Schlagwort: Fussballstadion

  • Neue Heimstätte des FC Aarau

    Neue Heimstätte des FC Aarau

    Wie kombiniert man ein Fussballstadion mit einem attraktiven Wohnquartier? – «Das ist nicht überall einfach, birgt aber grosse Chancen», sagt Ariel Arthur Dunkel, Projektleiter Immobilienentwicklung bei der HRS Real Estate AG. «Hier stehen die Frage der Nutzung und die Möglichkeiten der Aneignung der vielfältigen Freiflächen im Zentrum. Das Quartier lebt von der Spannung zwischen Alltag und Feststimmung.» Die Planung ist schon sehr weit fortgeschritten, aber man konnte noch kein Baugesuch einreichen: «Wir warten auf die Rechtskraft der Teiländerung der Nutzungsplanung der Stadt Aarau, gegen welche Beschwerde erhoben wurde. Danach kommt das Genehmigungsverfahren des Gestaltungsplans, den wir gemeinsam mit der Stadt Aarau für das Areal entwickelt haben. Erst dann kommt das Baubewilligungsverfahren. Bis dann ruht die Planung.»

    Es gibt nicht mehr viele so gut erschlossene leerstehende Areale. Der Ostteil des Torfelds Süd ist gewissermassen ein fehlendes Stück Stadt, das nun ergänzt wird. Südlich und westlich grenzt das Torfeld Süd an lebendige Quartiere. Die Vernetzung der Langsamverkehrserschliessung und der Frei- und Grünräume ist ein wichtiges Thema der Planung. «Das Projekt ist sehr sichtbar. Und nur schon deswegen möchten wir, dass es als Beispiel einer guten Entwicklung gesehen wird – was die Architektur angeht, die Belebung der Gebäudesockel, die attraktiven Freiflächen, die hohen Ansprüche an die Nachhaltigkeit und die Nutzungsmischung, welche die Menschen mit allem Wichtigen auf kleinem Radius versorgt.»

    Ariel Dunkel würde am liebsten schon morgen bauen: «Es ist aber verständlich, dass bei einem Projekt dieser Grösse und Tragweite zahlreiche Interessen abgestimmt werden müssen. Das braucht Zeit. Schwierig hier ist, dass die Bevölkerung, die sich in den Abstimmungen immer klar zum Stadionprojekt bekannt hat, jetzt so geduldig sein muss wegen den Rechtsmittelverfahren. Auch der Dialog mit der Politik, die richtigerweise hohe Erwartungen an das Projekt hat, ist intensiv. Persönlich bin ich überzeugt, dass das Projekt nicht nur für das Areal selber, sondern auch für die Umgebung einen starken Mehrwert schaffen wird.» Auch die Coronapandemie hat das Bauprojekt tangiert. Viele Haushalte wünschen mehr Fläche, damit sie auch langfristig bequem von zu Hause aus arbeiten können: «Wir haben auch Ateliers und Kleinwohnungen, die dazu gemietet werden können. Grundsätzlich arbeiten wir aufgrund der guten Erschliessung und der umfassenden Quartierversorgung auf einer sehr soliden Ausgangslage und können leicht auf Veränderungen reagieren», so Dunkel abschliessend.

    Bei einem Projekt dieser Grösse müssen zahlreiche Interessen abgestimmt werden.
  • Fussballstadion Aarau: Das Stimmvolk entscheidet

    Fussballstadion Aarau: Das Stimmvolk entscheidet

    Das zentrumsnahe ehemalige Industrieareal Torfeld Süd liegt zwischen industriell-gewerblichen Nutzungen ent­lang des Gleisfeldes im Norden und einem Gebiet mit Wohn- und Gewerbenutzung im Süden. Das Areal soll in ein verdichtetes Quartier mit einem vielfältigen Nutzungsmix überführt werden. Das neue Stadion für rund 10’000 Zuschauer wird durch seine Dimensionen zum zentralen Element des Gebiets, betonen die Architekten von Burkard Meyer Architekten, Baden. Im Alltag sei das Stadiongebäude Teil des Quartiers und bringe durch die Unterbringung von unterschiedlichen Nutzungen auch ausserhalb der Spielzeiten Leben in den neuen Stadtteil, so die Architekten.

    Teilrevision der Nutzungsplanung
    In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird das Aarauer Stimmvolk an der Urne entscheiden können, ob das neue Fussballstadion im Torfeld Süd mit 10’000 Sitzplätzen gebaut werden kann, schreibt die «Aargauer Zeitung». Der Gestaltungsplan für das Areal werde zu diesem Zeitpunkt bereits vom Stadtrat verabschiedet sein. Ursprünglich war geplant gewesen, Anfang bis Mitte 2019 mit der Vorlage an die Urne zu gehen. Abgestimmt wird nicht mehr über das Stadion selber, sondern über die Teilrevision der Nutzungsplanung, welche den Bau von vier Wohntürmen mit bis zu 24 Stockwerken ums Stadion möglich macht – und somit die benötigte Quer-
    finanzierung für das Stadion.

    Kostenpunkt: 80 Millionen Franken
    Die Rückbauarbeiten für das Fussball­stadion haben im Mai vergangenen Jahres begonnen. Damit wurde erreicht, dass die ursprüngliche, vom Bundesgericht für rechtskräftig erklärte Baubewilligung, nach zwei Jahren nicht verfällt. Das Investitionsvolumen für das Fussballstadion beträgt rund 80 Millionen Franken. Der Kostenanteil der Stadt Aarau beträgt 17 Millionen. Der von allen Projekt­beteiligten erarbeitete Terminplan sieht vor, dass das Stadion bis zur Saison 2022 / 2023 erstellt werden kann.

    Die Swiss Football League (SFL) erklärte sich bereit, dem FC Aarau im April 2021 die Lizenz zu erteilen, auch wenn zu jenem Zeitpunkt noch Rechtsverfahren gegen die Baubewilligung der Hochhäuser hängig sein sollten. Unterdessen sponsert das Generalunternehmen HRS den FC Aarau mit insgesamt einer Million Franken, schreibt die «Aargauer Zeitung» weiter. ■