Schlagwort: Gebäude

  • Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Basler Kantonalbank Nachhaltigkeit als Teil der Identität

    Das Geschäftshaus mit den beiden Gebäuden Aeschenvorstadt und Brunngässlein wurde in den 70er-Jahren gebaut, wobei die Aeschenvorstadt bereits vor zehn Jahren saniert wurde. Als Gebäudekomplex bilden die beiden Häuser den Hauptsitz der Basler Kantonalbank mit Büros und Kundenfiliale sowie Private-Banking-Abteilung, die im Zuge der Brunngässlein-Sanierung in die Aeschenvorstadt umgezogen ist (vgl. Box).

    Minergie-Höchstwert erstmals umgesetzt 
    Mit der Sanierung des Brunngässleins hat die Basler Kantonalbank ein erstes Mal ihr Vorhaben umgesetzt, ihre Immobilien nach und nach gemäss dem Minergie-P-Standard zu sanieren. Um die Anforderungen des für Bestandsimmobilien höchsten Standards zu erfüllen, wurde die gesamte Gebäudetechnik (HLKS/E Heizung-Lüftung-Klima, Sanitär und Elektro) zurück- und neu aufgebaut, wodurch der Energiebedarf für Heizung und Kühlung um rund 50% gesenkt werden kann. Auf dem Flachdach und dem die beiden Gebäude verbindenden Turm wurde eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage installiert sowie das Dach und der Innenhof nach den Auflagen der Stadt Basel begrünt. Eine besondere Bedeutung kam bei der Sanierung der strassenseitig ausgerichteten Fassade zu, die statisch und bezüglich Erdbebensicherheit nicht mehr den Vorschriften entsprach. Um diese zu erfüllen, wurde die alte Fassade vom Gebäude entkoppelt, das Gebäude neu gestützt und eine vorgehängte energieeffiziente Gebäudehülle realisiert.

    Fassade schafft architektonische Einheit
    Prägendes Element der neuen Fassade ist die Rasterung, die sich an das vordere Gebäude anlehnt. Die verglasten Lamellen der Aeschenvorstadt werden mit 30 cm langen schwertähnlichen Lamellen von Mint Architecture neu interpretiert. Sie dienen den Innenräumen des Brunngässleins als Sonnen- und Blendenschutz und bestehen aus eloxiertem Aluminium, dessen Wirkung und Anmutung sich je nach Lichteinfall ändert. «Die Fassade spielt in der Identifikation eines Gebäudes eine zentrale Rolle», sagt Gesamtprojektleiterin Sonja Haag-Walthert von Mint Architecture. «Beim Brunngässlein ist es uns gelungen, durch die Rasterung der neuen Gebäudehülle die Firmenidentität neu zu interpretieren und aus dem Bestand heraus weiterzuentwickeln.»

    Moderne Arbeitsumgebung unterstützt hybrides Arbeiten
    Basierend auf den ökologischen Verbesserungen bezüglich Beschattung, Beleuchtung und Raumklima wurde das Brunngässlein in eine innovative und kollaborative Arbeitswelt nach dem tätigkeitsorientierten Activity-Based-Working-Ansatz umgebaut. Neu integrierte Typologien bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit von Begegnung, Austausch und Rückzug und bilden die Voraussetzung, um New Work zu leben und zu erleben.

    Die sieben Geschosse sind einheitlich als Open Space mit jeweils fensterseitig frei wählbaren Arbeitsplätzen konzipiert. Sie werden mittig durch eine Begegnungszone mit Teeküche, Sitzungszimmer und Besprechungsmöglichkeiten unterteilt, die jeweils beidseitig zugänglich sind. Das durch die grosszügigen Fensterfronten und die verglasten Sitzungszimmer helle Ambiente kombiniert mit starken Schwarz-Weiss- Kombinationen widerspiegeln die Corporate Identity der Basler Kantonalbank. Die Aussenseiten von Teeküche und Sitzungszimmer sind mit Holz und sichtbaren verchromten Leitungen umrahmt und auf jedem Stockwerk wurde eine dominierende zweite Wandfarbe eingesetzt. Die strassenseitig angebrachten Vorhänge unterstützen die Akustik, schützen vor Lichteinfall und tragen zusätzlich zu einem Ambiente bei, in dem sich die Mitarbeitenden aufgehoben fühlen und angeregt werden.

    Bauen im Bestand: im Einklang von Nachhaltigkeit, Design und Nutzung
    Mint Architecture setzte sich im Wettbewerb um die Sanierung des Brunngässleins mit ihrem gesamtheitlichen Ansatz durch. Das Büro zeichnete bei Architektur- und Workplaceprojekt für die Entwürfe und Konzepte sowie die Ausführungsplanung verantwortlich. Nach rund zweijähriger Bauzeit setzt das kernsanierte Brunngässlein für die Basler Kantonalbank bezüglich Nachhaltigkeit einen neuen Standard und bietet den Mitarbeitenden eine moderne Arbeitsumgebung für hybrides Arbeiten.

  • Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Entwicklung Schlössli-Areal in Burgdorf

    Das Schlössli-Areal in Burgdorf liegt direkt am Bahnhof und ist nur einen Katzensprung von der Altstadt und der Emme entfernt. Das Gebiet bildet den nördlichen Bahnhofzugang und fungiert als wichtige Fussgängerverbindung zwischen den zwei Stadtteilen. Nachdem hier Überbauungsprojekte über mehrere Jahrzehnte aufgrund denkmalpflegerischer und wirtschaftlicher Aspekte scheiterten, wurde das Areal nun erfolgreich von der zur Marti-Gruppe zählenden Marti Gesamtleistungen AG im Auftrag der Schlössli Burgdorf AG entwickelt. Die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG hat sich als Investorin zum Kauf und zur Realisierung des Projekts verpflichtet. Die Marti Gesamtleistungen AG ist ebenso als Totalunternehmerin für die Realisierung zuständig.

    Geplant ist die Schaffung von mehr Wohnraum in Burgdorf. Zu diesem Zweck wird zum einen die historische Villa Schmid saniert. Sie entstand zusammen mit der Parkanlage in den Jahren 1869/70 und zählt damit als historischer Zeitzeuge der Industrialisierung. Die Villa steht deshalb unter Denkmalschutz und war zudem eine der ersten Bauten nördlich der Gleise. Sie wird so umgebaut, dass zwei grosszügige Wohnungen darin Platz finden. Auch das Parkumfeld wird im Rahmen des Projekts wiederhergestellt. Darüber hinaus sind zwei flankierende Nebengebäude projektiert. In den beiden Neubauten entstehen insgesamt 54 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern.

    Der Berner Architekt Walter Hunziker hat das Projekt entworfen. Für die Weiterentwicklung zeichnet die Rykart Architekten AG verantwortlich. Eine umweltschonende und energieeffiziente Energieversorgung mittels Grundwasser-Wärmepumpe und die Zertifizierung des Projekts im Minergie-Baustandard wird von der Bauherrschaft vorgenommen.

    Die Gebäude werden unterirdisch durch eine Einstellhalle miteinander verbunden. In den Erdgeschossen der beiden Neubauten sind Flächen für Dienstleistung und Gewerbe vorgesehen – genauso wie entlang der öffentlichen Fusswegverbindung zwischen Kirchbergstrasse und der Bahnhofunterführung. Zudem finanziert die Stadt Burgdorf an dieser Achse eine öffentliche Velostation. Die umliegende Parklandschaft soll eine möglichst grosse Biodiversität aufweisen.

    Die Baueingabe wurde im April 2022 eingereicht. Die Bauarbeiten auf dem Areal sollen 2025 abgeschlossen sein.

  • Neuer Quartierteil auf dem «Butteri»-Areal in Burgdorf

    Neuer Quartierteil auf dem «Butteri»-Areal in Burgdorf

    Das 3350 Quadratmeter grosse Areal rund um die ehemalige frühere Verbandsmolkerei «Butteri» am Farbweg im Bahnhofquartier ist ein wichtiges Entwicklungsareal im Innenstadtgebiet der Stadt Burgdorf.

    Die Grundeigentümer Stadt Burgdorf, Raiffeisen Pensionskasse und Pensionskasse der technischen Verbände SIA STV BSA FSAI wollen das Areal am Farbweg zwischen Mülibach und Gotthelfstrasse zu einem neuen, attraktiven Quartierteil weiterentwickeln. Dafür haben sie bereits 2017 ein Studienverfahren durchgeführt.

    Das Siegerprojekt des Studienauftrags wurde im März 2018 gekürt. Das Büro GWJ Architektur aus Bern konnte mit seinem Projekt, welches es in Zusammenarbeit mit ASP Landschaftsarchitekten und Transitec Beratende Ingenieure ausgearbeitet hat, die Jury überzeugen. Die Studie wurde in der Zwischenzeit zu einem Richtprojekt weiterbearbeitet. Die Überbauungsordnung liegt zur Vorprüfung bei den entsprechenden Ämtern, und eine Rückmeldung wird im Spätsommer 2022 erwartet.

    Verteilt auf fünf Gebäudevolumen sind rund 120 Mietwohnungen sowie 910 Quadratmeter Gewerbeflächen geplant. Die Baukörper sollen zusammen mit unterschiedlichen Aussenräumen eine neue Identität für den Quartierteil schaffen. Die Gesamtinvestition beträgt rund 65 Millionen Franken.

    Entlang des Farbwegs sollen zwei Gebäude mit vier Geschossen plus Attika gebaut werden. Im Bereich des heutigen, oberirdischen Migros-Parkplatzes wird ein Längsbau am Mülibach vorgesehen. An der Gotthelfstrasse sieht das Projekt einen viergeschossigen Punktbau vor, der zusammen mit dem Mülibach-Längsbau einen kleinen Platz umfasst.

    Die bestehende Bebauung an der Poststrasse soll komplettiert und mit einem markanten, siebengeschossigen Hochpunkt abgeschlossen werden.

  • Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Schweizer Gebäude werden zu 58 Prozent mit Öl und Gas beheizt

    Die meisten Heizungen in Schweizer Gebäuden wurden laut Medienmitteilung im Jahr 2021 mit Öl oder Gas betrieben. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) mit Sitz in Neuenburg hervor. Danach gab es 2021 in der Schweiz 1,77 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,69 Millionen Wohnungen. 58 Prozent der Gebäude wurden mit fossilen Energieträgern beheizt – genannt werden Heizöl und Gas. Jede vierte Person heizte mit Gas. 17 Prozent der Wohnungen waren mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Deren Anteil an den Schweizer Heizungen hat sich seit 2000 vervierfacht hat.

    Nahezu 40 Prozent der Bevölkerung nutzten 2021 Heizöl. 25 Prozent heizten mit Gas und 16 Prozent mit einer Wärmepumpe. Der Anteil der Personen, die auf Heizöl zurückgreifen, war in den Kantonen Tessin mit 54 Prozent und Glarus (50 Prozent) am höchsten. Am häufigsten mit Gas geheizt wurde in den Kantonen Genf und Waadt zu 38 Prozent und 37 Prozent.

    Beim Gasanteil bestehen grosse Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In städtischen Gemeinden wurden 30 Prozent der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4 Prozent.

    Über 1 Million aller Gebäude sind Einfamilienhäuser, wovon mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser nur von einer oder zwei Personen belegt waren, heisst es in der BFS-Mitteilung weiter. Eine bewohnte Wohnung in der Schweiz war durchschnittlich 102,4 Quadratmeter gross. Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen machten dabei 55 Prozent aller Wohnungen in der Schweiz aus.

  • Alvoso Forum tagt in der neuen Arena der ZSC Lions

    Alvoso Forum tagt in der neuen Arena der ZSC Lions

    Die Alvoso Pensionskasse mit Sitz in Schlieren hält ihre Jahresveranstaltung Forum am Mittwoch, 28. September, ab 16 Uhr, in der neu entstandenen Eishockey-Arena der ZSC Lions ab. An den Forum-Veranstaltungen werden jedes Jahr nicht nur die angeschlossenen Destinatäre, sondern auch das breite Publikum über den neuesten Stand bei der Alvoso, wie auch des gesamten Schweizer Pensionskassenmarktes informiert. Das Alvoso-Forum finde dieses Jahr in einem ganz speziellen Rahmen statt, heisst es in der Medienmitteilung. Als erstes Unternehmen überhaupt sei es der Alvoso möglich, im brandneuen Stadion zu Gast sein, das nach der offiziellen Eröffnung die modernste Sport- und Veranstaltungsarena der Schweiz sein werde.

    „Als erstes Unternehmen überhaupt in diesen modernen Räumlichkeiten eine Veranstaltung abhalten zu können, ist ganz speziell – mit spannenden Themen und wortgewandten Gastrednern werden wir würdige Akzente setzen“, wird Remo Schällibaum zitiert, Präsident des Stiftungsrates der Alvoso Pensionskasse. Thomas Schmidiger, Geschäftsführer der Alvoso, sieht „drei Tage nach der AHV Abstimmung das Thema Vorsorge aktueller denn je“.

    Das Programm weist mehrere Gastredner aus. Mario Fehr, Vorsteher Sicherheitsdirektion und Regierungsrat des Kantons Zürich, wird die Veranstaltung mit einer Grussbotschaft eröffnen. Patrick Fischer, der Eishockey-Nati-Coach wird mit seinem Referat „Innenleben Mannschaft“ einen Einblick hinter die Kulissen der Nationalmannschaft geben. Und Sven Leuenberger, Sportchef der ZSC Lions und Gastgeber im neuen Stadion, wird sich laut Programmankündigung zur bevorstehenden Saison und zum neuen Stadion äussern.

  • Roche eröffnet höchstes Gebäude der Schweiz

    Roche eröffnet höchstes Gebäude der Schweiz

    Roche hat an seinem Hauptsitz in Basel ein neues Bürogebäude mit 3200 Arbeitsplätzen eröffnet. Bau 2 ist mit seinen 205 Metern das derzeit höchste Gebäude in der Schweiz. Der Neubau umfasst 50 Etagen.

    Das Pharmaunternehmen bekennt sich mit dem Bau erneut zum Hauptsitz in Basel. „Bau 2 ist ein weiteres sichtbares Bekenntnis von Roche zum Standort Basel, wo Roche vor über 125 Jahren gegründet wurde“, wird CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert. „Es ist ein weiterer Meilenstein in unserer Arealentwicklung, welche einen hoch attraktiven, modernen Standort für unseren Hauptsitz schafft.“

    Roche hat 550 Millionen Franken in Bau 2 investiert. Am neuen Standort sollen Mitarbeitende zusammenkommen, die bisher in verschiedenen Gebäuden über Basel untergebracht waren. Das Gebäude erlaubt moderne Formen der Zusammenarbeit, von Teamarbeit über konzentrierte Arbeitsformen bis hin zu einer Kombination aus Fern- und Büroarbeit.

    Bei dem Gebäude handelt es sich laut Mitteilung um „eines der weltweit nachhaltigsten Bürohochhäuser“. Es wird mit Abwärme aus dem Areal beheizt und mit Grundwasser gekühlt. Weiterhin verfügt es über eine energieeffiziente Fassade mit einem Glasanteil von 50 Prozent und stellt einen Fahrradkeller mit 400 Stellplätzen zur Verfügung.

    Voraussichtlich im Herbst 2024 soll ein weiteres Gebäude auf dem Areal eröffnet werden: Roche baut derzeit für 1,2 Milliarden Franken ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum.

  • Kantone mustern fossile Heizungen aus

    Kantone mustern fossile Heizungen aus

    Die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) habe an ihrer Plenarversammlung am 26. August „ein umfassendes Papier zu den Grundsätzen der Gebäudepolitik 2050+“ verabschiedet, informiert die EnDK in einer Mitteilung. Es sieht unter anderem vor, dass in der Schweiz spätestens ab 2030 keine fossilen Heizungen mehr verbaut werden. Nur so könne die Schweiz ihr Ziel erreichen, 2050 netto kein CO2 mehr auszustossen, schreibt die EnDK. Die künftigen kantonalen Energiegesetze müssen sich an diesem von der EnDK beschlossenen Grundsatz ausrichten.

    Im neuen Grundsatzpapier wird zudem auch Wert auf eine Stromproduktion am Gebäude selbst Wert gelegt. Hier sollen vor allem Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Fassaden eingesetzt werden. „Das Gebäude wird zum Energiehub, das Energie nicht nur für die üblichen Anwendungen verbraucht, sondern vermehrt auch für die stark steigende Elektromobilität nutzt und Elektrizität selbst produziert und speichert“, wird Mario Cavigelli (CVP) in der Mitteilung zitiert. Der per Ende Jahr aus dem Regierungsrat ausscheidende Vorsteher des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität des Kantons Graubünden hat sein Amt als Präsident der EnDK an der Plenarversammlung an den Vorsteher des Departements für Finanzen und Energie des Kantons Wallis, Roberto Schmidt (CVP), übergeben.

    Kantonseigene Gebäude sollen so früh wie möglich ausschliesslich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Aktuell bereiten sich die Kantone zudem auf eine mögliche Versorgungskrise vor. Auch hier wollen die Kantone „als Vorbild vorangehen“ und die Erarbeitung kantonseigener Energiesparmassnahmen koordinieren, schreibt die EnDK.

  • Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Was ist eigentlich ein „lebenswertes Gebäude“? Früher waren Häuser einfache Gebäude, in denen Menschen vor allem geschlafen und gegessen haben. Heute muss ein Gebäude mehr können: „Wir wollen uns darin wohlfühlen, zur Ruhe kommen, ohne Barrieren fortbewegen und am besten nachhaltig leben. Es schafft nicht nur einen Raum, sondern muss zu den Nutzern und deren Bedürfnissen passen – und zwar heute und in Zukunft. Erst dann sprechen wir von einem lebenswerten Gebäude“, erläutert Sören Eilers.

    Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft errichtet
    Dabei haben sich die Anforderungen allein in den vergangenen 15 Jahren stark gewandelt: Die Denkweise der Menschen hat sich verändert, zudem herrschen regionale Unterschiede, wenn es um die Frage geht, was ein zeitgemäßes Gebäude ausmacht. Werden mancherorts nur noch Passivhäuser errichtet, so liegt der Fokus andernorts beispielsweise auf freien Lernkonzepten und offenen Räumen. Für Planer und Architekten bedeutet das, dass sie weit vorausdenken müssen. „Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft gebaut, für die nächsten 30 bis 50 Jahre Nutzungszeit“, erklärt Marco Sperling. „Wir müssen in unserer heutigen Planung also bereits die Nutzungsmöglichkeiten für in ein paar Jahrzehnten bedenken. Dabei ist jedoch fast immer das Budget der limitierende Faktor.“

    Damit nicht genug. Neben den vom Auftraggeber gesteckten Rahmenbedingungen gibt es diverse gesetzliche Anforderungen, Normen und Verordnungen, die einzuhalten sind. Dabei sind sich die unterschiedlichen Regelwerke längst nicht immer einig. „Es gibt in Deutschland fast nichts, das nicht geregelt ist. Die Rahmenbedingungen der Auftraggeber sind oft verhandelbar, bei gesetzlichen Vorgaben ist das weitaus schwieriger“, weiß Sperling aus Erfahrung. Damit am Ende alle Wünsche, Bedürfnisse, Anforderungen und Vorschriften unter einen Hut gebracht werden können, ist eine intensive Abstimmung mit allen Beteiligten unerlässlich: „Der Abstimmungsbedarf wächst ständig und ist sogar in Zertifizierungsprozessen verankert. Das ist auch durchaus sinnvoll, damit es am Ende ein gutes Gebäude wird. Es gilt in jedem Fall: Je besser die Abstimmung von Beginn an, desto besser das Ergebnis!“ So werden im Idealfall alle fachbeteiligten Planer für Haustechnik, Statik, Tragwerk etc., die Verarbeiter, aber auch Nutzer und Auftraggeber sowie deren Interessensvertreter eingebunden.

  • Luxushotel Mandarin Oriental Palace eröffnet neu in Luzern

    Luxushotel Mandarin Oriental Palace eröffnet neu in Luzern

    Das ehemalige Hotel Palace Luzern eröffnet am 24. September nach umfassender Instandsetzung neu als Mandarin Oriental Palace. Die international tätige Hotelgruppe Mandarin Oriental Hotel aus Hongkong betreibt das Gebäude am Ufer des Vierwaldstättersees als luxuriöses 5-Sterne-Hotel, heisst es in einer Medienmitteilung. Es verfügt dann über 136 Zimmer und Suiten.

    Demnach hat das Unternehmen das denkmalgeschützte Gebäude aus der Belle Époque zusammen mit dem Luzerner Architekturbüro Iwan Bühler Architekten und den in London ansässigen Innenarchitekten Jestico + Whiles renoviert.

    „Das atemberaubende Gesamtergebnis ist auch eine Hommage an den Schweizer Unternehmer Franz Josef Bucher, der mit dem Bau des Hauses im Jahr 1906 seinen Traum von einem mediterranen Rückzugsort verwirklichte“, heisst es in der Medienmitteilung. Dementsprechend spiegeln sich die umliegende Landschaft und mediterrane Farben in der Raumausstattung wider.

    Das Hotel verfügt über zwei Suiten mit Panorama-Dachterrassen, von denen die Gäste einen Rundumblick auf den See und die Alpen haben. Des Weiteren gibt es eine 133 Quadratmeter grosse Präsidentensuite sowie zahlreiche Gästezimmer mit Balkon oder Terrasse.

    Verköstigt werden die Gäste in einem von vier Restaurants, welche der mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Koch Giland Peled verantwortet. Zwei der Restaurants eröffnen etwas später, im ersten Quartal 2023.

    Neben einem Spa-Bereich bietet das Hotel zudem grosszügige Räumlichkeiten wie den Salon Alpine mit originalem Belle-Époque-Dekor aus dem Jahr 1906 und den Edelweiss-Ballsaal mit Blick auf den See und Garten für Feiern, Konferenzen und sonstige Veranstaltungen.

  • The Circle: grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert

    The Circle: grösstes Minergie-Gebäude der Schweiz zertifiziert

    Seit 12 Jahren ist die Minergie- und LEED-Zertifizierung fester Bestandteil von Planung und Bau beim Circle. Unter Beisein von Christian Appert, CEO Amstein + Walthert AG, Martin Kull, CEO und Inhaber HRS Real Estate AG, Daniel Scheifele, Chief Real Estate Officer, Flughafen Zürich AG, Giorgio Engeli, Head Real Estate Portfolio Management Schweiz, Swiss Life Asset Managers, und Stefan Feldmann, Head The Circle, Flughafen Zürich AG, feierte das Team um The Circle am Montag, 27. Juni 2022, nun das erreichte Ziel.

    Schön, funktional, klimaoptimiert
    Mit seinen gut 200’000 m2 Energiebezugsfläche machte der Circle im Jahre der provisorischen Zertifizierung 6% der zertifizierten Minergie-Fläche aus, war aber nur eines von rund 1’900 Gebäuden. Dies zeigt die Grösse und Bedeutung dieses aussergewöhnlichen Baus im Schweizer Kontext auf. Der Circle ist das grösste Minergie-zertifizierte Gebäude in der Schweiz. Das Minergie-Zertifikat bedeute, so Regierungsrat Marc Mächler, dass – zusätzlich zu allen anderen Ansprüchen und Nutzungen – das Gebäude auch klimaoptimiert sei. Klimaoptimiert heisse, «dass dieses Gebäude möglichst den Klimawandel nicht noch beschleunigt und sorgsam mit Ressourcen umgeht. Es ist effizient und funktioniert statt mit fossiler Energie beinahe vollständig mit erneuerbarer Energie.» 

    Dank intensiver Zusammenarbeit zwischen der Minergie-Zertifizierungsstelle und den Verantwortlichen des Circles konnten auch die hohen Anforderungen des Minergie-Qualitätslabels an Gebäudehülle und Lüftung erfüllt werden. Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter Minergie, freut sich, dass das Resultat schliesslich allen zu Gute kommt: «Gerade bei den heutigen Energiepreisen lohnt sich jede eingesparte Kilowattstunde Energie – und zwar nicht nur fürs Klima, sondern auch finanziell».

    In die Energiezukunft mit Netto-Null
    Mit dem führenden Schweizer Gebäudelabel Minergie wurden seit 1998 dank über 53’000 Minergie-Gebäuden mehr als 12 Mio. Tonnen CO2 und 67 Mio. Megawattstunden Energie eingespart, im Vergleich zu den gesetzlichen Mindestanforderungen. Minergie zertifiziert pro Jahr ca. 3 Mio. m2 Energiebezugsfläche. In enger Abstimmung mit den Kantonen geht Minergie stets voran und ist so Vorreiter der kantonalen Energiegesetze. Dieses Zusammenspiel funktioniert seit Beginn und geht erfolgreich weiter. Aktuell schaut Minergie erstens sehr genau auf die verbaute Energie und die Treibhausgasemissionen in der Erstellung eines Gebäudes. Und zweitens strebt Minergie eine Verbesserung der Betriebsphase an: Umfangreiche, digitalisierte Gebäude-Daten dienen dazu, die Energieflüsse im Betrieb zu messen, um dann auf Basis des Monitorings wo nötig eine Betriebsoptimierung vorzunehmen. Seit Jahren fossilfrei im Betrieb, – auch bei Modernisierungen – bewegt sich Minergie so immer mehr in Richtung Netto-Null. Der Standard Minergie-A-ECO kommt dem Schweizer Netto-Null-Gebäude am nächsten.

  • Kanton Zürich lanciert neuen Shop für Geodaten

    Kanton Zürich lanciert neuen Shop für Geodaten

    Das Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich hat einen Shop für Geodaten entwickelt. Nutzer erhalten darüber kostenlosen Zugang zu raumbezogenen Daten im Kanton Zürich und können sie per Knopfdruck bestellen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Mit der neuen Shop-Lösung kommen nun auch nutzungsbeschränkte, also nicht offene Daten, hinzu. Bisher standen den Nutzern kantonale Geodatensätze als offene Behördendaten über den GIS-Browser maps.zh.ch oder einen Geodienst kostenlos zur Verfügung und konnten nur manuell abgerufen werden.

    Im Geodatenshop können insgesamt über 500 Produkte aus dem Geografischen Informationssystem eingesehen und bestellt werden, darunter Daten zu Bauten, Luft, Lärm und Klima. Später sollen auch Daten über Gebäude und Grundstücke, sogenannte Objektdaten der Plattform ObjektwesenZH, hinzukommen.

  • Ein Leuchtturm am Tor zu Bern

    Ein Leuchtturm am Tor zu Bern

    Das neue Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude am östlichen Tor zur Stadt Bern soll durch verschiedenste Nutzungen an Lebendigkeit gewinnen. Neben konventionellen Büroräumlichkeiten, flexibel buchbaren Büroräumen für Kleinmietende und Start-ups sowie einem zukunftsorientierten Gastronomie- und Eventbereich sind auch Gewerbeflächen für die Nutzung im Gesundheitsbereich möglich.

    BERN 131 wurde als Multispace konzipiert, wodurch grösstmögliche Flexibilität in der Innenraumgestaltung besteht. Multispace ist ein modulares Raumkonzept mit offenen Bürostrukturen und verschiedenen Sonderflächen – etwa für den Austausch, Pausen oder Rückzugsmöglichkeiten. Diese Raumvielfalt macht Multispace attraktiv und eignet sich gut für die neue, individualisierte Arbeitswelt. Gespräche mit verschiedenen Mietinteressierten sind im Gange.
    Die Architektur und die geschickte Planung von BERN 131 garantieren eine hohe Qualität des Arbeitsumfelds trotz der exponierten Lage. Der geplante Neubau profitiert von einer hohen Sichtbarkeit und der unmittelbaren Nachbarschaft zur Wankdorf City. In diesem jungen und aufstrebenden Stadtquartier sind zwei von drei Bauetappen abgeschlossen. Die SBB, die Schweizerische Post und andere Grossfirmen haben hier neue Hauptsitze bezogen. Rund um BERN 131 gibt es ausserdem verschiedene Gastronomie-Angebote, Supermärkte und Business-Unterkünfte. Der Bahnhof Wankdorf ist in rund fünf Gehminuten, diverse Autobahnanschlüsse sind in zwei Fahrminuten erreichbar.

    Das Gebäude in der Form eines Kreisbogendreiecks wird sechs Etagen haben. Die einzelnen Etagen können durch die drei Erschliessungskerne und einen Ring, der sich um das begrünte Atrium legt, erschlossen werden. Die Geschossflächen können flexibel auf verschiedenste Flächenbedürfnisse aufgeteilt werden. Das Gebäude wird grösstenteils in Skelettbauweise mit Holzstützen, Holzunterzügen und Holzhybridecken errichtet. Bei der horizontalen Aussteifung des Gebäudes setzt man auf Erschliessungskerne in Massivbauweise.

    Photovoltaik-Anlagen an der Fassade und auf dem Dach, Energieerzeugung über Erdwärmesonden, ein innovatives Lüftungskonzept mit Wärmerückgewinnung sowie die Nutzung von Regenwasser tragen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei. Die Verwendung von Holz und Holzwerkstoffen schafft zudem eine schöne Raumqualität und ein angenehmes Raumklima.

    Mit seiner Architektur, seiner ausgewogenen Betriebsenergiebilanz sowie zahlreichen gebäudetechnischen Innovationen soll das Gebäude ein Vorzeige- und Leuchtturmprojekt in Sachen Nachhaltigkeit und Ingenieurskunst werden.

    Die Baueingabe erfolgte Mitte Mai 2021; die rechtskräftige Baubewilligung wird zeitnah erwartet. Der Baustart ist auf das zweite Quartal 2022 geplant. Im dritten Quartal 2024 soll BERN 131 bezugsbereit sein.

  • Das neue alte Maag Areal

    Das neue alte Maag Areal

    Maaglive ist ein Projekt auf dem Maag Areal beim Bahnhof Zürich Hardbrücke. Es ergänzt die heute das Areal prägenden Büronutzungen mit attraktiven Wohnnutzungen, Kultur- und Gastronomieangeboten: «Wir sind im dritten Quartal 2021 mit dem Planerteam ins Vorprojekt eingestiegen», sagt Johanna Gerum, Projektleiterin für das Projekt Maaglive bei Swiss Prime Site. «Parallel dazu entwickeln wir zusammen mit dem Kulturveranstalter und -produzenten Michel Pernet eine zukunftsträchtige Kulturvision für Maaglive. Kulturschaffende, Vertreter aus der Kreativwirtschaft, die Kulturverantwortlichen der Stadt Zürich und interessierte Interessensgruppen aus dem Quartier werden bei der Nutzungsgestaltung dieser Flächen miteinbezogen.»

    Die über den ganzen Tag verteilten publikumsintensiven Nutzungen beleben das Maag Areal und schaffen einen Ort mitten in Zürich West, an dem man sich gerne aufhält.

    Das Projekt Maaglive besteht aus dem Wohnturm, dem Kulturhaus und dem künftig denkmalgeschützten Gebäude K. Die drei Gebäude sind um einen baumbestandenen Quartierplatz angeordnet, der zusammen mit weiteren Grünflächen zur Hitzeminderung in Zürich West beiträgt. Zudem öffnet Maaglive das Quartier und bietet neue Langsamverkehrsverbindungen. Die drei sehr unterschiedlichen Solitärbauten sollen ein Ensemble bilden. Dazwischen gibt es einen öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität als neue Mitte des Areals. Durch die Bepflanzung mit hochstämmigen Bäumen kann ein angenehmes Mikroklima erzeugt werden. Die aufeinander abgestimmten Nutzungen in den Erdgeschossen werden den Platz zusätzlich beleben. Der Wohnturm kann flexibel genutzt werden, und dort, wo die Lärmbelastung zu gross ist, ergänzen flexible Arbeitsstudios die Kleinwohnungen.

    «Sauerbruch Hutton hat die Leitgedanken der Swiss Prime Site für das Projekt Maaglive am treffendsten umgesetzt», ergänzt Johanna Gerum abschliessend: «Diversifizierung der Nutzung: Wohnungen, Kultur, Gastronomie und insbesondere die sogenannten Third Places, welche für zukunftsweisende Nutzungsqualität stehen – dies im Innen- wie Aussenbereich.»

    So soll das Zürcher Maag Areal dereinst aussehen.
  • Halter gestaltet das Zentrum von Wetzikon neu

    Halter gestaltet das Zentrum von Wetzikon neu

    Mit dem Rückbau von Gebäuden im nördlichen Teil der geplanten neuen Überbauung hat das Schlieremer Bauunternehmen Halter AG die Neugestaltung des Zentrums von Wetzikon begonnen. Entstehen soll dort laut Medienmitteilung bis Ende 2025 ein lebendiges Zentrum mit Läden, Dienstleistung und Wohnungen. Die Halter AG hat als Entwicklerin in den vergangenen zwei Jahren das Vorhaben gemeinsam mit dem Wetziker Architekturbüro meierpartner das Projekt zur Baureife gebracht. Investorin ist die Turintra AG Zürich, vertreten durch UBS Fund Management. Das Investitionsvolumen auf der 9013 Quadratmeter grossen Fläche beläuft sich auf rund 138 Millionen Franken.  

    Im Frühjahr sollen die Rohbauarbeiten für den Hochbau der ersten Etappe beginnen. Der Bezug ist für den November 2023 geplant. Die zweite Etappe soll im November 2025 bezugsbereit sein. Die Überbauung bietet laut der Mitteilung der Halter AG Platz für Läden und Gastronomieangebote, publikumsorientierte Nutzungen und ein Ärztezentrum. In den  oberen Stockwerken entstehen Mietwohnungen in der Grösse von 2,5 bis 4,5 Zimmer für unterschiedliche Zielgruppen. Ein Teil der Mietwohnungen wird nach MOVEment-Konzept angeboten, bei dem elektronisch verschiebbare Raumelemente Wohnkomfort auf kleinem Raum schaffen.

    Es sind 114 Wohnungen und 35 MOVEment-Wohnungen geplant. Für den Bereich der Dienstleistungen sind 3100 Quadratmeter, für Verkauf und Gastronomie 4600 Quadratmeter vorgesehen. Es werden Garagen für 176 Autos, 34 Motorräder und 450 Velos geschaffen.

    In Wetzikon soll eine zentrale Stadtgasse für Fussgänger und Passanten und ein Stadtplatz entstehen. Eine „spanische Treppe“ soll als Querverbindung zwischen der Bahnhofstrasse und dem Jörg-Schneider-Park sowie der gewerblichen Berufsschule Wetzikon dienen.

  • Spatenstich für neues Gemeindehaus in Spreitenbach ist erfolgt

    Spatenstich für neues Gemeindehaus in Spreitenbach ist erfolgt

    Mit dem ersten Spatenstich hat der Bau des neuen Gemeindehauses in Spreitenbach begonnen. Das neue Verwaltungsgebäude ist laut einer Medienmitteilung der fsp Architekten aus Spreitenbach für eine Bevölkerungszahl von 15‘000 ausgelegt. Beim Bau des alten Gemeindehauses 1964 hatte Spreitenbach noch rund 9000 Einwohnerinnen und Einwohner. Heute sind es laut der Internetseite der Gemeinde 12’079, davon 5986 Schweizer und 6093 Ausländer.

    Die Planung für das neue Gemeindehaus begann 2016. Ein erster Entwurf mit einem geplanten Kostenaufwand von mehr als 18 Millionen Franken wurde abgelehnt. Der neue Kostenplan sieht Ausgaben von 13 Millionen Franken vor und wurde Anfang 2020 genehmigt.

    Bei Baubeginn waren laut einem Artikel der „Aargauer Zeitung“ neben Architekten, Unternehmern und Mitgliedern der Baukommission auch Gemeindepräsident Markus Mötteli (Mitte) sowie Gemeinderat Roger Mohr (SVP) anwesend. „Für die Baukommission und die beteiligten Planer ist das ein grosser Moment und der Schritt von der Theorie in die Praxis“, wird Architekt und Gesamtprojektleiter Markus Schärer von fsp Architekten zitiert. Die Bevölkerung erhalte mit dem neuen Gemeindehaus an zentraler Stelle zwischen Dorf und Gewerbezone einen Zentrums- und Identifikationspunkt, heisst es in der Mitteilung der fsp Architekten.

    Das neue Gemeindehaus soll laut Planung im Juni 2023 fertig sein. Es wird auch über eine Tiefgarage sowie einen Parkplatz verfügen. Zur Energieversorgung wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage errichtet. Das alte Gemeindehaus dürfe später zu einem Schulgebäude umgebaut werden.

  • Logistikcenter Luzern nimmt Form an

    Logistikcenter Luzern nimmt Form an

    Imbach Logistik errichtet im Littauerboden sein neues Logistikcenter Luzern. Im August 2020 war der Spatenstich für den Neubau  mit einer Gesamtfläche von rund 30’000 Quadratmeter erfolgt. Nun ist die Gebäudehülle fast fertiggestellt, informiert das zur Galliker Transport AG gehörende Unternehmen mit Sitz in Schachen.

    Das Ende der Bauarbeiten ist für Herbst 2024 vorgesehen. Einmal fertiggestellt sollen im neuen Logistikzentrum rund 60 Mitarbeiter beschäftigt sein. Das Lager werde ein vollautomatisiertes Hochregallager mit Stellplätzen für 6500 Paletten und ein ebenfalls vollautomatisiertes Kleinteilelager beinhalten, erläutert Imbach Logistik. Im Zuge der Arbeiten werden zudem von Imbach am Standort bereits betriebene alte Hallen abgerissen.

    Die Energie für das neue Logistizentrum will Imbach Logistik aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Heizung und Kühlung des gesamten Gebäudes sollen mit Grundwasser erfolgen, eine auf dem Dach geplante Photovoltaikanlage ist auf eine jährliche Produktion von 950’000 Kilowattstunden Strom ausgelegt. Insgesamt investiert Imbach Logistik rund 60 Millionen Franken in das Projekt.

    Aktuell werden Haus- und Gebäudetechnik installiert und die Fördertechnik für Paletten und Behälter eingerichtet. Im Kleinteilelager sind bereits erste Arbeiten für die Inbetriebnahme angelaufen.

  • Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Bund nutzt Geothermie für Gebäude

    Die meisten Gebäude des Nationalen Sportzentrums in Magglingen werden aktuell mit Gas beheizt, wie aus einer Medienmitteilung des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL) hervorgeht. Das BBL realisiert aktuell eine Reihe von Neubau- und Sanierungsprojekten für das Bundesamt für Sport am Sportzentrum. Dabei wird erstmals vom Bund Geothermie für die Wärmeversorgung von Gebäuden eingesetzt. Ein neues Fernwärmenetz wird sowohl die bestehenden als auch die neuen Gebäude versorgen.

    Für die Wärmeversorgung wird Erdwärme aus einer Tiefe von 1300 Metern genutzt. Es wird erwartet, dass das geförderte Wasser eine Temperatur von 30 bis 50 Grad Celsius hat. Dazu werden zwei Bohrschächte realisiert. Über einen wird das warme Wasser nach oben gepumpt, über den anderen das abgekühlte Wasser wieder in die Tiefe gelassen. Zwischendurch entnimmt ein Wärmetauscher an der Oberfläche dem Wasser die Wärme und nutzt diese für die Versorgung der Gebäude.

    Während aktuell mit der Gasversorgung jährlich ein CO2-Ausstoss von 1300 Tonnen entsteht, soll dieser in Zukunft nur noch 70 Tonnen betragen.

  • Schweiz braucht 87 Millionen Tonnen Material im Jahr

    Schweiz braucht 87 Millionen Tonnen Material im Jahr

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sind der Frage nachgegangen: Wie viel verbraucht die Schweiz? Zugrunde gelegt wurden die Massen- und Energieflüsse für das Jahr 2018. Daraus ergibt sich laut Medienmitteilung, dass der inländische Materialkonsum netto pro Jahr 87 Millionen Tonnen beträgt. Das ist die Masse an Material, um die Schweizer Volkswirtschaft am Laufen zu halten. Dazu gehören beispielsweise Gebäude, Strassen, Autos oder auch Strom.

    Als Beispiele für abfliessende Massen nennt die Mitteilung, dass 12 Millionen Tonnen in die endgültige Entsorgung gelangen. Der Export belief sich im Untersuchungsjahr 2018 auf 18 Millionen Tonnen. Ein Grossteil des zufliessenden Materials verbleibt im System und lässt das „Lager“ pro Jahr (Stand 2018) um 52 Millionen Tonnen wachsen. Das Gesamtgewicht des „Materiallagers“ der Schweiz umfasst rund 3,2 Milliarden Tonnen.

    Die Studie ist der vierte Teil des Projekts MatCH. Die Abkürzung steht für „Material- and energy resources and associated environmental impacts in Switzerland“ (Material- und Energieressourcen und damit verbundene Umweltauswirkungen in der Schweiz). Das Projekt wurde 2013 im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) lanciert und erstreckte sich über mehrere Etappen. Der erste Teil erfasste sämtliche Material- und Energieströme im Bausektor; der zweite deckte die Mobilität ab. Und Teil drei widmete sich der Produktion und dem Konsum der übrigen Güter, die eingeführt, im Inland gewonnen und exportiert werden.

    Die jetzt vorgelegte Arbeit ist Teil vier, der eine Synthese der Erkenntnisse aus den drei vorausgegangenen bringt. Zudem analysierte das Team, wie sich das Verhalten der Bevölkerung auf die Emission von Treibhausgasen auswirkt. Neben Pro-Kopf-Verbrauchsdaten haben die Forschenden auch das persönliche Verhalten analysiert. In der Mitteilung heisst es, wenn sich alle Einwohner so verhalten würden wie das Fünftel der Bevölkerung mit dem vorbildlichsten Lebensstil, liessen sich die gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz um 16 Prozent reduzieren. Würden sich hingegen alle wie das Fünftel mit dem unökologischsten Lebensstil verhalten, stiegen die Emissionen um 17 Prozent an.

  • BKW stärkt Gebäudetechnik mit Übernahmen

    BKW stärkt Gebäudetechnik mit Übernahmen

    BKW Building Solutions, die Gebäudetechniksparte der BKW, führt Energieeffizienzmassnahmen in Gebäuden durch. Um diesen Bereich zu stärken, hat die BKW nun ihr Netzwerk an Installationsfirmen ergänzt und zwei Unternehmen aus den Kantonen Wallis und Zürich übernommen, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung.

    Dabei handelt es sich zum einen um die Elektro Nikolai GmbH. Das im Walliser St.Niklaus ansässige Unternehmen bietet Elektroinstallationen im Mattertal und in Zermatt an. Unter dem Dach der BKW soll Elektro Nikolai künftig eng mit der seit 2018 zur BKW gehörenden Werner Electro AG zusammenarbeiten. „Der Zugang der Elektro Nikolai GmbH stärkt die Präsenz und Positionierung der BKW Building Solutions im Oberwallis und zeugt vom grossen Potenzial der Region für die Zukunft“, wird Stefan Luggen von der Werner Electro AG in der Mitteilung zitiert.

    Zum anderen wird die Gloor Planzer AG in die Gebäudetechniksparte der BKW eingereiht. Das Unternehmen aus Männedorf ist auf die Installation von Klima-, Kälte- und Lüftungsanlagen spezialisiert, schreibt BKW. Die bisherigen Inhaber Roland und Sandra Gloor sollen die Geschäfte der Gloor Planzer AG auch unter dem Dach der BKW weiter leiten.