Wirtschaftlichkeit und Ökologie im Einklang
Einen zentralen Aspekt der Sanierung des imposanten Gebäudes stellte die Energieversorgung dar. In der Ausschreibung war ursprünglich eine Versorgung mit Fernwärme über einen Drittkontraktor vorgesehen, mit einem Deckungsgrad an fossilfreier Energie von 80 Prozent. Zur Ausführung kam aber eine Unternehmervariante mit dem Energiedienstleister ewz, die eine Versorgung mit 100 Prozent fossilfreier Energie ermöglicht. Seit über zehn Jahren nutzt ewz die Abwärme des SBB-Frequenzumformerwerks mit einer Temperatur von etwa 50 Grad Celsius für ein benachbartes Gebäude. «Der Generalunternehmer Halter AG ist mit ihrem Konzept der Energielösung für das «Ambassador House» auf uns zugekommen. Vom SBB-Umformerwerk hatten wir noch genügend Abwärme verfügbar, da hier das Potenzial noch nicht ausgeschöpft war. Deshalb konnten wir ihnen diese ökologischere Lösung zu wesentlich tieferen Betriebskosten anbieten», erklärt ewz-Projektleiter Pascal Leumann.
Garantierte Energieversorgung
Die Wärme wird vom Umformerwerk mit eigens dafür verlegten Fernwärmeleitungen in die Energiezentrale des Ambassador House transportiert. Die Energiezentrale ist mit zwei grossen Wärmepumpen / Kältemaschinen ausgerüstet, die mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak (NH3) arbeiten. Falls keine Abwärme vom SBB-Umformerwerk geliefert wird, werden die beiden Ammoniak-Kältemaschinen als Luft-Wasser-Wärmepumpen betrieben und stellen die Wärmeversorgung zu 100 % CO2-frei sicher. Gleichzeitig liefern die zwei Ammoniakkältemaschinen die benötigte Kälte zum Kühlen der Büroräumlichkeiten und Serverräume. Dank dem innovativen Energiekonzept lassen sich 680 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. ewz plante, finanzierte und baute die Energiezentrale und wird die Anlagen auch die nächsten 30 Jahre betreiben. ■

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