Schlagwort: Energieversorgung

  • Studie zeigt hohe regionale Wertschöpfung durch Energieunternehmen

    Studie zeigt hohe regionale Wertschöpfung durch Energieunternehmen

    Repower hat von Hanser Consulting untersuchen lassen, wieviel Wertschöpfung der Bündner Energieversorger im Vergleich zu ausserkantonalen Energieunternehmen erbringt. Für das Jahr 2024 beziffert das Beratungsunternehmen in seiner Studie den zusätzlichen Mehrwert der Repower-Gruppe für den Kanton auf rund 144 Millionen Franken. Laut seiner Mitteilung hat Repower die Ergebnisse dem Bündner Grossen Rat im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 23. April 2026 vorgestellt.

    Hanser Consulting fasst die Haupterkenntnisse wie folgt zusammen: Erstens bleibt aufgrund des Hauptsitzes der Repower Gruppe in Graubünden im Vergleich zu ausserkantonalen Unternehmen mehr als die doppelte Wertschöpfung pro produzierter Kilowattstunde Strom aus Bündner Wasserkraft in Graubünden. Dadurch entstünden zweitens „vielfältige weitere Vorteile“ für die Bündner Volkswirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Vielfalt des Arbeitsmarktes, Steuererträge für Kanton und Gemeinden sowie die Berücksichtigung von lokalen Zuliefererfirmen für Hauptsitzaktivitäten.

    „Vor dem Hintergrund der Bündner Wasserkraftstrategie und der in den kommenden Jahren anstehenden Heimfälle gewinnt die Frage an Bedeutung, wie die Nutzung der Wasserkraft langfristig organisiert wird und wo die damit verbundene Wertschöpfung anfällt“, schreibt Repower. „Die Studie will dazu eine sachliche Diskussionsgrundlage liefern.“ Wie Repower betont, habe das Unternehmen die Studie zwar bezahlt und die dafür notwendigen Grundlagen zur Verfügung gestellt, doch habe es keinerlei Einfluss auf Methodik oder Ergebnisse genommen.

    Repower beschäftigt in Graubünden rund 500 Mitarbeitende und agiert über die gesamte Wertschöpfungskette, von der Produktion über das Netz und die Versorgung bis hin zum Handel. Grösste Anteilseigner sind die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (38,49 Prozent), der Kanton Graubünden (27 Prozent) und der Clean Energy Infrastructure Switzerland-Fonds der UBS (23,04 Prozent).

  • Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Das Basler Versorgungsunternehmen IWB und die Stadtwerke Weil am Rhein prüfen die Optionen einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Wärmeversorgung. Eine Machbarkeitsprüfung zeigt bereits die technische Umsetzbarkeit auf, die Stadt aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg ab Mitte 2028 mit Wärme aus Basel zu versorgen, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Machbarkeitsprüfung läuft bereits seit Mai 2025. Seit März 2026 sondieren die Unternehmen bei den potenziellen Verbrauchern das mögliche Interesse an einem solchen Wärmeverbund. Die benötigte Wärme in dem Areal zwischen Rhein und der Autobahn A5 würde von IWB geliefert, die bis zum Lieferzeitpunkt bereits zu 80 Prozent CO2-neutral erzeugt werden sollte. Nach Vorliegen der Ergebnisse zur Mitte Jahr wird über eine Realisierung und mögliche Investitionspläne entschieden, heisst es in der Mitteilung.

  • Neuer Direktor soll Energieversorger strategisch weiterentwickeln

    Neuer Direktor soll Energieversorger strategisch weiterentwickeln

    Der Verwaltungsrat der Regio Energie Solothurn hat Martin Bucher zum Direktor gewählt und so in seiner Position bestätigt. Bucher hatte die operative Leitung des regionalen Energieversorgers bereits im Juli 2025 übernommen und das Unternehmen erfolgreich geführt, heisst es in einer Mitteilung. Besonders durch seine hohe fachliche Kompetenz, seine strategische Klarheit sowie seine integrative und zielorientierte Führung habe Bucher in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren mit über 100 Mitbewerbern überzeugt.

    Bevor er vergangenes Jahr bei der Regio Energie Solothurn begann, sammelte Bucher langjährige Führungserfahrung in der Energie- und Finanzbranche, unter anderem bei Energieversorgungsunternehmen sowie in der Unternehmensberatung. Der neue Direktor kombiniert damit technisches, regulatorisches und betriebswirtschaftliches Know-How, das ihn dazu befähigt, die Regio Energie Solothurn nachhaltig weiterzuentwickeln, so die Mitteilung.

    Die Regio Energie Solothurn beliefert die Stadt Solothurn und umliegende Gemeinden mit Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Das öffentlich-rechtliche Unternehmen ist zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Solothurn. Die Stadtpräsidentin Stefanie Ingold ist von Amtes wegen Verwaltungsratspräsidentin.

  • Neuer Präsident für regionalen Energieversorger gewählt

    Neuer Präsident für regionalen Energieversorger gewählt

    Der Verwaltungsrat von Limeco hat sich laut einer Mitteilung am 25. Februar für die Amtsperiode bis 2027 neu konstituiert. Dabei hat er Rolf Schaeren zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Schaeren wird sein Amt am 1. Mai antreten. Schaeren war von 2006 bis 2022 Finanzvorstand der Stadt Dietikon.

    Er ist Professor für Rechnungswesen und Finanzmanagement an der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er gehört seit 2014 dem Verwaltungsrat der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) an. Seit 2021 präsidiert er ihn.

    Schaeren folgt auf Stefano Kunz. Der Schlieremer Bauvorstand hat dem Verwaltungsrat während zwölf Jahren angehört.

    „Limeco übernimmt für die Region eine zentrale Rolle in der Energie- und Entsorgungsversorgung“, wird Schaeren in der Mitteilung zitiert. „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat die erfolgreiche Entwicklung von Limeco weiterzuführen und die zukünftigen Herausforderungen im Sinne der Trägergemeinden anzupacken.“

  • Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Die Industrielle Betriebe Interlaken AG (IBI) setzte im Jahr 2025 rund 96 Millionen Kilowattstunden Strom in ihrem Verteilnetz ab. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenproduktion lag mit 13,2 Millionen Kilowattstunden 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür waren laut Mitteilung der Energie- und Wasserversorgerin im Raum Interlaken Garantiearbeiten am Wasserkraftwerk am Schifffahrtskanal.

    Beim Gas fiel der Rückgang deutlicher aus. Der Absatz sank auf 35,9 Millionen Kilowattstunden, was einem Minus von 19,7 Prozent entspricht. Gemäss IBI hätten insbesondere Grosskunden ihre Anlagen optimiert oder seien auf alternative Heizsysteme umgestiegen.

    Der Wasserabsatz lag 2025 hingegen mit rund 1,8 Millionen Kubikmetern 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil an Quellwasser betrug 97 Prozent, im Vorjahr waren es noch 99,4 Prozent. Grund für den Rückgang waren Reinigungs- und Revisionsarbeiten an den Infrastrukturanlagen im Saxettal.

    IBI senkte die Strompreise im Berichtsjahr um rund 24 Prozent. Dies, weil das Unternehmen die Energie für 2025 nach den Preissteigerungen ab Mitte 2022 wieder günstiger einkaufen konnte. Zudem senkte auch die nationale Netzgesellschaft Swissgrid die Kosten für Systemdienstleistungen und die Stromreserve.

    IBI ist auf Anfang 2026 vom Doppel- zum Einheitstarif gewechselt. Der seit den 60er Jahren geltende Doppeltarif verlagerte einen Teil des Stromverbrauchs in die Nacht der starke Ausbau der Photovoltaik hat die Logik von Stromproduktion und -verbrauch inzwischen verändert, Solarstrom wird tagsüber ins Netz eingespeist.

  • Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    AEW übernimmt per 1. Mai den Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten von der Gemeinde Hägglingen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. „Wir freuen uns sehr, die Kundinnen und Kunden des Wärmeverbunds Hägglingen Zinsmatten auch künftig zuverlässig mit Wärme zu versorgen und die Anlage gemeinsam nachhaltig weiterzuentwickeln“, wird Daniel Wernli darin zitiert, Leiter Wärmeproduktion der AEW.

    Von dem seit 2007 aktiven Wärmeverbund werden 30 Liegenschaften mit Wärme versorgt. Dabei kommen Holzschnitzel als primärer Energieträger zum Einsatz. Der Holzkessel der Anlage weist eine Leistung von 450 Kilowatt auf, zudem steht ein Ölkessel bereit. AEW beziffert den durchschnittlichen, jährlichen Energiebezug mit rund 1100 Megawattstunden.

    AEW betreibt mit dem Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten dann insgesamt 78 entsprechende Anlagen im Kanton Aargau und angrenzenden Regionen. Die Produktionskapazität beträgt mehr als 240 Gigawattstunden pro Jahr, insgesamt werden 17’000 Haushalte versorgt.

  • Neue Führung für das Stadtwerk Winterthur bestätigt

    Neue Führung für das Stadtwerk Winterthur bestätigt

    Der Stadtrat Winterthur hat laut einer Mitteilung Martin Emmenegger als neuen Direktor des Stadtwerkes Winterthur bestätigt. Emmenegger ist derzeit Geschäftsbereichsleiter Netze und Mitglied der Geschäftsleitung des Elektrizitätswerkes Zürich (ewz). Zuvor war er während vier Jahren beim Stadtwerk Winterthur als Bereichsleiter Elektrizität und Telekom gewesen.

    Emmenegger hat an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften als Elektroingenieur abgeschlossen. Der 57-Jährige folgt auf Marco Gabathuler, der das Stadtwerk seit 2017 geführt hat und im Januar 2026 in die Pension geht.

    „Mit Martin Emmenegger fällt die Wahl auf eine motivierende Persönlichkeit, die Stadtwerk Winterthur erfolgreich in die Zukunft führen kann“, wird Stadtrat Stefan Fritschi in der Mitteilung zitiert.

  • Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Neues Wärmenetz verbindet Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

    Der Wärmeverbund Maisprach im Kanton Basel-Landschaft und der Basler Energieversorger IWB haben ein neues Projekt zur Wärmeversorgung aus regionalen Rohstoffen in Betrieb genommen. Seit Anfang Dezember wird aus einem Holzkessel und einer Pflanzenkohleanlage Energie gewonnen und in das Wärmenetz eingespeist, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Voraussetzung für den jetzt erfolgten Schritt lieferte die Gemeinde Maisprach im Januar 2025 mit dem Bau eines neuen Werkhofs. Dort errichtete die IWB zunächst neue Holzheizanlagen. Im November folgte der Bau der Pflanzenkohleanlage. Jährlich sollen hier 250 Tonnen Pflanzenkohle aus Landschaftspflegeholz und Biomasse durch Pyrolyse erzeugt werden. Die Abwärme aus der Kohleproduktion wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Die Betreiber rechnen mit 900 Megawattstunden Wärmeenergie für die Netzkunden, bei steigender Tendenz mit einem weiteren Netzausbau. Der Holzkessel wird ebenfalls mit regionaler Biomasse betrieben. Die produzierte Pflanzenkohle wird in der Region als Zusatz zur Kompostierung, in Erdsubstraten sowie in der Landwirtschaft genutzt. Die IWB investierte in das Projekt 3,5 Millionen Franken.

    „IWB hat Erfahrungen im Bau und Betrieb von Wärmeanlagen. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat IWB in Basel den innovativen Ansatz getestet, Abwärme aus einer Pflanzenkohleanlage in einem Wärmenetz zu nutzen. Davon können wir nun profitieren“, wird der Maispracher Gemeindepräsident Dorian Wernli in der Mitteilung zitiert.

  • Modernes Arealprojekt im Sittertobel setzt auf erneuerbare Energien

    Modernes Arealprojekt im Sittertobel setzt auf erneuerbare Energien

    Die Sitter Projekt AG und die Mettler Entwickler AG realisieren im St.Galler Sittertobel das Sitter Valley. Die beiden St.Galler Unternehmen wollen hier auf 50‘000 Quadratmetern ein Areal für Büro, Gewerbe und Industrie mit bis zu 600 Arbeitsplätzen entwickeln.

    Die St.Galler Stadtwerke werden das Areal mit Energie für Wärme und Kühlung versorgen. Sie setzen dabei laut einer Mitteilung auf eine kombinierte Energieversorgung mit Holzpelletkessel und einer reversiblen Luft/Wasser-Wärmepumpe. Die Pelletheizung soll vornehmlich in den Wintermonaten eingesetzt werden. Die erste Wärmelieferung soll im Winter 2026/2027 erfolgen.

    Das Sitter Valley soll auch mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Diese werden einen Beitrag an die Stromversorgung des Areals leisten.

  • Wasserstoffanlage in Seewen sistiert – Marktentwicklung bleibt entscheidend

    Wasserstoffanlage in Seewen sistiert – Marktentwicklung bleibt entscheidend

    Die ebs Wasserstoff AG sistiert laut einer Mitteilung ihr Projekt zur Herstellung von Wasserstoff am Standort des Belagswerkes in Seewen. Der Absatz und die Wirtschaftlichkeit seien derzeit nicht ausreichend gegeben, begründet sie die Entscheidung. Die Marktsituation werde aber beobachtet. Sollte die Nachfrage steigen, könnte das Projekt wieder aufgenommen werden.

    An der ebs Wasserstoff AG sind der Schwyzer Energieversorger ebs Energie AG zu 60 Prozent, der Strassen- und Tiefbauer A. Käppeli’s Söhne AG Schwyz zu 25 Prozent und der Basler Energieversorger IWB zu 15 Prozent beteiligt. Gemeinsam haben sie 2022 ein Baugesuch für eine Produktionsanlage in Seewen eingereicht.

    Die Anlage sollte laut einer Aufstellung von ebs mit einer Leistung von 5 bis 6 Megawatt Wasserstoff für bis zu 100 Lastwagen am Tag herstellen. Dieser hätte für 11,1 Millionen Lastwagenkilometer pro Jahr gereicht und 7,8 Millionen Kilogramm CO2 eingespart. Die Investitionskosten wurden auf 16,8 Millionen Franken geschätzt.

    Der Wasserstoff hätte zum Teil auch von der ebs Erdgas + Biogas AG in das Gasnetz eingespeist werden können. Die Abwärme aus der Elektrolyse hätte im Belagswerk verwendet werden können. 

  • Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Pilotprojekt Haute-Sorne weist nutzbares geothermisches Reservoir nach

    Die Geo-Energie Jura SA hat laut einer Mitteilungdie Explorationsphase des Pilotprojektes Haute-Sorne abgeschlossen. Dabei konnte es im Rahmen einer Tiefbohrung bestätigen, dass das Gestein als geothermisches Reservoir genutzt werden kann. Die seismischen Grenzwerte werden bei der Steigerung der Durchlässigkeit des Gesteins eingehalten.

    Nun werden vom Kanton Jura beauftragte unabhängige Experten die Unterlagen aus sicherheitstechnischer Sicht prüfen. Anschliessend wird der Kanton über die Weiterführung des Projektes entscheiden.

    Geo-Energie Suisse wird nun weitere Projekte in der Schweiz mit einer elektrischen Leistung zwischen 10 und 30 Megawatt evaluieren. Aufgrund von Erfahrungen im Ausland geht das Unternehmen davon aus, dass Gestehungskosten für die Erzeugung von Strom von 15 Rappen pro Kilowattstunde möglich sein. Wenn die Produktion von Strom mit der von Wärme kombiniert wird, dann könnte die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden.

    Geo-Energie Jura SA mit Sitz in Bassecourt ist ein 2015 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von Geo-Energie Suisse SA und den Energieversorgern von Baselland (ebl), Bern (ewb) und Zürich (ewz). Das Projekt Haute-Sorne will die Nutzung von Wärme in 5 Kilometern Tiefe für ein Geothermiekraftwerk erkunden.

    An der Geo-Energie Suisse SA mit Sitz in Zürich sind auch die Energieversorger des Tessins (aet), der Westschweiz (EOS) und Basels (iwb) sowie der Gasverbund Mittelland beteiligt.

  • Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Neuer Windmessmast liefert Daten für geplanten Windpark

    Axpo geht die nächste Phase seines Windkraftprojekts am Dreibündenstein an. Auf der Bündner Erhebung südlich von Chur werde am 9. Oktober ein 125 Meter hoher Windmessmast errichtet, informiert der Energiekonzern mit Sitz in Baden in einer Mitteilung. Er soll über ein Jahr hinweg Daten zu Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Wetterbedingungen und Fledermausaktivitäten sammeln.

    Das von Axpo-Tochter CKW eigens für das Projekt in Graubünden entwickelte System kommt dabei ohne eine externe Stromversorgung aus. Möglich wird dies durch eine Batterie, die von einer Photovoltaikanlage und zwei am Mast angebrachten Windgeneratoren geladen wird. Das System zur Datenerhebung kann von Axpo aus der Ferne überwacht werden und ist in einem speziellen Container untergebracht, der sich bei Bedarf sogar heizen lässt. „Diese technologische Innovation ermöglicht es uns, Windmessungen an Standorten durchzuführen, die bisher schwer zugänglich waren“, wird Cédric Aubert, Leiter Wind Schweiz bei Axpo, in der Mitteilung zitiert.

    Das Unternehmen plant, am Dreibündenstein bis zu acht Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 40 Megawatt einzurichten. Sie sollen jährlich über 65 Gigawattstunden Strom liefern, rund 60 Prozent davon in der Winterstromproduktion. Parallel zu den nun anlaufenden Windmessungen will Axpo die logistischen Anforderungen des Windparkprojekts in Transport- und Netzstudien ausloten.

  • Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Zusammenschluss im Zürcher Energiesektor in Planung

    Die Stadt Zürich und EKZ haben sich laut einer gemeinsamen Mitteilung entschieden, sich um die Übernahme der Energie 360 Grad AG durch EKZ zu bemühen. Hauptaktionärin von Energie 360 Grad ist mit einem Anteil von 96 Prozent die Stadt Zürich. Die übrigen 4 Prozent entfallen auf 22 politische Gemeinden.

    Mit einem Beschluss vom 31. Mai 2023 hatte der Zürcher Stadtrat verfügt, dass das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) alleiniger städtischer Anbieter für grosse Energieverbunde im Stadtgebiet sein soll. Die grossen Energieverbunde von Energie 360 Grad in der Stadt sollten an das ewz übertragen werden.

    In der Folge richtete sich Energie 360 Grad verstärkt auf Tätigkeiten ausserhalb des Stadtgebiets aus. Infolgedessen wurde die städtische Eigentümerschaft ebenso geprüft wie mögliche Partnerschaften für Energie 360 Grad. Nun haben sich EKZ und die Stadt Zürich auf die Aufnahme exklusiver Gespräche über eine Übernahme von Energie 360 Grad durch EKZ verständigt.

    Wie es in der Mitteilung heisst, könnte die Energieinfrastruktur im Kanton Zürich durch einen Schulterschluss von EKZ und Energie 360 Grad zu einem grossen Teil aus einer Hand betrieben werden. EKZ liefere schon heute 100 Prozent erneuerbaren Strom. Die eingeschlagene Strategie von Energie 360 Grad hin zu erneuerbaren Gasen und zur Installation von Ladeinfrastruktur für E-Autos würde EKZ konsequent weitertreiben. „Damit würde ein entscheidender Schritt Richtung Dekarbonisierung und Erreichung der Klimaziele gemacht“, so die beiden Verhandlungspartner.

    Über das Zustandekommen des Verkaufs von Energie 360 Grad an EKZ müssen nun der Gemeinderat und der EKZ-Verwaltungsrat entscheiden. Ziel ist es den Angaben zufolge, eine mögliche Transaktion bis Ende 2026 abzuschliessen.

  • Prüfung von Geothermiepotenzial im Raum Burgdorf gestartet

    Prüfung von Geothermiepotenzial im Raum Burgdorf gestartet

    Die Localnet AG und die CKW wollen laut einer Mitteilung im Raum Burgdorf das Potenzial für die Nutzung der Erdwärme zur Energiegewinnung prüfen. Dabei bringt der lokale Energieversorger seine Kenntnis Burgdorfs ein, die Luzerner Axpo-Tochter ihre Erfahrungen aus laufenden Geothermieprojekten.

    Falls die Überprüfung positiv ausfällt, wollen die beiden Unternehmen die Bevölkerung noch vor Ende des Jahres über die nächsten Schritte informieren. „Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die Bevölkerung von Beginn weg transparent über dieses Vorhaben informiert wird“, wird Stadtpräsident Stefan Berger in der Mitteilung zitiert. „Es ist aber auf jeden Fall sinnvoll, das Geothermiepotenzial in unserer Region sorgfältig zu prüfen. Dies entspricht auch den Zielen unserer Eigentümerstrategie einer nachhaltigen Energieversorgung und langfristigen Versorgungssicherheit.“

    Localnet versorgt in der Region 11‘500 Kundinnen und Kunden mit Strom, 2500 mit Gas und weitere 350 mit Wärme. 

  • Zürich investiert in Grossbatteriespeicher für mehr Versorgungssicherheit

    Zürich investiert in Grossbatteriespeicher für mehr Versorgungssicherheit

    Der Stadtrat von Zürich hat dem Gemeinderat einen Rahmenkredit in Höhe von 20 Millionen Franken beantragt. Laut einer Mitteilung soll der Kredit für den Ausbau von freistehenden Grossbatteriespeichern des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) dienen.

    Die eigenständig betriebenen Anlagen dienen dem Speichern grosser Energiemengen, wie sie zum Beispiel von erneuerbaren Quellen wie Solar- oder Windenergie erzeugt werden. Zusätzlich zu den bestehenden Kraftwerken können die Grossspeicher in Spitzenzeiten Energie in das Netz einspeisen und somit einen Beitrag zur Stabilität des Energiesystems und zur Versorgungssicherheit liefern. Insbesondere unter den Anforderungen einer zunehmende Elektrifizierung, wie etwa die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen, kann hier ein wichtiger Beitrag geleistet werden.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, kann der Stadtrat innerhalb dieses Rahmenkredites Projekte des ewz eigenständig bewilligen und damit Entscheidungswege deutlich verkürzen. Für das ewz bedeutete dies, mit dem zügigen Abwickeln auch grösserer Projekte in wettbewerbsintensiven Geschäftsfeldern konkurrenzfähig zu bleiben.

  • Gewinnplus dank günstiger Beschaffung und weniger Reservebedarf

    Gewinnplus dank günstiger Beschaffung und weniger Reservebedarf

    Das Stadtwerk Winterthur hat sein Geschäftsjahr 2024 über den Erwartungen abgeschlossen. Die Gründe dafür liegen laut seiner Mitteilung in den gesunkenen Marktpreisen bei der Beschaffung von Gas und einem geringeren Aufwand für die vom Bund verordnete Winterreserve. So wurden 311 Millionen Franken umgesetzt und 26 Millionen Franken Gewinn erzielt.

    Im Wassernetz kam es zu weniger Leitungsbrüchen und der Betrieb der Kehrichtverwertungsanlage verlief weitestgehend unterbruchsfrei. Bei der Fernwärme mussten für die Abdeckung von Verbrauchsspitzen deutlich weniger Öl und Gas eingekauft werden. Zudem stieg die Anzahl der Kundinnen und Kunden, die sich an die Wärmenetze anschlossen. Als Folge der vom Winterthurer Stimmvolk beschlossenen Finanzierung der städtischen Pensionskasse konnten frühere Rückstellungen aufgelöst werden.

    Bezüglich der Herausforderungen in der Gegenwart und der Zukunft nennt das Stadtwerk steigende Kosten für Betriebsmittel und Fremdleistungen in allen Geschäftsfeldern und den zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Gleichzeitig stellt die steigende Eigenproduktion von Solarstrom durch Privatleute und Unternehmen den Angaben zufolge eine Herausforderung dar, weil sie dadurch vom Stadtwerk Winterthur weniger Strom beziehen. Zudem sind die Abnahmemengen schwerer vorhersehbar, weil der Bezug dann stärker vom Wetter abhängt.

    Hohe Kosten kommen auf den Energielieferanten durch die Erneuerung der Kehrichtverwertungsanalge sowie die Umbau- und Erweiterungsprojekte für die Abwasserreinigungsanlage und die Wärmenetze zu. Dazu sei ein grosser Rahmenkredit notwendig, über den voraussichtlich Ende nächsten Jahres abgestimmt werde. Darüber hinaus seien komplexe Vorbereitungen zur rechtlichen und finanziellen Zusammenführung der Wärmenetze in Arbeit. Auch die Kosten für Umweltauflagen und für Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz beschäftigten das Stadtwerk Winterthur zunehmend.

  • Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Die wachsende Menge an Solarstrom im Sommer birgt ein enormes Potenzial, das bislang in den Wintermonaten ungenutzt blieb. Beim Pilotprojekt in Bassersdorf wird überschüssiger Solarstrom mittels Power-to-X in Methanol umgewandelt und in der kompakten Hybridbox® gespeichert. Diese innovative Energiezentrale stellt im Winter zuverlässig Strom und Wärme bereit, auch dann, wenn konventionelle Heizsysteme an ihre Grenzen stossen.

    Methanol als Schlüssel zur sicheren Energieversorgung
    «Grünes Methanol erlaubt uns, Stromüberschüsse lokal zu speichern und im Winter emissionsarm zu nutzen, ein entscheidender Baustein für eine sichere Energieversorgung», erklärt Boris Meier von der OST. Methanol ist flüssig, leicht lagerbar und klimafreundlich und macht die Hybridbox® zu einem flexiblen Energiesystem, das sich intelligent an die jeweiligen Bedürfnisse anpasst. Durch die Kombination mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpe wird eine maximale Effizienz erreicht.

    Notstromversorgung und Kostenkontrolle
    Die Anlage überzeugt auch bei Stromausfall. Das lokal gespeicherte Methanol garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung des Gebäudes. Zudem sorgt die hohe Eigenversorgung für langfristig stabile Betriebskosten, ein deutlicher Vorteil gegenüber steigenden Energiepreisen. Besonders in Gebieten ohne Gas- oder Fernwärmeanschluss bietet das System eine echte Alternative für alte Öl- oder Gasheizungen.

    Erfolgreiche Partnerschaft für nachhaltiges Bauen
    Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie praxisnahe Kooperation funktioniert. «Die Kombination aus Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und CO2-Reduktion macht die Methanol-Hybridbox® zu einer zukunftsfähigen Lösung», sagt Roger Balmer.

    Nachhaltigkeit erlebbar machen
    Gebäude sind für rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Grund genug, neue Wege zu gehen. Das Bassersdorfer Projekt liefert nicht nur eine überzeugende technische Lösung, sondern macht den Energiekreislauf auch für Besucher der neuen Ausstellung «Nachhaltiges Bauen» in der Umwelt Arena greifbar. Bauherrschaften, Investoren und Interessierte können hier erleben, wie klimaneutrales Wohnen von morgen schon heute realisiert wird. Ein Modell, das weit über Bassersdorf hinaus Strahlkraft entfalten kann.

  • Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Die AVIA VOLT Suisse AG kauft den Ladeinfrastrukturanbieter Plug’N Roll und erweitert ihre Ladeinfrastruktur um 2345 Ladepunkte. Plug’N Roll-Kunden profitieren vom Zugang zu einem europaweiten Netzwerk aus über 850‘000 Ladepunkten. Die Bündner Repower AG, bisherige Eigentümerin von Plug’N Roll, richtet mit Repower E-Mobility ihren Fokus neu aus.

    AVIA VOLT prüft nun laut einer Mitteilung Verträge und Geschäftsprozesse von Plug’N Roll. Deren 24‘600 Kunden werden nahtlos in den AVIA-Verbund integriert.  Die Übernahme ermöglicht eine integrierte Abrechnung elektrischer und fossiler Energie für Plug’N Roll-Flottenbetreiber. Die Systemarchitektur von AVIA VOLT biete Kompatibilität mit den Soft- und Hardwarelösungen vieler Hersteller, heisst es in der Mitteilung.

    Die AVIA VOLT mit Sitz in Frauenfeld ist eine Tochter mehrerer Schweizer AVIA-Unternehmen. Sie sieht die Übernahme als wichtigen Schritt, um sich als führender Service-Anbieter im Bereich Elektromobilität zu etablieren. „Für uns bedeutet die Übernahme eine gezielte Stärkung unserer Position als Anbieterin für verlässliche Ladeinfrastruktur in der Schweiz“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident von AVIA VOLT, zitiert.

    Plug’N Roll ist die E-Mobility Abteilung der Repower AG. Die E-Mobility Anbieterin entwickelt seit 2012 Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum, für Unternehmensflotten und für Immobilien. Bis Ende 2025 wird die Marke Plug’N Roll von AVIA VOLT genutzt. Drei Plug’N Roll-Mitarbeitende werden von AVIA VOLT übernommen.

  • Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Flughafen testet Wasserspeicher unter eiszeitlicher Rinne

    Die Flughafen Zürich AG geht den Bau eines zweiten Testbrunnens einer etwa 300 Meter unter dem Flughafengelände liegenden eiszeitlichen Rinne an, informiert die Flughafenbetreiberin in einer Mitteilung. Sie plant, die wasserführende Rinne als Wärme- und Kältespeicher für emissionsfreies Heizen und Kühlen des Flughafengebäudes zu nutzen. Ein im vergangenen Herbst angelegter Testbrunnen hatte bereits erfolgversprechende Resultate geliefert.

    „Die Wassermengen, die gepumpt werden konnten, sowie die Fliessgeschwindigkeit des Wassers stimmen uns weiter zuversichtlich, dass die Rinne als Wärme- und Kältespeicher dienen kann“, wird Guido Hüni, Leiter Energie und Dekarbonisierung der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. „Nun braucht es weitere Tests, um festzustellen, in welchem Ausmass dieser Speicher nutzbar ist.“

    Aktuell wird ein geeigneter Standort für den zweiten Brunnen gesucht. Einmal angelegt, soll er für Zirkulationstests mit dem ersten Brunnen verbunden werden. „Mit diesem nächsten Schritt prüfen wir die Effizienz eines solchen Speichers und können bei positiven Resultaten schliesslich den konkreten Ausbau planen“, erläutert Hüni.

    Die Flughafenbetreiberin setzt darauf, über die Rinne den überwiegenden Teil des Heiz- und Kühlbedarfs für das Flughafengebäude decken zu können. Je nach Ergiebigkeit könnte der Wasserspeicher dabei mit Erdsondenfeldern kombiniert werden. Als voraussichtliche Kosten für die Investition werden in der Mitteilung rund 8 Millionen Franken genannt. Dabei kann sich die Flughafen Zürich AG auf finanzielle Förderung durch das Bundesamt für Energie stützen.

  • Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Mit dem Wärmeverbund in Ober- und Unterentfelden wird die Eniwa AG den nächsten Verbund an ihr Netz anschliessen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nun bekam der Energieversorger mit Sitz in Buchs die Bewilligung zum Bau einer Energiezentrale und den ersten Teil des Netzes. Ab 2026 soll Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs (KVA Buchs) CO2-neutrale Wärmeenergie an die ersten Kunden liefern.

    Die erste Etappe soll 2026 in Betrieb gehen. Sie ermöglicht laut Mitteilung das Einspeisen von Wärmeenergie für einen Bedarf in Höhe von 20’000 Megawattstunden. Für den Transport der Abwärme aus der Abfallverwertung nach Entfelden erweitert laut Mitteilung die Fewag das Leitungsnetz von Suhr bis zur Energiezentrale in Unterentfelden.

    Die Abwärme werde in Form von Heisswasser zur Energiezentrale gebracht und über das Verteilnetz mit 65 Grad Celsous in die Gebäude verteilt. Den damit eingeleiteten Kreislauf vergleicht Aleksandar Dunjic, Projektleiter Wärme/Kälte, am Beispiel einer Zentralheizung. Nach der Umwandlung in Wärmeenergie für Heizung und Warmwasseraufbereitung werde demnach das wieder abgekühlte Wasser zurück zur Wärmequelle befördert.

    Nach der ersten Realisierungsphase bis 2028 peilt Eniwa der Mitteilung zufolge eine Erhöhung der Energiemenge per Fernwärme auf 60’000 Megawattstunden durch eine Erweiterung des Netzes in Ober- und Unterentfelden an. «Die Wärmeverbundprojekte bieten den Kundinnen und Kunden langfristig eine hohe Versorgungssicherheit zu stabilen Preisen», wird CEO Hans-Kaspar Scherrer zitiert. Als Ausbauziele seien 12 Trassenkilometer in den nächsten 15 bis 20 Jahren vorgesehen.

  • Erneuerbare halten bei Strom und Wärme einen hohen Anteil

    Erneuerbare halten bei Strom und Wärme einen hohen Anteil

    Die Umstellung der Schweizer Energieversorgung auf erneuerbare Quellen kommt nur langsam voran. Das zeigt die siebte Benchmarkstudie des Bundesamtes für Energie (BfE), an der diesmal 111 Energieversorger aus der ganzen Schweiz teilgenommen haben.

    Danach stagniert der Anteil der Erneuerbaren im Vergleich zur sechsten Studie 2021/22 bei den teilnehmenden Versorgern beim Strom bei etwas über 80 Prozent, bei der Wärme leicht darunter, beim Gas bei knapp 10 Prozent. Vier Versorger haben die Ziele beim Strom bereits mit über 90 Prozent erfüllt, darunter Energie Wasser Bern (ewb) und die Services Industriels de Genève mit 95 Prozent und Eniwa in Aarau und EWZ in Zürich mit 94 Prozent. Bei der Wärme liegen EWZ mit 95 Prozent und Energie Uster und Eniwa mit je 92 Prozent Zielerfüllung vorn. Bei der Gasversorgung liegen nur ewb mit 88 Prozent und Technische Betriebe Glarus mit 84 Prozent über 80 Prozent Zielerfüllung.

    Die Digitalisierung bildet namentlich für kleine Versorger eine grosse Herausforderung. Ein Viertel von ihnen hat dafür nicht mal eine Strategie. Die knappe Hälfte hat eine Strategie, aber keine konkreten Ziele.

    Auch bei Massnahmen zur Energieeffizienz harzt es. Erst 45 Prozent der teilnehmenden Stromversorger haben bereits eine Strategie mit quantifizierten Zielen.

    Das Benchmarking selbst hat laut einer Mitteilung des BfE zur Studie mit Webinars, Veranstaltungen und Informationsmaterial einen Beitrag zum Wissenstransfer in der Branche geleistet.

  • Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Die Kraftwerke Mattmark AG haben laut einer Mitteilung die Machbarkeit der Erhöhung ihres Staudamms um 3 und 10 Meter prüfen lassen. Gemäss einer Vorstudie kann eine Erhöhung um 10 Meter die gesamte bisherige Stromproduktion von 60 Gigawattstunden in den Winter verlagern. Das Stauvolumen des Sees steigt dabei um 18 Prozent. Es braucht keine neuen Wasserfassungen oder Zuleitungen.  Die Investitionen betragen 83 Millionen Franken. Die Arbeiten würden vier Jahre in Anspruch nehmen.

    Mitaktionär Axpo aus Baden hat die Vorstudie im Auftrag des Betreiberunternehmens erarbeitet. Nun erarbeitet Axpo auch das technische Vorprojekt und den Umweltverträglichkeitsbericht. Parallel dazu sollen Vertreter von Anspruchsgruppen aus der Bevölkerung, dem Umweltschutz und dem Tourismus in Begleitgruppen einbezogen werden.

    An der Kraftwerke Mattmark AG sind ausser Axpo mit 38,88 Prozent auch die Axpo-Tochter CKW mit 27,78 Prozent, die BKW und die Stadt Sitten mit je 11,11 Prozent sowie die ewl und die Stadt Siders mit je 5,56 Prozent beteiligt. Der vollständige Betrieb des ab 1958 errichteten Kraftwerks im Saastal wurde 1969 aufgenommen.

    Derzeit werden rund 33 Gigawattstunden Strom im Winterhalbjahr und 28 Gigawattstunden im Sommerhalbjahr erzeugt.

  • Kooperation für nachhaltige Energieversorgung in Arlesheim, Münchenstein und Reinach

    Kooperation für nachhaltige Energieversorgung in Arlesheim, Münchenstein und Reinach

    Primeo Energie und uptownBasel vertiefen ihre Zusammenarbeit. Die beiden Baselbieter Unternehmen haben Ende Dezember 2024 «zwei bedeutende Verträge» unterzeichnet, erläutert Primeo Energie in einer Mitteilung. Sie dienen unter anderem dem Ziel, die auf dem Areal des Kompetenzzentrums für die Industrie 4.0 in Arlesheim anfallende Abwärme zum Beheizen tausender Wohnungen in den umliegenden Gemeinden Arlesheim, Münchenstein und Reinach zu nutzen.

    Dafür stellt uptownBasel Partner Primeo Energie langfristig das Gebäude 4 zur Verfügung. Hier wird der Energieversorger mit Sitz in Münchenstein die Übergabezentrale für die Abwärme des Kompetenzzentrums einrichten. Im zweiten Vertrag geht es um das Arealnetz. Danach ist Primeo Energie sowohl für die Betriebsführung als auch für die Instandhaltung des Netzes auf dem 75’000 Quadratmeter grossen Areal des Kompetenzzentrums zuständig. Bestandteil des Arealnetzes bilden unter anderem Hoch- und Mittelspannungsleitungen für die Energieversorgung des Areals und seiner neun Gebäude.

  • Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Agile Wind Power hat mit dem erfolgreichen Aufbau einer Testanlage in der Nähe von Zürich laut eigenen Angaben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung seiner neuartigen vertikalen 1-Megawatt-Windturbinen erreicht. Die 23 Meter hohe Testanlage dient vor allem der Erprobung und Optimierung der Technologie unter realen Wetter- und Lastbedingungen. Seit Oktober 2024 werden Testläufe und Messungen durchgeführt. Im Februar 2025 startet der automatische Betrieb.

    «Mit ihrer Kombination aus Forschung, Demonstration und Optimierung bildet die Testanlage die Basis für eine neue Generation von Windturbinen», so das in Dübendorf bei Zürich beheimatete Unternehmen. Es will mit dieser Technologie «einen erheblichen Beitrag zur dezentralen, umweltschonenden Energieversorgung leisten – insbesondere in Regionen, in denen herkömmliche Windkraftanlagen aus Akzeptanz- oder Umweltgründen nicht realisierbar sind».

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Nabe. Bei einer Höhe der Vertical Sky-Turbine in der Version A40 von bis zu 130 Metern und einer Rotorlänge von maximal 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter. Zudem sollen die Rotoren besonders leise sein.

    Nicht zuletzt dient die Testanlage auch zu Demonstrationszwecken. Laut Agile Wind Power wird sie «als Schlüsselinstrument zur Kommunikation der Vorzüge der Technologie genutzt» und soll damit «wesentlich zur Markteinführung 1-MW-Turbinen» für Gewerbe und Industrie beitragen.

    Seine neuartigen Windturbinen stellt Agile Wind Power vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Das Unternehmen ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Siemens Smart Infrastrukture legt die Latte höher. Der in Zug ansässige Geschäftsbereich von Siemens hat zwischen 2020 und 2024 seine Umsätze jährlich durchschnittlich um 11 Prozent gesteigert, informiert Siemens in einer Mitteilung. Beim Betriebsergebnis wurde 2024 eine Rekordmarge von 17,3 Prozent realisiert. Sie liegt deutlich über dem 2021 gesetzten Mittelfristziel von 11 bis 16 Prozent.

    In den kommenden Jahren wird ein Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent sowie eine Ergebnismarge von 17 bis 18 Prozent angestrebt. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt und diese auch erreicht“, wird Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure, in der Mitteilung zitiert. „Jetzt legen wir die Messlatte noch höher, um die nächste Stufe der Wertsteigerung zu erreichen.“

    In den kommenden Jahren will SI seine globale Präsenz stärken und lokale Kapazitäten erweitern. Gleichzeitig ist die Förderung von Talenten in wachstumsstarken Märkten wie Indien und den USA geplant. Beides soll zu skalierbaren Ergebnissen in den etablierten Endmärkten von SI, wie Rechenzentren, Gesundheitswesen und Energieversorgungsunternehmen führen. Das Unternehmen geht mittelfristig von einem Wachstum des von ihm adressierten Marktes um jährlich 5 bis 6 Prozent aus. Hier habe SI „in allen Bereichen ein über dem Markt liegendes Wachstum“ realisiert, heisst es in der Mitteilung.

  • Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG schafft mit Fernwärmeleitungen eine moderne Energieversorgung für die Gemeinde Münchenbuchsee. Laut einer Mitteilung verlegt STRABAG rund drei Kilometer neue Fernwärmeleitungen, um das Fernwärmenetz in der Gemeinde in Bern-Mittelland auszubauen. Die Arbeiten haben am 9. September begonnen und die erste von etwa 15 Etappen ist nach Angaben von STRABAG bereits abgeschlossen. Bis Ende Jahr werden zwei weitere Etappen folgen, heisst es in der Firmenmitteilung.

    Zum Ablauf der Arbeiten heisst es, da die Anwohnenden weiterhin Zugang zu ihren Wohnungen und Garagen benötigen, könne die Strasse nicht vollständig für die Bauarbeiten gesperrt werden. Für den Einbau der Fernwärmeleitungen werde knapp ein Viertel der Strasse geöffnet und die Leitungen verlegt. Nach jedem Bauabschnitt würden die Gräben vorübergehend wieder mit Erdmaterial aufgefüllt und ein provisorischer Belag aufgetragen. Im Laufe der nächsten Monate setze sich das Erdmaterial. Deshalb werde nach der Ausführung aller 15 Etappen der provisorische Belag erneut abgefräst und eine neue Asphaltschicht aufgebracht.

    Die Bauarbeiten werden vom STRABAG-Team des Verkehrswegebaus (VWB) in Bern voraussichtlich bis Dezember 2025 abgeschlossen, heisst es von STRABAG. «Wir liegen bisher gut in der Planung und sollten das Projekt rechtzeitig abschliessen», wird Lena Wagner zitiert, Bauführerin des VWB Bern.

  • Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Die AEW Energie AG erschliesst ihr Wärmeverbundnetz in Kaiseraugst für neue Kundschaft. Dazu wird sie laut einer Mitteilung am 4. November mit den Bauarbeiten für zwei Nebenstränge des Projekts «Ast Dorf» beginnen.

    Diese beiden Nebenstränge befinden sich im Bereich Lindenweg 11 und 13 sowie zwischen der Dorfstrasse, bei der Liegenschaft Nr. 36 und dem Heidemurweg. Die Arbeiten hierfür werden einer Mitteilung zufolge voraussichtlich bis Weihnachten abgeschlossen sein.

    Mit den Arbeiten am Hauptstrang der Fernwärme und den anderen Gewerken entlang der Dorfstrasse und dem Lindenweg wird im Januar 2025 begonnen. Abzüglich des Kostenbeitrags der Gemeinde investiert AEW insgesamt rund 3,2 Millionen in die Erweiterung des Wärmeverbunds Kaiseraugst.

    Das Wärmeverbundnetz Kaiseraugst ist seit Oktober 2021 in Betrieb. Es ist eines der grösseren des Kantons Aargau. 2023 wurde im Industriegebiet, im Südosten und mit dem Ast zum Altersheim Rinau weitere Kundschaft erschlossen. Aktuell versorgt das Grossprojekt, dessen Erstellung über vier Jahre dauerte, über 1500 Haushalte und zahlreiche Industrie- und Gewerbekunden mit Wärme aus mindestens 80 Prozent erneuerbar erzeugter Energie.

  • Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Dächer von Neubauten oder bei Dachsanierungen in der Gemeinde Sursee sollen künftig grundsätzlich mit Solaranlagen ausgestattet werden. Für Flachdächer wird zudem eine Begrünung angestrebt. Dies hat der Gemeinderat von Sursee am 14. Oktober mit der grossmehrheitlichen Annahme eines Gegenvorschlags zur Gemeindeinitiative für eine unabhängige und ökologische Energieversorgung (Solar-Initiative) beschlossen. Das Initiativkomitee hatte die Solar-Initiative nach der Erarbeitung des Gegenvorschlags durch den Stadtrat zurückgezogen.

    Der Gegenvorschlag steht im Einklang mit dem neuen kantonalen Energiegesetz, das vorbehaltlich eines Referendums per 1. März 2025 in Kraft tritt. Neubauten müssen dann zu 60 Prozent mit Solaranlagen bestückt werden, bei Dachsanierungen gelten 30 Prozent. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, ist eine Ersatzabgabe von 1000 Franken pro Kilowatt fällig. Abweichend vom kantonalen Gesetz soll diese Abgabe in Sursee nur möglich sein, wenn Bau und Betrieb der Solaranlage wirtschaftlich unzumutbar sind.

    Zur Begrünung von Dächern werden im neuen kantonalen Energiegesetz keine Vorgaben gemacht. Sursee will begrünte Dächer jedoch zur Verbesserung des Stadtklimas und als Ersatzlebensraum für Pflanzen und Tiere nutzen. Daher wird auf Flachdächern eine Kombination aus Begrünung und Solaranlagen als Standard angestrebt.

    Die in der Solar-Initiative geforderte Solarnutzung von Fassaden ist im Gegenvorschlag nicht vorgesehen. Hier wurden vom Stadtrat negative Auswirkungen auf das Ortsbild befürchtet. Zudem fällt das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Fassadenanlagen derzeit noch schlechter als das von Dachanlagen aus.

  • Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Die Forces Motrices de Martigny-Bourg (FMMB) haben die erste Niederdruckturbine der Schweiz in Betrieb genommen. Wie Alpiq in einer Mitteilung schreibt, können so im Unterwasserkanal des Flusskraftwerks an der Dranse pro Jahr 850‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Die bisherigen drei Produktionseinheiten des Kraftwerks erzeugen 89 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

    Die Niederdruckturbine kann je nach Durchfluss zwischen 1,25 und 10,2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde turbinieren. Sie ist für eine Fallhöhe von bis zu 2,5 Metern ausgelegt. Sie stellt keine zusätzliche Belastung für die Umwelt dar und beeinträchtigt nicht die bestehende Stromproduktion. «Die Installation dieser neuen Niederdruckturbine ermöglicht es, die verfügbaren Wasserressourcen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen», wird Kraftwerksleiter Georges-Alain Zuber in der Mitteilung zitiert.

    Die Planung der Anlage hat 2011 begonnen. Sie wird mit Mitteln aus der kostendeckenden Einspeisevergütung gefördert.

    Das Kraftwerk wurde 1908 als Stromerzeuger der Electro-Chimie de Paris errichtet. Heute sind an den FMMB die Gemeinden Bovernier mit 23,04 Prozent, Sembrancher mit 18,72 Prozent, Martigny mit 17,22 Prozent, Martigny-Combe mit 15,58 Prozent und Vollèges mit 1,64 Prozent sowie Alpiq mit 18 Prozent und der Walliser Energieversorger FMV mit 5,8 Prozent beteiligt.

  • Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Die Energieversorgerin Groupe E mit Sitz in Granges-Paccot und die KAAB haben einen Energievertrag für das Quartier La Maillarde in Romont unterzeichnet. Mit einer Laufzeit von 40 Jahren umfasst der Vertrag laut einer Medienmitteilung die Wärmelieferung und Verwertung der internen Abwärme, die Bereitstellung einer Microgrid-Infrastruktur und die Installation von Solarmodulen. Groupe E liefert Energie im Auftrag der KAAB an den Standort und diese stellt Betrieb, Wartung und Finanzierung der Anlagen sicher.

    Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Gemeinde Romont. Das von Groupe E verwaltete Netz wird hauptsächlich durch Holzschnitzel aus der lokalen Forstwirtschaft sowie durch Abwärme der Röstanlagen im Nespresso-Werk gespeist. Für lange Kälteperioden ist eine mit Gas betriebene Zusatzheizung vorgesehen.

    Die Elektrik wird über ein quartiereigenes Microgrid gesteuert. Dieses wird von einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von einem Megawatt gespeist. Sie erzeugt jährlich rund eine Gigawattstunde Strom.

    Das im Eigentum der KAAB befindliche Quartier La Maillarde wurde bis 2016 durch das multinationale Unternehmen Tetra Pak genutzt. Ab 2025 wird sich Uhrenhersteller Rolex dort niederlassen und rund 250 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Das endgültige La Maillarde-Projekt sieht eine Fläche von 40‘000 Quadratmetern vor. Derzeit werden 19‘000 Quadratmeter genutzt.