Fussballstadion Aarau: Das Stimmvolk entscheidet

Das zentrumsnahe ehemalige Industrieareal Torfeld Süd liegt zwischen industriell-gewerblichen Nutzungen ent­lang des Gleisfeldes im Norden und einem Gebiet mit Wohn- und Gewerbenutzung im Süden. Das Areal soll in ein verdichtetes Quartier mit einem vielfältigen Nutzungsmix überführt werden. Das neue Stadion für rund 10’000 Zuschauer wird durch seine Dimensionen zum zentralen Element des Gebiets, betonen die Architekten von Burkard Meyer Architekten, Baden. Im Alltag sei das Stadiongebäude Teil des Quartiers und bringe durch die Unterbringung von unterschiedlichen Nutzungen auch ausserhalb der Spielzeiten Leben in den neuen Stadtteil, so die Architekten.

Teilrevision der Nutzungsplanung
In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird das Aarauer Stimmvolk an der Urne entscheiden können, ob das neue Fussballstadion im Torfeld Süd mit 10’000 Sitzplätzen gebaut werden kann, schreibt die «Aargauer Zeitung». Der Gestaltungsplan für das Areal werde zu diesem Zeitpunkt bereits vom Stadtrat verabschiedet sein. Ursprünglich war geplant gewesen, Anfang bis Mitte 2019 mit der Vorlage an die Urne zu gehen. Abgestimmt wird nicht mehr über das Stadion selber, sondern über die Teilrevision der Nutzungsplanung, welche den Bau von vier Wohntürmen mit bis zu 24 Stockwerken ums Stadion möglich macht – und somit die benötigte Quer-
finanzierung für das Stadion.

Kostenpunkt: 80 Millionen Franken
Die Rückbauarbeiten für das Fussball­stadion haben im Mai vergangenen Jahres begonnen. Damit wurde erreicht, dass die ursprüngliche, vom Bundesgericht für rechtskräftig erklärte Baubewilligung, nach zwei Jahren nicht verfällt. Das Investitionsvolumen für das Fussballstadion beträgt rund 80 Millionen Franken. Der Kostenanteil der Stadt Aarau beträgt 17 Millionen. Der von allen Projekt­beteiligten erarbeitete Terminplan sieht vor, dass das Stadion bis zur Saison 2022 / 2023 erstellt werden kann.

Die Swiss Football League (SFL) erklärte sich bereit, dem FC Aarau im April 2021 die Lizenz zu erteilen, auch wenn zu jenem Zeitpunkt noch Rechtsverfahren gegen die Baubewilligung der Hochhäuser hängig sein sollten. Unterdessen sponsert das Generalunternehmen HRS den FC Aarau mit insgesamt einer Million Franken, schreibt die «Aargauer Zeitung» weiter. ■

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