Schlagwort: erneuerbare Energie

  • Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Aventron hat ihre Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 bekanntgegeben. Insgesamt erzeugte die Produzentin von Strom aus erneuerbaren Energien rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom – etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahr (2024: 1,498 Milliarden Kilowattstunden). Als Gründe nennt aventron historisch schwache Wetterbedingungen sowie eine hohe Preisvolatilität bis hin zu negativen Strompreisen.

    Trotz des Produktionsrückgangs bleibt das Ergebnis laut einer Mitteilung „solide“. Der Nettoerlös belief sich auf 120,5 Millionen Franken (2024: 134,9 Millionen Franken), die Marge beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei rund 21 Prozent. Das Jahresergebnis nach Steuern erreichte 10,3 Millionen Franken.

    Im Jahr 2025 setzte aventron ihre Diversifikationsstrategie mit den Technologien Sonne, Wind und Wasser fort und entwickelte das Portfolio weiter. In der Schweiz wurde der Bau der alpinen Photovoltaikprojekte Sedrun Solar (Graubünden) und APV Sidenplangg (Uri) gestartet. In Italien begann die Umsetzung des 25-Megawatt-Solarkraftwerks Lazio 01, während sich in Frankreich und Deutschland zwei Windparks im Bau befinden. Insgesamt investierte das Unternehmen 67 Millionen Franken. Per Jahresende umfasste das Portfolio eine konsolidierte Gesamtleistung von 819 Megawatt (Vorjahr: 797 MW) in Betrieb oder Bau.

    Mittelfristig will sich aventron verstärkt auf eine erfolgreiche Stromvermarktung sowie den Ausbau von Datenmanagement- und Monitoring-Systemen konzentrieren. Ziel bleibt der Aufbau eines Portfolios mit einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt. Das Unternehmen mit Sitz in Münchenstein betreibt und entwickelt Kraftwerke in den Bereichen Wasser-, Solar- und Windenergie in der Schweiz und ausgewählten europäischen Ländern.

  • Übernahme stärkt Position im europäischen Energiemarkt

    Übernahme stärkt Position im europäischen Energiemarkt

    Die BKW hat in einer Mitteilung die Übernahme des französischen Energieunternehmen Volterres SAS bekanntgegeben. Volterres SAS betreibt ein Netzwerk von über 100 Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen und ermöglicht die Rückverfolgung von Stromflüssen in Echtzeit. Volterres liefert jährlich mehr als 2 Terawattstunden Strom an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

    Die Übernahme fügt sich nahtlos in die bestehende Frankreich-Strategie der BKW ein. Bereits zuvor hatte das Unternehmen seine Aktivitäten im Land ausgebaut, unter anderem durch einen Vertrag zur Optimierung von 200 Megawatt Batteriekapazität. Zudem vermarktet die BKW in Frankreich zahlreiche Wind-, Solar- und Batterieprojekte Dritter und bewirtschaftet eine erneuerbare Jahresproduktion von über 1 Terawatt. Mit Volterres deckt die BKW nun die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette ab. 

    Strategisch ist die Übernahme ein wichtiger Schritt innerhalb der Solutions 2030, so die Mitteilung. Mit dieser Ausrichtung konzentriert sich die BKW auf die Geschäftsfelder Energy Solutions, Power Grid sowie Infrastructure & Buildings und positioniert sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiewende. Ziel ist es, bis 2030 ein EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von über 1 Milliarde Franken zu erreichen. Frankreich spiele dabei eine Schlüsselrolle.

    „Frankreich ist ein strategisch wichtiger Markt für uns. Mit der Integration von Volterres stärken wir unsere Stellung nicht nur dort, sondern im gesamten europäischen Markt und entwickeln unser Portfolio an flexiblen Energielösungen weiter“, wird Stefan Sewckow zitiert, Executive Vice President Energy Markets.

    Die BKW mit Sitz in Bern ist ein international tätiges Energie- und Infrastrukturunternehmen. Ihr Leistungsspektrum reicht von Engineering und Beratung über Gebäudetechnik bis hin zum Bau und Betrieb von Energie- und Versorgungsnetzen. 

  • Führungswechsel im Energiebereich eines grossen Versorgers

    Führungswechsel im Energiebereich eines grossen Versorgers

    Die Vertina Anlagestiftung hat im ersten Quartal 2026 insgesamt 74,3 Millionen Franken in vier Neubauprojekte investiert. Das frische Kapital stammt aus der Kapitalerhöhung im vierten Quartal 2025, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Bauprojekte befinden sich auf Liegenschaften in Oberglatt ZH, Kloten ZH, Seon AG und Zürich. Diese ausgewählten Standorte zeichnen sich durch gute Infrastrukturanbindung sowie durch ein solides Marktumfeld aus, so die Mitteilung. Nach Fertigstellung wird sich der Marktwert der vier Objekte auf 131 Millionen Franken belaufen. Damit erhöht sich der Wert des Gesamtportfolios der Anlagegruppe Vertina Wohnen auf 350 Millionen Franken.

    Insgesamt besteht das Immobilienportfolio der Vertina aus 13 Liegenschaften mit unterschiedlichem Baufortschritt. Im laufenden Geschäftsjahr ist der Baubeginn von vier weiteren Projekten geplant. Hierzu wird die Vertina, wie erst kürzlich gemeldet, im zweiten Quartal neues Kapital zwischen 60 und 80 Millionen Franken aufnehmen. 

  • Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Energie und Technologie

    Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Energie und Technologie

    Die BKW gibt einen Wechsel in ihrer Konzernleitung bekannt: Am 1. April dieses Jahres soll Margarita Aleksieva von Philipp Hänggi die Leitung des Geschäftsbereichs Energy Production übernehmen, informiert die Berner Energieversorgerin in einer Mitteilung. Gleichzeitig zieht Aleksieva in die Konzernleitung der BKW ein. Aktuell ist die designierte Geschäftsbereichsleiterin bei der BKW als Leiterin der Geschäftseinheit Wind & Solar aktiv.

    „Die erneuerbare Energieproduktion liegt mir sehr am Herzen“, wird Aleksieva in der Mitteilung zitiert. „Umso mehr freue ich mich, die Energiewende in der Konzernleitung der BKW aktiv mitgestalten zu dürfen.“ Vor ihrem Einstieg bei der BKW war Aleksieva laut Mitteilung „in verschiedenen Führungspositionen bei internationalen Energieunternehmen“ tätig, darunter Alpiq.

    Der 2014 zur BKW gestossene Philipp Hänggi zieht sich nach sechs Jahren Leitung des Geschäftsbereichs Energy Production aus der Konzernleitung zurück. Er will sich künftig auf strategische Aufgaben insbesondere bei Kernenergie und der Entsorgung radioaktive Abfälle konzentrieren und sich „vermehrt Themen der Künstlichen Intelligenz“ widmen, heisst es in der Mitteilung. Bereits während seiner Tätigkeit in der Konzernleitung hat Hänggi sich bei der Gestaltung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der BKW engagiert.

  • Kanton Nidwalden verdreifacht Förderung für energetische Gebäudesanierung

    Kanton Nidwalden verdreifacht Förderung für energetische Gebäudesanierung

    Der Regierungsrat des Kantons Nidwalden hat in seinem Energieförderprogramm 2026 eine Erhöhung der Fördermittel für energetische Gebäudesanierungen um 300 Prozent auf 2,9 Millionen Franken beschlossen. Zusammen mit den Bundesmitteln steht damit laut einer Mitteilung insgesamt ein rekordhohes Jahresbudget von 6,3 Millionen Franken zur Verfügung. Dieses kantonale Förderprogramm unterstützt jene Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre Gebäudehülle optimieren, fossile oder elektrische Heizungen durch Systeme mit erneuerbarer Energie ersetzen oder energieeffiziente Neubauten erstellen.

    Die Nachfrage nach Fördermitteln war 2025 den Angaben zufolge „ausserordentlich hoch“. Insbesondere wegen des Ausbaus der Fernwärmenetze rechnet der Kanton für 2026 mit einer weiteren starken Zunahme der Gesuche. Ausserdem fallen in Zukunft steuerliche Erleichterungen weg, auch das dürfte die Nachfrage in diesem Jahr weiter ansteigen lassen.

    Die energetische Gebäudesanierung – eine zentrale Säule zur Erreichung der kantonalen Emissionsziele bis 2035 – gelingt den Angaben zufolge nur dann, wenn Eigentümerinnen und Eigentümer bereit sind, in ihre Liegenschaften zu investieren. „Sie leisten damit einen grossen Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasen und zur Einsparung von Energie“, wird Umweltdirektor Joe Christen zitiert.

    Zwar könne mit dem Förderbeitrag nur ein kleiner Teil der Investitionen gedeckt werden. Doch zusammen mit den Steuerersparnissen und tieferen Heizkosten lohnten sich diese Investitionen langfristig. „Im Durchschnitt“, so Christen, „löst ein Franken Fördergeld nahezu das Zehnfache an Investitionen aus. Diese Wertschöpfung bleibt grösstenteils im Kanton, stärkt das lokale Gewerbe und trägt dank erneuerbarer Energien dazu bei, den Geldabfluss ins Ausland zu verringern.“

    Der Kanton Nidwalden ist bei der Singapore Airshow einer der Aussteller am SWISS Pavilion. Die internationale Luftfahrtmesse findet vom 3. bis 8. Februar statt.

  • Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sechs Standorte für neue Kleinwasserkraftwerke an der Birs und der Ergolz in den kantonalen Richtplan aufgenommen, informiert die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion in einer Mitteilung. Die Festlegung erfolgte gemäss einer entsprechenden Vorgabe des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Als Kleinwasserkraftwerke gelten in der Schweiz Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Megawatt, welche die Energie kleinerer Flussläufe zur dezentralen Stromerzeugung nutzen.

    Für die Vergabe der Konzessionen ist das kantonale Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) verantwortlich. Die genauen Standorte der geplanten Wasserkraftwerke können der Mitteilung entnommen werden. Interessierte Unternehmen werden aufgefordert, online eine Request for Information einzureichen. Im Anschluss wird das AUE die Vergabeverfahren für die einzelnen Standorte festlegen.

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sich das Ziel gesetzt, seinen Energieverbrauch exklusive Mobilität bis 2030 zu 70 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken. Die geplanten sechs Kleinwasserkraftwerke sollen zur Umsetzung dieses Ziels beitragen.

  • Solarkraftwerk oberhalb Klosters nimmt Teilbetrieb auf

    Solarkraftwerk oberhalb Klosters nimmt Teilbetrieb auf

    Die ersten 15 Prozent von Madrisa Solar speisen Strom ins Netz ein. Die ersten 500 Solartische tragen laut einer Mitteilung 3000 bifaziale Solarmodule. Der Strom wird für den Betrieb der benachbarten Klosters-Madrisa Bergbahnen verwendet.

    Das Solarkraftwerk auf 2000 Metern oberhalb von Klosters Dorf soll im Vollausbau auf einer Fläche von 150‘000 Quadratmetern mit rund 20‘000 Solarmodulen eine Leistung von 11 Megawattpeak erzielen. Von den 17 Gigawattstunden Strom sollen 40 Prozent im Winterhalbjahr zwischen Oktober und März erzeugt werden. Die Inbetriebnahme der Gesamtanlage ist für Herbst 2027 vorgesehen. Im Herbst 2026 sollen bereits 50 bis 60 Prozent der Leistung zur Verfügung stehen.

    Die Madrisa Solar AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Repower, EKZ und der Gemeinde Klosters, die je zu einem Drittel beteiligt sind. Mit Madrisa Solar speist das erste Solarkraftwerk des nationalen Solarexpresses Strom ins Netz.

  • Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Köniz testet Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie

    Der Berner Energieversorger BKW testet neue Lösungen zur Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Ein über drei Jahre laufendes Pilotprojekt soll dabei Echtzeitdaten über den Strombedarf und -verbrauch im Ortsteil Mittelhäusern der Gemeinde Köniz liefern, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Wahl des Testgebiets ging aus einer Machbarkeitsstudie hervor, die die Gemeinde Köniz veranlasst hatte. Der Test liegt dabei seinen Fokus auf die Stromversorgung der 950 Einwohnenden der Gemeinde. In dem zusammenhängenden Versorgungsgebiet soll die Stromversorgung durch erneuerbare Energien realisiert werden. Nach der Testphase haben alle Energiekundinnen und -kunden die Möglichkeit, 100 Prozent erneuerbare Energie zu beziehen, die ökologischer und günstiger ist als bisher, heisst es in der Mitteilung.

    Mittelhäusern könnte die erste Schweizer Ortschaft werden, die ihren gesamten Energiebedarf, also Strom, Wärme, Mobilität und Prozesse, aus erneuerbaren Quellen deckt, so die BKW. Für die Bereiche Wärme und Mobilität ist jedoch noch ein eigenes Folgeprojekt geplant.

    Zentrales Ziel der Studie ist, BKW Power Grid im praktischen Experiment mit Daten und Erfahrungen mit Echtzeit-Sensorik und -Aktorik zu versorgen. Dabei soll allzeit eine stabile und effiziente Stromversorgung gewährleistet sein. Im Effekt soll das Verständnis für ein intelligentes elektrisches Gesamtsystem (Smart Grid) verbessert werden.

  • Schweizer Start-up unterstützt Aufbau digitaler Energiegemeinschaften

    Schweizer Start-up unterstützt Aufbau digitaler Energiegemeinschaften

    Das Zürcher Start-up Exnaton spannt mit dem deutschen Softwarehersteller SAP mit Sitz in Walldorf beim Betrieb der SAP Energiegemeinschaft im SAP Energy Park zusammen. Die SAP Energiegemeinschaft erlaubt es Gebäuden und Mitarbeitenden, erneuerbare Energie zu produzieren, zu speichern und untereinander zu handeln. Die Initiative fokussiert auf den S.MART Shop, eine mit Solarpanelen, EV-Ladegeräten und einem Batteriesystem ausgestattete Räumlichkeit, die den erneuerbaren Energiehandel auf dem SAP-Campus ermöglicht.

    Exnaton unterstützt das Programm mit seinen Energiesharing-Softwarelösungen, die mit einem nutzerfreundlichen Interface die Registrierung vereinfachen, und es Nutzenden ermöglichen, gemeinsam Energie zu managen, verbrauchen und zu handeln. Echtzeitdaten aus SAP-Dashboards, kombiniert mit Exnaton-Software, ermöglichen den Energieverkauf bei günstigen Marktbedingungen sowie die Speicherung für künftigen Nutzen. Auch das Dashboard der Energiegemeinschaft, das Echtzeiteinblicke in den Verbrauch, die Produktion und den Energiehandel gibt und als Kommunikationskanal für Nachhaltigkeitsprogramme dient, wird von Exnaton betrieben. Die SAP Energiegemeinschaft führt zu Kosteneinsparungen durch optimierte Energienutzung, reduzierten CO2-Emissionen und einer gestärkten Widerstandsfähigkeit dank dezentralisierter Energieproduktion und -speicherung.

    Angesichts verschärfter deutscher Energiegesetzgebung ab 2026 kann das Projekt in Walldorf als Vorlage für weitere Energiesharing-Projekte dienen. „Die SAP Energiegemeinschaft ist zentral für die Etablierung eines Standardmodells für Energiesharing in Deutschland“, wird Anselma Wörner, Mitbegründerin und COO von exnaton, in der Mitteilung zitiert. „Mit unserer Erfahrung aus internationalen Energiegemeinschaften, sind wir stolz darauf, SAP dabei zu unterstützen, diese Vision in eine skalierbare, praxisnahe Lösung umzusetzen.“

    Die 2020 gegründete Exnaton AG ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

  • Neue Solaranlage liefert Solarstrom für Sport- und Freizeitbetrieb

    Neue Solaranlage liefert Solarstrom für Sport- und Freizeitbetrieb

    Der Stromproduzent aventron AG mit Sitz in Münchenstein hat laut Medienmitteilung am 27. März seine neue Solaranlage in Näfels eröffnet. Die Anlage befindet sich auf dem Dach der Boulderhalle, die zum Gebäudekomplex der Lintharena gehört. Während der Verein Kletteranlagen Linthgebiet (VKL) das Dach der Boulderhalle für die Solaranlage zur Verfügung stellt, ist die Anlage selbst vollständig im Besitz von aventron.

    Die Solaranlage verfügt über eine Fläche von 660 Quadratmetern und weist eine Leistung von 145 Kilowatt auf. Pro Jahr können somit etwa 124 Megawattstunden Solarstrom erzeugt werden, die vollständig an die Lintharena AG fliessen und rund 10 Prozent ihres Strombedarfs decken sollen. Laut Samuel Leuzinger vom VKL hat die Solaranlage für den Verein einen doppelten Nutzen: „Wir erhalten durch die Dachmiete von aventron Zusatzeinnahmen und tun etwas für den Klimaschutz und die Energiewende“, wird Leuzinger in der Medienmitteilung zitiert.

    Der Bau dieser sowie einer weiteren Solaranlage im benachbarten Mollis wurde durch das Organisationskomitee des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) 2025 unterstützt. Aventron ist Energiepartner des ESAF im Glarnerland. Durch diese Partnerschaft vermittelte das ESAF-Organisationskomitee aventron den Kontakt zu geeigneten Dacheigentümern wie dem VKL. „Wir setzen diese Photovoltaikanlage in Kooperation mit unseren Partnern, der Lintharena, VKL und dem ESAF im Glarnerland um“, äusserte sich aventron-CEO Eric Wagner laut Medienmitteilung zu der neuen Anlage. „Dies ist ein wichtiger Schritt für mehr Schweizer Solarstrom und die Umsetzung der Energiestrategie 2050.“

    Aventron erzeugt seinen Strom ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen. Das Unternehmen weist nun landesweit eine Solarleistung von rund 65 Megawatt auf. Ziel ist es, diese bis 2027 auf eine Leistung von 100 Megawatt zu erhöhen.

  • Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Energie 360° hat seinen Hauptsitz in Zürich zu einem grünen Kraftwerk umgebaut, informieren der schweizweit aktive Energieversorger und die Stadt Zürich in einer gemeinsamen Mitteilung. Bei den nun abgeschlossenen Umbau- und Instandsetzungsarbeiten wurde dafür eine grossflächige Photovoltaik-Fassade realisiert. Ihre insgesamt 1600 Module sollen jährlich etwa 325 Megawattstunden Strom erzeugen.

    „Künftig produziert Energie 360° rund die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs ihres Gebäudes selbst“, wird Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. Der erzeugte Solarstrom soll unter anderem auch die eigene E-Autoflotte betreiben. Für die Zulassung der Anlage hatte Energie 360 nachweisen müssen, dass sich ein Brand der Module nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

    Bis 2040 will Energie 360° seinen Direktabsatz ausschliesslich auf Erneuerbare umstellen. Das Unternehmen sei auf gutem Kurs das für Ende 2025 gesteckte Zwischenziel von 30 Prozent zu erreichen, informiert Energie 360° in einer weiteren Mitteilung. Im am 30. September 2024 abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde ein Anteil von 27 Prozent erreicht. Konkret stammten 1238 von insgesamt 4590 abgesetzten Gigawattstunden Energie aus erneuerbaren Quellen. „Wir spüren die breite Unterstützung und Anerkennung für unsere Transformation – bei Mitarbeitenden, Partnerunternehmen und Kund*innen“, wird Energie 360°-CEO Jörg Wild in der Mitteilung zitiert.

  • Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Das Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) und die Gemeinde Köniz wollen mit dem Energieverbund Bern-Wabern einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Köniz und Bern leisten, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Verwaltungsrat von ewb hat den Bau des Wärmeverbunds Bern-Wabern am 7. März 2025 und getragen von einem per Umfrage ermittelten „grossen Interesse“ der Bevölkerung beschlossen. Der Bau der Produktionsanlagen soll 2027 starten. Ab 2028 sei mit der ersten Wärmelieferung zu rechnen.

    Das Wärmeproduktionskonzept sieht konkret vor, die Energie aus Überschusswasser der Pumpstation Schönau zur thermischen Nutzung zu verwenden. Die Produktionsanlagen werden in die bestehende Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse eingebaut, heisst es.

    Mit dem jetzt unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrag geht die Wärme- und Kälteversorgung in Wabern in die Zuständigkeit der ewb, die auch verantwortlich ist für die operative und finanzielle Verantwortung beim Bau.

    Der Wärmeverbund könne helfen, die Energiewende und den Klimaschutz zu fördern. Durch das nachhaltige Energieprojekt werde ein Ersatz geschaffen für viele Öl- und Gasheizungen in Wabern und in den angrenzenden Quartieren von Bern. „Ein Wärmeverbund ist in dicht bebauten Gebieten oft die einzige Lösung, um die Gebäude CO2-frei und wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie zu heizen“, wird der Könizer Gemeinderat Hansueli Pestalozzi zitiert.

  • Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Der Stromversorger AEW Energie AG mit Sitz in Aarau investiert laut Medienmitteilung über 8 Millionen Franken in den neuen Wärmeverbund Augst BL. Dieser soll die bestehende AEW Contracting-Anlage in Pratteln BL ersetzen, die auf Basis von Holzpellets und Öl betrieben wird.  Das Baugesuch für den Wärmeverbund, der mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben wird, wurde eingereicht. Die erste Wärmelieferung soll während der Heizperiode 2025/26 erfolgen.

    Die Wärmezentrale wird in der Maschinenhalle des Kraftwerks Augst errichtet und nutzt die Abwärme der Kraftwerksgeneratoren sowie Rheinwasser als Wärmequellen.  Die Abwärme der Generatoren wird heute ungenutzt in den Rhein abgeführt. Mit dieser Kombination könne eine zuverlässige und nachhaltige Wärmeversorgung gewährleistet werden, heisst es von AEW. Drei Wärmespeicher mit je 16‘000 Litern dienen dem Ausgleich von Schwankungen und der Sicherung einer konstanten Versorgung.

    Die Wärme wird über ein rund 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt. Insgesamt wird laut der Mitteilung eine thermische Leistung von 2 Megawatt bereitgestellt, mit einem geplanten jährlichen Wärmeabsatz im Endausbau von 4400 Megawattstunden. Verglichen mit fossilen Heizsystemen entspreche das einer Reduktion von rund 1200 Tonnen CO2 jährlich.

    AEW begann laut der Mitteilung Anfang der 1990er-Jahre mit dem Aufbau von Anlagen für die Wärmeversorgung. Der erste Wärmeverbund wurde vor 30 Jahren in der Gemeinde Möhlin in Betrieb genommen. Heute betreibt die AEW 75 Wärmeverbunde und Contracting-Anlagen für Wärme und Kühlung im Kanton Aargau sowie den angrenzenden Kantonen. Die aktuelle Produktionskapazität beträgt über 230 Gigawattstunden im Jahr und vermeidet den Ausstoss von rund 55‘000 Tonnen CO2 pro Jahr.

  • Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Seit dem 6. März fliesst im Gasnetz von Regio Energie Solothurn auch Gas, das bei der Kompogas Utzenstorf AG produziert wird, informiert Regio Energie Solothurn in einer Mitteilung. Dafür hat der Regionalversorger eine 2,3 Kilometer lange Gasleitung zwischen Utzenstorf und Gerlafingen verlegen lassen. Mit dem zusätzlichen regionalen Biogas können rund 400 Einfamilienhäuser beheizt werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Kompogas Utzenstorf AG wandelt seit 2007 organische Abfälle über Trockengärung in Biogas um. Nach der Schliessung der Papierfabrik Utzenstorf 2017 habe das Gas aus technischen Gründen nicht mehr eingespeist werden können und wurde daher in einem Blockheizkraftwerk verstromt, erläutert Regio Energie Solothurn. Für die Einspeisung des Biogases in das Netz des Regionalversorgers hat die Kompogas Utzenstorf AG eine neue Aufbereitungsanlage gebaut. Das Unternehmen wird von der Axpo Biomasse AG, Regio Energie Solothurn, der Gast AG Utzenstorf und der Kikom GmbH Burgdorf gehalten.

  • Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Die BKW und das Jungunternehmen K51 aus Eschenz spannen in einem innovativen Projekt für Rechenzentren zusammen. K51 platziert Server und Rechenzentren an Orten wie Gewächshäusern, damit die Abwärme aus der Rechenleistung zum Heizen eingesetzt werden kann. «Wir liefern fossilfreie Wärme frei Haus und nutzen Rechenleistung als innovativen Brennstoff», wird Benoît Stroelin, Co-Gründer und CEO von K51, in einer Mitteilung der BKW zitiert. «Unser Ziel ist es, die Energieverschwendung im High Performance Computing (HPC) massgeblich zu reduzieren und so einen relevanten Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten.»

    In Zusammenarbeit mit der BKW hat das erste reguläre Rechenzentrum von K51 einen massgeschneiderten Bezugsvertrag für Strom bekommen. Dabei wird der Betrieb der Anlage über eine tägliche Spotpreisprognose von BKW Energy gesteuert, so dass die Rechenleistungen in den jeweils günstigsten Stunden durchgeführt werden.

    Darüber hinaus bindet die BKW die Rechenzentren von K51 an den Regelenergiemarkt an. Auf diese Weise kann die Berner Energieversorgerin die einzelnen Rechenzentren zum Erhalt der Netzstabilität bei Bedarf an- oder abschalten. «K51 erfüllt punkto Systemsteuerung und Flexibilität genau die Anforderungen, welche es für ein solches Modell braucht», wird Thomas Egli, Leiter Business Enabling bei BKW Energy, in der Mitteilung zitiert. «Wir arbeiten eng zusammen, um zusätzliches Potential beispielsweise bei der Ausgleichsenergie realisieren zu können.»

  • Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat auf dem Dach ihrer Filiale in Arbon eine neue Photovoltaikanlage installiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die neue Anlage mit 500 Quadratmetern die grösste, die die Bank in Betrieb genommen hat. Sie soll jährlich etwa 105‘000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 21 Haushalten.

    Der auf dem Dach produzierte Strom soll in erster Linie für den Betrieb der Geschäftsstelle genutzt werden. Je nach Bedarf deckt er zwischen 25 und 40 Prozent des Energiebedarfs der Bankfiliale ab, heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren versorgt die Solaranlage drei Ladestationen für E-Autos in der benachbarten Tiefgarage des Einkaufszentrums Novaseta. Überproduzierter Strom soll darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist werden.

    Mit der neuen Anlage will die TKB ihr Engagement für nachhaltige und erneuerbare Energie unterstreichen und den CO2-Ausstoss vor Ort senken.

  • Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Um eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung der Bevölkerung zu ermöglichen, ist im Februar 2025 die Wärme Thalwil AG gegründet worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist das Unternehmen Ergebnis der Zusammenarbeit der Gemeinde Thalwil mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). An der gegründeten Gesellschaft sind Thalwil mit 49 Prozent und die EKZ mit 51 Prozent beteiligt. Der Gründung ist ein Bürgerentscheid vom September 2024 vorangegangen, an dem 79,8 Prozent der Stimmberechtigten für das neue Unternehmen gestimmt hatten.

    «Mit der Gründung der Wärme Thalwil AG setzen wir ein klares Zeichen für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wärmeversorgung auf unserem Gemeindegebiet», wird Andy Fellmann, Gemeindeingenieur von Thalwil, in der Mitteilung zitiert. «Zudem können durch die Zusammenarbeit von Gemeinde und EKZ Synergien genutzt und die bereits bestehende Infrastruktur effizient weiterentwickelt werden.»

    Martin Nicklas, Verwaltungsratspräsident der Wärme Thalwil AG und Leiter Energielösungen und Energiecontracting bei EKZ, nennt als Ziel der Neugründung, 3000 Bürgerinnen und Bürger mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. In einem nächsten Schritt soll ein zusätzlicher Wärmeverbund geschaffen werden, ein Entscheid darüber soll 2026 getroffen werden.

  • Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Seit dem 26. Februar werden die ersten 80 Liegenschaften im Zürcher Quartier Riesbach mit Wärme aus dem Energieverbund Tiefenbrunnen geheizt, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Bei der für 2032 angepeilten Fertigstellung des Energieverbunds soll die Zahl der mit Wärme aus dem Wasser des Zürichsees geheizten Liegenschaften auf etwa 400 angestiegen sein. In das Projekt hat Energie 360° rund 60 Millionen Franken investiert.

    «Wir haben mit der Inbetriebnahme der Hauptzentrale einen wichtigen Meilenstein erreicht und sind stolz auf den Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung im Gebiet Tiefenbrunnen», wird Gesamtprojektleiter Andreas Abdon von Energie 360° in der Mitteilung zitiert. Für Dženan Draganović von Liegenschaften Stadt Zürich wiederum sind Energieverbünde wie der nun in Betrieb genommene entscheidend für das eigene Netto-Null-Ziel: «Wir haben uns vorgenommen, bis 2035 alle Liegenschaften ohne fossile Brennstoffe zu beheizen.»

    Im Endausbau kann der Energieverbund Tiefenbrunnen rund 5300 Einwohnende von Tiefenbrunnen mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgen. Durch den Ersatz fossiler Heizungen können dabei 6500 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden, schreibt Energie 360°.

  • Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Der in Basel ansässige Energieversorger IWB hat die Inbetriebnahme des Wärmeverbunds Frick bekannt gegeben. Nebst der neuen Heizzentrale mit zwei Holzkesseln und zwei Wärmespeichern ist ein Wärmenetz in Länge von 2,1 Kilometern in Betrieb genommen worden, heisst es in einer Mitteilung. Ab dem 4. März soll der Ausbau der letzten Abschnitte in der ersten Baustufe in Angriff genommen werden.

    Damit werden in einigen Quartieren von Frick Privathaushalte und Betriebe mit erneuerbarer Fernwärme versorgt. Die Befeuerung der Holzkessel wird mit regionalen Holzhackschnitzeln vorgenommen, die aus dem Forstbetrieb Thiersteinberg stammen.

    Aufgrund der grossen Nachfrage prüft die IWB bereits die Erweiterung des Versorgungsgebiets in den Ortsteilen Ob em Dorf und Chilmet. Sowohl die jetzigen als auch die künftigen Bauten sind mit einer Reihe von Verkehrseinschränkungen verbunden, welche von Gemeinde und Kanton je nach Bedarf angepasst werden. Die IWB lädt für den 5. April 2025 zu einem Tag der offenen Tür auf dem Areal der Heizzentrale ein.

  • Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Die Energieunternehmen Primeo Energie aus Münchenstein und die StWZ Energie AG sind in den Planungen zum Fernwärmenetzwerk Fernwärme Unteres Wiggertal (FUWI). Gemäss einer Medienmitteilung sieht ihr Lösungsansatz vor, bereits bestehende Verbünde einzubringen.

    «Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. StWZ und Primeo sind überzeugt, dass sich das Fernwärmenetz im unteren Wiggertal am effektivsten umsetzen lässt, wenn wir unsere Kräfte in einer gemeinsamen Gesellschaft bündeln», wird Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG, zitiert. Als erstes soll das Fernwärmenetz in Oftringen und Zofingen ausgebaut werden und in dem Zuge die bestehenden Fernwärmenetze beider Gemeinden eingebunden werden. Als klimaneutraler Wärmeenergieersatz sollen die Holzverbrennung in den StWZ-Energiezentralen und Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Erzo (Entsorgung Region Zofingen) genutzt werden.

    Zu Beginn waren an dem Projekt neben der StWZ Energie AG Zofingen auch die EW Oftringen AG und EW Rothrist AG beteiligt. Entgegen der Planungen haben die beiden regionalen Energieversorger aus verschiedenen Gründen ihre Zusage zum Beitritt in die Gesellschaft vorerst zurückgezogen. Beide Unternehmen stehen laut Mitteilung aber hinter dem Vorhaben für CO2-neutrale Fernwärme. Eine Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen.

    Offen ist zudem die Frage nach einer künftigen Aufstockung der Wärmeabnahme ab Sommer 2027. Für den Bau einer neuen KVA und das dafür benötigte zusätzliche Landstück soll das Oftringer Stimmvolk im November 2025 abstimmen.

  • Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Spätestens 2027 werde das Wasser der Saane 10 Prozent des Wärmebedarfs im Grossraum Freiburg decken, kündigt Groupe E in einer Mitteilung an. Die Energieversorgerin aus Granges-Paccot plant den Aufbau einer dreiteiligen Infrastruktur, um jährlich rund 60 Gigawattstunden erneuerbare Wärmeenergie zu erzeugen. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf von rund 7500 Haushalten zu decken.

    Das Projekt PLACAD sieht die Erweiterung der bestehenden Heizzentrale auf dem ehemaligen Ritter-Areal vor. Künftig sollen hier drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen arbeiten. Sie werden im Winter oder im Notfall von zwei Gasheizkesseln unterstützt.

    Die dazugehörige Pumpstation ist im Gebäude der Staumauer Magere Au geplant. Die Verbindung zwischen Heizzentrale und Pumpstation erfolgt über zwei jeweils 1,2 Kilometer lange, parallele Leitungen. Sie verlaufen durch den Perolles-Wald, unter den Tennisplätzen des Kollegiums Heilig Kreuz und über die Saane hinweg.

    Der Leitungsverlauf werde teilweise bestehenden Wegen folgen, dennoch anfallende Umweltauswirkungen sollen kompensiert werden, erläutert Groupe E. Dabei ist unter anderem die Erweiterung des Naturschutzgebiets Perolles-See um eine Altholzinsel geplant. Über allfällige Beeinträchtigungen der Freizeitaktivitäten des Perolles-Waldes wird Groupe E online informieren. Die entsprechende Internetseite gibt zudem Einblick in die Entwicklung des Projekts.

  • Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Die Axpo Solutions AG aus Baden und die Bergbahnen Disentis AG wollen auf dem Gebiet der Bündner Gemeinde Disentis/Mustér eine Photovoltaikgrossanlage mit einer Leistung von über 10 Megawatt Peak realisieren. Für Erstellung und Betrieb der Anlage gründen die beiden Partnerunternehmen derzeit die Kraftwerksgesellschaft Ovra Solara Magriel AG mit Sitz in Disentis/Mustér. Das auf Artikel 71a des Energiegesetzes, dem sogenannten Solarexpress, basierende Projekt hat nun die Zustimmung der Regierung des Kantons Graubünden erhalten, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Das Stimmvolk von Disentis/Mustér hatte dem Plan bereits 2023 grünes Licht gegeben.

    Die Anlage soll auf einem bereits touristisch genutzten Gebiet in etwa 2100 Meter Höhe über Meer errichtet werden. Geplant sind 20’750 Solarpaneele auf einer Fläche von rund 13,5 Hektaren. Die Betreiber erwarten eine jährliche Stromproduktion von rund 14,6 Gigawattstunden, von denen etwa 5,4 Gigawattstunden im Winter anfallen.

  • Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Der Basler Energieversorger IWB hat die Baubewilligung für das Errichten einer Solaranlage auf der ehemaligen Kehrrichtdeponie Hinterm Chestel in Liesberg erhalten. Der Investitionsbescheid soll Anfang 2025 erfolgen, heisst es in einer Mitteilung. Nach zügigem Baubeginn soll bereits im Frühjahr 2026 der erste Solarstrom fliessen, der etwa 1000 Haushalte versorgen kann.

    Auf einer Fläche von 25‘000 Quadratmetern sollen 7600 Solarmodule verbaut werden. Das entspricht einer installierten Leistung von 3,4 Megawatt. Die Anlage wird in einer bestimmten Höhe installiert, so dass darunter weiter eine Grünflächenbewirtschaftung möglich ist. Dies soll auch der Biodiversität vor Ort dienlich sein.

    „Für uns ist wichtig, dass die Anlage naturverträglich umgesetzt wird. So haben wir bei der Planung in Koordination mit der KELSAG bewusst bestehende Naturobjekte integriert“, wird Daniel Neuenschwander, Projektleiter Photovoltaik Grossanlagen bei IWB, in der Mitteilung zitiert. Die KELSAG (Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG) ist die Besitzerin der Deponie und stellt die Fläche bis zu 50 Jahre lang zur Verfügung.

    Des Weiteren wird Sorge für den Lebensraum verschiedener Tierarten getragen. „Wir haben bei diesem Projekt von Beginn weg Natur- und Umweltverbände eng involviert. Das war das Erfolgsrezept zu einem ausgewogenen Projekt: Anliegen der Stromproduktion und der Biodiversität werden gleichermassen berücksichtigt“, so Neuenschwander.

  • Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Lynus hat die Enerfin AG gegründet. Die neue Tochter soll das Mieterstrom-Contracting übernehmen, informiert das auf Energiesysteme für die optimale Nutzung erneuerbarer Energie spezialisierte Technologieunternehmen aus Tuggen in einer Mitteilung. Konkret wird Enerfin Mieterstromanlagen planen, finanzieren, einrichten und betreiben. Immobilieneigentümer werden am Gewinn beteiligt. Das neue Unternehmen hat bereits 300 Wohnimmobilien mit etwa 2400 Wohneinheiten im Portfolio.

    Enerfin setzt die Soft- und Hardware von Lynus zur Optimierung der Energiesysteme in Wohngebäuden ein. Die Software des Technologieunternehmens nutzt maschinelles Lernen, „um die Energieflüsse im Gebäude vorherzusagen und zu steuern – bis hin zur Anbindung an unser virtuelles Kraftwerk“, erläutert Paul Hauser, CEO von Enerfin und Lynus, in der Mitteilung. „So wird der erneuerbare Strom optimal genutzt.“

    Über die Anbindung der Energiesysteme der Immobilien an das virtuelle Kraftwerk von Lynus könnten die Eigner der Immobilien einen höheren Gewinn als bei herkömmlichen Mieterstrom-Contracting realisieren, schreibt Lynus. Hintergrund ist die Vermarktung der Flexibillität, die aus der mittels Machine Learning erstellten Prognose von Energieerzeugung und -verbrauch resultiert. „Enerfin verbindet Nutzen für Mieter und Vermieter mit Vorteilen intelligenter Mieterstrom-Lösungen für das Stromnetz und das Klima und macht das Ganze so einfach wie möglich für die Anwender auf Anbieter- und Verbraucherseite“, meint Hauser.

  • Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Die AEW Energie AG erschliesst ihr Wärmeverbundnetz in Kaiseraugst für neue Kundschaft. Dazu wird sie laut einer Mitteilung am 4. November mit den Bauarbeiten für zwei Nebenstränge des Projekts «Ast Dorf» beginnen.

    Diese beiden Nebenstränge befinden sich im Bereich Lindenweg 11 und 13 sowie zwischen der Dorfstrasse, bei der Liegenschaft Nr. 36 und dem Heidemurweg. Die Arbeiten hierfür werden einer Mitteilung zufolge voraussichtlich bis Weihnachten abgeschlossen sein.

    Mit den Arbeiten am Hauptstrang der Fernwärme und den anderen Gewerken entlang der Dorfstrasse und dem Lindenweg wird im Januar 2025 begonnen. Abzüglich des Kostenbeitrags der Gemeinde investiert AEW insgesamt rund 3,2 Millionen in die Erweiterung des Wärmeverbunds Kaiseraugst.

    Das Wärmeverbundnetz Kaiseraugst ist seit Oktober 2021 in Betrieb. Es ist eines der grösseren des Kantons Aargau. 2023 wurde im Industriegebiet, im Südosten und mit dem Ast zum Altersheim Rinau weitere Kundschaft erschlossen. Aktuell versorgt das Grossprojekt, dessen Erstellung über vier Jahre dauerte, über 1500 Haushalte und zahlreiche Industrie- und Gewerbekunden mit Wärme aus mindestens 80 Prozent erneuerbar erzeugter Energie.

  • Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Die Energieverbund Bielersee AG liefert laut einer Mitteilung erstmals Energie an Kundschaft in Nidau und Biel. Dazu wurde in den vergangenen Wochen der Zwischenkreis erstellt, der das Pumpwerk an der Dr. Schneiderstrasse mit der Energiezentrale im Alpha-Gebäude in Nidau verbindet.

    Das Seewasser gelangt über zwei Leitungen in 20 und 30 Metern Tiefe in das Pumpwerk. In der Energiezentrale wird über Wärmepumpen Warmwasser für Heizungen gewonnen, die an das Wärmenetz angeschlossen sind. Die Kälte wiederum wird über ein separates Netz ins Gebiet Robert-Walser-Platz beim Bahnhof Biel geleitet. Für kalte Tage steht ein Spitzenlastkessel bereit.

    Die Planungen für die Seewassernutzung reichen bis 2015 zurück. 2020 gründete Energie Service Biel/Bienne die Energieverbund Bielersee AG, an der inzwischen auch die Stadt und die Burgergemeinde Nidau beteiligt sind. Im März 2022 wurden die Seeleitungen verlegt, im darauffolgenden Mai der Rohbau des Pumpwerks fertiggestellt. Künftig sollen die Energiezentrale saniert und das Wärmenetz Richtung Ipsach erweitert werden.

  • Erfolgreiche Bohrung bei Geothermieprojekt Haute-Sorne ist abgeschlossen

    Erfolgreiche Bohrung bei Geothermieprojekt Haute-Sorne ist abgeschlossen

    In Haute-Sorne läuft ein Pilotprojekt für tiefe Geothermie. Die Initiatoren Geo-Energie Suisse und Geo-Energie Jura vermelden die erste Erdbohrung. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde in weniger als drei Monaten der Untergrund in einer Tiefe von 4000 Metern ausgelotet. Die Bohrung verlief vollständig durch die Sedimente und drang tief in das kristalline Grundgebirge ein, heisst es.

    Damit liegen erdgeschichtliche Daten über den geologischen Untergrund im Schweizer Jurabogen zwischen Genf und Basel vor. „Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich um eine grosse Chance, die Kenntnisse über die Geologie des Jura deutlich zu verbessern. Bisher wurde der tiefe Untergrund auf nationaler Ebene nur sehr lokal so genau beschrieben.“

    Für das Projekt gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen für den Umweltschutz. Schäden sowie Wassereintritt während laufender Baustellenarbeiten seien ausgeblieben, die Lärmbelästigung sei in Grenzen gehalten worden.

    Der Schritt ebne aus Sicht von Geo-Energie Suisse und Geo-Energie Jura die innovativen Zukunftsperspektiven für eine nachhaltige Energieversorgung. So sollen die Daten erdgeschichtliche Erkenntnisse in Bezug auf die Nutzung der Geothermie zur Strom- und Wärmeerzeugung liefern. Der erste Erfolg wurde am 28. August 2024 gefeiert. Zu der Veranstaltung waren Mitarbeitende, operative, technische und wissenschaftliche Partner sowie Vertreter der Politik eingeladen.

    Während der Datenauswertung und der Planung des Projektfortgangs ruht der Standort. Anfang 2025 sollen Tests im Bohrloch und eine geophysikalische Kampagne erfolgen. Die Explorationsphase ist bis Ende 2025 angesetzt.

  • Umwelt Arena präsentiert Solarsonnenschirme

    Umwelt Arena präsentiert Solarsonnenschirme

    Die Umwelt Arena präsentiert vor ihrem Restaurant in Spreitenbach zwei neue Photovoltaiksonnenschirme. Wie es in einer Mitteilung heisst, bieten die Schirme am Tage nicht nur Schutz vor den Sonnenstrahlen, sondern können dank ihrer aufspannbaren Solarpaneele auch elektrischen Strom zum Laden elektronischer Geräte wie Smartphones, Laptops oder Tablets generieren.

    In Spreitenbach werden zwei Modelle Solaris 1000W von Streetopia vorgestellt, einem Hersteller mobiler Photovoltaiklösungen aus Teufen. Sie könnten für den Einsatz bei Restaurants oder Firmengebäuden vorgesehen werden. Das kleinere Modell Solaris 600W könnte im heimischen Garten eingesetzt und den Energiebedarf eines Zweipersonenhaushaltes um 30 bis 50 Prozent senken, heisst es in der Mitteilung. Beide Modelle sind den Angaben zufolge leicht zu montieren und funktionieren nach dem Plug-and-Play-Prinzip.

  • Einweihung einer Photovoltaikanlage bei Limeco

    Einweihung einer Photovoltaikanlage bei Limeco

    Das Limmattaler Regiowerk Limeco mit Sitz in Dietikon hat laut einer Medienmitteilung auf dem Dach der Abwasserreinigungsanlage (ARA) eine Photovoltaikanlage eingeweiht. Laut eigener Angaben erzeugen 624 Solarpaneele mit einer Kapazität von 265,2 Kilowatt Peak so viel Solarstrom, wie 70 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3600 Kilowattstunden verbrauchen.

    Auf einer Fläche von 1220 Quadratmetern sollen 252’000 Kilowattstunden Ökostrom produziert werden, in erster Linie für den Eigenbedarf der ARA und der Kehrichtverwertungsanlage. Energieüberschüsse werden über Einspeisung ins öffentliche Netz der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

    Ziel ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung voranzubringen. Limeco plant, bis 2050 die Versorgung des gesamten Limmattals auf CO2-neutrale Energiequellen umzustellen.

  • Ein Schritt in die fossilfreie Zukunft

    Ein Schritt in die fossilfreie Zukunft

    Die Energieplanung der Stadt Zürich sieht vor, erneuerbare Energiequellen in Zukunft besser zu nutzen. Mit einer Zustimmung von 88 Prozent sagten die Stadtzürcher Stimmberechtigten damals Ja zum Objektkredit von CHF 128 Millionen für den Energieverbund Altstetten und Höngg.
    Die Stadtgebiete Altstetten und Höngg bieten ideale Voraussetzungen für einen Energieverbund. Sie weisen eine hohe Wärmeverbrauchsdichte auf und liegen nahe an der Wärmequelle, dem Klärwerk Werdhölzli. Die Inbetriebnahme des Energieverbunds Altstetten und Höngg ermöglicht es, das bisher ungenutzte Wärmepotenzial des Klärwerks Werdhölzli einzusetzen.

    Die Temperatur des gereinigten Abwassers liegt zwischen 11 Grad Celsius im Winter und rund 25 Grad Celsius im Sommer. Entsorgung + Recycling Zürich reinigt jährlich bis zu 80 Millionen Kubikmeter Abwasser. Bevor das gereinigte Wasser in die Limmat fliesst, passiert es das Abwärmenutzungsgebäude, wo die Wärme entzogen wird. In der Energiezentrale bringen Wärmepumpen die Temperatur auf das Niveau für die Nutzwärme.

    Ein weiterer Wärmelieferant ist die ebenfalls auf dem Areal angesiedelte Klärschlammverwertungsanlage. Die bei der Verbrennung des Klärschlamms entstehende Abwärme ist eine wertvolle Energiequelle. Der Verbund nutzt sowohl die direkte Überschusswärme aus der Klärschlammverwertungsanlage, als auch die Kondensationswärme aus den Abgasen. Da die Klärschlammverwertungsanlage Temperaturen von 70 bis 80 Grad Celsius aufweist, lässt sie sich direkt ins System einspeisen, ohne den Weg über eine Wärmepumpe zu nehmen.

    Zudem leiten die aus der Eisproduktion abgeführte Abwärme der neuen Swiss Life Arena der ZSC Lions ins Anergienetz. Ab Sommer 2022 produziert die Energiezentrale der Swiss Life Arena Kälte für die angeschlossenen Liegenschaften, welche zur Kühlung der Büro- und Gewerberäume dient. Die Kälteproduktion erfolgt über hocheffiziente Wärmepumpen.

    Der Energieverbund Altstetten und Höngg besteht aus verschiedenen Teilperimetern. Die Gebiete Höngg und Altstetten Nord sind grösstenteils an den Energieverbund angeschlossen. In den Gebieten Höngg-Zentrum und in Altstetten Ost erfolgt die Umsetzung von 2023 bis 2032.