Schlagwort: Immobilienwirtschaft

  • Von Daten zu KI in der Immobilienwelt

    Von Daten zu KI in der Immobilienwelt

    Gerade deshalb lohnt sich der Blick zurück. Denn in den letzten 30 Jahren hat sich die Art, wie Immobilien geplant, betrieben und gesteuert werden, grundlegend verändert.

    Vor 30 Jahren waren viele Prozesse noch erstaunlich analog. Daten lagen in Ordnern und Papierdokumenten, Entscheidungen basierten stark auf Erfahrung, weniger auf systematischen Analysen. Bald begann eine Phase, in der sich die Branche Schritt für Schritt entwickelte: Prozesse wurden digitaler, Daten wichtiger, Gebäude und Unternehmen zunehmend vernetzt.

    In diesem Umfeld entstand Mitte der 1990er-Jahre auch pom+ als Spin-off der ETH Zürich – mit der Idee, Aufgaben, Daten und Prozesse im Bau- und Immobilienbereich stärker zu integrieren. Dreissig Jahre später feiert pom+ Jubiläum und die Grundfrage ist nach wie vor sehr aktuell: Wie lassen sich Immobilien, Organisation und Technologie sinnvoll zusammendenken?

    Technologisch stehen wir heute an einem neuen Wendepunkt. Die Digitalisierung der Immobilien schreitet weiter voran: Cloud-Technologien, IoT und digitale Modelle ermöglichen immer präzisere Abbildungen von Gebäuden. Der sogenannte Digital Twin entwickelt sich zunehmend zur Realität und schafft neue Möglichkeiten zur Automatisierung von Prozessen.

    Parallel dazu verändert sich die Art, wie Unternehmen arbeiten. Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren viele Prozesse verändern – insbesondere dort, wo grosse Mengen Informationen verarbeitet und Entscheidungen heute noch manuell getroffen werden müssen. Unterschiedliche Daten können einfacher analysiert, fertige Ergebnisse automatisiert erstellt und Entscheidungen auch mit Einbezug des Menschen massiv beschleunigt werden. Assistenzsysteme, sogenannte Agents, werden Teil des Arbeitsalltags.

    Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Branche ein interessantes Spannungsfeld: Die technologische Entwicklung schreitet schnell voran, die Umsetzung in den Unternehmen hingegen deutlich langsamer.

    Seit 2016 misst die pom+Consulting AG jedes Jahr im Rahmen der Digital Real Estate & Construction Studie den digitalen Reifegrad der Bau- und Immobilienwirtschaft. Aktuell liegt der Digital Real Estate Index bei 4,3 von 10 Punkten – eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr, aber definitiv kein Quantensprung.

    Künstliche Intelligenz rückt, wenig überraschend, immer stärker in den Fokus. Gemäss der aktuellen Studie zählt Artificial Intelligence & Machine Learning, neben Platforms & Portals sowie Data Analytics erneut zu den am häufigsten eingesetzten Technologien. Die Bewertung von KI fällt jedoch deutlich differenzierter aus als in Vorjahren: Rund zwei Drittel der Befragten sehen darin einen hohen Nutzen. In der letztjährigen Erhebung waren es noch 75 Prozent. Mit häufigerem Einsatz von KI werden zwar die Möglichkeiten der Technologie, aber auch ihre Grenzen deutlich sichtbarer und dadurch Erwartungen realistischer.

    Technologie allein entscheidet also nicht über den Erfolg. Der entscheidende Faktor bleibt die Organisation: Datenqualität, Umsetzungsstärke, klare Verantwortlichkeiten – und die Bereitschaft, bestehende Arbeitsweisen zu hinterfragen.

    Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Parallele zu den letzten 30 Jahren.

    Auch damals ging es nicht nur um neue Technologien, sondern um neue Denkweisen. Künstliche Intelligenz könnte damit zum nächsten grossen Entwicklungsschritt der Branche werden – nicht, weil sie alles verändert, sondern weil sie hilft, die wachsende Komplexität von Immobilien und Organisationen besser zu beherrschen.

  • Vernetzte Teams als Schlüssel zum Erfolg

    Vernetzte Teams als Schlüssel zum Erfolg

    Der elfte ImmoSummit der FRZ Flughafenregion Zürich (FRZ) hat mit einer Rekordbeteiligung von knapp 700 Fachleuten aus der Bau- und Immobilienwirtschaft stattgefunden, informiert die FRZ in einer Mitteilung. Die Veranstaltung am 18. Juni in THE HALL in Dübendorf stand unter dem Motto Vom Silo zum Mannschaftssport. Der Tenor lautete, dass Klimawandel, Regulatorik und wirtschaftliche Unwägbarkeiten nicht im Alleingang, sondern nur mit vernetzten, agilen und interdisziplinären Teams zu bewältigen sind.

    Eine ganze Reihe von Referierenden leuchtete einzelne Aspekte dieser Kernbotschaft aus. Dabei skzizzierte FRZ- Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard Kooperationsbereitschaft, schnelle Entscheidungsfähigkeit und digitale Kompetenz als für die Branche zukünftig unerlässliche Fähigkeiten. Regierungspräsident Martin Neukom führte aus, dass «Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und eine sichere Energieversorgung» nur dann erreichbar sind, «wenn Kanton, Gemeinden und die Privatwirtschaft konsequent als lernendes System agieren».

    Fredy Hasenmaile kündigte das Ende der Einzelkämpfer am Immobilienmarkt an. «Ohne systematische, strategische Partnerschaften zwischen Investoren, Behörden und Betreibern wird die Branche ihre strukturellen Engpässe nicht lösen können», so der Chefökonom von Raiffeisen Schweiz. Thomas Sevcik stellte die These auf, dass die Flughafenregion „zur Exzellenz verdammt“ sei. „Flughafenregionen sind weltweit die Bahnkorridore von Metropolregionen“, so der Mitgründer der Denkfabrik Arthesia. Andrea Claudio Thöny, Geschäftsführer der IPZ Operation AG, legte die Wirtschaftskraft des entstehenden Innovationsparks Zürich dar.

  • 75 Jahre Schweizer Nachhaltigkeit

    75 Jahre Schweizer Nachhaltigkeit

    Die Veranstaltung wird in enger Zusammenarbeit mit den Strüby Unternehmungen organisiert, die Hauptsponsor dieser Veranstaltung ist. Der Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz, ein Bereich, in dem sich die Strüby Unternehmungen auszeichnen, da sie mit Schweizer Holz arbeiten, einem der nachhaltigsten Baumaterialien überhaupt. FIABCI-SUISSE und die Strüby Unternehmungen  freuen sich sehr, gemeinsam ihr jeweiliges über 75-jähriges Bestehen zu feiern!

    Der Verband FIABCI-SUISSE agiert als Drehscheibe und Informationsdienstleister für die Schweizer Immobilienwirtschaft in vorwiegend internationalen Belangen. FIABCI-SUISSE ist ein Dach für alle Schweizer Organisationen mit internationalem Immobilienbezug. Dabei ist der internationale Verband thematisch ungebunden und wirtschaftlich unabhängig

    Als Gesamtleistungsanbieterin mit Schwerpunkt Holz vereinen die Strüby Unternehmungen Entwicklung, Planung und Holzbau unter einem Dach. Dies bildet eine wichtige Voraus­setzung, um mehrgeschossige Bauten sowie Grossprojekte effizient und präzise umzusetzen. Die Firma Strüby ist die schweizweit führende Gesamtleistungsanbieterin mit Schwerpunkt Schweizer Holz.

    PROGRAMM DES TAGES

    10:15 Uhr Treffpunkt vor dem KKL in Luzern und Begrüssung durch FIABCI-SUISSE
    Bustransfer nach Zug mit Abgabe «Strüby’s kleine Zwischenverpflegung»
    11:00 UhrAnkunft in Zug
    Besichtigung Zephyr V-Zug und Alterszentrum Herti
    11:30 Uhr  Bustransfer nach Seewen SZ zum Hauptsitz der Strüby Unternehmungen
    12:00 Uhr Mittagessen in den Räumlichkeiten des Geschäftszentrums Urmiberg (GZU)
    13:30 UhrFührung durch das Geschäftszentrum Urmiberg (GZU), eine Konstruktion von Strüby
    14:00 Uhr Fachkonferenz:
    Die Strüby Unternehmungen – Pius Kneubühler
    Moderne Holzbau-Architektur – Didier Pichonnaz
    Input Holz mit Blick auf NetZero – Andreas Binkert 
    Panel, Fragen und Antworten – Alle
    15:00 UhrBustransfer nach Root LU
    15:30 UhrFührung durch das Produktionszentrum der Strüby Holzbau AG in Root LU
    16:00 UhrAperitif
    16:30 UhrRückfahrt mit dem Bus nach Luzern

    Für weitere Informationen : www.fiabci.ch

  • Digital Real Estate Summit: Innovation trifft Immobilien

    Digital Real Estate Summit: Innovation trifft Immobilien

    Der Digital Real Estate Summit ist die Plattform für alle Akteurinnen und Akteure der Immobilienwirtschaft, die die digitale Welt als Chance begreifen und neue Geschäftsmöglichkeiten erschliessen bzw. bestehende weiterentwickeln wollen. Eine Ausstellung von Digitalprodukten und –systemen, die die Zukunft der Immobilienwirtschaft vorwegnehmen, zeigt, was heute schon Praxis ist. Denn vieles ist machbar, wenn man die richtigen Informationen hat!

    Werden Sie Teil des Netzwerkes und seien Sie am 6. März 2025 in Baden dabei.

    Das vielseitige Programm bietet etwas für alle, die die Digitalisierung der Immobilienbranche aktiv mitgestalten wollen. Lassen Sie sich von inspirierenden Keynotes beeindrucken, in denen renommierte Persönlichkeiten ihre Visionen und Erfahrungen teilen. Gewinnen Sie neue Perspektiven durch praxisorientierte Workshops, die Ihnen Einblicke in aktuelle Themen und Best Practices geben.

    Die spannende Ausstellung wird Ihnen die neuesten Trends und Entwicklungen der Branche präsentieren. Ob Smart Buildings, digitale Plattformen oder KI-gestützte Lösungen – hier finden Sie die Innovationen, die morgen den Markt bestimmen werden.

    Natürlich kommt auch das Networking nicht zu kurz. Tauschen Sie sich am 10. Digital Real Estate Summit 2025 mit anderen Fachleuten und Visionärinnen und Visionären aus und knüpfen Sie wertvolle Kontakte. Kulinarische Highlights sorgen dafür, dass Sie den Tag in entspannter Atmosphäre geniessen können.

    Der Digital Real Estate Summit ist seit Jahren die führende Plattform, um über die Transformation der Immobilienwirtschaft zu diskutieren. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit anderen Pionierinnen und Pionieren zu vernetzen und Ihr Wissen zu erweitern. Jetzt anmelden und Teil des wichtigsten Branchenevents werden

    Seien Sie dabei, wenn Visionärinnen und Visionäre sowie Branchen-Leaderinnen und Leader zukunftsweisende Lösungen erarbeiten. Lassen Sie sich inspirieren, gestalten Sie die digitale Immobilienwelt aktiv mit und feiern Sie mit uns das 10-jähirge Bestehen des Digital Real Estate Summit!

    Weitere Infos: https://www.digitalrealestate.ch

  • Rekordzahlen und kreative Impulse für die Immobilienbranche

    Rekordzahlen und kreative Impulse für die Immobilienbranche

    Die 13. Ausgabe der Schweizer Immobilienmesse für Investoren, die am 15. und 16. Januar 2025 in der Halle 622 in Zürich Oerlikon stattfand, übertraf alle Erwartungen. Mit einer Rekordbeteiligung von 5’167 Fachbesuchern und 154 Ausstellern bestätigte die IMMO25 ihre führende Rolle als wichtigste Fachmesse für die Immobilien- und Finanzbranche in der Schweiz.

    Zukunftsweisende Themen im Fokus
    Die Messe bot eine breite Palette an Fachthemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Trends wie:

    • Die Zukunft des Bauens: Innovative Baukonzepte und nachhaltige Architektur
    • Der Mieter von morgen: Neue Ansprüche und sich verändernde Wohnkonzepte
    • Sinkende Zinsen: Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und Investitionsstrategien
    • Nachhaltigkeit: Energieeffiziente Gebäude und klimafreundliche Entwicklungen

    Das Motto «Wachstum durch Kreativität» spiegelte sich in den zahlreichen innovativen Lösungen wider, die auf der Messe präsentiert und diskutiert wurden.

    Expertenwissen aus erster Hand
    Ein Highlight der Veranstaltung war das IMMO Forum, das mit 35 Podiumsdiskussionen und 150 renommierten Experten über zwei Tage hinweg Fachwissen und Inspiration bot. Die Debatten wurden nicht nur von den Messebesuchern verfolgt, sondern auch von über 1’900 Online-Zuschaltungen, die das Forum live mitverfolgten.

    Rückblick und Ausblick
    Die Organisatoren MV Invest und Swiss Circle zeigten sich begeistert vom grossen Erfolg der Messe und bedankten sich bei allen Ausstellern, Besuchern, Referenten und Partnern für ihre Unterstützung. Die IMMO25 hat einmal mehr bewiesen, dass sie als führende Plattform der Immobilienbranche Impulse setzt und den Austausch zwischen Investoren, Entwicklern und Fachleuten fördert.

    Die nächste Ausgabe der IMMO26 wird am 14. und 15. Januar 2026 erstmals in der Halle 550 in Zürich Oerlikon stattfinden.

  • Gemeinsam für eine attraktive Bewirtschaftung

    Gemeinsam für eine attraktive Bewirtschaftung

    Böse Zungen (und langjährige Marktbeobachter) behaupten, dass das Immobilienbusiness in der Schweiz läuft, in guten wie in schlechten Zeiten und ohne viel Zutun der Immobilienbrache. Das Beispiel Bewirtschaftung zeigt allerdings, dass nicht immer alles gut läuft. Der beliebte Sündenbock von Mietern und Medien muss den Kopf hinhalten, wenn der Referenzzins steigt und zinsbedingte Mietpreisreduktionen rückgängig gemacht werden. Oder wenn Nebenkosten steigen, weil Energiekosten explodieren. Oder wenn Zoff unter Nachbarn eskaliert, weil die Grillsaison anfängt. Oder wenn Mieten steigen, weil das Angebot nicht mit der Nachfrage mithält.

    Bewirtschafter – genauer bzw. mehrheitlich: Bewirtschafterinnen – haben eine spannende und anspruchsvolle Aufgabe: sie müssen zwei sehr unterschiedliche Kategorien von Kunden zufriedenstellen: ihre Auftraggeber, in der Regel Privateigentümer und Vermögensverwalter, für die sie Liegenschaftsbestände unterhalten und Liegenschaftserträge optimieren sollen, und ihre Mieter, die erwarten, dass ihre Anliegen unbürokratisch erfüllt, Mängel und Schäden rasch behoben, nervige Nachbarn erzogen und Nebenkosten minimiert werden.

    Die anspruchsvolle Aufgabe wird zur Belastung, wenn Auftraggeber immer mehr Leistungen für immer weniger Geld fordern, um ihre Renditen zu stützen, und wenn Mieter immer höhere Ansprüche stellen, weil sie davon ausgehen, dass steigende Wohnkosten mit einem höheren Service-Level einhergehen und «nein» keine Antwort ist.

    Die Belastung hat Konsequenzen. Wir haben im Auftrag des SVIT Zürich zwischen Oktober 2023 und Januar 2024 eine Online-Befragung unter aktiven und ehemaligen Bewirtschaftern durchgeführt, um herauszufinden, wie Aktive den Beruf einschätzen, wohin es die Ehemaligen verschlagen hat und unter welchen Bedingungen sie in die Bewirtschaftung zurückkehren würden.

    Die Antworten sind ernüchternd. Obwohl sich 80% der aktiven Bewirtschafterinnen mit ihrer Arbeit identifizieren, spielt eine Mehrheit mit dem Gedanken, den Job zu wechseln (Bild 1). Besonders bedenklich ist dabei, dass sich zwei Drittel der «Seniors» überlegen, ob sie der Bewirtschaftung den Rücken kehren sollen, und dass sich jede neunte Teamleiterin im vergangenen halben Jahr auf eine Stelle ausserhalb der Bewirtschaftung beworben hat. Die Branche riskiert, ihre erfahrensten Leistungsträgerinnen zu verlieren.

    Wir glauben nicht, dass sich die Immobilienwirtschaft den Verlust von erfahrenen Bewirtschafterinnen leisten kann. Eigentümer und Vermögensverwalter beklagen sich schon heute, dass mit jeder Fluktuation Wissen verloren geht und Aufgaben liegenbleiben. Der Versuch, die Kontinuität in der Bewirtschaftung mit Asset Managern sicherzustellen, die früher selbst in der Bewirtschaftung gearbeitet haben, ist nachvollziehbar – aber kontraproduktiv. Unscharfe Rollen- und Aufgabenteilungen führen fast immer zu Friktionen, das Mikromanagement trägt dazu bei, dass Bewirtschafterinnen sich andere Aufgabenbereiche suchen.

    Auch Mieter haben viel zu verlieren. Schon heute wird moniert, dass es immer schwieriger wird, hinter Apps und Webformularen persönliche Ansprechpartner zu finden, und dass personelle Wechsel dazu führen, dass Anliegen versanden. Selbst der Mieterverband, der Bewirtschafterinnen gerne als «Abzocker» portraitiert und Mieter dazu auffordert, Mietzinserhöhungen und Nebenkostenabrechnungen «lieber einmal zu viel» anzufechten, sollte eigentlich wissen, dass das Mieterland Schweiz ohne sachkundige Bewirtschafterinnen nicht funktioniert.

    So schwierig es manchmal scheinen mag: es ist möglich, die Bewirtschaftung wieder attraktiver zu machen. Wir glauben, dass Liegenschaftsverwaltungen, Auftraggeber und Branchenverbände mit einem konzertierten Effort viel bewegen können.

    Liegenschaftsverwaltungen können mehr machen, um Bewirtschafterinnen im Tagesgeschäft und im Umgang mit grossen Portfolios zu entlasten. In vielen Verwaltungen könnten Arbeitsprozesse formalisiert, vereinfacht, standardisiert und sauber digitalisiert werden. Digitalisierungszombies könnten schneller entsorgt und Führungsdefizite aktiver adressiert werden. Offerierte Leistungen könnten oft klarer definiert werden, um Erwartungen zu managen und Konflikte zu vermeiden; wenn Konflikte eskalieren, könnten Bewirtschafterinnen oft besser vor Anfeindungen geschützt werden.

    Auftraggeber könnten sich vermehrt darauf besinnen, dass Qualität einen Preis hat, und dass auch Liegenschaftsverwaltungen keine Patentrezepte haben, um mit den oft schwer greifbaren – und manchmal trügerischen – Digitalisierungsdividenden Betriebskosten zu senken. Tatsache ist, dass die Bewirtschaftung anspruchsvoller und aufwändiger geworden ist, und dass der Erhalt und die Erneuerung des Gebäudeparks mehr Köpfe und Kompetenzen brauchen. Kontrolle ist in diesem Kontext zweifellos nötig, aber es braucht auch eine konstruktive Kooperation. Investitionen in Asset Mikromanager bringen wenig, wenn der Bewirtschaftung dadurch zusätzliche Aufwände entstehen und nötige Ressourcen entzogen werden.

    Schliesslich können Dienstleister und Branchenverbände das Aus- und Weiterbildungsangebot ausbauen, um Bewirtschafterinnen besser auf veränderte Aufgaben und Arbeitsweisen vorzubereiten.

    Der klassische Ausbildungsweg vom Sachbearbeiter zum Bewirtschafter geht davon aus, dass Bewirtschafterinnen alles können, was zum Werterhalt und der Ertragsoptimierung des Gebäudebestands beitragen könnte, von der Übergabe von Mietobjekten über die Liegenschaftsbuchhaltung zur Ausarbeitung von Unterhaltsstrategien und der Begleitung von Mieterausbauten und Sanierungen, und dass drei Jahre Berufserfahrung und ein Fachausweis reichen, um ein Bewirtschaftungsteam zu führen.

    Die Immobilienwirtschaft braucht neben klassischen Allroundern auch Spezialisten, die wissen, wie die Energie- und Emissionsintensität von Bestandsliegenschaften mit vertretbarem Aufwand reduziert werden kann, wie Nachverdichtungsprojekte ohne viel Nebengeräusche umgesetzt werden können oder wie Shopping-Center belebt werden können. Dazu braucht es Aus- und Weiterbildungspfade, die Quer- und Wiedereinsteigern die Möglichkeit geben, ihre Stärken auszuspielen, ohne dass sie das gesamte Bewirtschaftungswissen internalisieren müssen. Und es braucht das Bewusstsein, dass die Wertschöpfung im Bestand immer öfter einen Team-Effort erfordert, an dem neben klassischen Bewirtschafterinnen auch andere Fachexperten einen wesentlichen Beitrag leisten.

    Die Akteure der Immobilienwirtschaft haben es in der Hand, diesen Beitrag angemessen zu honorieren.

  • Neuer Eigentümer treibt Expansion und Innovation im Bereich Raumsysteme voran

    Neuer Eigentümer treibt Expansion und Innovation im Bereich Raumsysteme voran

    Swiss Life Asset Managers hat mit der Condecta AG eine verbindliche Vereinbarung über eine vollständige Übernahme der Spezialistin für modulares Bauen aus Winterthur getroffen, informiert Swiss Life Asset Managers in einer Mitteilung. Der auf Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Vermögensverwalter der Swiss Life-Gruppe will die Präsenz und das Angebot von Condecta ausbauen. Derzeit ist die Winterthurer Firma in der Schweiz, Deutschland und Italien vertreten. Über den Kaufpreis haben die beiden Partnerunternehmen Stillschweigen vereinbart.

    «Der Schweizer Markt für Mietlösungen im Bereich modularer Räume hat Potenzial, insbesondere in den Bereichen öffentlicher Dienst, Industrie, Bauwesen, Architektur und im Privatsektor, die hochwertige modulare Gebäudelösungen benötigen», wird Gianfranco Saladino, Head Value-Add Infrastructure bei Swiss Life Asset Managers, in der Mitteilung zitiert. «Condecta, bekannt für ihre hohe Schweizer Qualität, ist gut positioniert, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.»

    Nach Ansicht von Condecta-CEO Olivier Annaheim hat die Firma mit Swiss Life Asset Managers «den perfekten neuen Eigentümer gefunden, um unsere Wachstums- und Innovationspläne voranzutreiben und unsere Marktführerschaft im Bereich Raumsysteme in der Schweiz weiter auszubauen». Für Matthew Dooley, Investment Director bei Swiss Life Asset Managers, ist Condecta «komplementär zum umfangreichen Immobilien- und Infrastrukturgeschäft von Swiss Life Asset Managers in der Schweiz».

  • Erweiterung des Dienstleistungsangebots durch strategische Akquisition

    Erweiterung des Dienstleistungsangebots durch strategische Akquisition

    Die in Pforzheim ansässige ease GmbH hat die Münchner Tochter der Helvengo AG aufgekauft. Mit der Übernahme der Helvengo GmbH will die auf die Immobilienwirtschaft spezialisierte Versicherungsfirma ihr Dienstleistungsangebot ausbauen, informiert ease in einer Mitteilung. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    Die 2020 gegründete Helvengo ist auf die Entwicklung neuartiger Versicherungsprodukte spezialisiert. Die beiden Firmen hatten bereits 2022 gemeinsam eine auf dem Internet der Dinge (IoT) basierende Gebäudeversicherungslösung entwickelt. «Der IoT-basierte Tarif legte im letzten Jahr einen Meilenstein», wird ease-Geschäftsführer Marcel Hanselmann in der Mitteilung zitiert. «Wir freuen uns, mit der Helvengo GmbH die Zukunft in diesem Bereich aktiv zu gestalten und somit unseren Kunden ein noch attraktiveres Leistungsportfolio anbieten zu können.»

    Die in Zürich ansässige Helvengo AG befindet sich seit Anfang August in Liquidation. Mit ease habe die deutsche Tochter «von Anfang an einen starken Partner an unserer Seite, der unsere Vision von datengetriebenen Versicherungsprodukten massgeblich geformt hat», erläutert Helvengo-Mitgründer Felix Huemer in der Mitteilung. «Wir sind überzeugt, dass die Helvengo GmbH im Unternehmensverbund mit ease Synergien nutzen und am Markt weiter erfolgreich expandieren kann.»

  • Neue Karrierechancen für Quereinsteiger in der Immobilienwirtschaft

    Neue Karrierechancen für Quereinsteiger in der Immobilienwirtschaft

    Für viele Quereinsteiger eröffnen sich mit einer beruflichen Neuorientierung spannende Möglichkeiten. Claudio Kuhn, ein erfahrener Business-Administrator mit einem Master of Science in Business Administration von der HSLU, sieht in der Immobilienwirtschaft seine neue Herausforderung. Motiviert von der Aussicht auf intensiven Kundenkontakt und vielfältige Marketingaktivitäten, richtet er seinen Fokus auf eine Karriere im Immobilien-Verkauf, speziell im Wirtschaftsraum Zürich und in der Region Luzern.

    Gezielte Weiterbildung für den Einstieg
    Trotz seines umfangreichen Fachwissens erkannte Kuhn, dass spezifisches Grundwissen für den Immobilien-Verkauf unverzichtbar ist. Daher entschied er sich für den Intensivkurs für Quereinsteiger beim SVIT Zürich, den er erfolgreich abschloss. Der Kurs vermittelt wesentliche Kenntnisse und Fähigkeiten, um in der dynamischen Immobilienbranche Fuss zu fassen.

    Unterstützung durch den SVIT Zürich
    Neben der fachlichen Weiterbildung bietet der SVIT Zürich umfassende Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung in die Immobilienwirtschaft. Pascal Stutz, CEO des SVIT Zürich, begleitet die Kursteilnehmer bei der Entwicklung erfolgreicher Strategien für die Stellensuche. Somit erwerben die Absolventen nicht nur vertieftes Wissen, sondern auch wertvolle Kompetenzen für eine erfolgreiche Bewerbung.

    Netzwerken und Praxiserfahrung
    Kuhn und andere Kursabsolventen haben zudem die Möglichkeit, sich über Dossiers und persönliche Referenzen wie  Skills, bei potenziellen Arbeitgebern zu präsentieren. Diese Dokumente, welche auch von Nichtmitgliedern des SVIT angefordert werden können, ermöglichen es Unternehmen, direkt auf qualifizierte Kandidaten zuzugreifen (Mail to: pascal.stutz@svit.ch).

    Ausblick für interessierte Quereinsteiger
    Das aktuelle Kursangebot des SVIT Zürich für Quereinsteiger in die Bereiche Immobilien-Bewirtschaftung oder Immobilien-Verkauf ist auf der Website svit-bildung.ch einsehbar. Mit gezielten Programmen und der unterstützenden Begleitung bietet der SVIT ambitionierten Berufsumsteigern wie Claudio Kuhn eine solide Basis für einen erfolgreichen Karrierestart in der Immobilienbranche.

    Die intensive Ausbildung und die enge Betreuung durch den SVIT Zürich bieten eine vielversprechende Chance, die Attraktivität der Immobilienwirtschaft für Quereinsteiger zu erhöhen und ihnen den Weg zu einer erfolgreichen Laufbahn zu ebnen.

  • PropTech-Startup sichert sich drei Preise im Juni 2024

    PropTech-Startup sichert sich drei Preise im Juni 2024

    Optiml hat nur gute zwei Monate nach der Lancierung seiner NetZero Investitions- und Renovierungsplanung für die Immobilienwirtschaft im Juni 2024 laut seiner Mitteilung drei angesehene Preise gewonnen. Das im Technopark Zürich ansässige Unternehmen wurde in Berlin mit dem ZIA PropTech of the Year Award des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) ausgezeichnet, unter der Schirmherrschaft von CBRE, dem weltgrössten Immobiliendienstleistungs- und Investment-Unternehmen mit Sitz im texanischen Dallas. Zudem erhielt Optiml einen W.A. De Vigier Award der gleichnamigen Solothurner Stiftung. Und bei der Venture Startup Competition resultierte ein 2. Platz in der Kategorie ICT.

    «Optiml bietet mit seiner NetZero Investitions- und Renovierungsplanung eine digitale Lösung für einen der drängendsten Pains unserer Immobiliendekade», sagte die Juryvorsitzende des ZIA Awards, Prof. Dr. Verena Rock, laut einer Mitteilung des ZIA bei der Preisverleihung. «Mit dieser Lösung können bei der energetischen Sanierung Budgets, Cash-Flows und Renditen auf Asset- und Portfolioebene endlich digital abgebildet werden.»

    Die Sanierungs- und Dekarbonisierungssoftware der 2022 gegründeten Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich beruht auf jahrelanger Forschung in der ETH-Gruppe Nachhaltigkeit und Technologie (SusTec). Sie bedient sich wissenschaftsbasierter Optimierungsalgorithmen und Künstlicher Intelligenz.

    Die Auszeichnungen bekräftigen nach den Worten von Evan Petkov, CEO und Mitgründer von Optiml, «dass die Branche bisher nichts Vergleichbares für Sanierungs- oder Dekarbonisierungspläne gesehen hat». Nun wolle Optiml erst den DACH-Raum und dann Europa von seiner Software überzeugen.

  • Unabhängig und selbstbestimmt: Die Initiative für eine souveräne Schweizer Immobilienwirtschaft

    Unabhängig und selbstbestimmt: Die Initiative für eine souveräne Schweizer Immobilienwirtschaft

    Reaktion auf die digitale Revolution
    Die Initialzündung für die Initiative kam durch die Erschütterung anderer Branchen, die von der digitalen Revolution überrollt wurden, wie etwa die Hotellerie durch Booking.com. Hoteliers sind mittlerweile gezwungen, auf dieser Plattform zu diktierten Konditionen zu inserieren. Dieses Beispiel zeigt: Wenn Akteure die Kontrolle über ihre Kundenschnittstellen und Daten verlieren, werden sie leicht zum Spielball der Marktführer.

    Am Beispiel der Hotellerie wissen wir, dass selbst grosse international tätige Unternehmen zu klein sind, um im Wettbewerb um Daten und Kundenschnittstellen eine dominante Rolle einzunehmen. Daher braucht es strategische Zusammenschlüsse, damit Rahmenbedingungen geschaffen werden können, die die Existenz aller Akteure nachhaltig sichern. Mit der Next Property AG ist ein solcher Zusammenschluss für die Immobilienwirtschaft entstanden. Die Initiative umfasst, seit der Lancierung im 2016, über 500 Aktionäre, welche die aktuellen Marktentwicklungen als bedrohlich einstufen und die Vision der Brancheninitiative unterstützen.

    Selbstbestimmung durch Datenhoheit
    «Daten sind Schlüsselressourcen. Wer die Daten kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.», sagt Mario Facchinetti, mandatierter Geschäftsführer der Next Property AG. Der Ansatz ist klar: Die Kontrolle über Daten und Kundenschnittstellen in der Branche zu behalten, damit diese auch in Zukunft unabhängig und selbstbestimmt bleibt. Im Rahmen dieser Vision hat die Next Property AG im 2017 die Gelegenheit genutzt, um sich an der Immobilienplattform newhome.ch zu beteiligen. Durch dieses strategische Investment kann die Branche den Wettbewerb fördern und die Bedingungen sowie Ausrichtung des branchenfreundlichen Immobilienmarktplatzes aktiv mitgestalten.

    Bestätigung der Initiative
    Im 2021 fusionierten die führenden Schweizer Immobilienmarktplätze, was die Befürchtungen der Initianten bestätigte und die Bedeutung der Next Property AG, die sich für einen Markt mit gesunden Alternativen einsetzt, unterstrich. Somit wurde es wichtiger denn je, Immobilieninserate vorzeitig oder exklusiv auf newhome.ch zu publizieren. Damit liegt das Insertions- und Suchverhalten in der Kontrolle der Aktionäre. Sie haben es selbst in der Hand, ihre Objekte mit Vorlauf oder exklusiv auf der branchenfreundlichen Immobilienplattform zu inserieren und somit das Suchverhalten für professionell vermarktet Immobilien zu ihren Gunsten zu steuern.

    Digitalisierung: Fair statt zentralisiert
    Die Digitalisierung ist zentral für die Organisation von Prozessen und ein wesentlicher Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Sie darf jedoch nicht auf Kosten etablierter Wirtschaftsstrukturen und regionaler Arbeitsplätze gehen. Branchenakteure müssen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass die digitale Wertschöpfung nicht zu stark zentralisierte Strukturen entwickelt. Stattdessen sollten sie sicherstellen, dass Marktteilnehmer ihre Existenzgrundlage sichern können, damit eine nachhaltige Entwicklung möglich ist. Für die Branche ist es wichtig, die Digitalisierung mit langfristiger Perspektive voranzutreiben, um deren Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

    Dank der Aktionäre der Next Property AG und ihrem Investment in die newhome.ch AG haben Schweizer Immobilienakteure eine erfolgsversprechende Chance die Kontrolle über ihre Daten und die digitale Kundenschnittstelle zu behalten und die Marktbedingungen mitzubestimmen.

  • Bewerbungsfrist bis Ende Juni verlängert

    Bewerbungsfrist bis Ende Juni verlängert

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG: «Es gab in diesem Jahr viele Neuerungen beim Real Estate Award eine neue Kategorie, die französische Version der Homepage aus diesem Grund wollen wir potenziellen Bewerbern etwas mehr Zeit einräumen, um ihre Projekte einzureichen.» Um sich zu bewerben , muss lediglich das Formular auf der Homepage ausgefüllt und ein maximal 4 seitiges PDF angehängt werden. «Gerne nehmen wir Bewerbungen in allen Landessprachen und auch in Englisch entgegen», sagt Mara Schlumpf

    Noch bis am 30. Juni können sich Firmen aus der ganzen Schweiz mit ihren Projekten für den diesjährigen Real Estate Award bewerben. Die Verleihung findet am 24. Oktober im Trafo in Baden statt.

  • Bedeutung der Immobilienbranche für die Schweizer Wirtschaft

    Bedeutung der Immobilienbranche für die Schweizer Wirtschaft

    Das Bundesamt für Wohnungswesen unterstreicht die hohe Bedeutung der Immobilienbranche als Wirtschaftskraft für die Schweiz, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Darin wird der Anteil der Immobilienwirtschaft am Bruttoinlandprodukt (BIP) mit 11 Prozent beziffert. Inklusive Mieteinnahmen und Eigenmieten der privaten Haushalte liege der Wert bei 16 Prozent. Insgesamt 592’000 und damit 14 Prozent aller Beschäftigten seien in der Immobilienbranche tätig.

    Zudem verzeichne die immobilienbezogene Bruttowertschöpfung einen Zuwachs um 23 Prozent zwischen 2011 und 2021 bei gleichzeitigem Gesamtwirtschaftswachstum von 17 Prozent.

    Der Immobilienbestand erhöhte sich von 2,66 auf 2,82 Millionen Gebäude. Davon entfallen 1 Million auf Einfamilienhäuser, die den Anteil um 6,1 Prozent erhöht hätten. Mehrfamilienhäuser hätten um 15,5 Prozent zugelegt. Den grössten Zuwachs an Immobilien habe es in den Kantonen Bern, Zürich und Aargau gegeben. Auch hinsichtlich der Wertschöpfung zeigten sich regionale Unterschiede. Der Anteil der immobilienbezogenen Bruttowertschöpfung am kantonalen BIP schwanke zwischen 8 Prozent im Kanton Basel-Stadt und 22 Prozent im Kanton Glarus.

    Der Bericht gibt auch Auskunft zum Anteil des Immobiliensektors am Gesamtsteueraufkommen. Rund 17,4 Milliarden Franken Steuereinnahmen werden demnach in der Immobilienbranche erwirtschaftet. Dies entspreche 11 Prozent der landesweiten Fiskaleinnahmen.

    Der Bericht basiert auf Zahlen einer Erhebung von pom+ im Auftrag des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO) und des Hauseigentümerverbandes Schweiz (HEV).

  • Warum Next Property AG?

    Warum Next Property AG?

    Warum braucht die Immobilienbranche die Next Property AG?
    Um vorteilhafte Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Branchenakteuren ermöglicht, in einer digitalen Welt möglichst unabhängig und selbstbestimmt zu wirtschaften, ohne zum Spielball dominierender Unternehmen zu werden.

    Was ist die Vision von Next Property AG und wie erreichen Sie diese?
    Wir setzen uns im Sinne unserer Aktionäre für fairen Wettbewerb in der Schweizer Immobilienwirtschaft ein. Dies beinhaltet die Beobachtung und Risikobewertung technologischer Entwicklungen und die Mitbestimmung bei der Gestaltung von Kundenschnittstellen sowie der Verarbeitung und Monetarisierung von Daten, welche durch unsere Aktionäre im Tagesgeschäft generiert werden.

    Um diese Vision zu verwirklichen, braucht es in erster Linie Branchenakteure, die bereit sind, in ihre unternehmerische Zukunft zu investieren und das Gedankengut teilen, dass es wirkungsvolle Allianzen braucht, um in einer digitalen Welt mitbestimmen zu können. Dabei geht es nicht um kurzfristigen Erfolg, sondern darum, dass die Erbringung von professionellen Immobiliendienstleistungen, wie wir sie heute kennen, auch in Zukunft attraktiv bleibt.

    Müssen die Immobilienmakler und -bewirtschafter um Ihr Geschäftsmodell fürchten?
    Wenn wir die Entwicklungen ausserhalb der Immobilienwirtschaft beobachten, führt die Digitalisierung zweifellos zu radikalen Veränderungen von lang bewährten Geschäftsmodellen. Mit anderen Worten, die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten, um den heutigen Bedürfnissen von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Kunden gerecht zu werden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wir stellen jedoch fest, dass der Reifegrad der Entwicklung nun so weit ist, dass die Veränderungen zunehmend für Unternehmen in der Immobilienwirtschaft spürbar werden. Unternehmen, die sich an die Dynamik der digitalen Welt anpassen, müssen sich um ihr Geschäftsmodell keine Sorgen machen.

    Wie kann sich die Immobilienbranche auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft vorbereiten?
    Es hat sich gezeigt, dass auch grosse etablierte Branchenakteure zu klein sind, um bei digitalen Entwicklungen einer Branche eine bedeutende Rolle einzunehmen. Somit empfehlen wir Immobilienunternehmen sich in einer leistungsstarken Interessensgemeinschaft wie der Next Property AG zusammenzuschliessen, um sich gemeinsam für vorteilhafte Rahmenbedingungen einzusetzen.

    Gibt es ein Beispiel dazu?
    Aktuelles Beispiel hierfür ist die Förderung des Immobilienmarktplatzes newhome, der sich an vereinbarte Branchengrundsätzte hält und bei dem die über 500 Next Property AG Aktionäre indirekt beteiligt sind. Gemeinsam wird mit frühzeitigen oder exklusiven Inseraten und gezielten Marketingaktionen dafür gesorgt, dass newhome zu einer regional wettbewerbsfähigen Marktplatzalternative für professionell vermarktete Immobilien wird. Wir empfehlen «newhome first».

  • Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Die sechste Ausgabe des «Digital Real Estate Index» weist erstmals seit 2020 einen leichten Rückgang in der digitalen Reife der Branche auf, mit einer Bewertung von 4,6 auf einer Skala von 1 bis 10. Trotz Fortschritten durch Building Information Modeling (BIM) bei Planern und Bauunternehmen bleibt die Entwicklung bei Eigentümern und Investoren hinter den Erwartungen zurück.

    Obwohl zwei Drittel der befragten Unternehmen mehr als ein Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierung investieren, zeigt sich ein rückläufiger Trend bei grösseren Firmen. Externe Faktoren wie Zinswenden und Lieferkettenprobleme scheinen die digitale Transformation zu hemmen, während regulatorische Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit als Katalysator für Digitalisierungsbestrebungen dienen.

    Während KI und maschinelles Lernen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Integration in die Branche noch hinter den Erwartungen zurückbleiben, festigt sich BIM als wichtige Technologie für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Die Nutzung von Smart Building-Technologien nimmt zu, wobei der Fokus auf Ressourcenschonung liegt und andere Vorteile wie Nutzererlebnis und Komfort zunächst in den Hintergrund treten.

    Die Studie zeigt, dass die Immobilienbranche an einem kritischen Punkt in ihrer digitalen Evolution steht. Trotz des offensichtlichen Potenzials digitaler Technologien und der Notwendigkeit einer stärkeren Integration zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit, bedarf es konkreter Massnahmen und Investitionen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse und dient als Richtschnur für zukünftige Entwicklungen in der digitalen Landschaft der Immobilienwirtschaft.

  • SVIT five Real Estate Symposium 2024: Innovative Wege in der Fachkräfterekrutierung

    SVIT five Real Estate Symposium 2024: Innovative Wege in der Fachkräfterekrutierung

    Der Fachkräftemangel stellt eine der grössten Herausforderungen in der Immobilienwirtschaft dar. Um diesem entgegenzuwirken, bringt das SVIT five Real Estate Symposium 2024 führende Experten zusammen, um neue Wege in der Rekrutierung zu diskutieren. Jan-Egbert Sturm, renommierter Professor für Angewandte Wirtschaftsforschung, wird seine Prognosen zur Branchenzukunft teilen. Markus Steckeisen, erfahrener Unternehmer und Studienleiter an der HWZ, sowie Yannick Blättler, Unternehmer und Kenner der Generation Z, werden ihre Perspektiven einbringen. Das Symposium dient als essentielle Informations- und Networking-Plattform für die Immobilienbranche, um innovative Lösungsansätze für den Fachkräftemangel zu entwickeln und umzusetzen. Mit diesem Fokus etabliert sich das jährliche Real Estate Symposium als ein Muss für Fachleute der Immobilienwirtschaft.

  • Dr. Tanja Pohle tritt als neue Partnerin in die Geschäftsleitung von pom+Consulting AG ein

    Dr. Tanja Pohle tritt als neue Partnerin in die Geschäftsleitung von pom+Consulting AG ein

    Die Berufung von Dr. Tanja Pohle in die Geschäftsleitung, repräsentiert einen wichtigen strategischen Schritt. Dr. Pohle, die bereits seit 2013 im Unternehmen tätig ist, hat sich durch ihre Arbeit im Bereich der Organisationsentwicklung und Prozessgestaltung, insbesondere in der Immobilienwirtschaft, einen Namen gemacht.

    Ihre Rolle als Head of Service Unit Organisation & Processes ermöglichte es ihr, signifikante Fortschritte im Bereich der Workplace Solutions zu erzielen. Dies beinhaltete die Einführung neuer Beratungsansätze, die sich an den sich verändernden Bedürfnissen einer modernen Arbeitswelt orientieren. Besonders hervorzuheben ist dabei ihr Engagement für Smart Office- und New-Work-Konzepte, die durch die Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen haben.

    Der akademische Hintergrund, mit einem Diplom in Bauingenieurwesen von der Technischen Universität Berlin, einem Doktorat in Baubetriebswissenschaften von der ETH Zürich und einem MBA im Business Engineering von der Universität St. Gallen, bildet die Grundlage für ihre umfassende Expertise. Ihre Fähigkeiten in der Organisationsentwicklung, verbunden mit ihrem Verständnis für technische und betriebswirtschaftliche Aspekte, haben maßgeblich zur Entwicklung des Unternehmens beigetragen.

    Mit Dr. Pohles Ernennung zur Partnerin soll ihre Expertise und Erfahrung nun auch in strategische Entscheidungen einfließen. Ihre bisherige Laufbahn, die durch vielseitige Kompetenzen und innovative Ansätze gekennzeichnet ist, passt hervorragend zur Unternehmensphilosophie Sie wird in ihrer neuen Rolle in der Geschäftsleitung maßgeblich dazu beitragen, die zukünftige Richtung mit zu gestalten und die Prinzipien des New Work in der Immobilienwirtschaft weiter zu verankern.

  • Paradigmenwechsel in der PropTech-Welt

    Paradigmenwechsel in der PropTech-Welt

    In Deutschland, einem Schlüsselmarkt für PropTech, sind rund 30% der etwa 800 Startups weniger als vier Jahre alt und haben ihre Marktreife noch nicht bewiesen. Hoffmann sieht einen Trend weg vom „Proof of Concept“ hin zum «Proof of Value», was sowohl für Gründer als auch Investoren tiefgreifende Konsequenzen hat.

    Die PropTech-Branche ist eng mit der Immobilienwirtschaft verbunden, die derzeit in Deutschland Schwierigkeiten hat. Dies führt zu einer Investitionszurückhaltung, was Startups, von denen laut Blackprint 72 Zahlungsschwierigkeiten haben, in Bedrängnis bringt. Die Gründung neuer Firmen wird durch Marktunsicherheiten und die Schwierigkeit, Seed-Finanzierungen zu erhalten, weiter erschwert.

    Der Fokus verschiebt sich bei den Immobilienunternehmen von der blossen Reputation als Innovator hin zur Nachfrage nach spezifischen Lösungen, wie z.B. ESG-Software, die durch die EU-Taxonomie gefordert wird. Die PropTechs leiden jedoch unter langen Entscheidungszyklen der Kunden und finanziellen Engpässen.

    Schliesslich betont Hoffmann, dass die PropTechs, die mehrere Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen haben, durch ihre Fähigkeit, skalierbare Produkte und branchenspezifisches Wissen zu bieten, besonders hervorstechen und somit den «Proof of Value» erbringen.

  • Künstliche Intelligenz und das Metaverse im Fokus

    Künstliche Intelligenz und das Metaverse im Fokus

    Die SMK, ein Eckpfeiler des Schweizerischen Verbandes der Immobilienwirtschaft (SVIT), bekräftigte ihre Rolle als Informations- und Austauschzentrum mit einer wegweisenden Veranstaltung. Die zentrale Frage der Konvention lautete: «Künstliche Intelligenz: Ein Upgrade für Immobilienprofis oder der Anfang vom Ende?» Sprecher wie Benjamin F. Grewe und Fabian Wicki lieferten Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die KI und das Metaverse für die Branche bedeuten.

    Innovativer Kundenservice durch Technologie
    Die Nutzung von KI und das Eintauchen in die Metaverse-Welten bedeuten für Immobilienmakler nicht nur eine Verbesserung des Kundenservices, sondern auch die Erschliessung neuer Geschäftsfelder. «Wir betreten gemeinsam mit unseren Klienten eine neue Ära, in der KI uns ermöglicht, den Zugang zu unseren Dienstleistungen zu vereinfachen und Kundenanforderungen effizienter zu erfüllen», erklärte Ruedi Tanner, Präsident der SMK.

    Effizienzsteigerung durch KI-Integration
    Prof. Benjamin F. Grewe unterstrich das Potenzial von KI, Maklern in verschiedenen Bereichen unterstützend zur Seite zu stehen. Dies reicht von der Automatisierung von Routineaufgaben bis hin zur präzisen Preisfindung und Prognose von Markttrends.

    Das Metaverse als neue Geschäftsdimension
    Das Metaverse wurde von Fabian Wicki als ein «Mindset» beschrieben, das auf die Digitalisierung folgt und neue Möglichkeiten für Immobilienmakler schafft. Hierbei entstehen analog zur realen Welt vielfältige Geschäftsmöglichkeiten, einschliesslich der Vermittlung virtueller Immobilien.

    Ein Qualitätsnetzwerk für Fachleute
    Die SMK steht für Qualität und Professionalität in der Immobilienbranche. Nur ausgewählte Mitglieder, die strenge Qualitätsstandards erfüllen und sich kontinuierlich weiterbilden, dürfen das begehrte Qualitätslabel tragen. Die SMK fördert somit nicht nur Fachkompetenz, sondern auch ethische Standards und Fairness im Immobiliengeschäft.

  • Digitales Bauen fängt in den Köpfen an

    Digitales Bauen fängt in den Köpfen an

    Digitales Bauen – meist mit Hilfe von Building Information Modelling (deutsch Bauwerkinformationsmodellierung, kurz: BIM) – stellt in der Baubranche gerade viele altbewährte Prozesse in Frage. Denn digitales Bauen geschieht zuerst im Kopf und am Computer, wo ein virtuelles Modell des Projektes erstellt wird.

    Anhand dieser sehr detaillierten 3D-Abbildung des späteren Bauwerks können bereits viele Entscheide getroffen und potenzielle Probleme aus dem Weg geräumt werden. Die Vertreter*innen dieser neuen, digital gestützten Art des Bauens versprechen sich Effizienz- und Qualitätsgewinne, eine Reduktion von Baufehlern und stark vereinfachte Logistik am Bau.

    Digitales Bauen: 6-Punkte-Plan vereinfacht das Umdenken
    Der Wandel vom analogen zum digitalen Bauen ist aber alles andere als geradlinig. Das weiss BFH-Dozent Adrian Wildenauer aus eigener Erfahrung. Er kennt die Baubranche als Bauingenieur mit all ihren Facetten, vom Armierungseisen bis zur BIM-Modellierung.

    Für die SBB hat er einen branchenweiten 6-Punkte-Plan entwickelt, der als Grundlage für das Umdenken vom analogen auf den digitalen Baubetrieb dienen soll. Entscheidend ist aus seiner Sicht, dass alle beim Bau involvierten Akteur*innen beteiligt werden und die Branche gemeinsam voranbringen.

    Ziel und Roadmap klären
    Beim Digitalen Bauen stehen die Grundlagen, Roadmaps, Modelle und das Zielbild von Anfang an allen Beteiligten zur Verfügung. Dies erlaubt es Baufirmen, Lieferanten, Architekt*innen und Bauherr*innen, sich schon lange vor dem Spatenstich abzustimmen und mögliche Konflikte und Fehlerquellen frühzeitig auszumerzen. «Wir müssen alle Beteiligten der Wertschöpfungskette möglichst früh einbinden», betont Adrian Wildenauer.

    Mit Sprache kommunizieren
    Digitale Bauprojekte sind darauf angewiesen, dass alle eine einheitliche Sprache sprechen. Dies erreicht die Branche, indem noch stärker mit validen Standards gearbeitet wird. Angefangen bei einschlägigen Begriffen des digitalen Bauens und des Building Information Modelling, über die Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (sia) oder des Kompetenzzentrums für Standards in der Bau- und Immobilienwirtschaft (crb), bis hin zum Austausch mit den branchenrelevanten Verbänden und Vereinen: Gerade am Anfang ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten verstehen. Hier hilft auch das gemeinsam erarbeitete Nationale Glossar, in dem die Begriffe gemeinsam definiert wurden.

    Mit Datenmodell kommunizieren
    Nicht nur die beteiligten Menschen sind auf funktionierende Kommunikation angewiesen, sondern auch die involvierten Systeme. Weil im digitalen Bauen ein virtuelles Modell des Bauprojekts zentral ist, kommt man nicht umhin, gemeinsam ein konsolidiertes Datenmodell für Bauten zu erarbeiten. Dieses erlaubt es, vom Planer bis zum Polier Informationen einfach auszutauschen. «Der Umgang mit Daten ist unsere gemeinsame neue Sprache», erklärt Adrian Wildenauer, «wir müssen sie lernen.»

    Bauteile wiederverwenden
    Ein Vorteil des digitalen Bauens liegt darin, dass man das Rad – oder eben das Bauvorhaben – nicht unbedingt mit jedem Projekt neu erfinden muss. Schliesslich kommen viele Elemente eines Baus mit jedem Projekt wieder zum Einsatz. Statt dass man diese wie bisher mit jedem Projekt von Grund auf konzipiert, dimensioniert und prüft, verwendet man einfach standardisierte Bauobjekte. Bevor man also zum Beispiel eine Tür plant, baut man ein standardisiertes digitales Abbild derselben. Dieses beinhaltet alle notwendigen Attribute von der Materialwahl über die Zylindergrösse, Breiten und Höhen der Türflügel bis hin zu den Dichtbändern. Dank standardisierter Bauobjekte sparen sich die Firmen also die Zeit für die Konzeption solcher Objekte und vermeiden Fehler. Damit das klappt, müssen Firmen einfach auf eine Sammlung solcher digitalen Bauteile zugreifen können.

    Erfahrung sammeln
    Wissen in der Baubranche wird oft noch sehr traditionell weitergegeben, von der erfahrenen Meister*in direkt an die Lernenden auf der Baustelle. Im digitalen Bauen kann dieses heute nicht greifbare oder nicht dokumentierte Wissen auf der Baustelle systematisch gesammelt und für die Ausbildung genutzt werden. Aber auch die Erfahrungen mit dem digitalen Bauen selbst können erfasst und die digitalen Tools und Prozesse auf ihre Tauglichkeit geprüft werden. Wenn digitales Baumanagement zu besserer Wissensvermittlung führt, ist die Branche auf dem richtigen Kurs, ist Adrian Wildenauer überzeugt: «Nur wenn wir Wissen teilen, können wir gemeinsam Erfolg haben.»

    Bestellgrundlagen vermitteln
    Viele Prozesse im digitalen Bauen münden in einer Bestellung, sei es mit der Buchung einer Dienstleistung oder dem Kauf von Materialien. Ein grosser Vorteil des digitalen Bauens liegt darin, dass erforderliche Daten für Bestellungen frühestmöglich im virtuellen Modell des Projekts erfasst sind. Damit auf der Baustelle aber etwas geschieht, müssen alle am Projekt Beteiligten wissen, wie sie Bestelldaten aus dem System beziehen und anwenden können. Entsprechende Schulungen und Dokumentation für Mitarbeitende sind also Pflicht.

    In der Praxis zeigt sich, dass digitales Bauen ein gemeinsames digitales Miteinander voraussetzt. Systeme und IT-Infrastruktur sind wichtig, aber erst wenn Architekt*innen, Bauingenieur*innen und Partnerfirmen bereit sind, über die Kompetenzbereiche hinweg zusammenzuarbeiten. Das digitale Bauen beginnt nämlich nicht auf dem Bildschirm, sondern in den Köpfen der Fachleute.

  • Die nachhaltige Revolution im schweizerischen Immobilienmarkt

    Die nachhaltige Revolution im schweizerischen Immobilienmarkt

    In einem Zeitalter, in dem Nachhaltigkeit an vorderster Front steht, stellt REMMS ein innovatives System vor, das in der Lage ist, jede der rund zwei Millionen Immobilien der Schweiz nach den Prinzipien von Ökonomie, Ökologie und Soziales zu beurteilen. Dies wurde von führenden Persönlichkeiten, Dr. Stefan Fahrländer und Andreas F. Vögeli, vor Medien in Zürich betont.

    Ein zentrales Merkmal ist, dass es Handlungsfelder in der Immobilienwirtschaft hervorhebt. Das System gibt nicht nur eine Bewertung, sondern zeigt auch Wege zur Unterstützung des nationalen CO2-Reduktionspfades. Dies ist besonders relevant in einer Zeit, in der das Pariser Abkommen und die UNO-Nachhaltigkeitsziele internationalen Druck ausüben.

    Für Immobilienbesitzer und Finanziers öffnet das Unternehmen Türen zu tieferen Einblicken. Mit speziell entwickelten Fragebögen können detaillierte Analysen der Immobilienportfolios durchgeführt werden. Diese Bewertungen berücksichtigen auch mehrere renommierte Standards, was die Relevanz und Glaubwürdigkeit des Systems erhöht.

    Ein bemerkenswertes Merkmal ist seine gemeinnützige Struktur. Investoren haben minimale Kosten, und das System ist allgemein zugänglich, insbesondere durch die „REMMS 4 ALL“-App. Diese Zugänglichkeit wurde durch die Unterstützung aus Bundesbern sichergestellt.

    Die Mitgliedschaft umfasst renommierte Persönlichkeiten und Institutionen. Vom akademischen Sektor wie der Universität Zürich bis zu regionalen Behörden wie dem Hochbauamt des Kantons Zürich zeigt die Mitgliedsliste die Breite und Tiefe des Engagements für das System.

    Die Bedeutung geht über bloße Bewertungen hinaus. Es dient als Hilfsmittel, das Eigentümern objektive und neutrale Einsichten bietet, potenzielle Verbesserungen aufzeigt und Lösungen für ökologische Herausforderungen bietet.

    Fazit – ein umfassendes, innovatives und gemeinnütziges System, das den schweizerischen Immobilienmarkt im Hinblick auf Nachhaltigkeitsziele revolutioniert.

  • Fehlendes Verständnis für Projektdaten

    Fehlendes Verständnis für Projektdaten

    Das CDE ist der Ausgangspunkt für ein durchgängiges Datenmanagement. Es liegt im Interesse der Immobilieneigentümerin bzw. des Bestandhalters, jederzeit Zugriff auf die aktuellen Projektinformationen zu haben, Inkompatibilitäten zu vermeiden und Zugriffsrechte ändern zu können. Umso erstaunlicher ist es, dass der Wert von Daten noch immer nicht vollumfänglich verstanden wird. Zu oft werden sie einzig aus der IT-Perspektive betrachtet und auf die Funktion als Messinstrumente reduziert.

    Der Markt verändert sich rasch
    Der Markt an CDE-Lösungen ist schnelllebig und divers. Insgesamt ist ein Trend zur Spezialisierung erkennbar, was eine hohe Integrationsfähigkeit bedingt. Häufig werden unabhängige Tools von grossen Technologieanbietern aufgekauft oder in bestehende Lösungen eingebaut. Das führt zu Problemen bei der Übernahme von bereits abgeschlossenen Projekten. Um einen reibungslosen Datenaustausch zu gewährleisten, ist die möglichst konsistente Anwendung einer Plattform zu empfehlen.

    Innovation im Eiltempo verunsichert die Anwender
    Die Konkurrenz unter den Anbietern ist gross. Kontinuierlich drängen neue Tools auf den Markt, Funktionalitäten werden laufend weiterentwickelt. Die Folge ist eine grosse Verunsicherung bei vielen Bauherren und Betreiber sowohl bei der Auswahl als auch bei der Anwendung. Die eher langsame Bau- und Immobilienwirtschaft trifft hier auf die kurzen Innovationszyklen der Technologiebranche. Anwendungsfälle, Prozessabläufe und Verantwortlichkeiten müssen deshalb bereits vor der Systemauswahl klar definiert werden, um Enttäuschungen zu vermeiden.

    Und wem gehören die Daten?
    Zentral ist die Frage nach der Datenhoheit: Wem gehören die Daten im CDE und wer hat Anspruch darauf, wenn das Bauprojekt beendet ist und das Gebäude in den Betrieb übergeben wird? Die heutige Praxis zeigt, dass diese Frage häufig vernachlässigt wird. Es ist daher essenziell, dass die Bauherrschaft das Set-up vorgibt, das CDE nach den eigenen Vorstellungen bestellt und das Eigentum an den Daten frühzeitig regelt.

    Benutzungsfreundlichkeit lässt zu wünschen übrig
    Die von pom+ untersuchten Projekt-CDE-Lösungen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Entweder handelt es sich um Expertentools mit umfangreichen Funktionen oder um einfache Anwendungen mit beschränkten Möglichkeiten. Beiden Gruppen gemeinsam ist die mangelnde Usability. Knapp 45 Prozent der untersuchten Tools wurden auf der Fünfpunkteskala mit drei oder weniger bewertet. Das Problem dabei: CDEs werden nicht nur von technologieaffinen Personen benutzt – sie müssen das ganze Team adressieren. Darauf sollten die Herstellerfirmen bei der Weiterentwicklung vermehrt achten. Joachim Baldegger, Studienleiter und Head of Service Unit Future Lab, fasst zusammen: «Modernes Bauen heisst bereits im Bauprojekt an den Betrieb zu denken und die richtigen Daten zu bestellen. Common Data Environments spielen dabei eine zentrale Rolle. Allerdings ist der Weg noch ein weiter, denn viele Tools haben Lücken im Funktionsumfang und können nur bedingt mit Daten umgehen bzw. diese strukturiert erfassen. Erst wenn dies sichergestellt ist, können Daten aus dem Projekt effizient in die Zielsysteme der Immobilieneigentümer übergeben und Mehrwerte generiert werden.»

  • Hitzeinseln schon in der Planung verhindern

    Hitzeinseln schon in der Planung verhindern

    Die Klimaveränderungen machen insbesondere im Sommer den Städten zu schaffen. «Hitzeinsel» ist zum allgegenwärtigen Thema geworden. Wer grössere Quartiere plant, kann einen Hitzestau jedoch vermeiden. Entscheidend dafür sind eine auf die Umgebung abgestimmte Setzung der Gebäude, die Wahl der Materialien von Fassaden und Aussenflächen, Grünflächen sowie eine geschickte Beschattung. Die Auswirkungen dieser Faktoren sollten eigentlich schon in einer frühen Planungsphase berücksichtigt werden. Dafür allerdings müssten Architektinnen und Architekten Computermodelle beiziehen, die die Auswirkung der entscheidenden Faktoren für einen bestimmten Ort berechnen können. Das Problem der bestehenden Modelle: Die Berechnung ist zeit- und kostenintensiv. Deshalb wird auf ihren frühzeitigen Einsatz meist verzichtet. Die Hochschule Luzern (HSLU) hat nun eine neue interaktive Quartierklima-Modellierung (QKM) entwickelt, die sich auf die phasengerechten Informationen beschränkt und in Sekundenschnelle Resultate liefert. Finanziert wurde das Projekt durch die Stiftung Infinite Elements sowie die HSLU.

    In der Planungsphase muss es schnell gehen
    Für bauliche Grossprojekte bewerben sich Architekturbüros normalerweise in einem aufwändigen Wettbewerbsverfahren unter hohem Zeitdruck. «Sie müssen eine Vielzahl von Anforderungen in ihrem Entwurf berücksichtigen, eine ist davon das Mikroklima», erklärt Simulations-Experte Prof. Markus Koschenz von der Hochschule Luzern. Hohe Kosten und zweitägige Wartezeiten lägen in dieser kreativen Arbeitsphase für die Architektinnen und Architekten gar nicht drin. Genau dies hätten sie aber bisher in Kauf nehmen müssen, wenn sie die komplexen Berechnungen einbeziehen wollten. Was also, wenn man ein Wettbewerbsprojekt gewinnt und erst dann feststellt, dass die Gebäudesetzung unglücklich gewählt wurde? Die Jury hat sich ja für die vorgeschlagene Lösung entschieden; fundamentale Anpassungen sind in der Phase nach der Juryentscheidung nicht mehr vorgesehen – auch wenn die nachträgliche Berechnung des Mikroklimas dies nahelegen würde. Kurz, das Dilemma ist auf diesem Weg nicht lösbar. Nun machen die wärmeren Sommertemperaturen den Menschen heute schon zu schaffen. Die Erwärmung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird zunehmen, was gerade für ältere Menschen lebensgefährlich sein kann. Und Überbauungen, die jetzt in Planung sind, werden auch in fünfzig Jahren noch stehen. Dies alles bei der Planung zu ignorieren, scheint fahrlässig.

    Resultate in Sekundenschnelle
    «Gefragt ist ein Instrument zur Berechnung des Mikroklimas, das kostengünstiger ist und vor allem sehr schnell Resultate liefern kann», sagt Koschenz. Sein Kernteam mit Andrii Zakovorotnyi, Reto Marek und einem externen Revit-Spezialisten hat dieses Instrument an der Hochschule Luzern entwickelt. Er erklärt: «Bestehende Verfahren benutzen allgemeingültige Instrumente der Computational Fluid Dynamics (CFD). Mit diesen Instrumenten lassen sich von Spezialisten Maschinen entwickeln, Strömungen an Flugzeugen untersuchen oder das Mikroklima in Quartieren bestimmen. Sie sind mächtig aber auch entsprechend aufwändig. Unser Modell konzentriert sich auf den Aspekt des Quartierklimas und wir arbeiten mit schnell rechnenden Algorithmen», begründet Koschenz den frappanten Unterschied in der Berechnungsgeschwindigkeit. So dauert es Sekunden oder höchstens wenige Minuten, bis die Auswirkungen einer Änderung berechnet sind. Das Tool könne ab dem ersten Schritt im Planungsprozess durch die Planenden selbst eingesetzt werden. Man kann damit zum Beispiel mit wenig Aufwand zwei Varianten der Fassadengestaltung oder der Bepflanzung mit Bäumen in einem Innenhof vergleichen. Und dies nicht nur für einen Sommertag, sondern für eine ganze Sommerperiode.

    Überprüfung des Modells mit Messungen
    Die Informationen zu den geplanten Gebäuden, ihrer Position, den verwendeten Materialien oder die Art und Position von Grünflächen und Bäumen bezieht die interaktive Quartierklima-Modellierung aus dem Planungstool Revit, das bereits in Architektur- und Landschaftsplanungsbüros eingesetzt wird. Daraus berechnet das physikalische Modell die Auswirkung von Strahlung, Schatten, Wärmespeicher-Eigenschaften der Materialien, Luftströmung, Vegetation und Tageszeit auf das Quartierklima. Bilder mit Farbskalen zeigen intuitiv verständlich die Resultate an.  

    Den Beweis, dass das Modell richtig funktioniert, hat Koschenz’ Team mit Messungen im Suurstoffi-Quartier in Rotkreuz erbracht und die Resultate auch mit denen bestehender kommerzieller Software verglichen. Koschenz ist mir den Resultaten überaus zufrieden: «Wir können sagen: Die Übereinstimmung sowohl mit den Messungen als auch mit den Ergebnissen anderer Software war hoch. Damit ist unser Tool bei gleicher Genauigkeit viel schneller».

  • Relevanz sozialer Nachhaltigkeit bei institutionellen Immobilienportfolios

    Relevanz sozialer Nachhaltigkeit bei institutionellen Immobilienportfolios

    Frau Zimmerli, Sie entwickeln Kriterien zur Beurteilung der sozialen Nachhaltigkeit von institutionellen Immobilienportfolios. Was sind Ihre Beweggründe?
    Viele Institutionelle Eigentümer haben sich in den letzten Jahren im Rahmen ihrer ESG-Strategien Klimaziele gesetzt, die über die gesetzlichen Vorlagen hinausgehen. Nach dem «E» rückt nun langsam das «S» ins Blickfeld. Das Problem ist, dass niemand so richtig weiss, was soziale Nachhaltigkeit ausmacht. Wir beobachten, dass viel in das «S» projiziert wird, und die grossen gesellschaftlichen Zusammenhänge dabei oft in den Hintergrund rücken. Wir haben deshalb beschlossen, mit Partnern aus der Wissenschaft, Immobilienverbänden und institutionellen Investoren anhand diverser Portfolios zu testen, wie eine Operationalisierung der sozialen Nachhaltigkeit aussehen könnte. Unser Ziel ist es, wenige klare, einfach interpretierbare und vergleichbare Kennzahlen für die Social Performance zu definieren, ergänzend dazu kurze Checklisten zu erstellen und damit dem Wettbewerb um gute Ideen mehr Raum zu geben.

    Viele Portfolio- und Asset Manager sind aktuell damit beschäftigt, belastbare Energie- und Emissionsdaten aufzubereiten. Was veranlasst Sie, gerade jetzt Kennzahlen für die soziale Nachhaltigkeit zu entwickeln?
    Es ist richtig, dass der Fokus der Immobilienwirtschaft im Moment noch auf der Erhebung von Klima-Kennzahlen liegt. Dank dem REIDA CO2-Benchmark und den umweltrelevanten Kennzahlen der AMAS gibt es mittlerweile einen klaren Orientierungsrahmen und gute Instrumente. Wir wollen sowohl den Schwung als auch den Fokus aufs Wesentliche dieser Instrumente mitnehmen, weil wir überzeugt sind, dass es sich die Immobilienwirtschaft schlicht und einfach nicht leisten kann, Nachhaltigkeit auf Umweltfragen zu reduzieren. Die hitzigen Debatten zum Referenzzinssatz, zum Wohnschutz und zu grösseren Entwicklungsprojekten zeigen, dass die Öffentlichkeit und die Politik von nachhaltigen Immobilienportfolios auch Antworten auf gesellschaftliche Fragen erwarten.

    In der Branche besteht aktuell noch kein Konsens darüber, was unter dem «S» zu verstehen ist oder wie gesellschaftlich-soziale Nachhaltigkeit gemessen werden soll. Wie sehen Sie das?
    Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussionen ist das «S» nicht kompliziert: Auf der gesellschaftlichen Ebene geht es um die Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit Wohnraum, um sozial gemischte Wohnumfelder und um gut funktionierende Nachbarschaften und Quartiere. Für institutionelle Eigentümer geht es um die Frage, wie Immobilienportfolios strukturiert sind und wie der verfügbare Wohnraum verteilt wird. Bei Neubau- und Erneuerungsprojekten stellt sich die Frage, was mit bisherigen Mietern passiert, für welche Zielgruppen zusätzlicher Wohnraum entsteht und wie Nachbarschaften und Quartiere gestärkt werden können. Natürlich gibt es daneben unzählige weitere Bedürfnisse. Wir glauben aber, dass sich Kennzahlen auf die grossen gesellschaftlichen Hebel beziehen sollen, und dass bei den individuellen Bedürfnissen der Markt spielen soll.

    Wie kann und soll die «Social Performance» eines Immobilienportfolios effektiv gemessen bzw. beurteilt werden?
    Wir orientieren uns an der Philosophie der umweltrelevanten Kennzahlen von AMAS und REIDA: «Keep it simple». Die Social Performance kann im Kern einfach mit hart prüfbaren Kennzahlen gemessen werden: Wir testen gerade, wie Daten zur Portfoliostruktur und zu Erst- und Wiedervermietungen möglichst einfach erhoben und ausgewertet werden können. Daneben entwickeln wir Fragebatterien, mit denen Eigentümer in ihren Mieterbefragungen belastbare Erkenntnisse zur Zufriedenheit mit der Nachbarschaft, Wohnung oder Liegenschaftsverwaltung erhalten. Schliesslich nutzen wir klassische Kennzahlen zu Fluktuationen und Leerstand, die in der Regel bereits erhoben und ausgewertet werden.

    Die Optimierung der ökologischen Kriterien erfordert oft hohe Investitionen. Das schafft Anreize, Liegenschaften mit einer schlechten Öko-Bilanz abzustossen. Droht Liegenschaften mit schlechten sozialen Bewertungen dasselbe Schicksal?

    Nein, aus unserer Sicht gibt es in Bezug auf die soziale Nachhaltigkeit keine Gefahr von «stranded assets». Wir sind überzeugt, dass grundsätzlich jede Liegenschaft mit vertretbarem Aufwand sozial nachhaltig transformiert werden kann. Die wichtigsten Hebel sind dabei die Erneuerungsplanung und die Bewirtschaftung. Mit der Erneuerungsplanung wird festgelegt, wann welche Liegenschaften an die heutigen Bedürfnisse und Marktpreise angepasst werden. In der Bewirtschaftung wird entschieden, wer preisgünstigen oder barrierefreien Wohnraum erhält. Wir haben Kennzahlen ausgewählt, die von Portfolio- und Asset Managern direkt beeinflusst werden können. Wir verstehen soziale Nachhaltigkeit als Resultat eines weitsichtigen Portfolio- und Asset Managements und einer konsequenten Vermarktung und Bewirtschaftung, und nicht als Liegenschafts- oder Lageattribut. Wir sind auch überzeugt, dass Liegenschaften mit starken sozialen Qualitäten ökologische Schwächen kompensieren können.

    Viele Eigentümer tun sich schwer damit, dass innovative Ideen und Ansätze, mit denen sie sich von Konkurrenten abheben möchten, in umfangreichen Checklisten und Indikatorensets der Nachhaltigkeits-Labels verschwinden. Wie kann das verhindert werden?
    Indem wir Pflicht und Kür voneinander trennen. Wir verfolgen mit der sozialen Nachhaltigkeit dasselbe Ziel wie REIDA mit ökologischen Aspekten: Wenige einheitliche Kennzahlen sollen sichtbar und vergleichbar machen, wie gut ein Portfolio das Pflichtprogramm erfüllt. Daneben gibt es Themen, zu denen es keine standardisierten Vorgaben gibt. Fondsleitungen und Asset Manager sollen frei entscheiden und kommunizieren, wie sie z.B. für eine gute Quartierversorgung, ein gutes Zusammenleben oder ein gutes Mietermanagement sorgen wollen. Wir verstehen das «Wie» als Kür, hier sollen der Wettbewerb, die Kreativität und Innovation spielen. Anders gesagt: wir wollen mehr Zielorientierung und weniger Mikromanagement. ESG sollte in einer stark regulierten Welt kein engeres Korsett, sondern ein Sprungbrett sein, mit dem die Immobilienwirtschaft beweisen kann, was sie mit renditeorientierten Portfolios leisten kann.

    Wo stehen Sie mit dem Kennzahlenset?
    Wir arbeiten aktuell daran, unseren Ansatz anhand von vier Fonds unserer Partner zu konkretisieren und zu validieren. Wir werden die Erkenntnisse und einen ersten konsolidierten Entwurf am 28. September 2023 an der Fachtagung «Soziale Nachhaltigkeit im ESG messen – worum geht es?» vorstellen und mit Eigentümern, Bewirtschaftern und Experten diskutieren. Interessierte Leser und Leserinnen können sich hier anmelden. Es würde mich freuen, wenn wir Sie an der HWZ in Zürich begrüssen dürfen.

    Quelle: ssrei.ch

  • 5. Global Real Estate Run- lokal handeln, global wirken

    5. Global Real Estate Run- lokal handeln, global wirken

    Am 30. und 31. März 2023 findet der 5. Global Real Estate Run statt, ein Event, der sich der Förderung von Innovation, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in der Immobilien- und Bauwirtschaft verschrieben hat. Teilnehmende können innerhalb eines 48h Zeitfenster eine frei wählbare Strecke von 6 km joggen oder spazieren. Pro absolviertem Kilometer wird vom Veranstalter ein Baum gepflanzt.

    Das Eventformat eignet sich hervorragend als unterhaltsamer Team-Event und richtet sich an Mieter, Eigentümer und Immobilienprofis, die sich für eine generationenfreundlichere Immobilien- und Bauwirtschaft in Bewegung setzen möchten.

    „Wir glauben, dass jeder Einzelne einen Beitrag zu einer generationenfreundlicheren Zukunft leisten muss. Der Global Real Estate Run ist eine Gelegenheit für die Immobilien- und Bauwirtschaft, zusammenzukommen und gemeinsam ein Zeichen zu setzen“, sagt Mario Facchinetti, Initiator der Veranstaltung.

    Die Teilnahmegebühr für Privatpersonen ist kostenlos, für Teams beträgt Sie CHF 37.- pro Person. Dafür erhält das Team ein Baumpflanz-Zertifikat für jeden Baum, der im Team erlaufen wird. Die Veranstaltung verzeichnet mittlerweile über 4000 Teilnehmende aus rund 57 Ländern und wird von verschiedenen Unternehmen unterstützt, die sich für eine nachhaltigere Immobilien- und Bauwirtschaft engagieren.

    Die Veranstaltung ist ein Beispiel dafür, wie Mieter, Eigentümer und Immobilienprofis einen Teil dazu beitragen können, die Umweltauswirkungen zu reduzieren und eine generationenfreundlichere Zukunft zu schaffen.

    Interessierte können sich ab sofort unter www.globalrealestaterun.com anmelden und sich auf eine sportliche und unterhaltsame Aktivität freuen.

  • Die Zukunft der Bau- und Immobilienbranche heisst Kreislaufwirtschaft

    Die Zukunft der Bau- und Immobilienbranche heisst Kreislaufwirtschaft

    Die Bauindustrie produziert mit einem Anteil von 84 Prozent in der Schweiz am meisten Abfall. Umso wichtiger ist deshalb gerade hier die Etablierung der sogenannten Kreislaufwirtschaft: Die beim Bau verwendeten Materialien und Produkte sollen nach dem Lebenszyklus eines Gebäudes wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Massgebend sind die drei «R»: reduce (reduzieren), reuse (wiederverwenden) und recycle (rezyklieren). In einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft entsteht möglichst kein Abfall. Stand heute engagieren sich gemäss einer Studie der Konjunkturforscher der ETH (KOF) und der Berner Fachhochschule (BFH) aber erst 8 bis 12 Prozent der Schweizer Unternehmen in Sachen Kreislaufwirtschaft.

    Ein Unternehmen, das sich genau diesem Unterfangen verschrieben hat, ist Madaster. 2017 wurde die Firma in den Niederlanden gegründet und expandierte ein Jahr später als ersten internationalen Standort in die Schweiz. Madaster versteht sich als Cloud-Plattform, welche es Nutzern ermöglicht, die Daten ihrer Bauprojekte transparent darzustellen. Nutzer können auf der Grundlage eines BIM- (IFC) oder Excel-Dokuments einen Materialpass erstellen. Dies ist für Neubauten wie auch für bestehende Immobilien möglich. Verwendete Bauteile und Materialien werden erfasst – das System ergänzt die Daten automatisch mit Informationen über die Kreislauffähigkeit, Trennbarkeit, Nachhaltigkeit sowie den finanziellen Wert und schafft damit eine wertvolle Datenquelle. Madaster ermöglicht so die Planung und Nutzung von Gebäuden als Rohstofflager. Damit sollen langfristig die Abfallmenge sowie der CO2 – Ausstoss beim Bau drastisch reduziert werden.

    Die Branche habe den Mehrwert dieses Angebots früh erkannt: «Immer mehr Bauherren und ihre Dienstleister nutzen den Materialpass und schaffen so Best-Practise-Beispiele, von denen die Branche lernen kann. Denn wer zirkulär baut, baut für die Zukunft», erklärt Marloes Fischer, CEO Madaster Services Schweiz. Das Unternehmen unterscheidet zwischen strategischen Partnern, sogenannten Kennedys, die die Entwicklung, Einführung und Implementierung der Online-Plattform finanziell und konzeptionell unterstützt haben, und Partnern, zu denen Entwickler, Architekten, Bauunternehmer, Berater, Ingenieure oder Banken gehören. «11 Kennedys haben den Start von Madaster in der Schweiz mitgetragen. Aktuell zählt Madaster über 30 Partner», führt Fischer aus. Unter den Partner:innen und Kennedys von Madaster sind nebst dem Bundesamt für Energie und Umwelt (Bafu) weitere bekannte Namen wie Eberhard, Mobimo, Pirmin Jung, Integral Baumanagement AG oder Swiss Prime Site gelistet.

    Enormes Potenzial der Kreislaufwirtschaft
    Zu den bekannten Partnern von Madaster gehört zudem Holcim Schweiz. Bis 2050 will das Unternehmen ausschliesslich klimaneutrale und vollständig rezyk-lierbare Baumaterialien produzieren. Um diese Transformation zu erreichen, arbeitet Holcim mit verschiedenen Hebeln und klar definierten Zwischenzielen für 2030. In der Kreislaufwirtschaft sieht das Unternehmen enormes Potenzial, um Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Ressourcenknappheit wirkungsvoll zu begegnen. Mit innovativen Lösungen führt Holcim Abfälle in den Stoffkreislauf zurück und verwendet Beton immer wieder neu.

    So produziert Holcim den weltweit ersten ressourcenschonenden Zement namens Susteno 4. Als Zumahlstoff wird industriell aufbereitetes Mischgranulat verwendet. Ausserdem wird ein Grossteil der fossilen Brennstoffe durch alternative Materialien ersetzt, wie Abfälle oder Klärschlamm. Der Zement entwickelte sich seit der Einführung 2018 mit einem Anteil von 10 Prozent zum zweitgrössten Produkt des Holcim-Portfolios. Auch der nachhaltige Beton Evopact basiert auf dem Zement Susteno und spart im Vergleich zu einem Standardbeton 10 Prozent CO2 ein. Damit will Holcim bis 2025 ein Viertel des Transportbetonumsatzes generieren. Bettina Kallenbach, Marketingleiterin Holcim Central Europe West, ist überzeugt: «Beton wird in naher Zukunft nur schwer zu ersetzen sein. Aber Beton ist ein Baustoff, der auf unterschiedlichsten Ebenen nachhaltiges Bauen möglich macht – sofern man sich den Herausforderungen stellt.»

    Mit Themen wie Kreislaufwirtschaft, Dekarbonisierung und erneuerbare Energie beschäftigt sich Holcim schon lange. Kallenbach ist überzeugt: «Für Netto-Null wird Carbon Capture and Use and Storage (CCUS) ein wichtiger Hebel sein. Holcim arbeitet hierbei an skalierbaren Massnahmen und Lösungen.» Darüber hinaus betreibt Holcim bereits mehrere Recycling-Aufbereitungsanlagen in der ganzen Schweiz. Gemeinsam mit Partnern verfolgt das Unternehmen damit das Ziel, aus regionalem Aushub, Beton- und Mischabbruch hochwertige neue Baustoffe für den jeweiligen lokalen Markt aufzubereiten. Damit werden gleichzeitig der Einsatz alternativer Roh- und Brennstoffe in der Zementproduktion erhöht und schweizweit Primärressourcen sowie Deponieraum gespart.

    Als Beispiel nennt Holcim die Sanierung des Arosertunnels: Die grosse Menge an belastetem Ausbruchmaterial wird im Zementwerk Untervaz aufbereitet und zu Zement verarbeitet, der wiederum im 300 Meter langen Tunnel verbaut wird. So schliesst sich der Baustoffkreislauf. Mit ihrer Tochterfirma «Geocycle» reduziert das Unternehmen zudem massgeblich CO2. Mit «Co-Processing» in den Anlagen sorgt das Unternehmen für die thermische Verwertung brennbarer Abfälle und rezykliert mineralische Abfälle zu neuem Klinker und zu Zement. Damit konnte der Konzern 2021 rund 150’000 Tonnen CO2 einsparen, indem 160’000 Tonnen brennbare industrielle Abfälle in der Zementproduktion verwertet wurden.

    Dank Madaster erhalten Baumaterialien im Bestand eine Identität und einen Wert
    Dass die Kreislaufwirtschaft grosses Potenzial birgt, zeigt auch die bereits erwähnte Studie. Laut dieser hat die innovative Schweiz Vorteile, die Transformation zu schaffen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren. Derzeit würden aber oft noch die Möglichkeiten sowie das Wissen fehlen, um die bestehenden Produkte und Dienstleistungen einer Kreislaufwirtschaft anzupassen. Die parlamentarische Initiative «Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken» soll neue Rahmenbedingungen für eine moderne und umweltschonende Kreislaufwirtschaft schaffen. Die Vernehmlassung ergab im Oktober 2022, dass die Verankerung der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft im Umweltschutzgesetz grossmehrheitlich begrüsst wird.

    In der Baubranche liegt der Fokus zurzeit im Bereich Recycling, einem von mehreren möglichen Einstiegen ins zirkuläre Bauen. Fischer sagt: «Die Geschäftstätigkeiten der Firmen dürften vermehrt in Richtung Herstellung von kreislauffähigen Produkten, zirkuläre Ausschreibungen und Wettbewerbe sowie in Richtung Dokumentation von Materialien und Bauteilen, die in Gebäuden verbaut sind, gehen.» Madaster bietet gerade für Letzteres ein ausgeklügeltes Werkzeug. Das sieht auch Bettina Kallenbach so: «Ein Kataster von verbauten Materialien ist ein wichtiger Baustein im Hinblick auf die Schliessung von Kreisläufen. Künftige Generationen müssen Zugang zu Daten haben, aus denen hervorgeht, welche Baumaterialien in welcher Qualität wo verbaut sind. Dadurch erhalten Baumaterialien im Bestand eine Identität und einen Wert. Madaster bietet die zentrale digitale Plattform dafür.»

    Wenn man bedenkt, dass die Schweiz den Treibhausgas-Ausstoss bis 2030 halbieren will und für das Erreichen der Klimaneutralität 2050 die Emissionen aus Verkehr, Gebäuden und Industrie um bis zu 90 Prozent reduziert werden müssen, wird nachhaltiges und zirkuläres Arbeiten umso bedeutender. Erste Unternehmen wie Holcim gehen mit gutem Beispiel voran. Hier hat aber die gesamte Immobilien- und Baubranche die Chance, eine Vorreiterrolle einzunehmen.

    Mit CO2-angereicherter Recyclingbeton EvopactRECARB, den Holcim für den Neubau «Zephyr Ost» an V-Zug geliefert hat.
  • Zahlen zum Wirtschaftsraum Schweiz

    Zahlen zum Wirtschaftsraum Schweiz

    Die internationale BIP-Entwicklung sowie die Investitionen haben sich im Jahr 2021 hervorragend erholt. Die jüngsten Entwicklungen
    zeigen jedoch, dass das Investitionsvolumen derzeit verhalten ist und sich die BIP-Entwicklung weltweit abkühlt. Die Prognosen der Wirtschaftsanalysten gehen von einer Beruhigung im Jahr 2024 und einem möglichen Abwärtstrend aus.

    Die Pandemie spielt in den Medien kaum noch eine Rolle, ihre Folgen sind aber weiterhin spürbar. Darüber hinaus haben steigende Energie- und Lebensmittelpreise infolge des Krieges in der Ukraine, Corona-Maßnahmen großer Wirtschaftsakteure und Lieferkettenprobleme zu einer Verunsicherung geführt, die sich in steigenden Inflationsraten niederschlägt. Mit der Zinserhöhung konnte die SNB eine Beruhigung erreichen und liegt leicht über den Zielvorgaben. Die Prognosen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums spiegeln sich in einer verhaltenen Entwicklung wider.

    Die Realeinkommen in der Schweiz sind leicht gesunken, was sich zusammen mit dem pandemiebedingten Nachholbedarf im Konsumbereich positiv auf die Wirtschaft auswirkt. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut und ein Aufschwung bis 2024 ist möglich.

    Der Wohnimmobilienmarkt ist robust und konnte weder durch die Finanzkrise noch durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine beeinträchtigt werden. Der Schweizer Büromarkt zeigt sich unbeeindruckt von den negativen Nachrichten aus der Weltwirtschaft.

    Es wird mit weiteren Zinsschritten der SNB gerechnet und die Renditen könnten leicht steigen. Durch die Zuwanderung sinken jedoch die Leerstände in der Peripherie und in den Zentren bleibt die Nachfrage nach Flächen hoch, was zu steigenden Marktmieten führt.

    Im Bereich der Geschäftsimmobilien ist in nächster Zeit nicht mit steigenden Renditen zu rechnen, da die Zinsen steigen könnten. Tendenziell besteht die Möglichkeit, dass die Marktwerte sinken, was durch den Anlagedruck der Investoren abgefedert werden könnte.

  • Wir sind Architekten, Bauherren, Unternehmer und Makler in einem

    Wir sind Architekten, Bauherren, Unternehmer und Makler in einem

    Die Nachfrage nach Immobilien übersteigt in der Schweiz das Angebot. Insofern sind Immobilienmaklerinnen und -makler gesuchte Leute. Sie fungieren als Bindeglied zwischen Immobilienverkäufern und Kaufinteressenten. Sie erstellen Analysen, eruieren Nutzungs- und Wiederverkaufsmöglichkeiten und beziehen dabei auch kommunale Strukturen wie Raumplanungsgesetze und Zonenvorschriften mit ein.

    Der Beruf erfordert fundierte Kenntnisse in der Marktforschung und umfangreiches Wissen über die verschiedensten Bereiche der Immobilienwirtschaft sowie Freude am Umgang mit Menschen. Immobilienvermarkter:innen arbeiten nicht nur selbständig oder in Immobilienfirmen, sondern auch für Immobilienfonds, Pensionskassen, Banken, Versicherungen, Bau- und Generalunternehmen. Öffentliche Verwaltungen sowie Treuhand-, Revisions- und Sachverwaltungsfirmen zählen ebenfalls diese Fachleute zu ihren Mitarbeitenden.

    Die Berufsbezeichnung «Immobilienmakler» ist hierzulande nicht geschützt. Entsprechend gibt es keine einheitliche Ausbildung. Immo!nvest hat mit zwei Berufsträgern gesprochen und sie gefragt, welche Talente und Eigenschaften zukünftige Immobilienmaklerinnen und -makler mitbringen sollten und welche Ausbildung sie empfehlen.

    Ruedi Tanner, Präsident der Schweizerischen Maklerkammer SMK und Mitinhaber der Wirz Tanner Immobilien AG in Bern, ist überzeugt: «Wer Leidenschaft für seinen Beruf hat, wird erfolgreich.»

    Zur Person
    Ruedi Tanner (58) ist Präsident der Schweizerischen Maklerkammer SMK und Mitinhaber der Wirz Tanner Immobilien AG in Bern. Er begann seine Laufbahn als Lehrer und Schulleiter, ehe er sich in den 1990er-Jahren als Immobilientreuhänder selbständig machte. Zusammen mit Hans Wirz gründete er 2002 die Wirz Tanner Immobilien AG mit Sitz in Bern. Daneben ist er als Inhaber und Projektleiter der «Projektbar» und als Geschäftsführer und Verwaltungsrat diverser Bauträger tätig. Seit 2019 ist er Präsident der Schweizerischen Maklerkammer im Verband der Immobilienwirtschaft SVIT.

    Wie sieht Ihr Berufsalltag in maximal fünf Sätzen beschrieben aus?
    Fünf Sätze? Gerne in fünf Worten: abwechslungsreich, herausfordernd, erfolgs- und menschenorientiert, glücklich machend.

    Welche Grundausbildung eignet sich für die Weiterbildung zum Immobilienmakler?
    Der Beruf einer Maklerin beziehungsweise eines Maklers ist komplex, weil die Berufsbezeichnung jede und jeder tragen darf. Die notwendigen Fähigkeiten verlangen aber Vor- und Ausbildungen in verschiedenen Bereichen. Entscheidend ist somit weniger die Grundausbildung, sondern vielmehr die uneingeschränkte Bereitschaft, in verschiedenen Sparten vertiefte Kenntnisse und ausgewiesene Fähigkeiten zu erlangen. Und sich laufend weiterzubilden.

    Es gibt verschiedene Ausbildungsangebote in diesem Bereich. Welchen Lehrgang empfehlen Sie künftigen Berufsträgern besonders?
    Wichtig ist heute die Ausbildung zur Immobilienvermarkterin und zum Immobilienvermarkter mit eidgenössischem Fachausweis. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten hier eine solide Spezialistenausbildung.

    Welche Talente und Eigenschaften sind wichtig?
    Für eine erfolgreiche Maklerlaufbahn sind Kenntnisse und Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen unabdingbar – von der Bautechnik, der Immobilienbewertung und Finanzierung bis hin zum umfassenden rechtlichen Wissen. Sattelfestigkeit ist auch in Marketing- und Werbeangelegenheiten sowie Versicherungsfragen gefordert. Eine qualifizierte Maklerin und ein qualifizierter Makler müssen Fachexpertinnen und Fachexperten sein, darüber hinaus aber auch über Empathie und Verkaufstalent verfügen und zu klaren Wert- und Qualitätsansprüchen stehen.

    Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?
    Den ständigen Umgang mit Menschen und die Abwechslung.
    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen? Für qualifizierte Maklerinnen und Makler ist es wichtig, dass sie sich mit ihrem ausgewiesenen Angebot und ihrer Beratungskompetenz klar positionieren und den Unterschied zu online-basierten Vermarktungsanbietern deutlich machen.

    Wie wird sich das Berufsbild des Immobilienmaklers in Zukunft Ihrer Meinung nach entwickeln?
    Die Spreu wird sich weiter vom Weizen trennen. Qualifizierte Maklerinnen und Makler werden darum immer einen Vorsprung haben.

    Was raten Sie jungen Berufseinsteigern, um im Beruf erfolgreich Fuss fassen zu können?
    So wie für Immobilien als Hauptkriterium «Lage, Lage, Lage» zählt, heisst es für Maklerinnen und Makler «Leidenschaft, Leidenschaft, Leidenschaft». Wer Leidenschaft für seinen Beruf hat, wird erfolgreich.

    Welche Meilensteine und Highlights haben Sie in Ihrem Berufsleben bislang erreicht und erlebt?
    Jeder erfolgreiche Ausbildungsabschluss von Mitarbeitenden in unserem Unternehmen ist für mich ein Highlight. Weil ich damit weiss, dass es uns gelingt, höchste Qualitätsstandards in unserer Branche zu etablieren. Und für mich ganz persönlich: Dass mich mein Beruf jeden Tag glücklich macht.

    Barbara Felder, Projektentwicklerin/Vermarkterin und Immobilienbewirtschafterin mit eidg. Fachausweis, Wirz Tanner Immobilien AG, schätzt vor allem die Abwechslung, die der Job mit sich bringt.

    Zur Person
    Barbara Felder absolvierte zunächst die Ausbildung als Kaufmännische Angestellte. Seit 2009 ist sie in der Immobilienbranche tätig. Nach diversen Weiterbildungen schloss sie 2013 die Ausbildung zur eidg. Diplomierten Immobilienbewirtschafterin (SVIT) und 2019 den CAS Areal- und Immobilienprojektentwicklung ab. Zunächst arbeitete Felder in der Immobilienbewirtschaftung, bevor sie 2014 zur Wirz Tanner Immobilien AG wechselte. Hier erhielt Felder die Gelegenheit, in die Vermarktung einzusteigen.

    Wie sieht Ihr Berufsalltag in maximal fünf Sätzen beschrieben aus?
    Jeder Tag ist anders, aber alle sind spannend. Gespräche mit Architekt:innen, Unternehmer:innen, Interessenten sowie Termine auf den einzelnen Baustellen machen meinen Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich. Begehungen vor Ort bei den verschiedenen sich im Bau befindenden Projekten gehören natürlich ebenso zu meinem Job. Darüber hinaus erstelle ich Vermarktungskonzepte, Offerten für neue Projekte sowie Kalkulationen. Immobilienmaklerin ist mein absoluter Traumjob.

    Welche Grundausbildung eignet sich für die Weiterbildung zur Immobilienmaklerin?
    Als Grundausbildung empfiehlt sich die Kaufmännische Lehre. Anschliessend gibt es diverse Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich persönlich habe die Weiterbildung zur Eidg. diplomierten Immobilienbewirtschafterin absolviert und dann einige Jahre als Bewirtschafterin gearbeitet. Zusätzlich habe ich das CAS Areal- und Immobilienprojektentwicklung absolviert, welches sehr lehrreich war für meine tägliche Arbeit.

    Es gibt verschiedene Ausbildungsangebote in diesem Bereich. Welchen Lehrgang empfehlen Sie künftigen Berufsträgern besonders?
    Es kommt darauf an, welche Aufgaben einem zugeteilt werden. Arbeitet man klassisch im Immobilienverkauf, empfehle ich den Lehrgang Eidg. diplomierte Immobilienvermarkter:in (SVIT). Hat man Zusatzaufgaben in der Projektentwicklung, plädiere ich für die CAS-Lehrgänge in Real Estate an der Fachhochschule.

    Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?
    Die Abwechslung! Neben den Terminen auf der Baustelle habe ich Sitzungen mit Bauherren sowie Gespräche mit Kaufinteressenten. Ich organisiere Tage der offenen Tür und erstelle ganzheitliche Konzepte zu Marktauftritten, inklusive der Erarbeitung des Brands.

    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Die Kundinnen und Kunden werden immer anspruchsvoller und die Erwartungen steigen fast täglich Dazu kommt die Entwicklung der Preise. Die Nachfrage ist grösser als das Angebot. Zudem: Als Frau muss man sich auch in dieser Branche noch etwas mehr behaupten.

    Wie wird sich das Berufsbild des Immobilienmaklers in Zukunft Ihrer Meinung nach entwickeln?
    Wir müssen quasi Architekt:in, Bauherr:in, Unternehmer:in und Makler:in in einem sein. Manchmal wird man als Makler:in auch etwas belächelt – viele Verkäufer:innen sind der Meinung, dass sie ihr Objekt im Alleingang problemlos verkaufen können und hierzu kein Profi notwendig ist.

    Was raten Sie jungen Berufseinsteiger:innen, um im Beruf erfolgreich Fuss fassen zu können?
    Das Absolvieren einer guten Grundausbildung. Und dass man sich von der vermeintlichen Einfachheit wie beispielsweise ein wunderschönes Haus mitten in der Stadt zu vermarkten, nicht blenden lässt. Denn erst, wenn man eine Wohnung ausserhalb der Agglomeration erfolgreich vermarktet hat, weiss man, was es dazu braucht. Zudem sollte die Fähigkeit vorhanden sein, sich täglich auf neue Charaktere einlassen zu können, und natürlich darf das Herzblut für die Baubranche nicht fehlen.

    Welche Meilensteine und Highlights haben Sie in Ihrem Berufsleben bislang erreicht und erlebt?
    Ganz besonders am Herzen liegt mir das Projekt «Q-Matte» in Frauenkappelen: Nach rund acht Jahren Planung konnten endlich die ersten Bagger auffahren. Zu Beginn war es schwierig, die Leute von Frauenkappelen zu überzeugen. Doch als die erste Etappe beendet war, gab es einen regelrechten Boom auf die Wohnungen.

  • MoneyPark prognostiziert sinkende Hypothekarzinsen

    MoneyPark prognostiziert sinkende Hypothekarzinsen

    Der Krieg in der Ukraine werde die wirtschaftliche Erholung zum Stocken bringen, prognostiziert MoneyPark im aktuellen Konjunktur- und Zinsupdate des auf  Hypotheken und Immobilien spezialisierten Fintechs aus Pfäffikon. Ihm zufolge sind die Kapitalmarktsätze in Folge des Kriegsausbruchs bereits markant gesunken. Diese Entwicklung sei mit leichter Verzögerung auch bei den Hypothekarzinsen angekommen, schreibt MoneyPark.

    Konkret hat das Unternehmen zwischen dem 24. Februar und dem 8. März eine Senkung der Zinsen für Festhypotheken um 6 bis 8 Basispunkte beobachtet. Am Referenzzinssatz SARON (Swiss Average Rate Overnight) orientierte Hypotheken blieben dagegen unverändert. Für die nächsten Wochen geht MoneyPark von weiteren leichten Senkungen bei den Hypothekarzinsen aus.

    „Es ist derzeit besonders wichtig, die Entwicklung des Kapital- und Hypothekarmarktes zeitnah zu verfolgen“, heisst es im Update. Insbesondere rechnet MoneyPark damit, dass Anbieter von Hypotheken „aufgrund des intensiven Wettbewerbsumfeldes“ befristetet Sonderangebote lancieren werden.

  • PSP Swiss Property wächst profitabel

    PSP Swiss Property wächst profitabel

    Einer Mitteilung von PSP Swiss Property zufolge hat die Zuger Immobiliengesellschaft im Geschäftsjahr 2021 Liegenschaftserträge in Gesamthöhe von 309,64 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 4,5 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBITDA) ohne Liegenschaftserfolge wie Bewertungsdifferenzen belief sich 2021 auf 278,76 Millionen Franken, das sind 2,8 Prozent mehr als 2020. PSP Swiss Property führt das Wachstum vor allem auf im Jahresvergleich gestiegene Mieteinnahmen und höhere Gewinne beim Verkauf von Entwicklungsprojekten und Stockwerkeigentum zurück.

    Als Reingewinn wurden im Berichtsjahr 595,02 Millionen Franken ausgewiesen, gegenüber 292,09 Millionen Franken im Jahr zuvor. Hier spielte neben den für das Betriebsergebnis relevanten Faktoren die Aufwertung des Portfolios um 464,9 Millionen Franken die entscheidende Rolle. Zum Stichtag Ende 2021 wurde das Immobilienportfolio von PSP Swiss Property mit 9,13 Milliarden Franken bilanziert.

    Im Verlauf des Geschäftsjahres hat die Immobiliengesellschaft dabei eine Reihe Projekte abgeschlossen und ins Anlageportfolio aufgenommen. In der Mitteilung wird hier unter anderem der Neubau ATMOS in Zürich-West mit einer Fläche von 24’000 Quadratmetern genannt. Vier Anlageliegenschaften seien als Entwicklungsprojekte umklassifiziert und eine Reihe Immobilien erfolgreich verkauft worden, erläutert PSP Swiss Property. Neue Anlageliegenschaften, Areale oder Projekte wurden 2021 nicht erworben.

    Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen von einem EBITDA ohne Liegenschaftserfolge in Höhe von 285 Millionen Franken aus. Der Fokus soll unverändert auf der Modernisierung ausgewählter Immobilien, den eigenen Entwicklungsprojekten und der Vermietung verbleiben. Nicht-strategische Immobilien will PSP Swiss Property weiter verkaufen, Zukäufe werden vom langfristig in Aussicht stehenden Mehrwert abhängig gemacht.