Satelliten schaffen neue Transparenz

Die CO2M-Satellitenmission stellt einen Wendepunkt in der Erfassung von Treibhausgasen dar. Die ursprünglich geplanten zwei Satelliten wurden nach Empa-Simulationen um ein drittes Exemplar erweitert. Dadurch verkürzt sich die globale Messperiode von fünf auf rund 3,5 Tage. Statt schmaler Messstreifen liefern die Instrumente künftig umfassende Karten mit einer Auflösung von zwei Kilometern. So werden Emissionen einzelner Länder, Städte und industrieller Quellen sichtbar. Die Mission ist im EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus verankert und wird von der ESA entwickelt sowie später durch EUMETSAT betrieben.

Stickstoffdioxid-Daten decken Ungenauigkeiten auf
Parallel entsteht im CORSO-Projekt ein globaler Datensatz grosser Emittenten wie Kraftwerke, Zementwerke und Stahlfabriken. Vergleiche von Datenbanken mit TROPOMI-Satellitenmessungen zeigen deutliche Abweichungen. Anlagen, die gar nicht existieren, fehlende Einträge und falsche Annahmen zu Brennstoffen. Besonders bei dualen Kraftwerken wurde nachgewiesen, dass vielerorts primär Gas statt Öl genutzt wird, was geringere Stickoxidwerte nach sich zieht. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage, künftig auch CO2 mit vergleichbarer Präzision zu kartieren.

Perspektive auf den globalen Klimafortschritt
Mit den neuen Messinstrumenten erweitert sich die Möglichkeit, menschlich verursachte Emissionen präzise und kontinuierlich zu überwachen. Bereits heute können Luftschadstoffe wie Stickoxide zuverlässig quantifiziert werden. Mit den CO2M-Satelliten wird diese Fähigkeit auf Treibhausgase übertragen. Damit entsteht eine datenbasierte Sicht aus dem All, die detailliert aufzeigt, ob internationale Klimaziele tatsächlich erreicht werden.

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