Schlagwort: Dekarbonisierung

  • Die CO2-neutrale Zukunft als gemeinsames Ziel

    Die CO2-neutrale Zukunft als gemeinsames Ziel

    Die Zusammenarbeit zwischen Zimmermann und Ackermann zielt darauf ab, innovative Wege zur Nutzung der Atmosphäre als Ressource zu erforschen. Die Empa und die Eawag arbeiten gemeinsam daran, Technologien zu entwickeln, die CO2 effektiv binden und somit zur Dekarbonisierung beitragen. Trotz der hohen Erwartungen und des Drucks, Lösungen zu liefern, sehen beide eine dringende Notwendigkeit zum Handeln und sind optimistisch, einen bedeutenden Beitrag leisten zu können.

    Forschung und Kooperation als Schlüssel zum Erfolg
    Die Forschungseinrichtungen setzen nicht nur auf ihre interne Expertise, sondern auch auf die Kooperation innerhalb des gesamten ETH-Bereichs und mit internationalen Partnern. Ziel ist es, durch die Bündelung von Wissen und Ressourcen praktikable Lösungen für die Klimakrise zu entwickeln. Die Eawag, spezialisiert auf Wasserforschung, und die Empa, fokussiert auf Materialwissenschaften, ergänzen sich perfekt in ihrem Bestreben, sowohl die Klimaanpassung als auch den Klimaschutz voranzutreiben.

    Zukunftsorientierte Projekte und Technologien
    Von der Entwicklung negativer Emissions-Technologien bis hin zur Erschliessung neuer Energieträger aus CO2 arbeiten die Forschenden an Projekten, die einen langfristigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft ermöglichen sollen. Die Initiativen umfassen sowohl die Verbesserung bestehender Technologien als auch die Erforschung innovativer Ansätze zur CO2-Reduktion aus der Atmosphäre.

    Zurzeit werden die verschiedenen «Säulen» des Konzepts erarbeitet, wie das Gewinnen des CO2, dessen chemische Umwandlung und schliesslich Technologien, um daraus wertschöpfende Materialien herstellen zu können, in denen der Kohlenstoff langfristig gebunden wird. Es sind bereits erste Projekte für Negativemissionstechnologien an der Empa in Entwicklung, etwa Isolationsmaterialien aus Biokohle und Zementarten, die CO2 im Abbindeprozess aufnehmen statt freizusetzen. Nächstes Jahr sollen weitere Initiativen starten.  Frau Zimmermann selbst möchte, aufgrund ihres Forschungsbackgrounds, ein Holzthema lancieren. Erste Gespräche zwischen verschiedenen Akteuren sind gestartet.

    Finanzierung und Unterstützung der Forschungsinitiativen
    Die Finanzierung der ambitionierten Projekte wird durch verschiedene Quellen sichergestellt, darunter Fördermittel und Beiträge der beteiligten Institutionen. Ziel ist es, durch die Forschungsarbeit nicht nur die Schweiz, sondern auch die globale Gemeinschaft im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen.

    Die Schweiz als Vorreiter im Klimaschutz
    Auf Grund der guten Rahmenbedingungen ist die Schweiz international nach wie vor. Die Positionierung ist optimal, um Technologien und Konzepte zu entwickeln und diese international anzuwenden und zu vermarkten. Dadurch steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie und leistet einen wertvollen Beitrag zum globalen Klimaschutz.

    Unter diesem Link finden Sie das ganze Interview. https://www.empa.ch/web/s604/mining-the-atmosphere-interview-tanja-zimmermann-martin-ackermann

  • Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Eine breit angelegte Portfoliostudie von Implenia zeigt, wie klimaneutrale Gebäude realisiert werden können. Für diese Studie hat die Division Real Estate des Bauunternehmens 36 eigene Entwicklungsprojekte in der Schweiz untersucht. Wie es dazu in einer Medienmitteilung heisst, lassen sich aus dieser Studie die wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ableiten, sowohl hinsichtlich der Emissionen während ihrer Erstellung als auch im Betrieb.

    Diese Einflussfaktoren hat Implenia in einem White Paper aufbereitet. Es richtet sich an Investorinnen und Investoren, Entwickelnde und Auftraggebende, die ihr Projekt auf einen Netto-Null-Zielpfad bringen wollen.

    Laut dieser Analyse sind die wirksamsten Hebel zur Dekarbonisierung in der frühen Planungsphase zu finden, beginnend mit der Standortwahl. Denn wenn die Standortbedingungen hinsichtlich erneuerbarer Energien ungünstig sind, sei es viel schwieriger, eine Netto-Null-Nutzung zu erreichen.

    Daneben hätten auch früh festgelegte Gebäudeparameter „einen erheblichen Einfluss auf die Emissionsziele“. Dazu zählen Form, Kompaktheit, Ausrichtung, Unterkellerung und Tragstruktur. „Mit der richtigen Kombination aus Standort, Design, dem Einsatz erneuerbarer Energien, intelligenten Systemen und ökologischen Materialien entwickeln wir Gebäude, in denen künftige Generationen nachhaltig wohnen und arbeiten können“, so Marc Lyon, Head Real Estate Development Schweiz bei Implenia.

  • Holcim erhält 328 Millionen Euro von EU

    Holcim erhält 328 Millionen Euro von EU

    Der Innovationsfond der Europäischen Union hat am 19. Januar auf seiner Financing Innovative Clean Tech Conference in Brüssel die Finanzierung von zwei Holcim-Projekten zur Dekarbonisierung in Höhe von 328 Millionen Euro bekanntgegeben. Laut einer Medienmitteilung des weltweit tätigen Zuger Baustoffproduzenten werden diese Mittel „bahnbrechende Projekte“ von Holcim zur CO2-Abscheidung, -nutzung und -speicherung (Carbon Capture Utilization and Storage, CCUS) in Deutschland und Polen beschleunigen.

    Diese Projekte seien Teil des Net-Zero-Plans von Holcim, der weltweit über 50 CCUS-Projekte zur Dekarbonisierung umfasse. Sie tragen den Angaben zufolge zum Green Deal der EU bei, deren Wirtschaft bis 2050 durch saubere Technologien klimaneutral werden soll.

    „Wir freuen uns über diese Investitionen in unsere Technologien der nächsten Generation“, wird Holcims Europachef Miljan Gutovic zitiert. „Sie tragen dazu bei, unsere CCUS-Projekte praktikabler und skalierbarer zu machen. Das kann unsere Branche hinsichtlich einer Netto-Null-Zukunft grundlegend verändern.“

    Der Innovationsfonds der EU ist eines der weltweit grössten Finanzierungsprogramme für innovative saubere Technologien. 2022 bewilligte er mehr als 1,8 Milliarden Euro für 17 Grossprojekte. Eingegangen waren 138 Anträge.

  • Holcim schafft 1,5-Grad-Rahmen für Zementindustrie

    Holcim schafft 1,5-Grad-Rahmen für Zementindustrie

    Holcim gibt die Einführung des weltweit ersten wissenschaftsbasierten Rahmens für die Dekarbonisierung der Zementindustrie bekannt. Dieser ist aus einer Partnerschaft mit der Science Based Targets Initiative (SBTi) hervorgegangen. Zuvor hatte Holcim unabhängig von der SBTi zusammen mit einer Gruppe von Fachleuten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Industrie einen solchen Rahmen entwickelt, um die Dekarbonisierug der Branche „auf eine rigorose und wissenschaftlich fundierte Weise“ zu erreichen. Seine eigenen Netto Null-Klimaziele für 2030 hat der Baustoffproduzent daran neu ausgerichtet und bei der SBTi zur Validierung eingereicht.

    Zum ersten Mal hätten die Zementunternehmen einen klaren Plan, „wie sie ihre Dekarbonisierungsstrategien mit der Klimawissenschaft in Einklang bringen können“, wird Alberto Carrillo Pineda, Mitbegründer und CTO der SBTi, in der Mitteilung zitiert. „Die Umstellung auf kohlenstoffarme Technologien ist für die langfristige Überlebensfähigkeit der Branche von entscheidender Bedeutung.“ Deshalb ermutige die SBTi alle Zementhersteller, „sich wissenschaftlich fundierte Ziele zu setzen und ihre Rolle beim Aufbau einer klimasicheren Wirtschaft zu spielen“.

    „Angesichts der wachsenden Bevölkerung und der zunehmenden Urbanisierung kommt dem Bausektor eine Schlüsselrolle beim Aufbau einer Netto Null-Zukunft zu“, so Holcim-CEO Jan Jenisch. Es gehe darum, „mit weniger Aufwand besser zu bauen“. Holcim ermutige alle Kolleginnen und Kollegen, „sich uns anzuschliessen, um unsere Wirkung gemeinsam zu verstärken“. mm