Schlagwort: Dekarbonisierung

  • Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Die Axpo Biomasse AG betreibt in Aarberg neu eine Biogasaufbereitungsanlage anstelle des bisherigen Blockheizkraftwerks. In der Vergärungsanlage in Aarberg werden pro Jahr rund 20’000 Tonnen regionale Biomasse zu Strom und Naturdünger verarbeitet. Das dabei entstehende Biogas wird neu zu Biomethan aufbereitet und direkt in das bestehende Gasnetz eingespeist.

    Bisher wurde das Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Mit der Umstellung soll der Energieinhalt der eingesetzten Biomasse effizienter genutzt werden. „So leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zur regionalen Wertschöpfung“, sagt Daniel Gobbo, Leiter der Geschäftseinheit Biomasse der Axpo.

    Abnehmerin des produzierten Biomethans ist Energie Wasser Bern (ewb), die Energieversorgerin der Stadt Bern. Laut Mitteilung hat ewb einen Vertrag über die vollständige Abnahme der Produktion abgeschlossen. Der Transport erfolgt über das Netz der Seelandgas AG. Für mögliche Überschussmengen baut der Gasverbund Mittelland (GVM) zudem eine Druckerhöhungsstation, damit das Gas ins Hochdrucknetz des Gasverbunds Mittelland eingespeist werden kann.

    Energie Wasser Bern leistet durch die Abnahme einen Beitrag zur Förderung der Produktion von Biogas in der Schweiz. „Mit dem Bezug aus der Anlage Aarberg verfolgt ewb konsequent ihre Strategie für eine CO2-neutrale Energiezukunft und stärkt die nachhaltige Versorgungssicherheit“, so Marcel Ottenkamp, Leiter Bereich Energiewirtschaft bei ewb.

  • Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    KONE hat es in den von CDP soeben veröffentlichten Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen, den sogenannten CDP Scores 2025, auf die A-Liste geschafft. Diese umfasst die besten 4 Prozent der insgesamt über 22’100 bewerteten Unternehmen aus der ganzen Welt. Die Klassifizierungen reichen von D- bis A und zeigen, wie ambitioniert und effektiv Unternehmen bezüglich Klima, Wassersicherheit und Wälder handeln.

    Der Aufzugbauer legt seine Daten laut einer Mitteilung seit 2009 über CDP offen und hat nun zum 13. Mal in Folge eine CDP-Bewertung von A oder A- erreicht. Erst Ende Januar war KONE in der diesjährigen Rangliste der Global 100 Most Sustainable Corporations in the World von Corporate Knights auf Platz 54 gelandet und nahm unter den Maschinenbauern Platz 2 ein.

    „Diese Anerkennung spiegelt unsere systematischen Bemühungen wider, Nachhaltigkeit in alles, was wir tun, zu integrieren – von unseren Produkten und Dienstleistungen bis hin zu unseren Betriebsabläufen und Partnerschaften“, wird Kirsi Simola-Laaksonen zitiert. Er ist KONEs Senior Vice President und für Nachhaltigkeit und Umwelt zuständig.

    Wie er weiter ausführt, sei der Anteil regenerativer Antriebe in KONE-Aufzügen 2025 deutlich angestiegen. Das habe die Energieeffizienz der Produkte verbessert und die eigenen CO2-Emissionen wie die seiner Kunden reduziert. Da über 99 Prozent der Emissionen aus der Produkt- und Wertschöpfungskette stammen, arbeite das Unternehmen „aktiv mit Lieferanten zusammen, um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen aus den in unseren Produkten verwendeten Materialien zu identifizieren“.

    KONE hat seinen Hauptsitz seit 1910 im finnischen Espoo. In der Schweiz ist die KONE (Schweiz) AG seit 1996 tätig. Das Unternehmen beschäftigt in mehr als 70 Ländern über 60’000 Mitarbeitende.

  • Neue Rolle für H₂-Wärme

    Neue Rolle für H₂-Wärme

    In einer Produktionshalle schreibt ein unscheinbares Gerät Heiztechnik-Geschichte. Der erste katalytisches Wasserstoff-Luftheizsystem wurde bei einem Kunden in Betrieb genommen. Die 10-kW-Anlage liefert Spitzenlastwärme für einen rund 1’000 Kubikmeter grossen Produktionsbereich des Pumpenherstellers Flusys und nutzt dafür Wasserstoff aus regionaler Versorgung. Für das junge Unternehmen aus Wiesbaden ist das mehr als ein Feldtest. Es ist die praktische Bewährungsprobe für eine Technik, die fossile Brennstoffe im Wärmesektor perspektivisch ersetzen soll.

    Gewerbe- und Industriegebäude
    Das Unternehmen zielt bewusst auf Gewerbe- und Industriegebäude statt auf das Einfamilienhaus. Dort treffen hoher Wärmebedarf, begrenzte elektrische Anschlussleistung und steigender Dekarbonisierungsdruck unmittelbar aufeinander. Eine rein elektrische Lösung über gross dimensionierte Wärmepumpen scheitert oft an teuren Netzanschlüssen oder schlicht an fehlender Kapazität. Die Wasserstoff-Heizung deckt die Spitzenlast ab, während eine Wärmepumpe oder eine andere Wärmequelle die Grundlast übernimmt.

    In Offenbach arbeitet die 10-kW-Einheit im Hybridverbund mit einer Wärmepumpe. Die Wärmepumpe versorgt den Produktionsbereich im Normalbetrieb, die H₂-Heizung springt an besonders kalten Tagen oder bei hoher Auslastung ein. Diese Aufgabenteilung erlaubt eine kleinere Dimensionierung der Wärmepumpe und reduziert die erforderliche elektrische Anschlussleistung, ein spürbarer Hebel für Investitions- und Leistungspreise. Für Standorte mit bestehender oder geplanter Wasserstoff-Infrastruktur wird das System so zu einem wirtschaftlichen Baustein der Energieversorgung.

    Die flammenlose Wasserstoff-Heizung
    Technologisch unterscheidet sich die Firma deutlich von klassischen Brennwertkesseln oder H₂-Brennern. Die Anlage arbeitet mit einem flammenlosen, katalytischen Prozess. Wasserstoff wird mit Umgebungsluft gemischt, bleibt dabei unterhalb der unteren Explosionsgrenze und reagiert erst im Katalysator mit dem Sauerstoff. Es entsteht Wärme, aber keine sichtbare Flamme , da das Verfahren auf kontrollierter Oxidation statt auf Verbrennung basiert.

    Durch die niedrigeren Prozesstemperaturen fallen weder CO₂, NOx noch Feinstaub an, als Nebenprodukt bleibt lediglich Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig werden zu keinem Zeitpunkt brennbare Wasserstoffkonzentrationen im Gerät verwendet, was die Technologie inhärent sicher macht. HYTING sieht darin eine Art „Plug-and-Play-Heizen“ mit Wasserstoff, das bestehende Luftkanäle oder Lüftungssysteme nutzen und in modularem Aufbau skaliert werden kann.

    Praxistest, Dauerlauf und Zulassung
    Die Anlage ist nicht der erste Härtetest für die junge Technologie. Bereits zuvor hat ein führender Engineering-Dienstleister einen 2’500-Stunden-Dauerlauftest begleitet, der rund zehn Jahre Realbetrieb simulierte. Während des Tests traten weder Ausfälle noch messbarer Verschleiss an sicherheitskritischen Komponenten auf. Kontinuierliche Emissionsmessungen bestätigten die Abwesenheit von CO₂-, NOx- und Feinstaubemissionen.

    Die erste Kundenanlage markiert nun den Übergang vom Labor in die industrielle Realität. Weitere Systeme sollen im Verlauf des ersten Quartals 2026 folgen, ebenfalls in gewerblichen Anwendungen mit bestehender Wasserstoffkompetenz.

    Wo ist die Technologie sinnvoll
    Trotz der Aufmerksamkeit ist die katalytische Wasserstoff-Heizung kein Ersatz für Gasheizung oder Wärmepumpe im breiten Markt. Wasserstoff ist derzeit teuer, die Infrastruktur begrenzt, und ein flächendeckendes H₂-Netz für Wohnquartiere ist nicht in Sicht. Im Einfamilienhaus fehlt damit auf absehbare Zeit die Grundlage für einen wirtschaftlichen Einsatz.

    Anders sieht es in industriellen Clustern, Hafenregionen oder Chemieparks aus, wo Wasserstoff bereits anfällt oder das Wasserstoffkernnetz aufgebaut wird. Dort kann diese seine Stärken ausspielen. Als Spitzenlast-Heizung in Kombination mit Wärmepumpen, als Ergänzung zu industrieller Abwärme oder als flexible Option in Logistikimmobilien mit eigener Wasserstoffproduktion aus PV-Überschüssen. Die Rolle ist damit klar umrissen, keine Konkurrenz zur Wärmepumpe, sondern ein Baustein in hybriden Systemen für Betriebe, die H₂ ohne grossen Zusatzaufwand nutzen können.

    Ob aus der Nische mehr wird, entscheidet sich letztlich ausserhalb des Technikraums. Wasserstoffpreis, Tempo beim Netzausbau und politische Weichenstellungen werden darüber bestimmen, ob flammenlose H₂-Heizungen künftig häufiger in Gewerbehallen hängen oder ein spezialisiertes Werkzeug bleiben, das vor allem dort eingesetzt wird, wo Wasserstoff ohnehin schon Teil des Energiemixes ist.

  • Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Holcim hat eine strategische Beteiligung an Capsol Technologies vereinbart, einem Spezialisten für Post-Combustion-Carbon-Capture-Lösungen aus Oslo. Die geht aus einer Mitteilung des Baustoffanbieters hervor. Im Fokus steht die sogenannte HPC-Technologie (Hot Potassium Carbonate), ein energieeffizientes chemisches Absorptionsverfahren zur Abscheidung von CO2 aus Gasströmen, kombiniert mit einem integrierten Wärmerückgewinnungssystem. Mit Hilfe dieser Technologie will Holcim die Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab vorantreiben und der wachsenden Kundennachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen begegnen.

    „Durch die Kombination von Holcims Know-how in der Zementherstellung und der CO2-Abscheidung vor Ort mit der sicheren und effizienten Technologie von Capsol verfügen wir über einen zusätzlichen Hebel, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und profitables Wachstum zu erzielen“, wird Ram Muthu, Head of Operational Excellence bei Holcim, zitiert. „Durch diese strategische Investition sind wir der Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab einen Schritt näher gekommen.“

    Der Investition ging ein CapsolGo-Demonstrationsprojekt im Holcim-Werk Dotternhausen in Deutschland im Jahr 2025 voraus, bei dem Capsol seine Technologie erfolgreich im industriellen Umfeld erprobte. Die Beteiligung erweitert Holcims Portfolio an Dekarbonisierungstechnologien innerhalb seines offenen Innovationsökosystems. Über Holcim MAQER Ventures, die Corporate-Venture-Capital-Einheit des Konzerns, hat Holcim bislang 19 Investitionen getätigt und prüft jährlich mehr als 500 Start-ups im Bereich nachhaltiger Baulösungen.

  • Datenbasierte Entscheidungen für grüne Immobilienstrategien

    Datenbasierte Entscheidungen für grüne Immobilienstrategien

    Empira will die Real Estate Decision Intelligence (REDI) der Zürcher OptimI nutzen, um die datenbasierte Entscheidungsfindung in den Bereichen Investitionen, Fonds, Vermögensverwaltung und Nachhaltigkeitsmanagement zu stärken. Ziel ist laut einer Mitteilung ein integrierter Ansatz, der finanzielle Performance, Klimawirkung und regulatorische Anforderungen ganzheitlich miteinander verbindet. Optimls REDI-Plattform unterstützt Empira dabei, fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen, wissenschaftlich fundierte Dekarbonisierungspfade auf Fonds- und Asset-Ebene zu entwickeln sowie kapitaleffiziente Investitions- und Sanierungsstrategien zu planen.

    Empira nutzt die Plattform insbesondere im Rahmen seines Transition-to-Green-Fonds, der auf energieineffiziente Immobilien mit Repositionierungspotenzial abzielt und staatliche Anreize für grüne Sanierungen und ein umfassendes Asset Management nutzt, um hochwertige, nachhaltige Wohn- und Büroimmobilien zu schaffen

    „Digitale Entscheidungsintelligenz ist heute unerlässlich, um sowohl stabile Renditen als auch eine glaubwürdige Dekarbonisierung zu erzielen, und zwar bereits ab dem Erhalt eines ersten Investitionsmemorandums“, wird Torsten Bergmann zitiert, Vizepräsident Investment Advisory bei Empira. „Optiml bietet uns die analytische Tiefe, die wir benötigen, um eine konsistente, skalierbare Wirkung über alle unsere Fonds hinweg zu erzielen, und unterstützt unsere Transition-to-Green-Strategie mit zuverlässigen Entscheidungsprozessen.“

    Die Einführung der OptimI-Lösung unterstreicht laut Mitteilung den Branchentrend hin zu datengesteuerter Vermögensoptimierung, bei der Nachhaltigkeit und finanzielle Leistung ganzheitlich bewertet werden. Der Immobiliensektor sei weltweit für rund 40 Prozent der gesamten energiebezogenen CO2-Emissionen verantwortlich. Branchenakteure sind daher zunehmend verpflichtet, glaubhafte und finanziell robuste Dekarbonisierungsstrategien vorzulegen.

  • Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    Neue Rohrbrücke stärkt regionales Fernwärmenetz

    BRUGG Pipes aus Kleindöttingen, Teil der in Brugg ansässigen BRUGG Group AG, hat vorisolierte Fernwärmerohre für eine Querung der Autobahn A4 geliefert. Das Brückenelement zwischen Holzhäusern und Rotkreuz wurde Ende Oktober eingehoben, heisst es in einer Mitteilung. Bei der Montage sind zwei für Brückenbauwerke taugliche Rohrleitungen mit einer Länge von 48 Metern montiert worden. Sie wiegen ohne Wasser 4,9 Tonnen.

    Die Rohrbrücke verbindet bereits bestehende mit neuen Abschnitten des Wärmeverbundes Ennetsee. Dabei sollen weitere Quartiere und Gewerbestandorte in Rotkreuz ZG, Cham ZG und angrenzenden Gebieten an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Bauherrin des Projekts ist die WWZ. Für die Planung und Bauleitung der Brücke war das Unternehmen B+S AG verantwortlich, unterstützt von der Hodel SHLK AG als Rohrbauer. „Ich bin begeistert, wie die WWZ, B+S, Hodel SHLK und die weiteren Partner dieses Projekt partnerschaftlich und mit grösster Präzision umgesetzt haben. Eine solche Verlegung unserer Rohre mit einer eigenen Brücke ist definitiv nicht alltäglich. Umso mehr freut es mich, dass die Installation erfolgreich verlief und unsere vorisolierten Rohrsysteme nun den Ausbau des Wärmeverbunds Ennetsee sowie die Dekarbonisierung unterstützen“, wird Martin Rigaud, CEO von BRUGG Pipes, in der Mitteilung zitiert.

    Als Wärmequelle nutzt die WWZ die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen LU. Bis Herbst 2026 soll auch Cham mit Fernwärme aus dem Projekt versorgt werden. Insgesamt rechnet man beim Ausbau des Verbunds mit einer Einsparung von etwa 12‘000 Tonnen Kohlendioxid jährlich.

  • Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Die AEW Energie AG steigt bei der Herzog Kull Group Holding AG (HKG) ein. Der Energieversorger aus Aarau werde 35 Prozent an der Zuger Gruppe für Gebäudetechnik und Elektrotechnik übernehmen, informiert AEW in einer Mitteilung. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen neue Geschäftsfelder aufbauen. Als Beispiele werden in der Mitteilung unter anderem Generalplanung für Arealkonzepte und standartisierte Gesamtlösungen für den Wohnungsbau genannt.

    Über den Kaufpreis für die Anteile haben die die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. AEW und HKG haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Dabei stieg AEW Ende 2023 mit einem Anteil von 50 Prozent an der HKG-Tochter GA-Werkstatt.ch AG (GAW) ein. Die GAW soll noch in diesem Jahr mit der HKG-Tochter Energy-Group.ch AG zur Energy Group AG zusammengeführt werden.

    „Die Megatrends Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung werden auch künftig das Energiesystem prägen, und jedes Gebäude wird ein aktives Element darin sein“, wird AEW-CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen will die eigenen Kompetenzen bei Planung, Engineering und Gebäudemanagement ausbauen, dabei aber weiterhin auf Tätigkeiten in der Ausführung verzichten. Im Zuge des Einstiegs bei HKG ziehen Ritter und AEW-Verwaltungsratspräsident Raffael Schubiger in den Verwaltungsrat der Herzog Kull Group Holding AG ein.

  • Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Die Stadt Zürich und EKZ haben sich laut einer gemeinsamen Mitteilung entschieden, sich um die Übernahme der Energie 360 Grad AG durch EKZ zu bemühen. Hauptaktionärin von Energie 360 Grad ist mit einem Anteil von 96 Prozent die Stadt Zürich. Die übrigen 4 Prozent entfallen auf 22 politische Gemeinden.

    Mit einem Beschluss vom 31. Mai 2023 hatte der Zürcher Stadtrat verfügt, dass das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) alleiniger städtischer Anbieter für grosse Energieverbunde im Stadtgebiet sein soll. Die grossen Energieverbunde von Energie 360 Grad in der Stadt sollten an das ewz übertragen werden.

    In der Folge richtete sich Energie 360 Grad verstärkt auf Tätigkeiten ausserhalb des Stadtgebiets aus. Infolgedessen wurde die städtische Eigentümerschaft ebenso geprüft wie mögliche Partnerschaften für Energie 360 Grad. Nun haben sich EKZ und die Stadt Zürich auf die Aufnahme exklusiver Gespräche über eine Übernahme von Energie 360 Grad durch EKZ verständigt.

    Wie es in der Mitteilung heisst, könnte die Energieinfrastruktur im Kanton Zürich durch einen Schulterschluss von EKZ und Energie 360 Grad zu einem grossen Teil aus einer Hand betrieben werden. EKZ liefere schon heute 100 Prozent erneuerbaren Strom. Die eingeschlagene Strategie von Energie 360 Grad hin zu erneuerbaren Gasen und zur Installation von Ladeinfrastruktur für E-Autos würde EKZ konsequent weitertreiben. „Damit würde ein entscheidender Schritt Richtung Dekarbonisierung und Erreichung der Klimaziele gemacht“, so die beiden Verhandlungspartner.

    Über das Zustandekommen des Verkaufs von Energie 360 Grad an EKZ müssen nun der Gemeinderat und der EKZ-Verwaltungsrat entscheiden. Ziel ist es den Angaben zufolge, eine mögliche Transaktion bis Ende 2026 abzuschliessen.

  • Energie 360° und EKZ führen Übernahmegespräche

    Energie 360° und EKZ führen Übernahmegespräche

    Die Stadt Zürich hat bereits 2024 angekündigt, für Energie 360° neue Partnerschaften zu suchen. Nach dem Rückzug aus der städtischen Wärmeversorgung fokussiert sich das Unternehmen zunehmend auf Projekte ausserhalb des Stadtgebiets. Um seine Zukunft langfristig zu sichern, führte die Stadt mit externer Unterstützung Marktabklärungen durch und sprach mit mehreren Interessenten.

    Nun steht fest, Zürich und EKZ führen exklusive Verhandlungen über eine mögliche Übernahme. Die Gespräche sollen gemäss Mitteilung klären, ob der Zusammenschluss beider Energieunternehmen einen Mehrwert für den Kanton und die Stadt schaffen kann.

    Synergien für die kantonale Energiezukunft
    EKZ verfügt über breite Erfahrung im Aufbau und Betrieb komplexer Energieinfrastrukturen und liefert im Strombereich bereits 100 Prozent erneuerbare Energie. Durch einen Zusammenschluss mit Energie 360° könnte der Kanton Zürich künftig grosse Teile der Energieversorgung aus einer Hand steuern.

    Für Energie 360° würde die Integration in EKZ die konsequente Fortsetzung ihrer Transformation bedeuten. Weg vom fossilen Gas hin zu erneuerbaren Energieverbünden, Biogas und Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität. Damit würde der Kanton Zürich im nationalen Vergleich einen markanten Schritt Richtung Netto-Null machen.

    Beobachter sehen in dieser Bündelung eine Chance, die regionale Energieproduktion, Netzinfrastruktur und Versorgungssicherheit stärker zu koordinieren. Gleichzeitig bietet die geplante Übernahme die Möglichkeit, Ressourcen und Know-how in einem zunehmend fragmentierten Markt effizienter einzusetzen.

    Entscheid bis Ende 2026 erwartet
    Ob der Zusammenschluss tatsächlich zustande kommt, entscheiden zwei Gremien. Auf Seiten der Stadt der Gemeinderat, auf Seiten von EKZ der Verwaltungsrat. Die Verhandlungen sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

    Für Zürich wäre der Verkauf ein bedeutender strategischer Schritt. Verbunden mit der Abgabe eines wichtigen Energieunternehmens, aber auch mit der Chance, das Ziel der Dekarbonisierung im Kanton vereint voranzutreiben. Sollte die Übernahme gelingen, entstünde im Raum Zürich ein Energieakteur, der Strom, Wärme und Mobilität konsequent auf erneuerbare Grundlagen stellt und damit die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft stellt.

  • ETH-Spinoff lehrt der Baubranche das Sparen

    ETH-Spinoff lehrt der Baubranche das Sparen

    Auf dem Gelände des Innovation Park Zürich setzt das ETH Spinoff Zeichen. Ein dreieinhalb Tonnen schwerer Dumper wird bei Kunden-Demos mit dem eigens entwickelten Hybridantrieb vorgestellt. Die Baubranche steht angesichts von weltweit drei Gigatonnen CO₂-Emissionen ihrer Maschinen vor enormen Herausforderungen. Der Hybridantrieb ermöglicht eine Reduktion von 30 bis 50 Prozent beim Treibstoffverbrauch und den Emissionen. Eine Revolution für Baufirmen, die zunehmend strengeren Umweltauflagen gegenüberstehen.

    Effizienz und Entwicklung als Daueraufgabe
    Der Innovationsdruck ist hoch. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und zukünftige Anforderungen zu erfüllen, arbeitet das Team laufend an Weiterentwicklungen und optimiert die Technologie für verschiedene Einsatzzwecke. Die Zusammenarbeit mit Bau- und Maschinenunternehmen gewährleistet praxistaugliche Lösungen, während der Standort im IPZ-Pavillon ideale Bedingungen für Forschung und Entwicklung bietet.

    Vom Prototyp in die Serienfertigung
    Nach intensiver Zusammenarbeit mit Partnern steht die serielle Produktion kurz bevor. Damit wird der innovative Hybridantrieb bald breite Anwendung finden und markant zur Dekarbonisierung und Kostenreduktion im Baugewerbe beitragen. Die Technologie vereint Kraft und Flexibilität mit ökologischer Verantwortung. Ein Modell, das der Schweizer Bauindustrie neuen Schub gibt.

    Das Unternehmen zeigt eindrücklich, wie technologische Innovationen den Spagat zwischen Effizienz, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit meistern. Der Weg in die Zukunft des Bauens führt über intelligente Antriebe.

  • Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Fernwärme aus Abwasser soll Gemeinde dekarbonisieren

    Das Energieunternehmen CKW, Teil der Axpo-Gruppe, erhält den Zuschlag bei der Präqualifikation des geplanten Fernwärmenetzes in Richterswil. Mit dem Fernwärmenetz, das zentral für das Energie- und Klimakonzept der Gemeinde ist, möchte das Energieunternehmen laut einer Mitteilung eine langfristige Partnerschaft zur Dekarbonisierung starten.

    Der Energieverbund soll hauptsächlich aus Abwärme der Abwasserreinigungsanlagen (ARA) Richterswil betrieben werden. Eine zusätzliche Wärmeproduktion für Spitzenlast- und Sicherheitsabdeckung wird zukünftig evaluiert. Ziel ist es, dass Gewerbebetriebe sowie Einwohnerinnen und Einwohner von einem wirtschaftlich attraktiven Angebot profitieren. «Wir freuen uns sehr über den Zuschlag und sind überzeugt, dass wir in Richterswil eine wirtschaftliche und nachhaltige Wärmeversorgung projektieren können», wird Angela Krainer in der Mitteilung zitiert, Leiterin Geschäftsbereiche Energie von CKW.

    Zukünftig übernimmt die CKW die gesamte Projektierung des Wärmeverbundes. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Unternehmen soll im Sommer konkretisiert und nächste Projektschritte sollen im Herbst 2025 unternommen werden.

  • Studie zeigt Potenziale für erneuerbare Energie in Frauenfeld

    Studie zeigt Potenziale für erneuerbare Energie in Frauenfeld

    Die Stadtwerke von Frauenfeld, Thurplus, und Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben die Ergebnisse der zweijährigen Studie „Energieperspektiven 2050“ vorgestellt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sind in der Studie Szenarien entwickelt worden, die aufzeigen, mit welchen Technologien, Energiebedarfen und Infrastrukturen Netto-Null-Emissionen im genannten Zeitraum zu erzielen wären.

    Laut der Studie werden heute noch 80 Prozent der Gebäude in Frauenfeld mit Öl oder Erdgas beheizt. Eine Dekarbonisierung wäre jedoch mit den bereits heute verfügbaren Technologien wie Fernwärme, Wärmepumpen, Photovoltaik und Batteriespeichern erreichbar. Um die bestehenden fossilen Heizsysteme bis 2040 auszutauschen, müssten jedoch jährlich 250 Gebäude mit erneuerbaren Heiztechniken ausgerüstet werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Fernwärme, doch auch Solaranlagen haben ein hohes Potential. Solarenergie, die heute 18 Prozent des Strombedarfs Frauenfelds abdeckt, könnte bis 2040 um fast das Fünffache gesteigert werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Studie ist gemeinsam mit der Urban Sympheny AG, einer Ausgliederung der Empa, erarbeitet worden. Das Projekt wurde vom Bundesamt für Energie (BFE), dem Amt für Energie des Kantons Thurgau und dem Amt für Hochbau und Stadtplanung der Stadt Frauenfeld unterstützt.

  • Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Die Flughafen Zürich AG geht den Bau eines zweiten Testbrunnens einer etwa 300 Meter unter dem Flughafengelände liegenden eiszeitlichen Rinne an, informiert die Flughafenbetreiberin in einer Mitteilung. Sie plant, die wasserführende Rinne als Wärme- und Kältespeicher für emissionsfreies Heizen und Kühlen des Flughafengebäudes zu nutzen. Ein im vergangenen Herbst angelegter Testbrunnen hatte bereits erfolgversprechende Resultate geliefert.

    „Die Wassermengen, die gepumpt werden konnten, sowie die Fliessgeschwindigkeit des Wassers stimmen uns weiter zuversichtlich, dass die Rinne als Wärme- und Kältespeicher dienen kann“, wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. „Nun braucht es weitere Tests, um festzustellen, in welchem Ausmass dieser Speicher nutzbar ist.“

    Aktuell wird ein geeigneter Standort für den zweiten Brunnen gesucht. Einmal angelegt, soll er für Zirkulationstests mit dem ersten Brunnen verbunden werden. „Mit diesem nächsten Schritt prüfen wir die Effizienz eines solchen Speichers und können bei positiven Resultaten schliesslich den konkreten Ausbau planen“, erläutert Hüni.

    Die Flughafenbetreiberin setzt darauf, über die Rinne den überwiegenden Teil des Heiz- und Kühlbedarfs für das Flughafengebäude decken zu können. Je nach Ergiebigkeit könnte der Wasserspeicher dabei mit Erdsondenfeldern kombiniert werden. Als voraussichtliche Kosten für die Investition werden in der Mitteilung rund 8 Millionen Franken genannt. Dabei kann sich die Flughafen Zürich AG auf finanzielle Förderung durch das Bundesamt für Energie stützen.

  • Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Die Energieunternehmen Primeo Energie aus Münchenstein und die StWZ Energie AG sind in den Planungen zum Fernwärmenetzwerk Fernwärme Unteres Wiggertal (FUWI). Gemäss einer Medienmitteilung sieht ihr Lösungsansatz vor, bereits bestehende Verbünde einzubringen.

    «Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. StWZ und Primeo sind überzeugt, dass sich das Fernwärmenetz im unteren Wiggertal am effektivsten umsetzen lässt, wenn wir unsere Kräfte in einer gemeinsamen Gesellschaft bündeln», wird Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG, zitiert. Als erstes soll das Fernwärmenetz in Oftringen und Zofingen ausgebaut werden und in dem Zuge die bestehenden Fernwärmenetze beider Gemeinden eingebunden werden. Als klimaneutraler Wärmeenergieersatz sollen die Holzverbrennung in den StWZ-Energiezentralen und Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Erzo (Entsorgung Region Zofingen) genutzt werden.

    Zu Beginn waren an dem Projekt neben der StWZ Energie AG Zofingen auch die EW Oftringen AG und EW Rothrist AG beteiligt. Entgegen der Planungen haben die beiden regionalen Energieversorger aus verschiedenen Gründen ihre Zusage zum Beitritt in die Gesellschaft vorerst zurückgezogen. Beide Unternehmen stehen laut Mitteilung aber hinter dem Vorhaben für CO2-neutrale Fernwärme. Eine Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen.

    Offen ist zudem die Frage nach einer künftigen Aufstockung der Wärmeabnahme ab Sommer 2027. Für den Bau einer neuen KVA und das dafür benötigte zusätzliche Landstück soll das Oftringer Stimmvolk im November 2025 abstimmen.

  • Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Optiml hat bekanntgegeben, dass Prof. Dr. Alexander von Erdély als Angel Investor zum Team gestossen ist. Der 55-Jährige promovierte Bauingenieur verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung im Immobiliensektor. Vor drei Monaten hat er sein Amt als Vorstandssprecher der deutschen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben angetreten, die in ihrem Portfolio rund 18’000 bundeseigene Liegenschaften zählt.

    Davor war von Erdély als Deutschland-CEO von CBRE, dem weltweit grössten Anbieter von Dienstleistungen und Investments für Gewerbeimmobilien mit Hauptsitz in Dallas und Schweizer Sitz in Zug, tätig. Als «leidenschaftlicher Interessenvertreter für ESG, Nachhaltigkeit und Innovation» ist er laut der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich «ein Vorbild in seinem Engagement, den Fortschritt in der Immobilien- und Stadtentwicklung voranzutreiben».

    Das neue Verwaltungsratsmitglied soll Optiml bei der Skalierung seiner Plattform namens Real Estate Decision Intelligence unterstützen. Sie gibt Immobilienverwalterinnen und -verwaltern, Investoren und Beratenden Werkzeuge an die Hand, um ihre Ziele bezüglich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür bietet sie den Angaben zufolge wertvolle Einblicke in Portfolios und Gebäudewerte sowie optimale Dekarbonisierungs- und Investitionsstrategien und darüber hinaus detaillierte Aktionspläne für die Netto-Null-Sanierung sowie die Einhaltung etwa von ESG-Vorschriften.

    Derzeit werden laut einem Bericht von startupticker.ch zehn neue Kunden aus der DACH-Region und Grossbritannien in die Plattform integriert. Ausserdem sei das Zürcher Unternehmen damit befasst, seine Lösung an die regulatorischen Besonderheiten und Berechnungsrahmen der USA anzupassen. Die Akquise des ersten Kunden in den USA, eines sogenannten Real Estate Investment Trust, nennt CCO und Mitgründer Nico Dehnert «einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Wachstumskurs».

  • Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Die EPFL und der Westschweizer Gasversorger Gaznat haben laut einer Mitteilung eine Rahmenvereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese sieht drei Ausschreibungen für Projekte der Forschung und Entwicklung vor, die einen erheblichen Beitrag zu einer sauberen Gasversorgung leisten können. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2025 vorgesehen.

    Die Siegerprojekte werden von einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt, dem jeweils vier Vertreter beider Seiten angehören.  Dazu gehören der Gaznat-CEO Gilles Verdan, Wendy Lee Queen und Yasmine Calisesi vom EPFL Energy Center sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion. Ein Programmmanager wird die Ausschreibungen koordinieren und die ausgewählten Projekte begleiten.

    Die EPFL und Gaznat haben im Rahmen von drei Ausschreibungen bereits 17 Projekte gemeinsam finanziert. Gaznat eröffnete 2023 sein Innovationslabor in Aigle.

    Gaznat mit Sitz in Lausanne beschafft und transportiert Gas für Partnerunternehmen in der Westschweiz. Das Unternehmen will sein Angebot bis 2050 klimaneutral gemacht haben. „Dank unserer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit der EPFL kommen wir unserem Ziel der Klimaneutralität näher und können unsere Branche dekarbonisieren“, werden Gaznat-Verwaltungsratspräsident René Bautz und CEO Gilles Verdan in der Mitteilung zitiert.

  • Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Wirtschaftsraum Zug – Facts and Figures Zug

    Innerhalb des Wirtschaftraums Greater Zurich Area (GZA) gelegen gehört Zug zu einer der weltweit führenden Wirtschaftsregionen. Der Standort überzeugt durch eine exzellente Infrastruktur, ein grosses Potenzial an jungen Talenten sowie politische und wirtschaftliche Stabilität.

    Sowohl die Gemeinden als auch der Kanton Zug entwickeln sich stetig weiter und passen sich den Anforderungen an. Mit innovativen Projekten, wie z. B. einer Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten, mit Seewasser, das künftig die Temperatur in den Häusern der Wohngebiete regulieren wird, sowie mit spannenden Projekten, wie z. B. dem Verein zur Dekarbonisierung oder der Klima Charta Zug, prägt der Kanton mit Ambitionen ein modernes Bild.

    Zahlreiche Areale, die von historischer Bedeutung sind, werden renoviert und umgebaut, um attraktive Nutzungsmischungen aus Wohn-, Arbeits- und Gewerbeflächen zu schaffen.

    Damit bleibt Zug ein der lebenswerter Kanton, was sich auch in einer hohen Lebenszufriedenheit widerspiegelt.

    Zug wird nicht nur von den 133’000 Bewohnerinnen und Bewohnern geschätzt, auch zahlreiche unabhängige Ratings und Studien bestätigen Zugs herausragende Position. So belegt Zug seit 24 Jahren in den Ranglisten von Credit Suisse und UBS den ersten Platz unter den Schweizer Kantonen. Die Grundprinzipien der Wirtschaftsfreundlichkeit, Serviceorientierung und Innovationskultur machen den Kanton Zug zu einem idealen Partner für Unternehmen, Bildungsseinrichtungen sowie auch Forschungsinstitute.

    Testimonials

    Andreas Klopp
    General Manager Roche Diagnostics International AG

    «Rotkreuz liegt im Life Sciences Cluster Zürich–Zug und bietet dank ausgezeichneter Infrastruktur und hoher Lebensqualität ideale Rahmenbedingungen, um Innovation voranzutreiben. Seit über 50 Jahren leistet Roche in Rotkreuz mit diagnostischen Lösungen einen Beitrag zur Gesundheit von Patient:innen weltweit.»

    Dr. Katja Buller
    Vice President, Head of Corporate Affairs International, Biogen

    «Lokale und internationale Fachkräfte,
    eine vielschichtige Infrastruktur und die professionelle Zusammenarbeit mit den Behörden machen den Kanton Zug seit mehr als 20 Jahren zum idealen Standort für unseren internationalen Hauptsitz»

    Katharina Gasser
    Präsidentin Zuger Wirtschaftskammer

    «Unsere Mitglieder schätzen die wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen im dynamischen und innovativen Kanton Zug. Die Behörden sind dienstleistungsorientiert, entscheiden rasch und arbeiten effizient; der einzigartige «Spirit of Zug» ist spürbar.»

    Hanspeter Rhyner
    Präsident der Geschäftsleitung, Zuger Kantonalbank

    «Die Zuger Kantonalbank verbindet Tradition und Moderne. Genau das ist die DNA des attraktiven Standortes Kanton Zug. Digital UND persönlich –
    so decken wir entlang dieser DNA die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden ab. Und wir können alle Bedürfnisse erfüllen und begleiten Sie im Leben.»

  • Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz steht im internationalen Vergleich gut da. Die Kohlenstoffintensität ist die niedrigste aller OECD-Länder und die Stromerzeugung ist bereits weitgehend CO₂-frei. Zwischen 1990 und 2022 konnten die Emissionen um 24 % gesenkt werden. Ein beachtlicher Erfolg bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wirtschaftskraft. Diese starke Ausgangsposition bietet der Schweiz die Chance, in grünen Technologien wie Kohlenstoffabscheidung oder kohlenstoffarmem Zement eine führende Rolle einzunehmen.

    Erneuerbare Energien und Energiespeicherung als Schlüssel
    Um die Dekarbonisierung fortzusetzen, muss die Stromerzeugungskapazität von aktuell 27 Gigawatt auf über 60 GW bis 2050 gesteigert werden. Dies ist besonders herausfordernd, da bis 2034 die vier verbleibenden Kernreaktoren abgeschaltet werden. Ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien sowie innovative Lösungen für die Saisonabhängigkeit von Angebot und Nachfrage sind erforderlich. Auch die Erhöhung der Energiespeicherkapazitäten und ein effizientes Nachfragemanagement spielen dabei eine zentrale Rolle.

    Michael Baldinger, Chief Sustainability Officer bei UBS, erklärt: „Für Sektoren, die ihre Emissionen nicht vollständig eliminieren können, sind Technologien zur Kohlenstoffabscheidung entscheidend. Dies stellt die Schweiz vor technologische, logistische und finanzielle Herausforderungen, eröffnet aber zugleich Chancen in grünen Märkten.“

    Regulatorische Veränderungen als Weichensteller
    Die gesetzliche Grundlage für den Übergang wird durch bedeutende regulatorische Veränderungen im Jahr 2025 definiert. Dazu zählen das Elektrizitätsgesetz, das CO₂-Gesetz sowie das Klima- und Innovationsgesetz. Die Anpassung an EU-Vorgaben erhöht zudem die Zahl der berichtspflichtigen Schweizer Unternehmen von 300 auf 3’500. Diese Veränderungen erfordern gezielte Investitionen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Finanzsektor.

    Finanzsektor als Schlüsselakteur
    Nach Schätzungen der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBA) sind jährlich 13 Milliarden CHF erforderlich, um Netto-Null zu erreichen. Der Schweizer Finanzsektor spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Er bietet Finanzierungsmöglichkeiten wie Bankdarlehen, Anleihen und Blended Finance-Lösungen, die den Markteintritt neuer Technologien unterstützen. Zudem kann er Unternehmen bei der Transformation beraten und als Bindeglied zwischen Investoren und Unternehmen fungieren.

  • PropTech Innovation Challenge 2024

    PropTech Innovation Challenge 2024

    Am 19. November 2024 wurde das Schweizer Start-up vom Urban Land Institute (ULI) beim C Change Summit in Barcelona zum Sieger der PropTech Innovation Challenge 2024 gekürt. Der Wettbewerb, der sich anführende Innovatoren aus der Immobilien- und Technologiewelt richtet, stand dieses Jahr unter dem Motto der Reduktion von Scope-3-Emissionen. Diese Emissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen, gelten als eine der grössten Herausforderungen der Immobilienwirtschaft.

    Die von den Young Leaders initiierte Challenge suchte nach bahnbrechenden Lösungen, die regional umsetzbar, skalierbar und nachhaltig sind. Ein besonderes Augenmerk lag auf Nachrüstungen, Kreislaufwirtschaft und der Integration von ESG-Plattformen.

    KI trifft auf Dekarbonisierung
    Das ETH-Spin-off präsentierte eine KI-gestützte SaaS-Lösung, die Asset-Manager, Investoren und Berater bei der Dekarbonisierung von Gebäudebeständen unterstützt. Die Software erstellt präzise, zeitlich abgestimmte und kostenoptimierte Renovierungspläne für Immobilienportfolien. Dies ermöglicht es der Branche, die strengen Netto-Null-Vorgaben einzuhalten, ohne dabei auf ineffiziente, manuelle Ansätze zurückgreifen zu müssen.

    Die Expertenjury lobte besonders die Skalierbarkeit und Effizienz der Lösung, die es ermöglicht, komplexe Investitions- und Renovierungsstrategien mit minimalem Aufwand umzusetzen. Das Unternehmen setzt damit neue Massstäbe für die Reduktion von Kohlenstoffemissionen in der Immobilienbranche.

    Ein Blick in die Zukunft der Branche
    Die PropTech Innovation Challenge zeigt, wie wichtig innovative Technologien für die Zukunft der Immobilienwirtschaft sind. Lösungen spielen eine Schlüsselrolle dabei, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und die Branche in Richtung einer klimafreundlicheren Zukunft zu führen. Mit der Kombination aus Hightech und praxisorientierten Anwendungen bietet der Firma ein Werkzeug, das nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern stärkt.

    Der Erfolg bei der PropTech Innovation Challenge 2024 ist ein deutliches Signal für die Relevanz von technologischen Innovationen in der Immobilienbranche. Die KI-gestützte Lösung des Start-ups unterstreicht, wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Die Branche steht vor einem Paradigmenwechsel und das Unternehmen zeigt, wie dieser erfolgreich gestaltet werden kann.

  • «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    «Best of Research 2024» geht an Lisa Pantenburg

    Der Preis «Best of Research 2024» des Swiss Real Estate Institute gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Immobilienforschung. Lisa Pantenburg überzeugte die Jury mit ihrer Abschlussarbeit, die sich dem Thema der Dekarbonisierung des Schweizer Gebäudebestands widmet. Die Verleihung fand im Rahmen der Fachtagung des Swiss Real Estate Institute an der HWZ in Zürich statt, wo die besten wissenschaftlichen Arbeiten des Jahres präsentiert wurden.

    Fokus auf Klimaziele und Gebäudesanierung
    Die prämierte Arbeit analysiert die Herausforderungen und Chancen, die mit der Dekarbonisierung des Gebäudebestands verbunden sind. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Schweiz das Netto-Null-Ziel bis 2050 erreichen kann. Im Mittelpunkt stehen Eigentümerschaften von selbst genutzten Einfamilienhäusern und vermieteten Mehrfamilienhäusern, die gezielt motiviert werden müssen, um energetische Sanierungen umzusetzen.

    Beispielprojekt als Vorreiter der Energiewende
    Ein anschauliches Beispiel für die Möglichkeiten der Gebäudesanierung liefert ein Einfamilienhaus in Zürich, das durch umfassende energetische Massnahmen modernisiert wurde. Mit dem Einbau einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage sowie einer verbesserten Gebäudehülle konnte eine jährliche Energieeinsparung von über 30% erzielt werden. Dieses Projekt verdeutlicht das Potenzial nachhaltiger Sanierungen, die massgeblich zur Erreichung der Klimaziele beitragen.

    Forschung für eine nachhaltige Zukunft
    Mit ihrer Arbeit liefert Lisa Pantenburg nicht nur theoretische Erkenntnisse, sondern auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Sie beleuchtet gesellschaftliche, gesetzliche und wirtschaftliche Aspekte, die notwendig sind, um die Sanierungsquote in der Schweiz zu steigern. Diese Ergebnisse zeigen, wie Forschung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Immobilienbranche leisten kann.

    Lisa Pantenburgs Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung exzellenter wissenschaftlicher Arbeit und macht deutlich, wie innovatives Denken die Herausforderungen der Energiewende bewältigen kann.

  • Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie

    Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie

    Ein zentraler Ansatz zur CO₂-Reduktion ist die Dekarbonisierung industrieller Abläufe. Ein vorgestellter Branchenfahrplan dient Unternehmen als Leitfaden, um geeignete Massnahmen zu identifizieren und umzusetzen.

    Optimierung des Baustoffs Beton
    Die nachhaltige Nutzung von Beton erfordert eine Optimierung seiner Eigenschaften und einen gezielten Einsatz entsprechend seiner Leistungsfähigkeit. Am Ende der Lebensdauer eines Bauwerks müssen Optionen wie Renovierung, Sanierung, Rückbau mit Wiederverwendung von Bauteilen oder Recycling sorgfältig abgewogen werden.

    Schadstoffmanagement in der Kreislaufwirtschaft
    Ein effektives Schadstoffmanagement ist essenziell für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Dies umfasst sowohl das Entsorgungskonzept des Bauherrn bei der Rückbauplanung als auch die Material- und Schadstofftrennung während der Materialbehandlung.

    Umgang mit PFAS
    Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind aufgrund ihrer Langlebigkeit und Allgegenwart eine besondere Herausforderung. Der Anlass beleuchtete Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit dieser Stoffgruppe.

    Innovative Dekarbonisierungsprojekte
    Ein Highlight war die Präsentation des weltweit grössten Elektroschmelzofens für Steinwolle. Dieses Projekt zeigt, wie Dekarbonisierung in der Praxis umgesetzt wird und welche Potenziale in der Produktion von Steinwolle liegen. Der Herbstanlass 2024 unterstrich die Bedeutung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und bot praxisnahe Lösungsansätze für die Bauindustrie.

  • Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Immobilienbranche vor einem Wandel mit Hindernissen

    Mit wachsendem Bewusstsein für Klimarisiken steigt der Druck auf die Immobilienbranche., Lösungen zu finden. Laut der aktuellen C-Change-Umfrage berücksichtigen 93 Prozent der befragten Investoren klimabezogene Risiken in ihren Entscheidungen. Dieser Trend spiegelt das zunehmende Engagement, klimapolitische Anforderungen nicht nur wahrzunehmen, sondern aktiv in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

    Datenmangel und fehlendes Wissen
    Trotz positiver Entwicklungen zeigen sich Hindernisse bei der Umsetzung von Dekarbonisierungsmassnahmen. Laut Umfrage mangelt es 61 Prozent der Unternehmen an fundiertem Wissen und qualitativen Daten, um die richtigen Schritte zur CO2-Reduktion einzuleiten. Aleksandra Smith-Kozlowska vom ULI betont die Notwendigkeit eines systematischen Wissenstransfers und einer besseren Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten.

    Übergangs-Risiken auf die Investmentstrategien
    Die Untersuchung zeigt, dass Übergangs-Risiken zunehmend die Strategie von Investoren beeinflussen. 94 Prozent der befragten Unternehmen berichten, dass die Risiken ihre Portfolioentscheidungen beeinflussen. Zwar tätigen 51 Prozent Investitionen in Objekte mit diesen Risiken und 30 Prozent sehen sich gezwungen, sich von betroffenen Objekten zu trennen. Der Kostenaufwand für Nachrüstungen und die Gefahr von Vermögenswerte, rückt hierbei in den Fokus.

    Ein Instrument zur Risikominderung
    Die Umfrage verdeutlicht das steigende Interesse an einer CO2 Steuer als strategisches Mittel zur Dekarbonisierung. 21 Prozent der Unternehmen haben in den letzten 12 Monaten freiwillig interne Mechanismen zur Kohlenstoffbewertung eingeführt. Rund 71 Prozent nutzen einen Schattenpreis je Tonne CO2, um potenzielle Emissionskosten in die Geschäftsplanung einzubeziehen

    Hindernisse der nachhaltige Immobilienwirtschaft
    Trotz der Fortschritte gibt es Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, die eine branchenweite Einführung der CO2 Steuer bislang bremsen. Kritische Faktoren sind der Mangel an Datenkonsistenz, fehlende Unterstützung durch Stakeholder und Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen auf finanzielle Ergebnisse und betriebliche Strategien.

    Als Massnahmen fordert das ULI eine intensivere Aufklärung und die Einführung klarer Richtlinien. Die jüngsten Publikationen des ULI, darunter «Accelerating Accountability: The Case for Carbon Pricing» und «Universal Principles for Carbon Pricing in the Real Estate Sector», sollen der Branche helfen, Kohlenstoffpreise als integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette zu etablieren und somit langfristige Nachhaltigkeitsziele zu fördern.

  • Investitionen in Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung stärken CO2-Strategie

    Investitionen in Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung stärken CO2-Strategie

    Holcim bekommt für ein weiteres grosses Cleantech-Projekt einen Zuschuss aus dem Innovationsfonds der EU. Damit erhöht sich die Zahl von Holcims durch die EU geförderten CCUS-Projekten auf sieben. Laut einer Medienmitteilung des Baustoffherstellers handelt es sich bei diesem neuen Projekt zur CO2-Abscheidung und -speicherung (CCUS) an seinem Standort in Martres-Tolosane im Südwesten Frankreichs um eine hochskalierbare Anlage auf der Basis ausgereifter Technologien und enger Partnerschaften.

    Bereits 2017 hatte Holcim eine Investition in die Nachhaltigkeit dieser Zementfabrik in Höhe von 100 Millionen Euro angekündigt. Zwischen 2021 und 2023 investierte Holcim weitere 200 Millionen Euro in die Dekarbonisierung seiner französischen Industrieanlagen und hat für deren Fortsetzung im Mai dieses Jahres weitere 60 Millionen bereitgestellt.

    Laut Holcim werden diese Investitionen eine Hebelwirkung auf die Entwicklung neuer Branchen und Arbeitsplätze auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft einerseits und andererseits mittelfristig auch im Bereich der CO2-Abscheidung, -Speicherung und -Verwertung haben. Zu diesem Zweck werde in der Fabrik in Martres-Tolosane eine neue Pilotplattform errichtet, eine echte industrielle Testanlage für Open Innovation. Sie wird der Verbesserung neuer Technologien zur CO2-Abscheidung gewidmet sein.

    «Holcim ist auf dem besten Weg, in diesem Jahrzehnt Netto-Null-Zement und -Beton in grossem Massstab Wirklichkeit werden zu lassen», wird CEO Miljan Gutovic in der Mitteilung zitiert. «Diese Unterstützung durch den EU-Innovationsfonds zeugt von der Stärke unserer Ingenieurteams, der Reife unserer Technologien und fortschrittlichen Partnerschaften über die gesamte Wertschöpfungskette.»

  • Investition in CO2-armen Zement fördert Markteinführung

    Investition in CO2-armen Zement fördert Markteinführung

    Holcim beteiligt sich finanziell an der Skalierung und raschen Markteinführung des CO2-armen Zements von Sublime Systems. Die Investition des Zuger Unternehmens, eines der grössten Baustoffproduzenten der Welt, bringt den Bau der ersten kommerziellen Produktionsanlage von Sublime voran. Dafür hatte das Start-up vom US-Energieministerium im März bereits 87 Millionen Dollar erhalten.

    Das Team von Sublime Systems hat laut einer Mitteilung von Holcim eine «einzigartige Technologie» zur Dekarbonisierung von Zement entwickelt, die den gesamten Produktionsprozess von der Nutzung sauberer Elektrizität bis hin zu kohlenstofffreien Rohstoffen umfasst. «Wir sind begeistert vom Potenzial dieser Technologie und freuen uns, sie gemeinsam in grossem Massstab auf den Markt zu bringen», wird Holcims Nachhaltigkeitschef Nollaig Forrest zitiert.

    Holcim hat sich durch eine verbindliche Abnahmevereinbarung einen grossen Teil des dort produzierten Sublime Cement gesichert. Beide Partner haben ein eigenes Projektteam eingerichtet, um gemeinsam weitere Anlagen zu entwickeln.

    «In der Zementindustrie ist Grösse alles», so Leah Ellis, CEO und Mitbegründerin von Sublime Systems. «Durch die Kombination der Technologie von Sublime mit den fortschrittlichen globalen Aktivitäten von Holcim, von der Herstellung und Logistik bis hin zum kommerziellen Vertrieb, können wir gemeinsam unsere Wirkung steigern.»

    Das Unternehmen betreibt derzeit an seinem Sitz in Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts eine Pilotanlage mit einer Produktionskapazität von bis zu 250 Tonnen pro Jahr und entwickelt seine erste kommerzielle Anlage mit einer Kapazität von jährlich 30’000 Tonnen, die bereits 2026 in der ebenfalls in Massachusetts gelegenen Stadt Holyoke eröffnet werden soll.

  • Wirtschaft und Wissenschaft vereint für nachhaltige Mobilität und Energie

    Wirtschaft und Wissenschaft vereint für nachhaltige Mobilität und Energie

    Die Amag Group hat den Verein Zug Alliance gegründet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sind darin Wirtschaftsunternehmen, Forschungsinstitutionen sowie öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten vereint. Ihr gemeinsames Ziel ist eine rasche Dekarbonisierung von Energie, Infrastruktur und Mobilität.

    Zur Zug Alliance gehören neben der Amag Group Siemens Schweiz und der Tech Cluster Zug ebenso sowie die Arealentwickler Cham Group und Zug Estates. Zudem haben sich die Zugerland Verkehrsbetriebe und der lokale Energieversorger WWZ angeschlossen. Unterstützung aus der Wissenschaft kommt von der Universität St.Gallen (HSG), der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Das Vorhaben wird laut Amag in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Zug umgesetzt.

    Die ersten drei Projekte stehen den Angaben zufolge bereits fest. Beim ersten geht es um Fortschritte beim bidirektionalen Laden auf den Stufen Vehicle-to-Building und Vehicle-to-Grid. Es wird auf dem Papieri Areal, im Volkswagen Showroom in Cham sowie auf dem Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Schluechthof umgesetzt.

    Das Projekt Virtuelles Kraftwerk Zug will die Energie-Resilienz im Kanton Zug stärken und dafür ein neuartiges Ökosystem schaffen. Unter schliesslich hat die Zug Alliance vom Kanton den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie zum autonomen Ridepooling in Zug erhalten. Ziel sei es, «eine Vorreiterrolle in der Schweiz beim automatisierten Fahren einnehmen zu können».

  • Neuer Energieversorger für Uettligen

    Neuer Energieversorger für Uettligen

    CKW hat zum 27. August 2024 den Wärmeverbund Uettligen übernommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, will der zur Axpo-Gruppe gehörende Zentralschweizer Energieversorger damit seine Strategie zur Dekarbonisierung ausweiten. Die Anlagen des Wärmeverbunds nördlich von Bern werden im Auftrag der CKW von der bisherigen Betreiberin und Hauptaktionärin a energie AG aus Schüpfen BE weiter unterhalten. Wegen einer Strategieanpassung von a energie  und dem anstehenden weiteren Ausbau des Wärmeverbunds war den Angaben zufolge aktiv nach einem Käufer für den Wärmeverbund gesucht worden.

    Die Akquise des Wärmeverbundes Uettligen reiht sich in das bereits bestehende CKW-Portfolio von Fernwärmeverbünden wie Schüpfheim LU und Meggen LU ein. Die CKW wird sich laut der Mitteilung auf die Modernisierung der Anlagen und einen Ausbau des Fernwärmenetzes konzentrieren.

    «CKW freut sich auf die Zusammenarbeit und ist stolz, den gut funktionierenden Wärmeverbund Uettligen weiterführen und weiterentwickeln zu dürfen», wird Rafael Mesey, Leiter Neue Energien bei CKW, zitiert. «Mit der CKW AG engagiert sich zukünftig eine zuverlässige und starke Partnerin für unsere Kundinnen und Kunden im Wärmeverbund», ergänzt der abtretende Verwaltungsratspräsident des Wärmeverbunds Uettligen, Christian Cappis.

  • Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Link zum Whitepaper

    Bis 2050 will die Schweiz das Netto-Null-Ziel erreichen. Es gilt daher, fossile Energien durch erneuerbare zu ersetzen. Allerdings ist der Ertrag der Anlagen von der Witterung sowie der Tages- und Jahreszeit abhängig. Um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, braucht es Speicherlösungen. Diese verbessern zudem die CO2-Bilanz, weil weniger Öl und Gas für die Abdeckung von Spitzenlasten benötigt werden.

    Stromspeicher: Batterie bringt Flexibilität
    Batteriespeicher können überschüssigen Solarstrom lokal zwischenspeichern und später Verbraucher*innen im Haushalt, Elektroautos oder die Wärmepumpe versorgen. Dies steigert den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen deutlich. Nebst den Betreibern profitiert auch das Stromnetz von Speichern. So muss etwa eine Solaranlage bei Überproduktion nicht wegen einer drohenden Netzüberlastung abgekoppelt werden. Übersteigt im umgekehrten Fall die Nachfrage das Angebot, lassen sich mit lokal gespeicherter Energie Lastspitzen decken, was das Netz stabilisiert und die Kosten senkt. Als Standard-Stromspeicher dient heute die Lithium-Ionen-Batterie, während sich Alternativen wie Natrium-Ionen-Batterien oder Salzbatterien noch nicht etabliert haben. Gleiches gilt für das bidirektionale Laden, bei dem die Batterie eines Elektrofahrzeugs als lokaler Stromspeicher genutzt wird.

    Wärmespeicher: Erdsonden und Behälter
    Eine Alternative zum Speichern von Solarstromüberschüssen bietet die Umwandlung in thermische Energie. Wärme lässt sich über Wochen oder Monate speichern und bei Bedarf wieder für die Beheizung und die Warmwasserversorgung nutzen. So ergänzen Wärmespeicher erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen oder thermische Netze. Einige Speichertypen kann man zudem im Sommer als Wärmesenke nutzen, um Gebäude mit wenig Energieaufwand zu kühlen. Die in der Schweiz gängigsten Speichertypen sind Erdsonden-Wärmespeicher und Behälter-Wärmespeicher. Eine interessante Variante, die weniger Platz benötigt, sind Eisspeicher.

    Wasserstoff und Methan: Saisonale Speicherung
    Überschüssiger Solarstrom kann auch durch Umwandlung in ein CO2-neutrales Gas wie Wasserstoff oder Methan («Power-to-Gas») saisonal gespeichert werden. Bei Bedarf lässt sich das Gas entweder zur Produktion von Wärme und Strom oder als Treibstoff für Fahrzeuge verwenden. Wasserstoff entsteht durch die Elektrolyse von Wasser, der Wirkungsgrad dieser Umwandlung liegt bei bis zu 80%. Eine weitere Verarbeitung zu Methan hat den Vorteil, dass dieses ins Erdgasnetz eingespeist werden kann und keine separate Infrastruktur benötigt. Der Gesamtwirkungsgrad hängt von den angewendeten Methoden ab, liegt aber heute im besten Fall bei 50 bis 70% und ist noch nicht wirtschaftlich.

    Ausführlichere Informationen sowie Beispiele aus der Praxis finden Sie im neuen ewz-Whitepaper «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen».

  • Frisches Kapital für die Dekarbonisierung von Immobilien

    Frisches Kapital für die Dekarbonisierung von Immobilien

    Der Softwaredienstleister Optiml hat sich in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde frisches Kapital in Höhe von 4 Millionen Dollar sichern können. Wie aus einer auf Linkedin veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, will das Unternehmen den Immobilienmarkt weiter mit Software bei Schritten zu Dekarbonisierung in der Branche unterstützen. Als Dienstleister (Software-as-a-Service/SaaS) will Optiml Programme entwickeln, die die Datenverwaltung erleichtern und Instrumente für Asset- und Portfolioentscheidungen liefern. Dabei beachtet das Unternehmen ständig wechselnde Regulatorien und Marktbedingungen, heisst es in der Mitteilung. Mit von Künstlicher Intelligenz unterstützter Software können Immobilienfirmen und -besitzer ihre Sanierungs- und Renovierungsarbeiten marktgerecht planen und dabei Ziele der Dekarbonisierung der Objekte einarbeiten.

    Die Sanierungs- und Dekarbonisierungssoftware der 2022 gegründeten Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) beruht auf jahrelanger Forschung in der ETH-Gruppe Nachhaltigkeit und Technologie (SusTec). Sie bedient sich wissenschaftsbasierter Optimierungsalgorithmen.

  • Oxara, KIBAG und Holcim Schweiz spannen zusammen

    Oxara, KIBAG und Holcim Schweiz spannen zusammen

    Oxara, KIBAG und Holcim Schweiz spannen laut einer Medienmitteilung zusammen und wollen den Zementersatz Oxacrete Oulesse flächendeckend auf dem Schweizer Baumarkt etablieren. Die Zementproduktion verursacht etwa 5 Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Die Zusammenarbeit zwischen Oxara mit Sitz in Dietikon, KIBAG in Zürich und Holcim in Zug adressiere den dringenden Bedarf an skalierbaren, zirkulären und dekarbonisierenden Technologien. Nachdem Oxara, KIBAG und Holcim die Oulesse-Technologie validiert und das Marktpotential dieser Lösung evaluiert haben, planen sie nun gemeinsam den offiziellen Markteintritt.

    Mit Oxacrete Oulesse könne das Bauwesen nachhaltiger gestaltet werden, indem die Wiederverwendung von Rückbaumaterialien gefördert und Kreisläufe geschlossen werden, heisst es weiter. Damit lassen sich die Umweltauswirkungen von Baumaterialien erheblich reduzieren und bis zu 10 Prozent des Schweizer Betonmarktes bedienen. Für die Herstellung von Oxacrete Oulesse werden Rückbaumaterialien verwendet und das Bindemittel bietet eine kohlenstoffarme Alternative zu herkömmlichem Zement.

    „Diese Partnerschaft ist ein weiterer Schritt zur Verwirklichung unserer Nachhaltigkeitsziele“, sagt Clemens Wögerbauer, Head Commercial and Sustainability bei Holcim Schweiz. Holcim hat schon 2022 mit Fachleuten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Industrie einen Rahmen zur Dekarbonisierung der Zementindustrie entwickelt. Dieser ist aus einer Partnerschaft mit der britischen Science Based Targets Initiative (SBTi) hervorgegangen. „Wir haben visionäre und innovative Partner an unserer Seite, die perfekt zu unserer Mission passen: Kreislaufwirtschaft mit Dekarbonisierung zu kombinieren“, so Wögerbauer weiter.

  • Spatenstich für karbonfreie Zementanlage in Belgien

    Spatenstich für karbonfreie Zementanlage in Belgien

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Hauptsitz in Zug hat laut Medienmitteilung in Belgien den ersten Spatenstich für eine Anlage zur Produktion von karbonfreiem Zement gesetzt. Der Anlass in Obourg fand in Anwesenheit des belgischen Premierministers Alexander De Croo und des EU-Kommissars für Klimapolitik, Wopke Hoekstra, statt.

    Die moderne GO4ZERO Anlage soll bis 2029 insgesamt 2 Millionen Tonnen Netto-Null-Zement pro Jahr produzieren können. Mit einer geplanten Investition von über 500 Millionen Euro soll das Projekt die Dekarbonisierung Europas voranzutreiben, heisst es in der Mitteilung. Holcim arbeitet bei dem Projekt mit Air Liquide zusammen, einem Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz mit Sitz in Paris.

    Holcim unterstützt das Projekt mit 230 Millionen Euro aus dem europäischen Innovationsfonds, der aus Einnahmen aus dem EU-Emissionshandelssystem finanziert wird. „Der Innovationsfonds treibt die Einführung innovativer, kohlenstoffarmer Technologien in Europa voran“, wird Wopke Hoekstra zitiert.

    „Indem wir die Dekarbonisierung als Motor für profitables Wachstum vorantreiben, ist Holcim auf dem besten Weg, in diesem Jahrzehnt Netto-Null-Zement und -Beton in grossem Massstab Realität werden zu lassen“, heisst es von Miljan Gutovic, CEO der Holcim Group. GO4ZERO sei eines von sechs durch die Europäische Union unterstützten Projekten zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid. „Diese zielen darauf ab, insgesamt über 5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr abzuscheiden, so dass wir bis 2030 europaweit über 8 Millionen Tonnen vollständig dekarbonisierten Zement pro Jahr anbieten können“, so Gutovic.