Schlagwort: immobilien

  • Digitalisierung stärkt den Kundenfokus

    Digitalisierung stärkt den Kundenfokus

    Zum Jahreswechsel hat SMG Real Estate für seine Kunden im digitalen Business Manager zahlreiche neue digitale Tools integriert, welche die Vermietung und Vermarktung konkret unterstützen. Dazu zählt beispielsweise die digitale Schaufensterseite, die das Leistungsportfolio und besondere Services der Immobilienunternehmen professionell für Interessenten in Szene setzt. Eine persönliche Vorstellung des Teams mit Kontaktinformationen und Ansprechpartner-Porträts fördern einen sympathischen ersten Eindruck und den Aufbau von Vertrauen.

    Neu ist auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und die Automatisierung der Inserate-Erstellung auf den Immobilienplattformen von SMG Real Estate. Der gesamte Prozess wird erheblich erleichtert. Nachdem die Adresse und wenige spezifische Daten eines Objektes eingegeben worden sind, wird das Inserat automatisch ausgefüllt – unterstützt durch die zuverlässigen Daten von IAZI. Auch die Objektbeschreibung kann automatisiert erstellt werden. Die neue KI-Lösung ist in die Benutzeroberfläche des Business Managers integriert und analysiert Immobiliendaten sowie Informationen zur Umgebung, um professionelle Beschreibungen zu erstellen, welche die besten Merkmale jeder Immobilie hervorheben.

    Ebenfalls hat SMG Real Estate seine Vermarktungspakete weiter optimiert: 50 % mehr Anzeigen in der Suchergebnisliste sichern nicht nur mehr Sichtbarkeit, sondern verbessern auch die Performance und damit den eigenen Vermarktungserfolg. Ein zentraler Faktor, um die Wahrscheinlichkeit schneller Abschlüsse zu optimieren, sind einerseits entscheidungsrelevante Informationen, andererseits die Treffsicherheit in der Ansprache potenzieller Interessenten. Hier stellt SMG Real Estate neu das Tool «Potenzialkarte für Objekte» zur Verfügung. Auf der Grundlage von Immobilienbewertungen erkennen Makler Regionen mit potenzieller Verkaufsbereitschaft und können ihre Marketingaktivitäten somit auf besonders erfolgversprechende Bezirke und Regionen fokussieren.

    Die tägliche Zusammenarbeit innerhalb des Teams hat SMG Real Estate ebenfalls vereinfacht. Mit nur einem Login können Kunden auf das gesamte Real Estate Ökosystem zugreifen. So profitieren sie noch einfacher von täglichen Updates im Business Manager und haben schnellen und bequemen Zugang zu zahlreichen Drittpartner-Services.

    Denn auch das Produktportfolio der Drittpartner hat sich erneut erweitert. Mit dem IAZI- Ertragswertmodell ist nicht nur eine schnelle Berechnung der Rendite von Immobilien auf der Grundlage aktueller Marktdaten möglich. In das Tool fliessen jetzt auf Basis der IAZI-Daten auch «Naturgefahren» ein und stellen für die meisten Kantone wichtige Entscheidungshilfen in Bezug auf verschiedene Naturgefahren (dazu zählen Risiken wie Lawinen, Hangrutschungen, Steinschlag, Hochwasser, Stürme, Erdbeben, Hagel und Oberflächenabfluss) und deren Gefährdungskategorie bereit.

    Ein weiteres Beispiel für zusätzliche Services: Platziert man das HEDOlight-Widget auf der eigenen Unternehmenswebsite, legt es die automatisierte Basis für neue Kontakte und Mandate. Denn potenzielle Hausverkäufer können mit dem HEDOlight-Widget eine kostenlose Einschätzung des Wertes ihrer Immobilie auf Basis der hedonischen Methode von IAZI erhalten.

    Und als drittes: Maklern eröffnen sich über die exklusive Partnerschaft von SMG Real Estate mit der Auktionsplattform Residenture neue Chancen, den Interessentenkreis für ihre Immobilien deutlich zu vergrössern. Die führende Schweizer Plattform für KI-gestützte Immobilienauktionen ermöglicht Maklern einen rechtssicheren und transparenten digitalen Versteigerungsprozess. Nahtlos lässt sich so für über SMG Real Estate inserierte Objekte in einem schnellen, nachvollziehbaren Prozess  Bieterverfahren mit verifizierten Interessenten starten.

    Die Vermietung und der Verkauf von Immobilien gewinnen mit dem Einsatz digitaler Tools immer stärker an Effizienz. Die schafft Business-Kunden nicht nur zusätzlichen Komfort und eine höhere Performance, sondern Freiraum für den wichtigen Kundenkontakt.

    Wer sich einen Überblick über alle neuen digitalen Produkte verschaffen will, schaut hier nach.

  • Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Die Tiefgarage im Komplex Margencel in Aigle produziert künftig saubere Wärme. Wie der Geothermieanbieter Enerdrape und das Immobilienunternehmen Next Immobiliermitteilen, haben sie eine Anlage in Betrieb genommen, die künftig 85 Megawattstunden Wärme pro Jahr produzieren soll. Damit können rund 50 Wohnungen mit einer Fläche von 90 Quadratmetern mit Wärme und Warmwasser versorgt werden.

    Enerdrape hat dafür 332 seiner Geothermiepaneele installiert. Die Paneele des 2021 gegründeten Jungunternehmens mit Sitz in Renens werden im Untergrund von Gebäuden installiert. Sie nehmen dort die Energie auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.

    Der Komplex Margencel umfasst fünf Gebäude mit 5300 Quadratmetern Gewerbefläche und 103 Wohnungen. «Dieses Projekt ist Teil unserer Strategie, unseren CO2-Ausstoss zu verringern und umweltfreundliche Technologien zu verwenden», wird Next Immobilier-CEO Benjamin Favre in der Mitteilung zitiert.

    Enerdrape und Next Immobilier wollen die Lösung nun auch in anderen Liegenschaften des Immobilienunternehmens mit Sitz in Lausanne installieren. «Gemeinsam legen wird die Grundlagen, um diese Initiative auch in anderen Arealen umzusetzen und damit zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen», wird Enerdrape-CEO Margaux Peltier zitiert.

  • Potenziale und Herausforderungen der Umnutzung

    Potenziale und Herausforderungen der Umnutzung

    Technische und wirtschaftliche Herausforderungen
    Die Umwandlung von Gewerbebauten in Wohnraum erfordert erhebliche bauliche Anpassungen. Gebäudetiefen, Lichtverhältnisse und Infrastruktur stellen Herausforderungen dar, die hohe Investitionen verlangen. Gleichzeitig kann eine Umnutzung wirtschaftlich attraktiv sein, wenn die Mietpotenziale für Wohnraum über denen von Büroflächen liegen. Kreative Konzepte wie modulare Bauelemente oder alternative Wohnmodelle wie Co-Living können die Umsetzung erleichtern.

    Rechtliche Hürden und politische Faktoren
    Bauvorschriften, Zonenpläne und das NIMBY-Phänomen (Not In My Back Yard) können Projekte verzögern oder verhindern. Ein frühzeitiger Dialog mit Behörden und Anwohnern kann helfen, Widerstände zu minimieren. Zudem zeigt die Politik zunehmend Bereitschaft, regulatorische Rahmenbedingungen anzupassen, um Umnutzungen zu erleichtern.

    Innovative Praxisbeispiele
    Erfolgreiche Projekte wie die Umnutzung der Rennbahnklinik in Muttenz oder das Pilotprojekt auf dem ehemaligen Industrieareal ZWHATT in Regensdorf zeigen, dass durch flexible Konzepte, reduzierte Baukosten und intelligente Raumlösungen nachhaltiger Wohnraum geschaffen werden kann.

    Zukunftsperspektiven
    Umnutzungen bieten grosses Potenzial zur Bewältigung der Wohnraumknappheit und zur ressourcenschonenden Stadtentwicklung. Voraussetzung für den Erfolg sind innovative Planung, politische Unterstützung und ein kooperativer Ansatz zwischen Investoren, Behörden und der Bevölkerung.

  • Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Die Industrie steht vor der Herausforderung, ihre Prozesse von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzustellen. Besonders für Temperaturbereiche von 100 bis 200°C bieten Hochtemperatur-Wärmepumpen eine energieeffiziente Lösung. Sie können nicht nur Prozesswärme bereitstellen, sondern auch gleichzeitig Kälte erzeugen, was sie für viele Industriezweige besonders attraktiv macht.

    Interaktive Technologie-Landkarte für Unternehmen
    Im Forschungsprojekt «Identifikation von industriellen Wärmepumpen für die Prozesswärme» hat das Fraunhofer ISE ein Onlinetool entwickelt, das Unternehmen gezielt bei der Auswahl der richtigen Wärmepumpentechnologie unterstützt.

    Das Tool bietet:

    • Visualisierung der verfügbaren Wärmepumpentechnologien im Temperaturbereich und Leistung
    • Zuordnung von Wärmepumpen zu spezifischen Industrieprozessen (z. B. Reinigung, Trocknung, Kühlung)
    • Interaktive Abrufmöglichkeiten für Prozesstemperaturen in verschiedenen Branchen
    • Detaillierte Fact Sheets zu Kreislaufprozessen, Verdichtertechnologien und Kältemitteln

    Ein Beitrag zur klimaneutralen Industrie
    Das Onlinetool ist Teil des Fraunhofer-Forschungsleitthemas «Klimaneutrale Industrie», das Unternehmen auf dem Weg zu einer CO₂-neutralen Energieversorgung unterstützt.

    Dazu gehören:

    • Optimierung von Energieeinsparpotenzialen
    • Nutzung industrieller Abwärme
    • Integration erneuerbarer Energien (z. B. Photovoltaik zur Eigenstromversorgung)
    • Speicherlösungen für Wärme, Kälte und Strom

    Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Aufbereitung von Industrieabwässern, die nicht nur Abwärme, sondern oft wertvolle Reststoffe wie Metalle oder Säuren enthalten. Diese können mit modernen Rückgewinnungstechnologien effizient wiederverwertet werden.

    Mitwirken und Daten beitragen
    Der Datenpool des Onlinetools wird laufend erweitert. Hersteller von Wärmepumpen und Industrieunternehmen können mit dem Fraunhofer ISE in Kontakt treten, um ihre Daten in die Plattform zu integrieren und so die Entwicklung weiter voranzutreiben.

    Mit dieser neuen digitalen Lösung bietet das Fraunhofer ISE Unternehmen ein effektives Werkzeug zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse und zur Steigerung der Energieeffizienz – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion.

  • Digital Real Estate Summit: Innovation trifft Immobilien

    Digital Real Estate Summit: Innovation trifft Immobilien

    Der Digital Real Estate Summit ist die Plattform für alle Akteurinnen und Akteure der Immobilienwirtschaft, die die digitale Welt als Chance begreifen und neue Geschäftsmöglichkeiten erschliessen bzw. bestehende weiterentwickeln wollen. Eine Ausstellung von Digitalprodukten und –systemen, die die Zukunft der Immobilienwirtschaft vorwegnehmen, zeigt, was heute schon Praxis ist. Denn vieles ist machbar, wenn man die richtigen Informationen hat!

    Werden Sie Teil des Netzwerkes und seien Sie am 6. März 2025 in Baden dabei.

    Das vielseitige Programm bietet etwas für alle, die die Digitalisierung der Immobilienbranche aktiv mitgestalten wollen. Lassen Sie sich von inspirierenden Keynotes beeindrucken, in denen renommierte Persönlichkeiten ihre Visionen und Erfahrungen teilen. Gewinnen Sie neue Perspektiven durch praxisorientierte Workshops, die Ihnen Einblicke in aktuelle Themen und Best Practices geben.

    Die spannende Ausstellung wird Ihnen die neuesten Trends und Entwicklungen der Branche präsentieren. Ob Smart Buildings, digitale Plattformen oder KI-gestützte Lösungen – hier finden Sie die Innovationen, die morgen den Markt bestimmen werden.

    Natürlich kommt auch das Networking nicht zu kurz. Tauschen Sie sich am 10. Digital Real Estate Summit 2025 mit anderen Fachleuten und Visionärinnen und Visionären aus und knüpfen Sie wertvolle Kontakte. Kulinarische Highlights sorgen dafür, dass Sie den Tag in entspannter Atmosphäre geniessen können.

    Der Digital Real Estate Summit ist seit Jahren die führende Plattform, um über die Transformation der Immobilienwirtschaft zu diskutieren. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit anderen Pionierinnen und Pionieren zu vernetzen und Ihr Wissen zu erweitern. Jetzt anmelden und Teil des wichtigsten Branchenevents werden

    Seien Sie dabei, wenn Visionärinnen und Visionäre sowie Branchen-Leaderinnen und Leader zukunftsweisende Lösungen erarbeiten. Lassen Sie sich inspirieren, gestalten Sie die digitale Immobilienwelt aktiv mit und feiern Sie mit uns das 10-jähirge Bestehen des Digital Real Estate Summit!

    Weitere Infos: https://www.digitalrealestate.ch

  • Erneuerbare halten bei Strom und Wärme einen hohen Anteil

    Erneuerbare halten bei Strom und Wärme einen hohen Anteil

    Die Umstellung der Schweizer Energieversorgung auf erneuerbare Quellen kommt nur langsam voran. Das zeigt die siebte Benchmarkstudie des Bundesamtes für Energie (BfE), an der diesmal 111 Energieversorger aus der ganzen Schweiz teilgenommen haben.

    Danach stagniert der Anteil der Erneuerbaren im Vergleich zur sechsten Studie 2021/22 bei den teilnehmenden Versorgern beim Strom bei etwas über 80 Prozent, bei der Wärme leicht darunter, beim Gas bei knapp 10 Prozent. Vier Versorger haben die Ziele beim Strom bereits mit über 90 Prozent erfüllt, darunter Energie Wasser Bern (ewb) und die Services Industriels de Genève mit 95 Prozent und Eniwa in Aarau und EWZ in Zürich mit 94 Prozent. Bei der Wärme liegen EWZ mit 95 Prozent und Energie Uster und Eniwa mit je 92 Prozent Zielerfüllung vorn. Bei der Gasversorgung liegen nur ewb mit 88 Prozent und Technische Betriebe Glarus mit 84 Prozent über 80 Prozent Zielerfüllung.

    Die Digitalisierung bildet namentlich für kleine Versorger eine grosse Herausforderung. Ein Viertel von ihnen hat dafür nicht mal eine Strategie. Die knappe Hälfte hat eine Strategie, aber keine konkreten Ziele.

    Auch bei Massnahmen zur Energieeffizienz harzt es. Erst 45 Prozent der teilnehmenden Stromversorger haben bereits eine Strategie mit quantifizierten Zielen.

    Das Benchmarking selbst hat laut einer Mitteilung des BfE zur Studie mit Webinars, Veranstaltungen und Informationsmaterial einen Beitrag zum Wissenstransfer in der Branche geleistet.

  • Forschung an Beton als Kohlenstoffspeicher

    Forschung an Beton als Kohlenstoffspeicher

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) wollen mit der Arbeitsgruppe Mining the Atmosphere überschüssiges Kohlendioxid in grossen Mengen aus der Atmosphäre entfernen. Laut einer Mitteilung könnten so 5 bis 10 Milliarden Tonnen Kohlenstoff jährlich als Betonzuschlagstoffe genutzt werden. Dies sei genug, um nach der Energiewende das überschüssige CO2 innerhalb von 100 Jahren dauerhaft zu speichern und so die Atmosphäre wieder auf ein klimaverträgliches Niveau zu bringen. Dabei handelt es sich um schätzungsweise 400 Milliarden Tonnen Kohlenstoff oder umgerechnet rund 1500 Milliarden Tonnen CO2.

    Für die Umsetzung wird jedoch überschüssige erneuerbare Energie benötigt. Nur so kann das Kohlendioxid zunächst in Methan oder Methanol umgewandelt werden, um es anschliessend zu Polymeren, Wasserstoff oder festem Kohlenstoff weiterzuverarbeiten «Diese Berechnungen basieren auf der Annahme, dass nach 2050 ausreichend erneuerbare Energie verfügbar ist», wird Pietro Lura, Leiter der Empa-Abteilung Beton und Asphalt, in der Mitteilung zitiert.

    Doch die weltweit benötigte Menge an Baumaterialien übersteigt den überschüssigen Kohlenstoff in der Atmosphäre bei weitem «Selbst wenn genügend erneuerbare Energie verfügbar ist, bleibt die zentrale Frage, wie diese riesigen Mengen Kohlenstoff langfristig gelagert werden können», erläutert Lura weiter. Einen Ansatz sehen die Forscher hier in der Herstellung von Siliziumkarbid, das als Füllstoff in Baumaterialien und die Herstellung von Asphalt genutzt werden kann. Dies soll den Kohlenstoff langfristig binden und mechanisch hervorragende Eigenschaften besitzen. Die Herstellung bezeichnet Lura allerdings als äusserst energieintensiv. Die Herstellung erfordert noch erhebliche Material- und Verarbeitungsforschung, um sie wirtschaftlich rentabel zu machen.

  • Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Raum für die Zukunft «An der Aa»

    Das Projekt «An der Aa» zielt darauf ab, das Areal der ZVB neu zu nutzen und zu verdichten. Zentrale Elemente sind die Erhöhung der Wohn- und Arbeitsflächen, eine moderne Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr, den Rettungsdienst sowie die Öffnung des Quartiers für die Bevölkerung. Von den geplanten Wohnungen sollen 40% zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden, um den Bedarf an günstigem Wohnraum in Zug zu decken.

    Infrastruktur für Mobilität und Rettungswesen
    Im Zentrum des neuen Quartiers entsteht ein hochmodernes Gebäude, das den Rettungsdienst Zug und die kantonale Verwaltung beherbergen wird. Die Nähe zum neuen Hauptstützpunkt der ZVB ermöglicht Synergien, etwa in der Wartung der Fahrzeuge. Die neue Infrastruktur wird den steigenden Anforderungen im öffentlichen Verkehr und im Rettungsdienst gerecht und trägt zu einer zukunftssicheren Mobilität bei.

    Lebensqualität im Fokus
    Das Gelände wird verdichtet und ökologisch aufgewertet. So wird der Siehbach freigelegt und ein barrierefreier Fussweg integriert. Grünflächen und öffentliche Plätze sollen das Quartier beleben und Raum für Erholung bieten. Der Schleifendamm wird als biodiversitätsreiche Oase für Pflanzen und Tiere gesichert und trägt zur Lebensqualität im Quartier bei.

    Legitimation und breite Unterstützung
    Seit 14 Jahren wird am Projekt «An der Aa» gearbeitet, wobei verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eingebunden waren. Mit der Zustimmung von 81,3% im März 2024 hat die Bevölkerung von Zug ihre Unterstützung für den Bebauungsplan gegeben. Der Bau soll 2025 beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein. Dank dieser breiten Abstützung wird das Quartier ein Aushängeschild für die innovative Stadtentwicklung in Zug.

    Zukunftsperspektiven
    Das Projekt wird das Gesicht von Zug verändern und den wachsenden Bedarf an Wohn- und Gewerberaum decken. Die neue Infrastruktur schafft Kapazitäten für ein deutlich höheres Passagieraufkommen im öffentlichen Verkehr und sichert den Betrieb des Rettungsdienstes.

  • Fusion im Holzbau sichert Arbeitsplätze und Expertise

    Fusion im Holzbau sichert Arbeitsplätze und Expertise

    Das in der St.GallenBodenseeArea ansässige Holzbauunternehmen Blumer Lehmann kündigt die Übernahme von Hächler Holzbau an, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Ab 1. April 2025 sollen Hächler-Kunden vom Firmensitz in Gossau aus betreut werden. Alle bestehenden und neuen Aufträge werden in den bisherigen Werkstätten bearbeitet. Diese verbleiben weiterhin am Standort in Neuenhof.

    Durch die Übernahme soll die «erstklassige Holzbaukompetenz» beider Unternehmen «zu einer beeindruckend vielfältigen Leistungspalette für nachhaltige Holzbaulösungen» gebündelt werden, heisst es. Im Vordergrund stehen klassische Holzbaukonstruktionen und vorfabrizierte Bauprojekte aus Holz.

    Mit dem Schritt sei zudem eine erfolgreiche Nachfolgelösung für die Holzbausparte von Hächler gefunden worden, informiert die Hächler-Gruppe aus Wettingen in einer eigenen Mitteilung. Gemeinsam mit Geschäftsführer Günter Ebner sei schon länger an einer Lösung für seine Nachfolge gearbeitet worden. «Im Vordergrund standen die sichere Zukunft unserer Mitarbeitenden und der Erhalt unserer langjährigen Kundenbeziehungen.»

    Blumer Lehmann ist eigenen Angaben zufolge spezialisiert auf Lösungen für die Holzindustrie sowie im Holz- und Silobau. 500 Mitarbeitende erbringen an vier Standorten Handwerksleistungen für unterschiedlichste Kundenprojekte weltweit.

    Die Hächler Holzbau realisiert «kleine Arbeiten und komplexe Bauvorhaben» mit dem Werkstoff Holz. Wie das Unternehmen mitteilt, werden alle Mitarbeitenden übernommen. Auch die Berufsausbildung werde fortgeführt.

  • Faltbare und wieder verwendbare Schalung revolutioniert Betonbau

    Faltbare und wieder verwendbare Schalung revolutioniert Betonbau

    Unfold Form heisst die leichte und mehrfach verwendbare Schalung für Gewölbebauten aus Beton. Sie wurde von der Architektur-Doktorandin Lotte Scheder-Bieschin in der ETH-Forschungsgruppe von Philippe Block entwickelt. Gegenüber herkömmlichen Decken spart sie laut einem Bericht der ETH bis zu 60 Prozent Beton und bis zu 90 Prozent Stahl.

    Unfold Form besteht aus dünnen, flexiblen Sperrholzstreifen. Sie sind durch Textilscharniere miteinander verbunden und lassen sich wie Fächer entfalten. In einem Holzrahmen werden vier solcher Formen einfach und schnell zu einer tragfähigen Schalung mit Zacken zusammengefügt. Darauf wird der Beton gegossen. «Der Beton nimmt diese Riffelung auf als Rippen», so die Erfinderin. «Diese Rippen helfen dabei, Lasten abzutragen.»

    Ist der Beton ausgehärtet, lässt sich die Schalung von unten entfernen, wieder zusammenfalten und erneut gebrauchen. Den Angaben zufolge wiegt das ganze System für den Prototyp nur 24 Kilogramm, kann aber bis zu 1 Tonne Beton tragen.

    «Man braucht neben dem Material nur eine Schablone für die Form und ein Heftgerät.» Das Material für den Prototyp kostete 650 Franken. Wie die Forscherin betont, lässt sich die Schalung ohne Fachwissen oder Hightech produzieren und aufstellen. So sei sie weltweit und auch mit beschränkten Mitteln einsetzbar, etwa in Entwicklungsländern. Denn gerade dort sei die Nachfrage nach Neubauten sehr hoch.

    Von der südafrikanischen Partnerfirma nonCrete, die sich für nachhaltige Bauten und erschwinglichen Wohnraum einsetzt, wurde vor Ort der zweite Prototyp gegossen. «Mit dem neuartigen Schalungssystem», so Scheder-Bieschin, «sollen in südafrikanischen Townships dereinst Wohnhäuser entstehen, die qualitativ gut, würdig und nachhaltig sind».

  • Rekordzahlen und kreative Impulse für die Immobilienbranche

    Rekordzahlen und kreative Impulse für die Immobilienbranche

    Die 13. Ausgabe der Schweizer Immobilienmesse für Investoren, die am 15. und 16. Januar 2025 in der Halle 622 in Zürich Oerlikon stattfand, übertraf alle Erwartungen. Mit einer Rekordbeteiligung von 5’167 Fachbesuchern und 154 Ausstellern bestätigte die IMMO25 ihre führende Rolle als wichtigste Fachmesse für die Immobilien- und Finanzbranche in der Schweiz.

    Zukunftsweisende Themen im Fokus
    Die Messe bot eine breite Palette an Fachthemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Trends wie:

    • Die Zukunft des Bauens: Innovative Baukonzepte und nachhaltige Architektur
    • Der Mieter von morgen: Neue Ansprüche und sich verändernde Wohnkonzepte
    • Sinkende Zinsen: Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und Investitionsstrategien
    • Nachhaltigkeit: Energieeffiziente Gebäude und klimafreundliche Entwicklungen

    Das Motto «Wachstum durch Kreativität» spiegelte sich in den zahlreichen innovativen Lösungen wider, die auf der Messe präsentiert und diskutiert wurden.

    Expertenwissen aus erster Hand
    Ein Highlight der Veranstaltung war das IMMO Forum, das mit 35 Podiumsdiskussionen und 150 renommierten Experten über zwei Tage hinweg Fachwissen und Inspiration bot. Die Debatten wurden nicht nur von den Messebesuchern verfolgt, sondern auch von über 1’900 Online-Zuschaltungen, die das Forum live mitverfolgten.

    Rückblick und Ausblick
    Die Organisatoren MV Invest und Swiss Circle zeigten sich begeistert vom grossen Erfolg der Messe und bedankten sich bei allen Ausstellern, Besuchern, Referenten und Partnern für ihre Unterstützung. Die IMMO25 hat einmal mehr bewiesen, dass sie als führende Plattform der Immobilienbranche Impulse setzt und den Austausch zwischen Investoren, Entwicklern und Fachleuten fördert.

    Die nächste Ausgabe der IMMO26 wird am 14. und 15. Januar 2026 erstmals in der Halle 550 in Zürich Oerlikon stattfinden.

  • Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Stützmauern, Tunnel und Brücken aus Stahlbeton prägen das Schweizer Stadtbild und die Infrastruktur. Doch viele dieser Bauwerke haben bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel – und chemische Veränderungen im Beton setzen dem verbauten Stahl zu. Beginnt der Bewehrungsstahl zu rosten, verliert das Bauwerk an Stabilität. Besonders problematisch sind die Schäden an unzugänglichen Stellen, wo herkömmliche Prüfmethoden versagen.

    Elektrochemische Messungen als neue Lösung
    Bislang mussten Ingenieure Teile des Betons aufbrechen, um Korrosionsschäden zu überprüfen. Ein aufwendiges und oft unzureichendes Verfahren. Talpa hat eine neue Methode entwickelt, die über Drainagerohre funktioniert. Eine spezielle Sonde wird in das Rohr eingeführt und misst mithilfe von elektrochemischen Signalen die Korrosionswahrscheinlichkeit im umgebenden Stahlbeton.

    «Das gab es bisher nicht», erklärt Lukas Bircher, einer der Entwickler. «Bisher musste man ganze Betonflächen abtragen, um Schäden zu finden und konnte trotzdem leicht einen kritischen Bereich übersehen.» Mit der neuen Technik können nun ganze Mauerabschnitte systematisch geprüft werden, ohne Zerstörung oder aufwendige Bauarbeiten.

    Messungen im laufenden Betrieb – ohne Baustelle
    Das Verfahren wurde bereits erfolgreich getestet, unter anderem an einer 200 Meter langen Stützmauer in Zürich-Höngg. Das Prinzip ist eine Sonde die in das Drainagerohr eingeführt und mit aufblasbaren Dichtungen fixiert wird. Anschliessend leitet das System Wasser in den Messbereich, wodurch eine leitfähige Verbindung zwischen den Elektroden der Sonde und dem Stahl im Beton entsteht. Anhand der aufgezeichneten elektrischen Signale kann das Team erkennen, ob und in welchem Ausmass Korrosion vorliegt.

    Alle 25 Zentimeter wird eine neue Messung vorgenommen, um den Zustand des gesamten Mauerabschnitts zu erfassen. «So können wir gezielt diejenigen Bereiche identifizieren, die tatsächlich eine Gefahr darstellen», sagt Bircher. «Das spart nicht nur Zeit, sondern auch hohe Kosten für unnötige Eingriffe.»

    50 Jahre nach dem Bauboom – Sanierungsbedarf wächst
    Viele der heute betroffenen Stahlbetonbauten stammen aus der Boomphase zwischen 1960 und 1980. Besonders Stützmauern aus den 1970er-Jahren enthalten häufig Hohlräume, die Korrosion begünstigen. Bislang mussten Schäden aufwendig durch Stichproben ermittelt werden, mit hohem Risiko, kritische Stellen zu übersehen. Die neue Methode bietet erstmals eine flächendeckende und zuverlässige Analyse.

    Von der Forschung zum Start-up Talpa-Inspection
    Die Technologie hat so grosses Potenzial, dass Bircher gemeinsam mit zwei Kollegen das Start-up Talpa-Inspection gründet. Der Name «Talpa», lateinisch für «Maulwurf», steht sinnbildlich für die innovative Art, tief verborgene Schäden sichtbar zu machen. Unterstützt durch ein ETH Pioneer Fellowship entwickelt das Team die Technologie weiter und bereitet den Markteintritt vor.

    Zukunftsperspektiven, Automatisierung und Skalierung
    Aktuell erfolgt die Messung noch teilweise manuell, doch das Team arbeitet bereits an einer automatisierten Version. Ziel ist es, die Sonde robuster zu machen und den Messvorgang weiter zu beschleunigen. Die Nachfrage ist gross. Allein in der Schweiz gibt es über 1’000 Kilometer potenziell betroffener Stahlbetonbauwerke.

    «Unsere Methode bietet eine echte Chance, die Lebensdauer bestehender Bauwerke zu verlängern», sagt Bircher. «Wir hoffen, dass sie sich bald als Standardverfahren für die Bauwerksdiagnostik etabliert.»

  • KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    Perowskit-Solarzellen erreichen bereits Wirkungsgrade von über 26% und sind dabei leicht, flexibel und kostengünstig herstellbar. Sie gelten als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Silizium-Modulen. Doch Herausforderungen wie Langzeitstabilität und Skalierbarkeit stehen der industriellen Nutzung noch im Weg.

    KI als Schlüssel zur Produktionsoptimierung
    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erforscht, wie maschinelles Lernen den Herstellungsprozess von Perowskit-Zellen verbessern kann. Deep-Learning-Modelle analysieren Materialeigenschaften in Echtzeit und optimieren die Parameter für maximale Effizienz.

    Fehler erkennen, bevor sie entstehen
    Mithilfe von In-situ-Bildgebungstechniken überwacht KI die Dünnschichtbildung und erkennt Fehler frühzeitig. So können Prozessabweichungen sofort korrigiert und teure Ausschussproduktionen vermieden werden.

    Simulationen für maximale Effizienz
    Durch KI-gestützte Simulationen lassen sich Produktionsbedingungen präzise anpassen. Besonders die Steuerung der Vakuumabschreckzeit spielt eine entscheidende Rolle. Die KI optimiert diesen Prozess, um die bestmögliche Materialstruktur zu gewährleisten.

    Der Weg zur Marktreife
    Die KIT-Studie zeigt, dass KI ein entscheidender Treiber für die Weiterentwicklung der Perowskit-Photovoltaik ist. Die Technologie könnte den Solarenergiemarkt revolutionieren und mit KI schneller denn je industriell nutzbar werden.

  • Empathie als Führungskompetenz

    Empathie als Führungskompetenz

    Die Bau- und Immobilienbranche sowie andere Wirtschaftszweige stehen vor immer komplexeren Herausforderungen. Führungskräfte, die nicht nur funktionale Prozesse steuern, sondern auch soziale und ethische Aspekte berücksichtigen, sind gefragter denn je. Im zweitägigen Praxisseminar an der FHNW vermittelt Prof. Peter Gruber bewährte Techniken, um Empathie gezielt im Führungsalltag einzusetzen.

    Empathie ist lernbar
    Laut Prof. Gruber gibt es zwei Formen der Empathie, die gefühlvolle, intuitive und die rational-professionelle Empathie. Letztere ist für Führungskräfte entscheidend, um Mitarbeitende zu verstehen, ohne sich selbst emotional zu überfordern. Besonders in Führungspositionen sei es essenziell, diese Kompetenz bewusst zu entwickeln, um tragfähige Beziehungen und eine gesunde Unternehmenskultur zu fördern.

    Führung versus Management: Ein grundlegender Unterschied
    Während das Management primär auf Zahlen, Daten und Fakten setzen, umfasst erfolgreiche Führung auch psychologische, soziale und ethische Dimensionen. Gruber betont: «Das Hauptinstrument einer Führungskraft ist das Gespräch, nicht das Excel-Sheet.» Führung bedeutet, nicht nur Leistung zu fordern, sondern Mitarbeitende als Menschen wahrzunehmen und zu fördern.

    Wertschätzende Führung als Erfolgsfaktor
    Moderne Führung ist sowohl leistungsorientiert als auch menschengerecht. Unternehmen, die auf eine respektvolle und sinnstiftende Arbeitskultur setzen, profitieren langfristig von motivierten Mitarbeitenden und einem positiven Betriebsklima. Die Freude an der Arbeit steigert sich, wenn Mitarbeitende den Sinn ihrer Tätigkeit erkennen, in einem Klima der Aufrichtigkeit arbeiten und ermutigt werden.

    Ein Seminar mit praxisnahem Mehrwert
    Das Praxisseminar «Führen mit Empathie» findet am 17. und 18. September 2025 an der FHNW in Brugg statt. Es richtet sich an Führungskräfte, die ihre soziale Kompetenz gezielt weiterentwickeln und ein nachhaltiges, erfolgreiches Leadership umsetzen möchten.

  • Bezahlbares Wohnen in Zug

    Bezahlbares Wohnen in Zug

    Der Kanton Zug und die Stadt Zug leiden noch mehr als andere Kantone und Städte unter einem Mangel an Wohnraum. Der Kanton Zug weist die landesweit tiefste Leerstandsquote von 0.2% auf, und zwar das vierte Jahr in Folge. Das fehlende Angebot und die anhaltend hohe Nachfrage führen zu einer starken Konkurrenzsituation um die wenigen inserierten Mietwohnungen: die Wiedervermietungsdauer ist rekordverdächtig kurz. Es finden sich genügend zahlungskräftige Zu- und Umziehende, die sich auf immer höhere Mietpreise einlassen¹.

    Weil Angebotsmieten mittlerweile 50% über dem Schweizer Durchschnitt liegen, gehen die Klagen weit in den Mittelstand, dass Mietwohnungen nicht mehr erschwinglich sind². Selbst wer mit normalen Haushaltseinkommen umziehen oder in den Kanton ziehen wolle, habe wenig Chancen auf einen Zugang zum Wohnungsangebot.

    In diesem Kontext stellt sich die Frage, was renditeorientierte Eigentümer, die Wohnungsbestand im Kanton und in der Stadt Zug haben oder entwickeln möchten, zur Versorgung von breiten Bevölkerungsschichten mit Wohnraum beitragen können.

    Wie soll erschwinglicher Wohnraum definiert werden?
    Zunächst stellt sich die Frage, wie «erschwinglicher» Wohnraum definiert werden soll. Dazu gibt es einen objektorientierten, einen marktorientierten und einen zielgruppenorientierten Ansatz³. Als preisgünstig können Wohnungsmieten definiert werden, die über maximal festgesetzte Anlagekosten für ein Wohnobjekt berechnet werden. Damit diese Rechnung für renditeorientierte Eigentümer aufgeht, braucht es einen Konsens darüber, was eine sinnvolle Grenze für Anlagekosten ist. Der marktorientierte Ansatz ordnet preisgünstige Wohnungsmieten in bestimmte Quantile der Marktmieten ein. Dazu braucht es einen Konsens, welche Quantile preisgünstig sind. Als bezahlbar werden schliesslich Wohnungsmieten definiert, die für Mieterinnen und Mieter finanziell tragbar sind. Dazu braucht es einen Konsens, dass Haushalte beispielsweise nicht mehr als ein Drittel ihres Bruttoeinkommens – oder grosszügiger gerechnet ihres steuerbaren Einkommens – für die Miete ausgeben sollen.

    Spielraum über den subjektorientierten Ansatz
    Am aussagekräftigsten für eine breit ausgelegte Wohnraumversorgung ist der Ansatz über die finanzielle Tragbarkeit. Dieser Ansatz berücksichtigt, anders der Ansatz über die Anlagekosten, dass viele Menschen im Kanton Zug mehr verdienen als in anderen Kantonen, und sich dadurch auch höhere Mieten leisten können (Abb. 1). Anders als der Ansatz über die Quantile der Marktmieten orientiert er sich aber nicht an der Zahlungsbereitschaft der Zu- und Umziehenden, sondern an den realen Einkommen der Bevölkerung. Der Ansatz hilft, gezielt auf den Bedarf bestimmter Einkommensgruppen einzugehen.

    Eine bezahlbare Wohnung für eine alleinwohnende Person aus dem unteren Mittelstand, die zwischen 70 und 100% des Medianeinkommens verdient, dürfte in der Stadt Zug somit zwischen 1400 und 1900 Franken, kosten. Wie viel Wohnfläche für den Preis angeboten wird, entscheidet der Anbieter aufgrund seiner Einschätzung der Marktfähigkeit einer Wohnung. Weil sich die Bezahlbarkeit am Stückpreis der Wohnung, und nicht am Quadratmeterpreis orientiert, erhalten renditeorientierte Investoren mehr Spielraum, den bezahlbaren Wohnraum in ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu integrieren.

    Bestehenden bezahlbaren Wohnraum optimal verteilen
    Wohnungen bauen dauert lange und ist oft mit unsicheren Planungsprozessen verbunden. Eigentümer und Investoren können auch nicht frei darüber entscheiden, wo und wieviel zusätzlichen Wohnraum sie realisieren möchten. Unmittelbare Handlungsmöglichkeiten haben Eigentümer mit ihrem Bestand: Sie können zur Versorgung der breiten Bevölkerung beitragen, wenn sie ihre freien Mietwohnungen optimal verteilen. Jeder Wohnungswechsel bietet die Möglichkeit, die im Sinne des «Best Owner Prinzips» am besten passende Mietpartei zu berücksichtigen. Eigentümer können Vermietungsteams die Anweisung geben, die Tragbarkeit bei Mietwohnungen, die für den Mittelstand erschwinglich sind, auszureizen und jenen Interessenten zu wählen, der sich die Wohnung – beispielsweise unter der Annahme eines vollen Lohnes – am wenigsten leisten kann. Vermietungsteams brauchen dazu lediglich eine Matrix, die ihnen pro Zimmerzahl die maximal für den Mittelstand (oder die anvisierte Einkommensgruppe) bezahlbaren Mietpreise aufzeigen. Wird eine freie Wohnung im entsprechenden Preisbereich frei, wäre die Regel anzuwenden.

    Fazit
    Um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, müssen die langwierigen Aufgaben angegangen werden, Hürden für den Wohnungsbau zu reduzieren und ein parteienübergreifendes Verständnis zu entwickeln, wie erschwinglicher Wohnraum definiert wird und wie seine Bereitstellung reguliert werden soll. In der Zwischenzeit können renditeorientierte Eigentümer einen Beitrag leisten, indem sie die Versorgung mit bezahlbaren Wohnungen mit einem subjektorientierten Ansatz angehen, der in ihre Marktlogik passt. Damit bleiben sie auch den legitimen Interessen ihrer direkten Anspruchsgruppen gerecht.

  • Smart-City-Strategie Zug

    Smart-City-Strategie Zug

    Die Herausforderungen des Stadtwachstums, von der Klimakrise über die Verkehrslogistik bis zur Siedlungsverdichtung, verlangen nach ganzheitlichen Ansätzen. Zug setzt dabei auf die Digitalisierung als Schlüsselstrategie. Mit ihrer starken technologischen Basis und dem aktiven Einbezug aller städtischen Akteure bietet die Smart-City-Strategie Zug innovative Antworten auf die Fragen der Zukunft.

    Intelligente Verwaltung und bürgernahe Dienstleistungen
    Die Stadt Zug strebt eine effiziente, bürgernahe Verwaltung an, die den Zugang zu Dienstleistungen erleichtert und Transparenz fördert. Digitale Technologien, wie etwa Open Data und smarte Verwaltungsprozesse, bieten Bürgerinnen und Bürgern orts- und zeitunabhängige Zugänge zu städtischen Angeboten. Dieser kundenfreundliche Ansatz stärkt den Dialog zwischen Stadt und Bevölkerung und macht Zug zur Vorreiterin für eine moderne Stadtverwaltung.

    Gesellschaftliche Teilhabe und digitale Kompetenzen stärken
    Mit der Smart-City-Strategie schafft Zug neue Plattformen für die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Digitale Kanäle erweitern den Dialog und fördern das Mitspracherecht, insbesondere für jüngere Generationen und weniger mobile Personen. Bildungsangebote sollen die digitalen Kompetenzen sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung verbessern und die Zugerinnen und Zuger für die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation fit machen.

    Smart Mobility für nachhaltige Mobilität und Lebensqualität
    Eine zentrale Säule der Strategie ist die smarte Mobilität. Innovative Technologien und alternative Verkehrsformen sollen den Pendelverkehr entlasten, Emissionen reduzieren und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Zug setzt dabei auf Echtzeitdaten, intermodale Mobilität und den Ausbau emissionsfreier Verkehrsträger. Das Ziel: eine saubere, sichere und nachhaltige Mobilität, die das Stadtleben bereichert.

    Innovationsstarker Wirtschaftsstandort
    Mit seiner dynamischen Start-up-Szene und innovativen Branchen wie Fintech und Blockchain schafft Zug ein attraktives Umfeld für Hightech-Unternehmen und qualifizierte Fachkräfte. Die Smart-City-Strategie stärkt das Standortprofil und vernetzt Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Wirtschaft und Kreislaufprozesse einsetzen. Zug wird so nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig aufgestellt.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch smarte Technologien
    Die Förderung von Energieeffizienz und CO2-Reduktion ist ein zentrales Ziel der Strategie. Digitale Anwendungen wie «Smart Metering» ermöglichen eine transparente Darstellung des Energieverbrauchs und fördern den bewussten Umgang mit Ressourcen. Die Stadt setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien und eine intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur – ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung.

  • Der Switzerland Innovation Park Central

    Der Switzerland Innovation Park Central

    In der Suurstoffi in Rotkreuz bietet der SIPC ein inspirierendes Umfeld, das den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen über 120 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft fördert. Hier entsteht ein lebendiges Innovationsökosystem, das neue Ideen effizient in marktfähige Lösungen im Bausektor umsetzt.

    Vielfältige Formate zur Förderung von Innovationen
    Um Innovationen voranzutreiben, arbeitet der SIPC in fünf thematisch fokussierten Future Labs, die gezielt aktuelle Herausforderungen wie die Transformation zur Kreislaufwirtschaft
    im Bau oder neue Abwicklungsmodelle aufgreifen. Diese Labs sind hybride Arbeitsgefässe mit strukturierten Prozessen und Formaten, die kollaborative Innovation fördern. Vielfältige Event- und Workshopformate sowie die digitale Community-Plattform Jointcreate – eine Art «LinkedIn für Innovation» – bieten Inspiration, befähigen die Teilnehmenden und unterstützen den Innovationsprozess. Im Kern steht dabei immer die Umsetzung damit auch reale Wirkung erzielt wird. Hierfür stehen Finanzierungs- und Start-up-Beratungen sowie Büro- und Projekträume zur Verfügung.
    Zusätzlich übernimmt der SIPC das Management verschiedener Programme, etwa der Circular Building Charta, einem Zusammenschluss grosser Immobilieninvestoren, die auf eine zunehmend zirkuläre Beschaffung und Bauweise setzen. In regelmässigen Erfahrungsworkshops vermittelt der SIPC Wissen. Durch das offene Teilen von Erfahrungen in Pionierprojekten wird Austausch innerhalb der Branche gefördert.

    Ein Beitrag zur Bauwirtschaft von morgen
    Mit seinen klaren Werten – Offenheit, Fairness und Professionalität – leistet der SIPC einen entscheidenden Beitrag zur Transformation der Bauwirtschaft. Als Non-Profit-Organisation verfolgt er das Motto «Building Excellence» und lädt alle Interessierten ein, Teil dieser Bewegung zu werden. Der Switzerland Innovation Park Central zeigt, wie Innovation in der Bauwirtschaft nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung fördern kann. Durch die Verbindung von Vision und Praxis gestaltet der SIPC eine nachhaltige Zukunft und ist ein unverzichtbarer Partner für alle, die an der Bauwirtschaft von morgen mitarbeiten möchten.

  • Regionale Baubranche trifft sich in Baden

    Regionale Baubranche trifft sich in Baden

    Am 15. Mai will city com baden die Bau- und Immobilienunternehmen der Region Baden zusammenbringen. Dazu richtet die Vereinigung der Gewerbetreibenden und Detaillisten der Stadt Baden den Branchentreff 2025 aus. «Das neue Veranstaltungsformat fördert die Vernetzung und den Wissensaustausch in der Bau- und Immobilienbranche in der Region Baden und schafft Synergien», erläutert city com baden in einer entsprechenden Mitteilung.

    Den Teilnehmenden werden Einblicke in die regionale Wohnraumsituation und die Entwicklung der Immobilienpreise geboten. Auf der Tagesordnung stehen darüber hinaus innovative Bau- und Umweltlösungen. Als Referenten sind Marcel Koller, Chefökonom der Aargauischen Kantonalbank, und Vertretende der Hächler-Gruppe gebucht. Die Abteilung Infrastruktur der Stadt Baden konnte als Partnerin gewonnen werden.

    Die Teilnahme am Branchentreff ist kostenlos, allerdings ist eine Anmeldung bis zum 15. April erforderlich. Sie kann online oder über einen QR-Code in der Mitteilung vorgenommen werden. Dort stellt city com baden auch einen Kontakt für Rückfragen zur Verfügung.

  • Abschiedsfeier für das Raben-Bad in Baden geplant

    Abschiedsfeier für das Raben-Bad in Baden geplant

    Bagni Popolari läutet das Ende der Zwischennutzung im Bad zum Raben ein. Am 25. Januar soll im Thermalbad am Kurplatz in Baden Abschied gefeiert und das Ende der Ausstellung «Acts of Attention» begangen werden, informiert der Verein in einer Mitteilung. An der Limmatpromenade wird gleichzeitig ein temporäres Aussenbecken mit naturbelassenem Thermalwasser zum Baden einladen.

    Bagni Popolari habe das vormals stillgelegte Raben-Bad seit 2017 mit Ausstellungen, Performances, Musik, Lesungen, Vorträgen, Animationsfilmen wieder belebt und dabei tausende Besuchende gezählt, heisst es in der Mitteilung. Für einen Weiterbetrieb müsse das Thermalbad nun aber gründlich renoviert werden. Unter anderem brauche es eine solide Bädertechnik, eine Lüftung, neue elektrische Installationen und rollstuhlgängige WCs.

    Für den Umbau ist die aus Bagni Popolari hervorgegangene Raben-Genossenschaft zuständig. Sie hat sich 2022 zum Erwerb des Badegeschosses im ehemaligen Badegasthof zum Raben gegründet. Nach Einschätzung der Raben-Genossenschaft werden die nötigen Umbauten rund 4,5 Millionen Franken kosten.

    1,5 Millionen davon sollen durch den Verkauf neuer Genossenschaftsanteile und Spenden zusammenkommen. Die übrigen 3 Millionen Franken will die Raben-Genossenschaft über Zuwendungen der öffentlichen Hand, von Stiftungen und Sponsoren sowie durch Darlehen aufbringen. «Wenn alles gut läuft, kann Bagni Popolari 2027 die erste Vernissage im erneuerten Bad zum Raben feiern», hofft der Verein.

  • Effiziente Vermietung dank KI

    Effiziente Vermietung dank KI

    Die Schweizer Immobilienbranche trägt rund 20 Prozent zum BIP bei, doch die Digitalisierung hinkt hinterher. SMG Real Estate setzt mit einer Innovationsoffensive neue Massstäbe. Plattformen wie ImmoScout24, Homegate und Flatfox bieten nun volldigitale Lösungen, die Inserate schneller erstellen, Besichtigungen vereinfachen und den gesamten Mietprozess optimieren.

    Ein zentraler Baustein ist der Flatfox-Messenger, der auf den genannten Plattformen integriert wird. Diese WhatsApp-ähnliche Kommunikationslösung bündelt den gesamten Austausch zwischen Mietinteressenten und Vermietern. Besichtigungstermine, Bewerbungen und Zusagen lassen sich nahtlos verwalten – ohne die übliche E-Mail-Flut.

    KI-gestützte Inserate für maximale Effizienz
    Auch bei der Inserateerstellung setzt SMG Real Estate auf Automatisierung. Makler und Bewirtschafter können mit wenigen Klicks ein vollständiges Inserat generieren. Durch Eingabe der Immobilienadresse werden alle relevanten Daten wie Grösse und Ausstattung automatisch ergänzt, und ein KI-gestützter Text wird erstellt.

    Diese Innovation spart pro Inserat durchschnittlich 14 Minuten. Hochgerechnet auf die Vielzahl an täglichen Inseraten ergeben sich erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen. So bleibt mehr Zeit für das Kerngeschäft – den direkten Kontakt mit Interessenten.

    Zukunftssichere Lösungen für die Branche
    Das Unternehmen will die Schweizer Immobilienbranche fit für die digitale Zukunft machen. Die neuen Technologien bieten nicht nur Komfort und Effizienz, sondern tragen auch zur Professionalisierung und Wettbewerbsfähigkeit der Branche bei.

    Mit dieser Initiative beweist SMG Real Estate, dass digitale Innovationen den Immobilienmarkt nachhaltig verändern und einen echten Mehrwert für alle Beteiligten schaffen.

  • Schweizer Datenökosystem

    Schweizer Datenökosystem

    Daten sind eine zentrale Ressource für wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt. Um zu verhindern, dass Daten in isolierten Silos verbleiben, setzt der Bund auf ein nationales Datenökosystem. Dieses umfasst themenspezifische Datenräume, in denen Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Organisationen sicher und kontrolliert Daten austauschen können.

    Der Bundesrat hat die Bundeskanzlei beauftragt, eine zentrale Anlaufstelle zur Koordination dieser Datenräume zu schaffen. Die Anlaufstelle Datenökosystem Schweiz, die am 15. Januar 2025 ihren Betrieb aufgenommen hat, wird von der Bundeskanzlei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kommunikation, dem Bundesamt für Statistik und der Direktion für Völkerrecht betrieben.

    Koordination, Beratung und internationale Vernetzung
    Die Hauptaufgabe der Anlaufstelle besteht darin, Grundlagen für ein interoperables Datenökosystem zu schaffen. Dazu gehören Regelwerke, technische Standards und organisatorische Strukturen. Gleichzeitig unterstützt sie laufende Datenraumprojekte mit konzeptioneller, organisatorischer und rechtlicher Beratung.

    Ein zentrales Element ist die Vernetzung der relevanten Akteure. In sogenannten Communities of Practice können Fachleute Wissen und Erfahrungen austauschen, um die Entwicklung gemeinsamer Datenlösungen zu beschleunigen. Darüber hinaus arbeitet die Anlaufstelle mit internationalen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut zusammen, um die Kompatibilität schweizerischer Datenräume mit europäischen und globalen Initiativen sicherzustellen.

    Daten für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft nutzbar machen
    Mehrere Datenraumprojekte befinden sich bereits im Aufbau, etwa in den Bereichen Gesundheit («DigiSanté»), Tourismus («Nationale Dateninfrastruktur für den Tourismus») und Landwirtschaft («agridata.ch»). Ein weiteres Beispiel ist der geplante Mobilitätsdatenraum, in dem Akteure des öffentlichen Verkehrs, der Logistik und der Behörden Mobilitätsdaten austauschen. Dies ermöglicht effizientere Verkehrssteuerung, optimierte Routenplanung für Spediteure und schnellere Reaktionszeiten für Blaulichtorganisationen.

    Mit der neuen Anlaufstelle setzt die Schweiz einen wichtigen Schritt, um das Potenzial von Daten nachhaltig zu nutzen und digitale Innovationen über Branchen- und Verwaltungsgrenzen hinweg zu fördern.

  • ESG-Ziele mit REMMS-Integration

    ESG-Ziele mit REMMS-Integration

    Mit der REMMS-Integration hebt des Unternehmen die Nachhaltigkeitsanalyse in der Immobilienbranche auf ein neues Niveau. REMMS (Real Estate Meta-rating and Monitoring on Sustainability) ermöglicht eine umfassende Beurteilung von Immobilien hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien. Nutzer der Lösungen können die Immobilien einfach analysieren und Benchmark-Vergleiche erstellen und das alles unter Berücksichtigung relevanter Standards wie AMAS, ASIP, CRREM, GRI, ICMA, SBVg und SFDR.

    Nahtlose Integration für maximale Effizienz
    Das zentrales Ziel der Integration ist die Benutzerfreundlichkeit. Asset- und Portfoliomanager können die REMMS-Plattform ohne zusätzliche Anmeldung oder Vertragsabschluss nutzen. Das Nachhaltigkeitsmonitoring-Modul in der Software-Suite ermöglicht es, Immobilienportfolios anonymisiert und datengestützt auszuwerten. Martin Schnider, Geschäftsführer von reamis, betont: «Unsere Lösung unterstützt Kunden dabei, Nachhaltigkeitsziele effizient zu erreichen und regulatorische ESG-Anforderungen zu erfüllen.»

    Ein Schritt in Richtung nachhaltige Immobilienbranche
    In der REMMS-Integration wird nicht die eine Erweiterung der digitalen Lösungen, sondern auch einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Immobilienwirtschaft geschaffen. Die datengestützte Plattform bietet Portfoliomanagern präzise Analysen, die strategische Entscheidungen erleichtern.

  • Klima Charta Zug+: Unterstützung für KMU im Kanton Zug

    Klima Charta Zug+: Unterstützung für KMU im Kanton Zug

    Rund 50% der CO2-Emissionen im Kanton Zug stammen aus der Wirtschaft, was den dringenden Handlungsbedarf in diesem Bereich verdeutlicht. Die Zuger Wirtschaftskammer, das Institut WERZ (OST), das Technologie Forum Zug und der Switzerland Innovation Park Central haben gemeinsam mit dem Kanton Zug die Klima Charta Zug+ gegründet, um insbesondere KMU in der Umsetzung klimaschonender und wirtschaftlicher Massnahmen zu unterstützen.

    Beratung, CO2-Fussabdruck und Massnahmen
    Das Beratungsangebot der Klima Charta bietet Unterstützung und Werkzeuge, um CO2-Emissionen im eigenen Unternehmen zu erkennen und zu reduzieren. Der Kanton Zug übernimmt 50% der Beratungskosten und hat dafür 1,6 Millionen Franken zugesagt, rund 60 Prozent des Budgets. Die restlichen Mittel kommen aus der Privatwirtschaft. Die Geschäftsstelle der Initiative, beim Zuger Umweltinstitut WERZ angesiedelt, bietet Fachwissen und Beratung, von Energieeinsparungen über Emissionssenkungen bis hin zu praxisorientierten Lösungen für konkrete Herausforderungen im Unternehmen.

    Klimaschutz als Standortvorteil
    Klimaschutz ist längst mehr als ein Trend – er wird zum wichtigen Unternehmens- und Standortvorteil. Die Klima Charta Zug+ unterstützt KMU dabei, Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Standards zu setzen. Gleichzeitig entsteht eine wachsende Charta-Community, in der engagierte Zuger Unternehmen Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Die Bereitschaft, in klimafreundliche Innovationen zu investieren, stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und des Kantons.

    Konkrete Unterstützung für KMU
    Alex Beck, Co-Leiter der Initiative, betont: «Wir haben als Wirtschaft die Pflicht,
    eine intakte Umwelt für die nächsten Generationen zu schaffen.» Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen senken möchten, erhalten durch die Klima Charta individuelle und praxistaugliche Lösungen – von nachhaltigen Heizsystemen bis hin zur Bereitstellung von Solarstrom für E-Ladestationen.

    Nachhaltige Investitionen für eine klimafreundliche Zukunft
    Als Teil der Klima Charta Zug+ erfüllen Unternehmen die steigenden Anforderungen im Klimaschutz und positionieren sich als verantwortungsbewusste Akteure. Alex Beck betont, dass die Vorbildwirkung einzelner Firmen eine «Eigendynamik» schafft, die über das Unternehmen hinauswirkt. Durch die Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz wird eine Kultur des Engagements gefördert, die eine nachhaltige Entwicklung für den Kanton Zug ermöglicht.

  • Global führende Branchencluster

    Global führende Branchencluster

    Mit den Jahren haben sich immer mehr Unternehmen aus den gleichen Industrien angesiedelt, wodurch sich verschiedene Branchencluster, so wie sie genannt werden, gebildet haben. Dazu zählt auch die Bildung, Forschung und verschiedene Plattformen wie der Innovationspark oder Verbände, in welchen ein reger Austausch stattfindet. Die Vielzahl an Unternehmen, Dienstleistern, Zulieferern und privaten Institutionen sorgen für gegenseitige Unterstützung und fördern eine serviceorientierte und effiziente Verwaltung. Zudem profitieren die ansässigen Unternehmen von den hohen Bildungsstandards und der exzellenten Infrastruktur.

    Blockchain, Fintech und IT
    Zug hat sich zu einem globalen Hotspot für Blockchain, Fintech und IT entwickelt. Hier entfalten sich Innovationen in einem symbiotischen Ökosystem, in welchem sich wegweisende Technologien treffen und eine Fülle grenzenloser Möglichkeiten schaffen. Zug erntet Anerkennung für transparente Regulationen, kryptofreundliche Banken und Verwaltungen, einen dynamischen Arbeitsmarkt für Kryptowährungen und einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender. Aufgrund seiner räumlichen Nähe zur Region Zürich entwickelt Zug im «Crypto Valley» ein attraktives Ökosystem für die etwa 600 Krypto-Unternehmen und ist der Geburtsort von Ethereum. Dieses Umfeld wird durch positive regulatorische Rahmenbedingungen, attraktive Steuern, Incubators wie der CV VC, sowie eine grosse Anzahl von Fintech-Unternehmen begünstigt. Der Kanton Zug unterstützt die Forschung in diesem Bereich finanziell, indem sie sich mit fast 40 Millionen Schweizer Franken an der Blockchain Forschungsinitiative der Hochschule und Universität Luzern beteiligt.

    Zugs «Fintech-Cluster» verkörpert ein Zentrum der Innovation im Bereich Finanztechnologie. Innerhalb des «Crypto Valley» agiert dieses «Cluster» als dynamischer Treffpunkt für Fintech-Unternehmen, Startups und Finanzinstitutionen. Hier in Zug befindet sich auch das Nationale Testzentrum für Cybersicherheit (NTC) sowie verschiedene Labs und Forschungszentren im Bereich Blockchain, AI, ML und Robotics der HSLU, situiert in Rotkreuz.

    Life Science (Pharma/Biotech und Medtech)
    Der Kanton Zug ist ein führender Standort für Life Sciences mit rund 300 Unternehmen und 9’000 Mitarbeitenden. Neben dem starken Fokus auf kommerzielle Funktionen wachsen auch die Bereiche der medizinischen und klinischen Bereiche. Die regionale Innovationskraft wird durch weitere führende Cluster in Deep Tech, KI und ICT verstärkt, was innovative Synergien schafft.

    Pharma/Biotech
    Zug zieht zahlreiche internationale Pharma- und Biotech-Konzerne an, darunter z. B. Biogen, Amgen oder Astra Zeneca und Johnson & Johnson. Zudem haben in den letzten Jahren rund 60 US-Biotech-Firmen hier ihren europäischen Sitz gewählt. Die hohe Dichte von Pharma- und Biotech-Unternehmen im Kanton Zug sowie die grosse Anzahl von Dienstleistern, die sich auf Life Sciences spezialisiert haben, schaffen ein vorteilhaftes Geschäftsumfeld.

    Medtech
    In der Medizintechnik sind mehr als 100 Unternehmen in der Diagnostik und Medizinproduktion mit Produktionsstandorten und globalen Hauptsitzen vertreten. Repräsentative Beispiele für globale Hauptsitze sind Roche Diagnostics, Medela, SHL Medical, Schiller und Johnson & Johnson Medtech mit wichtigen weltweiten Funktionen auf ihrem internationalen Campus in Zug.

    Zug bietet auch aufstrebenden Medtech-Startups wie z. B. Deep Breath Intelligence und Heart Force oder Sedimentum optimale Bedingungen für Wachstum und Innovation.

    Neubau SHL Medical AG

    Das 5’000m² Büro- und 10’500m² Produktionsgebäude für die Mieterin SHL Medical AG entsteht auf dem Areal Tech Cluster Zug. Das kompakte Design, die Materialreduktion und die innovative Hybridbauweise aus Holz, Stahl und Beton fördern ressourcenschonendes, effizientes Bauen. Sichtbares Holz im Innenraum und eine schützende Aluminiumschicht aussen spiegeln den hohen Qualitätsanspruch. Eine Reduktion von 20% an CO2-Emissionen wird durch die Betonproduktion mit Jura Eco Zement vor Ort ermöglicht.

    Die Energieversorgung der SHL wird als Teil des arealweiten Multi-Energy Hubs konzipiert. Die Energieversorgung wird ergänzt durch Seewasserkühlung und grossflächige PV-Anlagen auf Dächern und Fassade. Die überschüssige Wärme und Energie wird zur weiteren Verwendung im Hub zurückgewonnen.

    Neubau Produktionsgebäude Roche

    Roche investiert 215 Millionen in ein neues Diagnostik-Produktionsgebäude in Rotkreuz, das bis 2027 auf 29’000 m² fertiggestellt wird. Das flexible Design ermöglicht Anpassungen an zukünftige Produktionsbedürfnissen und steigert so die langfristige Effizienz. Nachhaltigkeit hat höchste Priorität: Geplant sind eine fossilfreie Energieversorgung, Wasserkreislaufsysteme sowie ressourcenschonende Bauweisen. Die Umgebung wird naturnah gestaltet, mit Feuchtwiesen, einem Flachmoor und einem Dachgarten in 23 Metern Höhe zur Förderung der Biodiversität.

    Tech Industrie
    Die Tech Industrie gilt als einer der grössten Beschäftigungssektoren in der Schweiz. Mit gegen 14’000 Mitarbeitenden und 750 Unternehmen hat dieser Sektor zudem eine wichtige Bedeutung für den Kanton Zug. Der Fokus im High-Tech-Cluster in Zug liegt auf der Entwicklung, Gestaltung und Fertigung von elektronischen Produkten und Dienstleistungen. Darüber hinaus spielen Digitalisierung, das Internet der Dinge (IoT),m Robotics und künstliche Intelligenz (KI) ebenfalls bedeutende Rollen.

    Zug zeichnet sich als eines der dynamisch expandierenden Technologiezentren in Europa aus. Innerhalb des Kantons Zug haben zahlreiche bemerkenswerte KMUs und Startups, die sich auf modernste und wegweisende Technologien spezialisiert haben, ihren Platz gefunden. Ihr Einfluss erstreckt sich über verschiedene Branchen, da sie bahnbrechende Lösungen auf der Grundlage aufkommender Technologien entwickeln. Der Zugang zu verschiedenen Forschungs- und Netzwerkinstitutionen wie z. B. der Hochschule für Informatik und Technik (HSLU), dem Innovation Park Central Switzerland und dem Technologieforum Zug schaffen die idealen Rahmen für innovative, technologiegetriebene Unternehmen.

    Siemens Campus

    Der 81’000 m2 grosse Siemens Campus Zug ist ein Vorzeigeprojekt für Digitalisierung und Nachhaltigkeit und demonstriert, wie moderne Produkte und Lösungen die digitale Transformation beschleunigen können. Er setzt in jeder Hinsicht technologische Massstäbe und zeigt, wie Gebäude und Infrastrukturen von statischen, inaktiven Objekten zu reaktionsfähigen und reaktiven Objekten entwickelt werden können. Der Campus vereint, was eine Gemeinschaft benötigt: Brandschutz, Zutritts- und Einbruchskontrolle, CCTV, CO-Erkennung, Löschung, sprachgesteuerte Evakuierung, Raumautomation und vieles mehr.

    Finanzdienstleister
    Rund 2’000 Unternehmen bilden ein dynamisches Umfeld für Finanzdienstleistungen im Kanton Zug. Hunderte von Unternehmen aus den Bereichen Vermögensverwaltung, Family Offices und Hedgefonds haben ihren Sitz im Kanton Zug.

    Im Bereich Private Equity/Venture Capital sind beispielsweise Partners Group, Capital Dynamics, HBM Healthcare Investments, CAPVIS und Invision zu nennen. Auch führende Schweizer Finanzinstitute und Plattformen sind hier ansässig, darunter das Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, die Swiss Private Equity and Corporate Finance Association SECA, das Swiss CFO Forum und der VQF, die führende selbstregulierende Organisation im Nichtbankensektor.

    Neubau Partners Group Campus

    Partners Group, Switzerland

    Der neue globale Hauptsitz der Partners Group besteht aus drei Gebäuden.Das «Green Building», einen langgestreckten, elliptischen Baukörper, der mit seinen unterschiedlich geschwungenen, terrassierten Schichten einen reich begrünten, in die Zukunft weisenden Gegenakzent zu den die Vergangenheit zitierenden zwei Ziegelbauten setzt, welche historischen Fabrikgebäuden nachempfunden sind. Damit will die Partners Group ihren Fokus als Firmenbauer betonen.

    Das Gebäude besticht nicht nur mit seiner Architektur, sondern auch durch eine hochwertige Infrastruktur mit einem hauseigenen Gym, Kantine, Kita und Parkplätzen.

    Konsumgüter
    Im Kanton Zug sind zudem über 1700 Konsumgüterunternehmen mit rund 14 000 Beschäftigten ansässig, die etwa ein Drittel des BIP ausmachen. Zug ist Sitz internationaler und regionaler Hauptquartiere führender Marken in den Bereichen Nahrungsmittel und Getränke (z. B. Anheuser-Busch InBev, Burger King, Coca Cola HBC), Körperpflege (z. B. Galderma, Kenvue), Textilien (z. B. Odlo, Hugo Boss) und Sportartikel (z. B. Specialized). Auch der Automobilzuliefersektor und der Grosshandel mit Rohstoffen und pharmazeutischen Produkten spielen eine wichtige Rolle.

    Rohstoffhandel
    Zug ist ein global führendes Handelszentrum für Rohstoffe, besonders in den Bereichen Metalle, (Erneuerbare-) Energie und Agrarrohstoffe, mit über 200 Unternehmen (z. B. Glencore, Shell) und spezialisierten Fachkräften. Die Schlüsselbereiche beinhalten Firmenhauptsitze, Handel, Lieferketten, Produktion, Verarbeitung und Vermarktung.

    Firmenhauptsitze, Supply Chain Management & Procurement
    In den letzten Jahrzehnten hat sich die Schweiz mit über 1’000 Unternehmen zu einem führenden Standort für internationale Firmenhauptsitze entwickelt. Der Kanton Zug weist die höchste Dichte von Hauptsitzen mit global führenden Branchenclustern auf.

    Dabei hat sich ein spezielles Zentrum für Firmen im Bereich Supply Chain & Procurement entwickelt.

    Die Zentralisierung ermöglicht eine kostengünstige Beschaffung sowie ein effizientes Management der Produktionsressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Grosse multinationale Unternehmen wie z. B. Bossard, Glencore, Johnson & Johnson oder auch die V-Zug haben hier globale Funktionen für ihre Lieferketten und Beschaffungen angesiedelt.

  • Neue Technologien zur Geothermienutzung in der Schweiz entwickelt

    Neue Technologien zur Geothermienutzung in der Schweiz entwickelt

    Forschende der ETH vollen Energie aus dem Untergrund zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzbar machen. Gleich mehrere Forschungsgruppen der Hochschule erkunden Möglichkeiten der Geothermie, informiert die ETH in einer Mitteilung. Ihr zufolge ist die Schweiz technisch, regulatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Bevölkerung besser auf die Nutzung von Geothermie vorbereitet als noch vor einigen Jahren.

    Eine Gruppe um Stefan Wiemer, Professor am Departement Erd- und Planetenwissenschaften der ETH und Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes, forscht im BedrettoLab an der Minimierung von Erdbebenrisiken bei sogenannten Enhanced Geothermal Systems. Ein sensorgestütztes System überwacht die Erzeugung der nötigen künstlichen Risse, in denen sich Wasser erwärmt. Die im BedrettoLab gewonnenen Erkenntnisse werden bei der Planung des Geothermie-Pilotkraftwerks in Haute-Sorne JU genutzt.

    Die Gruppe von Martin Saar, Professor für Geothermische Energie und Geofluide im Departement der Erd- und Planetenwissenschaften an der ETH, erkundet die Möglichkeiten von geschlossenen Rohkreisläufen, in denen CO2 zirkuliert. Diese sogenannten deep closed-loop Advanced Geothermal Systems könnten «eine klimafreundliche Alternative zu CO₂-intensiven Reservegaskraftwerken sein», erläutert Saar in der Mitteilung. Die Gruppe hat sich zudem bereits sogenannte CO2-Plume Geothermal Systeme patentieren lassen. Hier wird die dauerhafte Speicherung von CO2 in Gestein mit dessen Nutzung zur Produktion von Wärme und Strom verbunden. Darüber wird die Speicherung von Prozess- und Sommerwärme von Gebäuden im Gestein untersucht, die im Winter zum Heizen genutzt werden kann.

  • Rohstoffversorgung für die Energiewende sichern

    Rohstoffversorgung für die Energiewende sichern

    Mineralien und Metalle wie Kupfer, Lithium und Seltene Erden sind essenziell für Technologien der Energiewende, darunter Batterien, Elektromobilität und erneuerbare Energien. Die zunehmende Nachfrage trifft jedoch auf begrenzte Produktionsstandorte, wodurch geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen die Versorgung erschweren. Konsumentenländer reagieren mit industriepolitischen Massnahmen und internationalen Kooperationen, um Engpässe zu vermeiden.

    Die besondere Rolle der Schweiz
    Die Schweizer Industrie importiert hauptsächlich Halbfabrikate und Komponenten aus der EU, was die direkte Abhängigkeit von Rohstoffproduzenten reduziert. Dennoch ist auch die Schweiz nicht vor globalen Versorgungsrisiken gefeit. Der Bundesrat hat deshalb Massnahmen entwickelt, um eine stabile Rohstoffversorgung langfristig zu sichern.

    Handlungsoptionen für die Versorgungssicherheit
    Der Bericht des Bundesrats nennt zentrale Massnahmen. Die Aussenwirtschaftspolitik setzt auf den Ausbau bilateraler Handelsabkommen und einen verstärkten Dialog mit internationalen Partnern, insbesondere der EU. Gleichzeitig liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit durch die Diversifizierung von Bezugsquellen, die Förderung der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Beschaffungspraktiken. Im Bereich Forschung und Innovation wird die Entwicklung neuer Recycling-Technologien und alternativer Materialien unterstützt.

    Darüber hinaus wird ein enger Dialog mit der Industrie empfohlen, um Versorgungsrisiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu steuern. Eine Vertiefung der Beziehungen zu politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Partnern soll die Grundlage für eine verlässliche Rohstoffversorgung bilden.

    Nachhaltige Bewirtschaftung und Kreislaufwirtschaft
    Eine zentrale Empfehlung des Berichts ist die Förderung einer nachhaltigen Nutzung von Mineralien und Metallen. Der Lebenszyklus der Rohstoffe soll stärker berücksichtigt werden, etwa durch Recycling und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Diese Ansätze tragen nicht nur zur Versorgungssicherheit bei, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

  • Abschaffung der Eigenmietwertsteuer

    Abschaffung der Eigenmietwertsteuer

    Mit der Zustimmung beider Räte zum neuen Bundesgesetz wurde ein lang ersehnter Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beschlossen. Die Eigenmietwertsteuer, die als unbefriedigend und ungerecht galt, gehört damit der Vergangenheit an. Künftig entfällt die Einkommensbesteuerung der fiktiven «Eigenmiete» für selbstgenutztes Wohneigentum, was das Steuersystem deutlich vereinfacht.

    Förderung von Finanzstabilität und Wohneigentum
    Ein weiterer zentraler Punkt des neuen Gesetzes ist der Abbau der Privatverschuldung. Die Begrenzung des Abzugs für private Schuldzinsen sowie die Streichung zusätzlicher Abzugsmöglichkeiten führen zu einer Stärkung der Finanzstabilität. Junge Familien profitieren von einem zeitlich begrenzten Schuldzinsabzug, der ihnen den Erwerb von Wohneigentum erleichtert. Damit wird der Verfassungsauftrag zur Förderung des Wohneigentums erfüllt.

    Anpassungen bei Steuerabzügen
    Die Abschaffung der Eigenmietwertsteuer bringt eine systemkonforme Streichung bisheriger Abzüge wie Unterhaltskosten oder Versicherungsprämien mit sich. Gleichzeitig bleibt es den Kantonen überlassen, Abzüge für energetische Sanierungen oder Umweltschutzmassnahmen beizubehalten, um diese weiterhin zu fördern.

    Keine Benachteiligung von Vermietern
    Für private Vermieter bleibt die Möglichkeit erhalten, Kosten wie Unterhalt oder Schuldzinsen steuerlich abzusetzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die neue Regelung keine negativen Auswirkungen auf die Vermietung privater Immobilien hat.

    Verfassungsänderung zur Kompensation
    Das Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist an eine Verfassungsänderung gebunden. Diese erlaubt Kantonen, eine Objektsteuer für Zweitliegenschaften einzuführen, um Steuerausfälle bei selbstgenutzten Zweitwohnungen auszugleichen. Insbesondere Tourismuskantone sollen so die finanziellen Auswirkungen kompensieren können.

  • Areale im Kanton Zug

    Areale im Kanton Zug

    Der kantonale Richtplan regelt die Grundzüge der angestrebten räumlichen Entwicklungen. Dieser hält in Text und Karte fest, wie sich die Kantone und Gemeinden entwickeln sollen.

    Das Bedürfnis nach mehr bezahlbaren Wohnraum wird von der Politik und dem Kanton wahrgenommen: In den verschiedenen Arealen entstehen neben «herkömmlichen» Wohnungen auch Wohnungen für Familien, preisgünstige Wohnungen sowie Wohnungen für die ältere Bevölkerungsschicht.

    Nahezu auf dem ganzen Perimeter der «Talgemeinden» erstrecken sich verschiedenste Arealentwicklungen. Neben den Arealen wird auch die Verkehrslage weiterentwickelt und an die erhöhte Nutzung angepasst: Beispiele gehen vom Umbau der Bushaltestellen bis zur Umfahrung, um das Stadtzentrum Cham zu entlasten. Dazu zählen auch Car-Sharing Konzepte, wie zum Beispiel auf dem Areal Papieri in Zusammenarbeit mit der AMAG.

    Auch im öffentlichen Verkehr tut sich einiges. In Zukunft soll das Papieri Areal in Cham einen Schnellbus über die Schnellstrasse der Umfahrung erhalten und das Areal Unterfeld Süd eine Haltestelle im Quartier.

    Insbesondere bei neuen Projekten spielt die Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Der Raum Zug nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Das Papieri-Areal in Cham wurde mit dem renommierten Watt d’Or des Bundesamts für Energie ausgezeichnet. Dies unterstreicht die Initiative des Areals im Bereich erneuerbarer Energien. Hier wird ein klimaneutraler Stadtteil geschaffen, der vollständig auf erneuerbare Energiequellen setzt und 75% seines Energiebedarfs vor Ort deckt. Zu den innovativen Technologien, die zur hohen Energieautarkie beitragen, zählen Wasserkraftwerke und Photovoltaikanlagen. Geothermie wird für die Wärme- und Kälteversorgung genutzt.

    Das Nachhaltigkeitszertifikat, vergeben von der Schweizer Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft der Suurstoffi in Rotkreuz, würdigt die nachhaltige Bauweise und die ganzheitliche Planung des Projekts. Die Auszeichnung belegt, dass hier höchste Standards in Bezug auf Energieeffizienz, Mobilität und Biodiversität eingehalten werden. Die Projekte zeigen, dass Zug nicht nur ökologische Verantwortung übernimmt, sondern auch als Modell für zukunftsweisende Stadtentwicklung in der Schweiz dient. Durch den Einsatz innovativer Konzepte und Technologien positioniert sich der Kanton Zug als Vorreiter in der nachhaltigen Gestaltung urbaner Lebensräume.

    Auch die übrigen Areale wissen zu überzeugen. Auf dem Tech-Cluster-Areal ist der Bau eines Hochhauses in Holzbauweise vorgesehen. Das «Leuchtturmprojekt» mit dem Namen «Projekt Pi» sieht die Erstellung eines innovativen Wohnhochhauses vor. Mit einer Höhe von 80 Metern ist der Bau eines der höchsten Holzhochhäuser der Schweiz mit preisgünstigen Wohnungen geplant.

    Baar – Unterfeld Süd
    Im Gebiet Unterfeld Süd ist die Erstellung eines gemischt genutzten Quartiers mit rund 400 Wohneinheiten und zirka 1’000 Arbeitsplätzen vorgesehen. Die Grundstrukturen wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung von Baar gemeinsam mit Expertinnen und Experten unter der Führung der Gemeinde festgelegt. Der Baarer Bevölkerung wurde am 22. September 2024 der Bebauungsplan der ersten von drei Bauetappen zur Abstimmung vorgelegt. Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 74 Prozent wurde der Plan angenommen.

    Die Realisierung der ersten Etappe umfasst das Hochhaus bei der Stadtbahnhaltestelle Baar Lindenpark sowie das benachbarte Gewerbegebäude. Diese werden in einen gemeinsamen Bebauungsplan überführt. Der frühestmögliche Baubeginn der ersten Etappe ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Die übrigen Baufelder werden parallel dazu entwickelt und in nachfolgenden Bauetappen realisiert. Das Projekt von Implenia wird nach derzeitigem Stand der Planung im Jahr 2029 vollendet sein, sofern die nachfolgenden Pläne von den zuständigen Stellen angenommen werden und der Bau nach Plan verläuft.

    Hinterberg Süd (Städtler Allmend)
    Auf dem Areal Hinterberg Süd im Chamer Arbeitsgebiet Städtler Allmend wird ein neuer, lebendiger und gut erschlossener Arbeits- und Einkaufsort für die Bevölkerung entstehen. Er bietet attraktiven Raum für die Ansiedlung neuer Unternehmen und in den Erdgeschossen Nutzungen fürs Quartier. Die Obergeschosse der Bürobauten bieten flexible und auf die individuellen Bedürfnisse zukünftiger Unternehmungen anpassbare Räume. In den Erdgeschossen sind öffentlich zugängliche Nutzungen wie zum Beispiel ein Restaurant, ein Café oder eine Bäckerei angeordnet. Sie bieten den Arbeitenden, Einkaufenden, Besucherinnen, Besuchern sowie Passantinnen und Passanten diverse Konsummöglichkeiten und tragen zur Belebung des Areals bzw. des gesamten Quartiers bei. Die vier Gebäude umfassen einen öffentlichen Platz – das eigentliche Herzstück des Areals, welcher der Allgemeinheit als Aufenthalts- und Begegnungsort offensteht.

    Bösch Hünenberg
    Um den Anforderungen eines wachsenden Dienstleistungs- und Gewerbegebietes gerecht zu werden, ist eine Anpassung der Infrastruktur notwendig. Das Gebiet Bösch soll für Arbeitskräfte und Unternehmen attraktiver werden und künftig Platz für 6000 Arbeitsplätze bieten. Diese Verdichtung ist im kantonalen Richtplan vorgesehen. Er ist für die Gemeinde Hünenberg behördenverbindlich. Die Vision sieht vor, dass sich das Gebiet Bösch zu einem modernen und urbanen Arbeitsort entwickelt, der für Investorinnen und Investoren attraktiv ist. Dafür soll durch bauliche Verdichtung Raum geschaffen werden, was auch zu einer Erhöhung der Arbeitsplätze führen kann. Eine ganzheitliche Landschaftsgestaltung und eine gut organisierte Mobilität sorgen dafür, dass mehr Lebensqualität im Bösch ermöglicht wird. Neue Freizeit-, Versorgungs- und Gastronomieangebote ergänzen den Arbeitsalltag im Bösch ideal.

    Am 9. Dezember 2024 entscheidet die Gemeindeversammlung über den Strassenkredit von 2,9 Millionen Franken für die Finanzierung der 1. Etappe zur Umsetzung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts im Bösch.

    LG Zug
    Das LG-Areal hat aufgrund seiner Grösse und prominenten Lage eine zentrale Bedeutung für die städtebauliche Wahrnehmung und den urbanen Charakter von Zug. An der Stelle des ehemaligen Industrieareals soll ein lebendiger Stadtteil mit einer überzeugenden architektonischen Gestaltung entstehen. Mit dem erforderlichen Bebauungsplan stellt das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug eine qualitativ hochwertige Entwicklung und Realisierung sicher.

    Papieri Cham
    Auf dem Papieri-Areal entwickelt die Cham Group ein neues Wohn- und Arbeitsquartier mit industriellem Charme. Direkt an der Lorze werden die prägenden Bestandsbauten der ehemaligen Papierfabrik mit markanten Neubauten ergänzt und nachhaltig realisiert. Hier entsteht ein neuer Begegnungsort mit überregionaler Ausstrahlung, an dem sich Geschichte und Gegenwart die Hand reichen. Auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik entsteht in mehreren Etappen auf elf Hektaren ein neuer Stadtteil mit rund 1’000 Wohnungen und 1’000 Arbeitsplätzen. Er entsteht nicht auf der grünen Wiese, sondern inmitten geschichtsträchtiger Bauten: Mit der Umnutzung prägender Bestandesbauten wird der Bezug zur Vergangenheit gewahrt – die industriellen Wurzeln des Quartiers bleiben spürbar.

    Ergänzt werden sie durch markante Neubauten, darunter fünf Hochhäuser mit beeindruckender Fernsicht. Das neue Quartier direkt an der Lorze bietet einen attraktiven Mix aus Gewerbeflächen, Wohnungen, Lofts, Arbeitsplätzen, Ateliers, Freiräumen und publikumsorientierten Nutzungen. Dies alles auf einem nachhaltig und ausgewogen gestalteten Areal, das seine eigene Geschichte pflegt – und weiterschreibt.

    Das Papieri-Areal schafft neue Grundlagen für eine energieeffiziente, klimaneutrale und nachhaltige Gesellschaft. Es ist ein schweizweit wegweisendes Projekt.

    Spinnerei an der Lorze
    Einst liefen in der grössten Spinnerei der Schweiz viele Fäden zusammen. Der Bau der Spinnerei an der Lorze prägte zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Entwicklung Baars. Rund um das historische Spinnereigebäude entsteht ein neues, lebendiges Quartier mit Läden, Cafés und anderem lokalem Gewerbe, welches die öffentliche Fussgängerzone prägt. Neben den Familienwohnungen und preisgünstigen Wohnungen entstehen zudem solche für die ältere Bevölkerung. Diese werden mit Gemüsegärten, begrünten Fassaden und schattenspendenden Bäumen ergänzt.

    Suurstoffi
    Das Suurstoffi-Areal wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (SGNI) als erstes Areal in der Schweiz mit dem DGNB-Zertifikat in Platin für nachhaltige Quartiere in Planung und Realisierung ausgezeichnet. Die DGNB-Zertifizierung bestätigt, dass Zug Estates mit dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz ein Musterbeispiel für nachhaltige Arealentwicklung realisiert hat. Es erfüllt die umfassenden Qualitätsanforderungen des DGNB-Zertifizierungssystems, das Kriterien wie Energieeffizienz, CO2-Emissionen, Ökobilanz, Graue Energie, Nutzungsflexibilität und Rezyklierbarkeit der eingesetzten Materialien umfasst. Das Suurstoffi-Areal ist eines der ersten Leuchtturmprojekte der letzten 10 Jahre. Dazu gehört auch das Gesundheitsbildungszentrum «XUND», für das derzeit eines der letzten Gebäude fertiggestellt wird.

    Tech Cluster
    Mit einer Gesamtleistungsstudie, an der fünf namhafte schweizer und ein österreichisches Team teilgenommen haben, wurde von Juni 2018 bis Mai 2019 ausgelotet, wie preisgünstiges Wohnen in einem Hochhaus mit modernsten Bauverfahren und nachhaltiger Materialisierung ermöglicht werden kann. Parallel dazu wurde ein Studienauftrag für ein städtebauliches Gesamtkonzept zum umliegenden Geviert der Stadt Zug zwischen Baarerstrasse, Göblistrasse, Industriestrasse und Mattenstrasse erarbeitet.

    Der Tech Cluster Zug baut auf den Vorinvestitionen von V-Zug und weiterer Firmen der Metall Zug Gruppe auf. Sein Potenzial liegt in den vielfältigen Beziehungen und Synergien zwischen den zukünftigen Nutzern. Diese verwandeln das heutige Werkgelände in einen innovativen und spannenden Teil der Stadt Zug.

  • Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend

    Wie geht es der Stadt-Zuger Wirtschaft?
    In zahlreichen Fachpublikationen und in den Medien wird der Standort Zug gelobt für seine diversifizierte Wirtschaft – Dienstleistung, Handel, auch verarbeitende Industrie und Gewerbe. Das Wachstum ist nach wie vor über dem Durchschnitt der Schweizer Wirtschaft von 1.2% und zeigt sich bis jetzt als resilient gegenüber globalen oder technischen Verwerfungen. Aufgrund der positiven Finanzergebnisse ist die Stadt Zug zusammen mit den privaten Haushalten und der florierenden Wirtschaft eine wichtige Stütze für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

    Wie plant die Stadt Zug, ihr wirtschaftliches Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig zu gestalten, insbesondere angesichts des starken Fokus auf die Finanz- und Krypto-Industrie?
    Nachhaltigkeit heisst auch, dass wir die ansässigen Firmen pflegen und es verlässliche Partner und Arbeitgeber sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin eine starke Rechtssicherheit in der Schweiz und in Zug aufweisen. Eine starke Bildung anbieten, kurze Wege bei Stadt und Kanton haben, die tollen Naherholungsgebiete pflegen und dass wir gute Verbindungen auf Strasse und Bahn mit Luzern und Zürich aufweisen.

    Zug verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeflächen. Welche langfristigen Lösungen sieht die Stadt, um den Wohnungsbau zu fördern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten?
    Wir haben schon vor vielen Jahren beim Bebauungsplan V-Zug-Areal /Technologiecluster und auch beim Bebauungsplan LG-Areal mit einem «letter of intent» die Rahmenbedingungen eingefordert. In diesen beiden Fällen haben wir je 10’000 m2 preisgünstigen Wohnungsbau und preisgünstige Gewerbeflächen definiert. Ebenso gibt es seit über 10 Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Zuger Baugenossenschaften. Kürzlich haben wir auch eine Fläche gleich neben dem Bahnhof für 65 Mio. gekauft. Diese soll dazu dienen, dass preisgünstiger Wohnungsbau entsteht. Der Mix der Wohnungen muss noch definiert werden und schlussendlich wird es darüber noch eine Volksabstimmung geben. Auch hier soll es im Baurecht abgeben werden. Denn die Baugenossenschaften wissen, was die Zugerinnen und Zuger an Wohnungen brauchen. Zudem erarbeitet die Stadt Zug in engem Austausch mit den Grundeigentümern Bebauungspläne in kantonalen Verdichtungsgebieten, welche eine hohe Dichte zulassen. Eine wichtige rechtliche Grundlage dazu bildet das kommunale Hochhausreglement. Im Zuge dieser Massnahmen wird erhöhtes Augenmerk auf die Qualität der Freiräume auf den Arealen selbst, aber auch der sonstigen öffentlichen Freiräume gelegt. Im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege» sollen die innerstädtischen Freiräume und die Freizeitinfrastruktur, aber auch die Natur- und Landschaftsräume gut erreichbar sein, vor allem mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss und mit dem Velo.

    Welche neuen Projekte und Initiativen plant die Stadt Zug, um nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben?
    In der Stadt Zug gibt es viele neue Projekte. Sie alle müssen heute gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichermassen berücksichtigen. Insofern sollte bereits heute jedes unserer Projekte eine nachhaltige Stadtentwicklung unterstützen. Vielleicht erlauben Sie mir zwei Beispiele, in der wir auch eine Vorreiterrolle wahrnehmen. So läuft beispielsweise ein internes Strategieprojekt zur Überprüfung, ob wir gut organisiert und genügend fit sind, um die zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Oder im Bereich Klimaanpassung: Gegenwärtig installieren wir flächendeckend Temperatursensoren, um die Hitzeinseln unserer Stadt zu identifizieren und um gezielte Massnahmen zu ergreifen.

    Das Thema bezahlbarer Wohnraum wird immer wichtiger. Welche Massnahmen unternimmt die Stadt, um sicherzustellen, dass Zug auch für weniger zahlungskräftige Menschen attraktiv bleibt?
    Bereits heute fordert der Stadtrat, in Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne auf mindestens 20% der zusätzlich anrechenbaren Geschossfläche preisgünstiger Wohnraum zu schaffen. Aufgrund der Annahme der Initiative «2000 Wohnungen für den Zuger Mittelstand», ist in den in Verdichtungsgebieten liegenden Wohn- und Mischzonen beim Erlass ordentlicher Bebauungspläne sowie bei Um- und Aufzonungen preisgünstiger Wohnraum von mindestens 40% der neu erstellten Wohnflächen zu schaffen. Ehrlich gesagt wurden dadurch aber auch Bauprojekte gestoppt. Wir sind da am Erarbeiten von Lösungen.

    Wie wichtig ist Ihnen die Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten, und welche Möglichkeiten haben die Bewohner von Zug, ihre Ideen und Meinungen einzubringen?
    Die Stadt Zug hat eine starke und lange Mitwirkungskultur. Seit den 1990er Jahren finden regelmässig öffentliche Mitwirkungsprojekte zu verschiedenen Themen statt. Seit 2020 steht ergänzend dazu auch das Online-Mitwirkungsportal «mitwirken-zug.ch» zur Verfügung.

    Der Verkehr in und um Zug nimmt zu. Wie sieht der Plan der Stadt aus, die Verkehrsinfrastruktur mit dem Wachstum in Einklang zu bringen und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr zu stärken?
    Der Stadttunnel wurde leider abgelehnt und nichtdestotrotz müssen Lösungen her. Die Stadt Zug arbeitet eng mit dem kantonalen Tiefbauamt zusammen, um eine gemeinsame Verkehrsplanung für das pulsierende Zentrum von Zug zu entwickeln. Das Ziel der Stadt ist, dass der vorhandene Strassenraum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und flächeneffizient zur Verfügung steht: Autos, öffentlicher Verkehr, Velo und Fussverkehr. Zum Glück ist die Stadt Zug kleinräumig, so dass vieles zu Fuss oder mit dem Velo erledigt werden kann.

    Welche Pläne gibt es, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen, um Pendler zu entlasten und den Verkehr in der Stadt zu reduzieren?
    Der nächste grosse Ausbauschritt ist auf die Inbetriebnahme des Zimmerbergtunnels geplant. Dies wird ca. im Jahr 2035 bis 2037 sein. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der öffentliche Verkehr auf den heutigen Linienästen weitergeführt und der Takt an die Nachfrage angepasst. Das ÖV-System wird so im «Kleinen» an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst. Gemäss GöV haben die Gemeinden die Möglichkeit, über das vom Kanton bestellte Angebot hinaus Zusatzangebote einzukaufen. Die Stadt Zug macht dies bei der Zugerberg Bahn und auf der Buslinie 5, wo sie zusätzliche Seilzüge und Kurse einkauft. Via dieses Zusatzangebot, welches das Stadtparlament beschliesst, ist die Stadt Zug über das vom Kanton bestimmte Angebot hinaus flexibel. Es zeigt sich allerdings, dass das vom Kanton bestellte Angebot hervorragend ist und die Gemeinden kaum nachbessern müssen. Die Stadt Zug ist in allen Quartieren bereits heute hervorragend an den ÖV angebunden. Zusatzkurse reduzieren dabei den Kostendeckungsgrad massgeblich. Der gemäss GöV zu erreichende Kostendeckungsgrad beträgt 40%. Persönlich würde ich mir wünschen, dass die S-Bahn Doppelstöcker anbieten würde.

    Wie unterstützt die Stadt Zug den Ausbau von Bildungseinrichtungen, um den Fachkräftemangel zu adressieren und gleichzeitig den Bildungsstandort Zug zu stärken?
    Bildung ist unsere einzige Ressource und da investiert die Stadt Zug am meisten Geld. Die Gestaltung attraktiver Schulhäuser als Arbeits- und Lernorte unter Einbezug und Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen bei der Planung sind zentrale Anliegen. Dazu kommen attraktive Betreuungs- und Freizeitangebote für Kinder und Familien sowie eine zeitgemässe ICT-Infrastruktur. Zudem werden zukunftsweisende und innovative Projekte und Kooperationen wie das Schulportal – da können Eltern online mit den Lehr- und Betreuungspersonen und der Schuladministration kommunizieren – die DigiWerkstatt und der Einbezug von KI in den Unterricht vorangetrieben. Wichtig ist aber auch, dass wir die Bedürfnisse der Firmen abholen und das duale Bildungssystem aktiv unterstützen. Ein tolles Projekt ist hier am Anlaufen!

    Welche Rolle spielt die Innovationsförderung in Zug, und wie plant die Stadt, sich als Zentrum für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen zu etablieren?
    Die Innovationsförderung spielt in der Stadt und im Kanton Zug eine zentrale Rolle bei der Positionierung für zukunftsweisende Technologien und Unternehmen. Ein wichtiger Punkt ist: wir probieren aus. So haben wir nach einer Präsentation eines Studenten entschieden, Bitcoin als Zahlungsmittel in der Stadt Zug akzeptieren, was weltweit für Furore gesorgt hat. Heute ist die Stadt Zug DAS Crypto Valley weltweit mit über 4000 Mitarbeitenden in über 800 Firmen. Ganz nach dem Motto: «no risk, no fun». Wir werden weiterhin innovationsfreudig bleiben! Durch gezielte Massnahmen und Programme soll die Innovationskraft der Stadt Zug gestärkt werden, damit das Umfeld für Unternehmen und vor allem für die Mitarbeitende noch attraktiver und motivierender wird. Mit innovativen Projekten und motivierten Menschen können Sie Berge versetzen. Den Rahmen dazu bildet die im Herbst 2021 vom Stadtrat verabschiedete Entwicklungsstrategie für die Stadt Zug: «Zug bleibt Zug – lebenswert, visionär, pulsierend». Sie ist ein übergeordnetes Führungsinstrument mit langfristiger Perspektive, um die Zukunft der Stadt Zug mitzugestalten. Innovative Wirtschaft, Grüne Stadt, Starke Gemeinschaft, Gesunde Finanzen, das sind unsere Credos für die Zukunft.

    Wie sieht Ihre langfristige Vision für die Stadt Zug aus? Welche Ziele möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt erreichen.
    Als wachsender Wirtschaftsstandort mit exzellenten Bedingungen für Unternehmen und Fachkräfte aus nah und fern, pflegen wir unsere wirtschaftliche Vielfalt und positionieren uns gezielt über zukunftsorientierte Branchencluster. Für eine grüne Stadt entwickeln wir den Lebensraum Zug nachhaltig und ressourcenschonend und planen Mobilität, Raum und Energie visionär.

    Im Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne fördern wir den Dialog und schaffen einen inspirierenden Rahmen für eine vitale, vielfältige und weltoffene städtische Gemeinschaft. Und für den Erhalt unserer gesunden Finanzen geht es darum, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu gewährleisten, Investitionen zukunftsorientiert zu tätigen und unser Steuersubstrat langfristig abzusichern. Über alle Wirkungsziele hinaus fördern wir lebenslanges Lernen, nutzen die Potentiale aus der Vielfalt in Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur für pionierhafte Leuchtturm-Projekte für den Wandel und steuern mit Anreizen.

    Zug setzt sich für mehr Klimaschutz ein. Können Sie uns einen Überblick über die wichtigsten Massnahmen geben, die aktuell zur CO2-Reduktion und für mehr Nachhaltigkeit in der Stadt umgesetzt werden?
    Beim Klimaschutz steht die Abkehr von fossilen Energieträgern im Vordergrund. Alle Heizungen müssen mittelfristig mit lokaler erneuerbarer Energie betrieben werden können. Hier stehen die Einhaltung moderner Baustandards und zusammen mit den Wasserwerken Zug (WWZ) der Ausbau der Fernwärme im Vordergrund. Wir haben Circulago ins Leben gerufen. Wir entnehmen dem See Kälte und Wärme und haben somit eine «Batterie» vor der Haustür. Gleichzeitig wollen wir auch unsere eigenen Liegenschaften ertüchtigen, selber Strom produzieren und von fossilen Heizungen befreien. Hierbei helfen uns die Einführung eines CO2-Monitorings und viele grössere und kleinere Massnahmen im Rahmen von «Energiestadt», wo wir auch für das Jahr 2023 mit dem «Gold»-Label zertifiziert wurden. Ich bin der Überzeugung, dass wir uns selber mit Energie versorgen können. Wir haben innovative Unternehmen wie Siemens, Landis & Gyr, V-Zug, den Technologiecluster und viele Firmen mehr in Zug, die alle diese Techniken und Innovationen anbieten. Es ist sicherlich 10 Jahre her, seit uns Siemens aufgezeigt hat, dass die Technik für lokale Selbstversorgung bereits besteht, so let’s do it!

    Wo sehen Sie die Stadt Zug in 20 Jahren?
    Die Stadt Zug soll in 20 Jahren ein lebenswerter, innovativer und nachhaltiger Ort sein, der sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch hohe Lebensqualität bietet. Das heisst: Wir haben die Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte weiter ausgebaut und dabei gleichzeitig Raum für eine starke Gemeinschaft geschaffen. Die Rolle von Zug als internationales Wirtschafts- und Finanzzentrum ist gestärkt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und neuen Technologien wie Blockchain- und KI-Anwendungen. Durch eine nachhaltige Stadtplanung und umweltfreundliche Infrastrukturen ist die Stadt Zug klimaneutral. Wir haben attraktive Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten, grüne Erholungsräume, attraktive kulturelle Angebote und eine vielfältige Infrastruktur für Bildung, Freizeit und Gesundheit. Zug hat sich als Bildungs- und Innovationsstandort profiliert, der mit Tertiärbildungsinstitutionen und Forschungseinrichtungen vernetzt ist. Wir haben eine intelligente Verkehrssteuerung und eine effiziente Infrastruktur, die den Anforderungen einer wachsenden Bevölkerung gerecht wird und nachhaltig gestaltet ist. Zug um Zug geht es voran – ich freue mich!

  • Wo sich das Who is Who der Immobilienbranche trifft

    Wo sich das Who is Who der Immobilienbranche trifft

    Es ist wieder soweit, am Mittwoch, 15. und Donnerstag, 16. Januar 2025 öffnet die IMMO25, die grösste Schweizer Immobilienmesse, wieder ihre Tore. Der Fachkongress gilt als fixer Kalendereintrag und lock jährlich mehrere Tausend Besucher und Branchengrössen nach Zürich Oerlikon.

    Als Investorenmesse richtet sich die Veranstaltung an ein professionelles Publikum aus der Immobilien- und Finanzindustrie. Von Architekten und Projektentwicklern über spezialisierte Dienstleister, Berater und Juristen bis hin zu den Finanzintermediären und Asset Managern – die Akteure repräsentieren die gesamte Wertschöpfungskette direkter und indirekter Immobilienanlagen.

    Neben dem klassischen Messebetrieb erwartet die Teilnehmenden am begleitenden Forum wiederum 35 Podiumsgespräche mit über 120 hochkarätigen Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Politik und Wirtschaft. Renommierte Experten teilen ihre Visionen zu den aufkommenden Trends, aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Chancen. Ob es um nachhaltige Immobilieninvestitionen, digitale Innovationen oder Marktentwicklungen geht – das IMMO Forum bietet eine breite Themenpalette, exklusive Insights und Einschätzungen von Entscheidungsträgern. Die IMMO ist der Treffpunkt für Fachleute, die über den Tellerrand hinausblicken und die Weichen für erfolgreiche Geschäfte und Investitionen stellen wollen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen und Opportunitäten zu informieren und Ihre Investitionsstrategie zu schärfen.

    Als Veranstaltungspartner laden wir Sie herzlich zur Teilnahme ein

    Das Kongressprogramm und die Ausstellerliste sind auf der Messewebsite unter www.swisspropertyfair.ch abrufbar. Der Online-Ticketschalter für die IMMO25 öffnet am Mittwoch, 11. Dezember 2024.

    Sichern Sie sich rechtzeitig Ihr Ticket und werden Sie Teil des größten Immobilien-Events der Schweiz!

    Besucher-Ticketcode IMMO25: 50251