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  • Start für nachhaltigen Energieverbund in Urdorf

    Start für nachhaltigen Energieverbund in Urdorf

    In der Gemeinde Urdorf ist mit dem offiziellen Spatenstich der Bau des Energieverbunds Urdorf gestartet. In Zusammenarbeit mit Energie360° soll er nach Angaben des Energieversorgers ab Herbst 2026 bis zu 150 Liegenschaften von Privatpersonen und Gemeindeeinrichtungen mit regionaler Wärmeenergie zum Heizen und für Warmwasser versorgen.

    Dafür wird eine Energielösung umgesetzt, die Heizenergie aus Holzschnitzeln und Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Dietikon nutzt. Die klimafreundliche Wärmestrategie mindere die Abhängigkeit von fossiler Energie und Preisschwankungen, teilt Energie360° mit. In Urdorf lassen sich jährlich rund 4000 Tonnen CO2 einsparen.

    Mehr als 1500 Haushalte könnten von dem Anschluss profitieren, heisst es. Mit dem Schritt zur nachhaltigen Energieversorgung erfülle die Gemeinde eine „Vorbildfunktion im Bereich Energie und Umwelt“, wird Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner zitiert.

    Der Verbund ist ein relevanter Baustein der regionalen Energieplanung auf dem Weg zu einer klimaneutralen Gemeinde. Urdorf will bis 2050 das Ziel der Klimaneutralität erreichen. Wärme aus Holzschnitzeln und KVA gilt dabei als eine klimafreundliche, regionale Alternative zu Wärme aus fossilen Energien.

    Für Bürger bietet Energie360° eine Informationsveranstaltung an. Am Montag, 10. November 2025 ab 18 Uhr können Interessierte den aktuellen Stand des  Energieverbunds Urdorf erfahren und sich informieren, wie sie sich der Liegenschaft anschliessen können. Dieser Informationsabend findet im Embrisaal (Im Embi 8) in Urdorf statt.

  • Neues Wohnquartier bringt Dynamik nach Spreitenbach

    Neues Wohnquartier bringt Dynamik nach Spreitenbach

    Das Quartier Tivoli Garten belebt die Gemeinde Spreitenbach, heisst es in einer Mitteilung. Seit Mitte Juli können dort Menschen einziehen und bis Mitte September hätten bereits mehr als 500 Einwohnerinnen und Einwohner davon Gebrauch gemacht, so die Gemeinde unter Berufung auf die Zahlen von Einwohnerdiensten.

    Die grösste Gruppe stellen dabei die 226 Personen (45 Prozent), die aus dem Kanton Zürich in den Tivoli Garten gezogen sind. Es folgen 121 Personen (24 Prozent) aus dem Kanton Aargau, 89 Personen (18 Prozent), die innerhalb von Spreitenbach umgezogen sind, 49 Personen (10 Prozent) aus anderen Kantonen sowie 22 Personen (4 Prozent), die aus dem Ausland in den Tivoli Garten gezügelt sind.

    Der Tivoli Garten bietet auf einer Fläche von 15’000 Quadratmetern insgesamt 445 Mietwohnungen (1,5 bis 5,5 Zimmer) und kleine Gewerbeflächen. Ein Gemeinschaftsgarten mit Spielplatz dient als Begegnungsfläche für die Bewohnenden.

  • Weiterbildung für moderne Brandschutzkompetenzen

    Weiterbildung für moderne Brandschutzkompetenzen

    Die im Technopark Zürich ansässige AFC Akademie, nach Eigenangaben führend in der Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Brandschutz, Sicherheit und Gebäudetechnik, hat das Umschulungskonzept BSV 2026 entwickelt, das Fachleute laut einer Mitteilung auf die neuen Brandschutzvorschriften BSV 2026 vorbereitet.

    Im Modul A der Weiterbildung vermittelt die Akademie einen Überblick über zentrale Neuerungen der BSV 2026 auf der Stufe Brandschutzfachperson und übt das Erstellen von vorschriftsmässigen Plänen und Konzepten. Dagegen wird im Modul B, auf der Stufe Brandschutzexperte, die praxisnahe Anwendung der neuen Anforderungen und Dokumentationsmethoden gelehrt.

    Die neuen Brandschutzvorschriften BSV 2026 markieren laut AFC Akademie einen grundlegenden Wandel im Schweizer Brandschutz und steigern die Anforderungen deutlich. Risikobasierte Nachweise ersetzen dabei Standardlösungen und machen fundiertes Wissen über bauliche, technische und organisatorische Zusammenhänge unerlässlich. Da Brandschutz integraler Bestandteil von Architektur, Nutzung, Betrieb und Technik wird, müsse auf all diesen Ebenen zusammengespannt werden – interdisziplinäres Denken wird also entscheidend, so die Akademie. Künftig müsse ausserdem klar kommuniziert werden: konkrete Anforderungen an Dokumentation, Qualitätssicherung und Vollzug müssen Bauherrschaften, Behörden und Projektpartnern klar vermittelt werden.

    Die AFC Akademie bietet seit 2016 Ausbildungsprogramme für Brandschutz, nachhaltiges Bauen, Sicherheit und Gebäudetechnik an.

  • Kompakte Energiespeicher für zukunftsfähige Gebäudetechnik

    Kompakte Energiespeicher für zukunftsfähige Gebäudetechnik

    Die Cowa Thermal Solutions AG mit Sitz im Technopark Luzern in Root ist eine Grosshandelspartnerschaft mit dem Vertriebsunternehmen Meier Tobler aus Schwerzenbach ZH eingegangen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, will Cowa mit dieser Partnerschaft sein Marktsegment in der Schweiz deutlich ausbauen. Meier Tobler, Anbieter von Haustechnikprodukten aus den Bereichen Heizung, Lüftung Klima und Sanitär, wird Wärmespeicher von Cowa für den Einsatz in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern sowie für die Integration in Wärmepumpen- und Photovoltaiksysteme vertreiben. Vor allem Handwerksbetrieben werde damit der Zugriff erleichtert.

    „Mit Meier Tobler haben wir den schweizweit stärksten Vertriebspartner gewonnen, der gleichzeitig unsere Vision einer kompakten und nachhaltigen Wärmespeicherung teilt“, wird André Waller, CRO der Cowa Thermal Solutions AG, in der Mitteilung zitiert. „Diese Partnerschaft ist ein Meilenstein für uns. Dadurch ermöglichen wir den Zugang zu zukunftsweisender Wärmespeicherung so einfach wie noch nie, direkt dort, wo Installateure ohnehin bestellen.“

    Zum Jahresende 2025 will Cowa einen neuen Latentwärmespeicher auf den Markt bringen. Das Produkt für Brauchwarmwasser soll einen Phase Change Material (PCM)-Schmelzpunkt von 48 Grad Celsius haben und damit eine hohe Energieeffizienz besitzen. Der Schmelzpunkt bei dieser „technologischen Weltneuheit“ würde um 10 Grad tiefer als bei bisherigen Systemen liegen, so Cowa. Dank des niedrigen Schmelzpunktes können nahezu alle gängigen Wärmepumpen für den Speicher verwendet werden.

  • Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Die AEW Energie AG steigt bei der Herzog Kull Group Holding AG (HKG) ein. Der Energieversorger aus Aarau werde 35 Prozent an der Zuger Gruppe für Gebäudetechnik und Elektrotechnik übernehmen, informiert AEW in einer Mitteilung. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen neue Geschäftsfelder aufbauen. Als Beispiele werden in der Mitteilung unter anderem Generalplanung für Arealkonzepte und standartisierte Gesamtlösungen für den Wohnungsbau genannt.

    Über den Kaufpreis für die Anteile haben die die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. AEW und HKG haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Dabei stieg AEW Ende 2023 mit einem Anteil von 50 Prozent an der HKG-Tochter GA-Werkstatt.ch AG (GAW) ein. Die GAW soll noch in diesem Jahr mit der HKG-Tochter Energy-Group.ch AG zur Energy Group AG zusammengeführt werden.

    „Die Megatrends Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung werden auch künftig das Energiesystem prägen, und jedes Gebäude wird ein aktives Element darin sein“, wird AEW-CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen will die eigenen Kompetenzen bei Planung, Engineering und Gebäudemanagement ausbauen, dabei aber weiterhin auf Tätigkeiten in der Ausführung verzichten. Im Zuge des Einstiegs bei HKG ziehen Ritter und AEW-Verwaltungsratspräsident Raffael Schubiger in den Verwaltungsrat der Herzog Kull Group Holding AG ein.

  • Ausbau des Angebots für moderne Gebäudehüllen

    Ausbau des Angebots für moderne Gebäudehüllen

    Die Pestalozzi Gruppe hat die Pestalozzi Alutechnik AG lanciert. Wie Pestalozzi in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, wird das Tochterunternehmen als exklusiver Schweizer Vertriebspartner von Aluprof, einem zur Grupa Kęty SA aus dem polnischen Kenty (Kęty) gehörenden und in Europa tätigen Hersteller von Aluminiumsystemen, „eine breite Palette hochwertiger Aluminiumprodukte und innovativer Systemlösungen“ anbieten. Während das Unternehmen für Industrieprofile und Beratungen ab sofort verfügbar ist, sollen Aluminiumsysteme ab dem 9. März 2026 geliefert werden.

    Die Pestalozzi Alutechnik AG ist Ansprechpartner für Fenster und Türen, Fassaden und Brandschutz. Das Unternehmen bietet innovative Produkte sowie intelligente und modulare Systemlösungen für den Wohn- und Objektbau. Nach einer ausführlichen Beratung durch Experten werden Lösungen individuell und auf Kundenbedürfnisse abgestimmt entwickelt. Pestalozzi bietet dabei Unterstützung von der Planung und Systemwahl bis hin zur Auslieferung.

  • Traditionsanwesen in Horgen wechselt den Besitzer

    Traditionsanwesen in Horgen wechselt den Besitzer

    Die UBS tritt das Seminarhotel und Landgut Bocken in Horgen an die Swiss Life-Gruppe ab. Ein entsprechender Vertrag ist bereits unterzeichnet worden, informiert die UBS in einer Mitteilung. Über den Kaufpreis für die Liegenschaft werden dort keine Angaben gemacht.

    Das ehemalige Ausbildungszentrum der Credit Suisse in Horgen war im Zuge der Fusion der beiden Grossbanken an die UBS gegangen. Die UBS betreibt jedoch mit dem UBS Center for Education and Dialogue Wolfsberg in Ermatingen TG ein eigenes Ausbildungszentrum. Dieses hat zudem seit seiner Wiedereröffnung 2020 höhere Kapazitäten für Seminare und Veranstaltungen als das Ausbildungszentrum Bocken in Horgen. Damit besteht bei der UBS kein Bedarf mehr am Seminarhotel Bocken.

    Swiss Life will das „geschichtsträchtige Landgut“ vor allem „für interne Anlässe und Weiterbildungen nutzen“, erläutert Gruppen-CEO Matthias Aellig in der Mitteilung. „Darüber hinaus wollen wir den Bocken auch für externe Gäste weiter öffnen.“ Nach Ansicht von Sergio P. Ermotti, CEO der UBS Group AG, schafft die Übernahme des Seminarhotels Bocken durch die Swiss Life-Gruppe „beste Voraussetzungen für alle involvierten Parteien und für die Region, dass dieses wunderbare Anwesen auch in Zukunft nachhaltig betrieben werden kann“.

  • Architekturbüro erweitert internationale Präsenz

    Architekturbüro erweitert internationale Präsenz

    Montalba Architects, das internationale Architekturbüro mit bestehenden Niederlassungen in Lausanne und in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien, hat seine Niederlassung im New Yorker Meatpacking District in Manhattan eröffnet. Mit dem Büro stärken die Architekten ihre Präsenz an der amerikanischen Ostküste und ihr Engagement für standortbezogene, durchdachte Architekturmärkte in verschiedenen globalen Märkten, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

    Der Standort erlaube es, Architektur durch verschiedene Perspektiven wahrzunehmen, sei es ländlich oder grossstädtisch, erklärt David Montalba, Gründer der Montalba Architects. So könne das Architekturbüro, aufbauend auf den Grundlagen der Lausanner und kalifornischen Niederlassung, weiterhin kulturellen Austausch und Designdialog zwischen Europa und den Vereinigten Staaten fördern, heisst es weiter. Die Eröffnungsfeier in New York wurde im engeren Kreis mit Freunden, Mitarbeitenden und Design- sowie Architekturakteuren begangen. „Wir freuen uns darüber, einen wachsenden Kreis an Partnern in New York und international aufzubauen, während wir als Unternehmen in die nächsten 20 Jahre starten“, heisst es von David Montalba.

    Das  Architekturbüro Montalba, gegründet 2004, vereint in seinen Projekten kalifornischen Modernismus mit Schweizer Präzision, so das Unternehmen. Die Architekten wurden für Entwürfe von Wohn-, Einzelhandels-, Gastronomie-, Gewerbe- und Kulturräumen in Nordamerika, Europa, Asien, dem Nahen Osten und der Karibik mehrfach prämiert.

  • Ausbau im Bereich Wandlösungen

    Ausbau im Bereich Wandlösungen

    Die Holcim AG erwirbt die Xella International GmbH. Die europaweit tätige Gruppe mit Hauptsitz in Duisburg ist auf Baumaterialien, Dämmstoffe und Dienstleistungen für die Gebäudehülle spezialisiert. Mit der Übernahme will Holcim sein eigenes Portfolio mit dem komplementären Angebot von Xella erweitern, erläutert der Zuger Baustoffkonzern in einer entsprechenden Mitteilung.

    „Diese strategische Übernahme ist ein Meilenstein in unserer Vision, der führende Partner für nachhaltiges Bauen zu sein, und beschleunigt den Ausbau unseres wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions im Einklang mit unserer Strategie NextGen Growth 2030“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic dort zitiert. „Durch die Ergänzung unseres Angebots im hoch attraktiven Markt für Wandlösungen mit einem Volumen von mehr als 12 Milliarden Euro wird uns Xella Cross-Selling- und Systemverkaufsmöglichkeiten eröffnen.“ Der Transaktionswert wird in der Mitteilung auf 1,85 Milliarden Euro beziffert. Die Übernahme soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden.

  • Zwischen Regulierung und Innovation

    Zwischen Regulierung und Innovation

    Was ist die grösste Herausforderung für die Schweizer Baubranche? 
    Die Bauwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen: Fachkräftemangel, zunehmende Regulierung, Klimaneutralität und digitale Transformation. Der SBV investiert daher aktiv in Nachwuchs, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Doch die grösste Herausforderung, welche für die Gesellschaft einschneidende Folgen hat, ist die Umsetzung des Raumplanungsgesetzes, sprich die bauliche Verdichtung. Diese ist alternativlos, wenn wir unseren Lebensraum schützen und gleichzeitig das Bevölkerungswachstum bewältigen wollen. Kantone und Gemeinden haben diesbezüglich weitgehend versagt. Wir kommen damit viel zu langsam voran. 

    Was sind aus Ihrer Sicht die Hauptgründe für den Fachkräftemangel im Bauwesen und wie kann die Branche für junge Menschen attraktiver gemacht werden? 
    Viele erfahrene Fachkräfte gehen bald in Pension, während nachrückende Jahrgänge fehlen. Zudem gilt die Arbeit auf dem Bau als fordernd und ist mit Vorurteilen behaftet. Dabei bietet das Bauhauptgewerbe sehr attraktive Arbeitsbedingungen: Rund 5000 Franken Einstieglohn und europaweit die höchsten Handwerkerlöhne, Frühpension ab 60 sowie sehr gute Karrierechancen. Um diese Stärken sichtbar zu machen, investieren wir in Berufsmarketing (bauberufe.ch) und entwickeln unser Aus- und Weiterbildungsprogramm stetig weiter. Das zeigt Wirkung: 2024 stieg die Zahl der Lernenden um 10 Prozent. 

    Mit welchen Strategien und Initiativen will der Baumeisterverband den Beitrag der Bauwirtschaft zu den Schweizer Klimazielen stärken und ausbauen? 
    Das Bauhauptgewerbe ist zentral für eine nachhaltige Schweiz und hat bereits in den letzten 30 Jahren den Pro-Kopf-Fussabdruck halbiert! Der SBV unterstützt seine Mitglieder dabei, Chancen der Nachhaltigkeit zu nutzen und Wissen aus Forschung in die Praxis zu bringen. Im Fokus steht die Kreislaufwirtschaft mit Lebenszyklus-Betrachtung. Beton ist Recycling-Weltmeister und kann mit CO₂-Speicherung wesentlich zur Klimaneutralität beitragen. Damit kreislauffähige Baustoffe und Bauweisen genutzt werden, müssen Bauherren entsprechend ausschreiben. Die SBV-Toolbox Nachhaltigkeit unterstützt dabei ökologische, wirtschaftliche und soziale Kriterien in Ausschreibungen zu integrieren. Wichtig bleiben beim Gebäudepark energetische Sanierungen sowie Ersatzneubauten, wo sinnvoll. 

    Wie digital ist die Baubranche und was sind die zukünftigen Trends der Bauindustrie im digitalen Zeitalter? 
    Die Bauwirtschaft ist digitaler, als oft vermutet; es gibt allerdings noch viel Potenzial. Viele Betriebe nutzen heute digitale Tools für Organisation und Baustellendokumentation. Ein zentraler Hebel ist Building Information Modeling (BIM): Modellbasierte Informationen lassen sich bereits in konkreten Use Cases auf der Baustelle nutzen. Zudem fordern immer mehr Bauherren modellgestützte Ausschreibungen. Weil dabei verbindliche Standards fehlen, entwickelt der SBV bauteilbasierte Kalkulationsgrundlagen. Ergänzend unterstützen wir Unternehmen mit dem digitalen KI-Assistenten Construix.ch, der rechtliche und normative Fragen sekundenschnell beantwortet. Das ist das neue Chat-GPT der Schweizer Baubranche, bald unverzichtbar für jeden Bauspezialisten. 

    Welche Chancen sehen Sie für das Bauwesen durch den verstärkten Einsatz von 3D-Drucktechnologien? 
    3D-Druck ist keine neue Technologie mehr. Wir verfolgen sie zwar aufmerksam, insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Bauzeit. Allerdings ist sie derzeit nicht breit einsetzbar, da technische, regulatorische und wirtschaftliche Voraussetzungen fehlen. Einige SBV-Mitglieder erproben Pilotprojekte, doch viele stellen den praktischen Nutzen aktuell noch in Frage. Der SBV positioniert sich vermittelnd zwischen Hype und Realität und betrachtet 3D-Druck als eines unter zahlreichen Mittel zur Produktivitätssteigerung. Als Verband setzen wir bewusst auf Themen, die heute breite Wirkung entfalten, wie etwa BIM oder dem Einsatz von KI. Dort, wo der Hebel am grössten ist.

    Welche politischen Reformen sind aus Ihrer Sicht dringend, um die Planungs- und Bewilligungsprozesse zu forcieren? 
    Das ist für uns die Top-Priorität auf den Weg zur gelungenen Verdichtung! Wir brauchen dazu drei zentrale Reformen: Erstens schnellere Verfahren. Solaranlagen oder Wärmepumpen sollen z.Bsp. im Meldeverfahren laufen, digitale Prozesse konsequent umgesetzt werden. Zweitens müssen Einsprachen eingeschränkt werden. Heute blockieren zu viele querulatorische Fälle den Bau. Erlaubt sein sollen nur noch solche mit schützenswerten Eigeninteressen und Missbrauch soll mit Kostenauflagen verhindert werden. Drittens braucht es mehr Ausgewogenheit zwischen Wohnungsbau und Denkmalschutz: Innenverdichtung, Ersatzneubauten und eine Reduktion der Schutzinventare sind entscheidend, damit der Wohnungsbau nicht blockiert wird. Diese Reformen treiben wir, Hand in Hand mit unseren kantonalen Sektionen, auf alle drei föderalen Ebenen voran. 

    Wie bewertet die Branche die internationale politische Lage und welche Auswirkungen spüren Sie konkret? 
    Die globalen Unsicherheiten sind für die Schweizer Immobilienwirtschaft vor allem eine Chance. Die Schweiz als save haven zieht dadurch wohlhabende Ausländer ins Land, welche Immobilien und Infrastruktur nachfragen. Natürlich haben wir auch Risiken bei Lieferketten, steigende Material- und Energiekosten sowie mehr Regulierung, aber die Branche kann damit umgehen und ist daher krisenresistent. 

    Was motiviert Sie persönlich, sich so stark für die Weiterentwicklung der Schweizer Baubranche einzusetzen? 
    Ich lebe mit Überzeugung das Schweizer Milizsystem. Unsere Zivilgesellschaft benötigt pragmatische Praktiker an den Schalthebeln und keine Ideologen mit blossem theoretischem Wissen. Die Bauwirtschaft spielt eine zentrale Rolle für unsere gesellschaftliche Zukunft, das motiviert mich. Sie schafft Wohnraum, Infrastruktur und sichere Arbeitsplätze für viele Familien.

  • Bundesrat plant neues Gesetz für Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen

    Bundesrat plant neues Gesetz für Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen

    Der digitale Raum wird heute massgeblich von wenigen globalen Plattformen kontrolliert. Unternehmen wie Meta, Alphabet, TikTok oder X betreiben zentrale Kommunikationsinfrastrukturen nach eigenen Regeln. Diese Konzerne beeinflussen nicht nur, welche Inhalte sichtbar sind, sondern auch, wie öffentliche Kommunikation und Meinungsbildung verlaufen. Der Bundesrat sieht darin ein wachsendes Risiko für die demokratische Debatte in der Schweiz und will mit dem neuen Gesetz gegensteuern.

    Schutz der Nutzenden und rechtstaatliche Verfahren
    Kernstück der Regulierung ist ein verbindliches Meldeverfahren für rechtswidrige Inhalte. Plattformen müssen Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, mutmasslich strafbare Inhalte wie Verleumdung, Beschimpfung oder Hassrede unkompliziert zu melden. Gleichzeitig müssen Anbieter ihre Moderationsentscheidungen nachvollziehbar begründen, Betroffene informieren und interne Beschwerdeverfahren bereitstellen. Eine aussergerichtliche Streitbeilegung soll in Konfliktfällen als zusätzliche Schutzmassnahme dienen.

    Transparenz bei Werbung und Algorithmen
    Neben dem Inhaltsmanagement nimmt das Gesetz auch die wirtschaftliche und algorithmische Macht der Plattformen ins Visier. Vorgesehen sind neue Transparenzpflichten zur Kennzeichnung von Werbung, zum Einsatz von Empfehlungssystemen und zur Einrichtung öffentlich zugänglicher Werbearchive. Behörden und Forschungsinstitutionen sollen künftig Zugang zu relevanten Plattformdaten erhalten. Ein Schritt, der nicht nur demokratiepolitisch, sondern auch standortstrategisch von Bedeutung ist.

    Rechtsvertretung in der Schweiz wird Pflicht
    Ein weiterer Punkt stärkt die Rechtsdurchsetzung. Ausländische Anbieter ohne Niederlassung in der Schweiz müssen eine inländische Rechtsvertretung benennen. Damit schafft der Gesetzesentwurf ein effektives Mittel, um auch globale Unternehmen zur Einhaltung nationaler Standards zu verpflichten. Eine Massnahme, die rechtliche Klarheit schafft und die Schweiz als regulatorisch handlungsfähigen Digitalstandort positioniert.

    Zielgerichtete Regulierung statt Überregulierung
    Das Gesetz zielt ausdrücklich nur auf sehr grosse Plattformen ab. Definiert als Dienste mit einer monatlichen Reichweite von mindestens zehn Prozent der ständigen Wohnbevölkerung, also rund 900 000 Nutzenden. Damit bleibt das Gesetz fokussiert und proportional, ohne kleinere Anbieter oder Start-ups zu belasten.

    Vernehmlassung und offene Fragen
    Die Vernehmlassung läuft bis zum 16. Februar 2026. Eingeladen sind Behörden, Verbände, Unternehmen und weitere interessierte Kreise. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Rückmeldungen zu den geplanten Vorschriften für den Jugendschutz sowie zur konkreten Ausgestaltung des Meldeverfahrens.

    Ein Signal für digitalen Standortwettbewerb
    Mit dem neuen Gesetz positioniert sich die Schweiz im internationalen Standortwettbewerb als Land mit klaren und fairen Spielregeln im digitalen Raum. Für Investoren, Plattformbetreiber und digitale Geschäftsmodelle schafft dies neue Rahmenbedingungen. Wer den Schweizer Markt erschliessen will, muss künftig auf Transparenz, Rechenschaft und Nutzerrechte setzen. Ein entscheidender Schritt in Richtung eines verantwortungsvollen digitalen Ökosystems.

  • Junge Talente gestalten Zukunft mit Verantwortung und Kontext

    Junge Talente gestalten Zukunft mit Verantwortung und Kontext

    Die prämierten Projekte setzen auf Transformation statt Tabula Rasa. Bestehende Orte, Materialien und soziale Strukturen werden nicht ersetzt, sondern weitergebaut und neu kontextualisiert. Dieser Ansatz widerspiegelt einen Wandel im Berufsbild. Analyse, Forschung, Feldstudien und die Auseinandersetzung mit lokalen Realitäten sind integraler Bestandteil des Entwurfsprozesses. Architektur wird als präzise Reaktion auf komplexe Rahmenbedingungen verstanden, mit einem klaren Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung und Ressourcenschonung.

    Neue Standortwahl, neue Perspektiven
    Mit der erstmaligen Austragung in der Südschweiz rückten regionale Identitäten und akademische Vielfalt in den Fokus. Gleichzeitig markiert die Auszeichnung eines Projekts der Università della Svizzera italiana einen Meilenstein für die Tessiner Architekturausbildung. Die Jury würdigte 31 Masterarbeiten, bewertet durch ausgewiesene Expertinnen und Experten. Die Entscheidungskriterien spiegelten fachliche Tiefe, räumliche Sensibilität und die Fähigkeit wider, aus komplexen Kontexten gestalterische Klarheit zu entwickeln.

    Projekte, die Räume öffnen und Gemeinschaften stärken
    Ob Hafengebiet in Basel, kontaminierte Industriezonen in Portugal oder Scheunen in alpinen Gemeinden, die ausgezeichneten Projekte greifen reale Herausforderungen auf und bieten nutzungsnahe, sozial verankerte Lösungen. Sie schaffen Begegnungsorte, stärken lokale Produktionskulturen, denken ländliche Räume neu und experimentieren mit temporären Nutzungen als Stadtstrategie. Bilder, Modelle und Zeichnungen dienen nicht nur als Darstellung, sondern als Forschungsmittel, um Entwurfsprozesse transparent und nachvollziehbar zu machen.

    Eine Generation mit Haltung und Weitblick
    Alle Arbeiten verbindet ein gemeinsames Ethos, Reparatur statt Ersatz, Kontext statt Icon, Kooperation statt Solitär. Diese Haltung steht für einen Architekturbegriff, der kollektive Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt. Die Preisverleihung machte deutlich, dass junge Architektinnen und Architekten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der räumlichen Transformation unserer gebauten Umwelt mitzuwirken. Das Selbstverständnis des Berufs entwickelt sich damit weiter hin zu Moderation, Vermittlung und sozialem Engagement, ohne ästhetische Ambition einzubüssen.

  • Satelliten schaffen neue Transparenz

    Satelliten schaffen neue Transparenz

    Die CO2M-Satellitenmission stellt einen Wendepunkt in der Erfassung von Treibhausgasen dar. Die ursprünglich geplanten zwei Satelliten wurden nach Empa-Simulationen um ein drittes Exemplar erweitert. Dadurch verkürzt sich die globale Messperiode von fünf auf rund 3,5 Tage. Statt schmaler Messstreifen liefern die Instrumente künftig umfassende Karten mit einer Auflösung von zwei Kilometern. So werden Emissionen einzelner Länder, Städte und industrieller Quellen sichtbar. Die Mission ist im EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus verankert und wird von der ESA entwickelt sowie später durch EUMETSAT betrieben.

    Stickstoffdioxid-Daten decken Ungenauigkeiten auf
    Parallel entsteht im CORSO-Projekt ein globaler Datensatz grosser Emittenten wie Kraftwerke, Zementwerke und Stahlfabriken. Vergleiche von Datenbanken mit TROPOMI-Satellitenmessungen zeigen deutliche Abweichungen. Anlagen, die gar nicht existieren, fehlende Einträge und falsche Annahmen zu Brennstoffen. Besonders bei dualen Kraftwerken wurde nachgewiesen, dass vielerorts primär Gas statt Öl genutzt wird, was geringere Stickoxidwerte nach sich zieht. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage, künftig auch CO2 mit vergleichbarer Präzision zu kartieren.

    Perspektive auf den globalen Klimafortschritt
    Mit den neuen Messinstrumenten erweitert sich die Möglichkeit, menschlich verursachte Emissionen präzise und kontinuierlich zu überwachen. Bereits heute können Luftschadstoffe wie Stickoxide zuverlässig quantifiziert werden. Mit den CO2M-Satelliten wird diese Fähigkeit auf Treibhausgase übertragen. Damit entsteht eine datenbasierte Sicht aus dem All, die detailliert aufzeigt, ob internationale Klimaziele tatsächlich erreicht werden.

  • Ingenieurshöhepunkt und architektonische Vision in Barcelona

    Ingenieurshöhepunkt und architektonische Vision in Barcelona

    Der zentrale Christusturm, Teil eines Ensembles aus 18 Türmen, markiert den jüngsten Schritt eines Bauprozesses, der 1882 begann und nun eine neue Dimension erreicht hat. Bis Mitte 2026 wird der Turm seine endgültige Höhe von 172,5 Metern erreichen, pünktlich zum 100. Todestag von Antoni Gaudí. Die Spitze, gefertigt aus Stahl, Glas und keramischen Elementen, wurde in Segmenten aus Bayern vorgefertigt und mit Spezialkranen installiert. Materialwahl und Fertigung folgen strengen Anforderungen an Windstabilität, UV-Beständigkeit und Temperaturresistenz.

    Bauen in Generationen
    Der Bauverlauf der Sagrada Família lässt sich als Spiegel technologischer Evolution lesen. Vom handwerklich geprägten 19. Jahrhundert über die Wiederaufbauphase nach dem Bürgerkrieg bis hin zur CAD-gestützten Planung und digitalen Fertigung der Gegenwart. Der Tempel ist sowohl Monument als auch Forschungslabor. Seit den 1980er-Jahren revolutionieren parametrische Modelle, 3D-Simulationen und robotergestützte Steinbearbeitung die Ausführung. Die finale Fertigstellung ist für 2033 vorgesehen, vorbehaltlich baulogistischer Herausforderungen.

    Statik ohne Strebewerk
    Gaudís Tragwerkskonzept verzichtet bewusst auf klassische gotische Strebebögen. Tragende geneigte Säulen, deren Linienführung den Kraftverläufen natürlicher Strukturen folgt, sowie hyperbolische und parabolische Geometrien lenken Lasten effizient in den Boden. Ergänzt wird dies durch Echtzeit-Monitoring der Struktur, Analyse der Eigenfrequenzen und adaptive Bauabläufe. Die Kirche demonstriert, wie Biomimikry, Ingenieurmathematik und sensorische Überwachung ein Jahrhundertprojekt stabil halten.

    Finanzierung ohne öffentliche Mittel
    Nach wie vor wird die Sagrada Família durch Spenden und Eintrittsgelder finanziert. Dieses Prinzip verleiht dem Projekt Autonomie, führte jedoch historisch zu zeitlichen Verzögerungen und gesellschaftlichen Diskussionen. Kritische Stimmen begleiten den Bau bis heute. Dennoch gilt die Basilika als globales Symbol für visionäres Bauen jenseits konventioneller Zeit- und Finanzierungsmodelle.

  • Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Basel-Landschaft vergibt Konzessionen für Wasserkraft

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sechs Standorte für neue Kleinwasserkraftwerke an der Birs und der Ergolz in den kantonalen Richtplan aufgenommen, informiert die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion in einer Mitteilung. Die Festlegung erfolgte gemäss einer entsprechenden Vorgabe des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Als Kleinwasserkraftwerke gelten in der Schweiz Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Megawatt, welche die Energie kleinerer Flussläufe zur dezentralen Stromerzeugung nutzen.

    Für die Vergabe der Konzessionen ist das kantonale Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) verantwortlich. Die genauen Standorte der geplanten Wasserkraftwerke können der Mitteilung entnommen werden. Interessierte Unternehmen werden aufgefordert, online eine Request for Information einzureichen. Im Anschluss wird das AUE die Vergabeverfahren für die einzelnen Standorte festlegen.

    Der Kanton Basel-Landschaft hat sich das Ziel gesetzt, seinen Energieverbrauch exklusive Mobilität bis 2030 zu 70 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken. Die geplanten sechs Kleinwasserkraftwerke sollen zur Umsetzung dieses Ziels beitragen.

  • Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Die Ergebnisse des Studienauftrages Arealentwicklung Gewerbestrasse, Döttingen werden am 18. und 19. Oktober in Döttingen ausgestellt. Der siegreiche Beitrag stammt von fsp Architekten aus Spreitenbach, zusammen mit LAND Suisse aus Lugano sowie ASTOC Architects and Planners aus Köln. Bei dem Projekt DOT entsteht auf dem Areal von Birchmeier Hess Immobilien ein neues Quartier. Auf einer Fläche von 75’000 Quadratmetern sollen 550 Wohnungen entstehen, 15’000 Quadratmeter Fläche sind für Gewerbe vorgesehen, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

    „Mit der Transformation des Areals wird Industrie zur Nachbarschaft. Aus Hallen wird Heimat, aus Spuren Identität. Das industrielle Erbe wird verwandelt – nachhaltig, zukunftsfähig, durchmischt“, heisst es von Ivo Lenherr von fsp Architekten zum Projekt DOT. Die Jury begründete das einstimmige Votum für das Siegerprojekt unter anderem mit der „raffinierten städtebaulichen Strategie im Umgang mit den Vorgaben der Grund­eigentümerin, dem aktuellen Gebäudebestand sowie dem genehmigten Richtplan“. Das Projekt stelle „einen rück­sichtsvollen Umgang mit der Nachbarschaft sowie den öffentlichen Bedürfnissen dar und lässt für die zukünftigen Nutzerinnen und Bewohner einen stimmigen und reichhaltigen Wohn- und Arbeitsort erwarten.“

  • Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Neues Wohnensemble praegt Winterthurer Stadtraum

    Die Cham Swiss Properties plant mit dem Bau des Hochhauses Rocket und den drei Tigerli-Wohngebäuden in der Winterthurer Lokstadt ein städtebauliches Ensemble. Rocket & Tigerli, wie die Immobiliengesellschaft das Bauprojekt nennt, bieten laut einer Mitteilung künftig Platz für 300 Mietwohnungen, davon 30 Prozent im preisgünstigen Segment. Somit prägt das Ensemble mit dem 100-Meter Hochhaus nicht nur die Winterthurer Skyline, sondern lindert auch die städtische Wohnungsknappheit.

    Eine Baubewilligung wurde von der Stadt Winterthur bereits im April 2025 erteilt, allerdings mit mehreren Auflagen. So forderte die Stadt den Verzicht auf die geplante Hotelnutzung in der „Rocket“ zugunsten der Errichtung von Mietwohnungen. Infolge der Revision plant die Baugesellschaft nun mit 5000 Quadratmetern Extrawohnraum und widmet das Erdgeschoss, anstelle eines Hotel-Check-Ins, öffentlich zugänglichen Verkaufs- und Gastronomieflächen. Auch das Dachgeschoss wird mit einem Aussichtsraum sowie einer Fläche für Veranstaltungen und Gastronomie umgenutzt.

    , ist trotz Herausforderungen bei der Umnutzung zuversichtlich:

    „Eine öffentliche Zone in einem Wohngebäude bringt Herausforderungen in Bezug auf Privatsphäre und Sicherheit mit sich. Aber wir sind zuversichtlich, eine gute Lösung umsetzen zu können, sodass die gesamte Bevölkerung die Aussicht aus 100 Metern Höhe geniessen kann“, wird Thomas Aebischer in der Mitteilung zitiert, CEO der Cham Swiss Properties.

    Auch das Nachhaltigkeitskonzept des Hochhauses wurde verbessert : anstelle eines Holz-Hybridbaus wird Rocket jetzt mit CO2-äquivalenten Alternativen, die Vorteile in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Materialverfügbarkeit bieten, realisiert. Die Zertifizierung nach dem SNBS Gold-Standard bleibt vorgesehen.

    Die Rechtskraft der Baubewilligung wird für 2026 erwartet, ab Mitte 2027 soll gebaut werden. Mit der Fertigstellung wird 2030 gerechnet.

  • Präzisionsarbeit im Wasserkraftwerk Luterbach ausgezeichnet

    Präzisionsarbeit im Wasserkraftwerk Luterbach ausgezeichnet

    Die aus Stahl- und Metallbau sowie Kran- und andere Transporte spezialisierte Senn AG aus Oftringen hat im Rahmen der BSK-Jahreshauptversammlung am 12. Oktober den zweiten Platz für die Kranarbeit des Jahres 2025 unter 120 Tonnen belegt. Insgesamt war die Firma mit anspruchsvollen Projekten in mehreren Rubriken nominiert.

    Grundlage für die Auszeichnung ist laut einer Mitteilung die Revision des Wasserkraftwerks Luterbach SO, die Senn zusammen mit der ADEV durchgeführt hatte. Im Rahmen des Projekts galt es, einen 20-Tonnen Generator mit 3,5 Metern Höhe sowie ein 3,4 Meter grosses Turbinenrad aus dem Wasserkraftwerk auszubauen, zu transportieren, zu revidieren und schliesslich wieder einzubauen. Die Hebung des Generators und des Turbinenrades durch eine Dachöffnung im Kraftwerk erforderten dabei Millimeterarbeit der Kranführer. Anschliessend realisierte ein speziell konstruierter Stahlrahmen sowie eine massgeschneiderte Schwertransportlösung den reibungslosen Abtransport ins Revisionswerk.

    Das Luterbach-Projekt stehe dabei exemplarisch für die firmeneigene Kombination aus Ingenieurskunst, Präzision und Erfahrung im Schwertransport, die eine erfolgreiche Projektabwicklung ermöglicht, erklärt die Senn AG.

    Die Senn AG agiert in den Geschäftsfeldern Stahl- und Metallbau, Blech- und Edelstahlcenter, Notstromanlagen sowie Kran und Transport. Mit mehr als 200 Mitarbeitenden ist sie heute nach Eigenangaben eine der wichtigsten Arbeitgeberinnen im Bezirk Zofingen.

  • Strategische Expansion auf dem europäischen Türenmarkt

    Strategische Expansion auf dem europäischen Türenmarkt

    Die Arbonia AG verstärkt ihre Marktposition in Europa. Das auf Innentüren aus Holz, Glas und Metall spezialisierte Unternehmen aus Arbon hat mit Wirkung zum 15. Oktober den portugiesischen Türenhersteller Cicomol übernommen, informiert Arbonia in einer Mitteilung. Bereits am 9. Oktober hat Arbonia zudem die Übernahme der deutschen Spezialisten für Metall-Sonderzargen von Rüthener Zargenbau GmbH & CoKG abgeschlossen. Beide Unternehmen hatten im vergangenen Jahr zusammen einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschaftet.

    Arbonia erwartet von der Übernahme der laut Mitteilung in Portugal marktführenden Cicomol SA eine stärkere Präsenz im Fachhandel Portugals sowie Vertriebssynergien in Spanien, Portugal und Frankreich. Die Akquisition von Rüthener Zargenbau wiederum soll eine Lücke im Portfolio von Arbonia schliessen. Das international tägige Unternehmen hat seine Metallzargen bisher weitgehend extern zugekauft. Beide Übernahmen werden sich laut Arbonia zudem als margenstärkend und wertsteigernd erweisen.

    Die Transaktionen schliessen die Übernahme der rund 130 Mitarbeitenden von Cicomol und der knapp 40 Mitarbeitenden von Rüthener Zargenbau ein. Auch das Management der beiden Firmen bleibt unverändert.

  • Die Schweizer Industrie im Stresstest

    Die Schweizer Industrie im Stresstest

    Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Externe Schocks wie der starke Franken, US-Zölle und Nachfragerückgänge in China treffen die Schweizer Industrie seit dem Frühjahr 2025 mit voller Wucht. In der Maschinen- und Technologiebasis brechen Auftragseingänge und Produktionskapazitäten spürbar ein. Im zweiten Quartal ging das Auftragsvolumen der MEM-Industrie laut Swissmem um über 13 Prozent zurück, in neun Quartalen nacheinander sank der Branchenumsatz. Die Exportabhängigkeit macht Schweizer Unternehmen besonders anfällig, da Wettbewerber in der EU deutlich niedrigere Zölle zahlen.​

    Stellenabbau bei den Grossen und die Folgen
    Sika baut weltweit 1’500 Stellen ab, hauptsächlich im Bausektor und Produktionsstandorten in China. Die Restrukturierung ist eine Reaktion auf zweistellige Umsatzverluste und einen schwächelnden Baumarkt. Gleichzeitig setzt Sika auf Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung.​

    Kühne+Nagel kündigte ebenfalls bis zu 1’500 Jobverluste nach einem Gewinneinbruch und Margendruck an. Der Markt ist durch Überkapazitäten und US-Zölle stark belastet. Effizienzsteigerungen und Automatisierung führen zum Wegfall vieler Logistikarbeitsplätze.​

    SFS Group streicht 110 Stellen mit der Schliessung des Werks Flawil. Der dramatische Einbruch der Autoindustrie, der Umbau auf Elektromobilität und Konkurrenzdruck aus Asien führen zu Produktionsverlagerungen und dem Abbau qualifizierter Montagejobs.​

    Schindler hat im dritten Quartal 1’200 Arbeitsplätze rationalisiert, weil das globale Neuanlagengeschäft für Aufzüge, vor allem in China, einbrach. Rationalisierungen im Backoffice und Produktion sind die Folge.​

    Auch andere Branchengrössen wie Rieter (Maschinenbau) oder Helvetia (Versicherung) melden Hunderte von bevorstehenden Jobverlusten, oft mit dem Hinweis auf Auftragsrückgänge und Standortverlagerung ins Ausland.​

    Blue-Collar-Jobs und die Gefahr der Standortkrise
    Betroffen sind vor allem klassische Blue-Collar-Jobs – also Arbeitsplätze in Produktion, Montage, Logistik oder Instandhaltung. Die technologisch getriebenen Rationalisierungen, der Umstieg auf Elektromobilität im Automotive-Sektor und Effizienzprogramme in Logistik und Backoffice sorgen für Verlagerung ins Ausland oder Automatisierung der Prozesse. Laut Umfragen rechnet aktuell mehr als jeder dritte Finanzchef in der Schweiz mit weiterem Stellenabbau im eigenen Unternehmen.​

    Die Folgen reichen weit über die einzelnen Firmen hinaus. Regional droht die Verödung von Industriestandorten, soziale Abstiegsszenarien und Risiken für die gesellschaftliche Stabilität. Arbeitsmarktforscher warnen zudem, dass selbst die starke Pharmabranche von weiteren Rationalisierungswellen nicht verschont bleiben könnte.

    Gesellschaft und Politik im Dialog
    Öffentliche Diskussionen und Wirtschaftsforen ringen um Antworten. Standortförderung, gezielte Weiterbildung und Qualifikation, sozialpolitische Begleitmassnahmen und Innovationsförderung sind die zentralen Themen. Denn der Abbau ist Ausdruck eines doppelten Strukturwandels. Er ist Folge schwankender Weltwirtschaft, aber auch der rasanten Fortschritte von Digitalisierung und KI und wird sich nicht mit reiner Marktlogik lösen lassen.

  • Lehm feiert sein Comeback

    Lehm feiert sein Comeback

    Lehm ist seit Jahrtausenden bewährt, besteht aus lokalem Ton, Schluff und Sand, ist ohne energieintensive Brennprozesse verwendbar und fast unbegrenzt verfügbar. Im Gegensatz zu Beton, dessen Herstellung mit dem Brennen von Kalkstein erhebliche CO₂-Emissionen verursacht, punktet Lehm mit minimalem Energieaufwand bei Gewinnung und Verarbeitung. Nach Abschätzung verschiedener Quellen fallen bei der Betonherstellung pro Tonne im Durchschnitt 800–900 kg CO₂ an, bei Lehm oft nur ein Zehntel davon und meist gar keine, sofern natürlich getrocknet wird.​

    Der Lehmpavillon in Horw
    Im Rahmen von «Think Earth» kooperieren die ETH Zürich, die HSLU und Industrieunternehmen, Lehm und Holz als Materialbasis in innovative Anwendung zu bringen. Ein Meilenstein ist der Lehmpavillon in Horw. Lehm- und Holzelemente werden mit recyceltem Oulesse, einem von Oxara entwickelten Mischabbruchstoff, in Hybridform kombiniert. Die Prototypen entstehen im engen Austausch mit Bauindustrie und Studierenden. Das Ziel ist modulare, vorfabrizierte Lehmbauteile mit zuverlässiger Festigkeit, vielseitig einsetzbar und rückbaubar, für mehrgeschossigen Wohnungsbau und flexible Architektur.​

    Vorteile, Herausforderungen und Kreislaufpotenzial
    Lehm ist nicht nur energiesparend, sondern auch speicherfähig für CO₂, insbesondere wenn organische Zuschläge beigegeben werden– so kann er sogar klimapositiv wirken.​ Lehmbaustoffe lassen sich bei Gebäude-Rückbau leicht trennen und wiederverwenden. Der Recyclingprozess ist nicht aufwendig und ermöglicht echte Kreislaufwirtschaft.

    Als Aushublehm oder als Nebenprodukt („Filterkuchen“) aus der Kies- und Aushubwäsche ist Lehm bereits heute regional im Überfluss vorhanden. Bislang scheitert eine breite Anwendung vor allem an fehlender Normierung und Marktreife. Daran arbeiten die Projektpartner von «Think Earth» nun intensiv.​

    Noch sind Lehmbau-Hybridlösungen kostenintensiver als konventioneller Betonbau, aber Fortschritte in der industriellen Fertigung, Materialmischung und Qualitätssicherung bringen sie zunehmend in Reichweite für die Masse.​

    Von der Nische zum Standard?
    Die Forscherinnen und Forscher um HSLU und ETH Zürich arbeiten an der Standardisierung und Normierung der neuen Lehm-Hybridbauelemente, sodass ein Markteintritt in den nächsten zehn Jahren realistisch wird. Die Industrie zeigt grosses Interesse. Insbesondere, weil «Abfall» beim Aushub zum zentralen Rohstoff wird. Mit Lehm, Holz und intelligenten Hybridtechnologien steht ein Bauprinzip bereit, das natürliche Ressourcen schont, Klimavorteile bietet und dennoch architektonische Vielfalt ermöglicht.​ Lehm erlebt ein Innovations- und Image-Revival. «Think Earth» und der Lehmpavillon zeigen, wie Forschung und Bauwirtschaft gemeinsam Lösungen für die Bauwende liefern. Kleiner ökologischer Fussabdruck, Kreislaufpotenzial und Wohngesundheit sind mehr als ein Trend – sie markieren den Weg zu urbaner Baukultur im 21. Jahrhundert.

  • Impulse für nachhaltige Arealentwicklung

    Impulse für nachhaltige Arealentwicklung

    Mit der Harmonisierung der Labels ist die Schweiz einen Schritt weiter. Minergie-Areal fokussieren auf Energieeffizienz, Komfort und klimafreundliche Mobilität und ist mit straffem Zertifizierungsprozess ideal für kleinere, überschaubare Areale. Sie setzt klare Vorgaben, etwa für Gebäudequalität und Monitoring. SNBS-Areal überzeugt bei grossen, komplexen Arealen ab 10’000 m² und deckt gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichwertig ab. Mit 30 geprüften Kriterien und breiter Nachhaltigkeitsbetrachtung, gilt diese auch als Basis für ESG-Reporting und Sondernutzungsplanungen.​

    Das Beispiel Kraftwerk1 in Zürich
    Kraftwerk1 zeigt den Wert von Selbstorganisation, Vielfalt und Solidarität im urbanen Raum. Demokratie, autoarmes Wohnen, soziale Mietmodelle und flexible Räume sorgen für gelebte Nachhaltigkeit. Die genossenschaftliche Struktur verbindet individuelle Aneignung mit Quartierzusammenhalt und starker Umweltverantwortung.​

    Lebenszyklus, Kosten und Suffizienz als Hebel
    Langfristig sinken Kosten dort, wo Produktlebenszyklen verlängert, Recycling gefördert und Ressourcen optimal genutzt werden. Beat Salzmann verdeutlicht, wie Lebenszyklusmanagement und Kreislaufwirtschaft die finanzielle Planung beeinflussen. Nachhaltige Gebäude sind Investitionen in die Zukunft. Suffizienz, wie Boris Szélpal darlegt, bedeutet gezielte Reduktion und bewussten Umgang mit Material und Energie. Sie erweitert das Nachhaltigkeitsverständnis um den Aspekt des freiwilligen Verzichts, die Entwicklung resilienter Lebensräume und sozialer Strukturen.​

    Nachhaltige Arealentwicklung ist ein koordinierter Prozess. Standards schaffen Klarheit, Genossenschaften leben Werte und Suffizienz eröffnet den Weg zu resilienten Quartieren mit hoher Lebensqualität und geringer Umweltlast. Die Zukunft liegt in der Balance von Komfort und Nachsicht und in der Offenheit, neue Modelle konsequent weiterzuentwickeln.​

  • Energieautark für Bauwerke und 6G

    Energieautark für Bauwerke und 6G

    Die klassischen Sensorlösungen leiden an Schwerfälligkeit. Sie enthalten umweltschädliche Stoffe wie Blei oder seltene Erden, müssen aufwändig gewartet werden und verursachen oft Sondermüll durch Batterien. Die neuen Sensoren basieren auf bleifreiem Aluminiumnitrid und nutzen spezielle, mit dem 3D-Druck erzeugte Metamaterialien. Diese Fokus-Metamaterialien bündeln Schwingungsenergie, etwa Vibrationen aus dem Bahn- oder Strassenverkehr, exakt dorthin, wo sie auf dem Sensor gebraucht wird («Rainbow Trapping»). So wird Schwingungsenergie maximal effizient in Strom für den Sensor umgewandelt.​

    Das Resultat ist ein Prototyp mit nur 300 Mikrometern Länge, also kleiner als ein Fünfräppler, der seine Energie direkt aus der Umgebung gewinnt, vollkommen ohne Batterie funktioniert und in Echtzeit drahtlos Daten sendet.

    Von der Brücke bis zur 6G-Station
    Die potenziellen Anwendungen sind vielfältig. In der Bauwerksüberwachung erlauben die Sensoren ein kontinuierliches, wartungsfreies Monitoring von Brücken, Tunneln und Hochhäusern, gerade auch an Stellen, die bisher kaum erreichbar waren. Sie liefern kontinuierliche Daten zu Materialermüdung, Schwingungen oder etwaigen Schäden und bieten die Möglichkeit, kritische Infrastrukturen mit Frühwarnsystemen auszustatten. Beispielsweise zur Erkennung von Erdbebenbewegungen oder Geländeschäden.

    Ein weiteres Feld eröffnet sich mit der 6G-Technologie. Hochfrequente, energieautarke Mikrosensoren werden ein sehr dichtes Sensornetz ermöglichen, das für die nächste Generation digitaler Kommunikation essenziell ist. Die neue Technologie wird zum Schlüsselelement für echte Smart Cities.

    Nachhaltigkeit, Ethik und regulatorischer Mehrwert
    Durch den Verzicht auf Blei und seltene Erden wird nicht nur die Umwelt geschont. Die Innovation ist auch regulatorisch von Vorteil, da keine Sonderentsorgung notwendig ist und globale Lieferketten unabhängiger werden. Der Einsatz von frei verfügbaren Materialien steigert zudem die wirtschaftliche Machbarkeit und Skalierbarkeit solcher Lösungen.

    Interdisziplinäre Partnerschaft und Förderlandschaft
    Die Technologie ist das Ergebnis grosser kollektiver Forschungsleistung. Von der mathematischen Modellierung am Imperial College, der Materialforschung in Zürich und Mailand, bis hin zur industriellen Umsetzung durch die Projektpartner Multiwave und STMicroelectronics. Gefördert wurde das Projekt durch das EU-Programm Horizon 2020 und den EIC Pathfinder, die gezielt die Brücke von Grundlagenforschung zu konkreten Anwendungen schlagen.​ Damit gelangt die nachhaltige, mikroskalige Sensorik dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird, auf Bauwerke, in entlegene Gebiete und in die Netzwerktechnik der Zukunft. Die Kombination aus Energieautarkie, robuster Materialwahl und integrierter Digitalisierung ist exemplarisch für eine Bau- und Infrastrukturbranche, die ökologische Transformation und technische Innovation vereint. Damit liefert das Projekt einen Baukasten für ein Internet der Dinge, das mit der Umwelt statt gegen sie arbeitet. Zukunftsweisend und sofort in der Praxis einsetzbar.​

  • Hotelschloss gewinnt renommierten Designpreis

    Hotelschloss gewinnt renommierten Designpreis

    Die auf Zutritts- und Schliesssysteme spezialisierte dormakaba hat sich mit ihrem Hotelschloss Quantum Pixel+ den ICONIC AWARD des German Design Councils gesichert. Das digitale Schloss, das sich direkt ins Türblatt integriert, ermöglicht dank seiner Kompatibilität mit NFC,  Bluetooth Low Energy sowie digitalen Wallets jederzeit Zutritt mit mobilen Geräten. Das Quantum Pixel + ist ausserdem mit RFID-Zutrittsmedien (Radio Frequency Identification) wie Zutrittskarten, Schlüsselanhängern und Armbändern aktivierbar.

    Die Vielseitigkeit des Schlosses erhöhe so den Komfort für Hotelgäste, heisst es in einer Mitteilung von dormakaba, und vereinfache gleichzeitig mit der digitalen Vergabe von Zutrittsrechten die Verwaltung des Hotelmanagements. Mit verschieden wählbaren Oberflächen, Türdrücker-Versionen und zwei Rosettendesigns ist die Zutrittslösung ausserdem je nach Geschmack des Hotels konfigurierbar.

    „Bei der Gestaltung sind globale technologische und nutzerzentrierte Aspekte ausschlaggebend. Die Auszeichnung unseres elektronischen Hotelschlosses Quantum Pixel+ mit dem renommierten ICONIC AWARD zeigt einmal mehr – dormakaba bringt innovative Lösungen mit hohem Kundenutzen auf den Markt“, wird Bernhard Heitz in der Mitteilung zitiert, Leiter des Bereichs Strategic Product Designs.

    Der ICONIC AWARD prämiert nach Angaben des German Design Councils herausragende Leistungen in Architektur, Interior Design und Produktinnovation und stärkt den internationalen Austausch in der Bau- und Designbranche. Aus über 560 Einsendungen wurden 2025 in fünf Haupt- und 42 Unterkategorien die Gewinner ausgewählt.

  • Neue Eventarena für Zentralschweiz eingeweiht

    Neue Eventarena für Zentralschweiz eingeweiht

    Die Pilatus Arena bereitet sich auf ihre feierliche Eröffnung vor: Am 25. Oktober werde sich die „modernste Midsize-Arena der Schweiz“ vor ausverkauften Rängen mit einer Eröffnungsshow und einem anschliessenden Heimspiel des Handballklubs HC Kriens-Luzern gegen den HSC Suhr Aarau der Öffentlichkeit vorstellen, informiert die Halter Gruppe AG in einer Mitteilung. Der Immobilienentwicklerin aus Schlieren gehören 70 Prozent der Pilatus Arena AG. Die übrigen 30 Prozent werden von der auf Immobilienbewirtschaftung und Stadiongastronomie spezialisierten Caranto AG aus Luzern gehalten. Beide Unternehmen sind über die Pilatus Arena Sports & Event AG auch für den Betrieb der Anlage zuständig.

    Am 14. Oktober hatten geladene Gäste aus Politik, Sport und Kultur bei einem Pre-Opening erste exklusive Einblicke in die Anlage bekommen. Die Pilatus Arena bietet Platz für 4500 Besuchende und wird als neue Heimstätte des HC Kriens-Luzern, aber auch als „Drehscheibe für Sport, Events und Kultur in der Zentralschweiz und darüber hinaus“ agieren, heisst es in der Mitteilung. Am Pre-Opening bezeichnete der Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP) das Projekt als „Versprechen an Sport, Kultur, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Emotionen in Luzern und der ganzen Zentralschweiz“.

  • Grünes Licht für Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur

    Grünes Licht für Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur

    Das Bundesamt für Verkehr hat laut einer Mitteilung die Planbewilligung für den Ausbau der Verbindung zwischen Zürich und Winterthur erteilt. Dafür soll ein neun Kilometer langer doppelspuriger Tunnel gebaut werden, der im Süden mit zwei Zulaufstrecken von Bassersdorf und Dietlikon erreicht wird. Im Norden endet er in Tössmühle in Winterthur. Gleichzeitig sollen die Bahnhöfe in Winterthur-Töss, Dietlikon, Bassersdorf und Wallisellen um- und ausgebaut werden.

    Der Ausbau erweitert den heutigen Engpass durch Effretikon und Kemptthal durchgängig auf vier Spuren. Damit können die Reisezeiten verkürzt und das Angebot namentlich an Regionalverbindungen ausgebaut werden.

    Die Kosten werden auf 3,3 Milliarden Franken in Preisen von 2014 veranschlagt. Der Ausbau ist Teil des Bahnausbauschrittes 2035, den das Bundesparlament 2019 beschlossen hat.

    Die Plangenehmigung kann innerhalb von 30 Tagen an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden. Andernfalls kann die SBB das definitive Ausbauprogramm festlegen und Anfang 2026 mit den Vorarbeiten beginnen.

  • Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Zusammenwirken war schon immer das bestimmende Thema der Swissbau: sich persönlich treffen, gemeinsam handeln, einander weiterbringen. Für die kommende Ausgabe im Januar 2026 setzt der Messeveranstalter verstärkt auf positive Synergien. Nicht nur in den Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus & Lab wird gemeinsame Entwicklung gelebt, auch die Ausstellungsflächen der Messe sind räumlich wie thematisch näher zusammengerückt. Deutlich wird dies vor allem in der neu inszenierten Halle 1.2, die dem gesamten Innenausbau eine atmosphärische Bühne bietet.

    Trendwelt Innenausbau für Designaffine
    Neu platziert in der Halle 1.2 trifft das Swissbau Publikum auf eine Erlebniswelt aus Badinnovationen, trendigen Oberflächen, stimmungsvollen Beleuchtungen und hochwertigen Objekteinrichtungen. Die gemeinsame Ebene für den Innenausbau bietet Raum für Entdeckungen und einen vertieften Austausch mit renommierten Herstellern und neuen Marken. Der Clou: Die neue Trendwelt in Halle 1.2 ist auch am Samstag geöffnet. Durch den Swissbau Focus mit Partnerlounges, Infopoints und Veranstaltungen führt der Wochenendbesuch über Rolltreppen direkt in die Trendwelt.

    Das Handwerk hautnah erleben
    Swissbau Blickfang in der im Erdgeschoss gelegenen Halle 1.0 sind zweifellos zwei reale Bauobjekte, die von verschiedenen Handwerksbetrieben erstellt und parallel ausgebaut werden. In einer Stahlhalle zeigen Metallbauer, Elektrikerinnen, Tor- und Türenbauer ihr Können. Im doppelstöckigen Wohnhaus lassen sich Holzbauer, Gipserinnen und Plattenleger bei der Arbeit beobachten. Beide Objekte werden nach der Swissbau auf der Baustelle fertiggestellt. Der «Treffpunkt Handwerk» hat aber noch mehr zu bieten: Neben spielerischen Aktionsflächen und einem Forum mit Praxisthemen präsentieren sich Handwerksbetriebe und themenspezifische Aussteller im Umfeld. Eine grosszügige BauBeiz lädt zum Fachsimpeln ein.

    Vom Austausch mit Experten profitieren
    Swissbau Focus in Halle 1.0 und Swissbau Lab in Halle 1.1 sind die besten Beispiele für einen interdisziplinären Dialog über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Trends der Branche.
    Führende Verbände, Institutionen und Hochschulen bringen sich auf der Veranstaltungsplattform Swissbau Focus mit ihren Positionen ein. Passende Produkte und marktreife Lösungen kann das Fachpublikum im Swissbau Lab entdecken und ausprobieren. Besucher profitieren zudem von einer vergrösserten Swissbau Werkstatt, um innovative Anwendungen in der Praxis unter die Lupe zu nehmen. Die Teilnahme am umfangreichen Programm im Swissbau Focus und Lab ist im Eintrittsticket enthalten. Event-Anmeldungen sind auf der Swissbau Website einfach auszuführen und sollten in keiner Messevorbereitung für einen optimalen Know-how-Gewinn fehlen.

    Ein bunter Marktplatz für Putz und Farbe
    Eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV bietet in Halle 1.1 Einblicke in innovative Techniken, hochwertige Materialien und nachhaltige Lösungen des kreativen Fachbereichs. Mit seiner Präsenz an der Mehrbranchenmesse möchte sich der Verband verstärkt bei Architektinnen, Planern und anderen Bauprofis positionieren. Highlights des Themenbereichs sind die Objektausstellung des «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mit Prämierung am 22. Januar im Swissbau Focus, Live-Trainings von zwei frischgekürten Schweizermeisterinnen für die WorldSkills in Shanghai, der Branchentreff «SMGV-Marktblitz Spezial» am 21. und 23. Januar und ein Maler-Gipser-Stübli zum persönlichen Austausch. Die SMGV Bildungszentren präsentieren mit Praxisbeispielen ihre vielfältigen Branchenbereiche. In der Maler-Gipser Werkstatt zeigen erfahrene Handwerker, wie Fassaden mit dekorativen Putzstrukturen gestaltet werden.

    Wertvolle Partnerschaften
    Bevor am Dienstagmorgen Aussteller und Partner das Kommando in den Hallen übernehmen und ihre Neuheiten enthüllen, wird die Swissbau von Bauenschweiz, dem Dachverband der Schweizer Bauwirtschaft, eröffnet. In Diskussion mit Personen aus Politik und Wirtschaft rückt die Stammgruppe Ausbaugewerbe und Gebäudehülle als umsatzstärkste Branche ihre Bedeutung, Bedürfnisse und Weiterentwicklung ins Zentrum der Eröffnungsfeier. Auch 2026 wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften belegt. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich in grossem Umfang und bringen ihre fachspezifischen Expertisen in das Angebot der Messe ein.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben für MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergab er im September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkte seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab. Rudolf Pfander unterstreicht: «Tobias ist die perfekte Nachfolgelösung für die Swissbau. Er kennt die Bedürfnisse der Ausstellerinnen, Partner und Besucher ganz genau und weiss auch um die zukünftigen Entwicklungschancen der Fachmesse.»

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau und Swissbau Focus, Halle 1.2 und Halle 1.0 Süd, 9 bis 16 Uhr

    Ticket kaufen oder Gutschein einlösen
    swissbau.ch/ticket

    Zu Veranstaltungen anmelden
    swissbau.ch/events

    Alle Informationen
    swissbau.ch

    Veranstalter
    MCH Exhibitions & Events GmbH, Swissbau, CH-4005 Basel

  • Ramon J. Kälin wird Partner

    Ramon J. Kälin wird Partner

    Seit seinem Einstieg im September 2023 hat Ramon J. Kälin entscheidende Impulse gesetzt. In seiner Verantwortung liegt die Entwicklung einer gruppenweiten People & Culture-Strategie, die Modernisierung der IT- und Kollaborationsinfrastruktur sowie zentrale Business-Development-Themen. Ein wichtiger Meilenstein ist die Etablierung des neuen Standorts Pfäffikon SZ als dritter Hub neben Zürich und Zug. Dieses Wachstum der regionalen Präsenz entspricht seinem unternehmerischen Vorgehen und stärkt die langfristige Position von Property One.

    Zukunftsorientierte Führung und Engagement
    Kevin Hinder, Co-Founder und CEO von Property One, lobt Ramons strukturierte, lösungsorientierte Arbeitsweise sowie sein ausgezeichnetes Netzwerk als Grundpfeiler für die zukunftsfähige Ausrichtung des Unternehmens. Auch Ramon J. Kälin betont den Wert des gemeinsamen Engagements. Die Partnerschaft bietet ihm neue Möglichkeiten, die nächsten Entwicklungsschritte aktiv zu begleiten und die Zukunft von Property One prägend zu gestalten.

    Branchenkompetenz mit Verantwortung
    Er besitzt ein MAS ZFH in Real Estate Management und ist eidg. dipl. Immobilientreuhänder. Sein Engagement für die Branche zeigt sich in seiner Rolle als Vizepräsident des SVIT Zürich, als Stiftungsrat der Stiftung Domicil sowie in diversen Advisory-Board-Mandaten. Zudem unterstützt er den Branchennachwuchs als Prüfungsexperte. Seit 2021 ist er Member of the Royal Institution of Chartered Surveyors.

  • G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    Die Schweiz gilt trotz ihrer vermeintlichen Resilienz nicht mehr als Insel, auf der globale Branchenimpulse wirkungslos bleiben. Themen wie Digitalisierung, Wohnraumverknappung und Klimadruck verschärfen den Handlungsdruck für Marktteilnehmer. Gleichzeitig bleibt die Regulierung ein zentrales Spannungsfeld. Wie viel staatlicher Eingriff ist angemessen, damit Innovation nicht zum Stillstand kommt, aber Fehlentwicklungen korrigiert werden? Genau diesem Wechselspiel widmet sich das Symposium der Group of Fifteen mit bieten Positionen und multiperspektivischen Beiträgen.​

    Positionen von Reputation bis Regulierung
    Das diesjährige Podium versammelt Experten verschiedenster Disziplinen. Prof. Dr. Christian A. Schaltegger widmet sich der Gratwanderung zwischen Image, Einfluss und Innovation. Für ihn ist ein vertrauensvolles Umfeld essentiell, damit die Branche nachhaltige und zukunftsgerichtete Investmentmodelle entwickeln kann.

    Prof. Dr. Christian Kraft beleuchtet mittels empirischer Beispiele, inwiefern der Einsatz von KI helfen kann, Investitionsentscheidungen trotz regulatorischer Unsicherheiten abzusichern. Seine Erfahrungen zeigen, dass datenbasierte Entscheidungshilfen immer wichtiger werden. Dabei jedoch sowohl neue Chancen als auch Risiken schaffen.

    Nutzungskonzepte und Partizipation als Hebel
    Dr. Sibylle Wälty von der ETH Zürich bringt mit dem 10-Minuten-Nachbarschaftsmodell eine neue stadtplanerische Perspektive ein. Sie zeigt, wie verdichtete, heterogene Quartiere urbane Qualitäten stärken und nachhaltigen Mehrwert erzielen. Der Aspekt der sozialen Akzeptanz und die frühzeitige Einbindung lokaler Akteure stehen dabei im Mittelpunkt.

    Rechtsexperte Dr. Wolfgang Müller schildert den oft unterschätzten Einfluss von Einsprechrechten und deren Wirkung auf Projektträgerschaft und Zeithorizonte, zwischen demokratischer Mitsprache und Innovationsbremse.

    Transformative Ansätze und Branchendialog
    Wichtig wird der Blick nach vorn. Paolo Di Stefano präsentiert praxistaugliche Strategien, damit Immobilienportfolios auch unter veränderten Rahmenbedingungen resilient bleiben. Im «Zukunftstalk» diskutieren Nationalrat Beat Walti und Regierungsrätin Esther Keller, wie die Branche in zehn Jahren aussehen könnte. Insbesondere, wie Gesetzgebung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Wandel ineinandergreifen sollten, um Fortschritt statt Stillstand zu ermöglichen.

    Plattform für Dialog und Transformation
    Die Group of Fifteen ist mehr als ein Branchennetzwerk. Sie bietet eine unabhängige Dialogplattform, die Fachleute aus Immobilien, Recht, Politik und Wissenschaft regelmässig zusammenbringt, um neue Denkansätze zu entwickeln. Die den Transformationsprozess der Branche konstruktiv unterstützen, Orientierung bieten und das Bewusstsein schärfen und dass letztlich die Zusammenarbeit, Offenheit und Engagement die Grundlage für echte Innovation bilden.

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    https://group-of-fifteen.ch/

  • Erstmals treffen sich einige der grössten Schweizer Städte zum Dialog

    Erstmals treffen sich einige der grössten Schweizer Städte zum Dialog

    Seit 2019 setzen Schweizer Städte, Gemeinden, Unternehmen und Organisationen jeweils im Herbst ein deutliches Zeichen für die 17 Nachhaltigkeitsziele. Das Hissen der SDG-Flagge steht für das Bekenntnis zur Agenda 2030 und den Willen, globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. In Lugano eröffnete Bundesrat Ignazio Cassis den Anlass per Videobotschaft und betonte die Schlüsselrolle der Schweiz für nachhaltige Entwicklung auf nationaler und globaler Ebene. Eine Besonderheit dieses Jahres, der SDG Flag Day wurde als Plattform für grossstädtischen Austausch genutzt, von der Verwaltung bis zur Innovationsförderung.​

    Austausch, Praxisbeispiele und Jugendvisionen
    Der Dialog drehte sich um den Stand der Agenda 2030 in den Städten, bewährte Praktiken und die Rolle internationaler Netzwerke für die urbane Transformation. Die Delegationen diskutierten über Herausforderungen von Klimawandel bis Biodiversität, aber auch Chancen, die sich durch Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ergeben. Besonders eindrücklich waren die Präsentationen der Luganeser Gymnasiasten, die im „Laboratori di cultura urbana – Mediazione Giovani“ ihre Visionen für die Stadtentwicklung 2030 vorstellten. Ihr Projekt „Sommerinseln“ wurde gemeinsam mit der Stadt und dem Architekturinstitut umgesetzt und steht für jugendliches Engagement sowie partizipative Stadtentwicklung.​

    Rahmen und Prinzipien der Agenda 2030
    Die Agenda 2030, die 2015 von den UN-Mitgliedstaaten verabschiedet wurde, definiert mit den 17 SDGs den internationalen Handlungsrahmen für die Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch und soziale Ungleichheit. Ihr Ziel ist, Wohlstand und Planet durch Partnerschaft, Frieden und Fortschritt in Einklang zu bringen und nachhaltige Lebenswirklichkeiten weltweit zu schaffen. Der Flag Day ist Teil des UN Global Compact und wird in der Schweiz und international als Symbol für Engagement und Austausch genutzt.​

    Mit dem SDG Flag Day in Lugano ist der Startschuss für eine intensivere und vernetzte Zusammenarbeit der Städte im Bereich nachhaltige Entwicklung gefallen. Die gelebte Praxis von Dialog, Austausch und Beteiligung auf mehreren Ebenen macht deutlich. Die Umsetzung der SDGs ist kein Wettbewerb, sondern ein gemeinsames Zukunftsprojekt für die Gesellschaft in der ganzen Schweiz und über die Landesgrenzen hinaus.