Schlagwort: ewz

  • Zürich investiert in Grossbatteriespeicher für mehr Versorgungssicherheit

    Zürich investiert in Grossbatteriespeicher für mehr Versorgungssicherheit

    Der Stadtrat von Zürich hat dem Gemeinderat einen Rahmenkredit in Höhe von 20 Millionen Franken beantragt. Laut einer Mitteilung soll der Kredit für den Ausbau von freistehenden Grossbatteriespeichern des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) dienen.

    Die eigenständig betriebenen Anlagen dienen dem Speichern grosser Energiemengen, wie sie zum Beispiel von erneuerbaren Quellen wie Solar- oder Windenergie erzeugt werden. Zusätzlich zu den bestehenden Kraftwerken können die Grossspeicher in Spitzenzeiten Energie in das Netz einspeisen und somit einen Beitrag zur Stabilität des Energiesystems und zur Versorgungssicherheit liefern. Insbesondere unter den Anforderungen einer zunehmende Elektrifizierung, wie etwa die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen, kann hier ein wichtiger Beitrag geleistet werden.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, kann der Stadtrat innerhalb dieses Rahmenkredites Projekte des ewz eigenständig bewilligen und damit Entscheidungswege deutlich verkürzen. Für das ewz bedeutete dies, mit dem zügigen Abwickeln auch grösserer Projekte in wettbewerbsintensiven Geschäftsfeldern konkurrenzfähig zu bleiben.

  • Zürcher Versorger bauen Smartmeter-Netz aus

    Zürcher Versorger bauen Smartmeter-Netz aus

    Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz), Energie 360° und die Wasserversorgung Zürich (WWZ) weiten laut einer Medienmitteilung die Ausstattung mit Smartmetern aus. Sie ersetzen analoge Zähler, die noch von Hand ausgelesen wurden. Dadurch könnten Verbrauchsdaten schneller erfasst und übermittelt werden. Indem Strom, Wasser und Gas digital ausgelesen werden, hätten Kunden mehr Transparenz über den Verbrauch. Für die Wasserversorgung entstehen zusätzliche Vorteile bei der Fehlersuche. Über digitale Wasserzähler seien eventuelle Leckagen und Rohrschäden rascher feststellbar.

    Seit August 2024 arbeitet die ewz an der Versorgung mit digitalen Zählgeräten, heisst es. Gasversorgerin Energie 360° sei seit April am Ausbau smarter Messsysteme beteiligt. Bis 2029 plant ewz den Austausch möglichst vieler konventioneller Zähler durch digitale Zähler. Rund 300’000 Smartmeter sollen in der Stadt Zürich verfügbar sein, weitere 4000  im Versorgungsgebiet der ewz in Graubünden. Die WVZ kündigt den Einbau von 33’000 intelligenten Wasserzählern bis 2036 an.

    „Mit dem Einbau intelligenter Zähler machen wir einen wichtigen nächsten Schritt zur Digitalisierung der Versorgungsnetze“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betrieb, zitiert.

    Die Smartmeter werden wie die Vorgänger weiterhin vorwiegend im Keller installiert.

  • Ausbau von Solaranlagen in Zürich

    Ausbau von Solaranlagen in Zürich

    ewz, Stadtzürcher Energieversorger, treibt seinen Ausbau von Solaranlagen voran. Wie einer Mitteilung zu entnehmen ist, schaltet das Unternehmen auf seiner Internetseite 14 neue Standorte auf, an denen sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Mit 250 Franken je Quadratmeter kann man eine Beteiligung an den zusätzlichen 11‘000 Quadratmetern erwerben. Sich Beteiligende erhalten jährlich 80 Kilowattstunden Zürcher Solarstrom auf ewz-Rechnung. Mit den jetzt zugeschalteten Flächen verfügt ewz über 55 Solaranlagen im Zürcher Stadtgebiet. Die jetzt neu hinzukommenden Flächen sollen jährlich 1‘246‘000 Kilowattstunden Elektroenergie produzieren. Das entspricht dem Stromverbrauch von 500 durchschnittlichen Haushalten.

    „Mit der Solarstrategie haben wir in der Stadt Zürich das ambitionierte Ziel, mehr Solarstrom zu produzieren“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe, in der Mitteilung zitiert. „Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt und selbst eine Solarbeteiligung erworben. Nur gemeinsam machen wir Zürich zur Solarstadt – jeder Quadratmeter zählt!“

    Darüber hinaus bietet ewz Wohneigentümern Solarlösungen für das eigene Dach an. So werden bis Juli auf vier Wohngebäuden in Guggach 950 Solarmodule installiert. Die Anlage soll 423‘000 Kilowattstunden produzieren und die 197 Haushalte mit Solarstrom versorgen.

  • Netto-Null: der Weg zu klimaneutralen Immobilien

    Netto-Null: der Weg zu klimaneutralen Immobilien

    Die Immobilienbranche ist gefordert, die Treibhausgasemissionen rasch und stark zu reduzieren. Eine Annäherung an das Netto-Null-Ziel ist heute bereits möglich, indem verschiedene Ansätze und Massnahmen kombiniert werden. Ein neues Whitepaper zeigt Handlungsfelder für Planende und Bauherrschaften auf.

    Für ungefähr 40% der globalen THG-Emissionen ist der Gebäudebereich verantwortlich. Entsprechend gross ist das Reduktionspotenzial – und damit auch die Verantwortung, die den Akteuren der Branche zukommt. Um das Bewusstsein für die Dringlichkeit einer raschen Reduktion der THG-Emissionen zu fördern, muss bekannt sein, wo und wann ein Gebäude über seinen ganzen Lebenszyklus THG emittiert und wie sich diese reduzieren lassen.

    Wie klimaverträglich ein Bauprojekt ist, lässt sich mit dem architektonischen Konzept beeinflussen. Einen Beitrag zur Emissionsreduktion leisten unter anderem eine optimierte Geometrie, eine materialeffiziente Gebäudestruktur oder auch kompakte Baukörper mit einer schlanken Tragstruktur.

    Komplett emissionsfrei sind heute die wenigsten Baumaterialien, aber viele sind zumindest emissionsarm. Dazu gehören unter anderem Baustoffe biogener Herkunft wie Holz, Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Stroh oder Zellulose sowie klimaoptimierte Betonarten. Da Beton rund 8% der globalen THG-Emissionen verursacht, liegt dort ein besonders grosser Hebel.

    Nach wie vor werden viele Immobilien hierzulande mit fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas beheizt. Geeignete Alternativen für eine emissionsarme Wärmeversorgung sind Wärmepumpen, thermische Netze oder Holzheizungen. Wichtig ist zudem, dass Dach- und Fassadenflächen für die Photovoltaik genutzt werden.

    Erfolgreiche Beispielprojekte
    Dass das Bauen nach Netto-Null nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern sich auch in der Praxis umsetzen lässt, belegen verschiedene Beispiele. Beim Hobelwerk-Areal in Winterthur etwa stehen etwa Massnahmen wie dem Ersatz von Beton durch Holzkonstruktionen oder das Wiederverwenden von Bauteilen im Fokus. Ähnliche Methoden sind auch beim Projekt Greencity Baufeld B6 (Vergé) in Zürich vorgesehen. Nebst der Wahl emissionsarmer Materialien trägt auch die erneuerbare Energieversorgung durch ewz zu einer Annäherung ans Netto-Null-Ziel bei. Ein drittes Beispiel ist der neue Hauptsitz von Sonova Communications in Murten. Das Gebäude kommt dank hochwertiger Dämmung und einer grossen thermischen Speichermasse ohne aktive Heizung und Kühlung aus ist damit im Betrieb CO2-neutral.

    Zum Whitepaper

  • Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Mit der Energiestrategie und Energieplanung 2022 hat der Zürcher Regierungsrat die Stossrichtung im Kanton Zürich festgelegt: weg von importierten, fossilen Energieträgern hin zu erneuerbarer, heimischer Energie. EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur beabsichtigen daher, gemeinsam Windprojekte an den vom Kanton Zürich definierten und im kantonalen Richtplan festgelegten Standorten umzusetzen. Die Regierungen der Städte Zürich und Winterthur haben eine entsprechende Zusammenarbeitsvereinbarung genehmigt. Michael Baumer, Stadtrat der Stadt Zürich: «Mit EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur haben sich drei starke Partner zusammengeschlossen, um die lokale Energieproduktion weiter auszubauen und die Bevölkerung in der Stadt und im Kanton Zürich mit noch mehr erneuerbarer Energie zu versorgen.» Der Winterthurer Stadtrat Stefan Fritschi ergänzt: «Mit Windprojekten im Kanton Zürich leisten wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag an die erneuerbare Stromproduktion und an unsere klima- und energiepolitischen Ziele.» Mit Zürich Wind, der Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie, soll die Entwicklung, aber auch die Finanzierung, der Bau und der Betrieb von Windkraftanlagen im Kanton Zürich sichergestellt werden. Windprojekte werden von der Bevölkerung nicht überall begrüsst. Gemäss Urs Rengel, CEO EKZ, sind sich die Partner dessen bewusst: «Zürich Wind setzt auf den Dialog und wird Windprojekte nur mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung realisieren.» Die drei Partner wollen mit Zürich Wind ein deutliches Zeichen für eine erneuerbare Stromversorgung im Kanton Zürich setzen.

    Der Kanton Zürich hat am 7. Oktober 2022 seine Pläne für die Evaluierung der Windenergiegebiete im kantonalen Richtplan vorgestellt. Windkraftanlagen sollen auch im Kanton Zürich einen Beitrag an die künftige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien leisten. Die Versorgungssicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung und es sind insbesondere Lösungen für den Strombedarf im Winter zu finden. Windkraftanlagen sind besonders geeignet, einen Beitrag an die Versorgungssicherheit zu leisten, da die Stromproduktion wegen der Windverhältnisse vor allem im Winter anfällt, wenn die Produktion aus Fotovoltaikanlagen mangels optimaler Sonneneinstrahlung im Mitteland gering ist.

    Windpotenzial im Kanton Zürich
    Die Baudirektion des Kantons Zürich hat im Auftrag des Bundes einen Grundlagenbericht Windenergie zur Situation im Kanton Zürich erstellt und im letzten Herbst veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, dass es auch im Kanton Zürich möglich ist, Windenergie zu nutzen. Rund 50 Gebiete sind als Potenzialgebiete definiert. Ob in diesen Gebieten die Realisierung von Windkraftanlagen machbar ist und die Windausbeute wirtschaftlich ist, ist in spezifischen Projekten zu klären. Der Kanton hat das Ziel, die Richtplanung mit der Standortfestlegung bis Ende 2025 abzuschliessen.

     Quelle www.ewz.ch

  • ewz plant hochalpine Solar-Grossanlagen im Bündnerland

    ewz plant hochalpine Solar-Grossanlagen im Bündnerland

    ewz kann im Kanton Graubünden weitere hochalpine Solar-Grossanlagen planen. Mit einer jährlichen Produktion von rund 93 Gigawattstunden (GWh) sollen künftig bis zu 58’000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden können. Damit leistet ewz einen wichtigen Beitrag, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Netto-Null-Ziele zu erreichen.

    Auch zur Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes sind diese Projekte wichtig. Dank des «Bundesgesetzes über dringliche Massnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter» (Änderung des Energiegesetzes) wurden erst die Voraussetzungen für den raschen Ausbau solcher PV-Freiflächenanlagen mit hoher Winterproduktion geschaffen.

    Gemeinde Surses, Standort Savognin
    Der Stadtrat hat neue einmalige Ausgaben von 1,7 Millionen Franken bewilligt für ein Vor- und Bau-projekt einer hochalpinen Photovoltaikanlage (PV-Anlage) im Val Nandro oberhalb von Savognin. Auf mehreren Flächen, angrenzend an das Skigebiet Savognin, kann ewz nun eine PV-Grossanlage planen. Die Ergebnisse des Vor- und Bauprojekts dienen dann als Grundlage für den Investitionsentscheid seitens ewz, der voraussichtlich in der Zuständigkeit des Stadtrats liegen wird.

    Auch auf Flächen westlich des Piz Curvér sind PV-Module geplant. Die Bewilligung der Projektierungskosten für diese Flächen liegen in der Kompetenz des Vorstehers des Departements der Industrielle Betriebe.

    Insgesamt könnte auf den genannten Flächen in der Gemeinde Surses, je nach Umsetzungsvariante, jährlich bis zu 80 GWh Sonnenstrom für rund 50’000 Haushalte produziert werden. Die Bauprojekte werden der Gemeinde Surses und den Grundeigentümer*innen zur Abstimmung vorgelegt. Die Gemeinde, die Grundeigentümer*innen und die Savognin Bergbahnen stehen hinter den Vorhaben.

    Gemeinde Rheinwald, Standort Splügen-Tambo
    Unabhängig von den Plänen in der Gemeinde Surses treibt ewz den Ausbau hochalpiner Solaranlagen weiter voran. Auch auf der Tanatzhöhi im Wintersportgebiet Splügen-Tambo in der Gemeinde Rheinwald startet ewz ein Vor- und Bauprojekt für eine hochalpine PV-Anlage. Je nach Umsetzungsvariante könnte sie jährlich bis zu 13 GWh Sonnenstrom für rund 8’000 Haushalte produzieren. Die Bewilligungen der Projektierungskosten liegen dabei in der Kompetenz des Vorstehers des Departements der Industrielle Betriebe.

    Stadtrat Baumer: «Eigenproduktion im Inland ausbauen»
    Die Solar-Grossanlagen in den Gemeinden Surses und Rheinwald sind in Gegenden geplant, die bereits infrastrukturell erschlossen sind. Die betroffenen Flächen befinden sich in keinem nationalen oder lokalen Schutzgebiet. Es wird eine Doppelnutzung mit Alpwirtschaft und Stromerzeugung angestrebt.

    Michael Baumer, Stadtrat und Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe erklärt: «Um die Energiesicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Netto-Null-Ziele zu erreichen, ist der Ausbau der nachhaltigen Stromproduktion zentral.» Neben Wasser- und Windkraft sei die Sonnenenergie ein wichtiger Pfeiler der nachhaltigen Stromerzeugung. Stadtrat Baumer: «Beim PV-Ausbau konzentrieren wir uns auf Immobilien auf Stadtgebiet, schweizweite Areale sowie hochalpine Standorte. Die Projekte in den Gemeinden Surses und Rheinwald sind wichtige Bausteine, um die erneuerbare Energieproduktion im Inland auszubauen und die Versorgungssicherheit im Winter weiter zu erhöhen».

    Hochalpine Pionier-Anlagen laufen bereits auf Hochtouren
    ewz hat bereits zwei hochalpine Solar-Grossanlagen in Betrieb. An der Albigna-Staumauer im Bergell und an der Staumauer am Lago di Lei produzieren sie Sonnenstrom. Beide Anlagen erfüllen die Erwartungen insbesondere in Bezug auf die hohe Stromproduktion im Winter. Rund 50% des Stroms wird im Winterhalbjahr produziert. Zudem bestätigt sich, dass an hochalpiner Lage im Jahresdurchschnitt 25% mehr Energie produziert werden kann als im Mittelland.

  • Neues Whitepaper «Klimagerecht bauen»

    Neues Whitepaper «Klimagerecht bauen»

    Der Klimawandel führt auch in der Schweiz zu immer heisseren Temperaturen im Sommer. Besonders bemerkbar macht sich dies in Städten mit dichter Bebauung und vielen versiegelten Flächen. Gebäude und ihre Umgebung müssen daher so geplant werden, dass sie auch im Klima der Zukunft eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Das neue Whitepaper «Klimagerecht bauen» von ewz bietet einen Überblick über das Thema. Die Publikation dient als Wissensgrundlage und Inspiration für das Bauen im Kontext des Klimawandels und kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

    Städte im Fokus
    Grünflächen mit schattenspendenden Bäumen und Kaltluftkorridore, die Abkühlung bringen sollen, sind vielerorts nicht oder nur in ungenügendem Masse vorhanden. Als Folge davon bilden sich in Stadtgebieten Hitzeinseln, in denen das Thermometer nachts bis zu 10 °C mehr anzeigt als in umliegenden Gebieten. Um diesem Hitzeinseleffekt entgegenzuwirken, braucht es einen für den jeweiligen Standort erstellten Massnahmenkatalog. Wichtige Grundsätze für stadtklimagerechtes Planen und Bauen sind zum Beispiel die Gebäudestellung und -dimensionierung, aber auch begrünte Flächen, Fassaden und Dächer sowie die Beschattung.

    Copyright Roland Bernath

    Moderater Fensteranteil
    Nicht nur Aussenräume müssen klimagerecht geplant und gebaut werden, sondern auch die Gebäude selbst. Damit ihr Inneres bei hohen Aussentemperaturen möglichst kühl bleibt, sind bereits Entwurfsparameter wie etwa die Gebäudeausrichtung, die Fensterflächen oder die Speicherfähigkeit des Baus ausschlaggebend. Massive Decken und Böden speichern beispielsweise aufgrund ihrer Masse die Wärme und die Raumtemperatur steigt langsamer an. Besonderes Augenmerk gilt auch den Fenstern. Grosse Verglasungen haben zwar den Vorteil, dass viel Tageslicht ins Innere gelangt und in den Wintermonaten der solare Wärmeeintrag hoch ist. Im Sommer jedoch ist diese Wärme nicht gewünscht. Es empfiehlt sich daher, möglichst auf bodentiefe Fenster zu verzichten und ein Gleichgewicht zwischen visueller und thermischer Behaglichkeit zu finden. Als Orientierungsgrösse gilt in Wohnbauten ein Fensteranteil von bis zu 30%, in Bürobauten von maximal 40%.

    Lüften und Kühlen
    Bei länger anhaltender Hitze wärmt sich selbst ein gut geplantes Gebäude auf. Äusserst wirksam ist es, die angestaute Wärme nachts abzuführen. Dies kann beispielsweise durch Querlüften erreicht werden. Noch besser ist es, Gebäude so zu konzipieren, dass sich ein Kamineffekt entwickelt. Über Lüftungsflügel in der Fassade – beispielsweise neben den Fenstern – gelangt kühle Aussenluft ins Innere und wird über das Treppenhaus und eine Öffnung im Dach abgeführt. Solche Lösungen haben keine oder minimale Mehrkosten zur Folge und funktionieren effizienter als Klimageräte.

    Bürogebäude sind im Gegensatz zu Wohnbauten schon heute oft mit einer Kühlung ausgestattet. Das liegt an den hohen internen Lasten durch die Nutzer*innen und die IT-Infrastruktur, oft aber auch am hohen Glasanteil der Fassaden. Es gibt Bürobauten, deren Kühlenergiebedarf schon heute den für das Heizen egalisiert. Bis 2100 könnten Bürogebäude je nach klimatischer Entwicklung bis zu zehnmal mehr Energie für das Kühlen als für das Heizen benötigen. Dies dürfte die Betriebskosten stark erhöhen und einen wirtschaftlichen Gebäudebetrieb erschweren.

    Vielfältige lokale Energiequellen
    Den Grundkühlbedarf von Büro- oder Wohnobjekten übernimmt optimalerweise eine umweltfreundliche passive Kühlung. In der Schweiz kommen für dieses sogenannte Freecooling verschiedene Energiequellen infrage.

    Häufig wird über Sonden erschlossene Erdwärme genutzt. Im Winter dient die thermische Energie aus dem Boden als Wärmequelle, im Sommer dient sie aber auch der Kühlung, weil die geförderten Temperaturen deutlich unter den Raumtemperaturen liegen. Als weitere Energiequelle kommt vor allem Seewasser infrage, denn die vielen Schweizer Seen stellen eine wertvolle thermische Speichermasse dar. Da ihre Ufer oft dicht besiedelt sind, lässt sich das Seewasser gut zur Versorgung zahlreicher Gebäude nutzen.

    Ob mit Erdsonden, Seewasser oder anderen Varianten: Entscheidend ist, dass das Kühlen im Betrieb möglichst wenig Energie verbraucht. Bauherrschaften, Investierende und Architekturfachleute sollten das Thema deshalb rechtzeitig mit einem Energiedienstleister wie ewz diskutieren und prüfen, welche Optionen infrage kommen. So lassen sich Gebäude realisieren, die auch im heissen Sommer der Zukunft hohen Klimakomfort bieten, ohne eine zusätzliche Belastung für die Umwelt darzustellen.

    Ökologisch heizen bleibt wichtig
    Dabei darf man nicht ausser Acht lassen, dass bei Wohnbauten die benötigte Kühlenergie im Vergleich zum Heizwärmebedarf eher gering bleibt. Deshalb muss die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ein vorrangiges Ziel bleiben, um Netto-Null zu erreichen. Ökologisches Heizen ist heute problemlos möglich, stehen doch verschiedene technisch ausgereifte und wirtschaftlich attraktive erneuerbare Heizsysteme zur Verfügung.

    Das Whitepaper «Klimagerecht bauen» bietet Ihnen weiterführende Informationen, detaillierte Einblicke sowie verschiedene Best-Practice-Beispiele, die konkrete Lösungen für die Umsetzung des Themas zeigen. Das neue Whitepaper  steht für alle Interessierten zum freien Download bereit.

    www.ewz.ch/energielösungen

  • ewz baut zweite Solaranlage auf Staumauer

    ewz baut zweite Solaranlage auf Staumauer

    ewz baut auf der Staumauer Valle di Lei auf über 1900 Meter Seehöhe seine zweite Grosssolaranlage. Die Bündner Gemeinde Ferrera hat dafür im November 2021 die Baugenehmigung erteilt. Laut einer Medienmitteilung werden auf der Staumauer Valle di Lei der Kraftwerke Hinterrhein (KHR) auf 550 Metern Länge über 1000 Module angebracht. Den Grossteil der Bau- und Installationsarbeiten führen KHR-Mitarbeitende aus.

    Entwickelt und geplant wurde die Anlage von der Reech GmbH aus Landquart GR. Sie wird eine Leistung von 343,2 Kilowattpeak aufweisen. Die jährliche Produktion wird bei rund 380 Megawattstunden liegen. Laut ewz entspricht das dem jährlichen Strombedarf von etwa 160 Stadtzürcher Haushalten.

    Hochalpine Photovoltaikanlagen sind besonders effizient. Sie liefern den Angaben zufolge im Jahresdurchschnitt 25 Prozent mehr Strom als Anlagen im Mittelland. Zudem produzieren sie rund die Hälfte des Jahresstroms im Winter. Dadurch, so ewz, tragen sie zur Versorgungssicherheit im Winterhalbjahr bei.

    Analog der ersten Photovoltaikanlage von ewz auf der Staumauer Albigna können sich ewz-Kundinnen und -Kunden bei Lago di Lei – Solar ebenfalls beteiligen. 73 Prozent der zur Verfügung stehenden Flächen seien bereits verkauft.

  • ewz steigt bei EVUlution ein

    ewz steigt bei EVUlution ein

    EVUlotion hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Wie der Dienstleister im Sitz in Landquart mitteilt, haben sich daran die bestehenden Aktionäre beteiligt. Zum bisherigen Aktionariat gehören Arbon Energie, das Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil, EWN Kantonales Elektrizitätswerk Nidwalden, LKW aus Liechtenstein, die Bündner Repower und SN Energie aus St.Gallen.

    Zudem konnte EVUlution sein Aktionariat um ewz erweitern. Der Stadtzürcher Energieversorger bringt dabei auch die smart grid solutions AG ein. Das 2016 gegründete ewz-Tochterunternehmen hat eine innovative Lösung für das Netzmanagement entwickelt. Laut der Internetseite des Unternehmens mit Sitz in Zürich basiert es auf im Netz verteilten Mess- und Steuergeräten, die miteinander kommunizieren. Es gewährleistet den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb des Netzes.

    Karl Thoma, Geschäftsführer von EVUlution, sieht die Finanzierungsrunde als Meilenstein in der Entwicklung seines Unternehmens an. „Mit dem Engagement der bestehenden Partner und ewz als neuer Mitaktionär haben wir die Basis für weiteres Wachstum gelegt und wertvolles Know-how dazugewonnen“, wird er in der Mitteilung seines Unternehmens zitiert.

    Ähnlich Roland Lüthy, der Geschäftsführer von smart grid solutions: „Wir freuen uns, mit EVUlution einen starken Partner für die weitere Entwicklung von innovativen Netzmanagementlösungen gefunden zu haben.“

    EVUlution hat bisher bereits eine Softwarelösung für das Anlagenmanagement, ein zertifiziertes  Smart-Metering-Gesamtsystem und ein Kundenportal angeboten.

  • Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Photovoltaik: Wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen für Immobilienbesitzende

    Enormes Solarpotenzial
    Nach einem stetigen Anstieg über die Jahre verzeichnete die Photovoltaik 2020 einen Rekordzubau. Laut der «Statistik Sonnenenergie» des Bundesamts für Energie (BFE) waren Ende 2020 rund 118’000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von fast 3 Gigawatt installiert. Das starke Marktwachstum setzte sich auch 2021 fort, so dass die Photovoltaik (PV) heute laut Angaben von Swissolar über 6 Prozent des Schweizer Strombedarfs abdeckt. Fachleute gehen davon aus, dass dieser Trend anhalten wird, nicht zuletzt angesichts der Bestrebungen nach viel mehr energetischer Unabhängigkeit.

    Ökologische und ökonomische Vorteile
    Für Besitzende von Immobilienportfolios bringen Photovoltaikanlagen eine ganze Reihe an Vorteilen. Zum einen können sie sich gegen steigende Strompreise absichern. Zum andern erfüllen sie bereits heute künftig mögliche Eigenstromproduktionsvorgaben.  Auch hinsichtlich Förderbeiträgen machen neue Regeln die Produktion von Solarstrom in Zukunft attraktiver. Zusätzlich profitieren Portfoliobesitzerinnen und -besitzer mit eigenen Solaranlagen von einem klaren Reputationsvorteil.

    PV-Strom vom eigenen Dach ist überdies in den meisten Fällen günstiger als Strom aus dem Netz. Dass der Stromverbrauch durch Wärmepumpen und die Elektromobilität in Zukunft noch steigen wird, trägt zur finanziellen Attraktivität von PV-Anlagen bei. Auch die Verbesserung der Ökobilanzen wird immer wichtiger, denn Nachhaltigkeitsaspekte gehören bei immer mehr Unternehmen zur Strategie. Überdies sind PV-Anlagen auch deshalb interessant, weil sie den Wert von Liegenschaften steigern. Produzieren die Photovoltaikanlagen mehr Strom als vor Ort verbraucht werden kann, ist es möglich, den Solarstrom in weiteren Liegenschaften zu nutzen.

    Beim Solarprojekt  von ALDI SUISSE beispielsweise spielen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. In etwas mehr als nur einem Jahr hat ewz 68 Filialdächer zwischen Romanshorn und Genf mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. Den Grossteil des Solarstroms verbraucht ALDI SUISSE selbst für den eigenen Filialbetrieb. Die realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von 55 bis 60 Prozent.

    Hoher Eigenverbrauch steigert Wirtschaftlichkeit
    Bereits heute steht in rund 90 Prozent der Neubauten eine Wärmepumpe und die Neuzulassungen von Elektroautos steigen weiter stark an. Wirklich CO2-arm sind Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge aber nur, wenn sie erneuerbaren Strom nutzen. Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist daher sinnvoll: Solarstrom senkt die CO2-Emissionen und ein hoher Eigenverbrauch erhöht die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage. Dies, weil die Herstellungskosten für Solarstrom tiefer sind als der Stromtarif für Haushalte und weil die Energieversorger den ins Netz eingespeisten Solarstrom zu einem tiefen Tarif vergüten.

    Eine gute Möglichkeit, einen grossen Teil des Solarstroms selbst zu verbrauchen, ist die Organisation mehrerer Endverbrauchenden in einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) . Diese sind sowohl in Mietliegenschaften als auch unter Immobilienbesitzenden möglich. Der Eigenverbrauchsgrad von Photovoltaikanlagen beträgt durchschnittlich 30 bis 40 Prozent. Mit Eigenverbrauchslösungen lässt sich dieser Wert deutlich steigern.

    Durch die gezielte Steuerung von Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge wird ein grosser Teil des Stroms vor Ort verwendet. Der Vorteil für Immobilienbesitzende und ihre Mietparteien: Die Kosten für Solarstrom liegen mit 8 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde tiefer als der Stromtarif für Haushalte, der mit 15 bis 25 Rappen pro Kilowattstunde zu Buche schlägt.

    Ein interessantes Praxisbeispiel hierfür ist das Projekt «Côté Parc» in Genf. 776 Photovoltaikpanels auf den Dächern des Areals bilden die Grundlage für eine integrierte Solarlösung mit Wärmepumpen, Ladestationen für Elektroautos und eigenem Arealstromnetz inklusive Eigenverbrauchslösung für die Nutzenden.

    Für Immobilieneigenbesitzende mit grossen Dachflächen (ab ca. 700 m2) ist ein Contracting-Modell eine prüfenswerte Option. Dabei übernimmt der Anbieter alle Leistungen – von der Planung über die Finanzierung, die Realisierung bis zum Betrieb über mehrere Jahrzehnte. Inklusive der Integration von Photovoltaikanlagen in eine ganzheitliche Energielösung mit Wärme-, Kälteversorgung, Elektromobilität und Eigenverbrauchsmodellen.

    Geschäftskundinnen und -kunden von ewz können sich dabei auf effiziente und massgeschneiderte Lösungen von kompetenten Teams mit langjähriger Erfahrung verlassen. Investitions-, Wartungs- und Instandhaltungskosten fallen während der Vertragsdauer keine an. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit – in der Regel 20 bis 30 Jahre – geht die Photovoltaikanlage in das Eigentum der Kundin über.

    Weitere interessante Informationen zum Thema Photovoltaik sowie das Whitepaper «Photovoltaik & ZEV» finden Sie hier.

    ewz Energielösungen
    Standorte in Zürich, Sils (GR) und Rolle (VD)
    ewz.ch/energielösungen


  • Villmergen plant zwei Wärmeverbünde

    Villmergen plant zwei Wärmeverbünde

    Die Gemeinde Villmergen und die AEW Energie AG prüfen die Realisierung zweier voneinander unabhängiger Wärmeverbunde. Laut einer Medienmitteilung des Energieversorgers plant die Gemeinde gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) eine Heizzentrale für erneuerbare Wärme im Perimeter Dorf. Dafür wollen beide rund 7 Millionen Franken investieren. Ein zweites Netz soll mit der AEW als Investorin im Perimeter Industrie entstehen. Die AEW stellt dafür in einer ersten Phase rund 10 Millionen Franken bereit.

    Voraussetzung für die Umsetzung dieses Plans ist die Zustimmung der Stimmbürgerinnen und -bürger bei der Gemeindeversammlung am 25. November 2022. Die erste Wärmelieferung ist für die Heizperiode 2024/2025 vorgesehen.

    Die Wertschöpfung bleibe in der Region, so AEW: Für das Dorf soll das Forstgebiet Rietenberg Brennstoff liefern, der Betrieb würde durch die Gemeindewerke Villmergen sichergestellt. Damit könnten 340 Haushalte CO2-neutral geheizt werden. Das entspreche einer Einsparung von 352’000 Kubikmetern Erdgas oder 750 Tonnen CO2-Emissionen.

    Die Wärme aus dem Wärmeverbund Industrie würde zu grossen Teilen aus regional gewachsenem Holz und Altholz sowie mit Öl zur Abdeckung von Spitzenlasten produziert. Dieser könne 700 Haushalte CO2-neutral beheizen. Dies spare jährlich rund 640’000 Kubikmeter Erdgas ein, die 2900 Tonnen CO2-Emissionen verursachen würden.

  • Zürich soll zur Solarstadt werden

    Zürich soll zur Solarstadt werden

    ewz baut sein Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri aus. Wie der Energieversorger in einer Medienmitteilung bekanntgibt, stehen für seine Kundinnen und Kunden ab sofort rund 3300 weitere Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden der Stadt Zürich zur Verfügung. Damit können auch Mieterinnen und Mieter dazu beitragen, dass weitere Solarflächen zugebaut werden. Der Preis beträgt 250 Franken pro Quadratmeter, die Vergütung auf der Stromrechnung 80 Kilowattstunden pro Jahr für eine Laufzeit von 20 Jahren.

    Die grössten der geplanten neuen Solaranlagen liegen in Höngg: auf dem Schulhaus Lachenzelg Ost (1860 Quadratmeter) und auf dem Schulhaus am Wasser (1170 Quadratmeter). Auf dem Dach des Wohnhauses Dunkelhölzli in Altstetten sind 100 Quadratmeter geplant, auf der Haltestelle Bahnhof Altstetten 165 Quadratmeter. Sind jeweils 80 Prozent einer Fläche durch diese Art der Schwarmfinanzierung verkauft, wird die jeweilige Anlage durch ewz realisiert.

    In diesem Fall wird durch ewz.solarzüri ab Januar 2023 auf über 37’000 Quadratmetern sauberer Strom erzeugt. Weitere Standorte sind laut ewz in Arbeit.

    „Mit der Solarstrategie haben wir in der Stadt Zürich das ambitionierte Ziel, mehr Solarstrom zu produzieren“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, zu denen auch ewz gehört, in der Mitteilung zitiert. „Denn nur gemeinsam machen wir Zürich zur Solarstadt – jeder Quadratmeter zählt!“

  • Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Ganzheitliche Solarlösung für ALDI SUISSE

    Bei dem Projekt geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit: Auf rund 70 Filialdächern wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15’000 kWp installiert. Zählt man die Anlagen zusammen, entsteht eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz. Es wird etwa 14 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, das entspricht dem Verbrauch von rund 5’300 Haushalten. Damit leistet der Detailhändler einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz – und kann gleichzeitig seine Betriebskosten signifikant senken.

    Der Strom der Anlagen wird von den Läden selber genutzt, die – wie alle Detailhändler – wegen der vielen Kühlregale, des Backofens, der Heizung und der Beleuchtung relativ viel Energie verbrauchen. Ausserdem wird – wo vorhanden – der Solarstrom in den E-Ladestationen neben den Filialen genutzt und wird, wenn überschüssig, ins Netz eingespeist.

    Zeitdruck als Herausforderung und Chance
    Ende 2019 erhielt ewz Energielösungen den Zuschlag für den Bau der Anlagen. In enger Zusammenarbeit entwickelten ewz mit ihrem Tochterunternehmen SunTechnics Fabrisolar sowie einem weiteren Partner je eine Pilotanlage. Dieses Vorgehen erlaubte es, das Know-how aller Beteiligten zu nutzen und technische Fragen im Vorfeld zu klären. Auch konnten die umfangreichen Anforderungen von ALDI SUISSE an den Bauablauf, die Sicherheitsanforderungen und die Funktionalität berücksichtigt werden. Den Rollout bereitete ewz noch während der Pilotphase vor und liess die Erkenntnisse aus dem Bau der ersten Anlagen laufend einfliessen. Der Zeitdruck erwies sich somit nicht nur als grosse Herausforderung, sondern auch als eine Chance. Denn durch den fast zeitgleichen Bau der rund 70 Anlagen liessen sich viele Synergien nutzen, die eine effiziente Realisierung ermöglichten.   

    Aufwendige statische Prüfung
    Vor der Montage der Module musste jedes Dach statisch geprüft werden. Dies ist insbesondere bei Bestandsbauten wichtig, da die zusätzlichen Lasten durch Module, Befestigungssysteme und Betongusssteine zur Beschwerung hoch sind. Für jedes Filialdach erstellten die Spezialisten mit einer Berechnungssoftware einen Ballastierungsplan, der die Anzahl und Positionierung der Module vorgibt. Die Module sind in der Regel in Ost-West-Richtung aufgestellt. Auch eine Südausrichtung wäre aufgrund der hohen direkten Einstrahlung über Mittag grundsätzlich möglich, doch über den Tagesverlauf erweist sich die Ost-West-Ausrichtung als ertragreicher.

    Maximaler Solarertrag
    «Bei der Planung haben wir nicht geschaut, wie gross der Hausanschluss ist, sondern wie gross die verfügbare Dachfläche ist und wie viele Module wir dort maximal platzieren können», sagt Roland Jucker, Gesamtprojektleiter bei ewz. Das Ziel von ewz lautete nämlich ganz klar, so viel Solarertrag wie möglich zu generieren. Doch stellte dieser Grundsatzentscheid die Planer vor einige Herausforderungen. Die grösste bestand darin, die PV-Anlage in die bestehende Stromversorgung der Filialen zu integrieren.

    Der von der PV-Anlage produzierte Strom wird primär direkt in der ALDI-Filiale zur Deckung des Eigenverbrauchs verwendet. Verbraucht die Filiale gerade weniger Strom, als die PV-Anlage produziert, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Der elektrische Hausanschluss muss deshalb auf die maximale Leistung der PV-Anlage abgestimmt sein (z. B. sonniger Sonntag mit maximaler Produktion und kleinem Eigenverbrauch). Weil diese Situation aber äusserst selten und nur kurzzeitig vorkommt, wäre eine Verstärkung des Hausanschlusses unverhältnismässig teuer.

    Die Lösung besteht in einer dynamischen Leistungsregelung. Dabei wird laufend gemessen, wie viel Strom die PV-Anlage gerade produziert, was die Verbraucher beziehen und wie viel Strom ins Netz zurückgespeist wird. Liegt der Rückspeisestrom über einem bestimmten Grenzwert, gibt die Steuereinheit dem Wechselrichter den Befehl, die Leistung zu drosseln. Die Hausanschlusssicherung kann nicht überlastet werden und der Eigenverbrauch ist nicht eingeschränkt.

    Die für ALDI SUISSE realisierte Lösung ermöglicht dank der grossen PV-Anlagen einen sehr hohen Solarertrag bei einem durchschnittlichen Eigenverbrauch von rund 60 Prozent.

    Mit ewz hat ALDI SUISSE einen Contracting-Vertrag abgeschlossen
    Einfach ausgedrückt: ALDI SUISSE stellt die Dächer zur Verfügung und bezieht den Solarstrom soweit möglich zur Deckung des Stromverbrauchs direkt in der Filiale. Die PV-Anlagen gehören ewz, das auch den Unterhalt, die Abrechnung und die Erneuerung verantwortet. Zum «Sorglospaket» gehören auch die Gesamtkoordination des Projekts, das Einholen der Baubewilligungen, die Fernüberwachung und die Verwendung des Reststroms.

    Roland Jucker, Gesamtprojektleiter ewz sagt: «Die Idee, so viele Dächer wie möglich mit einer standardisierten PV Lösung auszustatten, ist visionär». «Am Ende wurden rund 45’000 Module installiert.» Besonders stolz ist Jucker darauf, dass die Installation bei laufendem Betrieb erfolgen konnte. «Nach Geschäftsschluss mussten wir jeweils für 30 Minuten vom Netz – das war der einzige Unterbruch.»

    Christoph Deiss, der Leiter des Geschäftsbereichs Energielösungen bei ewz, sagt: «Ein ähnliches Projekt ist mir in der Schweiz nicht bekannt. Damit leistet ALDI SUISSE zusammen mit uns einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.» Christoph Deiss betont die grosse Erfahrung: «Seit über 30 Jahren nutzen wir die Photovoltaiktechnologie – wir sind ein Solarpionier der ersten Stunde.» Dank des grossen Know-hows und der langjährigen Erfahrung setzte sich ewz in der Ausschreibung gegen rund ein Dutzend Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. «ewz ist ein Schweizer Unternehmen mit Standorten in Zürich, Graubünden und in der Waadt», betont Christoph Deiss. «Dank der regionalen Betriebsteams garantieren wir höchste Versorgungssicherheit und kurze Reaktionszeiten.»

    Weitere Informationen unter: ewz.ch/aldisuisse

  • Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    368 Mietwohnungen beherbergt die Überbauung Webermühle in Neuenhof. Die auf einer Halbinsel in einer Limmatschlaufe liegende Siedlung wurde auf dem Industrieareal einer ehemaligen Weberei erstellt und konnte 1984 nach zehnjähriger Bauzeit bezogen werden. Vom Architekturbüro Steiger Partner AG geplant und von der Ernst Göhner AG errichtet, bietet die Webermühle mit ihren unterschiedlich hohen Volumen Wohnraum für bis zu 1’500 Bewohnerinnen und Bewohner. Trotz der sehr hohen Dichte zeichnen sich die Wohnungen mit den vier kreuzförmig zueinander angeordneten Hochhauszeilen durch eine überraschende Weitsicht aus. Seit 2008 befinden sich die im Elementbausystem «Göhner 3» realisierten Gebäude im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management.

    Ökologisch und ökonomisch nachhaltig sanieren
    Gut 40 Jahre nach dem Bezug entsprachen die Wohnungen nicht mehr den heutigen Ansprüchen – weder optisch noch hinsichtlich ihres Komforts. Mit einer Analyse der Bausubstanz startete die Bauherrschaft 2009 die Planung einer umfangreichen Teilsanierung, die zwischen 2012 und 2014 in Etappen umgesetzt wurde. Die Portfoliostrategie von Credit Suisse Asset Management legt grossen Wert auf ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen. Mit der Modernisierung der Webermühle wollte man zum einen den Wohn- und Grünraum für die Mieterinnen und Mieter attraktiver gestalten und den Wert der Immobilie erhalten. Zum anderen sollte die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht und damit der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Ebenso war die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr ein wichtiges Ziel: So ist der Bahnhof Wettingen seit dem Bau eines neuen Schräglifts im Jahr 2015 innerhalb weniger Minuten zu Fuss erreichbar.

    Wärmeversorgung: Umstieg auf Flusswärme
    Kernstück der energetischen Sanierung ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung in der Webermühle sollte künftig zu mindestens 70 % CO2-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems mit einem Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft auch nach detaillierter Prüfung durch Spezialisten überzeugt.

    Mehr zum Projekt 

    Whitepaper zum Thema Energetische Sanierung
    In Ergänzung zum Praxisbeispiel «Webermühle» bietet das Whitepaper «Energetische Sanierungen als Chance für die Immobilienwirtschaft», das in enger Zusammenarbeit zwischen ewz und dem Forschungs- und Beratungsunternehmen intep entstanden ist, Einblicke in die Relevanz energetischer Sanierungen.

    Mit dem Wissen, dass der Gebäudesektor etwa einen Viertel der Emissionen verursacht, ist es dringend notwendig, dass der Gebäudebestand saniert wird. Denn die wenigen klimafreundlichen und energieeffizienten Neubauten werden keinen grossen Effekt auf den gesamten Sektor haben. Im Moment befinden wir uns in einem Sanierungsstau. Die aktuelle Sanierungsrate von einem Prozent muss verdoppelt werden, damit die Klimaziele erreicht werden können.

    Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass bei Erneuerungsprozessen die energetische Sanierung im Vergleich zu Ersatzneubauten noch zu wenig beachtet wird. Oftmals fehlen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern grundsätzliche Informationen, die ihnen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Potenziale energetischer Sanierungen aufzeigen. Das Whitepaper soll genau dazu einen Beitrag leisten. Es gibt eine grundlegende Übersicht über Dringlichkeit, gesetzlichen Rahmen, Nutzen, Chancen und mögliche Strategien von energetischen Sanierungen.

    Ausgezeichnete Entscheidungsgrundlagen bilden beispielsweise die Ergebnisse einer Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA) und einer Analyse der Lebenszykluskosten (LCC). Diese quantitativen Bewertungsmethoden berücksichtigen den gesamten Gebäudelebenszyklus.

    Die Lebenszyklusanalyse (LCA) zur Ermittlung der Umweltauswirkungen und die Analyse der Lebenszykluskosten (LCC) bieten quantitative Entscheidungsgrundlagen zur energetischen Sanierung. (Quelle: Kellenberger (intep), 2021)

    Zum Whitepaper

  • Whitepaper: Energetische Sanierungen als Chance

    Whitepaper: Energetische Sanierungen als Chance

    Mit dem Wissen, dass der Gebäudesektor etwa einen Viertel der Emissionen verursacht, ist es dringend notwendig, dass der Gebäudebestand saniert wird. Denn die wenigen klimafreundlichen und energieeffizienten Neubauten werden keinen grossen Effekt auf den gesamten Sektor haben. Im Moment befinden wir uns in einem Sanierungsstau. Die aktuelle Sanierungsrate von einem Prozent muss verdoppelt werden, damit die Klimaziele erreicht werden können.

    Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass bei Erneuerungsprozessen die energetische Sanierung im Vergleich zu Ersatzneubauten noch zu wenig beachtet wird. Oftmals fehlen den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern grundsätzliche Informationen, die ihnen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Potenziale energetischer Sanierungen aufzeigen. Das Whitepaper soll genau dazu einen Beitrag leisten. Es gibt eine grundlegende Übersicht über Dringlichkeit, gesetzlichen Rahmen, Nutzen, Chancen und mögliche Strategien von energetischen Sanierungen.

    Ausgezeichnete Entscheidungsgrundlagen bilden beispielsweise die Ergebnisse einer Ökobilanz (Lebenszyklusanalyse, LCA) und einer Analyse der Lebenszykluskosten (LCC). Diese quantitativen Bewertungsmethoden berücksichtigen den gesamten Gebäudelebenszyklus.

    Zum Whitepaper

    Umfassende Sanierung Grosssiedlung Webermühle
    Ein Beispiel einer erfolgreichen Sanierung ist die Grossüberbauung Webermühle in Neuenhof. 368 Mietwohnungen mit rund 1’500 Bewohnenden beherbergt die 1984 bezogene ehemalige Göhner-Siedlung, die seit 2008 im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management ist.

    Kernstück der energetischen Sanierung der Webermühle ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung sollte künftig zu mindestens 70% CO₂-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems durch einen Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft überzeugt.

    Mehr erfahren

  • Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    Sanierung der Grossüberbauung Webermühle

    368 Mietwohnungen beherbergt die Überbauung Webermühle in Neuenhof. Die auf einer Halbinsel in einer Limmatschlaufe liegende Siedlung wurde auf dem Industrieareal einer ehemaligen Weberei erstellt und konnte 1984 nach zehnjähriger Bauzeit bezogen werden. Vom Architekturbüro Steiger Partner AG geplant und von der Ernst Göhner AG errichtet, bietet die Webermühle mit ihren unterschiedlich hohen Volumen Wohnraum für bis zu 1’500 Bewohnerinnen und Bewohner. Trotz der sehr hohen Dichte zeichnen sich die Wohnungen mit den vier kreuzförmig zueinander angeordneten Hochhauszeilen durch eine überraschende Weitsicht aus. Seit 2008 befinden sich die im Elementbausystem «Göhner 3» realisierten Gebäude im Besitz eines Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management.

    Ökologisch und ökonomisch nachhaltig sanieren
    Gut 40 Jahre nach dem Bezug entsprachen die Wohnungen nicht mehr den heutigen Ansprüchen – weder optisch noch hinsichtlich ihres Komforts. Mit einer Analyse der Bausubstanz startete die Bauherrschaft 2009 die Planung einer umfangreichen Teilsanierung, die zwischen 2012 und 2014 in Etappen umgesetzt wurde. Die Portfoliostrategie von Credit Suisse Asset Management legt grossen Wert auf ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen. Mit der Modernisierung der Webermühle wollte man zum einen den Wohn- und Grünraum für die Mieterinnen und Mieter attraktiver gestalten und den Wert der Immobilie erhalten. Zum anderen sollte die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht und damit der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Ebenso war die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr ein wichtiges Ziel: So ist der Bahnhof Wettingen seit dem Bau eines neuen Schräglifts im Jahr 2015 innerhalb weniger Minuten zu Fuss erreichbar.

    Wärmeversorgung: Umstieg auf Flusswärme
    Kernstück der energetischen Sanierung ist die Neuausrichtung der Wärmeversorgung. Dazu definierte die Bauherrschaft von Beginn weg ein klares Ziel: Die Wärmeversorgung in der Webermühle sollte künftig zu mindestens 70% CO2-frei sein. Aufgrund der Grösse der Anlage wollte Credit Suisse Asset Management den Ersatz des Heizsystems mit einem Contractor vornehmen, statt selber Wärme zu produzieren. Die Nachhaltigkeit der von ewz vorgeschlagenen Lösung mit einer Flusswasserwärmepumpe hat die Bauherrschaft auch nach detaillierter Prüfung durch Spezialisten überzeugt.

    Mehr zum Projekt

  • Zürich investiert 573 Millionen Franken in die Fernwärme

    Zürich investiert 573 Millionen Franken in die Fernwärme

    Die Stadt Zürich hat über die Verabschiedung des Rahmenkredits „Thermische Netze des Elektrizitätswerks“ in Höhe von 573 Millionen Franken in einer Medienmitteilung informiert. Der Betrag soll in den Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Heiz- und Kälteversorgung in der Stadt fliessen und den zur Erreichung des Klimaziels erforderlichen Umbau der Wärmeversorgung finanziell absichern. Die Stimmberechtigten sollen in 2022 über die Bewilligung entscheiden.

    Die Weichen für die klimapolitischen Ausbaupläne Netto Null 2040 des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) stellte die Stadt im Frühjahr 2021 mit der Eröffnung der Beratungsstelle Wärme Zürich. Mit der Wärmeversorgungsverordnung wurde im November 2021 das rechtliche Fundament gelegt.

    Die städtische, in sechs Teilprojekte unterteilte Massnahme leiste einen „wichtigen Beitrag bei der Dekarbonisierung im Wärmebereich“, wird Stadtrat Michael Baumer zitiert. Der finanzielle Puffer sei „nur ein erster Schritt, die eigentliche Arbeit beginnt erst“, kündigt Baumer an.

  • The Metropolitans:  Über 180 Parkplätze Elektroauto ready

    The Metropolitans: Über 180 Parkplätze Elektroauto ready

    Rund 60 Meter hoch ragen die zwei Türme in den Himmel und prägen damit den Charakter des Leutschenbach-Quartiers im Norden der Stadt Zürich. «The Metropolitans» ist jedoch nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch ein Vorzeigeprojekt in Sachen Elektromobilität. Die Tiefgarage wurde so ausgerüstet, dass für die Bewohnerinnen und Bewohner der 212 Wohnungen eine zukunftsfähige Infrastruktur für e-Fahrzeuge bereitsteht.

    Eindeutiger Entscheid
    Als die Wohntürme 2015/16 fertiggestellt wurden, war in der Tiefgarage lediglich eine einzige Ladestation vorhanden. Nach und nach liessen weitere Bewohnende ihren Parkplatz ausrüsten. «Es entstand ein gewisser Wildwuchs», erklärt Christian Steiger, der als Delegierter der Stockwerkeigentümerschaften den Ausbau von Beginn an begleitete. «Als weitere Eigentümerinnen und Eigentümer Interesse an einer Ladestation bekundeten, gründeten wir ein Projektteam, um eine einheitliche Lösung zu finden». Das Team holte Offerten ein und empfahl nach eingehender Prüfung die Ladelösung von ewz. «Die Zusammenarbeit mit ewz in der Evaluierungsphase war sehr angenehm und produktiv», erklärt Steiger. «Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Know-how sowie die Komplettlösung überzeugten uns.» Die Miteigentümerversammlung folgte der Empfehlung und entschied sich mit deutlichem Mehr für die ewz-Lösung.

    Neuartige Deckensäulen
    Nach dem Zuschlag stellte ewz einen Förderantrag bei der Stadt Zürich, die im Rahmen der 2000-Watt-Beiträge bis zu 60 Prozent der Kosten für die Ladeinfrastruktur übernimmt. Der Antrag wurde gutgeheissen – im Frühjahr 2021 konnte die Realisierung beginnen. In einer ersten Phase wurden alle 187 Parkplätze in der Tiefgarage mit einem Flachbandkabel erschlossen. Dadurch muss bei einer Anmeldung nur noch die Ladestation installiert und angeschlossen werden. Mehrere Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner haben dies direkt getan: Im Sommer 2021 waren bereits über 80 Parkplätze mit einer Ladestation von «easee» ausgerüstet.

    Je nach Standort eines Parkplatzes wird die Ladestation an der Wand (Wallbox) montiert oder aber von der Decke abgehängt. Solche Deckensäulen mit bis zu je vier Ladestationen eignen sich hervorragend für Parkplätze in der Mitte von Tiefgaragen und überzeugen mit ihrem hochwertigen Design. Die Rückmeldungen zur neuen Ladeinfrastruktur sind gemäss Christian Steiger sehr positiv. «Die Ladestationen sehen gut aus und funktionieren tadellos», fasst er zusammen.

    Lastmanagement spart Kosten
    Die Ladeinfrastruktur von «The Metropolitans» beinhaltet ein dynamisches Lastmanagement. Es stellt sicher, dass alle angeschlossenen E-Autos ausreichend Strom erhalten und am nächsten Morgen aufgeladen sind. Gleichzeitig sorgt das System dafür, dass der Bedarf für das Aufladen mit dem Bedarf der Haushalte koordiniert wird. Dieser automatische Lastenausgleich der Ladestationen von «easee» hat den Vorteil, dass bis zu drei Mal mehr Elektrofahrzeuge gleichzeitig geladen werden können – während 24 Stunden am Tag und dank Einheitstarif ohne Mehrkosten. So wird Überlastungen oder gar Stromausfällen vorgebeugt und eine zuverlässige, stabile Stromversorgung gewährleistet. Zudem konnte dank des Lastmanagements ein teurer Ausbau der Anschlussleistung der zwei Wohntürme vermieden werden.

    Einfache Abrechnung
    Während der Grundausbau der Ladeinfrastruktur von allen Stockwerkeigentümerschaften über einen Verteilschlüssel gemeinsam bezahlt wurde, bezahlt der einzelne Eigentümer die Ladestation selbst. Danach entstehen im Betrieb nur noch geringe Kosten. Die Nutzenden erhalten eine Chipkarte (RFID-Karte), um sich an ihrer Ladestation identifizieren und das Aufladen freischalten zu können. Zum ewz-Paket gehört auch eine App, die jederzeit den verbrauchten Strom und die Kosten anzeigt. Abgerechnet wird monatlich über eine Kreditkarte, die in der App hinterlegt ist. Für diese Dienstleistungen bezahlen die Nutzenden lediglich 9.90 Franken pro Monat an ewz.

    Vorteile der ewz-Ladelösung
    Durch die Partnerschaft profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner von einer zukunftssicheren Komplettlösung. Das Projektteam und die Verwaltung schätzen es sehr, mit ewz als Totalunternehmer einen einzigen Ansprechpartner für die Planung, die Realisierung als auch den Betrieb der Ladeinfrastruktur zu haben. Dies garantiert eine effiziente, praxisorientierte Lösung mit einfacher Skalierbarkeit. Der 24-7-Kundenservice von ewz und das Renommee als städtischer Partner stärken das Sicherheitsgefühl der Kundinnen und Kunden. Sie können sich zudem darauf verlassen, dass ihre Elektrofahrzeuge ausschliesslich mit grünem Strom aufgeladen werden.

    Flexibel, einfach und nachhaltig: So funktioniert die Ladelösung von ewz. Und mehr über schweizweite Energielösungen von ewz erfahren Sie hier.

  • ewz rüstet 70 Aldi-Dächer mit Solarmodulen aus

    ewz rüstet 70 Aldi-Dächer mit Solarmodulen aus

    Rund 70 Filialen von Aldi Suisse können bereits jetzt oder in naher Zukunft selbstproduzierten Solarstrom verwenden. Laut einer Medienmitteilung von Aldi befindet sich „eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz“ auf der Zielgeraden. Auf den etwa 70 Aldi-Suisse-Filialdächern werden dann insgesamt 45’000 Solarmodule verbaut worden sein. Installiert und betrieben werden die Photovoltaikanlagen von ewz.

    Der daraus generierte Strom von rund 14 Millionen Kilowattstunden entspreche etwa dem Jahresverbrauch von 5000 Haushalten. Gemeinsam mit der „grössten zusammenhängenden Solaranlage der Schweiz“ auf dem Dach des Aldi Suisse-Verteilzentrums in Perlen ZH würden dann insgesamt über 22 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Damit könnten etwa 8400 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

    Den Grossteil davon verbrauche Aldi Suisse etwa für Beleuchtung oder Kühlung der eigenen Filialbetriebe und für Elektroladestationen. Sie seien bislang an 10 Prozent der Standorte errichtet worden. Überschüsse würden von ewz ins Netz eingespeist. „Wir sind stolz“, so Aldi-Landesgeschäftsführer Jérôme Meyer, „dass wir mit Sonnenenergieprojekten wie diesem dazu beitragen, den unternehmenseigenen CO2-Fussabdruck weiter systematisch zu verringern“.

  • Swiss Life Arena stellt Eis CO2-neutral her

    Swiss Life Arena stellt Eis CO2-neutral her

    Die Swiss Life Arena solle „ein Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz“ werden, schreibt das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) in einer Mitteilung. Es hat das Energiekonzept für das Eisstadion in Zürich Altstetten erstellt. „Dabei haben wir unsere langjährigen Erfahrungen aus der Planung, der Realisierung und dem technischen Betrieb von Arenen wie dem Hallenstadion Zürich, der Swisspor Arena in Luzern oder der Vaudoise Arena in Lausanne einfliessen lassen“, wird Christoph Deiss, Leiter Energielösungen bei ewz, in der Mitteilung zitiert.

    Herzstück des Konzepts ist die Energiezentrale der Arena, in der die Kälte für die Eisfläche und die Energie für das Raumklima produziert werden. Die von den vier Kältemaschinen produzierte Abwärme wird zum einen für die Beheizung der Räume benutzt. Zum anderen soll die Arena an den Energieverbund Altstetten und Höngg angeschlossen werden. Damit trägt die Abwärme der Kältemaschinen in Zukunft zur Wärmeversorgung von an den Energieverbund angeschlossenen Haushalten bei. „Wir haben uns für ein Energiekonzept von ewz entschieden, das ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet“, lässt sich Peter Zahner, CEO der ZSC Lions, in der Mitteilung zitieren. „Überzeugt hat uns insbesondere der innovative Ansatz, Synergien zu nutzen – nicht zuletzt auch aus ökonomischer Sicht.“

    Damit die Swiss Life Arena den Minergie-Standard für Eisstadien erfüllen kann, wird zudem auf dem Dach des Stadions eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 400 Kilowatt Peak installiert. Wärme- und Kälteversorgung sowie der von ewz zusätzlich gelieferte Strom würden „zu 100 Prozent CO2-frei“ produziert, schreibt ewz. Ein Gebäudeautomationssystem soll die Anlagen bedarfsorientiert und energieeffizient steuern.

  • ewz beteiligt Bürger an weiteren Solaranlagen

    ewz beteiligt Bürger an weiteren Solaranlagen

    ewz bietet Personen, die sich aktiv an der Energiewende beteiligen möchten, die Möglichkeit, Beteiligungen an Photovoltaikanlagen zu erwerben. Diese Art der Schwarmfinanzierung ermöglicht den Bau neuer Anlagen, etwa auf Schuldächern. Dafür bietet ewz einer Medienmitteilung zufolge insgesamt 4000 Quadratmeter neuer Fläche an.

    Davon stehen 1100 Quadratmeter Photovoltaikfläche ab sofort auf dem städtischen Schulhaus Falletsche in Leimbach zur Verfügung. Die Schulhäuser Rebhügel in Wiedikon, Kolbenacker in Seebach und Mattenhof in Schwamendingen werden im Laufe des Jahres ans Netz gehen. Pro Haushalt können maximal zehn Quadratmeter Beteiligung à 250 Franken im Internet erworben werden. Im Gegenzug erhalten Kundinnen und Kunden pro Quadratmeter Beteiligung 80 Kilowattstunden nachhaltig produzierten Sonnenstrom aus Zürich auf ihrer Stromrechnung gutgeschrieben.

    Auch an der bereits fertiggestellten ersten hochalpinen Solargrossanlage der Schweiz an der ewz-Staumauer im Bündner Bergell seien noch die letzten Quadratmeter Beteiligung erhältlich. Weil in der Höhe der Ertrag mehr als doppelt so hoch ist wie im Unterland, liegen dort sowohl der Beteiligungspreis als auch die Gutschrift höher.

  • ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    Die ewz nimmt bis 2030 ein ehrgeiziges Ziel ins Visier: „Vereinzelte Projekte reichen nicht aus, um die nationalen Klimaziele zu erreichen“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe in einer Medienmitteilung zitiert. Stattdessen begreife ewz das Vorzeigequartier Fischermätteli in Burgdorf BE, das sich derzeit im Bau befinde, „als Startpunkt für ein ambitioniertes Ziel: 100 Immobilienprojekte – 100% klimaneutral“.

    Weil durch Bau und Unterhalt von Gebäuden gut ein Drittel aller Schadstoffemissionen anfällt, zählten energieeffiziente Gebäude und eine klimaneutrale Energieversorgung zu den wichtigsten Hebeln für die Klimaziele der Schweiz, heisst es in der Mitteilung weiter. So führe etwa die Kombination von Wärmpumpe, Solarstrom, Speicher und Elektromobilität zu einer grösstmöglichen Eigenversorgung bei niedrigem Ressourcenverbrauch. Dabei werde konsequent auf lokale, erneuerbare Energiequellen gesetzt.

    „Mit der flächendeckenden Realisierung solcher klimaneutralen Immobilienprojekte – sowohl Neubauten als auch Sanierungen – leistet ewz einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zur Energiewende“, so Loepfe. „Als eines der ersten Energieversorgungsunternehmen bekennt sich ewz damit zu einem wegweisenden Engagement für eine CO2-freie Schweiz.“

  • Sensoren sparen an Haltestellen bis zu 90 Prozent Strom

    Sensoren sparen an Haltestellen bis zu 90 Prozent Strom

    Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) und der städtische Energieversorger ewz haben in der ersten Hälfte des Jahres 2020 an mehreren Haltestellen den Einsatz einer neuen LED-Beleuchtung getestet. Diese sind mit Bewegungssensoren eingebaut, mit denen das Licht auf ein Zehntel seiner Stärke abgeschwächt werden kann, wenn sich niemand an der Haltestelle aufhält.

    Die Tests haben gezeigt, dass der Stromverbrauch deutlich gesenkt werden kann. „Auf alle beleuchteten Haltestellen gesehen liegt die durchschnittliche Energieeinsparung bei LED-Leuchten mit Bewegungssensorik bei cirka 90 Prozent, wobei die situationsspezifische Regulation der Helligkeit zusätzlich Lichtemissionen reduziert“, wird Martin Suter, Leiter Haltestellen bei den VBZ, in einer Mitteilung seines Unternehmens zitiert. Zudem soll die Lebensdauer durch die Abschwächung des Lichts auf 25 bis 30 Jahre mehr als verdoppelt werden können, heisst es in der Mitteilung.

    In den nächsten fünf Jahren sollen die bisherigen Leuchtstoffröhren an sämtlichen Haltestellen durch die neue LED-Beleuchtung ersetzt werden.

  • ewz soll mehr erneuerbaren Strom produzieren

    ewz soll mehr erneuerbaren Strom produzieren

    Der Stadtrat von Zürich hat dem Gemeinderat laut einer Medienmitteilung für das ewz einen dritten Rahmenkredit von 200 Millionen Franken beantragt. Diese Mittel sollen in Energieproduktionsanlagen fliessen, die Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren. Ob dieser Antrag bewilligt wird, entscheiden abschliessend die Stimmberechtigten der Stadt Zürich.

    Wie in der Mitteilung ausgeführt wird, haben die Stimmberechtigten seit 2007 drei Rahmenkredite für Investitionen in die Produktion von Windenergie und anderen erneuerbaren Quellen genehmigt. In Summe belief sich der Betrag auf 420 Millionen Franken. Damit erwarb das ewz über die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Zürich, ewz (Deutschland) GmbH, 18 Windparks in Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen. Damit verfügt das ewz heute über rund eine Terawattstunde Strom aus Wind. Das entspreche dem heutigen ewz-Anteil aus der Stromproduktion des Kernkraftwerks Gösgen.

    Mit den nun beantragten 200 Millionen Franken wolle das ewz vor allem Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke in der Schweiz und im europäischen Ausland ausbauen. Das ewz strebe erneut an, ein Drittel des Rahmenkredits in Anlagen in der Schweiz zu investieren.

    Die ewz-Deutschland-Gruppe ist für alle Käufe und Finanzierungen im Ausland zuständig. Die Stadt Zürich bezeichnet sie als eine ihrer bedeutendsten Beteiligungen. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat daher in einer separaten Vorlage die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die ewz (Deutschland) GmbH.

  • Fischermätteli Burgdorf:  Zukunftsorientiertes Areal im Standard Minergie-A-Eco

    Fischermätteli Burgdorf: Zukunftsorientiertes Areal im Standard Minergie-A-Eco

    Im Dezember 2019 sind die Bagger auf dem ehemaligen Industrieareal in Burgdorf aufgefahren und schon bald soll Leben ins neue Quartier Fischermätteli kommen: Die ersten Wohnungen werden bereits im Sommer 2021 bezugsbereit sein. Bis voraussichtlich 2024 sollen in insgesamt drei Bauetappen zehn Mehrfamilienhäuser mit 169 preiswerten 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen und Wohnflächen zwischen 52 und 140 Quadratmetern entstehen. An idyllischer Lage in unmittelbarer Nähe zum Wald gelegen, gruppieren sich die Gebäude um eine zentrale Begegnungszone mit fünf unterschiedlich gestalteten Aussenplätzen.

    Grösstes Minergie-A-Eco-Quartier mit Schweizer Holz

    Die Siedlung Fischermätteli soll dereinst die grösste Überbauung der Schweiz sein, die nicht nur mit Schweizer Holz erstellt wird, sondern auch den Standard Minergie-A-Eco erfüllt. Dieser verlangt eine positive Energiebilanz und der Aufwand für Raum- und Wassererwärmung, Lufterneuerung sowie für sämtliche elektrischen Geräte und die Beleuchtung muss durch erneuerbare Energien gedeckt sein. Der Zusatz Eco legt das Augenmerk auf die Themen Gesundheit und Bauökologie und sichert einen hohen Wohnkomfort. «Aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen war es für uns hinsichtlich Ökologie und Nachhaltigkeit die einzig richtige Entscheidung, das Fischermätteli im Minergie-A-Eco-Standard zu bauen», erklärt Bruno Kälin. Er ist Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Strüby Konzept AG. Die Strüby Unternehmungen treten sowohl als Bauherrschaft wie auch als Gesamtleistungsanbieter (Projektentwicklung, Architektur, Engineering, Produktion, Realisation, Kundendienst, Kundenservice) auf und sind überdies für den Verkauf verantwortlich.

    Für das Fischermätteli setzt der Bauherr auf Fichte und Weisstanne aus Schweizer Wäldern: «Es gibt keinen besseren Baustoff als Holz. Er ist lokal verfügbar, wächst stetig nach, ist CO2-neutral, bringt Arbeitsplätze in die Region und sorgt für ein gutes und gesundes Raumklima», führt Kälin aus. Das für den Bau benötigte Holz wird direkt bei den Waldbesitzern eingekauft, in der Region gesägt, verleimt und weiterverarbeitet. Lange Transportwege fallen weg, wodurch die graue Energie sehr gering ausfällt.

    Ausgeklügeltes Energiekonzept

    Für das Energiekonzept hatte die Bauherrin eine Ausschreibung gemacht, welche ewz für sich entschied. Das Energiedienstleistungsunternehmen ist für Planung, Finanzierung, Realisierung und Betrieb der Energieversorgung verantwortlich. Die Verträge haben eine Laufzeit bis Dezember 2044 und beginnen nach Bauetappen gestaffelt. Der ewz-Geschäftsbereich Energielösungen hat für das Quartier Fischermätteli ein integrales Konzept ausgearbeitet, das nebst einer ausgeklügelten Wärme- und Stromversorgung auch eine alle Medien umfassende Nebenkostenabrechnung beinhaltet.

    Sämtliche Gebäude auf dem Areal sind an ein Areal-Wärmenetz angeschlossen. Herzstück der Wärmeversorgung ist die Heizzentrale mit einer Leistung von 550 kW. Als Energieträger kommen Holzpellets aus der Region zum Einsatz. Durch das Qualitäts-Management-System der Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke wird eine effiziente Wärmeproduktion sichergestellt. Der Energiedienstleister finanziert und realisiert die Heizzentrale sowie die Leitungen für die Wärmeverteilung bis zum Haus. Der Bauherr hingegen baut die Installationen für das Brauchwarmwasser und für die Feinverteilung der Wärme in den Häusern. Eine Wärmepumpe anstelle der Holzheizung kam aufgrund der geologischen Gegebenheiten am Standort nicht in Betracht.

    100 Prozent erneuerbarer Solarstrom

    Nebst den Wärmelieferverträgen vereinbart ewz mit den Eigentümern Stromlieferverträge. Diese regeln die Versorgung der insgesamt sieben Stockwerkeigentümerschaften sowie der Arealeigentümerschaft mit Elektrizität. Da der Baustandard Minergie-A eine 100-prozentige Abdeckung mit erneuerbarem Strom verlangt, wird auf jedem Hausdach eine Photovoltaikanlage installiert. Die im Endausbau zehn Anlagen weisen eine Leistung von 722 kWp auf. Laut Projektleiter Christian Rolli von ewz Energielösungen lag die Herausforderung darin, den geforderten Solarstromertrag zu erreichen und dennoch genügend Platz auf den Dächern für Wartung und Unterhalt der Photovoltaik-Module zu haben. Die Lösung bestand darin, monokristalline Hochleistungsmodule mit einem höheren Wirkungsgrad zu wählen, die auf weniger Platz mehr Ertrag erbringen, was sich allerdings in einem höheren Preis niederschlägt. Auf dem Areal sind rund 3200 m2 Photovoltaik-Module verbaut. Sollte es zum Beispiel während der Ferien im Sommer zu einer derart hohen Überproduktion kommen, dass nicht der ganze Strom ins Netz eingespeist werden kann, lässt sich die Produktion drosseln.

    Das von ewz Energielösungen ausgearbeitete Gesamtkonzept hat die Bauherrschaft überzeugt: «Unsere Vorgaben hinsichtlich einer ökologischen und wirtschaftlichen Lösung, die von einem Partner ganzheitlich realisiert und unterhalten werden kann, wurde von ewz sehr gut umgesetzt», findet Bruno Kälin.

  • «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    Wirtschaftlichkeit und Ökologie im Einklang
    Einen zentralen Aspekt der Sanierung des imposanten Gebäudes stellte die Energieversorgung dar. In der Ausschreibung war ursprünglich eine Versorgung mit Fernwärme über einen Drittkontraktor vorgesehen, mit einem Deckungsgrad an fossilfreier Energie von 80 Prozent. Zur Ausführung kam aber eine Unternehmervariante mit dem Energiedienstleister ewz, die eine Versorgung mit 100 Prozent fossilfreier Energie ermöglicht. Seit über zehn Jahren nutzt ewz die Abwärme des SBB-Frequenzumformerwerks mit einer Temperatur von etwa 50 Grad Celsius für ein benachbartes Gebäude. «Der Generalunternehmer Halter AG ist mit ihrem Konzept der Energielösung für das «Ambassador House» auf uns zugekommen. Vom SBB-Umformerwerk hatten wir noch genügend Abwärme verfügbar, da hier das Potenzial noch nicht ausgeschöpft war. Deshalb konnten wir ihnen diese ökologischere Lösung zu wesentlich tieferen Betriebskosten anbieten», erklärt ewz-Projektleiter Pascal Leumann.

    Garantierte Energieversorgung
    Die Wärme wird vom Umformerwerk mit eigens dafür verlegten Fernwärmeleitungen in die Energiezentrale des Ambassador House transportiert. Die Energiezentrale ist mit zwei grossen Wärmepumpen / Kältemaschinen ausgerüstet, die mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak (NH3) arbeiten. Falls keine Abwärme vom SBB-Umformerwerk geliefert wird, werden die beiden Ammoniak-Kältemaschinen als Luft-Wasser-Wärmepumpen betrieben und stellen die Wärmeversorgung zu 100 % CO2-frei sicher. Gleichzeitig liefern die zwei Ammoniakkältemaschinen die benötigte Kälte zum Kühlen der Büroräumlichkeiten und Serverräume. Dank dem innovativen Energiekonzept lassen sich 680 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. ewz plante, finanzierte und baute die Energiezentrale und wird die Anlagen auch die nächsten 30 Jahre betreiben. ■

  • Erste hochalpine Solar-Grossanlage produziert ab September

    Erste hochalpine Solar-Grossanlage produziert ab September

    Ab September wird das erste hochalpine Solarprojekt im Bergell Naturstrom liefern. Wie die Betreiberin Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (ewz) in einer Medienmitteilung bekanntgibt, sind mittlerweile die meisten der über 1200 Photovoltaik (PV)-Paneele an der Albigna Staumauer installiert.

    Für die Montagearbeiten war ein sogenanntes Brückenuntersichtgerät mit der Albigna-Seilbahn auf die Staumauer transportiert worden. Die Bauarbeiten wurden grösstenteils durch die Bergeller ewz-Mitarbeitenden ausgeführt.

    Bürgerinnen und Bürger aus Zürich und Graubünden haben die Möglichkeit, einen halben, einen, drei oder fünf Quadratmeter der PV-Fläche zu erwerben und damit einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Das Bürgerbeteiligungs-Modell ewz.solarzürisieht vor, dass ewz-Kundinnen und -Kunden pro Quadratmeter und Jahr 180 Kilowattstunden Solarstrom auf ihrer Stromrechnung gutgeschrieben werden. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich einmalig auf 560 Franken.

    Interessierte können sich ab dem 14. August auf den Internetseiten ewz.ch/solargrischun und ewz.ch/solar-für-alle informieren und Paneelenfläche bestellen. Bis dahin führen diese Links auf die aktuelle Seite von ewz.solarzüri.

  • ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    Auf über 2100 Metern über Meer haben an der Albigna-Staumauer in der Gemeinde Vicosoprano die Arbeiten zur Schaffung der ersten hochalpinen Solaranlage im Grossformat begonnen, Laut einer Medienmittelung von ewz haben Mitarbeitende damit begonnen, zunächst die Kabelkanäle zu verlegen. Insgesamt werden sechs Kilometer Kabel verbaut. Dann folgt die Montage der 670 Meter langen Tragekonstruktion unterhalb der nach Süden gerichteten seeseitigen Mauerkrone, auf der 1200 Photovoltaikmodule angebracht werden. Die Bauphase soll Ende August abgeschlossen sein, im September soll die Anlage ans Netz gehen.

    „Auch für uns ist es eine nicht alltägliche Arbeit. Aber wir sind entsprechend vorbereitet und sicherheitstechnisch geschult worden“, sagt Willi Roganti, Leiter Betrieb und Instandhaltung Bergeller Kraftwerke bei ewz, der die Bauarbeiten führt.

    Mit einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt Peak können pro Jahr rund 500 Megawattstunden Naturstrom produziert werden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von circa 210 städtischen Zürcher Haushalten. Hochalpine Solaranlagen ermöglichen bessere Ertragswerte als tiefergelegene. Grund sind die intensivere Sonneneinstrahlung sowie die reflektierende Schneedecke. Auch steigt die Effizienz von Photovoltaikanlagen mit sinkenden Aussen- und somit Modultemperaturen. Rund die Hälfte der Stromproduktion der Anlage wird im Winter anfallen.