Schlagwort: Holcim

  • Holcim kauft amerikanische Firma

    Holcim kauft amerikanische Firma

    Holcim kauft das amerikanische Unternehmen Marshall Concrete Products, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dieses ist auf Betonprodukte für Wohngebäude und kleine Gewerbebetriebe spezialisiert. Es wurde 1936 gegründet und hat seinen Sitz in der Metropolregion Minneapolis-Saint Paul.

    Mit dem Zukauf will Holcim seine Position in den USA ausbauen. „Die Akquisition stärkt unsere Präsenz in diesem starken Wachstumsmarkt und trägt zur Gesamtstrategie von Holcim bei, unser Angebot an kohlenstoffarmen Produkten und Lösungen zu erweitern“, wird Jan Jenisch, CEO von Holcim, zitiert.

    Alle Mitarbeitenden von Marshall Concrete Products werden laut Mitteilung weiter beschäftigt und in die Ländergesellschaft von Holcim in den USA integriert. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

  • Holcim baut 3D-gedruckte Siedlung

    Holcim baut 3D-gedruckte Siedlung

    Holcim will mit seinem Gemeinschaftsunternehmen 14Trees und dem britischen Entwicklungs­finanzier­ungsinstitut CDC Group den grössten 3D-gedruckten Häuserkomplex Afrikas realisieren. Im kenianischen Kilifi soll die Siedlung Mvule Gardens in 52 Gebäuden erschwinglichen Wohnraum schaffen. Das hat der Baustoffproduzent jetzt mitgeteilt. Das Projekt ist Teil des regenerativen Ökosystems Green Heart of Kenya, ein Modell für integrative und klimaresistente Städte. Baubeginn ist Anfang 2022.

    Das Projekt baut auf der ersten 3D-gedruckten Schule von Holcim in Malawi auf. Es soll eine akute Infrastrukturlücke schliessen. „14Trees leistet Pionierarbeit beim Einsatz von Spitzentechnologie, um eines der dringendsten Entwicklungsbedürfnisse Afrikas – erschwinglichen Wohnraum – anzugehen und eine lebensverändernde Infrastruktur für ganze Gemeinschaften zu schaffen“, wird Tenbite Ermias, Geschäftsführer von CDC Africa, in der Mitteilung zitiert.

    14Trees habe sich zum Ziel gesetzt, den Mangel an erschwinglichem Wohnraum in Afrika mit 3D-Druck und intelligentem Design zu beheben und gleichzeitig qualifizierte lokale Arbeitsplätze zu schaffen. Wie in Malawi bewiesen, könne die Technik den ökologischen Fussabdruck eines Hauses im Vergleich zu konventionellen Methoden um mehr als 50 Prozent reduzieren, so Holcim. Dementsprechend trügen sie das EDGE-Zertifikat für ressourceneffiziente Gebäude.

    Die MASS Design Group, ein in den USA und Afrika ansässiges Architekturbüro, hat die Mvule Gardens entworfen. Sie sollen erschwingliche, nachhaltige und reproduzierbare Wohneinheiten schaffen, die an die kenianische Umwelt angepasst sind.

  • Holcim lanciert Betoninnovation

    Holcim lanciert Betoninnovation

    Holcim hat einen neuen Hochleistungsbeton namens DYNAMax entwickelt. Laut einer Medienmitteilung des Zuger Baustoffkonzerns können damit dünnere und längere Strukturen gebaut werden als mit herkömmlichem Beton. Dadurch werden einerseits grössere nutzbare Räume möglich. Andererseits wird beim Bauen Material eingespart.

    Holcim habe auch insgesamt auf den ökologischen Fussabdruck von DYNAMax geachtet. So zeichne sich das Produkt neben dem reduzierten Materialeinsatz durch die lokale Produktion, „kurze Transportwege“ sowie durch ein kreislauffähiges und vollständig wiederverwertbares Profil aus.

    DYNAMax soll 2022 zunächst in Europa, in Nord- und Südamerika sowie in der Region Asien-Pazifik auf den Markt gebracht werden.

    „Angesichts der heutigen Bevölkerungs- und Urbanisierungstrends ist DYNAMax ein ideales Material für den Bau intelligenter Städte. Es bietet eine hohe Leistungsfähigkeit, um mit weniger mehr zu bauen, ohne Kompromisse bei Ästhetik und Funktionalität“, so Jan Jenisch, CEO von Holcim.

  • Holcim realisiert Bauwerk in neuer Betonbauweise

    Holcim realisiert Bauwerk in neuer Betonbauweise

    Holcim hat an seinem Werk Hüntwangen die freitragende Brücke namens Bridge to the Future gebaut. Das Unternehmen bezeichnet die filigrane Betonplattform für die Annahme von Aushubmaterial in einer Medienmitteilung als „eines der klimafreundlichsten Bauwerke weltweit“. Diese Brücke ist in enger Zusammenarbeit mit der CPC AG aus Andelfingen und der Fachgruppe Faserverbundwerkstoffe (FVK) an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entstanden.

    Für diese Brücke wurde die Betonplattentechnologie von CPC verwendet und weiter optimiert. Die 2013 gegründete Firma stellt besonders filigrane, tragfähige und langlebige Betonplatten und Bauteile her, die statt mit korrodierendem Stahl mit vorgespannten Carbonfasern (carbon prestressed concrete, CPC) armiert sind. Dadurch können bis zu 75 Prozent Material und damit auch CO2 eingespart werden. Diese Technologie wurde in einer Forschungszusammenarbeit der ZHAW und der Firma Silidur ab 2010 entwickelt und patentiert. Wie es in der Mitteilung heisst, hat sich Holcim „als Beweis für das Vertrauen in die CPC-Technologie“ inzwischen an der CPC AG beteiligt.

    Für die Bridge to the Future setzte Holcim den Angaben zufolge seinen klinkerfreien Zement Locarbo ein. Dieser weise im Vergleich zu einem herkömmlichen Zement 63 Prozent weniger CO2-Emissionen auf. Daraus hat Holcim einen hochfesten Recyclingbeton entwickelt. Dessen CO2-Fussabdruck habe so von 210 auf 138 Kilogramm CO2 pro Kubikmeter reduziert werden können.

    Die FVK unterstützte Holcim mittels Machbarkeits- und Traglastversuchen sowie Berechnungen der Statik. „Dieses Projekt ist für uns ein Highlight“, so FVK-Leiter Josef Kurath. Die einzelnen Materialeigenschaften würden „auf einmalige Art widergespiegelt und optimal ausgenutzt“.

  • In Zug entsteht Meilenstein für nachhaltiges Bauen

    In Zug entsteht Meilenstein für nachhaltiges Bauen

    Das Bauprojekt für das neue Produktions- und Montagegebäude der V-ZUG namens Zephyr Ost im Tech Cluster Zug ist das bislang grösste, bei dem CO2-angereicherter Beton zum Einsatz kommt. Er entsteht aus Recyclingbeton des Baustoffkonzerns Holcim, der durch ein Verfahren von neustark mit CO2 angereichert wird. Die Bauarbeiten sind laut einer Medienmitteilung am Mittwoch gestartet. Das Gebäude soll 2023 in Dienst gestellt werden.

    Für diesen klimafreundlichen Beton wird zum ersten Mal CO2 aus der Schweiz eingesetzt. Das in Bern ansässige und 2019 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ausgegliederte Start-up neustark gewinnt das CO2 aus der Abwasserreinigungsanlage der ara region bern AG.

    Das rezyklierte Granulat für die Betonproduktion wird von der Recycling-Aufbereitungsanlage Arge EvoREC in Oberdorf NW aufbereitet. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Holcim Kies und Beton AG und der Zimmermann Umweltlogistik AG. Anschliessend wird das Granulat mit dem Trockenverfahren von neustark karbonatisiert. Die Technologie sei in den vergangenen Monaten getestet worden und werde nun kommerziell eingesetzt.

    Mit dem Einsatz von 4200 Kubikmeter Recyclingbeton und der CO2-Bindung werde im Vergleich zu einer konventionellen Bauweise insgesamt eine Einsparung von 71 Tonnen CO2 erreicht. Das entspreche etwa der jährlichen CO2-Aufnahme von 3500 Schweizer Tannen.

    „Wir freuen uns, mithilfe des innovativen neustark-Verfahrens unserer Vision einer klimaneutralen und zirkulären Betonproduktion einen Schritt näher zu kommen“, so Giovanni Barbarani, Head Concrete Performance bei Holcim Schweiz. „Dieses Projekt ist ein Meilenstein auf dem Weg zum nachhaltigen Bauen in der Schweiz, auch dank seiner Regionalität und kurzer Transportwege.“

    Die Metall Zug Gruppe will im Tech Cluster Zug „ein neues Stück Stadt für ein industriell geprägtes Ökosystem“ schaffen. Dort sollen auch andere Industriebetriebe, Start-ups, technologienahe Dienstleister, Ausbildungseinrichtungen und Wohnungen angesiedelt werden.

  • Holcim und Volvo entwickeln nachhaltige Kipplaster

    Holcim und Volvo entwickeln nachhaltige Kipplaster

    Holcim und Volvo Autonomous Solutions arbeiten laut Medienmitteilung beim Testen und Weiterentwickeln von autonom und mit batteriegestütztem Elektroantrieb fahrenden „Dumpern“, also Kipplastern, zusammen. Als Standort für das gemeinsame Projekt mit dem schwedischen Unternehmen aus Göteborg hat Holcim seinen Kalksteinbruch Gabenchopf in Villigen ausgewählt. Dort wird der für die Zementproduktion im Holcim-Zementwerk Siggenthal benötigte Kalkstein und Mergel angebaut. Die seit 1912 bestehende Anlage ist nach Angaben von Holcim eines der grössten Zementwerke der Schweiz und produziert jährlich über 900’000 Tonnen Zement.

    Die neuen elektrischen und fahrerlosen Dumper markieren laut der Holcim-Mitteilung einen bahnbrechenden Schritt. Getestet werde die weltweit erste, kommerziell verfügbare, CE-zertifizierte elektrische und autonome Transportlösung für die Steinbruch- und Zementindustrie.

    Das Projekt zeige eine „nachhaltige Transportlösung, die kommerziell tragfähig ist und die technologischen Veränderungen der Konnektivität, Automatisierung und Elektrifizierung reflektiert“, wird Nils Jaeger, Präsident von Volvo Autonomous Solutions, zitiert. Und Simon Kronenberg, CEO von Holcim Schweiz und Italien, sieht das gemeinsame Projekt als „einen weiteren Schritt zur Verwirklichung unserer Nachhaltigkeitsziele“. Holcim nutzt laut der Medienmitteilung seit 2019 an allen Standorten 100 Prozent erneuerbare elektrische Energie.

    Die Tests und der mögliche Einsatz von batterieelektrischen Dumpern sei Teil von Holcims Digitalisierungsinitiative Plant of Tomorrow – das Werk von morgen, heisst es in der Mitteilung. Dabei testet Holcim Automatisierungstechnologien, Robotik und Künstliche Intelligenz im gesamten Produktionsprozess.

  • Holcim erzielt Rekordgewinn

    Holcim erzielt Rekordgewinn

    Holcim konnte im dritten Quartal des laufenden Jahres stark wachsen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Der Nettoumsatz ist um 12,9 Prozent auf 7,29 Milliarden Franken gestiegen. Der wiederkehrende Betriebsgewinn (EBIT) legte um 6,2 Prozent auf 1,53 Milliarden Franken zu und erreichte damit einen neuen Rekord.

    Stark zulegen konnte Holcim etwa in der Region Nordamerika. Dort stiegt der Nettoumsatz im dritten Quartal um 27 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken. In der Region Naher Osten und Afrika legte der Nettoumsatz um 8,5 Prozent auf 653 Millionen Franken zu. In Lateinamerika ist er um 8,4 Prozent auf 675 Millionen Franken angestiegen. Der Nettoumsatz in Europa kletterte um 8,4 Prozent auf 2,15 Milliarden, jener in der Region Asien-Pazifik um 4,7 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken.

    Holcim geht davon aus, dass sich die Wachstumsdynamik in allen Regionen fortsetzt. Der Nettoumsatz von Firestone Building Products, dessen Übernahme Ende März abgeschlossen wurde, dürft im Jahr 2021 zweistellig wachsen.

    „Die strategische Umgestaltung unseres Portfolios gewinnt an Schwung, mit der Veräusserung unseres Geschäfts in Brasilien, der Ankündigung von bisher neun Ergänzungsakquisitionen in diesem Jahr und der Ausweitung unserer Firestone GacoFlex-Reihe von Mexiko nach Kolumbien und Ecuador“, lässt sich CEO Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren.

  • Holcim will Meeresabfälle verringern

    Holcim will Meeresabfälle verringern

    Holcim, die Tochtergesellschaft Geocycle und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen gemeinsam die Kreislaufwirtschaft voranbringen, um die Verschmutzung der Meere zu verringern. Zu diesem Zweck haben sie eine Partnerschaft geschlossen.

    Laut einer Medienmitteilung von Holcim konzentriert sich diese strategische Allianz auf die Reduzierung von Plastik- und Meeresmüll in Indien, Mexiko, Marokko und auf den Philippinen. In dortigen Küstengemeinden soll die Abfallbewirtschaftung verbessert werden. Vorgesehen ist auch die Einrichtung von Anlagen zur Materialrückgewinnung. Zudem wollen die Partner Sensibilisierungskampagnen starten und die Tourismus- und Hotelbranche mit einbeziehen.

    Die teilnehmenden Gemeinden sollen in die Sammlung grosser Mengen von Kunststoffen für die Wiederverwertung oder Mitverwertung zur Energiegewinnung eingebunden werden. Das soll Mitarbeitenden Zugang zum legalen Arbeitsmarkt, bessere Löhne und Sozialschutzleistungen verschaffen.

    Holcim hat bereits im vergangenen Jahr mit der GIZ und der Fachhochschule Nordwestschweiz zusammengearbeitet. Damals überarbeiteten die Organisationen gemeinsam den Leitfaden zur Verwertung von Abfällen in der Zementproduktion. Sie gälten der Abfall- und Zementbranche als Referenzdokument für eine sichere und umweltgerechte Abfallbewirtschaftung.

  • Holcim verkauft Geschäfte in Brasilien

    Holcim verkauft Geschäfte in Brasilien

    Holcim veräussert seine Geschäfte in Brasilien. Wie der Konzern bekanntgibt, beläuft sich der Unternehmenswert auf 1,025 Milliarden Dollar. Er umfasst fünf Zementwerke, vier Mahlwerke, sechs Werke für Zuschlagstoffe und 19 Transportbetonwerke. Käuferin ist die Companhia Siderúrgica Nacional. „Diese Veräusserung ist ein weiterer Schritt in unserer Transformation zum weltweit führenden Anbieter von innovativen und nachhaltigen Baulösungen“, wird Holcim-CEO Jan Jenisch zitiert. „Sie gibt uns die Flexibilität, in attraktive Wachstumsmöglichkeiten zu investieren.“

    Mit diesem Verkauf werde die Bilanz des Unternehmens gestärkt und der Verschuldungsgrad deutlich reduziert, so Holcim. Er sei im Rahmen einer Optimierung des Portfolios erfolgt. Der Erlös werde für Investitionen in den Geschäftsbereich Lösungen & Produkte verwendet. Dieser baue auf der Anfang Januar erfolgten Akquisition von Firestone Building Products, einem amerikanischen Hersteller von Flachdachsystemen, auf. Diese Transaktion hatte einen Wert von 3,4 Milliarden Dollar. Als ersten Schritt habe Holcim in Mexiko die Firestone GacoFlex-Linie zur Abdichtung von Dächern eingeführt.

    Trotz des Verkaufs des Brasiliengeschäfts bleibe Lateinamerika für Holcim eine zentrale strategische Wachstumsregion. So habe der Konzern kürzlich in eine zusätzliche Klinkeranlage im argentinischen Malagueño und in eine neues Mahlwerk im mexikanischen Yucatán investiert. Zudem werde der Ausbau des eigenen Einzelhandelsnetzes Disensa kontinuierlich betrieben.

  • Holcim will Wasserressourcen und Biodiversität stärken

    Holcim will Wasserressourcen und Biodiversität stärken

    Holcim ist eigenen Angaben zufolge das erste Unternehmen der Baubranche, das sich zu messbaren positiven Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und ein ökologischeres Wassermanagement verpflichtet hat. Gleichzeitig will der Konzern mehr Natur in die Städte bringen.

    Laut einer Medienmitteilung will Holcim bis 2030 etwa die Wasserintensität in allen Produktlinien. So soll bei der Herstellung von Zement eine Reduktion von 33 Prozent erreicht werden. Bei Zuschlagstoffen sollen es 20 Prozent und bei Transportbeton 15 Prozent sein. Bis 2030 verspricht der Baustoffkonzern die Wiederauffüllung des Süsswassers in wassergefährdeten Gebieten: 75 Prozent der Standorte sollen bis dahin „wasserpositiv“ sein. Zudem will Holcim im selben Zeitraum 100 Prozent aller Standorte mit Systemen zur Wiederaufbereitung von Wasser ausstatten.

    Messbare positive Auswirkungen möchte Holcim auch auf die Biodiversität erzielen. Dabei wolle sich der Konzern an dem Berichtssystem für Biodiversitätsindikatoren (Biodiversity Indicator and Reporting System, BIRS) der Weltnaturschutzunion IUCN orientieren. So sollen etwa bis 2022 für alle Steinbrüche Sanierungspläne vorliegen. Die BIRS-Grundlagen für alle bewirtschafteten Flächen sollen bis 2024 erfüllt sein. Zudem soll der Einsatz von Lösungen wie der wasserdurchlässige Holcim-Beton Hydromedia und Gründachsysteme für lebenswertere Städte beschleunigt werden.

    Eva Zabey, Executive Director bei Business for Nature, lobt Holcim zu diesen ehrgeizigen Zielen. Sie könnten „sowohl im Baustoffsektor als auch in der Industrie insgesamt zu skalierbaren Veränderungen führen.“ Alle Ökosysteme und Gesellschaften seien auf solche Massnahmen und Verpflichtungen von Unternehmen angewiesen.

  • Drohne führt Messflüge in Zementwerk durch

    Drohne führt Messflüge in Zementwerk durch

    Im Zementwerk von Holcim in Siggenthal ist diese Woche ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Nach mehreren Jahren Forschungsarbeit hat die Spezialdrohne des Zürcher Start-ups Voliro dort eine erste offizielle Messflugkampagne durchgeführt. Dabei wurden laut einer Medienmitteilung wichtige Messungen zur Bestimmung der Stahlwandstärken des Zementofens und des Zyklonvorwärmers vorgenommen.

    Voliro, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), ist auf die Entwicklung fliegender Roboter zur Inspektion und Wartung industrieller Anlagen spezialisiert. Ihre Drohnen können mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet werden und sowohl visuelle als auch thermische und kontaktbasierte Messungen durchführen. Eine Besonderheit an den Drohnen ist, dass sie sich dank eines speziellen Rotorsystems um alle Achsen drehen können, was ihnen Manöver in vertikalen Positionen und sogar kopfüber erlaubt. Dank des 360-Grad-Designs sind sie auch für den Einsatz bei Messungen an gekrümmten und schrägen Oberflächen geeignet.

    Der Medienmitteilung zufolge gilt der Einsatz solcher Spezialdrohnen in grosser Höhe als eine Weltneuheit. Mit der Methode liessen sich sowohl Zeit als auch Kosten sparen. Ausserdem erhöhe der Einsatz von Drohnen die Arbeitssicherheit.

    Holcim begleitet die Produktentwicklung von Voliro den Angaben zufolge bereits seit 2019. Dabei stellt der weltweit tätige Zuger Zementkonzern dem Start-up seine Infrastruktur in Siggenthal für Testflüge zur Verfügung und unterstützt es mit seinem Fachwissen.

  • Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim bringt mit ECOPlanet einen grünen Zement auf den Markt. Einer Medienmitteilung des Unternehmens zufolge verursacht dieser um 30 Prozent weniger CO2-Ausstoss als herkömmliche Produkte. Laut CEO Jan Jenisch wird damit der weltweit erste Zement angeboten, der zu 20 Prozent aus wiederverwerteten Bau- und Abbruchabfällen besteht. Neben der Verwendung von emissionsarmen Rohstoffen werde die CO2-Reduktion unter anderem durch die Dekarbonisierung des Produktionsprozesses erreicht.

    ECOPlanet ist bereits in der Schweiz sowie in Deutschland, Rumänien, Kanada, Spanien, Frankreich und Italien erhältlich. Im laufenden Jahr soll das Produkt in insgesamt 15 europäischen Ländern lanciert werden. Bis Ende 2022 will Holcim seine Marktpräsenz mit ECOPlanet verdoppeln.

    „Angesichts der steigenden Weltbevölkerung und der raschen Urbanisierung sind Lösungen wie ECOPlanet von entscheidender Bedeutung, um umweltfreundlichere Städte und eine intelligentere Infrastruktur zu schaffen und mit weniger Aufwand mehr zu bauen“, wird Jenisch in der Mitteilung zitiert.

  • Nidwalden erhält Anlage für Recycling-Baustoffe

    Nidwalden erhält Anlage für Recycling-Baustoffe

    Die ARGE EvoREC hat eine neue Recycling-Aufbereitungsanlage für Baustoffe in Oberdorf in Betrieb genommen. Diese soll Beton- und Mischabbruch aus der Region in hochwertige neue Baustoffe verwandeln, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Konkret soll beispielsweise Beton- und Mischgranulat in unterschiedlichen Korngrössen, Gesteinszusammensetzungen und mit verschiedenen Eigenschaften entstehen.

    ARGE EvoREC, eine Tochtergesellschaft der Zürcher Holcim Kies und Beton AG und der Nidwaldner Zimmermann Umweltlogistik AG, will mit der Anlage die Kreislaufwirtschaft im Bausektor fördern. Ein Grossteil der rezyklierten Gesteinskörnung wird direkt vor Ort im Holcim-Werk Aennerberg für die Produktion von Recycling-Beton verwendet. Damit werde der Stoffkreislauf geschlossen.

    Laut Reto Zimmermann, CEO der Zimmermann Umweltlogistik AG, ist die neue Anlage nicht nur ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, sondern auch zur Region. „Wir nehmen Beton- und Mischabbruch aus dem Markt Nidwalden entgegen und bereiten ihn zu Granulat für die lokale Produktion von Beton auf – mit dem wiederum neue, nachhaltige Bauwerke in der Region entstehen können“, wird er in der Mitteilung zitiert.

  • Holcim treibt Innovationen von Start-ups voran

    Holcim treibt Innovationen von Start-ups voran

    Der Zuger Zementriese Holcim spannt mit drei Schweizer Jungunternehmen zusammen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Ziel ist es, innovative Technologien im Bausektor voranzutreiben und die Nachhaltigkeit zu fördern.

    In Zusammenarbeit mit dem Freiburger Start-up Mobbot soll beispielsweise die Integration von Recyclingbaustoffen in die 3D-Drucktechnologie vorangetrieben werden. Mobbot hat die dafür nötige 3D-Druck-Technologie entwickelt. Gemeinsam mit Holcim will es nun eine Betonrezeptur entwickeln, die den Einsatz von wiederverwertetem Material im 3D-Druck ermöglicht.

    Eine weitere Kooperation hat Holcim mit der in Bern ansässigen Firma neustark geschlossen. Die Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt eine Technologie, mit der CO2 aus der Atmosphäre dauerhaft in Recyclingbeton gespeichert werden kann. Dafür wird flüssiges CO2 in Abbruchmaterial eingeleitet. Im Rahmen der Zusammenarbeit untersucht neustark das CO2-Umwandlungspotenzial des von Holcim rezyklierten Abbruchbetons. Holcim optimiert wiederum den von neustark hergestellten Beton. Holcim hält es für möglich, die Lösung von neustark künftig in seinen Recyclingprozess zu integrieren.

    Die dritte Zusammenarbeit hat Holcim mit der Tessiner Jungfirma HeatNeutral vereinbart. Diese hat ein innovatives Verbrennungssystem entwickelt, das die Dekarbonisierung von Produktionsanlagen vorantreiben soll. Die Heizanlage arbeitet den Angaben zufolge besonders effizient und erreicht eine nahezu 100-prozentige Verbrennung von Kraftstoffen. Es wird also bei gleicher Leistung weniger Brennstoff benötigt. Ausserdem kann das System von HeatNeutral auch CO2-neutrale Öle wie Pflanzenöle, Altspeiseöle und auch Biodiesel verbrennen. Holcim testet die Lösung in seinem Betonwerk in Birsfelden BL.

  • LafargeHolcim wird wieder Holcim

    LafargeHolcim wird wieder Holcim

    Der Verwaltungsrat wird an der diesjährigen Generalversammlung beantragen, den Namen des Konzerns von LafargeHolcim Ltd. in Holcim Ltd. zu ändern, informiert LafargeHolcim in einer Mitteilung. Damit solle „Effizienz und Wirkung“ des weltweit aktiven Unternehmens gesteigert und „auf dem Erbe des Konzerns“ aufgebaut werden. Die diversen Markennamen von LafargeHolcim bleiben von der Namensänderung des Konzerns unberührt.

    Das 1912 in Holderbank AG gegründete Unternehmen hatte bereits seit 2001 unter dem Namen Holcim firmiert. Nach der Fusion mit dem französischen Baustoffproduzenten Lafarge war der Konzern 2015 in LafargeHolcim umbenannt worden.

    Darüber hinaus steht auf der Generalversammlung am 4. Mai die Abstimmung über die Verlegung des Hauptsitzes von Rapperswil-Jona nach Zug an. Damit werde die bereits 2018 eingeleitete Umstrukturierung der Büro-Standorte des Konzern abgeschlossen, schreibt LafargeHolcim.

    Des Weiteren werden in der Mitteilung anstehende Änderungen im Verwaltungsrat kommuniziert. Dessen Vizepräsident Oscar Fanjul habe sich entschlossen, zurückzutreten, informiert LafargeHolcim. Fanjul war 2015 von Lafarge für den Verwaltungsrat nominiert worden. Er habe „bei der erfolgreichen Fusion von Lafarge und Holcim eine zentrale Rolle gespielt und massgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen zum führenden globalen Anbieter von Baustoffen und Lösungen zu machen, das es heute ist“, wird Verwaltungsratspräsident Beat Hess in der Mitteilung zitiert.

    Der seit September 2017 als Konzern-CEO amtierende Jan Jenisch soll an der Generalversammlung zusätzlich in den Verwaltungsrat gewählt werden. Dies diene der Sicherstellung der Kontinuität in der Führung, erläutert der Konzern.

  • Holcim liefert nachhaltigen Beton für HSG Learning Center

    Holcim liefert nachhaltigen Beton für HSG Learning Center

    Auf dem Areal der Universität St.Gallen (HSG) baut die HSG Stiftung auf dem institutseigenen Areal derzeit das neue HSG Learning Center. Das Generalunternehmen HRS Real Estate AG hat die Schweizer Holcim AG mit der Lieferung der Betone beauftragt. Bei rund der Hälfte der insgesamt 6000 Kubikmeter verbauten Betons kommt ein neues, nachhaltigeres Holcim-Produkt zum Einsatz, EvopactPLUS.

    „Mit EvopactPLUS schliessen wir den Baustoffkreislauf, schonen natürliche Ressourcen und sparen CO2 ein“, so Roger Dällenbach, Regionenleiter Deutschschweiz & Tessin, in einer Medienmitteilung von Holcim. Der neuartige Beton ersetzt natürlichen Kies mit einer wiedergewonnenen Gesteinskörnung aus der Region. Zudem beinhaltet er Susteno, nach Unternehmensangaben der „europaweit erste und einzige ressourcenschonende Zement, bei dem Mischgranulat aus Rückbauten als Zumahlstoff eingesetzt wird“. Dieses feine Material findet in der herkömmlichen Betonproduktion keine Verwendung und muss daher deponiert werden.

    „Im Vergleich zu einem bereits optimierten Massenzement spart der Einsatz von Susteno 10 Prozent CO2 ein“, heisst es in der Mitteilung. Auch die Regionalität spiele eine Rolle: Der Baustoff wird ab dem nur drei Kilometer von der Baustelle entfernten Holcim-Betonwerk in St.Gallen geliefert. „Es war ein Experiment für uns, da wir zum ersten Mal mit dem Produkt gearbeitet haben“, wird Polier Marcel Kunz von Holcim zitiert. Er sei sehr zufrieden damit, „es ist ein wunderbarer Beton.“

    In dem modernen Bau solle künftiger weniger das fachliche Lernen als vielmehr das Erlernen notwendiger Kompetenzen wie kritisches Denken und Selbstreflexion im Vordergrund stehen, so die Bauherrin, die HSG-Stiftung. Sie finanziert dieses Projekt grösstenteils aus Spenden von HSG Alumni.