Schlagwort: ICT

  • Künstliche Intelligenz erkennt Art der Landnutzung

    Künstliche Intelligenz erkennt Art der Landnutzung

    Die regelmässig notwendige Klassifizierung von Landnutzung ist dank einer Studentin der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) nun wesentlich weniger aufwändig als bisher. Laut einer Medienmitteilung der Hochschule hat sie einen eigenen Algorithmus für Maschinelles Lernen entwickelt und trainiert, der nicht nur Wälder von anderen Landtypen unterscheiden kann. Valérie Zermattens Algorithmus erkennt stattdessen auch Flüsse, Seen, Camping- und Sportplätze, Friedhöfe, Wasseraufbereitungsstationen, öffentliche Parks, Flughäfen und Dämme. Damit ist er dem vom Bundesamt für Statistik (BFS) entwickelten Algorithmus namens Arealstatistik Deep Learning, kurz ADELE, deutlich überlegen.

    Die von ihrem Programm im Rahmen einer Masterarbeit erzeugten Ergebnisse ähneln den vom BFS veröffentlichten offiziellen Daten. Das deute laut der Mitteilung darauf hin, dass es in Zukunft für die Landnutzungsklassifizierung verwendet werden könnte. Der grosse Vorteil liege in der Bearbeitungszeit von Luftbildern, weil deren Klassifizierung in etwa 40 verschiedene Kategorien immer noch grösstenteils von Hand erfolge.

    Die gesamte Schweiz wird alle drei Jahre neu aus der Luft fotografiert. Weil die manuelle Kategorisierung so lang dauert, werden die Ergebnisse nur alle sechs Jahre veröffentlicht. Mit dieser Kartierung kann der Landverbrauch besser verfolgt, die Bodendurchlässigkeit überwacht und Zersiedelung bekämpft werden.

    „Unser Ziel ist es nicht, den Menschen durch Künstliche Intelligenz zu ersetzen“, so Devis Tuia, einer von Zermattens Doktorvätern an der EPFL. „Der Algorithmus von Valérie wird zwar die Menge an mühsamer Arbeit reduzieren, die manuell erledigt werden muss.“ Doch auch dann bleibe für Menschen noch genügend zu tun – etwa zu erkennen, ob es sich um ein Wohnhaus oder eine Schule, ein Fussballfeld oder eine Wiese handele.

  • BKW übernimmt IT-Firma ngworx

    BKW übernimmt IT-Firma ngworx

    Die Berner BKW-Gruppe hat ngworx gekauft. Das Energieunternehmen will die Züricher IT-Firma mit seiner Tochter swisspro Solultions zusammenführen, heisst es in einer Medienmitteilung. Zusammen sollen die Unternehmen die IT-Sparte von BKW Building Solutions zu einer gesamtheitlichen IT-Anbieterin ausbauen. „Zudem können wir unsere geografische Präsenz in diesem technologiegetriebenen Geschäft erweitern“, wird Mathias Prüssing, CEO von BKW Building Solutions, in der Medienmitteilung zitiert.

    Die ngworx AG wurde 2013 in Zürich gegründet und bietet Netzwerkberatung, Engineering und Integrationsdienstleistungen für Geschäftskunden in der Schweiz und in Europa an. Mit ihren knapp 20 Mitarbeitenden verfügt die Firma insbesondere über Praxiserfahrung und Wissen im Netzwerk- und Security-Bereich. Das Managementteam der ngworx verbleibt laut Medienmitteilung im Unternehmen und soll den Aufbau der IT-Sparte von BKW Building Solutions mitprägen.

  • Schaffhausen erhält neues Rechenzentrum

    Schaffhausen erhält neues Rechenzentrum

    Der Genfer Rechenzentrumbetreiber Safe Host investiert in der Schaffhauser Gemeinde Beringen. Er will ein Rechenzentrum auf dem Grundstück des ehemaligen Tennisklubs SIG bauen. Das Baugesuch wurde einer Medienmitteilung zufolge am 9. April eingereicht. Dabei gibt es zwei Projekte zu bewilligen: Einerseits das Rechenzentrum selbst mit seinen Nebengebäuden. Andererseits ein neues Unterwerk des Elektrizitätswerks des Kantons Schaffhausen (EKS). Letzteres soll unter anderem die Einspeisung von grösseren Mengen an erneuerbaren Energien ermöglichen.

    Das Rechenzentrum wird selbst Solarstrom erzeugen. Auf allen freien Dachflächen und an der Südfassade werden Photovoltaikablagen installiert. Zudem wird der Bürokomplex mit der durch das Rechenzentrum selbst erzeugten Abwärme geheizt. Weiter wird das Regenwasser wo möglich gespeichert und für die Kühlung aufbereitet.

    Die Gemeinde Beringen sieht das Projekt laut der Mitteilung als einen „weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Industriequartiers“. Der Gemeinderat sei überzeugt, dass ein derartiges „Hightech-Gebäude“ eine „Signalwirkung“ in Beringen habe.

    Für die Planung ist das Architekturbüro Schmidli Architekten + Partner aus Rafz ZH zuständig. Dieses wurde auch schon mit der Planung des Rechenzentrums von Safe Host in Rafz beauftragt, welches sich derzeit noch im Bau befindet.

    Das Beringer Rechenzentrum ist bereits das fünfte im Besitz von Safe Host. Neben dem neuen Rechenzentrum im Rafz gehören auch noch drei Zentren im Grossraum Genf zum Unternehmen.

  • Zühlke unterstützt Adtrac bei zielgenauer Aussenwerbung

    Zühlke unterstützt Adtrac bei zielgenauer Aussenwerbung

    Zühlke unterstützt das Zürcher Start-up Adtrac. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung bis zur Marktreife einer Plattform für die zielgenaue Steuerung, wechselnde Inhalte und Nachverfolgung der digitalen Aussenwerbung. Der Innovationsdienstleister aus Schlieren steht laut Medienmitteilung Adtrac von Beginn an zur Seite mit Beratung und Unterstützung bei der Fortentwicklung. Damit soll in wenigen Monaten die Marktreife der Plattform erreicht werden.

    Die Idee von Adtrac ist laut der Medienmitteilung, die Vorzüge der digitalen Welt in das klassische Prinzip der Aussenwerbung zu übertragen. Die Sensoren der Werbedisplays sollen genutzt werden, um möglichst relevante Inhalte für die Zielgruppe, die sich vor den Displays befindet, auszuspielen. Damit kann das Angebot auf der Werbefläche aufgrund von Daten über die jeweilige Zielgruppe genau für diese Zuseher und deren Interessen angepasst werden. Und der Kunde kann online den Verlauf seiner Kampagne mitverfolgen. Dazu dient laut Adtrac das webbasierte Kampagnenwerkzeug. Die Werbetreibenden können damit ihre Kampagnen jederzeit selbst planen, live nachverfolgen, optimieren und Auswertungen erstellen.

    „Dank der Expertise von Zühlke und der flexiblen und agilen Zusammenarbeit stehen wir heute mit einem marktreifen und überzeugenden Produkt da“, wird Benjamin Wey, der CEO von Adtrac, zitiert. Adtrac ist als ein Gemeinschaftsunternehmen von Advertima, Fortimo und SPAR, alle in St.Gallen ansässig, entstanden.

    Nach der Ersteinführung am Markt soll die Plattform laufend weiterentwickelt und mit neuen Funktionen ergänzt werden.

  • Stadt Zug wird noch digitaler

    Stadt Zug wird noch digitaler

    Die Stadt Zug hat eine neue App namens eZug eingeführt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform für Einwohnerinnen und Einwohner. Über diese können sie sich gegenüber städtischen Behörden identifizieren, offizielle Dokumente anfordern und empfangen und diese sicher verwahren oder weiterleiten. Aktuell ist dies beispielsweise für Handlungsfähigkeitszeugnisse, Heimatausweise, Leumundszeugnisse, Wohnsitzbescheinigungen oder Betreibungsauszüge möglich. Mit der Zeit sollen laufend neue Dienstleistungen hinzugefügt werden. So soll bis Sommer beispielsweise ein Elternportal in die App integriert werden. Dort sollen Eltern und Lehrpersonen der Stadtschulen miteinander kommunizieren können.

    „Die Lancierung von eZug zeigt, dass wir die Umsetzung unserer Smart-City-Strategie zügig vorantreiben. Mit eZug legen wir einen wichtigen Grundstein für weitere geplante E-Government-Anwendungen“, lässt sich Stadtpräsident Karl Kobelt in der Mitteilung zitieren.

    Das Kernstück der App ist die von der Zürcher Procivis AG entwickelte und vom Kanton Schaffhausen bereits seit 2018 erfolgreich eingesetzte eID+-Technologie. Einwohnerinnen und Einwohner, die bereits die bestehende ZUGLOGIN-Infrastruktur nutzen, können ihre dort erfassten Angaben in die neue App übertragen lassen.

  • Vantage Data Centers baut Rechenzentren in Winterthur

    Vantage Data Centers baut Rechenzentren in Winterthur

    Vantage Data Centers ist ein Betreiber von Rechenzentren in mit Sitz in Kalifornien. Das Unternehmen expandiert derzeit in Europa und investiert dafür insgesamt 2 Milliarden Dollar, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Einer seiner europäischen Standorte wird sich in Winterthur befinden. Das Unternehmen hat dort bereits mit dem Bau seines dortigen Campus begonnen.

    Der drei Hektar grosse Campus in Winterthur wird insgesamt vier Rechenzentren mit einer Gesamtfläche von 37’000 Quadratmetern beherbergen. Er wird eine Leistung von 40 Megawatt aufweisen. Der Rohbau ist bereits fertiggestellt. Vantage Data Centers setzt bei den Rechenzentren auf eine „hocheffiziente Kühlung mit integrierter freier Kühlung und minimalem Wasserverbrauch“, heisst es. Weiter werden etwa eine Photovoltaik-Fassade und Ladestationen für Stromfahrzeuge installiert.

    Vantage Data Centers hat in diesem Jahr mit der Expansion in Europa begonnen. Dafür hat es unter anderem die Unternehmen Etix Everywhere aus Luxemburg und Next Generation Data aus Grossbritannien übernommen. Seinen ersten Campus hat das amerikanische Unternehmen in Offenbach bei Frankfurt gebaut. In Winterthur entsteht nun der zweite europäische Campus.

    „Winterthur ist der erste Standort, an dem wir wortwörtlich auf der grünen Wiese gestartet sind“, wird Wolfgang Zepf, Managing Director Vantage Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Wir freuen uns darauf, unsere Kunden im Herbst nächsten Jahres an diesem hochsicheren und mit bester Konnektivität ausgestatteten Standort begrüssen zu dürfen.“

  • T-Systems und Red Hat kooperieren

    T-Systems und Red Hat kooperieren

    T-Systems hat die Akkreditierung als offizieller Red Hat-Partner in der Schweiz erhalten. Laut einer Medienmitteilung von T-Systems setzt der Technologiekonzern auf Red Hat-Lösungen im Anwendungsmanagement. Auch bei allen Cloud-Lösungen und bei DevOps (Development und IT Operations)-basierter Software-Entwicklung auf der T-Systems-Plattform AppAgile wollen beide Firmen zusammenarbeiten. Die Partner arbeiten bereits in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) zusammen.

    Die neue Kooperation in der Schweiz ziele auf den Weiterverkauf, heisst es in der Mitteilung. Zudem solle sie „in Richtung Subskriptionsmodelle und Bereitstellung von Managed Services für die Red Hat-Lösungen durch T-Systems gehen“. Darüber hinaus planen beide Partner, gemeinsam neue Dienstleistungen zu kreieren, die auf bewährten Red Hat-Produkten basieren. Sie sollen um Integrations- und Managed Services-Fachwissen von T-Systems bereichert werden.

    T-Systems Zertifizierung als Red Hat-Partner bringe beiden Unternehmen mehr Wettbewerbskraft. Sie öffne den Zugang zu interessanten Ausschreibungen für regulierte Branchen wie der öffentlichen Hand oder dem Gesundheitswesen.

    „T-Systems ist ein namhafter und aktiver Player in der Schweizer IT-Landschaft“, wird Richard Zobrist, Head of Partner & Alliances Schweiz bei Red Hat, in der Mitteilung zitiert. „Wir versprechen uns viel von der Reputation, dem umfassenden Know-how und dem soliden Leistungsausweis des Digitaldienstleisters für den Ausbau unseres Geschäfts in der Schweiz und speziell für den Vorstoss in neue Branchen und Kundensegmente.“

  • Das intelligente Heim steht nicht vor dem Durchbruch

    Das intelligente Heim steht nicht vor dem Durchbruch

    Das Handwerkerportal Ofri hat laut einer Medienmitteilung erneut 339 Mieter und Eigentümer zum Thema vernetzte Geräte im Haushalt befragt. Demnach haben Bekanntheit und Nutzung des intelligenten Heims in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Statt zwei nutzen nun drei von zehn Teilnehmenden zuhause ein sogenanntes Smart Home-Gerät. Insgesamt 69,3 Prozent und damit 12,3 Prozent mehr Personen gaben an, schon davon gehört zu haben. Dabei sind Eigenheimbesitzer durchschnittlich affiner für diese Geräte als Mieter.

    Jedoch äusserten nur 10,5 Prozent von ihnen die Absicht, in den nächsten zwölf Monaten ein Smart Home-Gerät zu kaufen. Als Haupthindernis gaben die Teilnehmer das Mietwohnverhältnis, die Umbaukosten sowie den fehlenden Nutzen an. Daraus folgert Ofri, dass Smart Home-Hersteller trotz erhöhter Bekanntheit nicht mit einem baldigen Durchbruch rechnen können. Auch durch den Lockdown sei die Nutzungsrate nicht gestiegen, so Corina Burri von Ofri. „Es gab keinen Anstieg im Besitz von Smart Home-Geräten nach dem 16. März 2020.“

    Bei den beliebtesten Smart Home-Geräten ergab sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderung. Am meisten nutzen die Befragten vernetzte Beleuchtungssysteme, Musikanlagen und Fernseher. Geschirrspüler, Rauchmelder, Backofen und Waschmaschinen sind kaum verbreitet.

  • Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Gegenüber 2019 verzeichnete Ofri, das Onlineportal für die Vermittlung von Handwerkern, sowohl im April als auch im Mai 2020 einen Anstieg von 31 Prozent. Für Geschäftsführer Benny Hertach hängt diese Renovationsfreude direkt mit dem Lockdown zusammen: „Wer plötzlich mehr Zeit zu Hause verbringt, dem fallen liegengebliebene Renovierungs- und Reparaturarbeiten erstens viel mehr auf“, erklärt er in einer Medienmitteilung. „Zweitens hat man endlich die nötige Zeit, um sich mit den Handwerkern zu koordinieren.“

    Zu Beginn der Corona-Krise im Februar war die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 19 Prozent zunächst stark geblieben. Im März verharrte sie jedoch auf dem Vorjahresniveau. „Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden sich im März an den Hausarrest gewöhnen mussten, um sich dann im April mit umso mehr Schwung an die Pflege der eigenen vier Wände zu machen“, so Hertach.

    Etwa 85 Prozent aller Auftragskategorien verbuchten einen Zuwachs. Auffallend gut gelaufen seien Gartenbau, Schreinerarbeiten, Innenausbau und Sanitärarbeiten. Auch Rolladenbau, Arbeiten am Mauerwerk, Pflasterarbeiten, Heizungsbau und die Verlegung von Fliesen seien stark nachgefragt worden.

    Der Ofri-Geschäftsführer vermutet, dass Corona den Trend zur Online-Auftragsvermittlung verstärkt hat. „Die Grundidee von Ofri war immer, das Schweizer Handwerk zu unterstützen. Wenn unser Portal selbst in einer Krise dazu beitragen kann, das zu leisten, dann freut uns das umso mehr.“