Schlagwort: Immobilienwirtschaft

  • Ein ganzes Schiff für die Immo-Branche

    Ein ganzes Schiff für die Immo-Branche

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    Wo kommt denn dieses Saxophon her? – Mr. G-Sax, einer der renommiertesten Saxophonisten der Schweiz, verkürzt die Wartezeit bei der Eingangskontrolle. «Ich bin schon zum 10. Mal dabei», sagt er in einer Spielpause. «Das Immo-Boat war von Beginn weg ein Renner. Die ganze Immo-Szene trifft sich hier in einem fast schon familiären Rahmen. Man kennt sich, spricht über die jeweilige Geschäftssituation und freut sich übers Wiedersehen.» Geschickt sei auch, dass das Immo-Boat seit jeher immer an einem Montag stattfindet, was Marnie Baldessari von SVIT Zürich bestätigt: «Wir planen das Immo-Boat immer am letzten Montag des Monats August. Wegen Corona ist es dieses Jahr September geworden. Aber am Montag haben die Leute im Gegensatz zu anderen Wochentagen Zeit.»

    Nach früheren Referenten wie Thomas Borer (2011), Valentin N. J. Landmann (2013), Jean-Claude Biver (2016), Bertrand Piccard (2017) oder Ottmar Hitzfeld (2018) gab sich dieses Jahr Mario Gyr, Olympiasieger, Ruder-Weltmeister und Europameister im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann sowie Olympia-Diplomgewinner von London 2012, die Ehre. In seinem Referat plauderte er frisch und frei aus dem Nähkästchen eines Spitzensportlers und schlug immer wieder Parallelen zum heutigen Arbeitsleben längst nicht nur in der Immobilienbranche. Mit seiner durch und durch sympathischen Art eroberte er das Publikum im Nu und bedankte sich mit dem Herumreichen seiner Goldmedaille, die sich gewichtsmässig viel schwerer anfühlt als gedacht.

    Einmal mehr fühlte sich die Zürichsee-Rundfahrt auf der MS Panta Rhei an wie Ferien: Ein idyllisches Ambiente und wunderbare Landschaftsbilder, unterhaltsame Gesprächspartner und eine vergnügte Feierabend-Stimmung unter allen Gästen sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Zum Ausklang des Abends gabs nicht nur erlesene Weine und einen grosszügigen Apéro riche, sondern auch eine Cigar-Lounge auf dem Sonnendeck. «Hier kommen auch Leute, die sich sonst keine Zigarre gönnen, zu einem Stumpen», meinte ein Gast schon fast zynisch. Dem gemütlichen Philosophieren tat aber selbst die Beleuchtungspanne keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. So manche Lady wippte fast schon wie in der Disco zum coolen Mr. G-Sax-Beat.

    Frei nach dem Motto «Never Change a Winning Team» war nebst Christoph M. Steiner (Präsident SVIT Zürich) und Pascal Stutz (CEO SVIT Zürich) auch die bekannte SRF-Moderatorin Monika Schärer zum zehnten Mal mit von der Partie. Keine Frage: Sowohl der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) Zürich, als auch die Gastgeber ImmoScout24, Quooker, Raiffeisen, Siemens Hausgeräte, Sunrise UPC und immo!nvest dürfen zufrieden sein. Die zehnte Ausgabe des Networking-Events für Führungskräfte aus der Immobilienbranche wird allen Beteiligten wieder in guter Erinnerung bleiben. «Jede Immo-Boat-Ausgabe ist ein Highlight», sagt Marnie Baldessari (Stv. CEO SVIT Zürich). «Wir haben viele wiederkehrende Gäste und führen gar eine Warteliste. Aber wegen Corona ist diese kürzer geworden als auch schon.» Schiff ahoi: Auf ein freudiges Wiedersehen im 2022!

  • PropTech: Die 3 wichtigsten Success Drivers

    PropTech: Die 3 wichtigsten Success Drivers

    Gemäss «Gartner Hype Cycle» unterliegt jede neue Technologie zuerst einmal hohen bzw. überzogenen Erwartungen. Nach einem «Zyklus der Enttäuschung» folgt eine «Phase der Erleuchtung», aus welcher anschliessend Lösungen auf einem realistisch steigendem Produktivitätsniveau entstehen. Data Science, Roboter und Drohnen, Virtual und Augmented Reality oder Artificial Intelligence sind nur einige dieser Basistechnologien. Die Blockchain reiht sich hier als eine der letzten technologischen Hype-Auslöser ein. Wir werden in den nächsten Jahren in diesen Bereichen vielversprechende Entwicklungen und Anwendungsfälle sehen.

    Die Herausforderung für ein PropTech-Unternehmen ist es, aus einer dieser Basistechnologien ein erfolgreiches Geschäftsmodell bzw. Produkt oder Service mit entsprechendem Problemlösungspotential und Skalierbarkeit zu entwickeln. In diesem Zusammenhang hört man oft Begriffe wie SaaS oder DSaaS. «Software as a Service» (SaaS) ist ein Cloud-Service Modell, bei dem sich Anwendungen und Daten in der Cloud und somit auf den Servern des PropTech-Anbieters befinden. Bei «Data Science as a Service» (DSaaS) werden die an die Cloud gelieferten Daten vom Anbieter aufbereitet, nach einem Algorithmus analysiert und dem Kunden als Erkenntnisse zurückgespielt.

    Dies ist aber nur eine Seite der Medaille. Die etablierten Firmen in der Immobilienbranche müssen den Mehrwert dieser Produkte und Services auch erkennen und dafür bereit sein zu bezahlen. Treiber für die Immobilienunternehmer wird hier sicherlich die Kosten- bzw. Effizienzseite sein, aber auch oder vor allem die Bedürfnisse ihrer Kunden. Wer sein Geschäftsmodell auf einen Megatrend ausrichtet – wie etwa Sustainability, Big Data oder Future Work – liegt hier grundsätzlich nicht falsch.

    Mehr zu erfolgreichen Geschäftsmodellen erfahren Sie hier:
    https://proptechmarket.net/loesungen

  • So erobert Blockchain die Immobilienwirtschaft

    So erobert Blockchain die Immobilienwirtschaft

    Der Begriff Blockchain dürfte mittlerweile geläufig sein. Die meisten verbinden ihn mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Das ist richtig, wobei Blockchain lediglich die Technologie und Bitcoin eine daraus resultierende Anwendung ist. Auch wenn die Technologie kompliziert erscheinen mag, der Schweizer Blockchain-Experte Michael Trübestein ist sich sicher: «Die Blockchain-Technologie ist vergleichbar mit dem Beginn des Internets. Sie wird nicht mehr verschwinden. Momentan ist lediglich ungewiss, wie sie sich entwickeln wird.»

    Zuerst muss man verstehen, wie eine Blockchain funktioniert: Sie besteht aus einzelnen Blöcken – auf jedem sind Datenverläufe wie beispielsweise Transaktionen gespeichert. Eine Blockchain funktioniert dezentral. Will heissen: Weltweit kann jeder einer Blockchain beitreten – dies natürlich virtuell per Computer. Jeder einzelne Computer speichert alle und exakt dieselben Blöcke, die so eine Kette bilden. Jeder Block hat eine eigene «DNA». Ein neuer Computer wird nur zugelassen, wenn er von allen anderen Computern überprüft und verifiziert wurde. Was einmal auf einer Blockchain programmiert ist, kann im Nachhinein nicht von einem einzelnen Computer geändert werden. Dafür müssten alle Computer beteiligt sein – und genau das ist es, was die Blockchain so sicher macht. Versucht ein einzelner Computer die Blockchain zu ändern, wird die Kette sofort unterbrochen und der Übeltäter ausgeschlossen.

    «Hello World» in Baar als erste Immobilie weltweit tokenisiert
    Die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie sind für die Immobilienwirtschaft enorm, wie Michael Trübestein sagt. Er ist Professor für Immobilienmanagement an der Hochschule Luzern mit den Schwerpunkten Real Estate Investment und Real Estate Asset Management. Zahlreiche Unternehmen forschen zurzeit an möglichen Anwendungsbereichen. «Aktuell gibt es nur vereinzelt Anwendungen, wie zum Beispiel beim Grundbuch oder im Bereich Investment/Finanzierung. Als herausragendes Beispiel gilt die weltweit erste Tokenisierung einer Immobilie, das «Hello World»-Objekt in Baar», sagt Trübestein. Von «Hello World» wurden 20 Prozent (3 Mio. Franken) des Liegenschaftswerts vom Zuger Unternehmen «Blockimmo» tokenisiert und an vier Investoren verkauft.

    Auch das Unternehmen «Crowdlitoken» hat sich auf Immobilien spezialisiert: Das 2018 gegründete Start-up versteht sich als eine digitale Immobilienanleihe. «Investoren können sich ab 100 Franken/Euro an ausgewählten Schweizer Immobilien beteiligen. Nach der Investition dürfen sich unsere Anwender ihr eigenes Immobilienportfolio zusammenstellen, indem sie ihre erworbenen Anleihen (Crowdlitokens «CRTs») individuell auf die verschiedenen Immobilien von Crowdlitoken platzieren», erklärt Domenic Kurt, CEO von Crowdlitoken, das Konzept. Durch die Beteiligung an den Immobilien erwirtschaften die Investoren Renditen von bis zu 7 Prozent im Jahr. Diese können sie sich wahlweise monatlich entweder auf ihr Bankkonto auszahlen lassen oder erhalten diese in CRTs.

    Der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert
    Für eine digitale Anleihe muss keine Bank zwischengeschaltet werden, was den Anleger günstiger kommt. Crowd-
    litoken verzeichnet bereits 630 Investoren mit einem Volumen von 18 Mio. CRTs. Das Immobilienportfolio wird laufend ausgebaut. Zu den prominenten Anwendern von Crowdlitoken zählt zum Beispiel der Schweizer Fussballprofi Diego Benaglio. Was Crowdlitoken von anderen Unternehmen unterscheidet, die ebenfalls auf die Blockchain-Technologie setzen, definiert Kurt so: «Es gibt keinen vergleichbaren Konkurrenten, der den Investoren eine solch tiefe Investmentsumme als Einstieg für eine Beteiligung an mehreren Immobilien ermöglicht. Investoren können von ihrem Smartphone aus auf das Portal zugreifen, wo sie ihr gesamtes Investment verwalten können.»

    Dass Blockchain disruptives Potenzial hat, ist für Trübestein wie auch für Kurt klar. Der CEO von Crowdlitoken sagt: «Banken werden für Anlageprodukte wie unsere obsolet. Neue Vertriebskanäle entstehen, und der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert.» Zum einen sei die Digitalisierung des Kapitalmarktes in sich völlig disruptiv, da dies zu einer Öffnung des Marktes führe. «Es gibt keine Zugangshürden; Einstiegssummen werden heruntergesetzt.» Andererseits sei auch die Digitalisierung des Wertpapiers in sich selbst disruptiv: «Dadurch werden Werte nicht mehr über Drittparteien übertragen. Mit Blockchain-basierten Wertpapieren ist es möglich, Werte zu versenden, ohne sie zu duplizieren», erklärt Kurt.

    Trübestein ergänzt: «Einige Anwendungen wie etwa Crypto-Währungen haben bereits die Welt und die Denkweise der Marktteilnehmer beeinflusst. Niemand weiss, wie sich die Anwendungen in der Zukunft entwickeln werden, die Vorteile sind aber bereits jetzt klar erkennbar.» Auch die Voraussetzungen seien in der Schweiz gegeben: «Wir haben hier zielführende Rahmenbedingungen und innovative Unternehmen», sagt Trübestein. Bei der Umsetzung der Innovationen sei das Zusammenarbeiten der Unternehmen wichtig. So geschehen beispielsweise bei der «Hello World»- Immobilie – die Transaktion resultiert aus einer Zusammenarbeit von Block-immo, Elea Labs und Swiss Crypto Tokens.

    Michael Trübestein
    Domenic Kurt

    Was ist ein Token?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: Ein digitaler, auf der Blockchain basierender Vermögenswert (Token). Er ist eine digitale Repräsentation eines Wertpapiers. Es enthält Eigentumsrechte an der Anleihe sowie das Recht auf Renditen und stellt eine Rückzahlungsverpflichtung dar.

    Was ist Blockchain?
    Michael Trübestein, Experte: Eine Aneinanderreihung (= chain) von Informationen (= block). Diese sind «time stamped» und werden auf mehreren Computern gespeichert. Damit wird ein hoher Grad an Fälschungssicherheit gewährleistet. Ferner gibt es öffentliche und nicht-öffentliche Systeme. Die Nutzung ist an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr möglich.

    Was kann die Blockchain-Technologie besser als eine Bank?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: Mit Blockchain-basierten Wertpapieren ist es möglich, Werte zu versenden, ohne sie zu duplizieren. Sie ersetzt das Gläubigerbuch und sorgt dafür, dass Prozesse schlanker, kostengünstiger und effizienter gestaltet und umgesetzt werden.

  • Intershop baut in Wädenswil den AuPark

    Intershop baut in Wädenswil den AuPark

    In Wädenswil-Au am Zürichsee soll in den nächsten Jahren der AuPark entstehen. Es soll ein Ort des Wohnens, Arbeitens, Einkaufens, Erholens, Spielens und der Bildung werden, wie es auf der Internetseitedes AuParks heisst. Inmitten der Anlage soll als verbindendes Element und Begegnungszone für die Bevölkerung von Au ein öffentlicher Park angelegt werden. Die Wohnungen im AuPark haben Sicht auf die Halbinsel Au und den Zürichsee.

    Das Projekt wird von dem Immobilienunternehmen Intershopbetrieben. Das hat laut Medienmitteilungam 17. November die Baugenehmigung beantragt. Der private Gestaltungsplan für das heutige Industrieareal war im Juli genehmigt worden. Entstehen sollen laut Intershop 231 Wohnungen. Insgesamt 54 Wohnungen sind für bezahlbares Wohnen reserviert. Es sei vorgesehen, die Bauten nach dem Standard Nach­haltiges Bauen Schweiz (SNBS) und mit einer Energieversorgung durch Wärmepumpen zu erstellen. Die Arbeiten sollen im Herbst 2021 beginnen, die ersten Gebäude im Winter 2024 bezugsbereit sein. Geplant ist auch der Neubau der Kantonsschule Zimmerberg. Der wird allerdings vom Kanton Zürich und nicht von Intershop vollzogen.

  • Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    Corona-geprägtes Halbjahresergebnis der Zug Estates Gruppe

    • Der Liegenschaftenertrag erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 5.4% auf
    • CHF 28.2 Mio.
    • Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. beim Projekt Aglaya
    • Das Konzernergebnis beträgt CHF 8.3 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 26.1 Mio.). Ohne
    • Neubewertung und Sondereffekte reduzierte sich das Konzernergebnis von CHF 15.4 Mio.
    • auf CHF 11.9 Mio.
    • Solide Kapitalbasis mit einer Eigenkapitalquote von 55.7 % (54.7% per 31. Dezember 2019)

    Das erste Halbjahr 2020 stand auch bei Zug Estates im Zeichen der Herausforderungen, welche uns durch die COVID-19-Pandemie gestellt wurden.

    Im Immobilienbereich mussten zahlreiche unserer Mieter während des behördlich verordneten Lockdowns ihre Geschäfte schliessen. Hiervon waren vor allem unsere Retailmieter und damit die Einkaufs-Allee Metalli betroffen. Im Segment Hotel & Gastronomie führte das nahezu vollständige Erliegen des internationalen Geschäftsreiseverkehrs zu erheblichen Umsatzeinbussen.

    Erfreulicherweise konnten wir trotz Corona sämtliche der verbliebenen 49 Stockwerkeigentumseinheiten des Promotionsprojekts Aglaya fristgerecht an ihre neuen Eigentümer übergeben. Zudem konnten wir bereits mit über 90% der direkt vom Lockdown betroffenen Mieter eine partnerschaftliche und abschliessende Lösung für einen einmaligen Mietzinserlass finden.

    Im ersten Halbjahr 2020 resultiert ein Konzernergebnis von CHF 8.3 Mio., das 68.3% unter dem der Vorjahresperiode (CHF 26.1 Mio.) liegt. Bereinigt um Neubewertungs- und Sondereffekte führen vor allem die rückläufigen Zahlen des Segments Hotel & Gastronomie zu einer Reduktion des Konzernergebnisses um 22.7% von CHF 15.4 Mio. auf CHF 11.9 Mio.

    Erhöhung des Liegenschaftenertrags bei deutlich tieferen Hotel- und Gastronomieumsätzen

    Die volle Periodenwirksamkeit von mehrheitlich im Vorjahr abgeschlossenen Mietverträgen erhöht den Liegenschaftenertrag im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5.4% auf CHF 28.2 Mio. Durch die COVID-19-Pandemie wurden Mietzinserlasse von CHF 0.7 Mio. gewährt.

    Der Ertrag des Segments Hotel & Gastronomie bildete sich von CHF 8.2 Mio. auf CHF 3.6 Mio. zurück. Die Belegung unserer Hotels reduzierte sich während des Lockdowns zeitweise auf unter 10%. Seither dürfen wir wieder Zuwächse verzeichnen, liegen jedoch immer noch deutlich unter den entsprechenden Vorjahreswerten. Der Gross Operating Profit (GOP) liegt lediglich noch bei 7.8% verglichen mit 39.3% im ersten Halbjahr 2019.

    Aus der Veräusserung der letzten 49 Stockwerkeigentumswohnungen im Projekt Aglaya resultierte ein Ertrag von CHF 72.5 Mio. und ein Promotionsgewinn vor Steuern von CHF 9.5 Mio. Beim gesamten
    Promotionsprojekt Aglaya konnten wir damit eine Rendite auf das Investitionsvolumen von 17.3% erwirtschaften. Da in der Vorjahresperiode keine Verkaufserlöse verbucht wurden, resultierte insgesamt eine deutliche Steigerung des Betriebsertrags von CHF 36.7 Mio. auf CHF 105.4 Mio.

    Das Immobilienportfolio wurde insgesamt um CHF 13.6 Mio. tiefer bewertet, was rund 0.9% des Portfoliowerts sämtlicher Renditeliegenschaften per 30. Juni 2020 entspricht und auf eine leicht konservativere Einschätzung der Marktmieten von Retailflächen im Generellen und einzelner spezifischer Büroflächen zurückzuführen ist. In der Vorjahresperiode resultierte ein Neubewertungsgewinn von CHF 11.5 Mio.

    Der durchschnittliche Zinssatz des verzinslichen Fremdkapitals konnte weiter von 1.4% auf 1.3% gesenkt werden. Erwartungsgemäss führte die deutlich geringere Bautätigkeit zu einem Rückgang der aktivierungsfähigen Zinsen und einer entsprechenden Erhöhung des Finanzaufwands von CHF 2.5 Mio. auf CHF 3.5 Mio.

    Stabiles Portfolio mit höherer Leerstandsquote

    Der Marktwert des Portfolios liegt mit CHF 1.63 Mrd. auf dem Niveau per 31. Dezember 2019. Im ersten Halbjahr 2020 konnte das letzte Gebäude im Baufeld 1 in Rotkreuz in Betrieb genommen werden. Erwartungsgemäss erhöhte sich dadurch die Leerstandsquote von 3.3% per 31. Dezember 2019 auf 5.3% per 30. Juni 2020. Insgesamt haben wir in der Berichtsperiode CHF 16.2 Mio. in unser Portfolio investiert. Die gewichtete durchschnittliche Mietvertragsrestlaufzeit (WAULT) liegt mit 6.7 Jahren (6.8 Jahre per 31.Dezember 2019) auf einem im Branchenvergleich sehr hohen Niveau.

    Während sich unsere Wohnprodukte im aktuellen Marktumfeld einer sehr guten Nachfrage erfreuen, spüren wir derzeit, bedingt durch die COVID-19- Pandemie, vor allem bei grossen Interessenten von Büroflächen eine gewisse Zurückhaltung. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die zentral gelegenen, qualitativ hochwertigen sowie nachhaltig betriebenen Büroflächen der Zug Estates auch künftig rege nachgefragt werden. Erfreulicherweise blieb die Anzahl der Anfragen nach Retailflächen in der Metalli stabil. Wir haben zurzeit keine Indizien, die für einen Rückgang sprechen.

    Solide Kapitalbasis

    Mit der Rückführung von Mitteln aus dem Verkauf der letzten Wohnungen im Aglaya und trotz der Ausschüttung einer Sonderdividende konnte das verzinsliche Fremdkapital im ersten Halbjahr 2020 von CHF 597.4 Mio. auf CHF 587.1 Mio. reduziert werden. Die durchschnittliche Restlaufzeit dieser Finanzierungen beläuft sich auf 4.8 Jahre (Vorjahr: 5.2 Jahre). Mit einer um einen Prozentpunkt erhöhten Eigenkapitalquote von 55.7% verfügt Zug Estates über eine sehr solide Eigenkapitalbasis.

    Projektentwicklung mit Fokus auf den Lebensraum Metalli

    Nachdem die Stadt Zug und Zug Estates im März 2020 das erste Resultat des gemeinsamen Planungsverfahrens zum «Lebensraum Metalli» vorgestellt haben, fand im Anschluss eine Machbarkeitsprüfung mit den Fachplanern statt. Zurzeit werden das Richtprojekt und der Antrag zur Anpassung der beiden betroffenen Bebauungspläne mit allen relevanten Unterlagen erarbeitet. Das Richtprojekt soll im dritten Quartal 2020 bei der Stadt Zug eingereicht werden. Die rechtskräftig angepassten Bebauungspläne werden 2022/23 erwartet.

    Nach erhaltener Baubewilligung hat der Verwaltungsrat die Planungsphase für die beiden letzten Gebäude (S43/45) auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz freigegeben. Der Baustart wird unter Berücksichtigung der Markterholung im Zusammenhang mit COVID-19 bedarfsgerecht ausgelöst.

    Schrittweise Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie

    Der Anschluss des Metalli-Gevierts an den Seewasserverbund Circulago konnte per April 2020 planmässig erfolgen. Für den Anschluss der verbleibenden 16 Liegenschaften wurden im Dezember 2019 die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Die Inbetriebnahme soll etappiert 2021, 2023 und 2025 erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt wird Zug Estates ihr gesamtes Portfolio annähernd CO2-frei betreiben können.

    Seit Anfang Juni stehen der Kundschaft der Einkaufs-Allee Metalli öffentliche Elektroladestationen zur Verfügung. Bei zwei der sechs Stationen handelt es sich um Hochleistungs-Schnellladestationen, die ersten in der Stadt Zug.

    Die Installation der CO2-neutralen Kühlung in den Zimmern des Parkhotels Zug konnte im April 2020 planmässig abgeschlossen werden, was für die Gäste ab sofort eine deutliche Komfortsteigerung bedeutet.

    Ausblick 2020

    Aufgrund des zeitlich beschränkten Effekts der Mietzinsreduktionen im Zusammenhang mit COVID-19 rechnen wir für das Gesamtjahr weiterhin mit steigenden Mieterträgen. Infolge von erhöhten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten bzw. geringeren aktivierungsfähigen Finanzierungskosten werden Liegenschaftenaufwand und Finanzaufwand höher ausfallen.

    Im Segment Hotel & Gastronomie gehen wir aufgrund von erheblichen Umsatzeinbussen durch das Erliegen des internationalen Geschäftsverkehrs unserer Stammkunden von einem Umsatz und GOP deutlich unter Vorjahresniveau aus, wobei die Entwicklungen des zweiten Halbjahres schwierig zu prognostizieren sind.

    Daher werden sowohl ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen als auch ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr erwartet.

  • PriceHubble übernimmt Checkmyplace

    PriceHubble übernimmt Checkmyplace

    PriceHubble übernimmt 100 Prozent der Anteile der Checkmyplace GmbH, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Damit will das Unternehmen laut Mitgründer Markus Stadler seine Position im deutschsprachigen Raum stärken. „Wir können neu auch im DACH-Raum multinational tätigen Unternehmen der Immobilienwirtschaft zusätzlichen Mehrwert bieten“, sagt er.

    PriceHubble ermöglicht es, aus grossen Datenmengen nützliche Erkenntnisse für die Bewertung von Immobilien zu gewinnen. Es bezieht beispielsweise Daten zum Standort, der Nachbarschaft oder zur Lärmbelastung in die Bewertung mit ein. Die Daten werden mithilfe von Big Data-Analytics sowie Künstlicher Intelligenz ausgewertet und anschaulich präsentiert. PriceHubble richtet sich an alle Parteien der Immobilienwertschöpfungskette, etwa an Immobilienportale, Banken, Vermögensverwalter, Versicherungen, Immobilieninvestoren sowie Privatpersonen.

    Checkmyplace liefert Dienstleistungen und Produkte basierend auf verschiedenen Daten und unterstützt professionelle Anwender in der Immobilienwirtschaft dabei, effizienter zu arbeiten. Nach Abschluss der Übernahme wird das Unternehmen neu mit dem Namen PriceHubble Österreich auftreten.

    PriceHubble wurde 2016 gegründet. Das Zürcher Unternehmen unterhält bereits Standorte in Paris, Berlin und nun auch in Wien. Durch die Übernahme sind über 70 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.

  • Zürich: Corona-Krise ist für Immobilienwirtschaft eine Herausforderung

    Zürich: Corona-Krise ist für Immobilienwirtschaft eine Herausforderung

    Die langfristigen Folgen der aktuellen Situation sind zwar noch nicht abzusehen, jedoch steht die Schweizer Immobilienwirtschaft vor gewaltigen Herausforderungen.

    Nach Einschätzung der Befragten weisen Wohn- und Logistikimmobilien eine vergleichsweise hohe Stabilität auf. Logistikimmobilien könnten aufgrund der steigenden Belieferungen sogar profitieren, jedenfalls aber ihr Preisniveau halten. Bei den Büro- und Detailhandelsimmobilien rechnen hingegen 76 Prozent mit fallenden Preisen. Vor der grössten Herausforderung stehen jedoch Hotelimmobilien. Entscheidend sei, wie lange die Krise anhält und welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie habe.

    Es gehen 89 Prozent der Befragten von einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld aus und 62 Prozent denken, dass künftige Kreditvergaben restriktiver werden. Für die Milderung der Notlage wünschen sie sich Erleichterungen im Besteuerungs-, Erhebungs- und Vollstreckungsverfahren. Zudem schlägt ein Drittel werden erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten vor und ein Viertel hält den vorübergehenden Verzicht auf die Erhebung der Mehrwertsteuer für ein hilfreiches Instrument.