotsverfahren zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten identifizieren können. „Dafür haben wir unter anderem Teile der Ausführungsplanung vorgezogen und sukzessive die Ergebnisse aus mehr aus 30 Abstimmungsterminen in die Kalkulation eingearbeitet. So konnten wir die Projektrisiken für alle Beteiligten deutlich minimieren.“

  • Vantage Data Centers baut Rechenzentren in Winterthur

    Vantage Data Centers baut Rechenzentren in Winterthur

    Vantage Data Centers ist ein Betreiber von Rechenzentren in mit Sitz in Kalifornien. Das Unternehmen expandiert derzeit in Europa und investiert dafür insgesamt 2 Milliarden Dollar, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Einer seiner europäischen Standorte wird sich in Winterthur befinden. Das Unternehmen hat dort bereits mit dem Bau seines dortigen Campus begonnen.

    Der drei Hektar grosse Campus in Winterthur wird insgesamt vier Rechenzentren mit einer Gesamtfläche von 37’000 Quadratmetern beherbergen. Er wird eine Leistung von 40 Megawatt aufweisen. Der Rohbau ist bereits fertiggestellt. Vantage Data Centers setzt bei den Rechenzentren auf eine „hocheffiziente Kühlung mit integrierter freier Kühlung und minimalem Wasserverbrauch“, heisst es. Weiter werden etwa eine Photovoltaik-Fassade und Ladestationen für Stromfahrzeuge installiert.

    Vantage Data Centers hat in diesem Jahr mit der Expansion in Europa begonnen. Dafür hat es unter anderem die Unternehmen Etix Everywhere aus Luxemburg und Next Generation Data aus Grossbritannien übernommen. Seinen ersten Campus hat das amerikanische Unternehmen in Offenbach bei Frankfurt gebaut. In Winterthur entsteht nun der zweite europäische Campus.

    „Winterthur ist der erste Standort, an dem wir wortwörtlich auf der grünen Wiese gestartet sind“, wird Wolfgang Zepf, Managing Director Vantage Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Wir freuen uns darauf, unsere Kunden im Herbst nächsten Jahres an diesem hochsicheren und mit bester Konnektivität ausgestatteten Standort begrüssen zu dürfen.“

  • Thommen Medical legt Grundstein für Neubau

    Thommen Medical legt Grundstein für Neubau

    Thommen Medical-CEO Livio Marzo hat am Freitag den Grundstein für das neue Produktions- und Kundencenter seiner Firma gelegt. „Mit dem Neubau in Grenchen verfolgen wir zwei grundlegende Ziele“, erklärt er in einer Medienmitteilung des Herstellers von Dentalimplantaten. Im modern konzipierten Ausbildungszentrum werde den Kunden der direkte Kontakt mit Experten ermöglicht. Zudem führe die Erweiterung des Produktionszentrums „zu einer weiteren Steigerung der Effizienz unserer Herstellung“.

    Das neue Gebäude mit seinen 2700 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ermögliche die Automatisierung in der Produktion und die Optimierung der Prozesse, heisst es in der Mitteilung. Zudem würden dort auch ausgegliederte Geschäftsfelder integriert und Raum für die Ausbildung von Kunden, Partnern und Mitarbeitende geschaffen. Längerfristig sollen dort 20 neue Arbeitsplätze entstehen.

    Der Neubau soll zum 20-jährigen Jubiläum von Thommen Medical im vierten Quartal 2021 eröffnet werden. Realisiert werde er von einer Immobiliengesellschaft, die ihn an das Unternehmen vermietet.

    Die Thommen Medical AG produziert im eigenen Werk am Standort Grenchen. Sie hat Tochtergesellschaften in der Schweiz, in Deutschland und Nordamerika. In Europa, Asien und dem Mittleren Osten ist das Unternehmen durch Distributoren vertreten.

  • Flughafen eröffnet The Circle

    Flughafen eröffnet The Circle

    The Circle ist während Jahren die grösste Hochbaustelle der Schweiz gewesen. Seit Donnerstag ist der Gebäudekomplex unmittelbar neben dem Flughafen der Öffentlichkeit zugänglich, wie der Flughafen in einer Mitteilung schreibt.

    Die Eröffnung erfolgt schrittweise. Bereits seit Oktober ist das Universitätsspital Zürich mit einem Gesundheitszentrum im Circle vertreten, auch die Victoria Apotheke ist bereits eröffnet. Läden wie Avec und Bayard öffnen im November. Das Hyatt Regency Hotel mit der Convention Hall für 2500 Personen öffnet im Dezember, das Hyatt Place Hotel folgt im Frühjahr. Einige Büromieter sind bereits eingezogen. Andere Mieter wie Abraxas, Microsoft, MSD, Novo Nordisk, SAP und Oracle folgen schrittweise. Im Frühjahr folgt ein Gemeinschaftsbüro von Westhive.

    Andreas Schmid, Verwaltungsratspräsident der Flughafen Zürich AG, betont, dass die Baukosten im Griff behalten werden konnten und The Circle fast vollständig vermietet ist. „Der Realisierungsentscheid war ein mutiger Schritt der beiden Miteigentümer“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Heute können wir die Früchte dafür ernten.“

    Ähnlich sieht es Rolf Dörig: „Der Circle ist in jeder Hinsicht eine zukunftsgerichtete Überbauung: verdichtetes und nachhaltiges Bauen am richtigen Standort und ein modernes Nutzungskonzept, das sich an den Bedürfnissen der heutigen wie auch künftigen Generationen ausrichtet“, wird der Verwaltungsratspräsident der Miteigentümerin Swiss Life zitiert.

  • Vorlage «Unterfeld Süd» in Baar an der Urne angenommen

    Vorlage «Unterfeld Süd» in Baar an der Urne angenommen

    Komitee und Bauherrschaft sind überzeugt, dass Baar mit der Annahme der Vorlage «Unterfeld Süd» gestern einen richtigen und wichtigen Entscheid für die künftige gesunde Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraums Baar getroffen hat. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bekennen sich zu einem Konzept, welches unter Führung der Gemeinde Baar und gemeinsam mit Experten und Baarer Interessenskreisen entwickelt wurde.

    Ein Quartier, das neue Massstäbe setzt
    Über die nächsten Jahre soll im Unterfeld Süd ein nachhaltiger Lebensraum mit einem zukunftsorientierten, vielfältigen und ergänzenden Angebot entstehen, der in Baar und in der Region Zug neue Massstäbe setzt. Der Bauherrschaft schwebt ein Quartier vor, das Dorf mit Kleinstadt, Tradition mit Zukunft, sowie Arbeiten und Wohnen zu einer Symbiose verbindet und einen vernetzten Raum mit neuen Lebens-, Wohn- und Arbeitsformen bildet.

    Das Unterfeld Süd bietet vielfältige Entwicklungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Neben den Wohnungen (Miete, Stockwerkeigentum, preisgünstiges Wohnen) sind weitere Nutzungen wie Büros und Dienstleistungen sowie publikumsorientierte Nutzungen in Teilen der Erdgeschosse vorgesehen.

    Das Areal ist ein kantonales Verdichtungsgebiet und liegt als eine der letzten unbebauten Bauzonen der Region direkt auf der Gemeindegrenze zwischen Baar und Zug am Bahnhof Baar-Lindenpark und angrenzend an die Erholungszone Lorze.

    Etappierte Umsetzung
    Die Bauherrschaft geht jetzt umgehend die nächsten Schritte an, um den Willen der Baarer Stimmbürger zeitnah umzusetzen. Anfang 2021 startet ein Architekturwettbewerb für die erste Bauetappe, dem die Richtlinien des Quartiergestaltungsplans zugrunde liegen. Nach der Auswahl des Siegerprojekts im Sommer 2021 wird ein entsprechender Bebauungsplan ausgearbeitet, welcher voraussichtlich im Sommer 2022 der Baarer Gemeindeversammlung vorgelegt werden kann. Anschliessend erfolgt die Baueingabe für die zwei Baufelder der ersten Bauetappe. Die weiteren Bauetappen werden voraussichtlich mit einer leichten zeitlichen Verschiebung parallel bearbeitet. Die ersten Bauarbeiten für die Erstellung der Gebäude auf dem Gelände beginnen frühestens im Sommer 2023. Implenia ist für die gesamte Arealentwicklung zuständig und entwickelt die Baufelder 1A und 4 (im Bild in Gelb markiert) als Eigentümer sowie die Baufelder 1B und 3 (im Bild in Grün markiert) im Auftrag von Ina Invest.

    Wir danken der Gemeinde Baar, den aktiven Unterstützern aus Politik und Gesellschaft, sowie den Baarer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für ihr Vertrauen und das klare Bekenntnis zur Entwicklung Unterfeld Süd. 

  • K118: Ein Gebäude aus Bauabfällen

    K118: Ein Gebäude aus Bauabfällen

    Ein Projekt, das kaum nachhaltiger sein könnte: Der Anbau der Halle 118 auf dem Lagerplatz in Winterthur ZH wurde um fünf Geschosse aufgestockt. Und zwar wo immer möglich mit wiederverwendbaren Baumaterialien. Ausschlaggebend für das heutige Aussehen war das Vorhandensein solcher Werkstoffe aus Rückbauten in der Region. Ganz fertig ist das Gebäude noch nicht: «Der Bau dürfte Anfang 2021 abgeschlossen sein», sagt Benjamin Poignon, Architekt und Bauingenieur beim «baubüro in situ».

    Die Stiftung Abendrot mit Sitz in Basel hat das Areal Lagerplatz im Jahr 2010 der Sulzer Immobilien AG abgekauft. Die Stossrichtung war für die Pensionskasse, die auf Nachhaltigkeit setzt, schnell klar: In Zusammenarbeit mit den Mietern sollte die bereits bestehende gemischte Nutzung weiterentwickelt werden. Für jedes der Obergeschosse sind mehrere neue, bis rund 60 Quadratmeter grosse Ateliers für Start-ups und Kleingewerbler geplant.

    Die Gebäude sollten zwar mit ihren Fussabdrücken erhalten bleiben, aber energetisch und den gesetzlichen Normen entsprechend weiterentwickelt werden. Für das Projekt zuständig ist das «baubüro in situ». Die Projektleiter Marc Angst und Pascal Hentschel bringen das Konzept auf den Punkt: «Reparieren, was noch gebraucht werden kann. Entfernen, was stört oder nicht mehr taugt – und ergänzen, was neu benötigt wird.»

    Suche nach Baumaterial kostet die Hälfte der Zeit
    Das tragende Grundgerüst besteht aus einer Occasion-Stahlstruktur. Daran werden vorgefertigte Fassadenelemente aus Holz, die mit einer Strohdämmung gefüllt sind, befestigt. Solche einfachen ökologischen Baustoffe wie Stroh, Aushublehm und Holz fallen in grossen Mengen an und können mit minimalem Einsatz von grauer Energie verarbeitet und eingesetzt werden. Sie sorgen ausserdem für ein angenehmes Raumklima.

    Die leicht überhängende Südfassade in leuchtendem Backsteinrot-Orange stammt aus der Blechfassade der ehemaligen Ziegler-Druckerei in Winterthur Grüze. Die Fenster im neuen Recycling-Bau sind uneinheitlich, in ihrer Gesamtheit aber stimmig. Damit die Isolation heutigen Standards entspricht, wurde die Verglasung bei neun Fenstern verdoppelt, die anderen wiesen eine ausreichende Isolierung auf. Die Treppe an der Ostfassade ist über 30 Jahre alt und zierte zuvor die Fassade des Bürogebäudes Orion in Zürich-West. Von diesem im 1989 errichteten Gebäude stammen ausserdem 80 Fenster sowie Fassadenplatten aus Granit, die für die Balkonböden wiederverwertet werden. Die jeweiligen Bauteile werden dabei nicht neu aufbereitet – dies unterscheidet das Projekt vom sogenannten Downcycling, bei dem Bausubstanzen zunächst energieaufwendig umgearbeitet werden.

    Die Architekten haben aus diesem einmaligen Pilotprojekt bereits einiges gelernt: «Es ist das erste Mal, dass wir eine Tragestruktur wiederverwendet haben. Wir haben aber auch gemerkt, dass es Bauteile gibt, die günstiger im Neukauf als in der Wiederverwendung sind. Wir haben beispielsweise probiert, Kalk-Sandstein wiederzuverwenden. Doch die Reinigungs- und Aufbereitungsarbeiten waren so hoch, dass wir hier auf einen Neukauf ausgewichen sind», erklärt Architekt Poignon. Das Projekt hat auch einen neuen Job kreiert: Bauteiljäger. Das «baubüro In situ» engagierte hierfür eigens Praktikantinnen, die nach geeigneten Abbruchobjekten und dabei anfallenden wiederverwendbare Materialen Ausschau halten. Aber auch die Architekten sind immer mit offenen Augen unterwegs. Nutzbare Materialen werden vom Architekturbüro mit Wurzeln in Basel selber abgebaut und abgeholt. Die Hälfte der Zeit wenden die Architekten für die Evaluation und Beschaffung möglicher Bauteile auf. Probleme, passendes Material zu finden, hatte « in situ » nicht: Von den ungefähr 7,5 Millionen Tonnen Bauabfall, die in der Schweiz jedes Jahr anfallen, werden nur 0,1 Prozent direkt wiederverwendet, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) eruiert hat. «In situ» geht davon aus, dass sich zehn Mal mehr wiederverwenden liesse.

    Buchpublikation geplant
    Wer sich an dieser Stelle Gedanken über die Kosten macht: 4,8 Millionen Franken wurden für das Projekt bislang budgetiert. Ein erklärtes Ziel war es, so zu bauen, dass es nicht teurer als ein kompletter Neubau kommt. «Direkte Vergleiche zu ziehen, ist aber schwierig», sagt Benjamin Poignon.

    Allgemein setzt «in situ» beim Bau immer auf Wiederverwendung von Materialien – wenn auch selten in diesem grossen Rahmen. K118 hat mit seiner Einzigartigkeit aber auf jeden Fall Interessenten auf den Plan gerufen: Ein Forschungs- und Lehrprojekt der Fachhochschule ZHAW in Winterthur und eine Fallstudie der Umweltsystemwissenschaften der ETH Zürich begleiteten die Planung. Unter anderem werden die umweltrelevanten (Abfall, Ressourcen, Lebensdauer etc.) und rechtlichen sowie die den Bauprozess betreffenden Aspekte untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt ist eine gemeinsame Publikation geplant: Das Buch soll die Wiederverwendung von Bauteilen im Hochbau umfassend beleuchten und die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen öffentlich zugänglich machen. ■

    So soll das Gebäude K118 nach Abschluss der Bauarbeiten aussehen.
  • Fischermätteli Burgdorf:  Zukunftsorientiertes Areal im Standard Minergie-A-Eco

    Fischermätteli Burgdorf: Zukunftsorientiertes Areal im Standard Minergie-A-Eco

    Im Dezember 2019 sind die Bagger auf dem ehemaligen Industrieareal in Burgdorf aufgefahren und schon bald soll Leben ins neue Quartier Fischermätteli kommen: Die ersten Wohnungen werden bereits im Sommer 2021 bezugsbereit sein. Bis voraussichtlich 2024 sollen in insgesamt drei Bauetappen zehn Mehrfamilienhäuser mit 169 preiswerten 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen und Wohnflächen zwischen 52 und 140 Quadratmetern entstehen. An idyllischer Lage in unmittelbarer Nähe zum Wald gelegen, gruppieren sich die Gebäude um eine zentrale Begegnungszone mit fünf unterschiedlich gestalteten Aussenplätzen.

    Grösstes Minergie-A-Eco-Quartier mit Schweizer Holz

    Die Siedlung Fischermätteli soll dereinst die grösste Überbauung der Schweiz sein, die nicht nur mit Schweizer Holz erstellt wird, sondern auch den Standard Minergie-A-Eco erfüllt. Dieser verlangt eine positive Energiebilanz und der Aufwand für Raum- und Wassererwärmung, Lufterneuerung sowie für sämtliche elektrischen Geräte und die Beleuchtung muss durch erneuerbare Energien gedeckt sein. Der Zusatz Eco legt das Augenmerk auf die Themen Gesundheit und Bauökologie und sichert einen hohen Wohnkomfort. «Aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen war es für uns hinsichtlich Ökologie und Nachhaltigkeit die einzig richtige Entscheidung, das Fischermätteli im Minergie-A-Eco-Standard zu bauen», erklärt Bruno Kälin. Er ist Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Strüby Konzept AG. Die Strüby Unternehmungen treten sowohl als Bauherrschaft wie auch als Gesamtleistungsanbieter (Projektentwicklung, Architektur, Engineering, Produktion, Realisation, Kundendienst, Kundenservice) auf und sind überdies für den Verkauf verantwortlich.

    Für das Fischermätteli setzt der Bauherr auf Fichte und Weisstanne aus Schweizer Wäldern: «Es gibt keinen besseren Baustoff als Holz. Er ist lokal verfügbar, wächst stetig nach, ist CO2-neutral, bringt Arbeitsplätze in die Region und sorgt für ein gutes und gesundes Raumklima», führt Kälin aus. Das für den Bau benötigte Holz wird direkt bei den Waldbesitzern eingekauft, in der Region gesägt, verleimt und weiterverarbeitet. Lange Transportwege fallen weg, wodurch die graue Energie sehr gering ausfällt.

    Ausgeklügeltes Energiekonzept

    Für das Energiekonzept hatte die Bauherrin eine Ausschreibung gemacht, welche ewz für sich entschied. Das Energiedienstleistungsunternehmen ist für Planung, Finanzierung, Realisierung und Betrieb der Energieversorgung verantwortlich. Die Verträge haben eine Laufzeit bis Dezember 2044 und beginnen nach Bauetappen gestaffelt. Der ewz-Geschäftsbereich Energielösungen hat für das Quartier Fischermätteli ein integrales Konzept ausgearbeitet, das nebst einer ausgeklügelten Wärme- und Stromversorgung auch eine alle Medien umfassende Nebenkostenabrechnung beinhaltet.

    Sämtliche Gebäude auf dem Areal sind an ein Areal-Wärmenetz angeschlossen. Herzstück der Wärmeversorgung ist die Heizzentrale mit einer Leistung von 550 kW. Als Energieträger kommen Holzpellets aus der Region zum Einsatz. Durch das Qualitäts-Management-System der Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke wird eine effiziente Wärmeproduktion sichergestellt. Der Energiedienstleister finanziert und realisiert die Heizzentrale sowie die Leitungen für die Wärmeverteilung bis zum Haus. Der Bauherr hingegen baut die Installationen für das Brauchwarmwasser und für die Feinverteilung der Wärme in den Häusern. Eine Wärmepumpe anstelle der Holzheizung kam aufgrund der geologischen Gegebenheiten am Standort nicht in Betracht.

    100 Prozent erneuerbarer Solarstrom

    Nebst den Wärmelieferverträgen vereinbart ewz mit den Eigentümern Stromlieferverträge. Diese regeln die Versorgung der insgesamt sieben Stockwerkeigentümerschaften sowie der Arealeigentümerschaft mit Elektrizität. Da der Baustandard Minergie-A eine 100-prozentige Abdeckung mit erneuerbarem Strom verlangt, wird auf jedem Hausdach eine Photovoltaikanlage installiert. Die im Endausbau zehn Anlagen weisen eine Leistung von 722 kWp auf. Laut Projektleiter Christian Rolli von ewz Energielösungen lag die Herausforderung darin, den geforderten Solarstromertrag zu erreichen und dennoch genügend Platz auf den Dächern für Wartung und Unterhalt der Photovoltaik-Module zu haben. Die Lösung bestand darin, monokristalline Hochleistungsmodule mit einem höheren Wirkungsgrad zu wählen, die auf weniger Platz mehr Ertrag erbringen, was sich allerdings in einem höheren Preis niederschlägt. Auf dem Areal sind rund 3200 m2 Photovoltaik-Module verbaut. Sollte es zum Beispiel während der Ferien im Sommer zu einer derart hohen Überproduktion kommen, dass nicht der ganze Strom ins Netz eingespeist werden kann, lässt sich die Produktion drosseln.

    Das von ewz Energielösungen ausgearbeitete Gesamtkonzept hat die Bauherrschaft überzeugt: «Unsere Vorgaben hinsichtlich einer ökologischen und wirtschaftlichen Lösung, die von einem Partner ganzheitlich realisiert und unterhalten werden kann, wurde von ewz sehr gut umgesetzt», findet Bruno Kälin.

  • Primeo Energie baut neue Wärmezentrale in Allschwil

    Primeo Energie baut neue Wärmezentrale in Allschwil

    Primeo Energie baut laut einer Medienmitteilung zwischen Hallenbad und Musikschule in Neuallschwil eine neue unterirdische Wärmezentrale für den bestehenden Wärmeverbund. Am Mittwoch ist offiziell der Grundstein gelegt worden. Die Anlage wird mit zwei Hackholzkesseln mit einer Leistung von je 840 Kilowatt betrieben. Zusätzlich nutzt eine Wärmepumpe die Umweltwärme und Abwärme des Hallenbads. Damit werden 80 Prozent der benötigten Energie erzeugt. Die Anlage wird im Frühsommer 2021 in Betrieb gehen.

    „Die Gemeinde und Primeo Energie setzen ein weiteres Zeichen für eine erneuerbare, CO2-neutrale Wärmeversorgung“, so Gemeinderatspräsidentin Nicole Nüssli-Kaiser. „Mit dieser Heizzentrale beheizen wir nicht nur das Schulhaus, sondern ermöglichen dem ganzen Quartier, auf erneuerbare Wärmeenergie zu setzen.“

    Diese neue Wärmezentrale sei ein weiteres Puzzlestück im Wärmenetzverbund, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie werde durch eine Fernleitung mit dem ebenfalls primär mit Hackholz befeuerten Wärmeverbund beim Alterszentrum am Bachgraben verbunden. Dadurch liessen sich zwischen den beiden Quartierwärmeverbünden Synergien nutzen. An den Verbund sollen weitere Liegenschaften angeschlossen werden. Durch den Zusammenschluss mehrerer Zentralen werde die Versorgungssicherheit zusätzlich erhöht.

  • Bildungszentrum Zürichsee weiht Neubau ein

    Bildungszentrum Zürichsee weiht Neubau ein

    Patrick Heeb, Rektor des Bildungszentrum Zürichsee (BZZ), hat am Dienstag gemeinsam mit Regierungspräsidentin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (ZH/CVP) sowie Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom (ZH/GPS) einen Neubau am BZZ in Horgen eingeweiht. Lernende des BZZ sind bereits in das neue Schulgebäude eingezogen.

    Der nun eingeweihte Neubau soll den steigenden Raumbedarf der Schule decken, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Mit ihm verfügt die Schule neben neuen Unterrichtszimmern auch über eine neue Dreifachturnhalle. Die Sporthalle wird ausserhalb der Unterrichtszeit dem Sportamt der Gemeinde Horgen zur Verfügung gestellt.

    Nach der Fertigstellung des Neubaus wird nun mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes begonnen. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wird das BZZ von seiner Lage am Zürichsee profitieren können. So wird es zur Kälte- und Wärmerzeugung das Seewasser nutzen.

  • Umbau verdrängt Neubau

    Umbau verdrängt Neubau

    Die Bauwirtschaft ist 2019 insgesamt kaum vom Fleck gekommen. Laut den provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) glich ein Anstieg der Bauinvestitionen in den Tiefbau in Höhe von 3,9 Prozent einen Rückgang im Hochbau in Höhe von 0,9 Prozent aus.

    Dabei fand ein Wechsel weg von Neubauten hin zu Umbauten und Erweiterungen statt. So gingen die Investitionen in Neubauten im Tiefbau um 6,9 Prozent zurück, während die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 13,2 Prozent stiegen. Auch im Hochbau stiegen die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 1,6 Prozent, während die Investitionen in Neubauten um 2,0 Prozent sanken.

    Dieser Wechsel hin zu Umbauten war bei öffentlichen Auftraggebern besonders ausgeprägt: Sie investierten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen und 7,2 Prozent weniger in Neubauten. Private Auftraggeber investierten 2,2 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen als 2018, aber dafür 1,4 Prozent weniger in Neubauten.

  • Swiss Prime Site Solutions  entwickelt neues Quartier

    Swiss Prime Site Solutions entwickelt neues Quartier

    Swiss Prime Site Solutions entwickelt für die Swiss Prime Anlagestiftung einen neuen „Lebensraum“, wie es in einer Medienmitteilung von Swiss Prime Site Solutions heisst.Der Grundstein für das Projekt Riverside ist am 10. Juli 2020 gelegt worden. Die Entwicklung steht unter dem Motto „Urban leben – von der Natur umgeben“. Gestartet werden die Bauarbeiten im Nordwesten, wo das Areal direkt an der Aare und am nächsten bei der Stadt Solothurn liegt. Von dort aus entwickelt sich das neue Quartier in weiteren Bauetappen nach Süden und Osten.

    „Wer im Riverside lebt und arbeitet, hat dort neben einer schicken Wohnung oder einem modernen Arbeitsplatz mit zeitgemässer Infrastruktur auch ein facettenreiches Quartier inklusive Naherholung an der Aare, das höchsten Ansprüchen gerecht wird“, erklärt  Anastasius Tschopp, CEO Swiss Prime Site Solutions. Er spricht von einem „Leuchtturmprojekt für unsere Mandantin Swiss Prime Anlagestiftung (SPA) und gleichzeitig bedeutend für die ganze Region Solothurn“.

    Zunächst sollen 140 Mietwohnungen direkt am Uferweg der Aare gebaut werden. Die ersten Mieterinnen und Mieter sollen im Winter 2021 einziehen können. Kapitalgeber und gleichzeitig Investoren der SPA sind über 280 Schweizer Pensionskassen. „Für die SPA führen wir derzeit die sechste Emission durch“, so Tschopp. Die Zeichnungsfrist dauert noch bis zum 22. Juli 2020. Das Entwicklungsprogramm des Kunden SPA belaufe sich aktuell auf rund 600 Millionen Franken und umfasst schweizweit Projekte und Immobilien.

  • Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Das neue Einkaufszentrum Porta Samedan wird von der Migros Ostschweiz und der Pfister Immobilien AG realisiert. In diesen Tagen findet die Betonierung der Etagen des Neubaus statt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei den Baumaterialien setzen die Partner auf die Kreislaufwirtschaft. Sowohl beim Beton als auch beim Zement kommen wiederverwertete Produkte zum Einsatz.

    Der eine Hauptbestandteil im Beton ist der Zement. Dieser kommt per Bahn aus dem Holcim-Werk in Untervaz GR ins Oberengadin, wo Montebello vor Ort den Recyclingbeton produziert. Eingesetzt wird das Holcim-Produkt Susteno. Dieses ist den Angaben zufolge europaweit der einzige ressourcenschonende Zement, bei dem als Zumahlstoff der feine Anteil von Mischgranulat aus rückgebauten Gebäuden eingesetzt wird, der in der Betonproduktion nicht verwertet werden kann. Holcim kann den Baustoffkreislauf mit Susteno vollständig schliessen, da dieses Material sonst deponiert werden müsste.

    Der andere Hauptbestandteil im Beton sind die Gesteinskörnungen. „Hier setzen wir auf Recycling: Statt natürlichem Kies verwenden wir Abbruchmaterial aus der Region“, erklärt Flurin Wieser vom Engadiner Bauunternehmen Montebello.

    „Die Überbauung Porta Samedan zeigt, dass die Baustoffbranche mit innovativen Produkten und Lösungen eine immer wichtigere Rolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft spielt und massgeblich zu einer nachhaltig gebauten Zukunft beiträgt“, so Philippe Rey, Leiter Zementverkauf Deutschschweiz bei Holcim Schweiz.

    Porta Samedan soll 2021 fertiggestellt werden. Es wird unter anderem den ersten Migros-Supermarkt im Engadin beherbergen. 

  • Implenia übergibt neuen Campus an ZHAW Gesundheit

    Implenia übergibt neuen Campus an ZHAW Gesundheit

    Termingerecht zum 1. Juli ist das zehnjährige Projekt der Konzipierung, Entwicklung und des Baus des neuen Campus für das Departement Gesundheit der  Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) fertig geworden und kann bezogen werden. Entwickler und Totalunternehmer Implenia hat den Neubau der Eigentümerin SISKA Immobilien AG übergeben. Nun kann die ZHAW als Mieterin des Hauses am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur das von Implenia im Minergie-Standard erstellte Gebäude mit einer Mietfläche von rund 19‘200 Quadratmetern für den Lehr- und Forschungsbetrieb vorbereiten.

    Bis Ende Juli 2020 bleibt die Einrichtung für die Öffentlichkeit noch geschlossen. Das „Haus Adeline Favre“, benannt nach einer Hebamme aus dem Val d’Anniviers, wird ab August  über 2000 Studierende und rund 300 Mitarbeitende beherbergen. Mit einer offiziellen Feier öffnet das grösste Schweizer Bildungs- und Forschungszentrum für Ergo- und Physiotherapie, Hebammen und Pflege am 28. August 2020 seine Tore. Ein Tag der offenen Tür wird am 26. September 2020 stattfinden.

    Das Gebäude wurde von pool Architekten aus Zürich gestaltet, heisst es in der Medienmitteilung. Die Grundstücksfläche wurde vollflächig überbaut, es gibt sechs ober- und zwei unterirdische Geschosse mit Unterrichts- und Praxisräumen, Mitarbeiterbüros, ein Ambulatorium und Simulationszentrum sowie eine Cafeteria. Adrian Wyss, Head Division Development bei Implenia: „Am Haus Adeline Favre führte Implenia seine Spezialisten verschiedener Disziplinen, vor allem der Divisionen Development und Buildings, erfolgreich zusammen und das integrierte Geschäftsmodell der Gruppe kam voll und ganz zum Tragen. Auch brachten die klaren Vorstellungen des Mieters Kanton Zürich sowie die gute Zusammenarbeit der Teams mit den Behörden das Projekt zum Erfolg.“

  • Neubau für ASTRA und BFE ist bezugsfertig

    Neubau für ASTRA und BFE ist bezugsfertig

    Rund 600 Mitarbeitende von ASTRA und BFE können den siebengeschossigen Neubau in Ittigen noch in diesem Monat beziehen. Das Verwaltungszentrum des Bundes auf dem UVEK-Campus beherbergt seit 2006 verschiedene Ämter des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Das neue Gebäude trägt dem seither gestiegenen Platzbedarf Rechnung und führt bisher verstreute Abteilungen zusammen.

    Laut einer Medienmitteilung setzt der nach dem Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zertifizierte Holz-Beton-Hybridbau des Zürcher Architektenbüros Berrel Berrel Kräutler auf vor Ort vorhandene Potenziale. So wird etwa die Abwärme aus einem nahegelegenen Rechenzentrum für die Gebäudeheizung eingesetzt, Quellwasser für die Kühlung. Das von den Architekten ursprünglich „Fitzcarraldo“ getaufte Projekt nutzt zu 100 Prozent erneuerbare Energien und verursacht keine CO2-Emissionen.

    Auf dem UVEK-Campus können wir in diesem modernen Verwaltungsgebäude Abteilungen zusammenführen, die bisher an zwei Orten in Bern verteilt waren“, so ASTRA-Direktor Jürg Röthlisberger. „Das wird die Zusammenarbeit vereinfachen, den Teamspirit verbessern und es kann Prozesse beschleunigen.“

    Die Gemeinde Ittigen wolle auch in Zukunft alles daransetzen, dass sich der Bund dort zuhause fühle, betont Gemeindepräsident Marco Rupp. In Ittigen sei man stolz, Gastgeberin für einen Grossteil der UVEK-Ämter sein zu dürfen.

  • Online-Bibliothek für verbautes Material nimmt Registrierungen an

    Online-Bibliothek für verbautes Material nimmt Registrierungen an

    Madaster ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Zürich, welche die Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienbranche fördern will. Sie bietet dafür eine Plattform an, auf der ressourcenrelevante Daten von Bauten inventarisiert werden. Diese Materialpässe können zur Wiederverwertung der Materialen genutzt werden.

    Per Anfang Juli können Eigentümer ihre Liegenschaften nun auf Madaster registrieren und einen Materialpass für ihre Gebäude erstellen, informiert Madaster in einer Mitteilung. Das Schweizer Material-Kataster gibt damit Auskunft über den finanziellen Wert der verbauten Materialien und über deren Möglichkeiten zur Wiederverwendung. Dafür werden alle Produkt- und Materialdaten der Gebäude gespeichert und visualisiert.

    „Unser Ziel ist es, dass wir in der Schweiz konsequent neue Häuser aus alten bauen“, wird Patrick Eberhard, neuer Vorsitzender des Präsidiums von Madaster Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Mit Madaster können Gebäude als Rohstofflager und Städte als Rohstoffminen geplant und genutzt werden.“

  • Dietikon kann neues Schulhaus bauen

    Dietikon kann neues Schulhaus bauen

    Insgesamt haben sich 2056 Stimmberechtigte für den Kredit ausgesprochen, 735 dagegen, wie aus einer Mitteilung der Stadt Dietikon hervorgeht. Damit ist die Vorlage für einen Kredit von 15,2 Millionen Franken für den Neubau des Pavillon Stierenmatt auf dem Areal Hunziker im Gebiet Limmatfeld als temporäres Schulhaus der Schuleinheit Stierenmatt angenommen worden.

    Die Schaffung von Schulraum im Stadtteil Limmatfeld sei schon länger geplant gewesen, hat die Stadt im Vorfeld der Abstimmung informiert. „Aufgrund von ausstehenden kantonalen Planungen verzögert sich der Bau des geplanten Schulhauses auf dem der Stadt gehörenden Areal Stierenmatt und kann voraussichtlich frühestens 2028 fertiggestellt werden“, hiess es dabei zur Begründung einer temporären Lösung. Diese kann nun mit dem Pavillon Stierenmatt auch umgesetzt werden. Die Gebäude aus Holzmodulbauten sollen ab Beginn des Schuljahres 2021/22 in Betrieb genommen werden. Nach der Nutzung können sie als temporäre Schule andernorts weiterverwendet werden.

  • Strabag baut für Bell

    Strabag baut für Bell

    Die Fleisch- und Convenience-Verarbeiterin Bell Schweiz AG plane, ihren Standort im Solothurner Oensingen auszubauen, informiert Strabag in der entsprechenden Mitteilung. Im Rahmen dieses Bauvorhabens wird das Schlieremer Bauunternehmen ein eingeschossiges Tiefkühl-Hochregallager und einen fünfgeschossigen Kopfbau realisieren. „Dieser beinhaltet unter anderem den Warenein- und Warenausgang sowie Arbeits- und Bürobereiche“, erläutert Urs Beeler, Technischer Bereichsleiter Hochbau bei der Strabag AG, in der Mitteilung.

    Als Bausumme für den Strabag-Auftrag wurden laut Mitteilung 9,15 Millionen Franken veranschlagt. Mit den Bauarbeiten soll im August begonnen werden. Das Bauunternehmen rechnet mit einer Rohbauzeit von rund neun Monaten. Die Inbetriebnahme des neuen Tiefkühllagers ist für Ende 2022 vorgesehen. 

  • HKG trägt zu Neubau bei

    HKG trägt zu Neubau bei

    Bei Prime 2 handelt es sich um einen siebengeschossigen Neubau, der nach dem Standard für ökologisches Bauen Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) mit Gold zertifiziert wurde, wie es in einer Mitteilung von HKG heisst. Das Gebäude neben dem Prime Tower verfügt über eine Fläche von 21’000 Quadratmetern, die für Büros, Handel und Gastronomie vorgesehen sind.

    Die Ingenieurs- und Beratungsfirma HKG hat bei dem Projekt mehrere Aufgaben übernommen. So hat sie einerseits das Elektroengineering verantwortet. Zusätzlich hat sie sich in den Bereichen Brandschutz und Sicherheit eingebracht. Und schliesslich hat HGK den Integralen Test (IGT) durchgeführt. Bei diesem werden sowohl behördliche Auflagen als auch nutzerspezifische Anforderungen und Auflagen der Eigentümer geprüft. 

  • Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Gegenüber 2019 verzeichnete Ofri, das Onlineportal für die Vermittlung von Handwerkern, sowohl im April als auch im Mai 2020 einen Anstieg von 31 Prozent. Für Geschäftsführer Benny Hertach hängt diese Renovationsfreude direkt mit dem Lockdown zusammen: „Wer plötzlich mehr Zeit zu Hause verbringt, dem fallen liegengebliebene Renovierungs- und Reparaturarbeiten erstens viel mehr auf“, erklärt er in einer Medienmitteilung. „Zweitens hat man endlich die nötige Zeit, um sich mit den Handwerkern zu koordinieren.“

    Zu Beginn der Corona-Krise im Februar war die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 19 Prozent zunächst stark geblieben. Im März verharrte sie jedoch auf dem Vorjahresniveau. „Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden sich im März an den Hausarrest gewöhnen mussten, um sich dann im April mit umso mehr Schwung an die Pflege der eigenen vier Wände zu machen“, so Hertach.

    Etwa 85 Prozent aller Auftragskategorien verbuchten einen Zuwachs. Auffallend gut gelaufen seien Gartenbau, Schreinerarbeiten, Innenausbau und Sanitärarbeiten. Auch Rolladenbau, Arbeiten am Mauerwerk, Pflasterarbeiten, Heizungsbau und die Verlegung von Fliesen seien stark nachgefragt worden.

    Der Ofri-Geschäftsführer vermutet, dass Corona den Trend zur Online-Auftragsvermittlung verstärkt hat. „Die Grundidee von Ofri war immer, das Schweizer Handwerk zu unterstützen. Wenn unser Portal selbst in einer Krise dazu beitragen kann, das zu leisten, dann freut uns das umso mehr.“

  • Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Covid-19 und Baustellenbetrieb: frühzeitige Reaktion durch Entwicklung Schweiz

    Wichtigstes Ziel für die Branche während der Pandemie war der schweizweite Weiterbetrieb der Baustellen ohne Unterbrüche und ohne kantonale Sonderregelungen. Das Einreichen dieses Begehrens vor der entscheidenden Bundesratssitzung Mitte März war eine besonders erfolgreiche Aktivität von Entwicklung Schweiz, die zur unmittelbaren diesbezüglichen Diskussion im Bundesrat und zu positiven Folgen für die gesamte Branche durch eine entsprechende Formulierung in der Verordnung geführt hatte: Baustellen sollten demnach in der Schweiz unter der Bedingung des Einhaltens der vorgegebenen Hygiene- und Schutzmassnahmen geöffnet bleiben. Damit, und mit diversen persönlichen Gesprächen, die jeweils vor allem im Hintergrund stattfinden, hat der Verband entscheidend zur bisherigen Bewältigung der Krise beigetragen. Eine besonders spezielle Situation mit einer in der Realität teilweise restriktiven Praxis stellt(e) die Westschweiz dar. Auch hier versuchte der Verband in Kontakt mit den Behörden eine konstruktivere Haltung der Behörden zu erwirken. Mit dem Dachverband bauenschweiz steht Entwicklung Schweiz seit Beginn der Krise in regem Austausch hinsichtlich einer übergeordneten Koordination diverser Themen und einer möglichst breiten Wirkung in der Vermittlung von Botschaften.

    Den Mitgliedern hat Entwicklung Schweiz empfohlen, Leistungen zu honorieren und Zahlungsfristen trotz schwieriger Zeiten wenn immer möglich einzuhalten. Dieselbe Haltung wird von der gesamten Branche erwartet. Es ist von Bedeutung, dass die Bauwirtschaft als wichtige Stütze der Wirtschaft ihre Rolle weiterhin in Eigenverantwortung wahrnehmen kann.

    Weil die Folgen der Corona-Massnahmen (bzw. einer Pandemie generell) so umfassend sind, dass sie nicht für eine «Partei» in alleiniger Verantwortung tragbar wären, hat der Verband Grundsätze zum Umgang mit Verzug und Mehrkosten aufgrund von COVID-19 erstellt: Die (Vertrags-)Partner sollen frühzeitig das Gespräch führen und nach einvernehmlichen Lösungsmöglichkeiten suchen. Drohende Rechtsstreitigkeiten sollten vermieden werden. 

  • Halter AG realisiert Hochhaus

    Halter AG realisiert Hochhaus

    Das elfstöckige Hochhaus in Neuhausen a. R. wird nach der Fertigstellung Mitte 2022 insgesamt 76 Mietwohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss umfassen, wie aus einer Mitteilung der Halter AG hervorgeht. Das Wohn- und Geschäftshaus dient dabei als „Richtprojekt für einen übergreifenden Quartierplan“. Der Standort Industrieplatz ist Teil des Quartierplangebietes und das 40 Meter hohe Hochhaus wird das markanteste Gebäude am Platz sein, so die Halter AG.

    Im Erdgeschoss werden 265 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Dort sollen kleinere Verkaufsräume für Güter des täglichen Bedarfs oder auch für einen Coiffeur entstehen. Die Wohnungen werden 1,5 bis 4,5 Zimmer umfassen. Damit richten sie sich an Ein- und Zweipersonenhaushalte sowie Kleinfamilien. „Durch die Nähe zum Bahnhof werden sie insbesondere auch Pendler in Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich ansprechen“, heisst es in der Mitteilung.

    Die in Zürich ansässige Halter AG wird im kommenden Jahr ihren Hauptsitz in die ehemalige NZZ-Druckerei (heute Join.Explore.Dare/JED) in Schlieren verlagern.