Schlagwort: Bauen

  • Einblick in die Auswahl für zirkuläres Bauen

    Einblick in die Auswahl für zirkuläres Bauen

    Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) hat für seinen erstmalig vergebenen Preis eine Shortlist von neun Projekten und Prozessen veröffentlicht. Emanuel Christ, der Jurypräsident, erläutert den Auswahlprozess und die Kriterien, die für die Nominierungen ausschlaggebend waren.

    In intensiven Diskussionen an zwei Jurytagen wurden 169 Projekte begutachtet und bewertet. Dank einer sorgfältigen Vorbereitung und der Aufteilung der Jury in Arbeitsgruppen konnte jedes Projekt eingehend analysiert werden. Diese Herangehensweise ermöglichte eine effiziente und gründliche Prüfung der Einreichungen.

    Für die Bewertung der Projekte griff die Jury auf die acht Kriterien des Davos Qualitätssystems für Baukultur zurück. Diese umfassenden Kriterien ermöglichten eine multidimensionale Analyse der Projekte und unterstützten die Jury in ihrer interdisziplinären Arbeit. Diese Herangehensweise gewährleistete eine umfassende Betrachtung jedes Projekts, was essenziell für die Bewertung im Bereich Planung und Bau ist.

    Die nominierten Projekte zeichnen sich durch ihre klaren Konzepte, qualitativ hochwertige Umsetzung und überzeugende Präsentation aus. Sie umfassen eine breite Palette von Entwürfen, von kleineren bis zu großangelegten Projekten, die sowohl mit der Landschaft und Natur interagieren als auch klassische Bauprojekte umfassen. Trotz ihrer Vielfalt teilen alle Projekte ein gemeinsames Verständnis für zirkuläres Bauen. Sie reflektieren die Idee, dass Bauen Teil eines ökologischen Kreislaufs ist, unabhängig davon, ob mit neuem oder altem Material gearbeitet wird.

    Christ betont, dass zirkuläres Bauen nicht zu zurückhaltenden Projekten führt, sondern im Gegenteil zu solchen, die einen starken und leidenschaftlichen Gestaltungswillen zeigen. Für ihn persönlich war die Mitwirkung in der Jury eine bereichernde Erfahrung, die ihm neue Einblicke in die aktuelle Baupraxis und die Vielfalt der Planungs- und Bauprojekte in der Schweiz vermittelte.

  • Holcim gründet Circularity Task Force auf COP28 mit

    Holcim gründet Circularity Task Force auf COP28 mit

    Baustoffproduzent Holcim hat sich laut seiner Medienmitteilung der Circularity Task Force der Londoner Sustainable Markets Initiative angeschlossen. Die bei der UN-Klimakonferenz in Dubai gegründete Arbeitsgruppe will den weltweiten Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft im Bauwesen beschleunigen, um den Klimaschutz voranzutreiben, die Ressourcen der Natur zu bewahren und die planetarischen Grenzen zu achten.

    Gründungsmitglieder sind neben Holcim Dubai Airports, First Abu Dhabi Bank, Gemini Corporation, Investcorp und LGT Group. Die Circularity Task Force wird laut einer Mitteilung der Sustainable Markets Initiative von der Gemini Corporation und ihrem CEO Kunaal Patawari koordiniert werden. Die Arbeitsgruppe orientiert sich an den Grundsätzen der 2021 vom heutigen englischen König Charles gegründeten Vereinigung Terra Carta, die bis 2030 eine Reihe von Massnahmen für eine nachhaltige globale Wertschöpfung vorschlägt.

    „Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und der Verstädterung müssen wir mit weniger Mitteln besser bauen“, wird Holcims Präsident und CEO Jan Jenisch in der hauseigenen Mitteilung zitiert. „Bei Holcim treiben wir das zirkuläre Bauen in allen Metropolen, in denen wir tätig sind, voran, um Städte aus Städten zu bauen, indem wir Abbruchmaterialien für neue Baulösungen rezyklieren.“

    Bereits jetzt verarbeite Holcim jährlich fast 7 Millionen Tonnen Abbruchmaterial oder rund 1000-Lastwagenladungen pro Tag zu neuen Baulösungen. Bis 2030 will das Unternehmen seine ECOCycle-Kreislauftechnologie auf 150 Standorte in Europa ausweiten und dann jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Bauschutt rezyklieren.

  • Schneller bauen – dank Virtual Reality

    Schneller bauen – dank Virtual Reality

    Eine der Hauptursachen für den Rückgang der Bautätigkeit sind die komplexen und langwierigen Bewilligungsverfahren. Laut der Studie der ZKB dauert es im Landesschnitt 140 Tage vom Baugesuch bis zur Baubewilligung, was 67 Prozent mehr ist als noch 2010. Besonders in dicht besiedelten Gebieten dauert es noch länger: im Kanton Genf 500 Tage und im Kanton Zürich 330 Tage, wobei sich dieser Wert seit 2010 mehr als verdoppelt hat. Auch die Zunahme der Rekurse und Einsprachen führen zu Verzögerungen und blockierten Projekten.

    Um diese Probleme zu lösen, hilft die weltweit einzigartige Virtual Reality (VR)-Lösung von der Schweizer PropTech-Firma HEGIAS. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen wird durch die Nutzung von VR verbessert, da alle Beteiligten das Gleiche sehen und somit verstehen. Auch wird die Vorstellungskraft von den Behörden weniger herausgefordert, und somit können auch städtebaulich korrektere Entscheidungen getroffen werden.

    Schneller, günstiger und nachhaltiger bauen
    Mit der immersiven Lösung lassen sich komplexe Bewilligungsverfahren reduzieren, da Behörden und Politiker in einer realistischen VR-Umgebung die geplanten Gebäude aus jeder Perspektive und zu jeder Tageszeit im ganzen Jahr betrachten können. Das spart Zeit, Geld und reduziert den Bedarf an teuren und umweltschädlichen Fassadenmustern oder aufwändigen physischen Architekturmodellen sowie 1:1 Mock-ups.

    HEGIAS VR erleichtert und beschleunigt auch die Beurteilung von denkmalgeschützten Bauten, wie zum Beispiel HEGIAS VR erfolgreich von Implenia in der Lokstadt in Winterthur eingesetzt wurde. Die VR-Modelle können auch Nachbarn zeigen, wie sich der Schattenwurf oder der Sonnenstand zu jeder Tageszeit im ganzen Jahr auf ihr Grundstück auswirken würde. VR ermöglicht somit schnelles, günstigeres und nachhaltigeres Bauen.

    Mehr Infos: www.hegias.com

  • Die Komplexität der Branche steht der Digitalisierung im Weg

    Die Komplexität der Branche steht der Digitalisierung im Weg

    Zur Person:
    Markus Weber ist ein ausgewiesener Experte für das digitalbasierte Planen, Bauen und Betreiben von Bauobjekten. Als Mitinitiator und Präsident von «Bauen digital Schweiz» hat er die digitale Transformation der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft nachhaltig geprägt. «Bauen digital Schweiz» ist zugleich «home of buildingSMART Switzerland» und damit Teil der weltumspannenden internationalen BIM Community. Als Mitinitiator und Vorstandsmitglied vom «netzwerk_digital» engagiert er sich national für einen geordneten und effi-
    zienten Weg der Schweiz in die Digitalisierung. Er ist zudem Co-Studiengangleiter für die Bachelorstudiengänge BA/BSc Digital-Construction und das Weiterbildungsprogramm CAS/DAS/MAS Digital Construction an der Hochschule Luzern (HSLU).

    Herr Weber, was fasziniert Sie am Thema Digitalisierung?
    Sie bietet riesige Chancen und stellt neue Technologien beziehungsweise Werkzeuge zur Verfügung. Digitalisierung bedeutet Vernetzung: Damit können wir Prozesse effizienter und mit höherer Qualität sowie Auswirkung auf die Nachhaltigkeit umsetzen. Emissionen werden reduziert, und die Kreislaufwirtschaft wird gefördert. Zudem schaffen digitale Technologien beziehungsweise diese neuen Werkzeuge attraktivere Arbeitsplätze, was dem Fachkräftemangel entgegenwirken dürfte.

    Welche Ziele verfolgt «Bauen digital Schweiz»?
    Wir möchten ein digitales Ökosystem schaffen, in dem Daten, Technologien, Prozesse und Methoden vernetzt werden und miteinander interagieren. Wir vernetzen die verschiedenen Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, koordinieren und schaffen Synergien. Wir machen «Practice» sichtbar und moderieren den Weg von der «Practice» Schritt für Schritt hin zur «Best Practice».

    Womit beschäftigt sich «netzwerk_digital»?
    Der Vorstand arbeitet seit einem guten Jahr daran, eine Vision oder besser gesagt ein gemeinsames Ziel für die Schweizer Bauwirtschaft zu skizzieren. Ein erster Entwurf steht Anfang 2023 zur Verfügung. Damit möchten wir mit den weiteren Stakeholdern in Dialog treten und an der Swissbau im Januar 2024 eine konsolidierte Version der Öffentlichkeit vorstellen.

    Die Baubranche gilt als einer der am wenigsten digitalisierten Wirtschaftszweige. Woran liegt das?
    Unter anderem liegt das an der Fragmentierung – wir finden hier eine sequenzielle Wertschöpfungskette vor, die durch viele unterschiedliche Akteure geprägt ist. Diese vielen Schnittstellen, die Rahmenbedingungen und die zunehmenden Gesetze und Vorschriften stellen eine grosse Komplexität dar. Deshalb braucht die Digitalisierung in dieser Branche länger als anderswo.

    PropTech ist zurzeit in aller Munde. Übertreibt die Immobilien- und Baubranche bei diesem Thema?
    Im Kontext der Digitalisierung entstehen viele kleine Unternehmen, die sich auf neue Produkte fokussieren, Prozesse vereinfachen und die Nachhaltigkeit fördern. Das ist einerseits ein Segen, weil diese Unternehmen mit neuem Wissen und viel Leidenschaft die Digitalisierung vorantreiben. Andererseits ist die Bauwirtschaft mit den daraus resultierenden heterogenen Möglichkeiten und Werkzeugen überfordert.

    Wie wirken Sie dem entgegen?
    Unsere Aufgabe ist es, den Umgang mit diesen neuen Werkzeugen und deren Möglichkeiten zu erlernen. Ich bin unter anderem Co-Studiengangleiter für die neuen Bachelorstudiengänge BA/BSc Digital Construction an der Hochschule Luzern – die Vermittlung dieses Wissens und der Umgang mit den digital basierten Prozessen, Methoden und Technologien sind ein wichtiger Teil des Studiengangs.

    Die Schweiz bestimmt das Thema open BIM auf internationaler Ebene mit. Darf man sagen, dass BIM in der Schweiz heute zum Standard gehört?
    Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Ich schätze, dass BIM bei etwa 30 Prozent der Neubau- und Umbauprojekte zum Standard gehört. Das heisst umgekehrt: Bei 70 Prozent tut es das nicht. Zu den Anwendern von BIM gehören mehrheitlich professionelle Bauherren und vor allem solche, die den gesamten Lifecycle im Fokus haben – also die entwickeln, planen, bauen und am Ende auch betreiben. Ein gutes Beispiel sind Spitäler – praktisch alle Schweizer Spitalneubauten werden mit BIM geplant. Allerdings ist BIM nicht gleich BIM: Hier gibt es grosse Unterschiede in der Implementierungstiefe und Nutzung. Und vor allem viel Luft nach oben.

    Sie haben einmal gesagt, dass Schweizer BIM-Projekte ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Hat sich das inzwischen geändert oder – was ist nötig, um eine Veränderung zu bewirken?
    Wir stehen noch immer am Anfang der Digitalisierung in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Insofern sehe ich sehr viel Potenzial nach oben. Wir müssen die erwähnte komplexe Wertschöpfungskette näher zusammenbringen und vernetzen. Am Ende geht es um durchgängige und datenbasierte Prozesse. Hier befinden wir uns in einem Kulturwandel: Die Kultur heute ist geprägt von Abgrenzung und Absicherung: Jeder Akteur bearbeitet seinen Teil der Wertschöpfungskette. Digitalisierung bedeutet, dass jeder Akteur zum Teil dieses durchgängigen Prozesses wird. Um diesen Kulturwandel weg von der Abgrenzung hin zum Miteinander nachhaltig voranzutreiben, benötigen wir einfach noch etwas Zeit.

    Wo stufen Sie die Schweiz im Bereich «smart home» ein, und wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?
    Der Begriff «smart home» ist nicht klar definiert. Für mich ist ein «smart home» ein Gebäude, das die vielfältigen Anforderungen der Zukunft bestmöglich erfüllt: Dazu gehört primär, dass ein Gebäude als System verstanden wird. Die einzelnen Disziplinen wie beispielsweise Wärmedämmung, Heizung und Lüftung sind optimal aufeinander abgestimmt, und das Gebäude reagiert automatisch auf innere und äussere Einflüsse. Das Gebäude wiederum ist Bestandteil von übergeordneten Systemen: So sind zum Beispiel heute viele Gebäude imstande, selber Energie zu produzieren und damit Teil des Energieversorgungssystems Schweiz.

    Sie engagieren sich für das «Gebäude als System» mit Fokus auf die Energiestrategie 2050. Wie kann man sich das in der konkreten Umsetzung vorstellen?
    Kurz zusammengefasst: Das Gebäude ist ein System und ist gleichzeitig in verschiedene Systeme integriert. Es muss die verschiedensten Anforderungen erfüllen: Die einzelnen Disziplinen müssen optimiert zusammenarbeiten – gleichzeitig ist das Gebäude in Systeme int -egriert. Auch die Kreislaufwirtschaft ist als geschlossenes System zu betrachten, wobei die einzelnen Gebäude zum Teil dieses Systems werden.

    Können Sie das ausführen?
    Die in einem Gebäude verbauten Materialien können mit Hilfe von digitalen Technologien inventarisiert werden und so wird der Gebäudepark Schweiz zum strukturierten und maschinenlesbaren Materialdepot. Wenn ein Gebäude oder ein Teil davon zurückgebaut wird, können so die verbauten Materialien geordnet in den Kreislauf zurückgeführt, allenfalls aufbereitet und wieder verbaut werden.

    Wie sensibel ist die Schweizer Baubranche heute beim Vermeiden von grauer Energie, und wie lässt sie sich bei Bauprojekten weiter reduzieren?
    In diesem Bereich gibt es grosses Potenzial, wie das vorherige Beispiel zur Kreislaufwirtschaft zeigt. Beim Bauen wird viel Abfall produziert, der nicht in den Kreislauf zurückgeführt wird. Die digitale Planung beziehungsweise digitale Gebäudemodelle helfen dabei, einerseits das benötigte Material präziser zu bestimmen und andererseits so vorzufertigen, dass beim Verbauen praktisch kein Abfall entsteht. Ein Beispiel hierzu ist die modellbasierte Planung, Vorfertigung und Verlegung der Bewehrung von Betonkonstruktionen, womit der Abfall von Bewehrungs-Eisen wesentlich reduziert wird.

    Wie sieht für Sie das ideale Gebäude der Zukunft aus?
    Mein Gebäude der Zukunft muss nachhaltig mit dem Siedlungsraum umgehen, darf keine Emissionen emittieren und muss aus Materialien bestehen, die beim Rückbau einfach getrennt und gegen 100 Prozent in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Das Raumkonzept sollte in einem gewissen Masse wandelbar sein und sich an verändernde Bedürfnisse der Bewohner anpassen können. Es muss mit den Bewohnern kommunizieren: Sind beispielsweile alle für die nächsten acht Stunden bei der Arbeit oder in der Schule, muss der Energieverbrauch automatisch auf ein Minimum reduziert werden. Auf eine kurzfristige Stromunter- oder Überproduktion soll es intelligent reagieren können.

  • Green Building Schweiz wirbt für ganzheitliche Kreisläufe

    Green Building Schweiz wirbt für ganzheitliche Kreisläufe

    „Kreislaufwirtschaft ist mehr als Recycling“ überschreibt der Verein Green Building Schweiz eine Mitteilung. In dieser legt die Fachstelle für nachhaltiges Bauen ihre Überlegungen zum Schliessen von Stoffkreisläufen in der Bauwirtschaft dar. Nach Ansicht von Green Building Schweiz muss hier ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden.

    Bei der Wiederverwertung von Materialien sieht Green Building Schweiz die Bauwirtschaft bereits gut positioniert. Bereits 2008 habe das Bundesamt für Umwelt in seinem Abfallbericht festgestellt, „dass über 80 Prozent der Bauabfälle im Stoffkreislauf gehalten werden“, heisst es in der Mitteilung. Hier weist der Verein zudem auf die Bedeutung kurzer Transportwege für die Verminderung von CO2-Emissionen hin.

    Zur Förderung der Schliessung von Stoffkreisläufen in der Bauwirtschaft setzt sich Green Building Schweiz für eine verstärkte Anwendung des Cradle-to-Cradle-Ansatzes beim Bauen ein. In diesem Zusammenhang unterstützt der Verein die parlamentarische Initiative Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken. Hier trägt Green Building mit einer Reihe eigener Vorschläge bei.

    Konkret regt der Verein unter anderem die Einführung einer Umweltproduktedeklaration als Zuschlagskriterium in Ausschreibungen an. Zudem sollte eine stofflich-energetische Verwertung der rein energetischen Verwertung vorgezogen werden. Nicht zuletzt könnten eigenschafts- statt sortenspezifische Ausschreibungen die kreislaufwirtschaftliche Materialzusammensetzung von Bauwerken erleichtern. Weiteres kreislaufförderndes Potenzial wird trennbaren Baustoffen und vor allem der Planung des Bauwerks attestiert.

  • LLB plant neues Bürogebäude

    Die LLB konkretisiert ihre Pläne zum Neubau eines Bürogebäudes im Zentrum von Vaduz. Damit reagiert sie laut einer Medienmitteilung auf den erhöhten Platzbedarf, den ihr anhaltendes Wachstum mit sich bringe. Deshalb plant sie ab Januar 2023 den Abbruch des Hauses Giessen, in dem aktuell noch das Amts für Justiz untergebracht ist. An dessen Stelle soll der neue Campus Giessen entstehen. Das Grundstück befindet sich den Angaben zufolge bereits im Besitz der LLB.

    Das neue Gebäude soll verschiedene Abteilungen des Bankhauses zusammenfassen und Raum für rund 260 Mitarbeitende bieten. Es umfasst fünf Etagen in transparenter und plastischer Holzbauweise. Gemäss LLB wird für den Bau das Gold-Label der LEED-Nachhaltigkeitszertifizierung und der Minergiestandard P ECO angestrebt. Es soll im Spätsommer 2025 fertiggestellt sein.

    Das Amt für Justiz soll im Frühjahr 2024 in das neue Dienstleistungszentrum der Landesverwaltung übersiedeln. In der Übergangszeit werden das Grundbuchamt sowie die Abteilung Justizwesen im Hauptsitz Süd der LLB im Städtle 44 untergebracht, die anderen Abteilungen im Haus Wille an der Kirchstrasse 8. Es wird bereits von der Landesverwaltung genutzt.

  • Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Das Schulhaus Feld in Azmoos hat den ersten Platz beim diesjährigen Architekturpreis Constructive Alps errungen, informiert das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in einer Mitteilung. Es vertritt die Schweiz in dem gemeinsam mit Liechtenstein ausgerichteten Wettbewerb. Constructive Alps zeichnet nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen aus. Mit dem Wettbewerb wollen die beiden Länder die Umsetzung der Alpenkonvention für die nachhaltige Entwicklung der Bergregion fördern.

    Das Schulhaus Feld wurde an Stelle des alten Schulhauses in Azmoos errichtet. Es bietet auf derselben bebauten Fläche Platz für mehr als doppelt so viele Kinder wie das alte Schulhaus. Der sozial und ökologisch nachhaltig gestaltete Holzbau überzeugte darüber hinaus unter anderem mit der eigenen Photovoltaikanlage.

    Der zweite Preis wurde gemeinsam dem  Firmenhauptsitz des Heizungsspezialisten ÖkoFEN France in Saint-Baldoph und der Wohnüberbauung Ghiringhelli in Bellinzona verliehen. Der dritte Platz ging an die sanierte Falkenhütte in Hinterriss im österreichischen Karwendel-Gebirge.

    Die Schweiz hat in den Jahren 2021/22 den Vorsitz der Alpenkonvention inne. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen zwischen den acht Alpenstaaten und der europäischen Union hat sich zum Ziel gesetzt, die Alpen zu einer Modellregion für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Unter des Ägide der Schweiz wurde der Schwerpunkt dabei auf Klima, nachhaltige Mobilität, Alpenstädte, nachhaltiges Bauen und Verkehrsverlagerung gelegt.

  • Architheke baut neues Kirchgemeindehaus

    Architheke baut neues Kirchgemeindehaus

    Die Reformierte Kirche Wettingen-Neuenhof will ein kleineres Gemeindehaus in Wettingen bauen. Grund sind rückläufige Mitgliederzahlen, was die Kirche zum Sparen zwingt. Der Sieger im Architektenwettbewerb für das Projekt ist laut Mitteilung der Gemeinde auf Facebook das Büro Architeke aus Brugg. In der Facebook-Mitteilung wird auf einen Bericht des „Badener Tagblatts“ mit den Einzelheiten des Projekts und den Gründen für die Entscheidung verwiesen.

    Der Abschluss des Projektwettbewerbs gilt in der Kirche als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung der Immobilienstrategie 2030. Diese besagt, dass sich die Kirchgemeinde auf einen Standort konzentriert. Dabei verzichtet sie auf die beiden vorhandenen Kirchgemeindehäuser in Wettingen (Baujahr 1969) und Neuenhof (Baujahr 1956) und baut stattdessen ein kleineres neu. Die Instandsetzung der bestehenden Kirchgemeindehäuser wäre unverhältnismässig teuer und das Raumangebot überdimensioniert.

    Zum Gewinnerprojekt von Architheke wird aus dem Jurybericht zitiert: „Insgesamt überzeugt das Projekt durch sein eigenständiges, klares Konzept mit den grosszügigen und vielseitigen Aussenräumen und einer Angemessenheit und Leichtigkeit.“ Dazu komme, dass es auch wirtschaftlich und nachhaltig umgesetzt werden könne. Das neue Kirchgemeindehaus solle mit der bestehenden Kirche und dem Pfarrhaus ein neues, kleineres Ensemble bilden.

    Ab jetzt laufen die Vorbereitungen, um der Kirchgemeindeversammlung einen Kreditantrag für die Projektierung vorlegen zu können.

  • Grundstein für die Wohnsiedlung Gupfengarten ist gelegt

    Grundstein für die Wohnsiedlung Gupfengarten ist gelegt

    Der Immobiliendienstleister Steiner hat laut einer Medienmitteilung die Grundsteinlegung für das Wohngebiet Gupfengarten gefeiert. Mit dem offiziellen Startschuss werde das Bauvorhaben für eine „familienfreundliche Überbauung im Zürcher Unterland“ eingeleitet. Steiner hat Entwicklung, Beratung und Verkauf übernommen. An der Umsetzung beteiligt seien die Generalunternehmerin Eiffage Suisse AG mit Hauptsitz in Glattbrugg ZH, das in Winterthur ansässige Architektenbüro Graf Biscioni sowie die Bauherrin Evostate Immobilien AG aus Zürich.

    Bis Ende 2023 sollen auf dem Areal Gupfengarten südlich des Zentrums von Niederweningen 36 Reiheneinfamilienhäuser sowie drei Mehrfamilienhäuser mit 21 Stockwerkeigentumswohnungen entstehen. Die Wohnsiedlung erfülle einen zeitgemässen Wohn- und Ausbaustandard und decke die starke Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum ab.

    Die Planung erfülle die Kriterien für nachhaltiges Bauen. Die Wärme werde nahezu komplett mittels Wärmepumpe, Erdsonden und Photovoltaikanlage erzeugt. Ein Energiemanagementsystem ermögliche eine „effiziente und intelligente“ Energienutzung. Die Gebäudehülle in Holzbauweise verfüge über eine optimale Wärmedämmung, so die Mitteilung.

  • Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Erforschung von CO2-Bindung in Zement. Im Rahmen des SNSF Advanced Grant erhalten die Wissenschaftler rund um Projektleiterin Barbara Lothenbach 2,2 Millionen Franken für ihr Forschungsprojekt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Zuschuss ersetzt demnach Gelder des European Research Council der Europäischen Kommission, zu denen Schweizer Forschende derzeit keinen Zugang haben.

    Mit Hilfe des Fördergeldes sollen die Empa-Experten zusammen mit Partnern der finnischen Universität Oulu Grundlagenforschung im Bereich CO2-Bindung in Zement durchführen.

    Hintergrund des Projektes namens Low Carbon Magnesium-Based Binders ist, dass die Zementindustrie grosse Mengen Kohlenstoffdioxid freisetzt. Gleichzeitig gilt Beton als Hoffnungsträger für die Bindung von CO2 und damit als potenzieller Senker des klimaschädlichem Treibhausgases, wenn er auf Magnesium basiert und nicht wie normalerweise auf Kalk.

    Wie stabil Magnesium-Beton auf lange Sicht ist, wie er sich auf Baustellen am besten herstellen lässt und wie sich Temperatur, pH-Wert und andere Faktoren auf molekularer Ebene auswirken, sollen die Forschenden ab 2023 herausfinden.

  • Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Baustoffproduzent Holcim hat die Übernahme des belgischen Baustoffhändlers Cantillana bekanntgegeben. Mit der Präsenz und dem Portfolio von Cantillana könne Holcim den Ausbau der Sparte Lösungen und Produkte voranbringen, die bis ins Jahr 2025 insgesamt 30 Prozent des Konzernnettoumsatzes ausmachen soll, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Entscheidung für den Anbieter von Speziallösungen bedeute für Holcim eine weitere Optimierung seiner Marktposition bei Fassadenbausystemen und Wärmedämmverbundsystemen. „Diese Erweiterung stärkt unsere Präsenz in Europa weiter, insbesondere im Bereich der Gebäudesanierung und Energieeffizienz“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika von Holcim zitiert.

    Die Investition knüpfe an die eingeschlagene Strategie des „grünen Wachstums“ an. Beide Unternehmen kündigen an, „eine grössere Rolle bei der Bereitstellung innovativer und nachhaltiger Lösungen für energieeffiziente Gebäude“ anzustreben.

    Holcim nimmt nach dem Erwerb der französischen PRB Group, dem belgischen PTB-Compaktuna und Izolbet in Polen mit Cantillana ein privat geführtes Unternehmen in die „Holcim-Familie“ auf, heisst es. Hervogegangen als Zweigstelle eines Bauunternehmens, hat sich Cantillana seit Gründung im Jahr 1875 auf den Vertrieb von und Handel mit Baustoffen und Baustoffzubehör des Bau- und Baunebengewerbes spezialisiert. Heute gehört Cantillana zur Stadsbader-Gruppe und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende an neun Produktionsstätten in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

    Die Holcim AG hat sich auf innovative und nachhaltige Baulösungen in Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur fokussiert. An 55 schweizweiten Standorten produziert das Unternehmen passend für alle Bauprojekte Beton, Kies und Zement und recycelt Abbruchmaterialien zu ressourcenschonenden Produkten.

  • Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Die Umwelt Arena Schweiz eröffnet eine neue Sonderausstellung. Laut Mitteilung auf Facebook geht es darin um die Verwertung alter Dämmstoffe in der Bauindustrie. Statt dass alte Dämmstoffe bei Sanierungen und Abbrüchen in der Baumulde und dann in der Deponie landen, werden sie zurückgenommen und wieder aufbereitet, heisst es auf Facebook zum Thema. Die Firma Flumroc mit Sitz in Flums zeige in der neuen Ausstellung in der sogenannten Recycling City in der Umwelt Arena, wie das geht. Flumroc sei „Pionier im Bereich Dämmstoff-Recycling“, heisst es in der Mitteilung.

    Flumroc spricht sich auf seiner Internetseite für nachhaltige Verwendung von Dämmstoffen aus. „Aus Steinwolle wird Steinwolle“. heisst es dort. Flumroc-Steinwolle sei zu 100 Prozent wiederverwertbar. Diesen „geschlossenen Kreislauf“ wolle man weitestgehend aufrecht erhalten. Deshalb appelliert das Unternehmen, bei Abriss-, Renovierungs- oder Umbauarbeiten Baustellenzuschnitte und Baustellenabfälle aus Flumroc-Steinwolle nicht einfach wegzuwerfen. „Wir nehmen sie in den dafür vorgesehenen Säcken oder Gebinden gern zurück und rezyklieren sie“, so das Unternehmen.

    Über das Vorgehen bei der Wiederaufbereitung informiert die neue Ausstellung.

  • Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax stellt Arbeiten an Confiserie Speck fertig

    Jaisli-Xamax hat die Arbeiten zur Elektroinstallation am neuen Produktionsstandort der Traditionsfirma Confiserie Speck beendet. Die Confiserie bleibt in Zug, zügelt aber ins Göbli-Areal. Dort werde es in Zukunft über 3000 neue Arbeitsplätze geben, was das Gebiet sehr attraktiv mache, wird der Confiserie-Inhaber Peter Speck in einer Medienmitteilung von Jaisli-Xamax zitiert. In einem dort veröffentlichten Kurz-Interview hebt Speck die Besonderheiten der von der Dietiker Firma eingebrachten Elektroinstallation hervor. „Wir wollten den Prozess in der Produktion optimieren und möglichst nachhaltig gestalten. Dies gelingt uns dank der Zusammenarbeit mit dem Multi-Energy-Hub, welcher lokale Energiequellen zu einem CO2-neutralen Gesamtenergiesystem mit maximalem Eigenversorgungsgrad kombiniert“, wird Peter Speck zitiert.

    Zudem wolle man Besucherinnen und Besuchern das Handwerk in der Confiserie näherbringen. Das gelinge durch Einsicht in die gut ausgeleuchtete Produktionshalle, die auch „Aquarium“ genannt werde.

    Der neue Standort der Confiserie Speck ist mehr als nur eine Produktionshalle. Neben der Backstube befinden sich am neuen Standort auch Büroräumlichkeiten, Wohnungen, ein Café sowie ein Verkaufsladen.

    Der Elektrobauer Jaisli-Xamax aus Dietikon hat erst 2021 eine neue Zweigniederlassung in Zug in Betrieb genommen. Damit ist das seit über 50 Jahren im gesamten Elektrobereich tätige und auf innovative Lösungen spezialisierte Unternehmen neben dem Hauptsitz in Dietikon auch in Basel, Bern und in Zug präsent. Die Jaisli-Xamax AG beschäftigt insgesamt rund 400 Mitarbeitende.

  • Swisspor baut in Reiden

    Swisspor baut in Reiden

    Swisspor will in Reiden Mehlsecken ein Produktionswerk für mineralische Dämmstoffe und ein Dienstleistungszentrum errichten. Das international tätige Unternehmen mit Sitz in Stans habe sich das vom Kanton Luzern als strategisches Arbeitsgebiet ausgewiesene Areal im Umfang von 200’000 Quadratmetern kaufrechtlich gesichert, informiert die Staatskanzlei Luzern in einer Mitteilung. Die von swisspor geplante Einrichtung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters wird vom Kanton Luzern und der Gemeinde Reiden unterstüzt.

    Für die eigenen Anlagen wird swisspor 145’000 Quadratmeter der Gesamtfläche des Areals nutzen. Die restliche Fläche ist für Forschungseinrichtungen und andere im Bereich Gebäude- und Umwelttechnologie tätige Unternehmungen reserviert. Die Hochschule Luzern will in Reiden Mehlsecken ihre bereits bestehende Zusammenarbeit mit swisspor ausbauen.

    Darüber hinaus sollen weitere branchenverwandte Betriebe und Forschungspartner angeworben werden. Die Koordinierung dafür habe der Switzerland Innovation Park Central übernommen, heisst es in der Mitteilung. Auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sei angesprochen worden.

    „Wir unterstützen die Entstehung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters mit swisspor und der Hochschule Luzern“, wird Regierungsrat Fabian Peter in der Mitteilung zitiert. Der Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes sieht darin einen doppelte Chance für Region und Kanton: „Einerseits entstehen Arbeitsplätze, Innovation und Wertschöpfung und andererseits ermöglicht das Cluster einen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele.“

  • Siegerprojekt für Quartier Reussbühl West ist gekürt

    Siegerprojekt für Quartier Reussbühl West ist gekürt

    Office of Living Things und dem Büro Dudler für Raum- und Verkehrsplanung entwickelt.

    Das 27’000 Quadratm

    Das Beurteilungsgremium für den Studienauftrag zur Neugestaltung des heute gewerblich-industriell genutzten CKW-Standorts in Reussbühl hat sich einstimmig für das Projekt „Habitat – Quartier im Hain“ entschieden. Es wurde vom Zürcher Architekturbüro Salewski Nater Kretz in Zusammenarbeit mit dem Office of Living Things und dem Büro Dudler für Raum- und Verkehrsplanung entwickelt.

    Das 27’000 Quadratmeter grosse Areal soll sich „zu einem attraktiven, lebendigen und unverwechselbaren Stadtquartier wandeln“, heisst es in einer Medienmitteilung von CKW. Der Energiedienstleister wird seinen dortigen Standort „in einigen Jahren“ aufgeben. In der Ausschreibung wurden Anforderungen hinsichtlich Hitzeentwicklung und Regenwasserbewirtschaftung gestellt. Zudem sollte die Shedhalle von CKW, eine frühere Seidenspinnerei, mindestens zur Hälfte erhalten werden. Auf dem übrigen Areal werden vornehmlich Wohnbauten entstehen.

    Das Siegerprojekt „überzeugt in der Umdeutung und Weiterentwicklung der historischen Landschaft“, die einst von Auen und wassernutzender Industrie geprägt war. Die Gestaltung nach dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip nehme diese historischen Bezüge „geschickt“ auf. In den kommenden Monaten wird dieses Projekt weiterentwickelt und bildet dann die Grundlage für den Bebauungsplan Reussbühl West. Die Entwürfe aller Planungsteams sind vom 21. Juni bis 4. Juli bei CKW in Rathausen ausgestellt.

  • Zürich testet farbige Strassenbeläge auf Kühlwirkung

    Zürich testet farbige Strassenbeläge auf Kühlwirkung

    Seit Sommer 2020 hat das Tiefbauamt in Zürich ein Pilotprojekt zur Hitzeminderung durchgeführt. Laut Medienmitteilung der Stadt Zürich sind dabei unterschiedlich gefärbte Strassenbeläge in der Roggenstrasse in Zürich-West aufgebracht worden, um die Auswirkung auf die Temperatur zu messen. Die Resultate zeigen, dass die hell gefärbten Beläge – im Gegensatz zu Beschattungen durch Bäume und Häuser – einen nur geringen Einfluss auf die Temperatur ausüben.

    Für diese Messungen wurden in der Roggenstrasse neue Beläge eingebaut und die Strasse in drei Flächen unterteilt: in eine Referenzfläche aus herkömmlichem, strassengrauem Asphalt und in zwei Flächen mit einem beigen und einem rötlichen Belag, heisst es in der Mitteilung der Stadt. Kameras und eingelassene Sonden zeichneten die Oberflächentemperatur und Wärmespeicherung der Beläge auf.

    Die jetzt vorliegenden Resultate zeigen eine geringe Wirkung der hellen Beläge auf die Oberflächentemperatur. Die Referenzfläche in herkömmlichem Grau war sogar durchschnittlich um etwa 2 Grad kühler als die beiden hellen Belagsflächen. Dieses Resultat lasse sich durch den Schatten erklären, den Bäume und ein hohes Gebäude zeitweise auf die Referenzfläche warfen, heisst es weiter. Diese erhitzte sich deshalb weniger stark.

    Zwischen den beiden hellen Belägen seien die Unterschiede gering gewesen. Der Belag in Beige blieb etwas kühler als der rötliche. Anhand von Berechnungen konnte aufgezeigt werden, dass bei gleich starker Besonnung aller Beläge die hellen Beläge um 2 Grad kühler gewesen wären als die Referenzfläche.

    Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigten deutlich, wie wichtig Schatten und Bäume für die Hitzeminderung in Städten sind, heisst es vom Tiefbauamt.

  • Katalog empfiehlt Materialien gegen urbane Wärmeinseln

    Katalog empfiehlt Materialien gegen urbane Wärmeinseln

    Der Bund hat für Neubauten und zu sanierende Gebäude ein Nachschlagewerk vorgelegt, das den Effekt von Baumaterialien auf die Hitze in städtischen und dicht besiedelten Gebieten aufzeigt. Es wurde im Auftrag des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) von der Fachhochschule Nordwestschweiz erstellt.

    Der Katalog vergleicht laut einer Medienmitteilung des BWO Materialien für den Aussenbereich wie Bodenbeläge und Fassaden und legt ihre Auswirkung auf die Aussentemperatur dar. Er berücksichtigt auch andere Eigenschaften der Materialien, etwa wie sie Sonnenlicht reflektieren oder wieviel Wasser Bodenbeläge versickern lassen.

    Das BWO ruft Planende, Bauträger und Hausbesitzende dazu auf, diesen Materialkatalog bei der Wahl geeigneter Materialien zu Rate zu ziehen. Ausserdem lädt das Amt die Wissenschaftsgemeinschaft ein, die Thematik weiterzuentwickeln und zu erforschen. Denn laut neuester Klimaszenarien werden die durchschnittlichen Temperaturen in der Schweiz bis 2060 um 2,5 bis 4,5 Grad höher liegen als im Zeitraum von 1981 bis 2010. Dies bedeute, dass die Gebäude, die heute gebaut oder saniert werden, das Mikroklima von morgen prägen.

  • FHNW stärkt Institut für Digitales Bauen

    FHNW stärkt Institut für Digitales Bauen

    Das Institut für Digitales Bauen der FHNW hat Eder Martinez als Professor gewonnen. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Lehre werden einer Mitteilung zufolge die Bereiche digitale Zwillinge und Information Lifecycle sein. „Wer künftig digital unterstützt und bedürfnisorientiert bauen will, muss Informationen zielgerichtet erheben, automatisieren, abbilden und verarbeiten können“, erklärt Manfred Huber, Leiter des Instituts, den Hintergrund des Schwerpunkts.

    Martinez hat seinen Master- und Doktortitel in Bau- und Umweltingenieurwesen an der University of California, Berkeley (UCB) erlangt. Er war unter anderem als Bauingenieur und Spezialist für Zusammenarbeitsprozesse an Baustellen in Chile und Ecuador tätig. Ausserdem hat er auch Firmen wie Hilti und Implenia bei digitalen Bauprojekten unterstützt.

    Die FHNW hat das Institut für Digitales Bauen erst 2018 gegründet. Seither ist es den Angaben der Hochschule zufolge stark gewachsen. Mit Martinez werde in diesem Jahr bereits die zweite Professorenstelle im Bereich Informationsmanagement besetzt.

  • Holcim geht Partnerschaft mit Madaster ein

    Holcim geht Partnerschaft mit Madaster ein

    Holcim Schweiz will sich verstärkt für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen einsetzen. In diesem Zusammenhang hat das Baustoffunternehmen eine Partnerschaft mit Madaster geschlossen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

    Madaster arbeitet an sogenannten Materialpässen für neue und bestehende Gebäude. Mit diesen Materialpässen erhalten Bauabfälle eine Identität und können als Ressourcen katalogisiert und wiederverwendet werden. Ziel ist es, Abfall zu vermeiden und die Kreislaufwirtschaft im Bau- und Immobiliensektor zu fördern.

    Die Madaster-Plattform kann auch schon bei der Entwurfsphase von Gebäuden genutzt werden, um verschiedene Bauweisen sowie Materialoptionen zu vergleichen.  Hersteller von Baumaterialien – wie etwa Holcim – können ihre Produkte mit den Produktdatenbanken auf Madaster vergleichen und dort präsentieren. Ausserdem können sie ihre Produkte zurückverfolgen, um gegebenenfalls eine Wiederverwendung zu ermöglichen. Die Dienstleistung von Madaster wird in der Schweiz von der Madaster Services Switzerland AG mit Sitz in Zürich vermarktet.

    Holcim Schweiz hat sich vorgenommen, bis 2050 ausschliesslich klimaneutrale und vollständig rezyklierbare Baustoffe zu produzieren. Die neue Partnerschaft soll nun helfen, dieses Ziel zu erreichen. „Mit der Nutzung von Madaster bei der Planung von Gebäuden können bereits heute die richtigen Entscheidungen für kreislauffähige und ressourcenschonende Materialien getroffen werden“, so Christophe Berset, Team Lead New Solutions bei Holcim Schweiz, in der Mitteilung. „Je mehr Transparenz auf Produktebene existiert, desto zukunftsfähiger können Gebäude geplant, gebaut, demontiert sowie Materialien und Produkte weiteren Nutzungsphasen zugeführt werden“, fügt er hinzu.

  • Walo treibt Digitalisierung voran

    Walo treibt Digitalisierung voran

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger führt laut Mitteilung auf Facebook für alle 13 Geschäftsbereiche des Asphaltstrassenbaus den digitalen Bestell- und Lieferprozess mit Q Site ein. Von der Planung des Einbauablaufs über die Koordination der Mischgutbestellung mit dem Asphaltwerk bis hin zur Steuerung des Einbauprozesses werden die Mitarbeitenden von Walo künftig auf die Q Site-Software zurückgreifen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Softwareanwendung Q Site ist von Q Point in Langenthal BE entwickelt worden. Dabei gibt es mehrere Anwendungsfelder. Zu Q Asphalt heisst es auf der speziellen Internetseite von Q Point, das System biete sowohl im Büro als auch auf der Baustelle mit der Baustellen-App über den gesamten Zyklus eines Bauprojekts Unterstützung. Es liefere von der Planung über die Ausführung bis hin zur abschliessenden Dokumentation hilfreiche Kennzahlen, um einfacher, schneller und erfolgreicher zu bauen.

    Als Beispiel wird die Projektplanung angeführt. Nach Angaben von Q Point liefert das System automatisch ein fertig aufbereitetes Einbau- und Logistikkonzept inklusive vollständigem Mitarbeiter- und Geräteeinsatzplan sowie einer Berechnung der benötigten Lastwagen.

    Bei Walo Bertschinger geht man laut der Facebook-Meldung davon aus, dass mit diesem „Upgrade“ noch effizientere Arbeitsprozesse geschafft werden können.

  • Holcim steigert Umsatz deutlich

    Holcim steigert Umsatz deutlich

    Der Baustoffkonzern Holcim mit Sitz in Zug meldet positive Wirtschaftszahlen für das erste Quartal 2022. Laut Medienmitteilung ist der Nettoverkaufsertrag von 5,36 Milliarden Franken auf 6,44 Milliarden Franken gestiegen. Der Umsatz ist somit um 20,1 Prozent gestiegen. Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 614 Millionen Franken. EBIT und Umsatz erreichen somit laut der Mitteilung einen „rekordhohen“ Stand. Besonders positiv entwickelte sich laut der Mitteilung das Segment Dachsysteme mit einer EBIT-Marge von 17 Prozent.

    „Ich bin sehr zuversichtlich über den Rekordstart in das Jahr, der eine solide Grundlage für unsere Strategie 2025 ‚Accelerating Green Growth‘ schafft“, wird CEO Jan Jenisch zitiert. Zum genannten „beschleunigten grünen Wachstum“ hat Holcim erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. „Der Bericht ist ein Novum in unserer Branche und gibt einen Überblick über unsere Massnahmen zur Dekarbonisierung, die von klimafreundlichen Baulösungen bis hin zur zirkulären Bauwirtschaft und Technologien der nächsten Generation reichen“, wird Jenisch weiter zitiert.

    Im weltweiten Überblick der Holcim-Aktivitäten wird die Region Nordamerika mit den USA und Kanada als Wachstumsmärkten hervorgehoben. Auch in der Region Lateinamerika verzeichneten Argentinien, Kolumbien und El Salvador ein gutes Marktwachstum.

    Europa habe hervorragend abgeschnitten. Durch eine starke Preisgestaltung habe das Unternehmen die Auswirkungen der Kosteninflation eindämmen können. Zudem gab es eine gute Marktnachfrage in Osteuropa.

    Im Nahen Osten und Afrika konnte die Kosteninflation gut aufgefangen werden, heisst es in dem Bericht. Asien und Ozeanien war angesichts der Kosteninflation schwierig. Bessere Geschäfte in China und eine verbesserte Rentabilität in Australien trugen dazu bei, die schwächere Zementnachfrage in der Region teilweise auszugleichen.

  • Bauprojekt LIMMIviva schliesst mit Einsparung ab

    Bauprojekt LIMMIviva schliesst mit Einsparung ab

    Der Spitalverband Limmattal schliesst das Neubauprojekt LIMMIviva des Akutspitals ab. Der Bau wurde zwischen 2014 und September 2018 realisiert. Danach kamen Neubezug und Inbetriebnahme. Inzwischen kann das Projekt als abgeschlossen gelten. Bei den Kosten wurde laut Medienmitteilung weniger aufgewandt als veranschlagt. Der bewilligte Verpflichtungskredit von 275,7 Millionen Franken wurde inklusive zweier Nachtragskredite um rund 0,8 Millionen Franken unterschritten.

    In einem über mehrere Jahre dauernden Bauvorhaben seien Anpassungen des ursprünglichen Projekts durchaus üblich, heisst es in der Mitteilung des Spitalverbands. Das galt auch beim Neubauprojekt des Spitals Limmattal. Die hohe Dynamik des Gesundheitswesens hatte zur Folge, dass das Projekt in über 100 Nachträgen laufend den ändernden Anforderungen angepasst wurde. Meist führen solche Nachträge zu wesentlichen Mehrkosten. Beim Neubau des Spitals Limmattal wurde gemeinsam mit dem als Totalunternehmer beauftragten Berner Bauunternehmen Losinger Marazzi AG  Mehrkosten verursachende Nachträge durch Optimierungen an anderen Stellen kompensiert.

    Mit der 2012 neu eingeführten Spitalfinanzierung und einer Anpassung des Gemeindegesetzes konnte der Spitalverband Limmattal die Investitionen von rund 270 Millionen Franken selber, ohne Mithilfe der Gemeinden und somit ohne Belastung der Steuerzahler, finanzieren. Es wurden 220 Millionen Franken Fremdkapital über die Emission von zwei Anleihen beschafft.

  • Weltweit höchstes Wohngebäude aus Holz entsteht in der Lokstadt

    Weltweit höchstes Wohngebäude aus Holz entsteht in der Lokstadt

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    Der Studienauftrag für den Bau der Häuser Rocket und Tigerli ist abgeschlossen, wie Ina Invest in einer Medienmitteilung informiert. Eine Jury mit Vertretern der Stadt Winterthur und Architekten hat unter neun Entwürfen das Konzept der Architekturbüros Cometti Truffer Hodel Architects aus Luzern und Schmidt Hammer Lassen Architects aus Kopenhagen ausgewählt.  

    Der Siegerentwurf zeige einen „überragenden architektonischen Abschluss“ des ehemaligen Industriegeländes. Wie in der Medienmitteilung zu erfahren ist, basiert die Entscheidung auf einem „nicht-anonymen Studienauftrag in Form eines digitalen, einstufigen Verfahrens mit Präqualifikation und Zwischenbesprechung“. Neben städtebaulichen und architektonischen Gesichtspunkten habe das Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Innovation gelegen. An zentraler Stelle der Lokstadt, auf dem Dialogplatz, soll das Hochhaus Rocket mit einer Terracottafassade in eine Höhe von 100 Metern in den Himmel ragen. 

    In dem gesamten Wohnquartier ist eine gemischte Nutzung vorgesehen. Im Hochhaus Rocket soll über 32 Stockwerke verteilt ein vielfältiges Wohnangebot geschaffen werden. Angaben des Entwicklerteams Lokstadt zufolge zeichnet sich das Architekturkonzept durch eine flexible Planung aus. 

    Der Sockelbau Tigerli sei für Studentenwohnungen und gemeinnütziges Wohnen vorgesehen. Auf einem Teil der Fläche soll ein Radisson Red Hotel unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Industriehallen untergebracht werden.

  • Bouygues ES baut digital und mit Robotern

    Bouygues ES baut digital und mit Robotern

    Bouygues Energies & Services setzt auf einer Baustelle in Zuchwil Arbeitsroboter und eine Version der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) ein, BIM-to-field. Laut Medienmitteilung wird beides im Rahmen des Neubaus RiverNest in Zuchwil angewandt. In dem an der Aare gelegenen Areal entsteht derzeit als Holzbau das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energie, das auch Hauptsitz der Geschäftseinheit Helion von Bouygues ES wird.

    Auf der Basis der Koordinations- und Ausführungspläne sind die Grundlagen für die Vorfabrikation des Rohrleitungsbaus und der Befestigungspunkte modelliert worden. Ebenso wurde ein Logistikkonzept erstellt, um sämtliche Materialien für den Bau der Anlagen in der gewünschten Menge sowie in den erforderlichen Massen zu bestellen. Auf diese Weise lassen sich laut der Medienmitteilung Planungsrisiken minimieren und Fehlerquellen vermeiden.

    Am Bau in Zuchwil wurde auch der von Hilti entwickelte semi-autonome Bohrroboter Jaibot zum ersten Mal im Holzbau eingesetzt. Der Jaibot arbeitete sich der auf Grundlage der digitalen Planungsdaten durch die Räumlichkeiten und bohrte alle für die Montage der Aufhängungen erforderlichen Löcher. Dabei operierte er in einem vorgegebenen Radius jeweils selbstständig und markierte die gebohrten Löcher auch gleich für das jeweilige Gewerk vor, heisst es in der Mitteilung. Der Roboter arbeitet wesentlich schneller als ein Arbeiter und vermeidet Fehlinterpretationen der Planungsdaten.

    Dies „bedeutet nicht, dass wir den Monteur nicht mehr brauchen auf der Baustelle“, wird Yves Kessler, Bereichsleiter HLKS bei Bouygues ES in der Region Jürasüdfuss zitiert. Aber er müsse bei geeigneten Baustellen nicht mehr für „minderwertige Arbeiten“ wie das Bohren von Löchern eingesetzt werden.

  • Forum entwickelt Szenarien für das Papierwerd-Areal

    Forum entwickelt Szenarien für das Papierwerd-Areal

    Unter der Leitung des Amts für Städtebau ist am 11. April der Startschuss für das Forum Papierwerd gefallen. Hier sollen 55 Fachpersonen aus verschiedenen Disziplinen, Vertreter von Politik, Vereinen, Organisationen und Verbänden sowie der Bewohner „Grundlagen für die Zukunft des Papierwerd-Areals“ erarbeiten, schreibt das Hochbaudepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung. „Wir möchten mit den Interessengruppen und der Bevölkerung eine breite Debatte führen über die möglichen Szenarien für das Papierwerd-Areal“, wird Corine Mauch, Stadtpräsidentin von Zürich, dort zitiert. Die Szenarien reichen von Erhalt über Teilerhalt und Rückbau bis zu Neubau.

    Die Ergebnisse des Dialogverfahrens sollen die Grundlage für die Strategie des Stadtrats bei der Entwicklung des Areals bilden. Erörtert werde auch der Umgang mit dem Globusprovisorium, heisst es in der Mitteilung.  „Auch wenn das Globusprovisorium nicht unter Denkmalschutz steht, ist der Bau architektonisch, städtebaulich aber auch sozialgeschichtlich durchaus relevant“, wird André Odermatt, Vorsteher des Hochbaudepartements, dort zitiert. 

    Das Papierwerd-Areal ist Teil des Gebiets rund um den Hauptbahnhof und das Central. Für dieses erstellt das Tiefbauamt einen Masterplan als übergeordnete Betrachtung. Sie werde „in den Strategieprozess Papierwerd-Areal“ einfliessen, diesen aber nicht vorwegnehmen, erläutert Richard Wolff, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartement.

  • Sika legt starken Jahresauftakt vor

    Sika legt starken Jahresauftakt vor

    Sika hat das erste Quartal 2021 mit einem Rekordumsatz von knapp 2,40 Milliarden Franken abgeschlossen, informiert der weltweit aktive Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 20,0 Prozent. In Lokalwährungen sei ein Wachstum von 21,9 Prozent realisiert worden, schreibt Sika.

    Zur guten Entwicklung haben alle Marktregionen des Konzerns mit zweistelligen Wachstumsraten in Lokalwährungen beigetragen. Das stärkste Wachstum wurde dabei mit 36,2 Prozent in der Region Americas realisiert. In der umsatzstärksten Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) zogen die Umsätze um 18,1 Prozent auf 1,04 Milliarden Franken an.

    Für das Gesamtjahr strebt Sika ein Umsatzwachstum von deutlich mehr als 10 Prozent in Lokalwährungen auf einen Gesamtumsatz von erstmals mehr als 10 Milliarden Franken an. Das Betriebsergebnis soll dazu überproportional um mindestens 15 Prozent gesteigert werden.

    Sika sieht den Bausektor „vom Megatrend Kliamwandel“ und einem damit verbundenen Wechsel zu nachhaltigem Bauen geprägt. Hier ist der Konzern nach eigenen Angaben gut aufgestellt. „Mit unseren umweltfreundlichen und innovativen Lösungen positionieren wir uns als Nachhaltigkeitschampion und leisten gemeinsam mit unseren Kunden einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität in der Bau- und Fahrzeugindustrie“, wird Konzernleitungsvorsitzender Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. Die im November 2021 aufgegleiste Übernahme des ehemaligen Bauchemiegeschäfts der BASF-Gruppe (MBCC Group) soll aus Sika laut Mitteilung zudem einen „Schlüsselspieler für mehr Nachhaltigkeit“ machen.

  • Damit Trockenbau die Nässe aushält

    Damit Trockenbau die Nässe aushält

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    Es ist buchstäblich eine Bieridee: Zwei Freunde plaudern am Feierabend über Garten, Grillieren und Gemütlichkeit. Eben wurde ein Stockwerk in einem Zweifamilienhaus erworben und das erste Kind geboren. Der existierende offene Unterstand würde wohl nicht mehr genügend Schutz bieten, um noch mehr Zeit im Garten zu verbringen. Reto Schär ist Gipsermeister, sein Gesprächspartner technischer Berater für Trockenbausysteme. Da kommt zusammen, was zusammenpasst.

    Der Platz war gegeben
    Das Gelände des Bauernhofs bietet die nötige Freifläche für ein stattliches Gartenhaus, und zwar auf der Betonplatte, wo einst der Misthaufen dampfte. Aus einer schon recht konkreten und vermassten Handskizze werden allmählich Baupläne für den 5 x 5 Meter grossen Raum mit Pultdach. Das Ganze steht 10 cm erhöht auf Schwerlastkonsolen, damit die Unterbodenisolation Platz hat. Schliesslich will man sich – auch wenn nicht geheizt wird – an kühleren Tagen wohl fühlen.

    Komplett aus Gipsers Hand
    Die Systemwahl ist natürlich kein Zufall. Dank der Verwendung von Rimodul®, Glasroc X, Habito, Rigiton® Ambiance und passendem Zubehör kann der Bauherr, Projektleiter beim ausführenden Gipsereiunternehmen, sein Gartenhaus vom ersten Profil bis zur obersten Putzschicht selber realisieren. Ausschlaggebend für diesen Lösungsweg war tatsächlich die neue vliesarmierte Glasroc X Gipsplatte von Rigips®, denn dank der geringen Wasseraufnahme und integriertem UV-Schutz kann sie auch dort eingesetzt werden, wo Gipsbauplatten bisher nicht hingehörten: Im Aussenbereich. Als Unterkonstruktion kommt das RiModul® Stahl-Leichtbausystem zum Einsatz, welches äusserst leicht ist aber dennoch eine voll tragende Funktion erfüllt. Damit lassen sich formstabile, sprich begeh- sowie belastbare und somit auch freistehende Bauten errichten. Das System basiert auf dem Prinzip der Vorfertigung, wodurch sich die gesamte Bauzeit um bis zu 60% verkürzen lässt.

    Die vorgefertigten RiModul®-Elemente werden nach einem Montageplan zusammengebaut.

    Verarbeiten wie gewohnt
    Die Vor-Ort-Montage der Stahlprofile erfolgte nach dem «Bausatz-Prinzip». Anschliessend beplankte das Gipserteam die Tragkonstruktion auf der Aussenseite mit der Rigips Glasroc X, wobei die Hohlräume im Stahlrahmen im Nachgang mit Mineralwolle gedämmt wurden. Die gesamte Aussenhaut, auch Fensterleibungen und Dachuntersichten, wurden so ausgeführt. Alle Plattenstösse sowie Eckausbildungen wurden mit dem witterungsresistenten, überputzbaren Glasroc X Fugenband abgeklebt. Somit war eine schlagregendichte Oberfläche bis zur weiteren Bearbeitung gewährleistet.

    Schutz gegen alle Wettereinflüsse
    Rigips® Glasroc X ist eine vliesarmierte Gipsplatte vom Typ GM-FH1 mit äusserst geringer Wasseraufnahme. Selbst eine kurzzeitige direkte Bewitterung kann ihr nichts anhaben; Wasser, das bei Frost gefrieren könnte, gelangt gar nicht erst in die Platte. Da Gipsplatten bei zu hohen Temperaturen ihre Festigkeitseigenschaften verlieren können, ist für Aussenwände mit Rigips® Glasroc X der Hellbezugswert der Oberflächenbeschichtung mit >20 festgelegt. Farbtöne in diesem Bereich haben sich in Langzeittests bewährt; so gestaltete Fassaden bleiben bei richtiger Wartung und Pflege dauerhaft schadensfrei.

    Bei richtiger Anwendung richtig stark
    Die Rigips® Glasroc X hält bei korrekter Planung und Ausführung dank Vorbemessungstabellen selbst schwersten Stürmen stand.

    Mit der Bekleidung durch Rigips® Glasroc X bleibt die Statik der Konstruktion auch unter Brandeinwirkung erhalten. Dank hervorragenden feuerhemmenden Eigenschaften der Gipsplatten können Rigips Aussenwandsysteme eine Feuerwiderstandsdauer von bis zu 90 Minuten auch für tragende Bauteile leisten. Systemaufbauten mit Glasroc X erreichen ausserdem eine erhebliche Reduktion der Schallübertragung.

    Komplett mit Rigips® Glasroc X beplankt, ist das Gartenhaus gegen Wind und Wetter, Brand und Schall optimal geschützt.

    Innen kommt die Alleskönnerin
    Mit der Wahl von Rigips® Habito H behält sich der Bauherr alle Optionen offen. Die Platte verfügt über einen wesentlich dichteren Gipskern, der mit einer speziellen Formulierung versetzt ist. Er verleiht der Platte einen hohen Oberflächenhärtegrad, macht sie stossfest und ermöglicht eine Tragkraft bis zu 30kg pro Schraube. Schär ist nun völlig frei, die Innenwände mit allerlei Nützlichem und Dekorativem zu behängen, und zwar ohne Bohrer, Dübel und Holzeinlage. Einfach Spanplattenschraube eindrehen – und fertig. Die abgehängte Akustikdecke besteht aus einem Doppelrost und Rigiton®  Ambiance Lochplatten, die mit der Primeline-Technik ausgeführt sind. Da darf es also ruhig einmal etwas lauter werden bei der Gartenparty mit Freunden und Kindern.

    Staubfrei schneiden wie gewohnt
    Reto Schär, selber gestandener Gipsermeister, wollte kein Holzhäuschen aus dem Katalog. Die Idee mit RiModul® und der neuen Glasroc X hat ihm sofort zugesagt: «Genau die richtige Lösung für ein richtiges Gartenhaus. Das Beste an der Platte ist, dass man sie ohne Maschine und wie jede Gipsplatte mit dem Cutter schneiden kann, sehr effizient und ohne Staubbildung. Erstaunlich, was wir hier draussen mit Systemen umgesetzt haben, die bisher dem Innenausbau vorbehalten waren!»

    Das Gartenhaus von Reto Schär in Inkwil BE ist von A bis Z mit Trockenbausystemen erstellt.

    Mehr Informationen über Rigips® Glasroc X finden Sie hier: https://www.rigips.ch/de/produkte/rigips/glasroc-x

  • Amberg Engineering erhält Auftrag von der Deutschen Bahn

    Amberg Engineering erhält Auftrag von der Deutschen Bahn

    Amberg Engineering hat bei der Auslosung einer Planung für die Neubau-Bahnstrecke zwischen Innleiten und Kirnstein bei Rosenheim in Bayern gewonnen. In einer Arbeitsgemeinschaft mit Obermeyer Infrastruktur soll das Beratungsunternehmen mit Sitz in Regensdorf den Auftrag der Deutschen Bahn (DB) im Projekt Brenner Nordzulauf bearbeiten, heisst es in einer Medienmitteilung. Beide Unternehmen arbeiten bereits in einem laufenden Projekt am Brenner Basistunnel zusammen.

    Der Planungsabschnitt Innleiten-Kirnstein im Schienennetzausbauprojekt Brenner-Nordzulauf umfasst unter anderem die Planung der beiden Tunnel Ringelfeld und Steinkirchen inklusive der tunneltechnischen Ausstattung, die Planung der Schienen und Strassen sowie die Planung für den Neubau von Überführungsbauwerken, Trögen, Schallschutzwänden und Stützbauwerken.

    Dabei kommt der digitale Prozess Building Information Modelling (BIM) vertraglich verpflichtend zum Einsatz. „Wir freuen uns sehr, unsere Planungsexpertise in einem solch exponierten DB-Gesamtplanungsprojekt zeigen zu können. Zudem können wir zusammen mit den Projektbeteiligten gemeinschaftlich die BIM-Methodik in der Infrastrukturplanung weiterentwickeln“, wird Christoph Heiter, Ingenieur bei Obermeyer Infrastruktur, zitiert.

  • Baumer baut in Frauenfeld für 20 Millionen Franken

    Baumer baut in Frauenfeld für 20 Millionen Franken

    Baumer wird seinen Standort Frauenfeld um Entwicklungszentrum erweitern. Für sein neues Innovation Center investiert das Unternehmen 20 Millionen Franken. Es wird auf 5000 Quadratmetern Platz für rund 120 Mitarbeitende bieten. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen die Teams im Spätsommer 2023 einziehen.

    Damit investiere Baumer nach dem 2018 eröffneten Neubau des High-Tech Center im süddeutschen Stockach zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in seine Innovationskraft. Dafür sei die zentrale Lage zwischen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Exzellenzuniversität Konstanz und der OST – Ostschweizer Fachhochschule „optimal“. „Der Neubau ermöglicht uns den Ausbau der Entwicklungskapazitäten am Headquarter, um unsere Position als Innovationstreiber auszubauen“, wird Dr. Oliver Vietze zitiert, CEO des Unternehmens aus der St.GallenBodenseeArea.

    Bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz soll das Innovation Center ein Vorzeigeprojekt werden. Für die Stromerzeugung ist eine komplette Solargebäudehülle vorgesehen. Erdsonden und Wärmepumpe sollen das Gebäude temperieren. Weiteren CO2-neutralen Strom wird Baumer aus Schweizer Wasserkraft beziehen.

  • Tägi lädt zur Messe Bauen+Wohnen ein

    Tägi lädt zur Messe Bauen+Wohnen ein

    Das Freizeit-, Sport- und Eventzentrum Tägi in Wettingen lädt in diesem Frühjahr nach zweijähriger Pause wieder zur Messe Bauen+Wohnen Aargau ein. Sie findet laut Medienmitteilung vom Donnerstag, 7. April, bis Sonntag, 10. April, statt und präsentiert Angebote rund ums Bauen, Wohnen, Garten und Energie. Mehr als 180 Aussteller präsentieren in vier Hallen sowie auf der Tägerhardstrasse, dem Tägi-Vorplatz und in der Veranstaltungsarena Produkte und Dienstleistungen. Weiter gibt es mehrere Fachvorträge im Limmatraum zu Themen wie Licht, Wärmepumpen, Küchenplanung oder Solarstrom.

    Die Messe ist am Donnerstag und Freitag von 13 bis 20 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Auf der Zirkuswiese gibt es gebührenpflichtige Parkplätze.

    An diesem Wochenende eröffnet das Tägi auch die Minigolfsaison. Der 18-Loch-Minigolf-Platz ist täglich von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Vorausgesetzt, das Wetter ist schön und lässt den Spielbetrieb zu.